Beiträge aus 2011

Beobachtungen meiner Steinhummelkönigin Helena 23.04.2011 19:15

Der Nistkasten Marke Eigenbau steht aus Platzgründen schattig auf der Nordostseite. Die andere Seite des Hauses ist Südostlage und am einzig möglichen Ort (hinter dem Kompost, unter dem Holunder) steht bereits der Schwegler.
Aufgrund der Spuren im Sand, den ich jeweils streue und den Aufnahmen meiner GardenWatchCam, stellte ich fest, dass die Königin zurzeit offenbar erst am späteren Nachmittag, so ab 16 Uhr, ausfliegt, dann aber regelmässig. Offenbar sammelt sie dann ausreichend Nektar für die ganze Nacht und den ganzen nächsten Vormittag.
Ich habe jetzt die Klappe immer weiter gesenkt und hab heute dann gleich nach ihrem Wegflug ganz geschlossen.
Doch die Arme bekam die Klappe nicht auf – sie ist irgendwie zu gross (!), um den Kopf darunterzuschieben. Nun ja, sie flog nach erfolglosem Probieren wieder weg und ich hab halt dann wieder den Draht reingesteckt. Jetzt hat die Klappe vielleicht wieder so 3 mm Abstand, das klappt ganz gut. Konnte dann sogar ihre Rückkehr filmen:

Klick mich für Filmchen (externer Link, nicht mehr verfügbar)

Ihre ersten Arbeiterinnen dürften mit der Klappe dann wohl keine Probleme mehr haben. Aber Madame hat einfach einen zu dicken Hals und ich wollte sie nicht unnötig stressen.

Beobachtungen meiner Steinhummelkönigin Martin 23.04.2011 20:07
stellte ich fest, dass die Königin zurzeit offenbar erst am späteren Nachmittag, so ab 16 Uhr, ausfliegt, dann aber regelmässig. Offenbar sammelt sie dann ausreichend Nektar für die ganze Nacht und den ganzen nächsten Vormittag.<

Spannend. Ist es bei euch auch so relativ heiß? Vielleicht liegt es daran.
Oder ist das typisch für Steinhummeln? Dürften hier ja einige Erfahrungswerte haben.

Beobachtungen meiner Steinhummelkönigin Helena 23.04.2011 20:50
stellte ich fest, dass die Königin zurzeit offenbar erst am späteren Nachmittag, so ab 16 Uhr, ausfliegt, dann aber regelmässig. Offenbar sammelt sie dann ausreichend Nektar für die ganze Nacht und den ganzen nächsten Vormittag.<

Spannend. Ist es bei euch auch so relativ heiß? Vielleicht liegt es daran.
Oder ist das typisch für Steinhummeln? Dürften hier ja einige Erfahrungswerte haben.

Nein, umgekehrt, durch die Nordostlage in fast ständigem Schatten erhitzt sich die Unterkunft überhaupt nicht, sprich, die Königin kann sich nicht schon darin durch die Sonne aufwärmen lassen. Warm ist es momentan (tagsüber!) schon, aber dort in dem Schatten ist es eher kühl – es ist ja immer noch April und die Nächte sind dann doch noch relativ frisch.
Ausserdem fliegt die Königin nur aus wenn wirklich nötig – denn die Brut kühlt dann ja jedesmal ab. Ich hoffe, das Brüten zeigt bald einmal Erfolg. So in ca. 2 Wochen sollte ich bei der schon mal Arbeiterinnen erwarten können. Überall blüht es wie verrückt, aber die Königinnen können den Vorsprung der Natur ja nicht einfach so mitmachen – das Ausbrüten dauert nunmal seine Zeit.

Beobachtungen meiner Steinhummelkönigin Helena 23.04.2011 20:51

Korrigiere: der Hummelkasten steht nordwestlicher Richtung unter einem japanischen Ahorn in fast ständigem Dauerschatten.

Beobachtungen meiner Steinhummelkönigin Helena 24.04.2011 18:52

Sie ist weiterhin sehr aktiv – aber erst so ab 16, 17 Uhr und macht dann ihre 10-minütigen Sammelflüge.
Die Klappe ist nun recht eng geschlossen; hab sie heute wieder erwischt

http://www.youtube.com/watch?v=Auwv9GsUxIE

Irgendwie niedlich, wie sie mit den Fühlern so unter der Klappe «herumklimpert».

Beobachtungen meiner Steinhummelkönigin Helena 24.04.2011 18:53

Sie ist weiterhin sehr aktiv – aber erst so ab 16, 17 Uhr und macht dann ihre 10-minütigen Sammelflüge.
Die Klappe ist nun recht eng geschlossen; hab sie heute wieder erwischt

Youtube-Link (externer Link, nicht mehr verfügbar)

Irgendwie niedlich, wie sie mit den Fühlern so unter der Klappe «herumklimpert».

Beobachtungen meiner Steinhummelkönigin StefanDD 25.04.2011 10:32

Habe dieses Jahr auch (aus Platzmangel) einen Kasten mit Nordausrichtung. Die darin wohnenden Steinhummel zeigt das gleiche Verhalten. Sie fliegt erst in den Nachmittagsstunden aus. Am Anfang dachte ich schon, dass sie gar nicht mehr im Kasten ist, weil kein Flugbetrieb mehr war, aber dann zeigte sich Majestät doch noch.
Hab so die Erfahrung gemacht, dass Steinhummeln bei Kälte und Sauwetter nicht so gern ausfliegen. Letztes Jahr habe ich sie "meine Langschläfer" getauft, weil sie erst rauskommen, wenn es morgens schon etwas wärmer ist, während andere Hummelarten ja schon fast in der Morgendämmerung ausfliegen (z.B. Wiesenhummeln).

