Beiträge aus 2006

Hilfe....Tote Hummeln vor dem Nest mimi26 24.07.2006 20:50

Hallo,
hab euch vor zwei Wochen von meinem Erdhummelnest geschrieben. Habe alles so gelassen wie es war. Heute beim Gartengießen habe ich 3 Tote Hummeln vor dem Nest(ca. 1-2 Meter) gefunden. Sie langen auf dem Rücken und der Stachel war "ausgefahren". Sterben jetzt alle Erdhummeln? Ich hab die toten Hummeln ins Blumenbeet gelegt. Ich hab keine Ahnung ob das Erdhummeln waren. Sie waren ziemlich groß.
Und nachdem ich Hummel anfängerin bin:
1. Wie erkenne ich eine Königin?
2. Kann ich die Hummeln im Garten halten?(Habe viele lecker Hummelstauden ;))
3. Ich dachte Hummeln beißen....
4. Wie lange wird der Rest der Brut noch leben?
5. Töten sich Hummeln andere Hummeln anderer Art?
Danke für die Hilfe
LG Mimi

Re: Hilfe....Tote Hummeln vor dem Nest Stefan Lennertz 25.07.2006 09:34

Das man jetzt immer wieder mal tote Hummeln findet sollte normal sein, da zumal zurzeit sehr wenig Futter aufgrund der Trockenheit vorhanden ist.

1.) Größer als die normale Arbeiterin, meist gut erkennbar.
2.) Man kann Nisthilfen schaffen, künstliche und natürliche.
3.) Können sie auch.
4.) Falls es Erdhummeln sind nicht mehr allzu- lange, kommt auch auf die Futtersituation an.
5.) Unter Nestgründenden Hummeln weniger häufig,
meistens in der Nestgründungsphase. Schmarotzerhummeln (Kuckukshummeln) machen das um das Überleben der eigenen Art zu sichern.

Gruß,
Stefan

Hallo,
hab euch vor zwei Wochen von meinem Erdhummelnest geschrieben. Habe alles so gelassen wie es war. Heute beim Gartengießen habe ich 3 Tote Hummeln vor dem Nest(ca. 1-2 Meter) gefunden. Sie langen auf dem Rücken und der Stachel war "ausgefahren". Sterben jetzt alle Erdhummeln? Ich hab die toten Hummeln ins Blumenbeet gelegt. Ich hab keine Ahnung ob das Erdhummeln waren. Sie waren ziemlich groß.
Und nachdem ich Hummel anfängerin bin:
1. Wie erkenne ich eine Königin?
2. Kann ich die Hummeln im Garten halten?(Habe viele lecker Hummelstauden ;))
3. Ich dachte Hummeln beißen....
4. Wie lange wird der Rest der Brut noch leben?
5. Töten sich Hummeln andere Hummeln anderer Art?
Danke für die Hilfe
LG Mimi
Re: Hilfe....Tote Hummeln vor dem Nest susanne 25.07.2006 11:01
Hallo Mimi, Hummeln könne sowohl beißen als auch stechen. Das beisßen ist aber mehr eine Knabberer. Sie benutzen dafür ihre Mundwerkzeuge mit denen sie sonst Fasern für das Nest zerkleinern. Stechen tun sie nur, wenn man sie stark bedroht bzw. ihr Nest angreift.

Im Tod können sie schon mal den Stachel ausfahren, auch ohne das ein Kampf o.ä. vorangegangen wäre. Wenn Du Deine Pflanzen immer schön wässerst, werden die Hummeln sicher in Deinem Garten satt werden. Bei der trockenheit bilden die sonst weniger Nektar. Mit dem Trachtangebot verbesserst Du ihre Lebendbedingungen schon mal ganz entscheidend, besonders, wenn "immer was blüht", es also keine Lücken gibt. Die können Hummelvölker nämlich nur schwer verkraften. Sie haben meist nur Vorräte für wenige Tage und eben auch keinen Imker der ihnen in schlechten Zeiten Zuckerwasser gibt.

