Beiträge aus 2004

Erdhummel (?) in Türleiste Stefanie 12.05.2004 15:42

Hallo,
bei uns baut seit 2 Wochen eine Erdhummel ein Nest.Ich nehme jedanfalls an, dass es eine ist. Hier sind Bilder (externer Link, nicht mehr verfügbar)
Sie baut in der Türleiste von unserer Terrassentür eine Lehmkammer nach der anderen. Durch die Luftlöcher krabbelt sie da rein und raus.
Bevor ich entscheide, ob sie weitermachen darf oder nicht, hab ich zwei Fragen: Wie groß wird das Nest voraussichtlich? Hab ich dann die ganze Türschwelle voller Lehm? Und wohnen die Hummeln da auch nachher oder schlüpfen sie nur aus und fliegen dann für immer aus?
Ich hab ja schon mit Wespennestern im Rolladenkasten gelebt, die Tiere haben uns unbehelligt gelassen, aber reger Flugverkehr dort, wo wir im Sommer ständig raus- und reingehen wäre mir nicht so recht.
Könnt ihr Hummelexperten mir Rat geben?
Gruß,
Stefanie

Nachtrag: Stefanie 12.05.2004 15:44

Hier ist das andere Bild (externer Link, nicht mehr verfügbar)

Re: Nachtrag: Stefan Lennertz 12.05.2004 22:47

Sehr schöne Bilder, Gratulation!

Ich Denke jeder Wildbienen Freund wäre froh einen solchen Nestbau im eigenen Haus beobachten zu dürfen.

Gruß,
Stefan

Re: Re: Nachtrag: Stefanie 16.05.2004 18:25

Da kein Riesennest bei Wildbienen zu erwarten ist, dürfen die Tiere bleiben.

Re: Erdhummel (?) in Türleiste susanne 12.05.2004 16:46

Hallo Stefanie, das ist keine Hummel sondern wohl eine Solitärbiene. Davon gibt es irrsinnig viele (gefährdete) Arten, von deren Bestimmung ich nicht die geringste Ahnung habe. Ich weis nur, das sie Brutwaben für ihren Nachwuchs anlegen, der dann nächstes Jahr ausschlüpft. Reger Flugverkehr aufgrund eines Nestes ist daher wohl nicht zu erwarten. Wenn Du ein Wespennest überstanden hast ist das ein Klacks.
Wende Dich an www.wildbienen.de
Dort findest Du kompetente Ansprechpartner, die anhand Deiner echt tollen Fotos sicher ganz gut bestimmen können, welche Solitärbiene das ist und was Du genau zu erwarten hast.
Gruß Susanne

Re: Re: Erdhummel (?) in Türleiste Stefanie 12.05.2004 17:52

Das werde ich mal machen.
Vielen Dank für die schnelle Antwort :-))
Gruß,
Stefanie

Unbehandelte Pflanzen? Stefan Lennertz 12.05.2004 22:58

Hallo Hummelfreunde,

ich möchte gerne mit weiteren Pflanzen das Nahrungsangebot im Garten und auf dem Balkon verbessern.
Kennt jemand eine einfache Methode herauszufinden ob die Pflanzen/Blumen auch wirklich nicht behandelt wurden?

Gruß,
Stefan

Re: Unbehandelte Pflanzen? susanne 13.05.2004 10:44
Hallo Stefan,

das einfachste um sicher zu gehen ist: selber aussähen.
Die meisten Einjährigen Pflanzen kann man wunderbar selber aussähen, entweder mit vorziehen in der Wohnung oder einfach jetzt direkt ins Freiland. Wenn Du einen Garten hast kommen etliche auch im nächsten Jahr ganz von selbst wieder, weil ein paar Samen immer im Boden bleiben.
Auch Zweijährige kann man jetzt wunderbar säen und sich dann im nächsten Jahr an den Blüten erfreuen. Dieses Jahr bilden sie erstmal nur einen grünen Blattring.
Man kann ja auch mit Freunden die z.T. riesigen Samenmengen in den Tütchen teilen.

Ansonsten kannst Du beim Biogärtner kaufen. Es gibt da schon eine Menge spezialisierter Betriebe.

Generell ist es auf die Zeit gesehen besser Stauden zu verwenden. Selbst wenn die bei der Anzucht irgendwie gespritzt wurden, dürfen eigentlich keine bienengiftigen Mittel verwendet werden. Der Fachhandel hat da auch ein gewisses Eigeninteresse, denn die Kunden finden es nicht komisch, wenn ihr neuen Pflanzen von toten Bienen umgeben sind.
Stauden leben viele Jahre und wenn Du sie nicht weiter spritzt sind sie nach einiger Zeit wieder "sauber".

