Beiträge aus 2011

Ackerhummeln: Königin sehr schwach Bago 25.07.2011 19:28

Hallo,
leider gibt es keine guten Nachrichten von den Ackerhummeln. Heute Morgen saß die Ackerhummelkönigin schwach und kraftlos im Vorbau, scheinbar ist ihre Lebenszeit nicht mehr lang und bald zu Ende. Die Arbeiterinnen arbeiteten ganz normal weiter und flogen so stark wie noch nie, viel Brut im Nest, alles in Ordnung. Scheinbar ist nun die Zeit gekommen, ab dem die Königin nicht mehr geduldet wird. Geschlechtstierbrut ist nicht wirklich zu erkennen, ich vermute aber, dass unten links im Nest Larven von Jungköniginnen sind. Mal schauen, wie es weiter geht...

[img:https://lh3.googleusercontent.com/-EfSaETBIPIg/Ti2hzPdN6NI/AAAAAAAAAZ0/79ltM8Q8OW0/Bild%252520609.jpg] Die Königin

[img:https://lh4.googleusercontent.com/-M2XIhprwoqA/Ti2hpiHIsXI/AAAAAAAAAZs/_tsBQZgRwCY/Bild%252520605.jpg] Das Nest mit reichlich gefüllten Honigtöpfen.

@alle: Wie sind eure Erfahrungen mit Ackerhummeln während der Geschlechtstieraufzucht.

Gruß Bago

Ackerhummeln: Königin sehr schwach Michel 26.07.2011 11:05

Hallo,

ja, richtig viele Jungköniginnen hatte ich bei Ackerhummeln nie. 2006 hatte ich ein recht großes Nest mit 70-80 Tieren, aber selbst da sind nicht mehr als 30 Jungköniginnen hervorgegangen. Höhepunkt war da Anfang September. 2008 hatte ich bei der Ackerhummel ein Nest mit 50-60 Arbeiterinnen, was auch nur etwa 30 Jungköniginnen hervorbrachte (Höhepunkt Mitte-Ende August). 2002 und 2009 waren es verfrüht drohnenbrütige Nester mit Drohnen ohne Produktion von Jungköniginnen.

Wer jetzt denkt, dass bei solch kleinen Volkstärken die Aufzucht vieler Jungköniginnen gar nicht möglich wäre: Ich hatte 2009 ein Nest der Wiesenhummel, welches 50-60 Arbeiterinnen hatte, aber dennoch nachweislich 185 Jungköniginnen aufzog! Da kommen selbst starke Erdhummelvölker mit >200 Arbeiterinnen oft nicht ran. Die Arbeiterinnenanzahl sagt meiner Meinung nach allgemein wenig über die Anzahl potenzieller Jungköniginnen aus, oft werden bei sehr starken Nestern vermehrt auch Drohnen aufgezogen, weil die Arbeiterinnen es schaffen, selber Eier zu legen (Competition Point). Bei kleineren Nestern mit weniger Arbeiterinnen scheint sich die Königin länger an der Macht halten zu können.

Viele Grüße
Michel

Erdhummelnest (116 Tage): Ist es schon am Ende? Dennis 26.07.2011 20:49

Hallo,

geht es mit meinem Erdhummelnest schon zu Ende?

Heute habe ich mein erstes Nest kontrolliert und dabei das folgende Bild geschossen:
[img:http://www.bildercache.de/minibild/20110726-203336-722.jpg]
🖼 Bild nicht mehr verfügbar (ehemals: „Größere Bildversion“)
Das Nest ist jetzt 116 Tage alt (Nestgründung am 02.04.11).

Zum Vergleich hier ein Foto von der letzten Kontrolle am 04.07.11:
[img:http://www.bildercache.de/minibild/20110726-203750-171.jpg]
🖼 Bild nicht mehr verfügbar (ehemals: „Größere Bildversion“)
Auf diesem Bild ist das Nest 94 Tage alt.
Es sind Larvenwiegen und eine Menge Jungköniginnenkokons zu sehen.

Auf dem Bild von heute sieht das Nest dagegen "wie ausgestorben" aus, nur noch wenige Jungköniginnenkokons zu sehen, auch macht es einen irgendwie "ramponierten" Eindruck.

Was mich bei der Kontrolle auch überraschte, dass ich auf fast keine Jungköniginnen stieß. Zur Mittagszeit konnte ich vor diesem Kasten immer mal wieder eine Jungkönigin fliegen sehen (allerdings nicht so, dass sich jetzt die Jungköniginnen vor der Klappe gestaut hätten), angesichts des Bildes vom 04.07. dachte ich eigentlich, bei der Nestkontrolle lauter Jungköniginnen im Nest zu sehen, aber bis auf 2-3 keine zu sehen. Was mich verwundert, wo sind die alle hin? Oder verstecken sich die Jungköniginnen bei Nestkontrollen in tieferen Nestebenen? Oder sind die schon alle "ausgeflogen" in ihre Winterquartiere?

Lange Rede, kurzer Sinn: Ist da in den letzten 3 Wochen was schiefgegangen?
(Siehe Unterschied im "Belebungsgrad" des Nests auf beiden Bildern)
Oder ist das jetzt schon der ganz normale Niedergang des Nests? :(
(Wo sind die Jungköniginnen aus den zahlreichen Kokons vom Bild vom 04.07.?)

