Beiträge aus 2004

Hummelkolonien Jens 11.06.2004 19:16

Hallo,
ich hab da mal ein "kleines" Problem mit Hummeln. Vielleicht hat ja einer der Experten hier einen Tipp für mich.
Mein Unternehmen baut zurzeit einen alten Hochbunker um. Dieser ist von außen komplett von Efeu umrankt. In einem Abstand von ca. 2,5 Meter liegen alte Lüftungsschächte, es sind ca. 50 im ganzen Bunker. Diese Schächte sollen nun ausgeschäumt werden. Nachdem wir heute die ersten Schächte geöffnet haben, sind uns zahlreiche Hummeln entgegen gekommen. Es scheint fast so als sein in jedem vierten Schacht ein Hummelnest.
Was jetzt? Ich möchte eigentlich ungern einen Kammerjäger alle Nester zerstören lassen. Das wäre ja der reinste Massenmord.
Gibt es da nicht noch andere Möglichkeiten? Umsiedeln, oder so?

Gruß
Jens

Re: Hummelkolonien Alex 11.06.2004 21:33

Hallo Jens,

es freut mich, daß Du ein Herz für diekleinen Brummer hast!

Wäre es denn nicht möglich, mit dem Ausschäumen bis zum Herbst zu warten? Dann wären die Hummeln nämlich ausgeflogen!

Ansonsten ist eine Umsiedelung möglich, müßte jedoch von jemanden durchgeführt werden, der schon ein wenig erfahrung hat. Außerdem müßten die Nester zugänglich sein. Kommt man direkt ans Nest heran?

Wo befindet sich der Hochbunker? Vielleicht ist ja ein Hummelfreund irgendwo in der Nähe?

Ein Kammerjäger würde die Hummeln übrigens wohl nicht entfernen: die Insekten stehen unter Naturschutz und das Vernichten eines Nestes würde juristische Probleme mit sich bringen.

Ich hoffe Ihr findet eine Lösung - zum Wohle aller (inklusive der Hummeln!).

Alex

Re: Hummelkolonien Jens 18.06.2004 12:10

So, die Entscheidung ist gefallen. Wir werden die Arbeiten am Gebäude an anderer Stelle fortsetzen. Für den Bereich mit den Hummelnestern gilt „Baustop“. Und da soll noch mal einer sagen, Deutschlands Unternehmer würden nicht auf ihre Umwelt achten. :-)
Aber wir sind nicht bereit 12 große Nester zu zerstören. Die Brummer haben also Glück.
Nun habe ich aber noch ein paar wichtige Fragen an die Experten von euch.
Wann können wir die Bauarbeiten wieder aufnehmen?
Müssen wir dann, beim säubern der Schächte, irgendetwas beachten?

Es wäre nett wenn ihr mir da noch mal eben einen Tipp geben könntet.

Gruß

Jens

Re: Re: Hummelkolonien Alex 18.06.2004 12:31

Hallo Jens,

das finde ich großartig, daß Ihr auf die Brummer rücksicht nehmt !!!

Um herauszufinden, ab wann ihr denn "Ruhe am Bau" habt wäre es zuerst wichtig herauszufinden, welche Hummelart sich da tummelt.

Zur Bestimmung kannst Du gerne einige Fotos hier ins Forum stellen oder mir mailen, wir helfen dann gerne bei der Artenbestimmung!

Je nach Art fliegen Hummeln nämlich zu unterschiedlichen Zeiten aus.

So sind Wiesenhummeln bereits ab Ende Juli nicht mehr unterwegs, dagegen sind Erdhummeln bis Mitte Oktober noch aktiv.

Bei der Reinigung gilt es - wenn die Hummeln ausgeflogen sind - nichts mehr zu beachten. Man sollte aber wirklich damit warten, bis keine Hummeln mehr fliegen, weil gerade in der Endphase die (wertvollen) Jungköniginnen noch vorhanden sein können. Und genau auf die kommt es ja an.

Ich hoffe ich konnte Dir helfen!

Alles Gute,

Alex

Re: Re: Re: Hummelkolonien Jens 21.06.2004 17:18

Hallo Alex,

ich hab mir heute mal eine Hummel in einem Einmachglas gefangen. Also sie war etwa 2 cm groß, komplett dunkelbraun und am Hinterteil ein bisschen Orange. Mehr kann ich leider nicht sagen, da ich mich ja nun wirklich nicht auskenne. Vielleicht noch zur Position der Nester. Diese liegen in ca. 3 Meter und 6 Meter Höhe. Die Lüftungsschächte in dem sich die Nester befinden sind genau 1,1 Meter lang und haben einen Durchmesser von ca. 20 cm. Wenn man von innen die Lüftungsklappen öffnet sieht man nur Grass und Stroh (und Hummeln). Von Außen ist die Wand komplett mit Efeu bewachsen, so dass man (und andere Tiere)an die Lüftungsausgänge nicht herankommt.

Da wir später die Schächte mit Beton und Bauschaum ausschäumen, werden sie um ca. 50 cm verkürzt. Was meinst du, werden die Tierchen im nächsten Jahr wiederkommen? Oder sind die Schächte mit ca. 60 cm tiefe zu wenig?

