Beiträge aus 2004

Hummelnest? Viktor 23.05.2004 19:58

Hallo,

seit etwa sechs Wochen habe ich eine Hummel zu Gast auf meinem Balkon. Dort steht eine Bonsai-Schale voll völlig ausgetrockneter Bosai-Erde (enthält Kies) mit einer leeren Schale drauf, in dem sich offenbar ihr Bau befindet.
Ich habe vor zwei Wochen die WebCam auf den Eingang angesetzt und festgestellt, dass Sie den Bau etwa alle 10min anfliegt und etwa 10 min bleibt. Andere Aktivitäten sind bisher nicht zu beobachten.
Jetzt habe ich mich informieren wollen, und bin auf dieser Site gelandet. Nach allem was ich hier gelesen habe, müssten doch inzwischen auch Nachkommen auftauchen, oder?
🖼 Bild nicht mehr verfügbar

Gruß

Viktor

PS

Ausserdem hat sich offensichtlich auch eine Wespe bei mir eingenistet: Ich beobachtete, wie sie in den Stecker (nicht die Dose!) einer Verlängerungsleitung kroch, und wieder heraus kam. Meine Interpretation "war wohl nichts" war wohl nichts: Am nächsten Tag war die Öffnung mit einem braunen Kitt verschlossen!
Auch in diesem Fall deckt sich meine Beobachtung so gar nicht mit dem Nachgelesenen.
Was is'n da jetzt drin??

🖼 Bild nicht mehr verfügbar

Re: Hummelnest? Alex 23.05.2004 21:42

Hallo Viktor,

auf dem ersten Bild kann ich nicht viel erkennen, vermute jedoch daß es sich dabei auch um Solitärbienen handeln könnte.

Auch bei Deinem zweiten Untermieter (der mit dem Stecker) handelt es sich um eine Solitärbiene. Sie hat in das kleine Loch ihre Eier abgelegt und mit Pollen umgeben. Jetzt ist sie damit fertig und hat das Ganze mit einem "Deckel" geschlossen. Nach einiger Zeit werden daraus neue Solitärbienen herauskommen!

Es könnte auch noch sein, daß diese Solitärbiene von einer Schlupfwespe parasitiert wurde (was Du evtl. beobachtet hast), d.h. anstelle eines Solitärbienen-Eis ist nun eine Schlupfwespe drinnen. Was zwar schade für die Solitärbiene wäre, aber für Dich keine Rolle spielt: beides ist Natur ;)

An einem Stecker habe ich sowas auch noch nie gesehen *g*

Laß den Stecker am besten irgendwo liegen, wo eine schlüpfende Solitärbiene/Schlupfwespe in die Freiheit davonfliegen kann.

Servus,

Alex

Re: Hummelnest? susanne 24.05.2004 10:55
Hallo Viktor,

das Bild des zugespachtelten Steckers ist schon Klasse. Die kleinen Solitärbienen schlüpfen übrigens erst nächstes Jahr. Unter www.wildbienen.de kannst Du Dich genauer informieren.
Gruß Susanne

Re: Re: Hummelnest? Viktor 02.08.2004 21:15

Hallo Susanne,

was immer es war, es ist doch schon dieses Jahr geschlüpft:

http://home.t-online.de/home/viktor_p/Bilder/Temp/Geschluepft.jpg

Gruß

Viktor

Re: Re: Re: Hummelnest? susanne 03.08.2004 12:34
was immer es war, es ist doch schon dieses Jahr geschlüpft:

Hallo Viktor, tja war wohl ein Frühstarter, was? Hast Du bei wildbiene .de damals denn was gefunden, was so aussah wie Deine Besucher??

Susanne

Re: Hummelnest? Christoph 03.06.2004 20:34

Hallo Viktor,
Alex hat recht, Deine Hummel ist eine Solitärbiene, keine Hummel.

Toll ist Deine Beobachtung der Steckerbiene. Ich habe eine Internetseite, auf der ich Kuriositäten aus dem Reich der Bienen und Wespen sammele. Dürfte ich Dein Bild da ausstellen? Dein Name steht natürlich dabei, ich will mir keinesfalls fremde Federn anstecken. Unter http://www.aculeata.de/Kurioses/kurioses.html kannst Du ja mal nachsehen.
Wäre schön, wenn Du mir mal mailen könntest.
Herzliche Grüße
Christoph.

