Beiträge aus 2008

Freilegen des Nestes Alex 27.05.2008 17:25

Hallo,

bei dem Versuch das Nest der Erdhummeln zu kontrollieren, stellte sich mir die Frage, wo man den Zugang freilegen sollte.
Nach dem Abnehmen des Deckels waren zahlreiche Laufgange in der Polsterwolle zu sehen, sodass selbst der Ausgang direkt mit Nest durch die Polsterwolle verbunden ist.

Da ich mir aber nicht sicher war, wo ich das Loch zum Nest machen sollte, habe ich den Kasten wieder verschlossen.
Die Erdhummeln waren an sich recht ruhig und schauten nur aus dem ein oder anderen Loch heraus.

Sollte man einen Laufgang der Hummeln erweitern oder direkt über dem Nest die Polsterwolle leicht auseinander ziehen ?
Den Deckel habe am Abend abgenommen, ist das eine optimale Zeit ?

Auch ist mir aufgefallen, dass Hummeln die den Kasten vor Entfernen des Deckel verlassen hatten Schwierigkeiten hatten das Zugangsloch zu finden.

Viele Grüße,

Alex

Re: Freilegen des Nestes Stefan Lennertz 28.05.2008 08:13

Gute Frage, ich weiss meistens auch nicht wo man Anfangen soll. Ich denke das es immer für die Hummeln mit Arbeit verbunden ist das aufgezupfte wieder so zu richten wie es ihren Vorstellungen entspricht.
Meistens höre ich auf halbem Wege auf, wenn man reges Brummen hört gehe ich davon aus das alles i.O. ist. Ganz öffne ich es nur wenn irgentetwas offensichtlich nicht stimmt.

Ansonsten kontrolliere ich nur den Eingang, schmeiss ab und zu mal ne Schnecke oder Spinne raus, und das war es dann.

Re: Re: Freilegen des Nestes Torsten 28.05.2008 11:33

Auch ich mache immer nur sichtkontrollen von aussen, das heist ich öffner den kasten und schaue ob hummel auf der wolle sitzen bzw. wie aktiv sind sie, mir fehlt zum ersten der mut ( dunkle erdhummel) und zweitens, ich nichts unnötig zerstören will.

ich glaube das man auch so eine gewissen eindruck vom Volk bekommen kann.

grüße torsten

Re: Re: Re: Freilegen des Nestes Stefan Lennertz 28.05.2008 22:52

Eben, muss dabei sagen das ich bei mir noch keinen Wachsmottenbefall
feststellen konnte. Wenn Ausfälle zu bezeichnen waren, dann weil die Königin verloren ging. Entweder in der Startphase des Nestes, während sie selber noch Nahrung eingeholt hat, oder weil sie in dem Nistmaterial hängengeblieben war. Einmal war auch eine Spinne der Grund, die vor dem Eingang ein Netz gespannt hatte, das ging blitzschnell.

Gruß,
Stefan

Re: Freilegen des Nestes Harry 28.05.2008 08:39

Hallo Alex,
unter den Hummelfreunden gibt es Befürworter und Gegner so einer Nistkastenkontrolle. Oft ist es so, das gegen Ende der Nestentwicklung die Jungköniginnen einen Wettlauf mit der Zerstörung des Nestes durch Wachsmotten veranstalten. Dieses kann man aber nur durch eine Sichtkontrolle feststellen. Als ich das erste mal so eine Kontrolle durchführte, war ich mir doch sehr unsicher ob ich dabei nicht Teile des Nestes zerstöre. Außer den Baumhummeln haben sich die Völker erstaunlich friedlich verhalten. Das Nest habe ich geöffnet, indem ich die Polsterwolle oben vorsichtig auseinandergezogen habe. Die Nektartönnchen sind ja offen und es sollte kein Schmutz hereinfallen. Mit Hand und Kopfschutz arbeitest Du natürlich viel ruhiger um zu kontrollieren ob Wachsmottenlarven im Nest sind. Wachsmottenlarven sind gerade und bewegen sich schnell, Hummellarven gebogen. Die kleinen Wachsmottenlarven kann man noch gut bekämpfen. Leider sitzen die oft unter dem Nest. Je nach Entwicklung des Nestes muss man abwägen ob man überhaupt etwas gegen die Wachsmottenlarven unternehmen soll. Falls noch viele Königinnenkokons vorhanden sind sollte man den Jungköniginnen die Möglichkeit zum schlüpfen geben, bevor die Wachsmottenlarven diese auffressen.
Nach der Kontrolle kannst Du das Nest wieder locker verschließen. Die Hummeln bauen ihre Schutzhülle innerhalb eines Tages wieder neu. Den Ein- bzw. Ausgang finden sie schon wieder wenn er nicht verstopft ist.

Gruß Harry

Re: Re: Freilegen des Nestes Alexander (Bombus-Admin) 28.05.2008 08:57

Hallo Harry,

Du schreibst:

durchführte, war ich mir doch sehr unsicher ob ich dabei nicht Teile des
Nestes zerstöre.