Und gehören die Nester eigentlich alle zusammen, oder sind die alle autark?

Gruß Jens

Re: Re: Re: Re: Hummelkolonien susanne 26.06.2004 20:46
Hallo Jens,

auch ich finde es klasse, dass ihr Rücksicht nehmt. Ich denke, Alex hat Dir vielleicht schon auf anderem Wege weitergeholfen (fotos etc.).

Dennoch: Deine Beschreibung lässt erstmal auf Steinhummeln schließen. Du kannst davon ausgehen, dass alle Nester autark sind, es können also auch noch andere Arten vorkommen. Schau mal, ob noch andere Farben und Streifen vorkommen.
Die Rückkehrquote ist von Art zu Art verschieden, bei so idealen Bedingungen für die kleinen Brummer kannst Du aber davon ausgehen, dass einige wiederkommen. 60 cm reichen dicke, mein Hummelkasten ist viel kleiner. Wahrscheinlich hat die Strohlage in Kombi mit dem recht räubersicheren Standort die Hummeln so begeistert.

Wenn ihr auch in Zukunft was für die Hummweln tun wollt, wäre es vielleicht ganz gut, ihr nehmt Kontakt zu einem Spezialisten vor Ort auf und besprecht mit der/dem die hummelfreundliche Gestalt der Außenfassade etc. Die Damen müssen ja nächstes Jahr wieder einen Eingang zum Wohnparadies mit Komfort finden. So jemand kann ja auch bei der Bestimmung der Arten helfen.

Das ganze kann man übrigens auch prima für Werbezwecke verwenden und das fände ich in eurem Fall auch gar nicht ehrenrührig. So im Sinne "Langfristiger Erhalt eines Sekundärbiotops für gefährdete Hummeln - beispielhaftes Verhalten eines Gewerbebetriebes".

Wenn Du Ansprechpartner vor Ort suchst, schau mal bei www.hymenoptera.de, bei www.aktion-hummelschutz.de oder bei www.wildbienen.de rein. Vielleicht findet sich ja ein begeisterter "Hummelianer" vor Ort, der Dir weiterhilft. Ich wünsch es Dir (und den Hummeln) auf jeden Fall.

Herzliche Grüße und berichte bitte mal, wie es weiter gegangen ist.
Susanne

Re: Re: Hummelkolonien Unbekannt 21.06.2004 00:11

Hallo Jens,

ich habe schon auf eine Antwort gewartet.
Der Gedanke das eine derart große Anzahl Hummelnester vernichtet würde ist für jeden Hummelfan unerträglich. Daher habe ich auf Infos gehofft um evtl. helfen zu können.

Eure Entscheidung ist ungewöhnlich und beachtenswert, genauso wie die Tatsache das Du überhaupt diesen Zustand nicht einfach ignoriert hast.

Gruß aus NRW,
Stefan

So, die Entscheidung ist gefallen. Wir werden die Arbeiten am Gebäude an anderer Stelle fortsetzen. Für den Bereich mit den Hummelnestern gilt „Baustop“. Und da soll noch mal einer sagen, Deutschlands Unternehmer würden nicht auf ihre Umwelt achten. :-)
Aber wir sind nicht bereit 12 große Nester zu zerstören. Die Brummer haben also Glück.
Nun habe ich aber noch ein paar wichtige Fragen an die Experten von euch.
Wann können wir die Bauarbeiten wieder aufnehmen?
Müssen wir dann, beim säubern der Schächte, irgendetwas beachten?

Es wäre nett wenn ihr mir da noch mal eben einen Tipp geben könntet.

Gruß

Jens
Re: Re: Re: Hummelkolonien Jens 21.06.2004 17:28

Hallo Stefan.

Wir möchten hier nicht zu hoch gelobt werden, da die Gegebenheiten einfach passten. Die Tierchen sind uns nicht wirklich so sehr im Weg. Die Arbeiten die sie behindern, können wir mit geringem Kostenaufwand verschieben. Außerdem sind wir doch ein wenig Naturverbunden und haben uns dies auch wieder für unser neues Projekt auf die Fahne geschrieben. Da wäre es doch peinlich, wenn wir so etwas nach Außen repräsentieren und schon bei den Umbauarbeiten unseres Zukünftigen Sitzes uns nicht daran halten.
Außerdem finde ich die kleinen Viecher wirklich interessant und würde mich freuen, wenn auch in Zukunft einige Tiere wiederkommen. Sie stören, wenn alles fertig ist, ja niemanden.

Gruß Jens

Erste Geschlechtstiere und Kuckuck! Michel 11.06.2004 21:45

Ich konnte heute bei meinen Wiesenhummeln die ersten Geschlchtstiere im Nest beobachten. Im Nest gibt es ca 50 Arbeiterinnen und noch zahlreiche Larven und Eier.

Zudem konnte ich heute in einer Ecke des Nestes eine Wald-Kuckuckshummel beobachten. Nachdem ich sicher war, dass die Altkönigin noch lebte, habe ich die Schmarotzerhummeln entfernt und 2 km entfernt freigelassen. Ich hoffe, sie kehrt nicht mehr zurück und hat hoffentlich noch keine Eier gelegt.

