Beiträge aus 2008

Thema Hummelumsiedlung Harry 23.05.2008 20:57

Gerade in dieser Jahreszeit erhalte ich sehr viele Anrufe zum Thema Hummeln. Oft sind es besorgte Eltern, die Angst haben, das ihre Kinder gestochen oder Hummelnester freigegraben wurden, oder die Einfahrt neu gepflastert wird, oder oder oder.
Ich möchte hier keine neue Diskussion lostreten wie man diese Mitbürger besänftigt oder berät, denn die Beratung ob das Nest nicht bis zum Herbst dort bleiben kann, steht sowieso an erster Stelle.
Das Einschätzen von Personen ob sie das Nest wirklich bis zum Herbst dort lassen ist wohl der schwierigste Teil, denn wenn man zufällig an diesem "Nestproblem" wieder vorbeikommt glänzt die neue Einfahrt und vom Nest ist nichts mehr zu sehen.
1. Zur Diskussion möchte ich einen von mir entworfenen Umsiedlungskasten stellen.
2. Welche Erlebnisse hattet Ihr mit Behörden die für Umsiedlungen zuständig sind.
http://www.harry-abraham.homepage.t-online.de/Hummel%20Umsetzkasten.html

Gruß Harry

Re: Thema Hummelumsiedlung Horst 25.05.2008 08:27

Hallo Harry,
ich habe bereits mehrere Hummelnester umsiedeln müssen. Eine schriftlich Dauergenehmigung der Naturschutzbehörde zur Umsiedlung von Hummeln und Hornissen habe ich bereits vor mehr als 20 Jahren erhalten. Probleme mit der Naturschutzbehörde gab es noch nicht.
Da die Hummelvölker häufig nicht sehr groß sind, benutze ich bei Hummeln die Keschermethode und bei Hornissen die Absaugmethode.
Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass trotz Überzeugungsarbeit später die Nester doch entfernt wurden. Der Nachweis einer absichtlichen Zerstörung ist häufig schwer nachzuweisen. Ohne Einwilligung kann eine Privatperson ein fremdes Grundstück nicht betreten (zur Nachprüfung).

Grüße
Horst

Re: Re: Thema Hummelumsiedlung Harry 25.05.2008 09:34

Hallo Horst,
vielen Dank für Deine Antwort. Anscheinend arbeiten die zuständigen Behörden sehr unterschiedlich.
Zum Thema "Überzeugungsarbeit" ist es auch bei mir manchmal fustrierend, denn man selbst kommt immer wieder in den Zwiespalt...Umsiedeln oder nicht...
Man versucht an den gesunden Menschenverstand zu appelieren, kann die Angst vor den Insekten aber nur schwer ausräumen.
Wie Du schon richtig schreibst, ist ein absichtliches zerstören bzw. vernichten schwer nachweisbar.
Bei kleinen Völkern nehme ich auch den Kescher, denn die Absaugmethode ist dabei viel zu aufwendig.

Grüße Harry

viele Milben im Nest, dafür wenige Hummeln ... :-( jürgen s. 24.05.2008 16:56

servus,

mein volk, (terrestris) hatte bereits im märz ein paar hundert brummer. der innenkasten ist 32x32cm. ende märz hatten die hummeln in dem innenkasten schon keinen platz mehr. nun sind seltsamerweise nur noch 20-30 hummeln im nest. ich kann auch keine königin ausmachen.

ich kan jedoch viele kleine und bereits glatzige hummeln, sowie missgebildete brummer ( flügel missgebildet, aufgrund von kälte?) finden.

ich habe relativ viele milben, welche sich auch auf die hummeln setzen und an ihnen nuckeln.

ich habe nun fotos gemacht um diese den hummelfreunden zu verfügung zu stellen.

die fotos wurden mit einer spiegelrefelxcam mit mycro objektiv geknippst. ein freund war so gut, diese arbeit für mich zu übernehmen und die bilder auf seiner hompage zu stellen. mann kann dort die bilde rin verschiedenen größen betrachten ( auswählbar unterhalb des bildes).

sieht sie euch an, vlt fällt euch zu meinem problem ja was ein.

ameisensäure gegen die milben? -> in welchem mischverhältniss?

