Beiträge aus 2011

Bayernkiwi Christian F. 18.09.2011 12:59

Hallo,
Ich bin auf der Suche nach für Hummeln interessanten Kletterpflanzen. Clematis alpina war leider eine große Enttäuschung. Sie hat inzwischen eine stattliche Größe, ist aber für Hummeln uninteressant. Jetzt suche ich nach einem Ersatz und bin auf die Bayernkiwi gestoßen. Hat hier jemand -selbst- Erfahrungen gemacht? Ist sie eine begehrte Hummelpflanze?

Grüße,
Christian

Bayernkiwi Martin 18.09.2011 15:00
Hallo,
Ich bin auf der Suche nach für Hummeln interessanten Kletterpflanzen. Clematis alpina war leider eine große Enttäuschung. Sie hat inzwischen eine stattliche Größe, ist aber für Hummeln uninteressant. Jetzt suche ich nach einem Ersatz und bin auf die Bayernkiwi gestoßen. Hat hier jemand -selbst- Erfahrungen gemacht? Ist sie eine begehrte Hummelpflanze?

Grüße,
Christian

Schau mal bei Jürgen (externer Link, nicht mehr verfügbar). Wie man dort lesen kann, war die Bayernkiwi der Auslöser für seine Hummelleidenschaft. *g*

Mit Kletterpflanzen habe ich sonst wenig Erfahrung. Den Wilden Wein fliegen jedenfalls nur Honigbienen an. Lonicera soll hingegen beliebt sein, frag mich aber nicht welche Art genau.

Bayernkiwi Christian F. 19.09.2011 11:06
Mit Kletterpflanzen habe ich sonst wenig Erfahrung. Den Wilden Wein fliegen jedenfalls nur Honigbienen an.

Hallo Martin,
Ich dachte Jürgen hätte mit "normalen" Kiwis begonnen und die Bayernkiwi erst später hinzugesetzt.

Lonicera soll hingegen beliebt sein, frag mich aber nicht welche Art genau.

Du meinst wahrscheinlich Lonicera caprifolium. Daran sieht man tatsächlich mal die ein oder andere Gartenhummel.

Vielleicht schreibe ich Jürgen einfach an.

Grüße,
Christian

Bayernkiwi Karin C. 22.09.2011 19:15

Hallo Christian ,versuche es doch mal mit der Staudenwicke. Meine hat sich selbst ausgesät und die Hummeln sind ganz verrückt danach.Sie blüht auch recht lange -bis Ende September.Die Holzbiene findet sie auch als Futterquelle attraktiv. Gruss Karin

Bayernkiwi Christian F. 23.09.2011 21:57

Hallo Karin,
Danke für den Tipp. Ich habe bisher 3 Staudenwicken. Wenn Du sagst, dass auch Hummeln darauf fliegen werde ich noch einige dazukaufen.

Grüße,
Christian

Bayernkiwi Torsten 26.09.2011 12:07

Hallo Christian!

Clematis Alpina eine Entäuschung? Das wundert mich sehr! Ich habe selber zwei recht große Pflanzen, und jedes Jahr im Frühjahr tummeln sich mehrer Ackerhummelkönigen und Gartenhummelköniginen. Oft sogar
bis zu 5 bis 7 Königinen.

Ist es wirklich eine Clematis Alpina?

P.S. Ich habe schon öfter bemerkt das bei ein und der gleichen Pflanze
unterschiedliche Hummelsichtungen gemeldet werden oder wurden.
Der eine schreibt das eine Pflanze die absulute Hummelpflanze ist und bei mir war nichts los. Ich denke, das es auch auf das sonstige Nahrungsangebot, also was sonst noch in der Gegend blüht ankommt. Und dann suchen sich die Hummel die ertragreichste und einfachste bzw Nahrungsquelle aus.

