Beiträge aus 2004

Neue Verordnung bedroht Hummeln susanne 06.08.2004 10:00

Hallo allerseits,
eine neue Verordnung des Verbraucherministeriums von Frau Künast bedroht (wahrscheinlich unbeabsichtigt) die Hummeln der freien Feldflur. Die Aktion Hummelschutz hat daher einen Serienbrief vorbereitet, den Hummelfreunde an Frau Künast und auch an die Ministerpräsidenten und Fachminister ihrer Länder schicken können. Der VO-Entwurf soll im September im Bundesrat abgestimmt werden.
Der Brief klärt über die fachlichen Zusammenhänge auf und regt an, den entscheidenden Satz aus der VO zu streichen. Nähere Info bekommt ihr unter www.aktion-hummelschutz.de

Bitte informiert euch und beteiligt euch an der Aktion, wenn ihr die Argumente überzeugend findet.

Grüße
Susanne

Mundwerkzeuge der Hummel Gesine 06.08.2004 19:03

Hallo,
heute war bei uns in der Zeitung ein Artikel "Hummeln streben wie die Fliegen" (Schwäbische Zeitung). In diesem Zusammenhang wurde auf die toten Hummeln unter den Linden hingewiesen. Dies wurde darauf zurück geführt, dass die Hummeln schon vollkommen erschöpft zu dieser letzten Nahrungsquelle gelangt seien und vor lauter Erschöpfung sterben.
Kann es nicht mit den Mundwerkzeugen der Hummeln im Zusammenhang stehen, dass der Rüssel zu kurz ist, um an der Nektar zu gelangen?

Gesine

Re: Mundwerkzeuge der Hummel susanne 09.08.2004 11:14
Hallo Gesine,

schön dass die schwäbische Zeitung so gut berichtet und nicht mehr den überholten Stand von den "giftigen" Linden verbreitet. Ich denke nicht, dass es an den kurzen Rüsseln liegt, denn die Hummeln trinken ja an den Linden, es ist nur nicht genug Nektar da für alle, besonders wenn es auch noch trocken ist.
Wie kommst Du darauf? Hast du dazu eine interessante Beobachtung gemacht?
Grüße
Susanne

ohne Titel Pia 08.08.2004 10:53

Hallo,
wir haben in diesem Sommer ein Erdhummelnest
unter der Terrasse. Seit einigen Tagen beobachten
wir immer wieder besonders "schwerfällige" Hummeln, die versuchen, hochzukommen, aber es
nicht schaffen. Wenn wir Ihnen, z.B. mit einer
Zeitung, etwas Hilfestellung geben, schaffen sie
es dann doch, in einem hohen Bogen davonzufliegen.
Woher kommt diese "Schwere"?
Unsere Katze hat bereits einige der Schwerfälligen gefangen und gefressen. Kann ihr das gefährlich werden (durch Stechen)?
Ich würde mich freuen, wenn mir jemand diese Fragen beantworten kann.
Viele Grüße
Pia

Re: ohne Titel susanne 09.08.2004 11:08
Hallo Pia,

Deine Katze kann allerdings gestochen werden, selbst die friedlichste Hummel wehrt sich evtl. wenn sie gefressen wird.
Die "Schwere" kann ich mir auch nicht so recht erklären.
Sind die Hummeln eher sehr groß? Dann sind es vielleicht (neue) Jungköniginnen, die das Starten noch lernen müssen.
Passiert das morgens bzw. bei (relativer) Kälte? dann sind sie vielleicht noch nicht richtig auf Start-Themperatur.
Ist aber alles nur geraten, mal sehen, was den anderen noch so als Erklärung einfällt.
Grüße
Susanne

Re: ohne Titel Alex 09.08.2004 21:09

Hallo Pia,

es handelt sich dabei vermutlich um Jungköniginnen, die das Fliegen noch nicht so ganz einwandfrei beherrschen.

