Beiträge aus 2004

Hummelnest auf dem Dachboden Michel 23.06.2004 22:11

Hallo und guten Abend

Wir haben auf unserem Dachboden ein Hummelnest.Die Tiere fliegen über unserem Küchenfenster durch einen Schlitz unters Dach.In unserer Küche hört man es rumoren .Das Nest muss sich in der Dämmung befinden,die liegt auf der Decke auf.Die Decke besteht aus Gipsplatten.
Nun meine Frage :Die Hummeln machen Geräusche ,die sich wie kratzen und schaben anhören.Wollen die Hummeln durch die Decke ? Vielleicht weil es unten wärmer ist als auf dem Dachboden ?

Wie kann ich die Hummeln davon abhalten ?

Ich möchte nicht mit der chemischen Keule loslegen!

Danke für Antwort im voraus !!

Re: Hummelnest auf dem Dachboden Stefan Lennertz 24.06.2004 10:14

Eher nicht, da das Nest ja nun einmal schon existiert, und jede Veränderung oder Erschütterung der Lage die Waben zerstören könnte. Das Rumoren könnte von den Bemühungen der
Hummeln stammen das Klima im Nest durch Flügelschlag zu regulieren. Oder auch einfach durch rumkrabbeln.

Hummelnester in Dämmungen sind häufig, von nachhaltigen Schäden ist allerdings nichts bekannt.

Gruß,
Stefan

Hallo und guten Abend

Wir haben auf unserem Dachboden ein Hummelnest.Die Tiere fliegen über unserem Küchenfenster durch einen Schlitz unters Dach.In unserer Küche hört man es rumoren .Das Nest muss sich in der Dämmung befinden,die liegt auf der Decke auf.Die Decke besteht aus Gipsplatten.
Nun meine Frage :Die Hummeln machen Geräusche ,die sich wie kratzen und schaben anhören.Wollen die Hummeln durch die Decke ? Vielleicht weil es unten wärmer ist als auf dem Dachboden ?

Wie kann ich die Hummeln davon abhalten ?

Ich möchte nicht mit der chemischen Keule loslegen!

Danke für Antwort im voraus !!
Steinhummeln Manfred 25.06.2004 07:54

Hallo,

mmeine Steinhummeln scheinen am Ende des Lebenszyklus angekommen zu sein. Es gibt keine jungen Larven mehr und die Altkönigin sitzt auf dem Nistmaterial. Die Arbeiterinnen ignorieren sie. Da ihr Tod abzusehen ist, habe ich sie für 2 Tage aus dem Kasten genommen. Der Betrieb am Nest hat sich dadurch nur wenig verändert (ein Blick in das Nest ist nur durch ein kleines Guckloch möglich, da die Nestkugel von einer dicken Wachsschicht umgeben ist). Nach 2 Tagen habe ich die Königin - sie lebt immer noch und hat auch etwas Zuckerwasser aufgenommen - wieder zurück in den Kasten an den Nesteingang gesetzt. Sie ist langsam in das Nest hinein gekrabbelt und bisher nicht wieder herausgekommen.
Mal sehen was passiert.

Gruß
Manfred

Re: Steinhummeln Michel 25.06.2004 16:02

Mein Steinhummelvolk hat derzeit etwa 70 Arbeiterinnen und hat noch einiges vor sich. Die verhältnismäßig riesige Altkönigin legt weiterhin Eier und es gibt zahlreiche Larven. Der Höhepunkt wird sicher erst Ende Juli erreicht sein.

Hatte dein Volk schon Jungköniginnen?

Meine Wiesenhummeln bauen aber mehr und mehr ab. Die Altkönigin ist tot. Mittlerweile sind etwa 30 Jungköniginnen geschlüpft. Weitere Kokons und Larven sind aber noch vorhanden.

Viele Grüße
Michel

Hummelnest zerstört Ralf-Gero Winkler 25.06.2004 18:12

Seit Jahren haben wir bei uns im Garten in einer von mir eingegrabenen, vermoderten Baumwurzel. Dieses Jahr, ich dachte erst es sind Menschen gewesen, war der Stumpf herausgerissen und die Hummeln krochen in einem kleinen Umkreis verwirrt umher. Darauf hin habe ich die Wurzelreste wieder zusammengelegt, einen großen Blumentopf darüber gestülpt und zu guter Letzt einen großen Erdhügel darüber geschüttet. Durch ein kleines Kunstoffrohr welches mit Steinen überbaut den geschützten Zugang für die Hummeln sicher stellte. Gut....ich war sehr erfreut das die Hummeln nach einem Tag ihr "neues-altes" Zuhause akzeptierten. Sie können sich nicht vorstellen, aber als ich heute Morgen aus dem Haus ging, war der Anblick der gleiche wie vor einer Woche....Hummeln überall auf der Erde, der von mir aufgeschüttete Erdhaufen in alle Richtungen weggescharrte, der große, runde Blumentopf umgestülpt und die Baumwurzel zerstört, zerpfleddert. Lange Geschichte, die mich sehr traurig macht.....meine Frage! Gibt es Tiere, welche so etwas machen um an das Nest zu kommen...warum auch immer???? Ich freue mich sehr über eine Antwort, bis dann mit freundlichen Grüßen

Ralf-Gero

Re: Hummelnest zerstört Johann Wiedl 25.06.2004 19:59
Seit Jahren haben wir bei uns im Garten in einer von mir eingegrabenen, vermoderten Baumwurzel. Dieses Jahr, ich dachte erst es sind Menschen gewesen, war der Stumpf herausgerissen und die Hummeln krochen in einem kleinen Umkreis verwirrt umher. Darauf hin habe ich die Wurzelreste wieder zusammengelegt, einen großen Blumentopf darüber gestülpt und zu guter Letzt einen großen Erdhügel darüber geschüttet. Durch ein kleines Kunstoffrohr welches mit Steinen überbaut den geschützten Zugang für die Hummeln sicher stellte. Gut....ich war sehr erfreut das die Hummeln nach einem Tag ihr "neues-altes" Zuhause akzeptierten. Sie können sich nicht vorstellen, aber als ich heute Morgen aus dem Haus ging, war der Anblick der gleiche wie vor einer Woche....Hummeln überall auf der Erde, der von mir aufgeschüttete Erdhaufen in alle Richtungen weggescharrte, der große, runde Blumentopf umgestülpt und die Baumwurzel zerstört, zerpfleddert. Lange Geschichte, die mich sehr traurig macht.....meine Frage! Gibt es Tiere, welche so etwas machen um an das Nest zu kommen...warum auch immer???? Ich freue mich sehr über eine Antwort, bis dann mit freundlichen Grüßen

Ralf-Gero

Hallo Ralf Gero,
da es sich nachts ereignete, scheidet als Täter ein Wespenbussard aus. Wichtig für eine richtige Beantwortung wäre, wo liegt das Hummelnest. In der Stadt oder auf ländlichem Gebiet. In Frage kommen Igel, Dachs oder auch Marder.

