Beiträge aus 2005

Trauriges Bild Manfred 26.05.2005 08:34

Hallo zusammen,
die Saison 2005 droht hier wirklich finster zu werden. Das ERdhummelnest scheint auch am Ende zu sein, die wenigen Arbeiterinnen tragen keinen Pollen mehr ein und die 3. Generation müsste längst aktiv sein. Das wäre dann der dritte Ausfall von vier Ansiedlungen.
Bei den Ackerhummeln gibt es die 2. Generation Arbeiterinnen, doch die Sammlerinnen sind kleiner als die der 1. Brut, offenbar Tribut an das sehr schlechte Wetter Anfang Mai und dass von den ursprünglichfünf Erstlingsarbeiterinnen zwei sehr schnell verschollen waren.
Ich hoffe dass das gute Wetter zusammen mit dem Überangebot an Nahrung wenigsten den noch verbliebenen Völkern hilft, denn so wenig Hummeln wie dieses Jahr hat es hier Ende Mai schon lange nicht mehr gegeben.

Gruß aus HH
Manfred

Re: Trauriges Bild Johann Wiedl 26.05.2005 09:18

Hallo Manfred,
deine Beobachtungen treffen auch hier bei mir am Niederrhein zu. Äußerst schwache Völker und mehrere Ausfälle.
Gruß Hans Emmerich am Rhein (NRW)

Hallo zusammen,
die Saison 2005 droht hier wirklich finster zu werden. Das ERdhummelnest scheint auch am Ende zu sein, die wenigen Arbeiterinnen tragen keinen Pollen mehr ein und die 3. Generation müsste längst aktiv sein. Das wäre dann der dritte Ausfall von vier Ansiedlungen.
Bei den Ackerhummeln gibt es die 2. Generation Arbeiterinnen, doch die Sammlerinnen sind kleiner als die der 1. Brut, offenbar Tribut an das sehr schlechte Wetter Anfang Mai und dass von den ursprünglichfünf Erstlingsarbeiterinnen zwei sehr schnell verschollen waren.
Ich hoffe dass das gute Wetter zusammen mit dem Überangebot an Nahrung wenigsten den noch verbliebenen Völkern hilft, denn so wenig Hummeln wie dieses Jahr hat es hier Ende Mai schon lange nicht mehr gegeben.

Gruß aus HH
Manfred
Re: Trauriges Bild susanne 26.05.2005 14:57
Hallo Manfred,

auch hier kein besseres Bild, ich will ja nicht unken, aber das Jahr entwickelt sich wirklich nicht gut für Hummeln. Bei meinen Erdhummeln habe ich schon zwei Arbeiterinnen der ersten Generation tot auf der Polsterwolle gefunden, Nestgründung/Ansiedlung der Königin war Mitte April. Die Acker- und Steinhummeln sind superkleine Individuen, die Steinhummelarbeiterinnen sind nicht größer als die Wiesenhummelarbeiterinnen und das ist schon ganz schön klein. Von den wilden Nestern waren in letzter Zeit auch wenige Arbeiterinnen an den Blüten zu sehen. Nur die Baumhummeln sind ganz fit, zumindest nach der Zahl und Aktivität der Sammlerinnen zu urteilen.
Es scheint jetzt mit dem warmen Wetter aber etwas besser zu werden. Der Betrieb im Blumenbeet ist stärker geworden und es scheinen langsam auch mehr Individuen zu werden.
Grüße Susanne

Re: Re: Trauriges Bild Manfred 27.05.2005 07:36

Hallo Susanne,

dass mit den Baumhummeln kann ich bestätigen, sie scheinen die schlechte Witterung am besten überstanden zu haben. Von Ihnen gibt es derzeit mehr Arbeiteirnnen als von den Erdhummeln.

Gruß aus HH
Manfred

Re: Trauriges Bild Andreas B. 26.05.2005 21:38

Hallo Manfred,

bei mir in Schleswig-Holstein sieht es noch schlimmer aus. Von 7 passiv angesiedelten Königinnen sind alle verschollen, z.T. kurz vor dem Schlüpfen der ersten Generation. Ich persönlich habe hier auch noch keine einzige Arbeiterin gesehen - und ich wohne in einem kleinen Dorf - also mit viel Natur drumherum. Außerdem habe ich bisher nur sehr wenige Arten entdecken können, wobei die dunkle Erdhummel klar dominierte. Eine Gartenhummel z.B. habe ich bis heute noch nicht gesehen. Viel schlimmer hätte es m.E. nicht kommen können.

