Beiträge aus 2004

Einsatz von Erdhummeln im Obstbau Kerstin Reise 01.09.2004 16:11

Hallo, liebe Forumnutzer, mein Beitrag ist die Anfrage nach Informationen zum Einsatz von Erdhummeln im Erwerbsobstbau. Werden Hummeln bereits gezielt zur Bestäubung in Obstanlagen eingesetzt? Gibt es eine wissenschaftliche Begleitforschung hierzu in Deutschland oder Europa (Belgien, Holland?)? Wo erhalte ich Informationen zu diesem Thema? Gruß - Kerstin Reise

Re: Einsatz von Erdhummeln im Obstbau susanne 02.09.2004 09:33
Hallo Kerstin,

schau mal nach unter www.aktion-hummelschutz.de und geh da unter Fakten zu Literatur/Links/Adressen.
Unter den Adressen findest Du zwei von Hummelversandfirmen. Bei denen kannst du sicher den Kundenkreis abfragen (also Tomatenbauer oder Obstbauer). Außerdem gibt es unter Links einen zu einem Bericht von 3sat über den Einsatz von Hummeln an Erdbeeren (nicht nur Bestäubung, auch Fäulnisschutz) und last not least lohnt es sich bestimmt, die wissenschaftliche Litraturliste von Cornel durchzuflöhen. Im Newsletter findest Du auch noch einen Bericht über Obstbauern, die ihre Plantagen mit Planen überziehen und den Hummeln damit wahrscheinlich nichts Gutes tun.

Naja, und dann haben die Obstbauern sicher auch mindestens einen eingetragenen Berufsverband, anders kann ich mir das in Deutschland gar nicht vorstellen; wahrscheinlich unter dem Dach der Landwirtschaftskammern. Die können Dir bestimmt noch ein paar Ansprechpartner nennen.

Wozu brauchst Du das denn ?

Grüße und viel Erfolg
Susanne

Re: Re: Einsatz von Erdhummeln im Obstbau Unbekannt 08.09.2004 08:18

Hallo Susanne, vielen Dank für die Hilfe. Die Informationen benötige ich für einen Erfahrungsbericht zum Einsatz von Hummeln im Obstbau in Deutschland. Gruß - Kerstin

> Hallo Kerstin,
schau mal nach unter www.aktion-hummelschutz.de und geh da unter Fakten zu Literatur/Links/Adressen.
Unter den Adressen findest Du zwei von Hummelversandfirmen. Bei denen kannst du sicher den Kundenkreis abfragen (also Tomatenbauer oder Obstbauer). Außerdem gibt es unter Links einen zu einem Bericht von 3sat über den Einsatz von Hummeln an Erdbeeren (nicht nur Bestäubung, auch Fäulnisschutz) und last not least lohnt es sich bestimmt, die wissenschaftliche Litraturliste von Cornel durchzuflöhen. Im Newsletter findest Du auch noch einen Bericht über Obstbauern, die ihre Plantagen mit Planen überziehen und den Hummeln damit wahrscheinlich nichts Gutes tun.

Naja, und dann haben die Obstbauern sicher auch mindestens einen eingetragenen Berufsverband, anders kann ich mir das in Deutschland gar nicht vorstellen; wahrscheinlich unter dem Dach der Landwirtschaftskammern. Die können Dir bestimmt noch ein paar Ansprechpartner nennen.

Wozu brauchst Du das denn ?

Grüße und viel Erfolg
Susanne
Re: Re: Re: Einsatz von Erdhummeln im Obstbau Unbekannt 03.02.2005 09:43
Hallo Susanne, vielen Dank für die Hilfe. Die Informationen benötige ich für einen Erfahrungsbericht zum Einsatz von Hummeln im Obstbau in Deutschland. Gruß - Kerstin
> > Hallo Kerstin,
> schau mal nach unter www.aktion-hummelschutz.de und geh da unter Fakten zu Literatur/Links/Adressen.
> Unter den Adressen findest Du zwei von Hummelversandfirmen. Bei denen kannst du sicher den Kundenkreis abfragen (also Tomatenbauer oder Obstbauer). Außerdem gibt es unter Links einen zu einem Bericht von 3sat über den Einsatz von Hummeln an Erdbeeren (nicht nur Bestäubung, auch Fäulnisschutz) und last not least lohnt es sich bestimmt, die wissenschaftliche Litraturliste von Cornel durchzuflöhen. Im Newsletter findest Du auch noch einen Bericht über Obstbauern, die ihre Plantagen mit Planen überziehen und den Hummeln damit wahrscheinlich nichts Gutes tun.
>
> Naja, und dann haben die Obstbauern sicher auch mindestens einen eingetragenen Berufsverband, anders kann ich mir das in Deutschland gar nicht vorstellen; wahrscheinlich unter dem Dach der Landwirtschaftskammern. Die können Dir bestimmt noch ein paar Ansprechpartner nennen.
>
> Wozu brauchst Du das denn ?
>
> Grüße und viel Erfolg
> Susanne
Einlaufröhre Christian 04.09.2004 22:03

