Beiträge aus 2009

die Feldhummeln planen die Übernahme... Bettina 12.04.2009 17:25

Hallo Claudia,
es sind Mörtelbienen, die deine Erde "klauen". Es sind Sölitärbienen, die die feuchte Erde zum Verschließen ihrer Brutröhren benötigen.
Die Flugzeit dieser Bienen geht schon ihrem Ende entgegen und die Mengen an Erde, die sie benötigen sind minimal. Also keine Sorge, Du wirst in kein Loch fallen...

Baumhummel bernde 12.04.2009 21:30

Hallo Hummelfreunde,
Gestern habe ich in einen Nistkasten eine Erdhummel eingesetzt. Nach 5 Minuten entfernte ich den Polsterwollepfropf aus dem Einflugrohr und schloss den Schieber des Vorbaues, so dass der Kasten nur über den Klappeneingang betreten werden kann. Nach 3 Minuten kam die Erdhummel unter der geöffneten Klappe heraus, zeigte einen Orientierungsflug und entfernte sich. Kurz darauf kam eine Baumhummel und wollte durch den geschlossenen Schieber in den Kasten. Ich erkannte, dass die Hypnorum den Kasten schon ohne mein Dazutun bei geöffneten Schieber schon besiedelt hatte. Nach kurzer Zeit fand sie den für sie neuen Eingang und verschwand im Kasten. Die Erdhummel sah ich dann nur einmal noch einfliegen. Heute flog nur noch die Baumhummel mit schwerer Last in den Kasten. Ich hatte noch nie Baumhummeln in einen meiner Kästen. Der jetzt bezogene steht zirka 2 Meter neben meiner Gartenschaukel. Wie aggressiv sind Baumhummeln wirklich? Muss ich etwas befürchten?
Gruß Bernde

Re: Baumhummel Angelika 12.04.2009 21:43

Bei uns nisten Baumhummeln immer in unserer Hausisolierung. Oft direkt neben dem Gartentisch. Es gab noch nie Probleme. fg Angelika

Re: Re: Baumhummel Martin 13.04.2009 09:14
Bei uns nisten Baumhummeln immer in unserer Hausisolierung. Oft direkt neben dem Gartentisch. Es gab noch nie Probleme. fg Angelika

Genau wie bei uns. So kam ich überhaupt erst zum Hummelschutz. ;)

Re: Re: Re: Baumhummel Elke 14.04.2009 08:43
Bei uns nisten Baumhummeln immer in unserer Hausisolierung. Oft direkt neben dem Gartentisch. Es gab noch nie Probleme. fg Angelika

Genau wie bei uns. So kam ich überhaupt erst zum Hummelschutz. ;)

So ging es mir auch - jahrelang ohne Probleme meinen Balkon mit Baumhummeln geteilt.

Vor zwei Jahren hat sich dann ein Baumhummelvolk von selbst in meinem Schweglernistkasten niedergelassen.
Sie waren auch wirklich friedlich, bis ich an einem schwülheißen Sommertag im Juli einmal zu dicht (etwa 2m Abstand) am Kasten stand.

Eine der Damen war offenbar schon so genervt, dass sie mich direkt angegriffen und gestochen hat. :(

Die Hummeln haben zu der Zeit ständig den Kasten ventiliert.
Ich glaube, ein Kasten, der sich überhitzt, ist dem friedlichen Zusammenleben mit den Baumhummeln nicht immer zuträglich.

Re: Baumhummel Michel 13.04.2009 01:35

Baumhummeln sind auch sehr interessante Untermieter. Die Aggressivität ist dabei recht unterschiedlich, gerade wilde Nester, die nicht allgemeine Störungen durch den Mensch gewöhnt sind (Vorbeilaufen und so), können durchaus empfindlich reagieren. Wenn der Nistkasten am Boden steht, ist das schon mal gut, denn die Wächterinnen am Eingang haben damit keinen so guten Überblick über die Umgebung. Müsste man letztlich schauen, viele Völker sind durchaus sehr tolerant. Bei Nestkontrollen ist allerdings ein fester Stechschutz unabdingbar.