Gruß, Stefan

Beobachtungen meiner Steinhummelkönigin Helena 25.04.2011 12:27

Nun, Hauptsache, sie fliegt aus – wann, ist ja eigentlich egal, solange sie in der Zeitspanne (und die Tage sind ja sehr lang jetzt) ausreichend Futter findet.
Und (normalerweise) werden die Tage bzw. auch die Nächte jetzt wärmer (was ist schon «normal» dieses Jahr), dann wird die Zeit kommen, wo wir um Schatten dankbar sein werden.

Beobachtungen meiner Steinhummelkönigin Helena 30.04.2011 17:18

Freude herrscht, habe heute die erste Arbeiterin gesehen. Die fast geschlossene Mottenklappe hat sie auch gut im Griff, sie braucht noch ein paar Anläufe, aber vorallem deshalb, weil sie recht klein ist - aber sie schaffts. Das Wetter ist aber auch sehr hummelfreundlich.

Beobachtungen meiner Steinhummelkönigin StefanDD 30.04.2011 21:54

Gratuliere!!!!!!!

Bei mir dauert es noch ein kleines Weilchen, meine "Dicke" ist erst seit dem 14.04. im Kasten.
Habe meine Klappe auch fast geschlossen. Sie hat es gut gelernt.

Hast Du nur eine Arbeiterin? Oder bis jetzt nur eine gesehen? Fliegt die Königin noch mit aus?

Grüße, Stefan

Beobachtungen meiner Steinhummelkönigin Helena 30.04.2011 23:52

Die Königin fliegt noch mit aus (GardenWatchCam sei Dank ;-)
Und gemäss den Aufzeichnungen könnte man meinen, dass es sicher 2 Arbeiterinnen sein müssten, sie scheinen z.T. noch unbeholfen und krabbeln bei der Rückkehr auf der Suche nach dem Eingang da auf dem ganzen Vorbau herum. Aber dann finden sie den Eingang.
Ich beobachtete live eine Arbeiterin beim Abfliegen, die einen Orientierungsflug machte.

Die Königin fliegt ja normalerweise noch solange mit aus, wie sie von den Arbeiterinnen betreffend Arbeitsleistung noch nicht ersetzt werden kann. Die Neuen sind vielleicht einen Drittel so gross wie die Queen und dementsprechend weniger Nahrung können sie pro Flug zurückbringen. Abgesehen davon, dass sie die guten Nahrungsquellen auch zuerst mal finden müssen.

Die Katze des Nachbarn nervt. Heute sass sie unter dem Ahorn und schaute zu den Blaumeisen hinauf. Hab sie sofort verscheucht. Mein Vater bastelt mir einen Schutz für die Hummeln um den Vorbau herum und das Vogelhäuschen werden wir nach Beendigung der Brutsaison noch eine Etage höher hängen. Einen Katzenabwehrkragen hat der Baum schon, aber allein die Anwesenheit der Katze da unten dürfte die Vögel zur Verzweiflung bringen...

Beobachtungen meiner Steinhummelkönigin Helena 01.05.2011 14:19

Es sind also sicher 2 Arbeiterinnen, sah die beiden heute beim gleichzeitigen Wegflug bzw. Ankommen. Sie meistern beide die nun geschlossene Klappe recht gut, das Anschieben von unten klappt mit ein bisschen «Anlaufschwierigkeiten» bestens. Auch die Majesty hat es heute geschafft, bei ihrer Grösse muss sie einfach den richtigen Anschiebwinkel treffen. Die Kleinen laufen einfach von unten rein.

Auch die Steinhummel in der Trockenmauer hat ihre ersten Arbeiterinnen!

Und heute sah ich die ersten Wiesenhummelarbeiterinnen an unseren diversen Storchenschnäbeln. Die mit Pollen übervollen Akeleien werden noch nicht angeflogen...

Beobachtungen meiner Steinhummelkönigin Helena 06.05.2011 14:22

Update: die letzten Tage flog die Königin gar nicht mehr aus; die 2 oder 3 Arbeiterinnen scheinen zu reichen. Trachtangebot weiterhin reichlich, Kastanien blühen immer noch und jetzt auch die Robinien.
Habe vorhin das Nest untersucht; wollte aber nicht gross stören, sondern habe nur direkt hinter dem kleinen «Tunnel» im Kapok geschaut, wo deutlich die gelben Waben durchscheinten. Sofort schaute eine Arbeiterin nach dem rechten und der deutlich grössere Kopf der Königin schaute mich auch an à la «was soll das?»
Darum gings mir nur, dass die Königin noch da ist und auch fit. Mehr grübeln gehe ich jetzt nicht, evtl., wenn das Nest mal grösser und die Nächte auch nicht mehr so fies kühl sind.

Beobachtungen meiner Steinhummelkönigin Helena 20.05.2011 22:06

So, es herrscht reges Treiben!
Die GardenWatchCam, die alle 20 Sekunden ein Foto macht, hat fast auf jedem Foto eine Bewegung.