Hans Wiedl

Re: Re: Hummelnest zerstört Ralf-Gero Winkler 28.06.2004 08:49
> Seit Jahren haben wir bei uns im Garten in einer von mir eingegrabenen, vermoderten Baumwurzel. Dieses Jahr, ich dachte erst es sind Menschen gewesen, war der Stumpf herausgerissen und die Hummeln krochen in einem kleinen Umkreis verwirrt umher. Darauf hin habe ich die Wurzelreste wieder zusammengelegt, einen großen Blumentopf darüber gestülpt und zu guter Letzt einen großen Erdhügel darüber geschüttet. Durch ein kleines Kunstoffrohr welches mit Steinen überbaut den geschützten Zugang für die Hummeln sicher stellte. Gut....ich war sehr erfreut das die Hummeln nach einem Tag ihr "neues-altes" Zuhause akzeptierten. Sie können sich nicht vorstellen, aber als ich heute Morgen aus dem Haus ging, war der Anblick der gleiche wie vor einer Woche....Hummeln überall auf der Erde, der von mir aufgeschüttete Erdhaufen in alle Richtungen weggescharrte, der große, runde Blumentopf umgestülpt und die Baumwurzel zerstört, zerpfleddert. Lange Geschichte, die mich sehr traurig macht.....meine Frage! Gibt es Tiere, welche so etwas machen um an das Nest zu kommen...warum auch immer???? Ich freue mich sehr über eine Antwort, bis dann mit freundlichen Grüßen
>
> Ralf-Gero

Hallo Ralf Gero,
da es sich nachts ereignete, scheidet als Täter ein Wespenbussard aus. Wichtig für eine richtige Beantwortung wäre, wo liegt das Hummelnest. In der Stadt oder auf ländlichem Gebiet. In Frage kommen Igel, Dachs oder auch Marder.

Hans Wiedl

Guten Morgen Hans Wiedl,

wir wohnen in einem Stadtrandgebiet, also in nahmen Einzug zu Waldgebieten. Habe da das Nest wieder aufgebaut und die Hummeln haben wohl zum zweiten Mal überlebt...mal sehen wie lange das hält! Danke für Ihre Antwort, Herzlichst

Ralf-Gero Winkler

Re: Hummelnest zerstört Balthasar 27.06.2004 22:51

Da fällt mir nur der Dachs ein!. Er besiedelt auch Stadtrandgebiete und ist ein kecker Honigdieb - und nur nachtaktiv.
Balthasar

Re: Re: Hummelnest zerstört Ralf-Gero Winkler 28.06.2004 08:53
Da fällt mir nur der Dachs ein!. Er besiedelt auch Stadtrandgebiete und ist ein kecker Honigdieb - und nur nachtaktiv.
Balthasar

Guten Morgen Herr Baltasar,

habe zwar noch keinen Dachs hier gesehen, ist aber nicht aus zuz schließen den wir sind ca. 2,5 KM von Waldgebieten umgrenzt. Frech das dieser zum zweiten Mal eiskalt zugeschlagen hat....dieser wer immer das ist! Danke für Ihre Antwort mfg Ralf-gero Winkler

Unsere neuen Untermieter haben sich nicht vorgestellt Sarah 26.06.2004 15:36

Hallihallo,
wir haben seit einiger Zeit ein Hummelnest unter der Garage. Und jetzt wüsste ich mal gerne, was das für eine Art ist. Die Herrschaften wollen sich einfach nicht fotografieren lassen (außer einer, die sich irgendwelches Zeug in die Flügel gematscht hat und nicht mehr abhauen konnte - wobei ich gar nicht weiß, ob die überhaupt zu dem Volk dazugehört - sie ist nämlich viel heller als die anderen und das Foto ist auch unscharf geworden - ich kann es aber gerne verschicken, falls jemand mal gu8cken will.
Also unsere Untermieter jedenfalls sind zwischen 7mm und 20mm groß, fast komplett schwarz und nur hinten orange und sie leben wie gesagt unter der Garage. Kann mir vielleicht jemand sagen, was das für eine Art ist - ich wäre sehr dankbar.
Mfg Sarah

Re: Unsere neuen Untermieter haben sich nicht vorgestellt Michel 26.06.2004 19:13

Hallo,
klingt nach Steinhummel. Gegebenenfalls könnte es auch eine dunkle Variante der Wiesenhummel sein.

Am besten mal unter Hummelarten auf dieser Webseite nachschauen. Da gibt es auch Links zu weiteren Hummelbildern.

Viele Grüße
Michel

Re: Unsere neuen Untermieter haben sich nicht vorgestellt Stefan Lennertz 26.06.2004 21:47

Wahrscheinlich eine Steinhummel, ein Foto wäre schön.