Clematis alpina Christian F. 30.09.2011 10:39

Hi Torsten,
entschuldige, dass ich erst jetzt antworte.
Ich habe sie zumindest als Clematis alpina gekauft. Von vielen populären Pflanzen gibt es wohl eine grosse Anzahl an Züchtungen, die sich, was den Wert für Hummeln angeht, nicht immer leicht einschätzen lassen.

Grüße,
Christian

Clematis alpina Martin 30.09.2011 14:09
Hi Torsten,
entschuldige, dass ich erst jetzt antworte.
Ich habe sie zumindest als Clematis alpina gekauft. Von vielen populären Pflanzen gibt es wohl eine grosse Anzahl an Züchtungen, die sich, was den Wert für Hummeln angeht, nicht immer leicht einschätzen lassen.

Grüße,
Christian

Reinhard Witt schreibt zu Clematis alpina (und vielen anderen züchterisch bearbeiteten Arten) "Wildform verlangen". Vermutlich nicht ohne Grund. Für alle die heimische Arten im Garten einsetzen wollen ist sein Buch "Wildpflanzen für jeden Garten" nur zu empfehlen. Er gibt zu jeder vorgestellten Pflanze immer an, ob sie für Vögel, Schmetterlinge, Hummeln oder Wildbienen (allgemein) interessant ist.

Als für Hummeln interessante Kletterpflanzen nennt er z.B. noch die Bryonia dioica, Clematis montana rubens (nicht heimisch), Clematis recta, Clematis vitalba, Lonicera henryi (nicht heimisch), Lonicera periclymenum...

Vor einer sehr warmen Wand würde ich noch die Schwarznessel Ballota nigra empfehlen. Die ist zwar nichts zum herzeigen, wird aber bis zu zwei Meter hoch und eine Pflanze begrünt bei mir locker 2 Quadratmeter. Ist keine Kletterpflanze muss also fixiert werden. Hoher Wert für diverse Wildbienenarten und lange Blütezeit.

Gruß,
Martin

Clematis alpina Christian F. 01.10.2011 10:44

Hallo Martin

Als für Hummeln interessante Kletterpflanzen nennt er z.B. noch die Bryonia dioica, Clematis montana rubens (nicht heimisch), Clematis recta, Clematis vitalba, Lonicera henryi (nicht heimisch), Lonicera periclymenum...

Das Problem ist, dass der Mannnicht speziell von Hummeln Ahnung hat. Lonicera periclymenum ist für mich keine Hummelpflanze (ich habe sie im Garten), das erkennt man schon an der Blütenform. Ab und zu fliegt eine Gartenhummel ran, die mit ihrem langen Rüssel den Nektar erreicht, aber sich, mangels geeigneter Landeplattform, abquälen muss.

Vor einer sehr warmen Wand würde ich noch die Schwarznessel Ballota nigra empfehlen. Die ist zwar nichts zum herzeigen, wird aber bis zu zwei Meter hoch und eine Pflanze begrünt bei mir locker 2 Quadratmeter. Ist keine Kletterpflanze muss also fixiert werden. Hoher Wert für diverse Wildbienenarten und lange Blütezeit.

Schwarznesseln sind tatsächlich aussergewöhnlich gute Hummelpflanzen.
Dass sie 2m hoch werden ist mir dagegen neu! Ich denke das werde ich mal ausprobieren.

Grüße,
Christian

Clematis alpina Torsten 03.10.2011 11:22

Hallo an Alle!

Ist doch immer wieder interessant. Ich habe Clematis Alpina und Clematis Montana rubens in meinem Garten. Gerade Clematis Montana rubens, ist eine wunderschöne ca. 10m lange Kletterpflanze und jedes Jahr ein super Blütenmeer, aber Insekten weder Hummeln und Bienen sehe ich kaum daran. Gelegendlich verirrt sich eine Biene auf die rosa Blüten, fliegt zwei an und dann weg.

Wie unterschiedlich die Beobachtungen doch sind!

