Beiträge aus 2006

Erdhummeln Übernachten auf Blüten. Stefan Lennertz 01.08.2006 07:13

Zur Zeit sehe ich viele Jungköniginnen auf Blumen die Nacht verbringen. Ist dies ein Zeichen das das Nest abgestorben ist?

Gruß,
Stefan

Re: Erdhummeln Übernachten auf Blüten. Harry 01.08.2006 10:25

Hallo Stefan,
das Nest ist abgestorben, die Aufgabe ist erfüllt und für die Jungköniginnen gibt es im Nest nichts mehr zu holen. Die Arbeiterinnen weigern sich Nektar zu besorgen. Auch viele Arbeiterinnen übernachten auf Blüten und werden immer lahmer und kraftloser.
Das Hummeljahr für Erdhummeln geht zu Ende.
Gruß Harry

Zur Zeit sehe ich viele Jungköniginnen auf Blumen die Nacht verbringen. Ist dies ein Zeichen das das Nest abgestorben ist?

Gruß,
Stefan
Re: Re: Erdhummeln Übernachten auf Blüten. Angelika L. 01.08.2006 21:35
Hallo, das beobachte ich zur Zeit auch. Nach der kürzlichen Erdhummelinvasion in unserem Garten sehe ich jetzt immer wieder Hummeln unter der Blüte oder unter Blättern hängend übernachten. Verstärkt sehe ich jetzt Jungköniginnen von Baumhummeln.

Mein Ackerhummelnest wächst und gedeiht dagegen.
Grüße, Angelika

Re: Re: Re: Erdhummeln Übernachten auf Blüten. Stefan Lennertz 02.08.2006 07:13

Genauso sieht es bei mir auch aus. Die Ackerhummeln scheinen jetzt auf dem Höhepunkt, während die Erdhummeln an und auf den Blüten hängen.

Ist ja auch ein Sau-Wetter jetzt.

Gruß,
Stefan

Re: Re: Erdhummeln Übernachten auf Blüten. Stefan Lennertz 02.08.2006 07:11

Mal sehen ob man ihnen mit Zuckerlösung etwas auf die Beine helfen kann. Schaden kann es ja nichts ;-). Und für mich verlängert sich der Beobachtungszeitraum ein wenig.

Gruß,
Stefan

> Zur Zeit sehe ich viele Jungköniginnen auf Blumen die Nacht verbringen. Ist dies ein Zeichen das das Nest abgestorben ist?
>
> Gruß,
> Stefan
Blütenökologische Beziehungen zwischen Hummeln und ihren Trachtpflanzen Harry 03.08.2006 19:35

Hallo Hummelfreunde,
einen sehr schönen 17 Minuten langen Film mit guten Erklärungen über Hummeln und Trachtpflanzen kann man sich unter
http://mkat.iwf.de/default.aspx?Signatur=C+1859
anschauen.
Gruß Harry

Re: Blütenökologische Beziehungen zwischen Hummeln und ihren Trachtpflanzen Herbert Wachter 06.08.2006 19:12

Sag mal Harry bist du sicher der Link funktioniert?
Ich bringe es leider nicht zusammen. Am Mozilla Browser wird’s wohl nicht liegen oder? Würde mich freuen wenn mir jemand helfen könnt.

Re: Re: Blütenökologische Beziehungen zwischen Hummeln und ihren Trachtpflanzen Harry 06.08.2006 21:37

Hallo Herbert,
habe es gerade nochmal probiert. Der Link funktioniert.Der Film läuft auf dem Mediaplayer.
Vielleicht liegt es doch an Deinem Browser.
Gruß Harry

Re: Re: Re: Danke schön Herbert Wachter 07.08.2006 09:12

Hallo Harry
Es lag doch am Browser.
Danke

Hummel-Impressionen Klaus Kauffmann 03.08.2006 20:05

Ich möchte allen begeisterten Hummelfreunden von meinem letzten Hummelerlebnis erzählen.

Ihr werdet es kaum glauben, wenn ich behaupte, dass ich auf einem engen Gebiet gleichzeitig Veränderliche Hummel, Waldhummel, Sandhummel, Feldhummel und Mooshummel beobachten konnte.