Auch die Steinhummel wachsen. Wie auch Manfred berichtete, haben nun jüngere Arbeiterinnengenerationen die alten Sammlerinnen abgelöst. Auch Ameisen waren im Nistkasten anzutreffen, halten sich jedoch von den Honigtönnchen fern.

Das waren auch schon die Neuigkeiten :-)

Viele Grüße
Michel

Re: Erste Geschlechtstiere und Kuckuck! susanne 12.06.2004 14:33

Hallo Michel, warum freust Du Dich nicht über die Kuckuckshummel und lässt sie ihre Eier legen? Das ist auch eine Hummel und sicher nicht weniger gefährdet als die Wiesenhummel.
Gruß
Susanne

Re: Re: Erste Geschlechtstiere und Kuckuck! Michel 12.06.2004 15:06

Sicher hast du recht, aber
das diesjährige Wiesenhummelnest ist meine Facharbeit fürs Abitur. Ein weiterer Grund: das Volk hat zwar seinen Höhepunkt erreicht, hat aber noch eine Königin. Diese würde durch den Kuckuck vielleicht getötet werden und das Volk frühzeitiger eingehen. Wenn die Altkönigin schon tot gewesen wäre, hatte ich der Schmarotzerhummel ihre Change gelassen.

Viele Grüße
Michel

Re: Re: Erste Geschlechtstiere und Kuckuck! Dirk 13.06.2004 00:09

Hallo Susanne,

du hast sicherlich recht mit deiner Aussage. Aber ich glaube das man sich instinktiv erst einmal Sorgen ums "eigene" Volk macht und die Kuckuckshummel als Eindringling sieht. Ich habe die Kuckuckshummel in meinem Kasten ja letztendlich auch gewähren lassen. Als ich ein paar Tage nach der Besiedlung die tote Steinhummel aus dem Kasten entfernte hatte ich aber irgendwie ein schlechtes Gewissen, da ich sie ja unter meiner Obhut hatte.

Gruss Dirk

Hummelnest in der Häuserwand DiCo24576 12.06.2004 09:28

Hallo, kann mir jemand sagen, wie ich ein Hummelvolk loswerde ohne es töten zu müssen ?
Ich möchte kein Paral nehmen......bitte um Hilfe.
Gruss Dirk

Re: Hummelnest in der Häuserwand Michel M. 12.06.2004 11:07

Hallo Dirk,

mail mir mal, warum die Hummeln weg müssen.
Man muss nicht immer gleich wie Rambo rumballern, bloß weil man etwas nicht kennt.

Grüße

Michel M.

Hallo, kann mir jemand sagen, wie ich ein Hummelvolk loswerde ohne es töten zu müssen ?
Ich möchte kein Paral nehmen......bitte um Hilfe.
Gruss Dirk
Re: Hummelnest in der Häuserwand Stefan Lennertz 12.06.2004 11:32

Hi,

ein Nest in der Wand ist schwer zu entfernen, da die Königin ab einer bestimmten Größe im Nest bleibt. Ist das Nest hinter der Wand erreichbar?

In aller Regel macht es aber keinen Sinn ein Hummelnest zu entfernen, da sie weder stören, belästigen noch eine Gefahr darstellen. Grundsätzlich gilt: Einfach ignorieren, so wie sie es auch mit euch machen.

Bestimmt ist Dir /Euch das Nest erst jetzt aufgefallen, da es zu diesem Zeitpunkt des Jahres seine maximale Größe erreicht hat. Du kannst also davon ausgehen das es schon mehrere Wochen/ Monate an diesem Platz ist.
Wenn Du fair bist solltest Du Dir die Frage stellen ob es bis heute wirklich ein Problem war mit ihnen auszukommen.

In wenigen Wochen wird die Zykluszeit beendet sein
und das Hummelvolk absterben.

Gruß,
Stefan

Hallo, kann mir jemand sagen, wie ich ein Hummelvolk loswerde ohne es töten zu müssen ?
Ich möchte kein Paral nehmen......bitte um Hilfe.
Gruss Dirk
Re: Re: Hummelnest in der Häuserwand DiCo24576 12.06.2004 11:50

Hallo Stefan,
vielen Dank für Deine Antwort. Wir haben viel
gelernt und werden das kleine Volk in Ruhe lassen. Gruss Dirk und Conny

Re: Re: Re: Hummelnest in der Häuserwand Stefan Lennertz 13.06.2004 22:09

Das freut mich!
Falls Ihr noch mal Fragen haben solltet könnt ihr euch ja noch mal im Forum melden. Oder auch auf www.aktion-hummelschutz.de, dort gibts eine Hotline bei Fragen.

