Beiträge aus 2006

Von wegen "The End" Herbert Wachter 22.08.2006 12:24

Hallo alle Zusammen.

Bei meinem Stein-Hummelnnest ist heute die erste Drohne geschlüpft, habe ihr zusehen können wie sie sich aus dem Kokon gekämpft hat. Vom gelben Haarbüschel auf dem Kopf war zwar noch nichts zu sehen aber die Farben entwickeln sich ja erst später, bin mir aber trotzdem ziemlich sicher wegen der längeren Fühler. Die Jung-Königinnen schlüpfen erst nach den Drohnen oder? Das würde bei meinem Nest bedeuten, dass das Gelege der Drohnen und Jung-Königinnen voneinander getrennt im Nest ist.
Kann es sein, dass die Arbeiterinnen die Königin jetzt aus dem Nest geworfen haben, weil ich die Königin abseits des Nests herumtorkeln sah. Ich habe sie daraufhin herausgenommen und mit Zuckerwasser aufgepeppt, ich weiß nur nicht ob ich sie nun gleich wieder ins Nest zurücklegen soll, oder warten bis die Geschlechtstiere geschlüpft sind.

Ich freue mich schon auf eure Kommentare.
Herbert

Re: Von wegen Michel 23.08.2006 19:59

Hallo,

Bei meinem Stein-Hummelnnest ist heute die erste Drohne geschlüpft, habe ihr zusehen können wie sie sich aus dem Kokon gekämpft hat. Vom gelben Haarbüschel auf dem Kopf war zwar noch nichts zu sehen aber die Farben entwickeln sich ja erst später, bin mir aber trotzdem ziemlich sicher wegen der längeren Fühler. Die Jung-Königinnen schlüpfen erst nach den Drohnen oder? Das würde bei meinem Nest bedeuten, dass das Gelege der Drohnen und Jung-Königinnen voneinander getrennt im Nest ist.

Sie werden meist voneinander angelegt und aufgezogen, aber Drohnen schlüpfen auch neben den Jungköniginnen noch weiterhin aus dem Nest.

Kann es sein, dass die Arbeiterinnen die Königin jetzt aus dem Nest geworfen haben, weil ich die Königin abseits des Nests herumtorkeln sah.

Ja, das ist oft das Schicksal der Königin. Oft wird ihr Fortpflanzungsmonopol gebrochen und sie danach aus dem Nest getrieben oder getötet. Nur selten überlebt die Königin die ganze Saison, wodurch oft stark königinnenbrütige Kolonien entstehen.

Ich habe sie daraufhin herausgenommen und mit Zuckerwasser aufgepeppt, ich weiß nur nicht ob ich sie nun gleich wieder ins Nest zurücklegen soll, oder warten bis die Geschlechtstiere geschlüpft sind.

Entnehme nie die Königin aus dem Nest! Beim zurücksetzen könnte ihr "neuer" Geruch dazu führen, das sie getötet wird, vor allem wenn sie tagelang vom Nest ferngehalten wird! Also Hände weg von der Königin, wenn dann nur kurzzeitig füttern und danach zurücksetzen!

Viele Grüße
Michel

Königin wieder im Nest Herbert Wachter 24.08.2006 11:53

Hallo

Danke Michel.
Aber ich hatte die Königin jetzt doch ein paar Tage draußen, hab sie aber auf deine Antwort hin gleich wieder ins Nest gelegt und was recht interessantes beobachtet. Ich habe die Königin nicht direkt ins Nest gesetzt sondern am Rand des Kastens(wollte dass sie das Nest selber findet) und die erste Arbeiterin die über die Königin gekrabbelt ist hat sie angegriffen und vielleicht versucht zu stechen, aber jede weitere Arbeiterin hat keine Reaktion gezeigt und nach längerem auf und ab um das Nest hat die Königin es schließlich doch gefunden und bis jetzt auch angenommen. Hab wahrscheinlich noch mal Glück gehabt.