Dabei fiel mir auf, dass vergleichbar winzig kleine Flächen, von extrem hohem Wert für die Hummeln sein können. Wer die Möglichkeiten hat, sollte an seinen Wiesenrändern Wilden Oregano pflanzen.
Die Stelle, die ich beobachtete, war mit Brunelle, wildem Thymian und Oregano vergesellschaftet dazu natürlich Scabiosen und Flockenblumen.Ich konnte viele Augenfalter, Bläulinge und auch Schachbrettfalter beobachten und fühlte mich wie im Paradies. Die Stelle entstand durch das Anlegen einer Kuhle an einem Südhang, wodurch der Landwirt nicht mähen konnte. Sobald ich mich der Gemähten Wiesenfläche zuwandte, war fast nur noch grüne Wüste zu sehen.

Die wichtigste Frage, die ich habe ist, wie kann ich allein optisch eine leuchtend hellbraune Ackerhummel von einer Mooshummel unterscheiden? Die beobachtete Hummel hatte ein auffallend leuchtend braunes Haarkleid ohne schwarze Haare oder auch grau-weiße Haare und gleichmäßiger Farbabstufungen der einzelnen Tergite. Ich denke also, dass ich eine Veränderliche Hummel vom rotbraunen Typ ausschließen kann. Ich hatte die Hummel so denke ich an Luzerne beobachtet. Allerding ist dort kein Sumpfgebiet, was gegen eine Mooshummel sprechen würde, aber durchaus der Übergang von einer feuchten Talaue zu warmen Trockenrasen.

Ich konnte auf meinem Spaziergang mehrere Hummeln als Sandhummel identifizieren, weil sie keine rotbraunen Haare auf dem Hinterleib trugen. Je länger ich dort blieb, desto eher spürte ich, dass ich an diesem Tag ganz besondere Entdeckungen gemacht habe und machen konnte. Ganz auffallend ist bei der Sandhummel ihr hoher Summton. Unauffällig ist sie insgesamt wegen Ihrer kleinen Größe und der grauen Behaarung.

Für mich eigentlich der Höhepunkt war meine Begegnung mit der Feldhummel. Ich denke jedenfalls, dass es eine gewesen sein könnte.
Ich konnte sie an Hauhechel beobachten. Sie hatte auffallend lange hoch anliegende Fühler. Ihr Haarkleid glich von weitem dem einer Erdhummel, doch zeigte die gelbe Binde ein helles Ockergelb, kein leuchtendes oder normales Gelb in tief schwarzen Kleid sondern eher ein dunkles schwarz mit leichtem grau oder braun-Schimmer, aber komplett einheitlicher schwarzen Färbung. Außerdem paßte die Körperform und Frequenz nicht zu einer Gartenhummel. Die Hummel hatte eine mittelgroße Größe, war eher dicht behaart und gedrungen und hatte einen mittelhohen Summton.

Jetzt noch eine Frage an die Hummelexperten. Welche Beobachtung, vorausgesetzt, meine Annahmen sind wirklich richtig, ist als die wertvollste einzuschätzen?

Dieses Erlebnis hat mich darin bestätigt, solche Verhältnisse in meinem eigenen Garten zu schaffen. Wenn ihr Euch das auch einmal wünscht, oder wenn ihr mir schreiben wollt, freue ich mich sehr.

Viele Grüße
Klaus Kauffmann

Re: Hummel-Impressionen Stefan Lennertz 04.08.2006 07:22

"Dabei fiel mir auf, dass vergleichbar winzig kleine Flächen, von extrem hohem Wert für die Hummeln sein können."

So ist es in der Tat, wenig hilft oft schon viel.

Je mehr Leute die Wertigkeit kleiner Nischen zu schätzen wissen, desto größer ist die Chance das sie erhalten bleiben.

Sollten Deine Beobachtungen bezüglich der Hummeln zutreffen, so wären es wohl ganz außergewöhnliche. Kaum vorstellbar. Leider würde ich wohl auch eine eher seltene Hummelart nicht erkennen.