Viele Grüße aus SE.

Andreas

Re: Trauriges Bild Stefan Lennertz 26.05.2005 21:59

Bei uns sieht es mit Nachwuchs ebenfalls sehr schecht aus. Bis auf ein paar kleine Steinhummeln, von denen ich nicht weiss woher sie kommen.
An meinen Nestern habe ich trotz des sehr schönen Tages keinen Flugverkehr mehr feststellen können.
Ab und an noch eine Ackerhummel, ansonsten rein gar nichts. Erdhummeln, bisher am häufigsten vertreten, sind gar nicht mehr zu sichten.

Ein wirklich Düsteres Bild, gerade weil die Blüten die viel Pollen liefern und in denen letztes Jahr die Hölle Los war, wie Wildrose und auch Spitzwegerich, nicht eine einzige Hummel beobachtet werden konnte. Da stellt sich die Frage
ob bei jetzt noch gegründeten Nestern die Vegetation nicht schon zu weit vorgeeilt ist.

Gruß,
Stefan

Re: Re: Trauriges Bild susanne 27.05.2005 09:25
Da stellt sich die Frage
ob bei jetzt noch gegründeten Nestern die Vegetation nicht schon zu weit vorgeeilt ist.

Hallo Stefan,
ich glaub nicht, dass die Hummeln, die spät gegründet haben, jetzt Probleme bekommen. Der Tisch ist jetzt ja reich gedeckt und bleibt das auh noch eine Weile. Zudem haben sie ja (leider) wenig Konkurrenz an den Blüten.
In meinem Garten schaffen die paar Summer zur Zeit mit Sicherheit nicht den Nektar weg, den die Blumen anbieten.
Gruß Susanne>

Re: Trauriges Bild Angelika L. 28.05.2005 23:05
Auch bei mir sieht´s nicht so gut aus. Bei meinen Erdhummeln ist fast gar kein Flugverkehr. Von den vier erstgeborenen Arbeiterinnen fand ich eine tot und gestern krabbelte eine schlapp und zerrupft aussehend vor dem Flugloch herum. Eine Arbeiterin der zweiten Generation sah ich heute 1x einfliegen.

Hatte heute mal hineingeschaut, aber außer vier Honigtöpfen nichts gesehen. Da die eine Arbeiterin gerade in diesem Moment zurückkam, habe ich nicht weiter geguckt. Aber bei einer Nestgründung Ende März müßte doch wohl viel mehr los sein.
Mein zweiter Hummelkasten von Bienenhotel ist von einer Hornisse besiedelt, wie ich heute feststellte. Davon bin ich garnicht so begeistert, zumindest nicht hier im Garten. Ich werde Melanie fragen, ob ich den Kasten einfach umsetzen kann.
Grüße, Angelika L.

Re: Re: Trauriges Bild PS Angelika L. 28.05.2005 23:08
PS: Das mit den Baumhummeln kann ich auch bestätigen. Wir haben wieder ein Nest in der Hausisolierung und da geht´s richtig rund! Angelika
Re: Re: Trauriges Bild Johann Wiedl 29.05.2005 11:15

Hallo Angelika,
das-mit der Hornisse im Hummelkasten ist kein Grund für Aufregung. Hornissen sind äußerst friedfertige Tiere. Du wirst mit ihnen gut auskommen. Sie belästigen sicher keinen.
Gruß Hans