da ich leider keine fotos via verlinkung hier reinstellen kann, hab ichs via simpler verlinkung gemacht:

o) hummel mit milben zweischen thorax und abdomen (externer Link, nicht mehr verfügbar)
o) milbe auf thorax (externer Link, nicht mehr verfügbar)
o) wachstöpfe (externer Link, nicht mehr verfügbar)
o) hummel mit abgenutzten flügelenden und milben (externer Link, nicht mehr verfügbar)
o) milben in nahstaufnahmen , sind tot (externer Link, nicht mehr verfügbar)
o) missgebildeter flügel (externer Link, nicht mehr verfügbar)
o) kleine glatzige hummel (externer Link, nicht mehr verfügbar)
o) hummel (externer Link, nicht mehr verfügbar)

hier einen großen dank an meinem fotographen :-)

grüße,
jürgen

Denke nicht, dass es die Milben waren... Michel 24.05.2008 22:49

Also Milben können den Hummeln nur gefährlich werden, wenn das Volk stark geschwächt oder bereits in der Absterbephase am Jahresende ist, wobei durch die dann mangelnde Nesthygiene eine Massenvermehrung stattfinden kann und eben die letzten Jungköniginnen oft stark von Milben befallen sein können. Doch Milben kommen in jedem Hummelnest vor, auch ich habe sie, teils nicht gerade wenige, in meinen Nestern, wobei die "gesunden" Kolonien sich dennoch sehr gut entwickeln. Auch sind die anderen Kennzeichen, wie Spiegelglatze oder Missbildungen an Gliedmaßen und Flügeln nicht typisch für Milbenbefall. Wachsmottenbefall, Pilz- und Viruserkrankungen oder auch mit Spritzmittel kontaminierte, gesammelte Nahrungsvorräte können solche Symptome hervorrufen, was auch den unbekannten Verbleib bzw. Tod der Altkönigin erklären könnte, die du ja nicht finden konntest. Den verstärkten Milbenbefall würde ich als ein Sekundärphänomen bezeichnen, also das durch das rasche Absterben der Brut/Arbeiterinnen durch eventuell einen Virus (Primäreffekt) nun eben wegen der mangelnden Nesthygiene die Milben sich gut vermehren konnten und eben nun ins Auge fallen, obwohl sie wahrscheinlich gar nicht die Ursache des Problems waren.

Soweit meine Meinung dazu. Missbildungen sind übrigens meist ein Nahrungsproblem, Kälte spielt eher dann eine Rolle, wenn über einen langen Zeitraum die Brut zu kühl gehalten wurde, also lange Zeit bzw. Tage < 20 °C oder Stunden < 10 °C (nur als Beispiel).

Viele Grüße
Michel

Re: viele Milben im Nest, dafür wenige Hummeln ... :-( Stefan Lennertz 25.05.2008 10:55

Hallo,

die Missbildungen schreibe ich auch eher Giften und Spritzmitteln auf Futterplanzen in deiner Umgebung zu. Falls das Nest schon so weit entwickelt war gab es doch wahrscheinlich auch schon Jungköniginnen?

Wen dem so ist wäre der Nestzykluss abgeschlossen, und somit das absterben des Volkes nicht mehr ganz so tragisch. Bezüglich der Milben ist es wohl so das man gerne helfen möchte als Hummelfreund. Habe das letztes Jahr mit warmen Wasser und einen kleinen Schuss Essig versucht, es war aber sehr aufwendig jede einzelne Hummel zu behandeln, und alle bekommt man auch nicht weg.
Gruß,
Stefan

Re: Re: viele Milben im Nest, dafür wenige Hummeln ... :-( jürgen s. 25.05.2008 14:30

hello stefan,

hab mittlerweile gelesen, dass die missbildungen aufgrund von kälte zurückzuführen sind. nun ja, schade.

zwei tierärzte und ein imker haben mir empfohlen, das nest mit verdünnert ameisensäure zu behandeln. somit fällt die eizelbehandlung der hummeln weg.
ich hab mir die einzelbehandlung auch shcon überlegt, aber die milben sind einfach heikel zu behandeln, finde ich.
+hattest du erfolg?

grüße,
jürgen

Re: viele Milben im Nest, dafür wenige Hummeln ... :-( Alexander Schlecht (Bombus.de-Admin) 25.05.2008 15:17

Hallo Jürgen,

hast Du mal in Erwägung gezogen, daß Deine Hummeln mit Gift in Berührung gekommen sind? Derzeit wird in der Landwirtschaft ja wieder kräftig gegen alles mögliche gespritzt.

Deine Beschreibung lassen mich vermuten, daß Deine Hummeln Spritzmittel abbekommen und ins Nest gebracht haben. Wodurch dann die Königin gestorben ist.

Sollten tatsächlich die Milben "schuld" sein, dann war das Volk einfach zu schwach. Was ich aber nicht glaube, denn auch bei meinen Hummel tummeln sich die Milben. Und selbst mit mehreren Milben auf dem Rücken scheinen sie putzmunter zu sein (die Hummeln).

Nicht jede Milbe, die auf einer Hummel sitzt, saugt auch an ihr. Hummeln dienen als Taxi und Milben "reisen" so von Nest zu Nest. Auf Blüten lassen sie sich fallen um die nächste Hummel zu besteigen.

