Beiträge aus 2004

welche Art Angelika, Berg.Land 18.05.2004 09:47

Eigentlich habe ich ja die Hoffnung meinen Schweglerkasten zu besiedeln aufgegeben, aber ab und zu suche ich nochmal. Dieser Tage habe ich eine nistsuchende Hummel gesehen, die ich nicht zuordnen kann. Sie hatte einen gelben Streifen und ein orangenes Abdomen. Was könnte das für eine Art gewesen sein? Grüße, Angelika

Re: welche Art susanne 18.05.2004 09:51

Hallo Angelika,
eine Wiesenhummel vielleicht? Mit gelbem Streifen am Kopf und rotem/orangenem Po?
Die sind aber mit die ersten mit Geschlechtstieren und müssten mit der Nestsuche schon längst durch sein. Obwohl, bei euch im bergischen Land ist ja alles viel später mit dem Frühling und so. Was ist denn aus der Ackerhummel geworden, die dein Katerchen so rüde gefangen hatte. (Ist der eigentlich als Jagdkater ausgebildet ;-)))))
Gruß Susanne

Re: Re: welche Art Angelika, Berg.Land 19.05.2004 14:47
Die Ackerhummel hatte eine Honigtöpfchen gebaut und einen Pollenkloß gesammelt. Leider ist sie dann bei den kühlen, regnerischen Tagen verloren gegangen. Deshalb bin ich auch hummellos. Am Haus habe ich in diesem Jahr noch kein Nest entdeckt. Es gab, wie gesagt, dieses Jahr hier kaum nestsuchende Königinnen. Grüße, Angelika
Re: welche Art susanne 18.05.2004 09:53

Hallo Angelika,
eine Wiesenhummel vielleicht? Mit gelbem Streifen am Kopf und rotem/orangenem Po?
Die sind aber mit die ersten mit Geschlechtstieren und müssten mit der Nestsuche schon längst durch sein. Obwohl, bei euch im bergischen Land ist ja alles viel später mit dem Frühling und so. Was ist denn aus der Ackerhummel geworden, die dein Katerchen so rüde gefangen hatte. (Ist der eigentlich als Jagdkater ausgebildet ;-)))))
Gruß Susanne

Re: welche Art susanne 18.05.2004 09:57

Hallo Angelika,
eine Wiesenhummel vielleicht? Mit gelbem Streifen am Kopf und rotem/orangenem Po?
Die sind aber mit die ersten mit Geschlechtstieren und müssten mit der Nestsuche schon längst durch sein. Obwohl, bei euch im bergischen Land ist ja alles viel später mit dem Frühling und so. Was ist denn aus der Ackerhummel geworden, die dein Katerchen so rüde gefangen hatte. (Ist der eigentlich als Jagdkater ausgebildet ;-)))))
Gruß Susanne

Erdhummel im Wiesenhummelnest Kay 18.05.2004 15:25

Die Erdhummel die im Wiesenhummelvolk war ist zurückgekommen.Allerdings ist die Wiesenhummelkönigin immer noch Dominant.Die Erdhummelkönigin hat eineBrutzelle am Rande des Nestes gebaut(Warscheinlich Nestverlust).Sie trägt auch Pollen ein.Nur bei der Brutzelle am rand macht sie ihre eigene Sache.Kann das Gutgehen wenn die ersten Arbeiterinnen der Erdhummel schlüpfen.

Re: Erdhummel im Wiesenhummelnest Stefan Lennertz 18.05.2004 23:11

Ich war der Meinung das das schlimmste Überstanden ist wenn sich die Königinnen nicht gegenseitig töten. Oder? Ich meine auch schon Forumsbeiträge gelesen zu haben wo das gut ging.

Gruß,
Stefan

Re: Re: Erdhummel im Wiesenhummelnest Angelika, Berg.Land 19.05.2004 14:52
Ich war der Meinung das das schlimmste Überstanden ist wenn sich die Königinnen nicht gegenseitig töten. Oder? Ich meine auch schon Forumsbeiträge gelesen zu haben wo das gut ging.

