Beiträge aus 2011

Ackerhummeldrohn(en) auf Patrouille Martin 15.10.2011 16:59

Bei der Apfelernte ist immer wieder eine Ackerhummel an mir vorbei und ins Innere des Baumes geflogen. Es war ein Drohn, anscheinend auf Patrouille*. Ich konnte ihn nur bestimmen, weil er sich einmal kurz auf ein Blatt setzte und sehr aufgeregt darauf herumlief. Vielleicht war das Teil seiner Routine, möglicherweise hat er sich aber auch nur kurz gesonnt. Ansonsten waren die Flüge rasend schnell und ohne irgendeine Unterbrechung. Ich verlor ihn dadurch immer sofort aus den Augen.

Gestern und heute habe ich mich nochmal kurz zu den Bäumen gestellt und in Abständen von 5-10 Minuten flog immer wieder ein(der?) Ackerhummeldrohn vorbei. Mal von und mal zu einem benachbarten Baum, den er ähnlich "untersucht". Ein großes System konnte ich dabei nicht feststellen. Auch gab es Unterschiede zwischen den Tagen, kann aber auch sein, dass es einfach mehrere Drohnen waren, die zu verschiedenen Zeiten unterwegs sind. Der gemeinsame Nenner schien nur der Hauptstamm zu sein, der immer sehr nah angeflogen und umkreist wurde, bevorzugt auf einer Höhe von ca. 2 Metern.

15 Meter davon entfernt befindet sich übrigens ein noch aktives Ackerhummelnest.

*Charles Darwin persönlich hat das erstmals bei Hummeln beschrieben, wie man hier nachlesen (externer Link, nicht mehr verfügbar) kann. Seitdem wurde das auch bei einigen anderen Arten beobachtet.

Jetzt noch aktive Nester? Dennis 15.10.2011 20:05

Huch, jetzt noch aktive Hummelnester? Selbst die Ackerhummeln hätte ich jetzt als "durch" betrachtet - also aufgelöst bzw. so gut wie aufgelöst.

Wobei ich heute auch wieder eine Ackerhummelarbeiterin rumfliegen sah, sowie sogar eine Erdhummelarbeiterin. Und einige Erdhummelköniginnen, bevorzugt am Eisenhut, aber auch am Löwenmäulchen.

Es wunderte mich auch schon letztes Jahr, dass so spät im Jahr noch Jungköniginnen unterwegs sind, meine beiden Erdhummelnester dieses Jahr waren z.B. schon seit September beide verlassen.

Viele Grüße
Dennis

Jetzt noch aktive Nester? Martin 16.10.2011 08:57
Huch, jetzt noch aktive Hummelnester? Selbst die Ackerhummeln hätte ich jetzt als "durch" betrachtet - also aufgelöst bzw. so gut wie aufgelöst.

Ist halt ein Naturnest. Mir ist es Anfang Mai erstmals aufgefallen. Befindet sich zwischen Trachtpflanzen, war also immer gut versorgt. Ich habe das Nest gestern zum Test angestubst und ich bekam sofort mehrstimmiges wütendes Sirren als Antwort. Sammelnde Arbeiterinnen sehe ich aber keine mehr.

Gruß,
Martin

Aktive Nester Christian 17.10.2011 09:04

Hi,
meine Ackerhummel hat noch eine Arbeiterin. Von aktiven Nest kann da natürlich keine Rede sein. Die sitzt auf der Wabe in der noch Nektar ist. Ob sie noch fliegt weiß ich nicht. Is ja aber bei dieser Art nichts ungewöhnliches. Drohne seh ich auch noch fliegen, die sind an den Sonnenblumen.

Meine Dunkle Erdhummel hat noch mindestens zehn Arbeiterinnen. Ein paar fliegen noch aus. Geh mal davon aus, dass keine Brut mehr da ist. Auf welche Pflanzen die fliegen weiß ich nicht.

Christian

Aktive Nester Bago 17.10.2011 16:19

Hallo zusammen,

mein Volk ist leider abgestorben und das schon seit etwa 14 Tagen. :-(

Heute habe ich dann eine Ackerhummelarbeiterin, die Pollen sammelte, gesehen! D.h. es muss noch ein aktives Nest mit Brut in der Nähe geben. Auch ein Drohn habe ich am Samstag noch gesehen. Eine Erdhummelkönigin fliegt auch noch herum. Sie ist von der Marke terrestris.

Scheint nicht nur ein früh angefangendes Hummeljahr zu sein, sondern auch ein sehr langes. Nun erstreckt sich die Flugsaison von der ersten Sichtung einer Erdhummel am 14.2.11 bis jetzt! Das sind 244 Tage!!! Wenn das so weitergeht, dann wird es ein zweifelsfreier Rekord! :-)

Gruß Alex

Sichtungen 23.10.11 Dennis 23.10.2011 16:20

Hallo,

ich kann heute am Eisenhut noch folgende Aktivitäten vermelden:
- Erdhummelköniginnen (sogar -arbeiterinnen!)
- Gartenhummelkönigin
- Ackerhummelkönigin

Viele Grüße
Dennis

Sichtungen Christian 24.10.2011 09:09

Auch bei mir fliegt noch ein Ackerhummeldrohn. Die ca. zehn Erdhummeln sitzen starr auf der Wabe, leben, aber fliegen nicht mehr.

Christian

Sichtungen Johann Neumayer 30.10.2011 18:30

Heute, 30.10.2011 bei 16°C 1 Jungkönigin und 6 Männchen von Bombus hortorum auf Aconitum x carmichaelii im Garten. Wie jedes Jahr 2. Generation, aber doch eindrucksvoll.

mfG JN

Sichtungen... Fragen zur zweiten hortorum Generation Bago 30.10.2011 19:01
Heute, 30.10.2011 bei 16°C 1 Jungkönigin und 6 Männchen von Bombus hortorum auf Aconitum x carmichaelii im Garten. Wie jedes Jahr 2. Generation, aber doch eindrucksvoll.

mfG JN

Hallo Johann,

dass mit den zwei Generationen bei den Gartenhummeln verstehe ich nicht so ganz. Bei uns habe ich bisher noch keine zweite Generation feststellen können. Trotzdem wir hier in Dortmund immer sehr früh dran sind und die ersten Gründungen bei hortorum so gegen Mitte/Ende März haben. Allerdings stelle ich bisher keine zweite Generation fest. Die ersten Jungköniginnen gibt es Mitte/Ende Mai, selten auch mal Anfang Juni. Ab Mitte/Ende Juni sehe ich dann keine einzige mehr. Eine einzige Königin ist mir mal im August begegnet, was ich aber nicht als ein Beweis zählen möchte. Woran kann es also liegen? Sind es bei Dir eigentlich komplett neue Gründungen oder die Übernahme es Mutternestes?

Bombus hypnorum hat hier zuweilen zwei Generationen, ebenso pratorum, dort gibt es meist aber eine Übernahme des Mutternestes. Bei terrestris gibt es ab und zu auch mal wieder Gründerinnen, weil ich schon mal Zwergarbeiterinnen im August mit Pollen rumfliegen gesehen habe. Deshalb ist die einzige Erklärung eine neue Nestgründung.

Der spätblühende Eisenhut ist eine wirkliche Hummelattraktion. Erdhummeln, Ackerhummeln...

Sichtungen... Fragen zur zweiten hortorum Generation Chris267 30.10.2011 20:18

Wollte auch vorgestern wieder den Schwegler-Kasten räumen, doch es sind immer noch einige Ackerhummeln darin. Auch einen zweiten Nistkasten mit dunklen Ackerhummeln traue ich mich jetzt noch nicht "einzuwintern". Es fliegen zwar keine Hummeln mehr, doch es gibt sie noch meine "Schützlinge"! Natürlich freue ich aber jetzt schon auf den kommenden Frühling mit vielen rückkehrenden Königinnen!

Heute, 30.10.2011 bei 16°C 1 Jungkönigin und 6 Männchen von Bombus hortorum auf Aconitum x carmichaelii im Garten. Wie jedes Jahr 2. Generation, aber doch eindrucksvoll.

mfG JN

Hallo Johann,

dass mit den zwei Generationen bei den Gartenhummeln verstehe ich nicht so ganz. Bei uns habe ich bisher noch keine zweite Generation feststellen können. Trotzdem wir hier in Dortmund immer sehr früh dran sind und die ersten Gründungen bei hortorum so gegen Mitte/Ende März haben. Allerdings stelle ich bisher keine zweite Generation fest. Die ersten Jungköniginnen gibt es Mitte/Ende Mai, selten auch mal Anfang Juni. Ab Mitte/Ende Juni sehe ich dann keine einzige mehr. Eine einzige Königin ist mir mal im August begegnet, was ich aber nicht als ein Beweis zählen möchte. Woran kann es also liegen? Sind es bei Dir eigentlich komplett neue Gründungen oder die Übernahme es Mutternestes?

