Beiträge aus 2011

Ackerhummelnest (Bild 12.7.) Bago 13.07.2011 18:09

Die Ackerhummeln entwickeln sich weiterhin gut, die Königin ist auch weiterhin aktiv und legt neue Eier. Die Volksstärke liegt bei etwa 50 Tieren, in den nächsten Tagen sollten aber aber noch zahlreiche Arbeiterinnen schlüpfen und somit die Volksstärke steigen lassen. Mittlerweile scheinen sich aber auch erste Kokons von Jungköniginnen/Drohnen/oder großen Arbeiterinnen im Nest zu befinden, was es letztendlich wird, wird sich zeigen.
Bei den Kontrollen sind die Tiere wirklich sehr friedlich, man wird überhaupt nicht angegriffen, manche Tiere fliegen hingegen durch das Öffnen zum Sammelflug wieder ab, umkreisen einen kurz und sind weg. Interessant ist es, dass sich die Königin nicht versteckt, wenn ich das Nest öffne, das ist bei anderen Arten anders...

[img:https://lh3.googleusercontent.com/-C5vN6ggzSno/Th27nw6WkWI/AAAAAAAAATY/gHjtSKcXSuA/Bild%252520663.jpg] Ackerhummelnest 12.7.

Gruß Bago

Ackerhummelnest (Bild 12.7.) Christian 14.07.2011 09:29

Hi,
Du stellst nur Deine Ackerhummel herein. Haben Deine anderen Völker ihren Zyklus schon beendet?
Find ich interessant dass Deine Ackerhummel mit meinen gleich zieht, während die anderen Arten nen Vorsprung haben. Ich nehm mal an, dass Deine Steinhummeln schon etliche Geschlechtstiere hervorgebracht haben.

Christian

Ackerhummelnest (Bild 12.7.) Bago 14.07.2011 16:46

Hallo,
jetzte schreibe ich mal den Stand als Gesamtübersicht:

Erdhummel-1: wenige Jungköniginnen; max. Volksgröße 250 Tiere; abgestorben
Erdhummel-2: relativ viele Jungköniginnen; max. Stärke rund 300 Tiere; fast abgestorben
Erdhummel-3: letzte Aufzucht von Geschlechtstieren, Abflug von zahlreichen Jungköniginnen; max. Stärke ca. 300 Tiere
Wiesenhummel-1: erfolgreiche Aufzucht von etwa 40 Jungköniginnen, noch nicht ausgezählt; max. Stärke 90 Tiere
Wiesenhummel-2: erfolgreiche Aufzucht von etwa 55 Jungköniginnen, die letzten sind der Wachsmotte zum Opfer gefallen; max. Stärke rund 100 Tiere
Wiesenhummel-3: fast abgestorben, wenige Jungköniginnen, ca. 10 Stk., später Brachicoma und Wachsmottenbefall; max. Nestgröße rund 60 Tiere
Steinhummel-1: keine Jungköniginnen; max. Nestgröße 60 Tiere
Steinhummel-2: Jungköniginnen alle abgeflogen, schätzungsweise ca. 60 Stk.; max. Nestgröße 150 Arbeiterinnen und einige Geschlechtstiere während des Höhepunkts macht ca. 180 Tiere
Steinhummel-3: immer noch fliegende Jungköniginnen; allerdings wird es weniger; max. Nestgröße ca. 200-220 Tiere
Steinhummel-4: sehr kleines Nest, sehr langsame Entwicklung; ca. 30 Tiere!!!
Steinhummel-5: größer als Steinhummel-4, jedoch auch klein, noch keine Jungköniginnen
Baumhummel-1: max. Nestgröße rund 400 Tiere, viele Jungköniginnen
Baumhummel-2: max. Nestgröße rund 300 Tiere, ebenfalls viele Jungköniginnen; Nest lebt noch
Baumhummel-3: erfolgreiche Aufzucht von Drohnen; max. Nestgröße rund 30 Tiere
und die Ackerhummeln halt wie gehabt.
Allgemein schon ein wenig komisch, teilweise noch so kleine Nester und andere sind schon fertig.
Auch sind die Nester in diesem Jahr sehr aggressiv, bei Steinhummeln benötigt man einen Vollschutz, noch nicht mal mit Schleier geht es, selbst bei dem kleinen Volk.

Bilder:
[img:https://lh6.googleusercontent.com/-oEtCdv2G_Wk/Th78VvbhjsI/AAAAAAAAAT4/JZ1_Nury638/Bild%252520708.jpg] Erdhummelnest-3; sogar noch neue Brut
[img:https://lh4.googleusercontent.com/-5tNw28X6DCA/Th77jPi5eaI/AAAAAAAAATw/AglHJ9mx3BQ/Bild%252520704.jpg]

Gruß Bago

Eine Menge Hummeln Dennis 14.07.2011 20:34

Hallo Bago,

hab ich das richtig auf 15 Nester aufsummiert?
Hast du die alle selbst (aktiv) angesiedelt oder füllen sich deine "Bestände" inzwischen größtenteils aus Rückkehrerinnen (du scheint ja schon einige Jährchen Hummeln zu halten)?

Hälst du die Hummeln in großen Ständen mit mehreren Kästen (wie es der v.Hagen macht, der ein Foto von einem 10-Nistkasten-Stand in seinem Buch drinhat) oder verteilt?

