Beiträge aus 2004

Wachsmotten in Hummelnest Stephan 08.07.2004 01:24

Hallo,
habe Heute leider auch festgestellt, das Wachsmotten mein Erdhummelvolk befallen haben. Es war alles voller Maden (Raupen). Ich hab das ganze Nest zerflücken müssen und habe nur noch ein paar wenige intakte Waben samt Königin gefunden, der Rest war gefressen und zersetzt.
Ich habe nun die Königin und die paar restlichen Waben in einen unbesetzten Hummelnistkasten umquartiert. Ich stellte den anderen Kasten an die Stelle, wo der Befallene gestanden hat und offen gelassen, bis die meisten Hummel zur Königin geflogen sind und dann hab ich den Deckel zu gemacht. Es waren immerin noch 40 Hummeln bei guter Gesundheit. Es waren größere und kleinere zu sehen. Können um die Jahreszeit schon Jungköniginnen dabei gewesen sein?
Vor allem stellt sich die Frage, ob noch Eier der Wachsmotte an den restlichen Waben hängen können. Soll ich noch zusätzlich sptitzen? Hatte alle Raupen getötet und das Gespinst verbrannt.
Die Nektarvorräte sind auch dahin, weil die Raupen große, wie kleine darin saßen. Eine Motte hab ich auch gekillt. Sind da mehrere Motten oder nur eine in einem Hummelnest vorhanden?

Re: Wachsmotten in Hummelnest Manfred 08.07.2004 07:37

Hallo Stephan,

um diese Zeit können bereits Jungköniginnen da sein, sie sind am sehr tiefen Summton aber recht leicht zu erkennen.
Haben die Nestreste noch Puppen? Wenn nicht, kann es kritisch werden, da dann in den kommenden 10 Tagen keine Arbeiterinnen schlüpfen werden und der Schund an Sammlerinnen im Sommer sehr groß ist.
Ich würde jetzt erst einmal nichts spritzen, da die Hummeln das Nest in Ordnung bringen und für eine vernünftige Nestklimatisierung sorgen müssen.
Die Gefahr, dass noch Wachsmotteneier an den Waben sind ist eher gering, da meist alle Larven gleichzeitig schlüpfen.
Gruß
Manfred

Re: Re: Wachsmotten in Hummelnest Stephan 08.07.2004 10:29
Hallo Stephan,

um diese Zeit können bereits Jungköniginnen da sein, sie sind am sehr tiefen Summton aber recht leicht zu erkennen.
Haben die Nestreste noch Puppen? Wenn nicht, kann es kritisch werden, da dann in den kommenden 10 Tagen keine Arbeiterinnen schlüpfen werden und der Schund an Sammlerinnen im Sommer sehr groß ist.
Ich würde jetzt erst einmal nichts spritzen, da die Hummeln das Nest in Ordnung bringen und für eine vernünftige Nestklimatisierung sorgen müssen.
Die Gefahr, dass noch Wachsmotteneier an den Waben sind ist eher gering, da meist alle Larven gleichzeitig schlüpfen.
Gruß
Manfred

Danke für die Antwort.

Es waren noch ein paar verschlossene Waben zu sehen, da sind dann sicher Puppen drin, oder?
Ich kann nur hoffen, daß die Hummeln das Nest wieder hinbekommen. Es war eine Radikalkur und die Hummeln nur so um mich rumgesaust. Außer Handschuhe hatte ich nichts zu Schutz, haben mich aber nicht gestochen.
Warum greifen die Hummeln die Eindringlinge nicht an? Es war ja alles voll, von bis zu 3 cm langen Raupen.

Re: Re: Re: Wachsmotten in Hummelnest susanne 08.07.2004 10:47
Warum greifen die Hummeln die Eindringlinge nicht an? Es war ja alles voll, von bis zu 3 cm langen Raupen.

Hallo Stephan,
das verstehe ich auch immer nicht. Die Hummeln scheinen nicht zu kapieren, dass da ein Feind in ihrem Nest ist. Sie latschen ja auch einfach an den Maden vorbei ohne sie zu beachten, selbst wenn die sogar schon die Brutwaben annagen.

Es ist beachtlich, dass Du Dich da ohne Schleier rangetraut hast (und tatsächlich nicht gestochen wurdest).
Ich finde es immer ziemlich beängstigend, wie genau die Hummeln wissen, wo der Kopf ist. Meine surren mir bei so Aktionen genau ums Gesicht und behindern ganz schön.

Ich hoffe, dein Nest schafft es.
Gruß Susanne

Re: Wachsmotten in Hummelnest Stephan 31.07.2004 15:18
Hallo,
habe Heute leider auch festgestellt, das Wachsmotten mein Erdhummelvolk befallen haben. Es war alles voller Maden (Raupen). Ich hab das ganze Nest zerflücken müssen und habe nur noch ein paar wenige intakte Waben samt Königin gefunden, der Rest war gefressen und zersetzt.
Ich habe nun die Königin und die paar restlichen Waben in einen unbesetzten Hummelnistkasten umquartiert. Ich stellte den anderen Kasten an die Stelle, wo der Befallene gestanden hat und offen gelassen, bis die meisten Hummel zur Königin geflogen sind und dann hab ich den Deckel zu gemacht. Es waren immerin noch 40 Hummeln bei guter Gesundheit. Es waren größere und kleinere zu sehen. Können um die Jahreszeit schon Jungköniginnen dabei gewesen sein?
Vor allem stellt sich die Frage, ob noch Eier der Wachsmotte an den restlichen Waben hängen können. Soll ich noch zusätzlich sptitzen? Hatte alle Raupen getötet und das Gespinst verbrannt.
Die Nektarvorräte sind auch dahin, weil die Raupen große, wie kleine darin saßen. Eine Motte hab ich auch gekillt. Sind da mehrere Motten oder nur eine in einem Hummelnest vorhanden?