Liebe Grüße

Torsten

Hummeln tragen Pollen ein Christian 24.09.2011 16:17

Hi,
meine Dunklen Erdhummeln tragen heute noch Pollen ein. Ist das ein Zeichen dafür, dass noch Brut vorhanden ist? Ich möchte die Nistkugel nicht öffnen. Gestern war ein Drohn und eine Jungkönigin auf der Nistkugel. Ist schon ungewöhnlich. Mein letztes Ackerhummelnest hat die Arbeit bereits eingestellt und ist kurz vor Schluß.
Die Erdhummeln dagegen sind hoch aggressiv und haben, begünstigt durch das schöne Wetter, noch regen Ein - und Ausflug.
Also, ist das Eintragen von Pollen ein Zeichen dafür, dass noch Larven vorhanden sind?

Christian

Hummeln tragen Pollen ein Helena 24.09.2011 16:39
Hi,
meine Dunklen Erdhummeln tragen heute noch Pollen ein. Ist das ein Zeichen dafür, dass noch Brut vorhanden ist? Ich möchte die Nistkugel nicht öffnen. Gestern war ein Drohn und eine Jungkönigin auf der Nistkugel. Ist schon ungewöhnlich. Mein letztes Ackerhummelnest hat die Arbeit bereits eingestellt und ist kurz vor Schluß.
Die Erdhummeln dagegen sind hoch aggressiv und haben, begünstigt durch das schöne Wetter, noch regen Ein - und Ausflug.
Also, ist das Eintragen von Pollen ein Zeichen dafür, dass noch Larven vorhanden sind?

Christian

Ich würde sagen: ja. Vermutlich haben Arbeiterinnen mit der Drohnenaufzucht begonnen. Larven wie auch die frischgeschlüpften Drohnen fressen auch noch Pollen. Aber interessant, wie spät die bei Dir noch dran sind. Liegt sicher auch an der schönen, warmen Herbststimmung.

Hummeln tragen Pollen ein Johann 24.09.2011 22:18

Zwei Ackerhummelbnester sind bei mir noch ziemlich aktiv und haben Brut.
Interessanterweise seh ich auch immer wieder einmal einen terrestris-Drohn und frage mich, wo der herkommt. Das ist wohl die Antwort. Offenmsichtlich ist die Nestentwicklung doch sehr plastisch...
mfG Johann Neumayer

Hummeln tragen Pollen ein Bago 24.09.2011 22:32
Zwei Ackerhummelbnester sind bei mir noch ziemlich aktiv und haben Brut.
Interessanterweise seh ich auch immer wieder einmal einen terrestris-Drohn und frage mich, wo der herkommt. Das ist wohl die Antwort. Offenmsichtlich ist die Nestentwicklung doch sehr plastisch...
mfG Johann Neumayer

Hallo,

mein einziges Ackerhummelvolk lebt auch noch, trotzdem die Königin bereits Ende Juli verstorben war. Am Beinwell, Ochsenzunge... sammeln einige Arbeiterinnen auch immer noch Pollen.

Im übrigen habe ich letztes Wochenende auch terrestris-Drohnen gesehen, im Gartencenter. Ich vermute, dass dort eine Jungkönigin das Nest von einer Altkönigin übernommen hat, denn bereits im letzten Jahr habe dort an selber Stelle im August eine Erdhummelarbeiterin mit Pollen gesehen. Das kann eigentlich kaum möglich sein.

Die Auswertung der Nester habe ich übrigens hier verfasst...ich hoffe Du kannst mit den Daten etwas anfangen. ;)

Gruß Alex

Hummeln tragen Pollen ein Chris267 25.09.2011 08:42

Hab noch 3 starke Ackerhummelneste (2 eine sehr dunkle, 2 helle Arten), auch ziemlich viele Erdhummeln sind bei im Garten noch unterwegs. Oder sind es doch Gartenhummeln. Kann mir nochmals jemand den Unterschied im Aussehen erklären? Der Grund für die zahlreichen Hummeln bei mir liegt darin, dass unzählige drüs. Springkrautpflanzen - viele "Unkrautbekämpfer werden den Kopf schütteln - blühen. Im Vorjahr haben sich im Kasten bei meinen Ackerhummeln einige Baumhummeln einquartiert, ich dachte das gibt´s nicht - aber es war eindeutig.