Gruß Herbert.

Auch kein Ende Heinrich 22.08.2006 13:48

Meine Ackerhummeln sind noch richtig aktiv.
Ich wollte zufüttern, Honig mit Traubenzucker gemixt, die Hummeln beachten meine Gabe nicht. Wespen kommen schon häufiger.

Re: Auch kein Ende Harry 23.08.2006 09:01

Hummeln solltest Du auch mit einem Teil Haushaltszucker, einem Teil Fruchtzucker und einem Teil Wasser füttern. Am besten das Wasser aufkochen und den Zucker einrühren, damit er sich gut auflöst. Da können Hummeln kaum widerstehen. :-))
Meine Ackerhummeln sind auch noch aktiv. Die Steinhummeln fliegen zwar nicht mehr so oft aus, aber es brummt noch im Nest.
Gruß Harry

Re: Re: Auch kein Ende Heinrich 24.08.2006 13:39

Danke, ich versuche es einmal.
Steinhummeln fliegen auch noch vereinzelt. Aber meine Ackerhummeln werden im Nest immer zahlreicher , aber auch immer kleiner im Wuchs.
Gruß Heinrich

welche hummel habe ich hier fotografiert? wim 23.08.2006 15:08

Gutentag,

Ich habe 1 monat her eine Hummule fotografiert im ungarn (bukk). Ich weis nich welche Hummel es ist.

🖼 Bild nicht mehr verfügbar

Kont ihr mir helfen?

vielen dank,

Wim
(www.naturephotography.nl)

Re: welche hummel habe ich hier fotografiert? Harry 23.08.2006 15:38

Hallo Wim,
die Farben haben sich bei der Hummel noch nicht richtig ausgebreitet. Vermutlich handelt es sich um eine zu früh aus dem Nest getriebene Gartenhummel. Normalerweise fliegen Hummeln ja auch keine Getreideehren an. Es sieht so aus als ob an der Ehre ihr letztes Stündchen geschlagen hat.
Gruß nach NL
Harry

Re: Re: welche hummel habe ich hier fotografiert? wim 23.08.2006 17:36

Hallo Harry,

Danke fur die grusse und ihrem beitrage. Ich habe die Hummel fotografiert im Bukk gebergte. Einem sehr dichtes Wald mit offene platz im Ungarn. Gibt es Bombus hortorum im dichtes Wald/gebirgte?

grusse aus Holland : -))
Wim

Hallo Wim,
die Farben haben sich bei der Hummel noch nicht richtig ausgebreitet. Vermutlich handelt es sich um eine zu früh aus dem Nest getriebene Gartenhummel. Normalerweise fliegen Hummeln ja auch keine Getreideehren an. Es sieht so aus als ob an der Ehre ihr letztes Stündchen geschlagen hat.
Gruß nach NL
Harry
Re: welche hummel habe ich hier fotografiert? susanne 29.08.2006 13:45
Hallo Wim, versuch es mal bei www.wildbienen.de oder bei www.hymenoptera.de Da sind meist ein paar Profis im Netz, die auch ungewöhnlichere Arten kennen.

Grüße Susanne

Re: welche hummel habe ich hier fotografiert? Michel 29.08.2006 14:58

Ich würde sagen, das es entweder Bombus terrestris oder Bombus lucorum ist. Im Alter verblassen bei beiden Arten die Gelbzeichungen erheblich und eine eindeutige Zuordnung ist anhand eines weibliches Exemplars nicht mehr 100 %ig möglich.

Viele Grüße
Michel

Re: Re: welche hummel habe ich hier fotografiert? susanne 29.08.2006 15:06
Hallo Michel, eine alte Arbeiterin hätte aber doch auch eine Glatze, oder? Die sieht noch recht füllig im Fell aus.

Gruß Susanne

Re: Re: Re: welche hummel habe ich hier fotografiert? Michel 31.08.2006 15:26
> Hallo Michel, eine alte Arbeiterin hätte aber doch auch eine Glatze, oder? Die sieht noch recht füllig im Fell aus.