>Auch bei mir sieht´s nicht so gut aus. Bei meinen Erdhummeln ist fast gar kein Flugverkehr. Von den vier erstgeborenen Arbeiterinnen fand ich eine tot und gestern krabbelte eine schlapp und zerrupft aussehend vor dem Flugloch herum. Eine Arbeiterin der zweiten Generation sah ich heute 1x einfliegen.
Hatte heute mal hineingeschaut, aber außer vier Honigtöpfen nichts gesehen. Da die eine Arbeiterin gerade in diesem Moment zurückkam, habe ich nicht weiter geguckt. Aber bei einer Nestgründung Ende März müßte doch wohl viel mehr los sein.
Mein zweiter Hummelkasten von Bienenhotel ist von einer Hornisse besiedelt, wie ich heute feststellte. Davon bin ich garnicht so begeistert, zumindest nicht hier im Garten. Ich werde Melanie fragen, ob ich den Kasten einfach umsetzen kann.
Grüße, Angelika L.
Re: Re: Re: Trauriges Bild Angelika L. 30.05.2005 19:59
Hallo Angelika,
das-mit der Hornisse im Hummelkasten ist kein Grund für Aufregung. Hornissen sind äußerst friedfertige Tiere. Du wirst mit ihnen gut auskommen. Sie belästigen sicher keinen.
Gruß Hans

Hallo Hans, habe mich in die Hornissenbiologie eingelesen und meinen ersten "Schrecken" überwunden. Der Kasten wird ihr sicher bald zu klein werden, denn er beherbergt ja noch den Innenkarton. Sie scheint schon Larven zu haben, denn sie schleppt jede Menge Beute heran. Grüße, Angelika L.

Re: Trauriges Bild Thomas 03.06.2005 09:32

Hallo,

habe gestern mal wieder Kontrolle bei den Wiesenhummeln gemacht, da sah es auch nicht so gut aus. Die Arbeiterinnen der 1. Generation waren alle tot, von den nachfolgenden größeren waren nur ca. 3-4 im Nest, Abends so gegen 20:30.
Schien mir arg wenig, Königin ist noch da.
Erholt sich so ein Nest oder geht es vorzeitig ein?
Dafür habe ich gestern ein Hornissennest im Vogelkasten entdeckt. Wird sicher eng werden, habe aber keine Ausweichmöglichkeit.

Grüße
Thomas

Re: Trauriges Bild susanne 03.06.2005 10:02

Hallo Manfred,
gestern habe ich bei der Kontrolle meines Erdhummelnestes den Totengräber gemacht. Im Nest und in der Polsterwolle lagen 3 tote Hummeln der ersten Generation, 4 tote Hummeln der zweiten Generation (2 weitere hatte ich vor ein paar Tagen gefunden, also insgesamt 6) und drei tote Hummeln der dritten Generation. Von den letzteren zuckte eine noch ein bißchen und ich habe versucht, sie mit Zuckerwasser aufzupäppeln, sie hat auch ein wenig geschlürft ist dann aber doch gestorben. Sie wirkte gelähmt, konnte ihre Glieder nicht kontrolliert bewegen. Die erste generation ist so winzig, dass man gar nicht glauben mag, dass es Erdhummeln sind. Auch die zweite ist klein, die dritte sah dann schon aus wie richtige Hummeln.
Ich glaube, die Königin erspät zu haben. Da sie gar fast kein Fell mehr am Abdomen hat und demzufolge glänzte wie poliert dachte ich erst es sei eine Kuckuckshummel, ist es aber wohl doch nicht.
Im Nest waren auch noch ca. 10 lebende Arbeiterinnen, etliche davon noch im Silberkleid, zwei kleine Pollensammlerinnen kamen dazu. Gerade die ganz jungen waren wesentlich kleiner als die tot geborgenen Arbeiterinnen der dritten Generation, nur etwas größer als die zweite. Lebende Dritte Generation-Hummeln scheint es gar nicht mehr zu geben. Wahrscheinlich sind die bei dem Gewitter mit Starkregen am Dienstag verloren gegangen.
Sämtliche Honigtönnchen waren leer. Gefüllte Pollentönnchen waren auch nicht zu sehen.
Das ganze Nest ist klein, so groß wie eine normale Tomate, geradezu winzig im Verhältnis zu dem starken Erdhummelnest das ich letztes Jahr hatte.
Allein die Tatsache, dass ich an einem Erdhummelnest mit vierter Generation ohne Schleier ewig lange hantieren konnte, sagt eigentlich schon alles.