Habe heute nochmal geschaut, es sind kaum noch Arbeiterinnen unterwegs. Einige hängen wie gelähmt an Blüten im Garten und zwei Jungköniginnen hab ich gesehen, die nicht fliegen können. Hoffentlich sind auch gesunde Jungköniginnen geschlüpft.

Re: Re: Wachsmotten in Hummelnest susanne 02.08.2004 10:02
Hallo Stephan,

wahrscheinlich haben Deine Hummeln einfach Hunger! Wenn ihre gesamten Vorräte von den Raupen weggefressen bzw. deren Reste von Dir entsorgt wurden, ist nichts mehr da um die Arbeiterinnen zu ernähren und neue Tönnchen müssen auch erst noch gebaut werden. Gib ihnen nach der (notwendigen) Horrorprozedur doch ein bißchen Zuckerwasser für den Start.
Ich glaub übrigens schon, dass Jungköniginnen dagewesen sein müssen. Die Völker sind jetzt einfach soweit. Ich hab sogar bei der Gartenarbeit schon eine eingegrabene Jungkönigin gefunden.
Grüße
Susanne

Noch ein Hummelnest Brigitte 08.07.2004 11:26

Als ich heute früh "meine" Erdhummeln beobachtet habe, schwirrte eine andere Hummel an mir vorbei.

Nach ein paar Minuten kam die Nächste, sie verschwand im Holzstoß, welcher ca. 2 m vom Erdhummelnest entfernt ist.

Inzwischen konnte ich mehrere beobachten, es sind Steinhummeln. Ich frage mich nun, wo kommen die plötzlich her? Wir sind schon so oft da gestanden und noch nie haben wir die Steinhummeln gesehen. Der Flugverkehr ist zwar wesentlich geringer als bei den Erdhummeln, aber nicht zu übersehen. Kann es sein, daß die jetzt erst mit dem Nestbau beginnen? Ich habe auch noch nie eine Steinhummel an einer meiner Pflanzen gesehen.

Viele Grüße
Brigitte

Re: Noch ein Hummelnest susanne 08.07.2004 16:28

Hallo Brigitte,
na, Dein Garten scheint sich ja zum Hummel-Eldorado zu mausern, Glückwunsch.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Steinhummeln erst jetzt angefangen haben zu bauen. Wahrscheinlich ist das Nest nur einfach erst jetzt so groß, dass der Flugverkehr auffällt.
Und Du solltest auch die eigene selektive Wahrnehmung nicht unterschätzen. Seitdem ich zur Hummelsüchtigen geworden bin, sehe und höre ich überall Hummeln, auch an Orten, wo ich sie früher sicher nicht bewußt wahrgenommen hätte. Ich merk das auch immer am Erstaunen von anderen, die dann erst durch meine Hinweise auf die kleinen Brummer aufmerksam werden.

Grüße
Susanne

Wachsmottenüberraschung Manfred 09.07.2004 07:10

Hallo,

gestern bei der Nistkastenkontrolle des Erdhummelvolkes lugte mich eine ganze Schar von Wachsmotten an. Um zu sehen, was mit dem Nest los ist, habe ich dann (mit Schutzkleidung) in mühsamer Kleinarbeit das Nest freigelegt und dann die Überraschung: Der noch aktive Teil des Nestes ist von den Wachsmotten völlig unberührt geblieben. Die Gespinste durchzogen nur den bereits verlassenen Teil.
Obwohl keine Königin mehr da ist und nur noch wenige Larven und Puppen (wahrscheinlich alles Drohnen) ist die Versorgungslage trotz Wachsmotten hervorragend. Es gibt ca. 100 gefüllte Honigtöpfe und dieverse Pollenspeicher.
Ein ursprünglich sehr starkes Volk, ich schätze die max. Stärke lag bei 350-400 Tieren, ist bei späten Befall also offensichtlich in der Lage eine Wachsmottenattacke zu überleben.

Gruß aus HH
Manfred

Re: Wachsmottenüberraschung Horst 11.07.2004 10:32

Hallo Manfred,
auch ich habe schon wiederholt festgestellt, dass Baumhummeln und auch Erdhummeln bei einem späten Befall von Wachsmotten (Wachsmottenlarven) keine sehr großen Probleme damit haben. Jungköniginnen haben sich dabei immer entwickelt. Entscheidend wird wahrscheinlich der Zeitpunkt des Befalls sein.