Viele Grüße
Michel

Hilfe Thomas 12.04.2009 21:36

Hallo,ich brauche eure Hilfe
Ich hab 25 Königinnen in meinen zwei Kästen versucht anzusiedeln außer eine die einen orientierungsflug gemacht hat aber nicht wieder gekommen ist hat keine Interresse zum bleiben gehabt.
Es macht so langsam keinen Spaß mehr,ich werde es zwar weiter versuchen.Hat einer von euch ein paar Tipps wie es noch klappen könnte,noch besser währe es wenn man so was abgucken könnte.Wenn es jemand aus meiner Region geben sollte könnte man sich ja mal treffen?Noch eine Frage,
wieviel Polsterwolle legt ihr in den Kasten,eine Hand voll oder die Pappschachtel voll?

Grüße und Danke aus Großolbersdorf

ich habe 10 nistkästen und alle voll.du hast vieleicht kein gutes nest gebaut oder keine suchende hummel erwischt.gruss werner werner 13.04.2009 11:50
Hallo,ich brauche eure Hilfe
Ich hab 25 Königinnen in meinen zwei Kästen versucht anzusiedeln außer eine die einen orientierungsflug gemacht hat aber nicht wieder gekommen ist hat keine Interresse zum bleiben gehabt.
Es macht so langsam keinen Spaß mehr,ich werde es zwar weiter versuchen.Hat einer von euch ein paar Tipps wie es noch klappen könnte,noch besser währe es wenn man so was abgucken könnte.Wenn es jemand aus meiner Region geben sollte könnte man sich ja mal treffen?Noch eine Frage,
wieviel Polsterwolle legt ihr in den Kasten,eine Hand voll oder die Pappschachtel voll?

Grüße und Danke aus Großolbersdorf
Re: Hilfe Bettina 13.04.2009 12:41

Hallo Thomas, wirklich nur eindeutig suchende Königinnen fangen. Ich nehme ca. 2 handvoll gerupfte Polsterwolle. Wenn das Volk sehr groß werden sollte kannst du jederzeit noch etwas nach legen. Die Wolle forme ich zu einer hohlen Kugel und drapiere sie so an der Einlaufröhre, das die Hummel direkt hineinläuft. Viel Erfolg

Re: Hilfe bernde 13.04.2009 13:43

Hallo Thomas,
hast Du geeignete Kästen? Das heißt mit Vorbau, Mottenklappe und eine zum Kasteninnere führende Röhre zirka 20 mm dick. Im gut durchlüfteten Kasten befindet sich ein Pappkarton den man mit Hobelspänen zu einem viertel füllt, um darauf die Polsterwolle zirka 5 cm dick verteilt. In der Mitte etwa eine kleine Mulde formen. Die Einlaufröhre sollte 15 bis 20 cm in den Kasten reichen und ohne Absatz zur Polsterwolle führen. Die Röhre sollte im Kasten gebogen sein, damit kein Licht direkt einstrahlt. Wenn der äußere Kasten nicht Mottendicht ist, sollte der Innere Mottensicher sein. Immer auch an gute Durchlüftung denken und natürlich auch realisieren! Noch komplizierter ich das Einsetzen einer geeigneten Königin. Sie sollte in unmittelbarer Nähe des Kastens, klar ersichtlich auf intensiver Nestsuche sein. Man sticht mit einem Stab Löcher in die Erde um Mäusenester vorzutäuschen. Krabbelt eine Hummel in ein solches Loch setze ich eine selbst gefertigte Röhre davor und die Hummel läuft in die 15 cm lange Röhre, die hinten hell ist, da transparent. Ich kippe die Röhre fast waagerecht und wenn die Hummel hinten angekommen ist wird vorn abgedeckelt. Mit einem Stößel, der von Anfang an in der Röhre steckt schiebe ich die Hummel in den nichttransparenten Teil, so dass sie beim kurzen Transport zum Kasten im Dunklen sitzt. Am Kasten angekommen lasse ich hinten wieder etwas Licht ein und warte bis die Hummel wieder am hinteren Ende der Einsetzröhre angekommen ist. Nun kann ich den Deckel vorn entfernen und gleichzeitig am Einflugrohr im Vorbau des Kastens ansetzen. Nun schiebe ich mit dem Stößel die Hummel langsam und sehr gefühlvoll in den Laufgang der zum Kasteninneren führt. Meistens hört man am immer leiser werdenden Summen, dass sich die Hummel auf den Weg Richtung Innenraum begeben hat. Nun verstopft man das Loch mit Polsterwolle und gibt der Königin zirka 5 Minuten Zeit ihr neues Zuhause zu mustern. Danach entfernt man die Wolle und schließt den Vorbauschieber, so dass die Hummel nur durch ihr mit einer Schrägklappe gesichertes Einflugloch abfliegen kann. Die Klappe ist zu diesem Zeitpunkt noch offen. Wenn die Königin nach 5 bis 10 Minuten erscheint, sich zum Loch umdreht und mit Blick zum Kasten abhebt folgt der Orientierungsflug und man hat gewonnen. Fliegt sie schnurstracks weg so hat man einen Fehlversuch zu verbuchen. Man zupft dann wieder etwas Wolle in den Kasten und startet einen neuen Versuch. Das wichtigste hierbei ist die Hummel in keiner Weise zu schädigen oder nur ansatzweise zu verunsichern. Lieber eine Hummel abfliegen lassen, als sie zu gefährden!!!
Viel Erfolg und alles gute Bernde.