Beste Grüße aus Oberösterreich! Chris

Zwei Ackerhummelbnester sind bei mir noch ziemlich aktiv und haben Brut.
Interessanterweise seh ich auch immer wieder einmal einen terrestris-Drohn und frage mich, wo der herkommt. Das ist wohl die Antwort. Offenmsichtlich ist die Nestentwicklung doch sehr plastisch...
mfG Johann Neumayer


Hallo,

mein einziges Ackerhummelvolk lebt auch noch, trotzdem die Königin bereits Ende Juli verstorben war. Am Beinwell, Ochsenzunge... sammeln einige Arbeiterinnen auch immer noch Pollen.

Im übrigen habe ich letztes Wochenende auch terrestris-Drohnen gesehen, im Gartencenter. Ich vermute, dass dort eine Jungkönigin das Nest von einer Altkönigin übernommen hat, denn bereits im letzten Jahr habe dort an selber Stelle im August eine Erdhummelarbeiterin mit Pollen gesehen. Das kann eigentlich kaum möglich sein.

Die Auswertung der Nester habe ich übrigens hier verfasst...ich hoffe Du kannst mit den Daten etwas anfangen. ;)

Gruß Alex
Hummeln tragen Pollen ein Martin 25.09.2011 13:02

Wenn sie das Springkraut besuchen, handelt es sich um eine langrüsselige Art. Die Gartenhummel geht da z.B. gerne dran. Es kommen aber auch noch andere ähnlich aussehende Arten in Frage.

Hab noch 3 starke Ackerhummelneste (2 eine sehr dunkle, 2 helle Arten), auch ziemlich viele Erdhummeln sind bei im Garten noch unterwegs. Oder sind es doch Gartenhummeln. Kann mir nochmals jemand den Unterschied im Aussehen erklären? Der Grund für die zahlreichen Hummeln bei mir liegt darin, dass unzählige drüs. Springkrautpflanzen - viele "Unkrautbekämpfer werden den Kopf schütteln - blühen.
Rückkehrerin im September Bago 25.09.2011 13:33

Auf Jürgen's Seite gibt es einen interessanten Beitrag zu lesen über Rückkehrerinnen, welche im selben Jahr zurückkehren. Link (externer Link, nicht mehr verfügbar)

Gruß Alex aus Dortmund

Rückkehrerin im September Martin 09.10.2011 19:45

Sehr interessante Beobachtungen, die eine nähere Untersuchung verdienen. Es ist allein schon ungewöhnlich, dass eine Jungkönigin noch Wochen nach Nestauflösung(!) unterwegs ist. Aber dann auch noch das Mutternest aufsuchend, welchen Sinn soll das machen? Bisher ging man ja immer davon aus, dass die Königinnen sich nach dem Verlassen des Nestes sehr zeitig in die Diapause begeben.

Gern möchte man da eure wildromantische Vorstellung teilen, dass sie sich vor der Diapause nur mal vergewissern wollten, ob ihr Mutternest noch besteht. Ich halte es aber für mindestens genauso wahrscheinlich, dass es einen weniger schönen Grund hat. Gerade weil es nur vereinzelt beobachtet wird und das zu einer Zeit, in der "normale" Jungköniginnen bereits schlummern.

Wurde sie z.B. nicht begattet?
Ist sie krank oder schwach?
Oder befand sie sich bereits in der Diapause und wurde gestört? *

Da wäre es in jedem Fall natürlich interessant zu wissen, ob die im Frühjahr tatsächlich zurückkehrt.

Hat hier schon mal jemand Jungköniginnen markiert? Vielleicht traut sich das ja der ein oder andere zu. Insbesondere bei individueller Markierung also bspw. mit Nummerierung bieten sich da interessante Möglichkeiten zur Forschung.

