Beiträge aus 2004

lädierte Ackerhummel Angelika, Berg.Land 09.05.2004 19:10

Nachdem meine Ackerhummel nun definitiv nicht wiederkam, suchte ich von Neuem und fand - wiederum -eine Ackerhummel, mit zerfetztem rechtem Flügeldrittel. Sie war sehr erschöpft. Ich trug sie auf dem Handrücken zum Nistkasten und sie krabbelte willig langsam in die Laufröhre. Nach einer halben Stunde kam sie heraus, krabbelte auf´s Dach. Sie machte einen sehr erschöpften Eindruck. Ich fütterte sie und setzte sie noch dreimal in den Kasten. Jedesmal kam sie erst nach einer Weile wieder heraus und krabbelte nach oben. Sie machte keinen Orientierungsflug. Nachdem ich so den Nachmittag mit ihr verbracht habe, hatte ich die Faxen dicke und aufgegeben. Nach der Zuckerlösung macht sie zwar einen mobileren Eindruck, aber ich glaube, es hat keinen Zweck.
Sollte ich nun doch noch eine andere Königin finden, muß ich das Honigtöpfchen und das Pollenklümpchen - es war keine Brutwabe - der vorherigen Königin entfernen oder kann ich es im Nest drinlassen? Grüße, Angelika

Re: lädierte Ackerhummel Michel 09.05.2004 19:44

Eine solche verletzte Hummel taugt leider nicht mehr für eine Nestgründung.

Wenn du eine neue Hummel einsetzt, kann es von Vorteil sein, wenn das alte Nest noch im Nistkasten ist. Oft adoptieren hier Königinnen das vorhandene Nest.

Vorrausgesetzt, es fliegen bei euch noch Hummeln auf Nestsuche herum (und zwar solche, die erst noch ein Nest gründen wollen und nicht schon ihr eigenes verloren haben und nun irgendwo eines gewaltsam übernehmnen wollen).

Viele Grüße
Michel

Re: lädierte Ackerhummel Stefan Lennertz 09.05.2004 22:28

Kann die Hummel eigentlich noch fliegen?

Ansonsten, denke ich , braucht sie nicht nur Zuckerlösung sondern auch Pollen, um überhaupt eine Chance zu haben das Nest auszubauen bzw. neue Waben zu bauen.

Gruß,
Stefan

Re: Re: lädierte Ackerhummel Angelika, Berg.Land 10.05.2004 14:20
Leider ist sie gestorben. Grüße, Angelika
Armins Beitrag: hummellos Andreas(München) 09.05.2004 20:07

Hallo Armin,

Es tut mir leid, dass Du dieses Jahr ohne Dene Lieblinge auskommen must.
Bei mir siehts auch nicht rosig aus, wenn auch nicht ganz so schlimm.
Der Anfang war ganz gut:
Die erste Hummel, die ich in diesem Jahr am 17. April in München gesehen habe, war eine dunkle Erdhummel, die sogleich den tags zuvor hergerichteten Schweglerkasten besiedelte. Ich schloss daraus, dass es eine vom letzten Jahr sein musste, die in diesem Kasten geboren wurde. Zu meinem Erstaunen überlebte sie die schneereiche und kalte 2-te Märzhälfte und am 14. April sah ich bereits die ersten Arbeiterinnen fliegen.
Auch im Park der Stadtgartendirektion und in userem Garten auf dem Land konnte ich eine bzw. 2 Erdhummeln ansiedeln.
Eine Baumhummel hatte auf dem Land einen Kasten von selber besiedelt und ebenso 2 Ackerhummeln. 3 weitere Kästen konnte ich mit Ackerhummeln besiedeln.
Aber mittlerweile sind alle 5 Ackerhummeln und die Baumhummel umgekommen!
Als ich das am Samstag feststellte war das Wochenende für mich gelaufen! Ich bin dann immer fix und fertig!

Hoffentlich packens die Erdhummeln noch !

Grüße aus München
Andreas

Re: Armins Beitrag: hummellos Barbara Thomas 10.05.2004 10:29

Hallo Andreas,
sind Deine Lieblinge alle ungefähr gleichzeitig verstorben? Hast du 1 Idee, woran's liegen könnte?
Gruß
Barbara

Re: Re: Armins Beitrag: hummellos Andreas(München) 10.05.2004 20:40

Hallo Barbara,
ich vermute, dass indirekt das schlechte Wetter der letzten Wochen eine wesentliche Rolle dabei spielt.
Einmal kommt es immer wieder mal vor, dass eine Hummelkönigin in einen heftigen Regenschauer kommen kann, der ihr den Garaus macht.
Zum anderen fliegen sehr wenig andere Insekten, so dass die Hummeln eine begehrte Speise für insektenfressende Vögel werden, die wir dort draussen in großer Zahl haben.
Andreas

Endlich Nachwuchs Michel 10.05.2004 17:40

Endlich ist der erste Nachwuchs bei der Wiesenhummel da. 4 winzige Arbeiterinnen flliegen nun nur noch aus, die Königin bleibt im Nest.