Viele Grüße,
danke für eure Hilfen,
Dennis

Erdhummelnest (116 Tage): Ist es schon am Ende? Michel 27.07.2011 10:43

Hallo Dennis,

nach dem Höhepunkt geht es oft sehr rapide bergab. Auch mein Volk hat dieses Jahr in kurzer Zeit sehr stark abgebaut. Eine Woche macht da schon einiges aus. Wenn am Tag 92 bei deinem Nest die maximale Entwicklung erreicht war, ist es nun am Tag 116 nicht ungewöhnlich, dass du einen merklichen Unterschied siehst. Die Jungköniginnen verstecken sich bei Störungen im Nest, nur bei großer Hitze (>>25 °C draußen) versammeln sich viele auf dem Nest und man bekommt die Masse an Geschlechtstieren erst einmal mit. Königinnen fliegen auch gerne ziemlich lange aus, daher ist es nicht ungewöhnlich, dass du keinen markanten Königinnenflugverkehr siehst. Zudem kehren die Königinnen meist nur 4-6 Tage zum Nest zurück, bevor sie es entgültig verlassen. Einzelne Ausnahmen gibt es, so hatte ich einige Jungköniginnen am Ende der Entwicklung im Jahr 2009, die auch Pollen mit eingetragen haben, welche 14 Tage und mehr nesttreu blieben. Kannst auch nach dem Absterben des Nestes schauen, wieviele Großkokons geschlüpft sind und ob tote Königinnen im Nest liegen. Wenn dies, wie ich mal erwarten würde, ohne negativem Befund ist, war alles in Ordnung.

Meist unterschätzt man die Anzahl der hervorgegangenen Jungköniginnen erheblich, wenn man sich nur auf den Flugverkehr bezieht, mir oft schon passiert.

Vg,
Michel

Eine Frage aber noch... Michel 27.07.2011 10:49

Warum liegen so viele Sägespäne im Nest? Ist das beim Öffnen passiert oder beim Schließen das letzte mal?

Man sollte immer darauf achten, dass kein Nestmaterial ins Nest fällt. Mal ein paar Sägespäne werden weggeräumt, aber zu viel kann auch Schaden am Nest verursachen, weil die Hummeln dann bestimmte Nestbereiche, die verschüttet sind, nicht mehr erreichen können, was Brutverluste nach sich ziehen kann. Manchmal machen sowas die Hummeln aber auch selber, dass sie verlassene Nestbereiche abschotten, um auch beim Untergang des Nestes nach seinem Höhepunkt die Nesthygiene im bewohnten Nestbereich noch zu ermöglichen.

Vg,
Michel

Sägespäne Dennis 27.07.2011 17:04
Warum liegen so viele Sägespäne im Nest? Ist das beim Öffnen passiert oder beim
Schließen das letzte mal?

Hallo Michel,

die Sägespäne fielen mir beim Öffnen in das Nest. Das passiert mir jedes Mal, jedoch unterschiedlich stark (bei Tag 116 sind mir im Vergleich zu Tag 94 relativ viele Späne ins Nest gefallen, siehe auch die Fotos). Mir wäre nicht aufgefallen, dass dort noch Späne, die bei früheren Kontrollen ins Nest gefallen sind, dort liegengeblieben wären.
Oft sah ich auch Hummeln Sägespäne nach Kontrollen aus dem Nest tragen, wie viele Späne sie innerhalb des Nests wieder abgeladen haben, weiß ich natürlich nicht.

Dass mir gar kein Nestmaterial (Sägespäne) ins Nest fällt, das ist gar nicht so leicht, versuche ich natürlich immer, aber so richtig klappt das nicht, weil beim Öffnen/Zurückklappen der Nestwachsdecke doch immer was von den Seiten nachrutscht oder auch von der Decke, auf der ja auch Späne liegen, runterfällt.

Oder gibts da einen guten Trick?

Danke aber für den Hinweis, heute möchte ich noch das 2. Nest nachkontrollieren, ich werde da mal speziell drauf achten, so wenig wie möglich Späne reinfallen zu lassen.

Was mich auf Foto von Tag 116 auch noch verwunderte, war die große Anzahl an gefüllten Pollentönnchen sowie, dass die Arbeiterinnen immer noch Pollen eintragen. Wenn keine Brut mehr da ist, ist doch auch kein Bedarf mehr an solch gut gefüllten Pollenlagern, oder?

Viele Grüße,
Dennis

@ Alle:
Wenn ein Nest den Höhepunkt überschritten hat (wie das Nest von Tag 116), sprich fast keine Brut mehr im Nest ist, verzichtet ihr dann auf weitere Nestkontrollen?
Ich frage mich, ob dann Kontrollen noch Sinn machen, denn selbst wenn eine Wachsmotte oder Fliege dann in den Kasten gelangt und Eier legt, es kann ja dann nicht mehr viel passieren, die geschlüpften Hummeln werden ja nicht parasitiert.

Sägespäne Helena 27.07.2011 22:31

Ich schaue jetzt noch regelmässig kurz rein, um zu schauen, ob das Nest noch bewohnt ist. Noch leben bei mir ganz wenige Arbeiterinnen, habe noch 2 verdeckelte Zellen gesehen sowie wenige Honigtöpfchen. Ich möchte mein Nest gern vor dem Verfall inspizieren; ich hab auch schon ein paar Ameisen drin (aber erst jetzt, wo das Nest kurz vor der endgültigen Verwaisung steht).

Sägespäne Harry 05.08.2011 21:52

Hallo Dennis,
um die Sägespäne nicht mit der Polsterwolle zu vermischen, kann man einen ganz einfachen Trick anwenden.
Wenn du das Nest einrichtest, streue auf den Boden die Sägespäne.(Es sind ja keine Sägespäne, sondern Kleintierstreu)
Dann legst du eine Seite Zeitungspapier drüber und dann die Polsterwolle drauf. So bleibt die Polsterwolle immer schön getrennt von dem Kleintierstreu.

Gruß Harry

Nachfrage Kleintierstreu Dennis 22.08.2011 21:35

Hallo Harry,

Asche auf mein Haupt, ich habe diese Antwort gerade erst heute abend bemerkt!

Wenn du das Nest einrichtest, streue auf den Boden die Sägespäne.(Es sind ja keine
Sägespäne, sondern Kleintierstreu)
Dann legst du eine Seite Zeitungspapier drüber und dann die Polsterwolle drauf. So bleibt
die Polsterwolle immer schön getrennt von dem Kleintierstreu.

