Beiträge aus 2010

An welchen Trachtpflanzen könnt ihr Wiesenhummeln beobachten??? Bago 16.10.2010 20:00

Welche Pflanzen werden bei euch von Wiesenhummeln beflogen?

Habe für nächstes Jahr das Herzgespann, Beinwell und Natternkopf, hoffe , dass diese Pflanzen von den Wiesenhummeln angenommen werden.
Habe dieses Jahr gute Erfahrungen mit Phacelia gemacht; der Borretsch war 2009 bei dieser Art beliebt , 2010 war keine einzige Wiesenhummel dran.

Gruß Bago

An welchen Trachtpflanzen könnt ihr Wiesenhummeln beobachten??? Martin 17.10.2010 09:07

Mein "Geheimtipp" wäre Ribes divaricatum. Das ist eine amerikanische Wildstachelbeere, die in Deutschland u.a. als "Dornenbeere" , "Worcesterbeere" oder "Schwarze Honigbeere" verkauft wird. Sie blüht bei mir in guten Jahren bis zu zwei Wochen vor den anderen Ribes Arten und ist gerade dann eine wertvolle Frühtracht. Sie wird von Wiesenhummelköniginnen regelrecht belagert. Und im Sommer hat man lecker Beeren. ;)

Wiesenhummel geht bei mir sehr häufig an:

Krokus
Lungenkraut
Ribes divaricatum
Rote Johannisbeere
Gundermann
Phacelia
Beinwell
Ochsenzunge
Natternkopf
Herzgespann
Schwarze Königskerze
Katzenminze
Wiesen-Flockenblume

Ich verweise bei der Gelegenheit auf "Lieblingspflanzen der verschiedenen Arten". Vielleicht möchte ja noch jemand etwas anfügen. Von mir kommt demnächst auch ne überarbeitete Liste.

An welchen Trachtpflanzen könnt ihr Wiesenhummeln beobachten??? Bago 17.10.2010 09:24

Hallo Martin,
Gundermann wächst bei mir und auf dem Nachbargrundstück solange die Wiese nicht gemäht ist , doch dort sehe ich in erster Linie nur Garten- und Ackerhummeln im Frühjahr.
Auch meine paar Bergflockenblumen werden von dieser Art ignoriert.
Man muss ja auch darauf achten , dass die Pflanzen noch früh blühen , sonst ist die Wiesenhummel schon im Winterschlaf :).

Gruß Bago aus Dortmund

An welchen Trachtpflanzen könnt ihr Wiesenhummeln beobachten??? Christian 17.10.2010 11:15

Hi,
die Wiesenhummeln konnte ich als allererstes sichten. Deshalb war sie auch am Krokus, was anderes gabs nicht. Schneeglöckchen hab ich zahllose, da sind aber nur die Honigbienen dran. Am Gundermann war null Wiesenhummel,ebenso am Lungenkraut. Was die besonders mochten: Stachelbeere, Wiesenflockenblume, Beinwell, Lupine, Storchschnabel spec., Cotoneaster
Gruß
Christian

An welchen Trachtpflanzen könnt ihr Wiesenhummeln beobachten??? StefanDD 17.10.2010 12:50

Hallo,

also dieses Jahr hatte ich ja selbst ein Wiesenhummelvolk. Königinnen und Arbeiterinnen waren bei mir bevorzugt am Krokus, Lungenkraut, Christrose, Flockenblume, Geranium macrorrhizum, Phacelia und sehr gerne am Rhododendron zu finden.

Aber das ist auch von Jahr zu Jahr ein bisschen unterschiedlich.
Nur mal als Beispiel:
Letztes Jahr habe ich viele Arbeiterinnen von B. terrestris an Zinnienblüten gesehen. Dieses Jahr wurden Zinnien komplett verschmäht. So könnte es sich ja auch bei den Wiesenhummeln verhalten und sicher spielen regionale Unterschiede ein Rolle.
Grüße

Stefan

An welchen Trachtpflanzen könnt ihr Wiesenhummeln beobachten??? Bago 17.10.2010 13:04

Hallo,
danke für die genauen Antworten.
Ich werde wahrscheinlich noch ne Nieswurz pflanzen, wenn sie das
nicht annehmen , kann ich es auch nicht ändern.

Gruß Bago

Wiesenhummelarbeiterinnen an Lupinen??? Bago 17.10.2010 17:16

Hallo Christian ,
nach E.v. Hagen besucht die Wiesenhummel auch Lupinen , an meinen knapp 8 großen Lupinenpflanzen waren immer sehr beliebt.Sie wurden von etlichen Erd-,Stein- und Ackerhummeln beflogen, allerdings nie von Wiesenhummeln.

Gruß Bago

An welchen Trachtpflanzen könnt ihr Wiesenhummeln beobachten??? André 18.10.2010 09:14
Welche Pflanzen werden bei euch von Wiesenhummeln beflogen?