Saukalt und wenig Hummeln! Stefan Lennertz 26.05.2004 12:30

Bei uns ist es zur Zeit sehr kalt, und Hummeln sieht man fast nur vereinzelt. Da mach mir ernsthafte Sorgen.

Um die Futterquellen siehts auch nicht so toll aus, die Taubnesseln werden fast überall zerstört, teils ausgerissen, zertreten oder mit Unkrautvernichter gespritzt. Und das nicht etwa in Gärten oder auf Spielplätzen, sondern an Wegrändern und auf Wiesen, wo sie nie und nimmer jemanden stören würden.

Gruß,
Stefan

Re: Saukalt und wenig Hummeln! Manfred 26.05.2004 15:47

Hallo Stefan,

saukalt ist relativ. Ich habe bei meinen Hummeln nicht den Eindruck, dass das Wetter einen negativen Einfluss hat, da es nur einige wenige Schauer gibt.
Die Hummeln haben die Trachtpflanzen, derzeit vor allem Hundsrosen und Goldregen und die letzten Rotodendrohn für sich alleine, da es den Bienen zu kalt ist. Ein guter Gradmesser für das Trachtangebot ist die Zeit, welche Arbeiterinnen für das Sammeln einer Nektarladung benötigen. Bei mir liegt diese Zeit mehr oder weniger konstant bei 7 min. Futterknappheit tritt - wenn überhaupt - erst mit dem Ende der Lindenblüte auf.

Gruß
Manfred

Re: Re: Saukalt und wenig Hummeln! Stefan Lennertz 26.05.2004 22:19

Hallo Manfred,

vor kurzem habe ich einer Hummel Starthilfe geben müssen. Erst im warmen Zimmer began sie sich zu bewegen und versuchte aus dem Fenster zu fliegen.
Die Wärme und eine ordentliche Portion Zuckerlösung haben ihr offensichtlich weitergeholfen.
Dies und die Tatsache das in diesem Stadtteil keine weiteren Hummeln zu beobachten sind halte ich für ein schlechtes Zeichen.

In einem ländlicheren Teil unserer Stadt habe ich heute ein Ackerhummelnest entdeckt, wie überraschender Weise auch eine Erdhummel auf Nestsuche. Dort könnte ich mal die Zeit stoppen.

Danke für den Tip.

Gruß,
Stefan

Re: Re: Re: Saukalt und wenig Hummeln! Manfred 27.05.2004 07:50

Hallo Stefan,

beim Stoppen der Zeit aber darauf achten, dass die Hummel nur Nektar sammelt, da das Sammeln von Pollen viel mehr Zeit beansprucht.Ich mache das so, dass ich mir eindeutig identifizierbare Hummeln aus meinen Völkern für diese Beobachtungen aussuche.

Gruß
Manfred

Re: Re: Re: Re: Saukalt und wenig Hummeln! susanne 27.05.2004 13:53
Hallo Manfred,

wie findest Du denn eindeutig identifizierbare Hummeln ? Markierst Du sie?
Ich tue mich damit etwas schwer. Es geht noch, solange sie nur in meinem Garten sammeln. Also wenn eine Hummel aus dem Kasten kommt, ins nächstgelegene Akeleinbeet (derzeit der Hit, neben Goldregen, Cotoneaster und in den Vormittagsstunden Deutzia gracilis ) fliegt und sich von einer Blüte zur andern hangelt um anschließend zurückzukommen. Dann kann ich sie ja direkt "verfolgen". Aber meist klappt das nicht, weil die Dame erst noch einen Rundflug macht, im Nachbargarten oder hinter Büschen verschwindet oder oder oder.
Gruß Susanne

Re: Saukalt und wenig Hummeln! Dirk 26.05.2004 20:16

Hallo Stefan,

solange es nicht den ganzen Tag Dauerregen gibt, ist das derzeitige Wetter eigentlich kein Problem für die Hummeln. Gibt es bei dir denn erst seit dem einsetzen des schlechten Wetters wenig Hummeln oder generell? Die Zerstörung der Taubnesseln in deiner Umgebung ist ja nicht so schön. Werden denn "nur" Taubnesseln so rücksichtslos vernichtet oder sieht es bei den anderen Futterquellen auch so schlecht aus?

Gruss Dirk

Re: Re: Saukalt und wenig Hummeln! Stefan Lennertz 26.05.2004 22:26

Hallo Dirk,

bei uns sind generell sehr wenige Hummeln unterwegs. In einigen Bereichen gar keine.