Viele Grüße,
Dennis

Eine Menge Hummeln Bago 14.07.2011 20:52

Hallo Dennis,
ich habe im Jahr 2007 mit 1 einem Kasten, war damals 10 Jahre alt angefangen, am zweiten Standort.
Mittlerweile ist die Anzahl der Kästen auf 16 Stk. angewachsen. Sie sind folgendermaßen auf das Stadtgebiet Dortmund verteilt:

Dortmunder-Südwesten:
Nistkasten 1,2,3 an einem Busch
Nistkasten 15 und 16 auf einem Fahrradständer

Dortmunder-Osten:
ein Hummelstand mit 7 Kästen (4, 5, 6, 7, 8, 9, 11)
drei hummelkästen einzelnd (13, 14, 10 und auch wieder 12)

Zurückgekehrt sind dieses Jahr zwei Baumhummeln und eine weitere siedelte sich selbst an. Zwei Nestgründungen Erd- und Gartenhummel sind leider gescheitert. Der Rest wurde aktiv angesiedelt, natürlich sind 5 Steinhummeln in die Kästen gekommen, was eine unnatürlich hohe Anzahl ist, weil die in diesem Jahr extrem häufig war.

Gruß Bago

Steinhummeljahr Christian 15.07.2011 08:59

Hi,
mein Steinhummelvolk ist ja noch nicht allzu weit. Sehe aber überall in der Stadt Drohnen der Steinhummel auf Blumen sitzen. Diese Art scheint heuer sehr produktiv zu sein.
Auch sind sie angriffslustiger als sonst. Wie bei Bago.

Christian

Standorte Dennis 15.07.2011 15:22

Hallo Bago,

oha, schon in so jungen Jahren mit den Hummeln angefangen? Da könntest du glatt der neue v.Hagen werden - Nachfolger werden sicher schon gesucht. ;)

Einige deiner Standorte lesen sich wie Standorte im öffentlichen Bereich (z.B. Fahrradständer), oder täusche ich mich da?

Viele Grüße
Dennis

Frage an Bago Heike 25.08.2011 21:39
Hallo Dennis,
ich habe im Jahr 2007 mit 1 einem Kasten, war damals 10 Jahre alt angefangen, am zweiten Standort.<

Verstehe ich das richtig? Du bist erst 14 Jahre alt?
Wo hast du die ganze Erfahrung und das Wissen her?
Alles selbst erlernt oder gibt es da noch einen Fachmann in deiner Familie?

Da bin ich richtig baff! Echt beeindruckend!

Gruß, Heike

Frage an Bago Christian 26.08.2011 09:38

Dem schließe ich mich an. Mein Erstgeborener ist auch 14 Jahre alt und Hummeln interessieren ihn nicht die Bohne. Erst mein Sohn Nummer 4 zeigt echtes Interesse, mit 7 Jahren.
E. v. Hagen stellt in einem Film die Frage: "Wer führt das weiter?". Diese Frage finde ich enorm wichtig, also dass unsere Leidenschaft auch an andere Generationen weitergegeben wird. Es hängt ja viel mehr dran, als allein der Schutz und Erhalt der Hummeln.

Christian

Frage an Bago Bago 26.08.2011 10:26
Dem schließe ich mich an. Mein Erstgeborener ist auch 14 Jahre alt und Hummeln interessieren ihn nicht die Bohne. Erst mein Sohn Nummer 4 zeigt echtes Interesse, mit 7 Jahren.
E. v. Hagen stellt in einem Film die Frage: "Wer führt das weiter?". Diese Frage finde ich enorm wichtig, also dass unsere Leidenschaft auch an andere Generationen weitergegeben wird. Es hängt ja viel mehr dran, als allein der Schutz und Erhalt der Hummeln.

Christian

Hallo,

14 bin ich mittlerweile zwar nicht mehr, sondern ein Jahr älter. Ein Fachmann in der Familie gibt es nicht, das Wissen muss man sich schon aneignen...

Gruß Alex

Ackerhummelnest (Bild 12.7.) Michel 15.07.2011 13:09

Bei deinem Foto von den Erdhummeln sind auch einzelne Kokons von der Brachicoma befallen. Die so dunkel und teils eingeknickt sind...

Ansonsten doch tolle Bilanz. Hier dieses Jahr auch sehr schönes Hummeljahr. Viele Naturnester, auch starke dabei, und auch meine beiden waren erfolgreich. Genaue Bilanz wird noch folgen.

Auch viele Wespennester gibt es und Hornissen sieht man auch regelmäßig, ebenso einige Nester bekannt. Damit auch hier erfreuliche Entwicklung bisher.

Vg,
Michel

Brachicoma Dennis 15.07.2011 15:19

Hallo Michel,

eine Bitte: Kannst du auf Bagos Erdhummelnestfoto die von der Brachicoma befallenen Nestbestandteile/Kokons markieren?
Mir würde das helfen, diese zu erkennen, für mich sehen die dunklen Kokons nämlich noch alle gleich aus.

Bisher kann ich auch eine positive Bilanz des Hummeljahrs ziehen, habe natürlich keine Vergleichswerte, so wie andere. Aktuell sind die Hummeln gerade ganz verrückt auf die Stockrosen in meinem (und anderen) Gärten. Auch der Lavendel ist sehr beliebt und die Disteln stehen kurz vor ihrer Blüte.
Die ersten Jungköniginnen meiner beiden Erdhummelvölker sind auch bereits am fliegen.

Viele Grüße,
Dennis

Brachicoma und Standorte Bago 15.07.2011 16:27

Hallo,
die Standorte sind jeweils in Gärten, da ist nichts öffentlich.

Hier das Bild, mit markierten Stellen, übrigens danke an Michel, ich bemerke es jetzt erst, wo er es sagt.
[img:https://lh6.googleusercontent.com/-m5lSSCjzljE/TiBNcVvAwZI/AAAAAAAAAUQ/DIPF2z1AEOU/Bild%252520707.jpg]

Gruß Bago

Jungköniginnen - Bilanz? Michel 31.07.2011 12:51

Hallo Bago,

hast du schon genauere Zahlen zur Anzahl von Jungköniginnen, die aus deinen Erdhummelnestern hervorgegangen sind?

