Beiträge aus 2011

Jungkönigin Pitt 19.06.2011 15:13

Hallo,
ich stelle seit kurzer Zeit fest, daß bei meien beiden Hummelvölkern (Stein/Erdhummel) auch erheblich größere (ca.15-18mm) Hummel erstmals ausfliegen als bisher. Kann es sich jetzt schon um Jungköniginnen handeln? Oder gibt es eine andere Erklärung?

Mit bombastischem Gruß
Pitt

Jungkönigin Helena 19.06.2011 17:30

Drohnen?
Oder auch einfach nur grosse Arbeiterinnen? Erdhummelköniginnen werden doch fast 2 cm gross oder grösser...

Jungkönigin Pitt 28.06.2011 14:59
Drohnen?
Oder auch einfach nur grosse Arbeiterinnen? Erdhummelköniginnen werden doch fast 2 cm gross oder grösser...

Hi Helena,
war ne Zeitlang weg, habe aber heute eine seltsames Spektakel bei den Steinhummeln gesehen (übrigens waren die ausfliegenden Hummeln, die ich am 16.6. schon sehr groß).
Also, ich kam an den Kasten und sah vor der klappe eine etwa 22-25 mm große Steinhummel sitzen, die einen kränklichen Eindruck machte. Ich holte meine Fotoappart, als ich zurück am Kasten war, waren dort zwei weitere Steinhummeln in der gleichen Größe. Jede versuchte die Andere von der Plattform vor der Klappe zu stoßen, durch "beißen" und drängeln. Das ging etwa 2-3 Minuten so, bis eine Sieger war, und in das Nest durch die Klappe zurückkrabbelte. Eine blieb auf der Plattform liegen,völlig "erschöpft" ,die andere krabbelte auf dem Boden vor dem Kasten herum und blieb dann auch irgendwann dort liegen.
Was war das für eine Aktion ?

Gruß
Pitt

Jungkönigin Helena 28.06.2011 18:14
Hi Helena,
war ne Zeitlang weg, habe aber heute eine seltsames Spektakel bei den Steinhummeln gesehen (übrigens waren die ausfliegenden Hummeln, die ich am 16.6. schon sehr groß).
Also, ich kam an den Kasten und sah vor der klappe eine etwa 22-25 mm große Steinhummel sitzen, die einen kränklichen Eindruck machte. Ich holte meine Fotoappart, als ich zurück am Kasten war, waren dort zwei weitere Steinhummeln in der gleichen Größe. Jede versuchte die Andere von der Plattform vor der Klappe zu stoßen, durch "beißen" und drängeln. Das ging etwa 2-3 Minuten so, bis eine Sieger war, und in das Nest durch die Klappe zurückkrabbelte. Eine blieb auf der Plattform liegen,völlig "erschöpft" ,die andere krabbelte auf dem Boden vor dem Kasten herum und blieb dann auch irgendwann dort liegen.
Was war das für eine Aktion ?

Wie kommst Du darauf, dass die Hummeln kränklich waren, woraus schliesst Du das?
Ich bin ja auch nicht Expertin, aber ich sah nur, dass manchmal Drohnen herauskommen (das erste Mal) und dann rumsitzen, so als wollten sie einfach mal nur sagen "ahhh, endlich mal draussen..." und sich wie ausruhten an der frischen Luft bzw. im hellen Licht...
Sind die grossen Brummer bei Dir denn irgendwann mal abgeflogen oder sind sie alle tot zu Boden gefallen?
Ansonsten weiss ich leider auch nicht. Kannst Du mal Fotos zeigen?

Jungkönigin Pitt 28.06.2011 18:33
Hi Helena,
war ne Zeitlang weg, habe aber heute eine seltsames Spektakel bei den Steinhummeln gesehen (übrigens waren die ausfliegenden Hummeln, die ich am 16.6. schon sehr groß).
Also, ich kam an den Kasten und sah vor der klappe eine etwa 22-25 mm große Steinhummel sitzen, die einen kränklichen Eindruck machte. Ich holte meine Fotoappart, als ich zurück am Kasten war, waren dort zwei weitere Steinhummeln in der gleichen Größe. Jede versuchte die Andere von der Plattform vor der Klappe zu stoßen, durch "beißen" und drängeln. Das ging etwa 2-3 Minuten so, bis eine Sieger war, und in das Nest durch die Klappe zurückkrabbelte. Eine blieb auf der Plattform liegen,völlig "erschöpft" ,die andere krabbelte auf dem Boden vor dem Kasten herum und blieb dann auch irgendwann dort liegen.
Was war das für eine Aktion ?


Wie kommst Du darauf, dass die Hummeln kränklich waren, woraus schliesst Du das?
Ich bin ja auch nicht Expertin, aber ich sah nur, dass manchmal Drohnen herauskommen (das erste Mal) und dann rumsitzen, so als wollten sie einfach mal nur sagen "ahhh, endlich mal draussen..." und sich wie ausruhten an der frischen Luft bzw. im hellen Licht...
Sind die grossen Brummer bei Dir denn irgendwann mal abgeflogen oder sind sie alle tot zu Boden gefallen?
Ansonsten weiss ich leider auch nicht. Kannst Du mal Fotos zeigen?

