Beiträge aus 2005

Keine Hummeln mehr zu sehen! Stefan Lennertz 11.06.2005 22:27

Trotz eines wirklich langen Sparzierganges heute war nicht eine einzige Hummel zu sehen. Ich will ja nicht zu negativ klingen, aber in unserem Bereich
könnte es bald durchaus keine mehr geben, sollte sich das Bild in den nächsten Wochen nicht drastisch ändern.

Gruß,
Stefan

Re: Keine Hummeln mehr zu sehen! Alex (Bombus-Admin, Chiemgau, Bayern) 12.06.2005 10:17

Hallo Stefan,

ich kann das bestätigen! Gestern war ich lange im Garten. Trotz blühenden Mohns, Fetthenne, Bartnelken usw. war kaum eine Hummel zu sehen.

Meine Stein- und Wiesenhummeln leeren täglich 1-2 Legobausteine Zuckerwasser.

Wie wird das weitergehen! Wirklich ein komisches Hummeljahr...

Alex

Heute sah es etwas freundlicher aus, Stefan Lennertz 12.06.2005 16:16

außer meiner Wiesenhummeln hab ich noch Acker-,Stein-, und Erdhummeln entdeckt. Im großen und ganzen für einen sonnigen Tag nicht viel, aber immerhin. Was mir etwas Sorge bereitet ist der Eindruck das auch noch Königinnen unterwegs zu sein scheinen, hoffentlich bleibt da noch genügend Zeit starke Völker zu entwickeln.

Gruß,
Stefan

Re: Heute sah es etwas freundlicher aus, Angelika L. 12.06.2005 21:38
Hallo Stefan, auch im Wipperfürther Außenbereich sieht es mau aus. Habe heute nur eine einzige winzige Ackerhummelarbeiterin gesehen. Aber bestätigen kann auch ich, das ab und zu noch Königinnen zu sehen sind. Doch wenn man genau hinschaut, sieht man, daß sie sich abnorm verhalten. Ich denke, daß sind von Parasiten befallene Hummeln.

Jetzt habe ich so eine schöne Trachtpflanzenecke gemacht und kaum jemand futtert dort. Grüße, Angelika L.

Re: Re: Heute sah es etwas freundlicher aus, Stefan Lennertz 12.06.2005 22:30

Meine "Wiese" ist auch voll von Klee und Spitzwegerich, und direkt nebenan ein wilder Rosenstrauch der sehr schön blüht, nur halt so gut wie keine Hummeln. Ansonsten muß man aber auch festhalten das sich seit ich die Situation in Wip beobachte, und das sind lediglich die letzten zwei Jahre, sehr viel potentielle Futter und Nistplatzmöglichkeiten zerstört worden sind.

Leider ist hier auch die Politik gefragt, aber im Wipperfürther Ausschuß für Stadtgestaltung und Umwelt hat man mir mitgeteilt das hier keine Trendwende zu erwarten sei. Schlechte Aussichten für unsere Hummeln.

Gruß,
Stefan

Re: Re: Re: Heute sah es etwas freundlicher aus, Angelika L. 13.06.2005 16:45

Hallo Stefan, auch ich habe hier versucht, etwas zu bewirken. So bin ich extra in NABU eingetreten, um hier einen Arbeitskreis Hummeln einzuläuten. Leider wurde ich im Ansatz "abgewürgt" mit den Worten, daß der Arbeitskreis Wip seit Jahren nicht mehr tagen würde und als Einzelkämpfer nicht so viel zu bewältigen sei. Vielleicht sollten wir uns zusammentun und versuchen, was auf die Beine zu stellen. In Gum. habe ich einen weiteren Hornissen- und Hummelfreund ausfindig gemacht. Bei zwei hiesigen Schulen habe ich auch Vorschläge gemacht. Leider bisher ohne Resonanz. Grüße, Angelika
PS: Ggfls. könnten wir uns ja dazu per Mail austauschen.

Gruß,
Stefan
Re: Re: Re: Re: Heute sah es etwas freundlicher aus, Stefan Lennertz 13.06.2005 23:45
PS: Ggfls. könnten wir uns ja dazu per Mail austauschen.
>

Warum nicht. Ich habe hier einen etwas anderen Weg gewählt und habe mich u.a. an das Amt für Artenschutz in Gummersbach und die zentrale Verwaltungsstelle der Straßenmeisterreien NRW gewandt. Falls Du Interesse hast kann ich Dir ja mal den bisherigen E-Mail Verkehr zusenden.

Der nächste logische Schritt ist die Kontaktaufnahme mit den Kommunen im Bergischen Land, deren Kontaktpersonen mir von obigem Amt, in Persona Herrn Scheffels- von Scheid, mittgeteilt wurde.

Mal schauen wie es aufgenommen wird..

Alles andere können wir ja dann noch per E-Mail besprechen.

Gruß,
Stefan

Re: Re: Re: Re: Re: Heute sah es etwas freundlicher aus, susanne 14.06.2005 09:20
Hallo Angelika, hallo Stefan,

na, ihr rollt jetzt wohl das Bergische Land auf, was?
Ich wünsche euch beiden viel Erfolg dabei. Ich finde es gut, dass ihr euch verbündet und beide Wege geht, den durch die Institutionen und den über Ehrenamt/privaten Verband. Wenn das koordiniert läuft, habt ihr gute Chancen was zu bewegen.
Die Schulen haben irgendwann im Lehrplan ein soziales, staatenbildendes Insekt. Viele Lehrer nehmen Ameisen oder Bienen. Gerade die Bienen eignen sich prima, um die Hummeln gleich mit zu erläutern. Und über die Kinder kriegt man die Eltern.
Vielleicht assoziiert man ja irgendwann mit Gummersbach nicht mehr zuerst Handball sondern Hummelparadies...