Was die Trachtpflanzen angeht gibt es zur Zeit überwiegend Rotklee, Taubnesseln und Goldregen.
Die Taubnesseln glaube ich werden einfach für Brennnesseln gehalten. Es ist in der Tat so das häufig rundum Gras lang gelassen wird und die Taubnesseln vernichtet werden. Ich werde mal ein paar Bilder davon machen.

Gruß,
Stefan

Hallo Stefan,

solange es nicht den ganzen Tag Dauerregen gibt, ist das derzeitige Wetter eigentlich kein Problem für die Hummeln. Gibt es bei dir denn erst seit dem einsetzen des schlechten Wetters wenig Hummeln oder generell? Die Zerstörung der Taubnesseln in deiner Umgebung ist ja nicht so schön. Werden denn "nur" Taubnesseln so rücksichtslos vernichtet oder sieht es bei den anderen Futterquellen auch so schlecht aus?

Gruss Dirk
Re: Saukalt und wenig Hummeln! Angelika, Berg.Land 01.06.2004 17:43
Um die Futterquellen siehts auch nicht so toll aus, die Taubnesseln werden fast überall zerstört, teils ausgerissen, zertreten oder mit Unkrautvernichter gespritzt. Und das nicht etwa in Gärten oder auf Spielplätzen, sondern an Wegrändern und auf Wiesen, wo sie nie und nimmer jemanden stören würden.

Hallo Stefan, ja hier bei uns gibt es tatsächlich dieses Jahr extrem wenige Hummeln. Auch ich habe aber dieser Tage noch eine suchende Erdhummel gesehen. Leider war sie schneller als ich. Aber wo in unserer kleinen Stadt werden Taubnesseln zerstört? Meinst du das Mähen der Straßenränder? Das ist bei uns zum Glück noch nicht passiert.
Grüße, Angelika

Re: Re: Saukalt und wenig Hummeln! Stefan Lennertz 03.06.2004 12:10

Nicht nur das, es geht in der Tat um die Zestörung von Pflanzen die keinem gehören. Die Stadtarbeiter lassen in der Regel die Pflanzen im Hinterland stehen. Diese werden dann oft von Privatleuten niedergemacht die meinen das das nicht zum direkt angrenzenden Rasen passt. In direkter Nachbarschaft ist das z.B. passiert.

Gruß,
Stefan

>
> Um die Futterquellen siehts auch nicht so toll aus, die Taubnesseln werden fast überall zerstört, teils ausgerissen, zertreten oder mit Unkrautvernichter gespritzt. Und das nicht etwa in Gärten oder auf Spielplätzen, sondern an Wegrändern und auf Wiesen, wo sie nie und nimmer jemanden stören würden.

Hallo Stefan, ja hier bei uns gibt es tatsächlich dieses Jahr extrem wenige Hummeln. Auch ich habe aber dieser Tage noch eine suchende Erdhummel gesehen. Leider war sie schneller als ich. Aber wo in unserer kleinen Stadt werden Taubnesseln zerstört? Meinst du das Mähen der Straßenränder? Das ist bei uns zum Glück noch nicht passiert.
Grüße, Angelika
Erste Jungköniginnen Kay 26.05.2004 21:24

Im wiesenhummelnest konnt ich heute den Schlupf von 4 Jungköniginnen beobachten.Auch bei der Ackerhummel die ich bereits in den warmen Tagen im Februar ansiedeln konnte ist es in knapp 4-5 Tagen soweit

Kuckuckshummel? Karl-Heinz Haferkorn 26.05.2004 21:55

Hallo Hummelfreunde,
heute habe ich beobachtet, dass eine Steinhummelkönigin in das Einflugloch meines Wiesenhummelvolkes eingedrungen ist. Erst dachte ich, dass sich eine Königin der in der Nachbarschaft wohnenden Steinhummeln verflogen hat, doch sie kam nicht mehr heraus.
Leider kann ich das Wiesenhummelnest nicht öffnen, um nachzuschauen, was da los ist, denn die Nestkugel ist so fest, dass man da nicht reinkommt. Ich muss auch zugeben, dass sich die kleinen Wiesenhummeln ganzschön zur Wehr setzen können.
War ich da etwa Zeuge, wie eine Kuckuckshummel reinfliegt? Oder belästigen Kuckucks-Hummeln nur gleichaussehende Hummelvölker?
Was haltet ihr von dieser Sache?