Gruß,
Stefan

Hallihallo,
wir haben seit einiger Zeit ein Hummelnest unter der Garage. Und jetzt wüsste ich mal gerne, was das für eine Art ist. Die Herrschaften wollen sich einfach nicht fotografieren lassen (außer einer, die sich irgendwelches Zeug in die Flügel gematscht hat und nicht mehr abhauen konnte - wobei ich gar nicht weiß, ob die überhaupt zu dem Volk dazugehört - sie ist nämlich viel heller als die anderen und das Foto ist auch unscharf geworden - ich kann es aber gerne verschicken, falls jemand mal gu8cken will.
Also unsere Untermieter jedenfalls sind zwischen 7mm und 20mm groß, fast komplett schwarz und nur hinten orange und sie leben wie gesagt unter der Garage. Kann mir vielleicht jemand sagen, was das für eine Art ist - ich wäre sehr dankbar.
Mfg Sarah
Hummelnest und Hund Brigitte 26.06.2004 20:44

Hallo,
gestern beim Rasenmähen haben wir ein Hummelnest ist der Erde entdeckt, hatte mich schon gewundert wieso die letzten Wochen immer wieder Hummeln in der Wohnung waren.
Übrigens vor ein paar Tagen war auch eine Hornisse in unserem Eßzimmer.
Nun habe ich mit dem Hummelnest ein Problem. Wir haben einen Hund der irrsinnig viel gräbt. Leider ist er allergisch auf Wespengift (wäre nach Wespenstichen fast gestorben). Hummelgift wirkt wohl ähnlich.
Was machen wir jetzt? Einesteils möchte ich das Hummelnest nicht zerstören, andererseits aber auch das Leben unseres Hundes nicht aufs Spiel setzen. Der Hund ist immer einen halben Tag alleine und kann jederzeit in den Garten.

Kennt jemand eine Möglichkeit die Hummeln zu
vertreiben, oder was könnten wir tun?

Bin für jeden Hinweis dankbar.
Viele Grüsse
Brigitte

Re: Hummelnest und Hund susanne 26.06.2004 20:57
Hallo Brigitte,

die Hummeln haben jetzt gerade die Phase kurz vor dem Nesthöhepunkt. Sie fangen jetzt an Geschlechtstiere (Königinnen für nächstes Jahr und Drohnen) zu produzieren, also das Ziel zu erreichen, wegen dessen sie sich jedes Jahr aufs neue abmühen. Sie lassen sich jetzt nicht mehr vertreiben; Du kannst das Nest nur noch erhalten (oder mutwillig und gesetzwidrig zerstören). Eine evtl. gangbare Variante wäre die kostenpflichtige Umsetzung des Nestes in einen Hummelkasten (durch einen Experten!).

Vielleicht gibt es aber auch eine einfachere Lösung für alle:
Kann Dein Hund nicht irgendwie von dem Nest ferngehalten werden? Wenn Du den Hund nicht die paar Wochen, bis die Hummeln eh verschwinden einsperren willst, kannst Du ihn vielleicht aus der "Hummelzone" aussperren? Durch eine weiträumige Abdeckung aus Maschendraht z.B., die dem Hund die Freude am Graben nimmt, die Hummeln aber kalt lässt?
Sei kreativ,
Susanne

Re: Hummelnest und Hund Stefan Lennertz 26.06.2004 22:06

Hallo,

das Hummelnest lässt sich leider in der jetzigen Phase nicht mehr versetzen. Das einfachste wäre es
wahrscheinlich mit einem Schutz aus Maschendraht,
wie es z.B. Susanne vorschlägt.

Wahrscheinlich hat Dein Hund das Nest längst schon entdeckt und respektiert es.
Die Population der Hummelnester erreicht zum jetzigen Zeitpunkt ihren Höhepunkt oder ist schon drüber hinweg, was bedeutet das das Nest sich schon mehrere Wochen bzw. Monate an diesem Ort befindet.

Zum einen wäre es Schade wenn das Nest in ihrer letzten Phase zerstört würde, und zum anderen bedeuten Hummeln in der Tat so gut wie keine Gefahr für den Hund, solange er das Nest nicht ausgräbt.

Gruß,
Stefan

Hallo,
gestern beim Rasenmähen haben wir ein Hummelnest ist der Erde entdeckt, hatte mich schon gewundert wieso die letzten Wochen immer wieder Hummeln in der Wohnung waren.
Übrigens vor ein paar Tagen war auch eine Hornisse in unserem Eßzimmer.
Nun habe ich mit dem Hummelnest ein Problem. Wir haben einen Hund der irrsinnig viel gräbt. Leider ist er allergisch auf Wespengift (wäre nach Wespenstichen fast gestorben). Hummelgift wirkt wohl ähnlich.
Was machen wir jetzt? Einesteils möchte ich das Hummelnest nicht zerstören, andererseits aber auch das Leben unseres Hundes nicht aufs Spiel setzen. Der Hund ist immer einen halben Tag alleine und kann jederzeit in den Garten.

Kennt jemand eine Möglichkeit die Hummeln zu
vertreiben, oder was könnten wir tun?

Bin für jeden Hinweis dankbar.
Viele Grüsse
Brigitte
Re: Re: Hummelnest und Hund Brigitte 27.06.2004 07:43

Hallo,
danke für Eure antworten.
Zerstören möchte ich das Hummelnest wirklich nicht. Mir gefallen die Hummeln gut und als sich einige in die Wohnung verirrt hatten, habe ich diesen wieder zur Freiheit verholfen.
Das war sehr mühsam, wie mache ich das eigentlich am besten?
Nun nochmal zum Nest. Ich habe eine Metalltonne mit 1m Durchmesser, 50cm hoch, zum Regenwasser auffangen. Wenn ich diese verkehrt über das Nest stellen würde und Leisten unterlege, damit die Hummeln ausfliegen können, wäre das eine akzeptable Lösung für die Hummeln?
Maschendraht als Schutz gefällt mir nicht so, mein neugieriger Hund würde wahrscheinlich "Untersuchungen" anstellen.

Viele Grüsse
Brigitte

Hallo,

das Hummelnest lässt sich leider in der jetzigen Phase nicht mehr versetzen. Das einfachste wäre es
wahrscheinlich mit einem Schutz aus Maschendraht,
wie es z.B. Susanne vorschlägt.

Wahrscheinlich hat Dein Hund das Nest längst schon entdeckt und respektiert es.
Die Population der Hummelnester erreicht zum jetzigen Zeitpunkt ihren Höhepunkt oder ist schon drüber hinweg, was bedeutet das das Nest sich schon mehrere Wochen bzw. Monate an diesem Ort befindet.

Zum einen wäre es Schade wenn das Nest in ihrer letzten Phase zerstört würde, und zum anderen bedeuten Hummeln in der Tat so gut wie keine Gefahr für den Hund, solange er das Nest nicht ausgräbt.