Gruß
Horst

Kleine Hummeln unterwegs! Stefan Lennertz 09.07.2004 11:32

Hallo liebe Hummelfreunde,

bei meinen Beobachtungen in Garten und Natur fallen mir immer noch die sehr kleinen Exemplare von Wiesen und Steinhummel auf, auch in geringer Stückzahl.
Könnte das ein Zeichen dafür sein das immer noch neue Nester entstehen? Für diese Zeit sicherlich ungewöhnlich, aber ich bin mir eigentlich sicher das es sich bei den kleinen Brummern um Arbeiterinnen der frühen Generation handelt. Zumal, wie schon mal von mir erwähnt, gerade diese Hummelarten im Vergleich zu Erd-und Ackerhummel einen verschwindent geringen Anteil des gesamten Hummelaufkommens ausmachen.

Eine Wiesenhummel habe ich erschlagen aufgefunden,
die hat wohl jemand für eine Fliege gehalten.

Gruß,
Stefan

Re: Kleine Hummeln unterwegs! susanne 09.07.2004 11:54
Hallo Stefan,

sind die kleinen Hummeln, die Du gesehen hast, denn schon ein wenig "abgenutzt" in Pelz und Flügeln oder sehen sie noch richtig "frisch" aus?
Das könnte ja Hinweise darauf liefern, ob es neu geschlüpfte oder welche aus der ersten Generation eines alten Volkes sind, die nur erstaunlich lange durchgehalten haben.
Bei mir gibt es noch Drohnen von Wiesenhummeln, Winzlinge wie im Frühjahr sind nicht mehr unterwegs.
Grüße
Susanne

Re: Re: Kleine Hummeln unterwegs! Angelika L. 10.07.2004 10:38
Hallo Stefan, das ist mir auch schon aufgefallen. Sogar Mini-Erdhummeln habe ich entdeckt. Das Gesamtaufkommen an Hummeln ist aber nach wie vor sehr schlecht. Ich befürchte schon Arges für´s nächste Jahr. Soviele Trachtpflanzen habe ich im Garten ausgesät, und es sind nur sehr wenige Hummeln zu sehen. Vor zwei Jahren wurde die Weide neben unserem Haus "erneuert". Das heißt, irgendein Zeug drauf, alle Plfanzen gingen ein, neu umgepflügt und neu gesät. Ob es damit zu tun hat? Grüße, Angelika
Re: Re: Re: Kleine Hummeln unterwegs! Stefan Lennertz 10.07.2004 16:32

Hallo Angelika,
es ist gut möglich dass da ein Zusammenhang besteht. In der Regel kann man immer behaupten das wenn man etwas ändert, und daraufhin die Hummeln verschwinden, dies auch die Ursache ist. Dennoch
geht es hier bei mir eigentlich, da sind schon einige Hummeln unterwegs. Allerdings in der Mehrzahl Acker- und Erdhummeln. Es scheint so zu sein das zumindest meine Völker sich gut entwickeln. Ich glaube die sind schon mehrere Jahre da, hab das nur nie gemerkt. Da zahlt sich aus das ich schon immer ein Rasenmähmuffel war. War wohl Instinkt.

Gruß,
Stefan

>Hallo Stefan, das ist mir auch schon aufgefallen. Sogar Mini-Erdhummeln habe ich entdeckt. Das Gesamtaufkommen an Hummeln ist aber nach wie vor sehr schlecht. Ich befürchte schon Arges für´s nächste Jahr. Soviele Trachtpflanzen habe ich im Garten ausgesät, und es sind nur sehr wenige Hummeln zu sehen. Vor zwei Jahren wurde die Weide neben unserem Haus "erneuert". Das heißt, irgendein Zeug drauf, alle Plfanzen gingen ein, neu umgepflügt und neu gesät. Ob es damit zu tun hat? Grüße, Angelika
Re: Re: Re: Kleine Hummeln unterwegs! Horst 11.07.2004 10:51

Hallo Angelika,
ich glaube in der Natur gibt es immer ein Auf und Ab. Bei uns (20 km südl. Bremens) sind dieses Jahr noch sehr viele Hummeln (Erd-,Acker-, Steinhummeln) unterwegs. Bei meinen Hummelvölkern werden noch fleissig Pollen eingetragen und es fliegen sehr viele Jungköniginnen. So starke Völker hatte ich schon jahrelang nicht mehr.

Gruß
Horst

Re: Re: Kleine Hummeln unterwegs! Stefan Lennertz 10.07.2004 16:22

Hallo Susanne,

die sehen schon sehr Frisch aus, ich habe nämlich Gestern eine der Steinhummeln am Lavendel aufgefangen, da es sehr stark geregnet hatte. Allerdings ist es auch nicht so einfach zu sehen, da die Steinhummeln ja ziemlich schwarz sind.

Es bleibt allerdings dabei das ansonsten fast keine Stein- oder Wiesenhummeln hier zu sehen waren, was darauf hindeuten könnte das die beide Arten halt sehr spät angefangen haben.