Deine (guten) Bilder zeigen keinen übermässigen Befall an Milben, es sind "normale" Zustände. Auch die Missbildungen treten bei meinen Völkern auf, jedoch nicht zu dieser Jahreszeit. Erst am Ende des Jahres, wenn das Volk anfängt zugrunde zu gehen, treten diese Missbildungen gehäuft auf.

Eine Bekämpfung der Milben würde ich nicht vornehmen. Zum einen ist die Hummel-Milbe nicht zu vergleichen mit der Varoa-Milbe, die bei den Bienen große Schäden anrichtet. Zum anderen weiß man ganz einfach nicht, welche Spätfolgen eine Behandlung bei den Hummeln haben wird. Weisst Du sicher, ob die Hummeln danach noch "gesund" sind?

Hummel sind keine Bienen. Man darf seine Bienen-Erfahrung nicht 1:1 auf Hummeln übertragen. Sonst müsstest Du beim nächsten kontrollieren Deiner Hummeln ja auch Rauch anwenden um sie zu beruhigen.

Spätestens dann würdest Du merken, daß Hummeln ganz anders reagieren als Bienen :-)

Soweit meine Meinung und Erfahrung zum Thema

Alex

übersicht meines nestes juergen.s 25.05.2008 19:55

servus,

ich habe gerade meine fotos der nestübersicht auf einen server geladen, damit ich sie hier verlinken kann.

auf den fotos habe ich nicht das ganze nest freigelegt. das nest ist im ganzen innenkarton ausgebreitet.

🖼 Bild nicht mehr verfügbar (ehemals: „o) nestübersicht“)
🖼 Bild nicht mehr verfügbar (ehemals: „o) freigelegter bereich“)
🖼 Bild nicht mehr verfügbar (ehemals: „o) tote larven in den töpfen“)
🖼 Bild nicht mehr verfügbar (ehemals: „o) hoh aufgelöstes foto der übersicht“)

wiegesagt, ich habe nicht das genze nest freigelegt.. ich hatte schon sehr früh ein starkes volk, da ich ein großes glück mit der besiedlung hatte.

grüße,
jürgen

Re: übersicht meines nestes juergen.s 25.05.2008 19:57

servus nochmals,

🖼 Bild nicht mehr verfügbar (ehemals: „o) nochmals das hoh aufgelöste foto“)

grüße,
jürgen

Re: Re: übersicht meines nestes Johanna 25.05.2008 20:36

Hallo Jürgen,

Milben hin und Milben her. Dein Nest sieht für mich einfach ganz normal aus. Wenn "ein paar hundert Brummer" ausgeschlüpft sind, ist die Königin verbraucht und stirbt. Entweder hat das Volk dann Jungköniginnen oder wird drohnenbrütig. Der Rest der Arbeiterinnen geht nach und nach ein.

So ist der Lauf der Natur. Wer früher beginnt, endet auch entsprechend früher. Die Bäume wachsen nunmal nicht in den Himmel!

Schöne Grüße

Johanna

Re: Re: Re: übersicht meines nestes juergen.s 26.05.2008 19:16

servus,

hmm, nun hab ich noch abgezählte 13,5 hummeln im nest. die kleinen sind verschwunden. dafür habe ich eine hummel ( gezählt als 0,5) welche sich seeeehr langsam bewegt undverstört herumkrabbel.

wtf ist da los???

grüße,
jürgen

Re: Milben auf Königinnen jürgen s. 24.05.2008 22:24

servus,

hast du meinen forum-bereicht in:
"viele Milben im Nest, dafür wenige Hummeln ... :-( "

gelesen und die fotos dazu betrachtet? kam die antwort von dir aufgrund meiner pics?

mir wurde auch gesagt, dass die milben nützlich sind und die hautschuppen von den hummeln entfernen usw.... aber ich zweifel da dann.

wie paracelsus anbei erwähnte: " die dosis macht das gift"

in meinem falle:
ist das volk erst mal geschwächt, erledigen die milben den rest,... so wie es aussieht...!

grüße,
jürgen

Re: Re: Milben auf Königinnen einstein 25.05.2008 13:00

Hallo Jürgen, genauso ist es, denn konnte die gleichen Beobachtungen selbst machen, danke dass Du dieses Thema angeschnitten hast.
Gruß Albert

Re: Re: Re: Milben auf Königinnen jürgen s. 25.05.2008 14:27

hast sich jemand meine fotos von dem befallenen hummeln angesehn?
grüße,
jürgen

Re: Milben auf Königinnen Michel 24.05.2008 23:30

Deine Reaktion ist doch völlig überzogen. Ich kann bestätigen, dass ich in den vielen Jahren, wo ich Hummelkolonien unter meiner Obhut hatte, noch nie ein Volk nur an Milben verloren habe. In der Regel sind es immer andere Haupt-Ursachen, welche zur Schwächung oder zum Niedergang einer Kolonie führen - die Milben nutzen nur die Chance und vermehren sich in geschädigten Kolonien eben stärker, sind jedoch nicht der Grundstein des Problems...

