Beiträge aus 2005

Kuckuckshummeln Angelika L. 30.05.2005 19:55

Gibt es eigentlich Erkenntnisse darüber, ob auch Kuckuckshummeln Rückkehrer sind? Haben die langjährigen Hummelfans diesbezüglich einschlägige Erfahrungen gemacht? Das würde mich doch mal interessieren, denn dann müßte man ja damit rechnen, daß ein Kasten an gleicher Stelle immer wieder parasitiert würde, vorausgesetzt, man hat wieder einen passenden Wirt als Bewohner. Grüße, Angelika L.

Re: Kuckuckshummeln Johann Wiedl 30.05.2005 20:08

Hallo Angelika,
wo ist da das Problem? Auch Kuckuckshummeln haben eine Daseinsberechtigung.
Grüsse Hans

Gibt es eigentlich Erkenntnisse darüber, ob auch Kuckuckshummeln Rückkehrer sind? Haben die langjährigen Hummelfans diesbezüglich einschlägige Erfahrungen gemacht? Das würde mich doch mal interessieren, denn dann müßte man ja damit rechnen, daß ein Kasten an gleicher Stelle immer wieder parasitiert würde, vorausgesetzt, man hat wieder einen passenden Wirt als Bewohner. Grüße, Angelika L.
Re: Re: Kuckuckshummeln Michel 30.05.2005 21:07

Teilweise sind Schmarotzerhummeln häufiger als ihre Wirte (hier zumindest). Daher muss es nicht unbedingt sein, dass jedes Volk unter der Obhut des Halters okkupiert wird. Ich entferne jeden "gewöhnlichen" Kuckuck aus dem Nest, solange ich sicher bin, die die wirkliche Königin noch lebt. Ansonsten lasse ich der Schmarotzerhummel ihre Aufgabe erfüllen, da es dann sowieso zu spät ist, etwas dagegen zu tun. Die gefundene Kuckuckshummel lasse ich dann mehrere Kilometer entfernt wieder frei.

Viele Grüße
Michel

Re: Re: Kuckuckshummeln Angelika L. 31.05.2005 08:05
Hallo Angelika,
wo ist da das Problem? Auch Kuckuckshummeln haben eine Daseinsberechtigung.
Grüsse Hans

Hallo Hans, da ist kein Problem. Meine Frage beruht auf reine Neugierde. ;-) Grüße, Angelika

Re: Kuckuckshummeln Michel 30.05.2005 21:08

Soweit ich weiß, kommen auch Schmarotzerhummeln gelegentlich zum alten Nistplatz zurück. Wie das Rückkehrverhalten bei den einzelnen Arten jedoch genau ist, kann ich leider nicht sagen.

Viele Grüße
Michel

Re: Kuckuckshummeln Manfred 31.05.2005 07:16

Hallo Angelika,

ohne es genau zu wissen, sage ich einfach einmal nein, da es biologisch keinen Sinn macht. Ein von einer Kuckuckshummel übernommenes Nest bringt keine eigenen Geschlechtstiere hervor und somit kann es keine Rückkehrer der Gattung Bombus geben und somit auch keinen Wirt für die nächste Generation Kuckuckshummeln.

Gruß aus HH
Manfred

Re: Re: Kuckuckshummeln Michel 31.05.2005 22:37

Bei der Wiesenhummel lebt aber häufig die Wirtskönigin und die Schmarotzerhummel (Waldkuckuckshummel) nebeneinander, sodass beide Geschlechtstiere aufziehen. Bei Steinhummelkönigin und Felsenkuckuckshummel kommt es dagegen stets zum Kampf auf Leben und Tod.

Gruß
Michel

Der heiße Tag uns seine Folgen Manfred 31.05.2005 07:29

Hallo,

lezten Sonnabend war hier mit 34°C der bisher wärmste Tag dieses Jahres, mit seltsamen Folgen für die Ackerhummeln.
So wurde die Sammeltätigkeit bereits kurz vor 9:00 Uhr eingestellt und gegen Mittag waren alle Arbeiterinnen mit der Nestklimatisation beschäftigt, einschließlich der Sammlerinnen, die teilweise noch die Pollen an den Beinen hatten. Dann sind sogar zwei Arbeiterinnen mit Pollenhöschen abgeflogen, offenbar um Wasser zu holen.
100%-igen Erfolg brachte die Aktion allerdings nicht, da am Sonntagmorgen die zuerst ausfliegenden Sammlerinnen tote Larven aus den Nest geflogen haben. Es wurde dann auch Kittharz gesammelt (verarbeiten Hummeln dieses eigentlich auch zu Propolis?), was offenbar etrem lange dauert. Die beiden Sammlerinnen waren dafür über eine Stunde unterwegs gewesen.
Mit der jetzt erfolgten deutlichen Abkühlung hat sich die Lage wieder normalisiert, außer durch Wachsmotten sollte dem Staat eigentlich keine Gefahr mehr drohen.