Hallo,

mein Hummeljahr ist seit wenigen Wochen vorbei.
Für das nächste Jahr brauche ich eine neue Einlaufröhre, da ich Polsterwolle habe lohnt es sich nicht bei Schwegler die Polsterwolle mit Einlaufröhre zu bestellen. Und ich glaube nicht das Schwegler mir eine einzelne schicken wird.
Was nehmt ihr denn, ich habe schon gelesen das manchen ganz auf eine verzichten, da das Nest sowieso groß wird, da ich aber Gartenhummeln und ein kleines Volk hatte wolte ich die Trennwand im Kasten lassen falls sie nächstes Jahr wieder kommen.

Gruß
Christian

Re: Einlaufröhre Wilhelm 05.09.2004 19:26
Hallo,Christian

bei uns im Einkaufsmarkt in der Obst-Abteilung liegen Folien-Tüten aus die einen Karton-Kern besitzen. Die habe ich schon als Einlaufröhre benutzt. Auch bei den Küchentüchern (Zewa) sind Kartonröhren drin aber der Durchmesser ist zu groß - die musst du nur den langen Weg aufschneiden und kleiner zusammenrollen, mit etwas Ponal auf der Innensete bestreichen,zwei oder drei kleine Gummis rum bis der leim trocken ist und fertig ist eine Einlaufröhre mit dem gewünschten Durchmesser

Gruß Willi

Re: Einlaufröhre susanne 06.09.2004 09:28
Hallo Christian,

ich hatte dieses Jahr das gleiche Problem, viel Wolle, keine Röhre.
Du kannst auch Papier nehmen und auf die passende Größe rollen, dann mit Tesa o.ä. an ca. 3 Stellen rundum fixieren und fertig. Ich habe entweder etwas dickeres Kartonpapier genommen oder mehrere Seiten Normalpapier. Damit es innen nicht so glatt war, hatte ich als innere Lage die rauhe Seite von Packpapier.
Als dritte Variante hatte ich dann noch eine eigentlich um eine Spur zu kleine, innere Papprolle von einer Geschenkpapierrolle. Da habe ich einfach etwas Papier drumrumgerollt um den Spalt außen zu schließen.
Wichtig ist immer der "Klebtest". Man sollte mit dem Finger oder einem Tuch kontrollieren, ob wirklich nirgendwo Klebstoff oder Tesafilmreste sind, damit die Brummis später nicht Beinchen oder Flügel verlieren.

Du kannst auch nochmal bei der Bild zu Bild Bauanleitung bei hymenoptera.de schauen.

Grüße Susanne

Re: Einlaufröhre Rolf Brechtel 07.09.2004 10:15

Hallo Christian!

Ich nehme schon seit einiger Zeit ein Stück Metallrohr, welches ich aus einer alten Wasserleitung (gibt es wohl auch in jedem Baumarkt) abgesägt habe. Das Rohr hat fast ziemlich genau den Durchmesser des Lochs vom Schweglerkasten. Wenn das Duchgangsloch ein bischen zu groß sein sollte, ein oder zwei Schläge Tesafilm außen ums Rohr, schon paßt es.
Das Metallrohr hat den Vorteil, daß es immer benutzbar ist. Nach der Hummelsaison nehme ich den Gasbrenner, welchen ich zur Unkrautverbrennung habe und halte mal ins Rohr, schon ist es ungezieferfrei.
Vielleicht wäre das eine Alternative für Dich.

MfG
Rolf Brechtel

schwarze-blau schimmernde Hummel??? HansIII 06.09.2004 15:22

Seit einiger Zeit hat sich bei uns im Garten (in einem alten Baumstamm) ein schwarz-blau schimmerndes fliegendes Insektbreitgemacht.Sieht aus wie eine sehr große Hummel (etwa die 3 bis 4fache Größe) Fliegt ab und zu auch in den Bougainvillien-Strauch um Nektar zu suchen. Kennt jemand diese Insekt?

mfg
HansIII

Re: schwarze-blau schimmernde Hummel??? susanne 06.09.2004 17:58
Hallo Hans III,

eine Holzbiene vielleicht?
Alex hat in einem Beitrag vom 30.06.04 (auf der zweiten Seite des Forums wenn Du durchscrollst) einen Link zu einem schönen Bild von dem Tierchen.
Gruß Susanne

Re: Re: schwarze-blau schimmernde Hummel??? HansIII 06.09.2004 21:21

Danke für die info,
dies ist die gesuchte Biene! Habe noch ein schoenes Bild im Web gefunden: http://www.fotocommunity.de/pc/pc/display/1690846

HansIII

Eberhard von Hagen Dirk 07.09.2004 19:39

Hallo,

in der Zeitschrift Natur + Kosmos (aktuelle Ausgabe) gibt es einen Artikel über Eberhard und Hans-Heinrich von Hagen. Ist aber auch so lohnenswert diese Zeitschrift zu kaufen.