Gruß,
Stefan
Re: Re: Re: Erdhummel im Wiesenhummelnest Angelika, Berg.Land 19.05.2004 19:50
> Ich war der Meinung das das schlimmste Überstanden ist wenn sich die Königinnen nicht gegenseitig töten. Oder? Ich meine auch schon Forumsbeiträge gelesen zu haben wo das gut ging.
>
> Gruß,
> Stefan

Nanu? Hab´ich nicht geschrieben. Kuddel-Muddel? Angelika

Bild von Manfred: Ameisen brüten auf der Holzplatte des Schweglers... Michel 18.05.2004 19:26

Ein Beweis für die friedliche Koexistenz zwischen
Ameisen und Hummeln:

Die Ameisen bringen ihre Brut an warmen Tagen in den Zwischenraum und holen
sie abends wieder ab. Im Frühsommer befinden sich ca. 100-200 Larven und
Puppen sowie geschätzt an die 500 Arbeiterinnen dort. (Zitat seiner Mail)

🖼 Bild nicht mehr verfügbar

Viele Grüße
Michel

Nachwuchs bei den "Zicken" susanne 19.05.2004 11:40

Hallo,
die Erdhummeln haben jetzt schon bestimmt 15 - 20 Arbeiterinnen und sind beim öffnen des Kastens auch alle da um zu gucken, wer da denn guckt. Sie brummeln, bleiben aber mehrheitlich recht friedlich sitzen.
Amüsant (noch) ist allerdings die Kontrolle bei den Baumhummeln. Zwei wirklich kleine Arbeiterinnen konnte ich sehen. Sie sind noch ganz neu im Geschäft, aber schon der Art entsprechend "zickig". Denn eigentlich habe ich nur ihre stacheligen Hinterteile zu Gesicht bekommen. An ein Öffnen der Nestkugel war nicht zu denken.
Am langen Wochenende will ich Pendelklappen einbauen, mal sehen ob's klappt.

Grüße Susanne

Seltsame Bauarbeiten Manfred 19.05.2004 12:13

Meine Erdhummeln haben angefangen die Einstreu am Kastenrand aufzutürmen. Das Nest füllt mittlerweile 2/3 des Kastens aus und die Volksgröße ist schwer zu schätzen, aber es sind deutlich mehr als 100 Tiere. Eine Zählung der Flugaktivitäten hat gestern bei guten Wetter für die Zeit zwischen 17:00 Uhr und 18:00 Uhr 58 Aus- und 54 Einflüge ergeben, davon 47 Einflüge mit Pollenhöschen. Nach landläufiger Meinung müsste mittlerweile auch der Switching-Point erreicht sein. Ich denke, ich werde das Nest nicht mehr öffnen, da dann die Einstreu in das Nest fallen würde.
Weiß jemand, welchen Zweck die Umschichtung der Einstreu haben kann?

Gruß aus HH
Manfred

Re: Seltsame Bauarbeiten susanne 19.05.2004 16:24
Ich denke, ich werde das Nest nicht mehr öffnen, da dann die Einstreu in das Nest fallen würde.
Weiß jemand, welchen Zweck die Umschichtung der Einstreu haben kann?

Hallo Manfred, vielleicht soll das ja neugierige Menschen vom Kasten öffnen abhalten ;-), ;-)
Spaß beiseite, vielleicht machen sie einfach Platz für noch mehr Brutwaben. Ich werde bei meinem Schwegler das Trennschied bald rausnehmen, denn auch meine Erdhummeln bauen eifrig, allerdings sind es noch deutlich unter 100 Tieren. ich hab beim öffnen so ca. 20 Arbeiterinnen unterschiedlicher Größe gleichzeitig auf und neben der Polsterwolle gesehen. Geöffnet hab ich das Nest dann nicht mehr, das war mir zu wuselig und ich hatte keine Handschuhe an, weil ich nicht mit so vielen gerechnet hatte. Die paar tage gutes Wetter haben wohl einen richtigen entwicklungsschub gebracht.

Grüße
Susanne

Re: Seltsame Bauarbeiten Dirk 19.05.2004 19:41

Hallo Manfred,

Erdhummeln sind bei der Umgestaltung ihres Nestes sehr aktiv. Bei mir haben die Erdhummeln die ich bis jetzt hielt, kurz nach der Besiedlung der Kästen, den Innenraum regelmäßig sehr stark umgestaltet. Dieses Jahr hat die Erdhummelkönigin den Eingang mit Sägespänen abgedichtet. Sie hat sich nur einen kleinen Schlitz gelassen, wahrscheinlich war ihr der Innenraum zu hell. Aber wie Susanne schon geschrieben hat wird bei dir wahrscheinlich aus Platzgründen umgestaltet. Hallo Susanne, bei den Schweglerkästen kannst du die Trennwand schon vor der Besiedlung herausnehmen. Die Hummeln nehmen die Kästen auch ohne Laufröhre und Trennwand sehr gut an und du (und die Hummeln) haben nachher nicht den Streß bei der nachträglichen Entfernung der Wand.