Ich denke daß man bei jeder (!) Nestkontrolle etwas zerstört. Mir ist des öfteren aufgefallen, daß kleine Tönnchen mit Eiern direkt unterhalb dieser Schutzhülle liegen, sozusagen als Säule für dieses "Dach".

Öffnet man das Dach, reisst man unweigerlich die Tönnchen mit Eiern auf. Dabei beobachtete ich mehrmals wie eine Arbeiterin daraufhin die Eier aufgefressen hat.

Das Volk war damals bereits im Endstadium, vielleicht deshalb das Auffressen. Aber kleine Tönnchen wird man bei der Kontrolle meist aufreissen. Daher sollte man nur bei gut entwickelten Völkern intensiver kontrollieren.

Alles Gute,

Alex

Re: Re: Re: Freilegen des Nestes Harry 28.05.2008 20:55

Hallo Alex
habe gerade erst Deinen Beitrag zur Nestkontrolle gelesen.
Die Schutzhülle, (sofern vorhanden) ist ja aus Wachs und als Kugelform ja sehr stabil. Säulen kenne ich eigenlich nur von Wespennestern, die ihre Brutetagen übereinander bauen. Die Nestkugel der Hummeln sind meiner Erfahrung nach nicht bis an die Decke bestückt. Der obere Teil ist meist freigehalten, denn irgendwie müssen die Hummeln ja auch ihre Hummelwiegen, Larven und Honigvorräte pflegen bzw. bestücken.
Habe gerade mein Baumhummelvolk kontrolliert. Die haben keine Hülle gebaut, sie scheinen ohne diese auszukommen. In der warmen Jahreszeit ziehen sie wohl nur etwas Polsterwolle über dem Nest zusammen. Bei welcher Hummelart hast Du diese Beobachtung die Du beschrieben hast gemacht?

Gruß Harry

Re: Re: Re: Re: Freilegen des Nestes Alexander Schlecht (Bombus.de-Admin) 29.05.2008 16:27

Hallo Harry,

bei welcher Hummelart hast Du diese Beobachtung die Du beschrieben hast gemacht?

Da mir einige Bilder dazu vorliegen habe ich einen Artikel daraus gemacht den Du hier nachlesen (externer Link, nicht mehr verfügbar) kannst. Deine Meinung dazu bitte ich als Antwort auf folgendes Posting zu schreiben: neuer Thread zur Nestkontrolle.

Bin neugierig was Du dazu sagst...

Alex

Re: Freilegen des Nestes Ingrid 28.05.2008 10:39

Hallo,

ich mache jetzt öfters Sichtkontrolle. Da sich die Hummeln ruhig verhalten, emsig summen und keine Anzeichen von Aufregung zeigen, öffne ich das Nest nicht. Ich denke (und hoffe) dass ich Wachsmotten rechtzeitig erkenne, ohne das Nest zu öffnen. Bis jetzt entwickeln sich die Völker recht gut, das Volk im Kasten von Harry ist am weitesten und wird meiner Meinung nach sicher die ersten Königinnen hervorbringen. Aber schauen wir mal, was kommt ......

Gruß
Ingrid

Re: Re: Freilegen des Nestes Harry 28.05.2008 11:42

Hallo Ingrid,
das Du so einen Erfolg hast, freut mich besonders. Wenn man sich über Jahre hinweg mit Hummeln beschäftigt, lernt man automatisch sehr viel über das Verhalten und die Eigenarten der Völker. Dabei ist es jedes Jahr wieder spannend zu beobachten, wie sich die Völker entwickeln.
Ist der Start erstmal gelungen, möchte man auch das alles gut verläuft und die Altkönigin unterstützen, damit die nächste Generation sicher hervor gebracht wird.
Wünsche Dir weiterhin viel Erfolg mit den Teddybären der Lüfte :-)

Gruß Harry

Re: Re: Re: Freilegen des Nestes Ingrid 02.06.2008 21:49

Hallo Harry,

Du hast völlig recht, jedes Hummeljahr ist anders und man lernt und lernt, und doch wird man im Folgejahr wieder von etwas anderem überrascht. Viele Freunde, die mich besuchen, sind auch schon zu Hummelfreunden geworden. Das freut mich besonders!

Gruß Ingrid

Verhalten der Dunklen Erdhummel Torsten 28.05.2008 11:39

Hallo an alle,

seit einigen Tage sitzen mehrere arbeiterinen der Dunklen Erdhummel vor dem einflugsloch 4-5 und verusachen dadruch ein stau beim ein und ausfliegen. Sie krabbeln rein und wieder raus, oder sitzen einfach so herum.

Das volk ist schon sehr groß, die königin habe ich am 03.03.2008 angesiedelt. Nistkastentype: Münden

ein solches verhalten ist mir in den letzten jahren nie aufgefallen.

hat jemand schon solche erfahrungen bzw. weiss jemand warum diese hummel sich auf dem laufbrett vor dem eingang sitzen. es können doch nicht alle wächterinen sein?