Gruß,
Stefan

>Hallo Stefan,
sind die kleinen Hummeln, die Du gesehen hast, denn schon ein wenig "abgenutzt" in Pelz und Flügeln oder sehen sie noch richtig "frisch" aus?
Das könnte ja Hinweise darauf liefern, ob es neu geschlüpfte oder welche aus der ersten Generation eines alten Volkes sind, die nur erstaunlich lange durchgehalten haben.
Bei mir gibt es noch Drohnen von Wiesenhummeln, Winzlinge wie im Frühjahr sind nicht mehr unterwegs.
Grüße
Susanne
Hummel in meiner Wohnung Jenny 10.07.2004 14:57

Hallo,
Seit ca. 3 Tagen erhalte ich täglich mehrfach Besuch von einer Hummel, die sich in meinem Zimmer umschaut - insbesondere mein Kleiderschrank und meine Bettdecke haben es ihr angetan. Ich habe jetzt ein bißchen Angst, daß sie vorhat in meiner Wohnung ein Nest zu bauen, denn mit uns beiden in meiner Ein-Zimmer-Wohnung, das würde wohl auf lange Sicht nicht gutgehen (Insbesondere wenn sie es sich unter meiner Bettdecke gemütlich machen sollte). Ich habe jetzt das Fenster zugemacht (wobei sie davor immer noch manchmal rumschwirrt) damit sie ihren Plan aufgibt und sich woanders ein Nest baut. Aber unendlich lange halte ich es mit geschlossenem Fenster auch nicht aus. Gibt es sonst noch irgendwelche Möglichkeiten ihr meine Wohnung madig zu machen?
vielen dank für Antworten
Jenny

Re: Hummel in meiner Wohnung Stefan Lennertz 10.07.2004 16:43

Hallo Jenny,

die Hummel dürfte eigentlich nur aus folgenden Gründen hartnäckig bleiben: Entweder sie hat schon mit dem Nestbau angefangen,findet in Deiner Umgebung kein ander Nistgelegenheit oder sie sucht Schutz bei schlechtem Wetter. Hatte die Hummel schon mal volle Pollenhöschen? Mein Tip: Öffne mal das Fenster und beobachte genau wo sie hinfliegt,
dann kannst Du, falls sie schon ein Nest hat, dieses Umsetzen.
Ansonsten könntest Du ihr ja vor Deiner Tür mit einer Nisthilfe zu einem neuen Zuhause verhelfen ;-).

Gruß,
Stefan

Hallo,
Seit ca. 3 Tagen erhalte ich täglich mehrfach Besuch von einer Hummel, die sich in meinem Zimmer umschaut - insbesondere mein Kleiderschrank und meine Bettdecke haben es ihr angetan. Ich habe jetzt ein bißchen Angst, daß sie vorhat in meiner Wohnung ein Nest zu bauen, denn mit uns beiden in meiner Ein-Zimmer-Wohnung, das würde wohl auf lange Sicht nicht gutgehen (Insbesondere wenn sie es sich unter meiner Bettdecke gemütlich machen sollte). Ich habe jetzt das Fenster zugemacht (wobei sie davor immer noch manchmal rumschwirrt) damit sie ihren Plan aufgibt und sich woanders ein Nest baut. Aber unendlich lange halte ich es mit geschlossenem Fenster auch nicht aus. Gibt es sonst noch irgendwelche Möglichkeiten ihr meine Wohnung madig zu machen?
vielen dank für Antworten
Jenny
Re: Re: Hummel in meiner Wohnung Jenny 11.07.2004 13:14

Hallo,
Das schlechte Wetter kann es eigentlich nicht sein (sie kommt auch bei strahlendem Sonnenschein). Ich glaube auch nicht das sie schon angefangen hat ein Nest zu bauen. Ich glaube sie hat grundsätzlich meine Kleiderschrank auerkohren, probiert dort aber noch verschiedene Plätze aus (Zur Zeit ist glaub ich das Socken-Fach der Favorit, aber irgendwelche Nest-Anfänge sind da nicht zu finden. Sollte es doch noch zu Nestanfängen kommen - wie setze ich das um und wohin. Vor meiner Tür, in einem Kreuzberger Treppenhaus würde sie wahrscheinlich den Nachbarn zum Opfer fallen.

Gruß
Jenny

Hallo Jenny,

die Hummel dürfte eigentlich nur aus folgenden Gründen hartnäckig bleiben: Entweder sie hat schon mit dem Nestbau angefangen,findet in Deiner Umgebung kein ander Nistgelegenheit oder sie sucht Schutz bei schlechtem Wetter. Hatte die Hummel schon mal volle Pollenhöschen? Mein Tip: Öffne mal das Fenster und beobachte genau wo sie hinfliegt,
dann kannst Du, falls sie schon ein Nest hat, dieses Umsetzen.
Ansonsten könntest Du ihr ja vor Deiner Tür mit einer Nisthilfe zu einem neuen Zuhause verhelfen ;-).

Gruß,
Stefan
Re: Re: Re: Hummel in meiner Wohnung Stefan Lennertz 11.07.2004 14:12

Ob sie schon ein Nest hat kann man daran erkennen das sie volle Pollenhöschen hat wenn sie wiederkommt. So wie Du es beschreibst sucht sie wohl ein Nest, oder sucht Futter. Eine Möglichkeit eine Hummel unterzubringen wäre z.B. ein umgedrehter Blumentopf, evtl. auf eurer Fensterbank.
Auf jeden Fall könnte man eine Futterpflanze auf die Fensterbank stellen. Lavendel blüht zur Zeit sehr schön. Gibt es bei euch vor der Haustür evtl. eine Möglichkeit eine Nisthilfe aufzubauen?