Gruss Dirk

Re: Re: Seltsame Bauarbeiten susanne 24.05.2004 10:43
Hallo alllerseits,

das Trennschied ist schon raus, es war allerdings wirklich nervig. Die Damen waren geradezu entrüstet. Ich war sehr froh, dass ich Papier um das Trennschied geschlagen hatte. So konnte ich das - natürlich klemmende- Teil rausquälen und mit dem Papier erstmal die Hummeln im Nest halten.
Nächstes Jahr werde ich es bei aktivem Einsetzen von Erdhummeln wohl wirklich gleich rauslassen. Andere Hummelvölker werden ja nicht so groß, da finde ich den längeren Laufgang schon ganz praktisch gegen möglich Eindringlinge.

Jetzt haben meine Hummeln sich auch als Einstreu-Arrangeure versucht. Sie haben den Nesteingang ganz zu geschaufelt. Ich dachte erst, das Material sei ihnen eingerutscht und habe das Loch wieder freigelegt, aber sie haben schon wieder alles davorgeschaufelt. Wenn es sie glücklich macht ......

Grüße Susanne

Re: Seltsame Bauarbeiten Balthasar 22.05.2004 20:34

Habe vor zwei Jahren ähnliches gesehen. Auch Erdhummel im fortgeschrittenen Entwicklungsstadium. Dabei haben sie Einstreu wie einen kamin an der hinteren Ecke aufgetürmt bis zum Lüftungsloch. Der Turm war innen hohl und hat offensichtlich der klimaregulation im Kasten gedient. Hast du auch eine Lüftungsbohrung? und wurde der Einstreuturm auch dorthin gebaut?
Ich habe einmal diesen Turm abgetragen, nach zwei Tagen war er wieder in voller Höhe und Funktion wiederhergestellt.
Liebe Hummelgrüsse - Balthasar

Eigenartige Futtersuche! Stefan Lennertz 19.05.2004 23:50

Hallo zusammen,

auf dem Parkplatz meines Arbeitgebers habe ich seit einigen Wochen Hummeln bei der Futtersuche an einem Hang beobachten können. Da dieser letztes Wochenende gemäht wurde sind von der bis Dato bevorzugten Blüte leider nur noch kleine Mengen vorhanden.

Das eigentlich seltsame ist die Tatsache das in der Nähe ein recht großes Feld Rotklee erblüht ist, was von den Hummeln zugunsten der kleinen Menge auf dem Hang ignoriet wird.

Woran kann das liegen? Sind die Hummeln sowas wie
Blütenmonogam?

Gruß,
Stefan

Re: Eigenartige Futtersuche! Andreas(München) 20.05.2004 10:24

Hallo Stefan,

Hummeln sind alles andere als 'blütenmonogam'. Ganz im Gegenteil, sie sind durchaus in der Lage von einer Taubnessel, zu einer Johannisbeerblüte, und anschliessend zu einem Löwenzahn zu wechseln. (anders als Bienen, die sich tatsächlich auf Blüten spezialisieren und erst umlernen, wenn es diese Blüten nicht mehr gibt).
Aber Hummeln sind (wie ich auch) Gewohnheitstiere, die immer wieder die gleichen Wege fliegen. Du kannst aber sicher sein, dass sie das Rotkleefeld entdecken und dieses dann ausgiebig nutzen werden.
Gruß Andreas

Re: Re: Eigenartige Futtersuche! Manfred 20.05.2004 11:16

Hallo,

älter Sammlerinnen tun sich schwer neue Trachtpflanzen aufzusuchen, wenn die alten noch etwas Ertrag abwerfen.
Wenn die abgemähte Fläche aber unwirtschaftlich geworden ist und das Rotkleefeld Nahrung im Überfluss bietet, ist nach neuesten Erkenntnissen auch eine Kommunikation zwischen den Sammlerinnen möglich. Dabei wird aber, anders als bei den Bienen, im Nest nur die Ergiebigkeit der Futteruelle und der Geruch und Geschmack des Nektars übermittelt. Wo der Nektar bzw. Pollen zu finden ist, müssen die übrigen Sammlerinnen selber herausfinden. Dabei ist es auch möglich, dass sie die entsprechende Pflanze an ganz anderer Stelle finden. Sie wird im Regelfall aber auch an einem anderen Standort ergiebig sein.
Nebenbei: Hummeln sind eher farbentreu als blütentreu. Wenn bei mir Lupinen und Rittersporn gemeinsam blühen, wechseln die Tiere eher von einer blauen Lupine zum blauen Rittersporn und umgekehrt als den gelben oder roten Rittersporn anzunehmen. Hummeln die an den roten Pflanzen sammeln fliegen meist weg, wenn sie diese abgeweidet haben.

Gruß
Manfred

Dramatische Entwicklung Andreas(München) 20.05.2004 20:26

Hallo Hummelfreunde,

Ich muss Euch von einer dramatischen Entwicklung berichten und vielleicht könnt Ihr mir ja auch einen Rat zum weiteren Vorgehen geben.