Vg,
Michel

Jungköniginnen - Bilanz? Bago 31.07.2011 16:47

Hallo Michel,

ich habe bisher nur aus Nest 1 die Königinnenzellen abgezählt, es waren 50 Stk. Es wurden viele Drohnen produziert, aber wenig Jungköniginnen. Bei Nest 2 und 3 weiß ich noch nichts genaueres. Nest 3 scheint aber viele Jungköniginnen (>100) produziert zu haben, war aber auch deutlich kleiner mit weniger Arbeiterinnen. Die Wiesenhummeln haben zusammen etwa 150 Königinnen produziert, Nest 1: 50, Nest 2: 80 und Nest 3: 20, wobei 20 nicht geschlüpft sind, der Grund ist unbekannt. Allerdings gab es keinen Fleischfliegenbefall. Die Steinhummeln fliegen noch, da muss ich also noch schauen. Und die Ackerhummeln haben mindestens 16 Puppen von Jungköniginnen im Nest, die Ackerhummelkönigin ist aber mittlerweile außerhalb des Kastens verstorben.

Gruß Alex

Erdhummelnest (92 Tage) + Frage zu Larvenwiege Dennis 13.07.2011 20:39

Hallo,

da alle so schön am Foto rumzeigen sind, möchte ich da auch nicht nachstehen und nachher auch gleich noch eine Frage nachschieben.

Hier ein Foto von meinem Erdhummelnest vom 10.07.11, Nestalter zu diesem Zeitpunkt 92 Tage:
[img:http://www.bildercache.de/minibild/20110713-202851-40.jpg]
🖼 Bild nicht mehr verfügbar (ehemals: „Größere Version hier klicken“)
Wenn ich das Gesehene richtig erkenne, dann macht das Nest auf mich einen gesunden Eindruck, die Hummeln verteidigen ihr Nest auch sehr wehrhaft - keine Chance ohne Vollschutz. Die ersten Jungköniginnen sind übrigens auch schon letztes Wochenende am Ausfliegen.
Rechts oben: Kokons von Jungköniginnen.
Rechts unten: Larven von Jungköniginnen, bereits mehr oder weniger stark verpuppt.
Links oben: Noch einige Jungköniginnenkokons sowie die geöffnete Larvenwiege.
Links unten: Kokons bzw. teilverpuppte Larven von Arbeiterinnen (od. Drohnen?)

Korrekturen wie immer gerne angenommen. :)

Meine Frage zum Bild: Ziemlich in der Mitte sieht man eine geöffnete Larvenwiege inkl. kleiner weißer Larven. Ich vermute, dass ich diese Larvenwiege beim Nestöffnen beschädigt und aus Versehen "mit aufgerissen" habe (evtl. war diese an das Nestdach angeklebt). Was passiert in einem solchen Fall? Werden die Hummeln die Larven wieder in die Wiege zurücklegen bzw. die Wiege reparieren oder werden die Hummeln die Larven rauswerfen/"entsorgen"?

Viele Grüße
Dennis

Erdhummelnest (92 Tage) + Frage zu Larvenwiege Christian 14.07.2011 09:26

Hi Dennis,
ein super schönes Nest. Ehrlich gesagt habe ich lebende Königinnenlarven so noch nie gesehen. Ist echt interessant, dass die so offen im Nest sind.
Mal ne kleine offene Larvenwiege, das kenn ich. Wenns so ist, dann glaub ich, dass die Arbeiterinnen gerade beim füttern waren. Ne Verbindung Nestdecke-Wabe kenn ich nur von der Wiesenhummel. Aus meiner Erfahrung lässt sich die Nesthülle (die bei meinen Erdhummeln stets ohne Wachs war) sehr leicht beseitigen, ohne das Nest zu zerstören.
Ist ja überhaupt kein Schimmel drinnen im Nest, sieht gut aus.
Links sehen die alten Kokons zerstört aus, täuscht das? Nur nachgefragt, sieht aus wie bei meinem verlassenen Wiesenhummelnest das die Wachsmotten nun fressen. Ohne Panik schüren zu wollen.
Aber ich hab ewig nix bemerkt, keine Falter und nun sind etliche Mottengespinste im Deckel vom Kasten. Dabei sind die Larven ziemlich groß.

Gruß
Christian

Wachsmotten? Dennis 14.07.2011 20:19

Hallo Christian,

danke fürs Lob fürs Nest, auch wenn es nicht mir gebührt, sondern den Erdhummeln, die es gebaut haben. ;)

Mal ne kleine offene Larvenwiege, das kenn ich. Wenns so ist, dann glaub ich, dass die
Arbeiterinnen gerade beim füttern waren. Ne Verbindung Nestdecke-Wabe kenn ich nur von der
Wiesenhummel. Aus meiner Erfahrung lässt sich die Nesthülle (die bei meinen Erdhummeln stets
ohne Wachs war) sehr leicht beseitigen, ohne das Nest zu zerstören.

Die Nesthülle lässt sich in der Tat leicht öffnen, allerdings besteht sie bei mir aus einem Polsterwolle-Wachs-Gemisch (siehe auch größeres Foto unten). Allerdings ist mir beim Öffnen aufgefallen, dass durchaus einige Kokons an der Decke klebten (diese konnte ich allerdings zusammen mit der Decke beiseiteklappen, also keine Beschädigungen).

Links sehen die alten Kokons zerstört aus, täuscht das? Nur nachgefragt, sieht aus wie bei
meinem verlassenen Wiesenhummelnest das die Wachsmotten nun fressen. Ohne Panik schüren
zu wollen.
Aber ich hab ewig nix bemerkt, keine Falter und nun sind etliche Mottengespinste im Deckel vom
Kasten. Dabei sind die Larven ziemlich groß.

Hier habe ich von dem fraglichen Bereich nochmals ein größeres Foto:
[img:http://www.bildercache.de/minibild/20110714-201042-893.jpg]
🖼 Bild nicht mehr verfügbar (ehemals: „Größere Version des Bilds“)
Ich habe das spontan für ausgediente Kokonhüllen gehalten. Zusätzlich sieht man in der Mitte übrigens nochmal die Larvenwiege, eine Arbeiterin macht sich gerade daran zu schaffen.
Aber Wachsmotten *grübel* ... kannst du/ihr anhand des Fotos das näher bestimmen, ob oder ob nicht? Sollte ich behandeln?