Wenn Du dann noch ein paar wilde Ecken im Garten lässt, finden die Hummeln schon ein Plätzchen zum wohnen.
Willst Du sie ein bischen besser beobachten können, kannst Du ihnen auch künstliche Nisthilfen anbieten. Das macht zwar auch ein bischen mehr Arbeit, aber fast alle hier im Forum sind vom Hummelbazillus so infiziert, dass sie ohne ihren Nistkasten im Sommer richtige Entzugserscheinungen bekommen würden ;)

Grüße
Susanne

Re: Re: Hilfe....Tote Hummeln vor dem Nest Harry 25.07.2006 14:51

Hallo Susanne,
muss schmunzln, aber da ist was dran...:-))
Gruß Harry

Bau des Hummelkörpers Wilfried Paszkowski 25.07.2006 21:14

Heja !

Ich wüsste zu gern, wie eine Hummel aufgebaut ist, insbesondere wie die Tergite am Hinterleib sind.
Gibt es im Internet eine gute Zeichnung, an der ich mir das klar machen kann?
Nehmen wir als Beispiel eine Erdhummel. Ist Tergit zwei mit gelben Härchen besetzt? Welche Tergite sind mit hellen Haaren ausgestattet?
Sind die Farbstreifen an die Tergite gebunden oder können sie auch über 1/2 oder 1 1/2 usw. Tergite
gehen?
Danke für Tipps
Pascha

Re: Bau des Hummelkörpers Harry 26.07.2006 07:45

Hallo Winfried,
soweit ich weiß sind die Tergite durch Intersegmentalhäutchen miteinander verbunden und das Abdomen hat dadurch diese enorme Beweglichkeit. Eine Zeichnung habe ich leider nicht.
Gruß Harry

Re: Re: Bau des Hummelkörpers Franz Schmidlechner 26.07.2006 19:52
Hallo Winfried,
soweit ich weiß sind die Tergite durch Intersegmentalhäutchen miteinander verbunden und das Abdomen hat dadurch diese enorme Beweglichkeit. Eine Zeichnung habe ich leider nicht.
Gruß Harry

Hallo Winfried,

Ergänzung: Im Buch von Eberhard von Hagen (HUMMELN)findet man Zeichungen über den Hummelkörper mit genauer Beschreibung.
Auch auf der HP. www.aktion-hummelschutz.de habe ich auch Zeichungen gesehen.

Mfg.Franz

Re: Bau des Hummelkörpers susanne 27.07.2006 16:48
Hallo Pascha,

unter den Artbeschreibungen beie www. wildbienen??? (siehe den Link von den Arten auf dieser HP dorthin ) wird eigentlich in der Beschreibung immer auf die Behaarungsfarbe der einzelnen tergite eingegangen.
Grüße susanne

Hummel von Milben befreit Karl-Heinz Haferkorn 26.07.2006 12:32

Hallo Leute,
habe am Wochenende eine Jungkönigin der Steinhummeln von mindestens 50 Milben befreit.
Die Sache dauerte ca. 30 Minuten, und war natürlich eine sehr unangenehme Arbeit. Ich glaube sogar, dass die Hummel gemerkt hat, dass ich keine bösen Absichten hatte. Nachdem ich sie auf eine Blüte gesetzt hatte war sie später verschwunden.
Jetzt meine Frage: Hat diese Hummel überhaupt eine Chance und kann man überhaupt gegen Milben im Hummelkasten etwas machen?

Viele Grüße Karl-Heinz

Re: Hummel von Milben befreit Stefan Lennertz 27.07.2006 09:36

Falls die Milben im Bau sind wird es eh schwer. Kenne mich aber bei dem Thema nicht so gut aus.

Wie vermehren die sich eigentlich? Falls man wirklich nur dann Milbenfreiheit erreicht wenn restlos alle beseitigt sind wird es wohl ganz schwer.

Mann müßte eben erreichen das die J-Königin wenn sie sich zur Winterruhe begibt Milbenfrei ist, sonst schafft sie es nicht.

Wie hast Du sie von den Plagegeistern befreit?

Gruß,
Stefan

Re: Re: Hummel von Milben befreit Karl-Heinz Haferkorn 27.07.2006 12:33

Hallo Stefan,

eigentlich habe ich meine Hummelkästen im Herbst 2005 ausgeschwefelt. 3 davon befinden sich im Keller und 2 sind als Erdkasten aus Ziegelsteinen gemauert. Die Temperaturen sind
bei beiden Varianten optimal. Und trotzdem sind diese ekelhaften Viecher in 2 Kästen unterwegs.
Zur Maßnahme. Ich habe ein leeres Meisen-Kugel-Säckchen von der letzten Winterfütterung verwendet. In dieses engmaschige Plastik-Säckchen habe ich die Hummel reinverfrachtet und eng gemacht, so dass sie nicht mehr wegkonnte. Dann habe ich vorsichtig dafür gesorgt, dass die Flügel aus dem Säckchen herausragten. Das ist ganz wichtig, weil dort die meisten sitzen. Mit Pinzette und Zahnstocher habe ich die Milben
alle einzeln entfernt und sofort zerdrückt. Sehr unangenehm, aber es ging und Hummel hatte sofort großen Hunger.