* Erdreste am Körper insbesondere an den Mandibeln könnten ein Hinweis darauf sein.

Königinnen zeichnen Dennis 13.10.2011 20:49

Hallo Martin,

Hat hier schon mal jemand Jungköniginnen markiert? Vielleicht traut sich das ja der ein
oder andere zu. Insbesondere bei individueller Markierung also bspw. mit Nummerierung
bieten sich da interessante Möglichkeiten zur Forschung.

Theoretisch müsste das genauso gehen, wie Imker ihre Königinnen markieren.
Entweder einen entsprechenden Zeichungsstift nehmen (Imkerhandel) oder ein Opalith-Plättchen, das angeleimt wird, die gibts auch in verschiedenen Farben (ebenfalls Imkerhandel). Allerdings erfordert das ein gewisses Geschick, damit man die Tierchen nicht (zer-)quetscht.

Praktisch könnte es evtl. daran scheitern, dass Hummeln deutlich behaarter sind als Bienen, evtl. klebt das Opalith-Plättchen dann nicht.

Aber probiert habe ich das bisher nie - weder bei Bienen noch Hummeln.

Viele Grüße
Dennis

Königinnen zeichnen Christian F. 14.10.2011 11:20

Das wäre wirklich sehr interessant. Nur müssten die Leute, die das machen wollen
1. erstmal lernen, wie das geht
2. veantwortungsvoll Buch führen.

Insgesamt könnte man die Ergebniss, die da zu erwarten wären brauchen.
Z.B. liesse sich herausfinden wie weit Königinnen nach der Überwinterung verziehen etc.

Grüße,
Christian

Königinnen zeichnen Bago 14.10.2011 14:05

Und es ließe sich in etwa der Anteil der überwinternen Königinnen herausfinden. So wäre ich beispielsweise an den Ergebnissen von Bombus pascuorum sehr interessiert. Denn ich bin mir wirklich nicht sicher, ob wirklich nur jede 10. Königin den Winter überlebt. Bei terrestris wäre das denkbar, aber bei pascuorum? So wenig Jungköniginnen, wie die jedoch produzieren; höchst anzweifelhaft. Auch könnte man klären, ob es keine zweijährigen Diapausen gibt.

So einfach das auch klingt, eine Königin zu zeichnen ist extrem schwer. In 2009 habe ich das mal versucht, ich hab's einfach nicht hinbekommen. Auch könnten sich durch die feuchte Witterung im Winter alles wieder lösen. Ich denke hier z.B. an Regen oder an die Schneeschmelze.

Eine zusätzliche Möglichkeit wäre aber das künstliche Überwintern, daran könnte man alles viel besser sehen. Wie man das aber genau macht, dazu weiß ich nicht viel mehr... Oder besser gesagt gehören diese Methoden nicht zum Hummelschutz wie das Entfernen aus dem Nest, dann die Paarung und schließlich das Vollfüttern. Dann müssen sie schlafen gelegt werden... Das hat nichts mit Hummelschutz zu tun, auch wenn die Ergebnisse interessant wären.

Gruß Alex

Königinnen zeichnen Martin 14.10.2011 19:51

Es braucht eine Markierung, die den Winter problemlos überdauert und die Königin aber gleichzeitig in keinster Weise behindert. In von Hagens Buch sind ja ein paar (Alt)Königinnen mit Markierungen abgebildet. Wurde aber im Text -soweit ich mich erinnere- nicht darauf eingegangen.

Und dann braucht man natürlich viel Glück und Zeit, um ausgerechnet die dann wiederzufinden. Aber wenn dem so ist, dann könnte es sehr interessant werden.

Nebenbei. Ich denke, wir werden es noch erleben, dass die (Funk)Sender so klein und kompakt werden, dass man selbst kleine Arbeiterinnen und v.a. Jungköniginnen damit versehen kann, ohne dass sie irgendwie dadurch eingeschränkt werden. Dann werden wohl auch die letzten Geheimnisse der Hummeln entschlüsselt werden.