Gruß,
Stefan









> Hallo,
> gestern beim Rasenmähen haben wir ein Hummelnest ist der Erde entdeckt, hatte mich schon gewundert wieso die letzten Wochen immer wieder Hummeln in der Wohnung waren.
> Übrigens vor ein paar Tagen war auch eine Hornisse in unserem Eßzimmer.
> Nun habe ich mit dem Hummelnest ein Problem. Wir haben einen Hund der irrsinnig viel gräbt. Leider ist er allergisch auf Wespengift (wäre nach Wespenstichen fast gestorben). Hummelgift wirkt wohl ähnlich.
> Was machen wir jetzt? Einesteils möchte ich das Hummelnest nicht zerstören, andererseits aber auch das Leben unseres Hundes nicht aufs Spiel setzen. Der Hund ist immer einen halben Tag alleine und kann jederzeit in den Garten.
>
> Kennt jemand eine Möglichkeit die Hummeln zu
> vertreiben, oder was könnten wir tun?
>
> Bin für jeden Hinweis dankbar.
> Viele Grüsse
> Brigitte
>
Re: Re: Re: Hummelnest und Hund Stefan Lennertz 27.06.2004 22:45

Hallo,

bist Du sicher das die Tonne nicht auch das Interesse Deines Hundes wecken würde? Wie möchtest Du sie befestigen? Nicht so einfach. Wenn der Hund unbedingt möchte wird er einige Hindernisse aus dem Weg räumen können. Wie wäre es wenn Du beides einfach mal beobachtest, zunächst mit Maschendraht, da es für die Hummeln weniger Verunsicherung bzw. Stress bedeutet. Und wenn es nicht klappt, die Tonne.

Evtl. wäre es ja auch mal interessant zu sehen wie der Hund sich im Garten verhält, wenn er sich in der Nähe des Nestes befindet. Es könnte sein das der Hund, wie schon mal erwähnt, dass Nest schon kennt und aus Respekt vor den Hummeln Abstand hält. Das diese ihm neu sind kann ich mir bei der Häufigkeit mit der Dein Hund den Garten betritt einfach nicht vorstellen. In diesem Fall würde man
evtl. erst durch die Tonne bzw. den Maschendraht ein Interesse wecken welches der Hund ansonsten dem Nest nicht zukommen lassen würde.

Versuche doch einfach mal vorab zu beobachten wie Dein Hund sich generell in der Nähe des Nestes verhält. Das bedeutet zwar etwas Mühe, aber ich denke , es ist es Wert.

Am besten nimmt man Hummeln auf in dem man sie einfach auf ein Blatt laufen läßt, oder auf die Hand.

Gruß,
Stefan

Hallo,
danke für Eure antworten.
Zerstören möchte ich das Hummelnest wirklich nicht. Mir gefallen die Hummeln gut und als sich einige in die Wohnung verirrt hatten, habe ich diesen wieder zur Freiheit verholfen.
Das war sehr mühsam, wie mache ich das eigentlich am besten?
Nun nochmal zum Nest. Ich habe eine Metalltonne mit 1m Durchmesser, 50cm hoch, zum Regenwasser auffangen. Wenn ich diese verkehrt über das Nest stellen würde und Leisten unterlege, damit die Hummeln ausfliegen können, wäre das eine akzeptable Lösung für die Hummeln?
Maschendraht als Schutz gefällt mir nicht so, mein neugieriger Hund würde wahrscheinlich "Untersuchungen" anstellen.


Viele Grüsse
Brigitte
Re: Re: Re: Hummelnest und Hund susanne 28.06.2004 16:55

Hallo Brigitte,
1. die Idee mit der Tonne geht sicher auch, wichtig ist, dass von Innen beim Verlassen des Nestes deutlich eine Öffnung wahrzunehmen ist, also Lichteinfall.

Du solltest die Tonne aber erst nach Hereinbrechen der Dunkelheit aufstellen !!!!

Wenn Du das tagsüber machen würdest, können die Hummeln den Weg zurück nicht finden. Abends sind dann alle im Nest und wenn sie am Morgen rausfliegen , merken sie sich die neue Einflugssituation. Dann auch bitte nix mehr ändern, oder erst wieder am späten Abend.
Unterschätz nicht, wie lange Hummeln ausfliegen. Bei gutem Sammelwetter und Helligkeit am Abend sind meine "Mädels" noch locker bis 22.oo Uhr unterwegs.

2. Wenn Du eine Hummel aus der Wohnung raussetzen willst, ist sie ja wahrscheinlich bereits ziemlich aufgeregt (und Du wahrscheinlich auch).
Stefans Vorschlag mit Blatt oder Hand ist da vielleicht nicht so ganz zielführend.
Ich nehme bei aufgeregt an der Scheibe surrenden Hummeln (und da landen sie dann ja meist) einfach ein sauberes Glas und eine Stück Papier.
Glas über die Hummel setzen, Vorsicht, dass kein Beinchen eingequetscht wird. Dann Postkarte o.ä. an der Fensterscheibe entlang unterschieben und festhalten, ans nächste offene Fenster gehen und öffnen. Sie sausen dann erleichtert davon.
Erschöpfte Hummeln, die gar nix mehr an Bewegung zeigen, setze ich auf eine nektarreiche Blüte (das geht wirklich am besten mit der Hand; nimm ruhig einen Haushaltshandschuh, wenn Du Angst hast) oder ich füttere sie vor dem raussetzen mit etwas Zuckerlösung (1 Teil Fruchtzucker, 1 Teil Haushaltszucker, 1,5 Teile Wasser) aus einem umgedrehten Legobaustein oder als Tropfen vor der Hummel. Aufpassen, dass sie nicht reinfällt. Bitte keinen Honig geben, der ist für Hummeln gefährlich, weil da Darmparasiten von Bienen drin sein können.