Gruß,
Stefan

Bitte dringend um Hilfe wegen Steinhummelnest Lisa 05.08.2006 08:57

Wir haben ein unterirdisch lebendes Steinhummelvolk. Vor ca. einer Woche entdeckte ich zwischen zwei Waschsteinplatten, die zum ein- und ausfliegen der Steinhummeln dienten, ein Spinnennetz, das ich entfernen wollte. Dazu habe ich die schwere Platte angehoben und das Netz plus etliche tote Hummeln entfernt. Habe dabei wohl den Eingang zum Erdloch verschüttet. Das bemerkte ich aber erst nach 2 Tagen, als ich ein paar verschüttete Hummeln in der lockeren sandigen Erde entdeckte. Ich habe dann vergangenen Sonntag versucht, den Eingang zum eigentlichen Nest freizulegen, dabei kamen noch ein paar verschüttete Hummeln zum Vorschein und es flogen mir beim Graben wütende Hummeln entgegen. Bald stellte ich fest, dass so gut wie keine Hummeln mehr ein- und ausfliegen. Die wenigen die ich sah, waren völlig entkräftet und zum Teil auch winzig klein und schienen sehr schlecht entwickelt zu sein. Ich habe nun jeden Tag nach dem Nest geschaut und versucht, das Nest freizuhalten. Der Eingang zum Nest ist jeden Morgen komplett zugesponnen! Aber kein Radnetz, sondern ein auffällig fest verwobenes Netz. Es gibt auch Kellerasseln beim Nesteingang. Woher kommt dieses Netz? Kann es der Grund sein, dass keine Hummeln mehr rauskommen? Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Hummeln das Netz machen - es verläuft über die gesamte Breite und ca. 3 cm Länge des gesamten Eingangsbereiches und die sehr festen Fäden lassen sich nur schwer entfernen. Ich habe dann gestern Vormittag wieder einmal alles freigelegt und eine Steinhummel im inneren Eingang gesehen, die vorne am Kopf einen großen gelben Punkt hatte und gemäß meinen Nachforschungen ein Drohn ist. Da wir auch noch seit Tagen kaltes Regenwetter haben, habe ich eine Zuckerlösung aus 1 T Fruchtzucker, 1 T Haushaltszucker und 1 T Wasser bereitet und einen Teil dieser Lösung in ein selbst geformtes Töpfchen aus Bienenwachs gegeben, da mir der Legostein zu groß erschien und ich dachte, dass die Hummeln das Bienenwachs leichter riechen können und hinkrabbeln. Es kommt aber keine Hummel heraus. Kann es sein, dass es keine Arbeiterinnen mehr gibt, die Altkönigin womöglich auch nicht mehr lebt und sich keine Jungköniginnen entwickeln können, da nur noch Drohnen im Nest sind? Oder würden Drohnen auch Brutpflege betreiben? Was soll ich nun weiter tun - auch hinsichtlich dieses fest verwobenen Nesteinganges? Ich bin völlig ratlos!!! Vielen Dank im Voraus für jede Antwort!

Hummelfreundin Lisa

Re: Bitte dringend um Hilfe wegen Steinhummelnest Wilhelm 05.08.2006 14:44

Hallo Lisa
ich kann deine Aufregung verstehen aber bei den Steinhummeln geht es schon recht schnell der Auflösung entgegen, das heist die Volksentwicklung ist mit erscheinen der Drohnen abgeschlossen und das Absterben des Nestes beginnt.Zum Spinnennetz da wäre es möglich das noch eine Wachsmotte das Nest gefunden hat, und ihre Eier dort abgelegen konnte und jetzt gehen die Wachsmottenlarven in die Verpuppung und da wird alles zugesponnen.Wenn du dich traust das Nest auzugraben und das Nest in einen Karton mit Moos zu setzen kannst du dir Gewißheit verschaffen.Ich hoffe für das Nest das einige Jungköniginnen abgeflogen sind.
Wenn mehr Info zum Umsiedeln gewünscht werden schicke mir eine Mail

Gruß Wihelm

Hummelsterben Sonja Bäumler 05.08.2006 12:38

Hilfe!!!! Brauche unbedingt Rat!!! Habe seit ca. zwei Wochen ein extremes Hummelsterben in unserem Garten festgestellt. Wir wissen jedoch nicht wovon dies kommen könnte. Neu im Garten sind seit dem Frühjahr eine Physalis-Pflanze, eine Wunderblume und eine Brennnessel-Art.Könnte das Sterben mit einer dieser Pflanzen in Verbindung gebracht werden? Diese hat jedoch unsere Nachbarin auch und die hat noch nichts dergleichen feststellen können. Ich habe auch schon einiges über "Silberlinden" gelesen. Diese gibt es aber auch nicht in unserer Nähe. Könnte es von Kunstdünger kommen den unser Nachbar evtl. verwendet, denn wir benutzen keinen. Wer kann mir sagen wovon dieses massive Sterben der Hummeln (pro Tag ca. 5-6 Hummeln) kommen könnte. Mir tun sie irgendwie total leid. Wer mir helfen kann BITTE MELDEN!!!! Adresse siehe oben Vielen lieben Dank im Voraus