Ja, ich habe Fotos gemacht. Wie kann ich die denn ins Forum hochladen?

Jungkönigin Helena 28.06.2011 21:24

Ich lade meine Bilder immer zuerst bei http://www.pic-upload.de (externer Link, nicht mehr verfügbar) hoch (vernünftige Grösse wählen) und dann nimmst Du den untersten Link («Direktlink für Originalgröße»). Den kopierst Du hier rein und fügst vorne [ img: und hinten nur noch eine eckige Schlussklammer ] an (natürlich ohne Wortabstand zur Klammer) – siehe auch jeweils roter Infokasten über dem Beitragsfeld. Danach zuerst Vorschau benützen zur Kontrolle.

Jungkönigin pitt 29.06.2011 13:58

Hi Helena,
vielen Dank für die Info. Wie ich zu der Annahme kam, die Hummel sei kränklich: einfach vom Gefühl her, sie lag da und sah einfach schwach aus.
Hier nun die Bilder dieses für mich seltsamen Verhaltens der 3 Steinhummeln.

[img:http://www8.pic-upload.de/29.06.11/14cvtivym5o2.jpg]

so fand ich die "kränkliche" Hummel (die Plattform ist 40 mm breit, demnach ist die Hummel etwa 24 mm groß).

[img:http://www8.pic-upload.de/29.06.11/r8skkzgdb7pq.jpg]

Anfang der Drängelei

[img:http://www8.pic-upload.de/29.06.11/e4x1yhomyg2.jpg]

Die Hummeln drängeln und "beißen" und versuchen sich gegenseitig von der Plattform zu stoßen.
Am Ende ist eine Hummel wieder im Kasten verschwunden. Eine lag noch eine ganze Zeit auf der Plattform,
die dritte krabbelte mühsam unten vor dem Kasten herum und war dann auch irgenwann verschwunden.

Was hat das zu bedeuten? Sind das besondere Hummeln? Bin etwas ratlos, da ich über so ein Verhalten noch nichts
gelesen habe.

Gruß
Pitt

Jungkönigin Helena 29.06.2011 14:55

Danke für die guten Bilder.
Auffällig finde ich die unterschiedliche Färbung der "kränklichen" Hummeln, so blass. Die eine Hummel, welche die andere bedrängt, hat ja ein Steinhummel-typisch oranges Hinterende.

Ich weiss da keinen Rat, vielleicht die Vollprofis hier?
Immerhin wurden sie ja alle sehr gross.

Felsenkuckuckshummeln sind das IMHO nicht, oder?

Jungkönigin (Nachtrag) Helena 29.06.2011 15:02

Moment mal: Hummeln sind beim Schlüpfen ja noch ganz bleich und erhalten ihre endgültige Färbung innert weniger Tage. Könnten diese Hummeln das Nest vorzeitig verlassen haben, noch bevor sie ganz ausgefärbt waren? Veileicht, weil zuviel Gedränge im Nest war, zuwenig Nahrung oder zuviel Wärme?
Hast Du schon mal eine Nestkontrolle durchgeführt?

Jungkönigin (Nachtrag) pitt 29.06.2011 19:14

Bezüglich der unterschiedlichen Färbung habe ich auch schon daran gedacht, dass sie noch nicht ausgefäbt waren. Den Grund, warum sie dann raus sind und dann noch von einer "fertig gefärbten"
verjagt wurden, kann ich mir aber auch nicht erklären.
Eine Nestkontrolle habe ich noch nicht durchgeführt. Das ist mein "erstes Hummelvolk", habe sonst null Erfahrung mit Hummeln und traue mich deshalb auch nicht. Zumal, wenn ich im Forum so einige Berichte vom vorsichtigen Öffnen mit Nagelschere etc. gelesen habe. Da alles am Kasten so ziemlich sicher gegen Wachsmotten geschützt ist, weis ich auch nicht was ich dann noch so kontollieren soll.
Mal sehen, vielleicht hat ja einer der Profis wenn er das Thema liest, einen Tip für dieses ungewöhnliche Verhalten der Hummeln.
Auf jedenfall erstmal danke für die Antworten.
Gruß
Pitt

Jungkönigin Christian 29.06.2011 18:50

Hi Pitt,
im letzten Jahr hatte ich innerhalb vom Steinhummelnest vier tote Jungköniginnen gefunden und Drohnen. Da waren allerdings auch Wespen drin.
Dennoch hat hier im Forum gemeint, das wäre normal, Wespenstiche könnten nicht der Grund sein.
Desgleichen hab ich vor Jahren an einem Ort drei-vier tote Jungköniginnen gefunden. Ebenfalls Steinhummeln.

Kann also offensichtlich bei dieser Art passieren. Hast Du die Königinnen zurück ins Nest?

Christian

Jungkönigin pitt 29.06.2011 19:21

Hi Christian,
Nein, die eine ist ja sofort nach dem "Kampf" und dem Sieg wieder zurück ins Nest. Die auf der Plattform verbliebene wollte sich kaum bewegen lassen und die vor dem Kasten gekrabbelt ist, hat sich dann verkrochen und ward nicht mehr gesehen.
Wahrscheinlich kann es tatsächlich bei Steinhummeln so passieren und ist eben so.
Gruß
Pitt

Jungkönigin Michel 29.06.2011 20:19

Naja, klingt eher eigenartig und nicht normal. Das Jungköniginnen aus dem eigenen Nest vertrieben werden, habe ich noch nie erlebt und sollte bei gesunden Nestern nicht vorkommen, zumal die Tiere ja noch nichtmal ausgefärbt sind...