Wenn dann die Empfänger auch noch halbwegs erschwinglich werden, sitzen die technikbegeisterten Hummelfreunde der Zukunft am Radar oder an einer passenden Google App und überwachen so die Flugbewegungen des gesamten Volkes. ;-)

Königinnen zeichnen Bago 14.10.2011 20:33
Es braucht eine Markierung, die den Winter problemlos überdauert und die Königin aber gleichzeitig in keinster Weise behindert. In von Hagens Buch sind ja ein paar (Alt)Königinnen mit Markierungen abgebildet. Wurde aber im Text -soweit ich mich erinnere- nicht darauf eingegangen.

Und dann braucht man natürlich viel Glück und Zeit, um ausgerechnet die dann wiederzufinden. Aber wenn dem so ist, dann könnte es sehr interessant werden.

Nebenbei. Ich denke, wir werden es noch erleben, dass die (Funk)Sender so klein und kompakt werden, dass man selbst kleine Arbeiterinnen und v.a. Jungköniginnen damit versehen kann, ohne dass sie irgendwie dadurch eingeschränkt werden. Dann werden wohl auch die letzten Geheimnisse der Hummeln entschlüsselt werden.

Wenn dann die Empfänger auch noch halbwegs erschwinglich werden, sitzen die technikbegeisterten Hummelfreunde der Zukunft am Radar oder an einer passenden Google App und überwachen so die Flugbewegungen des gesamten Volkes. ;-)

Das wird aber noch dauern. :-(

Im Übrigen ist die Königin, die Du meinst, wohl Bombus magnus. Zumindest ist das Foto so viel ich weiß von einem belgischen Wissenschaftler, zumindest gibt es sehr sehr ähnlich Fotos im Netz davon. Und im Labor ist das ganze wohl auch kein Problem mit der künstlichen Überwinterung. Auf einer österreichischen Seite wird ja auch etwas von der Überwinterung gezeigt...

Hier in der Nähe gibt es einen, der einen Freiflugraum für Hummeln entwickelt hat...

Das mit den Empfängern wäre wirklich interessant, eine Auswertung. :D

Wir Hummelfreunde müssten noch viel mehr Projekte machen z.B. wäre doch mal eine Hummelzählung sindvoll. Wäre doch sehr interessant, wie dort die Daten ausfallen, über ganz Deutschland verteilt wäre das ein großes Datenvolumen. Natürlich könnte man die ganze Saison über Hummeln zählen und die Art bestimmen, wobei das wohl auch sehr aufwändig ist. Oder man nimmt nur einzelne Tage und trägt die Daten dann zusammen. So bekommt man beispielsweise heraus: wann eine Art erscheint/in den Winterschlaf verschwindet; die Anzahl der gezählten Hummeln pro Art; wo die seltenen Arten weit verbreitet sind --> Daraus lassen sich dann auch geographische Entwicklungen ableiten. Ok., der Aufwand wäre zu groß, das würde einfach keiner mitmachen. :(

Königinnen zeichnen unbekan_te 14.10.2011 22:48
Das mit den Empfängern wäre wirklich interessant, eine Auswertung. :D

... Für das Projekt werden die Bienen nummeriert und mit einem Mikro-Chip ausgestattet ...
http://www.uni-wuerzburg.de/sonstiges/meldungen/single/artikel/high-tech/

Königinnen zeichnen Martin 15.10.2011 08:59
Das mit den Empfängern wäre wirklich interessant, eine Auswertung. :D

... Für das Projekt werden die Bienen nummeriert und mit einem Mikro-Chip ausgestattet ...
http://www.uni-wuerzburg.de/sonstiges/meldungen/single/artikel/high-tech/

Danke für den Link.