Hallo Susanne,

das muss nicht sein. Ist die Stresssituation groß, so kann es zur Ausbildung einer Spiegelglatze kommen, was oft auch bei der Altkönigin im Laufe der Saison passiert. Arbeiterinnen haben eine solche Spiegelglatze eher nicht. Es sei denn, das Nest ist von Parasiten befallen, also eine erhöhte Stresssituation herrscht im Nest. Dann kann es bei den Arbeiterinnen verbreitet, vereinzelt sogar bei den Jungköniginnen zu einer Spiegelglatze kommen.

Viele Grüße
Michel

Hummeln für die Nachtschicht Hans J. Wolter 30.08.2006 16:02

so lautet der Titel eines Beitrags in der FAZ vom 28.08.06, Seite 30 (Feuilleton). Berichtet wird von Forschungsergebnissen der Uni Jerusalem. Interessanterweise wurden unterschiedliche Arbeitszeiten und -Aufgaben bei großen und kleinwüchsigen Arbeiterinnen desselben Nests beobachtet.

Gruß - Hans

hummelnistkasten kewo2000 30.08.2006 21:26

hallo hummelfreunde
meine hummelkästen aus beton sind mir aus altersgründen zu schwehr geworden. hat jemand bauanleitungen aus holz. wenn ja lasst es mich wissen. ich müßte meine plantage von 16 ha. neu bestücken.
mfg kewo2000

Re: hummelnistkasten susanne 31.08.2006 13:29
Hallo Kewo,

Bauanleitungen findest Du z.B. hier bei bombus.de, außerdem bei www.aktion-hummelschutz.de und bei www.hymenoptera.de
Einfach dort mal schauen, was für Dich am besten passt.
Viel Spaß beim Winterbasteln.
Susanne

Hallo Karsten Harry 01.09.2006 14:20

Hallo Karsten
Toller Filmbeitrag im Hessischen Rundfunk (TV)
http://www.hr-online.de/website/fernsehen/sendungen/index.jsp?key=standard_document_25436510&rubrik=3036&seite=1

Gruß Harry
abrahamh@uni-duesseldorf.de

Re: Hallo Karsten Karsten Grotstück 01.09.2006 19:08

Hallo Harry,

toll, daß Du den Beitrag gesehen hast.

Ich war etwas enttäuscht, da sie 8 Stunden gefilmt und nur 2 Minuten gesendet haben.

Ich hatte viele Anregungen für einen hummel-
freundlichen Garten gegeben, die leider nicht gezeigt wurden, darüberhinaus tolle Filmaufnahmen von Hummeln im Nest und im Außenbereich.

Der Beitrag hätte locker auch für 10 Minuten
gesendet werden können.

Ich hatte auch mit mehr Nachfragen von Interresssierten gerechnet, es waren nur
drei Nachfragen.

Gruß
Karsten

Re: Re: Hallo Karsten Heinrich 02.09.2006 09:51
Leider habe ich auch die zwei Minuten nicht gesehen. Schade, ich habe erst in diesemJahr begonnen und einen Ackerhummelstaat offensichtlich ohne Parasiten durchbekommen. Vor einigen Minuten habe ich auch eine Jungkönigin, offensichtlich aus diesem Völkchen an den Fuchsien, die noch im voller Blüte stehne, naschen gesehen.