naja... Michel 13.04.2009 21:54

Hallo,

Die Einlaufröhre sollte 15 bis 20 cm in den Kasten reichen und ohne Absatz zur Polsterwolle führen.<<<

Kommt auf die jeweilige Art an. Erdhummeln bevorzugen lange Laufstrecken, andere Arten, wie Ackerhummeln, kurze Wegstrecken zum Nest.

Wenn der äußere Kasten nicht Mottendicht ist, sollte der Innere Mottensicher sein.<<<

Wie machst du das? Mottensperre durch Pendeltüren? Vollkommen wachsmottensicher ist man selbst da nicht, da die Eier auch vor dem Eingang abgelegt werden (ist zumindest meine Erfahung dazu). Allerdings wird der Befall deutlich minimiert. Starke Kolonien schaffen es auch zuverlässig, Wachsmotten am Eindringen zu hindern, eben durch Wächterinnen im Eingangsbereich. Erst gegen Saisonende erfolgt dann hier der Befall.

Sie sollte in unmittelbarer Nähe des Kastens, klar ersichtlich auf intensiver Nestsuche sein<<<

Die unmittelbare Nähe zum Nistkasten muss nicht zwingend der Fall sein, ist artenabhängig. Auch Ansiedlungen von Königinnen, die beispielsweise 1 km entfernt gefunden werden und eingesetzt werden, können zu guten Erfolgen führen. Allerdings gibts da paar Dinge zu beachten.

Krabbelt eine Hummel in ein solches Loch setze ich eine selbst gefertigte Röhre davor und die Hummel läuft in die 15 cm lange Röhre, die hinten hell ist, da transparent. Ich kippe die Röhre fast waagerecht und wenn die Hummel hinten angekommen ist wird vorn abgedeckelt. Mit einem Stößel, der von Anfang an in der Röhre steckt schiebe ich die Hummel in den nichttransparenten Teil, so dass sie beim kurzen Transport zum Kasten im Dunklen sitzt. Am Kasten angekommen lasse ich hinten wieder etwas Licht ein und warte bis die Hummel wieder am hinteren Ende der Einsetzröhre angekommen ist. Nun kann ich den Deckel vorn entfernen und gleichzeitig am Einflugrohr im Vorbau des Kastens ansetzen. Nun schiebe ich mit dem Stößel die Hummel langsam und sehr gefühlvoll in den Laufgang der zum Kasteninneren führt. Meistens hört man am immer leiser werdenden Summen, dass sich die Hummel auf den Weg Richtung Innenraum begeben hat. <<<

Die besten Erfolge habe ich beim Fangen und Einsetzen mit der hohlen Hand. Die Tiere bleiben da sehr ruhig. Allerdings ist es eine Überwindungssache und man kann durchaus auch mal gestochen werden.

Nun verstopft man das Loch mit Polsterwolle und gibt der Königin zirka 5 Minuten Zeit ihr neues Zuhause zu mustern. Danach entfernt man die Wolle und schließt den Vorbauschieber, so dass die Hummel nur durch ihr mit einer Schrägklappe gesichertes Einflugloch abfliegen kann. <<<

Zuhalten des Einganges für 20-30 Sekunden reicht meist, bis dahin sollte die Hummel den Nistraum erreicht haben.