Viele Grüße
Dennis

Wachsmotten? Christian 15.07.2011 09:12

Hi Dennis,
sieht nicht nach Motten aus, ne, die tiefer gelegenen Kokons, soweit sichtbar, sind auch intakt. Schön, wär ja auch ein Jammer, wären Motten drin, bei diesem Nest! Scheint so, als würden da noch ordentlich Geschlechstiere heranwachsen.

Christian

Erdhummelnest (92 Tage) + Frage zu Larvenwiege Michel 14.07.2011 16:24

Schönes Nest!

Ja, die großen Kokons und Larven sind Jungköniginnen, die kleinen Kokons werden Drohnen. Arbeiterinnen werden in dem Stadium nicht mehr aufgezogen. Um die geöffnete Larvenwiege mit den Larven von Jungköniginnen ist es schade, die meisten werden wohl aus dem Nest geworfen werden. Da unbedingt aufpassen, dass man Nestteile, wo die Nestdecke direkt dran hängt, von den Waben zuvor abtrennt (beispielsweise mit Schere). Manchmal ist es auch besser, solche Bereiche dann nicht weiter zu öffnen, um keinen Schaden am Nest zu verursachen.

Bei mir baut die Dunkle Erdhummel jetzt recht rapide ab, von 200 Arbeiterinnen sind vielleicht noch 60-70 anwesend, der Großteil der Geschlechtstiere ist raus bzw. schlüpft in diesen Tagen. Kryptarum-Erdhummel hat momentan noch einen Schwung Jungköniginnen produziert, die noch weitgehend schlüpfen konnten. Allerdings sind hier auch Kokons durch die Brachicoma ausgefallen.

Werde nun in Kürze das Tagebuch zu einem Hornissennest online stellen - ein Nest, welches als Migration in einem Hochstand gegründet wurde. Damit hat sich für den Rest der Saison noch eine schöne Beobachtungsmöglichkeit ergeben...

Vg,
Michel

Geschicklichkeit beim Öffnen Dennis 14.07.2011 20:31

Hallo Michel,

Schönes Nest!

Danke schön, aber auch hier gebührt den fleißigen Erdhummeln die Ehre - bei diesem Volk fliegen übrigens auch seit letztem Wochenende die ersten Jungköniginnen. :)
Ansonsten sind die Arbeiterinnen immer noch fleißig am Nektar- und Pollensammeln.

Ja, die großen Kokons und Larven sind Jungköniginnen, die kleinen Kokons werden Drohnen.
Arbeiterinnen werden in dem Stadium nicht mehr aufgezogen.

Ah, Drohnen ... hatte bisher noch keine gesehen, aber da sie ja nicht wie die Jungköniginnen ins Nest zurückkehren, wenn sie es verlassen, hätte es mich nicht gewundert, wenn ich die Drohnen bis jetzt einfach nur verpasst hätte.

Um die geöffnete Larvenwiege mit den Larven von Jungköniginnen ist es schade, die meisten
werden wohl aus dem Nest geworfen werden. Da unbedingt aufpassen, dass man Nestteile, wo
die Nestdecke direkt dran hängt, von den Waben zuvor abtrennt (beispielsweise mit Schere).
Manchmal ist es auch besser, solche Bereiche dann nicht weiter zu öffnen, um keinen Schaden
am Nest zu verursachen.

Das höre ich natürlich nicht gerne. :(
Hatte gehofft, dass die Hummeln ihre Larven wieder einpacken und gut ist, denn verletzt sehen sie mir nicht aus. Wird der Verlust ausgeglichen werden, d.h. kann ich im jetzigen Neststadium noch davon ausgehen, dass die Königin noch (nach-)legt?
Gesehen habe ich ihre Majestät nämlich schon seit vielen Wochen nicht mehr, hat sich bisher immer gut versteckt.

Mir ist das mit der geöffneten Larvenwiege auch erst auf dem Foto aufgefallen, da kann ich dann das Nest erst in Ruhe beobachten, da schwirren mir nicht so viele Hummeln um den Kopf. Ich versuche natürlich, die Kontrollen so kurz wie möglich zu machen - eigentlich will ich nur gucken, ob ich Mottengespinste oder andere bedrohliche Entwicklungen sehe.
Ich werde das nächste Mal einfach versuchen, besser aufpassen. Ist wohl auch eine gewisse Übungssache, vermute ich mal, am Anfang fielen mir die Kontrollen auch schwerer - ich war noch deutlich nervöser.

Werde nun in Kürze das Tagebuch zu einem Hornissennest online stellen - ein Nest, welches als
Migration in einem Hochstand gegründet wurde. Damit hat sich für den Rest der Saison noch eine
schöne Beobachtungsmöglichkeit ergeben...

Sicher auch interessant, seit Montag bin ich unerwarteterweise in den Besitz eines Wespennests (vermutliche Mittlere Wespe) gekommen: Beitrag bei hymenoptera.de (externer Link, nicht mehr verfügbar) (@ Alex: Ich hoffe, man darf hier auf fremde Foren verweisen, sonst bitte löschen und nix für ungut!)

Viele Grüße
Dennis

Geschicklichkeit beim Öffnen Christian 15.07.2011 09:07
Mir ist das mit der geöffneten Larvenwiege auch erst auf dem Foto aufgefallen, da kann ich dann das Nest erst in Ruhe beobachten, da schwirren mir nicht so viele Hummeln um den Kopf. Ich versuche natürlich, die Kontrollen so kurz wie möglich zu machen - eigentlich will ich nur gucken, ob ich Mottengespinste oder andere bedrohliche Entwicklungen sehe.
Ich werde das nächste Mal einfach versuchen, besser aufpassen. Ist wohl auch eine gewisse Übungssache, vermute ich mal, am Anfang fielen mir die Kontrollen auch schwerer - ich war noch deutlich nervöser.