Bombus hypnorum hat hier zuweilen zwei Generationen, ebenso pratorum, dort gibt es meist aber eine Übernahme des Mutternestes. Bei terrestris gibt es ab und zu auch mal wieder Gründerinnen, weil ich schon mal Zwergarbeiterinnen im August mit Pollen rumfliegen gesehen habe. Deshalb ist die einzige Erklärung eine neue Nestgründung.

Der spätblühende Eisenhut ist eine wirkliche Hummelattraktion. Erdhummeln, Ackerhummeln...
Sichtungen... Fragen zur zweiten hortorum Generation Johann Neumayer 30.10.2011 20:20
Heute, 30.10.2011 bei 16°C 1 Jungkönigin und 6 Männchen von Bombus hortorum auf Aconitum x carmichaelii im Garten. Wie jedes Jahr 2. Generation, aber doch eindrucksvoll.

mfG JN

Hallo Johann,

dass mit den zwei Generationen bei den Gartenhummeln verstehe ich nicht so ganz. Bei uns habe ich bisher noch keine zweite Generation feststellen können. Trotzdem wir hier in Dortmund immer sehr früh dran sind und die ersten Gründungen bei hortorum so gegen Mitte/Ende März haben. Allerdings stelle ich bisher keine zweite Generation fest. Die ersten Jungköniginnen gibt es Mitte/Ende Mai, selten auch mal Anfang Juni. Ab Mitte/Ende Juni sehe ich dann keine einzige mehr. Eine einzige Königin ist mir mal im August begegnet, was ich aber nicht als ein Beweis zählen möchte. Woran kann es also liegen? Sind es bei Dir eigentlich komplett neue Gründungen oder die Übernahme es Mutternestes?

Bombus hypnorum hat hier zuweilen zwei Generationen, ebenso pratorum, dort gibt es meist aber eine Übernahme des Mutternestes. Bei terrestris gibt es ab und zu auch mal wieder Gründerinnen, weil ich schon mal Zwergarbeiterinnen im August mit Pollen rumfliegen gesehen habe. Deshalb ist die einzige Erklärung eine neue Nestgründung.

Der spätblühende Eisenhut ist eine wirkliche Hummelattraktion. Erdhummeln, Ackerhummeln...

Hallo,
ob das neue Nestgründungen sind oder "nur" Übernahmen, weiß ich nicht, weil ich leider noch nie ein Nest der 2. Generation gehabt habe. Allerdings hat vor 1 oder 2 Jahren jemand in diesem Forum geschrieben, er hätte 2x ein neues Nest im alten gehabt. Trotz fehlender Nestnachweise ist der Freilandbefund bei mir ziemlich eindeutig: Ca. ab Ende Juli fliegen pollensammelnde Königinnen, irgendwann Mitte oder Ende August kommen neue Arbeiterinnen und ab Ende September Männchen.
Da hortorum an sich eine kurze Nestdauer hat, sind die beiden Generationen doch deutlich getrennt.
Ich weiß, dass die 2. Generationen nicht überall vorkommen, vermute aber dass es eher in feuchteren Lebensräumen ist, denn natürlicherweise blüht hier Lamium maculatum im Herbst wieder. Und das ist im Oktober fast die einzige natürliche Nahrungspflanze für B. hortorum.
Ich habe allerdings keinerlei andere Hinweise auf 2. Generationen bei anderen Arten gehabt, weder bei pratorum, noch bei hypnorum.
Pollensammelnde Zwergarbeiterinnen von B. terrestris würde ich übrigens noch nicht als Indiz für eine Nestübernahme gelten lassen. Denn erstens können Zwergarbeiterinnen aus dem Frühjahr im Nest sehr alt werden, sie fliegen ja nie aus, und dann vielleicht beim Zusammenbruch des Nests doch noch genötigt sein, zu arbeiten. Und Zweitens können Zwergarbeiterinnen aus Larven, die aus irgendwelchen Gründen zu wenig erwischt haben, jederzeit entstehen.
Ich lese immer wieder, dass pratorum 2 Generationen machen soll, beobachte aber nie Arbeiterinnen im Juli oder August. Hast Du solche Beobachtungen?
B. hypnroum-Nester - und davon hatte ich inzwischen jede Menge, können ab und an schon bis Anfang August überleben. Hinweise auf spätere Nester hatte ich noch nie.
mfG Johann Neumayer

Sichtungen... Fragen zur zweiten hortorum Generation Bago 31.10.2011 08:22
Heute, 30.10.2011 bei 16°C 1 Jungkönigin und 6 Männchen von Bombus hortorum auf Aconitum x carmichaelii im Garten. Wie jedes Jahr 2. Generation, aber doch eindrucksvoll.

mfG JN

Hallo Johann,

dass mit den zwei Generationen bei den Gartenhummeln verstehe ich nicht so ganz. Bei uns habe ich bisher noch keine zweite Generation feststellen können. Trotzdem wir hier in Dortmund immer sehr früh dran sind und die ersten Gründungen bei hortorum so gegen Mitte/Ende März haben. Allerdings stelle ich bisher keine zweite Generation fest. Die ersten Jungköniginnen gibt es Mitte/Ende Mai, selten auch mal Anfang Juni. Ab Mitte/Ende Juni sehe ich dann keine einzige mehr. Eine einzige Königin ist mir mal im August begegnet, was ich aber nicht als ein Beweis zählen möchte. Woran kann es also liegen? Sind es bei Dir eigentlich komplett neue Gründungen oder die Übernahme es Mutternestes?

Bombus hypnorum hat hier zuweilen zwei Generationen, ebenso pratorum, dort gibt es meist aber eine Übernahme des Mutternestes. Bei terrestris gibt es ab und zu auch mal wieder Gründerinnen, weil ich schon mal Zwergarbeiterinnen im August mit Pollen rumfliegen gesehen habe. Deshalb ist die einzige Erklärung eine neue Nestgründung.

Der spätblühende Eisenhut ist eine wirkliche Hummelattraktion. Erdhummeln, Ackerhummeln...


Hallo,
ob das neue Nestgründungen sind oder "nur" Übernahmen, weiß ich nicht, weil ich leider noch nie ein Nest der 2. Generation gehabt habe. Allerdings hat vor 1 oder 2 Jahren jemand in diesem Forum geschrieben, er hätte 2x ein neues Nest im alten gehabt. Trotz fehlender Nestnachweise ist der Freilandbefund bei mir ziemlich eindeutig: Ca. ab Ende Juli fliegen pollensammelnde Königinnen, irgendwann Mitte oder Ende August kommen neue Arbeiterinnen und ab Ende September Männchen.
Da hortorum an sich eine kurze Nestdauer hat, sind die beiden Generationen doch deutlich getrennt.
Ich weiß, dass die 2. Generationen nicht überall vorkommen, vermute aber dass es eher in feuchteren Lebensräumen ist, denn natürlicherweise blüht hier Lamium maculatum im Herbst wieder. Und das ist im Oktober fast die einzige natürliche Nahrungspflanze für B. hortorum.
Ich habe allerdings keinerlei andere Hinweise auf 2. Generationen bei anderen Arten gehabt, weder bei pratorum, noch bei hypnorum.
Pollensammelnde Zwergarbeiterinnen von B. terrestris würde ich übrigens noch nicht als Indiz für eine Nestübernahme gelten lassen. Denn erstens können Zwergarbeiterinnen aus dem Frühjahr im Nest sehr alt werden, sie fliegen ja nie aus, und dann vielleicht beim Zusammenbruch des Nests doch noch genötigt sein, zu arbeiten. Und Zweitens können Zwergarbeiterinnen aus Larven, die aus irgendwelchen Gründen zu wenig erwischt haben, jederzeit entstehen.
Ich lese immer wieder, dass pratorum 2 Generationen machen soll, beobachte aber nie Arbeiterinnen im Juli oder August. Hast Du solche Beobachtungen?
B. hypnroum-Nester - und davon hatte ich inzwischen jede Menge, können ab und an schon bis Anfang August überleben. Hinweise auf spätere Nester hatte ich noch nie.
mfG Johann Neumayer

Hallo,

bei pratorum bin ich mir zumindest fast sicher. Ich habe ein Volk gehabt, welches extrem lange durchgehalten hat und wie eine Art zweiten Schub von Königinnen produziert hat. Diese Königinnen waren deutlich kleiner. Diese Königinnen erschienen 1 1/2 Monate später (so um Anfang Juli). Die anderen 40 Königinnen waren vorher schon ausgeflogen. Dann gab es noch mal 20 Stk, leider blieben 5 Kokons zu. Während dieser Zeit im Juni habe ich eine relativ frische Königin gesehen, kaum Abnutzungen der Thoraxbehaarung. Und mit deutlich geschwollendem Hinterleib. Ich gehe also davon aus, dass sie ihr Mutternest übernommen hat. Im August kam dann sogar eine Jungkönigin wieder! Sie suchte ihr altes Nest! Ich habe dann schnell Polsterwolle in den Kasten getan, hat jedoch nichts gebracht.

