Beiträge aus 2011

Hummelnest in Blumentrog taike umland 18.06.2011 11:20

Auf unserer Terasse stehen zwei relativ kleine dickwandige Blumentröge, die mit Dachwurz bepflanzt sind. In beiden befindet sich je ein Hummelnest. Die relativ kleinen Hummeln tragen Blattausschnitte, die zum Teil größer sind als sie selbst in mehrere Einfluglöcher. Welche Hummelart könnte es sein und wozu benutzen sie die Blätter?

Hummelnest in Blumentrog Helena 18.06.2011 11:37

Das sind keine Hummeln, sondern wohl eine andere, solitär lebende Wildbienenart, die mit dem Material die Brutröhren auskleidet.
Infos zu Wildbienen gibts dazu hier (externer Link, nicht mehr verfügbar)

Blattschneiderbienen Martin 18.06.2011 11:52

Das sind wohl Blattschneiderbienen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Blattschneiderbienen (externer Link, nicht mehr verfügbar)

keine Sorge bei Blattschneiderbienen Fienchen 18.06.2011 12:20

Hallo,
ja Blattschneiderbienen haben wir auch unterm Anbaudach. Keine Sorge da entsteht kein großer Staat. Diese Bienen leben solitär. Höchstens mal kann es vorkommen (wie bei uns, dass sich mehrere eine Stelle Teilen um ihre Brut abzulegen. Dass es keine Hummeln/Honigbienen sind kannst du auch daran erkennen, dass sie den Pollen nicht in Höschen eintragen sondern an ihren (dann) hellgelben Unterseiten. Sieht gut aus.
Gruß Fienchen

keine Sorge bei Blattschneiderbienen Helena 18.06.2011 15:05

Ja bei uns haben sie die Blätter der Päonien angeschnitten, sieht lustig aus, aber für die Pflanzen ist dieser Schaden vernachlässigbar. Das ganze ist höchstens von kosmetischer Natur. Sehe nun auch die Bienen vorallem in den grossblumigen Glockenblumen Pollen sammeln. Laien würden sie auf den ersten Blick mit normalen Honigbienen verwechseln.

Hummelnest in Blumentrog juxi 19.06.2011 09:34

Hallo,

schau dir das mal an.

http://www.hymenoptera.de/html/node/1947 (externer Link, nicht mehr verfügbar)

VG,
Horst

Auf unserer Terasse stehen zwei relativ kleine dickwandige Blumentröge, die mit Dachwurz bepflanzt sind. In beiden befindet sich je ein Hummelnest. Die relativ kleinen Hummeln tragen Blattausschnitte, die zum Teil größer sind als sie selbst in mehrere Einfluglöcher. Welche Hummelart könnte es sein und wozu benutzen sie die Blätter?
Michls Hummeltagebuch Christian F. 18.06.2011 12:56

Ich glaube Michl hat heuer garnicht auf sein Hummel-Tagebuch hingewiesen.
Das ist hier (externer Link, nicht mehr verfügbar) zu finden.
Anfang Mai hat er die letzte Info eingestellt; dann dürfte bald die Fortsetzung folgen ;)

Grüße,
Christian

Michls Hummeltagebuch Michel 18.06.2011 14:04

Hi,

ja, morgen wird es aktualisiert, nach der morgigen Nestkontrolle :) Hatte die letzten Wochen dazu etwas wenig Zeit, also Bilder hab ich genug gemacht, aber das Aktualisieren kam etwas kurz...

Vg,
Michel

Die hohe Kunst der Hummelnestfotos Dennis 19.06.2011 20:07

Hi Michel,

mal eine ganz un-hummel-ige Frage: Wie kriegst du denn die guten Fotos von dem Nestinneren hin? Ich mühe mich da immer mit guten Fotos ab, meistens sind die entweder unscharf oder nur das Nestmaterial scharf oder das Nestinnere ist so dunkel, dass es kaum sichtbar ist.
Nutzt du z.B. Blitzlicht? Ich habe darauf immer verzichtet, ich dachte, es könnte die Hummeln irritieren/erschrecken.

Weitere "Gute-Hummel-Nest-Foto-Tipps" nehme ich auch gerne an. ;)

Viele Grüße,
Dennis

Die hohe Kunst der Hummelnestfotos Michel 19.06.2011 23:14

Ja, ich verwende Blitzlicht. Es verschreckt die Tiere nicht und schädigt sie auch nicht...