Viele Grüße
Michel

Re: naja... bernde 13.04.2009 23:17

Hallo Michel,
die von mir absichtlich recht allgemeingehaltenen Schilderungen galten nicht einem Experten wie Dir, sondern einem Anfänger in der Hummelansiedlung, der 25 Fehlversuche hinter sich hat. Ich glaube schon, einem neuen Hummelfreund durch Erläuterung der einzelnen Handgriffe weiter geholfen zu haben. Wenn Du selbst Königinnen mit den Händen fängst und einsetzt, so wirst Du vielfach bewundert. Einem neuen Hummelfreund dieses anzuraten halte ich für unangebracht. Übrigens halte ich persönlich auch nichts vom Einfangen 1 km vom Kasten entfernt. Warum sollte dieses nötig sein? Mottensicher solltest Du nicht zu wörtlich nehmen. Wir wissen sicher alle wie schwer es ist Wachsmotten völlig fern zu halten. Auch ist die Rolle der Motte in Bezug auf Selektion schon öfter beschrieben worden. Von Mottensperre mittels Pendeltüren habe ich nichts geschrieben, die Rede war immer von Schrägklappen.
"Naja" trotzdem viele Grüße von Bernde

Re: Re: naja... Michel 14.04.2009 21:13

Hallo,

zum Fangen mittels hohler Hand: Es ist aber eine sehr erfolgversprechende Methode, daher habe ich das auch geschrieben bzw. tätige ich das auch so. Manchmal gibt es Vorteile, was Ansiedlungen von Königinnen aus etwas größerer Nestumgebung angeht. Beispielsweise wenn nestnah kaum oder keine nestsuchenden Königinnen unterwegs sind... ;-). Allerdings geht das nur bei bestimmten Bedingungen, die es zu beachten gilt. Bezüglich der Mottensperre bezog ich mich auch auf Schrägklappen (nutze ich ja auch), sorry wenn das so nicht rüber kam. Aber wie du selbst auch geschrieben hast, einen 100 %igen Schutz gibt es dennoch nicht...

Viele Grüße
Michel

Bisheriger Stand der Dinge (Link mit Fotos) Michel 12.04.2009 23:58

Hallo,

mittlerweile sind alle 7 Niststätten vergeben. Hier die aktuelle Bestandsliste:

2 mal Dunkle Erdhummel (beides vermutlich Rückkehrer)
1 mal Helle Erdhummel
2 mal Wiesenhummel
1 mal Steinhummel
1 mal Ackerhummel

Hier ein Link zu meinem diesjährigen Tagebuch 2009 mit einigen Fotos:
Tagebuch 2009 (externer Link, nicht mehr verfügbar)

Irgendwie traue ich dem Wetter nicht, diese langanhaltende Wärme Anfang April und das damit verbundene ungewöhnliche gleichzeitige Auftreten der Arten. Denkbar, dass da noch ein größerer Kaltlufteinbruch kommen wird. Naja, die Hummeln sind ja recht kälteunempfindlich, auch was nächtlichen Frost angeht, aber die nun folgenden Baumtrachten (Obstbäume) wären da gefährdeter... Hoffen wir, dass das Wetter annehmbar bleibt.

Viele Grüße aus dem Erzgebirge
Michel

Hummeln am Balkon Marcel Kunz 13.04.2009 16:02

Hallo,

ich habe vor kurzem entdeckt, dass neuerdings Hummeln bei uns hausen.
Bisher hatten wir im Sommer immer Schwalben unterm Dach, nun habe ich festgestellt, dass in einem anderen Loch am Dachfenster immer wieder Hummeln ein- u. ausfliegen. Nun habe ich mich im Internet schon belesen, weiß jetzt, dass die Tierchen nützlich u. harmlos sind.
Ich möchte die Hummeln weder vertreiben, noch töten, da ich auch weiß, dass die Tiere im Herbst ohnehin zu grunde gehen.
Gibt es natürliche Mittel, um die Tiere wenigstens von meinem Esstich auf dem Balkon fernzuhalten? Weiterhin ist das Loch, in das die Hummeln verschwinden, das Fenster zum Kinderzimmer.
Meine Kleine Tochter (4 Jahre) hat da natürlich Anst.
Ich möchte Ihr aber auch beibringen, die Natur zu achten, also die Tiere auch nicht töen.
Weiterhin haben wir noch ein 7 Monate altes Baby, dass natürlich auch nicht gestochen werden sollte.
Was kann ich tun, damit die Hummeln weiterhin brüten und leben können und ich weiterhin meinen gewohnten Freiraum auf dem Balkon genießen kann?