Könnte es nicht sein, dass die noch sehr jungen Königinnen auf das Flugbrett gekrabbelt sind (was ja immer mal vorkommt, ohne das sie abfliegen) und danach mit der Klappe nicht zurecht kamen? Die Tiere sind ja in dem Zustand noch etwas unbeholfen. Wenn die nicht mehr ins Nest finden und kein Futter bekommen, werden sie irgendwann klamm.

Vertreiben eigener Königinnen würde ich im Normalfall ausschließen. Das könnte aber passieren, wenn die Tiere zu lange dem Nest fernbleiben und dadurch ihren Nestduft verlieren, wodurch sie dann als nestfremd erkannt und angegriffen werden. Das würde aber wieder für obiges sprechen, nämlich das die Königinnen nicht mehr die Weg ins Nest gefunden haben...

Vg,
Michel

Jungkönigin pitt 29.06.2011 20:56

Also, in diesem Fall war es tatsächlich so, das die eine, voll ausgefärbte "Jungkönigin" (es ist doch eine oder?) die beiden anderen regelrecht versucht hat von der Plattform zu drängen. Meiner Beobachtung nach ist es bei der einen auch gelungen, denn die hat sie noch bis unter die Plattform verfolgt, solange bis sie endlich runtergefallen und weggekrabbelt ist. Um die andere, die auf der Plattform lag, hat sie sich nicht mehr gekümmert und ist ins Nest zurückgekehrt. Ein Versuch, durch die Klappe ins Nest zurückzukehren, habe ich bei den beiden anderen nicht beobachten können.
Eine ziemlich seltsame Geschichte.

Gruß
Pitt

Nestkontrolle - Was sehe ich hier alles im Nest? Dennis 20.06.2011 22:28

Hallo liebe Hummelfreunde,

heute habe ich eine Nestkontrolle bei meinem inzwischen 80 Tage alten Nest der Dunklen Erdhummel durchgeführt, habe das Nest soweit eröffnet wie ich konnte und auch endlich ein brauchbares Foto zustande bekommen.

Könnt ihr mir helfen, bei dem, was ich sehe bzw. bei dem, was ich hineininterpretiere?

[img:http://www.bildercache.de/minibild/20110620-221410-202.jpg]
🖼 Bild nicht mehr verfügbar (ehemals: „Größere Bildversion“)

Links im Bild: Die hellen Tönnchen, in denen ab und zu auch etwas Weißes herausblitzt: Hier tippe ich auf neue Brut (Bruttönnchen), das Weiße sind die neuen Larven.
Oben im Bild: Zwei dunklere, oben offene Tönnchen: Honigtönnchen?
Rechts im Bild: Dunklere Tönnchen, oben offen mit gelbem Inhalt: Eingelagerter Pollen?
Unten rechts im Bild: Dunklere, große Tönnchen mit dunklem Inhalt, speziell bei dem einen mit großer Öffnung gut zu sehen: Handelt es sich hierbei auch um Pollen (dunkelfarbigen Pollen), hier bin ich mir nicht so sicher.

Was könnt ihr sonst noch im Nest an Strukturen bestimmen, die ich hier nicht genannt habe?

Alles in allem möchte ich in meinem jugendlichen Leichtsinn behaupten, dass das Nest sich gut entwickelt hat, Probleme konnte ich keine erkennen. Könnt ihr diese Aussage unterstützen?

Viele Grüße,
Dennis

Nestkontrolle - Was sehe ich hier alles im Nest? Michel 20.06.2011 22:52

Wenn du erlaubst, lade ich mir das Foto mal runter und markiere dir paar interessante Stellen. Würde es dann hier wieder hochladen.

Viele Grüße
Michel

Nestkontrolle - Was sehe ich hier alles im Nest? Dennis 20.06.2011 23:09
Wenn du erlaubst, lade ich mir das Foto mal runter und markiere dir paar interessante Stellen. Würde es dann hier wieder hochladen.

Viele Grüße
Michel

Hallo Michel,

ich würde mich sehr freuen, bin schon gespannt, natürlich darfst du das Foto mit Annotationen versehen. :)

Danke schön und
viele Grüße
Dennis

Nestkontrolle - Was sehe ich hier alles im Nest? Michel 20.06.2011 23:09

Habs dir per Mail geschickt...

Vg,
Michel

Nestkontrolle - Was sehe ich hier alles im Nest? Helena 21.06.2011 06:44

Kannst Du es auch hier noch hochladen, würde auch gern was lernen :-o

Nestkontrolle - Was sehe ich hier alles im Nest? Michel 21.06.2011 17:19

Hier das Foto von Dennis:

[img:http://www.insektenstaaten.de/name/Admin/img/img4201.jpg]

Zu den Larven in der Mitte lässt sich noch nicht viel sagen, also was daraus mal wird...

Vg,
Michel

Hummeln zählen - Nestgröße bestimmen Dennis 27.06.2011 22:11

Hallo,

heute habe ich mich mal eine halbe Stunde vor die Kästen gesetzt und die ein- und ausfliegenden Hummeln gezählt - beide sind mit B. terrestris besiedelt.