Die Idee klingt gut, aber sind dann die Gestaltungsmöglichkeiten der Hummeln bzgl. des Kasteninneren nicht zu sehr eingeschränkt?
Ich habe bemerkt, dass meine Erdhummeln den Innenkasten regelrecht umgestaltet haben, ihr Nest tief in das Kleintierstreu eingegraben haben. Lag am Anfang der Laufgang noch frei auf dem Kleintierstreu auf, am Ende der Nestentwicklung war er komplett mit Streu überdeckt; das Nest "rutschte" quasi immer tiefer ins Streu ein.

Das können die Hummeln ja dann nicht mehr machen, wenn sie ans Streu nicht mehr rankommen ... bzw. beißen sich die Hummeln nicht einfach durch Zeitungspapier?

Oder gibts du dafür sehr viel mehr Polsterwolle als Streu ins Nest?
Ich hatte den Kasten zur Hälfte mit Kleintierstreu gefüllt, in der Mitte drauf die Polsterwolle gelegt.

Und noch etwas frage ich mich: Wie machst du es dann mit der "Entsorgung der Hummeltoilette"? Da sie ja leider immer in die Ecken koten, hatte ich bei dem Streu den Vorteil, das bekotete von Zeit zu Zeit austauschen zu können.

Viele Grüße,
Dennis

Höselnde Jungköniginnen Dennis 05.08.2011 19:21
Einzelne Ausnahmen gibt es, so hatte ich einige Jungköniginnen am Ende der Entwicklung im Jahr
2009, die auch Pollen mit eingetragen haben, welche 14 Tage und mehr nesttreu blieben.

Hallo Michel,

sind höselnde Jungköniginnen etwas so ungewöhnliches?
Habe das inzwischen bei meinen beiden Völkern 3x beobachten können, dass Jungköniginnen eindeutig mit Pollenhöschen zurückgekehrt sind. Heute sogar eine mit richtig dicken Höschen.

Viele Grüße
Dennis

Höselnde Jungköniginnen Michel 05.08.2011 22:00

Hallo Dennis,

ungewöhnlich nicht, aber sind halt, wenn überhaupt, nur wenige der Jungköniginnen eines Volkes, die sich am Ende der Saison mit beim Sammeln von Nektar und Pollen beteiligen.

Vg,
Michel

Erdhummelnest (133/141 Tage): Leider das Ende Dennis 21.08.2011 11:23

Hallo,

nun ist es leider mit meinen beiden Erdhummelnestern auch schon zu Ende gegangen. :(

Gestern bei einer Nistkastenkontrolle war ein Nest bereits komplett verlassen (Alter: 133 Tage), das zweite Nest wurde nur noch von zwei einsamen Arbeiterinnen bewacht (Alter: 141 Tage) und war schon sehr ramponiert. Beide Nester zeigten schon Schimmelbildung auf den Tönnchen, in einem hatte sich bereits eine Spinne eingenistet (welcher leider 2 Jungköniginnen zum Opfer gefallen sind, ihre komplett ausgesaugten Körper lagen im Nest).

Meine Frage:
Ab wann kann ich denn guten Gewissens die Nistkästen säubern? Ich möchte ja keiner "letzten Arbeiterin" ihr Heim abnehmen.
Sprich: Ab wann kann ich die Nester denn guten Gewissens entfernen (es könnte ja sein, dass bei meiner letzten Kontrolle noch einige Arbeiterinnen unterwegs waren)?

Viele Grüße
Dennis

PS: Ist aus Johann Neumayers Vorschlag mit der wissenschaftlichen Hummelnestauswertung denn nun was geworden?

Daten Christian 22.08.2011 16:54

Hi,
beimeinen Nestern ist immer noch Betrieb, Ackerhummel sowieso.
Erdhummel 144 Tage alt, hat sich seeehr langsam entwickelt, es werden noch Pollen eingetragen. Sicht Nestgründerin ca. 10 August
Steinhummel 117 Tage alt, Sicht Nestgründerin: 21. August.

Denke wir müssen noch warten, bis auch alle Ackerhummeln zuende sind. Dann soll Johann mal durchgeben, welche Daten primär zu erfassen sind.
Auch die Sache mit Kapok, was Bago ja nachgefragt hat, sollten wir reflektieren. Denn im Frühjahr geht hier wieder die Diskussion los, was ja gut ist. Nur dann haben wir Infos, die auf gesammelten Wissen beruhen.

Gruß
Christian

Daten Dennis 22.08.2011 19:54

Hallo Christian,

Erdhummel 144 Tage alt, hat sich seeehr langsam entwickelt, es werden noch Pollen
eingetragen. Sicht Nestgründerin ca. 10 August

Oha, dein Nest in vergleichbarem Alter ist also noch aktiv? Ist (bzw. könnte) da bei meinen beiden Erdhummelnestern was schiefgelaufen (sein)?
Jungköniginnen habe ich jedenfalls fliegen sehen.

Denke wir müssen noch warten, bis auch alle Ackerhummeln zuende sind. Dann soll Johann
mal durchgeben, welche Daten primär zu erfassen sind.

*hm* Habe ich da was falsch verstanden? Habe das so aufgefasst, dass die Nester als Ganzes an Johann geschickt werden sollen, nicht "nur" die Daten.
Aber ewig warten möchte ich mit dem "Ausräumen" der verwaisten Nistkästen auch nicht, da sich speziell in dem einen schon eine Spinne breitgemacht und ihre Eier abgelegt hat und ich ihn dementsprechend doch zeitig nach Absterben der letzten beiden Arbeiterinnen reinigen möchte, bevor der Kasten vor Tierchen wimmelt, die da nicht reingehören (und ggf. der Kasten auch noch in Mitleidenschaft gezogen wird).