Ich hatte einmal Steinhummeln, die viele Jungköniginnen hervorbrachten. Da sie allerdings noch nicht so richtig starten konnten war ich tagelang damit beschäftigt, immer wieder notgelandete "Brummer" im Rasen aufzusammeln und zum Nest zurückzubringen.

Du solltest versuchen zu verhindern, daß Deine Katze die Hummeln frißt. Zum einen ist es nicht gut für ihn - zum anderen für die Hummeln! Schließlich ist es nicht Sinn und Zweck eines Hummelvolkes Katzenfutter zu produzieren!

Alles Gute,

Alex

Re: Re: ohne Titel susanne 10.08.2004 13:23
Hallo Alex,

das ist ja eigentlich ganz witzig, der Hummelfreund - in gebückter Haltung über den Rasen eilend und sein Brut behütend ;-))))
Gut dass meine Hummeln bisher fliegen konnten, sonst hätte ich noch mehr Spott des Freundeskreises zu erwarten.

Komisch im Sinne von erstaunlich ist es aber schon, dass die nicht richtig fliegen können, oder?
Ich hatte diesen Sommer eine notgelandete Gartenhummelkönigin auf der Straße aufgesammelt. Die schien allerdings nur die letzte Tankstelle vor der Ausfahrt verpasst zu haben.

Re: ohne Titel Michel M. 10.08.2004 17:32

Wirklich merkwürdig,

letzte Woche hatte ich auch so einige "Flugfaule", bei schönstem Wetter.
Alles gesund aussehende, runde Jungköniginnen. Sie wackeln durchs Laub und oder hängen schon mal tollpatschig mit einem Bein an einem Blatt, ohne ans Fliegen zu denken.
An Futter waren meine allesamt nicht interessiert.

Wenn man sie eine zeitlang "ärgert", ändert sich das Verhalten. Plötzlich werden sie putzmunter und gehen ab, wie Schmitts Katze.
Ab wann läuft eigentlich das Winterprogramm (Verbuddeln und Warten)?
Von daher tät die Flugträgheit ja Sinn machen.

Grüße

Michel M.

Hallo,
wir haben in diesem Sommer ein Erdhummelnest
unter der Terrasse. Seit einigen Tagen beobachten
wir immer wieder besonders "schwerfällige" Hummeln, die versuchen, hochzukommen, aber es
nicht schaffen. Wenn wir Ihnen, z.B. mit einer
Zeitung, etwas Hilfestellung geben, schaffen sie
es dann doch, in einem hohen Bogen davonzufliegen.
Woher kommt diese "Schwere"?
Unsere Katze hat bereits einige der Schwerfälligen gefangen und gefressen. Kann ihr das gefährlich werden (durch Stechen)?
Ich würde mich freuen, wenn mir jemand diese Fragen beantworten kann.
Viele Grüße
Pia
Schaukasten für Hummelunterricht susanne 12.08.2004 14:42

Hallo allerseits,
für Hornissen gibt es sowas schon, aber kennt jemand auch einen funktionierenden Hummel-Schaukasten?
Ich bin auf der Suche nach einer Bauanleitung für einen Kasten, in den Kinder im Rahmen des Naturkundeunterrichts reinschauen und "in echt" interessante Einblicke ins Hummelleben bekommen können.
Wer weis was dazu?????

Der Kasten / die Kästen soll demnächst in der Schulwerkstatt (also von Profis) gebaut und im nächsten Jahr aufgestellt werden.

Gruß Susanne

Re: Schaukasten für Hummelunterricht Harry Abraham 16.08.2004 12:45

Hallo Susanne, ich hoffe Du beschuldigst mich nicht der Kommerzionalisierung des Forums, aber wenn Du unter http://www.hymenoptera.de/nuke/html/modules.php?set_albumName=album03&op=modload&name=gallery&file=index&include=view_album.php
nachschaust wirst Du den Schaukasten für Hummeln entdecken, den ich vor Jahren gebaut habe und die Hummeln sehr gut beobachten konnte. Allerdings bauen Hummeln ja in Kugelform, wenn sie genügend Nistmaterial haben. Falls du das Nestinnere beobachten willst, musst Du ihnen das Nistmaterial nach der Nestgründung entziehen. Gute Klimatisierung ist eine Voraussetzung, da Schwitzwasser immer eine grosse Gefahr für das Hummelnest ist. An der Uni Düsseldorf wurde solch ein Nistkasten aus Plexiglas mit Gängen gebaut. Allerdings wurden hier andere Dinge erforscht, als nur die reine Beobachtung.
Mit freundlichem Gruss
Harry