So ein ähnliches Verhalten mit der Rückkehr habe ich auch bei terrestris beobachtet Warum kehren bitte Jungkönigin zurück wenn sie jedoch kein Nest gründen wollen. Möchten sie sich die Umgebung noch besser merken, um im Frühjahr leichter zurückzufinden?

Bei hypnorum gibt es in der Tat Nester, die extrem lange durchhalten. Eine Königin verstarb gegen Ende April, Mitte Mai flogen die Königinnen. Im Juni war es dann eher ruhiger. Im Juli gab es dann wieder eine höhere Aktivität, eine Jungkönigin war auch noch vorhanden.

Nun aber zurück zu hortorum: Du gehst also davon aus, dass diese Art nur in feuchten Gegenden zwei Generationen hervorbringt. Bis in welche Höhe können sie dies eigentlich tun, denn es muss ja eine Grenze geben.

Bombus jonellus hat ja auch keine Probleme mit zwei Generationen. Steht nicht nur bei Herrn von Hagen im Buch, sondern auch im "The Life of the Bumblebee" von Alford. Er erwähnt dort, dass ein bis zwei Jungköniginnen bei pratorum und jonellus das Mutternest übernehmen.

Naja, vielleicht sehe ich nächstes Jahr Tiere einer zweiten Generation im Allgäu.

Gruß Alex

Sichtungen... Fragen zur zweiten hortorum Generation... obwohl mir fällt da gerade ein, Bago 31.10.2011 09:49

dass ich Ende Mai eine hortorum Königin mit Pollen an Stachys grandiflora gesehen habe. Ich habe damals darüber etwas im aktion-hummelschutz Forum geschrieben.

Sichtungen... Fragen zur zweiten hortorum Generation Martin 01.11.2011 18:39
Ich lese immer wieder, dass pratorum 2 Generationen machen soll, beobachte aber nie Arbeiterinnen im Juli oder August. Hast Du solche Beobachtungen?

Pollen hat sie keinen gesammelt, aber heuer am 6. August habe ich eine noch ziemlich frische Wiesenhummel gesehen. (Die ersten Drohnen flogen Mitte Mai!) Unklar ob große Arbeiterin oder kleine Königin.

Anfang Oktober sah ich auch überraschend eine hortorum Arbeiterin, nachdem wochenlang keiner mehr zu beobachten war. Ebenfalls aber nur Nektar schlürfend.

Interessant die Vermutung zu den Lebensräumen. Meine wenigen Beobachtungen würden das bestätigen. Bei mir vor Ort ist es eher trocken und Ende Juni war mit Gartenhummeln Schluss. In einer feuchteren Gegend unweit von hier flogen auch Anfang September noch pollensammelnde Arbeiterinnen, während alle anderen Arten (außer wurflenii und pascuorum) bereits fertig hatten.

Martin

Sichtungen... Fragen zur zweiten hortorum Generation Helena 02.11.2011 16:09

Jetzt hat mir gerade mein Mann (er ist Gärtner) angerufen, er hätte soeben eine grosse, sehr dicke Hummel auf Nektarsuche gesehen! Er konnte sie leider nur vage beschreiben, könnte von der Beschreibung (schwarz, gelbe Binden...) eine Gartenhummel gewesen sein. Am 2. November??? Nun, hier in der Stadt Zürich gabs bislang noch keine Frostnächte und die Temperaturen sind durchgehend mild und trocken; ich sah auch noch viele blühende Pflanzen wie Wiesensalbei, Bienenfreund usw... Finde das sehr erstaunlich.

Ackerhummeln sammeln immer noch Pollen!!! Bago 05.11.2011 17:43

Hallo zusammen,

am 3.11. habe ich eine pollensammelnde Ackerhummelarbeiterin auf dem Rotklee gesehen. Heute sah ich dann erneut eine pollensammelnde Arbeiterin, dieses Mal aber an Lamium album und Echium vulgare. Unglaublich. Ein Naturvolk scheint noch zu leben. Meins ist schon seit über 4 Wochen abgestorben!

Interessieren würde mich an dieser Stelle, ob sich noch wirklich Brut im Nest befindet, und ob diese von Arbeiterinnen oder der Königin (evtl. Jungkönigin) stammt. Leider ließt man nirgendswo etwas über solche späten Nester. Bombus pascuorum scheint auch noch nicht wirklich darin erforscht zu sein. Ein Grund dies nächstes Jahr zu ändern.

Die Hummelsaison dauert bei mir jetzt seit über 8 1/2 Monaten an! Bombus pascuorum fliegt seit dem 22.3., ein paar Tage später gab es erste Weibchen mit Pollenöschen. Vielleicht gibt es in den nächsten Jahren keine Winterpause mehr??? :D Bombus pascuorum ist jedenfalls auf einem guten Weg...

Blüten sind noch ausreichend vorhanden. Frost gab es bisher keinen. Und warm soll es weiterhin bleiben.

Gruß Alex

Dunkle Erdhummeln leben noch Christian 12.11.2011 14:31

Hi,
gestern habe ich den Schwegler Nistkasten wieder mal geöffnet. Noch immer leben drei Arbeiterinnen der Dunklen Erdhummel. Die sind zwar klamm, aber reagieren noch bei Berührung.
Denke, die Auszählung der Zellen kann ich mir jetzt auch schenken. Bei den anderen früher abgestorbenen Völkern, waren die ersten Waben bereits im September von Kellerasseln zerkaut. Eine Zählung würde ein falsches Ergebnis liefern.

Christian

bisher 268 Tage Hummelflugzeit... Bago 12.11.2011 20:15
Hi,
gestern habe ich den Schwegler Nistkasten wieder mal geöffnet. Noch immer leben drei Arbeiterinnen der Dunklen Erdhummel. Die sind zwar klamm, aber reagieren noch bei Berührung.
Denke, die Auszählung der Zellen kann ich mir jetzt auch schenken. Bei den anderen früher abgestorbenen Völkern, waren die ersten Waben bereits im September von Kellerasseln zerkaut. Eine Zählung würde ein falsches Ergebnis liefern.

Christian

Hallo,

am 9.11. ist mir noch ein Ackerhummeldrohn untergekommen. Jetzt war es das wohl...der erste Nachfrost bei minus 0,9 dürfte die meistens Pflanzen zerstört haben, mit Ausnahme der Schneeheide...

Im Übrigen sind von der Erstsichtung 268 Tage mit fliegenden Hummeln vergangen!!! Damit ist das Jahr das längste in meiner Beobachtungzeit (seit 2007). Jetzt heißt es ja praktisch schon wieder Vorbereitungen für nächstes Jahr zu treffen, denn wenn's wieder im Februar losgeht, bleiben nur noch 2 1/2 bis 3 Monate...

Gruß Alex

Dunkle Erdhummeln leben noch Christian 16.11.2011 16:02

Gestern hab ich die Erdhummel kontrolliert und fand drei Arbeiterinnen bewegungslos auf der Wabe. Zunäcjhst wollte ich das Nest nicht zerstören und hab den Kasten erstmal in den Keller gestellt. Und richtig: vier Arbeiterinnen krabbelten heute herum.
Jetzt hab ich den Kasten wieder herausgestellt und lass ihn einfach bis zum Frühjahr. Dass die arbeiterinnen in ne Starre fallen, aus der sie im Frühjahr erwachen glaube ich jetzt nicht. Aber wann ist dann Zeit, den Kasten zu reinigen? Keine Ahnung. Sobald es im Frühjahr wieder warm wird reinige ich den Kasten.