Aber zurück zu meiner (jetzt erweiterten) Frage:
Wenn ich bei einer Kontrolle keine Hummeln mehr vorfinde, kann ich den Kasten dann gefahrlos auflösen, ohne dass ich evtl. noch auswärtige Hummeln heimatlos mache?
Ich bin jetzt so verfahren, dass ich dem leeren Kasten noch 1 Woche Karenzzeit eingeräumt habe, bevor ich ihn reinige (Nest hebe ich natürlich erstmal auf).

Viele Grüße
Dennis

Daten Christian 24.08.2011 10:35

Hi Dennis

Oha, dein Nest in vergleichbarem Alter ist also noch aktiv? Ist (bzw. könnte) da bei meinen beiden Erdhummelnestern was schiefgelaufen (sein)?

Bestimmt ist Dein Nest normal entwickelt. Meines war Ende Juli kurz vor dem Ende, ohne Geschlechtszellen dafür mit Fliegenbefall, Arbeiterinnen mit verkrüppelten Flügeln... Es stammt aus meinem Wald, da ging im Juli offensichtlich das Futter aus. Im Wald blühte kein Baum mehr (ich hab auch Linden) und außerhalb steht hektarweise Maismonokultur. Also hab ich kräftig zugefüttert. Das gab dem Volk nen neuen Kick. Dass die Queen noch lebt ist auch die Ausnahme.
Das mit dem Zufüttern hab ich echt abgewogen, aber was, wenn die Landschaft null Blütenpflanzen bietet? Da hab ich einem menschlichen Eingriff durch meinen Eingriff entgegen gewirkt.

*hm* Habe ich da was falsch verstanden? Habe das so aufgefasst, dass die Nester als Ganzes an Johann geschickt werden sollen, nicht "nur" die Daten.

Ach so, ja das muss Johann dann genauer erklären. Denke ausräumen und auszählen müssen wir die Nester, sonst verfallen sie. Oder zu Johann schicken, wie auch immer.
Meinte nur, das Zusammentragen der Daten ist effektiver, wenn alle Daten erfasst sind.

Aber zurück zu meiner (jetzt erweiterten) Frage:
Wenn ich bei einer Kontrolle keine Hummeln mehr vorfinde, kann ich den Kasten dann gefahrlos auflösen, ohne dass ich evtl. noch auswärtige Hummeln heimatlos mache?
Ich bin jetzt so verfahren, dass ich dem leeren Kasten noch 1 Woche Karenzzeit eingeräumt habe, bevor ich ihn reinige (Nest hebe ich natürlich erstmal auf).

Kann dir nur sagen, wie ich verfahre:
Ich hab im letzten Jahr die Dunkle Erdhummel ausgeräumt, obwohl noch Jungköniginnen hin und her flogen. Arbeiterinnen waren nicht mehr drin. In die frische Streu hab ich auch Nistmaterial und ne kleine nicht verschimmelte Wabe. Daraus haben die sich dann eine Kugel gezimmert und die einige Tage bewohnt. Irgendwann war dann Schluß. Ich meine, wenn Du das Nest komplett haben möchtest, solltest Du es so bald wie möglich entfernen. Und: wenn ne Woche kein Tier mehr zu sehen ist, dann haben sich wirklich alle verflogen.

Viele Grüße
Dennis
Ergebnis Nestauszählung 1. Erdhummelvolk Dennis 25.08.2011 18:35

Hallo,

*hm* Habe ich da was falsch verstanden? Habe das so aufgefasst, dass die Nester als Ganzes an Johann geschickt werden sollen, nicht "nur" die Daten.

Ach so, ja das muss Johann dann genauer erklären. Denke ausräumen und auszählen müssen wir die Nester, sonst verfallen sie. Oder zu Johann schicken, wie auch immer.
Meinte nur, das Zusammentragen der Daten ist effektiver, wenn alle Daten erfasst sind.

Das Angebot mit Nestzuschicken muss ich leider zurückziehen, heute habe ich das erste Nest examiniert und es war schon ziemlich verschimmelt.

Meine Volkszählung ergab:
(Angaben zum Nest: Gründung 10.04.11, Auflassung 20.08.11)
510 Arbeiterinnen- oder Drohnen-Kokons
290 Königinnenkokons
Summe Neststärke also 800 Kokons (max. Anzahl Individuen)

Da das meine erste Nestauszählung war: Können diese Zahlen stimmen? Speziell mit den 290 Königinnenkokons kommt mir viel vor (bezogen auf Zahl der Arbeiterinnen-/Drohnenkokons), aber ich habe 2x nachgezählt, kam immer auf diese Summe.

Viele Grüße
danke fürs (evtl. nötige) Richtigstellen meiner Zählergebnisse,
Dennis

Ergebnis Nestauszählung 1. Erdhummelvolk Christian 26.08.2011 09:49

Hi,
korrigieren können wir da ja nichts, Dir liegt das Nest vor. Ein durchschnittliches Nest, für dieses Jahr scheinbar sehr gut entwickelt.
Aber noch ne Frage: gibts geschlossene Kokons? Also die von nicht geschlüpften Hummeln. Wenn ja, dann bitte
1.) zähl die auch mit Unterscheidung: Arbeiterinnen/Drohnen und Königinnen.
2.) öffne stichprobenartig einige Kokons. Bei leeren Kokons muss ein Rückschluß auf Fliegenbefall gezogen werden. In diesem Fall: konntest Du Fliegen im Kasten, oder außerhalb beobachten?

Gibt es keine geschlossene Kokons ist das meiner Meinung nach auch eine erwähnenswerte Beobachung.

Sonstige Mitbewohner, oder profitierende Lebewesen? Wachsmotte, Larven vom Schimmelkäfer?
z.B. wächst in der Kotstelle meiner Ackerhummeln ein Schimmelpilz. Nur dort, die Wabe ist sauber.

Fande es gut, wenn Johann da noch was zufügen würde.

Auf meine Ergebnisse muss noch gewartet werden. Erdhummel trägt noch Pollen ein, Steinhummelnestgründerin ist erst am 24 August gestorben.