Viel Spaß mit Deinen Besucherinnen
Susanne

Re: Re: Re: Re: Hummelnest und Hund Brigitte 28.06.2004 21:47

Hallo Susanne und Stefan,
danke für Eure ausführlichen Ratschläge.
Wir haben die Tonne gestern gegen 23 Uhr (freu, war richtig) auf das Nest gesetzt. Auf einer Seite ist ein Holz untergelegt und so fällt sicher genug Licht hinein. Die Hummeln kommen aber nicht da raus wo am meisten Platz wäre, nein sie haben sich ein kleines Loch ausgesucht, welches durch die Unebenheit im Gras entstanden ist.
Heute Morgen bin ich schon um 7 Uhr an der Tonne gestanden und habe gespannt auf eine Hummel gewartet, dauerte keine Minute und die erste war da. Es herrscht ein reger Flugverkehr und ich glaube sie sind ganz zufrieden. Was mich verblüfft ist, daß sie beim Abfliegen immer genau die gleiche Richtung einschlagen. Auch jetzt am Abend waren sie noch vereinzelt unterwegs.
Unser Hund geht immer mit wenn ich Nachschauen gehe, legt sich in ca. 2 m Entfernung hin und beobachtet ganz aufmerksam das Geschehen.
Ich denke und hoffe, daß alles gut geht.
Angst habe ich übrigens überhaupt keine vor den Hummeln. Nur beim Entfernen aus der Wohnung hatte ich immer Bedenken, ob die Hummel das ewige fliegen gegen die Scheibe überlebt.
Die Glasmethode gefällt mir gut, das mache ich jetzt auch so.
Die ganze Nachbarschaft belächelt mich zwar wegen meiner Sorge um das Wohlergehen der Hummeln, aber die werden sich schon wieder beruhigen.
Nochmal vielen Dank und
gute Nacht
Brigitte

Hallo Brigitte,
1. die Idee mit der Tonne geht sicher auch, wichtig ist, dass von Innen beim Verlassen des Nestes deutlich eine Öffnung wahrzunehmen ist, also Lichteinfall.

Du solltest die Tonne aber erst nach Hereinbrechen der Dunkelheit aufstellen !!!!

Wenn Du das tagsüber machen würdest, können die Hummeln den Weg zurück nicht finden. Abends sind dann alle im Nest und wenn sie am Morgen rausfliegen , merken sie sich die neue Einflugssituation. Dann auch bitte nix mehr ändern, oder erst wieder am späten Abend.
Unterschätz nicht, wie lange Hummeln ausfliegen. Bei gutem Sammelwetter und Helligkeit am Abend sind meine "Mädels" noch locker bis 22.oo Uhr unterwegs.

2. Wenn Du eine Hummel aus der Wohnung raussetzen willst, ist sie ja wahrscheinlich bereits ziemlich aufgeregt (und Du wahrscheinlich auch).
Stefans Vorschlag mit Blatt oder Hand ist da vielleicht nicht so ganz zielführend.
Ich nehme bei aufgeregt an der Scheibe surrenden Hummeln (und da landen sie dann ja meist) einfach ein sauberes Glas und eine Stück Papier.
Glas über die Hummel setzen, Vorsicht, dass kein Beinchen eingequetscht wird. Dann Postkarte o.ä. an der Fensterscheibe entlang unterschieben und festhalten, ans nächste offene Fenster gehen und öffnen. Sie sausen dann erleichtert davon.
Erschöpfte Hummeln, die gar nix mehr an Bewegung zeigen, setze ich auf eine nektarreiche Blüte (das geht wirklich am besten mit der Hand; nimm ruhig einen Haushaltshandschuh, wenn Du Angst hast) oder ich füttere sie vor dem raussetzen mit etwas Zuckerlösung (1 Teil Fruchtzucker, 1 Teil Haushaltszucker, 1,5 Teile Wasser) aus einem umgedrehten Legobaustein oder als Tropfen vor der Hummel. Aufpassen, dass sie nicht reinfällt. Bitte keinen Honig geben, der ist für Hummeln gefährlich, weil da Darmparasiten von Bienen drin sein können.

Viel Spaß mit Deinen Besucherinnen
Susanne
Re: Re: Re: Re: Re: Hummelnest und Hund susanne 30.06.2004 14:08

Hallo Brigitte, schön, dass alles so gut geklappt hat.
Die Nachbarn lächeln erstmal, aber manchmal werden aus den größten Lächlern nachher selber Hummelfans. Du hättest mal die Kommentare im letzten Jahr zu meinem selbstgebastelten Imkeranzug hören sollen. Ich hätte Eintritt nehmen sollen.
Naja, inzwischen werden die Fragen immer interessierter. Noch zwei Jahre und die haben auch alle Hummelkästen und Trachtpflanzen in ihren Gärten.

Viel Spaß noch
Susanne

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Hummelnest und Hund Brigitte 30.06.2004 15:08

Hallo Susanne,
danke für Deine Antwort.
Nun habe ich heute Morgen eine ganz große und dicke Hummel aus dem Nest kommen sehen, könnte das die Königin gewesen sein?
Sie flog ein bißchen umher, verschwand dann für ca. 1 Minute,kam dann zurück und verschwand wieder im Nest.
Hoffentlich bedeutet das nichts Schlechtes.
Vielleicht kannst Du mir erklären was die Königin wollte.

Liebe Grüße
Brigitte

Hallo Brigitte, schön, dass alles so gut geklappt hat.
Die Nachbarn lächeln erstmal, aber manchmal werden aus den größten Lächlern nachher selber Hummelfans. Du hättest mal die Kommentare im letzten Jahr zu meinem selbstgebastelten Imkeranzug hören sollen. Ich hätte Eintritt nehmen sollen.
Naja, inzwischen werden die Fragen immer interessierter. Noch zwei Jahre und die haben auch alle Hummelkästen und Trachtpflanzen in ihren Gärten.

Viel Spaß noch
Susanne
Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Hummelnest und Hund susanne 30.06.2004 15:20
Hallo Brigitte,

das war wahrscheinlich eine Jungkönigin. Wäre es die alte Hummelkönigin gewesen, hätte sie reichlich zerfleddert ausgesehen. Der Pelz nutzt sich mit der Zeit ab und die Nestgründerin und ältere Arbeiterinnen haben irgendwann eine richtige "Glatze" auf dem ersten Körpersegment zwischen den Flügeln.
War die dicke Hummel also wohlbehaart mit schönen glatten Flügelrändern, dann ist jetzt der Höhepunkt des Nestes erreicht und es gibt Geschlechtstiere.
Keineswegs Besorgnis erregend also, sondern richtig prima.