Gruß,
Stefan

Hallo Stefan,
vielen Dank für Deine Antwort. Wir haben viel
gelernt und werden das kleine Volk in Ruhe lassen. Gruss Dirk und Conny
Weitere Königinnen und Drohnen Manfred 12.06.2004 21:46

Hallo,

nachdem ist gestern die ersten Jungköniginnen bei den Erdhummeln gesehen habe, war ich heute noch verblüffter, dass auch die Steinhummeln bereits Jungköniginnen und Drohnen haben. Dass die auch nur 2 Monate von der Nestgründung bis zum Saisonhöhepunkt brauchen ist mir neu. Dies um so mehr, da die Altkönigin noch leb und dominant ist. Werden jetzt nur noch Königinnen und Drohnen erzeugt oder können sich auch noch Arbeiterinnen entwickeln. Das Volk ist recht kräftig, vorgestern Abend saßen bei Einbruch der Dunkelheit 51 Arbeiterinnen auf dem Nistmaterial, ich denke es werden fast alle Sammlerinnen gewesen sein.

Gruß
Manfred

Re: Weitere Königinnen und Drohnen Balthasar 14.06.2004 22:02

So früh Steinhummelköniginnen ist echt eine Überraschung. Es kann sein daß die Altkönigin noch mehrere Wochen hindurch weitere Königinnen und Drohnen produziert. Bei mir war das letztes Jahr ein Volk, das 6 Wo. lang Königinnen produziert hat. Auch eine Seltenheit. Jedenfalls Gratulation zu deinem frühen Erfolg
Balthasar

Nur noch vereinzelte Hummeln Barbara 13.06.2004 22:28

Nachdem an den heißen Tagen viel Leben in und um unserem von Hummeln bewohnten Meisenkasten war - einschließlich gut zu beobachtender "Ventilatoren" am Einschlupfloch, kann ich seit dem Wetterumschwung ab 10.06. mit viel Regen nur noch wenige Hummeln ein- und ausfliegen sehen. Wächter beobachte ich überhaupt nicht mehr.. Es ist kühl und nass!
Woran erkenne ich konkret eine Jungkönigin oder eine Drohne?
Über "Aufklärung" freut sich die frische Hummelinteressentin Barbara

Re: Nur noch vereinzelte Hummeln Michel M. 14.06.2004 13:49

Hallo Barbara,

schön, mal wieder von Ihren Untermietern zu hören!

Die Königinnen sind eindeutig an ihrer überdurchschnittlichen Größe zu erkennen.
Bei den Drohnen wird es schon etwas schwieriger.

Melanie hat in einem älteren Forenbeitrag folgendes geantwortet:

Re: Königin oder Drohne? (externer Link, nicht mehr verfügbar)

Ich hoffe der Link funktioniert (schwitz).

Viele Grüße

Michel M.

Nachdem an den heißen Tagen viel Leben in und um unserem von Hummeln bewohnten Meisenkasten war - einschließlich gut zu beobachtender "Ventilatoren" am Einschlupfloch, kann ich seit dem Wetterumschwung ab 10.06. mit viel Regen nur noch wenige Hummeln ein- und ausfliegen sehen. Wächter beobachte ich überhaupt nicht mehr.. Es ist kühl und nass!
Woran erkenne ich konkret eine Jungkönigin oder eine Drohne?
Über "Aufklärung" freut sich die frische Hummelinteressentin Barbara
Re: Nur noch vereinzelte Hummeln Johan Wiedl 14.06.2004 15:22

Hallo Barbara,
ich vermute, dass das Hummelvolk ein Opfer der Wachsmottenlarven wurde. Ich selbst machte auch die selbe Beobachtung. Die Ursache war bei mir Wachsmottenbefall.
Grüsse
Johann Wiedl Emmerich am Niederrhein

Hummelnest Johann 14.06.2004 11:20

Im Zuge einer (Außen-)Treppensanierung ist der Zugang zum selbst gefundenen Nistplatz (?) (schmale Ritze [abgebröckelter Beton seitlich and der Treppenstufe]) nunmehr verschlossen. Die Hummeln finden im Moment noch einen anderen Zugang und zwar über das offene Gitterrost auf dem oberen Treppenpodest. Unter der Treppe ist ein großer Hohlraum, in dem sich die Hummeln „tummeln“. Der Gitterrost liegt im Moment noch nicht auf, weil der Kleber für die drum herum verlegten Fliesen noch abgebunden hat. Allerdings sind nach meinem Eindruck die Karos im Rost groß genug, so dass die Hummeln hinterher auch noch durch könnten. Ich frage mich, wie ich der jetzt vorhandenen Population zum Überleben verhelfen kann, denn auf Dauer möchte ich den oben beschriebenen Zugangsweg nicht gestatten. Kann ich z. B. im Herbst - wenn die Hummeln nicht mehr dort, weil vielleicht ausgeflogen sind ??? - unter den Rost eine Folie spannen, damit sie nicht neuerlich im Frühjahr (oder andere Jahrszeit ?) wieder einfliegen? Ich brauchte fachmännischen/fachfrau-ischen Rat.

Re: Hummelnest Stefan Lennertz 14.06.2004 12:51

Hallo Johann,

im Herbst wird das Nest absterben und die Jungköniginnen ausfliegen. Danach könnte man den
Weg wie von Dir beschrieben versperren. Es wäre allerdings zunächst wichtig zu schauen ob die Karos im Gitter wirklich groß genug sind. Und den Weg nicht zu früh versperren, da sonst noch die Jungköniginnen im Nest sein könnten.