Für gute Resultate ist die Verwendung eines Blitzes unumgänglich, da die Belichtungzeit viel kürzer ist - sprich man verwackelt nicht.

Viele Grüße
Michel

so, Tagebuch aktualisiert, falls es jemand interessiert... Michel 19.06.2011 23:10

Hier der Link zum 2. Teil:

Tagebuch 2011 (externer Link, nicht mehr verfügbar)

Viele Grüße
Michel

so, Tagebuch aktualisiert, falls es jemand interessiert... Helena 20.06.2011 08:51

Vielen Dank!!!
Deine Tagebücher sind wirklich toll und sehr interessant.
Trägst Du jeweils einen Imkerhut o.ä. bei der Kontrolle (zumindest bei den "aggressiveren" Arten)?

so, Tagebuch aktualisiert, falls es jemand interessiert... Michel 20.06.2011 17:09

Ja, bei starken Völkern unumgänglich. Dieses Jahr reagieren beide Nester sehr gereizt auf Störungen und dutzende Wächterinnen fliegen einen gerade im Gesichtsfeld massiv an. Wäre ohne Imkeranzug sicher eine sehr schmerzhafte Angelegenheit...

Vg,
Michel

Schutzbekleidung Dennis 20.06.2011 20:59
Ja, bei starken Völkern unumgänglich. Dieses Jahr reagieren beide Nester sehr gereizt auf Störungen und dutzende Wächterinnen fliegen einen gerade im Gesichtsfeld massiv an. Wäre ohne Imkeranzug sicher eine sehr schmerzhafte Angelegenheit...

Vg,
Michel

Hallo Michel,

da pflichte dir bei, auch wenn mir natürlich der Vergleich zu anderen Jahren fehlt (ist ja mein erstes Hummeljahr). Gerade heute abend habe ich mein eines Erdhummelvolk kontrolliert, mein Kopf war schnell von Dutzenden Hummeln umschwirrt, als ich anfang, die Polsterwolle beiseite zu legen und die Wachsdecke zu eröffnen.
Für den Imkerschleier war ich dankbar, ich trug auch Gartenarbeitshandschuhe, allerdings hat da eine Hummel zielsicher zwischen die Naht gestochen. Auf jeden Fall hat das meine Entscheidung bekräftigt, mir einen Imkerschutzanzug und -handschuhe aus Leder zuzulegen. Wenn ich letztere auch nicht für die Kontrolle meiner Bienenvölker brauchen sollte, für eine Erdhummelnestkontrolle doch sicherlich. ;)
Allerdings freue ich mich auch über ihre Wehrhaftigkeit, zeigt mir das doch (meiner Meinung), dass das Volk kräftig und gesund ist!

Viele Grüße
Dennis

Weshalb sieht der Eingang so ramponiert aus? Fienchen 21.06.2011 09:23

Hallo Michel,

warum sieht der Eingang so ramponiert aus? Benutzt Du keine Hummelklappe? Wie hälst Du Motten fern?

Gruß Bettina

Weshalb sieht der Eingang so ramponiert aus? Helena 21.06.2011 11:48

Gemäss seinen Tagebüchern kontrolliert er ja regelmässig und bei Mottenbefall bettet er die Nester einfach neu um... Wer die Zeit und Nerven dafür hat...
Ich persönlich finde Mottenklappe da besser. Hält auch Wespen, Fliegen und Kuckucke fern (die er auch schon hatte). Aber muss wohl jeder Hummelhalter selber wissen.

Weshalb sieht der Eingang so ramponiert aus? Michel 21.06.2011 17:14

Wer die Tagebücher liest wird merken, dass ich auch ohne Mottenklappe bei starken Nestern keine Probleme mit Wachsmotten habe. Die Wächterinnen passen gut auf. Befall tritt erst auf, wenn die Nester abbauen, also gegen Ende der Entwicklung, und dann ist der Schaden nicht mehr nennenswert. Notfalls kann man die Nester dann auch nochmal "Entmotten", indem man die intakten Waben in eine saubere Nistumgebung setzt.

Ich sehe die Wachsmotte inzwischen nicht mehr als den schlimmen Hummelfeind, da ich wie gesagt noch nie Verluste bei starken Nestern hatte. Viel schlimmer sind da einige Fliegenarten, wie Brachicoma devia., vor welcher auch Mottenklappen nicht helfen...