Jungköniginnen und Drohnen machen Hochzeitsflüge, paaren sich aber am Boden. Die Drohnen sterben dann (ein Leben für die Liebe), die befruchteten Jungköniginnen stopfen sich nochmal richtig voll Nektar und suchen sich ein nettes Winterquartier im Boden. Nächtes Jahr kommen sie wieder (leider nicht alle).

Du wirst sicher bald noch mehr von den dicken Brummern sehen.

Schreib dochmal, welche Farben Deine Hummeln haben, dann kann man die Art bestimmen, oder schau mal hier auf den bombus-seiten die Artengalerie an. Vielleicht kriegst Du es auch selber raus.

Gute Beobachtung

Susanne

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Hummelnest und Hund Brigitte 04.07.2004 08:33

Hallo Susanne,
"meine" Hummeln, denke ich, sind dunkle Erdhummeln.
Sie fliegen jetzt nicht mehr ganz so viel, aber ich glaube dass alles in Ordnung ist.
Die alte Hummelkönigin kann ich nach Deiner Beschreibung wohl nicht gesehen haben, denn zerfleddert war die nicht. Ganz im Gegenteil, sie war wunderschön.
Sonntäglihe Grüße
Brigitte

> Hallo Brigitte,
das war wahrscheinlich eine Jungkönigin. Wäre es die alte Hummelkönigin gewesen, hätte sie reichlich zerfleddert ausgesehen. Der Pelz nutzt sich mit der Zeit ab und die Nestgründerin und ältere Arbeiterinnen haben irgendwann eine richtige "Glatze" auf dem ersten Körpersegment zwischen den Flügeln.
War die dicke Hummel also wohlbehaart mit schönen glatten Flügelrändern, dann ist jetzt der Höhepunkt des Nestes erreicht und es gibt Geschlechtstiere.
Keineswegs Besorgnis erregend also, sondern richtig prima.

Jungköniginnen und Drohnen machen Hochzeitsflüge, paaren sich aber am Boden. Die Drohnen sterben dann (ein Leben für die Liebe), die befruchteten Jungköniginnen stopfen sich nochmal richtig voll Nektar und suchen sich ein nettes Winterquartier im Boden. Nächtes Jahr kommen sie wieder (leider nicht alle).

Du wirst sicher bald noch mehr von den dicken Brummern sehen.

Schreib dochmal, welche Farben Deine Hummeln haben, dann kann man die Art bestimmen, oder schau mal hier auf den bombus-seiten die Artengalerie an. Vielleicht kriegst Du es auch selber raus.

Gute Beobachtung

Susanne
Hummelgedächtnis Kathrin 27.06.2004 12:01

Hallo
beobachte gerade Hummeln an meinem Malvenbäumchen.
Eine dicke mit weißem Popo besucht eine Blüte, trampelt drin herum und fliegt zu nächsten.
Da, wo sie schon war guckt sie nur kurz rein und fliegt dann aber weiter. Weiß sie, dass sie da schon war oder sieht sie das an etwas oder bilde ich mir nur ein, das sie eine Blüte nicht öfters besucht. Eine andere kleinere mit braunem Popo fliegt übrigens schon in die Blüten, die die dicke vorher, aber nicht in die, die sie selbst
besucht hat. Über Antworten würde ich mich freuen.

Re: Hummelgedächtnis Michel M. 27.06.2004 18:50

Hallo Kathrin,

Deine Beobachtung stimmt. Hummeln merken sich die abgeernteten Blüten.
Am nächsten Tag werden diese Blüten wieder normal angeflogen. Hummeln entdecken zudem sehr schnell, ob es etwas zu holen gibt.

Einige Wildbienen, die eng mit bestimmten Pflanzen "zusammenarbeiten", weiden z.B. die Pflanzen von unten nach oben ab, wohl wegen der unterschiedlich verteilten männlichen und weiblichen Blütenbestandteile dieser Pflanzen.

Die Hummel wird, bei ausreichendem Nahrungsangebot, zudem erst den Ertrag von bestimmten gehäuften Pflanzengruppen einbringen. Wenn die Quelle erschöpft ist, werden andere Pflanzen abgeerntet. Dies trägt auch dazu bei, dass bei der Bestäubung nicht zuviele Kreuzungen (Hybride) entstehen.

Und das alles mit einem Gehirn, so gross wie ein Stecknadelkopf!

Grüße

Michel M.

Hallo
beobachte gerade Hummeln an meinem Malvenbäumchen.
Eine dicke mit weißem Popo besucht eine Blüte, trampelt drin herum und fliegt zu nächsten.
Da, wo sie schon war guckt sie nur kurz rein und fliegt dann aber weiter. Weiß sie, dass sie da schon war oder sieht sie das an etwas oder bilde ich mir nur ein, das sie eine Blüte nicht öfters besucht. Eine andere kleinere mit braunem Popo fliegt übrigens schon in die Blüten, die die dicke vorher, aber nicht in die, die sie selbst
besucht hat. Über Antworten würde ich mich freuen.
Re: Re: Hummelgedächtnis Kathrin 27.06.2004 19:21

Hallo Michel,

vielen Dank für die schnelle Antwort!
Ist ja wirklich faszinierend! Und das Wesentliche in Stecknadlkopfgröße hat auch seine Vorteile, wenn man dran denkt, was wir da oft so alles drin haben....
Schönen Restsonntag!
Kathrin

Re: Hummelgedächtnis susanne 28.06.2004 17:13
Hallo Kathrin,

habe letztens irgendwo gelesen, dass sowohl Hummeln als auch Honigbienen beim sammeln eine Duftsignatur auf abgeernteten Blüten anbringen, die ihnen sagt, wo schon abgeweidet ist. So wird keine Zeit und Energie an leere Blüten verschwendet. Bis die Signatur verfliegt, hat die Blume dann schon wieder Nektar gebildet. Fremdsprachenkenntnisse haben sie auch, sie erkennen die Signaturen der jeweils anderen.
Gruß Susanne

Wo sind die Hummeln geblieben? Gabi 27.06.2004 22:38

Zeitig im Frühjahr wollten wir den teilweise überdachten Eingangsbereich mit Marmorkies neu gestalten.Bisher lagen auf Erde- Sand Gemisch 4-15 cm große Kieselsteine. Nun sahen wir, dass ca 10 Nester? mit gut versteckten Einfluglöchern von vermutlich Erdhummeln vorhanden waren. Wir sparten den Bereich mit Sicherheitsabstand bei der Neugestaltung aus und die Hummeln flogen munter weiter. Seit ungefähr 5 Wochen sind keine mehr zu sehen.Soll ich versuchen, ein Nest zu suchen? Oder wird wieder eine aktive Zeit kommen? Mit dem Aufschütten von Kies möchte ich bis Herbst warten, hat es dann Sinn, eine künstliche Nisthilfe anzulegen?.