Gruß aus HH
Manfred

Re: Der heiße Tag uns seine Folgen susanne 01.06.2005 11:26
Hallo Manfred, wie sieht das aus, wenn sie Kittharz sammeln, also, wo transportieren sie ihn? Bei mir sammeln Hummeln immer mal wieder sehr sorgfältig was an den Zapfen von Nadelbäumen. Vielleicht ist das auch Kittharz? Pollen und Nektar gibt es da auf jeden Fall nicht. Da das Ganze in 3-5 m Höhe statttfindet, kann ich nicht so genau sehen, was die da machen.

Grüße Susanne

Re: Re: Der heiße Tag uns seine Folgen Manfred 02.06.2005 07:41

Hallo Susanne,

wie das Sammeln von Kittharz aussieht, weiß ich auch nicht, da ich die Tiere nur damit habe zurückkommen sehen. Transportiert wird das Harz mit den Manibeln, sowie wie tote Larven aus dem Stock herausgeflogen werden oder wie die Wespen ihr Baumaterial transportieren.

Gruß aus HH
Manfred

Keine Hummel im Kasten Bernd 31.05.2005 10:02

Am 19. Mai berichtete ich hier im Forum von einem herrlichen Orientierungsflug einer Steinhummel, nach dem ich sie in meinen Nistkasten eingesetzt hatte. Drei Tage später stellte ich am Kasten keine Aktivitäten mehr fest und schaute nach. Ich konnte keine Königin finden und keine Nestbauarbeiten erkennen. Am 23. Mai setzte ich erneut eine Steinhummel ein und wiederum ließ mich ein intensiver Orientierungsflug auf eine erfolgreiche Ansiedlung hoffen. Bis zum Samstag sah ich die Neue ein und ausfliegen. An diesem Tag flog sie 19:30 aus und kehrte bis zum dunkel werden nicht zurück. Ab Sonntag habe ich sie nicht mehr gesehen. Gerade habe ich erneut nachgesehen und abermals keinerlei Nestbauaktivitäten erkannt. Nach allem, was ich bisher über Hummelansiedlung gelesen habe, hätte ich es mir nicht so kompliziert vorgestellt.
Mache ich Fehler oder habe ich einfach nur Pech ?
Gruß Bernd

Re: Keine Hummel im Kasten Angelika L. 31.05.2005 12:11
Hallo Bernd, ich denke, du hast einfach Pech. Ich habe drei JahrePech gehabt, und dieses Jahr kümmert mein Erdhummelvolk. Auch glaube ich, daß es oft bei soäten Hummeln nicht so recht klappt. Auch ich habe in meinen zweiten Kasten noch einige späte Hummeln eingesetzt, mehrfach Orientierungsflüge beobachtet, aber letztendlich ist doch keine zurückgekehrt. Ich glaube mittlerweile, daß bei späten Hummeln irgendetwas nicht in Ordnung ist und es deshalb letztendlich doch nicht klappt. Ab und zu sehe ich noch nistsuchende Hummeln hier, habe aber nichts mehr zwecks Ansiedlung unternommen. Grüße, Angelika L.
Re: Keine Hummel im Kasten Alex (Bombus-Admin, nördl. Chiemgau) 02.06.2005 08:15

Hallo Bernd,

nur nicht den Mut verlieren. Manchmal ist es schon ein arges Geduldsspiel mit den Hummeln. Ich weiß bis heute nicht 100%ig sicher, ob meine Steinhummel noch da ist, die ich Anfang Mai angesiedelt habe.

Im Nistkasten findet man die Anfangsnester nur sehr schwer. Man müßte schon die ganze Wolle auseinanderfieseln, was aber dazu führen würde, daß die Königin abhaut.

Vielleicht zum Trost: in diesem Jahr kommt es mir so vor, als ob die Ausfallquote besonders hoch ist. Ich habe bisher ca. 10 Hummeln erfolgreich (!) angesiedelt wovon 8 nach einigen Tagen/Wochen nicht mehr zuückgekehrt sind. Da hatte ich noch nie.

Normalerweise sollte eine einmal angesiedelte Hummel auch dableiben, nur relativ selten kommen Ausfälle vor. Zumindest bisher. Sowas wie dieses Jahr kenne ich sonst nicht.

Mag's am Wetter liegen oder sonstwas, ich weiß es nicht. Aber eines dürfte sicher sein: für uns Hummelfreunde wird die Sache nicht leichter werden, weil es auch für die Hummeln immer schwieriger wird. Das Artensterben und die Naturzerstörung macht nicht vor unseren Nistkästen halt...

Aber trotzdem oder gerade deswegen: macht heiter weiter! Denn die Hummeln brauchen uns...