Bei dem Nistkasten, von welchem dieses Foto stammt, kam ich in 30 min auf 79 ein- und 61 ausfliegende Hummeln. Das Nest ist inzwischen 87 Tage alt.
Irgendwo las ich mal die Faustformel "Ein- oder ausfliegende Hummeln * 4" ist die ungefähre Neststärke, sprich ich käme auf was zwischen 244 und 316 Hummeln Gesamtstärke, grob also wohl 300 Tiere.

Mein anderes Nest - eine Woche jünger, um genauzu sein 79 Tage alt - kann da nicht ganz mithalten, 57 ein- und 43 ausfliegende Tiere, also was zwischen 172 und 228 Tieren, grob also 200.

Ach so, zum "Messumfeld":
Ca. 17:30 Uhr, trocken, warm, ca. 25 Grad, wenig Wind.

Analyse meinerseits:
Beides große Nester, wenn auch die im v.Hagen angegebene Zahl von 500-600 Individuen damit nicht erreicht wird, ich vermute auch beide Nester nahe dem Höhepunkt, sehe aber immer noch immer mal wieder, dass sich Arbeiterinnen einfliegen, allgemein herrscht reger Flugverkehr, was man ja an den obigen Zahlen ablesen kann.
Vermute auch mal, dass in meiner Region die Völker nicht so groß werden aufgrund des im Schnitt 3-4 Wochen späteren "Starts der Saison" im Vergleich zu vielen anderen Regionen Deutschlands.

Ist meine Anfängeranalyse richtig?

Viele Grüße
Dennis

Hummeln zählen - Nestgröße bestimmen Michel 28.06.2011 20:52

Hallo Dennis,

300 Tiere, das ist aus meiner Sicht schon ein starkes Volk! Die Angaben von 500-600 Tieren von E. v. Hagen finde ich auch ziemlich hoch, kenne aus meiner Region hier kein Nest, was da bisher rangekommen ist. Hier im Erzgebirge liegt die Volkstärke bei großen Nestern der Terrestris so um 200-250, mehr wird an sich kaum erreicht. Dennoch werden im Vergleich mit Nestern in anderen Regionen Deutschlands, die mehr Arbeiterinnen beherbergen, hier wohl garnicht so viel weniger Geschlechtstiere herangezogen als dort.

Vg,
Michel

Hummeln zählen - Nestgröße bestimmen Bago 28.06.2011 21:11

Hallo,
hier beginnt der Frühling eher, die Nester werden meist größer, ziehen aber nicht mehr Jungköniginnen auf, wie in den kälteren Regionen, wenn man es vergleicht. Man braucht dann schon eine ziemlich legebereite Königin um große Nester mit vielen Jungköniginnen zu erhalten. Übrigens habe ich erfahren, dass Erdhummelnester der terrestris bei einer Volksstärke von 600 Tieren 500 Jungköniginnen produzieren können, falls die Königinnen optimal begattet worden sind. Meinte zumindest ein Hummelexperte (...). Meine Erdhummelvölker sind in diesem Jahr jeweils 300 Tiere, 250 und etwa 200 stark gewesen. Mein größstes Volk war im letzten Jahr mit 450 Tieren. Größer wurde in 5 Jahren kein Nest.

Gruß Bago

Hummeln zählen - Nestgröße bestimmen Dennis 29.06.2011 20:55

Hallo Michel, hallo Bago,

mit eurer Antwort bestätigt ihr meine Vermutung, dass ein späterer Saisonstart auch zu kleineren Nestern führt, was ja auch nicht verwunderlich ist.
Und die genaue Anzahl weiß ich ja eh nicht, habe nur die gefundene Faustformel benutzt, aber da kein Aufschrei erfolgte, scheint sie ja halbwegs passend zu sein.

Ob die Volksstärkenzahlen im v.Hagen wohl generell etwas zu hoch angesetzt sind?

Das mit den aufgezogenen Geschlechtstieren, da kann ich natürlich noch nichts dazu sagen, die Königinnen zu zählen, dürfte auch etwas schwerer sein, da die ja nicht so oft ausfliegen. Evtl. dann im Herbst, wenn das Nest verlassen ist, die Kokons zählen, sofern das halbwegs leicht geht.

Viele Grüße
Dennis

Hummeln zählen - Nestgröße bestimmen Michel 29.06.2011 23:26

Hallo Dennis,

dennoch sind die Nester in den späteren und damit kälteren Gebieten eben nicht unbedingt weniger erfolgreich. Meine Vermutung: Die Königin in sehr starken Nestern ist wesentlich mehr Konkurrenz und Stress ausgesetzt als in kleineren Nestern, weshalb möglicherweise die Lebenserwartung auch geringer ist. Nach einem massiven Höhepunkt mit vielen Jungköniginnen gehts dann meist recht schnell abwärts - nicht selten, weil die Altkönigin ihre Monopolstellung durch eine Masse an Arbeiterinnen verliert. Mittelstarke Nester hier produzieren dagegen manchmal über viele Wochen hinweg Geschlechtstiere, 6-7 Wochen und manchmal länger fliegen Jungköniginnen. Die Altköniginnen werden dabei oft auch sehr alt, wohl weil sie besser gegen die etwas kleinere Anzahl an konkurrierenden Arbeiterinnen vorgehen können. Durch die langgezogene Produktion von wenigeren Geschlechtstieren scheinen nicht selten ähnlich viele Jungköniginnen produziert zu werden wie in den sehr großen Nestern, die eben in kürzerer Zeit die Masse an Geschlechtstieren hervorbringen.