Wegen dem Eingang: Naja, einen Schönheitspreis gewinnen die Kästen sicher nicht, aber sie tun ihren Zweck ;)

Viele Grüße
Michel

Weshalb sieht der Eingang so ramponiert aus? Michel 21.06.2011 17:15

Noch eine Ergänzung: Auch Kuckuckshummel können bisweilen die Mottenklappen überwinden, gerade die Felsenkuckuckshummel scheint da sehr erfinderisch zu sein...

Vg,
Michel

Weshalb sieht der Eingang so ramponiert aus? Helena 21.06.2011 20:38

Die Fliegen, die ich bislang gesehen habe, konnten die Klappe nicht überwinden. Offenbar geschieht das auch erst, wenn ungeschickte Königinnen diese zu lange offen halten, aber soweit bin ich noch nicht wirklich. Habe erst am Samstag königlichen Nachwuchs ausfliegen sehen, aber die heutige Nestkontrolle ergab noch keinen weiteren Geschlechtstiernachwuchs, soweit ich das überhaupt sehen konnte. Ich sah gestern aber ein paar dieser Kokons, ich habe das Gefühl, es braucht zuerst wieder eine Runde neuer Arbeiterinnen.
Na ja, und wenns dann ein Kuckuck dennoch schaffen sollte... ich habe noch nie einen gesehen, die sind ja selber recht selten...

Dafür sehe ich sehr viele, ganz kleine Milben, die auch auf den Hummeln herumkrabbeln, welche sich oben auf der Wolle aufhalten. Manche Hummeln schienen ganz genervt zu sein. Die ausfliegenden Arbeiterinnen haben aber keine Milben an sich. Diese Milben müssen aber zugewandert oder von den Hummeln eingetragen worden sein, ich las mal, die leben eigentlich im Hummelabfall?

Weshalb sieht der Eingang so ramponiert aus? Michel 21.06.2011 20:59

Die genannte Fliege befällt vornehmlich Erdhummeln, andere Arten sind weniger betroffen. Und diese schlüpfen mit den Arbeiterinnen durch die Klappe...

Wenn einmal Geschlechtstiere aufgezogen werden, wird das Anlegen von Arbeiterinnenbrut rasch eingestellt und ab dann nur noch Drohnen- und Jungköniginnenbrut angelegt. Starke Nester leisten sich anteilmäßig mehr Königinnen, schwächere Völker eher Drohnen.

Jetzt brauchst du dir wegen Kuckuckshummeln keine Sorgen mehr machen. Die angesprochene Felsenkuckuckshummel ist übrigens im Erzgebirge in einigen Jahren sehr häufig, ja beinahe schon mit massenhaften Auftreten...

Milben sind ein Zeichen für einen langsamen Nestzusammenbruch und treten vermehrt gegen Ende der Entwicklung auf, wenn die Nesthygiene nachlässt. Die ersten Milben bringen die gründenden Königinnen mit, welche sich dann vermehren, eben vor allem gegen Ende der Saison, wenn es viel "Abfall" gibt...

Vg,
Michel

Weshalb sieht der Eingang so ramponiert aus? Helena 21.06.2011 21:21

Hmm... dank meiner Kamera sehe ich ja, was so ausfliegt.
Am Samstag war es sicher mal eine Königin und ein paar Drohnen (2 oder 3)...
Denkst Du, da kommt evtl. noch mehr? Das ist ja nix sonst :-(
Mein Nest scheint schon eher klein zu sein, soweit ich das bei der Kontrolle sehen konnte. Wer weiss, vielleicht ist die Königin ja mittlerweile nicht mehr am Leben, warum auch immer...?! Es hat einige Stockhummeln (vielleicht so 20, 30?) und ein paar grössere Sammlerinnen, aber wenn die jetzt schon Geschlechtstiere haben... na ja was solls... Viel Einfluss kann man ja eh nicht nehmen.

Weshalb sieht der Eingang so ramponiert aus? Helena 21.06.2011 21:24

Nachtrag: auf den gestern gemachten Fotos konnte ich jedenfalls noch neue Kokons sehen. Mal sehen, was da noch kommt!
Link zu den Fotos von gestern

Weshalb sieht der Eingang so ramponiert aus? Michel 21.06.2011 21:38

30 Stockhummeln und vielleicht nochmal ca. 20 Sammlerinnen, das ist nicht sehr viel für die Steinhummel. Aber richtig bilanzieren kann man eh erst am Ende der Saison. Drohnen kommen bestimmt noch einige mehr, vielleicht auch noch einige Jungköniginnen, einfach mal abwarten...