Grüße Torsten

Re: Verhalten der Dunklen Erdhummel Harry 28.05.2008 11:47

Hallo Torsten,
für mich wäre das ein Alarmzeichen. Entweder stimmt etwas mit der Klimatisierung nicht oder es sind Wachsmotten im Nest. Hier würde ich dringend kontrollieren was in dem Nest los ist. Wäre schön, wenn Du mal berichtest was Du unternommen hast. Eine Kontrolle in diesem Stadium stört die Hummeln nicht mehr. Sie sind Nestfixiert und kehren immer wieder zurück.

Gruß Harry

Re: Re: Verhalten der Dunklen Erdhummel Torsten 29.05.2008 11:21

Hallo Harry,

Du hattes mit deiner Vermutung recht, habe heute nochmals länger beobachtet und einige von den 5-6 Hummel schlagen mit den Flügel. Also dürfte es zu warm im inneren sein, die letzten Tage waren auch von den Temparaturen sehr sommerlich.
Das die Hummel mit den Flügeln schlagen, hatte ich zwar vorher nicht beobachtet, O.K..
Habe auch gleich den Kasten vorsichtig einen Spalt geöffnet um die Luftaustausch zu erleichten und es zeigte schnell Wirkung. Die Hummeln waren nach ca. 15-20 min vom Eingang verschunden. Im inneren ging auch ordentlich die Post ab, ca. 30 Arbeiterinnen fechelten Luft. Aber auch diese beruhigten sich nach einer gewissen Zeit.
Das Volk ist auch schon sehr groß und die Nestwolle füllt bereits den gesamten Innenraum aus. Da habe Sie ordenliche Arbeit geleistet.

Vielleicht kannst Du mir ein paar Tipps für eine bessere Luftzufuhr geben? Und gleich einen Tipp für Kuckuckshummeln!!!! Denn in meinem anderen Nistkasten (gleicher Typ und gleiche Hummelsorte) habe ich bei der gestrigen Kontrolle eine sehr verdächtige Königin beobachtet.

Diese lief über die Polsterwolle und wurde von den Arbeiterinnen nicht beachtet. Sie war sehr groß und auch der Cetinpanzer war gut durch ihre Behaarung zu sehen. Ich konnte Sie aber nicht richtig zuordnen (Buch: Von Haagen), und vielleicht war es doch die alt Königin dessen Haar schon etwas dünn waren (Spiegelglatze).
Das Einflugloch hatte ich bereits vor fast einem Monat verkleinert. Durchmesser ca. 1 cm.

Danke für Deine Erfahrungen, das wäre meine erste Kuckuckshummel!!!!

Liebe Grüße

Re: Re: Re: Verhalten der Dunklen Erdhummel Manfred 29.05.2008 17:21

Hallo Torsten,

zur Kuckuckshummel: Ein so großes Volk wird nicht mehr von Kuckuckshummeln befallen. Es gibt Wächter am Eingang und da kommt keine Kuckuckshummel durch. Diese Tiere wissen dann auch instinktiv, dass dort nichts zu machen ist und gehen sofort selber wieder hinaus.

Zur Belüftung: An der Belüftung würde ich nichts ändern, sondern für weniger Wärmeeintrag sorgen. Wenn der Kasten zeitweise Sonne abbekommt, einfach den Deckel mit einer weißen Folie oder Alufolie abdecken.

Gruß aus HH
Manfred

Hummelnest im Hasenstall Lilly 28.05.2008 13:04

Hallo,
wir haben ein Hummelnest in dem Fach unterhalb unseres Hasenstalls gefunden. Da herrscht reger Betrieb. Da wir jeden Tag mind. einmal an dieses Fach gehen, um unseren Hasen zu versorgen, bin ich etwas in Sorge, dass wir damit die Hummeln ärgern und sie uns stechen. Ich hab keine Ahnung, was wir tun sollten.
Würde mich freuen, wenn mir jemand nen Tip geben könnte.
Danke
Lilly

Re: Hummelnest im Hasenstall Johanna 28.05.2008 13:44

Hallo Lilly,

kannst du mal beschreiben, was in dem Fach ist, dass ihr da jeden Tag dran müßt. Der Hase sitzt wohl in dem Abteil drüber? Wenn ihr die Sachen aus dem Fach anders unterbringen könntet, wäre es sicher möglich, den Hasen "gefahrlos" zu versorgen, auch wenn die Hummeln drunter nisten. Ich schaue fast jeden Tag einmal kurz in den Hummelkasten, ohne dass ich je gestochen worden bin. Die Hummeln gewöhnen sich daran und regen sich garnicht mehr auf. Dass ihr am Hasenstall auftaucht, wird von den Hummeln sicher toleriert und wenn ihr das mit Ruhe macht, gehen die Hummeln ganz zufrieden weiter ihren Geschäften nach.

Interessant wäre auch, wo der Eingang der Hummeln ist. Direkt vorne, wo ihr steht, wenn ihr die Hasen versorgt? Dann sollte die Versorgung so organisiert werden, dass es nicht lange dauert.

Wenn der Eingang seitlich oder anders ist, ist es den Hummeln, glaube ich, auch egal, wenn ihr vorne tätig seid.