Re: Hummelsterben Harry 05.08.2006 16:06

Hallo Sonja,
das ist ein ganz normaler Vorgang, die Hummelsaison geht zu Ende und die Hummeln sterben.
Nur die Königinnen überleben und fressen sich nochmal richtig satt bevor sie in den Winterschlaf gehen und nächstes Jahr ein neues Volk gründen.
Gruß Harry

absterbendes Hummelnest Harald 05.08.2006 14:11

Hallo,

nachdem ich 2 Wochen kaum zuhause war, also inkl. der über 30 Grad warmen Tage ist mir heute aufgefallen, dass kaum Flugbetrieb ist. Um nicht zu sagen keiner.

Daraufhin habe ich das Nest geöffnet um nach dem rechten zu sehen. Leider konnte ich nur noch 4 Hummeln sehen. Eine grosse und somit hoffentlich die Königin. Nur ein Klumpen von ca. 6 Töpfchen
mit möglichem Nachwuchs ist mir noch aufgefallen.
http://www.stillnau.de/Hummelnest-05-08.JPG
Vor drei Wochen waren noch ca. 20-25 Arbeiterinnen unterwegs.

Also das Nest war nie wirklich gross. Bisher dachte ich es sind Ackerhummeln.
http://www.stillnau.de/Hummelnest1-13-06-06.JPG
Liege ich damit richtig? Das Nest wurde Anfang Mai gegründet.

Ich habe auch nicht wirklich einen Eingang in die Nestkugel erkannt. Ich habe deswegen versucht mit meinem kleinen Skalpell vom Eingang (Röhre) bis in die Nestkugel einen Weg zu schaffen.

Dann habe ich wieder einmal eine Zuckerlösung aufgestellt. 15g Fruchtzucker, 15g weisser Zucker und ca. 30g abgekochtes Wasser. Kann es sein, dass Zuckerlösung auch zum Sterben der Hummeln beitragen können, wenn diese nicht richtig gemischt sind? Serviert wird das ganze in einem Alubehälter von einem umgebauten Teelicht. Vielleicht hilft das ja was.

1. Also folgende Fragen sind jetzt vorhanden:
Habe ich Ackerhummeln? dann sollten doch noch keine Jungköniginnen fliegen und das Nest in voller Blüte stehen. Liegt es an vergangenen heissen Tagen? Allerdings habe ich nur eine tote Puppe vor dem Nest gefunden.

2. Kann es sein, dass Hummeln nicht mehr den Ausgang finden? Wie gesagt konnte ich keinen Weg entdecken.

3. Kann Zuckerlösung schädlich sein, weil vielleicht zu schwaches Gemisch? Aber die Hummeln sollten doch evolutionär so entwickelt sein, dass Sie "ungesundes" nicht fressen.

4. Wie kann ich das Nest wieder hochpeppeln? Nesträuber/Wachsmottenlarven gibt es jedenfalls keine.

Grüsse
Harald

Re: absterbendes Hummelnest Wilhelm 05.08.2006 15:30

Hallo Harald

deine Hummeln sind definitv Ackerhummeln deren Höhenpunkt sich noch weiter in den Herbst verschieben kann. Viel helfen kannst du da nicht wie, weiter zufüttern und hoffen dass die Königin noch fit ist.
Die heißen Tage haben den Hummeln schon zu schaffen gemacht.
Wenn das Völkchen dank reichlich Zuckerwasser das Nest mit einer schützenden Hülle zugekleistert haben dann sorgen die schon selbst für den passenden Zu- und Ausgang sogar kleine Löcher nach oben werden bei Bedarf geschlossen oder vergrößert.
Am Zuckerwasser wird es wohl auch nicht liegen, obwohl ich MEINE Mischung mit 7,5gr Fruchtzucker und 7,5gr Haushaltszucker auf 10 ml Wasser anmische.Zum Alutöpfchen kann ich leider nichts sagen da ich nur mit Filmdöschen und Legosteinen beim Zufüttern arbeite. Da kannst du hoffen,daß sich die Königin jetzt entschließt etwas mehr Tempo zu machen (:-)dass noch ein paar Jung- königinnen hervorkommen. Viel Glück

Gruß Wilhelm

Re: absterbendes Hummelnest Hans J. Wolter 05.08.2006 16:56

Harald,
ist schon etwas enttäuschend, daß das Volk so klein ist. Andererseits sieht mir das Nest sehr gesund aus.