Nun müssten auch bald bei den Steinhummeln erste Arbeiterinnen auftauchen.

Viele Grüße
Michel

Re: Endlich Nachwuchs Christian 10.05.2004 19:56

Hallo,

ich habe seit Gestern Nachwuchs von der Erdhummel.
Sie sind fleißig am sammeln vom paar Meter entfernten Rapsfeld.
Wie zählt ihr die Arbeiterinnen? Macht ihr spät Abends den Kasten auf und zählt?
Wenn ich mir das Nest angucken will müßte ich erst Polster weg nehmen, muß ich diese wieder im vollen Umfang auf die Brut legen oder muß sie nicht mehr abgedeckt werden.

Gruß
Christian

Re: Re: Endlich Nachwuchs Manfred 11.05.2004 07:24

Hallo Christian,

aus der Zahl der ausfliegenden Arbeiterinnen lassen sich Rückschlüsse auf die Gesamtzahl der Arbeiterinnen ziehen. So reichten bei meinen Steinhummeln von der ersten Brut bei gutem Wetter und Trachtangebot 3 Arbeiterinnen zur Versorgung aus, max. sind 6 ausgeflogen (das Maximum wird erreicht, wenn die 2. Brut geschlüpft ist aber noch nicht ausfliegt). Hieraus lässt sich ableiten, dass die erste Brut ca. 12 Tiere hervorgebracht hat.
Ich würde in dieser Phase noch nicht in das Nest schauen. In jedem Fall muss die Polsterwole wieder auf das Nest gelegt werden und die Einfluglöcher in der Polsterwolle sollten erhalten und wieder an der ursprünglichen Stelle plaziert werden.

Gruß
Manfred

Re: Endlich Nachwuchs Michel 11.05.2004 18:21

Erstaunlich, die Steinhummel habe ich einen Tag früher angesiedelt als die Wiesenhummel. Doch die Wiesenhummel hat nach 22 Tagen, also seit gestern sammeltaugliche Artbeiterinnen. Die Steinhummel hat dagegen nur Kokons, also noch nicht mal geschlüpfte Arbeiterinnen. Anscheinend brauchen die kleineren Arten nicht so lange wie die größeren Stein- und Erdhummeln für die Aufzucht erster Arbeiterinnen.

Auch die Gartenhummel habe ich heute seit Tagen mal wieder gesehen, wie sie gerade Pollen einflog.

Viele Grüße
Michel

Hummel Sven 11.05.2004 07:22

Können Hummeln stechen oder beißen?

Re: Hummel Kay 11.05.2004 16:44

Hummeln können stechen und beißen.aber nur wenn man sie ärgert oder anpustet.

Unterschiedliche Trachtplanzen Manfred 11.05.2004 07:29

Hallo,

derzeit lässt sich bei mir sehr schön beobachten, dass Erdhummeln und Steinhummeln an unterschiedlichen Trachtpflanzen sammeln. Der Pollen den die Erdhummeln eintragen ist ausnahmslos gelb, während es bei den Steinhummeln nur Pollen gibt, dessen Farbe von orange bis rot reicht (ich vermute, dass es sich hierbei um Rothodendrohnpollen handelt).

Gruß
Manfred

Trachtplanzen und Polsterwolle susanne 11.05.2004 10:00
Hallo Manfred,

bei mir sammeln jetzt alle (Acker, Baum, Garten, Erd und Steinhummel)am Rhododendron. Ich habe ein wundervolles altes Monster im Garten stehen. Mir ist dennoch die unterschiedliche Farbe von Pollenhöschen aufgefallen, wohlgemerkt bei den Hummeln, die alle gerade dann an derselben Pflanze sammeln. Bei mir haben die Edhummeln so ganz orangefarbene Höschen (das passt mit den Rhodopollen) und einige andere eher hellgelbe. Hast Du eine Erklärung?