Vg,
Michel

Fliegen bei Dir? Christian 25.06.2011 16:24

Wie sieht es heuer bei Dir mit den Fliegen aus? Die hatten ja im letzten Jahr jede Menge Nachwuchs. Heuer hab ich kein Erdhummelnest, deshalb kann ich da nix sagen. Wobei bei der Steinhummel drei Kokons im Streu waren.

Aber wie kann es ein, dass Du keinen Ärger mit Wachsmotten hast? Kommen die bei Dir später im Jahr?
Stimmt ja, dass schwache Völker da Probleme haben. Jedoch fliegen diese Motten bei mir zu einer Jahreszeit, wo die Völker leider eben noch klein sind und dann ne leichte Beute der Motten werden.

Christian

Fliegen bei Dir? Michel 25.06.2011 21:26

Hallo Christian,

bisher habe ich noch keine Probleme mit der Fliege, hoffe mal das es so bleibt. Da es dieses Jahr viele Nester gibt (im Gegensatz zum Vorjahr), verteilt sich der Parasitenbefall vielleicht auch besser auf mehr Nester, sodass nicht mit einem solchen markanten Befall wie letztes Jahr zu rechnen ist. Mal abwarten...

Wachsmotten habe ich keine Probleme, meist haben die Völker schnell Wächterinnen und damit ist die Gefahr von Wachsmotten erstmal weitgehend gebannt. Denkbar natürlich auch, dass die Wachsmotten hier allgemein später erscheinen, eben weil das Wetter hier im Bergland ja allgemein etwas kälter ist. Allerdings erscheinen auch die Hummeln später wie beispielsweise im Tiefland. Habe aber wie gesagt vor dem Sommer nie Wachsmotten in den Nester finden können, bei schwächeren Nestern erst im Laufe vom Juni.

Vg,
Michel

Nun doch Fliegen! Michel 04.07.2011 00:00

Hallo zusammen,

musste nun feststellen, das bei der Kryptarum-Erdhummel wieder die Fliegenart vom Vorjahr (wohl Brachicoma devia) eindringen konnte, trotz vieler Wächterinnen. Dennoch ist der Befall noch überschaubar und noch nicht so extrem wie im Vorjahr, wo ich fast die Hälfte der Königinnenkokons verloren habe (trotz Mottenklappe bei diesem Nest)!

Bei der Dunklen Erdhummel gibt es keine Probleme momentan. Die Wächterinnen scheinen hier wesentlich wachsamer und aggressiver zu sein. Sieht man gut auch bei fremden Hummeln oder Wespen, die in das Nest wollen, die werden hier sofort attackiert.

Kryptarum-Erdhummel scheint wohl besonders gefährdet zu sein...

Vg,
Michel

Trachtpflanze Spätsommer/Herbst Dennis 18.06.2011 20:46

Hallo,

ich suche noch nach Pflanzen, welche im Spätsommer/Herbst blühen, da Hummeln (u. Bienen) in dieser Zeit ja bekanntlich nicht so viele Nahrungsquellen zur Verfügung haben.

Was für Pflänzchen könnt ihr mir für diese Jahreszeit empfehlen, speziell welche ich jetzt noch aussähen kann?

Viele Grüße
Dennis

Trachtpflanze Spätsommer/Herbst Bago 19.06.2011 09:42

Hallo,
ich würde dir Phacelia empfehlen, wenn man das alle 14 Tage vom Frühjahr bis zum Sommer aussät, hatt man das ganze Hummeljahr was davon. Oder halt Weiß- und Rotklee, der Weißklee blüht auch sehr häufig im Rasen. Schwarznessel scheint auch geeigent zu sein. Die Mexikanische Duftminze, welche ich letztes Jahr im Juni ausgesät habe, hat sogar schon im September geblüht (letzten Jahres). Die zweite Blüte der Lupinen ist auch recht beliebt, auch wenn im August eigentlich nur noch die Ackerhummeln nach Pollen suchen, gelegentlich aber auch die 2. Generation der Gartenhummeln. Sonnenhut fällt mir auch noch ein und Königskerzen, die jetzt anfangen zu blühen sind bestimmt auch dann noch beliebt. Im Herbst solltest du den Herbsteisenhut ausprobieren, so wie der Echte leider auch sehr giftig!!!