Ich hab alle sichtbaren Tönnchen mit Zuckerlösung gefüllt und noch einen Legostein in den Vorbau gestellt. Die Hummeln haben sich sofort auf die gefüllten Tönnchen gestürzt. Ich hoffe, sie schaffen es. Brutwaben waren ja noch da.

Grüße
Susanne

Hummelnest Marlis 26.05.2005 19:30

Wir haben in unserem Garten , in unseren Lebensbäumen .....zumindest sehe ich die Hummeln da hineinfliegen .....ein Hummelnest. Nun wollte ich wissen was ich beachten muss um die Tierchen nicht zu stören ......und mein Mann möchte Wissen ob die Hummel gefährlich für uns werden können , da sie direkt am ZAun der Terasse nisten ....nach allem was ich mir an Bildern angesehen habe sind es wohl Erdhummeln.
Ich finde es total fazinierend denTierchen beim "starten und Landen " zuzuschauen.....meine Kinder auch .....

Bis dann ...
Liebe Grüsse Marlis

Re: Hummelnest Stefan Lennertz 26.05.2005 22:11

Beobachte sie ruhig weiter, es ist in der Tat faszinierend und Ausgangspunkt für viele Hummelfans auch hier im Forum. "Gefahr" besteht nicht, obwohl eine Hummel natürlich stechen könnte, aber dafür hat sie einfach keinen Sinn.

Wietere Infos gibt natürlich auch hier auf der Homepage.

Gruß,
Stefan

Nachtrag .... Marlis 26.05.2005 19:33

Die Hummeln sind natürlich NICHT in den Lebensbäumen ,sonder im Boden darunter .....unter einer Schicht Rindenmulch ist wohl der Eingang zu ihrem Nest ;O)

Re: Nachtrag .... susanne 27.05.2005 09:49
Hallo Marlis,

das wäre auch in der Hecke gar nicht so unwahrscheinlich. Allerdings wären das dann wahrscheinlich eher Gartenhummeln.

Aber nun ist ja klar, ihr habt Erdhummeln, wahrscheinlich in einem alten unterirdischen Mäusenest.
Wenn ihr nicht auf solch wahnsinnige Ideen kommt, wie im Nest mit Stöckchen zu prookeln, direkt darüber stampfenden Square Dance zu veranstalten oder ähnliches steht der friedlichen Nachbarschaft nix entgegen.
Hummeln gehen NICHT an Marmeladenbrötchen, Säfte oder Cola, sie interessieren sich für sowas einfach gar nicht. Sie sind viel zu beschäftigt damit, Blüten zu suchen. Eure Tomaten, so ihr welche habt, werden Früchte tragen, wie noch nie (bei mmir ist das zumindets so, seit ich Hummeln habe)
Falls ihr noch keinen habt, pflanzt einen Mohn in die Nähe der Terrasse. Es ist faszinierend, den Hummeln beim rütteln und vibrieren in der Blüte zuzuhören.
Viel Spaß mit den gestreiften Damen
Susanne

Wer hat Erfahrung mit Schrägklappen (Mottensperre)? - Große Probleme! Christoph B. 26.05.2005 20:15

Wohl wissend, dass es für eine Mottensperre vielleicht schon zu spät ist, experimentiere ich mit Schrägklappen nach Jäckel. Ich habe sie gestern abend an meinem Schweglerkasten montiert, dass der neue Eingang ganz in der Nähe des neuen ist. Den ganzen Morgen beobachtete ich die Umstellung auf den neuen Eingang, wobei die Klappen nicht eingehängt waren. Manche Hummeln haben den neuen Eingang schnell, andere erst nach langem Suchen gefunden. Einige habe ich wohl sogar verloren, da sie es nicht schafften. So ganz problemlos geht das Umprogrammieren im Kopf der Hummeln doch nicht, wie oft beschrieben.
Am Nachmittag machte ich dann die beiden Klappen scharf. Die wenigen Hummeln, die aus und ein wollten, machten an der Klappe kehrt, obwohl sie mit ihren Fühlern am unteren Ende der Klappe einen Spalt erspüren konnten. Kritisch war es bei ankommenden Hummeln, sie wollten wieder wegfliegen. Nachdem ich dies verhinderte, blieb ihnen nur die Flucht nach vorn, und dann krabbelten sie unter der Klappe durch. Zu schwer sind die Klappen also nicht. Eine problemlose Annahme der Klappen kann ich nicht bestätigen. Ich bin kurz davor, ohne Klappen weiterzumachen. Kann jemand helfen?
Herzlichen Dank!