Re: Wo sind die Hummeln geblieben? susanne 28.06.2004 17:08
Hallo Gabi,

die Öffnung ist auch nicht vielleicht durch Starkregen o.ä. verschüttet? In diesem falle solltest Du nachsuchen, sonst eher nicht.

waren es vielleicht Wiesenhummeln (gelbe Streifen auf schwarzem Grund, roter Po)? Die könnten jetzt schon "fertig" sein mit ihrem Brutgeschäft.

Oder das Nest ist von Wachsmotten hingemetzelt worden.
Oder es waren gar keine Hummeln, denn 10 Öffnungen hört sich komisch an, meist haben Hummeln nur einen Eingang.

Wenn Du eh bis zum Herbst warten willst, macht es ja keine Probleme die weitere Entwicklung zu beobachten. Vielleicht findest Du dann bei den Umbauarbeiten ja den Rest vom Nest.

Unterirdischer Einbau von Nisthilfen ist umstritten, viele "alte Hasen" lehnen sie ab, da die Dinger manchmal voll Wasser laufen und man auch nicht heran kommt, um sie zu inspizieren und am Ende der Saison zu reinigen.

Stell doch nächstes Jahr lieber einen Nistkasten oberirdisch auf, den kannst Du selber bauen oder kaufen.

Susanne

Re: Wo sind die Hummeln geblieben? Johann Wiedl 28.06.2004 19:02
Zeitig im Frühjahr wollten wir den teilweise überdachten Eingangsbereich mit Marmorkies neu gestalten.Bisher lagen auf Erde- Sand Gemisch 4-15 cm große Kieselsteine. Nun sahen wir, dass ca 10 Nester? mit gut versteckten Einfluglöchern von vermutlich Erdhummeln vorhanden waren. Wir sparten den Bereich mit Sicherheitsabstand bei der Neugestaltung aus und die Hummeln flogen munter weiter. Seit ungefähr 5 Wochen sind keine mehr zu sehen.Soll ich versuchen, ein Nest zu suchen? Oder wird wieder eine aktive Zeit kommen? Mit dem Aufschütten von Kies möchte ich bis Herbst warten, hat es dann Sinn, eine künstliche Nisthilfe anzulegen?.

Hallo Gabi,
hier handelt es sich sicher nicht um Hummeln. Vermutlich sind es Solitärbienen, die ihre Eier in den Boden (Röhre) ablegten. Erst im Frühjahr wird sich hier Nachwuchs einstellen.
Grüsse Hans

Parasiten? egbert 28.06.2004 10:50

Hallo,
wir habe ein Hummelnest in einer Gartenmauer in einem ehemaligen Mauseloch, bisher alles kein Problem. Neulich morgens saßen zwei Hummeln vor der Mauer offensichtlich unfähig loszufliegen. Bei genauerer Betrachtung bemerkte ich das im Rücken der beiden mehrere hellbrauhe Punkte waren die nicht so aussahen als ob sie dahin gehörten. Sie waren teilweise dicht aneinander und reichten zwischen die Haare. Einzeln waren sie etwa so groß wie Sesamkörner. Irgendein Tip was das sein könnte? Milben? Kann man den Tieren helfen?
Gruß Egbert

Re: Parasiten? susanne 28.06.2004 16:58
Hallo Egbert, ja, dass sind Milben. Sie saugen an den Hummeln. Helfen kann man nur, indem man die Hummeln von den Plagegeistern befreit und ihr Nest am besten auch. Das ist sehr aufwändig und setzt eine ruhige Hand voraus, die Hummel und insbesondere die Flügel dürfen ja nicht beschädigt werden. Hat das Nest denn schon Jungköniginnen hervorgebracht?

Susanne

Re: Parasiten? Michel 28.06.2004 21:53

Milben gibt es in jedem Hummelnest. Sie stellen eigentlich keine Gefahr für ein Hummelvolk dar, ja sie sind sogar wichtige Abfallfresser (Saprovore). Mit den Jungköniginnen überwintern sie, um anschließend im neuen Nest im nächsten Jahr wieder vom Nahrungsfluss der Hummeln zu profitieren. Bei Massenauftreten können sie ein Hummelvolk jedoch schwächen. Nur dann wären Hilfsmaßnahmen notwendig, welche aber meist überflüssig sind, da man den kleinen Milben im Nest sowieso nicht Herr werden kann. Eine Möglichkeit zu Helfen besteht jedoch in der Verbesserung der Hygiene im Nest. Die Stelle im Nest, wo die Hummeln abkoten, kann dann gesäubert werden.

Viele Grüße
Michel

Hummelnest Rainer Petzold 28.06.2004 15:11

Bei mir im Garten haben sich (Stein-)Hummeln in einem Vogelhäuschen, das von Meisen zuvor mit Moos angefüllt wurde, eingenistet - worüber ich mich freue.

Wer kann mir sagen, wann ich das Vogelhäuschen wegnehmen kann, ohne die Hummeln zu stören bzw. zu töten?

Re: Hummelnest susanne 28.06.2004 17:30
Hallo,

im Herbst können Sie das Häuschen wegnehmen.