Naja und wie immer gilt: Je robuster und optimaler angepasst eine Art an unsere Gartenbedingungen ist, desto weniger braucht sie das Giftgepäppele um zu überleben. Also wenig Exoten kaufen, lieber Bodenständiges wie Glockenblume, Akelei, Lupine, Veronika, Storchenschnabel, Fingerhut, Stockrose und viele andere.

Und Finger weg von Billigkäufen in Supermärkten, Baumärkten etc. Meist gibt es Gründe, warum Sachen billig sind. Unterstütz lieber den örtlichen Fachhandel. Da bekommt man auch Beratung zum optimalen Standort der Pflanzen.

Grüße
Susanne

Re: Re: Unbehandelte Pflanzen? Stefan Lennertz 13.05.2004 21:40

Danke für die umfangreiche und informative Antwort.

Generell stimmen mir Stauden auch sehr zu.
Der Fingerhut gefällt mir da sehr gut, mal schaun ob ich den hier in der Nähe beziehen kann.

Ich befürchte nur das es bei uns keine Biogärtner gibt.

Gruß,
Stefan

Re: Re: Re: Unbehandelte Pflanzen? Christian 13.05.2004 22:43

Hallo,

Biostauden bekommst du bei www.gaissmeyer.de.
Die Stauden sind zwar ein wenig teurer aber es ist sehr gute Qualität und die haben ein sehr Umfangreiches Sortiment, dort habe ich schon öfters bestellt. Wenn du eine Hummelstaude ausprobieren willst dann probiere mal Herzgespann aus.
Die Bartblume wirst du wahrscheinlich nur in Baumschulen bekommen, da es ein Gehölz ist.

Gruß
Christian

Ich meine www.gaissmayer.de --- Mayer mit a nicht mit e Christian 13.05.2004 22:48

Hallo,

Ich habe Mayer verkehrt geschrieben, es gibt ja auch tausend schreibweisen.
Also hier der richtige link: www.gaissmayer.de

Gruß
Christian

Re: Re: Re: Unbehandelte Pflanzen? Angelika, Berg.Land 13.05.2004 23:02
Danke für die umfangreiche und informative Antwort.

Generell stimmen mir Stauden auch sehr zu.
Der Fingerhut gefällt mir da sehr gut, mal schaun ob ich den hier in der Nähe beziehen kann.

Ich befürchte nur das es bei uns keine Biogärtner gibt.

Gruß,
Stefan Hallo Stefan, Fingerhut habe ich heute beim grünen Wahnsinn gesehen. Ansonsten gibt es Kataloge für Wildpflanzen. Ich habe mir gerade so einen schicken lassen. Grüße, Angelika
Re: Re: Re: Unbehandelte Pflanzen? susanne 14.05.2004 09:03

Hallo Stefan,
Fingerhut ist eine zweijährige Pflanze. Manchmal hält er auch ein paar Jahre, aber eigentlich wächst er im ersten Jahr, blüht im zweiten und geht dann ein. Manchmal bildet er vorher noch Kindel am Fuß. Ich hab da inzwischen ein "rollendes System" in meinem Garten. es gibt immer neue Keimlinge, Sämlinge vom letzten Jahr und solche die in voller Blüte sind. Es sieht toll aus und die Hummeln lieben es.
Gruß Susanne

Re: Unbehandelte Pflanzen? Christian 13.05.2004 10:59

Hallo,

das sieht man den Pflanzen nicht an. Die meisten Pflanzen aus den Gartencentern kommen aus Holland wo noch viele Pflanzenschutzmittel eingsetzt werden die hier schon lange verboten sind.
Am besten fährst du zu einer Gärtnerei und dort können dir die Gärtner genau sagen welches Mittel die Pflanzen bekommen haben. Wobei die meisten Bienen- und Hummelgefährlichen Pflanzenschutzmittel ihr tötliche wirkung nur zeigen, wenn die Tiere mit dem Mittel im direkten kontakt kommen z. B. wenn das Mittel ausgebracht wird.
Gute Hummelpflanzen für den Balkon sind die Vanilleblume (mein absoluter Favorit sie duftet schön nach Vanille und ist der absolute Hit bei Bienen,Schmetterlingen und Hummeln) und Löwenmäulchen die du in fast jeder Gärtnerei bekommst. Was auch sehr schön aussieht ist eine Bartblume in einem Kübel, die blühen ziemlich spät und sehr schön blau (wichtige Nahrungsquelle für die Monate in denen nicht soviel blüht). Die Bartblume wirst du wahrscheinlich nur in einer Baumschule bekommen.