Hi,
wie geschrieben habe ich bei der Wiesenhummel schon offene Larvenwiegen gesehen. Da kam ich gerade zur Fütterungszeit. Später waren da Kokons. Also ne andere Erfahrung als Michel.
Mal ne Bitte: Merk Dir die Stelle im Nest und wenn Du wieder kontrollierst, sieh nach ob da ne Entwicklung (größere Larven- bzw. Puppenwiege) zu beobachten ist, oder ein Abbruch.
Wenn Michel Recht hat, dann bin ich in Zukunft auch vorsichtiger. Auch wenn ich selten kontrolliere.

Christian

Geschicklichkeit beim Öffnen Michel 15.07.2011 10:14

Offene Larvenwiegen sind kein Problem, sind eh oft an einer Stelle offen zur Fütterung. Man darf diese Wiegen nur nicht auseinanderreißen. Sobald die Larven aus der Wiege fallen oder wie Larvenwiegen zu siehr zerstört werden, werden die Larven entsorgt. Im Bild von Dennis ist eine Larve zu sehen, die rausgefallen ist. Diese wird sicher aus dem Nest geworfen. Für die anderen besteht dagegen eine gute Chance, dass sie sich weiter entwicklen. Vielleicht wird die eine oder andere noch entsorgt, aber die meisten da sollten zu Jungköniginnen werden und weiter versorgt werden.

Der Ausfall dadurch ist also nicht weiter schlimm, aber dennoch wollte ich hier den Hinweis bringen, da vorsichtig vorzugehen. Wenn man das Nest öffnet, ohne aufzupassen, kann der Schaden wesentlich dramatischer sein (Hinweis für andere Mitleser :).

Vg,
Michel

Bessere Öffnungstechnik ? Dennis 15.07.2011 15:35

Hallo Christian, hallo Michel,

ich werde versuchen, mir die betreffende Stelle zu merken, kann aber nix versprechen, da ich nur alle 2 Wochen kontrolliere, verändert sich im Laufe dieser Zeit doch so einiges. Aber ich werde mal drauf achten.

Der Ausfall dadurch ist also nicht weiter schlimm, aber dennoch wollte ich hier den
Hinweis bringen, da vorsichtig vorzugehen. Wenn man das Nest öffnet, ohne aufzupassen,
kann der Schaden wesentlich dramatischer sein (Hinweis für andere Mitleser :).

Leider habe ich auf einem Foto meines anderen Nests ebenfalls im Nachhinein eine solche offene Larvenwiege mit ca. 6-8 herausgefallenen Larven entdeckt. :(
Wäre mir gar nicht aufgefallen, wäre ich jetzt nicht dafür sensibilisiert - ich hoffe auch dort, keinen allzugroßen Schaden angerichtet zu haben bzw. dass die Königin den Ausfall nochmal "nach"legen kann.

Das bringt mich auch zu der Frage, wie ich eine bessere Nestöffnungstechnik praktizieren kann, meine bestand bisher daraus, sobald ich den Wachsdeckel erreicht hatte, ein Loch zu schneiden und dann auseinanderzuziehen ... hantieren mit der Schere ist auch nicht so leicht, wenn einem aus dem Loch dauern Hummeln entgegenkommen, daher das Auseinanderziehen, des Weiteren ist die Handhabung der Schere mit Handschuhen schwierig. Bisher hatte ich mit dieser Technik wohl deshalb keine Probleme, weil die Hummeln noch nicht bis unters Dach gebaut hatten.

Ein Gedanke von mir ist, es mit einem Skalpell zu versuchen. Damit müsste ich relativ genaue Schnitte hinkriegen - aufgrund dessen Schärfe und der Tatsache, dass ich nur von einer Seite der Wachsdecke schneiden muss (der oberen), während ich bei der Schere eine Scherenhälfte unter die Decke kriegen und dabei vorsichtig sein muss, um keine Hummel aus Versehen abzustechen. Mit einem Skalpell müsste ich auch bessere Schnitte (z.B. Kreuzschnitt) setzen und dann die Wachsdeckelseiten vorsichtig beiseite klappen können (analog einem Chirurgen) - so sollte es m.M.n. auch leichter sein, an der Decke hängende Tönnchen/Kokons zu erkennen und sauber abzutrennen.

Habt einer von euch das (Anwenden eines Skalpells zur Nistkugelöffnung) schon mal angewendet und kann seine Erfahrungen berichten?

Viele Grüße
Dennis

Lokalzeitung: "Der Trick mit der Klappe" Martin 14.07.2011 20:52

Der Trick mit der Klappe

Der Öllinger Hans Ertle hat Hummeln beigebracht, eine Klappe zu öffnen, um so in ihren sicheren Kasten zu gelangen. Das kann die Wachsmotte, ein für die bedrohten Hummeln tödlicher Schädling, nicht.

http://www.swp.de/ulm/lokales/alb_donau/Der-Trick-mit-der-Klappe;art4299,1038801 (externer Link, nicht mehr verfügbar)

Hummelschaukästen Dennis 15.07.2011 22:08

Hallo,

schon seit ich dieses Jahr mit den Hummeln begonnen habe, habe ich mich gefragt, ob so was wie Hummelschaukästen möglich sind, was ja das beobachten und ggf. auch kontrollieren vereinfachen würde.