Ich nehme an, es sind Baumhummeln, die bei Ihnen nisten, denn die sind für ihre Liebe zu Vogelhäuschen bekannt, obwohl ihr Nest dann meist recht beengt wird durch die zu kleine Höhle. Baumhummeln haben einen braunen Vorderkörper, sind in der Mitte schwarz und am Po weiß.
Wenn ja werden sie in einiger Zeit feststellen, dass ein richter Auftrieb ums Nest herrscht, denn Baumhummeldrohnen lauern den Jungköniginnen am Nestausgang auf und umsurren das Nest dazu ständig. Sie können dann dicke Doppelpack-Flieger beobachten, die sich aber nur auf dem Boden paaren.
Wenn dieser sehr offensichtliche Spuk vorbei ist stirbt das Nest von selbst langsam ab. Nur die befruchteten Jungköniginnen kommen nächstes Jahr nach einer Winterruhe im Boden wieder.
Sie können den Inhalt des Kastens dann also problemlos entsorgen.

Sollten Sie nächstes Jahr wieder Meisen statt Hummeln im Kasten haben wollen, den Kasten an anderm Ort aufhängen, Baumhummeln sind gute Rückkehrer.

Vielleicht möchten Sie ja zusätzlich auch noch einen Hummelkasten anbieten, dann ist für alle was optimales da.
Hummelkästen kann man selber bauen oder kaufen. Sie müssen ab Februar/März an Ort und Stelle stehen, denn bereits dann kommen die ersten Königinnen aus dem Überwinterungsquartier.

Viel Spaß mit den Hummeln, berichten Sie doch mal ob es wirklich Baumhummeln sind oder ob es sich um eine anders gezeichnete Art handelt.
Gruß
Susanne

Hummelnest Rainer Petzold 28.06.2004 15:11

Bei mir im Garten haben sich (Stein-)Hummeln in einem Vogelhäuschen, das von Meisen zuvor mit Moos angefüllt wurde, eingenistet - worüber ich mich freue.

Wer kann mir sagen, wann ich das Vogelhäuschen wegnehmen kann, ohne die Hummeln zu stören bzw. zu töten?

Wespennest im Erdreich Klaus 29.06.2004 11:11

Kann ein Wespennest im Erdreich umgesiedelt werden??
Do it yourself?

Re: Wespennest im Erdreich Stefan Lennertz 29.06.2004 22:36

Vielleicht bekommst Du hier Infos.

http://www.aktion-wespenschutz.de/Startseite/START.HTM

Gruß,
Stefan

Kann ein Wespennest im Erdreich umgesiedelt werden??
Do it yourself?
Re: Wespennest im Erdreich susanne 30.06.2004 15:10
Hallo Klaus,

soweit ich weis, darf man Wespen nicht einfach umsiedeln. Man braucht eine Ausnahmegenehmigung dafür. Dsa kann aber von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich sein.
Schon wegen der notwendigen Schutzkleidung solltest Du das nicht selbst machen.

Wieso willst Du die Wespen eigentlich umsiedeln?

Rcihtig aggressiv sind nur sehr wenige Wespenarten (die aber häufig vorkommen) und ich glaube, Boden bewohnende Arten sind nicht dabei.

Mach Dich doch mal schlau bei www.Hymenoptera.de,
da kannst Du Beratung und auch einen Profi-Umsiedler aus der unmittelbaren Nähe finden, wenn wirklich kein Weg dran vorbei führt.

Grüße
Susanne

Re: Re: Wespennest im Erdreich Michel 30.06.2004 19:44
Rcihtig aggressiv sind nur sehr wenige Wespenarten (die aber häufig vorkommen) und ich glaube, Boden bewohnende Arten sind nicht dabei.

Hallo zusammen,

die beiden aggressiven Arten sind bei uns Deutsche- und Gemeine Wespe. Sie bilden Staaten mit bis zu 10000 Einzeltieren. Sie legen ihre Nester gerne in dunklen oberirdischen Hohlräumen oder auch UNTERIRDISCH an. Die meisten unterirdisch brütenden Nester sind von den beiden bereits genannten. Eine weitere unterirdisch brütende, aber harmlose Art ist die Rote Wespe, welche ein rotgefärbtes 2. Hinterleibsegment aufweißt.

Viele Grüße
Michel

Woran erkenne ich eine Jungkönigin und eine Drone? Ulrich 29.06.2004 15:19

In unserem Hummelnistkasten hat sich dieses Jahr ein Erdhummelvolk eingenistet. Leider hatten wir das Pech, dass die Wachsmotte wieder zugeschlagen hat. In den letzten Tagen habe ich jeden Tag die Maden die in ihren Gespinsten hockten entfernen können(in der Summe waren es sicherlich 100 Maden)Wenn ich jetzt in den Nistkasten schaue summte es immer noch recht stark in der Polsterwolle, aber auf dem Wollhaufen ist kaum noch Betrieb. Hin und wieder kommt eine Hummel aus einem Loch in der Polsterwolle, schaut kurz nach dem Rechten und verschwindet dann wieder. Arbeiterinnen fliegen allerdings auch noch recht rege ein und aus. Nun aber endlich zu meiner Frage, wie kann ich nun eine Jungkönigin oder Drone erkennen, oder hat die Wachsmotte vielleicht so viel zerstört, dass der Nachwuchs hierfür ausbleibt? Kann man zum Nachschaun die Polsterwolle vorsichtig etwas auseinanderzupfen?

Über Antworten oder Tips würde ich mich freuen.

Ulrich

Re: Woran erkenne ich eine Jungkönigin und eine Drone? Manfred 30.06.2004 07:51

Hallo Ulrich,

Jungköniginnen sind bei Erdhummeln deutlich größer als die größten Arbeiterinnen. Sie haben beim Fliegen einen ganz tiefen Brummton und sind somit eundeutig zu bestimmen.
Das Erkennen von Drohnen ist da schon weitaus schwieriger. Sie unterscheiden sich in der Größe kaum von Arbeiterinnen. Ihr Hinterleib ist im Vergleich zu diesen etwas abgerundet und sie haben im Regelfall ein gelbes Haarbüschel zwischen den Augen. Drohnen sammeln niemals Pollen (können sie auch gar nicht), d.h. ein Tier mit Pollenhöschen ist immer eine Arbeiterin.
Die Polsterwolle kannst Du zum Nachschauen vorsichtig auseinander ziehen, bei Erdhummeln würde ich dies aber nicht ohne Schutzkleidung tun.
Der Menge der Wachsmotten nach steht aber zu befürchten, dass das Nest bereits stark zerstört ist.

Gruß aus HH
Manfred