Die Hummel kämen dann im nächten Frühjahr zurück. Falls Du in der Zwischenzeit die Hummeln schätzen gelernt hast kannst Du es Dir ja auch noch mal anders überlegen. Nistplätze für Hummeln sind rar, sie werden in unserer sterilen Welt nur Überleben können wenn wir ihnen in nächster Nähe
eine Chance geben. Dazu gehören eben auch solche Nischenplätze wie bei Euch.

Gruß,
Stefan

Im Zuge einer (Außen-)Treppensanierung ist der Zugang zum selbst gefundenen Nistplatz (?) (schmale Ritze [abgebröckelter Beton seitlich and der Treppenstufe]) nunmehr verschlossen. Die Hummeln finden im Moment noch einen anderen Zugang und zwar über das offene Gitterrost auf dem oberen Treppenpodest. Unter der Treppe ist ein großer Hohlraum, in dem sich die Hummeln „tummeln“. Der Gitterrost liegt im Moment noch nicht auf, weil der Kleber für die drum herum verlegten Fliesen noch abgebunden hat. Allerdings sind nach meinem Eindruck die Karos im Rost groß genug, so dass die Hummeln hinterher auch noch durch könnten. Ich frage mich, wie ich der jetzt vorhandenen Population zum Überleben verhelfen kann, denn auf Dauer möchte ich den oben beschriebenen Zugangsweg nicht gestatten. Kann ich z. B. im Herbst - wenn die Hummeln nicht mehr dort, weil vielleicht ausgeflogen sind ??? - unter den Rost eine Folie spannen, damit sie nicht neuerlich im Frühjahr (oder andere Jahrszeit ?) wieder einfliegen? Ich brauchte fachmännischen/fachfrau-ischen Rat.
Wachsmotte, was tun? Ulrich 14.06.2004 17:05

Hallo zusammen,
leider habe ich dieses Jahr wieder einen Wachsmottenbefall im Hummelkasten. Es ist zwar noch keine Made von denen zu sehen, jedoch sind überall in den Ecken ihre Gespinnstnester.
Würde es was brinngen, im Frühjahr ein paar Lavendelöltropfen mit in den Kasten zu geben? Die normale Kleidermotte soll so etwas ja auch nicht mögen und villeicht wird ihr Geruchssinn gestört. Es wäre schön wenn jemand etwas wüsste, was mann halt schon vorab schon als Schutz einsetzen könnte.(nicht unbedingt eine Schleuse, da ich nicht imer Zeit habe diese zu kontrollieren)
über Antworten zu diesem Thema würde ich mich sehr freuen

Ulrich

Re: Wachsmotte, was tun? Johann Wiedl 14.06.2004 19:28

Hallo Ulrich,
vorbeugend gegen einen Wachsmottenbefall lege ich in jeden angebotenen Hummelkasten jeweils ein großes Bündel Lavendelzweige. Bis jetzt habe ich bei so behandelten Kästen keinen Ausfall durch Wachsmotten zu verzeichnen. Laut von Hagen soll aber dieses Verfahren nicht hundertprozentig sein.
Ausprobieren!
Grüsse
Hans Wiedl, Emmerich am Niederrhein

Re: Wachsmotte, was tun? Horst 15.06.2004 18:58

Hallo Ulrich,
leider gibt es bisher kein hundertprozentiges Mittel, um einen Wachsmottenbefall zu verhindern. Die Wachsmottenlarven kann man lediglich mit einem Raupenmittel vernichten. Ich habe bereits fast alles versucht (Lavendel, Kernseife, Karbolineum, Walnussblätter), jedoch kein durchschlagender Erfolg, um den Befall von Wachsmotten sowie Larven zu verhindern. Es muss verhindert werden, dass die Wachsmotten in den Hummelnestraum gelangen können. Dieses Jahr habe ich ein einfaches Klappensystem an die Hummelkästen angebracht (die Hummel betätigen die Klappen selbst, so dass ich nicht immer nachschauen muss). Bisher sind noch alle Völker (17) aktiv. Nachsaisonende werde ich das Ergebnis mitteilen.

Gruß
Horst

Ameisen im Hummelnistkasten Ulrich 14.06.2004 17:07

Hallo,

können Ameisen im Hummelnistkasten einen Schaden anrichten?

Ulrich

Re: Ameisen im Hummelnistkasten Michel 14.06.2004 18:29

Bei mir krabbeln zahlreiche Ameisen vor den Hummelkästen umher. Auch in den Kästen finde ich hin und wieder welche, aber ich habe noch nie Ameisen in den Hummelnestern gesehen. Scheinbar halten die Hummeln die Ameisen auf Abstand. Solange mann nicht zufüttert (mit Zuckerlösung), dürften Ameisen keine wirkliche Gefahr darstellen, es sei denn das Volk ist sehr schwach und kränkelt.