Gruß,
Stefan

Re: Hummel in meiner Wohnung susanne 12.07.2004 16:52
Hallo Jenny,

ich denke, so ein Sockenfach ist langfristig keine gute Behausung für eine Hummel. Bist Du sicher, dass es eine Hummel ist, nicht vielleicht eine andere solitär lebende Wildbiene?
Wahrscheinlich sucht die Hummel derzeit auch eher nach einem Überwinterungsplätzchen als nach einem Neststandort, aber auch da ist sie draußen besser aufgehoben als in einer warmen Wohnung.

Auf jeden Fall sollte eine Fliegengaze/gardine am Fensterrahmen das Problem schnell lösen. Die gibts im Baumarkt vom Meter und sie hilft gleichzeitig auch gegen Mücken. Du kannst das Fenster dann wieder aufmachen.

Grüße
Susanne

Hummelsterben in Berlin - wer weiß etwas dazu? Dr. Melanie von Orlow 11.07.2004 14:58

Liebe Hummelfreunde,
mir sind in letzter Zeit - zuletzt sogar durch einen örtlichen Radiosender - diverse Anfragen wegen eines myteriösen Hummelsterbens zugeleitet worden. Betroffen sind diverse Berliner Bezirke, das Sterben soll teilweise gehäuft sein (zahlreiche Tiere liegen tot oder sterbend an einer Stelle) - jedoch sollen keine Linden in der Nähe stehen.
Ich habe es selber nicht gesehen; kann also außer dem üblichen "Lindensterben" oder illegitimer Pestizid-Anwendung kaum eine Erklärung anbieten. Hat sonst noch jemand davon gehört? Weiß jemand mehr dazu?

Grüße
Melanie

Re: Hummelsterben in Berlin - wer weiß etwas dazu? Johann Wiedl 11.07.2004 21:00
Liebe Hummelfreunde,
mir sind in letzter Zeit - zuletzt sogar durch einen örtlichen Radiosender - diverse Anfragen wegen eines myteriösen Hummelsterbens zugeleitet worden. Betroffen sind diverse Berliner Bezirke, das Sterben soll teilweise gehäuft sein (zahlreiche Tiere liegen tot oder sterbend an einer Stelle) - jedoch sollen keine Linden in der Nähe stehen.
Ich habe es selber nicht gesehen; kann also außer dem üblichen "Lindensterben" oder illegitimer Pestizid-Anwendung kaum eine Erklärung anbieten. Hat sonst noch jemand davon gehört? Weiß jemand mehr dazu?

Grüße
Melanie

Hallo Melanie,
habe bei mir in meinem Garten hier in Emmerich am Rhein heute mittags sehr regen Flugbetrieb von jungen Erd-und Steinhummelköniginnen festgestellt. Im Garten befinden sich zurzeit 3 Erdhummel- und zwei Steinhummelvölker. Bei einem Erdhummelvolk, das seit zwei Tagen mir hummellos schien, kamen vier kleine Hummeln aus dem Nestzugang (Erde)gekrochen. Sie konnten nicht fliegen(keine Flügelschäaden sichtbar), sie waren total ermattet. Sie suchten als Krabbler das Weite und blieben in einiger Entfernung liegen, wo sie dann bald den Geist aufgaben. Nach einer Abwesenheit von einer Stunde fand ich drei Jungköniginnen der Erdhummel auf den befestigten Wegen in Nestnähe tot vor. Ich vermute auch hier Tod durch Verhungern. Auch heute konnte ich eine Kopulation einer Erdhummelkönigin mit einem Drohn auf dem Boden beobachten. Dauer etwa 15 Minuten. Nach der Erfüllung seiner Pflichten war der Drohn so geschwächt, dass er nicht mehr fliegen konnte. Hatte wieder einen Krabbler mehr. Auch der Drohn verendete nach etwa 10 Minuten. So erkläre ich mir die verschiedenen Totfunde der letzten Tage.
Viele Grüsse
Hans Wiedl

Re: Re: Hummelsterben in Berlin - wer weiß etwas dazu? Johann Wiedl 11.07.2004 21:48
> Liebe Hummelfreunde,
> mir sind in letzter Zeit - zuletzt sogar durch einen örtlichen Radiosender - diverse Anfragen wegen eines myteriösen Hummelsterbens zugeleitet worden. Betroffen sind diverse Berliner Bezirke, das Sterben soll teilweise gehäuft sein (zahlreiche Tiere liegen tot oder sterbend an einer Stelle) - jedoch sollen keine Linden in der Nähe stehen.
> Ich habe es selber nicht gesehen; kann also außer dem üblichen "Lindensterben" oder illegitimer Pestizid-Anwendung kaum eine Erklärung anbieten. Hat sonst noch jemand davon gehört? Weiß jemand mehr dazu?
>
> Grüße
> Melanie