Vielen Dank für die Hilfe vorab !

Re: Hummeln am Balkon Angelika 13.04.2009 22:05
Hallo,

ich habe vor kurzem entdeckt, dass neuerdings Hummeln bei uns hausen.
Bisher hatten wir im Sommer immer Schwalben unterm Dach, nun habe ich festgestellt, dass in einem anderen Loch am Dachfenster immer wieder Hummeln ein- u. ausfliegen. Nun habe ich mich im Internet schon belesen, weiß jetzt, dass die Tierchen nützlich u. harmlos sind.
Ich möchte die Hummeln weder vertreiben, noch töten, da ich auch weiß, dass die Tiere im Herbst ohnehin zu grunde gehen.
Gibt es natürliche Mittel, um die Tiere wenigstens von meinem Esstich auf dem Balkon fernzuhalten?

Hummeln interessieren sich nicht für den Esstisch.

Weiterhin ist das Loch, in das die Hummeln verschwinden, das Fenster zum Kinderzimmer.

Heißt das, die Hummeln nisten im Zimmer? Bist Du Dir sicher, dass es sich um Hummeln handelt und nicht um Solitärbienen?
fg Angelika

Re: Hummeln am Balkon Wolfgang 13.04.2009 22:21

Hallo Marcel,
Deine 'Hummeln' sind Wildbienen, bilden keine Völker, sind völlig ungefährlich und in einigen Wochen verschwunden.
Hier kannst Du Weiteres nachlesen:
http://www.bombus.de/nichthummel.asp

http://www.wildbienen.de/

http://www.arthropods.de/storiesHymenoptera.htm

http://www.insektenbox.de/

http://www.wildbienen.info/ibn/pw_publ3.php

Viel Erfolg
Wolfgang

Hummelschutz??? Manfred 14.04.2009 07:48

Hallo,
auch auf die Gefahr hin mich unbeliebt zu machen, aber wenn ich einige der letzten Beiträge hier lese, frage ich mich, wie Ernst es mit dem Hummelschutz gemeint ist. Einsetzten einer Hummel in einen belegten Kasten, 25 Ansiedlungsversuche ohne Erfolg, ein Nest auseinandernehmen, weil eine Königin einmal nicht zurückkommt. Hier scheinen mir elementare Grundkenntnisse zu fehlen, die Zeit zu beobachten und die Bereitschaft Lehrgeld zu zahlen um den Hummeln nicht zu schaden.
Ich betreue insgesamt 9 Nistkästen, von denen mittlerweile acht von selbst besiedelt sind, es geht also auch ohne Einfangen von Königinnen! Wem Hummelschutz wirklich am Herzen liegt, der sollte sich zunächst aufs Beobachten beschränken und die Besiedlung eines Nistkastens den Hummeln selbst überlassen. Wenn es nicht klappt, lassen sich bei genauen Hinsehen meist auch Gründe dafür finden und man kann es im nächten Jahr besser machen.

Gruß aus HH
Manfred

Re: Hummelschutz??? Angelika G. 14.04.2009 19:58
Hallo,
auch auf die Gefahr hin mich unbeliebt zu machen, aber wenn ich einige der letzten Beiträge hier lese, frage ich mich, wie Ernst es mit dem Hummelschutz gemeint ist. Einsetzten einer Hummel in einen belegten Kasten, 25 Ansiedlungsversuche ohne Erfolg, ein Nest auseinandernehmen, weil eine Königin einmal nicht zurückkommt. Hier scheinen mir elementare Grundkenntnisse zu fehlen, die Zeit zu beobachten und die Bereitschaft Lehrgeld zu zahlen um den Hummeln nicht zu schaden.
Ich betreue insgesamt 9 Nistkästen, von denen mittlerweile acht von selbst besiedelt sind, es geht also auch ohne Einfangen von Königinnen! Wem Hummelschutz wirklich am Herzen liegt, der sollte sich zunächst aufs Beobachten beschränken und die Besiedlung eines Nistkastens den Hummeln selbst überlassen. Wenn es nicht klappt, lassen sich bei genauen Hinsehen meist auch Gründe dafür finden und man kann es im nächten Jahr besser machen.