Viele Grüße
Michel

Re: Re: Milben auf Königinnen einstein 25.05.2008 12:59

Und das wissen Sie ganz sicher, dass nie die Milben die Hauptschuld hatten warum Völker zu Grunde gingen.
Nehme an, Sie haben dies untersucht - bitte hätte gerne die Daten dazu gesehen.
Der schon gespannt wartende Einstein.

Re: Re: Re: Milben auf Königinnen Alexander Schlecht (Bombus.de-Admin) 25.05.2008 15:03

Lieber Einstein,

ich kann Dir versichern daß "unser" Michel ein sehr visierter und erfahrener Hummelfreund ist. Wenn es unter Hummelfreunden Experten gibt, dann zählt Michel ganz bestimmt dazu.

Alex

Re: Re: Re: Re: Milben auf Königinnen jürgen s. 25.05.2008 15:08

servus Alex,

ich mochte meine nahaufnahmen der hummeln, den milben und den befallenen hummeln gerne zur verfügung stellen.

kannst du die fotos gebrauchen? möglicherweise helfen sie anden hummelfreunden. die fotos sin 3-4mb groß und hochauflösend.

grüße,
jürgen

Re: Re: Re: Re: Re: Milben auf Königinnen Alexander Schlecht (Bombus.de-Admin) 25.05.2008 15:18

Servus Jürgen,
danke für Dein Angebot - ich hoffe Dein Photograph ist damit einverstanden? Wer ist das eigentlich?

Du hast mir die Bilder ja schon gemailt, ich fand noch keine Zeit zur Antwort. Ich werde mich bei Dir melden.

Alex

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Milben auf Königinnen jürgen s. 25.05.2008 15:28

hello,

die fotos die ich dir gesendet habe, sind nur übersichtsfotos von meinem nest. die fotos die ich mit dem freund geschossen habe sind profifotos.
mein freund heißt meszar sebastian und ist ein htl kollege von mir.

da die fotos so groß sind, habe ich ihn gebeten, die fotos auf seine page zu stellen. schließlich ists dann auch einfach mit dem verlinken.

wenn du möchtest, dan sende ich dir die 2-4 mb großen fotos via mail oder ich kanns dir auch auf cd brennen und zusenden.
ich habe die fotos eigentlich nur gemacht um die milben auf den hummeln erkennen zu koennen, bin jetzt aber ganz hin und weg von den fotos und würde mich freun, wenn ander hummelfreunde diese auch verwenden koennten.

hier ist der link zu sebastians seite. in dem sector hat der ein paar der geschossenen fotos eingestellt. er hat noch nicht alle eingestellt. muss mich mit ihm erst wieder zusammensetzen und de guten auswählen.

siehe link ( ps: unterhalb des fotos kannst du die anzeigegröße wählen)

http://www.pbase.com/johnnydabravo/hummel

ich werd dann noch ein wasserzeichen mit seinen und meinen nahmen auf die fotos aufbringen und dann sind sie schon versandbereit ;-)

lg,
jürgen

Re: Milben auf Königinnen Horst 25.05.2008 08:35

Hallo einstein,
Hummelfreunde, die Nistmöglichkeiten den Hummeln zur Verfügung stellen, wollen doch keine Hummelzucht betreiben.
Als nächster Vorschlag kommt bestimmt bald, dass die einzelnen Hummeln in Essigsäure getaucht werden müssen, um die Hummeln vor eventuellen Schädlingen zu schützen.
Wichtiger ist es vielleicht, die Hummeln vor einigen Menschen zu schützen.

Gruß
Horst

Re: Re: Milben auf Königinnen einstein 25.05.2008 12:56

Hallo Horst!
Für meine Person gilt, dass Hummelzucht von den Hummeln betrieben wird, ich fühle mich als Beobachter dabei und versuche daraus zu lernen.
Hauptsächlich zum Thema Nistkästen, die bis auf wenige Ausnahmen sowieso immer zu klein sind.
Gruß Albert

Re: Milben auf Königinnen Christian Wiedekind 25.05.2008 11:28

Hallo Einstein,
Ihre Antworten und ihr Gebaren lassen leider tief blicken. Sie scheinen besessen zu sein etwas kontrollieren zu wollen. Wahrscheinlich haben sie sich schon oft durch ihr Verhalten in ihrer Gesellschaft selbst isoliert und sind sehr allein. Aber ich denke ihr eigenes Leiden sollte kein Grund sein andere Lebewesen mit vollkommen falscher Fürsorge zu quälen. (Dass genetisch schwache Hummelköniginnen untergehen weil sie mit Milben nicht umgehen können ist halt nun einmal möglich. Diese zu retten einfach verkehrt.) Ich bin mir sicher, es gibt auch in Österreich eine gute psychologische Versorgung, die Ihnen hilft über Ihre Probleme hinwegzukommen. Aber bitte Foltern Sie die Hummeln nicht mit Essigsäure und unternehmen andere Tierquälereien. Die können sich nämlich nicht so einfach aus der Schlinge ziehen, wie die Menschen in ihrer Umgebung.