Gruss Dirk

Hummeln fliegen noch! Stefan Lennertz 09.09.2004 00:27

Hallo Zusammen,
bei mir sind glücklicherweise noch die Ackerhummeln unterwegs. Man möchte gar nicht daran Denken das die Sonne noch scheint, Blüten und Sträucher blühen, aber keine Hummeln mehr unterwegs sind.

Eines ist mir nach dem laufenden Jahr klar geworden, es gibt noch eine Menge zu tun für alle Hummelfreunde, Arbeit bei den Kommunen, Verwandten und Freunden.

Es ist schon sehr erstaunlich welche negativen Auswirkungen ein so primitiver Bericht über Wespen, wie man es von der Bild gewohnt ist, auch auf alle anderen Hautflügler hat, incl. Hummeln.

Originalton einer überreagierenden und daher auch agressiven Mutter auf mein Hummelnest: " Wenn die meine Kinder stechen laß ich die entfernen! ".

Was soll man da sagen?

Gruß und beste Wünsche fürs nächste Jahr,

Stefan.

Re: Hummeln fliegen noch! Angelika L. 09.09.2004 18:01
Hallo Stefan,

daran habe ich auch schon gedacht. Vielleicht könnte man über NABU Oberberg was auf die Beine stellen, um die Leute zu informieren oder mit NABU hier was für die Hummeln tun.? Grüße, Angelika, Berg. Land

Re: Hummeln fliegen noch! Elke 10.09.2004 12:11

Hallo Stefan!
Hier fliegen noch einige Erdhummeln, wenige Ackerhummeln und ein einsamer Steinhummeldrohn.

Die Sorte hysterischer Mütter, die du beschreibst, kenne ich auch nur zu gut... Dagegen ist wohl kein Kraut gewachsen :(

Viele Grüße
Elke

Re: Hummeln fliegen noch! susanne 10.09.2004 13:03
Hallo Stefan,

bei mir fliegen auch noch Ackerhummeln und ein paar vereinzelte Erdhummelköniginnen, die unglaublich dick sind, fett gefuttert für die Winterruhe.

Meiner Erfahrung nach lernen die meisten Leute sehr gerne, lassen sich jedoch ausgesprochen ungern belehren. An Eltern kommt man am besten ran, wenn man ihren Kindern, z.B. über eine Kooperation mit den Kindergärten, Grundschulen und sonstigen Schulen was beibringt.

Wie wäre es mit einem Obstprojekt im Rahmen des Ernährungsunterrichts, den viele Schulen anbieten. So nach dem Motto: welches leckere Obst gäbe es nicht, wenn wir keine Hummeln hätten? Einen Obsttisch aufbauen, je nach Saison entweder in echt oder mit Bildtäfelchen und alle raten lassen.
Dann kommt man zwanglos und spielerisch zu den Hummeln an sich, ihrer Lebensweise, ihrem Aussehen und ihrer Friedfertigkeit .... und über die Hausaufgaben der lieben Kleinen lernen dann auch die Eltern noch was dazu (ohne sich eine Blöße geben zu müssen, was sie schon wieder alles nicht wissen).
Wenn man das Ganze als interessanten, spaßigen Unterricht zum mitmachen aufzieht kann man sicher einige begeisterte kleine Hummelschützer gewinnen. Vielleicht lässt sich sogar im Werkunterricht ein Hummelkasten bauen??

Viel Spaß beim Werben für die gute Sache

Susanne

Bombus???? Marita 09.09.2004 12:36

Hallo Ihr Hummelfreunde,

bei mir leben seit etlichen Jahren immer eine kleinere, scharz-gelbe Hummel in einem kleinen (2-Cent-Groß)Mauerloch an der Balkonwand. Beim ersten warmen Wetter im Frühjahr kommt eine Hummel aus dem zugemauerten Loch,fliegt ständig ein, aus und nach ca. 4 Wochen ist das Loch wieder "zugemauert".

Bevor ich noch vor Neugier platze, erzählt mir doch, mit wem ich da zu tun habe, was sie dort macht und ob es wirklich ein Einzelgänger ist.