Gruß Bago

Trachtpflanze Spätsommer/Herbst Dennis 19.06.2011 20:04

Hallo Bago,

danke für die vielen Tipps.
Phacelia/"Bienenfreund" habe ich im Frühjahr gesät, der ist inzwischen groß und wird von den Hummeln sehr intensiv beflogen, ich nenne ihn deswegen schon "Hummelfreund" (interessanterweise verirrt sich selten mal eine Honigbiene daran). Etwas Phacelia habe ich inzwischen auch wieder ausgesät sowie Lupinen.
Wusste aber nicht, dass beides bis in den Herbst hinein blüht.

Wie schaut es denn mit Herbstastern aus? Letztes Jahr beobachte ich, dass diese zumindest von Honigbienen sehr intensiv beflogen wurden.

Werde demnächst wieder ein paar Fotos hier einstellen mit der Bitte um Pflanzenbestimmung, habe da einige Pflänzchen im Garten, die gut oder schlecht beflogen werden und würde mich interessieren, was das für welche sind.

Viele Grüße,
Dennis

Trachtpflanze Spätsommer/Herbst - versuch es mal mit dem Bienenbaum! André 20.06.2011 15:19
Hallo Bago,

danke für die vielen Tipps.
Phacelia/"Bienenfreund" habe ich im Frühjahr gesät, der ist inzwischen groß und wird von den Hummeln sehr intensiv beflogen, ich nenne ihn deswegen schon "Hummelfreund" (interessanterweise verirrt sich selten mal eine Honigbiene daran). Etwas Phacelia habe ich inzwischen auch wieder ausgesät sowie Lupinen.
Wusste aber nicht, dass beides bis in den Herbst hinein blüht.

Wie schaut es denn mit Herbstastern aus? Letztes Jahr beobachte ich, dass diese zumindest von Honigbienen sehr intensiv beflogen wurden.

Werde demnächst wieder ein paar Fotos hier einstellen mit der Bitte um Pflanzenbestimmung, habe da einige Pflänzchen im Garten, die gut oder schlecht beflogen werden und würde mich interessieren, was das für welche sind.

Viele Grüße,
Dennis

Hi Dennis,

wenn du genügend Platz hast und längerfristig planst, dann empfehle ich dir den Bienenbaum. Habe mir dieses Jahr auch einen zugelegt. Laut Beschreibung muss dieser sehr viel Nektar haben, angeblich würde der Besuch von ca. 3 Blüten ausreichen um den Honigmagen einer Biene zu füllen, dass finde ich schon echt erstaunlich.

Infos findest du unter: http://www.bienenbaum.com/theme_2.html

Viel Spaß

Gruß,
André

Bienenbaum - so habe die Imker es auch mit dem Riesen-Bärenklau als Bienenweide gehandhabt!!! Reicht das nicht als abschreckendes Beispiel aus? Fussely 21.06.2011 10:58

Phacelia ist natürlich auch nicht aus unserer Flora, doch dafür hat sie ohne die menschliche Hand keine Überlebenschance in unsere Natur. Die entscheidende Frage ist immer die, kommt die Pflanze auch ohne uns außerhalb unseres Gartens aus oder nicht. Nur diejenigen Pflanzen, die sich nicht selbständig draußen behaupten können, sollten wir auch im Garten pflegen. Oder gleich auf einheimische Pflanzen zurückgreifen. Ein Besuch beim nächsten BUND oder NABU vor Ort oder im Internet hilft einem bei der Pfanzenauswahl weiter.

Beim Bienenbaum ist man sich noch nicht ganz sicher, ob er sich nicht ähnlich wie Riesen-Bärenklau, Kartoffel-/Kamtschatka-/Apfel-Rose (Rosa rugosa) , Sommerflieder, etc verhalten könnte.

Z.B. der Sommerflieder breitet sich inzwischen auf Ruderalflächen invasiv aus, so daß dort ansässige einheimische Pflanzen verdrängt werden.
Die Kamtschatka-Rose muß arbeitsintensiv mit menschlichen Arbeitskräften auf den Friesischen Inseln beseitigt werden, damit die dort ansässige Flora und Fauna eine Überlebenschance hat.

Laßt bitte die Finger von exotischen Varianten, die sich bei uns unkontrolliert ausbreiten (könnten)!!!!

Uns Hummelliebhabern sollte doch nichts näher liegen, als die einheimische Fauna und Flora zu unterstützen, so daß unsere Hummeln auf Jahre hinaus in ihrer gewohnten Umgebung ein Überleben haben werden.