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Heute sah es etwas freundlicher aus, Angelika L. 14.06.2005 17:49
Uii, da ist Handball uns aber weit voraus... :-))Grüße, Angelika
Hier nicht so tragisch... Michel 12.06.2005 22:45

Hallo Alex,

hier sieht es mit den Hummeln insgesamt zwar auch nicht ganz so toll aus, aber ich habe schon mehrere Naturnester finden können. Also scheint doch einiges da zu sein. Meine beiden Völker, Stein- und Wiesenhummel, füttere ich nicht zu, da sie ausreichend Vorräte ins Nest eintragen. Die Wiesenhummeln bestehen aus 30-40 Arbeiterinnen, erste Geschlechtstiere sind bereits vorhanden. Die Steinhummeln bringen es schon auf ca. 30 Arbeiterinnen. Beide Völker sind sehr gesund und haben ausreichend Nahrung im Nest. Zudem sind Larven und Puppen in allen Entwicklungsstufen vorzufinden.

Morgen fahre ich erstmal an die Ostsee, bin dann am Wochenende wieder da und werde einige neue Bilder meiner Völker reinsetzen.

Wie gesagt, bis jetzt ist es trotz deutlich zu kalter Temperaturen zumindest hier kein schlechtes Hummeljahr.

Viele Grüße
Michel

Re: Keine Hummeln mehr zu sehen! Manfred 13.06.2005 07:37

Hier in Hamburg gibt es zwar auch weniger Hummeln als letztes Jahr, doch gilt dies nicht für alle Arten. Wiesen- und Baumhmmeln gibt es deutlich mehr, beide Arten haben bereits Drohnen und Jungköniginnen. Der Bestand an Ackerhummeln und Gartenhummeln (diese sind allerdings später dran als sonst) entspricht etwa dem des Vorjahres, während Erd- und Steinhummeln wesentlich weniger vorhanden sind.
Trotz ungünstiger Witterung gibt es mit der Versorgung keine Probleme, den Ackerhummeln reichen ca. 3 Std. Sammelzeit am Morgen um den Nektarbedarf des Tages weitgehend zu decken. Am Nachmittag sind alle Honigtöpfe randvoll. Problematischer sieht es bei den Pollen aus, da sich diese bei der Nässe nicht gut sammeln lassen.

Gruß aus HH
Manfred

Re: Re: Keine Hummeln mehr zu sehen! Stefan Lennertz 13.06.2005 23:56

Das hört sich in der Tat gar nicht schlecht an, ich hoffe ja auch noch das sich die Situation hier bessert. Leider habe ich heute Morgen eine tote Erdhummelkönigin hinter meinem Auto gefunden, das könnte die von gestern sein.

Gruß,
Stefan

Hornisse Angelika L. 12.06.2005 21:41

Die Hornisse in meinem Hummelkasten ist wieder ausgezogen. Larven hatte sie offensichtlich nicht, was sie anschleppte, war wohl Baumaterial. Sie hat im oberen Bereich der Polsterwollenhöhlung angefangen zu bauen, aber nur den, ich nenn´s mal Stift und dann wieder aufgebaut. Ich hätte ja gedacht, sie baut am Deckel des Innenkastens. Hoffentlich hat sie einen schönen anderen Nistplatz gefunden. Jetzt hatte ich mich gerade an sie gewöhnt. Grüße, Angelika L.

Re: Hornisse Karl-Heinz 13.06.2005 12:33

Hallo Angelika,
schade, daß es mit Deiner Hornisse nicht geklappt hat. Du hättest ja immer noch die Möglichkeit gehabt sie umzusiedeln, wie ich es gemacht habe.
Ich habe mir einfach einen richtigen großen Hornissenkasten gebaut und habe den gesamten Deckel in den neuen Kasten eingebaut. Erst dachte ich, daß eine Hornissenköngin mehr Streß macht, aber sie war ganz artig und blieb ganz lieb an ihren kleinen Schirm sitzen. Das Einflugloch habe ich nach 15 Minuten geöffnet. Nach weiteren 10 Minuten kam die Hornissenkönigin heraus und hat einen wunderbaren Orientierungsflug gemacht, genau wie unsere Hummeln. Sie ist auch sehr fleißig und fliegt fast bis es dunkel wird. Die kritische Zeit ist aber erst vorbei, wenn die Arbeiterinnen ihr den Außendienst abnehmen.
Also, viel Spaß noch

Gruß Karl-Heinz

Die Hornisse in meinem Hummelkasten ist wieder ausgezogen. Larven hatte sie offensichtlich nicht, was sie anschleppte, war wohl Baumaterial. Sie hat im oberen Bereich der Polsterwollenhöhlung angefangen zu bauen, aber nur den, ich nenn´s mal Stift und dann wieder aufgebaut. Ich hätte ja gedacht, sie baut am Deckel des Innenkastens. Hoffentlich hat sie einen schönen anderen Nistplatz gefunden. Jetzt hatte ich mich gerade an sie gewöhnt. Grüße, Angelika L.
sind Hummeln gefährlich Dieter Je 13.06.2005 13:17

Ich habe schon 6 Wochen ein Hummelnest in meiner Garage was immer größer wird. Es schlüpfen schon neue Königinen. Das Nest ist direkt an der Fahrertür, wir gehen immer ganz langsam ins Auto. Stechen nur die Königinen???

Re: sind Hummeln gefährlich susanne 13.06.2005 13:45

Stechen nur die Königinen???

Hallo Dieter,
toll, dass Sie schon solange friedlich mit den Hummeln auskommen ud Rücksicht auf die Tierchen nehmen.

Grundsätzlich können sowohl die Arbeiterinnen als auch auch die Königinnen stechen. Nur die Drohnen, also die Männchen, können das nicht, sie haben keinen Stachel.