Aber ist nur eine Vermutung basierend auf bisher wenigen Ergebnissen von meinen Völkern hier und anderen Hummelfreunden aus "milderen" Gebieten...

Übrigens: Königinnenkokons kann man im Herbst recht gut auszählen, da sie bei der Erdhummel wesentlich größer sind als die anderen...

Vg,
Michel

Aktuelle Stärke Christian 29.06.2011 12:04

Wie geschrieben hatte mein Volk der Dunklen Erdhummel im letzten Jahr über 1000 leere Zellen, dazu noch einige geschlossene. Soviele Tiere sind natürlich nie im Nest, weil viele Arbeiterinnen das Ende des Volkes nicht erleben. Die Zahl der Königinnenkokons lag auch im üblichen Bereich.

Hab diese Tage ein Erdhummelnest bei einem Freund gesehen und ihn beraten (der wurde gestochen). Da war ständig Betrieb, ohne Pause Ein und Ausflug. Diesem Volk würde ich auch ne Stärke von 500 Tieren zusprechen.

Möcht nur mal nachfragen: Ihr schreibt auch von nem aktuellen Besatz und nicht von allen Individuen, oder?

Gruß
Christian

Aktuelle Stärke Dennis 29.06.2011 21:09
Möcht nur mal nachfragen: Ihr schreibt auch von nem aktuellen Besatz und nicht von allen Individuen, oder?

Hallo Christian,

ja, wir reden hier vom aktuellen Besatz, also der Anzahl an Hummeln, die zum aktuellen Beobachtungszeitpunkt im Nest verweilt.

Die Individuenanzahl über die ganze Lebensdauer des Nests wird natürlich entsprechend größer sein, da ja die Arbeiterinnen im Alter von 4-5 Wochen sterben, aber so ein Hummelnest durchaus 4-6 Monate überlebt und auch Arbeiterinnen ersetzt werden.
Wobei mir 1000 Zellen (= Individuen) über die gesamte Nestdauer doch etwas viel vorkommt, oder verschätze ich mich da?

Viele Grüße
Dennis

Aktuelle Stärke Christian 30.06.2011 08:55

Jetzt hab ich mal meine Aufzeichnungen 2010 herausgeholt.
Offene Zellen Arbeiterinnen/Drohnen: 847 + Königinnen 328 = 1175
Geschlossene Zellen: Arbeiterinnen/Drohnen 75 + Königinnen 74 = 149

ja ist super viel, besonders für dieses Jahr 2010. Im Vorjahr waren es wesentlich weniger Individuen.

Christian

Aktuelle Stärke Johann Neumayer 30.06.2011 18:07

Ich finde, das sind eigentlich sehr wertvolle Daten, die ihr da habt. Und ich finde es fast schade, dass man die Ergebnisse der vielen Hummelhalter nicht zusammenträgt und gemeinsam auswertet.
Immerhin könnt ihr sagen,
- wie viele Königinnen erfolgreich ein Nest gründen,
- in welcher Nestphase wie viele Verluste auftreten,
- wie viele von Schmarotzerhummeln parasitiert werden
- und wie hoch die Reproduktionsrate ist.
Natürlich müsste man getrennt auswerten,
ob das Nest eine Hummelklappe hat,
mit Bt behandelt ist,
ob Kuckuckshummeln entfernt wurden
und ob gefüttert wurde.
Aber trotzdem sind die Daten echt zu wertvoll, als dass sie in privaten Archiven vergammeln.

Das wäre natürlich einige Arbeit und man müsste auch sicher stellen, dass jede/r Herr bzw. Frau seiner/ihrer Daten ist und nicht jemand was publiziert, das gar nicht von ihm stammt.
Aber eine gemeinsam zugängliche Datenbank der Hummelerfolgsraten erschiene mir sehr interessant. Daraus könnte man echt was lernen.
Und über Reproduktionsraten sozialer Bienen unter freilandbedingungen gibt es kaum wissenschaftliche Studien, weil keine Uni Langzeitstudien mit hohem beobachtungsaufwand finanziert....
Es wär interessant, wenn die ambitionierten Hummelhalterinnen sich einmal treffen und austauschen würden und ein Beobachtungsprogramm ausarbeiten würden...
Ein erster svhjritt wäre, die alten nester nicht zu kompostieren und aufzuheben. Da kann man doch nmoch einiges herausholen...
Das mal nur so ins Blaue gesagt.

LG Johann Neumayer

Jetzt hab ich mal meine Aufzeichnungen 2010 herausgeholt.
Offene Zellen Arbeiterinnen/Drohnen: 847 + Königinnen 328 = 1175
Geschlossene Zellen: Arbeiterinnen/Drohnen 75 + Königinnen 74 = 149

ja ist super viel, besonders für dieses Jahr 2010. Im Vorjahr waren es wesentlich weniger Individuen.