Hummelschutz besteht für Sie persönlich jetzt ersteinmal darin, dass Sie sich Gedanken über Ihr eigenes Leben machen und vielleicht die Finger von Hummeln lassen.

Gute Genesung wünscht,
Christian Wiedekind

PS: Bin ich der einzige der glaubt, dass Einstein mit verschiedenen Namen arbeitet um für seine Seite Werbung zu machen und um sich argumentative "Schützenhilfe" für seine verworrenen Vorstellungen zu holen?!?

Re: Re: Milben auf Königinnen jürgen s. 25.05.2008 12:32

servus allerseits,

welches man hier ganz gut beobachten kann ist, dass die meinungen zum thema hummeln sehr auseinander gehen.
ich persönliche sehe den hummelschutz nicht darin, sich ein volk zu zu legen und sich dann nicht darum zu kümmern und es sterben zu lassen. dazu muss man sich ja kein volk zulegen..... oder nicht?

lg,
jürgen

Re: Re: Re: Milben auf Königinnen Christian Wiedekind 25.05.2008 14:22

"Man legt sich kein Hummelvolk zu"
genau das haben Sie nicht verstanden.

An Einstein: Mit welchen säuren sie traktieren spielt keine Rolle,
aber dass sie sich auf diese Kleinigkeit verbeissen war klar. Man kann sie nicht blehren man kann nur die Leute vor Ihnen warnen.

Christian

Re: Re: Re: Re: Milben auf Königinnen jürgen 25.05.2008 14:25

wortklauberei ist so eine sache ;-)

ich habe meine kästen aufgestellt und diese wurden von hummeln besiedelt. -> dies meine ich damit.

darf ich fragen, was ihr oder wie ihr mit euren hummeln umgeht. hab ihr völker? gibt es bei euch auch nestkontrollen oder wird etwas der art nicht durchgeführt?

mfg,
jürgen

Re: Re: Re: Re: Re: Milben auf Königinnen Christian Wiedekind 25.05.2008 14:34

Hallo Jürgen,
Ich bin nur etwas allergisch auf Leute die Hummelvölker mit Ameisensäure behandeln...
Ich kann nur für mich sprechen und ich nehme Kontrollen vor. Wie man dann handelt, ob man es für richtig hält eine Kuckukshummel lieber ein paar kilometer weiter entfernt frei zu lassen oder man sie gewähren lässt muss jeder selbst wissen. (Schließlich sind das ja auch Hummeln).
Und manchmal geht ein Volk eben auch zu Grunde.
Es darf halt nur nicht an der eigenen Nisthilfe liegen. Und wenn sich die Völker daneben gut entwickeln unter den gleichen Bedingungen liegt es nicht an den Bedingungen.

Schöne Grüße,
Christian

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Milben auf Königinnen jürgen s. 25.05.2008 14:49

servus christian,

ja, verstehe ich voll und ganz.
leider habe ich das problem, dass mein volk geschwächt ist. wie du vlt schon gelesen hast, war mein terrestris volk mitte-ende märz so groß, dass es im 32x32cm innenkasten keinen platz mehr hatte. nun sind nur noch 20-30 hummeln über und ich kann mir nicht erklären, was mit ihnen passiert ist. da mein volk nun schon geschwächt ist, tragen sie nun auch noch milben mit sicher herum, welche die schwäche des volkes wohl ausnutzen. ein gesundes volk entfernt die milben bzw reinigen sich. diese volk nicht. mir ist auch aufgefallen, dass die wenigen arbeiterinnen keine pollen mir ins nest tragen. meiner meinung nach deutet das darauf hin, dass die königin ex ist, oder?
ich konnte noch keine junköniginen erkennen, aber ich schätze dass ich glück habe und die wenigen arbeiterinnen untem im nest welche ausbrüten wie komme ich darauf? um die 4 relativ großen kokons scharrt sich der großteil der hummeln und pressen sich an die kokons um sie zu wäremen. möglicherweise hat die altkönigin noch nachwuchs hinterlassen bevor sie verschwand.