ABER: Hummeln vermeiden es zu stechen!
Sie weichen lieber aus und greifen nur an, wenn man ihr Nest rüttelt, öffnet oder die einzelne Hummel fängt und quetscht oder eine anstubst, die nicht weg kann.
Man kann Hummeln sogar auf die Hand nehmen und an eine Blüte setzen, wenn man sie entkräftet findet und wenn man ruhig mit ihr umgeht.

Wenn aus dem Nest jetzt schon Hummelköniginnen kommen, ist der Spuk sowieso in längstens einem Monat vorbei. Das Nest löst sich auf, alle Hummeln, auch die alte Königin, sterben, nur die befruchteten Jungköniginnen graben sich in den Boden ein und überwintern dort. Nächstes Jahr kommen sie wieder raus und gründen ein neues einjähriges Nest.

Welche Farben haben "Ihre" Hummeln denn? Anhand der Streifenfarben kann man die Art bestimmen und noch mehr Rückschlüsse ziehen.

Freundliche Grüße
Susanne

Re: Re: sind Hummeln gefährlich Dieter Je 13.06.2005 14:45
Stechen nur die Königinen???

Hallo Dieter,
toll, dass Sie schon solange friedlich mit den Hummeln auskommen ud Rücksicht auf die Tierchen nehmen.

Grundsätzlich können sowohl die Arbeiterinnen als auch auch die Königinnen stechen. Nur die Drohnen, also die Männchen, können das nicht, sie haben keinen Stachel.

ABER: Hummeln vermeiden es zu stechen!
Sie weichen lieber aus und greifen nur an, wenn man ihr Nest rüttelt, öffnet oder die einzelne Hummel fängt und quetscht oder eine anstubst, die nicht weg kann.
Man kann Hummeln sogar auf die Hand nehmen und an eine Blüte setzen, wenn man sie entkräftet findet und wenn man ruhig mit ihr umgeht.

Wenn aus dem Nest jetzt schon Hummelköniginnen kommen, ist der Spuk sowieso in längstens einem Monat vorbei. Das Nest löst sich auf, alle Hummeln, auch die alte Königin, sterben, nur die befruchteten Jungköniginnen graben sich in den Boden ein und überwintern dort. Nächstes Jahr kommen sie wieder raus und gründen ein neues einjähriges Nest.

Welche Farben haben "Ihre" Hummeln denn? Anhand der Streifenfarben kann man die Art bestimmen und noch mehr Rückschlüsse ziehen.

Freundliche Grüße
Susanne

Hallo Susanne
Danke für die Auskunft! Die Hummeln haben sich auf den Beton Fußboden ein Nest aus kleingefressenen Wolltepich gebaut also nicht in der Erde. Farbe: Sie haben ein weißes Ende danach einen gelben Streifen, das Vorderteil ist dunkel. Wie kann man die Arbeiterinnen von den Drohnen unterscheiden? Sind Hummelstiche auch sehr gefährlich, oder nur schmerzhaft?
MfG Dieter

Re: Re: Re: sind Hummeln gefährlich susanne 13.06.2005 15:32
>
Farbe: Sie haben ein weißes Ende danach einen gelben Streifen, das Vorderteil ist dunkel. Wie kann man die Arbeiterinnen von den Drohnen unterscheiden? Sind Hummelstiche auch sehr gefährlich, oder nur schmerzhaft?

Hallo Dieter,
ich nehme an, dass die Hummeln auch am Vorderkörper knapp hinter dem Kopf einen zweiten gelben Streifen haben und Erdhummeln sind. Es ist schonmal gut, dass es keine Baumhummeln sind, die sind etwas ruppiger.

Drohnen und Arbeiterinnen können Sie nur schwer unterscheiden, wenn sie Hummeln bisher kaum beobachtet haben. Die Drohnen haben einen etwas runderen Po und oft einen gelben oder hellen Haarbüschel im Gesicht (...sie machen sich für die Mädels halt schön ;-)).
Insgesamt gibt es einfach viel weniger Drohnen als Arbeiterinnen. Die Drohnen sind ja nur für den Hochzeitsflug da, sie arbeiten nicht.
Wenn Sie also z.B. eine Hummel mit den typischen Pollensäckchen an den Hinterbeinen sehen, ist es garantiert eine Arbeiterin, die Futter für die Jungen bringt.

Gefährlich sind Hummelstiche nur für Menschen, die gegen Bienengift eine Allergie haben. Das sind nichtmal 3% der Bevölkerung. Typisch für Allergiker ist, dass sie z.B. große Schwellungen bekommen, die nicht in der Nähe der Einstichstelle sein müssen und Kreislaufprobleme, dann sollte man immer einen Arzt zuziehen.

Ansonsten tut ein Hummelstich etwa genauso weh wie ein Honigbienenstich, ist nicht gefährlich und gibt eine schöne juckende rote Stelle. Die Hummeln ziehen ihren Stachel freundlicherweise wieder raus und lassen ihn nicht wie die Honigbienen mit Giftblase und allem drin stecken. Daher bekommt man weniger Gift ab als bei einem Bienenstich. Dementsprechend geringer ist die Reaktion meist. Das Gift ist ziemlich daselbe, Hummeln sind ja auch Bienen.

Wirklich gefährlich wäre ein Hummelstich nur, wenn die Hummel irgendwie in den Mund gerät und sticht. Da Hummeln sich aber nicht für Süßes interessieren, also nicht wie Wespen auf dem Pflaumenkuchen oder in der Cola sitzen, kann das eigentlich gar nicht passieren. Und sie werden ja nicht durch die Garage robben und mit dem Mund nach Hummeln schnappen.