Weiß man, welche Reichweite die eingesetzten RFID Chips haben? Scheint mir so, als würden die nur für Beobachtungen innerhalb des Stockes genutzt bzw. überhaupt brauchbar sein? Die Webseite gibt diesbezüglich wenig her.

Entschuldigung, aber Ihre Suche nach RFID lieferte keine Ergebnisse.
Es wurden keine Dokumente gefunden, die "RFID" enthalten.
Königinnen zeichnen Christian F. 15.10.2011 12:53
Weiß man, welche Reichweite die eingesetzten RFID Chips haben? Scheint mir so, als würden die nur für Beobachtungen innerhalb des Stockes genutzt bzw. überhaupt brauchbar sein?

Deine Bedenken sind ganz richtig:
http://www.hobos.de/

Andererseits wäre es auch nicht uninteressant das Innenleben eines Hummelstaates leichter studieren zu können.

Grüße,
Christian

Königinnen zeichnen Martin 15.10.2011 15:28
Andererseits wäre es auch nicht uninteressant das Innenleben eines Hummelstaates leichter studieren zu können.

Ja, und so könnte man gut festhalten, wann welche Hummel draußen unterwegs war. Dazu noch eine Webcam die am Eingang filmt, etc.

Ich habe mal ein bißchen oberflächlich recherchiert und es liegt vielleicht eher an den Empfängern als an den Chips (Sendern) selbst. Die Reichweite der RFID Lesegeräte liegt bei den meisten scheinbar nur im Zentimeterbereich. Und 5-6 Meter Reichweite ist dann schon "long range". Für das Identifizieren von markierten Königinnen im Freien taugt das dann wohl wenig.

Trotzdem sind mir solche RFID Chips auf jeden Fall sympathischer als die Sender, die bisher bei Hummeln zum Einsatz kamen. (Beispielbild (externer Link, nicht mehr verfügbar))

Königinnen zeichnen Martin 15.10.2011 16:28

Bevor wir nur noch über RFID reden, wollte ich noch zum ursprünglichen Gedanken zurück.

Es gibt meiner Meinung nach noch viele Dinge, die es über Hummeln herauszufinden gilt, bei denen Amateure eine Menge beizutragen haben. In der Wissenschaft wird fast nur mit Erdhummel gearbeitet *hust*Bequemlichkeit*hust*, aber gerade wenn es um Abläufe innerhalb des Nestes geht kommen die Pocketmaker damit sträflich zu kurz. Allein von Leuten hier im Forum werden oder wurden hingegen schon mindestens 9 oder mehr verschiedene Arten gehalten.

Auch sind mir -mit Ausnahme von Hagens- keine Veröffentlichungen bekannt, die ein Volk bzw. deren Nachkommen länger als eine Saison beobachtet haben. Womit wir wieder bei der Frage der Rückkehrerinnen wären.

Auch gibt es kaum konkrete Belege über die Entstehung zweiter Generationen (Neugründung vs. Übernahme durch Jungkönigin).

Und die Angaben zur Sterblichkeit basieren soweit ich mich erinnere entweder auf Schätzungen oder kontrollierten künstlichen Überwinterungen.

Das wären alles Möglichkeiten durch individuelle Markierungen zu interessanten neuen Erkenntnissen zu kommen.

Königinnen zeichnen Dennis 23.10.2011 16:19

Hallo!

@ Alex (Bago):

So einfach das auch klingt, eine Königin zu zeichnen ist extrem schwer. In 2009 habe ich
das mal versucht, ich hab's einfach nicht hinbekommen.