Christian

Blütenbesuch für Nektar u/o Pollen unterscheiden Martin 12.11.2011 10:02

In einschlägiger Literatur oder aber auch auf Webseiten (wildbienen.de) findet man oft Angaben darüber, ob eine Hummel an einer Blüte Nektar und/oder Pollen geholt hat. Besonders letzteres sicher zu erkennen, bereitet mir Probleme.

Ist natürlich einfach, wenn die Hummel den Pollen aktiv herausschüttelt (Königskerze, Rosen, Beinwell, Mohn, Heidelbeeren etc.) oder sich nach Blütenbesuch ausgiebig putzt und den Pollen in die Sammelvorrichtung transportiert. Das beobachte ich aber nur an Blüten, die regelrechte "Pollenschleudern" sind, also sehr viel davon produzieren. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass das auch weniger offensichtlich abläuft, besonders bei Blüten die geringe(re) Mengen Pollen liefern. Nur, wie erkenne ich das? Oder besser: Wie erkenne ich, dass sicher kein Pollen gesammelt wurde?

Ein vorhandenes Pollenhöschen allein ist ja noch kein Hinweis. So habe ich bspw. oft wurflenii mit vollen Pollenhöschen an der Zaunwicke gesehen, wo beim Nektarraub schon rein theoretisch garkein Pollen aufgenommen werden konnte.

Martin

Blütenbesuch für Nektar u/o Pollen unterscheiden Bago 12.11.2011 11:25
In einschlägiger Literatur oder aber auch auf Webseiten (wildbienen.de) findet man oft Angaben darüber, ob eine Hummel an einer Blüte Nektar und/oder Pollen geholt hat. Besonders letzteres sicher zu erkennen, bereitet mir Probleme.

Ist natürlich einfach, wenn die Hummel den Pollen aktiv herausschüttelt (Königskerze, Rosen, Beinwell, Mohn, Heidelbeeren etc.) oder sich nach Blütenbesuch ausgiebig putzt und den Pollen in die Sammelvorrichtung transportiert. Das beobachte ich aber nur an Blüten, die regelrechte "Pollenschleudern" sind, also sehr viel davon produzieren. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass das auch weniger offensichtlich abläuft, besonders bei Blüten die geringe(re) Mengen Pollen liefern. Nur, wie erkenne ich das? Oder besser: Wie erkenne ich, dass sicher kein Pollen gesammelt wurde?

Ein vorhandenes Pollenhöschen allein ist ja noch kein Hinweis. So habe ich bspw. oft wurflenii mit vollen Pollenhöschen an der Zaunwicke gesehen, wo beim Nektarraub schon rein theoretisch garkein Pollen aufgenommen werden konnte.

Martin

Du stellst Fragen... ;)

Ich würde darauf achten, dass sie keine Schüttelbewegungen macht und sich nicht die Pollenhöschen formt. Also das Abbürsten des Bauches ist schon ein Hinweis auf aktives Pollensammeln. Wenn sich die Hummel passiv verhält und der Pollen einfach in den Corbicula hängen bleibt ohne Schüttelbewegungen, dann ist es kein Pollensammeln. Diese Hummeln haben dann meist sehr kleine Pollenhöschen.

Also meistens sammeln die kurzrüsseligen Arten ja Nektar und Pollen beim Blüteneinbruch getrennt. So konnte ich beispielsweise eine terrestris-Arbeiterin dabei beobachten, wie sie mit Pollenhöschen den Stachys grandiflora anflog, um dort Nektar zu sammeln. Das geht natürlich nur durch Blüteneinbruch. Bombus hortorum sucht die Pflanze ebenso wie Bombus pascuorum zu beidem auf.

Ich glaube dies hängt damit zusammen, wenn eine Pflanze nur Pollen gibt, versuchen die Arbeiterinnen irgendwo den Nektar herzuholen und dann versuchen sie natürtlich eine Pflanze zu nehmen, die viel Nektar hergibt.

Mal ne Frage: Wo bekommt eigentlich wurflenii den Pollen her, mir ist auch aufgefallen, dass an den Wicken nur Nektar gesammelt wird!? Beinwell, Ok aber lohnt sich so ein Aufwand?!

Gruß Alex

Blütenbesuch für Nektar u/o Pollen unterscheiden Martin 12.11.2011 12:17
In einschlägiger Literatur oder aber auch auf Webseiten (wildbienen.de) findet man oft Angaben darüber, ob eine Hummel an einer Blüte Nektar und/oder Pollen geholt hat. Besonders letzteres sicher zu erkennen, bereitet mir Probleme.

Ist natürlich einfach, wenn die Hummel den Pollen aktiv herausschüttelt (Königskerze, Rosen, Beinwell, Mohn, Heidelbeeren etc.) oder sich nach Blütenbesuch ausgiebig putzt und den Pollen in die Sammelvorrichtung transportiert. Das beobachte ich aber nur an Blüten, die regelrechte "Pollenschleudern" sind, also sehr viel davon produzieren. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass das auch weniger offensichtlich abläuft, besonders bei Blüten die geringe(re) Mengen Pollen liefern. Nur, wie erkenne ich das? Oder besser: Wie erkenne ich, dass sicher kein Pollen gesammelt wurde?

Ein vorhandenes Pollenhöschen allein ist ja noch kein Hinweis. So habe ich bspw. oft wurflenii mit vollen Pollenhöschen an der Zaunwicke gesehen, wo beim Nektarraub schon rein theoretisch garkein Pollen aufgenommen werden konnte.

Martin

Du stellst Fragen... ;)

Ich würde darauf achten, dass sie keine Schüttelbewegungen macht und sich nicht die Pollenhöschen formt. Also das Abbürsten des Bauches ist schon ein Hinweis auf aktives Pollensammeln. Wenn sich die Hummel passiv verhält und der Pollen einfach in den Corbicula hängen bleibt ohne Schüttelbewegungen, dann ist es kein Pollensammeln. Diese Hummeln haben dann meist sehr kleine Pollenhöschen.

Also meistens sammeln die kurzrüsseligen Arten ja Nektar und Pollen beim Blüteneinbruch getrennt. So konnte ich beispielsweise eine terrestris-Arbeiterin dabei beobachten, wie sie mit Pollenhöschen den Stachys grandiflora anflog, um dort Nektar zu sammeln. Das geht natürlich nur durch Blüteneinbruch. Bombus hortorum sucht die Pflanze ebenso wie Bombus pascuorum zu beidem auf.

Ich glaube dies hängt damit zusammen, wenn eine Pflanze nur Pollen gibt, versuchen die Arbeiterinnen irgendwo den Nektar herzuholen und dann versuchen sie natürtlich eine Pflanze zu nehmen, die viel Nektar hergibt.

Mal ne Frage: Wo bekommt eigentlich wurflenii den Pollen her, mir ist auch aufgefallen, dass an den Wicken nur Nektar gesammelt wird!? Beinwell, Ok aber lohnt sich so ein Aufwand?!

Gruß Alex

Wie gesagt. Wäre schön, wenns tatsächlich so offensichtlich wäre. Dinge haben nur die blöde Angewohnheit, nicht so offensichtlich zu sein, wie sie auf den ersten Blick scheinen. Deswegen frage ich lieber nach.

wurflenii hat bei mir im Garten nur am Beinwell Pollen geholt. Allgemein scheint die Art einen sehr dünnen Speiseplan zu haben. Ansonsten habe ich sie mehrmals am Klappertopf (Rhinanthus sp.) und einmal am Weichhaarigen Hohlzahn (Galeopsis pubescens) Pollen "schütteln" hören. Die erste Arbeiterin die ich im Frühjahr sah war nahezu komplett in orangen Pollen eingestäubt. (Vielleicht Narzissen?)

Aber mir geht's um alle Arten, nicht nur um die Nektarräuber.

Blütenbesuch für Nektar u/o Pollen unterscheiden Wilhelm 12.11.2011 18:17
In einschlägiger Literatur oder aber auch auf Webseiten (wildbienen.de) findet man oft Angaben darüber, ob eine Hummel an einer Blüte Nektar und/oder Pollen geholt hat. Besonders letzteres sicher zu erkennen, bereitet mir Probleme.

Hallo
Ich denke wenn die Hummeln oder Bienen Pollen eintragen wollen müssen sie ihn, in die ihnen bestimmte Sammelvorichtung packen. Nach einem Blütenbesuch wird der Pollen abgestreift und an die Schiene mit den Bürstenhaaren transportiert.

[img:http://www.bildercache.de/minibild/20111112-160422-291.jpg]

Der lose in den Haaren befindlicher Pollen geht beim zurückfliegen in das Nest verloren. In das Nest zurückkehrende Hummeln haben keine lose Pollen im Pelz anhaften.
Hier noch ein link mit einer kleinen übersicht der Pollenfarbe.