Zum Thema Polsterwolle hab ich noch eine Frage. Ich schaue in mein Erdhummelnest gelegentlich rein, wegen der Wachsmotten und aus Neugier natürlich auch.
Gestern konnte ich beim vorsichtigen Öffnen erfreulich viele randvolle Honigtöpfchen, Pollenbehälter, die Königin und auch Arbeiterinnen sehen. Ich will die Wolle dann aber nicht soweit auseinanderziehen, denn sie ist zu einer zähen, klebrigen Masse verklebt und mit den Töpfchen verbunden. Und die will ich ja nicht beschädigen.
Nur: evtl. vorhandene Wachsmotten kann ich so nicht wirklich erkennen, dazu müsste ich die "Verpackung" viel weiter auseinanderziehen. Das würde auch mehr Unruhe schaffen. Gestern ist eine Arbeiterin nach oben aus dem Nest rausgeflogen. Ich denke, es war ohnehin eine Sammlerin und daher nicht so schlimm. Aber Hummeln, die bei so einer Aktion das erste mal aus dem Nest fliegen, finden dann ja nicht mehr zurück. Sie wissen ja nicht wie das geschlossene Nest von außen aussieht.
Wie kontrollierst Du (oder wer immer sonst das noch liest....)auf Wachsmotten ohne Chaos zu schaffen?
Grüße Susanne
Gruß Susanne

Ergänzung Pollenfarbe susanne 11.05.2004 10:08
was ich vergaß: die Pollen in dem großen Pollentöpfchen waren übrigens orange und gelb gescheckt. Man konnte gut erkennen, dass immer verschiedene Portionen fest zusammengequetscht worden sind, ohne sie zu vermischen. Sah gut aus, meine Erdhummeln verdienen einen Preis für moderne Kunst.

Grüße Susanne

Re: Trachtplanzen und Polsterwolle Manfred 11.05.2004 11:54

Hallo Susanne,

ich inspiziere die Nester auch nur oberflächlich, wenn es keine Anhaltspunkte für Wachsmotten gibt (im Regelfall sind bei Befall die Falter in den Kastenecken oder unter dem Kastendeckel zu finden). Wenn das Nest ernsthaft von Wachsmotten befallen ist, wirst Du die Tiere (bzw. die Gespinste) auch dann sehen, wenn Du nur einen Teilbereich des Nestes freilegst. Bei der aktuellen Witterung brauchst Du Dir aber keine Sorgen zu machen, da Wachsmotten warme und windarme Nächte benötigen.
Nur wenn eine Behandlung mit B.T. erforderlich wird, muss das Nest ganz offen gelegt werden und darf erst nach dem Verdunsten des gesamten Sprühwassers wieder abgedeckt werden, da sonst Schimmelbildung auftreten kann.

Gruß
Manfred

Wachsmotten und Gerüche susanne 12.05.2004 15:17

Hallo Manfred,

letztes Jahr hatten meine Baumhummeln auch Wachsmotten und ich habe es erst gemerkt als die das Nest regelrecht von unten "aufgerollt" hatten, obwohl ich immer mal wieder inspiziert hatte. Es gab schon Geschlechtstiere und war also nicht soo schlimm, aber schon ganz schön eklig.
Ich habe dieses Jahr schon zu Anfang was von dem B-t.-Pulver ins Nest gegeben. Eigentlich müsste das doch auch helfen, hat zumindest Balthasar letztens mal geschrieben. Ich bin gespannt.
Meine Erdhummeln schleppen ran, was das Zeug hält, das Nest wird immer größer.
Die Baumhummel im zweiten Kasten hat erst ein großes Honigtöpfchen gebaut und ist noch alleine.
Ich finde es übrigens erstaunlich, wie unterschiedlich Hummelnester riechen. Das Baumhummelnest habe ich eigenztlich nur per Zufall entdeckt, ich dachte der Kasten wäre unbesiedelt und wollte wegen Lochdurchmnesser was nachgucken. Aber schon beim Öffnen kam mir der vertraute, sehr erdig-strenge Geruch entgegen, den ich vom letzten Jahr kannte. Und das obwohl die Königin da noch nichtmal das Honigtöpfchen fertig hatte. Ich hab nur aufgrund des Geruches in der Polsterwolle nachgeschaut und das Nest entdeckt.
Wenige Minuten zuvor hatte ich den voll etnwickelten Erdhummelkasten geöffnet und daher den direkten Vergleich. Dort ist der Geruch ganz anders, viel weniger aufdringlich und irgendwie auch frischer, so mehr nach Bienenwachs.

Vielleicht werden die Baumhummeln auch deswegen so sehr von Wachsmotten heimgesucht weil sie intensiver riechen.