Habe für nächstes Jahr das Herzgespann, Beinwell und Natternkopf, hoffe , dass diese Pflanzen von den Wiesenhummeln angenommen werden.
Habe dieses Jahr gute Erfahrungen mit Phacelia gemacht; der Borretsch war 2009 bei dieser Art beliebt , 2010 war keine einzige Wiesenhummel dran.

Gruß Bago

Hallo Bago,

die Wiesenhummel sehe ich bei mir größten Teils im Frühjahr immer an unseren Stachelbeeren, Johannisbeeren, da diese ja auch schon ziemlich zeitig blühen. Teilweise konnte ich sie auch an der Himbeere beobachten.

LG And´r

Hummel ernähren Regine Vogl 19.10.2010 21:27

Hi ich hoffe jemand kann mir helfen. Ich komme mir ja schon selbst dumm vor, aber ich habe heute eine Hummel in meinem Zimmer gefunden, die sehr schwach gewirkt hat (es ist jetzt ja auch schon kalt)Ich gab ihr Agavendicksaft, da ich mir dachte das sie wahrscheinlich etwas Energie benötigen könnte. Agavendicksaft ist weniger klebrig, aber süßer als Honig deswegen verteilte ich ihn auf einem Stück Papier, damit sie ihn gut ablecken konnte. Nachdem sie einiges gegessen hatte, wurde sie auch schnell fitter. Ich habe sie dann in einen Schuhkarton gesetzt, in dessen Deckel ich Löcher gemacht habe (kleiner, als dass sie durch sie herauskommen könnte). In den Karton habe ich ein paar Taschentücher und eine löchrige Socke gegeben, da ich gelesen hatte das Hummeln so etwas wie Wolle beim Nestbau verwenden(klingt blöd ich weiß). Sie kann noch nicht richtig fliegen, frisst aber wie ein weltmeister. Ich denke das ich sie rauslasse wenn sie wieder aktiver ist, aber bis dahin hätte ich noch zwei Fragen:
1. Ist es okay, wenn ich sie mit Agavendicksaft ernähre oder schadet ihr das (wegen Fructose-, Glucosegehalt, usw.)?
2. Was sollte ich noch in den Schuhkarton geben, vielleicht trockenes moos?

Für Antworten wäre ich sehr dankbar

Hummel ernähren Bago 20.10.2010 09:31

1. Die Hummel mit Fruchtzuckerlösung füttern (auf 2l Wasser 1,5kg Fruchtzucker+ 1,5kg normalen Zucker , Lösung Mengen natürlich kleiner herstellen)

2. Wahrscheinlich kann die Hummel nicht fliegen, wenn sie es doch kann , dann würde ich sie nach draußen setzten.
Auch müsste man wissen , ob es sich um eine Königin handelt (Größe , Aussehen->Art).
Sollte es eine Königin sein die nicht Fliegen kann ist sie zum Tode verurteilt und wird kein Nest gründen können.
Man könnte dann die Hummel auch künstlich überwintern , aber die Erfolge sind wohl sehr gering.
Bestimme mal die Art : Link (externer Link, nicht mehr verfügbar)

Gruß Bago

Hummel ernähren Christian 20.10.2010 12:30

Hi Regine,
kannst Du mal schreiben was für Zucker in dem Fruchtsaft ist? Witzig, dass die Hummel den annimmt. Du hast Dir zu helfen gewusst! Die Mischung die Bago Dir angegeben hat, verwenden wir vor allem zum Zufüttern der Völker. Dieses Futter kann eingelagert werden, ohne dass der Zucker kristalisiert. Is in Deinem Fall aber egal.
Würde auch raten: Lass sie frei, wenns mal nicht regnet. Eine kranke Königin oder Arbeiterin oder ein Drohn sterben eh.
Ne vitale Königin sucht sich selber ein Quartier. Und ich weiß nicht ob der Agavesaft so richtig als Kraftreserve für den Winter taugt.
Vielleichtgelingts Dor das Tier zu bestimmen, oder schreib mal ganz grob wie die Hummel gefärbt ist und die Größe!

Gruß
Christian

Hummel ernähren Regine Vogl 20.10.2010 18:43

Hi an alle

Danke für die Antworten
Zu den Fragen: Ich vermute das es sich um eine Ackerhummel handelt, ihr Hinterleib ist leicht gestreift und ihre Brust ist in einem dunklen gelb/orange. Ich denke das es eine Königin ist, aber ich bin auch nicht die Richtige um das sagen zu können. Ich schätze sie auf ein Größe von eineinhalb Zentimeter, nicht mehr.
Agavendicksaft (das ist ein Art Sirup) beinhaltet hauptsächlich Fructose (zwischen 50 und 75%) und der Rest besteht aus Glucose, Saccharose und Inulin. So wie ich gelesen habe kristallisiert Agavendicksaft nicht aus, was wohl seinen Vorteil gegenüber Honig ausmacht.
Jetzt zur Hummel: Als ich sie fand konnte sie sich nur sehr langsam bewegen und sah aus als würde sie es nicht mehr lange machen. Es scheint ihr jetzt besser zu gehen, denn sie ist wieder recht flink unterwegs, aber das Fliegen funktioniert wohl nicht mehr.
Ich werde es einmal mit der Fruchtzuckerlösung versuchen, aber den Winter wird sie wahrscheinlich nicht überleben.