Christian
Aktuelle Stärke Bago 30.06.2011 19:43
Ich finde, das sind eigentlich sehr wertvolle Daten, die ihr da habt. Und ich finde es fast schade, dass man die Ergebnisse der vielen Hummelhalter nicht zusammenträgt und gemeinsam auswertet.
Immerhin könnt ihr sagen,
- wie viele Königinnen erfolgreich ein Nest gründen,
- in welcher Nestphase wie viele Verluste auftreten,
- wie viele von Schmarotzerhummeln parasitiert werden
- und wie hoch die Reproduktionsrate ist.
Natürlich müsste man getrennt auswerten,
ob das Nest eine Hummelklappe hat,
mit Bt behandelt ist,
ob Kuckuckshummeln entfernt wurden
und ob gefüttert wurde.
Aber trotzdem sind die Daten echt zu wertvoll, als dass sie in privaten Archiven vergammeln.

Das wäre natürlich einige Arbeit und man müsste auch sicher stellen, dass jede/r Herr bzw. Frau seiner/ihrer Daten ist und nicht jemand was publiziert, das gar nicht von ihm stammt.
Aber eine gemeinsam zugängliche Datenbank der Hummelerfolgsraten erschiene mir sehr interessant. Daraus könnte man echt was lernen.
Und über Reproduktionsraten sozialer Bienen unter freilandbedingungen gibt es kaum wissenschaftliche Studien, weil keine Uni Langzeitstudien mit hohem beobachtungsaufwand finanziert....
Es wär interessant, wenn die ambitionierten Hummelhalterinnen sich einmal treffen und austauschen würden und ein Beobachtungsprogramm ausarbeiten würden...
Ein erster svhjritt wäre, die alten nester nicht zu kompostieren und aufzuheben. Da kann man doch nmoch einiges herausholen...
Das mal nur so ins Blaue gesagt.

LG Johann Neumayer

Jetzt hab ich mal meine Aufzeichnungen 2010 herausgeholt.
Offene Zellen Arbeiterinnen/Drohnen: 847 + Königinnen 328 = 1175
Geschlossene Zellen: Arbeiterinnen/Drohnen 75 + Königinnen 74 = 149

ja ist super viel, besonders für dieses Jahr 2010. Im Vorjahr waren es wesentlich weniger Individuen.

Christian

Hallo Johann,
nebenbei könnte man auch noch die Region miteinbeziehen, wie früh die Nestgründung stattfindet und ob es jedes Jahr evtl. eher geschieht.

Ich vergleiche mal die Jahre 2010 und 2011 (Region: Dortmund/NRW):

-)2010:
-14 Ansiedlungen; 10 gescheitert (5 Stein-, 2 Garten-, 2 Wiesen-, 1 Erdhummel)
-nur 2 Nester waren erfolgreich (Baum- und Erdhummel-1)
-bei der Ackerhummel ständiges absterben der Brut
-bei Erdhummel-2 Kuckuckshummelbefall (vestalis); jedoch nur Drohnenbrut

-)2011:
-17 Ansiedlungen; 15 erfolgreich; 2 Ausfälle: Erd- und Gartenhummel; beider über 14 Tage nach der Nestgründung
--> 5 Stein-, 3 Erd-, 3 Wiesen-, 3 Baum-, 1 Ackerhummel(n)
-nur noch 3 Stein- und 1 Ackerhummel sind noch ohne Jungköniginnen
-am 26.6. war der erste Ackerhummedrohn abgeflogen
-erste Jungkönigin eines wilden Ackerhummelvolkes am Lavendel

Man müsste nun die Daten nur noch irgendwie zusammentragen.;) Vielleicht könnte man auch die Ausfälle in Diagrammen darstellen oder ä. Daten.

Gruß Bago

Aktuelle Stärke Martin 30.06.2011 20:14

Interessante Idee. Da müsste dann am besten ein und dieselbe Person alle Nester nach Ablauf der Saison sichten und zählen. So hat man zumindest diese Daten aus einer Hand, was das ganze etwas glaubwürdiger machen würde. Ansonsten müsste man schon mit sehr viel Vertrauen arbeiten. ;-)

Kann man denn so ein Nest einfach aufheben?
Wie muss man das lagern oder sollte es gar irgendwie behandelt werden?

Hummelnest konservieren Dennis 30.06.2011 21:45
Kann man denn so ein Nest einfach aufheben?
Wie muss man das lagern oder sollte es gar irgendwie behandelt werden?

Hallo Martin,

diese Frage hatte ich mir auch schon gestellt, und hier auch eine Antwort gefunden:
http://www.bombus.de/hummelforum/HummelForumMessage.aspx?MessageID=5858
Trocknen und mit Haarspray einsprühen, lautete hier die Antwort einer Benutzerin.

Da der Betrag aber schon alt ist:
Hat das einer von euch mal so ausprobiert? Oder eine andere (ebenfalls gute) Idee zur Haltbarmachung eines Hummelnests?
Denn auch ich würde gerne eines zu Anschauungszwecken aufheben.

Viele Grüße,
Dennis

Hummelnest konservieren und 1. Schritt Christian 01.07.2011 09:06

Hi,
die Nester sind am Ende im unterschiedlichen Zustand.