Re: Re: Schaukasten für Hummelunterricht susanne 16.08.2004 14:20
Hallo Harry,

danke für den tollen Tipp, die Bilder sind beeindruckend. Du hast dir ja eine Menge Mühe gemacht mit Deinen Nistkästen. Ist das Hobby oder forschst Du am "Objekt Hummel"? Die Hummeln haben die Cola-Flasche dann ja regelrecht "überwachsen" oder?
Wie müssen denn die Klimawerte in so einem Nest optimal sein?
Denkst Du, dass das auch ohne bzw. mit wenig Polsterwolle geht? Die Kids sollen ja möglichst gut ins Nest schauen und den Betrieb dort erleben können.

Grüße
Susanne

Re: Re: Re: Schaukasten für Hummelunterricht Harry Abraham 16.08.2004 15:22

Hallo Susanne,
soviel ich weiss wurden in der Uni-Düsseldorf Attrappenversuche mit blütennaiven Hummeln zum Nachweis angeborener Verhaltensreaktionen auf Blütensignale durchgeführt.
Hierzu benutzte man diesen "Schaukasten" um das Verhalten besser beobachten zu können. Allerdings hat man durch Sonneneinstrahlung bei diesen durchsichtigen Kästen auch zwangsläufig das Problem der Schwitzwasserbildung. Die Temperatur hierbei ist wohl zweitrangig.
Diese Nester waren ganz ohne Polsterwolle. Solche Versuche lassen sich wohl besser im Labor durchführen.
Ideal für Deinen gewünschten "Schaukasten" wäre so ein abgedunkelter Raum wo die Hummeln durch eine Aussenwand in diesen durchsichtigen Kasten aus Macrolon oder PVC gelangen können. Nach der Nestgründung solltest Du den Deckel gegen ein Fliegengitter aus Metall austauschen um diese Schwitzwasserbildung zu verhindern. Die Temperatur im Raum sollte möglichst um 25°C sein.
Die "Schauseite" des Kastens sollte zwei PVC Scheiben haben, da sie zwischendurch gereinigt werden müssen um den "Durchblick" zu erhalten.
Man muss viel ausprobieren und ich lerne auch immer noch dazu. So einfach wie bei Bienen, Wespen und Hornissen ist das mit Hummeln leider nicht, da sie doch immer bemüht sind eine geschlossene Hülle um ihr Nest zu bauen.
Werde versuchen Bilder von diesem Schaukasten aufzutreiben.
Mit freundlichem Gruss
Harry

Re: Re: Schaukasten für Hummelunterricht susanne 16.08.2004 14:28

Hallo Harry,
was ich in der ersten Antwort/Nachfrage vergaß: was untersucht die Uni Düsseldorf denn in ihrem Plexiglaskasten?? Gibt es den noch?
Gruß Susanne

Danke und wie ist das mit dem Kompost? Pia 14.08.2004 22:40

Hallo und danke für die Antworten auf meine Frage zu den "schwerfälligen". Ich bin sicher, es handelt sich um Jungköniginnen, denn - wie Susanne schon vermutet - alle Hummeln sind auffällig groß.
Ich habe mich gefreut, auf diese Homepage zu stoßen. Sie hat uns mehrere Fragen beantwortet, z.B. die Frage, ob sie nun stechen oder nicht. Sie können es also, tun es aber selten, und wenn, dann ist es nicht so schlimm. Gut zu wissen, wenn sie im Tiefflug über den Frühstücktisch schweben.
Aber es stellt sich auch eine neue Frage. Man soll den Kompost nicht umschichten? Gar nicht, oder nur zu bestimmten Zeiten? Wir haben Kompost, der selten umgeschichtet wird (mehr so aus Faulheit). Aber ab und wann muss er ja bewegt bzw. verteilt werden. Lieber gar kein Kompost???