Marita

Re: Bombus???? Stefan Lennertz 09.09.2004 12:47

Hallo,
das hört sich eher nach einer Solitärbiene an.
Unter dem folgenden Link sollte es möglich sein Deinen Gast bezüglich Verhalten und Aussehen zu bestimmen.

Gruß,
Stefan

Hallo Ihr Hummelfreunde,

bei mir leben seit etlichen Jahren immer eine kleinere, scharz-gelbe Hummel in einem kleinen (2-Cent-Groß)Mauerloch an der Balkonwand. Beim ersten warmen Wetter im Frühjahr kommt eine Hummel aus dem zugemauerten Loch,fliegt ständig ein, aus und nach ca. 4 Wochen ist das Loch wieder "zugemauert".

Bevor ich noch vor Neugier platze, erzählt mir doch, mit wem ich da zu tun habe, was sie dort macht und ob es wirklich ein Einzelgänger ist.

Marita
Hummeln im Garten was tun? Lothar 09.09.2004 12:53

Hallo Hummelfreunde, ich habe meinen Garten nach langer, langer Zeit aufgeräumt (bin Künstler und war viele Jahre unterwegs). In einem Haufen Lärchennadeln entdeckte ich Hummeln. Ich habe aber keinen blassen Schimmer. Mein garten ist auch recht klein, ca. 6m T und 7M breit. Die Tierchen finde ich nett und habe auch keine Scheu davor (Onkel hatte Bienen war oft mit ihm im B-haus) Was soll ich machen, denn ich möchte sie nicht verjagen ?
Zauberhafte Grüße sendet Lothar

Re: Hummeln im Garten was tun? Stefan Lennertz 09.09.2004 15:56

Ein noch aktives Nest? Das wäre für diese Jahreszeit schon ungewöhnlich. Da fliegen eigentlich nur noch Ackerhummeln, eine relativ kleine Hummelart.

Gruß,
Stefan

Hallo Hummelfreunde, ich habe meinen Garten nach langer, langer Zeit aufgeräumt (bin Künstler und war viele Jahre unterwegs). In einem Haufen Lärchennadeln entdeckte ich Hummeln. Ich habe aber keinen blassen Schimmer. Mein garten ist auch recht klein, ca. 6m T und 7M breit. Die Tierchen finde ich nett und habe auch keine Scheu davor (Onkel hatte Bienen war oft mit ihm im B-haus) Was soll ich machen, denn ich möchte sie nicht verjagen ?
Zauberhafte Grüße sendet Lothar
Re: Hummeln im Garten was tun? Michel M. 09.09.2004 16:23

Hallo Lothar,

Auf die Frage "Was tun?" gibt es mehrere mögliche Antworten, abhängig vom dem, was Du da entdeckt hast.
Möglichkeit 1: Du bist auf ein Hummelnest gestoßen.
Äußerliche Merkmale sind ein Einflugloch, sowie ab- und anfliegende Hummeln.
Da das "aktive" Hummeljahr schon weit fortgeschritten ist und nur noch wenige Nester aktiv sind, ist diese erste Möglichkeit nicht sehr wahrscheinlich.
Wurden Hummeln in diesem Nadelhaufen sichtbar, so ist das Nest, zumindest teilweise, nun zerstört. In diesem Fall würde ich in den nächsten Tagen "von außen" beobachten, ob noch Aktivitäten vorliegen. Falls dem so ist, in wenigen Wochen/Tagen ist das Nest -bedingt durch die Jahreszeit- ohnehin abgestorben. Dann kannst Du weiter "aufräumen", das Nest hat dann für die aktuelle Hummelgeneration keine Funktion mehr.

Möglichkeit 2:
Du bist auf die Ergebnisse eines Hummelvolkes gestossen, nämlich auf die mühsam hervorgebrachten Hummel-Königinnen, die sich in dem Haufen verbuddelt haben und im nächsten Jahr den Fortbestand der Hummeln sicherstellen werden.
Mit dem Tod jeder einzelnen Königin, stirb ein ganzes Hummelvolk des kommenden Jahres.
In diesem Fall wäre es ganz zauberhaft, wenn der Nadelhaufen bis zum kommenden Frühjahr dort bleiben könnte, wo er sich jetzt befindet. Im Frühjahr werden die Königinnen erwachen und sich auf die Suche nach einem Nistplatz machen.

Grüße

vom Michel M.