Gruß - Hans

Re: absterbendes Hummelnest Manfred 16.08.2006 08:14

Hallo Harrald,

ich habe bei meinem Ackerhummelnest ein ähnliches Phänomen. Die Königin legt seit der Hitzewelle Mitte Juli keine Eier mehr, obwohl bisher keine Geschlechtstiere aufgezogen wurden und sich die Arbeiterinnen loyal zu ihrer Queen verhalten. Das Nest ist daher am Absterben.

Gruß aus HH
Manfred

Wie ist das mit der Vortpflanzung? Herbert Wachter 06.08.2006 19:07

Kann beispielsweise eine Ackerhummel-Jungkönigin von einer Steinhummel-Drohne begattet werden oder gibt das dann eine Promenadenmischung?

Re: Wie ist das mit der Vortpflanzung? Harry 06.08.2006 21:54

Hallo Herbert,
entweder ist es den Steinhummeln egal was sie befruchten oder ihre Sturm und Drangperiode lässt sie blind werden. Ganz schöne Draufgänger diese Steinhummeln. Diese Drohne hatte sich so festgekrallt, das die Erdhummelkönigin sie sogar ins Nest schleppte. Wie dieses tetate ausgegangen ist und ob die anderen Familienmitglieder diese "Rassenschande" ;-) tolleriert haben, blieb im dunklen des Nestes verborgen. Liebe macht eben blind.
🖼 Bild nicht mehr verfügbar
Gruß Harry

Flieder gute Trachtpflanze? Jörg Ed. Hartge 06.08.2006 19:37

Wir haben in unserem Garten mehrere Forsythien, die wir planen, gegen Flieder zu ersetzen. Erstens weil Forsythien den einheimischen Insekten bekanntermaßen nichts bringen und zweiten weil und der Flieder an der Stelle gut gefallen würde.

Frage an die Experten: : Ist Flieder auch eine gut Trachtpflanze für Hummeln? In meiner Literatur konnte ich dazu nichts Definitives finden, es wäre aber ein wichtiges Entscheidungskriterium.

Grüße
Jörg

Re: Flieder gute Trachtpflanze? Angelika L. 07.08.2006 13:00
Flieder ist keine gute Trachtpflanze für Hummeln, es sei denn, es ist Schmetterlings-/Sommerflieder. An diesem konnte ich Hummeln beobachten. Für´s zeitige Frühjahr eignen sich gut Weidenkätzchen oder Zierjohannisbeere, wobei letztere nicht so groß werden. Auf verschiedenen Hummelseiten sind Trachtpflanzen für Hummeln aufgelistet, so z.B. auch auf www.hymenoptera.de.

Sollte es ein größeres Gehölz sein, so bieten sich auch kleine Zierapfelbäume an. Im aktuellen Heft von Kraut und Rüben sind mehrere Arten mit Hinweisen dazu, ob gute Pollenträger oder nicht, beschrieben.
Grüße, Angelika

Re: Flieder gute Trachtpflanze? Stefan Lennertz 08.08.2006 09:23

Habe an meinem Schmetterlings- bzw. Sommerflieder Schwebfliegen, Wildbienen und auch Hummeln gesehen. Erste Wahl sind aber wohl nicht. Habe ihn bei mir auch eher für die Schmetterlinge gesetzt.

Gruß,
Stefan

Re: Flieder gute Trachtpflanze? Stefan Lennertz 08.08.2006 09:33

Habe an meinem Schmetterlings- bzw. Sommerflieder Schwebfliegen, Wildbienen und auch Hummeln gesehen. Erste Wahl sind aber wohl nicht. Habe ihn bei mir auch eher für die Schmetterlinge gesetzt.

Gruß,
Stefan

Unterscheidung Steinhummel/Wiesenhummel Jörg Ed. Hartge 06.08.2006 19:44

An unseren Lavendelbüschen beobachten wir mit Freude in den letzten Wochen massenhaft Hummeln. Die meisten davon mit orangerotem (-gelben) Hinterteil.

Mit Eberhard von Hagens Büchlein bewaffnet habe ich versucht sie zu bestimmen und kann mich aber nicht zwischen Stein- und Wiesenhummel entscheiden. Aus dem Beschreibungstext kann ich kein klares Unterscheidungsmerkmal herauskristallisieren.