Gruß Karl-Heinz

Re: Re: Re: Hummel von Milben befreit susanne 27.07.2006 16:45
Hallo Karl-Heinz,

ich nehme an, Du meinst das Brustschild, nicht die eigentlichen Flügel, meistens sitzen die doch nicht direkt auf den Flügeln sondern auf den Ansätzen der Flügel am Brustbereich. In einem Beitrag von Nobel weiter oben kann man die Plagegeister super fotografiert sehen.
Ich glaube, man braucht auch gar keine milbenfreien Kästen. Ein paar milben können Hummeln schon ab, die Milben haben ja eigentlich nix davon, wenn sie die Hummel umbringen, dann kann sie ja kein Nest gründen, in welchem sich die milben wiederum vermehren können. Die fressen dort wohl auch Abfälle sind also nicht nur Lymphe-sauger. Wenn es zuviele werden ist es aber sicher problematisch und eklig anzuschauen sind sie allemal.
grüße susanne

hummel-effekt Mariaaaa 26.07.2006 20:54

hallo ihr hummelfreunde,
ich wollte mal wissen was da nu dran ist am hummeleffekt. denn es soll ja so sein dass die hummel garnicht fliegen können, weil sie zu schwer sind für ihre flügel, aber die hummeln wissen das nicht, und deswegen fliegen sie einfach. stimmt das, ich fänds toll!!!

Re: hummel-effekt Harry 27.07.2006 07:10

Hallo Maria,
unter
http://www.hymenoptera.de/html/arten/hummeln.php
kannst Du es nachlesen.

Können Hummeln überhaupt fliegen ?

Milben auf Hummel Nobel 27.07.2006 10:02

Habe dieses Foto auf Arbeit geschossen. Nun meine Frage: Können Hummeln damit weiterleben?

🖼 Bild nicht mehr verfügbar

🖼 Bild nicht mehr verfügbar

Re: Milben auf Hummel susanne 27.07.2006 16:39
Hallo Nobel, das sind ja super Fotos!

Zu Deiner frage: ja, damit können Hummeln weiterleben, wie hunde mit Zecken. Es hilft ihnen allerdings, wenn man ihnen die plagegeister abbürstet, etwa mit einem Pinsel oder einer kleinen zahnbürste. Vorsicht damit die Flügel nicht beschädigt werden!!

Die Milben suchen sich am Ende des Sommers gezielt die Jungköniginnen aus und werden von Ihnen mitgeschleppt ins Winterquartier und anschließend ins neu zu gründende Nest.
Wenn die Biester überhand nehmen, sinkt natürlich die Chance der hummel, die Winterruhe zu überstehen, die saugen nämlich an ihr.

Grüße Susanne

DLF Forschung aktuell Manfred 27.07.2006 11:17

Im Deutschlandfunk gab es gestern eine Meldung über die Orientierung von Hummeln. So haben Experimente gezeigt, dass Hummeln ihr Heimatnest bis zu einer Entfernung von 13 km wiederfinden. Bisher war man von max. 2,5 km ausgegangen. Diese neue Erkenntnis sollte bei Umsiedlungen berücksichtigt werden.

Gruß aus HH
Manfred

Re: DLF Forschung aktuell Alexander (Bombus-Admin) 27.07.2006 14:36

Hallo Manfred,

genaueres gibt es auf meiner Homepage nachzulesen:

Orientierungssinn der Hummel erstaunt Forscher (externer Link, nicht mehr verfügbar)

Servus,

Alexander
bombus.de

Re: DLF Forschung aktuell Hans J. Wolter 27.07.2006 15:17

"Blütenbesucher auf Abwegen"
Das ist der Titel eines Beitrags der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 26.07.2006 in der Beilage "Natur und Wissenschaft".