Hallo Hummelfreunde, ich habe meinen Garten nach langer, langer Zeit aufgeräumt (bin Künstler und war viele Jahre unterwegs). In einem Haufen Lärchennadeln entdeckte ich Hummeln. Ich habe aber keinen blassen Schimmer. Mein garten ist auch recht klein, ca. 6m T und 7M breit. Die Tierchen finde ich nett und habe auch keine Scheu davor (Onkel hatte Bienen war oft mit ihm im B-haus) Was soll ich machen, denn ich möchte sie nicht verjagen ?
Zauberhafte Grüße sendet Lothar
Traurige Entdeckung susanne 13.09.2004 11:22

Hallo allerseits,
ich hatte ja bereits mal berichtet, dass mein Steinhummelvolk noch recht lange aktiv war.
beim saubernmachen der Kästen am Wochenende hat sich nun leider herausgestellt, dass es dennoch nicht gereicht hat. Im Nest waren wunderschön die Unterschiede zwischen Arbeiter- und Geschlechtstierkokons zu sehen. Einige der großen Kokons waren auch offen, ABER ...

.... leider waren ca. 10-20 Kokons noch geschlossen. Innen fand ich wunderschön vollentwickelte, schon behaarte Königinnen, die es nicht mehr geschafft haben zu schlüpfen. Das Nest hat damit ca. die Hälfte seiner Königinnen ganz knapp nicht auf den Weg ins neue Jahr schicken können.

Es gab keine Fraßschäden von Wachsmotten und es sah auch gar nicht nach irgendeinem schlimmen Ereignis aus, alles ganz normal, nur eben nicht zu Ende gebracht. Das einzig ungewöhnliche war eine kleine Biene, die ich im Nest fand, ebenfalls tot und kopfüber in einem Vorratsbehälter steckend. ich nehme aber an, die hat einfach aus dem leeren Nest stiebitzt.

Das wesentlich größere Erdhummelnest war dagegen völlig leergeräumt. Alle Hummeln sind geschlüpft.
Beide Nester waren mittlerweile von Schimmel befallen, jedoch ohne sonstige Parasiten. In beiden hausten ein paar Asseln und Ohrkneifer.

Ich hatte mit bazillus thuringiensis behandelt, die Wachsmotten konnte ich damit offensichtlich selbst lange nach absterben der Nester in Schach halten.

Grüße
Susanne

Re: Traurige Entdeckung Stefan Lennertz 13.09.2004 12:09

Das ist Schade, aber wenigstens haben es ein paar geschafft, hoffentlich auch ins neue Jahr hinein.

Gruß,
Stefan

Hallo allerseits,
ich hatte ja bereits mal berichtet, dass mein Steinhummelvolk noch recht lange aktiv war.
beim saubernmachen der Kästen am Wochenende hat sich nun leider herausgestellt, dass es dennoch nicht gereicht hat. Im Nest waren wunderschön die Unterschiede zwischen Arbeiter- und Geschlechtstierkokons zu sehen. Einige der großen Kokons waren auch offen, ABER ...

.... leider waren ca. 10-20 Kokons noch geschlossen. Innen fand ich wunderschön vollentwickelte, schon behaarte Königinnen, die es nicht mehr geschafft haben zu schlüpfen. Das Nest hat damit ca. die Hälfte seiner Königinnen ganz knapp nicht auf den Weg ins neue Jahr schicken können.

Es gab keine Fraßschäden von Wachsmotten und es sah auch gar nicht nach irgendeinem schlimmen Ereignis aus, alles ganz normal, nur eben nicht zu Ende gebracht. Das einzig ungewöhnliche war eine kleine Biene, die ich im Nest fand, ebenfalls tot und kopfüber in einem Vorratsbehälter steckend. ich nehme aber an, die hat einfach aus dem leeren Nest stiebitzt.

Das wesentlich größere Erdhummelnest war dagegen völlig leergeräumt. Alle Hummeln sind geschlüpft.
Beide Nester waren mittlerweile von Schimmel befallen, jedoch ohne sonstige Parasiten. In beiden hausten ein paar Asseln und Ohrkneifer.

Ich hatte mit bazillus thuringiensis behandelt, die Wachsmotten konnte ich damit offensichtlich selbst lange nach absterben der Nester in Schach halten.

Grüße
Susanne
Re: Traurige Entdeckung Manfred 13.09.2004 14:02

Hallo Susanne,

bist Du sicher, dass die Königinnen wirklich schon tot waren? Ich hatte letztes Jahr bei meinen Wiesenhummeln ja Kuckuckshummeln gehabt. Dort sind die letzten Königinnen fast vier Wochen nach dem Absterben des Nestes geschlüpft.