Re: Wer hat Erfahrung mit Schrägklappen (Mottensperre)? - Große Probleme! Horst 29.05.2005 11:38

Hallo Christoph B.,
ich habe zweijährige Erfahrung mit den von mir gefertigten durchbohrten, schrägen Holzklötzchen mit durchsichtigen Kunststoffklappen an kleinen Scharnieren.
Dieses Jahr ist in 12 mit derartigen Wachsmottensperranlagen ausgerüsteten Nisträumen Hummelnachwuchs (teils mit sehr kleinen Arbeiterinnen). Die Hummeln habe keine Probleme mit den Klappen.
Wenn die Wachsmottensperranlage so gefertigt wird, wie ich es in der Bauanleitung beschrieben habe, dann dürfte es keine Probleme geben.

Da ich die Klappen bereits geschlossen halte, wenn die Hummelkönigin den Nistraum angenommen hat (also bevor Nachwuchs vorhanden ist), kann ich Dir auch nicht sagen, wie sich die Arbeiterinnen verhalten, wenn die Wachsmottensperranlage erst später angebracht wird.

Gruß
Horst

Wiesenhummelnest Thomas 27.05.2005 09:58

Hallo,

hier geht es weiter mit meinen Wiesenhummeln.
Habe gestern die 2. Hummelkönigin (ich tippe auf Wald-Kuckuckshummel) aus dem Nest entfernt und mit auf unseren Ausflug zum Ammersee genommen. Dort macht sie jetzt die Gegend unsicher.
Also an die Experten - was ist das für eine Hummel die sich ins Wiesenhummelnest eingeschlichen hat?

🖼 Bild nicht mehr verfügbar
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Re: Wiesenhummelnest Thomas 27.05.2005 11:13

nach dem Vorbild Eurer Tagebücher habe ich jetzt auch so etwas angefangen, sicher nicht schlecht um später mal nachzublättern.

http://www.familiefriedrich.net/hummeln/hummeln.htm

Grüße
Thomas

Re: Re: Wiesenhummelnest Thomas 14.06.2005 11:09

Hallo,

seit dem Wochenende ist die Wiesenhummelkönigin verschwunden. Damit ist dann wohl die Saison beendet. 4-5 Arbeiterinnen sind noch da.

Grüße
Thomas

Re: Wiesenhummelnest Manfred 27.05.2005 15:30

Hallo Thomas,

wie Du schon vermutest hast, es ist eine Waldkuckuckshummel.
Ganz nebenbei: Auch alle Kuckuckshummeln stehen unter Naturschutz und gehören nicht aus einem Hummelnest entfernt.

Gruß aus HH
Manfred

Re: Re: Wiesenhummelnest Thomas 27.05.2005 16:08

überredet, nächstes Jahr darf sie bleiben.

Grüße
Thomas

Blumentopfnistkästen Thomas 27.05.2005 16:11

Hallo,

ich will nächstes Jahr zusätzlich einen Blumentopfnistkasten an geschützter Stelle aufstellen. Wie sind Eure Erfahrungen damit - als einfache Nisthilfe empfehlenswert und für welche Arten am besten geeignet?
Oder berichtet doch einfach mal wer so etwas hat und was darin wohnt!

Grüße
Thomas

Re: Blumentopfnistkästen Johann Wiedl 27.05.2005 21:13
Hallo,

ich will nächstes Jahr zusätzlich einen Blumentopfnistkasten an geschützter Stelle aufstellen. Wie sind Eure Erfahrungen damit - als einfache Nisthilfe empfehlenswert und für welche Arten am besten geeignet?
Oder berichtet doch einfach mal wer so etwas hat und was darin wohnt!