Gefunden habe ich hierzu zwei Konstruktionen, beide von Harry Abraham:
1. Kasten 1 (2005)
[img:http://www.arminkrenz.de/bilder/hummeln/mottenvorhang/sichtkasten.jpg]
2. Kasten 2 (2002) (externer Link, nicht mehr verfügbar)

@ Harry:
Hat sich eine dieser Konstruktionen im Dauereinsatz bewährt? Beide Modelle haben ja schon einige Jährchen auf dem Buckel, so dass du sicher doch einige Erfahrungen zu berichten hast? Hier im Forum hab ich dazu jedenfalls nichts gefunden, würde mich aber sehr interessieren, wie sich diese Konstruktionen bewährt haben und v.a. ob sie dir das Leben leichter gemacht haben (zumindest beim 2002er-Kasten las sich das unter o.g. Link so).

@ Alle Anderen:
Habt ihr mal ähnliche Konstruktionen ausprobiert oder noch im Einsatz?

Viele Grüße
Dennis

Hummelschaukästen Harry 16.07.2011 08:54

Hallo Dennis,

diese Konstruktion habe ich mir bei Prof. Dr. Klaus Lunau an der Universität Düsseldorf abgeschaut. Allerdings wurde dort nicht mit frei lebenden Hummeln geforscht.
Dieses Jahr hatte ich in der Konstruktion Baumhummeln, die sich selbst angesiedelt haben. Das Kunststoffgebilde ist mit einem unten offenen Styroporkasten abgedeckt. Der Laufgang ist mit einer Filzmatte ausgelegt worden und der Eingang mit der Doppelklappe wurde durch eine Einwegklappe ausgetauscht. Die Belüftungslöcher reichten nicht aus, so dass der Deckel gegen ein Drahtgitter ausgetauscht wurde. Es wurde also einiges geändert.
Seit 2005 wurde die Konstruktion 4 mal besiedelt.

Gruß Harry

Kasten2 Colaflasche Harry 16.07.2011 09:03

Diese Konstruktion war ein erster Versuch und hat mir gezeigt wie wichtig ein guter Luftaustausch ist, um Schwitzwasser zu vermeiden. Später resultierte mein jetzt angebotener Hummelnistkasten aus diesen Erfahrungen. Auf Hymenoptera sind diese Erfahrungen geschildert. http://www.hymenoptera.de/html/gallery/Nisthilfen/flasche/

Gruß Harry

Hummelschaukästen Dennis 16.07.2011 23:29

Hallo Harry,

klingt ja nach einer Erfolgsgeschichte.
Ach so, der Kasten ist nochmals mit einer Styroporkiste abgedeckt ... klar, sonst würden die Tierchen ob des ständigen Lichteinfalls sicherlich verrückt werden.
Hast du ein Foto von dem Kasten in aktueller Konfiguration oder kannst ein Foto machen? Wäre da neugierig, das zu sehen.

Vielen Dank und
viele Grüße
Dennis

Hummelschaukästen Harry 17.07.2011 19:26

Hallo Dennis,

habe im Juni 2011 versucht Filmaufnahmen von Hummeln aus dem Kasten zu machen. Leider geben die Bilder nicht viel her, da die Innenseiten des Laufganges und auch das PVC Gehäuse von den Hummeln sehr verkotet sind. Bilder oder Filmaufnahmen am offenen Hummelnistkasten geben mehr her. Also deine Hoffnung da mehr zu sehen als bei einem "normalen" Hummelnistkasten muss ich enttäuschen. Die Studenten die seinerzeit an so einem PVC Kasten forschten, waren dauernd damit beschäftigt die PVC Teile durchsichtig zu halten um Beobachtungen durchzuführen.

Gruß Harry

Hummelschaukästen - Saubären Dennis 23.07.2011 20:07

Hallo Harry,

ach so, dann hat also auch der durchsichtige Kasten nichts gebracht, weil alles verkotet wurde ... Hummeln sind echt Saubären. ;)
Schade, das wäre eine feine Sache gewesen, aber da macht einem Wohl die Natur (der Hummeln) einen Strich durch die Rechnung.

Studenten? Arbeitest du etwa an einer Uni als Hummelforscher?

Viele Grüße
Dennis

Hummelschaukästen - Saubären Harry 27.07.2011 18:21

Hummeln sind einfach mein Interessengebiet :-) Habe an der Uni gearbeitet, jedoch nicht mit Hummeln.
Doch wenn im Juli die Zeit der Hummeln langsam zu Ende geht, sind Hornissen meine Lieblingsbeschäftigung.
http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/2011/07/20/lokalzeit-duesseldorf-hornisse.xml (externer Link, nicht mehr verfügbar)

Hummelvolk ohne Königin Manu87 16.07.2011 17:10

Hallo ich habe ne Frage, und zwar hat eins meiner beiden Hummelvölker keine Königin. Wo die hin is weiss ich nicht. Allerdings hat dieses Volk auch keine Brut. Ist das Volk nun zum Sterben verurteilt.?
Oder kann ihm irgendwie helfen. Zb die verbliebenen Hummeln in das andre Hummelvolk einsetzen?
Oder gibt es ne Möglichkeit dem Volk eine Königin zu geben. Wie zb bei den Bienen? Bei Bienen geht es ja einem weisellosen Volk eine Königin zu geben. Ich hab noch nicht lange Hummeln. Eigentlich erst seit irgendein Tier zwei Völklein bei uns ausgehoben hat und sie quasi obdachlos waren. Im Internet findet man leider auch nur sehr wenig. Und das Buch das Buch das ich hab is auch nicht der Bringer...Könnt ihr noch Bücher empfehlen?

Hummelvolk ohne Königin Bago 16.07.2011 21:39

Hallo,
die meisten Völker gehen doch eh dem Ende entgegen, da kann es schon mal sein, dass die Königin vertrieben wird.
Welche Arten hast du denn?

Als Buchtipp: Hummeln bestimmen, ansiedeln, vermehren, schützen von Eberhard von Hagen und Ambros Aichhorn aus dem Faunaverlag.