Gehen Sie einfach weiter so vorsichtig und umsichtig mit dem Nest in der Wolldecke um wie bisher, parken Sie zur Not, wenn sie sich unsicher fühlen, ihren Wagen mal 1 Woche draußen.

... und wie gesagt, der Spuk ist bald vorbei.
Freuen sie sich an den niedlichen Tierchen, die uns Tomaten, Äpfel, Bohnen und Johannisbeeren bescheren und so nett bzzzz machen.
Mancher Hummelfreund hier im Netz ist sicher neidisch auf ihr Nest. Viele haben trotz großer Mühen eigene Völker in diesem für die ohnehin gefährdeten Hummeln sehr schlechten Jahr nicht durchbringen können.

Viel Spaß mit den Hummeln
Susanne

Re: Re: Re: Re: sind Hummeln gefährlich Dieter Je 13.06.2005 16:55
>> >
>>Farbe: Sie haben ein weißes Ende danach einen gelben Streifen, das Vorderteil ist dunkel. Wie kann man die Arbeiterinnen von den Drohnen unterscheiden? Sind Hummelstiche auch sehr gefährlich, oder nur schmerzhaft?

Hallo Dieter,
ich nehme an, dass die Hummeln auch am Vorderkörper knapp hinter dem Kopf einen zweiten gelben Streifen haben und Erdhummeln sind. Es ist schonmal gut, dass es keine Baumhummeln sind, die sind etwas ruppiger.

Drohnen und Arbeiterinnen können Sie nur schwer unterscheiden, wenn sie Hummeln bisher kaum beobachtet haben. Die Drohnen haben einen etwas runderen Po und oft einen gelben oder hellen Haarbüschel im Gesicht (...sie machen sich für die Mädels halt schön ;-)).
Insgesamt gibt es einfach viel weniger Drohnen als Arbeiterinnen. Die Drohnen sind ja nur für den Hochzeitsflug da, sie arbeiten nicht.
Wenn Sie also z.B. eine Hummel mit den typischen Pollensäckchen an den Hinterbeinen sehen, ist es garantiert eine Arbeiterin, die Futter für die Jungen bringt.

Gefährlich sind Hummelstiche nur für Menschen, die gegen Bienengift eine Allergie haben. Das sind nichtmal 3% der Bevölkerung. Typisch für Allergiker ist, dass sie z.B. große Schwellungen bekommen, die nicht in der Nähe der Einstichstelle sein müssen und Kreislaufprobleme, dann sollte man immer einen Arzt zuziehen.

Ansonsten tut ein Hummelstich etwa genauso weh wie ein Honigbienenstich, ist nicht gefährlich und gibt eine schöne juckende rote Stelle. Die Hummeln ziehen ihren Stachel freundlicherweise wieder raus und lassen ihn nicht wie die Honigbienen mit Giftblase und allem drin stecken. Daher bekommt man weniger Gift ab als bei einem Bienenstich. Dementsprechend geringer ist die Reaktion meist. Das Gift ist ziemlich daselbe, Hummeln sind ja auch Bienen.

Wirklich gefährlich wäre ein Hummelstich nur, wenn die Hummel irgendwie in den Mund gerät und sticht. Da Hummeln sich aber nicht für Süßes interessieren, also nicht wie Wespen auf dem Pflaumenkuchen oder in der Cola sitzen, kann das eigentlich gar nicht passieren. Und sie werden ja nicht durch die Garage robben und mit dem Mund nach Hummeln schnappen.

Gehen Sie einfach weiter so vorsichtig und umsichtig mit dem Nest in der Wolldecke um wie bisher, parken Sie zur Not, wenn sie sich unsicher fühlen, ihren Wagen mal 1 Woche draußen.

... und wie gesagt, der Spuk ist bald vorbei.
Freuen sie sich an den niedlichen Tierchen, die uns Tomaten, Äpfel, Bohnen und Johannisbeeren bescheren und so nett bzzzz machen.
Mancher Hummelfreund hier im Netz ist sicher neidisch auf ihr Nest. Viele haben trotz großer Mühen eigene Völker in diesem für die ohnehin gefährdeten Hummeln sehr schlechten Jahr nicht durchbringen können.

Viel Spaß mit den Hummeln
Susanne

HALLO sUSANNE
Ich danke erst mal für die ausführliche Auskunft, unser Nachbarkind (9 Jahre)kommt jeden Tag und möchte die Hummeln sehen.Ich habe mal 7 Bilder gemacht aber ich weiß nicht wo ich sie hinschicken darf, von Dunklen Erdhummeln auf Beton. MfG Dieter

Alex, ein Foto!!! susanne 13.06.2005 18:15

Ich habe mal 7 Bilder gemacht aber ich weiß nicht wo ich sie hinschicken darf, von Dunklen Erdhummeln auf Beton. MfG Dieter

Hallo Dieter,
einfach eine mail an Alex schicken, der hilft mit Fotos weiter, ich bin da nicht kompetent.
Gruß Susanne

Re: Re: Re: Re: Re: sind Hummeln gefährlich susanne 14.06.2005 09:32
Das Gift ist ziemlich daselbe, Hummeln sind ja auch Bienen.