Viele Grüße
Michel

Re: Re: Ameisen im Hummelnistkasten Ulrich 18.06.2004 15:23
Bei mir krabbeln zahlreiche Ameisen vor den Hummelkästen umher. Auch in den Kästen finde ich hin und wieder welche, aber ich habe noch nie Ameisen in den Hummelnestern gesehen. Scheinbar halten die Hummeln die Ameisen auf Abstand. Solange mann nicht zufüttert (mit Zuckerlösung), dürften Ameisen keine wirkliche Gefahr darstellen, es sei denn das Volk ist sehr schwach und kränkelt.

Viele Grüße
Michel

Hallo Michel,

da bei mir nicht nur viele Ameisen vor, sondern auch im Hummelkasten waren (eine Ameisenstrasse ging hinein und heraus)habe ich an einigen Stellen um den Hummelkasten herum etwas Deo (Rexona) auf den Boden gesprüht und das mochten die Ameisen glaube ich gar nicht, denn seit dieser Zeit meiden sie diesen Bereich weiträumig und die Hummeln scheint es nicht zu stören.

Bis dahin und danke für Deine Antwort

Ulrich

Re: Re: Re: Ameisen im Hummelnistkasten susanne 26.06.2004 21:06

Hallo Ulrich, guter trick, den werde ich mir merken.
Aber was sagt uns das über rexona Deo????;-))))

Susanne

Re: Re: Re: Re: Ameisen im Hummelnistkasten bertl 04.08.2004 11:49
hallo susanne

die 4ecken des hummelkastens werden mit schrauben versehen die etwa 5cm herrausragen,diese werden in flache dosen mit wasser gestellt.das ist für ameisen unüberwindbar.
mit hummligen grüssen
bertl Hallo Ulrich, guter trick, den werde ich mir merken.

Aber was sagt uns das über rexona Deo????;-))))

Susanne
wo sind unsere Hummel?! marie 14.06.2004 22:41

sit einigen Tagen habe ich beobachtet, dass Hummeln in unserem Vorgarten aktiv sind. Sie haben ein "unterirdisches" Nest gebaut, im Eingang sah ich öfter einen Wächter. gestern war noch reger Flugverkehr, viele hatten Pollen beim Zurückkommen dabei. ich sah gestern auch eine größere Hummel herumlaufen, ich dachte, es sei eine Königin (?), sie ging aber nicht ins Nest hinein. Heute war keine einzige Hummel mehr zu sehen und der Eingang war auf einmal nicht mehr so offensichtlich. Was kann denn los sein? Ich bin schon richtig enttäuscht!!
Kann mir jemand dazu etwas sagen?
Danke!

Re: wo sind unsere Hummel?! Stefan Lennertz 15.06.2004 23:08

Das kann ich nachvollziehen, man freut sich jeden Tag auf´s neue die Brummer im Garten zu beobachten. Woran kann es liegen? Das ein derart aktives Nest von jetzt auf gleich durch natürliche Feinde vernichtet wird wäre ungewöhnlich. Ist vieleicht der Eingang verschüttet? Ist gar keine Hummel mehr da?

Gruß,
Stefan

sit einigen Tagen habe ich beobachtet, dass Hummeln in unserem Vorgarten aktiv sind. Sie haben ein "unterirdisches" Nest gebaut, im Eingang sah ich öfter einen Wächter. gestern war noch reger Flugverkehr, viele hatten Pollen beim Zurückkommen dabei. ich sah gestern auch eine größere Hummel herumlaufen, ich dachte, es sei eine Königin (?), sie ging aber nicht ins Nest hinein. Heute war keine einzige Hummel mehr zu sehen und der Eingang war auf einmal nicht mehr so offensichtlich. Was kann denn los sein? Ich bin schon richtig enttäuscht!!
Kann mir jemand dazu etwas sagen?
Danke!
Re: Re: wo sind unsere Hummel?! marie 16.06.2004 10:53

Entwarnung: mach einem Tag ist das Hummelleben wieder eingekehrt! Ich habe mich sehr gefreut! ich habe jetzt schon 2 Jungköniginen gesehen, sie sonnen sich auf einem Stein und sind zum Teil nicht sehr aktiv!
Meine Hunde sind eifersüchtig auf meine neuen Lieblinge!!

marie

Hummeln summen nur so Anni 15.06.2004 10:57

Hallöchen,

hab mich mal umgesehen auf der HP, zum Thema Hummelgefahren, muß ich mal sagen, daß es in unserem Garten nur so summt und brummt. Naja unser Garten ist ja auch so ziemlich naturbelassen. Wir sind keine Öko´s, es hat nur keiner richtig Lust, was dran zu machen.;-)
Nein mal ehrlich, ich versteh Leute nicht, die Tiere aus Angst oder Lust, einfach töten.
Ich sitze jeden Tag auf meinem Balkon zwischen den Blumen, oder im Garten auf dem Rasen( ist mehr eine Wiese). Ich bin noch nicht einmal von einer Hummel gestochen worden. Als Kind hat mich mal eine gestochen, aber die hat sich leider in meinen Haaren verfangen und ob man es glaubt oder nicht, der Stich in die Kopfhaut ist schmerzhafter, als sonstwo. :-(( Nein, ehrlich gesagt, wenn man die Hummel in Ruhe läßt, macht sie einem auch nichts. Im Gegenteil ich war mit dem Gesicht schon ganz nah an Hummeln dran, um sie zu beobachten, wie sie fleißig Honig und Pollen sammeln.