Gruß Bago

Heidehummel? Christian 18.07.2011 19:52

Hi,
könnt ihr mir mal bestätigen? Denke das ist ne Heidehummel (jonellus), oder?
[img:http://www.pictureupload.de/originals/59610/180711194905_sonstige_img_0017.jpg]
und
[img:http://www.pictureupload.de/originals/59610/180711194905_sonstige_img_0016.jpg]

da hatte ich im letzten Jahr ein Exemplar, heuer sind es drei. auf Dost und Wiesenflockenblume

Christian

Heidehummel? Bago 18.07.2011 20:28
Hi,
könnt ihr mir mal bestätigen? Denke das ist ne Heidehummel (jonellus), oder?
[img:http://www.pictureupload.de/originals/59610/180711194905_sonstige_img_0017.jpg]
und
[img:http://www.pictureupload.de/originals/59610/180711194905_sonstige_img_0016.jpg]

da hatte ich im letzten Jahr ein Exemplar, heuer sind es drei. auf Dost und Wiesenflockenblume

Christian

Hallo,
ich glaube eher, dass es lucorum ist, hier Vergleichsbilder...
[img:https://lh4.googleusercontent.com/-MJg2VRx5maU/TiR4DM4zCJI/AAAAAAAAAWI/nXe_ZB3PmLg/Bild%252520600.jpg]
[img:https://lh3.googleusercontent.com/--N4-lsxFdEU/TiR4JafN3EI/AAAAAAAAAWM/PnwhYfti6tE/Bild%252520602.jpg] leider unscharf
[img:https://lh5.googleusercontent.com/-6tRGTNp6SGc/TiR4QfOD9PI/AAAAAAAAAWQ/fcwznSMxnhQ/Bild%252520604.jpg]
[img:https://lh5.googleusercontent.com/-rA71FiShrIc/TiR4dRpDJ7I/AAAAAAAAAWU/WiV3xWG0y4s/Bild%252520605.jpg]

Ich bin mir auch nicht sicher, ob man die überhaupt so im Freiland ohne Mikroskop unterscheiden kann, wenn es nicht gerade ein dunkles Männchen der Heidehummel ist. Im Übrigen könnte auch noch semenoviellus mitspielen, für mich ist das aber eher lucorum. Die habe ich letztes Jahr auch öfters auf Dost gesehen. Lieblingspflanzen der Heidehummel sind laut dem Schlüssel: Field Guide to The Bumblebees of Great Britain & Ireland Weidenkätzchen und Schnee-Heide, sowie sämtliche Heiden und weitere Wildblumen (?).

Gruß Bago

Nachgefragt: Drohn? Christian 19.07.2011 13:00

Hi,
im letzten Jahr hab ich das Tier als Arbeiterin hineingestellt, weil sie gar so emsig Nektar sammelt. Vom Verhalten her. Die terrestris und hortorum Drohne sind da vielmehr spazieren geflogen. Hier wurde das Tier als jonellus identifiziert.
Heuer beobachte ich aber, dass die lucornum auch sehr emsig sammeln. Meine auch im Frühjahr eine jonellus angesiedelt zu haben, die war aber kleiner als dieses Insekt. Daher ist lucornum für mich realistischer.

Ich schau mal, ob ich Sammelkörbchen entdecke.

Witzig alles auf Latein zu schreiben. Ab und zu muss ich noch nachsehen, gewöhne mich langsam aran. Hoffentlich vergesse ich die Namen über Winter nicht.

Christian

Nachgefragt: Drohn? Martin 19.07.2011 19:34

Es handelt sich um einen Drohn der Hellen Erdhummel (Bombus lucorum), wie auch schon im letzten Jahr.

im letzten Jahr hab ich das Tier als Arbeiterin hineingestellt,
Hier wurde das Tier als jonellus identifiziert.

Man hat dir mehrfach gesagt, dass es sich um Erdhummeln handelt.....

http://www.bombus.de/hummelforum/HummelForumMessage.aspx?MessageID=10390

http://www.bombus.de/hummelforum/HummelForumMessage.aspx?MessageID=10377

http://www.bombus.de/hummelforum/HummelForumMessage.aspx?MessageID=10932

Selektive Wahrnehmung? *g*

Gruß,
Martin

Erste Bilanz bei Kryptarum-Erdhummel Michel 19.07.2011 15:46

Nachdem die Kryptarum-Erdhummeln nun mit ihrer Entwicklung fertig sind, habe ich das Nest näher inspiziert und die Waben ausgezählt.

Insgesamt besteht das Nest aus 609 Kokons, davon sind 210 Arbeiterinnenkokons, 126 Drohnenkokons und 89 Jungköniginnenkokons erfolgreich geschlüpft. 110 Drohnenkokons und 74 Jungköniginnenkokons sind nicht geschlüpft, sondern Opfer von Brachicoma devia geworden. D.h., 46 % der potenziellen Jungköniginnen sind dieser Fliege zum Opfer gefallen. Letztes Jahr bei dem noch stärkeren Nest der Kryptarum-Erdhummel waren es 48 % der 250 Jungköniginnenkokons, also ein ähnlicher Anteil.

Im Vergleich dazu sind die Dunklen Erdhummeln fast garnicht betroffen. Die Kryptarum-Erdhummel scheint wohl das Hauptziel dieser Fliegenart zu sein, wohl auch wegen der etwas "lascheren" Nestverteidigung.

Naja, fast 90 kräftige Jungköniginnen (keine vermilbten Jungköniginnen oder Krüppel) sind dennoch eine sehr erfreuliche Bilanz, ebenso die vielen Drohnen.

Die Dunkle Erdhummel baut unterdessen auch immer weiter ab. Das mittlerweile 112 Tage alte Nest hatte seinen Höhepunkt Ende Juni. Dennoch werden noch letzte Drohnen und Jungköniginnen aufgezogen. Bilanzierung folgt hier, wenn das Nest verlassen ist. Rechne aber auch hier mit einer sehr erfreulichen Bilanz, da es gerade Ende Juni viele Jungköniginnen gab.