Grüße
Susanne

Re: Wachsmotten und Gerüche Manfred 13.05.2004 08:27

Hallo Susanne,

ich denke, dass die Wachsmotten oberirdische Nester generell eher finden als unterirdische. Der kurze Laufgang erleichtert es zudem an die Waben zu gelangen.
Wenn ich dieses Jahr Wachsmotten auftreiben kann, will ich einige Versuche mit BT machen. Von der Wirkungsweise aus gesehen, dürfte die vorbeugende Behandlung in Pulverform keine Wirkung haben, da die Wachsmottenlarve die aktivierte Form fressen muss.
Ich möchte herausfinden, ob das Ansprühen von Arbeiterinnen beim Nestanflug ausreichend ist um die gewünschte Wirkung zu erzielen und welche Konzentration erforderlich ist um die Fressblockade bei den Larven auszulösen.
Meine Gartenhummeln hatte ich letztes Jahr so behandelt und es gab keine Wachsmotten. Dies kann aber nicht als Erfolgsnachweis gewertet werden, da ich nicht weiß, ob in dem Kasten überhaupt Wachsmotten gewesen sind (wofür es keine Anzeichen gab).

Gruß
Manfred

Re: Re: Wachsmotten und Gerüche Dirk 13.05.2004 18:39

Hallo,

Von der Wirkungsweise aus gesehen, dürfte die vorbeugende Behandlung in Pulverform keine Wirkung haben, da die Wachsmottenlarve die aktivierte Form fressen muss.

Ich habe das Pulver ebenfalls vorbeugend in die Nester gegeben und hoffe genauso wie Susanne das es seine Wirkung nicht verfehlt. B.t. ist ein Bakterium das für Zeiten in denen die Umweltbedingungen nicht so gut sind Sporen bildet, bei der Sporenbildung entsteht gleichzeitig ein Eiweißkristall. Sobald die Umweltbedingungen für eine Vermehrung gegeben sind keimen aus den Sporen wieder Bakterien. Das "Aktivieren" erfolgt erst im Darm der Wachsmottenlarven. Werden nun Sporen und Eiweißkristalle von den Larven der Wachsmotten gefressen, zerstören die Kristallbestandteile die Darmwand. Die Larve hört auf zu fressen und nach einigen Tagen stirbt sie. Der B.t. vermehrt sich in den erkrankten oder abgetöteten Larven. Soweit die Theorie, bleibt zu hoffen das es in der Praxis funktioniert.

Gruss Dirk

Re: Re: Re: Wachsmotten und Gerüche Angelika, Berg.Land 13.05.2004 23:00
Hallo, wieviel Pulver gebt ihr auf das Nest? Grüße, Angelika
Re: Re: Re: Re: Wachsmotten und Gerüche susanne 14.05.2004 09:13
>Hallo Angelika, zu meiner Schande muss ich gestehen: so nach Gefühl ... (wie bei Salz)... nicht sehr professionell also.

Vielleicht wissen die Biologen und Pflanzenschützer hier mehr dazu.

Ich hatte die winzigen Mengenangaben bei wildbienen.de zum anrühren gelesen und hab dann sehr zurückhaltend so ca. eine Messerspitze oder Prise Pulver ins bzw. ans/unters Nest gegeben und darauf geachtet, dass nix in die Honigtöpfchen fällt.

Gruß Susanne

Re: Re: Re: Re: Re: Wachsmotten und Gerüche Dirk 14.05.2004 15:46

Hallo ihr beiden,

ich bin da genauso schlau wie ihr. Ich habe für jedes Nest eine Tüte benutzt, nach dem Motto lieber zu viel als zu wenig. In die Honigtöpfchen ist auch was gefallen, macht aber nichts da B.t. für Hummeln völlig ungefährlich ist.

Gruss Dirk

Re: Trachtplanzen und Polsterwolle Kay 11.05.2004 16:47

Man kann die Wabe vorsichtig mit dem Bacillus Thuringiensis besprühen.Das raupenmittel gibt es im Gartenhandel.

Hummelnest unter unserem Eingang zum Haus Ralf 11.05.2004 11:45

Brauche Hilfe,

seit Tagen beobachte ich einen regen Flugverkehr
von ( ich glaube ) Hummeln, die direkt unter
unserer Eingangsstufe zum haus einfliegen.

Meine Frau glaubt es sind keine Hummeln.
Ich bin jedoch sicher, auch wenn diese Art nicht
so groß aussieht, wie man es eigentlich kennt.

( Evtl ein junges Volk ?? )

Ich meine aber unter unseren Gästen auch einige etwas größere Exemplare gesichtet zu haben ..

Was ist zu tun ?

Noch stören sie uns nicht..