Gruß aus HH
Manfred

Re: Re: Traurige Entdeckung susanne 13.09.2004 17:32

Hallo Manfred, ich habe eine ausgepult und da tat sich absolut nichts, keine Bewegung, kein gar nichts. Ich hab natürlich noch keine Erfahrung mit Hummelpuppen.
Meinst Du ich sollte das Nest noch ein wenig wärmen und abwarten????
ich habe es zwar aus dem Kasten rausgenommen, es ist sonst aber noch intakt in einer Papiertüte, da ich es einer Schule zum präparieren zur Verfügung stellen wollte.
Die Waben sind ein bischen angeschimmelt, vor allem die leeren.
Hoffnungsvolle Grüße von Susanne

Hallo Susanne,

bist Du sicher, dass die Königinnen wirklich schon tot waren? Ich hatte letztes Jahr bei meinen Wiesenhummeln ja Kuckuckshummeln gehabt. Dort sind die letzten Königinnen fast vier Wochen nach dem Absterben des Nestes geschlüpft.

Gruß aus HH
Manfred
Re: Re: Re: Traurige Entdeckung Manfred 14.09.2004 10:32

Hallo Susanne,

ich würde es auf einen Versuch ankommen lassen, habe aber keine Ahnung, wie hoch die Temperatur mindestens sein muss, denn die üblichen 32°C wirst Du wohl kaum erreichen können.

Gruß
Manfred

Winterquartier Rolf Brechtel 13.09.2004 18:03

Hallo!
Heute am Spätnachmittag habe ich eine Steinhummelkönigin in meinem Garten gesehen, die im Suchflug unterwegs war. Sie war auf der Suche nach einem Winterquartier.
Sie hat an einer Stelle zu graben begonnen. Sie hat die Erde mit ihren Mundwerkzeugen abgebissen und mit den Füßen nach hinten geschoben. Sie hat kräftig geschuftet und sich dabei auch auf den Rücken gelegt. Nachdem sie etwa einen cm im Boden war, war ihr der Platz wohl zu hart und sie hat sich eine andere Stelle ausgesucht. Auch diese war ihr nach einiger Zeit und vielen Anstrengungen wohl nicht genehm, jedenfalls hat sie ihre Arbeit aufgegeben und ist -leider- woanders hingeflogen. Schade.

MfG
Rolf Brechtel

bazillus thuringiensis josef polleross 14.09.2004 15:36

Wo bekommt man den bazillus thuringiensis, bzw. das Toxin zu kaufen? Wir brauchen ihn gegen die Gelsen. Gibt es einne Verkauf auch in Österreich?

Re: bazillus thuringiensis susanne 15.09.2004 09:30

Hallo Josef,
bitte erklär mal einem Nordlicht was Gelsen sind???

Den Bacillus bekommst Du in Deutschland im Gartenfachhandel, da er "eigentlich" als ökologische Bekämpfung gegen Schadinsekten an Obst und Gemüse eingesetzt wird.
Wie das in Österreich gehandhabt wird, weis ich nicht, wahrscheinlich da, wo auch andere Schädlingsbekämfungsmittel für den Garten zu bekommen sind.
Neudorff schickt aber bestimmt auch direkt zu, versuch es doch zur Not über Internet.

Gruß Susanne

Re: Re: bazillus thuringiensis josef polleross 16.09.2004 10:34
Hallo Josef,
bitte erklär mal einem Nordlicht was Gelsen sind???

Gelsen sind Stechmücken! Moskitos!

Josef

Re: Re: Re: bazillus thuringiensis susanne 16.09.2004 13:07
> Hallo Josef,
> bitte erklär mal einem Nordlicht was Gelsen sind???
>
> Gelsen sind Stechmücken! Moskitos!
Josef

Hallo Josef,
ich glaube nicht, dass es gut wäre, das Bazillus gegen Stechmücken einzusetzen, da es meines Wissens fischgiftig ist und nicht in Gewässer eingebracht werden darf.
Das müsstest Du aber schon tun, da Stechmücken ihre Larven- und Puppenstadien ja im Wasser verbringen. Ich glaub auch nicht, dass sie davon kaputt gehen, denn sie müssten das Bazillus fressen, damit es wirkt.
Gut bekämpfen lassen sich damit alle Schadfalter und -motten, wie z.B. Apfelwickler oder eben die Wachsmotte.
Grüße
Susanne

Re: bazillus thuringiensis Balthasar 04.11.2004 21:14

Halle Josef
B. thuringiensis gib es bei uns in Österreich im Lagerhaus. Ich verwende *Thuricide* von Kwizda
Balthasar

Hummelnistbox von Oxford Bee Company bei Gärtner Pötschke Christian 20.09.2004 22:41

Hallo,

Bei Gärtner Pötschke (Versendet Pflanzen und Gartenartikel für Hobbygärtner)gibt es jetzt einen Hummelnistkasten von Oxford Bee Company, kennt den jemand, was mich daran stört ist, dass er aus Kunststoff ist und eher nach einem Schuhkarton aussieht.
Kennt von Euch überhaupt jemand die Produkte von Oxford Bee Company?