Die Verwaltung des Rosengartens der Stadtgartendirektion in München ist im Besitz von zwei Schweglerkästen.
Letztes Jahr konnte ich einen mit einer dunklen Erdhummel besetzen. Die Königin kam zwar in der zweiten Julihälfte ums Leben, aber bis dahin hatten doch einige Jungköniginnen den Kasten verlassen.

Auch dieses Jahr könnte ich diesen Kasten wieder mit einer dunklen Erdhummel besetzen. In den anderen setzte ich eine Steinhummel, die aber nach einigen Tagen nicht mehr zurückkehrte.

Die Sache mit der Erdhummel lief ganz gut. Zu Beginn dieser Woche konnte ich die ersten Arbeiterinnen beobachten. Allerdings fiel mir auf, dass es nur wenige waren. Auch bei Beobachtungen an nachfolgenden Tagen.
Als ich heute noch einmal kontrollierte, sah ich die Königin beim Bearbeiten der Polsterwolle aber überhaupt keine Arbeiterinnen mehr? An der Deckplatte aus Pressspan sah ich einen dünnen Stift, den ich entfernte und dachte noch „Hier hat sich wohl einmal eine Wespe versucht“. Ich schloss den Kasten wieder und wartete.
Etwa 10 min. später sah ich eine Hornisse heran fliegen und mir war schlagartig die Bedeutung des dünnen Stiftes und das Verschwinden der Hummelarbeiterinnen klar.
Die Hornisse hatte sich den Kasten ausgesucht und die kleinen Erdhummeln vernichtet.
Als die Hornisse den Kasten verlassen hatte, nahm ich das Hummelnest und setzte es vorsichtig mitsamt Königin in den anderen Kasten.
Neben das Nest stellte ich einen großen Legostein mit Zuckerlösung um der Königin die Lage zu erleichtern. Ich hoffte, sie würde einmal ausfliegen und ich könnte ihr dann beim finden der ‚neuen Adresse’ behilflich sein. Sie verließ den Kasten aber den ganzen Nachmittag (von ca. 14 bis 19.45 Uhr) nicht. Kann es sein, dass eine Königin, die bereits die erste Arbeiterinnengeneration hatte nicht mehr ausfliegt? Auch dann nicht wenn diese alle umgekommen sind? Das wäre natürlich eine fatale Situation. Weiß jemand was da zu tun ist?

Für Vorschläge bin ich dankbar.

P.S. Die Hornisse scheint das Entfernen des dünnen Stiftes (Aufhängung für den Nestanfang) verkraftet zu haben. Ich sah sie jedenfalls regelmäßig ein- und ausfliegen.

Re: Dramatische Entwicklung Stefan Lennertz 20.05.2004 21:07

In einer ähnlichen Situation ist meine Königin wieder ausgeflogen, war allerdings ne´ Wiesenhummel. Vieleicht ist die letzte Arbeiterin noch nicht so lange verschwunden als das die Königin das Nest verlassen müßte, und kümmert sich deshalb noch um die Brut. Eventuell ist sie aber auch Verletzt und kann den Kasten nicht mehr verlassen, und wäre somit auf Füttern mit Pollen und Nektarlösung angewiesen. So könnte sie dann die Brut weiter versorgen.

Etwas Sorge bereitet mir die Hornisse. Habe mal gehört das sie, wenn sie sich auf etwas fixiert haben, die Futterquelle weiter beobachtet. Besteht die Hoffnung das die Hornisse nachgibt, auch wenn der zweite Kasten etwas entfernt steht?

Sollte die Hummel allerdings wieder fliegen müßte
sie wohl Hilfe haben, befürchte ich, um zum neuen Kasten zurückzufinden.

Gruß,
Stefan

Hallo Hummelfreunde,


Ich muss Euch von einer dramatischen Entwicklung berichten und vielleicht könnt Ihr mir ja auch einen Rat zum weiteren Vorgehen geben.

Die Verwaltung des Rosengartens der Stadtgartendirektion in München ist im Besitz von zwei Schweglerkästen.
Letztes Jahr konnte ich einen mit einer dunklen Erdhummel besetzen. Die Königin kam zwar in der zweiten Julihälfte ums Leben, aber bis dahin hatten doch einige Jungköniginnen den Kasten verlassen.

Auch dieses Jahr könnte ich diesen Kasten wieder mit einer dunklen Erdhummel besetzen. In den anderen setzte ich eine Steinhummel, die aber nach einigen Tagen nicht mehr zurückkehrte.