Gruß
Regine

Hummel ernähren Bago 20.10.2010 19:01

Schwierig zu sagen um welche Kasten es sich handelt.
Denn große Arbeiterinnen können auch bei dieser Art so groß wie eine Königin sein.Drohnen dagegen meist etwas kleiner.

Gruß Bago

letzte Arbeiterin nun gestorben Michel 20.10.2010 22:02

Die letzte Arbeiterin bei meinen Kryptarum-Erdhummeln ist gestern gestorben, damit das Volk nun entgültig abgestorben. Finde die Lebensdauer für Erdhummeln recht beachtlich. Nun konnte ich noch die restlichen Kokons auszählen. 133 Königinnen sind erfolgreich geschlüpft, 116 Opfer der Fliege geworden. Beim Saubermachen habe ich 146 Fliegentönnchen im Einstreu gefunden (Bilder dazu demnächst). Die Kokons waren weit unten im Streu zu finden, und oft viele beieinander. Habe alle aufgehoben um zu schauen, was daraus schlüpft. Zudem habe ich einige tote Fliegen entdecken können, welche der grauen Fleischfliege ähnlich sehen.

Ich sehe 2 Gründe für den massiven Befall des Nestes. Einerseits gab es durch das kalte Frühjahr weniger Hummelnester, sodass statistisch mehr Fliegen auf die übrig gebliebenen Völker kommen, und 2. gab es eine durch das kalte Frühjahr verzögerte Entwicklung der Nester. Mir ist bei Vergleich der Daten aus den letzten Jahren, wo ich auch solche Fliegenmaden in Kokons beobachtet habe, aufgefallen, dass dieser Befall von Mitte Juli bis Mitte August auftritt, mit den massivsten Auswirkungen Anfang August. Dieses Jahr lag der Höhepunkt des Nestes Mitte Juli, die Entwicklung damit etwa 1-2 Wochen verzögert zu 2009 und 2008. In den Folgejahren wurden eher die letzten Kokons massiv getroffen, aber dieses Jahr der wesentlich größere Brutanteil kurz nach dem Höhepunkt, weshalb die Auswirkungen auch markanter waren.

Zumindest lokal war der Fliegenbefall dieses Jahr ein teils größeres Problem als die Wachsmotten, zumal eben gezielt Königinnenbrut geschädigt wird. Im Falle meiner Kryptarum-Erdhummeln sollte trotz erheblichem Verlust durch diese Fliege von einer erfolgreichen Entwicklung gesprochen werden, immerhin sind dennoch 133 Königinnen erfolgreich abgeflogen. Viele Nester erreichen diese Quote auch ohne Parasitenbefall nicht...

Vg,
Michel

letzte Arbeiterin nun gestorben Christian F. 21.10.2010 09:00

Hallo Michel,
Schön dass du insgesamt zufrieden abschließen kannst. Vielleicht ist noch eine Bestimmung der Fliegen möglich.

und 2. gab es eine durch das kalte Frühjahr verzögerte Entwicklung der Nester.

Letztlich waren aber viele Hummelnester in diesem Jahr früh am Ende ihres Zyklus, oder? Viele sputeten sich bei den Sonnentagen im Juli so schnell wie möglich fertig zu werden (zumindest bei mir in Oberbayern).

Grüße,
Christian

letzte Arbeiterin nun gestorben Bago 21.10.2010 09:30

Hallo Christian und Michel,
bei mir gab es bei den Erdhummeln und bei den Baumhummeln genauso früh Jungköniginnen , als sonst.
Allerdings lebten die letzten Arbeiterinnen sehr lange im Nest, selbst bei den Baumhummeln gab es z.T. aktive Nester Mitte Juli , dass ist hier normalerweise sehr ungewöhnlich.Die Baumhummeln hatten hier insbesondere durch den frühen Höhepunkt Ende Mai/Anfang Juni Glück , dass sie nicht von den Fliegen befallen wurden.
Bei den Dkl. Erdhummeln war der Ausfall enorm, allerdings sind sie auch gut 4 Wochen später dran gewesen, als die Baumhummeln , im Vergleich war die Nestgründung der Königin 9 Tage fürher.(2010: 27.3. ; 2009: 5.7.)
Dennoch hätten sie bei der Entwicklungsdauer dann gut 2 Wochen länger gebraucht.Naja , immerhin sind 70 von über 150 Königinnen abgeflogen , der Rest an die Fliegen verloren.Bei den Baumhummeln habe ich etwa 100 herausbekommen, immerhin recht gut für die schlechte Saison... jetzt müssen sie nur noch den Winter überstehen.