Christian

Ergebnis Nestauszählung 1. Erdhummelvolk Dennis 26.08.2011 19:26

Hallo Christian,

Ein durchschnittliches Nest, für dieses Jahr scheinbar sehr gut entwickelt.

Also sind knapp 300 Jungköniginnen durchaus nichts unmögliches?
Bei diesem Volk konnte ich bei der Fluglochbeobachtung auch mehr Königinnen erspähen als beim zweiten (noch nicht ausgezählten) Volk. Rekord waren mal 4 Jungköniginnen gleichzeitig vor der Klappe. Dafür hat das noch nicht ausgezählte Volk die größeren Königinnen hervorgebracht, da waren einige Tiere in der Größenordnung von 3 cm bei.

Aber noch ne Frage: gibts geschlossene Kokons? Also die von nicht geschlüpften Hummeln. Wenn
ja, dann bitte
1.) zähl die auch mit Unterscheidung: Arbeiterinnen/Drohnen und Königinnen.
2.) öffne stichprobenartig einige Kokons. Bei leeren Kokons muss ein Rückschluß auf Fliegenbefall
gezogen werden. In diesem Fall: konntest Du Fliegen im Kasten, oder außerhalb beobachten?

Geschlossene Kokons gab es, ein Dutzend Königinnenkokons war geschlossen, einen habe ich geöffnet, da war m.E. nichts drin bzw. nichts mehr zu sehen. Ob der Inhalt (tote Larve) nun vertrocknet war, weiß ich nicht (das Nest liegt seit gestern auch auf dem Kompost, es ist schon beim Rausnehmen zerfallen, und durch das Auszählen natürlich endgültig zerstört worden).

Fliegen konnte ich bei diesem Volk außerhalb des Kastens beobachten, beim anderen Volk waren bei der letzten Kontrolle auch 1-2 im Kasten (die kamen wohl durch ein normalerweise mit Gaze bespanntes Lüftungsloch hinein, welches die Hummeln sich freigebissen hatten, da sie bei diesem Kasten vom Innenkarton heraus konnten - kleiner konstruktiver Fehler beim Deckel), dieses Volk schaute ich heute nochmals nach - wollte den Kasten eigenlich leermachen und auszählen - allerdings kam mir noch eine Hummel aus der Nistkugel entgegen, weswegen ich das zweite Volk noch nicht ausgezählt habe - ich nehme keiner Hummel ihr Heim weg.

Sonstige Mitbewohner, oder profitierende Lebewesen? Wachsmotte, Larven vom Schimmelkäfer?
z.B. wächst in der Kotstelle meiner Ackerhummeln ein Schimmelpilz. Nur dort, die Wabe ist
sauber.

Beim gestern kontrollierten Volk befanden sich im Nest sonst noch kleine weiße Maden, welche ich nicht zuordnen konnte. Sowie einige Ameisen.
Das Nest selbst hatte auch keine Vorräte (gefüllte Honig- oder Pöllentönnchen) mehr, ob die Hummeln noch alles selbst gefressen haben oder die Ameisen oder die anderen Tierchen im Kasten sich den Rest geholt haben, ist mir unbekannt. Ein Großteil der Kokons, v.a. die oben aufliegenden, zeigten deutlichen Schimmelbefall - von welchem bei einer Kontrolle vor 3 Wochen noch nichts zu sehen war - sind die Hummeln aus dem Haus, geht das wohl recht schnell mit angammeln.
Wachsmottenbefall hatte ich in keinem meiner beiden Völker.

Mein anderes Erdhummelvolk kann ich noch nicht auszählen, dort lebt noch mind. eine Arbeiterin.

Viele Grüße
Dennis

Ergebnis Nestauszählung 2. Erdhummelvolk Dennis 11.09.2011 18:29

Hallo,

inzwischen ist auch mein zweites Erdhummelnest verlassen, so dass ich heute eine Auszählung machen konnte; das Nest ließ sich jedoch nicht mehr aufbewahren, die Tönnchen waren am schimmeln, außerdem waren Teile des Nests wohl durch eine Spinne versponnen worden.

Meine Volkszählung ergab:
(Angaben zum Nest: Gründung 02.04.11, Auflassung 11.09.11)
1060 Arbeiterinnen- oder Drohnen-Kokons
307 Königinnenkokons
Summe Neststärke also 1367 Kokons (max. Anzahl Individuen)

Also insgesamt ein m.M.n. sehr starkes und gut entwickeltes Nest (Nestausmaße ca. 20 x 30 cm).

Interessant an dieser Auswertung im Vgl. zum 1. Erdhummelnest ist, dass beide Nester ungefähr gleich viele Jungköniginnen hervorbrachten (anderes Nest: 290), dagegen die Arbeiterinnen-/Drohnenzahl bei diesem doppelt so hoch war (anders Nest: 510).

Weiter war interessant, dass von dieser großen Anzahl Jungköniginnen bei beiden Nestern tatsächlich durch Fluglochbeobachtung nicht viel zu sehen war und auch bei Nestkontrollen zeigten sich die Majestäten kaum.

Viele Grüße
Dennis

PS: Eine witzige Geschichte ist mir während des Nestauszählens passiert. Eine herumfliegende, "fremde" Erdhummelkönigin bemerkte das auseinandergepflückte Nest und dass noch etwas Nektar in einigen Tönnchen war und bediente sich gute 10 min an den restlichen Vorräten mit tief in dem Tönnchenhaufen vergrabenem Kopf ... beim Abflug nach dem "Tanken" hing ihr Hinterleib deutlich tiefer als bei ihrer Ankunft. ;)

Ergebnis Nestauszählung 2. Erdhummelvolk Martin 11.09.2011 20:52

Interessant wäre jeweils zu wissen, wann denn die ersten Geschlechtstiere flogen oder noch besser: wann dir erstmals Königinnenzellen bei der Nestkontrolle aufgefallen sind. Gerade bei so unterschiedlich starken Nestern am selben Ort wäre das ein spannender Vergleich.