Gruß

Christian

Re: Hummelnistbox von Oxford Bee Company bei Gärtner Pötschke Christian 20.09.2004 22:52

Hallo,
es gibt eine Homepage von Oxford Bee Company
der Link : fp.oxbeeco.f9.co.uk/frameone.htm
dort steht auch mehr über den Kasten, allerdings in englisch.

Gruß
Christian

Re: Re: Hummelnistbox von Oxford Bee Company bei Gärtner Pötschke Alex 22.09.2004 11:24

Hallo Christian,

ich habe mir den Kasten bei Gärtner Pötschke (externer Link, nicht mehr verfügbar) im Internet angesehen.

Ich halte nicht viel davon. Zum einen ist das Teil aus Kunststoff hergestellt, was mit Sicherheit Probleme mit Schwitzwasser und damit mit Schimmelbildung bedeutet. Zum anderen scheint mir der Kasten arg klein zu sein - für große Völker wie z.B. Erdhummel somit nicht geeignet.

Lieber etwas mehr investieren und einen teueren z.B. bei Schwegler (externer Link, nicht mehr verfügbar) kaufen. Oder noch besser: selber machen!

Alles Gute,

Alex

Hallo,
es gibt eine Homepage von Oxford Bee Company
der Link : fp.oxbeeco.f9.co.uk/frameone.htm
dort steht auch mehr über den Kasten, allerdings in englisch.

Gruß
Christian
Re: Re: Re: Hummelnistbox von Oxford Bee Company bei Gärtner Pötschke susanne 22.09.2004 11:31
Hallo Alex,

daaf dat dat ?? ist die Frage, die sich mir dabei aufdrängt. Wenn die Kästen ungeeignet sind, sollte es eigentlich nach Artenschutzbesstimmungen unzulässig sein, sowas zu verkaufen.
Ein schlechter Kasten ist ja schlimmer für Hummeln als gar kein Kasten, denn er wirkt als Falle. Statt nach geigneten Plätzen zu suchen, wird evtl.in dem ungeeigneten Kasten mit der Nestgründung begonnen, jedoch wahrscheinlich keine Königinnengeneratíon hervorgebracht. Ein für die Arterhaltung verlorenes Volk also.

Denkst Du es wäre sinnvoll, die für Artenschutz zuständigen Behörden mal darauf hinzuweisen??

Grüße Susanne

Re: Re: Re: Re: Hummelnistbox von Oxford Bee Company Christian 22.09.2004 13:06

Hallo,

das habe ich mir auch gedacht. Hinzu kommt bstimmt noch, dass es bestimmt keine ordentliche Anleitung gibt, beim Schwegler kasten ist ja eine super Beschreibung bei die auch über den Artenschutz informiert, dass merkt man schon bei der Überschrift und dem Text im Pötschke Katalog
"Steigern Sie Ihre Gemüse-Ernte!
Hummeln mit ihren langen Zungen sind die wichtigsten Befruchter von Gemüse wie z.B. Puffbohnen und Prunkbohnen..."
und dann kommt noch ein Hammer:
"...Diese Nistbox ahmt lebensnotwendige Unterschlupf-Funktionen nach..."
Es wied kein Wort vom Schutz der Hummeln beschrieben.
Pötschke sollte lieber Schwegler produkte Verkaufen und was mir auch immer auffällt ist, dass Leute die viel Ernten wollen einen Garten haben in dem sich kein dir wohl fühlt. Es werden nur Geranien und andere "nutzlose" Pflanzen gepflanzt und sobald ein Blatt vom Baum fällt wird es sofort weg geräumt. Bevor diese Leute einen Nistkasten aufstellen sollte sich lieber in den Köpfen der Leute und anschließen im Garten etwas tun.

Gruß
Christian

Re: Re: Re: Re: Re: Hummelnistbox von Oxford Bee Company susanne 23.09.2004 09:22

Zitat:
.... und was mir auch immer auffällt ist, dass Leute die viel Ernten wollen einen Garten haben in dem sich kein dir wohl fühlt ....

nanana,
da möchte ich jetzt aber mal eine Lanze für die ertragsorientierten Gärtner brechen! ich bin auch stolz wie Oskar, wenn mein Kürbis bombastische Ausmaße erreicht und eine leckere Suppe verspricht; wie ein Geier suche ich auch noch die letzte Bohne oder Brombeere im Beet. Ich klaue sogar den Amseln die Holunderbeeren vor der Nase weg (nicht alle) und mache Marmelade daraus. Und in meinem Garten fühlen sich die Hummeln pumperlwohl, zwei wilde und zwei Schwegler-Nester sowie viel Blütenbesuch dieses Jahr beweisen es. Außerdem sind auch eine Menge Vögel, zwei Igel, Eichhörnchen, (menschliche) Gäste, Familie und ich selber hier sehr glücklich.