Interessant sind z.B. die unterschiedlich gefärbten Pollenhöschen. Und manche Arbeiterinnen haben schon stattliche Grösse erreicht, finde ich:

[img:http://www8.pic-upload.de/20.05.11/d13djky78a5r.jpg] [img:http://www8.pic-upload.de/20.05.11/9f3cqvmst5i.jpg]
[img:http://www8.pic-upload.de/20.05.11/cil2krvpeamb.jpg] [img:http://www8.pic-upload.de/20.05.11/goto4irabu4.jpg]

Muss die Kamera wieder besser aufstellen, jetzt war sie zu nah und daher sind die Bilder leicht unscharf.

Beobachtungen meiner Steinhummelkönigin Martin 21.05.2011 08:52
So, es herrscht reges Treiben!
Die GardenWatchCam, die alle 20 Sekunden ein Foto macht, hat fast auf jedem Foto eine Bewegung.

Technikneid!

Ist sicher toll, jeden Tag eine eigene Hummeldiashow zu haben. ;-)

Beobachtungen meiner Steinhummelkönigin Helena 21.05.2011 15:12

Auf jeden Fall :-)
Und da ich ja tagsüber nicht zuhause bin, habe ich so eine gute Kontrolle über die Aktivitäten. Ist ja zwar kein Film wie mit einer Webcam, aber momentan reicht es als Überwachung.

Beobachtungen meiner Steinhummelkönigin Martin 22.05.2011 20:58
Auf jeden Fall :-)
Und da ich ja tagsüber nicht zuhause bin, habe ich so eine gute Kontrolle über die Aktivitäten. Ist ja zwar kein Film wie mit einer Webcam, aber momentan reicht es als Überwachung.

Läuft die denn den ganzen Tag? Dann kannst du ja ziemlich gut beobachten, wann der Flugbetrieb beginnt, wann er am höchsten ist und wann er abends endet. Ist sicher interessant. Kannst du da was berichten?

Wenn du als Technikfreundin dann noch eine Wetterstation hast, kannst du da fast schon was halbwissenschaftliches daraus machen. ;-)

Beobachtungen meiner Steinhummelkönigin Helena 22.05.2011 21:14

Nun ja, leider noch nicht ganz. Die Software läuft leider nur auf PC und so hab ich keine korrekte Datums- und Zeitanzeige im Bild eingeblendet. Die Kamera läuft nur bei ausreichend Licht, deaktiviert sich nachts also selber und fängt am frühen Morgen wieder an. Zusammen mit den wandernden Schatten kann ich momentan schon etwa sehen, wann die Hummeln so aktiv sind. Heute früh sah ich schon um 6 Uhr eine starten und sie fliegen bis fast zum Einbruch der Dunkelheit.

Ich muss bei Gelegenheit die Kamera mal beim PC der Schwiegereltern korrekt einstellen, aber ich will da jetzt keine Wissenschaft draus machen. Solange ich immer mehr zunehmenden Flugverkehr sehe, ist für mich alles noch in Ordnung.
Heute sah ich auch wieder mehrere neue Arbeiterinnen, die zuerst einen Orientierungsflug machten. Scheint sich gut zu entwickeln. Der Vorbau ist jedoch jetzt schon extrem schmutzig und mit Pollen verschmutzt, schon krass, wie die Hummeln da hausen! Vermutlich erleichtern die sich auf dem Weg ins Nest noch, denn die ganze Einlaufröhre (aus Plastik zum Glück) ist auch verschmutzt.

Beobachtungen meines Steinhummelvolkes Helena 10.06.2011 23:13

Es herrscht langsam Hochbetrieb!

Noch unerfahrene Arbeiterinnen verursachen da gern mal Stau an der Mottenklappe:

[img:http://www7.pic-upload.de/10.06.11/o7g3ukgux2zz.jpg]

JUHUUUI ich habe Geschlechtstiere!!! Helena 19.06.2011 23:21

Ihr könnt Euch nicht vorstellen, wie ich mich heute beim Durchschauen des Filmes meiner GardenWatchCam gefreut habe; seit gestern Samstag fliegen bei mir Drohnen und Jungköniginnen!!! Mein erstes Hummelvolk, das es soweit geschafft hat, ich freu mich wie verrückt (das letztjährige schaffte es ja leider nicht soweit, Königin verstarb früh). Hier die Beweisfotos; leider ein bisschen unscharf – muss Kamera wieder weiter wegrücken – aber die Drohnen sind bei der Art ja unverkennbar (gelber Kragen, lange Fühler sowieso)

Hier der erste Drohn, ich sah ein bisschen früher an diesem Tag schon mal einen gelben Kragen hinter der Klappe, war mir aber unsicher (hätte auch die verschmierte Klappe gewesen sein können). Die langen Fühler sieht man hier sehr gut:
[img:http://www7.pic-upload.de/19.06.11/v2m9s1wicngb.jpg]

Drohn (mit gelbem Halskragen) noch hinter der Klappe, Jungkönigin in ganzer Pracht
[img:http://www7.pic-upload.de/19.06.11/xyzpi9gb4j1v.jpg]

Hier nochmals der gleiche Drohn wie vorher hinter der Klappe; er kroch dann für eine kurze Weile noch ein wenig auf der Landefläche und dem Vorbau herum.
Ob das andere Tier unter der Klappe eine Königin ist oder nicht, weiss ich jetzt nicht...
[img:http://www7.pic-upload.de/19.06.11/2el8kj8fq3f.jpg]

Arghh, warum sind die nicht ausgeflogen, als ich dabei war? Ich hoffe aber, dass noch mehr folgen werden und ich ein paar Prinzen und Prinzessinnen live sehen werde. Letztere kommen ja evtl. mal noch zurück.
Es war heute den ganzen Tag kalt und regnerisch, sah nur Arbeiterinnen ausfliegen. Hoffe, es folgen noch ein paar gekrönte Häupter.