Ich bitte um Hilfe, Anregungen Erfahrungen

Danke Ralf

Re: Hummelnest unter unserem Eingang zum Haus susanne 11.05.2004 15:29

Hallo Ralf,
erst mal zur Bestimmung: wie sehen die Flieger denn aus? haben sie Streifen in gelb, schwarz und weiss, oder sind sie schwarz mit rotem Po, oder braun mit weißem Po? Sind sie typisch hummelrund oder eher schlank (dann wären es wahrscheinlich doch keine Hummeln)?

Die Größe ist derzeit wirklich nicht so entscheidend, denn die erste Generation Babyhummeln ist wesentlich kleiner als ihre Mutter, die Königin. Bei meinen Erdhummeln sind sie z.B. etwa halb so groß wie die Mutter und damit etwa in der Größe einer Honigbiene, nur natürlich mit einer völlig anderen, rundlichen Figur.

Eigentlich braucht ihr gar nichts zu machen außer euch über die Mitbewohner zu freuen und sie zu beobachten. Sie interessieren sich nicht für Kuchen, Saft oder ähnliches, stellen also auch keine Gefahr für Kinder mit marmeladenverschmierten Gesichtern dar. Sie leben bis in den Hoch- oder Spätsommer (je nach Art), dann stirbt das Volk ab, nur die Jungköniginnen überwintern an anderer Stelle im Boden und kommen vielleicht im nächsten Jahr zurück um ein neues Nest zu gründen. Wenn ihr dann keines mehr wollt, müsst ihr vor Februar die Löcher abgedichtet haben.

Wenn irgend möglich, lasst den Hummeln ihr Nest. Sie sind sehr friedlich und wenn ihr sie nicht gerade einfangt und quetscht oder mit nackten Füßen auf ihnen rumtrampelt, tun sie nichts. Wenn ihr die Eingangstür weiter regelmäßig normal benutzt, lernen sie schnell, dass sie sich davon nicht stören lassen müssen. Sonst wären sie ja gar nicht erst eingezogen.

Herzliche Grüße und viel Spaß mit den Teddys der Lüfte
Susanne

Re: Re: Hummelnest unter unserem Eingang zum Haus Ralf 11.05.2004 17:26

Hi Susanne,
habe nochmal genau hingesehen:
Schwarz mit gelbem streifen und weissem Po.

Sind wirklich nicht so groß.

Also wenn es Hummeln sind, mich stören sie nicht.

Schreib mir bitte noch ob es wirklich Hummeln sind. ( Hoffentlich habe ich genau geschaut )

Auf jeden Fall : Toll das es das www gibt und so auch noch etwas lernt

Ralf

Hallo Ralf,
erst mal zur Bestimmung: wie sehen die Flieger denn aus? haben sie Streifen in gelb, schwarz und weiss, oder sind sie schwarz mit rotem Po, oder braun mit weißem Po? Sind sie typisch hummelrund oder eher schlank (dann wären es wahrscheinlich doch keine Hummeln)?

Die Größe ist derzeit wirklich nicht so entscheidend, denn die erste Generation Babyhummeln ist wesentlich kleiner als ihre Mutter, die Königin. Bei meinen Erdhummeln sind sie z.B. etwa halb so groß wie die Mutter und damit etwa in der Größe einer Honigbiene, nur natürlich mit einer völlig anderen, rundlichen Figur.

Eigentlich braucht ihr gar nichts zu machen außer euch über die Mitbewohner zu freuen und sie zu beobachten. Sie interessieren sich nicht für Kuchen, Saft oder ähnliches, stellen also auch keine Gefahr für Kinder mit marmeladenverschmierten Gesichtern dar. Sie leben bis in den Hoch- oder Spätsommer (je nach Art), dann stirbt das Volk ab, nur die Jungköniginnen überwintern an anderer Stelle im Boden und kommen vielleicht im nächsten Jahr zurück um ein neues Nest zu gründen. Wenn ihr dann keines mehr wollt, müsst ihr vor Februar die Löcher abgedichtet haben.

Wenn irgend möglich, lasst den Hummeln ihr Nest. Sie sind sehr friedlich und wenn ihr sie nicht gerade einfangt und quetscht oder mit nackten Füßen auf ihnen rumtrampelt, tun sie nichts. Wenn ihr die Eingangstür weiter regelmäßig normal benutzt, lernen sie schnell, dass sie sich davon nicht stören lassen müssen. Sonst wären sie ja gar nicht erst eingezogen.