Das Thema "DLF Forschung aktuell" von Manfred
bezieht sich wohl auf die gleiche Quelle. Es geht einmal um Navigationsleistung, aber auch um beobachtete Rückgänge der Blütenbestäuber. Leider ist der Beitrag im FAZ-Archiv mit 1,50 EUR kostenpflichtig.

Gruß - Hans

Re: Re: DLF Forschung aktuell Alexander (Bombus-Admin) 27.07.2006 15:24

Hallo Hans,

da sich die FAZ auch sicherlich "nur" auf den Forschungsbericht der University of Newcastle bezieht dürfte der Bericht der Uni selbst die wichtigsten Daten enthalten.

Du findest den direkten Link auf den Forschungsbericht in meinem Artikel (externer Link, nicht mehr verfügbar) ganz unten.

Servus,

Alexander
bombus.de

Re: Re: Re: DLF Forschung aktuell Marcel 30.07.2006 10:56

Aja habt also auch schon davon gehört.
Ich lass es in der Berliner Morgenpost am 28.Juli Bei den langrüssligen Arten (Ackerhummel) gibt es sicherlich große Unterschiede geg. den kurzrüssligen Arten (Erdhummel). Aber sehr wertvoll diese Entdeckung für uns alle. Dieses Experiment wäre sicherlich für uns nachmachbar.
Marcel

Hummel, aber welche Spezies? Markus Gebel 27.07.2006 22:43

Ich habe diese webseite / dieses forum erfreulicherweise im web gefunden... prima.:-)

Nun habe ich eine bitte..-) Wer kann mir die abgebildete hummel bestimmen. Dieses exemplar hing früh morgens, wie viele andere dieser art, frei in der flora. Da es in dieser färbung einige ähnliche arten (zumindest für mein auge) gibt, bin ich mir nicht ganz sicher.

Vielen dank im vorraus ( und nu hoffe ich, dass hier gleich das bild erscheint und ich alles richtig mache )

[URL=http://imageshack.us][IMG]http://img208.imageshack.us/img208/1598/hummelbestimmungmt4.jpg[/IMG][/URL]

Re: Hummel, aber welche Spezies? Markus Gebel 27.07.2006 22:46

Ein neuer Versuch das Bild hier zu präsentieren.

[URL=http://img208.imageshack.us/my.php?image=hummelbestimmungmt4.jpg][IMG]http://img208.imageshack.us/img208/1598/hummelbestimmungmt4.th.jpg[/IMG][/URL]

Re: Re: Hummel, aber welche Spezies? Markus Gebel 27.07.2006 22:47

Könnte mir bitte jemand verraten, wie man hier ein bild zeigen kann. Danke..-)

Ligrü
Markus

Re: Hummel, aber welche Spezies? ****Fotolink**** Hans J. Wolter 28.07.2006 00:52

Das IMG-Link muß folgendermaßen aussehen:
< img src="http://img208.imageshack.us/img208/1598/hummelbestimmungmt4.jpg">

Es empfiehlt sich, mehrere Fotos mit < br> zu trennen, dann werden sie untereinander dargestellt.

Gruß - Hans
Re: Re: Hummel, aber welche Spezies? ****Fotolink**** Markus Gebel 28.07.2006 09:46
Das IMG-Link muß folgendermaßen aussehen:
< img src="http://img208.imageshack.us/img208/1598/hummelbestimmungmt4.jpg">
> Es empfiehlt sich, mehrere Fotos mit < br> zu trennen, dann werden sie untereinander dargestellt.
>
> Gruß - Hans

Danke dir... ich versuche es..-)

img src="http://img80.imageshack.us/img80/417/hummelbestimmungqj2.jpg"

Re: Letzter Versuch.-( ****Fotolink**** Markus Gebel 28.07.2006 09:58

🖼 Bild nicht mehr verfügbar

🖼 Bild nicht mehr verfügbar

Re: Re: Letzter Versuch.-( ****Fotolink**** susanne 28.07.2006 10:10

Hallo Markus,
das dürfte eine Kuckcuckshummel sein. Ich tippe auf eine Keusche Schmarotzerhummel Psuíthyrus vestalis). Eine sehr schöne Art, die glaube ich, bei den hellen Erdhummeln ihr (Un)wesen treibt. Mehr findest Du dazu sicher unter den Artbeschreibungen.
Grüße Susanne