Die Sache mit der Erdhummel lief ganz gut. Zu Beginn dieser Woche konnte ich die ersten Arbeiterinnen beobachten. Allerdings fiel mir auf, dass es nur wenige waren. Auch bei Beobachtungen an nachfolgenden Tagen.
Als ich heute noch einmal kontrollierte, sah ich die Königin beim Bearbeiten der Polsterwolle aber überhaupt keine Arbeiterinnen mehr? An der Deckplatte aus Pressspan sah ich einen dünnen Stift, den ich entfernte und dachte noch „Hier hat sich wohl einmal eine Wespe versucht“. Ich schloss den Kasten wieder und wartete.
Etwa 10 min. später sah ich eine Hornisse heran fliegen und mir war schlagartig die Bedeutung des dünnen Stiftes und das Verschwinden der Hummelarbeiterinnen klar.
Die Hornisse hatte sich den Kasten ausgesucht und die kleinen Erdhummeln vernichtet.
Als die Hornisse den Kasten verlassen hatte, nahm ich das Hummelnest und setzte es vorsichtig mitsamt Königin in den anderen Kasten.
Neben das Nest stellte ich einen großen Legostein mit Zuckerlösung um der Königin die Lage zu erleichtern. Ich hoffte, sie würde einmal ausfliegen und ich könnte ihr dann beim finden der ‚neuen Adresse’ behilflich sein. Sie verließ den Kasten aber den ganzen Nachmittag (von ca. 14 bis 19.45 Uhr) nicht. Kann es sein, dass eine Königin, die bereits die erste Arbeiterinnengeneration hatte nicht mehr ausfliegt? Auch dann nicht wenn diese alle umgekommen sind? Das wäre natürlich eine fatale Situation. Weiß jemand was da zu tun ist?

Für Vorschläge bin ich dankbar.

P.S. Die Hornisse scheint das Entfernen des dünnen Stiftes (Aufhängung für den Nestanfang) verkraftet zu haben. Ich sah sie jedenfalls regelmäßig ein- und ausfliegen.
Re: Dramatische Entwicklung Balthasar 22.05.2004 20:23

ich glaube nicht, daß die Hornisse die kleinen Arbeiterinnen umgebracht hat. Vielmehr entwickelt sich in solchen Fällen erst einmal eine friedliche Koexistenz zwischen hummel und hornisse.
Wenn die Erdhummel bereits Arbeiter hatte, dann hat sich auch längst die zweite Brut schon angelegt, also müsste es bald wieder neue Arbeiter geben.
Schwer ist die Entscheidung: hummel oder hornisse. Will man die hornisse nicht, genügt ein mehrmaliges Entfernen des Stiftes. Entschießt man sich die Hornisse zu belassen und siedelt die Hummel um, ist eine Neuorientierung notwendig und damit ein beträchtliches Risiko auf Verlust des Hummelstaates.
Auf jedenfall eine schwere Entscheidung

Steinhummeln Steffi 20.05.2004 22:34

Ein Steinhummelvolk möchte gerne bei meiner
Mutter auf dem Balkon wohnen. Sie kriechen
in die Lüftungsschlitze der Klinker und nisten
wahrscheinlich in der Dämmung.
Was kann man tun, daß die Hummeln sich einen anderen Platz suchen?
Nicht dass wir Angst hätten, aber ein 1x2 m
Balkon ist einfach zu klein für alle.

Re: Steinhummeln Stefan Lennertz 21.05.2004 09:12

Sind´s wirklich Hummeln, keine Solitärbienen?
Falls ja könnte man das Nest evtl. in ein Nistkasten setzen und etwas entfernt aufstellen.

Gruß,
Stefan

Ein Steinhummelvolk möchte gerne bei meiner
Mutter auf dem Balkon wohnen. Sie kriechen
in die Lüftungsschlitze der Klinker und nisten
wahrscheinlich in der Dämmung.
Was kann man tun, daß die Hummeln sich einen anderen Platz suchen?
Nicht dass wir Angst hätten, aber ein 1x2 m
Balkon ist einfach zu klein für alle.
Re: Re: Steinhummeln Steffi 21.05.2004 20:54

Die kleinen Hummeln sind ca.2 cm lang und die großen ca.3 cm lang alle sind pechschwarz und haben ein orange-rotes Hinterteil.
Ein Kammerjäger sagte mir, daß die Hummeln jetz im Juni oder Juli ausfliegen und nicht mehr zurückkommen. Wenn es stimmt, nehmen wir das so jetzt hin und warten die Zeit ab.
Kann mir das noch jemand bestätigen?
Und kommen die auch nächstes Jahr nicht zurück, weil sie selten das gleiche Nest benutzen?

Re: Re: Re: Steinhummeln Stefan Lennertz 21.05.2004 22:30

Hört sich in der Tat nach Hummeln an, wäre trotzdem ein Foto möglich?