Viel Glück,

Alex

sind hummel auch höhlenbauer? torsten 31.05.2005 12:45

hallo,

meine erdhummeln haben beim nestbau das streu unter der nestwolle mit gängen durchzogen sogar das einflugsloch ist mit streu komplett bedeckt nur oben ist ein kleines loch wo immer eine arbeiterin sitz und den eingang bewacht, jetzt schaue ich regelmäßig in meine kasten wo auch ordentlich betrieb ist,kann aber nur von oben auf die wolle schauen da ich das nest nicht zum einstürtzen bringen möchte,da durch ist auch keine kontrolle auf wachsmotten möglich.
das ist mein erstes hummeljahr und habe deswegen keine erfahrungswerte.
würde mich über eure erfahrungen freuen.
lg

torsten

Re: sind hummel auch höhlenbauer? Manfred 31.05.2005 13:10

Hallo Torsten,

die Erdhummeln umgeben ihr Nest mit Gängen zur optimalen Belüftung und graben es auch teilweise in der Einsteu ein. Manchmal bauen sie auch kleine Türmchen aus der Einstreu. Eine Kontrolle des eigentlichen Nstes auf Wachsmottenlarven ist dann nur noch sehr schwer möglich, zumal ein starkes Volk beim Versuch der Nestöffnung auch sehr aggressiv werden kann.

Gruß aus HH
Manfred

Re: sind hummel auch höhlenbauer? susanne 01.06.2005 11:33
Hallo Torsten,

letztes Jahr haben meine Erdhummeln das Nest soweit indie Streu eingegraben, dass sogar die Wolle nicht mehr zu sehen war. Der Eingang wurde zudem so verstopft, dass sie die von mir angebrachte Wachsmottenklappe erstklassig verklemmten.
Ich hab das Nest dennoch einmal aufgemacht um Bacillus Th. zu spritzen und war froh um mein selbstgebasteltes Imkerkostüm, sie waren echt sauer.
Das Nest haben sie aber danach ruckzuck wieder ordentlich gehabt.
Wenn Du im Falle eines Falles nicht sprühen willst, lohnt es nicht, das Nest aufzumachen, denn unter der Polsterwolle ist ja auch noch die verklebte Wachs-mit-Wolle-Schicht, die an einer Stelle man richtig kaputtmachen muss um reinschauen zu können. Das muss man weder sich noch den Hummeln ohne Not antun.
Grüße Susanne

Re: Re: sind hummel auch höhlenbauer? torsten 01.06.2005 12:48

hallo

herzlichen dank für eure info´s, hat mich wieder einen schritt weiter gebracht um mich im leben der kleinen brummer besser zurecht zu finden.

werde das nest und die hummeln weiter in ruhe lassen und werde bacillus th. nur noch einmal oberflächlich anwenden, da ich die nistwolle vorbehandelt habe. das muss reichen.
nochmals danke!

Re: Re: Re: sind hummel auch höhlenbauer? susanne 01.06.2005 13:56
Hallo Torsten,

Bacillus th. bringt oberflächlich nix, da es von den Maden gefressen werden muss um zu wirken. Die Wachsmottenlarven entwickeln sich aber meist von unten im Nest und fressen zudem weder Einstreu noch Polsterwolle. Daher müssen die Wachsflächen eingesprüht werden. Wenn sie also da angekommen sind, wo Du oberflächlich gespritzt hast, ist sowieso schon alles zu spät und das gesamte Nest gefressen. Um die Bazille nicht unnötig in Umlauf zu bringen (auch mit biologischen Mitteln sollte man durchaus zurückhaltend umgehen) kannst Du Dir das Spritzen dann auch ganz sparen. Da ist die Entscheidung also schon entweder ganz eingreifen - oder gar nicht.
Eine nette Idee, die hier schon mal diskutiert wurde ist ein Fußbad für Hummeln, bei dem sie durch die Brühe laufen und das Mittel so im Nest verbreiten. Erdbeerbauern behandeln ihre Früchte auf diese Weise gegen Erdbeerfäule. Sie lassen die kommerziell gehaltenen Bestäubungshummeln am Nestausgang durch ein solches Fußbad laufen. Die verbreiten das Mittel dann in den Erdbeerblüten und die Pflanzen sind geschützt.
Grüße Susanne

Re: Re: Re: Re: sind hummel auch höhlenbauer? torsten 01.06.2005 15:47

hallo susanne,

ich bin davon ausgegangen das die hummeln das pulver auf der wolle mit ihren haaren am körper aufnehmen (so wie den pollen von den blüten) und beim bauen der töpfchen das pulver ein arbeiten!

sparsam, dass ist doch logo!

aber wie gesagt ich bin noch anfänger und bin für jeden ratschlag dankbar.