Gruß Bago

letzte Arbeiterin nun gestorben Michel 21.10.2010 15:12

Die Zeit, welche im Frühjahr durch die kalten Phasen verloren ging, haben die Völker hier damit wieder gut gemacht, dass die neuen Königinnen später aufgezogen wurden. Dieses Jahr hatte ich die erste Königin bei den Erdhummeln am 11. Juli beobachtet, letztes Jahr beispielsweise am 1. Juli. Auch bei anderen Völkern in der Natur hat man Königinnen erst recht spät beobachtet, dafür flogen die aber recht lang, teils bis in den September hinein. Hatte Mitte September noch eine Menge Steinhummelköniginnen am Rotklee beobachten können, ähnliches gabs 2005, wo das Frühjahr auch recht kühl war, zumindest hier.

Vg,
Michel

letzte Arbeiterin nun gestorben Christian 21.10.2010 12:45

Hi,
ja mit dem erfolg kannst Du zufrieden sein. Im letzten Jahr hatte ich Dank der Fliege nur 52 Königinnen die abgeflogen sind.
Außerdem hast du ja viele Fliegen der nächsten Generation abgefangen. die sind im nächsten Jahr bestimmt nicht aktiv. Konnten die den Kasten nicht verlassen? Im Schwegöler suchen die ja das Weite!
Bin sehr gespannt was da raus wird Wie geschrieben, meine Fliegen sahen aus wie die Graue Fleischfliege, hatten aber nie und nimmer die Größe. Vergiß bitte nicht die geschlüpften Fliegen im nächsten Jahr zu posten!

Gruß
Christian

letzte Arbeiterin nun gestorben Michel 21.10.2010 15:04

Denke die meisten Fliegen-Larven konnten durch die Wachsmottensperre den Kasten nicht verlassen. Wann sind bei dir damals die Fliegen aus den Kokons geschlüpft?

Werde auf jeden Fall Bilder dazu reinstellen und auch eine Extraseite zu dem Parasiten auf meiner Homepage erstellen...

Hoffe ja auf Rückkehrerinnen von der Erdhummelart. Dieses Jahr habe ich an einer Stelle mehrere dieser Königinnen teils zeitgleich suchen sehen (von da hatte ich ja auch die Königin für meinen Nistkasten), möglicherweise war dort voriges Jahr ein Nest. Diese Beobachtung könnte ja für ein Rückkehrverhalten sprechen. Na mal schauen...

Viele Grüße
Michel

letzte Arbeiterin nun gestorben Christian 22.10.2010 11:51

Hi,
die Fliegen sind im April geschlüpft.
Heuer hab ich die Fliegen aus drei Hummelkästen extra aufgehoben.
Finde das total spannend.
Nur weiß ich immer noch nicht welche Art meine Fliege 2009 ist. Wie das mit dem Einsenden an eine Uni is, hab ich nicht geblickt. In der Insektenbox is auch nichts zu finden. Werde mich mal, wenn ich viel Zeit hab, im Internet auf die Suche machen.

Christian

letzte Arbeiterin nun gestorben Johann neumayer 25.10.2010 18:45

Hallo,

Du könntest unter http://www.ak-diptera.de> einen Experten suchen und den über e-mail anfragen, ob der die Tiere bestimmen würde. Da sie aus Hummelnestern sind, könnte das auch für die Experten interessant sein.
Gut wäre nur, wenn man die Grobdetermination selbst machen könnte und so schon wüsste, um welche Familie es sich handelt.
Falls Dir das schlecht möglich ist, könnte ich es für dich übernehmen (und auch den Kontakt mit dem Experten). Es wird halt dauern.
LG Johann Neumayer

Hi,

die Fliegen sind im April geschlüpft.
Heuer hab ich die Fliegen aus drei Hummelkästen extra aufgehoben.
Finde das total spannend.
Nur weiß ich immer noch nicht welche Art meine Fliege 2009 ist. Wie das mit dem Einsenden an eine Uni is, hab ich nicht geblickt. In der Insektenbox is auch nichts zu finden. Werde mich mal, wenn ich viel Zeit hab, im Internet auf die Suche machen.

Christian
letzte Arbeiterin nun gestorben Michel 26.10.2010 00:59

Die erste Fliege ist hier aus den abgesammelten Kokons geschlüpft. Denke diese Fliege identifiziert zu haben (gibt ganz gute internationale Literatur), mehr dazu in einem Bericht, der die kommenden Tage folgt. Eine graue Fleischfliege ist es zumindest nicht ;-)

Vg,
Michel

letzte Arbeiterin nun gestorben Christian 26.10.2010 11:49

Okay, dann warte ich mal Deine Bestimmung ab. wenns mich nicht weiterführt, dann versuch ich nen anderen Weg.