Vor Jahren hab ich mal ein Ackerhummelnest aufbewahrt, das oberirdisch angelegt wurde. Das war einfach top, sauber und trocken. Bei der Erdhummeln sind 2/3 bereits verschimmelt, die Steinhummel vom letzten Jahr ist nachräglich verschimmelt.
Der Supergau sind die von der Waldkuckuckshummel parasitierten Nester der Wiesenhummel. Davon hab ich heuer zwei (eins ist leider bereits entsorgt): durchgekaut und klebrig.

Aber lasst uns doch eines machen: erstmal die Nester aufheben.
Austausch wie das am besten geht.

Im Herbst wissen wir dann was wir an Material und Daten haben. Dann kommen uns bestimmt Inspirationen, oder besser gesagt noch gute Fragen. Dann wissen wir auch wie wir auswerten.
Und wies in der Wissenschaft so ist, dann kommen bestimmt neue interessante Fragen.

Gefällt mir, bin gespannt!

Christian

Aktuelle Stärke Dennis 30.06.2011 22:04

Hallo Johann,

die Idee klingt interessant.
Große Datenmengen zu Hummeln scheinen sich in der Wissenschaft ja noch nicht angesammelt zu haben (im Vgl. z.B. zu Honigbienen), selbst im aktuellen Buch von Goulson weißt dieser auf viele noch zu erforschende Bereiche hin, und das, obwohl dieser schon eine Menge Material zusammengetragen hat.

Wichtig für eine Datenerfassung wäre ein standardisierter Fragebogen, so dass jeder die gleichen Fragen zu seinen Nestern beantwortet (wie z.B. die von dir genannten Aufzählungen bzgl. Hummelklappe, BT-Einsatz, etc.). Nur so würde eine anschließende (statistische) Auswertung Sinn machen.

Apropos: Bist du zufällig dieser Herr (externer Link, nicht mehr verfügbar)? (Hab einfach mal deinen Forennamen ins Internet eingegeben) -> Falls ja, so bin ich doch etwas überrascht (aber angenehm), hier einen Hummelforscher im Forum der Hummelfreunde zu finden. :)

Ich jedenfalls würde mich an einer Auswertung im Rahmen meiner Möglichkeiten und meiner 2 Hummelnester beteiligen.

Viele Grüße
Dennis

Aktuelle Stärke Johann Neumayer 06.07.2011 12:06

ja der bin ich...

mfG JN

Hallo Johann,

die Idee klingt interessant.
Große Datenmengen zu Hummeln scheinen sich in der Wissenschaft ja noch nicht angesammelt zu haben (im Vgl. z.B. zu Honigbienen), selbst im aktuellen Buch von Goulson weißt dieser auf viele noch zu erforschende Bereiche hin, und das, obwohl dieser schon eine Menge Material zusammengetragen hat.

Wichtig für eine Datenerfassung wäre ein standardisierter Fragebogen, so dass jeder die gleichen Fragen zu seinen Nestern beantwortet (wie z.B. die von dir genannten Aufzählungen bzgl. Hummelklappe, BT-Einsatz, etc.). Nur so würde eine anschließende (statistische) Auswertung Sinn machen.

Apropos: Bist du zufällig dieser Herr (externer Link, nicht mehr verfügbar)? (Hab einfach mal deinen Forennamen ins Internet eingegeben) -> Falls ja, so bin ich doch etwas überrascht (aber angenehm), hier einen Hummelforscher im Forum der Hummelfreunde zu finden. :)

Ich jedenfalls würde mich an einer Auswertung im Rahmen meiner Möglichkeiten und meiner 2 Hummelnester beteiligen.

Viele Grüße
Dennis
Aktuelle Stärke Christian 06.07.2011 14:37

Vor fünf Jahren war ich mit der Familie in Salzburg. Da waren wir in einem Naturkundemuseum. Da kann man den ganzen Tag drin verbringen. Ist das dieses Haus der Natur? Ist Deine Sammlung der Öffentlichkeit zugängig? Dann weiß ich schon was ich mache, wenn ich mal nach Salzburg komme.

Im übrigen hab ich im Studium gelernt, wie man Tiere präpariert. Seitdem (1990) heb ich Hummeln auf. Da ich keine abtöte, sondern nur die Toten die ich finde aufhebe, ist die Sammlung nicht allzu groß. Und nicht allzu schön, weil diese Insekt oft beschädigt sind.

Christian

B. b. ?, kann das sein? juxi 22.06.2011 15:22

Hallo,

heute habe ich wieder eine Hummel gefunden bei der ich mir überhaupt nicht sicher bin ob ich sie richtig nach dem Feldbestimmungsschlüssel bestimmt habe.

Wenn es so wäre, ist es nach der Roten Liste S-H eine 1 Art: Vom Aussterben bedroht.

[img:http://666kb.com/i/bukszagkpblmd1pbf.jpg]

[img:http://666kb.com/i/bukt6fk35f2ei4qy3.jpg]

Ich bitte um eure Hilfe,
Horst

B. b. ?, kann das sein? Bago 22.06.2011 20:12
Hallo,

heute habe ich wieder eine Hummel gefunden bei der ich mir überhaupt nicht sicher bin ob ich sie richtig nach dem Feldbestimmungsschlüssel bestimmt habe.