Hallo Melanie,
habe bei mir in meinem Garten hier in Emmerich am Rhein heute mittags sehr regen Flugbetrieb von jungen Erd-und Steinhummelköniginnen festgestellt. Im Garten befinden sich zurzeit 3 Erdhummel- und zwei Steinhummelvölker. Bei einem Erdhummelvolk, das seit zwei Tagen mir hummellos schien, kamen vier kleine Hummeln aus dem Nestzugang (Erde)gekrochen. Sie konnten nicht fliegen(keine Flügelschäaden sichtbar), sie waren total ermattet. Sie suchten als Krabbler das Weite und blieben in einiger Entfernung liegen, wo sie dann bald den Geist aufgaben. Nach einer Abwesenheit von einer Stunde fand ich drei Jungköniginnen der Erdhummel auf den befestigten Wegen in Nestnähe tot vor. Ich vermute auch hier Tod durch Verhungern. Auch heute konnte ich eine Kopulation einer Erdhummelkönigin mit einem Drohn auf dem Boden beobachten. Dauer etwa 15 Minuten. Nach der Erfüllung seiner Pflichten war der Drohn so geschwächt, dass er nicht mehr fliegen konnte. Hatte wieder einen Krabbler mehr. Auch der Drohn verendete nach etwa 10 Minuten. So erkläre ich mir die verschiedenen Totfunde der letzten Tage.
Viele Grüsse
Hans Wiedl

Nachtrag zum Hummelsterben
ich glaube, dass das derzeitige Hummelsterben saisonbedingt ist. Die meisten Völker haben den Höhepunkt der Entwicklung überschritten und ein natürlicher Abgang ist die Folge. Auch kann die augenblickliche Trachtlücke diesen Vorgang noch fördern.
Wiedl

Re: Hummelsterben in Berlin - wer weiß etwas dazu? Manfred 12.07.2004 12:12

Hallo Melanie,

hier mal eine These in den Raum geworfen, die mir prinzipiell möglich erscheint:
Die Hummelvölker die ich überprüfen konnte,haben 1) alle Geschlechtstiere hervorgebracht und 2) extreme Nahrungsvorräte, d.h. jede nur verfügbare leere Puppenhülle ist zum Honigspeicher umfunktioniert (in meinem Erdhummelvolk sind bei noch etwa 40 Tieren an die 100 gefüllte Honigtöpfe). Durch den natürlichen Abbau der Völker (die dieses Jahr z.T. recht groß waren)nach Aufzucht der Geschlechtstiere wird in dieser Situation keine Nahrung mehr gebraucht. Die Sammlerinnen sind somit überflüssig. Ist es nicht möglich, dass dies zum Absterben der Tiere führt? Eine weitere Idee wäre, dass die Stockhummeln aufgrund der feuchten Witterung und dem zu großem Nahrungsvorrat den Honig bzw. Nektar nicht mehr aufgereiten können und dieser verdirbt?
Auffällig ist zumindest, dass die vorhandenen Trachtpflanzen nicht überweidet werden. Knappe Nahrung kann jedenfalls kein Grund für das Hummelsterben sein.
Hier für Hamburg würde ich zusammenfassand sagen: Es gab viele Hummelvölker mit sehr vielen Arbeiterinnen, die aufgrund der guten Witterung im Frühjahr zahlreiche Geschlechtstiere hervorberacht haben und nun, begünstigt durch die nasse Witterung und die hohen Nahrungsvorräte, bei den Sammlerinnen stark abbauen.
Mich würde interessieren, ob in anderen Regionen Deutschlands die Völker auch solch große Nahrungsüberschüsse eingelagert haben.

Viele Grüße
Manfred

Re: Re: Hummelsterben in Berlin - wer weiß etwas dazu? Johann Wiedl 12.07.2004 13:26
Hallo Melanie,

hier mal eine These in den Raum geworfen, die mir prinzipiell möglich erscheint:
Die Hummelvölker die ich überprüfen konnte,haben 1) alle Geschlechtstiere hervorgebracht und 2) extreme Nahrungsvorräte, d.h. jede nur verfügbare leere Puppenhülle ist zum Honigspeicher umfunktioniert (in meinem Erdhummelvolk sind bei noch etwa 40 Tieren an die 100 gefüllte Honigtöpfe). Durch den natürlichen Abbau der Völker (die dieses Jahr z.T. recht groß waren)nach Aufzucht der Geschlechtstiere wird in dieser Situation keine Nahrung mehr gebraucht. Die Sammlerinnen sind somit überflüssig. Ist es nicht möglich, dass dies zum Absterben der Tiere führt? Eine weitere Idee wäre, dass die Stockhummeln aufgrund der feuchten Witterung und dem zu großem Nahrungsvorrat den Honig bzw. Nektar nicht mehr aufgereiten können und dieser verdirbt?
Auffällig ist zumindest, dass die vorhandenen Trachtpflanzen nicht überweidet werden. Knappe Nahrung kann jedenfalls kein Grund für das Hummelsterben sein.
Hier für Hamburg würde ich zusammenfassand sagen: Es gab viele Hummelvölker mit sehr vielen Arbeiterinnen, die aufgrund der guten Witterung im Frühjahr zahlreiche Geschlechtstiere hervorberacht haben und nun, begünstigt durch die nasse Witterung und die hohen Nahrungsvorräte, bei den Sammlerinnen stark abbauen.
Mich würde interessieren, ob in anderen Regionen Deutschlands die Völker auch solch große Nahrungsüberschüsse eingelagert haben.