Gruß Heinrich

Re: Re: Re: Hallo Karsten Karsten Grotstück 02.09.2006 13:56
> Leider habe ich auch die zwei Minuten nicht gesehen. Schade, ich habe erst in diesemJahr begonnen und einen Ackerhummelstaat offensichtlich ohne Parasiten durchbekommen. Vor einigen Minuten habe ich auch eine Jungkönigin, offensichtlich aus diesem Völkchen an den Fuchsien, die noch im voller Blüte stehne, naschen gesehen.
Gruß Heinrich
Hallo Heinrich Karsten Grotstück 03.09.2006 13:33

Ich selbst habe noch zwei Ackerhummelvölker, daß
große starke Volk, mit ca. 100 Arbeiterinnen, hatte schon Anfang August Jungköniginnen.
Bis jetzt, Anfang September, fliegen laufend neue Jungköniginnen ab.
Bei dem kleinen Volk der Ackerhummeln ( ca. 30
Arbeiterinnen, mit Königin) konnte ich bei der
Nestkontrolle zwei Jungköniginnen feststellen.

Gruß Karsten

Re: Re: Hallo Karsten Jörg Ed. Hartge 03.09.2006 22:03

Lieber Karsten,

auch ich konnte diesen Bericht leider nicht sehen, auch wenn er mich sehr interessiert hätte.

Haben sie Dir wenigstens eine Video-Kassette (oder gar modern eine DVD) von dem Beitrag gegeben? Wenn nicht, würde ich mal nachfragen. Meines Wissens gab's sowas früher quasi als Belegexemplar.

Grüße
Jörg

Hallo Harry,

toll, daß Du den Beitrag gesehen hast.

Ich war etwas enttäuscht, da sie 8 Stunden gefilmt und nur 2 Minuten gesendet haben.

Ich hatte viele Anregungen für einen hummel-
freundlichen Garten gegeben, die leider nicht gezeigt wurden, darüberhinaus tolle Filmaufnahmen von Hummeln im Nest und im Außenbereich.

Der Beitrag hätte locker auch für 10 Minuten
gesendet werden können.

Ich hatte auch mit mehr Nachfragen von Interresssierten gerechnet, es waren nur
drei Nachfragen.

Gruß
Karsten
Test von Wachsmottensperren Horst 03.09.2006 08:54

Hallo Hummelfreunde, die Hummelsaison geht jetzt zu Ende.
Wer hat Wachsmottensperren eingesetzt und mit welchem Ergebnis. Ich werde nächste Woche meine Ergebnisse mitteilen, z.Zt. fliegen noch die Ackerhummeln.

Gruß
Horst

Re: Test von Wachsmottensperren Manfred 03.09.2006 18:38

Hallo Horst,

dieses Jahr hat es bei mir keine Wachsmotten gegeben, daher waren auch keine Gegenmaßnahmen erforderlich. Die extrem hummelfeindliche Witterung in der 2. Maihälfte war offenbar für Wachsmoten ebenfalls tödlich.

Gruß aus HH
Manfred

Re: Re: Test von Wachsmottensperren Harry 03.09.2006 22:17

Hallo Manfred, hallo Horst,
die Wachsmottensperren funktionierten ganz gut. Wichtig ist aber auch das man Hummelnester kontrolliert und nicht sich selbst überlässt.
In einen Nest waren drei fette Wachmottenraupen, was ich mir irgendwie nicht erklären kann, denn wenn ich in den vergangenen Jahren Wachsmotten hatte, dann waren es immer sehr viele.
Bei stark verkoteten Nestern habe ich den Innenkarton und Teile der Polsterwolle ausgetauscht. Trotz des schlechten Start´s im Frühjahr, bin ich mit der Saison ganz zufrieden.
Etliche Königinen von verschiedenen Arten sind aus den Nestern hervorgegangen. Ein Ackerhummelstaat ist immer noch aktiv.

Erfolgreich war auch meine Ausstellung über Staaten bildende Insekten am 27. August. die sich viele Menschen anschauten.
http://www.nabu-krefeld-viersen.de/

Gruß Harry

Ameisenproblem Jörg Ed. Hartge 03.09.2006 21:52

Am 30.07./01.08.06 hatte ich hier über Probleme mit Ameisen im Hummelnistkasten berichtet. Unter anderem hinderten die "blinden Untermieter" die Hummeln mit Wachpersonal am Flugloch teils massiv am Nestzutritt. Ich hatte mich in der Folge darauf beschränkt die Ameisen-Wächterinnen gelegentlich vom Flugloch zu entfernen.