Einblick ins Nest... krieg ich noch mehr Nachwuchs? Helena 20.06.2011 20:45

Kann ein Profi hier diese Fotos deuten? Sind die hellbeigen, fast weissen Zellen Drohnen- oder Königinnenzellen? Das 2. Bild ist mit Blitz, aber na ja, mit dem iPhone wird das so nix.

Die Steinhummeln hatten überhaupt kein Problem mit meinem vorsichtigen Eindringen; sie begannen einfach sofort wieder, den Kapok zurechtzuziehen, aber keinerlei Attacken oder so.
Leider habe ich im Nest drin auf den ersten Blick keine weiteren Geschlechtstiere sehen können. Ich hab aber auch den heutigen Film noch nicht gesichtet. Auch habe ich die Altkönigin nicht entdeckt, ich wollte aber auch kein grosses Loch aufreissen.

[img:http://www7.pic-upload.de/20.06.11/ba3gsg9nm2cl.jpg]
[img:http://www7.pic-upload.de/20.06.11/i9kc572dovi7.jpg]

Eventuell schaue ich morgen nochmals nach (dann mit dem richtigen Fotoapparat). Die Temperaturen sollen dann fast 30 Grad erreichen. Wenn es so kühl ist wie jetzt oder die letzten Tage, will ich den Hummeln nicht die warme Bettdecke wegreissen.

Unbeholfene Drohnen hinter der Klappe... Helena 24.06.2011 22:44

Es fliegen jetzt praktisch täglich ein paar Geschlechtstiere ab. (Noch) nicht die grosse Masse, aber immerhin. Die Drohnen sind besonders unbeholfen an der Klappe, nur von ihnen bekomme ich so lustige Aufnahmen – zuerst sitzen sie auch längere Zeit hinter der Klappe, bevor sie mal versuchen, die Klappe von innen aufzustossen. Ihr gelbes Gesicht sehr gut hinter der Klappe zu erkennen.

[img:http://www7.pic-upload.de/24.06.11/ey2h5k9qcxvu.jpg]

Drohnen kehren nach dem Abflug nie mehr ins Nest zurück, oder?

Die Arbeiterinnen tragen weiterhin fleissig Pollen ein; ein Zeichen, dass da wohl noch Larven zu füttern sind.

Unbeholfene Drohnen hinter der Klappe... Michel 25.06.2011 21:36

Ja, Drohnen kommen nicht wieder, Jungköniginnen noch einige Tage, manchmal auch Wochen - letzteres wenn sie die Fütterung des Nestes gegen Ende der Saison unterstützen...

Vg,
Michel

Einblick ins Nest... krieg ich noch mehr Nachwuchs? Christian 25.06.2011 13:22

Hi,
im letzten Jahr hab ich hier die INFO bekommen, dass das Volk irgendwann nen Punkt erreicht, da gibts nur noch Geschlechtstiere. Arbeiterinnenlarvenb werden dann ausgeworfen.
Demnach dürfte es sich bei der Brut um Geschlechtstiere handeln.
Hast Du bereits Larvenauswurf beobachten können?

Christian

Einblick ins Nest... krieg ich noch mehr Nachwuchs? Helena 25.06.2011 15:35

Sporadisch mal, ja. Dann werden aber wirklich winzige Lärvchen in den Vorbau gelegt. Meistens nur so eine einzige pro Tag.
Und 2x sah ich auf der Kamera eine Arbeiterin mit einer grösseren Larve davonfliegen :-/

Aber es gibt doch gar keinen genetischen Unterschied zwischen Arbeiterinnen- und Königinnenlarven? Letztere erhalten einfach eine umfangreichere Betreuung und viel mehr (gutes) Futter und werden daher viel grösser und entwickeln sich so zur Königin – doch das Ausgangsei ist aber das gleiche (weiblich)?!

Einblick ins Nest... krieg ich noch mehr Nachwuchs? Christian 25.06.2011 16:12

Ja,
genetisch gibts da keinen Unterschied. Wie die Hummeln das unterscheiden, weiß ich auch nicht. Weiß nur, dass es diesen Zeitpunkt gibt, ab dem nur Geschlechtstiere herangezogen werden.
Bei meinen Steinhummeln wars im letzten Jahr so, dass ich männlich/weiblich mix Puppenwiegen hatte. Im Zentrum Königinnenenkokons, außen herum wesentlich kleinere Kokons, also Drohnen. Zuletzt blieb solch ein abgestorbenes Paket übrig, vermutlich wurde es nicht mehr gewärmt.
Also nicht so, dass die Queen verstoßen oder verstorben wäre und nur noch Drohnen herangezogen wurden.

Christian

Einblick ins Nest... krieg ich noch mehr Nachwuchs? Michel 25.06.2011 21:34

Ja, genetischer Unterschied besteht auf jeden Fall, den haben alle, sonst wären es Klone (Meiose führt ja zur gen. Vielfalt bei den Geschlechtszellen).

Bei Hummeln scheint es nicht wie bei der Honigbiene zu sein, dass die Entwicklung einer Königin vom Futter abhängt. Möglicherweise kann die Königin steuern, ob aus einem befruchteten Ei eine Königin oder Arbeiterin entsteht. Das Futter scheint bei Hummeln keine Rolle zu spielen. Gleiches gilt wohl für Wespen und Co.