lg

torsten

Re: Re: sind hummel auch höhlenbauer? Unbekannt 29.01.2007 20:40
> Hallo Torsten,
letztes Jahr haben meine Erdhummeln das Nest soweit indie Streu eingegraben, dass sogar die Wolle nicht mehr zu sehen war. Der Eingang wurde zudem so verstopft, dass sie die von mir angebrachte Wachsmottenklappe erstklassig verklemmten.
Ich hab das Nest dennoch einmal aufgemacht um Bacillus Th. zu spritzen und war froh um mein selbstgebasteltes Imkerkostüm, sie waren echt sauer.
Das Nest haben sie aber danach ruckzuck wieder ordentlich gehabt.
Wenn Du im Falle eines Falles nicht sprühen willst, lohnt es nicht, das Nest aufzumachen, denn unter der Polsterwolle ist ja auch noch die verklebte Wachs-mit-Wolle-Schicht, die an einer Stelle man richtig kaputtmachen muss um reinschauen zu können. Das muss man weder sich noch den Hummeln ohne Not antun.
Grüße Susanne
Erd - Nistkästen Harry 01.06.2005 13:06

Hallo Hummelfreunde,
es gibt sehr viele Hummelfreunde die dem Erdnistkasten den Schwegler Holzbetonnistkasten
vorziehen.
Also ich habe jetzt zwei Jahre lang die Erfahrung gemacht, das die Erdnistkästen bei richtiger Anwendungsweise dem Hummelverhalten am nächsten kommen und sich darin die kräftigsten Erdhummelvölker entwickeln. Im Hochsommer haben die Erdhummeln in den Schweglerkästen einfach zu grosse Temperaturprobleme. Selbst wenn sie im Schatten stehen ist es den Erdhummeln zu warm.
Auch Erdnester kann man mit einem Vorbaukasten und einer Wachsmottenschrägklappe versehen.
Es ist interessant wie die Hummeln mit den Schrägklappen umgehen. Manche sind sehr lernfähig und benutzen den "richtigen" Ein und Ausgang.
Andere Hummeln warten, bis eine Hummel den Ausgang von innen benutzt, die Klappe anhebt, und sie dadurch den Weg ins Nest finden.
Wichtig ist ja nur das die Klappe hinter ihnen immer dicht schließt. Durch den langen Zugang zum Nest ca. 60cm sind die Klappen auch nicht verkotet oder sonstwie verklebt. Sie kommen ganz gut klar damit.
Arbeiterinnen die Pollen gesucht haben, also die mit schwerer gelber Last an ihren Beinchen, fliegen zu 99% das "Eingangsloch" an.
Die Nektarsammler oder die keine erkenntliche Sammellast haben, wollen oft da rein wo sie rausgekommen sind. Also durch oder unter den Ausgang mit der schräg aufliegenden Plastikscheibe.
Oft kann ich beobachten, das Arbeiterinnen dafür sorgen wollen, das der Weg nicht durch eine Klappe versperrt wird. Sie knabbern und drücken an der Klappe rum um sie zu entfernen. Es entsteht ein klapperndes Geräusch dadurch das die Klappe immer wieder auf die schräge Fläche
zurückfällt. Trotz all dieser Behinderungen entwickelt sich das Volk prächtig und ob Wachsmotten es trotzdem schaffen wird man nach dem Sommer sehen.
Gruß Harry

Wir haben Hummeln! Bianca 01.06.2005 16:24

Wir haben wohl ein Nest unterm Dach. Man sieht am Haus direkt unterm Dach, das dort Hummeln durch ein Loch reinfliegen. Jetzt hatten wir sogar schon eine Hummel auf dem Dachboden liegen. Meine Katzen liegen dort sehr viel, und ich habe angst, wenn sie sie jagen und das sie vielleicht gestochen werden. Hummeln sind ja eigentlich harmlos und auch sehr schöne Brummer. Aber im Haus möchte ich sie eigentlich nicht haben. Von Außen stören sie ja auch nicht. Aber kann mir vielleicht jemand einen Tipp geben, was ich machen soll?

Re: Wir haben Hummeln! Stefan Lennertz 01.06.2005 21:47

Hallo,

Du solltest Dir keine all zu großen Sorgen machen,
das eine Hummel sich mal in eine Wohnung verirrt kann auch bei einem Nest von draußen passieren.
Ich glaube auch kaum das man eine richtige Katze vor solcherlei "Gefahren" schützen kann oder muß. Schließlich wird selbst ein absoluter Stubenkater
mal eine Wespe in der Wohnung aufstöbern und ,sollte er gestochen werden, beim nächsten mal seine Lektion gelernt haben.

Mein Kater hat da jedenfalls keine Probleme mit.