Nun der Abschlussbericht:

Es gab nur noch sehr geringe Flugtätigkeit. Seit etwa 2 Wochen habe ich keine Hummel mehr gesehen, den Kasten innen nicht kontrolliert und auch sonst alles der Natur überlassen.

Gestern entdeckte meine Frau einen regelrechten Verschlusspropfen aus Nistwolle und Streu im Flugloch, der dort möglicherweise seit mehreren Tagen den Eingang völlig verschloss.

Das Nest ist offenbar tot. Meine frühere Annahme, dass die Ameisen unten im Streu ein eigenes Nest angelegt hätten, hat sich nicht bestätigt. Ein oberflächliches Nachsehen und Stochern im Streu zeigte nur noch einzelne Ameisen.

Ob der Verschluss-Stopfen zum endgültigen Ende des Lebens im Hummelnest geführt hat, oder dieser erst enstand, als ohnehin keine Hummeln mehr ein- oder ausflogen, kann ich nicht sagen.

Eine genauere Untersuchung des Nestes steht für das nächste Wochenende noch aus und ich habe vor, dann auch darüber zu berichten.

Insgesamt fühle ich mich aber in der Einschätzung bestätigt, dass Ameisen für ein Hummelvollig nicht "nur lästig" sind, sondern durchaus auch bedrohlich werden können. Dies gilt zumindest, wenn es sich um realtiv große kräftige Tiere, wie bei mir, handelt.

Ich bin nun auf der Suche nach Mitteln gegen Ameisen, die anders als die bekannte Glasplatte oder Füßen in Wassernäpfchen, auch dann funktionieren, wenn etwa Zweige den Nistkasten von oben oder der Seite berühren.

Für Hinweise bin ich dankbar!

Grüße
Jörg

Re: Ameisenproblem Angelika L. 05.09.2006 18:33
Vielleicht hilft das regelmäßige Bespritzen der Zweige mit Brennesseljauche. Zumindest gehen sie bei mir auch immer stiften, wenn ich die Blattläuse damit bespritze, allerdings weiß ich nicht, wie nachhaltig die Jauche gegen Ameisen helfen könnte.

Grüße, Angelika

Jungköniginnen Angelika L. 05.09.2006 18:43

Mein Ackerhummelvolk hat die ersten Jungköniginnen hervorgebracht. Ich freu mich. Bei der Kastenkontrolle habe ich drei im Nest entdecken können.
Zwei Fragen habe ich: Im Eingangsbereich ist die Pappe an der Wand verschimmelt und die Einstreu sehr naß. Die Pappe habe ich natürlich schon entfernt, macht es noch Sinn, auch die Einstreu dort zu entfernen?
An der Pappe waren einige mittelbraune, behaarte Larven zu sehen. Die Haare sahen aus wie kleine Stacheln. Wachsmottenlarven schienen es mir nicht zu sein. Sehen Larven von Kellerasseln so aus? Asseln wohnen schon den ganzen Sommer bei den Hummeln.
fg.Angelika

Re: Jungköniginnen Horst 06.09.2006 13:16

Hallo Angelika,
schau doch einmal im Buch Seite 126/128 bei von Hagen nach, dort sind vermutlich Deine Tiere abgebildet.

Gruß
Horst

Re: Re: Jungköniginnen Angelika L. 06.09.2006 19:20
Hallo Horst, danke, ja genau das sind sie. Was sind Hylenphila denn für Tiere? Muß ich was dagegen tun? Habe dazu weiter nichts im Buch gefunden.

An dem schimmeligen Stück Pappe, das ich entfernt habe, fand ich ca. zehn Stück in verschiedenen Größen. Grüße, Angelika

Re: Re: Re: Jungköniginnen Angelika L. 06.09.2006 19:41
>Einen Teil habe ich schon selbst beantworten können, bin bei Wikipedia fündig geworden. Wer es sonst noch wissen möchte, es sind Blumenfliegen.