Du hast schon recht Christian, dass es echt trostlose Gärten gibt, sowohl Ziergärten (Thujahecke um Rasen) als auch Ertragsgärten (schwarze Erde und Blaukorn).
Die Leute dadrin tun mir immer ein bischen leid, meist wissen sie einfach gar nicht wie es anders geht - ohne gleich ein Ökowildwuchs zu sein, der halt nicht jedem gefällt.

Ich glaub, das Problem ist eher, dass die alten Kenntnisse und Techniken verloren gegangen sind, mit denen man hohe Erträge ohne ökologische Wüste haben kann. In den schönen und artenreichen Bauerngärten und Klostergärten z.B. wurde und wird intensivster Gartenbau betrieben. Der Ertrag musste hier immer enorm hoch sein, denn schließlich lebte man nahezu ausschließlich davon.
Gerade deswegen wird in diesen Gärten viel Wert auf die Unterstützung heimischer Tiere und Pflanzen gelegt. Wer Igel hat, braucht z.B. kein teures Schneckenkorn auslegen.

Die Pötschkes versuchen auf eine Welle aufzuspringen, denn viele Leute wollen sich ja "richtig" verhalten, wissen nur nicht wie. Die Argumentation ist ganz prima, man hat wirklich mehr Ertrag durch Hummeln. Nur müsste man die Pötschkes dieser Welt dazu kriegen, dann im Gegenzug auch wirklich was Gutes für die Hummeln zu tun.

Vielleicht kann ein Infoschreiben an Pötschke ja helfen?
Gruß
Susanne

Re: Re: Re: Re: Hummelnistbox von Oxford Bee Company bei Gärtner Pötschke corneille 30.09.2004 21:11

Hallo Bombusfreunde
Das trifftigste Argument ist dass der Kasten aus Plastik ist und wie von Alex erwähnt es zu Kondenswasser und damit unweigerlich zur Schimmelbildung!!!
Natürliche, atmungsfähige Materialien gibt es genug zum Ausprobieren so könnte man vielleicht dicke Pappkartons in Leinöl getränkt versuchen!!??
Was haltet ihr von dieser spontanen Idee oder wer hat noch eine!!
Grüsse Corneille

Re: Re: Re: Re: Re: Hummelnistbox von Oxford Bee Company bei Gärtner Pötschke Balthasar 04.11.2004 21:07

Späte Antwort:
Du hast ganz recht. Allerdings würde ich diverse kartonkästen nur im absolut Trockenen aufstellen.

ich persönlich stehe auf Holzkästen - aus dreifach verleimtem Fichtenholz - und zugeschnitten im Baumarkt. Innen kleide ich jeden Kasten mit Wellkarton aus, den ich dann beim Reinmachen einfach mit der Streu entferne.
L.G. Balthasar

Re: Re: Re: Hummelnistbox von Oxford Bee Company bei Gärtner Pötschke Manfred 23.09.2004 15:38

Hallo zusammen,

bei der Diskussion sollte man bedenken, dass der Nistkasten in und für Großbritannien entwickelt worden ist. Dort sind die klimatischen Verhältnisse nicht unbedingt mit denen in Deutschland vergleichbar (kühlere Sommer, deutlich weniger sehr warme Tage).
Vielleicht bringt ja eine Anfage beim Hersteller mehr Klarheit.

Gruß aus HH
Manfred

Winterquartier für Ackerhummeln! Stefan Lennertz 25.09.2004 12:23

Hallo, wie kann man es den Hummeln schmackhaft machen im eigenen Garten zu überwintern? Gibt es bevorzugte Orte?

Gruß,
Stefan

Re: Winterquartier für Ackerhummeln! Manfred 27.09.2004 07:51

Komposthaufen!

Gruß aus HH
Manfred

Hallo, wie kann man es den Hummeln schmackhaft machen im eigenen Garten zu überwintern? Gibt es bevorzugte Orte?

Gruß,
Stefan
Re: Winterquartier für Ackerhummeln! susanne 27.09.2004 09:21

Trockene Stellen, gerne mit viel Sand unter Sträuchern. Diese Funktion rettet in meinem Garten einem wirklich häßlichen alten Kriechwacholder jedes Jahr das Leben.

Wichtig ist auch, dass die Stellen sich langsam und gleichmäßig erwärmen, also keine Achterbahnfahrt um den Nullpunkt, wie das bei stark besonnten, freien Stellen im Frühjahr öfter der Fall ist.

Grüße Susanne

Hallo, wie kann man es den Hummeln schmackhaft machen im eigenen Garten zu überwintern? Gibt es bevorzugte Orte?

Gruß,
Stefan