Zu den Hummeln in der Hauswand kann folgendes festgehalten weden, das sie:
a) keinen Schaden am Haus selber anrichten
b) immer den Weg nach Draußen suchen, und sich
nie freiwillig in die Wohnung begeben würden.
c) Wahrscheinlich nur sehr schwer umzusiedeln
wären.

Angesichts meiner Erfahrungen wäre die Empfehlung das Nest da zu lassen wo es ist.

Bitte denke daran das die Tiere nicht umsonst unter Naturschutz stehen. Viele Tiere waren Jahrhunderte lang der Begleiter der Menschen auch an und ums Haus herum, eine sinnvolle Gemeinschaft, warum eigentlich heute nicht mehr?

Gruß,
Stefan

Ameisen im Hummel-Nistkasten Anja Schulz 01.06.2005 17:12

Hallo!
Unser Hummel-Nistkasten, der seit einigen Tagen von einer Erdhummel bewohnt wird, wird seit heut von Ameisen heimgesucht!!!!
Was soll ich tun, mit der Glasplatte ist es nun schlecht, da der Nistkasten ja bereits bewohnt ist. Ich habe Ameisenpulver unter den Nistkasten gestreut!
Hat noch jemand einen besseren Vorschlag?
Es ist mein erstes Hummelvolk und ich würde sie so gerne behalten!
Liebe Grüße
Anja

Re: Ameisen im Hummel-Nistkasten Alex (Bombus-Admin, Chiemgau, Bayern) 01.06.2005 20:44

Hallo Anja,

Du kannst immer noch eine Glasplatte unter den Kasten legen, auch wenn er schon bewohnt ist.
Wichtig ist nur, daß der Kasten nur kurz vom gewohnten Ort weggestellt wird und daß kein Grashalm oder sowas die Glasplatte überbrückt.

Am besten schmierst Du die Unterseite der Glasplatte noch mit Salatöl oder sowas ähnliches ein.

Und hab Mitleid mit den Ameisen! Die wollen auch nur leben und gehören zur Natur - genauso wie unsere Hummeln!

Alles Gute,

Alex

Re: Ameisen im Hummel-Nistkasten Michel 01.06.2005 21:32

Einige Ameisen im Nistkasten sind kein Problem, ein gesundes Volk kann Ameisen vom eigentlichen Nest abhalten. Nur bei Zufütterung kann es manchmal zu regelrechten Invasionen kommen, wo sich die Glasmethode von Alex sehr gut bewert.

Gruß
Michel

Re: Ameisen im Hummel-Nistkasten Manfred 02.06.2005 07:35

Hallo Anja,

in meinen Nistkästen gibt es immer mehr oder weniger Ameisen und es hat den Hummeln bisher nicht geschadet, im Gegenteil ich kann mir gut vorstellen, dass Ameisen im Kampf gegen die Wachsmotten, Fliegen und was es sonst noch so an Getier im Hummelkasten gibt gute Diesnte leisten. Ich unternehme daher grundsätzlich nichts gegen sie.

Gruß aus HH
Manfred

Jetzt bin ich geknickt Angelika L. 01.06.2005 18:44

Nachdem sich bei den Erdhummeln im Schweglerkasten garnichts mehr getan hat, habe ich heute nachgeschaut. Ich fand nur ein paar abgebissene Köpfe und keine Königin. Merkwürdigerweise eine weitere tote Hummel, die ich als Baumhummelarbeiterin einstufe. Ich werde sie morgen fotografieren, vielleicht können wir sie hier zum identifizieren hineinsetzen.
Kann es sein, daß die Hornissenkönigin, die sich einen Meter weiter in meinen zweiten Kasten eingenistet hat, in meinen Schweglerkasten eingedrungen ist? Die abgebissenen Köpfe sprechen doch für einen Kampf.
Außerdem fand ich trotz des ausgestreuten B. th. an zwei Stellen kleine Wachsmottengespinste.

Mit meinem Hummelschutz habe ich nur Pech, einerseits zeigt es, wie schwer die Hummeln es haben, andererseits kann man glatt den Mut verlieren.
:-( Grüße, Angelika

Re: Jetzt bin ich geknickt Johann Wiedl 01.06.2005 19:24

Hallo Angelika,
wer wird gleich den Kopf hängen lassen? Nächstes Jahr klappt es bestimmt. Die abgebissenen Köpfe könnten auch die Reste einer Spitzmausmahlzeit sein. Und was macht die Hornisse? Vielleicht gedeiht das Hornissenvolk, sind völlig unproblematisch.
Gruß Hans

Nachdem sich bei den Erdhummeln im Schweglerkasten garnichts mehr getan hat, habe ich heute nachgeschaut. Ich fand nur ein paar abgebissene Köpfe und keine Königin. Merkwürdigerweise eine weitere tote Hummel, die ich als Baumhummelarbeiterin einstufe. Ich werde sie morgen fotografieren, vielleicht können wir sie hier zum identifizieren hineinsetzen.
Kann es sein, daß die Hornissenkönigin, die sich einen Meter weiter in meinen zweiten Kasten eingenistet hat, in meinen Schweglerkasten eingedrungen ist? Die abgebissenen Köpfe sprechen doch für einen Kampf.
Außerdem fand ich trotz des ausgestreuten B. th. an zwei Stellen kleine Wachsmottengespinste.