Zum "Zeichnen-Üben" wird in einschlägiger Literatur dem Jungimker schon mal empfohlen, zuerst mit Drohnen zu üben (da: können nicht stechen und ihr Verlust ist verschmerzbarer als der der Königin) und erst wenn man da sicher ist, an die Majestät zu gehen, es gibt da auch entsprechende Zeichen-/Festhaltekäfige für Königinnen im Fachhandel. Evlt. wäre das eine Idee, falls du wirklich ernsthaft vorhast, Königinnen zu zeichnen.
Denn dass das nicht so leicht ist, beweisen zuweilen Bilder von Bienenköniginnen im Internet, so sah ich mal eine Königin, der war nicht nur die Brust mit Farbe bemalt, sondern gleich noch ihr linker Flügel und ihr linkes Auge. Bei einer Bienenkönigin wohl noch verschmerzbar (aber keinesfalls gut!), aber eine Hummelkönigin könnte das das Überleben kosten, wenn sie nicht mehr richtig sieht bzw. flügellahm wird.

Vielleicht erlaubt dir ein befreundeter Imker, erst mal an seinen Drohnen zu üben, denn die meisten Imker halten leider nicht viel von ihren Drohnen, da dürfest du dich dann sicher "austoben".

@ Martin:

Es braucht eine Markierung, die den Winter problemlos überdauert und die Königin aber
gleichzeitig in keinster Weise behindert.

Das dürfte die Krux an der Sache sein. Behinderung kann leicht geschehen, wenn man nur mit dem Zeichenstift abrutscht (siehe oben), auch weiß ich nicht, inwieweit so ein Opalith-Plättchen ein guter/schlecher Wärmeleiter/Isolator ist. Wenn das auf die Brust aufgeklebte Plättchen nämlich die Körperwärme gut ableitet bzw. die Kälte von draußen gut auf die Brust leitet, dann wäre das extrem negativ für den Überwinterungserfolg der Königin.

Viele Grüße
Dennis

Mal wieder: Miethummeln als Geschäftsidee Dennis 25.09.2011 19:33

Gerade im Imkerforum gelesen:
http://www.topagrar.com/news/Home-top-News-Interesse-an-einem-Bestaeubungsservice-mit-Hummeln-530087.html (externer Link, nicht mehr verfügbar)

Ich zitiere von der obigen Seite: "Die Kunden könnten die Tiere so für einen bestimmten Zeitraum, also nur in der Blütezeit, in Anspruch nehmen."

Also so, wie man es in Amerika schon seit Jahren (oder Jahrzehnten?) mit den Honigbienen macht: "He Joe, meine 100-km²-Mandelplantage blüht morgen, schick mal bitte genügend Bienen vorbei und schaff mir die Biester aber bitte nach der Blüte schnell wieder vom Hof, mag keine Insekten in meiner ansonsten klinisch reinen Plantage."

Was für die Hummeln weitaus sinnvoller wäre als diese Mietvölker, habe ich im Imkerforum geschildert, aber das denke ich, ist in diesem Forum nicht nötig, da alle Anwesenden hier das sowieso wissen. ;)

Viele Grüße
Dennis

Mal wieder: Miethummeln als Geschäftsidee Karin C. 26.09.2011 19:39

Hallo Dennis, habe den Beitrag im Imkerforum gelesen und den Fragebogen ausgefüllt. Ob es was bringt sei dahingestellt aber habe auf diesem Weg meine Meinung kundgetan. Gruss Karin

Mal wieder: Miethummeln als Geschäftsidee Dennis 27.09.2011 18:54

Hallo Karin,

Ob es was bringt sei dahingestellt aber habe auf diesem Weg meine Meinung kundgetan.

Wie ich das verstanden habe, ist die Umfrage von einer Studentin erstellt worden, welche auf diesen Daten einen "Businessplan" aufstellen will, sprich eine Studienarbeit, für die's einen Schein gibt, sprich weiter egal was wir schreiben, der Plan wird sowieso aufgestellt.
Ähnlich wie bei Investmentbanker: Jeder noch so schrottige Fonds wird schöngerechnet. ;)

Aber vielleicht regen unsere Antworten die Studentin dazu an, das ganze nicht als reale Geschäftsidee umzusetzen und stattdessen lieber ein paar Hummelkästen aufzustellen. Damit wäre ja auch schon was erreicht.

Viele Grüße
Dennis