Gruß
Christian

Re: Re: Unbehandelte Pflanzen? Stefan Lennertz 13.05.2004 21:29

So ähnlich habe ich auch vor zu handeln, bin mir aber nicht sicher ob die Gärtner auch die Wahrheit sagen. Falls vorhanden werde ich es mal wie von Susanne empfholen mit einem Biogärtner versuchen.

Deine Favoriten schau ich mir mal an, besonders die spät blühende Bartblume.

Gruß und Danke,
Stefan

Re: Re: Re: Unbehandelte Pflanzen? Christian 13.05.2004 23:05

es gibt immer schwarze Schafe unter den Gärtnern, ich selber bin Zierpflanzengärtner und wie gesagt die Pflanzenschutzmittel die hier verboten wurden kann man sich von Holland holen (aber ich bin nicht so einer!).
Wenn Kunden fragen haben Antworte ich sowieso immer ehrlich, was bringt es mir wenn ich die Künden anlüge und sie nicht mehr wieder kommen.

Gruß
Christian

Orientierung bei Nebel Manfred 13.05.2004 08:12

Hallo,

es liegt Nebel über Hamburg und die Hummeln haben den FLugbetrieb komplett eingestellt. Von den Steinhummeln ist nichts zu sehen, bei den Erdhummeln sitzt nur ein ier am Ausgang (Hummeltrompeter?) und bewegt langsam die Fühler. Können sich Hummeln bei Nebel nicht orientieren und fliegen deshalb nicht aus, oder sind es die Begleitumstände - 99% Luftfeuchtigkeit, 8°C, leichter Sprühregen - die sie vom Fliegen abhalten? Letzteres würde mich wundern, da das Wetter gestern ähnlich schlecht war - allerdings ohne Nebel - die Tiere aber dennnoch, allerdings träge und antriebslos, ausgeflogen sind.

Gruß aus dem grau verhangenen HH
Manfred

Hummelnester auffinden! Stefan Lennertz 13.05.2004 21:50

Hallo,

zur Zeit werden hier wieder die großflächigen Wiesen der örtlichen Bauern geschnitten. Leider meine ich beobachtet zu haben das nach einer Maht die Anzahl an Hummel zurückgeht.

Gibt es eine Möglichkeit die Nester der Hummeln ausfindig zu machen und unauffällig zu markieren, um sie falls Nötig wieder freizulegen?

Gruß,
Stefan

Re: Hummelnester auffinden! Dirk 14.05.2004 15:50

Hallo Stefan,

die intensive Landwirtschaft ist der Hauptgrund warum nicht nur bei den Hummeln der Artenreichtum dramatisch zurückgeht. Deine Beobachtungen sind traurig aber wahr, durch die meist zu frühe Mahd werden die meisten Blütenpflanzen (sofern sie überhaupt noch vorhanden sind) vor dem Ausbilden der Samenstände gemäht. Die Hummeln werden somit ihrer Nahrungsgrundlage beraubt und viele Nester einfach durch das Heu verdeckt. Die meisten Bauern schauen nur aufs Geld und lassen nicht mit sich reden was Häufigkeit und Zeitpunkt der Mahd angeht. Der Wirtschaftliche Aspekt steht leider fast immer im Vordergrund und ganz weit hinten kommt dann die Natur und Umwelt. Die Idee die Nester wieder freizulegen ist an sich gar nicht so schlecht aber das auffinden von Hummelnestern auf Wiesen ist wie die Suche der „Nadel im Heuhaufen“, allerdings könntest du bei Nahrungsuchenden Hummeln die Abflugrichtung beobachten und daraus schließen wo die Nester in etwa ihre Lage haben.

Gruss Dirk

Re: Re: Hummelnester auffinden! Unbekannt 15.05.2004 10:37

Hallo Dirk,

so ist wohl, selbst meine Bekannten sind sehr schwer zu überzeugen. In der Regel finden alle Hummeln ganz süß, aber wenn ich dann über meine Ansichten bezüglich Häufigkeit und Schnittiefe des Rasenmähens erzähle sieht es wieder ganz anders aus.
Dann kommen doch häufig wieder die Pauschalantworten wie: "Man solle es nicht übertreiben...", "Der Rasen muss doch gemäht werden...", "Hier fliegen schon noch genug Hummeln rum...".

Wie auch immer, nie Aufgeben. Vieleicht ist die eine Hummel die man heute rettet die entscheidende für die Erhaltung der Art in der Zukunft.

Gruß,
Stefan

Re: Re: Re: Hummelnester auffinden! Michel 15.05.2004 10:54
Dann kommen doch häufig wieder die Pauschalantworten wie: "Man solle es nicht übertreiben...", "Der Rasen muss doch gemäht werden...", "Hier fliegen schon noch genug Hummeln rum...".