Ab welcher Menge können diese Larven denn für das Nest gefährlich werden? Grüße, Angelika

Re: Re: Re: Re: Jungköniginnen Manfred 07.09.2006 08:04

Hallo Angelika,

Fliegenlarven ahben bei mir noch nie irgendwelchen Schaden angerichtet, ich vermute sogar, dass sie positiv wirken, da sie sich vom Kot der Hummeln ernähren.

Gruß aus HH
Manfred

wachsmottenlarven Angelika L. 05.09.2006 18:48

Ich habe mir die Larven bei hymenoptera nochmal angesehen, sie scheinen mir weißlich zu sein, allerdings kann die Farbe ja verfälscht sein. Könnte es sich bei mir doch um Wachsmottenlarven handeln? Wie geschrieben, die Farbe ist hellbraun? Sie waren unterschiedlich groß.
Grüße, Angelika

Re: wachsmottenlarven Manfred 07.09.2006 08:02

Hallo Angelika,

hellbraune Wachsmottenlarven habe ich noch nicht gesehen. Ein Foto wäre zur Bestimmung auch nicht schlecht.

Gruß aus HH
Manfred

Test 2006 von Wachsmottensperren Horst 06.09.2006 13:40

Hallo Hummelfreunde,
wie in den Jahren zuvor habe ich dieses Jahr auch einen Test mit Wachsmottensperren durchgeführt.
An 11 Nisträumen waren Wachsmottensperren (2 Einlochklappen - mit gemeinsamen Ein- und Ausgängen- und 9 Zweiwegklappen - mit separaten Ein- und Ausgängen) angebracht. Alle 11 Hummelvölker (2 Ackerhummeln (noch aktiver Flugbetrieb), 2 Baumhummeln, 3 Erdhummeln, 2 Gartenhummeln und 2 Wiesenhummeln) haben die Entwicklung zum Abschluss gebracht.
Ergebnis:
Alle Einloch- und Zweiwegklappen funktionierten einwandfrei und für die Hummeln gab es keine Probleme.
Bei einem großen Baumhummelvolk mit Einlochklappe (gemeinsamer Ein- und Ausgang) befanden sich 19 Wachsmottenlarven im Nistraum ohne Einwirkung auf die Volkentwicklung. Bei diesem Baumhummelvolk musste ich während der heißen Tage täglich abends die Einlochklappe von Pollenballen säubern, die offensichtlich an der Einlochklappe abgestreift wurden. Die Klappe schloss dadurch nicht mehr dicht.
Die zweite Einlochklappe bei einem großen Erdhummelnest blieb ohne Probleme.
Bei den 9 Zweiwegklappen (separate Ein- und Ausgänge) befanden sich lediglich bei zwei Erdhummelnestern je 24 und 25 Wachsmottenlarven im Nistraum ohne Einwirkung auf die Volkentwicklung
Ich habe bereits wiederholt festgestellt, dass trotz Wachsmottensperren verhältnismäßig wenig Wachsmottenlarven in den Nisträumen waren. Diese wenigen Wachsmottenlarven hatten keinen Einfluss auf die Entwicklung der Völker.
Wachsmotten habe ich in keinem Nistraum angetroffen, daher vermute ich, dass die Wachsmotten ihre Eier auch außerhalb der Nisträume, in unmittelbarer Nähe, ablegen.

Bei den Zweiwegklappen habe ich den Eingangsbereich stark verkürzt und weiß gestrichen, damit sich in diesem Bereich keine Wachsmotten aufhalten konnten. Der weiße Eingangsbereich wurde von den Hummeln ohne Probleme akzeptiert.

Grüße

Horst

Re: Test 2006 von Wachsmottensperren Jörg Ed. Hartge 10.09.2006 20:18

Lieber Horst,

danke für den informativen Bericht. Allerdings verstehe ich Deinen letzten Absatz nicht ganz. Wieso verhindert weiße Farbe und Verkürzung des Eingangsbereichs den Aufenthalt von Wachsmotten?