Re: Danke und wie ist das mit dem Kompost? Angelika L. 15.08.2004 22:10

Ich würde den Kompost ab August nicht mehr umschichten - bis zum Frühjahr. Es könnte ja sein, daß dort Hummelköniginnen überwintern. Grüße, Angelika L.

Unwissenheit Angelika L. 15.08.2004 22:16

Bei uns in der Nähe ist Kirmes. Viele Insekten fliegen dort herum. Plötzlich in der Menge großes Geschrei. Eine Hummelkönigin saß auf jemandes Bein.
Ein richtiger Brummer, eine helle Erdhummelkönigin, wunderschön. Ich konnte sie gerade noch davor retten, zertreten zu werde. Die Leute haben mich angeschaut wie ein Alien, als ich sie auf meine Hand nahm und den Arm hochkrabbeln ließ. Ich brachte sie dann in den nahen Wald.

Gibt´s irgendwo Faltblätter, die man bekommen könnte und zur Info unter die Leute bringen kann? Zum Beispiel von Nabo oder so? Weiß jemand da etwas?

Grüße, Angelika L.

Re: Unwissenheit Angelika L. 15.08.2004 22:18
Bei uns in der Nähe ist Kirmes. Viele Insekten fliegen dort herum. Plötzlich in der Menge großes Geschrei. Eine Hummelkönigin saß auf jemandes Bein.
Ein richtiger Brummer, eine helle Erdhummelkönigin, wunderschön. Ich konnte sie gerade noch davor retten, zertreten zu werde. Die Leute haben mich angeschaut wie ein Alien, als ich sie auf meine Hand nahm und den Arm hochkrabbeln ließ. Ich brachte sie dann in den nahen Wald.

Gibt´s irgendwo Faltblätter, die man bekommen könnte und zur Info unter die Leute bringen kann? Zum Beispiel von Nabo oder so? Weiß jemand da etwas?
NABU ist gemeint.
Grüße, Angelika L.
Re: Unwissenheit Stefan Lennertz 16.08.2004 13:38

Hallo Angekika,

hier gibt es zumindest Flugblätter.

http://www.aktion-hummelschutz.de/schutz/index.html

Dann kannst Du dich ja auch direkt an der Aktion gegen das Mähen und Mulchen beteiligen, falls noch nicht geschehen.

Gruß,
Stefan

Re: Re: Unwissenheit susanne 16.08.2004 14:24
Hallo Stefan,

oh, ich bin begeistert, Du hast also den Hinweis gelesen und schon abgesendet, Prima.
Wenn man so vor diesen PC-Kisten sitzt und keinen sieht kann man ja nie wissen, ob der Stein nun Wellen macht, den man ins Wasser schmeißt.

Re: Re: Re: Unwissenheit Angelika L. 16.08.2004 19:05

Ja danke euch- Gruß, Angelika

Re: Re: Re: Unwissenheit Stefan Lennertz 16.08.2004 23:05

Nicht nur ich, meine Kollegen und Bekannten habe ich auch darauf angesprochen. Oder anders rum, wenn mich mal wieder einer dabei beobachtet wie ich nach dem Rasenmähen die mir bekannten Hummelnester aufsuche.