Christian

Landschaften/Biotope für Hummeln (Sachstand?) Dennis 21.10.2010 21:57

Ich habe gerade im "von Hagen" das Kapitel über Hummelbiotope bzw. die Verfügbarkeit von Landschaften, die Hummel- und Bienen-geeignet sind, gelesen. Was da genannt wurde, war ja wenig erfreuliches (zunehmende bzw. nicht aufhörende Vernichtung von Wiesen, Randstreifen u.ä. sowie wenige, z.T. gescheiterte Projekte zur Schaffung solcher Landschaften), mit Ausnahme einiger Projekte, die Hr. v. Hagen in seinem Umfeld in Gang setzen konnte.
Leider sind die Ausführungen in genanntem Buch auch in der 5. Auflage von 2003 auf dem Stand Anfang/Mitte der 1990er und ich bin mir sicher, dass sich doch sicher einiges verändert hat seitdem (z.B. wird im Buch auch erwähnt, dass die EU ein Flächenstilllegungsprogramm ("Grünbrache") einführen will, was wohl auch geschah, allerdings wurde dieses Programm 2009 eingestellt, was sicherlich eine negative Entwicklung ist, oder?)

Was ist denn der aktuelle Stand in dieser Sache (jetzt allgemein in Bezug auf hummel-/insektenfreundliche Landschaften)? Eingedenk der Tatsache, dass Umweltschutz ja immer mehr an Bedeutung gewinnt (v.a. im Vergl. zu Mitte der 90er), könnte ich mir vorstellen, dass sich bis ins Jahre 2010 doch einiges zum Besseren gewendet hat, oder bin ich da zu gutgläubig?
(Ist Hr. v. Hagen überhaupt noch "aktiv" im Hummelschutz unterwegs?)

Was sind eure Erfahrungen?

Gibts aktuell Initiativen in der Richtung? Sind die Hummelfreunde daran auch beteiligt?

Das bringt mich auch zu der Frage, ob die Hummelfreunde organisiert (in einem Verein/Interessengemeinschaft o.ä., ähnlich den Imkern oder anderen Tierfreunden in entsprechenden Verbänden) bzw. untereinander vernetzt sind, auch außerhalb des Internets?
(Eine derartige Organisation könnte doch sicher einiges leisten, nehm ich mal an.)

Landschaften/Biotope für Hummeln (Sachstand?) Martin 21.10.2010 22:52

Gutes Thema!

Ich habe hier schon mal zu etwas dazu geschrieben.

Zentral organisierte Bemühungen gibt es meines Wissens nicht. Es gibt aber Hummelschützer, die auf eigene Faust und aus eigener Tasche etwas für den Hummelschutz tun. Wie viele weiß wohl keiner so genau? Herr von Hagen natürlich (immer noch) an erster Stelle oder auch der Betreiber von hornissen-hummeln.de (externer Link, nicht mehr verfügbar) schreibt z.B. davon, auf mehreren Äckern Hummeltrachtpflanzen anzubauen. (Wenn dieser hier mitliest: Ich würde gerne mehr darüber hören. ;))

Zum Thema passt auch die Meldung (externer Link, nicht mehr verfügbar), dass sich in England nach der vom Bumblebee Conservation Trust organisierten Anlage von über 800 Hektar Blühflächen mehrere gefährdete Hummelarten wieder langsam erholen und sogar ausbreiten.

Landschaften/Biotope für Hummeln (Sachstand?) Bago 22.10.2010 09:13

Hallo Dennis,
die beiden Brüder sind immernoch im Hummelschutz tätig.

Biotope gibt es eigentlich wenige zumindest habe ich noch nie eins in freier Natur gesehen.
Ich sehen es auch als schlimm an gerade im Sommer wenn es trocken ist in Parkanlagen den Rasen so runter zuschneiden.Dort blühen schon im Frühjahr wichtige Wildkräuter wie Taubnesseln.
Zum Glück sind Hummeln ja auch durch die Bienenschutzverordnung geschützt, sodass kein Gift gespritzt werden darf , welches ihnen schadet.So etwas wird auch in Deutschland normalerweise nicht verkauft.
Es gab es aber leider in den Nachbarländern bis vorkurzem.

Am besten man gestaltet den eigenen Garten freundlich und mutiviert Nachbarn , dass den Garten auch hummelfreundlich/bienenfreundlich gestalten.

Tatsächlich ziehen viele Imker mit ihren Bienen in die Stadt , weil es dort mehr Nahrung gibt!!!

Gruß Bago aus Dortmund

Landschaften/Biotope für Hummeln (Sachstand?) Dennis 22.10.2010 18:34
Gutes Thema!

Wow, bin erst so kurz hier im Forum und schon so ein Lob. :)

Ich habe hier schon mal zu etwas dazu geschrieben.

Das Projekt "Blühende Landschaften", ja, das liest sich doch sehr interessant. Im Prinzip ja genau der richtige Ansatz, eine zentrale Vereinigung, die sich um "Beblühung" der Landschaft kümmert bzw. darauf hinwirkt. Sicher ein Projekt, mit dem man als Hummelfreund zusammenarbeiten könnte (tut das hier schon jemand bzw. hat Erfahrungen mit den Menschen dahinter?).