PS: Eine witzige Geschichte ist mir während des Nestauszählens passiert. Eine herumfliegende, "fremde" Erdhummelkönigin bemerkte das auseinandergepflückte Nest und dass noch etwas Nektar in einigen Tönnchen war und bediente sich gute 10 min an den restlichen Vorräten mit tief in dem Tönnchenhaufen vergrabenem Kopf ... beim Abflug nach dem "Tanken" hing ihr Hinterleib deutlich tiefer als bei ihrer Ankunft. ;)

Großartig. :-)

Ein Foto davon gemacht?

Ergebnis Nestauszählung 2. Erdhummelvolk Dennis 12.09.2011 17:42

Hallo Martin,

Interessant wäre jeweils zu wissen, wann denn die ersten Geschlechtstiere flogen oder noch
besser: wann dir erstmals Königinnenzellen bei der Nestkontrolle aufgefallen sind. Gerade bei so
unterschiedlich starken Nestern am selben Ort wäre das ein spannender Vergleich.

Bei Nest 1 (Gründung 02.04.) habe ich am 20.06. zum ersten Mal Jungköniginnenkokons gesehen (Nestalter 80 Tage), bei Nest 2 (Gründung 10.04.) habe ich am 28.06. zum ersten Mal Jungköniginnenkokons gesehen (Nestalter zufälligerweise dann ebenfalls 80 Tage).
Die Nester scheinen sich also ungefähr gleichschnell entwickelt zu haben, wobei Nest 2 aber bedeutend weniger Arbeiterinnenbrut gehabt hat (nach Auszählung), interessanterweise aber eine fast genauso große Anzahl an Jungköniginnen großgezogen hat. Nest 1 hat trotz früherer Gründung länger überdauert, bis vor einigen Tagen war noch eine Arbeiterin einsam im Nest gewesen, ich vermute, sie überlebte deswegen solange, da noch einige Reserven im Nest waren, an denen sie sich laben konnte (Ausfliegen konnte ich sie nie sehen), allerdings waren die letzten 3 Wochen der Lebensdauer von Nest 1 nur noch 2-3, zum Schluss nur noch 1 Arbeiterin im Nest.

Genauere Zahlen habe ich leider nicht, da ich nur alle 2 Wochen eine Nestkontrolle gemacht habe (wetterabhängig konnten aber auch mal bis zu 3 Wochen je Kontrolle vergehen).

Großartig. :-)

Ein Foto davon gemacht?

Nein, leider nicht, einen Foto hatte ich beim Auszählen nicht dabei.

Viele Grüße
Dennis

Ergebnis Nestauszählung 2. Erdhummelvolk Martin 12.09.2011 18:58
Hallo Martin,

Interessant wäre jeweils zu wissen, wann denn die ersten Geschlechtstiere flogen oder noch
besser: wann dir erstmals Königinnenzellen bei der Nestkontrolle aufgefallen sind. Gerade bei so
unterschiedlich starken Nestern am selben Ort wäre das ein spannender Vergleich.

Bei Nest 1 (Gründung 02.04.) habe ich am 20.06. zum ersten Mal Jungköniginnenkokons gesehen (Nestalter 80 Tage), bei Nest 2 (Gründung 10.04.) habe ich am 28.06. zum ersten Mal Jungköniginnenkokons gesehen (Nestalter zufälligerweise dann ebenfalls 80 Tage).
Die Nester scheinen sich also ungefähr gleichschnell entwickelt zu haben, wobei Nest 2 aber bedeutend weniger Arbeiterinnenbrut gehabt hat (nach Auszählung), interessanterweise aber eine fast genauso große Anzahl an Jungköniginnen großgezogen hat. Nest 1 hat trotz früherer Gründung länger überdauert, bis vor einigen Tagen war noch eine Arbeiterin einsam im Nest gewesen, ich vermute, sie überlebte deswegen solange, da noch einige Reserven im Nest waren, an denen sie sich laben konnte (Ausfliegen konnte ich sie nie sehen), allerdings waren die letzten 3 Wochen der Lebensdauer von Nest 1 nur noch 2-3, zum Schluss nur noch 1 Arbeiterin im Nest.

Genauere Zahlen habe ich leider nicht, da ich nur alle 2 Wochen eine Nestkontrolle gemacht habe (wetterabhängig konnten aber auch mal bis zu 3 Wochen je Kontrolle vergehen).

Auch so schon interessant.

Drohnen kannst du nicht sagen, wann die jeweils erstmals flogen? Würde da jetzt nämlich tippen, dass es zumindest dort (deutliche) Unterschiede gab.

Großartig. :-)

Ein Foto davon gemacht?
Nein, leider nicht, einen Foto hatte ich beim Auszählen nicht dabei.

Das passiert dir das nächste mal nicht mehr, oder? :-)

Für die Dokumentation wäre das sicher auch nicht verkehrt das festzuhalten, denk ich mal.

Ergebnis Nestauszählung 2. Erdhummelvolk Dennis 13.09.2011 18:52

Hallo Martin,

Drohnen kannst du nicht sagen, wann die jeweils erstmals flogen? Würde da jetzt nämlich tippen,
dass es zumindest dort (deutliche) Unterschiede gab.

Tut mir leid, bei Drohnen herrscht bei meinen Aufzeichnungen das große schwarze Loch. Ich habe nur einen einzigen Drohn beim Abflug beobachten können, mehr nicht (sie fliegen ja nur 1x aus, kommen nie wieder zurück). Wo die ganzen Drohnen abgeblieben sind, die zweifellos auch produziert worden sind - ich kanns echt nicht sagen, ich hab sie jedenfalls nicht zu Gesicht gekriegt - auch nicht bei Nistkontrollen in Form von rumlaufenden Drohnen.
Generell haben sich bei mir die Geschlechtstiere unsichtbar gemacht, auch Jungköniginnen habe ich weit weniger oft gesehen als ich vermutet hätte bei doch deutlich über 100 Jungköniginnen pro Nest.