zur ameisensäure: die imker verwenden es unverdünnt um die milben aus dem stock zu bekommen. es muss nun auch die möglichkeit für humeln bestehn. verdünnt empfinde ich jedoch als sicherer. leider habe ich kein ph mesgerät. welcher wert ist empfehlenswert? ich muss was gegen die milben machen, sonst verliere ich mein volk.

jürgen

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Milben auf Königinnen Christian Wiedekind 25.05.2008 15:37

Hallo Jürgen,
Normalerweise sollte die Königin ganz gut zu erkennen sein. Auch weil sie recht deutlich surrt .
In den Kokons, das könnten eventuell auch Drohnen sein. Sollte die Königin umgekommen sein, werden die Arbeiterinnen häufig drohnenbrütig.

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Milben auf Königinnen jürgen s. 25.05.2008 15:47

servus,

ich habe zur zeit, 5 große hummeln im nest, jedoch schätze ich, dass es sich um arbeiterinnen handelt. es befinden sich noch hummeln unterm nest, diese guggen aber nur selten hervor. mglw hat sich die koenigin dort verkrochen.

siehe meine große hummel:
http://www.pbase.com/johnnydabravo/image/97504678

grüße,
jürgen

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Milben auf Königinnen jürgen s. 25.05.2008 15:48

oder auch diese, aus meinem nest:

http://www.pbase.com/johnnydabravo/image/97504675

jürgen

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Milben auf Königinnen Christian Wiedekind 25.05.2008 19:36
oder auch diese, aus meinem nest:

http://www.pbase.com/johnnydabravo/image/97504675


jürgen

Hallo Jürgen,
schön wie du dich um dein Nest sorgst. Ich bin aber leider nicht in der Lage zu erkennen ob es sich hier um eine Jungkönigin handelt.
Dazu reicht meine Expertise nicht aus.
Ich weiss aber auch wessen Expertise noch bezüglich Hummeln nicht so toll ist: Die von Tierärzten und Imkern. Beides sicher absolut achtenswerte Berufe/Hobbies aber die beschäftigen sich mit domestizierten Tieren wie mit Kühen Hunden und eben der Honigbiene.
Nur selten hat man Einfühlung für Wildtiere und Imkerei vereint in einer Person.
Aber das ändert halt alles nichts daran, dass man den lieben Tieren die man in seinen Kästen hat helfen will, wenn sie ein Problem haben.
Ich wünsch dir und deinen Hummeln auf alle Fälle viel Glück

Grüße,
Christian

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Milben auf Königinnen juergen.s 25.05.2008 20:00

hello christian,

bitte sieh dir meine fotos vom nest an. habe sie gerade in dem forum eingestellt ( nestübersicht ). mach dir ein bild.

nun ja, der tierarzt der mich berät, hat selbst 20 hummelkästen und hat immer gute ideen. nur leider ist er immer im stress :-/

;-)
grüße,
jürgen

Re: Re: Milben auf Königinnen einstein 25.05.2008 12:52

Herr Wiedekind!
Ich schreibe nicht unter verschiedenen Namen, das sei mal festgehalten.
Von Essigsäure tauchen war nie die Rede, würde höflichst ersuchen, genau zu lesen - nehme ja an, daß Sie des Lesens mächtig sind.
Wir hatten vergangenes Jahr bei Erdhummeln die Austrittslöcher der Milben der nicht geschlüpften Kokons gezählt und kamen auf die unglaubliche Zahl von über hundert Parasiten, die an der Königin übrigens auch an den Arbeiterinnen in geringerem Verhältnis dazu - proportional zur Körpergröße - gesaugt hatten.
Sie mögen mir viel weismachen - es zu versuchen - aber dass ein Befall an saugenden Tieren für die Hummeln förderlich sein soll - bei aller Sympatie, die ich Hummelhaltern entgegenbringe, dies nehme ich Ihnen dann ab, wenn in Afrika Muttertag, vorher nicht.
Wenn Sie, wie ich annehme, auch der Mathematik mächtig sind, dann können Sie errechnen, dass der Befall von 10 Milben in etwa dem Gewicht entspricht, welches der Mensch mit ca. 30 kg als Schmarotzer mit sich herumtragen müsste. Wollen Sie dies wirklich den Hummeln zumuten???
Könnte da vielleicht ein kleiner Hang zum Voyeurismus vorhanden sein??? Ich weis es nicht, aber nachdem Sie mir eine Krankheit unterstellen - sollte da mal nicht in den eigenen Reihen kontrolliert werden. Es gibt viele versteckte Formen wo die Neurologie zum Zuge kommen müsste.
Möchte dieses Thema auch nicht weiter verfolgen und persönliche Dinge schreiben - aber Sie haben begonnen ich darf schon antworten.
Mir geht es um die Hummeln - auch darum den Geschäftemachern - die Hummelvölker zu kommerziellen Zwecken verkaufen - entgegenzutreten.
Die Hummeln sollen so leben dürfen, wie sie es gewohnt sind.
Wenn hier der Mensch mit seinen Eingriffen die Insekten in eine Zwangslage bringt (Spritzungen mit Pestiziden, Herbiziden, Akariziden, Insektiziden usw.) dann wäre es unsere Pflicht zu versuchen, diese "Verbrechen an der Natur" wie ich es formuliere, zu reduzieren oder zu stoppen, denn wir können so nicht mehr lange weitermachen - der Exotus ist vorprogrammiert.
Wenn Sie von dem Bienensterben im Rheinland gehört haben, dann können Sie auch schließen, daß auch die Hummeln dort sterben, da sie ja die selbe Nahrungsquelle benötigen - dies sollte man anprangern.
Wenn Sie schon so "gut informiert zu sein scheinen", dann prangern Sie die "Gauchobeizung" an Getreide und Mais usw. an dem Saatgut an, das wäre was für Sie, da können Sie sich profilieren. Der Wirkstoff ist übrigens Imidacloprid! Der angeblich rasch zerfällt - das dem nicht so ist - zeigt das Bienen- und Hummelsterben.
Darf Sie auch noch informieren, daß ich ein biologisch wirkendes Mittel gegen die Varroa- und die Hummelmilbe zur Registrierung eingereicht habe. Dies ist - sagen wir mal so - auch Hummelschutz - da könnten Sie auch versuchen, was beizutragen!
Es grüßt Sie, der nicht auf kommerziellen Erfolg ausgerichtete
Einstein.