Die erste Arbeiterin die ich im Frühjahr sah war nahezu komplett in orangen Pollen eingestäubt. (Vielleicht Narzissen?)<<

http://wiki.bienenzeitung.de/index.php/Pollenfarbe

Ich konnte selber noch nicht viele Hummeln an den Narzissen beobachten und wenn hatte es den anschein sie hätte sich verflogen, rein in die Blüte und gleich wieder raus da kann wohl nicht viel zu holen gewesen sein.

Gruß Wilhelm

Blütenbesuch für Nektar u/o Pollen unterscheiden Martin 13.11.2011 14:19

Also würdet ihr das so sehen: Wenn eine Hummel von einer Blüte ohne Unterbrechung zur nächsten wechselt, also ohne vorher eindeutig Pollen auf die Schiene zu transportieren, dann wurde definitiv kein Pollen gesammelt.

Mein Gedanke war halt, dass die Pollenmenge vielleicht nicht immer groß genug ist, dass sich der Aufwand des "Zusammenstreifens" nach jeder einzelnen Blüte lohnt.

Gruß,
Martin

Blütenbesuch für Nektar u/o Pollen unterscheiden Christian 15.11.2011 10:25

Hi,
auf der Narzisse hab ich noch nie ne Hummel oder gar Biene gesehen. Außer in diesem Frühjahr: Da flog eine Waldhummelkönigin gezielt von Blüte zu Blüte. Die war auf Nektarsuche.

Meine Meinung zum Thema: Es ist mal so mal so.

Manche Arbeiterinnen gehen gezielt auf Pollensuche, so am Klatschmohn oder Lupine. Die Pflanzen haben ja nur Pollen.
Aber bei Beinwell oder Rittersporn: Wenn Wiesenhummel oder Gartenhummel da sammeln, dann Nektar und Pollen. Meine das ist klar zu sehen: die gehen mit dem Rüssel in die Blüte und haben Pollenhöschen. Kleine Völker, so denke ich, werden mitnehmen was angeboten wird.

Christian

Blütenbesuch für Nektar u/o Pollen unterscheiden Martin 16.11.2011 21:02
Aber bei Beinwell oder Rittersporn: Wenn Wiesenhummel oder Gartenhummel da sammeln, dann Nektar und Pollen. Meine das ist klar zu sehen: die gehen mit dem Rüssel in die Blüte und haben Pollenhöschen.

So einfach ist es eben leider nicht. Ein vorhandenes Pollenhöschen heißt nicht, dass auch Pollen von der Blüte geholt wurde. Dafür hatten Bago und ich ja schon Beispiele genannt.

Ich muss nochmal die Bergwaldhummel heranziehen, die am Beinwell sowohl Nektar als auch Pollen holt. Was sie konkret holt ist sehr einfach zu erkennen, weil sie den Nektar nur durch Löcher aufnehmen kann ("Nektarraub"). Für Pollen steckt sie hingegen den Kopf in die Blüte und schüttelt den Pollen hörbar heraus. ("Buzz Pollination")

Ich habe dabei drei verschiedene Vorgehensweisen beobachtet.

1. Die Hummel betreibt an jeder angeflogenen Blüte Nektarraub und holt anschließend Pollen aus selbiger.
2. Die Hummel betreibt an mehreren Blüten Nektarraub und holt nur zwischendurch mal Pollen.
3. Die Hummel fliegt die Pflanze NUR für Nektar an. Verlässt die Pflanze ohne ein einziges mal Pollen zu holen. Und das konnte ich sowohl mit vollen als auch mit leeren Pollenhöschen beobachten. Sie nutzte die Pflanze also nur für Nektar.

Erfahrungsbericht mit der Kapokwolle Wilhelm 20.11.2011 17:51

Hallo
Im Frühjahr haben wir über einen Erfahrungsbericht über die Kapokwolle in den Hummelnistkästen gesprochen, den ich jetzt für das Hummeljahr 2011 abgeben möchte.
Da ich noch einen Restposten von der Polsterwolle hatte wurden die großen Nistkästen mit einer Schere klein geschnittener Polsterwolle ausgestattet. Die kleineren Nistkästen für Wiesenhummel, Waldhummel, Veränderliche und Ackerhummel wurden dann mit der Kapokwolle bestückt. Um ein Ablehnen des Nistkastens mit Kapok zu vermeiden habe ich den Nistkästen auch Moos beigefügt, teils untergemischt und auch getrennt angeboten. Da diese Arten Nestbezieher sowie Nestbauer sind, konnten sie wählen in welchem Material sie ihre Nistkugel bauen wollten. Die zwei Nester der Wiesenhummel haben sich prächtig in der Kapokwolle entwickelt. Ackerhummel konnte ich in diesem Jahr keine Königin beim Nistplatz suchen finden. Waldhummel zwei Nester in der Mischung Kapok und Moos und zwei Nester in reiner Kapokwolle, drei Nester hatten eine mittlere Größe und ein kleineres Nest. Vier Nester der Veränderlichen haben sich in der Kapokwolle ihre Nistkugel gebaut und zwei weitere hatten nur die Kapok Moos Mischung im Angebot. Alle sechs Nester entwickelten sich zu einer durchschnittlichen Nestgröße. Im Gegensatz zu 2010 hatte ich zwei Nester die gut doppelt so groß waren, dazu muss man aber bemerken, dass wir hier 2011 im Frühjahr und Frühsommer kaum nennenswerten Niederschlag hatten und auf den Wiesen stockte dadurch das Angebot an Blüten. Die Entwicklung der Völker verlief recht zügig und sie waren alle erfolgreich. Aus allen Nistkästen konnten Geschlechtstiere abfliegen.
Mein Fazit aus dem Hummeljahr 2011: Ich kann die Kapokwolle für alle Arten uneingeschränkt empfehlen, Anbei noch ein paar Bilder.
Gruß Wilhelm
Wiesenhummel 2 Bilder
[img:http://www.bildercache.de/minibild/20111009-113447-873.jpg] [img:http://www.bildercache.de/minibild/20111009-113442-997.jpg]
Veränderliche 2 Bilder
[img:http://www.bildercache.de/minibild/20111120-144938-972.jpg] [img:http://www.bildercache.de/minibild/20111009-113450-941.jpg]
Gartenhummel
[img:http://www.bildercache.de/minibild/20111120-144937-656.jpg]

Erfahrungsbericht mit der Kapokwolle Bago 20.11.2011 18:55

Hallo Wilhelm,

danke für deinen Erfahrungsbericht!

Ich habe dieses Jahr neben Polsterwolle auch Hamsterwatte ausprobiert. Es gab dieselben Erfloge wie mit der Polsterwolle. Ich bin der Meinung, dass das Nistmaterial nicht unbedingt ausschlaggebend ist.

Vergleich dreier pratorum-Nester:

-) Abrahamnistkasten mit Polsterwolle; Aufzucht von 80 Jungköniginnen
-) Kleinraumkasten mit Polsterwolle und Heu; Aufzucht von ca. 50 Jungköniginnen
-) Großraumkasten nur mit Hamsterwatte; Aufzucht von 20 Jungköniginnen, wobei 20 weitere einem mir unbekannten Brutparasit zum Opfer gefallen sind. (kleine weiße wachsmottenähnliche Larven, Größe rund 3mm)

--> Volk 1 und 2 waren mit 100 Tieren deutlich größer als das 3. Volk mit nur etwa 50 Tieren.

Gruß Alex

Fäkalien-Mahlzeit hält Hummeln gesund Wilhelm 21.11.2011 19:04

Hallo
heute in der Presse: http://www.landleben.ch/htmls/artikel_26759.html

schaut euch das mal an!!

Gruß Wilhelm

Fäkalien-Mahlzeit hält Hummeln gesund Martin 21.11.2011 21:13
Hallo
heute in der Presse: http://www.landleben.ch/htmls/artikel_26759.html (externer Link, nicht mehr verfügbar)

schaut euch das mal an!!

Gruß Wilhelm

Hochinteressante Studie (externer Link, nicht mehr verfügbar). Ich habe da aber nicht herauslesen können, dass die Hummeln diese Bakterien tatsächlich *absichtlich* fressen. Sie wurden nur für die Studie damit gefüttert, um sicher zu gehen, dass sie damit in Kontakt kamen. Also entweder hat dieser oben verlinkte Artikel zusätzliche Informationen oder es wurde für die gewollte Überschrift fröhlich frei heruminterpretiert.