Hallo Dieter,
gerade bin ich auch wieder schlauer geworden. Das Gift von Hummeln ist wohl in der chemischen Zusammensetzung eher so wie das von Wespen, nicht wie das der Honigbiene. Für die generelle Aussage zur Gefährlichkeit macht das jedoch keinen Unterschied.
Dein Nachbarskind kann sich die Hummeln also ruhig ohne Gefahr anschauen.
Regeln sind:
- nicht direkt vor den Nesteingang stellen, damit Hummeln nicht versehentlich "auffliegen"
- direkten Nestbereich in Ruhe lassen
- wenn Hummeln sehr nah sind, nicht hektisch werden sondern ruhig stehen bleiben oder evtl. zurück (aus dem Weg) gehen
- Hummeln nicht anpusten
- nicht fangen
- nicht stubsen
- nicht quetschen
aber
- beobachten geht prima

Damit man besser weiss was man sieht, kann ich euch noch die Kinderseiten von www.aktion-hummelschutz.de empfehlen. Da ist eine Menge Hummeliges sehr kindgerecht aufbereitet (und Erwachsene finden auch eine Menge Wissenswertes).
Im Forum dort kannst Du übrigens auch was über MEINEN ersten Hummelstich des Lebens lesen, den ich mir trotz aller guten Tipps, die ich anderen Leuten gebe, durch eigene Dämlichkeit eingefangen habe.
Herzliche Grüße
Susanne

Re: Re: Re: Re: Re: sind Hummeln gefährlich Unbekannt 31.07.2006 20:43
> >> >
> >>Farbe: Sie haben ein weißes Ende danach einen gelben Streifen, das Vorderteil ist dunkel. Wie kann man die Arbeiterinnen von den Drohnen unterscheiden? Sind Hummelstiche auch sehr gefährlich, oder nur schmerzhaft?
>
> Hallo Dieter,
> ich nehme an, dass die Hummeln auch am Vorderkörper knapp hinter dem Kopf einen zweiten gelben Streifen haben und Erdhummeln sind. Es ist schonmal gut, dass es keine Baumhummeln sind, die sind etwas ruppiger.
>
> Drohnen und Arbeiterinnen können Sie nur schwer unterscheiden, wenn sie Hummeln bisher kaum beobachtet haben. Die Drohnen haben einen etwas runderen Po und oft einen gelben oder hellen Haarbüschel im Gesicht (...sie machen sich für die Mädels halt schön ;-)).
> Insgesamt gibt es einfach viel weniger Drohnen als Arbeiterinnen. Die Drohnen sind ja nur für den Hochzeitsflug da, sie arbeiten nicht.
> Wenn Sie also z.B. eine Hummel mit den typischen Pollensäckchen an den Hinterbeinen sehen, ist es garantiert eine Arbeiterin, die Futter für die Jungen bringt.
>
> Gefährlich sind Hummelstiche nur für Menschen, die gegen Bienengift eine Allergie haben. Das sind nichtmal 3% der Bevölkerung. Typisch für Allergiker ist, dass sie z.B. große Schwellungen bekommen, die nicht in der Nähe der Einstichstelle sein müssen und Kreislaufprobleme, dann sollte man immer einen Arzt zuziehen.
>
> Ansonsten tut ein Hummelstich etwa genauso weh wie ein Honigbienenstich, ist nicht gefährlich und gibt eine schöne juckende rote Stelle. Die Hummeln ziehen ihren Stachel freundlicherweise wieder raus und lassen ihn nicht wie die Honigbienen mit Giftblase und allem drin stecken. Daher bekommt man weniger Gift ab als bei einem Bienenstich. Dementsprechend geringer ist die Reaktion meist. Das Gift ist ziemlich daselbe, Hummeln sind ja auch Bienen.
>
> Wirklich gefährlich wäre ein Hummelstich nur, wenn die Hummel irgendwie in den Mund gerät und sticht. Da Hummeln sich aber nicht für Süßes interessieren, also nicht wie Wespen auf dem Pflaumenkuchen oder in der Cola sitzen, kann das eigentlich gar nicht passieren. Und sie werden ja nicht durch die Garage robben und mit dem Mund nach Hummeln schnappen.
>
> Gehen Sie einfach weiter so vorsichtig und umsichtig mit dem Nest in der Wolldecke um wie bisher, parken Sie zur Not, wenn sie sich unsicher fühlen, ihren Wagen mal 1 Woche draußen.
>
> ... und wie gesagt, der Spuk ist bald vorbei.
> Freuen sie sich an den niedlichen Tierchen, die uns Tomaten, Äpfel, Bohnen und Johannisbeeren bescheren und so nett bzzzz machen.
> Mancher Hummelfreund hier im Netz ist sicher neidisch auf ihr Nest. Viele haben trotz großer Mühen eigene Völker in diesem für die ohnehin gefährdeten Hummeln sehr schlechten Jahr nicht durchbringen können.
>
> Viel Spaß mit den Hummeln
> Susanne
>
HALLO sUSANNE
Ich danke erst mal für die ausführliche Auskunft, unser Nachbarkind (9 Jahre)kommt jeden Tag und möchte die Hummeln sehen.Ich habe mal 7 Bilder gemacht aber ich weiß nicht wo ich sie hinschicken darf, von Dunklen Erdhummeln auf Beton. MfG Dieter
Hilfe! Machen Hummeln unter dem Dach Knabbergeräusche? Irmerator 14.06.2005 10:54

Hallo! seit Sonntag nehmen wir in unserem Schlafzimmer im Dachgeschoß vor allem nachts lautes Summen, aber auch Knabbergeräusche war. Gestern bin ich dann mal aufs Dach und habe gesehen, dass sporadisch Hummeln unter den Ziegeln neben unserem Schlafzimmer verschwinden und auch wieder herauskommen. Ein Nest konnte ich nicht entdecken, weiß aber auch nicht , wie sowas aussieht. Mein Dach ist komplett geschalt, ich habe also keine Angst, dass die Tiere in die Isolierung kommen; was mich allerdings etwas erschreckt, ist dieses "Knabbern". Kann sich das jemand erklären? Auf jeden Fall fing es zeitgleich mit dem Gesumme an, woraus ich schließe, dass auch die Hummeln dafür verantwortlich sind. An und für sich würde ich warten, bis die Population wieder von dannen gezogen ist, aber ich erwäge nun, das Dach teilweise aufzudecken und der Sache auf den Grund zu gehen. Könnte ich mir das evtl. sparen?
Bin sehr dankbar für jede Hilfe.
Gruß
Markus Irmer

Knabbergeräusche? susanne 14.06.2005 11:17
Hallo Markus,

Hummeln knabbern Wolle, Grashalme oder vergleichbares Zeugs klein und knüpfen sich daraus ihre Nesthülle, die das eigentliche Wachsnest zur Isolierung umschließt.
Kann es sein, dass das gar kein Knabbern ist sondern einfach das krabbeln der Tiere? Die summen wahrscheinlich zur Wärmeregulation. Dabei laufen sie aber auch rum und wenn sie auf einer harten Unterlage laufen, klingt das mit den ebenfalls harten Chitinbeinchen schon mal etwas nach "Stöckelschuh".