Re: Re: Re: Letzter Versuch.-( ****Fotolink**** Markus Gebel 28.07.2006 11:38
Hallo Markus,
das dürfte eine Kuckcuckshummel sein. Ich tippe auf eine Keusche Schmarotzerhummel Psuíthyrus vestalis). Eine sehr schöne Art, die glaube ich, bei den hellen Erdhummeln ihr (Un)wesen treibt. Mehr findest Du dazu sicher unter den Artbeschreibungen.
Grüße Susanne

Hallo Susanne

Ich danke dir..-)) Mmmh... Psithyrus vestalis habe ich auch in betracht gezogen, aber 100% schlüssig sind wir uns beide wohl noch nicht oder?

*wink*
Markus

Psithyrus vestalis susanne 28.07.2006 11:46
Hallo Markus,

doch, ich bin mir ziemlich sicher, in meinem Garten fliegen die auch und besonders dieser kleine gelbe Fleck (beidseits, aber in der Mitte mit Lücke) oberhalb des weißen Pos erscheint mir eindeutig.
Grüße
Susanne

Re: Psithyrus vestalis-Drohn susanne 28.07.2006 11:51
>Hallo Markus,

es ist übrigens ein Drohn, denke ich. Darauf deutet dieser zarte gelbe Kranz am Thorax nahen oberen Ende des Hinterleibs.
Grüße
Susanne

Re: Re: Psithyrus vestalis-Drohn Markus Gebel 29.07.2006 01:15
> >Hallo Markus,
es ist übrigens ein Drohn, denke ich. Darauf deutet dieser zarte gelbe Kranz am Thorax nahen oberen Ende des Hinterleibs.
Grüße
Susanne

Danke Susanne und nun kann ich mich darüber freuen, dass ich Psithyrus vestalis fotografieren konnte.-)

Ligrü
Markus

Ackerhummeldrohnen? Herbert 28.07.2006 21:01

Woran erkennt man eine Ackerhummeldrohnen?
Ich komme aus Tirol und freue mich wie ein Bursch for'm Weihnachtsbaum dass ich dieses Forum gefunden habe. Aber jetzt zur Sache ich wohne auf 1436m Seehöhe und mein Ackerhummelnest entwickelt sich deshalb wahrscheinlich um ein paar Wochen verspätet, wüsste aber gern wonach ich Ausschau halten soll um Drohen oder Jung-Königinnen zu entdecken?
Michael hat auch schon diese Frage gestellt.

Re: Ackerhummeldrohnen? Wilhelm 29.07.2006 17:40
Woran erkennt man eine Ackerhummeldrohnen?

Nach "Eberhard von Hagen"

Auffallend behaarter,rötlichgelber; bis brauner Thorax; im Gesichtsfeld gelbes Haarbüschel; Abdomen : am 1.- 2. Tergit tritt die Schwarzfärbung nicht so stark auf wie bei der Königin und Arbeiterin,eher blaßgelb; 4.-6. Tergit gelb bis orangrot.Bei einer Farbvariation können können schwarzgraue Haare in der Thoraxmitte auftreten.
--------------
Das gelbe Haarbüschel im Gesichtsfeld ist ein markanter Punkt auch sind die Drohnen kräftiger behaart aber es ist gerade bei der Ackerhummel schwer die Drohnen und Jungköniginnen von den großen Arbeiterinnen zu unterscheiden.(Drohnen haben keinen Stachel) (:-) Aber in Tirol dürfte es noch eine weile dauern bis die ersten Drohnen und Jungköniginnen abfliegen werden.
Gruß aus Baden Würtemberg
Wilhelm

Hummeln unter dem Dach Michael Kneise 30.07.2006 13:33

Hallo Leute, wer kann mir helfen,
ich habe heute gesehen, wie unter meinem Dach Hummeln in mein Haus gelangen. Von Ihnen kann ich nichts erkennen. Wie soll ich mich verhalten ?

Re: Hummeln unter dem Dach Alexander (Bombus-Admin) 30.07.2006 14:59

Hallo Michael,

keine Angst, die Hummeln richten am Haus keinen Schaden an. Sie nutzen nur einen ohnehin vorhandenen Hohlraum, erweitern diesen jedoch nicht.

Und in wenigen Wochen ist die Hummelzeit ohnehin zu Ende. Dann werden die Jungköniginnen ausfliegen und der Rest des Volkes absterben.