Zudem stimmt, dass ab einem bestimmten Zeitpuinkt komplett auf Geschlechtstieraufzucht umgeschwänkt wird. Kleine Kokons bei dir sollten als Drohnen werden, Königinnenkokons sind ungleich größer. Bilanzierung ist daher nach dem Absterben des Nestes gut möglich, weil die Königinnenkokons zumindest bei Erdhummeln und Steinhummeln sowie Wiesenhummeln gut augezählt werden können...

Vg,
Michel

switching point Martin 26.06.2011 09:28
Bei Hummeln scheint es nicht wie bei der Honigbiene zu sein, dass die Entwicklung einer Königin vom Futter abhängt. Möglicherweise kann die Königin steuern, ob aus einem befruchteten Ei eine Königin oder Arbeiterin entsteht. Das Futter scheint bei Hummeln keine Rolle zu spielen.

Woher stammen denn diese Erkenntnisse?

Goulson schreibt in seinem relativ aktuellen Buch (2009) dazu: "Wie entscheidet sich, dass eine weibliche Hummel eine Arbeiterin oder Königin wird? Alle Eier sind in der Lage sich zu beidem zu entwickeln, egal wann sie gelegt werden. Selbst die erste Generation kann zu Königinnen herangezogen werden." Geschlechtstiere sollen zudem anders und öfters (bzw. länger) gefüttert werden als Arbeiterinnenbrut.

Das Problem ist, dass in der Wissenschaft fast nur terrestris untersucht wird und es schwierig ist, die Ergebnisse auf alle Hummelarten zu verallgemeinern. "Es ist allgemein anerkannt, dass zumindest bei terrestris (aber möglicherweise nicht bei Pocketmakern wie pascuorum) die Kaste im frühen Stadium der Larvenentwicklung entschieden wird. Die Königin scheidet ein Pheromon aus, auf das Larven im Alter von etwa 2-5 Tagen reagieren. Wenn sie es wahrnehmen, entwickeln sie sich unumkehrlich zu Arbeiterinnen. Existiert es nicht, werden sie zu Königinnen."

Benton (2006) beschreibt in seinem Buch eine These, nach der zwischen "einfachen" und "komplexen" Arten unterschieden wird. Bei einfachen Arten, wie pratorum, entscheidet allein das Futterangebot ob Geschlechtstiere herangezogen werden. Ist genug Futter da, gibt es Jungköniginnen. Unter Laborbedingungen bereits in der ersten Generation, selbst bei Abwesenheit einer Königin. Bei den komplexen Arten (terrestris, lucorum) entscheidet die Königin mehr oder weniger, wann es Zeit ist Geschlechtstiere heranzuziehen.

Eine eindeutige und allgemeingültige Antwort gibt es also (noch) nicht.

Klar ist nur, dass es einen Punkt gibt, ab dem nur Geschlechtstiere herangezogen geworden.

switching point Bago 26.06.2011 09:48
Bei Hummeln scheint es nicht wie bei der Honigbiene zu sein, dass die Entwicklung einer Königin vom Futter abhängt. Möglicherweise kann die Königin steuern, ob aus einem befruchteten Ei eine Königin oder Arbeiterin entsteht. Das Futter scheint bei Hummeln keine Rolle zu spielen.

Woher stammen denn diese Erkenntnisse?

Goulson schreibt in seinem relativ aktuellen Buch (2009) dazu: "Wie entscheidet sich, dass eine weibliche Hummel eine Arbeiterin oder Königin wird? Alle Eier sind in der Lage sich zu beidem zu entwickeln, egal wann sie gelegt werden. Selbst die erste Generation kann zu Königinnen herangezogen werden." Geschlechtstiere sollen zudem anders und öfters (bzw. länger) gefüttert werden als Arbeiterinnenbrut.

Das Problem ist, dass in der Wissenschaft fast nur terrestris untersucht wird und es schwierig ist, die Ergebnisse auf alle Hummelarten zu verallgemeinern. "Es ist allgemein anerkannt, dass zumindest bei terrestris (aber möglicherweise nicht bei Pocketmakern wie pascuorum) die Kaste im frühen Stadium der Larvenentwicklung entschieden wird. Die Königin scheidet ein Pheromon aus, auf das Larven im Alter von etwa 2-5 Tagen reagieren. Wenn sie es wahrnehmen, entwickeln sie sich unumkehrlich zu Arbeiterinnen. Existiert es nicht, werden sie zu Königinnen."

Benton (2006) beschreibt in seinem Buch eine These, nach der zwischen "einfachen" und "komplexen" Arten unterschieden wird. Bei einfachen Arten, wie pratorum, entscheidet allein das Futterangebot ob Geschlechtstiere herangezogen werden. Ist genug Futter da, gibt es Jungköniginnen. Unter Laborbedingungen bereits in der ersten Generation, selbst bei Abwesenheit einer Königin. Bei den komplexen Arten (terrestris, lucorum) entscheidet die Königin mehr oder weniger, wann es Zeit ist Geschlechtstiere heranzuziehen.

Eine eindeutige und allgemeingültige Antwort gibt es also (noch) nicht.

Klar ist nur, dass es einen Punkt gibt, ab dem nur Geschlechtstiere herangezogen geworden.