Gruß,
Stefan

> Hallo Stefan,
oh, ich bin begeistert, Du hast also den Hinweis gelesen und schon abgesendet, Prima.
Wenn man so vor diesen PC-Kisten sitzt und keinen sieht kann man ja nie wissen, ob der Stein nun Wellen macht, den man ins Wasser schmeißt.
Erfahrungsbericht über Pendeltüren Rolf Brechtel 17.08.2004 12:08

Hallo!
Ich hatte heuer 1 Erdhummelvolk und 4 Steinhummelvölker in 2 Schwegler- und 3 Eigenbaukästen. Alle Kästen waren mit Pendeltüren ausgerüstet um sie vor Wachsmotten zu schützen. Die Erdhummel und 3 Steinhummeln hatten starke Völker hervorgebracht, nur ein Steinhummelvolk war nicht besonders stark. Woran es gelegen hat, kann ich nicht sagen. Alle Völker hatten Königinnen hervorgebracht, nur bei dem mickrigen Steinhummelvolk weiß ich das nicht mit Bestimmtheit. Hier konnte ich nur Drohnen beobachten, hoffe jedoch, daß auch Königinnen da waren.
In 2 Kästen waren trotz Pendeltüren Wachsmotten. Ich konnte sie fangen und aus den Kästen entfernen. Sie waren so spät in die Kästen gelangt, daß sie keine Schäden mehr anrichten konnten. In einem Kasten waren überhaupt keine Maden, im anderen kommen jetzt die ersten kleinen Maden zum Vorschein, aber es gibt dort ja keine Hummeln mehr. Ich kann mir das Eindringen der Wachsmotten in die Hummelkästen nur dadurch erklären, daß die Pendeltürchen zu leicht beweglich waren um den Hummeln das Ein- und Ausgehen zu erleichtern, schon ein Windstoß brachte sie in Bewegung. Aber trotzdem waren die Türchen ein Erfolg. Alle Völker blieben mottenfrei und brachten ihren Königinnen hervor. Mir blieb das abendliche Schließen der Türen an den Hummelkästen erspart.
Viele Grüße
Rolf Brechtel

Re: Erfahrungsbericht über Pendeltüren Horst 17.08.2004 20:15

Hallo Rolf,
leider hatte ich im letzten Jahr keine guten Erfahrungen mit den Pendelklappen gemacht. Häufig klemmte herausgetragenes Nistmaterial oder tote Hummellarven unter den Klappen, so dass sie nicht mehr richtig schlossen. Wachsmottenlarven hatte ich daher in einigen Kästen.

Gruß
Horst

Re: Erfahrungsbericht über Pendeltüren susanne 18.08.2004 10:59
Hallo Rolf,

mir ging es dieses Jahr ähnlich wie Horst, ich habe die Pendeltüren wieder rausgenommen, weil sie ständig verstopften und dann klemmten. Ich konnte nie "ruhigen Gewissens" alles ein paar Tage sich selbst überlassen. Wie hast du das gelöst, oder haben Deine Hummeln nicht so "gemüllt"?
Wachsmotten konnte ich durch sprühen mit Baz.thur. verhindern. Die beiden Hummelvölker leben immer noch, wenn auch mit deutlich reduziertem Flugbetrieb.

Grüße
Susanne

Re: Re: Erfahrungsbericht über Pendeltüren Rolf Brechtel 18.08.2004 12:29

Hallo Susanne!
Ich habe meine Pendeltürchen so montiert, daß vor dem Kasten mit den Türen ein weiterer, kleiner Kasten kam. Der Durchgang vom einen Kasten zum anderen ging durch ein Loch von ca. 2 cm Durchmesser. Dieses Loch war nicht in Bodenhöhe, sondern ca. 2 cm in der Höhe. Der angefangene Müll sammelte sich vor diesem Loch und konnte so von Zeit zu Zeit entfernt werden. Die Pendeltüren blieben daher von Sperrmaterial verschont und schlossen immer schön ab.
Mein Motteneinfall kann ich mir nur so erklären, daß die Türen zu leicht gängig waren und die Motten bei Windstössen den sich öffnenten Spalt genutzt haben. Aber es ging ja schließlich doch noch alles Gut.
MfG
Rolf Brechtel

Letzte Erdhummeln Manfred 19.08.2004 11:50

Hallo zusammen,

jetzt geht auch das Erdhummelvolk seinem Ende entgegen. Seit 2 Tagen gibt es keine Sammlerinnen mehr und daher werden die verbliebenen 5 Stockhummeln wohl in Kürze verhungern. Sie sitzen nur noch träge auf den leeren Waben, die mit Milben verseucht sind. Der noch vorhandene Honigvorrat ist fast aufgebraucht.
Damit ist die insgesamt erfolgreiche Hummelsaison 2004 bei mir beendet.