Lass die Hummeln bitte in Ruhe. Sie wohnen eh nur noch ein paar Wochen in Deinem Dach. Danach kannst Du ja nachschauen und aufräumen.

Gruß Susanne

Re: Knabbergeräusche? Irmerator 14.06.2005 11:33

Hallo Susanne!
das "Knabbern" kann auch das herumlaufen und zerkleinern vom Nestbaumaterial sein; ich gehe mal fest davon aus, dass es letzteres ist, da ich Reste eines Vogelnestes entdeckt habe. Auf jeden Fall bin ich jetzt schon mal beruhigt; als Holzhausbesitzer ist es etwas komisch, wenn man was "nagendes" vermutet. Ich lasse die Tierchen auf jeden Fall in Frieden. Kann ich aufräumen, wenn ich nichts mehr höre?
Vielen Dank für die schnelle Hilfe.
Gruß
Markus

> Hallo Markus,
Hummeln knabbern Wolle, Grashalme oder vergleichbares Zeugs klein und knüpfen sich daraus ihre Nesthülle, die das eigentliche Wachsnest zur Isolierung umschließt.
Kann es sein, dass das gar kein Knabbern ist sondern einfach das krabbeln der Tiere? Die summen wahrscheinlich zur Wärmeregulation. Dabei laufen sie aber auch rum und wenn sie auf einer harten Unterlage laufen, klingt das mit den ebenfalls harten Chitinbeinchen schon mal etwas nach "Stöckelschuh".

Lass die Hummeln bitte in Ruhe. Sie wohnen eh nur noch ein paar Wochen in Deinem Dach. Danach kannst Du ja nachschauen und aufräumen.

Gruß Susanne
Re: Re: Knabbergeräusche? susanne 14.06.2005 14:30

als Holzhausbesitzer ist es etwas komisch, wenn man was "nagendes" vermutet.

Kann ich aufräumen, wenn ich nichts mehr höre?

Hallo Markus,
muss schon komisch sein, wenn man denkt, das Haus wird einem bei Nacht über dem Kopf weggefuttert ;-))
Ich finde es prima, dass die Hummeln wohnen bleiben dürfen. Da habt ihr dann auch was interessantes zu beobachten.

Ja, wenn gar nichts mehr zu hören ist, kannst Du aufräumen. Falls Du dabei dann ein leicht umgearbeitetes Vogelnest mit Maden drinne findest, kannst Du die auch mit entsorgen, das sind dann Larven der Wachsmotten, die Hummelnester auffuttern. Scheinbar findet sich in der Insektenwelt ja für alles irgendjemand, der das noch essen mag.

Wann Ruhe ist, wird je nach Art entweder schon in wenigen Wochen oder auch erst Ende August der Fall sein.
Daher meine Lieblingsfrage: Welche Streifen haben die Tierchen? Eher was gelb-schwarz-weißes oder eher dunkel mit weißem Po?
Oder hattest Du das schon geschrieben?

Grüße
Susanne

Re: Re: Re: Knabbergeräusche? Irmerator 14.06.2005 15:59

Hallo Susanne!
meine Mitbewohner haben gar keine Streifen, sie sind fast schwarz und haben einen hellen Bürzel.
Ich nehme mal an, es handelt sich um Baumhummeln.

Viele Grüße und nochmals danke!
Markus

als Holzhausbesitzer ist es etwas komisch, wenn man was "nagendes" vermutet.

Kann ich aufräumen, wenn ich nichts mehr höre?
>

Hallo Markus,
muss schon komisch sein, wenn man denkt, das Haus wird einem bei Nacht über dem Kopf weggefuttert ;-))
Ich finde es prima, dass die Hummeln wohnen bleiben dürfen. Da habt ihr dann auch was interessantes zu beobachten.

Ja, wenn gar nichts mehr zu hören ist, kannst Du aufräumen. Falls Du dabei dann ein leicht umgearbeitetes Vogelnest mit Maden drinne findest, kannst Du die auch mit entsorgen, das sind dann Larven der Wachsmotten, die Hummelnester auffuttern. Scheinbar findet sich in der Insektenwelt ja für alles irgendjemand, der das noch essen mag.

Wann Ruhe ist, wird je nach Art entweder schon in wenigen Wochen oder auch erst Ende August der Fall sein.
Daher meine Lieblingsfrage: Welche Streifen haben die Tierchen? Eher was gelb-schwarz-weißes oder eher dunkel mit weißem Po?
Oder hattest Du das schon geschrieben?