Hallo,
Bombus pascuorum scheint aber alle 3 Kasten durcheinander produzieren zu können. Scheint jedenfalls, als wenn die Königin nicht von ihren Arbeiterinnen selbst "entfernt" wird. Das mit dem Pheromon ist auch im Buch "Mein Insektenhotel" von Melanie von Orlow nachzulesen.
Ich lese zur Zeit "The life of the bumblebee" (externer Link, nicht mehr verfügbar), die Angaben dort scheinen sich auf Naturvölker zu beziehen, interessant, dass angeblich erst nach 5 Wochen Arbeiterinnen vorhanden sein sollen. ALFORD gibt das Larvenstadium mit 10 Tagen und das Puppenstadium mit 14 Tagen, sowie 2-5 Tage verweilen im Nest bis zum ersten Ausflug. Wie lange eine Jungkönigin dann wohl benötigt? Interessant ist es aber, das meine Steinhummelvölker im Flugbetrieb, trotz überschrittenem Höhepunkts immer noch fleißig fliegen. Im ürbigen bin ich mir nicht sicher, ob alle Jungköniginnen von der Altkönigin stammen, bei hypnorum, pratorum und hortorum scheint es teilweise Übernahmen vom Mutternest zu geben (meinte ein bek. Hummelbuchautor). Bei einem meiner hypnorum Völker stehen imm noch viele Arbeiterinnen und einige Jungköniginnen mehr als 1 Monat nach dem Höhepunkt bereit. Das ab dem switching point nur noch Geschlechtstire produziert werden halte ich nur bei einigen Arten (terrestris, lucorum) für richtig zutreffend. Aber die Untersuchungen sind ja bisher alle in Nistkästen bzw. im Labor, und diese Angaben sind nicht mit den Naturvölkern vergleichbar.

Gruß Bago

switching point Michel 26.06.2011 20:21

Hallo Martin,

mit meiner Aussage beziehe ich mich auf die Informationslage zu Terrestris, was du auch beschrieben hattest:

Das Problem ist, dass in der Wissenschaft fast nur terrestris untersucht wird und es schwierig ist, die Ergebnisse auf alle Hummelarten zu verallgemeinern. "Es ist allgemein anerkannt, dass zumindest bei terrestris (aber möglicherweise nicht bei Pocketmakern wie pascuorum) die Kaste im frühen Stadium der Larvenentwicklung entschieden wird. Die Königin scheidet ein Pheromon aus, auf das Larven im Alter von etwa 2-5 Tagen reagieren. Wenn sie es wahrnehmen, entwickeln sie sich unumkehrlich zu Arbeiterinnen. Existiert es nicht, werden sie zu Königinnen." <<<

Das mit dem Futterangebot bei einige Arten war mir allerdings unbekannt. War der Annahme, dass alle Völker dem Verhalten der Erdhummel diesbezüglich folgen, da ich auch bei Zufütterung nicht wesentlich früher Jungköniginnen bei Arten wie Wiesenhummel oder Ackerhummel beobachten konnte. Durch das bessere Nahrungsangebot durch die Zufütterung hätte man gerade da ja verfrüht Königinnen erwarten müssen. Des Weiteren gibt es Nester der Erdhummel, wo letzte Arbeiterinnen und erste Königinnen parallel aufgezogen werden, die dann auch zu ähnlichem Zeitpunkt in Form von Eiern abgelegt wurden. Wenn es ein Pheromon ist, welches die Larven bemerken, müssten ja, wenn die ersten Königinnen entstehen, keine Arbeiterinnen mehr dabei sein. Letzteres konnte ich aber mehrfach beobachten, wenngleich auch bald darauf komplett auf Geschlechtstieraufzucht umgeschwenkt wird...

Vg,
Michel

switching point Martin 26.06.2011 20:51
Das mit dem Futterangebot bei einige Arten war mir allerdings unbekannt. War der Annahme, dass alle Völker dem Verhalten der Erdhummel diesbezüglich folgen, da ich auch bei Zufütterung nicht wesentlich früher Jungköniginnen bei Arten wie Wiesenhummel oder Ackerhummel beobachten konnte.<

Mit Zufüttern meinst du aber wahrscheinlich nur Nektarersatz (Zuckerlösung). Bei Versuchen wurde sicher auch Pollen gereicht und/oder Arbeiterinnen zugesetzt.

Wenn es ein Pheromon ist, welches die Larven bemerken, müssten ja, wenn die ersten Königinnen entstehen, keine Arbeiterinnen mehr dabei sein. Letzteres konnte ich aber mehrfach beobachten, wenngleich auch bald darauf komplett auf Geschlechtstieraufzucht umgeschwenkt wird...<

Interessant!

Dazu noch aus Goulson: "Es scheint dass das Pheromon nicht "in der Luft liegt", sondern durch direkten Kontakt von Hummel zu Hummel und von einem erwachsenen Tier auf die Larven übertragen wird. Röseler (1970) fand heraus, dass Larven, die durch ein feines Netz von der Königin getrennt waren, sich zu Königinnen entwickelten; wenn aber Arbeiterinnen regelmäßig von der Seite der Königin auf die Seite der Larven gebracht wurden, entwickelten sich die Larven zu Arbeiterinnen."

switching point Michel 26.06.2011 21:47

Hallo Martin,

Mit Zufüttern meinst du aber wahrscheinlich nur Nektarersatz (Zuckerlösung). Bei Versuchen wurde sicher auch Pollen gereicht und/oder Arbeiterinnen zugesetzt.<

Ja, aber dadurch wird auch auch mehr Pollen gesammelt...