Meines Wissens nach hält sich das Volk bis ca. August. Das Volk stirbt dann ab und die Jungköniginnen suchen sich ein Winterquartier im Erdreich. Allerdings kommen Jungköniginnen im darauffolgenden Jahr in der Regel sehr gerne in ihr altes Nest zurück. Dies sollte aber kein Problem sein, denn falls euch das Beobachten der Hummeln nicht gefällt könnt ihr das jetzige Einflugloch, nachdem das Nest leer ist, einfach verschließen.

Generell gilt: Wenn irgend möglich solltet ihr versuchen damit zu leben. Die Hummeln kümmern sich in der Regel um nichts als um ihr Nest, nerven nicht, und stellen eine sehr interresante Beobachtungsmöglichkeit dar.

Ab und an bleiben sie vor einem in der Luft stehen, wenn man in der Fluglinie steht, was gerade von unerfahrenen als Aggresivität verstanden werden könnte. Ist es aber nicht. Sie suchen lediglich einen Umweg, was bei Hummeln schon mal länger dauert weil sie eine Art Autopilot haben.

Wie von Dir beschrieben ist ja wohl schon Nachwuchs da, ihr werdet als schon gemerkt haben wie der Umgang mit den Hummeln ist. Ansonsten könnt Ihr auch mal auf www.aktion-hummelschutz.de nachfragen, die haben dort eine Hotline mit kompetenter Hilfe. Und einen tollen Hummelnavigator.

Gruß,
Stefan

Die kleinen Hummeln sind ca.2 cm lang und die großen ca.3 cm lang alle sind pechschwarz und haben ein orange-rotes Hinterteil.
Ein Kammerjäger sagte mir, daß die Hummeln jetz im Juni oder Juli ausfliegen und nicht mehr zurückkommen. Wenn es stimmt, nehmen wir das so jetzt hin und warten die Zeit ab.
Kann mir das noch jemand bestätigen?
Und kommen die auch nächstes Jahr nicht zurück, weil sie selten das gleiche Nest benutzen?
Re: Re: Steinhummeln susanne 25.05.2004 09:36
Hallo Stefan, wie soll sie das Nest denn aus der Wand kriegen?

Grüße
Susanne

Re: Re: Re: Steinhummeln Stefan Lennertz 26.05.2004 12:20

Hallo Susanne,

wahrscheinlich gar nicht.

Gruß,
Stefan

>Hallo Stefan, wie soll sie das Nest denn aus der Wand kriegen?
Grüße
Susanne
Re: Steinhummeln susanne 24.05.2004 11:17
Hallo Steffi, da gibt es jetzt keine Möglichkeit mehr, sie umzusiedeln. Da sie in der Dämmung gut geschützt sind, bekommt man das Nest und die Königin nicht raus. Die Wand wirst Du ja nicht aufstemmen wollen.

Wenn es schon verschieden große Hummeln gibt, sind mindestens zwei Arbeiterinnengenerationen unterwegs, freiwillig werden sie also auch nicht mehr umziehen.
Vielleicht schafft ihr es ja doch, den Balkon mit ihnen zu teilen. Sie interessieren sich nicht für euern Pflaumenkuchen, auch nicht für Saft oder Marmelade. Selbst gegen Ende ihrer Saison sind sie im Gegensatz z.B. zu Wespen völlig unproblematisch, sehr friedlich und noch dazu hübsch anzuschauen.
Ab Juni/Juli wird es richtig dicke Jungköniginnen auf Hochzeitsflug geben und danach stirbt das Nest dann so bis August, spätestens September ab. D.h. alle Individuen außer den jungköniginnen sterben nach und nach, auch die alte Königin und es gibt keine neugeschlüpften Hummeln mehr. Danach könnt ihr die Schlitze ja abdichten, oder es geht euch so wie manch anderem, dass ihr hofft, die Jungköniginnen kommen nächstes Jahr wieder.
Unter www.aktion-hummelschutz.de könnt ihr den Bericht einer Frau lesen, in deren Balkon-Sofa Hummeln nisteten. Sie hatte auch erst Befürchtungen aber es klappte gut mit ihrem "Hummelsommer".
Grüße
Susanne

Artenbestimmung Ulrike 21.05.2004 09:47

Hallo,
seit ein paar Tagen sehen wir in unserem Grundstück immer wieder zwei komplett schwarze Hummeln, die zwischen 4 und 5 Zentimetern groß sind. Sie haben sowohl in Balken der Pergola als auch eine abgestorbene große Tanne Löcher gebohrt, die schätzungsweise einen Durchmesser von einem Zentimeter haben.
Um welche Art handelt es sich und ggf. auf was ist zu achten?
Danke für die Antwort!