Es ist also das Beste, Du tust gar nichts. Da Dir die Hummeln erst jetzt aufgefallen sind, ist davon auszugehen daß sie ohnehin nicht stören. Und - wie gesagt - in wenigen Wochen ist alles vorbei.

Erfreue Dich an Deinen "Untermietern" :-)

Alles Gute,

Alexander
bombus.de

Nestentwicklung und Nestkontrolle (wie?) Jörg Ed. Hartge 30.07.2006 14:54

Nach zwei Fehlversuchen 2004 und 2005 bekam ich dieses Jahr nun endlich unseren Schwegler-Nistkasten mit einem hellen Erdhummel-Volk besiedelt. Es hat sich bis Mitte Juni nach meinem Gefühl gut entwickelt und es sind meines Erachtens auch Jungkönigen daraus hervorgegangen.

Bis Ende Juni gab es über 100 Flugbewegungen pro Stunde. Seit Anfang Juli sind sie sehr stark zurückgegangen (deutlich unter 10 pro Stunde). In der letzten Zeit gibt es eine große Zahl von Ameisen (groß, schwarz) am und im Kasten. Im Vorbau allein sind ständig ein halbes Dutzend davon. Meine Tochter glaubt sogar bemerkt zu haben, dass eine "Ameisen-Türsteherin" am Flugloch Hummeln am Eintritt hindert. Tatsächlich scheint ständig eine direkt im Flugloch zu sitzen.

Das Nest hat sich äußerlich insofern verändert als bisher das Oberteil ausschließlich aus Polsterwolle bestand. Nun ist überall darauf Kleintierstreu verteilt.

Frage 1:
Ist die abnehmende Flugaktivität zu dieser Zeit normal? Oder könnten die Ameisen ein Problem sein?

Frage2:
Als Anfänger habe ich bisher zur Kontrolle nur den Holzdeckel abgenommen, mich aber an das Nest selbst nicht herangetraut. Wie öffnet man das Nest am Besten? Brauche ich Imkerkleidung, oder reichen Handschuhe?

Es wäre nett wenn Ihr mir weiterhelfen könntet.

Grüße
Jörg Ed. Hartge

Re: Nestentwicklung und Nestkontrolle (wie?) Alexander (Bombus-Admin) 30.07.2006 15:05

Hallo Jörg,

Erdhummeln fliegen bis Ende August, manche sogar bis Mitte Oktober.

Der starke Rückgang läßt mich daher vermuten, daß etwas nicht in Ordnung ist. Der wahrscheinlichste Fall ist, daß Wachsmotten-Larven Dein Nest zerfressen.

Zur Kontrolle sollte man spätestens im Juni/Juli bis auf die Waben vordringen. Denn nur dort kann man Spuren der gefräßigen Larven finden. An der Oberfläche findet man nichts von Ihnen.

Ich entferne die Polsterwolle immer mit zwei Pinzetten, aber ohne Handschuhe und ohne Anzug. Sobald die Hummeln "sauer" werden höre ich auf und mache am nächsten Tag weiter. So zieht sich das bei mir über mehrere Tage, bis ich endlich bis zu den Waben komme.

Da es bei Dir schon so weit fortgeschritten ist solltest Du möglichst bald versuchen, die Wolle vorsichtig zu entfernen. Findest Du die Waben in weißem Zeug eingesponnen, zerfressen vor und krabbeln weißlich-gelbe Larven herum (1-2 mm bis zu 5 cm groß), dann ist es um das Volk schon geschehen.

Eine bittere Erfahrung die jeder Hummelanfänger mal machen muß, um zu erkennen, wie gefährlich diese elenden Wachsmotten sind.

Schau mal in den Kasten und berichte dann nochmal hier, damit weiter sehen können.

Ameisen dürften nicht schaden, es sei denn das Volk ist schon so geschwächt durch die Motten.

Alles Gute,

Alexander
bombus.de

Re: Re: Nestentwicklung und Nestkontrolle - nachgeschaut Jörg Ed. Hartge 30.07.2006 21:11

Also, ich habe angefangen das Nest leicht zu öffnen. Es erschienen bald 4-5 Arbeiterinnen, um den Dachschaden zu begutachten und für Reparatur zu sorgen. Schutzkleidung war nicht nötig, keins der Tiere ist aufgeflogen. Vielleicht liegt die Ruhe an der fortgeschrittenen Tageszeit (21:00 Uhr)?