Grüße
Jörg

Hallo Hummelfreunde,
wie in den Jahren zuvor habe ich dieses Jahr auch einen Test mit Wachsmottensperren durchgeführt.
An 11 Nisträumen waren Wachsmottensperren (2 Einlochklappen - mit gemeinsamen Ein- und Ausgängen- und 9 Zweiwegklappen - mit separaten Ein- und Ausgängen) angebracht. Alle 11 Hummelvölker (2 Ackerhummeln (noch aktiver Flugbetrieb), 2 Baumhummeln, 3 Erdhummeln, 2 Gartenhummeln und 2 Wiesenhummeln) haben die Entwicklung zum Abschluss gebracht.
Ergebnis:
Alle Einloch- und Zweiwegklappen funktionierten einwandfrei und für die Hummeln gab es keine Probleme.
Bei einem großen Baumhummelvolk mit Einlochklappe (gemeinsamer Ein- und Ausgang) befanden sich 19 Wachsmottenlarven im Nistraum ohne Einwirkung auf die Volkentwicklung. Bei diesem Baumhummelvolk musste ich während der heißen Tage täglich abends die Einlochklappe von Pollenballen säubern, die offensichtlich an der Einlochklappe abgestreift wurden. Die Klappe schloss dadurch nicht mehr dicht.
Die zweite Einlochklappe bei einem großen Erdhummelnest blieb ohne Probleme.
Bei den 9 Zweiwegklappen (separate Ein- und Ausgänge) befanden sich lediglich bei zwei Erdhummelnestern je 24 und 25 Wachsmottenlarven im Nistraum ohne Einwirkung auf die Volkentwicklung
Ich habe bereits wiederholt festgestellt, dass trotz Wachsmottensperren verhältnismäßig wenig Wachsmottenlarven in den Nisträumen waren. Diese wenigen Wachsmottenlarven hatten keinen Einfluss auf die Entwicklung der Völker.
Wachsmotten habe ich in keinem Nistraum angetroffen, daher vermute ich, dass die Wachsmotten ihre Eier auch außerhalb der Nisträume, in unmittelbarer Nähe, ablegen.

Bei den Zweiwegklappen habe ich den Eingangsbereich stark verkürzt und weiß gestrichen, damit sich in diesem Bereich keine Wachsmotten aufhalten konnten. Der weiße Eingangsbereich wurde von den Hummeln ohne Probleme akzeptiert.

Grüße

Horst
Re: Re: Test 2006 von Wachsmottensperren Horst 15.09.2006 17:08

Hallo Jörg,
das Verkürzen des Eingangsbereiches und das Streichen mit weißer Farbe soll verhindern, das sich Wachsmotten bis zum frühen Morgen dort im Eingangsbereich aufhalten. Wenn morgens die Hummeln vom ersten Sammelflug zurückkehren, könnte es durchaus sein, dass sich im dunklen Eingangsbereich Wachsmotten aufgehalten haben und dann mit den ersten Hummeln in den Nistbereich gelangen.Wachsmotten verstecken sich während des Tages in dunklen Bereichen.

Gruß
Horst

Hummellehrpfad Kurt Kriegl 07.09.2006 13:38

Ich möchte einen Lehrpfad über Hummeln gestalten.
Lehrtafeln, ca. 7 Stück, mit Fotos von Hummeln, die in alpinen Regionen (um die 2000 m Seehöhe) vorkommen und deren bevorzugte Trachtpflanzen.
Über Tips zum Aufstellen von Nistkästen, sowie Bild und Textmaterial von Hummeln und deren bevorzugte Pflanzenarten, würde ich mich recht herzlich bedanken. Informationen unter www.bienenhotel.at

Mit lieben Grüßen und recht herzlichen Dank aus Seefeld/Tirol

sendet Euch Kurt