Könnte mir genauso gut vorstellen, dass diese "Impfung" eher versehentlich geschieht, z.B. beim Putzen nach einem Nestaufenthalt oder durch verunreinigte Nektartöpfe.

Wie auch immer. Hat sicher auch Konsequenzen für die Nistkastenbesitzer. Wenn man die zu penibel sauber hält, gefährdet man u.U. die Gesundheit und damit die Erfolgschancen der Jungköniginnen.

Martin

Fäkalien-Mahlzeit hält Hummeln gesund Christian 24.11.2011 10:02

Hi,
is echt sehr interessant. Aber nicht verwunderlich, auch wir Menschen brauchen gewisse Mikroorganismen, oder wenn Kinder viel krank sind, können sie ein starkes Immunsystem aufbauen, was ihnen als Erwachsene hilft. Ebenso sind stabile Beziehungen gut fürs Immunsystem etc. - nur weil einige Hummeln isoliert aufgewachsen sind.
Und fressen Kanninchen nicht auch ihren Blinddarmkot?
Aber Rückschlüsse von Menschen, oder Säugern auf Insekten sind ja auch so ne Sache.
Alles auf Wahrscheinlichkeiten und nicht pauschal auf jedes Individuum zu übertragen. Bin da gespannt ob in nächster Zeit genauere Erkenntnisse folgen!

Mich interessiert der Artikel, weil ich gerade überlege, wie ich meine Holz Hummelkästen desinfiziere. Da dachte ich auch dass ne gewisse Bakterienflora auch förderlich sein kann. Ebenso wie vermutlich so manche Milbenart.
Hab da was gelesen von ner Heißluftpistole die 500 Grad erzeugt. Wenn ch mit der den Kasten ausblase, ist dann jedoch alles hin. Die Schwegler reinige ich mit kochenden Wasser: zwei Liter rein und schwenken, da vernichte ich den Großteil der Bakterien, aber nicht alles. So möchte ichs eigentlich halten. In Natura finden die Hummeln ja auch keine sterilen Wohnungen.
Momentan lass ich die Kästen ja trocken stehen, dass sie möglichst hummelig duften. Werde die Teile Ende Januar vorbereiten.

Hab mich beim Lesen es Artikels an ein Steinhummelnest erinnert. Das war in nem Meisenkasten und der schleimige Kot war im Nistmaterial rings um die Waben. In den Nistkästen landet der Kot ja in der Ecke oder an der Kastenwand in einiger Entfernung zur Nistkugel. Offensichtlich ist dann ne Verkotung des Materials nicht sooo dramatisch.

Christian

Fäkalien-Mahlzeit hält Hummeln gesund Dennis 24.11.2011 17:41

Holla die Waldfee, dachte ich mir, als ich den Artikel las!

Dabei hatte ich bei jeder Hummelnestkontrolle extra das verkotete Einstreu komplett ausgetauscht und gegen frisches ausgetauscht und war der FESTEN Überzeugung, den Hummeln damit etwas gutes zu tun mit dem sauberen Nest. Das stimmt einem nachdenklich, ob man das überhaupt noch nächstes Jahr tun sollte bzw. zumindest nicht gleich den ganzen Kot entfernen sollte (sondern ein Restchen zurücklassen in der hintersten Ecke).
Wie werdet ihr das halten oder habt es bisher gehalten?
Sauberer Kasten = gesunde Hummeln, war bisher immer mein Kredo.

Gereinigt habe ich meine Hummelkästen durch Abflämmen / Ausbrennen des Holzes mit einem Gasbrenner, da lebt natürlich nichts mehr drin. Auch da war mein Gedanke: Die Hummeln sollen einen reinen Kasten vorfinden.

Zum Thema Kaninchen: Auch Meerschweinchen fressen ihre eigenen Köttel, hab ich selbst bei den Quiekemonstern meiner Schwester gesehen. Und dass ein Hund eigenen/fremden Haufen nicht gerade abgeneigt ist, ist ja jedem bewusst ... bzw. sollte es sein, wenn ihm Fiffi übers Gesicht schleckt. ;)

Außerdem erinnert mich das ganze irgendwie an das Buch "Urin, ein ganz besonderer Saft" (externer Link, nicht mehr verfügbar), welches bei Hausfrauen vor vielen Jahren mal ganz "in" war ... meine Mutter hatte es seinerzeit auch gekauft, ich hoffe, sie hat nie danach gekocht ... ;)

Viele Grüße
Dennis

Fäkalien-Mahlzeit hält Hummeln gesund Martin 24.11.2011 19:16

Auch mit dem Wissen würde ich den Nistkasten nach der Saison schon "richtig" reinigen. Die verschiedenen Mitbewohner der Hummeln finden schon ihren Weg ins Nest. Nicht zuletzt durch die Königin selbst...

Während der Saison dann aber keine Reinigungsaktionen. Höchstens wenn das Nest durch den Dreck gefährdet ist einschreiten - bspw. durch Schimmel oder starke Geruchsbildung (Motten!). Aber sind wir mal ehrlich, so halbwegs steril wie in dem Versuch werden auch deine Nester nicht gewesen sein. ;-)

Viele haben hier schon geschrieben, dass Steinhummeln ziemliche "Schmutzfinken" sind, Christian ja gerade auch wieder. Interessant wäre da mal ein Vergleich aller Arten.

Bombus pomorum Bago 27.11.2011 16:37

Man hört von dieser Art ja irgendwie gar nichts!? Laut der Roten Liste soll sie ja nur "stark gefährdet" sein. Ich wundere mich ehrlich gesagt, denn die Art steht fast überall auf 1, mit Ausnahme in Ba-Wü. Bei aculeata.eu habe ich mich wohl zu früh gefreut, als dort stand, dass die Art in Brandenburg nur "gefährdet" sein soll. Ein Blick in die Rote-Liste des Bundeslandes ernüchterte mich.

Nun...hat irgendjemand hier im Forum schon jemals Bombus pomorum gesehen!? Mich würden besonders der Fundort, also die natürlichen Gegebenheiten interessieren.

Bisher weiß ich nur, dass die Art warme Gebiete mit einem durchgehenden Nahrungsangebot benötigt. Sonst sind die Angaben dieser Art doch sehr dürftig. Zumindestens soll die Art in Frankreich sich ja ins Gebirge zurückgezogen haben. Allerdings gibt es keine Anhaltspunkte hierfür in Deutschland!? Ist doch irgendwie merkwürdig.

Und wir hatten schon so viele Arten hier im Forum, sogar mit Bildern: sylvarum, humilis, veteranus, soroeensis, subterraneus...

Gruß Alex

Bombus pomorum Karin B. 27.11.2011 17:11

Hallo Bago,
ich hatte vor einiger Zeit schon mal dieses extrem schlechte Bild zur Diskussion gestellt, konnte aber - aufgrund der Unschärfe - keiner was mit anfangen. Könnte das eine bombus pomorum sein? Ein Männchen vielleicht? Was meinst Du? Fotografiert habe ich sie diesen Sommer im Alpengarten des Botanischen Gartens in Wien. Warm, durchgehendes Nahrungsangebot wäre gegeben. Da waren auch viele Kolleginnen anderer Arten unterwegs.

[img:http://www.bilder-hochladen.net/files/gn65-4-a87f.jpg]

Viele Grüße,
Karin

Man hört von dieser Art ja irgendwie gar nichts!? Laut der Roten Liste soll sie ja nur "stark gefährdet" sein. Ich wundere mich ehrlich gesagt, denn die Art steht fast überall auf 1, mit Ausnahme in Ba-Wü. Bei aculeata.eu habe ich mich wohl zu früh gefreut, als dort stand, dass die Art in Brandenburg nur "gefährdet" sein soll. Ein Blick in die Rote-Liste des Bundeslandes ernüchterte mich.

Nun...hat irgendjemand hier im Forum schon jemals Bombus pomorum gesehen!? Mich würden besonders der Fundort, also die natürlichen Gegebenheiten interessieren.

Bisher weiß ich nur, dass die Art warme Gebiete mit einem durchgehenden Nahrungsangebot benötigt. Sonst sind die Angaben dieser Art doch sehr dürftig. Zumindestens soll die Art in Frankreich sich ja ins Gebirge zurückgezogen haben. Allerdings gibt es keine Anhaltspunkte hierfür in Deutschland!? Ist doch irgendwie merkwürdig.

Und wir hatten schon so viele Arten hier im Forum, sogar mit Bildern: sylvarum, humilis, veteranus, soroeensis, subterraneus...