Gruß Karl-Heinz

Re: Kuckuckshummel? Manfred 27.05.2004 07:44

Hallo Karl-Heinz,

Wiesenhummeln sind primär Wirtsvölker für die Waldkuckuckshummel und die hat wenig Ähnlichkeit mit einer Steinhummel. Kuckuckshummeln kann man am einfachsten von "richtigen" Hummeln an der Flügelfarbe unterscheiden, Hummelflügel sind durchsichtig, die Flügel von Kuckuckshummeln schimmern bläulich-schwarz.

Gruß
Manfred

Re: Kuckuckshummel? susanne 27.05.2004 13:56
Hallo Karl-Heinz,

wenn es tatsächlich eine Kuckuckshummel ist, kannst Du ja demnächst eine ganz faszinierende Entwicklung beobachten.
Gruß Susanne

Suche ein erfolgreich angesiedeltes Hummelhaus Mona Ramadan 28.05.2004 11:44

Ich bin Abiturientin und für meine Facharbeit habe ich einen Hummelkasten gebaut und versucht eine Hummel anzusiedeln. Doch ich hatte leider keinen Erfolg! Um meine Arbeit nun fortsetzen zu können, bräuchte ích jemanden, der in München oder Umkreis München lebt und der bereit wäre, mich sein Hummelhaus beobachten zu lassen. Das wäre echt super, denn die Hummeln sind mir mittlerweile richtig ans Herz gewachsen!

Re: Suche ein erfolgreich angesiedeltes Hummelhaus susanne 28.05.2004 15:06
Hallo Mona, wende Dich an die www.aktion-hummelschutz.de

da kann dir sicher weitergeholfen werden. Es gibt auch schon eine Schülerin im Süddeutschen, die dort um so eine Möglichkeit gebeten hatte. Meine beiden Kästen liegen in Hannover, also für Dich leider nicht so günstig.
Gruß Susanne

Re: Re: Suche ein erfolgreich angesiedeltes Hummelhaus Michel 28.05.2004 22:34

Hallo Mona,

ich habe das selbe vor. Glücklicherweise habe ich derzeit 2 Nester, die ich in meine Arbeit mit einbeziehen werden. Welches Thema genau willst du denn wählen (Nahrungsversorgung, ...)?

Gruß
Michel

Zuckerhut Jens & Marcus aus HH 28.05.2004 12:36

Heute haben wir eine nette beobachtung in unserem Vorgarten gemacht. Dort stehen zwei Zuckerhut- Fichten, die schon ca. 3m hoch sind - also sehr alt. In der morgentlichen Sonne wurden beide von hellen und dunklen Erdhummeln und von Steinhummeln angeflogen. Sie krochen ganz dicht in den zart benadelten Zweigen herum, verharrten und flogen wieder davon. Weiss jemand, ob diese Fichten irgendwelche Sekrete abgeben oder so? Oder holen sich die Hummeln dort sowas wie "Morgentau"? Naja, auf jeden Fall macht es trotz der Fragen bisher viel Spaß, den kleinen Dingern zuzusehen, besonders, da unser selbstgebauter Nistkasten nicht besetzt ist.

Grüße aus Hamburg
Jens & Marcus

Nachtrag Jens & Marcus aus HH 28.05.2004 16:03

Es sind nicht nur Hummeln, die auf die beiden Zuckerhüte "fliegen", vor wenigen Minuten konnte ich auch andere Insekten daran "nuckeln". scheinbar bekommen sie da irgendwas flüssiges...?

Re: Nachtrag Kay 28.05.2004 16:26

Die Fichten scheiden anscheinend eine Zuckerhaltige Lösung aus.Vielleicht auch Harz.Bienen sammeln im Herbst Harz um den Stock Luftdicht zu machen aber bei Hummeln hab ich das noch nicht beobachtet.

Re: Zuckerhut Wilhelm 29.05.2004 20:34

Hallo Jens und Markus
die Fichten sind sicher stark verlaust (grüne kleine Krabbeltiere) die scheiden den sogenannten Morgentau aus den die Hummeln und auch andere Insekten lieben Die Honigbiene stellt daraus den Waldhonig her
Gruß Hummelwilli

Hummeln fliegen selten aus Christian 28.05.2004 14:10

Hallo,

es ist jetzt schon 1 1/2 Monate her das die Königin das Nest gegründet hat. Obwohl wir wieder schönes Wetter haben flegen jetzt weniger Hummeln aus als vor dem schlechten Wetter.
Nach Wachsmotten habe ich geguckt (soweit wie ich das gesehen habe, das Nest wollte ich nicht auseinander nehmen) aber keine gesehen, es sind nur Milben in der Polsterwolle und orangenes Irgendetwas (Kot?).
Den Kasten hatte ich zuvor mit Wellpappe ausgekleidet ist es normal das die anfängt zu schimmeln?
Wie warscheinlich ist es, dass der Nistkasten von Wachsmotten befallen wird wenn keine Wachsmottensperre davor ist.