Gruß aus HH
Manfred

Hallo Manfred,
wieviele Jahre hast Du denn schon Nistkästen?Ich kann mir nicht vorstellen,das sich die die Hummeln in den ersten 2 Jahren alle selbst
angesiedelt haben.Du scheinst ja einer von den "alten Hasen" zu sein
und da möchte ich doch gleich noch eine (hoffentlich nicht zu dumme)
Frage stellen.Seit einiger Zeit bewohnt eine Erdhummel den einen Kasten,sie ist recht scheu.Wenn ich in der Nähe bin,dreht sie lieber noch ein paar Runden bis ich weg bin.Sie hat auch heute einen ganzen
Legobaustein mit Nahrung ausgetrunken.Wann kann man denn mal eine Nestkontrolle machen?Wie sind Deine Erfahrungen dazu?
Im 2.Nest dachte ich, es wäre eine kleine Erdhummel(hab sie immer nur
von hinten gesehen),doch nun weiß ich,das es eine Baumhummel ist.
Sind Baumhummeln gute Rückkehrer?

Es grüßt
Angelika G.

Re: Re: Hummelschutz??? Michel 14.04.2009 20:53

Hallo Angelika,

ich bin zwar nicht Manfred, aber ich antworte dennoch mal zu deinen Fragen ;-):

Je nach Notwendigkeit fliegen die Königinnen nur wenige Male am Tag aus. Daher ruhig geduldig bleiben, wenn du deine Königin einmal nicht sehen solltest. Vor allem am Abend und am Morgen fliegen die Tiere bei eher warmen Wetter aus, wobei das auch artenabhängig ist.

Die Tiere sind anfangs recht vorsichtig und vermeiden Anflüge, wenn man direkt neben dem Kasten steht. Das sollte man beachten.

Der Legobaustein wurde leergetrunken? Es gibt auch Fälle, wo kein Nest gegründet, aber die Nahrung dankend angenommen wird und woanders die Nestgründung erfolgt. Daher sollte man Futter erst anbieten, wenn wirklich sicher ist, dass die Königin rein aus Nestgründungsabsichten den Kasten angenommen hat. Hast du sie Pollen einfliegen sehen? Das wäre ein recht eindeutiger Hinweis, dass eine Nestgründung erfolgte.

Nestkontrollen sind dann eher "gefahrenlos" machbar, wenn die ersten Arbeiterinnen da sind. Davor kann es bei Unvorsicht sein, dass man die Königin dazu bringt, ihr Nest aufzugeben. Nestkontrollen vor dem Schlupf der ersten Arbeiterinnen sind risikoreich und da gibt es einiges zu beachten. Daher lieber darauf verzichten, wenn es keine zwingenden Gründe geben sollte.

Zur 2. Frage: Baumhummeln sind an sich gute Rückkehrer, wobei das immer auch von vielen anderen Faktoren abhängig ist. Hatte dazu weiter unten mal was geschrieben. Die Erfahrungen zum Rückkehrverhalten der verschiedenen Arten gehen doch weit auseinander.

Viele Grüße
Michel

Re: Re: Re: Hummelschutz??? Torsten 15.04.2009 10:38

Hallo Michel,

meine Frage hat jetzt nichts mit dem oben angeschriebenen Thema zu tun. Aber ich möchte dich direkt auf deine Tonniststätten (Bild in deinem Tagebuch) sprechen. Da sie gerne nachbauen möchte, könntest du mir deine Erfahrungen damit weitergeben und wie hast du sie gebaut.

Hast Du unten im Topf ein Loch gebort und ein kleines Stücklaufgang eingelegt. Oder sind die Steine bereits der Laufgang?

Wie sieht es mit Wachsmotten oder Kuckuckshummeln bzw. doppelter Bezug aus!