Gruß Johanna

Re: Re: Hummelnest im Hasenstall Bernd 28.05.2008 21:08

Hallo Hummelfreunde,
wir kennen unsere Hummelarten sogar mit wissenschaftlichen oder lateinischen Namen, da sollte man trotzdem Hasen von Kaninchen unterscheiden können. Als Hummelfreund und Kaninchenzüchter schmerzt mir immer diese Oberflächlichkeit. Seit mir bitte nicht gram.
Gruß aus WE
Bernd

Re: Re: Re: Hummelnest im Hasenstall Johanna 29.05.2008 07:26
Hallo Bernd,

da hast du natürlich recht. Trotzdem weiß jeder, der vom Hasenstall hört, dass Stallkaninchen gemeint sind. Hat sich halt so eingeschliffen.

Freundl. Grüße
Johanna

Re: Re: Hummelnest im Hasenstall Lilly 28.05.2008 21:16
Hallo Lilly,

kannst du mal beschreiben, was in dem Fach ist, dass ihr da jeden Tag dran müßt. Der Hase sitzt wohl in dem Abteil drüber? Wenn ihr die Sachen aus dem Fach anders unterbringen könntet, wäre es sicher möglich, den Hasen "gefahrlos" zu versorgen, auch wenn die Hummeln drunter nisten. Ich schaue fast jeden Tag einmal kurz in den Hummelkasten, ohne dass ich je gestochen worden bin. Die Hummeln gewöhnen sich daran und regen sich garnicht mehr auf. Dass ihr am Hasenstall auftaucht, wird von den Hummeln sicher toleriert und wenn ihr das mit Ruhe macht, gehen die Hummeln ganz zufrieden weiter ihren Geschäften nach.

Interessant wäre auch, wo der Eingang der Hummeln ist. Direkt vorne, wo ihr steht, wenn ihr die Hasen versorgt? Dann sollte die Versorgung so organisiert werden, dass es nicht lange dauert.

Wenn der Eingang seitlich oder anders ist, ist es den Hummeln, glaube ich, auch egal, wenn ihr vorne tätig seid.

Gruß Johanna

Hallo Johanna,

vielen Dank erstmal für die schnelle Antwort.

Wir haben ein großes Fach unter unserem Hasenstall in dem wir Stroh, Heu und Futter aufbewahren. Da wir in einem Reihenhaus wohnen haben wir auch keine andere Möglichkeit die Sachen unterzustellen.

Ich habe nicht das Gefühl, dass der Hase in 'Gefahr' ist, da die Hummeln durch die Latten nur in das untere Fach fliegen und nicht zum Hasen.

Das Nest ist auf der linken Seite des Fachs und ich habe nun alle Sachen auf die rechte Seite getan. Allerdings fliegen die Hummeln von vorne durch einen Lattenspalt. Dort öffnen wir das Fach auch. Ganz wohl ist mir bei der Sache nicht, denn völlig ungestört sind sie nicht. Vor allem mag ich die Kinder nicht mehr allein zum Füttern schicken.
Wir füttern den Hasen nun ganz vorsichtig, damit wir keine Unruhe reinbringen. Ist zwar interessant anzusehen, aber da ich so gar keine Ahnung von Hummeln habe ist es mir etwas unheimlich.

Viele Grüße
Lilly

Re: Re: Re: Hummelnest im Hasenstall Johanna 29.05.2008 07:30
Hallo Lilly,

dir wird es da genauso ergehen wie uns. Mit zunehmender Beschäftigung stellt man fest, die tun nichts. Man wird immer sicherer. Könnte man ein Brett oder irgendwas abteilendes zwischen die Hasen und die Sachen anbringen ohne größere Umbaubarbeiten? Die Kinder würde ich schon beaufsichten, kommt drauf an, wie alt sie sind. Einfach, damit sie nicht aus Unkenntnis doch mal genauer ins Hummelnest schauen.

Übrigens schlafen die Hummeln auch, wenn es dunkel wird und sind dann friedlicher. Vielleicht könnt ihr die 2. Fütterung einfach mehr in den Abend verlegen.

Viel Erfolg noch und du wirst sehen, das ist eigentlich was ganz Tolles. Vielleicht begeistert ihr euch am Ende so, dass nächstes Jahr noch ein Hummelkasten bei Euch steht.

Schöne Grüße

Johanna

Re: Re: Re: Re: Hummelnest im Hasenstall Lilly 29.05.2008 13:22
Hallo Lilly,

dir wird es da genauso ergehen wie uns. Mit zunehmender Beschäftigung stellt man fest, die tun nichts. Man wird immer sicherer. Könnte man ein Brett oder irgendwas abteilendes zwischen die Hasen und die Sachen anbringen ohne größere Umbaubarbeiten? Die Kinder würde ich schon beaufsichten, kommt drauf an, wie alt sie sind. Einfach, damit sie nicht aus Unkenntnis doch mal genauer ins Hummelnest schauen.

Übrigens schlafen die Hummeln auch, wenn es dunkel wird und sind dann friedlicher. Vielleicht könnt ihr die 2. Fütterung einfach mehr in den Abend verlegen.