Gruß
Christian

Re: Hummeln fliegen selten aus susanne 28.05.2004 15:18
Hallo Christian,

es ist absolut nicht normal, dass die Wellpappe schimmelt, dann ist der Kasten nicht ausreichend belüftet oder es ist Wasser reingelaufen. Der Schimmel kann auch auf das Nest übergreifen und insgesamt ist das Klima für Hummeln dann nicht so günstig. Kannst Du die Wellpappe vorsichtig entfernen, soweit sie verschimmelt ist?

Wachsmotten kannst Du von oben bei grobem Überblick nicht sehen. Die Biester sitzen unter dem Nest und rollen es quasi von unten auf. Außerdem flüchten die Raupen nach unten sobald Licht in den Kasten fällt. Wenn Du es wissen willst, musst Du also das Nest genauer ansehen und dafür die Polsterwolle auseinanderziehen. Ich spreche aus Erfahrung, denn letztes Jahr habe ich mich bei meinem ersten Nest lange nicht getraut genauer nachzuschauen. Dann war es zu spät und unter dem Nest ein ekelhaftes Madengewimmel.
Zieh Handschuhe an und verschließ deine Ärmel gründlich, damit da keine Hummel reinkrabbelt. Eine Gardine um den Kopf wäre auch nicht schlecht, die Damen fliegen auf den Atem.

Ein paar Milben schaden eigentlich nicht, zu dem orangefarbenem Kram kann ich nichts sagen. Es kann natürlich sein, dass das feuchtschimmelige Klima die Hummeln anfälliger für Milben und Co macht. Vielleicht weis einer der alten Hasen hier was dazu.

Grüße Susanne

Re: Hummeln fliegen selten aus Manfred 29.05.2004 07:52

Hallo Christian,

Milben im Nest sind normal und die roten Ablagerungen sind in der Tat Hummelkot. Normalerweise siedeln sich dann aber dort bald Schmeißfliegen an, deren Larven fressen den Kot. Was absolut nicht in den Kasten gehört ist Schimmel! Die Wellpappe war keine gute Idee, da sie offenbar nicht hinterlüftet ist. Versuche sie irgendwie aus dem Kasten zu bekommen. Wenn dass nicht geht, mus die Belüftung verbessert werden.
Wachsmottenlarven kannst Du ohne öffnen des Nestes nicht erkennen, wenn doch, ist das Nest meist verloren. Aufgrund der schlechten Witterung ist ein Wachsmottenbefall aber eher unwahrscheinlich.

Gruß
Manfred

ohne Titel Kay 28.05.2004 16:33

Die Erdhummel die in das Wiesenhummelnest eingedrungen ist hat Arbeiterinnen herangezogen die sehr groß geraten sind.Am Rande der Honigtöpfe hat sie mehrere Brutzellen gebaut.Die Wiesenhummeln hefen ihr und nehmen ihr jegliche Arbeit ab.Hat die Erdhummel vielleicht den Geruch des Nestes angenommen und wird deshalb nicht angegriffen?Beide Königinnen haben einen Hofstaat gegründet.

Re: ohne Titel Stefan Lennertz 28.05.2004 23:06

Wie ist das genau zu verstehen? Soll das heissen das praktisch zwei Königinnen in einem Nest Nachwuchs heranziehem?

Gruß,
Stefan

Re: Re: ohne Titel Kay 30.05.2004 15:12

Genau aber sie tun sich gegensetig nichts

Re: ohne Titel Wilhelm 29.05.2004 20:23
Hallo Kai

könnte es sein daß deine Erdhummel eine Kuckuckshummel ist den Wiesenhummel werden gerne von den Kuckuckshummeln heimgesucht.Wie sehen den deine Erdhummel genau aus vieleicht ohne die starke Behaarung wie sie bei der Erdhummel typisch ist oder ein durchschimmern des Chitinpanzers (schwarz)

Re: Re: ohne Titel Kay 30.05.2004 14:41

Es ist eine Dunkle Erdhummel.Eine Kuckukshummel ist es auf keinen Fall denn diese haben leicht blaülich bis schwarz schimmernde Flügel.Die beiden Hummeln aktzeptieren einander und fressen die eier der anderen nicht auf.