Gruß Alex
Bombus pomorum Martin 27.11.2011 18:08

Deine Hummel könnte z.B. ein Drohn von ruderarius, rupestris, evtl. sylvarum sein. Welche alpinen Hummelarten zusätzlich noch in Frage kommen, kann ich jetzt spontan nicht sagen. Mehr geht von dem Bild leider nicht.

Die übliche Färbung von pomorum kannst du hier sehen (externer Link, nicht mehr verfügbar).

Martin

Hallo Bago,
ich hatte vor einiger Zeit schon mal dieses extrem schlechte Bild zur Diskussion gestellt, konnte aber - aufgrund der Unschärfe - keiner was mit anfangen. Könnte das eine bombus pomorum sein? Ein Männchen vielleicht? Was meinst Du? Fotografiert habe ich sie diesen Sommer im Alpengarten des Botanischen Gartens in Wien. Warm, durchgehendes Nahrungsangebot wäre gegeben. Da waren auch viele Kolleginnen anderer Arten unterwegs.


[img:http://www.bilder-hochladen.net/files/gn65-4-a87f.jpg]


Viele Grüße,
Karin


Man hört von dieser Art ja irgendwie gar nichts!? Laut der Roten Liste soll sie ja nur "stark gefährdet" sein. Ich wundere mich ehrlich gesagt, denn die Art steht fast überall auf 1, mit Ausnahme in Ba-Wü. Bei aculeata.eu habe ich mich wohl zu früh gefreut, als dort stand, dass die Art in Brandenburg nur "gefährdet" sein soll. Ein Blick in die Rote-Liste des Bundeslandes ernüchterte mich.

Nun...hat irgendjemand hier im Forum schon jemals Bombus pomorum gesehen!? Mich würden besonders der Fundort, also die natürlichen Gegebenheiten interessieren.

Bisher weiß ich nur, dass die Art warme Gebiete mit einem durchgehenden Nahrungsangebot benötigt. Sonst sind die Angaben dieser Art doch sehr dürftig. Zumindestens soll die Art in Frankreich sich ja ins Gebirge zurückgezogen haben. Allerdings gibt es keine Anhaltspunkte hierfür in Deutschland!? Ist doch irgendwie merkwürdig.

Und wir hatten schon so viele Arten hier im Forum, sogar mit Bildern: sylvarum, humilis, veteranus, soroeensis, subterraneus...

Gruß Alex
Bombus pomorum Bago 27.11.2011 18:25
Hallo Bago,
ich hatte vor einiger Zeit schon mal dieses extrem schlechte Bild zur Diskussion gestellt, konnte aber - aufgrund der Unschärfe - keiner was mit anfangen. Könnte das eine bombus pomorum sein? Ein Männchen vielleicht? Was meinst Du? Fotografiert habe ich sie diesen Sommer im Alpengarten des Botanischen Gartens in Wien. Warm, durchgehendes Nahrungsangebot wäre gegeben. Da waren auch viele Kolleginnen anderer Arten unterwegs.


[img:http://www.bilder-hochladen.net/files/gn65-4-a87f.jpg]


Viele Grüße,
Karin


Man hört von dieser Art ja irgendwie gar nichts!? Laut der Roten Liste soll sie ja nur "stark gefährdet" sein. Ich wundere mich ehrlich gesagt, denn die Art steht fast überall auf 1, mit Ausnahme in Ba-Wü. Bei aculeata.eu habe ich mich wohl zu früh gefreut, als dort stand, dass die Art in Brandenburg nur "gefährdet" sein soll. Ein Blick in die Rote-Liste des Bundeslandes ernüchterte mich.

Nun...hat irgendjemand hier im Forum schon jemals Bombus pomorum gesehen!? Mich würden besonders der Fundort, also die natürlichen Gegebenheiten interessieren.

Bisher weiß ich nur, dass die Art warme Gebiete mit einem durchgehenden Nahrungsangebot benötigt. Sonst sind die Angaben dieser Art doch sehr dürftig. Zumindestens soll die Art in Frankreich sich ja ins Gebirge zurückgezogen haben. Allerdings gibt es keine Anhaltspunkte hierfür in Deutschland!? Ist doch irgendwie merkwürdig.

Und wir hatten schon so viele Arten hier im Forum, sogar mit Bildern: sylvarum, humilis, veteranus, soroeensis, subterraneus...

Gruß Alex

Hallo Karin,

ich schließe mich der Meinung von Martin an. Ruderarius, sylvarum oder rupestris sind am wahrscheinlichsten. Alpine Arten komme wohl aufgrund der Höhenlage nicht infrage.

Gruß Bago

Bombus pomorum Karin B. 27.11.2011 18:34

Hallo Bago & Martin,
ja, danke, das könnte durchaus eine von den von euch genannten sein. Habe sie mir jetzt genau angesehen. Schade, dann habe ich bewußt auch noch keine pomorum erblickt. Nächstes Jahr weitersuchen.
Viele Grüße,
Karin

Hallo Bago,
ich hatte vor einiger Zeit schon mal dieses extrem schlechte Bild zur Diskussion gestellt, konnte aber - aufgrund der Unschärfe - keiner was mit anfangen. Könnte das eine bombus pomorum sein? Ein Männchen vielleicht? Was meinst Du? Fotografiert habe ich sie diesen Sommer im Alpengarten des Botanischen Gartens in Wien. Warm, durchgehendes Nahrungsangebot wäre gegeben. Da waren auch viele Kolleginnen anderer Arten unterwegs.


[img:http://www.bilder-hochladen.net/files/gn65-4-a87f.jpg]


Viele Grüße,
Karin


Man hört von dieser Art ja irgendwie gar nichts!? Laut der Roten Liste soll sie ja nur "stark gefährdet" sein. Ich wundere mich ehrlich gesagt, denn die Art steht fast überall auf 1, mit Ausnahme in Ba-Wü. Bei aculeata.eu habe ich mich wohl zu früh gefreut, als dort stand, dass die Art in Brandenburg nur "gefährdet" sein soll. Ein Blick in die Rote-Liste des Bundeslandes ernüchterte mich.

Nun...hat irgendjemand hier im Forum schon jemals Bombus pomorum gesehen!? Mich würden besonders der Fundort, also die natürlichen Gegebenheiten interessieren.

Bisher weiß ich nur, dass die Art warme Gebiete mit einem durchgehenden Nahrungsangebot benötigt. Sonst sind die Angaben dieser Art doch sehr dürftig. Zumindestens soll die Art in Frankreich sich ja ins Gebirge zurückgezogen haben. Allerdings gibt es keine Anhaltspunkte hierfür in Deutschland!? Ist doch irgendwie merkwürdig.

Und wir hatten schon so viele Arten hier im Forum, sogar mit Bildern: sylvarum, humilis, veteranus, soroeensis, subterraneus...

Gruß Alex

Hallo Karin,

ich schließe mich der Meinung von Martin an. Ruderarius, sylvarum oder rupestris sind am wahrscheinlichsten. Alpine Arten komme wohl aufgrund der Höhenlage nicht infrage.

Gruß Bago
Biensterben durch Wespen? Andre 29.11.2011 11:23

Hallo liebe Hummelfreunde,

habt ihr schon mal von einem ähnlichen Vorfall gehört? Hat es etwas mit Nahrungsmangel bei den Wespen zu tun?

http://www.lr-online.de/regionen/finsterwalde/-Wespen-murksen-alle-meine-Koeniginnen-ab;art1057,3582473

Beste Grüße,
André

Biensterben durch Wespen? Bago 29.11.2011 18:40

Hallo,

das hört sich wirklich schlimm an, aber sind denn die Bienenvölker nicht in der Lage sich selbst zu verteidigen? Ich meine eine Überzahl an Wespen kann ich mir kaum vorstellen...vielleicht waren die Bienenvölker schon vorher geschwächt!? Z.B. durch Unterernährung etc. Sonst kann ich mir das kaum vorstellen.

Wespen haben es bei mir auch immer wieder versucht in die Nistkästen einzudringen, sie sind aber stets gescheitert und gegen die Hummeln hätten sie denke ich auch keine Chance gehabt. Eine Hornissenkönigin hatte es auch mal versucht, ist aber dann einem Dutzend Arbeiterinnen ausgeliefert gewesen und somit gescheitert.