Viel Erfolg noch und du wirst sehen, das ist eigentlich was ganz Tolles. Vielleicht begeistert ihr euch am Ende so, dass nächstes Jahr noch ein Hummelkasten bei Euch steht.

Schöne Grüße

Johanna

Hallo Johanna,

im Moment scheinen sich die Hummeln durch uns nicht groß gestört zu fühlen. Wir werden weiter vorsichtig sein und beobachten.

Vielen Dank jedenfalls für deine Informationen und Tips.

liebe Grüße
Lilly

Re: Hummelnest im Hasenstall Manfred 28.05.2008 13:47

Hallo Lilly,

was zu tun ist, hängt von der Hummelart ab. Wie sehen die Tiere denn aus? Wenn es sich um Baumhummeln handelt (die sind Schwarz, um die Flügel herum braun und haben ein weißes Hinterteil) dann müsstet ihr überlegen, ob ihr die täglich benötigten Sachen nicht für ein paar Wochen (etwa bis Ende Juni) aus dem Fach herausnehmen könnt. Diese Art reagiert auf dauernde Störungen zuweilen recht aggressiv und Stiche sind nicht auszuschließen. Die anderen Arten nehmen die Störungen gelassen hin, solange ihr nicht mit irgendwelchen Dingen an das Nest kommt oder das Einflugloch blockiert.

Geuß aus HH
Manfred

Re: Re: Hummelnest im Hasenstall Lilly 28.05.2008 21:31
Hallo Lilly,

was zu tun ist, hängt von der Hummelart ab. Wie sehen die Tiere denn aus? Wenn es sich um Baumhummeln handelt (die sind Schwarz, um die Flügel herum braun und haben ein weißes Hinterteil) dann müsstet ihr überlegen, ob ihr die täglich benötigten Sachen nicht für ein paar Wochen (etwa bis Ende Juni) aus dem Fach herausnehmen könnt. Diese Art reagiert auf dauernde Störungen zuweilen recht aggressiv und Stiche sind nicht auszuschließen. Die anderen Arten nehmen die Störungen gelassen hin, solange ihr nicht mit irgendwelchen Dingen an das Nest kommt oder das Einflugloch blockiert.
Geuß aus HH
Manfred

Hallo Manfred,

das hört sich nicht gut an, denn "unsere" Hummeln sind schwarz und haben ein weißbehaartes Hinterteil.

Wir haben keine Möglichkeit die Sachen aus dem Fach an einer anderen Stelle zu lassen, da wir in einem Reihenhaus wohnen und nur einen kleinen Garten haben.

Ich habe jetzt Stroh, Heu und Futter auf die andere Seite des Fachs getan, damit die Hummeln so wenig wie möglich gestört werden, aber wohl ist mir nicht.

Vielen Dank
Lilly

Re: Re: Re: Hummelnest im Hasenstall Manfred 29.05.2008 17:15

Hallo Lilly,

vielleicht gibt es bei Euch in der Nähe einen Berater, der sich die Sache einmal ansehen kann (Berater findest du unter www.hymenoptera.de in der Beraterdatenbank).

Gruß aus HH
Manfred

Re: Re: Re: Re: Hummelnest im Hasenstall Lilly 02.06.2008 14:32
Hallo Lilly,

vielleicht gibt es bei Euch in der Nähe einen Berater, der sich die Sache einmal ansehen kann (Berater findest du unter www.hymenoptera.de in der Beraterdatenbank).

Gruß aus HH
Manfred

Hallo Manfred,

vielen Dank für deine Hilfe.

Liebe Grüße
Lilly

Hummelnest mit Larven, ausgebuddelt,alles versteut!! Stefan und Sylle Peppel 28.05.2008 19:37

Moin moin! Stefan und ich sind heute das 1. Mal bei Euch ,da wir für unser ausgebuddeltes und ausgeraubtes Hummelnest Hilfestellung brauchen! Wir haben heute abend unser großes Erdhummelnest mit weitversteuten toten Hummeln und Eiern(z.T. auch schon Larven) großräumig aufgefunden. Das Loch sieht aus, als ob es ein größes Tier war, nur wir haben keine Pfotenabdrücke gefunden. Kann es auch eine Elster, Krähe oder Eichelhäher gewesen sein?! Wir haben den Überlebenden ersteinmal eine Mischung aus lauwarmen Zuckerwasser und Honig angeboten, was die Überlebenden auch dankbar und hungrig angenommen haben. Welches Tier macht so etwas?!? Wir wohnen an einem Landschaftsschutzgebiet, wo es auch Marder und Füchse gibt. Über eine Antwort würden wir uns sehr freuen. Bitte mailen Sie unter
ss-peppepel@web.de oder melden Sie sich unter unserer Festnetznr. 04321/9018040(AB)
Vielen Dank und noch einen schönen Abend
Stefan und Sylle Peppel
Lindenstr. 34
24539 Neumünster

Re: Hummelnest mit Larven, ausgebuddelt,alles versteut!! Hans 29.05.2008 02:40

Marder und Dachs sind oft die Räuber von Naturnestern.