Mit meinem Hummelschutz habe ich nur Pech, einerseits zeigt es, wie schwer die Hummeln es haben, andererseits kann man glatt den Mut verlieren.
:-( Grüße, Angelika
Re: Re: Jetzt bin ich geknickt Angelika L. 01.06.2005 22:01
Eine Spitzmaus kann ich mir schlecht vorstellen, es war ja nur das Einflugloch offen. Da passen die doch eigentlich nicht durch. Die Hornisse fliegt noch fleißig. Würden denn Hornissen in einen Hummelkasten eindringen und dort räubern? Grüße von Angelika
Re: Re: Re: Jetzt bin ich geknickt Michel 01.06.2005 22:32
>
>Eine Spitzmaus kann ich mir schlecht vorstellen, es war ja nur das Einflugloch offen. Da passen die doch eigentlich nicht durch. Die Hornisse fliegt noch fleißig. Würden denn Hornissen in einen Hummelkasten eindringen und dort räubern? Grüße von Angelika

Eigentlich denke ich nicht, dass es die Hornisse war. Bei einem befreundeten Hornissenhalter leben Hornisse und Hummel jedes Jahr nebeneinander und es gab noch nie Probleme. Nur wenn beide in einem Kasten leben, kann es zu Problemen kommen. Ist schon irgendwie verwunderlich, was dir da passiert ist. Wirklich sehr schade um die Hummeln.

Viele Grüße
Michel

Re: Re: Re: Jetzt bin ich geknickt Johann Wiedl 01.06.2005 22:59
Hallo Angelika,

Spitzmäuse gehen da ohne weiteres durch. Kann es eventuell sein, dass Wachsmotten hier tätig waren? Die fressen alles auf.
Hans

>Eine Spitzmaus kann ich mir schlecht vorstellen, es war ja nur das Einflugloch offen. Da passen die doch eigentlich nicht durch. Die Hornisse fliegt noch fleißig. Würden denn Hornissen in einen Hummelkasten eindringen und dort räubern? Grüße von Angelika
Re: Re: Re: Re: Jetzt bin ich geknickt Angelika L. 02.06.2005 10:23
>Hallo Angelika,
Spitzmäuse gehen da ohne weiteres durch. Kann es eventuell sein, dass Wachsmotten hier tätig waren? Die fressen alles auf.
Hans

Hallo Hans, aber gehen Wachsmotten denn an Arbeiterinnen und die Königin? Ich denke, die fressen die Waben und Larven.? An zwei Stellen habe ich trotz des verstreuten Pulvers kleine Gespinste gefunden. Oder fressen die auch tote Hummeln?
Komisch ist auch die Baumhummelarbeiterin im Nest.
Ich glaube, hier kann ich nur noch spekulieren...
Grüße, Angelika

Re: Jetzt bin ich geknickt Bernd 01.06.2005 23:36

Hallo Angelika,
ich war auch etwas geknickt, doch Deine Antwort hat mich wieder aufgerichtet. Es erscheint mir plausibel, daß späte Hummelköniginnen problematisch sind. Leider hat keiner von den Experten dieses Thema aufgegriffen und von seinen Erfahrungen mit spätem Hummeleinsatz berichtet.
Sollte doch einmal in einem meiner Nisthilfen ein Hummelvolk aufwachsen und ich muß trotz Wachsmottengang und Schrägklappen dann zusehen wie dieses Volk durch Mottenbefall oder anderen Schädlingen zugrunde geht, würde die Enttäuschung bei mir auch tief sitzen. Ich bin jedenfalls für die neue Saison hoch motiviert und würde mich freuen, wenn wir uns gegenseitig aufbauen.
Gruß Bernd