Gruß aus HH
Manfred

Re: Letzte Erdhummeln susanne 19.08.2004 13:58
Hallo Manfred,

können Stockhummeln "umschulen" und selber auf Sammeltour gehen? Vielleicht treibt der Hunger sie ja raus, berichte doch dann bitte darüber.

Grüße
Susanne

Re: Re: Letzte Erdhummeln Michel 19.08.2004 21:34

Bei meinen Wiesenhummeln konnte ich beobachten, dass die letzten Stockhummeln schließlich doch ausgeflogen sind, um sich selbst zu versorgen. Da sie keine Brut mehr im Nest hatten und schließlich bald sterben würden, haben sie die letzten Tage scheinbar genossen und den ganzen Tag im freien verbracht und sind nur nachts wieder ins Nest zurückgekehrt.

Viele Grüße
Michel

Wachsmotten Dirk 21.08.2004 21:55

Hallo,

ich hatte dieses Jahr meine beiden Hummelvölker prophylaktisch mit B.t. behandelt. Allerdings hatte ich nicht gespritzt sondern zum Anfang der Saison das Pulver in die Nester gestreut. Ich hatte die vergangenen Jahre bei meinen Nestern immer Wachsmottenbefall. Um so größer war meine Freude als ich vor ein paar Tagen die verlassenen aber intakten Nester vorfand. Nicht die kleinste Wachsmottenlarve war zu entdecken. Ich hatte dieses Jahr Falter in den Nestern entdeckt, sowohl lebende als auch tote. Es waren also definitiv Motten in den Kästen und sie haben mit Sicherheit auch Eier gelegt. Falls es reicht das Pulver prophylaktisch in die Nester zu geben wäre das im Gegensatz zum spritzen nicht zu unterschätzen. Die Nester müßten nicht mehr aufwendig freigelegt werden, was für Mensch und Hummeln ein entscheidender Vorteil wäre. Im Nachhinein wollte ich mich bei Balthasar bedanken, von dem ich den Tipp mit dem Pulver hatte.

Gruss Dirk

Re: Wachsmotten Horst 22.08.2004 10:46

Hallo Dirk,
es ist schön, dass Deine beiden Hummelvölker wachsmottenlarvenfrei waren. Leider ist das noch keine Aussage zu einer Wachsmottenabwehr. Manche Jahre hatte ich keinen Wachsmottenbefall bei mehr als 10 Völkern, dann wieder sehr starken Befall. Ich behandel die Völker mit keinem käuflichen Mittel. Eine endgültige Aussage zur Bekämpfung von Wachsmotten kann man erst machen, wenn man über mehrere Jahre bei einer großen Anzahl von Hummelvölkern keinen Wachsmottenbefall mehr hat. Übrigens, ich bin kein Freund von Eingriffen und Störungen in Hummelvölker mit toxischen Mitteln.

Gruß
Horst

Re: Re: Wachsmotten Dirk 22.08.2004 19:34

Hallo Horst,

Leider ist das noch keine Aussage zu einer Wachsmottenabwehr

Du hast sicherlich recht mit deiner Aussage, ich hatte aber die letzten Jahre immer Wachsmotten. Außerdem hatte ich ja auch dieses Jahr die Falter in meinen Kästen und ich gehe davon aus das sie auch Eier legen wenn sie schon mal in ein Hummelnest eindringen.

Eine endgültige Aussage zur Bekämpfung von Wachsmotten kann man erst machen, wenn man über mehrere Jahre bei einer großen Anzahl von Hummelvölkern keinen Wachsmottenbefall mehr hat.