Gruß Hans

kranke Hummel Volker Thon 28.05.2008 21:57

Vor ein paar Tagen sah ich eine Gartenhummel im Garten langsam krabbeln und drehte sie vorsichtig um. Die Bauchseite war am Ende leicht ausgehöhlt und weißlich gefärbt. Ich setzte die Hummel an eine bepflanzte Stelle und wartete. Nach ca 30 min. waren schon Ameisen am Werk und die Hummel bewegte sich nicht mehr. Welche Krankheit hatte sie ?

Re: kranke Hummel Hans 29.05.2008 02:36

Es könnte ein Parasit gewesen sein. Die Dickkopffliege ( Conopidae) parasitiert hauptsächlich Wespen. Die Larven des Räubers wachsen im Opfer.

Guß Hans

Steinhummel Angelika L. 29.05.2008 10:08

Nach etl. Jahren habe ich hier endlich mal eine Steinhummelkönigin gesichtet.Sie sammelte emsig an der Winterheckenzwiebel und hatte dicke Pollenhöschen. Schade, dass sie kein Nest in unserem Garten hat und hoffentlich schafft sie es.
Meine Ackerhummelkönigin ist verschollen, so dass ich in diesem Jahr wieder kein Volk ansiedeln konnte. Meine Hummelplfanzen werden aber gerne aufgesucht, zu sehen sind erste Arbeiterinnen von Ackerhummeln und Erdhummeln. Letztere machen durch sirrendes Vibrationssammeln in den Buschrosen auf sich aufmerksam. Grüße, Angelika

Merkwürdiges Verhalten Alex 29.05.2008 12:54

Hallo,

beim Beobachten des Flugverkehrs beim Erdhummelvolk ist mir eine Hummel im Laufgang aufgefallen.
Diese Hummel konnte ich schon an zwei Tagen im Laufgang sitzen bzw. hin - und herlaufen sehen.
Das Volk wurde ab 09.04 gegründet, kann es sich bei dieser Hummel schon um eine Wächterin halten ???

Ob immer die selbe oder verschiedene sind kann ich nicht sagen, allerdings führt die Bewegung im Laufgang zu kleinen Staus mit den anderen Arbeiterinnen.

Viele Grüße,

Alex

Erster Saisonhöhepunkt Manfred 29.05.2008 13:45

Bei uns im Umweltzentrum haben die Baumhummeln die ersten Jungköniginnen hervorgebracht. Sieht wirklich lustig aus, wenn eine herauskommt und dann gleich von der Traube der Drohnen angegangen wird, die ständig vor dem Flugloch patroullieren.

Gruß aus HH
Manfred

Verursachen Nestkontrollen Zerstörungen? Alexander Schlecht (Bombus.de-Admin) 29.05.2008 16:25

Hallo Hummelfreunde,

angeregt durch die Diskussion weiter unten (Freilegen eines Hummelnestes) und insbesondere als Antwort auf Harrys Frage habe ich meine Erfahrungen mit einem Steinhummelvolk dokumentiert.

Da einige Bilder mit dabei sind habe ich es in die Homepage gestellt und nicht hier ins Forum.

Den bebilderten Artikel findet ihr hier. (externer Link, nicht mehr verfügbar) Ich bin neugierig auf Eure Meinungen dazu.

Alex

Re: Verursachen Nestkontrollen Zerstörungen? Manfred 29.05.2008 17:12

Hallo Alex,

die Frage lässt sich mit einem klaren Jein beantworten. Ohne hier im Forum ins Detail gehen zu wollen: eher unkritisch ist die Nestkontrolle, wenn das Nistmaterial nur lose auf dem Nest liegt, ist das Nest hingegen mit einer Wachsschicht umgeben, ist relativ sicher mit Zerstörungen (Eier werden gefressen und Larven aus dem Nest geworfen) zu rechnen.
Daher ist jede überflüssige Nestkontrolle eine zu viel.

Gruß aus HH
Manfred

Re: Verursachen Nestkontrollen Zerstörungen? Michel 29.05.2008 18:46

Ich bin der Meinung, dass sich der Schaden gegen den Nutzen einer Nestkontrolle aufhebt.

Ich kontrolliere, übrigens wie es auch Eberhard von Hagen empfielt, 1-2 mal wöchentlich die Kolonien. Wenn man das vorsichtig macht, zerstört man außer der Wachsschicht über dem Nest nichts (und die ist schnell wieder repariert), mittels Schere kann man die Verbindungsstücke zwischen Nest und Wachsdecke vorsichtig lösen. So werden auch die Eigelege nicht beschädigt. Und selbst wenn eines kaputt geht und die Eier nicht herausfallen, bei mir wurden diese immer rasch repariert, gefressen wurden die Eier nicht.

Ich bin Befürworter für Nestkontrollen, da ich so noch nie eine Kolonie an Wachsmotten verloren habe und rechtzeitig reagieren konnte. Auch andere Probleme, seien es eingeschlichene Kuckuckshummeln oder andere Problemgäste, werden oft früh erkannt und die Kolonie somit oft gerettet.

Auch haben sich deswegen meine Kolonien noch nie schlechter entwickelt, im Gegenteil, meist wurden starke Völker daraus, mit vielen Jungköniginnen und Drohnen, und darum geht es ja...