Das höre ich auch immr wieder, aber meist sind die vielen Hummeln, die in einem Garten umherfliegen aus einem und demselben Nest, also nichts mit großer Häufigkeit.

Gruß
Michel

Re: Re: Re: Re: Hummelnester auffinden! susanne 18.05.2004 09:18

Hallo allerseits,
es macht wenig Sinn, anderen zu erzählen, was sie NICHT tun sollen. Es ist besser, man holt die Leute da ab, wo sie sich mit ihren Bedürfnissen und Problemen befinden und macht ihnen Vorschläge, was sie tun können.

Natürlich möchte fast jeder Gartenbesitzer Rasen, und zwar kurzen. Denn darauf kann man prima sitzen, liegen, grillen, barfuß laufen, spielen. Langrasige Wiesen sind zum lagern und Ball spielen ungeeignet, Rasen mittlerer Länge mit viel Klee empfiehlt sich nicht für barfuß laufende Kinder, dennn selbst die netteste Hummel mag es nicht, wenn man auf sie drauftritt.
Die meisten Gartenbesitzer finden aber auch Blumen toll. Also schlagt Ihnen vor, Staudenbeete anzulegen und vielleicht sogar einen Sitzplatz mit Steinen in der Mitte der Stauden zu gestalten. Da kann man auch prima sitzen, sogar noch besser grillen, weil es keine Huckel im Boden gibt, die Kinder können mit Straßenkreide malen und Liegestühle stehen sicher. Alles umgeben von duftenden Blüten und Hummelgesumm. Und das alles sieht gar nicht ökomäßig aus sondern wie in "mein schöner Garten".
Na, hört sich doch schon besser an, oder??

Vielen Leuten fehlen einfach die positiven Bilder für eine Alternative. Gebt sie Ihnen.

Ach ja, und was die Landwirte und das mähen der Wiesen angeht: Wer von euch wäre bereit 20-30% seines Einkommens abzugeben, einfach so.
Im Gegensatz zu den Gartenbesitzern, die das aus Spaß an der Freud machen, verdienen Landwirte mit dem mähen ihren Lebensunterhalt.

Deswegen können sie trotzdem die Wegränder stehen lassen, keinen Missbrauche mit Pestiziden betreiben etc., viele Landwirte machen auch kleine gute sachen in ihren Betriebsabläufen, wenn man sie ernst nimmt und gemeinsam mit Ihnen Lösungen sucht.

Aber am Mahdzeitpunkt hängt der Eiweißgehalt des Futters und damit die Milch- oder Mastleistung ihrer Tiere. Die Landwirte können nicht alleine die Kosten für die Erhaltung der Natur aufbringen. Da sind wir alle gefragt, auch bei dem was wir fürs Essen auszugeben bereit sind.

Ich bin übrigens keine Landwirtin aber ich hab schon mit Landwirten gearbeitet - als Naturschützerin.

Gruß Susanne

Re: Re: Re: Re: Re: Hummelnester auffinden! Dirk 18.05.2004 22:15

Hallo Susanne,

Ach ja, und was die Landwirte und das mähen der Wiesen angeht: Wer von euch wäre bereit 20-30% seines Einkommens abzugeben, einfach so.

Im Gegensatz zu den Gartenbesitzern, die das aus Spaß an der Freud machen, verdienen Landwirte mit dem mähen ihren Lebensunterhalt.

Da hast Recht wenn du schreibst das die Landwirte mit dem Mähen Geld verdienen. Aber wenn die Landwirte von den Wiesen die sie besitzen oder gepachtet haben einen kleinen Teil nicht so intensiv bewirtschaften, werden sie nicht gleich am Hungertuch nagen.

Deswegen können sie trotzdem die Wegränder stehen lassen, keinen Missbrauche mit Pestiziden betreiben etc., viele Landwirte machen auch kleine gute sachen in ihren Betriebsabläufen, wenn man sie ernst nimmt und gemeinsam mit Ihnen Lösungen sucht.

Die Betonung liegt bei "können", ich habe da leider noch nicht so gute Erfahrungen gemacht und glaube viele Landwirte könnten viel mehr für die Umwelt tun. Aber ich will nicht alle Landwirte über einen Kamm scheren und es gibt sicherlich viele die wissen was Naturschutz ist. Fakt ist das die intensive Landwirtschaft einen nicht zu unterschätzenden Faktor beim Artensterben in Flora und Fauna darstellt.