Hallo Bago,

danke für die vielen Tipps.
Phacelia/"Bienenfreund" habe ich im Frühjahr gesät, der ist inzwischen groß und wird von den Hummeln sehr intensiv beflogen, ich nenne ihn deswegen schon "Hummelfreund" (interessanterweise verirrt sich selten mal eine Honigbiene daran). Etwas Phacelia habe ich inzwischen auch wieder ausgesät sowie Lupinen.
Wusste aber nicht, dass beides bis in den Herbst hinein blüht.

Wie schaut es denn mit Herbstastern aus? Letztes Jahr beobachte ich, dass diese zumindest von Honigbienen sehr intensiv beflogen wurden.

Werde demnächst wieder ein paar Fotos hier einstellen mit der Bitte um Pflanzenbestimmung, habe da einige Pflänzchen im Garten, die gut oder schlecht beflogen werden und würde mich interessieren, was das für welche sind.

Viele Grüße,
Dennis


Hi Dennis,

wenn du genügend Platz hast und längerfristig planst, dann empfehle ich dir den Bienenbaum. Habe mir dieses Jahr auch einen zugelegt. Laut Beschreibung muss dieser sehr viel Nektar haben, angeblich würde der Besuch von ca. 3 Blüten ausreichen um den Honigmagen einer Biene zu füllen, dass finde ich schon echt erstaunlich.

Infos findest du unter: http://www.bienenbaum.com/theme_2.html

Viel Spaß

Gruß,
André
Bienenbaum - so habe die Imker es auch mit dem Riesen-Bärenklau als Bienenweide gehandhabt!!! Reicht das nicht als abschreckendes Beispiel aus? André 21.06.2011 11:07
Phacelia ist natürlich auch nicht aus unserer Flora, doch dafür hat sie ohne die menschliche Hand keine Überlebenschance in unsere Natur. Die entscheidende Frage ist immer die, kommt die Pflanze auch ohne uns außerhalb unseres Gartens aus oder nicht. Nur diejenigen Pflanzen, die sich nicht selbständig draußen behaupten können, sollten wir auch im Garten pflegen. Oder gleich auf einheimische Pflanzen zurückgreifen. Ein Besuch beim nächsten BUND oder NABU vor Ort oder im Internet hilft einem bei der Pfanzenauswahl weiter.

Beim Bienenbaum ist man sich noch nicht ganz sicher, ob er sich nicht ähnlich wie Riesen-Bärenklau, Kartoffel-/Kamtschatka-/Apfel-Rose (Rosa rugosa) , Sommerflieder, etc verhalten könnte.

Z.B. der Sommerflieder breitet sich inzwischen auf Ruderalflächen invasiv aus, so daß dort ansässige einheimische Pflanzen verdrängt werden.
Die Kamtschatka-Rose muß arbeitsintensiv mit menschlichen Arbeitskräften auf den Friesischen Inseln beseitigt werden, damit die dort ansässige Flora und Fauna eine Überlebenschance hat.

Laßt bitte die Finger von exotischen Varianten, die sich bei uns unkontrolliert ausbreiten (könnten)!!!!

Uns Hummelliebhabern sollte doch nichts näher liegen, als die einheimische Fauna und Flora zu unterstützen, so daß unsere Hummeln auf Jahre hinaus in ihrer gewohnten Umgebung ein Überleben haben werden.

Hi Fussely,

mit deiner Aussage hast du eigentlich Recht. Kannst du mir einen alternativen Baum nennen, der im Spätsommer/ Herbst blüht und in unserer Region heimisch ist? Dann könnte ich mir diesen dann noch zu legen.

Vielen Dank und Gruß,
André

Bienenbaum - so haben die Imker es auch mit dem Riesen-Bärenklau als Bienenweide gehandhabt!!! Reicht das nicht als abschreckendes Beispiel aus? Fussely 21.06.2011 19:30
Phacelia ist natürlich auch nicht aus unserer Flora, doch dafür hat sie ohne die menschliche Hand keine Überlebenschance in unsere Natur. Die entscheidende Frage ist immer die, kommt die Pflanze auch ohne uns außerhalb unseres Gartens aus oder nicht. Nur diejenigen Pflanzen, die sich nicht selbständig draußen behaupten können, sollten wir auch im Garten pflegen. Oder gleich auf einheimische Pflanzen zurückgreifen. Ein Besuch beim nächsten BUND oder NABU vor Ort oder im Internet hilft einem bei der Pfanzenauswahl weiter.