Re: Re: Jetzt bin ich geknickt Angelika L. 02.06.2005 10:36
Hallo Bernd,

heute geht´s mir schon wieder besser. Ich gebe nicht auf. Die Enttäuschung war nur recht herb. So lange Zeit habe ich in der Theorie durch die Foren und Fachliteratur viel gelernt, jedes Frühjahr viel Arbeit in den Garten gesteckt um ihn immer hummelgerechter zu machen, dann endlich hat´s geklappt und nun dies.
Es bleiben ja noch ca. zwei Baumhummelvölker in der Hauswand oben direkt am Dachrand.
Ich hätte halt gerne auch etwas für andere Arten getan, denn ich glaube, die Baumhummeln sind robuster und haben es einfacher.
Aber du hast recht, wir sollten motiviert auf die nächste Saison schauen. Grüße, Angelika

ich war auch etwas geknickt, doch Deine Antwort hat mich wieder aufgerichtet. Es erscheint mir plausibel, daß späte Hummelköniginnen problematisch sind. Leider hat keiner von den Experten dieses Thema aufgegriffen und von seinen Erfahrungen mit spätem Hummeleinsatz berichtet.
Sollte doch einmal in einem meiner Nisthilfen ein Hummelvolk aufwachsen und ich muß trotz Wachsmottengang und Schrägklappen dann zusehen wie dieses Volk durch Mottenbefall oder anderen Schädlingen zugrunde geht, würde die Enttäuschung bei mir auch tief sitzen. Ich bin jedenfalls für die neue Saison hoch motiviert und würde mich freuen, wenn wir uns gegenseitig aufbauen.
Gruß Bernd
Re: Jetzt bin ich geknickt susanne 02.06.2005 13:15
Hallo Angelika,

sei nicht traurig, wenn Dein Garten hummelgerecht eingerichtet ist, hast Du doch bestimmt auch Besuch von verschiedenen Arten, oder?
Und wenn die es ohne Nistkasten schaffen, ist das vielleicht ein besseres Zeichen als vollbelegte Nistkästen.
Das ist zwar keine echte Hilfe, wenn man gerne den eigenen Hummeln ganz nah zuschauen möchte, aber vielleicht ermuntert es doch.

Um Deine Hornisse beneide ich Dich übrigens, ich hätte auch gern welche. Bei uns fliegen auch immer mal einige rum, aber einen Kasten aufhängen darf ich nicht. Da gibt es ein eindeutiges Votum meines "sozialen Umfeldes" gegen. Muss ich wohl noch ein wenig Überzeugungsarbeit leisten.
Grüße und viele Besuchshummeln für Dich
Susanne

traurig aber auch glücklich Moni 01.06.2005 19:52

Hallo Hummelfreunde,
vor etwa einem Monat und noch etwas mehr, habe ich von meinem Hummelkasten berichtet, den ich im Kunstunterricht gemacht habe. Unsere arbeiten sind benotet worden und ich habe eine 2. Darüber bin ich sehr glücklich, aber was ich komisch fand: meine Klassenkameradin hatte einen Wetterturm gebaut. Er war krumm und hielt nicht gut. Er war unschön bemalt und in hässlichen Buchstaben wurde Wetterturm draufgeschrieben. Sie hat die gleiche Note wie ich bekommen. Das fand ich eigentlich nicht fair, da eine meíner Freundinnen ein schöneres Haus gebaut hat und dieses nur eine 3+ bekommen hat. Ich nenne den Namen meiner Klassenkameradin nicht, das wäre auch unfair. Zurück zu den HUmmeln. Leider hatte ich ein Problem mit dem Internet. Die Verbundung wollte einfach nicht hergestellt werden. Jetzt endlich komme ich rein. Ich wollte eigentlich sofort, durfte aber nicht , da ich noch üben musste, weil ich morgen eine Mathearbeit schreibe. Ich hoffe es klappt. Jetzt bin ich also wieder hier. Enttäuschend: keine Hummelkönigin ist in mein Hummelhaus gezogen. Aber ich gebe nicht auf. Nächstes Jahr wird es bestimmt klappen!!!

Viele Grüße,
eure Hummelfreundin
Moni

Re: traurig aber auch glücklich Alex (Bombus-Admin, Chiemgau, Bayern) 01.06.2005 20:41

Hallo Moni,

sie nicht traurig, im nächsten Jahr hast Du wieder eine Chance für eine Hummelansiedelung! Irgendwann wird es klappen - wir Hummelfreunde brauchen halt oft viel Geduld.

Es freut mich, daß Du eine gute Note bekommen hast! Es ist nicht wichtig, was andere für Noten bekommen haben, hauptsache Deine Arbeit wurde mit GUT bewerten! Herzlichen Glückwunsch!

Viel Glück mit Deiner Mathearbeit und weiterhin viel Freude mit den Hummeln,

Alex

Re: Re: traurig aber auch glücklich Angelika L. 01.06.2005 22:07

Hallo Moni, schön, daß du wieder da bist. Wenn du nachliest, siehst du, ich hatte auch wieder Pech und ich bin jetzt schon vier Jahre dabei, abgesehen von den Hummelnestern in der Hauswand. Beschreibe doch mal deinen Kasten, wie hast du denn den Eingangsbereich gemacht.
Und Glückwunsch für die gute Note. Grüße, Angelika