Der Blick mit Taschenlampe durch die etwa 3-4 cm große Öffnung im Nestdach ergab für mich als Anfänger zunächst nichts Verdächtiges, kein weißes Gespinst, keine herumkrabbelnden Larven.

Bei den Ameisen habe ich das Gefühl, dass sie im Kleintierstreu nisten. Viele halten sich in der Pappröhre des Laufgangs auf.

Ich glaube ich werde, wie von Alex beschrieben, die Nestöffnung morgen noch etwas vergrößern. Wie lange brauchen die Hummeln eigentlich, bis sie es wieder zu haben?

Grüße
Jörg

Hallo Jörg,

Erdhummeln fliegen bis Ende August, manche sogar bis Mitte Oktober.

Der starke Rückgang läßt mich daher vermuten, daß etwas nicht in Ordnung ist. Der wahrscheinlichste Fall ist, daß Wachsmotten-Larven Dein Nest zerfressen.

Zur Kontrolle sollte man spätestens im Juni/Juli bis auf die Waben vordringen. Denn nur dort kann man Spuren der gefräßigen Larven finden. An der Oberfläche findet man nichts von Ihnen.

Ich entferne die Polsterwolle immer mit zwei Pinzetten, aber ohne Handschuhe und ohne Anzug. Sobald die Hummeln "sauer" werden höre ich auf und mache am nächsten Tag weiter. So zieht sich das bei mir über mehrere Tage, bis ich endlich bis zu den Waben komme.

Da es bei Dir schon so weit fortgeschritten ist solltest Du möglichst bald versuchen, die Wolle vorsichtig zu entfernen. Findest Du die Waben in weißem Zeug eingesponnen, zerfressen vor und krabbeln weißlich-gelbe Larven herum (1-2 mm bis zu 5 cm groß), dann ist es um das Volk schon geschehen.

Eine bittere Erfahrung die jeder Hummelanfänger mal machen muß, um zu erkennen, wie gefährlich diese elenden Wachsmotten sind.

Schau mal in den Kasten und berichte dann nochmal hier, damit weiter sehen können.

Ameisen dürften nicht schaden, es sei denn das Volk ist schon so geschwächt durch die Motten.

Alles Gute,

Alexander
bombus.de
Re: Re: Nestkontrolle: keine Motten aber Ameisen sind ein Problem! Jörg Ed. Hartge 01.08.2006 20:13

Wie angekündigt, habe ich gestern zum zweiten Mal das Nest untersucht und folgendes festgestellt:

1. Erfahrung
Offenbar hilft spätes Öffnen des Nestes (deutlich nach Sonnenuntergang, wenns schon kühl und dunkel wird), Stress zu vermeiden.
Zunächst habe ich deutlich vor Sonnenuntergang, als es noch relativ warm war, angefangen das Nest zu öffnen und sofort reagierten auffliegende Arbeiterinnen. Als ich später nach 21:00 Uhr mir wieder am Nest zu schaffen machte, blieben die Hummeln wesentlich ruhiger. Wie am Vortag zur selben Zeit flog keine auf.

2. Gute Nachricht
Indizien für Wachsmotten konnte ich keine entdecken. Also Entwarnung. Ich habe mindestens eine Königin gesehen. Ob Nestmutter oder Jungkönigin weiß ich nicht.

3. Beobachtung
Wie schon berichtet, ist der Nistkasten innen voll mit Hunderten großer schwarzer Ameisen. Sie nisten offenbar im Kleintierstreu seitlich unter dem Hummelnest, wahrscheinlich eine Kolonie eines etwa 6 Meter entfernten, schon seit Jahren bestehenden Ameisennestes. Im Vorbau halten sich ständig ein halbes Dutzend auf, eine davon sitzt genau im Flugloch. Ich kann nun den Bericht meiner Tochter vom Vortag durch wiederholte Beobachtung bestätigen: diese Wächterin hindert heimkehrende Hummeln am Nestzutritt.

Schlussfolgerung:
Ameisen sind nicht nur lästig, sondern können zum Problem werden - auch wenn man nicht zufüttert. Ich bin mir relativ sicher, dass sie für die stark abnehmende Flugaktivität der Hummeln verantwortlich sind und gehe davon aus, dass sie durch die Zutrittssperre den Bestand dezimiert haben.