Danke und schöne Grüße

Torsten

Re: Re: Re: Hummelschutz??? Angelika G. 15.04.2009 19:31
Hallo Angelika,

ich bin zwar nicht Manfred, aber ich antworte dennoch mal zu deinen Fragen ;-):

Je nach Notwendigkeit fliegen die Königinnen nur wenige Male am Tag aus. Daher ruhig geduldig bleiben, wenn du deine Königin einmal nicht sehen solltest. Vor allem am Abend und am Morgen fliegen die Tiere bei eher warmen Wetter aus, wobei das auch artenabhängig ist.

Die Tiere sind anfangs recht vorsichtig und vermeiden Anflüge, wenn man direkt neben dem Kasten steht. Das sollte man beachten.

Der Legobaustein wurde leergetrunken? Es gibt auch Fälle, wo kein Nest gegründet, aber die Nahrung dankend angenommen wird und woanders die Nestgründung erfolgt. Daher sollte man Futter erst anbieten, wenn wirklich sicher ist, dass die Königin rein aus Nestgründungsabsichten den Kasten angenommen hat. Hast du sie Pollen einfliegen sehen? Das wäre ein recht eindeutiger Hinweis, dass eine Nestgründung erfolgte.

Nestkontrollen sind dann eher "gefahrenlos" machbar, wenn die ersten Arbeiterinnen da sind. Davor kann es bei Unvorsicht sein, dass man die Königin dazu bringt, ihr Nest aufzugeben. Nestkontrollen vor dem Schlupf der ersten Arbeiterinnen sind risikoreich und da gibt es einiges zu beachten. Daher lieber darauf verzichten, wenn es keine zwingenden Gründe geben sollte.

Zur 2. Frage: Baumhummeln sind an sich gute Rückkehrer, wobei das immer auch von vielen anderen Faktoren abhängig ist. Hatte dazu weiter unten mal was geschrieben. Die Erfahrungen zum Rückkehrverhalten der verschiedenen Arten gehen doch weit auseinander.

Viele Grüße
Michel

Hallo Michel,

den Verdacht habe ich auch schon gehabt.Ich meine, das die Erdhummel nur zur Nahrungsaufnahme kommt.Aber wenn es nicht
besetzt ist,müßten doch die suchenden Ackerhummeln den Kasten
schon belegt haben.Denn ihr "Heimatnest" steht nur ca.1,5-2 m
entfernt und sieht genauso aus.
Die Baumhummel nimmt kaum Nahrung auf.Ich bin mir recht sicher,das
sie ein Nest gründen will.Im Moment blühen die Kirschbäume und es summt tüchtig.

Viele Grüße
Angelika G.

Re: Hummelschutz??? Michel 14.04.2009 21:04

Hallo Manfred,

diesen Eindruck habe ich leider auch. Allerdings ist es anfangs eben auch oft so, dass die Ungeduld einen manchmal Fehler machen lässt. Dennoch gibt es viel Literatur zum Thema, wo auch die Thematik der Ansiedlung umfassend erläutert wird und wichtige Grundlagen, die erstmal sitzen müssten. Spezifizierung der eigenen Art der Ansiedlung zum Erfolg ist dann eh eine Erfahrungssache, was durchaus Jahre dauern kann...

Wer einmal erfolgreich Nester hatte, hat es im Folgejahr durchaus einfacher, da es Rückkehrer geben kann, zumindest aber mehr Königinnen in Nestnähe suchen. Allerdings ist das natürlich kein "Muss", in manchen Jahren hat man es schwer, nestsuchende Königinnen überhaupt erstmal zu finden.

Was es allerdings zu beachten gilt, und ich denke mal, dass daran wenige hier denken, ist eine Ausnahmegenehmigung bei der Naturschutzbehörde für das aktive Einsetzen der Königinnen. Zudem sollte man die Geduld etwas zügeln, denn gerade dadurch entstehen wie gesagt viele Fehler (Mehrfachbesatz, Vertreibung durch Unvorsicht bei Nestkontrollen, das Thema Nestkontrolle und Ansiedlung an sich).

Viele Grüße
Michel

Erste Auswertungen Messnistkasten Norbert 14.04.2009 09:26

Hallo Hummelfreunde;

Anbei ein Beitrag den ich unter www.hummelzucht.at eingestellt habe. Dort kann man sehr effiktiv umfangreich Dateien hochladen! Der Beitrag lautet "Erste Auswertungen Messnistkasten". Es würde mich freuen auch von dieser Seite Kommentare zu bekommen..