Wenn es so wäre, ist es nach der Roten Liste S-H eine 1 Art: Vom Aussterben bedroht.

[img:http://666kb.com/i/bukszagkpblmd1pbf.jpg]

[img:http://666kb.com/i/bukt6fk35f2ei4qy3.jpg]

Ich bitte um eure Hilfe,
Horst

Hallo,
für mich ist das ein Drohn von Psithyrus barbutellus. Ürbigens würde ich bei der Gefärdung von Kuckuckshummeln mich nicht täuschen lassen, mir ist auch ein barbutellus letztes Jahr untergekommen, hier ist sie auch vom Aussterben bedroht, die Gefährdung passt meiner Meinung nach bei den Kuckuckshummeln nicht wirklich. So soll die Felsenkuckuckshummel hier häufig sein, kein einziges Exemplar bisher...

Gruß Bago

B. b. ?, kann das sein? juxi 22.06.2011 22:03

Hallo Bago,

herzlichen Dank für deine Bestätigung. Bloß als Drohn habe ich die Hummel nicht erkannt. Die einzelnen Tergite sin für einen ungeübten nur sehr schwer zu trennen bzw. zu erkennen.

Magst du hier noch einen Blick raufwerfen.
http://insektenfotos.de/forum/thread.php?threadid=21505&hilight=barbutellus (externer Link, nicht mehr verfügbar)

Ich habe noch einige Bilder. die stelle ich morgen mal vor.

Viele Grüße,
Horst

Hallo,
für mich ist das ein Drohn von Psithyrus barbutellus. Ürbigens würde ich bei der Gefärdung von Kuckuckshummeln mich nicht täuschen lassen, mir ist auch ein barbutellus letztes Jahr untergekommen, hier ist sie auch vom Aussterben bedroht, die Gefährdung passt meiner Meinung nach bei den Kuckuckshummeln nicht wirklich. So soll die Felsenkuckuckshummel hier häufig sein, kein einziges Exemplar bisher...

Gruß Bago
Verirrte Stockhummeln Dennis 22.06.2011 17:56

Hallo,

fast jedes Mal, wenn ich eine Nestkontrolle durchgeführt hatte, ist mir aufgefallen, dass danach 1-2 (manchmal auch 3) Hummeln in der Nähe des Kastens umherfliegen, ihn intensiv absuchen, aber offensichtlich den Eingang nicht finden.

Ich interpretiere dies so, dass es sich hierbei um noch nicht eingeflogene Stockhummeln handelt, die bei der Kontrolle aus dem Kasten geflogen sind und jetzt nicht mehr zurückfinden. Sie scheinen noch ungefähr zu wissen: "Da ist mein Nest", aber den Eingang finden sie nicht.

Wenn ich diese Hummeln dann fange und an den Eingang setze und die Mottenklappe öffne, so krabbeln sie hinein, einmal reichte es sogar, die Hummel nur aufs Anflugbrett zu setzen, die Klappe schaffte sie selbst.

Handelt es sich dabei überhaupt um nicht eingeflogene Stockhummeln oder sind das durchaus Hummeln, die den Weg schon kennen, allerdings kurz nach der Kontrolle noch zu aufgeregt sind?

Einmal hatte ich auch den Fall, dass 2 Tage lang eine solche Hummel immer mal wieder um den Kasten flog und gezielt auch immer mich anflog - ich vermute, sie hatte mich von der Kontrolle noch gespeichert - auch diese ließ sich wieder dem Kasten zusetzen (auf Anflugbrett gesetzt und Klappe auf).

Wenn es mal mehr Hummeln im Nest sind, helfen dann ggf. eingeflogene (zurückkehrend) Hummeln ihren nicht eingeflogenen Schwestern? Am Geruch müssten sie sich ja erkennen bzw. müsste sich so eine verzweifelt den Eingang suchende Stockhummel doch an eine ihre Schwestern "hängen" können und mit ihr gemeinsam durch den Eingang schreiten.

Ist es also überhaupt nötig, den (vermeintlich) verzweifelt suchenden Hummeln eine Hilfestellung beim Eingangfinden anzubieten?

Viele Grüße
Dennis

Verirrte Stockhummeln Helena 23.06.2011 12:06

Denke schon, das sind aufgeschreckte Stockhummeln, die den Weg zurück nicht kennen.

Hummeln sind aber Einzelkämpferinnen, wie ich festgestellt habe. Jede schaut nur für sich. Hilfestellungen an der Klappe habe ich noch nie gesehen, im Gegenteil, jede will unbedingt zuerst rein.

Nichthilfsbereite Hummelschwestern Dennis 24.06.2011 21:21

Hallo Helena,

Hummeln sind aber Einzelkämpferinnen, wie ich festgestellt habe. Jede schaut nur für sich.
Hilfestellungen an der Klappe habe ich noch nie gesehen, im Gegenteil, jede will unbedingt
zuerst rein.

ja, DAS ist mir auch schon aufgefallen!
Oft sehe ich auch, wie eine Hummel auf der anderen (bereits auf dem Anflugbrettchen sitzenden) landet oder dass eine Hummel der anderen die Klappe vor der Nase zuknallt und die Schwester draußen stehen lässt.

Nett ist das nicht. ;)

Viele Grüße
Dennis