Können die Experten unter Euch mir einen Hinweis geben?

Grüße
Jörg

Re: Unterscheidung Steinhummel/Wiesenhummel Harry 06.08.2006 22:17

Hallo Jörg,
meistens sind es um diese Zeit Steinhummeldrohnen die du massenhaft siehst.
🖼 Bild nicht mehr verfügbar
Gruß Harry

Hummelsterben Sonja Bäumler 09.08.2006 17:11

Wie bereits schon in meinem Beitrag vom 05.08.2006 erklärt habe sterben bei mir im Garten immer mehr Hummeln. Heute hab ich jedoch noch eine Entdeckung gemacht: Eine Hummel die heute verendet ist, war über und über mit "kleinen weißen Viechern" (spinnenähnlich) übersäht. Mein Vater meint das sind Milben oder so? Kann das mit dem Hummelsterben in Verbindung gebracht werden?

Re: Hummelsterben Harry 10.08.2006 09:09

Siehe:
http://www.bombus.de/Gefahren.aspx
und
http://www.bombus.de/Jahr.aspx

Hummelsterben Sonja Bäumler 09.08.2006 17:14

Hab noch was vergessen :-)
Es handelt sich dabei um Steinhummeln! So weit ich das feststellen konnte.

Jungkönigen torsten 10.08.2006 10:51

Nach dem mein Erdhummelnest schon vor zwei bis drei wochen den wirklich starken flugverkehr eingestellt hat, sich dennoch hummel im nest befinden, würde ich gern wissen wie man die jungköniginen erkennt. jetzt werde sich wahrscheinlich bei manchen die nackenhaar aufstellen aber ich muss dazu sagen das bei mir das hummeljahr sehr gut war und die arbeiterinnen außergewöhnlich groß waren und ich mir bei den nestkontollen wirklich schwer getan haben, ersten die anzahl der hummel im nest auf der wolle waren alle fast gleich groß ca.2 bis 2,4 cm (ca. 30- 40 stk nur auf der wolle!)und zweitens naturlich die verteigigung des nestes. waren das vielleicht alles Jungkönigen auf der wolle???

Danke

Re: Jungkönigen Harry 15.08.2006 20:17

Hallo Torsten,
die dicken Brummer auf dem Nest sind alles Königinnen. Schicke Dir mal ein Bild von meinem Nest von 2005 mit. Sicher wird Dein Nest ähnlich aussehen.

Re: Jungkönigen Harry 15.08.2006 20:20

🖼 Bild nicht mehr verfügbar

Ackerhummel Ohrenkneifer Heinrich 12.08.2006 09:36

Gestern habe ich meine Ackerhummeln im Kasten erstmalig kontrolliert. Abseits der Nestwolle, im inneren Kasten, konnte ich in der Kleintierstreu zwei Ohrenkneifer sehen. Gefährden die die brutpflegenden Hummeln?

Re: Ackerhummel Ohrenkneifer Angelika L. 12.08.2006 21:57
Nein, in meinem Kasten sind auch Ohrenkneifer. Sie schaden den Hummeln nicht. Ich hoffe, sie futtern die sicher in vielen Kästen vorhandenen Milben. In meinem Kasten sind jedenfalls kaum noch Milben zu sehen. Grüße, Angelika
Kommunikation der Hummeln Harry 16.08.2006 12:28

🖼 Bild nicht mehr verfügbar

Erst vor wenigen Monaten konnten Forscher zeigen, dass Hummeln hören können und in ihren Nestern eine Reihe von akustischen Signalen produzieren.
Dazu haben die Forscher Töne verschiedener Frequenzen per Lautsprecher in das Hummelnest eingespielt und die Reaktionen der Hummeln verfolgt. Bei bestimmten Frequenzen zucken die Hummeln zurück und heben das Mittelbein, was eine Drohgebärde bedeutet. Auch eine Alarmierung der Nestgenossen ist bei Hummeln erkennbar:
Nur eine einzige erfolgreiche Sammlerin, die sie nach der Fütterung in den Stock zurücksetzten, konnte nach Phasen schlechten Futterangebots durch vibratorische und olfaktorische Signale das ganze Volk wieder dazu bringen, aktiv nach geeigneten Futterquellen zu suchen. Eine gerichtete Animierung von Stockgenossinnen wie bei Honigbienen war jedoch nicht feststellbar - das Verhaltensmerkmal muss sich also bei den Bienen erst nach ihrer verwandtschaftlichen Entfernung von den Hummeln entwickelt haben.