Du hast natürlich Recht, ich werde den Versuch ja auch über mehrere Jahre fortführen um eine endgültige Aussage treffen zu können.

ich bin kein Freund von Eingriffen und Störungen in Hummelvölker mit toxischen Mitteln.

Eine löbliche Einstellung, aber ich glaube B.t. ist neben den mechanischen Abwehrmaßnahmen eine sichere biologische Alternative. Bacillus thuringiensis ist ein Bodenbakterium was in unserer Flora und Fauna vorkommt. Die Bakterien bilden ein Protein, das bei bestimmten Fraßinsekten in eine giftige Variante umgewandelt wird und den Darm der Insekten zerstört. B.t. – Präparate sind übrigens auch im Ökologischen Landbau zugelassen.

Gruss Dirk

Re: Re: Re: Wachsmotten Harry Abraham 23.08.2004 10:53

Hallo Dirk,

bravo, endlich mal was neues, was man ausprobieren kann. Die Sache mit den Pendeltüren
hatte ich auch schon ausprobiert, ebenso das
sprühen in die aufgebrochene Nesthülle.
Alle Massnahmen waren bis jetzt sehr aufwendig und störend für die Hummeln.
Danke für den Tipp, werde es probieren.
MfG Harry

Re: Re: Re: Re: Wachsmotten Unbekannt 16.07.2005 16:31
Hallo Dirk,

bravo, endlich mal was neues, was man ausprobieren kann. Die Sache mit den Pendeltüren
hatte ich auch schon ausprobiert, ebenso das
sprühen in die aufgebrochene Nesthülle.
Alle Massnahmen waren bis jetzt sehr aufwendig und störend für die Hummeln.
Danke für den Tipp, werde es probieren.
MfG Harry
Re: Wachsmotten Alex 22.08.2004 16:21

Hallo Dirk,

das hört sich ja sehr interessant an!

Wieviel Pulver hast Du denn in einen Kasten verstreut? Und wo hast Du es verstreut, überall in der Wolle oder irgendwo konzentriert?

Ich werde das dann wohl nächstes Jahr auch mal ausprobieren!

Danke für den Tipp,

Alex

Re: Re: Wachsmotten Dirk 22.08.2004 19:30

Hallo Alex,

da das ganze ein Erstversuch war, habe ich vorsichtshalber circa 1 Tüte pro Nest verwendet. Das Pulver habe ich auf der ganzen Wolle verteilt, vor allem aber im Nestbereich. Die Hummeln verteilen das ganze dann sowieso im Kasten. Die genaue Dosierung wird man wahrscheinlich nur durch Probieren herausbekommen.

Guss Dirk

Re: Re: Re: Wachsmotten Angelika L. 23.08.2004 22:10

Ui, das ist aber eine ganze Menge, denn beim Versprühen soll man doch nur eine minimale Menge nehmen. Hat dies deinen Völker denn nicht geschadet?
Grüße, Angelika Berg.Land

Re: Re: Re: Re: Wachsmotten Dirk 24.08.2004 18:29

Hallo Angelika,

Den Hummeln hat die hohe Dosierung nicht im geringsten geschadet. Ich habe die Dosierung so hoch gewählt weil ich Bedenken hatte das, das Bakterium sonst nicht gleichmäßig im Nest verteilt wird.

Gruss Dirk

Re: Re: Re: Re: Re: Wachsmotten Alex 24.08.2004 21:17

Hallo Dirk,

vermutlich haben sich die Bazillen im Nest erst langsam freigesetzt und nicht sofort, wie es beim Anrühren der Brühe der Fall ist. Die Luftfeuchtigkeit im Nest ist zwar hoch, aber wohl doch zu niedrig, als daß das ganze Pulver sofort wirkt. Daher hattest Du wohl auch Erfolg: es war genug "Stoff" da, der im Laufe des Sommers langsam wirkte.

Auf jedenfall ein kleiner Lichtblick am düsteren Wachsmotten-Himmel ;) Ich werde das bestimmt ausprobieren!