Das passiert dir das nächste mal nicht mehr, oder? :-)
Für die Dokumentation wäre das sicher auch nicht verkehrt das festzuhalten, denk ich mal.

Weiß nicht, so fotogen ist eine Nestauszählung doch nicht und das Nest selbst war auch nicht mehr ansehnlich. Das mit der "räubernden Königin", damit hätte ich nicht gerechnet, sah aber in Realität sicherlich besser aus als auf jedem Foto, wie Majestät sich dort seelenruhig bediente, als wäre es das normalste der Hummelwelt, während wir um sie herum auszählten. ;)

Viele Grüße
Dennis

Auswurf von Puppen Christian 27.07.2011 18:54

Hi,
meine Steinhummel werfen seit ca vier Tagen Puppen von Geschlechtstieren aus. Nicht viel, bisher fünf oder sechs Tiere. Zwei Königinnen, denen fehlte der Hinterleib. Und vollständige Drohnen, die sind hell behaart und bewegen die Beine, leben also noch.
Larvenauswurf kenne ich, aber das? Könnt ihr mir die Ursache sagen?
Eine Fleischfliege hab ich gestern erschlagen, aber die fressen ja die Puppenwiege richtig leer. Eine Wachsmottenkontrolle war negativ, Dank BT. Allerdings hab ich nicht in die Tiefe der Wabe gegraben, klar, alles auf Sicht. Dennoch konnte ich keine Fäden oder zerstörte Waben erkennen.

Gruß
Christian

Ist das eine Hummel? Friederike Sottopietra 01.08.2011 20:15

Zufällig im Garten fotografiert und keine Ahnung, was das ist:

[img:http://pgwebwork.at/limas/fsotto/insekt.jpg]

Danke für eure Hilfe.

Ist das eine Hummel? Johann Neumayer 01.08.2011 20:43

Das ist ein Pinselkäfer

lG Johann Neumayer

Zufällig im Garten fotografiert und keine Ahnung, was das ist:

[img:http://pgwebwork.at/limas/fsotto/insekt.jpg]

Danke für eure Hilfe.
Ist das eine Hummel? Friederike Sottopietra 02.08.2011 20:04

Vielen Dank für die schnelle Antwort!
Grüsse aus Bregenz

Das ist ein Pinselkäfer

lG Johann Neumayer

Zufällig im Garten fotografiert und keine Ahnung, was das ist:

[img:http://pgwebwork.at/limas/fsotto/insekt.jpg]

Danke für eure Hilfe.
Frage an die Hornissenkenner unter Euch Fienchen 03.08.2011 11:55

Hallo,
heut mal keine Hummelfrage. Aber ich habe mitbekommen, dass einige von Euch auch ein wenig mit Hornissen zu tun haben (Harry, Michel).
Bei uns am Schuppen war gestern eine große Hornisse eindeutig im "Suchmodus". Mit groß meine ich auch groß. Also vermutlich eine Königin.
Kann das so früh im Jahr schon einen Jungkönigin sein die nur ein Winterquartier sucht, oder gründen jetzt noch Königinnen einen Staat.
Auf ein Honissennest am Haus habe ich ehrlich gesagt wenig Lust. Hilft es sie zu vertreiben > immer wieder beim Anflug stören? Töten will ich sie nicht! Weiss Naturschutz... brauche diesbezüglich keine Belehrung ;-)

Gruß Fienchen

Frage an die Hornissenkenner unter Euch Harry 03.08.2011 22:43

Hallo Finchen,
bei uns hier im Rheinland sind die ersten Hornissenvölker schon soweit, dass Jungköniginnen fliegen. Es kann also durchaus sein, dass sie sich schon ein Plätzchen für den kommenden Winter suchen. Eine Staatengründung um diese Jahreszeit halte ich für ausgeschlossen. Schade, dass du diesen Tieren keine Sympathie entgegen bringst. Es sind zwar keine Kuscheltiere, aber auch viel ungefährlicher, als allgemein durch Horrormeldungen verbreitet wird.
Sie fliegen genau so wenig den Menschen an, wie Hummeln.
Baumhummeln sind z.B. um einiges empfindlicher wenn man sie am Nest stört.
Habe auch von meinem Vater den Spruch überliefert bekommen, den wohl jeder schon mal gehört hat. 3 Stiche töten einen Menschen, 7 Stiche töten ein Pferd.
Habe einen zweieinhalb jährigen Enkel und wir schauen uns sehr oft das treiben der Hornissen im Nistkasten auf unserer Terrasse an, denn ich möchte nicht, dass dieses Märchen an die nächste Generation weitergegeben wird.
Man darf sie nicht mit den uns manchmal lässtigen Wespen am Kaffeetisch vergleichen. Das Verhalten der Hornissen dem Menschen gegenüber ist ein ganz anderes.
Über die Hummeln als Staaten bildende Insekten, bin ich zu den Hornissen gekommen und bin immer wieder fasziniert, was sie für tolle Kunstwerke als Nester bauen.
Nur was der Mensch kennt ist er bereit zu schützen.
Ich hoffe dir mit meiner Antwort die Angst wenigstens ein bisschen genommen zu haben.

LG Harry

Frage an die Hornissenkenner unter Euch Michel 04.08.2011 00:19

Hallo,

hier fangen die Nester aktuell an, Großzellen für Geschlechtstiere zu bauen. Gründende Königinnen gibt es in dieser Zeit nicht mehr. Denkbar ist aber, dass es ev. eine große Arbeiterin war, die dort vielleicht gejagd hat oder sich nach einem Migrationsplatz umgesehen hat. Ende Juli, manchmal auch Anfang August migrieren sehr viele Nester (zumindest hier). Das bedeutet, dass es dem Volk am alten Standort (Gründungsplatz) zu klein geworden ist und daher ein größerer Standort gesucht wird, wohin später das Volk umzieht.