Viele liebe Grüße Anni

Re: Hummeln summen nur so Stefan Lennertz 15.06.2004 23:29

Tja, was bedeutet schon Öko? Der Begriff Öko wird gerne genommen um ein eigentlich normales Verhalten bzw. eine vernünftige Einstellung als außergewöhnlich oder "unnormal" darzustellen.
Das Gegenteil ist aber der Fall, sowohl der derzeitige Umgang mit der Natur als auch der mit Nutztieren in der Landwirtschaft ist unnormal, dass was man heute Öko nennt war vor 30 Jahren Standart. Das ganze kann man mit einem Wort umschreiben: Respekt! Vor der Umwelt und vor der Tatsache das wir nicht das Recht haben andere Spezies zu vernichten, nur weil sie uns nicht gefallen.

So wie ihr es macht ist es genau richtig, einfach die Wiese so lassen wie sie ist. Warum alle zwei Wochen den Rasen mähen? Warum ein Beet anlegen mit Modepflanzen welches man jeden Tag gießen und nach
"Unkraut" durchsuchen muß? Lediglich um den Eindruck von Sauberkeit und Ordentlichkeit aufrechtzuerhalten. Den allgegenwärtigen "Schein"
erhalten!!

Alles Schwachsinn! So wie Ihr es macht ist es richtig. Die Tiere und Insekten auf der Wiese beobachten, sich zurücklehnen und geniessen.

Gruß und Weiter so,
Stefan.

Hallöchen,

hab mich mal umgesehen auf der HP, zum Thema Hummelgefahren, muß ich mal sagen, daß es in unserem Garten nur so summt und brummt. Naja unser Garten ist ja auch so ziemlich naturbelassen. Wir sind keine Öko´s, es hat nur keiner richtig Lust, was dran zu machen.;-)
Nein mal ehrlich, ich versteh Leute nicht, die Tiere aus Angst oder Lust, einfach töten.
Ich sitze jeden Tag auf meinem Balkon zwischen den Blumen, oder im Garten auf dem Rasen( ist mehr eine Wiese). Ich bin noch nicht einmal von einer Hummel gestochen worden. Als Kind hat mich mal eine gestochen, aber die hat sich leider in meinen Haaren verfangen und ob man es glaubt oder nicht, der Stich in die Kopfhaut ist schmerzhafter, als sonstwo. :-(( Nein, ehrlich gesagt, wenn man die Hummel in Ruhe läßt, macht sie einem auch nichts. Im Gegenteil ich war mit dem Gesicht schon ganz nah an Hummeln dran, um sie zu beobachten, wie sie fleißig Honig und Pollen sammeln.

Viele liebe Grüße Anni
Hummeln in leerem Blumenkübel bei uns am Balkon Tipps!!?? Diorella 16.06.2004 06:26

Hallo,

seit Ene Mai beobachten wir bei Schönwetter regen Hummelflug auf unserem Balkon. als Nest haben sich die Hummeln einen großen Blumenkübel der oben abgedeckt ist ausgesucht. Es befindet sich auch eine Königin darunter: Habt ihr Erfahrung mit Hummel? wie lange bleiben Sie? Kann man(n) oder auch frau ihnen irgendwie hilfreich zur Seite stehen. Mein Balkon ist eine grüne Oase bis auf das das mir mieses Wetter einiges kaputt gehen hat lassen. Über jeden Tip, guten Link wäre ich sehr dankbar.

Viele Grüße

Diorella

Re: Hummeln in leerem Blumenkübel bei uns am Balkon Tipps!!?? Johann Wiedl 16.06.2004 21:18

Hallo Diorella,
gute Tipps in Sachen Hummeln findest du reichlich auf den Seiten dieser Homepage und den Seiten der Aktion Hummelschutz (www.aktion-hummelschutz.de)
Grüsse
Hans Wiedl aus Emmerich am Rhein

Wachsmotten ignorieren?? Elke 17.06.2004 09:45

Hallo!
Habe gestern eine Wachsmotte aus meinem Hummelkasten entfernt, etwas Graues ist allerdings noch schnell im Nest verschwunden, ich konnte nicht erkennen, was es war, eine Assel war es aber sicher nicht, die sind nicht so schnell...
Da ich ein Wiesenhummelvolk habe und es sicherlich die nächsten Wochen abstirbt (Nestgründung war Mitte April), nun meine Frage:
Kann ich einen eventuellen Befall ab jetzt ignorieren oder können die Raupen doch noch großen Schaden anrichten?

Danke und Gruß
Elke

Re: Wachsmotten ignorieren?? Manfred 17.06.2004 12:13

Hallo Elke,

wenn Dein Volk bereits Jungköniginnen hat, werden die Wachsmottenlarven keinen großen Schaden mehr anrichten. Um den Wachsmottenbefall in nächsten Jahr nicht zu fördern, solltest Du aber nach dem Absterben des Nestes dieses samt Nistmaterial vernichten.
Wenn es aber noch keine Geschlechtstiere gibt, sind die Wachsmottenlarven eine große Gefahr. Die sicherste Bekämpfungsmethode ist dann die Anwendung von Neudroffs Raupenspritzmittel.