Soweit meine Meinung dazu :-)

Viele Grüße
Michel

Re: Verursachen Nestkontrollen Zerstörungen? Frank-BS 30.05.2008 07:49

Ich denke auch, dass sich Positives und Negatives der Kontrollen in etwa aufhebt. Allerdings kontrolliere ich Nester mit einer geschlossenen festen Wachsschicht auch seltener als andere, wo man nur die Wolle auseinander schieben muss. Will man aber in Punkto Wachsmotten ganz sicher gehen, so kommt man um das Öffnen nicht herum - zumindest in Kästen ohne Mottenklappe.
Da hat jeder seine eigene Schmerzgrenze. Eine genaue Durchsicht mit Öffnen der Wachsschicht mache ich selten oder nur, wenn ich Hinweise auf Wachsmotten im Kasten habe. Der Zeitpunkt (Temperatur, Wetter) ist dann noch wichtig.
Aus der Imkerei weiß man, dass ein häufiges Öffnen der Bienenstöcke und Ziehen der Waben ein Volk schwächen kann, da die Bienen immer wieder mühsam alle Parameter wie Temperatur, Feuchtigkeit etc. im Stock einstellen müssen. Ich denke, dass auch die Hummeln das alles leisten müssen.

Ich beschränke mich daher auf regelmäßige oberflächliche Kontrollen ohne Öffnen der Wachsschicht, wobei man natürlich das Risiko eingeht, dass es doch zu einem unbemerkten Wachsmottenbefall gekommen ist, und wenige genaue Kontrollen. Bisher hat das auch gereicht, um einen Wachsmottenbefall zu verhindern. Vielleicht habe ich aber auch einfach Glück gehabt. Aber auch bei den oberflächlichen Kontrollen lässt sich einiges erkennen.

Michels vorsichtiges Vorgehen mit der Schere scheint seinen Völkern ja bisher nicht geschadet zu haben. Jede unnötige Kontrolle ist eine zuviel, da kann ich Manfred nur zustimmen. Nur hat wohl jeder einen etwas anderen Maßstab, was nötig ist und was nicht.

Gruß
Frank.

Re: Verursachen Nestkontrollen Zerstörungen? Harry 30.05.2008 08:56

Hallo Alex,
wie schon in einem vorangegangenem Beitrag erwähnt, wird es immer Befürworter und Gegner von Nistkastenkontrollen geben. Hierzu möchte ich sagen, das ich ein Befürworter der Kontrollen bin, denn man kann hierdurch mehr retten als zerstören. Die Kontrolle fängt erstmal bei der Sichtkontrolle an, ohne das die Wachshülle geöffnet wird. Die Wachsmotten selbst sitzen meist auf der Polsterwolle und geben einem Auskunft, das es hier zu einer Eiablage gekommen sein kann.
Steinhummeln bauen wieder etwas andere Nester als Baum- Erd-oder Ackerhummeln. Nicht immer wird eine Wachshülle gebaut. Manchmal befindet sich nur zusammengezogene Polsterwolle über dem Nest.
Ist der Flugverkehr normal, wie bisher beobachtet, wird Pollen und Nektar eingetragen und die Sichtkontrolle um die Wachshülle ist ok, besteht kein Grund diese zu öffnen.
In diesem Fall funktioniert auch das Abwehrverhalten des Volkes. Sie sind vital, kommen bei einer Störung direkt aus dem Nest, um zu schauen was los ist. Auf Gespinste der Wachsmotte sollte man bei Kontrollen besonders achten. Das Nest soll trocken sein, damit sich kein Schimmel bildet.
Bei Befall hilft ein Umsetzen der intakten Brutzellen in ein neues Nest, rettet diese und hilft der Königin das Brutgeschäft zu vollenden. Ist ein Volk durch Fressschäden der Wachsmottenlarven erst einmal stark geschädigt, geben die Hummeln auf und Jungköniginnen werden nicht mehr schlüpfen.
Es gibt also viele Punkte die man bei einer Kontrolle beachten sollte.
Bei diesen Kontrollen hilft einem die Erfahrung, die man über Jahre gesammelt hat.

Gruß Harry

Komisches Hummeljahr Stefan 30.05.2008 11:00

Also bei uns hier im Raum Dresden sind total wenig Hummeln unterwegs. Habe schon im März/April vergeblich auf Königinnen gewartet. Dann hatte ich zwei vermeintliche Selbstansiedlungen, aber die beiden Ackerhummeln haben sich letztendlich doch anders enstschieden und haben meine Kästen nicht angenommen. Steinhummel habe ich dieses Jahr noch gar keine gesehen!
Jetzt schaue ich immer auf meinen Trachtpflanzen, aber so richtig viele Hummeln, wie z.B. letztes Jahr, habe ich nicht gesehen. Gerade Rhododendron ist ja immer sehr beliebt...in diesem Jahr keine Besucherinnen...
Woran kann das liegen? Der Winter war ja recht mild, sind trotzdem so viele Königinnen kaputtgegegangen???
Bei Euch scheint es ja dieses Problem nicht zu geben...