Gruss Dirk

Konsens wichtig! Stefan Lennertz 18.05.2004 23:01

Hallo Susanne,

ich denke da sehr ähnlich. Nur wenn beide einen Vorteil haben, oder zumindest Verständniss für die Situation entwickeln, mag es gelingen Leute für sich zu gewinnen. Ich möchte meine Aussagen auch nicht als Vorwurf verstanden Wissen, es sind lediglich Beobachtungen aus welchen meine Idee, Nester wenn möglich aufzufinden und freizulegen, entstanden ist.

Es gib allerdings positive und negative Beispiele, so wie es Öko-Bauern und Anhänger von Gentechnik gibt.

Einem der Landwirte in unserer Gegend versuchte ich darauf Hinzuweisen welch wertvolle Gewächse seinen Wegrand zieren. Ohne das ich ihn explizit darauf angesprochen hätte kam seinerseits sofort der kurze Hinweis das er auf sowas beim mähen keine Rücksicht nehmen könne.

Ein andere hat zu meinem Erstaunen ein recht großes Stück Stauden an einem Wegrand nicht weggemäht. Man konnte genau sehen wie er drumherum
gesteuert sein muß.

Wie von Dir beschrieben hilft wenig schon sehr viel:" Deswegen können sie trotzdem die Wegränder stehen lassen,.." ohne das man, wie ich meine, von finanziellen Einbrüchen sprechen müßte.

Darauf meine ich muß man die Landwirte, in angemessener Weise, hinweisen dürfen. Letztlich geht es nur gemeinsam oder gar nicht, einerseits mit angemessenen Preisen, andererseits mit der Einsicht das der Verbraucher vor Ort der Kunde ist .

Da ich recht lange im Landeskontrollverband als Milchkontrolleur tätig war kenne ich übrigens auch die Sorgen der hiesigen Landwirtschaft.

Gruß,
Stefan

Erste Nestkontrolle (Bilder) und Frage Michel 14.05.2004 16:36

14.5.2004: Erste Nestkontrollen bei Stein- und Wiesenhummel. Nachdem die Wiesenhummel nun seit 4 Tagen Arbeiterinnen hat, suchte ich heute nach ihrem Nest. Nach einiger Zeit fand ich es schließlich, was aufgrund der Ruhe der Tiere nicht ganz einfach war. Das Nest war ziemlich gut in der Wolle versteckt und schon stark mit Wachs abgedichtet worden. Das Nestchen selbst bestand aus 2 Honigtönnchen, 3 Pollentönnchen und 5 Kokons sowie 15 Larven. Im Nest fand ich neben der deutlich größeren Königin noch 2 Innendienstlerinnen. Insgesamt dürften 6 Arbeiterinnen vorhanden sein, da derzeit ewa noch 4 Tiere zum Sammeln ausfliegt.

🖼 Bild nicht mehr verfügbar 🖼 Bild nicht mehr verfügbar

Wiesenhummelnest

Die Steinhummelwabe habe ich mir heute auch mal angeschaut. Als die Königin gerade unterwegs war, habe ich das Nestchen vorsichtig geöffnet. Ich fand ein großes Honigtönnchen und die Wabe mit Puppen und Eiern vor. Dennoch sind nach mittlerweile 27 Tagen keine Arbeiterinnen da. Bei der Gartenhummel habe ich noch keine Nestkontrolle durchgeführt, da dieses Nest einfach noch zu jung ist.

🖼 Bild nicht mehr verfügbar

Steinhummelnestchen

Wie lange haben bei euch die Steinhummeln bis zum Schlupf der ersten Arbeiterinnen gebraucht? Ich warte schon seit 27 Tagen!

Viele Grüße
Michel

Nachtrag: Steinhummel zeigt sonderbaren Ausflug Michel 15.05.2004 13:30

Die Steinhummel unternimmt sehr viele Ausflüge und kehrt nach 15-20 Minuten immer etwa 30 Sekunden in den Kasten zurück. Dieses Verhalten zeigt sie seit 2 Tagen. Was mag das zu bedeuten haben? Pollen trägt sie kaum ein, hat aber auch noch einen Vorrat davon im Nest. Das Nektartönnchen war gestern halb leer. Könnte sie auch vermehrt Nektar einfliegen, da ja bald erste Arbeiterinnen erscheinen? Immerhin bewohnt sie den Kasten schon seit 28 Tagen!!!

Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?

Viele Grüße
Michel

Re: Nachtrag: Steinhummel zeigt sonderbaren Ausflug Dirk 15.05.2004 20:40

Hallo Michel,

Immerhin bewohnt sie den Kasten schon seit 28 Tagen!!!

Vielleicht hat sie ja erst ein paar Tage nach ihrem Einzug die Eier gelegt.

Könnte sie auch vermehrt Nektar einfliegen, da ja bald erste Arbeiterinnen erscheinen?