Re: Artenbestimmung Stefan Lennertz 21.05.2004 22:38

Komplett schwarz und bohren Löcher? Hört sich interessant an, könntet ihr von den Hummeln ein Foto machen? In der Regel sollte an der Hummel etwas farbliches zu finden sein.

Gruß,
Stefan

Re: Artenbestimmung Andreas(München) 22.05.2004 08:35

Hallo Ulrike,

Bei den Tieren könnte es sich um Holzbienen handeln.
Schau doch mal auf die Seite :
http://insecta.harlequin.ch/galerie/

Vielleicht findest Du hier eine Erklärung.

Gruß andreas

Artenbestimmung Monika Koch 21.05.2004 11:35

Hallo,
auch in unserem Garten beobachten wir ca. 4 cm große ganz schwarze, glänzende Hummeln (?) und wüßten gerne um welche Art es sich handelt. Sie suchen jede Art von Öffnung (z.B.Rohrenden, gelagertes Kaminholz (Buche, Birke, Tanne)). Beim fliegen erzeugen sie ein "sehr lautes" Brummen.
Wir freuen uns über eine Antwort.
MoKo

Re: Artenbestimmung Stefan Lennertz 21.05.2004 22:35

Schwer zu sagen, ´ne ganz schwarze Hummel kenne ich nicht. Ist den da nicht´s buntes dran?

Gruß,
Stefan

Re: Artenbestimmung - Holzbiene Wilhelm 22.05.2004 19:53
Hallo Monika

da jetzt kaum noch Hummelköniginnen auf Nestsuche sind denke ich das dein flieger eine Holzbiene ist.Schau mal bei http://www.wildbienen.de unter "Arten" nach.
Gruß Hummelwilli

Re: Re: Artenbestimmung - Holzbiene Monika Koch 23.05.2004 23:20

Hallo,
erstmal danke fuer eure antworten,....auf den genannten Seiten konnte ich kein bild finden, dass den "schwarzen brummern" aehnelte. Was buntes ist an den tierchen nicht dran. Im Moment fliegen sie auch nicht, d.h. ich hoffe auf warmes Wetter,...um dann auch noch genauer hinzugucken!!!
Gruß
moko

Re: Re: Re: Artenbestimmung - Holzbiene Alex 24.05.2004 09:24

Hallo Monika,

ein Bild von einer Holzbiene findest Du hier:

Holzbiene (externer Link, nicht mehr verfügbar)

Ciao,

Alex

Hummel mag Nest nicht! Stefan Lennertz 22.05.2004 22:08

Gestern habe ich auf einem Blatt eine Ackerhummel-Königin entdeckt. Da sie sehr lethargisch wirkte und nicht sammelte, im Gegensatz zu anderen, hab ich mal versucht sie in den Hummelkasten zu setzen. Der Transport war sehr einfach, genauso wie das einsetzen in den Eingangsbereich des Kastens. Dann habe ich die Schiebetür geschlossen und gewartet.

Da nach ca. 20 Minuten nix passierte hab ich mal das Schiebetürchen geöffnet und nachgeschaut. Die Hummel saß da noch genauso wie ich sie eingesetzt hatte. Da mir das ganze zu Erfolglos erschien habe ich sie einfach auf eine Löwenzahnblüte abgesetzt
und bin gegangen.

Gegen 21:00 habe ich aber noch mal nachgeschaut und sah sie an der selben Stelle immer noch Sitzen. Da es sehr kalt wurde und anfing zu regnen
hatte ich sie einfach mit rein genommen.

Als ich sie, zurück in der Wohnung, in der Hand hielt, fing sie plözlich an sich zu strecken und putzen und Flog zum Fenster. Sie schien förmlich aufzutauen. Nachdem ich sie mit etwas Zuckerlösung versorgt hatte, welchen sie genüßlich annahm, legte ich sie auf einem Handtuch ab, in das sie sich sofort zurückzog.

Heute morgen hatte ich sie dann am offenen Fenster
mit Zuckerlösung versorgt, welchen sie wieder in sich hineinzuschlingen schien, etwas Putzen, und ab gings in die Lüfte.

Was ist eure Meinung, war sie evtl. frisch geschlüpft, und hatte noch nicht genug Energie um bei dem relativ kaltem Wetter auf Nestsuche zu gehen? Oder was könnte sonst die Ursache für ihr Verhalten gewesen sein?

Gruß,
Stefan

Re: Hummel mag Nest nicht! Alex 23.05.2004 16:38

Hallo Stefan,

frisch geschlüpft ist diese Hummel sicherlich nicht, denn jetzt gibt es noch keine Jungköniginnen. Erst im Herbst ist es wieder soweit.