Der vollständige Text ist unter http://www.geoscience-online.de/index.php?cmd=focus_detail2&f_id=178⟩=7 nachzulesen.

Re: Kommunikation der Hummeln Angelika L. 16.08.2006 21:23
Die ganze Seite ist interessant. Danke für den Link.

Grüße, Angelika

Wespen fliegen in den Hummelkasten Angelika L. 17.08.2006 17:31

In den letzten zwei Wochen war es wie überall ziemlich kalt und ich habe wieder angefangen zuzufüttern und zwar im Vorbau. Heute entdeckte ich nun, dass mehrere Wespen sich ebenfalls an der Futterlösung erfreuen. Daraufhin habe ich die Futterlösung entfernt. Mein vorher schwaches Ackerhummelvolk hat sich gut gemacht und es herrscht reger Flugverkehr. Allerdings ist mein Garten überladen mit Ackerhummeln und zum Teil auch noch Erdhummelköniginnen. Weit und breit gibt es sonst keine Trachtpflanzen. Was kann ich tun. Weiter zufüttern in Nestnähe? Allerdings würden das die Wespen dann sicher auch finden. Oder garnichts tun?
Grüße, Angelika

Re: Wespen fliegen in den Hummelkasten Harry 18.08.2006 12:34

Hallo Angelika,
wie Du auf dem unteren Bild von Frank Hornig´s Seite siehst, gehen Wespen mit großer Vorsicht auch an Hornissenfutter. http://www.hornissenschutz-bs.de/hummeltag/tb-270706.html
Die Ackerhummeln werden den Wespen wahrscheinlich unterlegen sein. Kannst es ja mal mit einer Externen Futterstelle versuchen so wie hier. 🖼 Bild nicht mehr verfügbar Ob die Wespen sich auch ins Nest wagen ist fraglich. Bei mir hätten sie noch die Wachsmottenklappe zu überwinden, die sich auch vor meinem letzten Ackerhummelnest befindet.
Füttere auch nicht zu, da ich dieses Jahr auch verstärkt auf Trachtpflanzen im Garten geachtet habe. :-)
Gruß Harry

Re: Wespen fliegen in den Hummelkasten susanne 29.08.2006 13:59

Hallo Angelika,
an manchen Blüten kannst Du auch zufüttern. das finden die wespen dann zwar auch, aber es bedroht das Nest nicht. Besonders geeignet sind dafür Blüten, die einen natürlichen "Becher" für die Zuckerlösung haben, wie z.B. das indische Springkraut. Einfach in die Blüte etwas Zuckerwasser einfüllen. da die Hummeln da ja sowieso schon wegen der noch ungefüllten Blüte mit Begeisterung hinfliegen, finden sie das Futter auch sofort und ohne komplizierte "Anlernphase".
Grüße
Susanne

Re: Re: Wespen fliegen in den Hummelkasten Angelika L. 04.09.2006 17:33
Hallo Susanne, ja das hatte ich dann auch gemacht. Der Unterschied war enorm, sonst sind sie ruck - zuck aus der Blüte herausgewesen und bei "gefütterten" Blüten hielten sie sich lange auf. Grüße, Angelika
The End Alexander (Bombus-Admin) 19.08.2006 16:37

Hallo Hummelfreunde,

mein Steinhummelnest ist am Ende. Es hat sich gut entwickelt, wer das alte Nest sehen möchte der kann hier (externer Link, nicht mehr verfügbar) klicken...

Alexander
bombus.de

Hummelnest Heinrich 21.08.2006 20:33

Wer kann mir sagen, wie ich ein verlassenes Hummelnest zu Anschauungszwecken konservieren kann?

Re: Hummelnest Manfred 22.08.2006 11:22

Hallo Heinrich,

zuerst muss das Nest vollständig durchgetrocknet sein und ggf. noch vorhandene volle Honigtöpfe müssen entleert werden. Anschließend das Nest rundum mit Haarspay einsprühen. Ein so präpariertes Nest hält nach meiner Erfahrung mehrere Jahre.

Gruß aus HH
Manfred

Re: Re: Hummelnest Heinrich 22.08.2006 13:37
Hallo Manfred,



Gruß aus dem Emsland

Heinrich