Alex

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Wachsmotten Angelika L. 25.08.2004 19:15
Ich auch, wenn ich denn endlich mal Hummeln in meinem Nistkasten ansiedeln kann. Jetzt hatte ich schon zwei Sommer Pech und in der neuen Hausverkleidung war dieses Jahr auch nichts los.

Dafür haben wir in unmittelbarer und direkter Umgebung acht Wespennester gezählt. Soviele hatten wir noch nie. Zur Zeit können wir uns kaum im Garten aufhalten. Grüße, Angelika, Berg.-Land

Re: Wachsmotten Manfred 23.08.2004 07:58

Hallo Dirk,

schön, dass Du keine Wachsmotten hattest. Bei meinen "Laborversuchen" hatte das Pulver keine Wirkung gezeigt. Die nur mit dem Pulver behandelte Probe war genau so schnell zerstört wie die unbehandelte Probe.

Gruß
Manfred

Re: Re: Wachsmotten Dirk 23.08.2004 17:30

Hallo Manfred,

hattest du das Pulver sparsam oder eher grosszügig eingesetzt? Ich habe pro Nest ziemlich viel Pulver verwendet, hatte schon Angst das die hohe Dosierung den Hummeln vielleicht doch schadet, sie haben das ganze aber gut überstanden und das Pulver in der Wolle grossflächig verteilt. Vielleicht haben deine Hummeln das Pulver auch im ganzen Nest verteilt, aber durch eine zu geringe Dosierung war das Bakterium nicht mehr konzentriert genug und hat somit seine Wirkung verfehlt. Na ja, ich kann nur hoffen das meine Wachsmottenfreien Nester kein Zufall waren und evtl. gar nichts mit dem Pulver zu tun hatten. Aber die Tatsache das Balthasar mit der Methode ebenfalls Erfolg hatte und die von mir entdeckten Falter (trotzdem keine Wachsmottenlarven) in den Nestern, lassen mich positiv in die Zukunft schauen.

Gruss Dirk

Re: Wachsmotten susanne 18.07.2005 08:23
Hallo Dirk,

ich muss ein wenig Wasser in Deinen Wein gießen. Auch ich habe es mit der Pulvermethode versucht und ein von Wachsmottenlarven völlig durchdrungenes Erdhummelnest war die Folge. Es war noch nicht mal ein besonders großes und daher geruchsintensives Nest (siehe Beitrag "Erdhummelnest aufgelöst").
Letzes Jahr habe ich gesprüht und hatte an derselben Stelle ein riesiges Volk ohne jeden Befall.
Ich fände es auch prima, wenn die Hummelhaltung ohne lästiges öffnen und sprühen ginge, deshalb habe ich es ausprobiert, aber ich werde wieder sprühen, auch wenn es stört.
Grüße Susanne

???????? Leoni 25.08.2004 20:09

Hallo
Ich habe eine Frage, allerdings nicht über Hummeln!!!!Meine Frage: Können Fliegen stechen????
Es wäre für mich von grosser Bedeutung, eine Antwort auf diese Frage zuerhalten,da ich diese Information unbedingt für die Schule brauche!!!
Im voraus Danke!!!! Leoni

Re: ???????? Elke 26.08.2004 08:11

Hallo Leoni,
einige Fliegen haben einen Stechrüsseln, wie der Wadenstecher. Aber einen komplexen Stachel am Hinterleib wie bei Bienen und Wespen gibt es bei Fliegen nicht, da reicht es höchstens zum Legebohrer, der wird aber nicht zur Verteidigung benutzt.
Gruß
Elke

Re: Re: ???????? Leoni 28.08.2004 08:12
Hallo Leoni,
einige Fliegen haben einen Stechrüsseln, wie der Wadenstecher. Aber einen komplexen Stachel am Hinterleib wie bei Bienen und Wespen gibt es bei Fliegen nicht, da reicht es höchstens zum Legebohrer, der wird aber nicht zur Verteidigung benutzt.
Gruß
Elke

Hallo Elke
Danke für deinen Hinweiss, der hilft mir wirklich sehr. Liebe Grüsse