Bilder gibts dazu wie immer im Tagebuch auf meiner Homepage: www.insektenstaaten.de (@Alex: hoffe die Schleichwerbung ist okay ;)

Viele Grüße
Michel

Bilanz Dunkle Erdhummel Michel 31.07.2011 02:20

Folgend die Bilanz zum Nest der Dunklen Erdhummel:

"Eine Zählung der Tönnchen ergab 1067 Kokons, wovon 165 nicht zum Schlupf gekommen sind. Insgesamt konnten ca. 440 offene Arbeiterinnenkokons, >370 offene Drohnenkokons und 82 offene Jungköniginnenkokons gezählt werden. 20 Arbeiterinnen-, ca. 140 Drohnen und 6 Königinnenkokons haben sich nicht erfolgreich entwickelt, wobei Brachicoma devia als ein möglicher Grund aufgeführt werden kann. Dennoch ist der Befall durch diese Fliege bei diesem Nest wesentlich geringer als bei der Kolonie der Kryptarum-Erdhummel. Insgesamt ist die Bilanz auch bei diesem Nest sehr erfreulich, > 350 Geschlechtstiere sind hier mit Erfolg hervorgegangen. Dennoch ist die Anzahl an Jungköniginnen, gemessen an der Volkstärke, eher gering. Starke Nester bedeuten bei Hummeln eben nicht unbedingt eine große Anzahl an Jungköniginnen. Da mit zunehmender Arbeiterinnenzahl auch die Konkurrenz zwischen Königin und Arbeiterinnen zunimmt, werden bei starken Nestern die Königinnen nicht selten früher "entmachtet" als bei eher kleineren Nestern, wobei letztere anteilmäßig dann sogar mehr Jungköniginnen heranziehen können als starke Völker."

Bilder dazu im Tagebuch 2011 (externer Link, nicht mehr verfügbar) (www.insektenstaaten.de)

Vg,
Michel

Hummeln fliegen auf Bienenbeuten Dennis 19.07.2011 21:20

Hallo,

heute konnte ich wieder etwas für mich ungewöhnliches beobachten:
Eine Erdhummel (ob es eine von "meinen" war, weiß ich natürlich nicht) versuchte ständig, in meine beiden Bienenbeuten zu gelangen (mal ging sie durchs Flugloch des einen Volks, dann probierte es sie beim anderen Volk daneben). Die Dame kam entsprechend schnell auch wieder rausgewatschelt, scheinbar mögen die Bienen keinen Besuch von der Verwandtschaft. ;)

Fiel mir schon ein paar Mal auf, dass speziell Erdhummeln durchs Flugloch in die Bienenbeute wollten bzw. einfach nur interessiert davor herumflogen, aber nachdem sie 1x vertrieben wurden, es auch schnell wieder dreingaben.
Allerdings war es bei dieser Erdhummel anders: Sie versuchte es ständig und interessanterweise trug sie auch ein Pollenhöschen.

Ich frage mich: Was will die Hummel in der Bienenbeute? Riecht der Honig von den Bienen so lecker, dass sie es nicht sein lassen kann und versucht, zu räubern?
Der Gedanke einer räubernden Hummel in einem Bienenstock lässt mich schmunzeln - und würde ein Bienenvolk das dulden, wäre das wohl kein Ruhmesblatt für es. ;)

Viele Grüße,
danke für eure Erleuchtungen,
Dennis

Hummeln fliegen auf Bienenbeuten Angelika L. 21.07.2011 14:47

Das beobachte ich auch jedes Jahr. Manchmal schaffen sie es auch, auf die Waben zu kommen.
Einige Male sind sind sie mir bei der Wabendurchsicht aufgefallen. Einmal habe ich erlebt, dass eine Jungkönigin der Erdhummeln regelrecht mit in der Beute wohnte, so ca. zwei Wochen lang, aber das war eine Ausnahme. Eine bei der Honigernte "räubernde Hummel" brachte auch mich letzte Woche zum lachen. Beim Entnehmen der Waben flog sie immer wieder auf und auf die nächste Wabe, bis ich sie alle entnommen hatte. Sie mußte auch den Tag vorher im Honigraum gewesen sein, denn ich benutze Bienenfluchten. Die Bienen waren morgens heraus, aber die Hummel natürlich nicht, sie konnte ja nicht dadurch. fg Angelika

Hummeln fliegen auf Bienenbeuten Dennis 23.07.2011 20:10

Hallo Angelika,

danke für die Antwort, dann scheint das ja ein normales Hummelverhalten zu sein. Hätte ich nicht gedacht, dass eine Hummel sich überhaupt in die Nähe einer mit 10000en Bienen besetzten Beute traut. Allerdings würde bei mir eine Jungkönigin am Flugloch scheitern, da würde sie nicht durchpassen - viel zu dicker Hintern. ;)

Viele Grüße
Dennis

Trennung nach Kopulation Christian 21.07.2011 12:59

Hi,
hab ein Paar Steinhummeln gefunden, bei der Kopulation. Beide sind durchnässt, scheinbar über 24 h zusammen und der Drohn ist tot. Hab gehört, die Trennung muss von beiden aktiv durchgeführt werden.
Kann sich die Queen selber lösen?
Muss oder kann ich da überhaupt helfen?

Durch die Sonne die herauskommt ist die Jungkönigin bei Kräften, ihm hilft es nichts mehr.

Christian

Bild Christian 21.07.2011 16:07

Ich lade mal ein Bild hoch
[img:http://www.pictureupload.de/originals/59610/210711160325_sonstige_kopu1.jpg]

Allerdings ist die Königin nebst Drohn weg. Die Nahrungsaufnahme haben beide verweigert (deshalb ein Löwenzahn). Also hab ich sie nicht sooo sicher aufbewahrt, dass auch noch die Königin verhungert wäre. Nun sind sie sich selbst überlassen. Gefunden hab ich beide auf dem Radweg, da wären sie garantiert überfahren worden.

Christian