Grüße
Susanne
Gewissensnöte Bernd 14.06.2005 20:01

Seit 30 Jahren bin ich Rassekaninchenzüchter und erst seit Mai dieses Jahres habe ich mein Herz für Hummeln und Hornissen entdeckt. Die Fütterung meiner Kaninchen geschieht noch auf die konventionelle Art, das heißt ich haue mit der Sense Grünfutter. Und gerade hier gerät mein Gewissen neuerdings in Aufruhr. Wenn ich auf meiner Futterwiese zu Gange bin und eine Hummel sitzt gerade auf einer Kleeblüte vor mir, habe ich schon des öfteren die Sense abgesetzt - doch letztendlich weiter gemäht. Ich kann nur hoffen, daß eine 8m lange Reihe blühender Schnittlauch und ein großes Beet Ringelblumen, wo gerade die Blüte einsetzt, als Ausgleich ausreichen. Zirka 200 qm habe ich extra der Hummeln wegen mit Landsberger Gemenge bestellt, einer Futtermischung aus allerlei guten Trachtpflanzen. Die Mahd dieses Stücks geschieht erst nach dem Hummelsommer, nämlich als Herbstfutter. Ich hoffe, daß sich so viel wie möglich Jungköniginnen hier ihren „Winterspeck“ anfuttern können. Auf meiner Heuwiese habe ich nach der Mahd an einer Stelle etliche kleine Arbeiterinnen der dunklen Erdhummel umherirren sehen. Als ich das gemähte Gras zur Seite schob, entdeckte ich ein unscheinbares Mäuseloch, welches der Eingang zum Hummelnest war. Ist es ratsam vor diesem Loch mit Zuckerwasser die Hummeln zu unterstützen ? Wenn ja, wie geht man vor, ohne ganze Heerscharen von Ameisen auf den Plan zu rufen ?
Es grüßt alle Hummelfreunde
Bernd aus WE

Re: Gewissensnöte Stefan Lennertz 14.06.2005 22:24

Hallo Bernd,

Zuckerlösung ist nicht zwingend erforderlich, es ist nur wichtig das das Nest frei zugänglich ist und auch nicht mehr so einfach zuzusetzen ist. Generell besteht nur bei langanhaltenden Schlechtwetter- Perioden die Notwendigkeit zuzufüttern.

Wenn das was Du beschreibst das schlimmste wäre was den Hummeln passieren könnte, so wäre das wohl ein Paradies im Vergleich zur jetzigen Situation.

Gruß,
Stefan

Re: Gewissensnöte Alex (Bombus-Admin, nördl. Chiemgau) 15.06.2005 10:01

Hallo Bernd,

würden sich mehr Menschen so viele Gedanken um die Hummeln machen und vor allem auch so aktiv für das Nahrungsangebot sorgen - dann wäre die Welt um einiges schöner und vor allem Hummel-reicher.

Mache Dir kein schlechtes Gewissen. Deine Hasen haben schließlich auch Hunger. Und wenn Du mit der Sense mähst, dann ist das ja auch hummelfreundlich, denn sie können von der Blüte noch wegfliegen. Was bei modernen Mähmaschinen nicht mehr der Fall ist.

Und wenn's Dich weiter plagt: dann laß halt das eine oder andere Blüten-Häufchen stehen und mäh es später. Aber wenn Du eh' so viel Alternativen bietest...

Zuckerwasser würde ich bei Naturnestern nicht anbieten. Nistkästen kannst Du vor Ameisen schützen, Naturnester nicht.

Du könntest folgendes versuchen: biete auf Deiner Terrasse etwas Zuckerwasser an. Wenn eine Hummel das Angebot weiß, wird sie hin- und herfliegen um das Zuckerwasser einzutragen. Das Problem ist nur, wie Du den Hummel "sagst", wo das Zuckerwasser ist. Dazu könntest Du am Eingang etwas Zuckerwasser anbieten. Sobald eine Hummel auf dem Legobaustein Zuckerwasser schlürft trage sie vorsichtig dorthin, wo Du die Hummeln ameisensicher füttern kannst.

Ist die Hummel satt, wird sie sich merken wo der Legobaustein liegt und immer wieder zurückkommen. Das könntest Du mit mehreren Hummeln machen, bis reger Flugverkehr herrscht. Allerdings ist das ganz schön zeitintensiv....

Nur mal als spontane Idee...

Alles Gute und kein schlechtes Gewissen,

Alex

Re: Re: Gewissensnöte Wilhelm 15.06.2005 17:35

Blaue Legobausteine werden schnell angenommen.
Gruß Wilhelm

Hallo Bernd,

würden sich mehr Menschen so viele Gedanken um die Hummeln machen und vor allem auch so aktiv für das Nahrungsangebot sorgen - dann wäre die Welt um einiges schöner und vor allem Hummel-reicher.

Mache Dir kein schlechtes Gewissen. Deine Hasen haben schließlich auch Hunger. Und wenn Du mit der Sense mähst, dann ist das ja auch hummelfreundlich, denn sie können von der Blüte noch wegfliegen. Was bei modernen Mähmaschinen nicht mehr der Fall ist.

Und wenn's Dich weiter plagt: dann laß halt das eine oder andere Blüten-Häufchen stehen und mäh es später. Aber wenn Du eh' so viel Alternativen bietest...

Zuckerwasser würde ich bei Naturnestern nicht anbieten. Nistkästen kannst Du vor Ameisen schützen, Naturnester nicht.

Du könntest folgendes versuchen: biete auf Deiner Terrasse etwas Zuckerwasser an. Wenn eine Hummel das Angebot weiß, wird sie hin- und herfliegen um das Zuckerwasser einzutragen. Das Problem ist nur, wie Du den Hummel "sagst", wo das Zuckerwasser ist. Dazu könntest Du am Eingang etwas Zuckerwasser anbieten. Sobald eine Hummel auf dem Legobaustein Zuckerwasser schlürft trage sie vorsichtig dorthin, wo Du die Hummeln ameisensicher füttern kannst.

Ist die Hummel satt, wird sie sich merken wo der Legobaustein liegt und immer wieder zurückkommen. Das könntest Du mit mehreren Hummeln machen, bis reger Flugverkehr herrscht. Allerdings ist das ganz schön zeitintensiv....

Nur mal als spontane Idee...