Beim Bienenbaum ist man sich noch nicht ganz sicher, ob er sich nicht ähnlich wie Riesen-Bärenklau, Kartoffel-/Kamtschatka-/Apfel-Rose (Rosa rugosa) , Sommerflieder, etc verhalten könnte.

Z.B. der Sommerflieder breitet sich inzwischen auf Ruderalflächen invasiv aus, so daß dort ansässige einheimische Pflanzen verdrängt werden.
Die Kamtschatka-Rose muß arbeitsintensiv mit menschlichen Arbeitskräften auf den Friesischen Inseln beseitigt werden, damit die dort ansässige Flora und Fauna eine Überlebenschance hat.

Laßt bitte die Finger von exotischen Varianten, die sich bei uns unkontrolliert ausbreiten (könnten)!!!!

Uns Hummelliebhabern sollte doch nichts näher liegen, als die einheimische Fauna und Flora zu unterstützen, so daß unsere Hummeln auf Jahre hinaus in ihrer gewohnten Umgebung ein Überleben haben werden.


Hi Fussely,

mit deiner Aussage hast du eigentlich Recht. Kannst du mir einen alternativen Baum nennen, der im Spätsommer/ Herbst blüht und in unserer Region heimisch ist? Dann könnte ich mir diesen dann noch zu legen.

Ganz so einfach ist das nun leider nicht. Pflanzen, eben auch Bäume, haben Standortansprüche. Die einen mehr die anderen weniger. Woher soll ich wissen, was es bei Dir für Standortbedingungen gibt? Deshalb ja auch der Tipp mit dem örtlichen NABU- oder BUND-Besuch oder Du suchst mal eine ansässige Baumschule auf, die kann Dir sicherlich weiterhelfen. Es wäre doch echt übel, ich empfehle Dir einen Strauch/Baum und "es" geht bei Dir prompt ein.

Muß es denn immer ein Baum sein? Efeu (Hedera helix) z.B. würde prima an Deinem Bienenbaum hochklettern und ist auch spät im Jahr -September - Oktober- ein guter Spender. Auch das Wald-Geißblatt -blüht von Juni - August- könnte Deinen Bienenbaum hinaufklettern und Hummeln und Fledermäusen gleichzeitig dienen.Auch der Edel-Gamander oder Echter-Gamander ist ein wertvoller Nektarspender -Juli - September-.

Die Frage ist aber immer, wie sind Deine individuellen Standortbedingungen?

Viele Grüße

Vielen Dank und Gruß,
André
Bienenbaum - so haben die Imker es auch mit dem Riesen-Bärenklau als Bienenweide gehandhabt!!! Reicht das nicht als abschreckendes Beispiel aus? André 22.06.2011 08:26
Ganz so einfach ist das nun leider nicht. Pflanzen, eben auch Bäume, haben Standortansprüche. Die einen mehr die anderen weniger. Woher soll ich wissen, was es bei Dir für Standortbedingungen gibt? Deshalb ja auch der Tipp mit dem örtlichen NABU- oder BUND-Besuch oder Du suchst mal eine ansässige Baumschule auf, die kann Dir sicherlich weiterhelfen. Es wäre doch echt übel, ich empfehle Dir einen Strauch/Baum und "es" geht bei Dir prompt ein.

Muß es denn immer ein Baum sein? Efeu (Hedera helix) z.B. würde prima an Deinem Bienenbaum hochklettern und ist auch spät im Jahr -September - Oktober- ein guter Spender. Auch das Wald-Geißblatt -blüht von Juni - August- könnte Deinen Bienenbaum hinaufklettern und Hummeln und Fledermäusen gleichzeitig dienen.Auch der Edel-Gamander oder Echter-Gamander ist ein wertvoller Nektarspender -Juli - September-.

Die Frage ist aber immer, wie sind Deine individuellen Standortbedingungen?

Viele Grüße

Hi,

ich wollte eigentlich nur Tipps welche alternativen es zum Bienenbaum gibt. Ich kann es verstehen das es mit dem Standort zu tun hat, welche Pflanzen man anbauen kann. =)

Ich habe bei mir schweren Boden (Lette). Ich bevorzuge jetzt Bäume/Sträucher, da meine Blumenbeete platzmäßig voll ausgereizt sind.

Aber danke schon mal für deine Tipps!