Re: Re: Re: traurig aber auch glücklich, an Angelika Moni 03.06.2005 18:08

Hallo Angelika,
ich habe eine Rolle Küchenpapier genommen. Aber es kann auch daran gelegen haben, dass ich den Kasten erst sehr spät aufgestellt habe.
Viele Grüße,
Moni

Hummeln im Holzschuppen Katja 02.06.2005 09:30

Tag auch...
habe gestern zu meinem erstaunen (und anfänglichem erschrecken) lautes gesumme unter einem am boden liegenden breii in meinem holzschuppen entdeckt und dabei regen flugverkehr aus ritzen zwischen brettern und steinen festgestellt. nun ist das - nachdem was ich heut im forum las - scheint es - ein nest von erdhummeln, die sich in einem wahrscheinlich vorhandenen mauseloch angesiedelt haben. ich habe dann heute morgen mal vorsichtig das brett angehoben - und finde die puscheligen tierchen in rauen mengen darunter. da ich in der nächsten woche dort kaminholz einlagern möchte, frage ich mich, ob es sinn macht, die tierchen zu ignorieren und einfach so zu tun, als wären sie nicht da oder ob ich ihnen ein alternatives "wohnagebot" außerhalb des schuppens machen soll. und wen kann ich bitte um hilfe fragen, wenn es auf "umsiedlung" rauslaufen sollte? ich würde die flieger nämlich gern im garten behalten, der durch seine blumenvielfalt (lupinen, rosen, ...) sicher ein prima lebensraum ist.
über eine idee dazu wäre ich sehr dankbar. katja

Re: Hummeln im Holzschuppen Harry 02.06.2005 12:26

Hallo Katja,
lass die Hummeln lieber da wo sie sind und stapele Dein Brennholz so, das der Eingang
wiedererkannt und nicht verstellt wird.
Damit tust den Hummeln den größten Gefallen
und Dir sicher auch ;-)
Gruß Harry

Re: Hummeln im Holzschuppen Stefan Lennertz 02.06.2005 12:38

Ignorieren ist glaube ich auch im Sinne der Hummeln. Solange das Einflugloch nicht vestellt wird, sollte sich keiner gestört fühlen.

Gruß,
Stefan

Hilfe: Habe Hummelnest unter Gitter neben Einfüllstutzen für Heizöl SabineE 02.06.2005 16:32

Hallo!
Ich habe ein ziemliches Problem!
Ich habe ein Hummelnest unter dem Gitter neben Einfüllstutzen für Heizöl UND in Kürze wird das Heizöl geliefert.
Werden die Hummeln agressiv? Kann man DAS mit ruhigem Vorgehen vermeiden? Was kann man hier machen?
DANKE für Ratschläge!
Gruß
SabineE

Re: Hilfe: Habe Hummelnest unter Gitter neben Einfüllstutzen für Heizöl susanne 02.06.2005 18:14
Hallo Sabine,

was man da machen kann, hängt natürlich sehr davon ab, wie dicht das alles zusammenliegt.

Ich nehme an, Du musst das Gitter abnehmen, um an den Einfüllstutzen zu kommen. Wenn das Nest dabei nicht berührt oder gerüttelt wird, regen sich die Hummeln wahrscheinlich gar nicht auf. Sollten sie doch rausfliegen und gucken, was da los ist, Gitter ruhig wegnehmen, langsamer Rückzug und erst mal abwarten und die Brummis wieder zur Ruhe kommen lassen.
Wenn der Schnorchel vom Heizölwagen in den Stutzen gesteckt wird gilt das Gleiche. Wenn das Nest selbst nicht bewegt, gerüttelt oder angestubst wird, macht das nix. Schwieriger wirds wahrscheinlich, wenn das Öl läuft. Das vibriert ja meist ziemlich laut, da werden die Hummeln sich evtl. aufregen und nach einem Schuldigen für den Lärm suchen. Am besten nicht daneben stehen bleiben sondern in einiger Entfernung (~4 m) ein Auge auf den Vorgang haben. Nach dem abstellen der Pumpe warten, bis die Hummeln wieder ruhig sind und dann erst den Schnorchel aus dem Stutzen holen. Gitter erst auflegen, wenn der Wagen weg und wieder Ruhe eingekehrt ist.

Wenn durch irgendeine der Aktionen das Nest direkt in Mitleidenschaft gezogen wird, ist natürlich auch mit Ruhe nicht viel zu machen, da werden die (berechtigt) sauer.

Welche Hummelart ist das denn, also welche Farben haben die Brummis? Danach kann man einschätzen wie viele es wahrscheinlich sein können, wie viel sie sich gefallen lassen und auch, ob sie vielleicht sowieso bald absterben.

Grundsätzlich darf das Nest nicht selbst entfernt werden. es muss eine Genehmigung der Naturschutzbehörde eingeholtb werden. Adressen von Umsiedlöern weis oft die Gemeinde oder der Landkreis.
Gruß Susanne