Viele Grüße
Manfred

Hallo Manfred,
das mit den vollen Honigtöpfen trifft für die Region Niederrhein nicht zu. Hier herrscht Nahrungsmangel. Stelle aber fest, dass die Blüten im Garten und Umfeld kaum noch von Hummeln, außer der Ackerhummel, beflogen werden.
Gruß Hans Wiedl

Re: Hummelsterben in Berlin - wer weiß etwas dazu? susanne 13.07.2004 09:58
Hallo Melanie,

schau mal in das Forum von www.aktion-hummelschutz.de
Da hat ein Mensch namens bumblebee von sterbenden Hummeln unter Linden berichtet, die von innen ausgehöhlt waren (obwohl sie z.T. noch lebten). Igitt, bin ich froh, dass ich kein Insekt bin.
Ich hab ihn auf Deine Anfrage verwiesen und ihm die hymenoptera-adresse gegeben, aber vielleicht schreibst Du ihm selbst mal.
Gruß Susanne

honig bei hummeln thomas 11.07.2004 17:35

ich habe da ne frage? es mag komisch klingen, aber ich habe mich mit einem kumpel unterhalten, und wir wusten nicht ob man von hummeln honig gewinnen kann. deshalb die frage
kann man von hummeln honig gewinnen ?

Re: honig bei hummeln Johann Wiedl 11.07.2004 20:09
ich habe da ne frage? es mag komisch klingen, aber ich habe mich mit einem kumpel unterhalten, und wir wusten nicht ob man von hummeln honig gewinnen kann. deshalb die frage
kann man von hummeln honig gewinnen ?

Hallo Thomas,
eine Honiggewinnung bei Hummeln ist nicht möglich. Hummeln legen im Gegensatz zu den Bienen keinen Wintervorrat an.
Gruss Hans

Re: honig bei hummeln Christian 12.07.2004 09:21

Halllo,

wobei man im Sommer Honig "sammeln" könnte. Mein Opa hat mir erzählt, das er als Kind Hummelnester ausgegraben hat und die Honigtöpfchen ausgelutscht hat, soll super geschmeckt haben. Sollte man aber nicht nach machen da Hummeln geschützt sind und je nach dem welche Hummelart es sehr unangenehm sein kann, wenn man das Nest ausgräbt.

Gruß
Christian

Re: Re: honig bei hummeln Johann Wiedl 12.07.2004 16:04
Halllo,

wobei man im Sommer Honig "sammeln" könnte. Mein Opa hat mir erzählt, das er als Kind Hummelnester ausgegraben hat und die Honigtöpfchen ausgelutscht hat, soll super geschmeckt haben. Sollte man aber nicht nach machen da Hummeln geschützt sind und je nach dem welche Hummelart es sehr unangenehm sein kann, wenn man das Nest ausgräbt.

Gruß
Christian

Hallo Christian,
natürlich es es möglich, ein paar Gramm Honig zu "ernten". Für einen Hummelfreund kommt dies aber nicht in Frage.
Grüsse
Hans

Re: Re: Re: honig bei hummeln Marika 29.10.2004 21:44

Hallo!
Wollt mal nachfragen, wie es ausschaut wenn man Hummeln in Niestkästen hat....kann man dann wie bei der Biene die Waben ernten und schleudern...kann man was anderes von der Hummel als Nahrung nutzen...vielleicht hat jemand eine Antwort für mich......

Re: Re: Re: Re: honig bei hummeln susanne 02.11.2004 15:41
....kann man dann wie bei der Biene die Waben ernten und schleudern..

kann man was anderes von der Hummel als Nahrung nutzen...

Hallo Marika,
nein man kann nichts von der Hummel als Nahrung nutzen, weil sie das alles selber brauchen um über die Runden zu kommen!
Bei Bienen gibt der Imker ja Zuckerlösung zu, um für den "Honigklau" zu entschädigen und damit die Bienen nicht verhungern.
Ich weis nicht, ob das bei Hummeln auch ginge, aber Hummelhonig ist viel flüssiger als Bienenhonig und wird nicht auf Dauer sondern nur für ein paar Tage gespeichert. Deshalb ist er wohl auch nicht so haltbar wie Bienenhonig, er würde wahrscheinlich anfangen zu gären.
Außerdem bauen Hummeln sehr unregelmäßige Haufennester - nicht so schön ordentliche Waben, wie die Bienen. Da gingen die Brutwaben kaputt, wenn man die Honigtönnchen rausnehmen wollte.
Zudem ist ein Hummelnest auch sehr klein, die Ausbeute wäre sehr gering, und nicht so sauber dass ich den Honig mit Appetit essen wollte.

Hummelhaltung ist also mehr was für Leute, die indirekt profitieren wollen durch z.B.
- das Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun,
- Spass an den behäbigen, schönen Brummern und ihren Flugkünsten,
- reichere Obsternte (ich hatte nie vorher so viele Johannisbeeren und Brombeeren),
- reichere Gemüseernte (besonders Bohnen, Erbsen etc.)

Grüße
Susanne

Re: Re: Re: Re: Re: honig bei hummeln Marika 06.11.2004 20:02

....will die Hummel ja nicht ausnutzen, arbeite selbst an einen Projekt zur Erhaltung der Hummel indem wir Lebensräume für die Hummel erhalten bzw wieder anlegen......

Re: Re: Re: Re: Re: Re: honig bei hummeln susanne 08.11.2004 19:03
....will die Hummel ja nicht ausnutzen, arbeite selbst an einen Projekt zur Erhaltung der Hummel indem wir Lebensräume für die Hummel erhalten bzw wieder anlegen......