Herzliche Grüße und viel Spaß mit den Teddys der Lüfte
Susanne
Re: Re: Re: Hummelnest unter unserem Eingang zum Haus Stefan Lennertz 12.05.2004 00:09

Hallo Ralf,

auf der folgenden Homepage kann man die Hummelart recht einfach bestimmen. http://www.aktion-hummelschutz.de/fakten/index.html

Vieleicht erkennst Du Deine ja wieder.

Gruß,
Stefan

Re: Re: Re: Hummelnest unter unserem Eingang zum Haus susanne 12.05.2004 10:00
Schreib mir bitte noch ob es wirklich Hummeln sind. ( Hoffentlich habe ich genau geschaut )

Hallo Ralf,
sicher hast Du richtig geschaut, denn Du beschreibst bestimmt Hummeln. Es gibt mehrere Arten, die Gelb-schwarz-weiss sind. Du kannst hier bei bombus.de auf Artenübersichten gehen oder Dir schöne Artbeschreibungen unter wildbienen.de anschauen. Die aktion-hummelschutz.de bietet kindgerechte Bestimmungshilfen, die meiner persönlichen Erfahrung nach auch Erwachsenen gut helfen.
Deine Hummeln sind wahrscheinlich Erdhummeln oder Gartenhummeln. Von den Erdhummeln gibt es wieder vier Unterarten,die sich durch die Farbintensität und die Breite ihrer Streifen voneinander unterscheiden. Ist am Anfang nur schwer auseinander zu halten, für uns Laien ist das aber auch gar nicht soooo wichtig. In den Gärten gibt es meist dunkle oder helle Erdhummeln.
Gartenhummeln haben einen längeren Kopf (sieht man gut, wenn man mal beide nebeneinander hat) und einen gelben, doppelt wirkenden Streifen hinter den Flügeln. Sie wirken insgesamt etwas weniger rundlich als die Erdhummeln. Schau Dir das am besten unter den genannten Adressen mal in Ruhe an.
Du hast ja den ganzen Sommer über Zeit, die Art herauszufinden. Die Hummeln werden nach und nach übrigens auch wieder größer werden. Die erste Generation ist so klein, weil sie quasi "Hungerleider" sind, die Königin zieht sie ja alleine auf. Wenn die Geschwister dann bei der Aufzucht helfen, werden die "neuen" auch besser ernährt und gewärmt und dann eben größer.

Am 14.5 kommt übrigens bei Arte der Film "Königin für einen Sommer", ich glaube so um 14.00 Uhr rum. Da könnt ihr sehr amüsant und lehrreich aufbereitet sehen, wie ein Hummelstaat sich entwickelt, übrigens auch am Beispiel "eurer" Erdhummeln.

Grüße
Susanne

Re: Re: Re: Re: Hummelnest unter unserem Eingang zum Haus Ralf 12.05.2004 10:42

Hallo Susanne und auch die anderen,

danke für die Tipps, ich werde dann wohl mal diesen Sommer ohne Angst dem Treiben vor unserer
Türe zusehen.

Dir und allen Hummelfreunden noch viel Spass
mit den kleinen Tierchen

Ralf

>
> Schreib mir bitte noch ob es wirklich Hummeln sind. ( Hoffentlich habe ich genau geschaut )
>
Hallo Ralf,
sicher hast Du richtig geschaut, denn Du beschreibst bestimmt Hummeln. Es gibt mehrere Arten, die Gelb-schwarz-weiss sind. Du kannst hier bei bombus.de auf Artenübersichten gehen oder Dir schöne Artbeschreibungen unter wildbienen.de anschauen. Die aktion-hummelschutz.de bietet kindgerechte Bestimmungshilfen, die meiner persönlichen Erfahrung nach auch Erwachsenen gut helfen.
Deine Hummeln sind wahrscheinlich Erdhummeln oder Gartenhummeln. Von den Erdhummeln gibt es wieder vier Unterarten,die sich durch die Farbintensität und die Breite ihrer Streifen voneinander unterscheiden. Ist am Anfang nur schwer auseinander zu halten, für uns Laien ist das aber auch gar nicht soooo wichtig. In den Gärten gibt es meist dunkle oder helle Erdhummeln.
Gartenhummeln haben einen längeren Kopf (sieht man gut, wenn man mal beide nebeneinander hat) und einen gelben, doppelt wirkenden Streifen hinter den Flügeln. Sie wirken insgesamt etwas weniger rundlich als die Erdhummeln. Schau Dir das am besten unter den genannten Adressen mal in Ruhe an.
Du hast ja den ganzen Sommer über Zeit, die Art herauszufinden. Die Hummeln werden nach und nach übrigens auch wieder größer werden. Die erste Generation ist so klein, weil sie quasi "Hungerleider" sind, die Königin zieht sie ja alleine auf. Wenn die Geschwister dann bei der Aufzucht helfen, werden die "neuen" auch besser ernährt und gewärmt und dann eben größer.