Mooshummel Holger 28.05.2004 18:07

In einem meiner Nistkästen ist eine Mooshummel eingezogen. Sie hat schon ca. 4-5 kleine noch etwas weiße Arbeiterinnen bee sich. Letztes Jahr habe ich Rotklee,Klatschmohn und Taubnesseln gesät.Alle Pflanzen gehen auf bzw. sind aufgegangen.:-)

Mooshummel Holger 28.05.2004 18:07

In einem meiner Nistkästen ist eine Mooshummel eingezogen. Sie hat schon ca. 4-5 kleine noch etwas weiße Arbeiterinnen bee sich. Letztes Jahr habe ich Rotklee,Klatschmohn und Taubnesseln gesät.Alle Pflanzen gehen auf bzw. sind aufgegangen.:-)

Re: Mooshummel Michel 28.05.2004 22:55

Sicher, dass es eine Mooshummel ist? Die sind nämlich extrem selten. Vielleicht ist es auch eine Ackerhummel, die ja manchmal auch recht gelb aussehen können.

Wie sehen denn deine Hummeln genau aus?
Ein Bild wäre zur Bestimmung natürlich am besten.

Viele Grüße
Michel

Re: Mooshummel Stefan Lennertz 28.05.2004 23:03

Glückwunsch für die Besiedelung! Wo hast Du den die Taubnesseln herbekommen?

Gruß,
Stefan

Erfolge und Verluste: Lagebericht meiner Völker (pics) Michel 28.05.2004 22:26

Nach den vergangenen sehr kalten Tagen mit Temperaturen um den Gefrierpunkt nutzte ich die wärmeren Zeiten, um nach meinen Hummeln zu sehen. Stein- und Wiesenhummel haben das kalte Wetter gut überstanden, leider jedoch nicht meine Gartenhummel. Sie hatte seit 25 Tagen gebrütet, bis sie wahrscheinlich vor 3-4 Tagen Opfer der Witterung wurde. Ihr Honigtönnchen war vollkommen leer, Ameisen tummelten sich im Nest, ein deutliches Zeichen, dass das Nest verlassen wurde. Leider ist die Brut auch nicht mehr am Leben, wirklich sehr schade, die Hummel war so weit gekommen :-(

Erfreulich dagegen waren die Nestinspektionen bei den anderen beiden Arten. Das Wiesenhummelvolk besteht aus 30 Arbeiterinnen und unzähligen Larven und Eiern. 10 Hummelarbeiterinnen, also etwa ein Drittel der Arbeiterinnenanzahl, flog dabei zum sammeln aus. Auch die Steinhummel bebrütet gemeinsam mit 2-3 Arbeiterinnen das Nest. Weitere 3-4 Arbeiterinnen sammeln Nektar und Pollen.

🖼 Bild nicht mehr verfügbar 🖼 Bild nicht mehr verfügbar

Nest der Wiesenhummeln

🖼 Bild nicht mehr verfügbar
Steinhummelvölkchen

Soweit der derzeitige Stand. Immerhin 2 drittel der angesiedelten Völker haben es geschafft, Arbeiterinnen hervorzubringen. Glücklicherweise könnte ich eine natürliche Besiedlung einer weiteren Steinhummel in unserem Garten feststellen. Sie nutzt ein Kellerfenstervorbau (gefüllt mit Blättermaterial vom Herbst/Winter) und fliegt fleißig ein und aus. Mal sehen, was draus wird.