Das glaube ich auch, aber das sie nach 30 Sekunden schon wieder das Nest verlässt ist Rekordverdächtig. Macht sie das den ganzen Tag oder legt sie auch mal eine Pause ein?

Gruss Dirk

Re: Re: Nachtrag: Steinhummel zeigt sonderbaren Ausflug Michel 16.05.2004 12:48

Naja, die macht das erst so Mittags bis Nachmittags rum. Sonst (also vor allem Nachts) ist sie im Nest. Von dem Weg, dem sie vóm Einflugloch zum Honigtönnchen zurücklegen muss, konnten die ca. 30 Sekunden reichen. Aber die Puppen/Larven scheint sie da nicht betrachten zu können.

Die Wiesenhummelkönigin war auch immer recht schnell wieder drausen, aber nicht in dieser Rekordzeit. Ihr Weg zum Nest war aber auch um einiges länger.

Was meint ihr? Normales Verhalten oder stimmt da was nicht?

Gruß
Michel

Re: Re: Re: Nachtrag: Steinhummel zeigt sonderbaren Ausflug Balthasar 16.05.2004 21:33

Riecht nach sehr normalem Verhalten. Gerade Steinhummeln fliegen oft lange nicht aus (bis zu zwei Tage) um dann bei günstiger Witterung kurzfristig sehr frequent aus und ein zu fliegen. Wenn sie keine Höschen hat, dann sammelt sie eben nur Nektar für den Eigenverbrauch. In wenigen Tagen werden die ersten Puppen schlüpfen. In der Regel dauert der erste Schlupf 25-33 Tage gerechnet ab der Nestfindung. Diese Schwankung rührt daher, daß die Königinnen unterschiedlich lange brauchen bis sie mit der Eiablage beginnen. Ich rate nicht so früh schon das Nest zu öffnen. In dieser Zeit bedeutet jede Öffnung der Nistkugel eine empfindliche Beeindträchtigung des Mikroklimas um die Brut herum.

NACHWUCHS da... Michel 18.05.2004 19:38

endlich, nach langen 31 Tagen fliegt heute die erste Steinhummelsammlerin ein und aus. Die Königin ist wahrscheilich seither im Nest geblieben und fliegt nicht mehr aus. Interessant ist, dass die Sammlerin noch allein sammelt und alleine den Bedarf an Nektar und Pollen für das Völkchen deckt. Bei den Wiesenhummel sind es so 2-3 Sammlerinnen, obwohl sie heute trotz Sonne und warmen Temperaturen nur selten ausflogen.

Viele Grüße
Michel

Re: Erste Nestkontrolle (Bilder) und Frage Manfred 17.05.2004 09:13

Hallo Michel,

bei mir hat es von der Eiablage bis zum Schlupf der ersten Arbeiterinnen 20 oder 21 Tage gedauert (wie lange die Königin schon vorher da war weiß ich nicht), der Schlupf der 2. Generation erfolgte 13 Tage nach der ersten.
Meine Steinhummeln haben in den letzten Tagen offenbar die Arbeiten neu verteilt. Die kleinen Arbeiterinnen der ersten beiden Generationen fliegen nicht mehr aus, es sammeln nur noch große und damit junge Arbeiterinnen (der Wechsel ist neben der Größe auch gut an dem tiefroten Abdomen der jezt sammelnden Tiere zu erkennen, da die älteren Arbeiterinnen bereits eine Verfärbund zu Orange aufweisen). Bei den Erdhummeln ist ein solcher Wechsel in der Arbeitsteilung nicht zu erkennen.

Gruß Manfred

PS: Wie hast Du denn die Bilder hier in das Forum bekommen?

Bilder Michel 17.05.2004 17:36
PS: Wie hast Du denn die Bilder hier in das Forum bekommen?

Hallo Manfred,

dazu brauchst du erstmal Webspace (also einen Speicherplatz für Daten, Bilder im Internet beispielsweise inform einer Website). Von dort kannst du dann deine Bilder über html aufrufen unter folgenden Befehl:

(in spitzen Klammern einbinden)
IMG SRC="http://deine
Internetseite/bildimInternet/hummel.jpg"

Das ist nur ein Beispiel, der Pfad des Bildes kann natürlich unterschiedlich sein.

Viele Grüße
Michel

Kasten öffnen Christian 15.05.2004 17:58

Hallo,

als ich heute den Kasten geöffnet habe (nur den Deckel abgenommen, nicht die Polsterwolle geöffnet), sind sofort etliche Hummeln mit brummen aus der Polsterwolle geklettert und wollten herausfliegen, eine hat es geschafft (ich hoffe nicht die Königin).
Habt ihr das Problem auch?, wie soll man da genauer nach Wachsmotten gucken wenn die Hummeln mir entgegen kommen?
Finden die Hummeln die entwischen wieder durch den normalen Eingang rein?