Dazu noch aus Goulson: "Es scheint dass das Pheromon nicht "in der Luft liegt", sondern durch direkten Kontakt von Hummel zu Hummel und von einem erwachsenen Tier auf die Larven übertragen wird. Röseler (1970) fand heraus, dass Larven, die durch ein feines Netz von der Königin getrennt waren, sich zu Königinnen entwickelten; wenn aber Arbeiterinnen regelmäßig von der Seite der Königin auf die Seite der Larven gebracht wurden, entwickelten sich die Larven zu Arbeiterinnen."

Sehr interessant, das könnte vielleicht eine Erklärung für meine Beobachtung sein...

Danke für die Literaturstelle(n).

Vg,
Michel

Hier gute Fotos vom Nest – Bitte um Kommentare! Helena 26.06.2011 13:07

Michel, danke für Deine Einschätzungen. Natürlich habe ich keine Klone gemeint, sondern einfach, dass das Ei der Königin, egal ob sich daraus eine Arbeiterin oder Königin entwickeln wird, ein befruchtetes ist.

Darf ich Dich bzw. andere um eine Einschätzung meines Nestes hier bitten? Heute ist hier 30 Grad, darum hab ich nun mal fast alles aufgedeckt. Es ist wirklich nicht sehr gross, das auf dem Bild sichtbare umfasst eigentlich das ganze Nest. Die Hummeln selbst waren sehr ruhig, bloss nervte dann plötzlich eine Fleischfliege, die vom Geruch angelockt ins Nest wollte; konnte sie erfolgreich davon abhalten. Ich bin nicht sicher, ob sich auf dem Foto noch Jungköniginnen befinden; sicher zwei Drohnen waren zu sehen (einer verliess anschliessend das Nest). Die Altkönigin? Keine Ahnung...
Nahrung scheint ausreichend vorhanden zu sein.

[img:http://www7.pic-upload.de/26.06.11/tzk6s2er5ot.jpg]

[img:http://www7.pic-upload.de/26.06.11/7h43g971nviw.jpg]

Hier gute Fotos vom Nest – Bitte um Kommentare! Christian 26.06.2011 15:44

Hi,
grundsätzlich wär das mit den Königinnenpheromon ein Anhaltspunkt. Nimmt es ab, oder wird überdeckt durch viele Arbeiterinnen, dann werden die Larven zu Königinnen. Klingt zumindest plausibel und ähnelt, soviel ich weiß, auch dem Verhalten der Honigbiene.

Das Nest, geht dem Ende zu, oder? Sehe keine Larvenwiege mehr. Stelle auch immer wieder fest, dass die Altköniginnen verschwinden. Heuer hab ich zum ersten Mal beobachtet, wie die Wiesenhummelqueen, davonkroch. Sie flog gar nicht mehr.
Nektar gibts bei Dir, wie bei mir, reichlich. Volle Honigtöpfe, trotz der Geschlechtstiere, das ist nicht jedes Jahr so.

Christian

Hier gute Fotos vom Nest – Bitte um Kommentare! Helena 26.06.2011 21:15

Aber sind das auf dem 2. Foto, rechte Seite Mitte sowie rechts unten, keine Larvenwiegen?

Aber Du hast schon recht, es geht wohl dem Ende zu. Die Ausflüge nehmen deutlich ab. Sah vorhin in der letzten halben Stunde oder Stunde vielleicht noch 4 Sammlerinnen ein- oder ausfliegen, darunter eine Zwergarbeiterin (also wohl eine Stockhummel, die nun auch ausfliegen muss, da Sammlerinnen fehlen).

Hier gute Fotos vom Nest – Bitte um Kommentare! Michel 26.06.2011 21:49

Ja, scheint ein kleines Nest zu sein, was sich wohl vorrangig Drohnen leistet. Königinnenbrut kann ich nicht mehr erkennen. Aber weitere Drohnen werden noch schlüpfen und damit die Gene des Volkes weitergeben...

Vg,
Michel

Hier gute Fotos vom Nest – Bitte um Kommentare! Helena 27.06.2011 20:42

Wenigstens das. Aber ein paar wenige Junköniginnen bilde ich mir ein, gesehen zu haben.

Die heutige Kontrolle bei über 30 Grad im Schatten musste ich sofort wieder abbrechen, wurde ich doch sofort von einer stattlichen, sehr schönen, grösseren Arbeiterin mit noch nicht abgenütztem Pelz erbost umschwärmt. Sie hat mich nicht angegriffen, aber ist mir ständig vor dem Gesicht rumgeflogen. Gestern waren sie alle noch ganz ruhig, heute scheint wieder etwas mehr Action zu sein.
Sie flog kurz weg und fand danach den Eingang wieder von selbst, eine neue Sammlerin also, denke ich. Es scheinen wohl noch die letzten Arbeiterinnen zu schlüpfen, neben den Drohnen...

Habe doch noch weitere Jungköniginnen... Helena 27.06.2011 23:39

Die letzten paar Tage flogen gemäss Aufzeichnungen nicht nur einige Drohnen ab, sondern auch Jungköniginnen:

[img:http://www7.pic-upload.de/27.06.11/x3xfoomgfpk.jpg] [img:http://www7.pic-upload.de/27.06.11/5rltqwhtryl.png]

Also doch. Wenigstens ein paar...!!