Hallo Marika, was für ein Projekt ist das denn? Und wie bist Du auf die "Ernte"-Frage gekommen?
Grüße Susanne

Re: honig bei hummeln susanne 12.07.2004 17:32
Hallo Thomas,

der Honig von Hummeln ist wesentlich dünnflüssiger als der von Bienen, weil Bienen ihren Nektar in einem komplizierten Verfahren "dörren". dabei würgen die Bienen immer wieder einen Tropfen aus dem Sozialmagen hervor und lassen ihn auf der rausgestreckten Zunge quasi trocknen. Dazu wird im Stock durch die Luftzirkulation richtig "Wind gemacht". Die regelmäßige Wabenstruktur ermöglicht dann die eher zähe Masse zu ernten.
Hummelhonig ist in klumpig angeordneten Einzeltöpfchen untergebracht und viel flüssiger, weil die Hummeln ihn ja nur zwischenlagern für ein paar Regentage oder kaltes Wetter. er ist dadurch, glaub ich, auch weniger haltbar als der Wintervorrat der mehrjährigen Bienenvölker.

Grüße
Susanne

Meine Hummeln haben die Motten Elke 12.07.2004 07:53

Hallo Forum!
Letztendlich hat es meine Wiesenhummeln doch noch erwischt: Gestern habe ich kleine Wachsmottenlarven gefunden, alles ist voll mit Eiern, 2 Falter habe ich venichtet.
Es sind kaum noch Brutwaben zu sehen, weder Alt- noch Jungkönigin konnte ich entdecken, vielleicht war die Altkönigin aber auch nur gut versteckt. Es waren etwa 10 Arbeiterinnen im Nest.
Ist es zu spät, mit Raupenfrei einzugreifen - baut das Volk jetzt ohnehin ab? Da heute sehr schlechtes Wetter ist, kann ich eine Behandlung auch nicht durchführen.
Wie sieht es bei euren Wiesenhummeln aus?
Gruß
Elke

Re: Meine Hummeln haben die Motten Manfred 12.07.2004 08:03

Hallo Elke,

die Wiesenhummeln sind jezt eh durch, daher ist eine Behandlung des Nestes sinnlos. In diesem Stadium sind die Wachsmotten sozusagen eine Art Gesundheitspolizei. Sie vernichten das alte Nest und damit auch etliche Parasiten, die sonst (in Naturnestern)überwintern würden.

Gruß aus HH
Manfred

Massensterben Christina 13.07.2004 16:43

hallo,
habe vergangenes Wochenende beim Spazieregehen eine grausige Entdeckung gemacht:
Unter einem derzeit blühenden Baum (indem es von Hummeln nur so wimmelte) habe ich tote Hummeln gesehen - es müssen Hunderte gewesen sein.
Das schlimmste aber war, dass diese Hummeln wohl von iregndwas befallen waren, was Ihnen den Hinteleib leersaugt- oder frisst. Habe sowas noch nie gesehen.
Was kann das sein?

Gruß, Christina

Re: Massensterben Johann Wiedl 13.07.2004 20:34
hallo,
habe vergangenes Wochenende beim Spazieregehen eine grausige Entdeckung gemacht:
Unter einem derzeit blühenden Baum (indem es von Hummeln nur so wimmelte) habe ich tote Hummeln gesehen - es müssen Hunderte gewesen sein.
Das schlimmste aber war, dass diese Hummeln wohl von iregndwas befallen waren, was Ihnen den Hinteleib leersaugt- oder frisst. Habe sowas noch nie gesehen.
Was kann das sein?

Gruß, Christina
Hallo Christina,

um welchen blühenden Baum handelt es sich, eventuell Linde? Würde dies zutreffen, kommen wir der Sache schon näher. Wieviele ausgesaugte Hummeln waren es? Einzelne ermattete Hummeln werden oft eine leichte Beute von Vögeln, z.B. der Kohlmeise.Interessant wäre auch noch, in welcher Gegend wurde die Beobachtung gemacht?

Grüsse Hans Wiedl, Emmerich am Rhein

Re: Re: Massensterben Christina 14.07.2004 08:02
> Hallo Christina,

um welchen blühenden Baum handelt es sich, eventuell Linde? Würde dies zutreffen, kommen wir der Sache schon näher. Wieviele ausgesaugte Hummeln waren es? Einzelne ermattete Hummeln werden oft eine leichte Beute von Vögeln, z.B. der Kohlmeise.Interessant wäre auch noch, in welcher Gegend wurde die Beobachtung gemacht?

Grüsse Hans Wiedl, Emmerich am Rhein

Guten Tag, Herr Wiedl,

bei diesem Baum handelte es sich wohl wirklich um eine Linde. Der Boden darunter war übersäht von toten Hummeln. Einige zappelten noch. Aber die Hinterleiber dieser Hummeln waren regelrecht hohl. Ich hatte den Eindruck, als wenn in den Hummeln drin etwas lebt - eine Made oder ein Parasit oder sowas. Ich habe mit etlich angesehen. Es war widerlich.
Der Baum steht in der Frauenburg bei Frauenberg im Westrich.
Gruß, Christina