Alles Gute und kein schlechtes Gewissen,

Alex
Re: Gewissensnöte susanne 15.06.2005 11:10

Hallo Bernd, was Du beschreibst ist doch schon ein prima Hummelschutz. Mach Dir keinen Kopf wegen des mähens. Die Hummeln finden in deiner Trachtwiese wahrscheinlich genug zu futtern. Das Naturnest würde ich in Ruhe lassen. Bei ausreichend Trachtangebot kommen die prima alleine klar. Du könntest ein bischen Heu im Umfeld liegen lassen, damit sie ihr Loch schnell wieder selber unsichtbar machen können.
Herzliche Grüße
Susanne

an Stefan Angelika L. 16.06.2005 17:16

Hallo Stefan, ich wollte dir eine Mail schicken, kann aber leider deine e-mail-Adresse nicht sehen, wenn ich auf deinen Namen gehe. Kannst du mir antworten? Grüße, Angelika L.

Winterhummeln? Angelika L. 16.06.2005 17:20

Weiß eigentlich jemand, was aus den Winterhummeln von Gottfried Dick geworden ist? Oder habe ich da etwas verpasst? Grüße, Angelika L.

Bee.TV wieder online - Web-Blick ins Steinhummelvolk Dr. Melanie von Orlow 16.06.2005 23:36

Liebe Hummelfreunde,
für alle, die mit ihren Hummeln Pech hatten oder nicht wagen, in den Kasten mit den grimmig summenden Erdhummeln zu blicken:
Bee.TV ist wieder online und diesmal haben wir das "Insekt des Jahres" unter dem Objektiv.
Einfach mal einschalten unter
http://www.hymenoptera.de/html/webcamdeutsch.php

Grüße
Melanie
www.hymenoptera.de

Re: Bee.TV wieder online - Web-Blick ins Steinhummelvolk Dr. Melanie von Orlow 16.06.2005 23:41

Ach ja, ganz vergessen: Auch die Hummeln wollen mal ihre Ruhe; daher bitte nur zu "zivielen Zeiten" zwischen 8 und 20 Uhr online!

Viel Spaß
wünscht
Melanie

Hummelkästen Jo 17.06.2005 09:03

Hallo,
ich erinnere mich, dass vor einiger Zeit die käuflichen Hummelstaatenkästen aus den Gewächshäusern als Bildserie vorgestellt wurden (Melanie).
Wie wird eigentlich die Königin dazu gebracht in dieser, nach unseren Begriffen sterilen Umgebung einen Staat zu gründen? Spielen da Pheromone eine Rolle und könnte man analog das leidige Problem der Besiedlung von "Hobbyhummelkästen" angehen?
Jo

Re: Hummelkästen Stefan Lennertz 17.06.2005 10:43

Hi,

soweit ich weiß werden die Hummeln durch einen verengten Eingang dazu gezwungen im Kasten zu bleiben. Ein vorgehen wie es bei unter Naturschutz stehenden Tieren nicht angewand werden darf. Da spielt es glaube ich keine all zu große Rolle mehr aus welchem Grund die Hummel dann mit der Nestgründung anfängt.

Außerdem kann ich mir nicht vorstellen das der Prozess ohne Reibungsverluste abläuft, aber über die Anzahl bzw. dem Anteil der nicht gelückten Ansiedlungen wird es wohl keine Angaben geben.

Gruß,
Stefan

Hallo,
ich erinnere mich, dass vor einiger Zeit die käuflichen Hummelstaatenkästen aus den Gewächshäusern als Bildserie vorgestellt wurden (Melanie).
Wie wird eigentlich die Königin dazu gebracht in dieser, nach unseren Begriffen sterilen Umgebung einen Staat zu gründen? Spielen da Pheromone eine Rolle und könnte man analog das leidige Problem der Besiedlung von "Hobbyhummelkästen" angehen?
Jo
Re: Hummelkästen Manfred 17.06.2005 13:30

Hallo Jo,
wie das ganze genau geht ist Betriebsgeheimnis der Züchter.
Bevor eine Hummel in einen Nistkasten verfrachtet wird, wird sie zunächst einmal in Nestsuchstimmung bebracht, nachdem ihr zuvor ein künstlicher Winterschlaf verordnet wurde.
Eine Königin dann dazu zu bewegen einen Nistplatz anzunehmen ist nicht sonderlich schwer. Der Kasten wird ihr nämlich nicht steril angeboten (und hier fängt das Betreibsgeheimnis an!)
Die Nichtbesiedlung von Hummelkästen im Garten hat meistens ihre Ursache in einem falschen Standort (Lage, Geländetopografie, Nistkastenumfeld).

Gruß
Manfred

WIR HABEN HUMMELN! Marcus 18.06.2005 09:54

(leerer Beitrag)

Re: WIR HABEN HUMMELN! Marcus 18.06.2005 09:58

Da war ich wohl etwas schnell, natürlich sollte da auch noch ein Text bei.

Diese Woche haben wir entdeckt, das etwa 2 Meter von unserem Nistkasten entfernt ein Hummelnest in einem verlassenen Mäusenest befindlich ist. Für das verlassen war wohl ich im zeitigen Frühjahr verantwortlich, da ich die Maus wohl etwas genervt habe mit meinen Pflanzaktionen.

Wir sind so HAPPY! vielleicht klappt das ja mit den Jungköniginnen und vielleicht findet nächstes Jahr eine der Rückkehrerinnen den Eingang zum Nistkasten.

Marcus

Re: Re: WIR HABEN HUMMELN! Stefan Lennertz 19.06.2005 19:11

Gratuliere!

Es ist wichtig das Hummeln da sind, einen Nistkasten sollte man eher als Ergänzung ansehen.

Viel Spaß beim beobachten.

Gruß,
Stefan