Wenn Ihr keine anderen Ratschläge habt, werde ich die Ameisen-Türsteherin aus dem Flugloch und ihre Kolleginnen aus dem Vorbau regelmäßig entfernen (war heute den ganzen Tag über erfolgreich) und im Übrigen aber der Natur für den Rest des Sommers ihren Lauf lassen.

Für nächstes Jahr will ich möglichst vorbeugen, weiß aber noch nicht wie. Die bekannte Glasplatte hilft an dem Standort wenig, da Blumen und Büschen den Kasten seitlich und oben berühren. Habt Ihr Tipps?

Grüße
Jörg

Hallo Jörg,

Erdhummeln fliegen bis Ende August, manche sogar bis Mitte Oktober.

Der starke Rückgang läßt mich daher vermuten, daß etwas nicht in Ordnung ist. Der wahrscheinlichste Fall ist, daß Wachsmotten-Larven Dein Nest zerfressen.

Zur Kontrolle sollte man spätestens im Juni/Juli bis auf die Waben vordringen. Denn nur dort kann man Spuren der gefräßigen Larven finden. An der Oberfläche findet man nichts von Ihnen.

Ich entferne die Polsterwolle immer mit zwei Pinzetten, aber ohne Handschuhe und ohne Anzug. Sobald die Hummeln "sauer" werden höre ich auf und mache am nächsten Tag weiter. So zieht sich das bei mir über mehrere Tage, bis ich endlich bis zu den Waben komme.

Da es bei Dir schon so weit fortgeschritten ist solltest Du möglichst bald versuchen, die Wolle vorsichtig zu entfernen. Findest Du die Waben in weißem Zeug eingesponnen, zerfressen vor und krabbeln weißlich-gelbe Larven herum (1-2 mm bis zu 5 cm groß), dann ist es um das Volk schon geschehen.

Eine bittere Erfahrung die jeder Hummelanfänger mal machen muß, um zu erkennen, wie gefährlich diese elenden Wachsmotten sind.

Schau mal in den Kasten und berichte dann nochmal hier, damit weiter sehen können.

Ameisen dürften nicht schaden, es sei denn das Volk ist schon so geschwächt durch die Motten.

Alles Gute,

Alexander
bombus.de
Re: Nestentwicklung und Nestkontrolle (wie?) Michel 30.07.2006 19:11

Gehe vor, wie bereits von Alex beschrieben, aber verwende, gerade als Anfänger, trotzdem lieber einen Imkerschutz, wenigstens einen Schleier, da Erdhummeln durchaus ihr Nest verteidigen können und gerade Stiche im Gesicht sehr unangenehm sind.

Viele Grüße
Michel

wer weiss was dies fur hummel ist? frans storms 30.07.2006 18:56

Hallo!
Wer kan mich helfen diese hummel zu indifizieren? (entschuldigung fur mein deutsch). Sie ist sehr gross und war sehr zahlreich auf dem monte baldo am garda see (2000m hohe). Ganz schwarz met blauw leuchtenden flugel.
Vieleicht ist es gar keine hummel ... ich habe viele stunden auf dem internet versucht sie zu finden, ich bin sehr dankbar fur nahere informationen. hier sind 2 links zu fotos:
http://www.telebyte.nl/~fz1450/hommelx1_res.jpg
und
http://www.telebyte.nl/~fz1450/hommelx2_res.jpg

Grusse, frans (holland)

Re: wer weiss was dies fur hummel ist? Michel 30.07.2006 19:13

Hallo,

das ist eine Holzbiene und gehört nicht zu den Hummeln. Siehe auch:

http://de.wikipedia.org/wiki/Holzbiene

Viele Grüße
Michel

Re: wer weiss was dies fur hummel ist? Hans J. Wolter 30.07.2006 19:14

Frans,
das ist keine Hummel, sondern eine "Blaue Holzbiene",
Xylocopa violacea. Die Tiere sind im Mittelmeerraum zuhause, breiten sich aber in den letzten Jahren bis in die Mitte Deutschlands aus. Interessant, daß sie auch in 2000m ü. NN vorkommt.

Gruß - Hans

Re: wer weiss was dies fur hummel ist? frans storms 30.07.2006 19:28

Vielen dank!!