Nestsuchende Königinnen sind wie gesagt ausgeschlossen, und Jungköniginnen gibts wohl nur in den Wärme-bevorzugten Gebieten. Hier wird es die ersten wohl erst im September geben...

Schade, dass du den Tieren so wenig Sympathie entgegenbringen kannst. Gerade vom Verhalten sind sie weniger aggressiv wie einige Hummelarten. Auch die Nester selbst sind wahre Kunstwerke...

Vg,
Michel

Eure Ruhe >>> beneidenswert! Fienchen 04.08.2011 10:29

Danke für Eure Antworten.
Ja, ich bemühe mich wirklich meine Phobie zu kontrollieren. Ist schwer > der tiefe Brummton macht mir extrem zu schaffen. Da setzt die Vernunft oft aus. Ich arbeite daran!
Diese Märchen von wegen "3 Stiche töten...." habe ich noch nie geglaubt!
Noch vor einigen Jahren hatte ich auch mit Hummeln und Bienen so meine Probleme. Das ist überwunden!
An Sohnemann gebe ich diese Angst auch nicht weiter, da reisse ich mich dolle zusammen, damit sich das nicht überträgt. Der fasst alles an was kreucht, da gabs schon so manche Schrecksekunde für mich, wenn er beschliesst eine Hummel vom Weg mal so kurzerhand aufzuheben und mir stolz zu präsentieren.
Jetzt noch eine Frage: habe ich richtig verstanden, dass ihr ein Nest Hornissen auf der Terasse habt? Kann man da abends bei Licht sitzen ohne, angeflogen zu werden? Wie ist das bei Licht im Zimmer? Versuchen die dann nicht reinzukommen?

LG Fienchen

Eure Ruhe >>> beneidenswert! Harry 04.08.2011 13:40

Das Anfliegen von Lichtquellen ist für mich auch noch ungeklärt. Habe Lichtquellen im Garten (Sparleuchten und normale Glühlampen) also verschiedene Lichtspektren. Bei mir werden diese Lichtquellen nicht angeflogen, auch nicht die Terrassentür wenn innen Licht eingeschaltet ist.
Ich wage mal vorsichtig zu behaupten, dass es die Vielzahl der Lichtquellen in unserer Gegend ist, die die Hornissen lernen oder abstumpfen lässt nicht auf jede Lichtquelle zuzufliegen.
Befindet sich nur eine starke Lichtquelle in der Gegend des Nestes, wirkt diese wohlmöglich wie ein Lichtstaubsauger auf die Hornissen.

Bestimmung Martin 07.08.2011 13:10

1. Kann ich aufgrund der Hinterleibsfärbung Ackerhummel bereits ausschließen?
2. Was sind das für "Pusteln" seitlich am zweiten Tergit?

[img:http://www.bildercache.de/bild/20110807-130425-819.jpg]

[img:http://www.bildercache.de/bild/20110807-130305-841.jpg]

[img:http://www.bildercache.de/bild/20110807-130528-116.jpg]

[img:http://www.bildercache.de/bild/20110807-130652-313.jpg]

[img:http://www.bildercache.de/bildercache_80x15.gif]

Bestimmung Bago 07.08.2011 13:43
1. Kann ich aufgrund der Hinterleibsfärbung Ackerhummel bereits ausschließen?
2. Was sind das für "Pusteln" seitlich am zweiten Tergit?

[img:http://www.bildercache.de/bild/20110807-130425-819.jpg]

[img:http://www.bildercache.de/bild/20110807-130305-841.jpg]

[img:http://www.bildercache.de/bild/20110807-130528-116.jpg]

[img:http://www.bildercache.de/bild/20110807-130652-313.jpg]

[img:http://www.bildercache.de/bildercache_80x15.gif]

Das kann eigentlich nur Bombus humilis sein. Es ist ja in meinen Augen auch ein Weibchen. Für muscorum ist die Behaarung zu lang.

Gruß Alex

Bestimmung Martin 07.08.2011 14:09
Das kann eigentlich nur Bombus humilis sein. Es ist ja in meinen Augen auch ein Weibchen.
Für muscorum ist die Behaarung zu lang.

Ist ein Männchen.

Veränderliche war auch mein erster Gedanke. Aber bei humilis soll glaub ich der zweite Tergit am dunkelsten sein und das ist hier nicht der Fall.

Die Färbung erinnert mich eher an muscorum. Aber kanns nicht sein wegen der schwarzen Haare, die man auf dem zweiten Bild am besten erkennen kann.

Ansiedlungserfolge mit Kapok (humilis und sylvarum) Bago 07.08.2011 18:50

Einige von euch haben ja in dieser Saison Kapok getestet.

Nun würde mich mal interessieren, ob humilis und sylvarum auch damit einverstanden waren. Wilhelm hatte ja die Wolle auch eingesetzt (getestet). Das würde mich wirklich sehr interessieren. Und welche Unterschiede es zu der Annahme zur Polsterwolle/Moos gibt.

Ich habe leider mit dem Material keine Erfahrung, sondern setze weiterhin auf Polsterwolle und Hamsterwolle, sowie Moos und Heu, da zeigen sich bei mir, also bei den häufigen Arten keine Unterschiede auf die Besiedlung. Alle Arten nehmen die Nistmaterialien an. Also sind die schon mal nicht anspruchsvoll.

Gruß Alex

Gibts hier nennenswerte Erfahrungen? Christian 17.10.2011 09:08

Hi,
habe mal Bagos Beitrag nach oben geholt. Ich selbst habe Kapok nicht verwendet. Dennoch interessehalber: Habt ihr nennenswerte Erfahrungen/Vergleiche mit anderem Material. Jetzt sind eure Erfahrungen noch frisch und spätestens im Frühjahr haben wir wieder die Nistmaterialdiskussion.

Christian