Grüße aus Dortmund
Alex

Bienensterben durch Wespen? - Unwahrscheinlich Dennis 29.11.2011 18:48

Hallo André,

so was hab ich bisher noch nicht gelesen.
Unter den Imkern hört man immer mal wieder einen klagen: "Wespenplage", aber das würde ich immer als übertrieben beschreiben. Selbst hatte ich mit Wespen nie Probleme, die Bienen wissen ihren Stock schon gut zu verteidigen, außerdem waren es nie mehr als 1-2 Stück, die versuchten, in den Stock einzudringen oder die sich mal eine ein-/ausfliegende Arbeiterin geschnappt haben ... oder mit Vorliebe Drohnen, da die sich nicht wehren können. ;)

Im Artikel heißt es auch, TAUSENDE Wespen seien über die Bienen hergefallen ... von so einem Verhalten habe ich nie gehört und Wespen greifen keine Bienenstöcke in Geschwadern an ... so was kenne ich nur von der "Asiatischen Riesenhornisse" (Vespa mandarina), die derartige Angriffe fliegt. Unsere heimischen Wespenarten tun das nicht und hätten gegen ein gesundes Bienenvolk auch keine Chance, da sie auch zu tausenden noch in der Unterzahl wären (Bienenvolk hat selbst im Winter noch > 20.000 Individuen).
Genauso hab ich noch nie was vom gezielten Königinnenmord durch Wespen gelesen, denn dafür müssten die Wespen erst mal bis zu ihr vordringen ... und die Mädels verteidigen ihre Mutter gut ... in einem gesunden Volk kann das nicht passieren.

Ich messe dem Artikel daher wenig Glaubwürdigkeit zu, zumindest in Bezug auf die Wespen als Grund für den Völkerverlust des Imkers. Da wird was anderes dahinterstecken (z.B. Varroabefall, andere Bienenkrankheiten, Vergiftung mit PSM), aber nicht die Wespen.

Viele Grüße
Dennis

Biensterben durch Wespen? Martin 29.11.2011 20:41
Hallo liebe Hummelfreunde,

habt ihr schon mal von einem ähnlichen Vorfall gehört? Hat es etwas mit Nahrungsmangel bei den Wespen zu tun?

http://www.lr-online.de/regionen/finsterwalde/-Wespen-murksen-alle-meine-Koeniginnen-ab;art1057,3582473

Beste Grüße,
André

Könnte auch der Bienenwolf dahinter stecken. Ein Wildbienen-Experte erzählte mir mal, dass er in einer Kolonie des Bienenwolfs, neben der ein Imker viele Honigbienen-Beuten aufgestellt hatte, einmal Tausende der Bienen tot und ausgenagt in der Wand vorfand.

Dass die aber in die Beuten fliegen und gezielt die Königinnen holen kann ich mir schwer vorstellen.

Hornissen habe ich auch schon dabei beobachtet, wie sie einzelne Honigbienen erbeuteten. "Normale" staatenbildende Wespen aber nicht.

Gruß,
Martin

Biensterben durch Wespen? Angelika L. 03.12.2011 15:09

Tatsächlich gab es in diesem Jahr besonders viele Wespen. Durch die sehr gute Frühjahrsentwicklung wegen des schönen Wetters konnten sich die Wespen sehr gut vermehren, es kamen mehr Wespenköniginnen in der Nestgründungsphase durch und gerade die Arten Deutsche und Gemeine Wespe, um die es hier geht, haben sehr große Völker gebildet.
Alljährlich ab August, wenn diese beiden Arten aus verschiedenen Gründen auch uns Menschen lästig werden, versuchen sie auch auf der Suche nach süßen Kohlehydraten in die Bienenstöcke einzudringen, um an den Honig zu kommen. Dabei gibt es jährlich Schwankungen bei der Vielzahl der Räuber, in diesem Jahr gab es eben ein gutes Wespenjahr.
Aber - (!) es gelingt den Wespen nur bei schwachen Völkern einzudringen und die Völker derart zu schädigen. Die Völker gehen nicht an den angreifenden Wespen ein, sondern weil sie im Vorfeld schon geschwächt waren, in den meisten Fällen durch die Varroa, die ebenfalls einen guten Entwicklungsschub in diesem Jahr hatten. Denn nicht nur den Wespen ging es gut, auch die Bienenvölker hatten einen frühen Start und dementsprechend die Varroa auch. Wer als Imker da nicht auf der Hut war, hatte geschwächte Völker.
Auch bei mir gab es massenhaft Wespen, soviele habe ich noch nie bei meinen Völkern gesehen. Am Sonnenwachsschmelzer, (dort werden Altwaben ausgeschmolzen) hingen regelrechte Wespentrauben, die durch den Wachs- und Honigduft angelockt wurden.
Aber meine Völker und auch meine Ableger waren stark genug, sich zu wehren. Wichtig ist, das Flugloch der Bienen nur bleistiftgroß einzuengen, sodass nur eine Biene hindurch kann. Dann gelingt es den Bienen, ihr Flugloch zu verteidigen. Übrigens: Nicht eine Wespe hat mich gestochen, trotz meiner Arbeiten an den Bienen und am Sonnenwachsschmelzer.
Hat man geschwächte Völker, sollte man sie aus dem Flugkreis bringen.
fg Angelika

Biensterben durch Wespen? Chris267 26.12.2011 17:25
Tatsächlich gab es in diesem Jahr besonders viele Wespen. Durch die sehr gute Frühjahrsentwicklung wegen des schönen Wetters konnten sich die Wespen sehr gut vermehren, es kamen mehr Wespenköniginnen in der Nestgründungsphase durch und gerade die Arten Deutsche und Gemeine Wespe, um die es hier geht, haben sehr große Völker gebildet.
Alljährlich ab August, wenn diese beiden Arten aus verschiedenen Gründen auch uns Menschen lästig werden, versuchen sie auch auf der Suche nach süßen Kohlehydraten in die Bienenstöcke einzudringen, um an den Honig zu kommen. Dabei gibt es jährlich Schwankungen bei der Vielzahl der Räuber, in diesem Jahr gab es eben ein gutes Wespenjahr.
Aber - (!) es gelingt den Wespen nur bei schwachen Völkern einzudringen und die Völker derart zu schädigen. Die Völker gehen nicht an den angreifenden Wespen ein, sondern weil sie im Vorfeld schon geschwächt waren, in den meisten Fällen durch die Varroa, die ebenfalls einen guten Entwicklungsschub in diesem Jahr hatten. Denn nicht nur den Wespen ging es gut, auch die Bienenvölker hatten einen frühen Start und dementsprechend die Varroa auch. Wer als Imker da nicht auf der Hut war, hatte geschwächte Völker.
Auch bei mir gab es massenhaft Wespen, soviele habe ich noch nie bei meinen Völkern gesehen. Am Sonnenwachsschmelzer, (dort werden Altwaben ausgeschmolzen) hingen regelrechte Wespentrauben, die durch den Wachs- und Honigduft angelockt wurden.
Aber meine Völker und auch meine Ableger waren stark genug, sich zu wehren. Wichtig ist, das Flugloch der Bienen nur bleistiftgroß einzuengen, sodass nur eine Biene hindurch kann. Dann gelingt es den Bienen, ihr Flugloch zu verteidigen. Übrigens: Nicht eine Wespe hat mich gestochen, trotz meiner Arbeiten an den Bienen und am Sonnenwachsschmelzer.
Hat man geschwächte Völker, sollte man sie aus dem Flugkreis bringen.
fg Angelika

Es stimmt, auch bei uns in Oberösterreich gab es heuer viele Wespen - allerdings nicht bei mir, weil ich Hornissen in eigenen Nistkästen schütze und diese Großwespen ja die Feinde ihrer kleinen Verwandten sind. Natürlich weiß ich auch, dass Hornissen sich ein paar meiner Bienen (6 Völker) schnappen, aber bei mindesten ca. 50.000 Bienen pro Stock kein Problem. Mein großes Problem aber heuer der Varroadruck, der trotz 4 xiger Behandlung schon mindestens 3 Völker getötet hat. Wegen meines Engagments, Hummeln zu schützen (im Vorjahr 10 Völker) freue ich mich aber trotzdem auf den Frühling... Lb.Gr.! Christian

Biensterben durch Wespen? Angelika L. 28.12.2011 18:38
Hallo Christian,

auch ich hole das erste umgesiedelte Hornissenvolk immer in unseren Garten. Das Volk hat sich bei dem diesjährigen Wespenangebot sehr gut entwickelt. :-).
Bezüglich des Varroadrucks google mal nach "Teilen u. Behandeln", Dr. Liebig. Ich habe bei der Hälfte der Völker diese Methode ausprobiert und bin begeistert. fg Angelika