Viele Grüße
Michel

Schöner Erfolg! Stefan Lennertz 28.05.2004 23:00
Nach den vergangenen sehr kalten Tagen mit Temperaturen um den Gefrierpunkt nutzte ich die wärmeren Zeiten, um nach meinen Hummeln zu sehen. Stein- und Wiesenhummel haben das kalte Wetter gut überstanden, leider jedoch nicht meine Gartenhummel. Sie hatte seit 25 Tagen gebrütet, bis sie wahrscheinlich vor 3-4 Tagen Opfer der Witterung wurde. Ihr Honigtönnchen war vollkommen leer, Ameisen tummelten sich im Nest, ein deutliches Zeichen, dass das Nest verlassen wurde. Leider ist die Brut auch nicht mehr am Leben, wirklich sehr schade, die Hummel war so weit gekommen :-(

Erfreulich dagegen waren die Nestinspektionen bei den anderen beiden Arten. Das Wiesenhummelvolk besteht aus 30 Arbeiterinnen und unzähligen Larven und Eiern. 10 Hummelarbeiterinnen, also etwa ein Drittel der Arbeiterinnenanzahl, flog dabei zum sammeln aus. Auch die Steinhummel bebrütet gemeinsam mit 2-3 Arbeiterinnen das Nest. Weitere 3-4 Arbeiterinnen sammeln Nektar und Pollen.

🖼 Bild nicht mehr verfügbar 🖼 Bild nicht mehr verfügbar

Nest der Wiesenhummeln

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Steinhummelvölkchen

Soweit der derzeitige Stand. Immerhin 2 drittel der angesiedelten Völker haben es geschafft, Arbeiterinnen hervorzubringen. Glücklicherweise könnte ich eine natürliche Besiedlung einer weiteren Steinhummel in unserem Garten feststellen. Sie nutzt ein Kellerfenstervorbau (gefüllt mit Blättermaterial vom Herbst/Winter) und fliegt fleißig ein und aus. Mal sehen, was draus wird.

Viele Grüße
Michel
Re: Erfolge und Verluste: Lagebericht meiner Völker (pics) Manfred 29.05.2004 07:59

Hallo Michel,

ich finde, dass sich das kalte - aber weitgehend trockene - Wetter eher positiv auf meine Hummeln ausgewirkt hat. Beide Völker sind gesund und bei den Erdhummeln sind alle Honigtöpfe randvoll. Die Konkurrenten und Feinde der Hummeln haben es bei der Witterung viel schwerer gehabt.
Heute Morgen begannen die Erdhummeln, bei Sonnenschein, die Sammeltätigkeit kurz nach 5:00 Uhr bei einer Außentemperatur von 2,9°C. Den Steinhummeln war dies offenbar etwas zu kalt, sie fingen erst gegen 8:00 Uhr bei 6,1°C an.

Gruß
Manfred

Re: Re: Erfolge und Verluste: Lagebericht meiner Völker (pics) Michel 29.05.2004 19:34

Bei uns hatte sich am vorigen Wochenende eine Schneeschicht von 3 cm ausgebildet. Das war wohl für die eine oder andere Hummel zu viel. Wer da nicht genug Vorrat herangeschafft hatte, hatte keine Change!

Jetzt haben wir aber 21 °C und Sonnenschein. Stein- und Wiesenhummel fliegen fleißig ein und aus.

Gruß
Michel

Hummelnest Marlene Soubusta 29.05.2004 18:18

Wir haben ein Hummelnest in einem Lüftungschlitz im Mauerwerk unseres Hauses.Es fliegen ziemlich viele ständig ein und aus.Wie kann das Nest verlagert werden und welche Stelle spricht man am besten hierfür an.

Re: Hummelnest Stefan Lennertz 30.05.2004 13:39

Generell gilt: Wenn irgend möglich solltet ihr versuchen damit zu leben. Die Hummeln kümmern sich in der Regel um nichts als um ihr Nest, nerven nicht, und stellen eine sehr interresante Beobachtungsmöglichkeit dar.

Ab und an bleiben sie vor einem in der Luft stehen, wenn man in der Fluglinie steht, was gerade von unerfahrenen als Aggresivität verstanden werden könnte. Ist es aber nicht. Sie suchen lediglich einen Umweg, was bei Hummeln schon mal länger dauert weil sie eine Art Autopilot haben.

Ansonsten könnt Ihr auch mal auf www.aktion-hummelschutz.de nachfragen, die haben dort eine Hotline mit kompetenter Hilfe. Und einen tollen Hummelnavigator.

Gruß,
Stefan

Wir haben ein Hummelnest in einem Lüftungschlitz im Mauerwerk unseres Hauses.Es fliegen ziemlich viele ständig ein und aus.Wie kann das Nest verlagert werden und welche Stelle spricht man am besten hierfür an.
Ackerhummel Andi 30.05.2004 14:43

In meinem Ackerhummelnest ist die Königin abgehauen.Sie ist seit 5 Tagen nicht zurückgekehrt obwohl sie Nachwuchs hat.