Vermutlich hat die Hummel bereits ein Nest und es ist ihr nur zu kalt geworden, weshalb sie recht klamm wurde. Da sie wohl nicht viel zu futtern erwischt hat, konnte sie sich selbst nicht aufheizen und blieb auf dem Blatt.

Erst durch die Wärme in Deinem Haus und durch das Zuckerwasser kam wieder etwas Leben in sie.

Möglicherweise könnte die Hummel jedoch auch an irgendeiner Krankheit leiden. Das kann man nie so genau sagen.

Aber für solche Fälle Zuckerwasser bereitstehen zu haben ist nie verkehrt ! :)

Alles Gute,

Alex

Re: Re: Hummel mag Nest nicht! Horst 23.05.2004 18:54

Hallo Alex,
ich glaube auf den Flug der Jungköniginnen braucht man nicht bis zum Herbst warten,denn die ersten Jungköniginnen der Wiesenhummel sind bereits unterwegs und Baumhummelköniginnen fliegen auch bald.

Gruß
Horst

Re: Re: Re: Hummel mag Nest nicht! Alex 23.05.2004 21:38

Hallo Horst,

Du hast natürlich recht, manche Arten sind früh dran. Ich bezog mich jedoch auf die angefragte Ackerhummel, bei der es ab Mitte August / September "Nachwuchs" gibt.

Servus,

Alex

Hummelnest am Haus........was mach ich?? Michael Feldhaus 23.05.2004 19:47

Hallo ich habe an meiner Terasse unten am Fester im Klinker ein Loch entdeckt wo Hummeln rein und raus fliegen. Das Loch ist in der unteren Ecke des Fensters und führt unter den Klinker in den Zwischenraum.Darf ich das Loch verschließen? Ich weiß das Hummeln unter Naturschutz stehen daher möchte ich wenn es sich um ein Nest handelt nix zerstören....wäre dankbar für einen Tip....Grüße aus Bocholt.M.Feldhaus

Re: Hummelnest am Haus........was mach ich?? Stefan Lennertz 23.05.2004 20:46

Hallo Michael,

schön das Du versuchen möchtest das Nest zu erhalten. Allerdings wird das wohl nicht gelingen wenn Du das Loch verschließen solltest. Die Hummel muß ja nach außen gelangen um Futter sammeln zu können. Könntest Du evtl. mit dem Loch bis zum Herbst Leben?

Gruß,
Stefan

Hallo ich habe an meiner Terasse unten am Fester im Klinker ein Loch entdeckt wo Hummeln rein und raus fliegen. Das Loch ist in der unteren Ecke des Fensters und führt unter den Klinker in den Zwischenraum.Darf ich das Loch verschließen? Ich weiß das Hummeln unter Naturschutz stehen daher möchte ich wenn es sich um ein Nest handelt nix zerstören....wäre dankbar für einen Tip....Grüße aus Bocholt.M.Feldhaus
Re: Hummelnest am Haus........was mach ich?? susanne 24.05.2004 11:04

Hallo Michael,
ja was machst Du nun? Am besten gar nichts, einfach alles so lassen, wie es ist. Das zeitliche Ende des Nestes erkennst Du daran, dass erst dicke Jungköniginnen ausfliegen und einige Zeit danach (ca. 4-6 Wochen) immer weniger Hummeln rumfliegen. Im Oktober kannst Du recht sicher sein, dass sich nix mehr bewegt. Dann !! kannst Du das Loch verschließen, um nächstes jahr nicht wiederbesiedelt zu werden. Jetzt würdest Du das Nest mitsamt allen Insassen dadurch töten.
Hummeln sind übrigens keine Gefahr. Sie mögen weder Kuchen noch Saft, Cola oder marmeladenverschmierte Kindergesichter. Nur drauftreten oder einfangen und quetschen darf man sie nicht. Sie zerstören auch nix am Haus, also freu Dich, dass Du so ein schönes Stück Natur beobachten kannst (manch ein Hummelfreund jammert dieses Jahr, dass seine Nistkästen alle unbesiedelt geblieben sind).
Schau doch mal welche Farben Deine Hummeln haben. Daran kann man die Art bestimmen und Rückschlüsse auf die Dauer des Nestes ziehen, es gibt frühe und späte Arten, solche, die lange leben und recht kurzlebige.
Grüße Susanne

Re: Re: Hummelnest am Haus........was mach ich?? M.Feldhaus 24.05.2004 21:04

na Danke mal für die netten Tips...werde auf dieser Page bleiben und zum Hummelfreund werden ....denn es zu beobachten ist schon toll....Grüße aus Bocholt..Michael