Habe doch noch weitere Jungköniginnen... Helena 08.07.2011 22:40

Mein Volk mag zwar dem Ende zugehen, nichts desto trotz fliegen neben immer noch sehr vielen Drohnen vereinzelte Jungköniginnen ab, hier zwei Aufnahmen der gleichen Prinzessin, die offenbar noch regelmässig ins Nest zurückkehrt:

[img:http://www7.pic-upload.de/08.07.11/re1sr188tcfg.jpg] [img:http://www7.pic-upload.de/08.07.11/ibwj2ypjmrpc.jpg]

Und ich sehe noch immer vereinzelte Arbeiterinnen, die Pollen eintragen. Das machen sie doch nur, wenn noch Larven zu füttern sind? Oder fressen fertige Drohnen nicht auch noch Pollen als Erwachsene, sozusagen als Potenzmittel?

Jetziger Stand Christian 19.07.2011 13:02

Hi Helena,
wie sieht Dein Nest momentan aus? Schon alles abgeflogen? Mein lucornum Volk ist mitten in der Erzeugung von Geschlechstieren.

Christian

Jetziger Stand Helena 19.07.2011 14:56
Hi Helena,
wie sieht Dein Nest momentan aus? Schon alles abgeflogen? Mein lucornum Volk ist mitten in der Erzeugung von Geschlechstieren.

Nö, erstaunlicherweise noch nicht. Eine grosse, vitale Arbeiterin lebt noch im Nest und eine unklare Anzahl (wohl nur noch ganz wenige) kleiner Stockarbeiterinnen. Vorallem die grosse Arbeiterin verhält sich aggressiv und zupft sofort wieder alles zu, wenn ich irgendwo ein kleines Loch zur Kontrolle mache. Ich sah gestern noch auf die Schnelle 2 verdeckelte Zellen, also gibts noch Drohnen.
Mindestens 3 Königinnen sind letzte Woche noch zusammen ein- und ausgeflogen; eine davon war leider voller Milben, die anderen beiden hatten dafür gar keine. Drohnen gabs sehr viele.

Der Zusammenbruch ist auch daran erkennbar, dass plötzlich Ameisen im Nest und im Vorbau anzutreffen sind. Die waren früher nie da und besiedeln wohl die nun unbewohnten Teile des Nestes.

Ich möchte darum nicht zu lange warten, damit ich das Nest möglichst in gutem Zustand inspizieren kann. Aber solange es darin summt, lasse ich die restlichen Hummeln in Ruhe. Das kühle Wetter ist ja schon mühsam genug :-(

Ende Feuer... Helena 10.08.2011 19:20

So, Saison ist bei mir gelaufen. Heute war niemand mehr zuhause, also habe ich ausgeräumt.

Es wurde leider nur ein kleines Volk, grosse Zellen von Jungköniginnen waren nur wenige zu sehen (kann man das auf dem Foto irgendwie zählen?! Durchmesser des Nestes so 25 cm. Auffällig: es hatte noch sehr viel Nektar (der zum Teil überdeckelt war?) und 2 richtige Pollentürme (so 2 cm hoch!). Da wurde also viel mehr Nahrung eingetragen, als verbraucht wurde.

[img:http://www8.pic-upload.de/10.08.11/vmgdcxstfy2.jpg]

Das weissliche auf den Waben ist Kapok, nicht etwa Wachsmotten. Die Einstreu war noch ganz trocken, nur die Einlaufröhre war total verkotet und das Nest wurde richtig an den Karton «angeleimt». Die Waben selber waren aber relativ klebrig, war ja auch niemand mehr da für die Pflege...

Es hatte sogar noch ein paar Nymphen, 1 toter Drohn und sogar Larvenwiegen mit nun natürlich toten, schwarzen Larven drin. Und noch einige tote Arbeiterinnen und unterhalb des Nestes fand ich dann die tote Altkönigin mit typischer Glatzenbildung (sie war schon sehr trocken, 1 Flügel und 1 Fühler fehlten, daher wohl schon länger tot)

[img:http://www8.pic-upload.de/10.08.11/rksly336hdur.jpg]

Vermutlich wurde die Königin sehr früh schon entmachtet oder starb (zu) früh eines natürlichen Todes, so dass leider nur wenige Jungköniginnen erzeugt werden konnten. Drohnen gab es aber doch recht viele.

Die Jungköniginnen Christian 18.08.2011 15:25

Hi Helena,
heute hab ich die 2te Jungkönigin beobachtet mit Fehlbildung der Flügel. Üblicherweise werden die als Hitzekrüppel bezeichnet, was in diesem sommer aber auszuschließen ist. Hinzu eine Jungkönigin, die einfach nicht fliegen konnte und wespen, die in die Nistkugel eindringen.

Hast Du auch olche Beobachtungen gemacht?

Christian

Die Jungköniginnen Helena 18.08.2011 17:08

Nö, ich hatte nur einen verkrüppelten Drohn (einer der 4 Flügel stand unnatürlich ab, er war nicht flugfähig), die paar wenigen Jungköniginnen waren alle flugfähig. Einmal hatte ich 3 Prinzessinnen zusammen auf einem Bild, eine einzige davon hatte die bekannten kleinen Milben unter den Flügel, schien aber sonst fit zu sein. Die anderen waren milbenfrei.
Wespen hatte ich keine; ganz am Schluss wanderten Ameisen ein (aber als ich das Nest dann ausräumte, war es wieder ameisenfrei und hatte noch ein paar volle Honigtöpfe - lecker!)