Grüße
Thomas

Hallo Thomas,
ich hatte in den vergangenen Jahren zwei Blumentopfnistkästen die mit Wiesenhummeln besetzt waren. Diese Kästen werde ich, wie auch alle Erdnistkästen, ab kommenden Jahr nicht mehr verwenden. Grund: Die Vorteile der Holzbeton- bzw. Holznistkästen überwiegen deutlich. Kästen ohne Vorbau, also Zufütterungsmöglichkeit in Notzeiten, das zeigt das diesjährige Jahr wieder, sind nicht zu empfehlen. Die Blumentopfnistkästen, auch wenn sie schattig stehen, heizen sich zu sehr auf. Eine Qual für die Hummeln.
Hans Wiedl

Re: Blumentopfnistkästen Stefan Lennertz 28.05.2005 01:30

Meiner ist ebenfalls von einer Wiesenhummel belegt,
ich glaube langrüsselige Arten nehmen eine solche Nisthilfe eher an. Die Entwicklung ist bislang mäßig, was ich aber nicht zwingend auf den Blumentopf zurückführen möchte.

Als zusätzliche Nisthilfe vielleicht besser als keine. Schauen wir mal wie es wird.

Gruß,
Stefan

Maden vor meinem Hummelkasten ?? Clausi 27.05.2005 22:06

Hallo liebe Hummelfreunde, ich habe eben diese Hummelseite gefunden und habe gleich 2 Fragen an Euch Hummelspezialisten. Ich habe in meinem Garten 2 Hummelkästen und beide sind mit Baumhummeln belegt. Ich habe jetzt vor einem Kasten und im Vorraum des Kasten kleine Maden liegen sehen, was ist denn das? Sind diese schädlich für das Hummelfolk? Und ich habe noch eine Frage, ich habe in meinem Garten Probleme mit der Rododentronzikade und deshalb Gelbsticker ( das sind Klebetafeln der Firma Neudorf ) aufgehängt sind diese schädlich für meine Hummeln oder kann ich sie hängen lassen? Ich würde mich sehr über Eure Antwort freuen. Gruß aus dem schönen Lahn Dill Kreis: Clausi

Re: Maden vor meinem Hummelkasten ?? Manfred 28.05.2005 09:24

Hallo Clausi,

bei den Maden handelt es sich um tote Larven der Baumhummeln, die diese aus dem Nest geworfen haben. Es kommt immer mal wieder vor, dass ein par Larven eingehen, da brauchst Du Dir keine Sorgen machen.

Gruß aus HH
Manfred

Re: Maden vor meinem Hummelkasten ?? Nani 29.05.2005 14:14

Wegen der Gelbtafeln brachst Du Dich nicht zu sorgen.
Im letzten Jahr lagen vor meinem mit Baumhummeln besetzten Schwegler tote Larven, aber das Volk blieb gesund.
Gruß, Nani

Hallo liebe Hummelfreunde, ich habe eben diese Hummelseite gefunden und habe gleich 2 Fragen an Euch Hummelspezialisten. Ich habe in meinem Garten 2 Hummelkästen und beide sind mit Baumhummeln belegt. Ich habe jetzt vor einem Kasten und im Vorraum des Kasten kleine Maden liegen sehen, was ist denn das? Sind diese schädlich für das Hummelfolk? Und ich habe noch eine Frage, ich habe in meinem Garten Probleme mit der Rododentronzikade und deshalb Gelbsticker ( das sind Klebetafeln der Firma Neudorf ) aufgehängt sind diese schädlich für meine Hummeln oder kann ich sie hängen lassen? Ich würde mich sehr über Eure Antwort freuen. Gruß aus dem schönen Lahn Dill Kreis: Clausi
Re: Maden vor meinem Hummelkasten ?? Unbekannt 12.03.2006 20:24
Hallo liebe Hummelfreunde, ich habe eben diese Hummelseite gefunden und habe gleich 2 Fragen an Euch Hummelspezialisten. Ich habe in meinem Garten 2 Hummelkästen und beide sind mit Baumhummeln belegt. Ich habe jetzt vor einem Kasten und im Vorraum des Kasten kleine Maden liegen sehen, was ist denn das? Sind diese schädlich für das Hummelfolk? Und ich habe noch eine Frage, ich habe in meinem Garten Probleme mit der Rododentronzikade und deshalb Gelbsticker ( das sind Klebetafeln der Firma Neudorf ) aufgehängt sind diese schädlich für meine Hummeln oder kann ich sie hängen lassen? Ich würde mich sehr über Eure Antwort freuen. Gruß aus dem schönen Lahn Dill Kreis: Clausi
Beobachtungen des Tages! Stefan Lennertz 29.05.2005 00:29

Wiesen- und Ackerhummel sind noch da, bei der Wiesenhummel auch schon Nachwuchs. Zwei der ersten Arbeiterinnen lagen Tot auf der Watte.
Des weiteren war heute auch mal wieder Betrieb an den Wildrosen( Erd- und Wiesenhummeln), und eine hektische Gartenhummel war auch an meinen Blüten.