Gruß
Christian

Re: Kasten öffnen Dirk 15.05.2004 20:42

Hallo Christian,

als ich heute den Kasten geöffnet habe (nur den Deckel abgenommen, nicht die Polsterwolle geöffnet), sind sofort etliche Hummeln mit brummen aus der Polsterwolle geklettert und wollten herausfliegen

Da brauchst du dir keine Sorgen zu machen, das ist normal. Die Hummeln die abfliegen sind meines Erachtens nur Sammlerinnen (kennen also den eigentlichen Eingang). Du solltest aber auf alle Fälle den wieder verschlossenen Kasten eine Weile beobachten und falls Hummeln den Eingang nicht finden, kannst du sie abfangen und in den Kasten setzten. Bei mir gab es da aber noch nie Probleme.

eine hat es geschafft (ich hoffe nicht die Königin).

Die Königin weiß ja wo der Eingang ist, da brauchst du dir am wenigsten Sorgen zu machen. Da ist nur die Nestgründung kritisch aber deine Königin hat ja Arbeiterinnen und wird das Nest somit nicht aufgeben. Es war aber bestimmt eine Arbeiterin die abgeflogen ist, da die Königin bei meinen Nestinspektionen noch nie abgeflogen ist wenn sie Nachwuchs hatte. Nur wenn sie alleine ist kann es vorkommen das sie bei der Inspektion abfliegt, sie kommt dann aber nach kurzer Zeit wieder durch den Eingang zurück.

Gruss Dirk

Hummelnest auf Balkon in Mauer gregorio 17.05.2004 21:56

Einen schönen guten Tag!
Ich habe folgendes Problem: ich wohne in Köln in einem Altbau und seit kurzem habe ich festgestellt das oben in der Ziegelwand auf meinem kleinen Balkon, wo ein Stein gekippt ist und somit einen Eingang in das Innere der Wand bietet, Hummeln ein Nest bauen. Nun bin ich absolut ignorant auf dem Gebiet, möchte diese Insekten nicht vernichten, andereseits werden die Hummel täglich mehr und ich haqbe ein Baby und euin Kind im Haus und die Vorstellung hunderte von Hummeln auf meinem kleinen Balkon den ganzen Sommer zu haben erschreckt mich. Wer kann mir einen Rat geben wie ich jetzt vorgehen sollte? Für jede Anregung bin ich sehr dankbar!

Re: Hummelnest auf Balkon in Mauer Michel 17.05.2004 22:42

Hallo,

Sie dürfen sich ein Hummelvolk nicht vorstellen wie ein Wespenvolk, wo hunderte Tiere pro Minute ein- und ausfliegen. Selbst bei starken Hummelvölkern fiegt nur 1 drittel des Volkes auch wirklich zum Sammeln aus. Es werden also nur sehr wenige Tiere ein- und ausfliegen. Die meisten Hummelarten sind auch sehr friedlich und eine direkte Nachbarschaft mit ihnen ist ohne Schwierigkeiten möglich. Es gibt aber auch einige wenige Arten, die etwas reizbar sein könnten. Wie sehen ihre Hummeln denn aus? Die Färbung des Bruststückes und des Hinterleibendes wären hier wichtig zu wissen. Dann könnte man die Art bestimmen und auch deren Verhalten.

Viele Grüße
Michel

Re: Hummelnest auf Balkon in Mauer susanne 18.05.2004 09:45
Hallo Gregorio,

vielleicht erstmal zu Beruhigung wegen der Kinder: Hummeln mögen keinen Kuchen, keinen Saft und auch keine marmeladenverschmierten Kindergesichter, nur Blüten. Du brauchst Dir also keine Sorgen zu machen, sie könnten durch hungrige Hummeln gestochen werden, wie man dass ja von einigen aufdringlichen Wespenarten kennt.

Ansonsten wäre es wirklich ganz gut, wenn Du mal beschreibst, wie die Tierchen aussehen, die da bei Dir eingezogen sind.
Also, ob sie rundlich sind (nur dann sind es Hummeln) oder schlank und länglich und welche Farben ihr "Fell" außer schwarz noch hat. Haben sie z.B. gelbe und weiße Streifen, welche Farbe hat ihr Po (weiß, orangerot, braun)?
Daran kann man die Art erkenne und das lässt Rückschlüsse zu auf ihr Verhalten und die zu erwartende Volksgröße.

In Österreich hat eine Frau sogar mit Hummeln im Balkonsofa gelebt. Den Bericht findest Du unter www.aktion-hummelschutz.de.