Re: Re: Milben auf Königinnen Johanna 25.05.2008 19:17

Hallo Christian,

ich bin auch etwas verwundert über diese plötzliche Milbendiskussion. Jürgen schreibt, sein Nest hätte im März! etliche 100 Brummer! gehabt. Also bei uns waren im März noch überhaupt keine Hummelköniginnen unterwegs.

Die Fotos, die Jürgen reingestellt hat, zeigen sehr wohl missgebildete Flügel und leere Honigtöpfe und auch viele tote einzelne Milben. Die anderen Hummelbilder zeigen auch Tiere mit einzelnen Milben, aber so richtig bedrohlich sieht das irgendwie nicht aus. Ein Bild vom Gesamtnest fehlt leider, die Einzelbilder lassen keine Gesamtbeurteilung zu, weil man nicht weiß, wie groß der Anteil mißgebildeter und milbenbefallener Tiere letztendlich ist. Die missgebildeten Tiere könnten auch vom Kälteeinbruch stammen.

Vielleicht ist das alles auch ein speziell österreichiches Problem. Schließlich kommt sowohl der Milben-Notfall als auch der Behandlungsvorschlag aus Österreich. Vielleicht sind die österreichischen Milben bissiger?

Ich konnte in den Archivforenbeiträgen kaum eine Diskussion über Milben finden und schon gar keinen so dramatischen Fall wie den von Jürgen.

Erst als Einstein wiederholt seine Ameisensäurebehandlung pries, wurde dieses Thema regelmäßig aufgewärmt.

Und so wundere ich mich auch, dass Jürgen sich zuerst an das deutsche Forum wendet und diesen Fall nicht erst bei Einsteins eigenem Forum in Österreich geklärt hat und sich da beraten ließ. Die Internetadresse ist ja immer gut sichtbar bei allen Einstein-Postings.

Obwohl es ja andererseits auch schmeichelhaft ist, dass er es in diesem Forum versucht hat - vielleicht wirken die "hingeplapperten" Argumentationen hier auf manchen Forenleser einfach fundierter.

Na ja, man macht sich eben so seine Gedanken, aber man muss ja auch nicht alles klären und ausdiskutieren.

Schöne Grüße

Johanna

P.S. Noch eine Überlegung: Wenn man im März schon einige 100 Brummer hat, kann es sein, dass man eine junge Königin nach irgendwessen Rezepten selbst überwintert hat und sie vorzeitig aus dem Winterschlaf in einem Kasten angesiedelt hat? Dann könnte man im März schon ein großes Nest haben. Das bei dem Kälteeinbruch dann die Honigtöpfe plötzlich leer bleiben, wäre irgendwie vorstellbar und damit auch eine verbundene Schwächung des Bestandes. Menschliche Eingriffe in solche komplexe Abläufe sind meistens fatal.