Gruß,
Stefan

Sind Hummeln treu? Pia 30.05.2005 00:06

Hallo Hummel-Freunde,
wir haben fast jedes Jahr das Glück, in unserem Garten ein Hummelvolk zu haben - mal in der Erde direkt unter dem Kirschbaum, mal in einem alten Mäusenest unter der Terrasse. Dieses Jahr wollten wir (angeregt durch www.bombus.de) einen richtigen Hummelnistkasten aufbauen, haben aber den richtigen Zeitpunkt verpasst. Gott sei Dank haben uns die Hummeln dennoch nicht in Stich gelassen, diesmal haben sie einen ausrangierten Vogelnistkasten, der in einer Ecke des Gartens am Boden liegt, bezogen.
Ist es denn so, dass eine Jungkönigin nach dem Winterschlaf bevorzugt an ihren "Geburtsort" zurückkehrt (wie viele Vogelarten), um dort ein Nest für ihr neues Volk zu suchen?
Oder mit anderen Worten: hat man einmal ein Hummelnest, hat man sehr gute Chanchen, immer wieder eins zu haben?
Danke für Eure Antworten.

Re: Sind Hummeln treu? Stefan Lennertz 30.05.2005 10:25

So ist es!

Hallo Hummel-Freunde,
wir haben fast jedes Jahr das Glück, in unserem Garten ein Hummelvolk zu haben - mal in der Erde direkt unter dem Kirschbaum, mal in einem alten Mäusenest unter der Terrasse. Dieses Jahr wollten wir (angeregt durch www.bombus.de) einen richtigen Hummelnistkasten aufbauen, haben aber den richtigen Zeitpunkt verpasst. Gott sei Dank haben uns die Hummeln dennoch nicht in Stich gelassen, diesmal haben sie einen ausrangierten Vogelnistkasten, der in einer Ecke des Gartens am Boden liegt, bezogen.
Ist es denn so, dass eine Jungkönigin nach dem Winterschlaf bevorzugt an ihren "Geburtsort" zurückkehrt (wie viele Vogelarten), um dort ein Nest für ihr neues Volk zu suchen?
Oder mit anderen Worten: hat man einmal ein Hummelnest, hat man sehr gute Chanchen, immer wieder eins zu haben?
Danke für Eure Antworten.
Re: Sind Hummeln treu? susanne 30.05.2005 11:47
Hallo Pia,

Hummeln merken sich tatsächlich, wo sie herkommen, es gibt unterschiedlich gute Rückkehrerinnen an den alten Neststandort. Das ist wohl auch von Art zu Art verschieden und einige Hummelfans haben durchaus Probleme, wenn gleich mehrere Jungköniginnen des letzten Jahres in denselben alten Nistkasten am alten Standort einziehen wollen. Manchmal stechen die Hummeln sich dann gegenseitig tot.

Genauso wichtig für die Treue ist aber, dass an einen hummelgeeigneten Ort natürlich auch jede Menge Hummeln kommen. Sind Nachkommen aus dem letzten Jahr da, warum sollten sie woanders suchen, wenn sie den Tisch beim rauskrabbeln im Frühjahr reich gedeckt vorfinden. Euer Kirschbaum ist da wahrscheinlich schon die halbe Miete. Wenn sonst und später auch was zum schleckern da ist und ihr auch noch alte Mäusenester oder verwilderte Ecken habt, dann braucht ihr eigentlich gar keinen Nistkasten, wie ihr schon gemerkt habt.
Ist natürlich trotzdem nett so ein Ding, aber wahrscheinlich mehr für uns zum gucken als für die Hummeln.
Neben meinen zwei Nistkästen hat es bei mir auch noch wilde Nester. Diesen Hummeln kann ich nicht helfen, wenn das Wetter schlecht ist, aber sie scheinen andererseits auch ganz gut alleine klar zu kommen.
Viel Spaß mit euren "treuen" Hummeln
Susanne

Hornissen Ringo 30.05.2005 09:35

In einem meiner Schwegler-Holzbeton-Hummelnistkästen hat eine Hornissenkönigin angefangen ihr Nest zu bauen. Ist eine Umsiedelung aus Platzgründen ratsam?