Am 14.5 kommt übrigens bei Arte der Film "Königin für einen Sommer", ich glaube so um 14.00 Uhr rum. Da könnt ihr sehr amüsant und lehrreich aufbereitet sehen, wie ein Hummelstaat sich entwickelt, übrigens auch am Beispiel "eurer" Erdhummeln.

Grüße
Susanne
Leeres Nest Sebastian 11.05.2004 16:35

Eine meiner Ackerhummeln kommt immer in ihr Nest ,guckt kurz herein und haut wieder ab.Ist das schon mal jemandem passiert?Kann es sein das das Nest kalt geworden ist und sie es nicht mehr will

Re: Leeres Nest Manfred 12.05.2004 08:00

Hallo Sebastian,

das hört sich eher danach an, dass das Nest von einer anderen Königin übernommen worden ist bzw. ein anderes Tier im Nistkasten ist. Einfach mal nachschauen und in das Nistmaterial pusten ob eine Reaktion kommt. Möglich ist auch, dass die Eierstöcke der Königin noch nicht ausgereift sind. Dann müsste das beobachtete Verhalten aber von Anfang an da gewesen sein.
Wenn die Brut abgestorben ist bzw. durch Parasiten zerstört wurde, kommt die Königin nicht mehr zurück, sondern versucht ein gesundes Nest zu übernehmen.

Gruß
Manfred

4.Generation Kay 11.05.2004 16:43

Mein Wiesenhummelvolk hat die 4 Generation aufgezogen und hat bereits 5 neue Brutwaben errichtet.Die Königin ist zu meinem erstaunen heute ausgeflogen und hat an den Rapsblüten gesammelt.Eine der Arbeiterinnen fing an die anderen zu zwicken und als die Königin zurückkam hörte sie auf weil die königin ihr eine verpasst hat.Ausserdem stellte ich fest das eine Erdhummel im Nest war(genausogroß wie die Königin).und ich beobachtete was passiert.sie hat einfach Nektar gestohlen und ist abgedampft.ich biete jetzt Zuckerlösung vor dem Nistkasten an damit sie nicht noch einmal in den Kasten geht.Das volk hab ich aus einem Misthaufen geholt der am nächsten Tag auf die wiese sollte.die Hummeln wissen bereits wo ihr neues Zuhause ist.

Re: 4.Generation Dirk 11.05.2004 22:22

Hallo Kay,

wie viele Arbeiterinnen leben den zurzeit im Nest? Nachdem die Arbeiterinnen erstmal ausfliegen bleibt die Königin nach meinen Erfahrungen im Nest und fliegt nicht mehr aus. Aber wenn Nahrungsmangel herrscht oder nicht mehr genug Arbeiterinnen ausfliegen wird die Königin wieder ausfliegen müssen. Bei einem intakten Volk ist schon komisch das die Königin wieder Sammelflüge unternimmt.

Gruss Dirk

Re: 4.Generation Stefan Lennertz 12.05.2004 00:16

Hoffentlich gibt es keinen Ärger mit der Erdhummel.
Der Versuch mit der Zuckerlösung bringt hoffentlich was.

Falls Du die Möglichkeit hast den weiteren Verlauf zu beobachten kannst Du ja mal wieder was dazu schreiben.

Besteht theoretisch die Möglichkeit das die Erdhummel weitere Arbeiterinnen zum Nest führt?

Gruß,
Stefan

Re: Re: 4.Generation Dirk 12.05.2004 19:54
Besteht theoretisch die Möglichkeit das die Erdhummel weitere Arbeiterinnen zum Nest führt?

Hallo Stefan,

die Gefahr das die Erdhummel andere Hummeln aus ihrem Volk zu der Futterquelle führt besteht nicht. Im Gegensatz zu den Honigbienen teilen sich Hummeln nicht mit wo sie erfolgreich gesammelt haben. Jede Hummel sammelt für sich alleine.