[...] oder auch der Betreiber von hornissen-hummeln.de (externer Link, nicht mehr verfügbar) schreibt z.B. davon, auf mehreren Äckern Hummeltrachtpflanzen anzubauen. (Wenn dieser hier mitliest: Ich würde gerne mehr darüber hören. ;))

Klingt sehr interessant, allerdings konnte ich auf oben genannter Seite dazu nichts finden, scheint wohl etwas versteckt zu stehen. ;)

Landschaften/Biotope für Hummeln (Sachstand?) Martin 22.10.2010 19:40
Gutes Thema!
Wow, bin erst so kurz hier im Forum und schon so ein Lob. :)

Ach, nicht zu viel darauf einbilden. Ich finde nur meine Themen gut und das ist eines meiner Themen. ;-)

Klingt sehr interessant, allerdings konnte ich auf oben genannter Seite dazu nichts finden, scheint wohl etwas versteckt zu stehen. ;)

Ist etwas versteckt, ja.

http://www.hornissen-hummeln.de/07_anlage_trachtgebieten.htm (externer Link, nicht mehr verfügbar)
http://www.hornissen-hummeln.de/archiv/hummeln/2008/dat_2008/07_beinwellwald_notleidende_hummeln.html (externer Link, nicht mehr verfügbar)
http://www.hornissen-hummeln.de/archiv/hummeln/2007/dat_2007/07_initiative_bestaeubernotstandes.htm (externer Link, nicht mehr verfügbar)
http://www.hornissen-hummeln.de/archiv/hummeln/2007/dat_2007/07_sandhummel_im_aufwind.htm (externer Link, nicht mehr verfügbar)

Landschaften/Biotope für Hummeln (Sachstand?) Christian 22.10.2010 11:46

Hi,
bei uns im Mittelfranken gibts des öfteren Flächen, die mit Samen von Wildkräutern eingesäat worden sind. Denke das ist dieses 5- Jahre Programm. Daneben schließen sofort die Maisplantagen an, das hektarweise. Aber immerhin.

Was ich eben feststelle ist, dass das Interesse für Hummeln nicht so da ist, noch weniger für Hornissen und schon gar nicht für Wespen. Auch klagen die Imkervereine bei uns unter Nachwuchsschwierigkeiten und den Honig mögen immer weniger der Kids essen. Liegt viel mit dran, dass wir Menschen fragen: "Was bringts?" Also das werde ich gefragt wenn ich von meinem Hobby spreche, das ich 6 Monate im Jahr nicht betreiben kann, weil die Hummeln im Boden aufs nächste Jahr warten. Viele denke ja, ich hol mir Honig von den Hummeln.
Die Menschen erreicht man eher mit Leitarten wie Storch und Fledermaus deren Biotopschutz dann auch den Hautflüglern zugute kommt. Das ist bei uns sehr gut vom LBV organisiert. Der Storch bringt u.a. was für den Fremdenverkehr, also Kohle.

Denke der Hummelschutz wird im wesentlichen von uns Forumsleuten organisiert, über die deutsche Grenze hinweg. Wenn der Einzelne ein paar Freunde oder Nachbarn dafür gewinnen kann, ist das meines Erachtens schon sehr viel.

Gruß
Christian

Landschaften/Biotope für Hummeln (Sachstand?) Martin 22.10.2010 17:45
bei uns im Mittelfranken gibts des öfteren Flächen, die mit Samen von Wildkräutern eingesäat worden sind. Denke das ist dieses 5- Jahre Programm.

Kann ich bestätigen. Ich hatte die Tage eine längere Fahrt nach Ansbach, da ist mir alle paar Kilometer eine kleinere Blühfläche aufgefallen. Nichts allerdings das über einen Hektar hinausging. Hier am Ortsrand ist auch eine solche Fläche, von einem Imker angelegt. Tippe mal wie du, dass das meistens im Rahmen der Aktion "Blühende Landschaft" geschieht. Auf jeden Fall scheinen die alle die gleiche Saatmischung zu verwenden, charakteristisch mit Sonnenblumen und allgemein sehr hoch.

Ich will hier im nächsten Jahr auch etwas organisieren, denke aber eher an eine Kleegrasmischung oder so.

Landschaften/Biotope für Hummeln (Sachstand?) Dennis 22.10.2010 19:59

Aus den einzelnen Beiträgen lese ich ja heraus, dass einige von euch schon sehr lange im Hummelschutz unterwegs sind, und deshalb sicher die Entwicklung in diesem Bereich schon einige Jahre verfolgen, deshalb meine eigentliche Frage:

Denkt ihr, dass sich für die Hummeln (während der Zeit, in der ihr euch mit ihnen beschäftigt), die Lage eher verbessert oder eher verschlechtert hat (zumindest in der Umgebung, in der ihr beheimatet seid oder auch deutschlandweit, sofern euch solche Daten vorliegen**)?