Re: Re: Re: Milben auf Königinnen Christian Wiedekind 25.05.2008 19:58

Hallo Johanna,
Da hast du noch etwas genauer hingeschaut als ich!
Genauso diese blöde Diskussion mit dem CO2:

auf "hummelzucht.at":

Diese Ideen von der Ameisensäure dem Co2 etc werden offenbar systematisch in den Foren gestreut. Dann tauchen da so komische Zufälle/Belege auf mit Widersprüchen.

Es ist ganz wichtig, dass man das nicht unkommentiert stehen lässt!

Grüße,
Christian

Re: Re: Re: Re: Milben auf Königinnen juergen.s 25.05.2008 20:03

servus christian,
wie ich sehe, hast du erfolgreich meinen eintrag auf hummelzucht gefunden , gratuliere;-)

meine interesse bsteht darin, zu wissen wie es funktioniert, da ich es mir nicht vorstellen kann. als techniker hinterfrägt man leider zu viele sachen, auch wenn man sie nicht anwendet.

lg,
jürgen

Re: Re: Re: Milben auf Königinnen Alexander Schlecht (Bombus.de-Admin) 25.05.2008 20:04

Hallo Johanna,

danke für Deinen Beitrag - tut gut hier mal wieder was vernünftiges zu lesen...

Ich kenne die Verhältnisse unserer Ösi-Hummelfreunde nicht. Aber was man in der Vergangenheit so liest, scheint es sich um experimentierfreudige Hummel-"Freunde" zu handeln. Und da wundert mich dann auch nichts mehr. Vor allem weil auch aus dieser Richtung schon öfters gefragt wurde, wie man Königinnen überweintern kann.

Da drängt es sich auf, ob denn hier nicht jemand eine Königin überweintert und frühzeitig zur Nestgründung gebracht hat?
Aber das ist reine Spekulation meienrseits.

Alex

Re: Re: Re: Re: Milben auf Königinnen juergen.s 25.05.2008 20:23

hello Alex,

wie ich jetzt erst mitbekomme habe, ist einstein auch wie ich aus österreich. dies genügt anscheind darauf zu schließen dass wir ein und die selbe person sind? hmm, in der tat seltsam.

um deine theorien zu zerstreun... denn ich fürchte dass es auf mich bezogen war: unser sommer hier ( ich wohne in einem tal ) war seh mild, daher sind unser hummeln schon sehr früh unterwegs gewesen. daher konnte ich mich schon früh über ein humelvolk freun. das volk hat sehr ausgebaut, jedoch sind dann meine brummer verschwunden. ich beziehe das verschwinden nicht alleine auf die milben, jedoch ist mein volk nun geschwächt und mittlerweile ettliche milben da. -> das war vorher nicht der fall und auch mein lapidarius volk hat KEINE milben auf den hummeln.

ich bin nur besorgt, denn ich will nicht, dass mein volk ext.

lg,
jürgen

Re: Re: Re: viele Milben im Nest, dafür wenige Hummeln ... :-( Stefan Lennertz 25.05.2008 13:30
Hallo Stefan, das mit Wasser und Essig geht so nicht, du müsstest unverdünnt mit "Küchenrollepapier" arbeiten.

Wie soll das gehen? Muss allerdings dazu sagen das meine Behandlung auch gewirkt hat, eine menge der milben haben die Hummel danach verlassen, und das wäre ja genug. Auf der anderen Seite weiss man ja auch nicht ob eine zu starke Konzentration den Hummeln schadet.

Gruß,
Stefan

Re: Re: Re: Re: viele Milben im Nest, dafür wenige Hummeln ... :-( jürgen s. 25.05.2008 14:32

gibts erfahrungen zu ameinsenäure? aufgeträufelt auf küchenrolle und übers nest gelegt wirkt. jedoch bin ich mir über die verdünnung der säure mit wasser nicht ganz klar. im bienenstock wirds via verdampfer angewendet, daher enfällt das problem da.

ideen?

grüße,
jürgen

Verwarnung für Einstein Alexander Schlecht (Bombus.de-Admin) 25.05.2008 15:00

Hallo "Einstein",

in diesem Hummelforum wird ein anderer Ton gewünscht, als er von Dir angeschlagen wird. Es mag sein daß Du zu bestimmten Themen anderer Meinung bist - das steht Dir frei.

Solltest Du aber weiterhin in diesem Tonfall mit Hummelfreunden "diskutieren" solltest Du in Erwägung ziehen, Dir ein anderes Forum zu suchen.

In diesem Forum wird niemand geduldet, der andere als heuchlerische Plapperer nennt, nur weil sie Deine Auffassung nicht teilen.

Auch mir sind Deine Ratschläge teil sehr suspekt - und ich frage mich, ob sie noch was mit Hummelschutz zu tun haben oder vielmehr der Befriedigung Deines Geltungsdranges dienen...

Also: entweder ein anderer Ton oder ein anderes Forum.

Alex
Bombus.de