Re: Komisches Hummeljahr Johanna 30.05.2008 14:26
Hallo,

auch hier unten Region Südhessen ist das Hummeljahr sehr schwach.Eine selbstangesiedelte Königin (wahrscheinlich Erdhummel) musste einer Steinhummel weichen, die das Nest übernahm. Inzwischen sind ganze zwei Arbeiterinnen ausgeschlüpft, die Sache kommt irgendwie nicht richtig ins Rollen.

Im anderen Nest, wo zuerst die Wespen eingezogen waren, haben diese einer Hummelkönigin Platz machen müssen. Hier ist überhaupt noch keine Arbeiterin zu sehen. Zwei Kästen stehen leer.

Und auch hier sind relativ wenig Hummeln im Garten unterwegs.

Bei uns kann es eigentlich kein Giftschaden aus der Landwirtschaft sein. Die Feldgrenze liegt weit hinter dem Ort, die Hummeln finden ihre Nahrung schon vorher in den Gärten mit blühenden Obstbäumen, Sträuchern, Rosen und Stauden.

Ich denke eher, dass der hier Ende März/Anfang April erfolgte Kälteeinbruch nach den warmen Tagen den gerade erwachten Hummeln den Garaus gemacht hat. Nicht wegen der Kälte an sich, sondern wegen des plötzlichen Rückgangs an Nektar. Anfangs sah es nämlich in unserem Garten ganz erfreulich aus, wenn auch nicht so, wie im letzten Jahr.

Dafür sind dieses Jahr besonders viele schwarze Holzbienen im Garten unterwegs und besiedeln einen toten Apfelbaum, so dass das weiße Holzmehl dick vor den Löchern liegt.

Unsere Hummelbestände werden sich hoffentlich regenerieren. Es dürften ja nur die härtesten übrigbleiben - auch wieder ein guter Neuanfang für starke Völker.

Schöne Grüße

Johanna

Re: Re: Komisches Hummeljahr Niko 30.05.2008 15:17

Hallo,
wird bei Dir in der Gegend Mais angebaut? Könnte eine Erklärung sein:
in Südbaden sind Hummeln dieses Jahr weiträumig ausgerottet worden (Keine einzige Sichtung mehr seit Anfang Mai) - Das gegen den Maiswurzelbohrer eingesetzte Insektizid war mit zu wenig "Haftmittel" versetzt worden, dadurch wurde das Mittel weiträumig verteilt. Das dadurch verursachte Bienensterben (bis zu 50% pro Volk) hat in Baden-Württemberg ein großes Presseecho gefunden (http://www.nadeshda.org/foren/cl.politik.umwelt/p6192s6197a20.html). Ob wir nächstes Jahr wieder Hummerln sehen. Mein erster (selbstgebauter) Kasten bleibt also erstmal leer....

Viele Grüße
Niko

Re: Re: Re: Komisches Hummeljahr Johanna 30.05.2008 17:09
Hallo,

die Pressemitteilungen habe ich auch gelesen. Mais wird hier angebaut, aber der ist mehr als 1 km entfernt. Und in unseren Feldern ist sowieso nichts los mit Insekten. Das habe ich die letzten Jahre schon festgestellt, dass die ganzen Rapsfelder ohne eine Biene sind.

Da waren unsere Hummeln aber noch munter zugange. Wie gesagt, wir sind hier reine Wohnlage mitten im Ort und rundherum ein Wiesengürtel.

Gruß Johanna

Re: Re: Komisches Hummeljahr Hans 30.05.2008 21:25

Johanna,
ich kann Deine Lagebeschreibung voll bestätigen. Hier zwischen Frankfurt und Darmstadt ( Dreieich ) sieht es genauso aus. Hier machen sich auch die Holzbienen im Gegensatz zum Vorjahr rar. Einzig meine Wildbienenkolonie hat mächtig zugelegt.

Gruß Hans

Re: Komisches Hummeljahr Ingrid 31.05.2008 20:06

Hallo,

ich kann den Rückgang von Hummelköniginnen voll und ganz bestätigen. Zwar flogen Anfang März einige und meine drei Kästen sind alle besetzt, aber ab Ostern mit Wintereinbruch und damit Minusgraden hat m.E. etlichen erwachten Hummelköniginnen das Leben gekostet.

Ab dem 17./18.03 habe ich daher nur noch vereinzelt Hummelköniginnen gesehen, wenige Gras- und Ackerhummeln sowie Steinhummeln (Ansiedlung ist mir bisher nicht geglückt), mehrheitlich Erdhummeln aller Art.

Mit der Entwicklung der drei Völker bin ich zufrieden. Dazu muss ich sagen, dass alle drei Humelköniginnen nicht sofort mit der Nestgründung begoinnen, sondern sich sehr lange Zeit gelassen haben. aus gutem Grund, wie man sieht.

An unseren Rhododendronbüschen konnte ich dieses Jahr mehrheitlich nur Erdhummeln entdecken (auch aus meinen Nistkästen?) und sehr wenige Ackerhummeln, und -- nur eine einzige Steinhummelarbeiterin!!!

Gruß
Ingrid