** Apropos: Liest einer der Gebrüder von Hagen eigentlich hier dieses Forum mit?

Landschaften/Biotope für Hummeln (Sachstand?) Bago 22.10.2010 22:51
Aus den einzelnen Beiträgen lese ich ja heraus, dass einige von euch schon sehr lange im Hummelschutz unterwegs sind, und deshalb sicher die Entwicklung in diesem Bereich schon einige Jahre verfolgen, deshalb meine eigentliche Frage:

Denkt ihr, dass sich für die Hummeln (während der Zeit, in der ihr euch mit ihnen beschäftigt), die Lage eher verbessert oder eher verschlechtert hat (zumindest in der Umgebung, in der ihr beheimatet seid oder auch deutschlandweit, sofern euch solche Daten vorliegen**)?

Seit ich 2007 mit der Hummelhaltung (Schutz, Anpflanzung von Pflanzen) begann ,konnte ich nur wenige Arten beobachten.Doch durch das Umstellen zu einem hummelfreundlichen Garten konnte ich dann auch öfters mal alle 7 h. Arten beobachten.
So hat sich z.B. die Gartenhummel in den letzten 2 Jahren häufiger gezeigt, auch die Baumhummeln.
Allerdings ist z.B. die Wiesenhummel ehr auf dem Rückzug, zumindest bei mir.
Das ist aber von Region zu Region unterschiedlich.

--> Ich denke nicht , dass es sich gebessert hat , aber auch nicht , dass es sich verschlechtert hat.
Das einzige , was nicht passieren darf , ist die Gartenumgestaltet zu sterilen Zierrasenflächen, wo nicht mehr blüht.

** Apropos: Liest einer der Gebrüder von Hagen eigentlich hier dieses Forum mit?

Gute Frage???

Gruß Bago

Landschaften/Biotope für Hummeln (Sachstand?) Martin 23.10.2010 09:11
Denkt ihr, dass sich für die Hummeln (während der Zeit, in der ihr euch mit ihnen beschäftigt), die Lage eher verbessert oder eher verschlechtert hat (zumindest in der Umgebung, in der ihr beheimatet seid oder auch deutschlandweit, sofern euch solche Daten vorliegen**)?

Ich bin auch erst ein paar Jahre dabei, kann daher nicht viel zu sagen. Als ich anfing mich für Hummeln zu interessieren, sah ich nur ab und zu mal eine im Garten und dabei auch nur zwei oder drei verschiedene Arten. Seit ich den Garten im Sinne der Hummeln verändert habe, sind während der Saison täglich dutzende Hummeln da und darunter waren bereits mindestens neun Arten vertreten. Mit dem Garten wächst auch jedes Jahr die Anzahl der beobachteten Hummeln. Jeder kann also etwas tun. Wenn man ihnen Nahrung anbietet, dann kommen sie auch ... wenn es sie noch gibt.

Johann Neumayer hat in einem Thread mal etwas zur Situation in Österreich geschrieben. Die Probleme der Flachlandarten dürften auch auf Deutschland übertragbar sein. Link.

Einige User hier stehen mit EvH telefonisch in Kontakt.

Landschaften/Biotope für Hummeln (Sachstand?) Dennis 28.10.2010 20:14

Das liest sich ja ganz ermutigend, große Veränderungen beginnen wohl doch im kleinen. Was man auch anschaulich euren Beiträgen sieht: Nach Schaffung einer hummelfreundlichen Umgebung sind die Tierchen von ganz alleine gekommen, auch wenn sich die Hummeln im "normalen Leben" rar machen, bietet man ihnen einen Lebensraum an, so nehmen sie ihn gerne an. Finde ich sehr beruhigend zu lesen, denn das heißt, dass es die Hummeln noch gibt und die Schutzmaßnahmen - und wenn es nur der eigene Garten ist, der zur Hummelwiese wird - doch Wirkung zeigen.

Auch wenn es - wenn ich es richtig verstanden habe - keine großen Aktionen zum Hummelschutz gibt (sieht man mal vom "Netzwerk Blühende Landschaften" ab, das sich ja generell den Schutz von Bienen, Hummeln, etc. auf die Fahnen geschrieben hat), so helfen doch auch schon die kleinen Veränderungen.

Konntet ihr in diesem Sinne eigentlich Freunde/Verwandte/o.ä. "umstimmen", d.h. sind aufgrund eures Einsatzes für die Hummel schon weitere hummelfreundliche Gärten/Wiesen/etc. geschaffen worden?

Landschaften/Biotope für Hummeln (Sachstand?) Martin 29.10.2010 20:45

Ich suche vor allem nach Wegen, wie in der Landwirtschaft "nebenbei" etwas für den Hummelschutz getan werden kann. Besonders spannend finde ich dabei das Thema Wildstauden zur Biogasgewinnung. Es klingt fast schon zu gut um wahr zu sein, statt Mais blühende Felder ohne Herbizideinsatz mit vergleichbarem Ertrag! Mal sehen, was passiert, wenn die entsprechenden Lobbys das als ernstzunehmende Konkurrenz wahrnehmen.

Mit Neophyten:

http://www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/unser-land/landwirtschaft-und-forst-umwelt-neue-energiepflanzen-ID128817023405.xml (externer Link, nicht mehr verfügbar)

http://www.lla-bayreuth.de/files/1_Aktuelles/infos/singleview_news.php?id=247 (externer Link, nicht mehr verfügbar)

Mit heimischen Arten:

http://www.lebensraum-brache.de/Projekte/Biogas/index.php (externer Link, nicht mehr verfügbar)

Steckt aber alles noch in den Kinderschuhen.