Gruss Dirk

Re: 4.Generation Manfred 12.05.2004 07:55

Hallo Kay,

das Verhalten der Königin ist nicht normal. Wenn sie so spät noch das Nest verlässt (erstaunlich, dass sie noch Nektar sammeln kann und anschließend noch flugfähig ist) ist die Gefahr groß, dass die Arbeiterinnen sie aus dem Nest schmeißen und selber Eier legen.
Auch dass noch eine Erdhummel in den Kasten kommen kann ist unüblich, bist Du sicher, dass es nicht eine Waldkuckuckshummel war? Die befällt nämlich Wiesenhummelnester und kann oberflächlich betrachtet mit einer Erdhummel verwechselt werden? (ein sicheres Unterscheidungsmerkmal ist die Flügelfarbe: Wenn die Flügel etwas bläulich schwarz schimmern ist es eine Kuckuckshummel und die kommt bestimmt wieder und übernimmt das Nest!).

Bei meinen Hummeln sind Beoaachtungen am Nest ohne Schutzkleidung nicht mehr möglich. Das Erdhummelnest hat mittlerweile einen Durchmesser von 20 cm und beherbergt ca. 70-100 Tiere. Wenn es beim Öffnen des Deckels nur die kleinste Erschütterung gibt, fliegen sofort Wächterhummeln los und es kommen weitere Arbeiterinnen aus der Poslterwolle die sich an den Eingängen mit gezücktem Stachel auf den Rücken legen. Das Steinhummelnest lässt sich nicht mehr freilegen, da die Tiere das Nistmaterial (Flachs) so fest versponnen haben, dass beim Öffenen wohl das Nest beschädigt würde.

Gruß
Manfred

Schutzkleidung Angelika, Berg.Land 12.05.2004 15:57
Welche Schutzkleidung benutzt ihr eigentlich und gibt es dazu Bezugsadressen? In Ebay gibt es verschiedene Arten von Kopfbedeckungen. Welche ist geeigneter? Grüße, Angelika
Re: Schutzkleidung Dirk 12.05.2004 19:41

Hallo Angelika,

ich habe mir meine Kopfbedeckung selber gebastelt. Du nimmst einfach einen breiten Hut und eine alte Gardine. Die Gardine legst du über den Hut und steckst die Enden in den Kragen des Pullovers. Wichtig ist das die Gardine nicht auf der Haut liegt da die Hummeln sonst durchstechen können. Ansonsten habe ich zwei Hosen, zwei Pullover und Handschuhe als Schutzkleidung. Wichtig ist das die Hummeln nicht unter die Kleidung krabbeln, sonst wird’s unangenehm. Du solltest darauf achten das die Nachbarn dich nicht sehen, da das ganze ziemlich lächerlich aussieht.

Gruss Dirk

Re: Re: Schutzkleidung susanne 13.05.2004 10:57
Hallo Dirk, hallo Angelika,

sowas hab ich mir letztes Jahr auch gebastelt. Ich hatte einen alten pinkfarbenen Strohhut mit Riesenkrempe und ein buntes Tuch, dass ich allerdings vor Brust und Rücken straff gespannt und unter den Achseln verknotet habe. Außerdem Handschuhe, helle Sachen und eine Hose, die sich in die Schuhe stopfen lies. Hat prima funktioniert.
Meine Nachbarn haben mich allerdings gesehen !!!! Es war sehr lustig, zumindest für die Nachbarn. Ich bin darüber im Nachhinein ganz froh gewesen, denn das war ein prima Anknüpfungspunkt für ein werbendes "Hummelgespräch" über den Gartenzaun.

Gruß
Susanne

Re: Re: Re: Schutzkleidung Angelika, Berg.Land 13.05.2004 12:13
Na, das ist ja herrlich! Ich habe noch so ein altes Lampenschirmgestell, daß werde ich mit Gardine bespannen mit Schleier. Sieht bestimmt cool aus! Danke für die Tipps. Grüße, Angelika
Nest Sebastian 11.05.2004 16:51

Kann ich das leere Nest vieleicht einer anderen Hummel unterjubeln.das geht wenn dann doch nur mit hummeln der gleichen Art oder?(Pollenstorer,Pocketmaker)

Re: Nest Manfred 12.05.2004 08:03

Ein Ackerhummelnest kannst Du nur Ackerhummeln oder Gartenhummeln unterschieben, aber bitte nur dann wenn bereits Puppen vorhanden sind oder die Larven noch leben.

Gruß
Manfred

Fernsehtipp für Hummelfreunde susanne 12.05.2004 10:18

Der wunderbare Film "Königin für einen Sommer", taucht wohl aus aktuellem Anlaß derzeit häufiger im Fernsehen auf.
Er soll auch am 14.5 um 14.00 Uhr bei Arte laufen.
Vielleicht mag ihn sich der/die Eine ja nochmal anschauen.

Besonders für "Neulinge" zum Thema Hummel bietet er sehr amüsant ganz viel Wissenswertes in recht kurzer Zeit.
Gruß Susanne