Re: Hornissen susanne 30.05.2005 11:49
Hallo Ringo,

ich glaube nicht, die Hornissen bilden von selbst Satellitennester wenn es ihnen zu eng wird. Aber frag mal bei www.hymenoptera.de nach. Die kennen sich mit Hornissen und Wespen besser aus.
Gruß Susanne

Steinhummelnachwuchs ohne Königin Michel 30.05.2005 16:46

Mein erstes Steinhummelvolk hat 8 Arbeiterinnen hervorgebracht. Jedoch konnte ich heute bei mehreren Inspektionen nie die Königin beobachten. Scheinbar ist ihr in letzter Minute noch etwas zugestoßen. Falls sie bis heute Abend nicht daheim sein sollte, werde ich versuchen, das königinnenlose Nest mit einem weiteren Steinhummelnest (noch keine Arbeiterinnen) zu vereinen, um wenigstens ein starkes Steinhummelvolk dieses Jahr zu erhalten.

Die Wiesenhummeln haben etwa 20 Arbeiterinnen und zahlreiche neue Kokons. Neben der Wiesenhummelkönigin wollte sich gerade die Waldkuckuckshummel darin breit machen. Sofort habe ich sie entfernt und in 6 km Entfernung freigelassen. Leider ist dieser Kuckuck hier sehr häufig und übertrifft die Anzahl der Wirtsvölker bei Weitem. Daher muss es nicht sein, dass auch noch mein Volk parasitiert wird.

Soweit die Neuigkeiten.

Viele Grüße
Michel

Re: Steinhummelnachwuchs ohne Königin Michel 30.05.2005 21:17

Mittlerweile hab ich noch mehrfach nachgeschaut und die fehlende Steinhummelkönigin nicht mehr entdeckt. Da immerhin 9 Arbeiterinnen aus der ersten Generation hervorgegangen sind, habe ich die jungsten 3 Arbeiterinnen (noch weißlich) der noch allein lebenden Steinhummelkönigin aus dem Nachbarkasten zugesetzt, um die Gefahr zu minimieren, das auch ihr noch was zustößt. Diese haben sich gut vertragen und die adoptierten Arbeiterinnen unterstützen die Königin beim bebrüten der Puppen. Zudem werden diese bald ausfliegen und somit die Königin weiter entlasten. Die anderen 6 Arbeiterinnen habe ich im verwaisten Nest gelassen, damit diese dort die noch vorhandenen Larven versorgen.

Ist schon irgendwie ärgerlich, dass die Steinhummelkönigin so kurz vorm Ziel noch verschollen ist.

Viele Grüße
Michel

stimmt es wirklich? sandra 30.05.2005 17:30

hallo!
ich habe mal gehört, dass hummelweibchen und hummelmännchen ihren partner nicht verlassen und ihm treu bleiben. ich weiß leider nichts über hummeln, würde aber trotzdem gerne wissen, ob das stimmt.
viele grüße, sandra

Re: stimmt es wirklich? Johann Wiedl 30.05.2005 17:49

Hallo Sandra,
lies dich bitte einmal in die Seiten dieser Homepage ein, und du wirst vieles erfahren. Dann wirst du sehen, von Treue keine Spur. Die Männchen (Drohnen) sterben kurz nach ihrer Pflicherfüllung.

Grüße Hans

hallo!
ich habe mal gehört, dass hummelweibchen und hummelmännchen ihren partner nicht verlassen und ihm treu bleiben. ich weiß leider nichts über hummeln, würde aber trotzdem gerne wissen, ob das stimmt.
viele grüße, sandra