Landschaften/Biotope für Hummeln (Sachstand?) Dennis 30.11.2010 18:21
Ich suche vor allem nach Wegen, wie in der Landwirtschaft "nebenbei" etwas für den Hummelschutz getan
werden kann. Besonders spannend finde ich dabei das Thema Wildstauden zur Biogasgewinnung. Es

Davon habe ich auch schon gehört.

Außerdem hörte ich vor 2 Wochen auf einem Imkertreffen einen interessanten Vortrag zur angedachten künftigen Agrarpolitik der EU (es sprach ein Beamter des Landwirtschaftsministeriums von Schleswig-Holstein).
Demnach soll bzw. ist es zumindest angedacht, künftig die Vergabe von Subventionen für die Landwirte davon abhängig zu machen, dass mind. 5-10 % der Fläche für "öffentliche/ökologische Zwecke" zu reservieren sind, und da wurden explizit Flächen mit blühendem Bewuchs genannt, d.h. dass der Landwirt diese 5-10 % seiner Fläche mit Leguminosen o.ä. bepflanzt.
Das würde natürlich für die Imker und ihre Bienen eine feine Sache (gleichmäßigere Tracht), und auch die Hummeln würden hiervon ja sicher profitieren (was die Biene mag, verschmäht die Hummel ja nicht).
Wenn ich mich richtig erinnere, sollte diese Änderung 2013 in Kraft treten - sofern sie denn beschlossen wird, was noch nicht sicher ist.

Fand, das klang ganz gut, dieser Ansatz, ich bin gespannt, was daraus wird.

Landschaften/Biotope für Hummeln (Sachstand?) Martin 01.12.2010 21:32
Demnach soll bzw. ist es zumindest angedacht, künftig die Vergabe von Subventionen für die Landwirte davon abhängig zu machen, dass mind. 5-10 % der Fläche für "öffentliche/ökologische Zwecke" zu reservieren sind, und da wurden explizit Flächen mit blühendem Bewuchs genannt, d.h. dass der Landwirt diese 5-10 % seiner Fläche mit Leguminosen o.ä. bepflanzt.<

So eine Regelung hätte es gleich geben sollen, als die Flächenstilllegung abgeschafft wurde...

Inzwischen habe ich übrigens die Zusage, dass ich im nächsten Jahr einen Hektar Ackerfläche zur Verfügung habe. Mal sehen, was ich darauf ansäen lasse und wie es mit der Förderung aussieht.

Landschaften/Biotope für Hummeln (Sachstand?) Dennis 03.12.2010 17:06
So eine Regelung hätte es gleich geben sollen, als die Flächenstilllegung abgeschafft wurde...

Sofern diese neue Regelung kommt (was noch nicht sicher ist, da aktuell verhandelt wird), so wäre dies allerdings erst 2013.

Inzwischen habe ich übrigens die Zusage, dass ich im nächsten Jahr einen Hektar Ackerfläche zur
Verfügung habe. Mal sehen, was ich darauf ansäen lasse und wie es mit der Förderung aussieht.

Das ist natürlich die einfachste Möglichkeit, da kannst dann aussähen was du willst.
Obs eine Förderung gibt, weiß ich nicht, aber es lohnt sich sicher, danach zu fragen. Man sollte an Förderung nehmen, was man kriegen kann. Kann mir aber vorstellen, dass das von Bundesland zu Bundesland ziemlich schwanken dürfte.

Landschaften/Biotope für Hummeln (Sachstand?) Martin 04.12.2010 09:18

Im Rahmen einer gerade veröffentlichten Forschungsarbeit wurde herausgefunden, dass die Anzahl der Nester der Steinhummel und Ackerhummel in der Nähe eines Kleefeldes bis zu fünfmal höher war. Kein Wunder also, dass es den Hummeln früher besser ging, als Kleefelder noch eine große Rolle in der Landwirtschaft spielten.

Außerdem beschreibt die Arbeit einen positiven Einfluss von Gärten, der sich mindestens 1km ins Umland bemerkbar macht.

http://www.bbc.co.uk/news/science-environment-11822844 (externer Link, nicht mehr verfügbar)

Landschaften/Biotope für Hummeln (Sachstand?) Bago 04.12.2010 09:50

Ist ja auch kein Wunder, die Stein- und Ackerhummeln sind Hauptabnehmer für den Rotklee.
Ich habe hier auch einen änlichen Bericht, den Du vielleicht schon kennst.
Es ist aber nur die Frage, wo die Hummeln davon provitieren, in der Großstadt wohl ehr weniger. Natürlich wird es hierfür Zeit, das solche Flächen entstehen, aber es muss ja nicht unbedingt entschlossen werden.

Link (externer Link, nicht mehr verfügbar)

Gruß Bago