Gruß,
André

Bienenbaum - so haben die Imker es auch mit dem Riesen-Bärenklau als Bienenweide gehandhabt!!! Reicht das nicht als abschreckendes Beispiel aus? Fussely 26.06.2011 12:02
Ganz so einfach ist das nun leider nicht. Pflanzen, eben auch Bäume, haben Standortansprüche. Die einen mehr die anderen weniger. Woher soll ich wissen, was es bei Dir für Standortbedingungen gibt? Deshalb ja auch der Tipp mit dem örtlichen NABU- oder BUND-Besuch oder Du suchst mal eine ansässige Baumschule auf, die kann Dir sicherlich weiterhelfen. Es wäre doch echt übel, ich empfehle Dir einen Strauch/Baum und "es" geht bei Dir prompt ein.

Muß es denn immer ein Baum sein? Efeu (Hedera helix) z.B. würde prima an Deinem Bienenbaum hochklettern und ist auch spät im Jahr -September - Oktober- ein guter Spender. Auch das Wald-Geißblatt -blüht von Juni - August- könnte Deinen Bienenbaum hinaufklettern und Hummeln und Fledermäusen gleichzeitig dienen.Auch der Edel-Gamander oder Echter-Gamander ist ein wertvoller Nektarspender -Juli - September-.

Die Frage ist aber immer, wie sind Deine individuellen Standortbedingungen?

Viele Grüße


Hi,

ich wollte eigentlich nur Tipps welche alternativen es zum Bienenbaum gibt. Ich kann es verstehen das es mit dem Standort zu tun hat, welche Pflanzen man anbauen kann. =)

Ich habe bei mir schweren Boden (Lette). Ich bevorzuge jetzt Bäume/Sträucher, da meine Blumenbeete platzmäßig voll ausgereizt sind.

Wenn es unbedingt Bäume sein müssen, dann pflanz Dir Silber-Linden an. Da freut sich auch der Imker, denn den Honig kann er sehr gut verkaufen.

Vieleicht ist Dein Boden auch für den Faulbaum geeignet. Mußt Du mal testen.

Deine üppigen Blumenbeete werden dann die restliche Zeit des späteren Jahres erfolgreich abdecken, so daß Du keine Trachtlücken zu erwarten hast.

Hast Du bei Bäumen denn dann nicht zu viel Schatten für Deine üppigen Blumenbeete ?

Was hast Du denn auf denen so alles angepflanzt?

Grüße

Aber danke schon mal für deine Tipps!

Gruß,
André
Trachtpflanzenbestimmung anhand der Blüte Fussely 21.06.2011 19:36
Hallo Bago,

danke für die vielen Tipps.
Phacelia/"Bienenfreund" habe ich im Frühjahr gesät, der ist inzwischen groß und wird von den Hummeln sehr intensiv beflogen, ich nenne ihn deswegen schon "Hummelfreund" (interessanterweise verirrt sich selten mal eine Honigbiene daran). Etwas Phacelia habe ich inzwischen auch wieder ausgesät sowie Lupinen.
Wusste aber nicht, dass beides bis in den Herbst hinein blüht.

Wie schaut es denn mit Herbstastern aus? Letztes Jahr beobachte ich, dass diese zumindest von Honigbienen sehr intensiv beflogen wurden.

Werde demnächst wieder ein paar Fotos hier einstellen mit der Bitte um Pflanzenbestimmung,

Vielleicht hilft Dir diese Internetseite weiter:

http://www.die-honigmacher.de/kurs2/kalender.html?PHPSESSID=a7c5f6d5547ac6b7d1091f9985161be5

Alles Gute

habe da einige Pflänzchen im Garten, die gut oder schlecht beflogen werden und würde mich >interessieren, was das für welche sind.

Viele Grüße,
Dennis
Heimische Sträucher Christian 25.06.2011 13:32

Hi,
im Vergleich mit z.B. nordamerika ist unsere Flora von Natur aus recht arm an Gehölzarten. Diese blühen dann auch im Frühjahr/Sommer, u.a. damit im Herbst die Samen reif ist.

Wenn Du Hummeln fördern willst, ist ja ein herbstblühender Strauch überflüssig, die meisten Arten haben den Zyklus spätestens im August beendet. Willst du es wegen er Blüte, dann brauchst Du einen Exoten. Gehts um die Farbenbracht, dann ist ja ein Strauch mit farbigen Beeren auch was Nettes. Am Besten dann der Gemeine Schneeball, der schmeckt den Vögeln nicht so sehr.

Christian