Gruß
Manfred

Re: Wachsmotten ignorieren?? Stephan 08.07.2004 01:21

Hallo,
habe Heute leider auch festgestellt, das Wachsmotten mein Erdhummelvolk befallen haben. Es war alles voller Maden (Raupen). Ich hab das ganze Nest zerflücken müssen und habe nur noch ein paar wenige intakte Waben samt Königin gefunden, der Rest war gefressen und zersetzt.
Ich habe nun die Königin und die paar restlichen Waben in einen unbesetzten Hummelnistkasten umquartiert. Ich stellte den anderen Kasten an die Stelle, wo der Befallene gestanden hat und offen gelassen, bis die meisten Hummel zur Königin geflogen sind und dann hab ich den Deckel zu gemacht. Es waren immerin noch 40 Hummeln bei guter Gesundheit. Es waren größere und kleinere zu sehen. Können um die Jahreszeit schon Jungköniginnen dabei gewesen sein?
Vor allem stellt sich die Frage, ob noch Eier der Wachsmotte an den restlichen Waben hängen können. Soll ich noch zusätzlich sptitzen? Hatte alle Raupen getötet und das Gespinst verbrannt.
Die Nektarvorräte sind auch dahin, weil die Raupen große, wie kleine darin saßen. Eine Motte hab ich auch gekillt. Sind da mehrere Motten oder nur eine in einem Hummelnest vorhanden?

Hummel vs Ameise (Lagebericht) Michel 17.06.2004 18:55

Bei meiner heutigen Nestkontrolle bei meinen beiden Völkern habe ich im Steinhummelnest 2 Ameisen entdeckt. Doch als dies eine Steinhummelarbeiterin mitbekam, eilte sie zur Ameise und vetrieb diese energisch mit ihren Kieferzangen. Scheinbar wissen sich die Hummeln gegen Ammeisen durchaus zu wehren.

Die Wiesenhummeln haben derzeit ca 20 Jungköniginnen hervorgebracht sowie noch einige Drohnen, doch es gibt auch noch zahlreiche weitere Kokons. Teilweise helfen die Jungköniginnen mit beim Sammeln von Nektar und Pollen. Das Wiesenhummelnest hat ca 60 Arbeiterinnen und damit seinen Höhepunkt erreicht. Die Steinhummel legen jetzt auch stark zu und das Volk wächst mehr und mehr heran.

Die "Toilette" der Wiesenhummeln in einer Ecke des Kasten beginnt jetzt etwas zu schimmeln. Dort lagern die Hummeln tote Larven und Puppen ab sowie ihr tägliches Geschäft. Dort finden sich auch viele Fliegenlarven.
Stellt der Schimmel eine Gefahr für das Nest dar, immerhin ist das Nest bisher noch trocken. Können auch die Fliegenlarven irgendwelchen Schaden anrichten?

Viele Grüße
Michel

Re: Hummel vs Ameise (Lagebericht) Manfred 18.06.2004 08:04

Hallo Michel,

der Schimmel stelt keine Gefahr da, wenn er außerhalb der Nestkugel ist. Wenn er droht zu wachsen, überziehen ihn die Hummeln mit einem fungizit wirkenden Kittharz (Propolis?). Nach dieser "Behandlung" verbreitet sich der Schimmel nicht weiter sondern stirbt langsam ab.

Gruß aus HH
Manfred

Re: Hummel vs Ameise (Lagebericht) Unbekannt 30.01.2005 19:11
Bei meiner heutigen Nestkontrolle bei meinen beiden Völkern habe ich im Steinhummelnest 2 Ameisen entdeckt. Doch als dies eine Steinhummelarbeiterin mitbekam, eilte sie zur Ameise und vetrieb diese energisch mit ihren Kieferzangen. Scheinbar wissen sich die Hummeln gegen Ammeisen durchaus zu wehren.

Die Wiesenhummeln haben derzeit ca 20 Jungköniginnen hervorgebracht sowie noch einige Drohnen, doch es gibt auch noch zahlreiche weitere Kokons. Teilweise helfen die Jungköniginnen mit beim Sammeln von Nektar und Pollen. Das Wiesenhummelnest hat ca 60 Arbeiterinnen und damit seinen Höhepunkt erreicht. Die Steinhummel legen jetzt auch stark zu und das Volk wächst mehr und mehr heran.

Die "Toilette" der Wiesenhummeln in einer Ecke des Kasten beginnt jetzt etwas zu schimmeln. Dort lagern die Hummeln tote Larven und Puppen ab sowie ihr tägliches Geschäft. Dort finden sich auch viele Fliegenlarven.
Stellt der Schimmel eine Gefahr für das Nest dar, immerhin ist das Nest bisher noch trocken. Können auch die Fliegenlarven irgendwelchen Schaden anrichten?

Viele Grüße
Michel