Grüße
Susanne

Re: Hummelnest auf Balkon in Mauer Unbekannt 23.04.2006 10:18
Einen schönen guten Tag!
Ich habe folgendes Problem: ich wohne in Köln in einem Altbau und seit kurzem habe ich festgestellt das oben in der Ziegelwand auf meinem kleinen Balkon, wo ein Stein gekippt ist und somit einen Eingang in das Innere der Wand bietet, Hummeln ein Nest bauen. Nun bin ich absolut ignorant auf dem Gebiet, möchte diese Insekten nicht vernichten, andereseits werden die Hummel täglich mehr und ich haqbe ein Baby und euin Kind im Haus und die Vorstellung hunderte von Hummeln auf meinem kleinen Balkon den ganzen Sommer zu haben erschreckt mich. Wer kann mir einen Rat geben wie ich jetzt vorgehen sollte? Für jede Anregung bin ich sehr dankbar!
Steinhummel und Hornisse in einem Nistkasten ?? Kann das gut gehen ? Jürgen wilke 17.05.2004 23:13

Meinen Schwegler Hummelnistkasten hat eine Steinhummel bezogen und Arbeiterinnen fliegen seit
dem 2.Mai.
Jetzt hat auch eine Hornissenkönigin im selben
Kasten mit dem Nestbau begonnen,unten in der Polsterwolle das Hummelnest ,oben an der Decke der
Posterwollenhöhle die Anfänge des Hornissenbaus.
Was ist zu tun um die Steinhummeln vor den Hornissen zu schützen ?

Re: Steinhummel und Hornisse in einem Nistkasten ?? Kann das gut gehen ? Manfred 18.05.2004 07:51

Hallo Jürgen,

bist Du Dir sicher, dass es sich um eine Hornisse handelt (die Königin müsste deutlich größer als die Steinhummelkönigin sein). Hornissen bauen ihre Nester nicht in Bodennähe. Könnte es nicht eine rote oder norwegische Wespe sein? Wenn es sich um eine dieser selteneren Wespenarten handelt, solltest Du überlegen die Hummeln umzusiedeln, da dies im jetzigen Stadium einfacher ist als etwas mit der Wespe zu unternehmen. Für ein Hummel- und Hornissen/Wespennest ist der Kasten auf alle Fälle zu klein.

Gruß
Manfred

Re: Re: Steinhummel und Hornisse in einem Nistkasten ?? Kann das gut gehen ? Jürgen wilke 18.05.2004 09:07
Hallo Jürgen,

bist Du Dir sicher, dass es sich um eine Hornisse handelt (die Königin müsste deutlich größer als die Steinhummelkönigin sein). Hornissen bauen ihre Nester nicht in Bodennähe. Könnte es nicht eine rote oder norwegische Wespe sein? Wenn es sich um eine dieser selteneren Wespenarten handelt, solltest Du überlegen die Hummeln umzusiedeln, da dies im jetzigen Stadium einfacher ist als etwas mit der Wespe zu unternehmen. Für ein Hummel- und Hornissen/Wespennest ist der Kasten auf alle Fälle zu klein.

Gruß
Manfred

Hallo Manfred,es handelt sich ohne Zweifel um eine Hornisse.Vor zwei Jahren siedeldet sich schon mal eine im Schwegler-Kasten an.Allerdings ohne Hummel-Untermieter.Ich habe damals die gesamte Inneneinrichtung entfernt um Platz für das wachsende Nest zu schaffen.
Gruß Jürgen

Re: Re: Re: Steinhummel und Hornisse in einem Nistkasten ?? Kann das gut gehen ? susanne 18.05.2004 09:32

Hallo Jürgen, hast Du einen zweiten Nistkasten? Dann hielte ich es auch für besser, die Hummeln umzusiedeln. Tipps für Dein kleines Untermieterdrama bekommst Du bestimmt bei hymenoptera.de von Melanie v. Orlow (auch unter Who is who auf dieser Site). Ihre Site befasst sich sehr fachkundig mit Wespen, aber auch mit Hummeln und Wildbienen.
Gruß
Susanne

Steinhummel und Hornisse in einem Nistkasten ?? Kann das gut gehen ? Jürgen wilke 17.05.2004 23:13

Meinen Schwegler Hummelnistkasten hat eine Steinhummel bezogen und Arbeiterinnen fliegen seit
dem 2.Mai.
Jetzt hat auch eine Hornissenkönigin im selben
Kasten mit dem Nestbau begonnen,unten in der Polsterwolle das Hummelnest ,oben an der Decke der
Posterwollenhöhle die Anfänge des Hornissenbaus.
Was ist zu tun um die Steinhummeln vor den Hornissen zu schützen ?