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx
Beitrag:

Ich habe meinen Messnistkasten vom letzten Jahr ein wenig überarbeitet. Folgende Probleme haben letztes Jahr die Zählung ab der 3. Brut verhindert:
-> Wächterhummeln halten sich im Zählbereich auf
-> zu viele Begegnungen von rein und raus kommenden Hummeln
-> Zählungen von Fremdinsekten
Die überarbeitete Variante wird diese Probleme weitgehend verhindern. Ich hoffe also das ganze Hummeljahr aufzeichnen zu können. Der Kasten steht in meinem Keller mit Laufgang ins Freie.

Heuer habe ich zusätzlich Wetterdaten eingespielt (Temperatur, Niederschlag, Sonneneinstrahlung). Es wird sicher interessant zu sehen, wie sich das Flugverhalten dem Wetter anpasst..

Seit 3. April ist eine B. terrestris angesiedelt.

Eine interessante Beobachtung: Gegen ~4:00-5:00Uhr verläßt die Königin regelmäßig ihr Nest für wenige Augenblicke. Zu dieser Zeit ist es tw. noch dunkel. Eine Vermutung könnte sein, daß sie die Abflugbedingungen prüft. Im dunklen Nistkasten (~1m langer Laufgang) hat sie ja keinerlei optischen Kontakt nach draussen. -> andere Interpretationen?

freue mich über Rückmeldungen, Interpretationen, Kommentare,..

schönen Gruß;

Norbert W.

Re: Erste Auswertungen Messnistkasten Horst 15.04.2009 20:42

Hallo Norbert,
leider ist Hummelzucht at für Hummelfreunde, die nicht züchten und dubiose Mittel kaufen wollen, nicht zu empfehlen.

Grüße
Horst

Re: Re: Erste Auswertungen Messnistkasten Norbert 15.04.2009 21:41

?

Das war ja nicht gerade die Art von Rückmeldung die ich mir erwartet habe.
Ich verstehe die Animositäten nicht so ganz. Sollten nicht alle die sich für den Tierschutz einsetzen wollen zusammenhalten?

Schade, daß persönliche Befindlichkeiten über der Sache stehen..

Vielleicht bekomme ich ja dennoch einen sachlichen Kommentar?

Gruß;

Norbert.

Re: Re: Re: Erste Auswertungen Messnistkasten Horst 16.04.2009 07:43

Hallo Norbert,
vermutlich verstehe ich unter Naturschutz etwas anderes als Du bzw. einiger Ausführungen bei Hummelzucht.
Ich finde es gut, dass Du Dich mit Hummeln intensiv beschäftigst und für Dich persönlich Aufzeichnungen durchführst.
Bei "www.Hymenopera.de" und im Buch "Der Hummelstaat" sind bereits ausführliche Diagramme über die Hummelbewegungen allgemein und besonders vermerkt.

Grüße
Horst

Re: Re: Re: Re: Erste Auswertungen Messnistkasten Christian F. 16.04.2009 08:23
Sollten nicht alle die sich für den Tierschutz einsetzen wollen zusammenhalten?

Diese Leute sollten dann dafür sorgen, dass Leute wie A.N. keine Hummeln mehr halten dürfen.

man schaue unter:
http://www.hymenoptera.de/html/node/983

Grüße,
Christian

mehrere tote hummelköniginen in einen kasten jürgen 15.04.2009 12:02

salut,
in einen meiner kästen hat sich eine lapidarius niedergelassen und angefangen das nistmaterial zu durchwühlen und sich gänge zu baun. 4 tage später habe ich nun mal nachgesehen und 2 tote hummelkoenigen (pascuorum & lucorum) im nest gefunden. bei mir stehen ettliche kästen nebeneinander aber ich hatte voriges jahr keine pascuorum oder lucorum, sodass sie sich vlt wieder re-angesiedelt hätten haben.
besteht die möglichkeit, dass die lapidarius die beiden anderen ausgeschaltet hat? soetwas hatte ich noch nie und finde ich seltsam.

lg an die hummelgemeinschaft,
jürgen

Re: mehrere tote hummelköniginen in einen kasten jürgen 15.04.2009 12:05

hmm ich sehe dass es so einen ähnlichen beitrag schon gibt. überlesen. sry
grüße,
jüregn