Beiträge aus 2003

Tote Hummeln unter Linden Lucas und Justus 07.07.2003 12:12

Hallihallöchen,

Als wir heute beim Sportfest auf dem Sportplatz waren, haben wir unter einer Linde ganz viele verschiedene tote Hummeln liegen gesehen. Warum lagen gerade dort so viele tote Hummeln, sind sie an einer Seuche gestorben?

Viele Grüsse

Lucas (7) und Justus(7)

Re: Tote Hummeln unter Linden Melanie 07.07.2003 15:57

Hallo, ihr Beiden,
das ist ein Phänomen, das jeden Sommer unter Linden auftritt und das noch nicht restlos geklärt ist. Man weiß heute, daß die Hummeln nicht an Krankheiten oder gar Vergiftung sterben, sondern schlichtweg verhungern. Wenn man den flugunfähigen Tieren Zuckerwasser oder Honig gibt, erholen sie sich ganz rasch und fliegen ab.

Bisher wird vermutet, daß die Hummeln zu wenig Nektar in den stark duftenden Linden finden und keine geeigneten anderen Futterquellen in der Nähe sind.
Da sie für das Fliegen viel Energie brauchen, leiden sie unter dem Mangel als erste.

Man kann das vor allem in trachtarmen Gebieten beobachten, in denen es an alternativen Futterquellen (blühende Blumenwiesen, etc.) fehlt - also sowohl auf dem platten Land mit verblühten Monokulturen als auch in der Steinwüste der Stadt.

Grüße
Melanie

Re: Re: Tote Hummeln unter Linden Johann Wiedl 07.07.2003 19:57
Hallo, ihr Beiden,
das ist ein Phänomen, das jeden Sommer unter Linden auftritt und das noch nicht restlos geklärt ist. Man weiß heute, daß die Hummeln nicht an Krankheiten oder gar Vergiftung sterben, sondern schlichtweg verhungern. Wenn man den flugunfähigen Tieren Zuckerwasser oder Honig gibt, erholen sie sich ganz rasch und fliegen ab.

Bisher wird vermutet, daß die Hummeln zu wenig Nektar in den stark duftenden Linden finden und keine geeigneten anderen Futterquellen in der Nähe sind.
Da sie für das Fliegen viel Energie brauchen, leiden sie unter dem Mangel als erste.

Man kann das vor allem in trachtarmen Gebieten beobachten, in denen es an alternativen Futterquellen (blühende Blumenwiesen, etc.) fehlt - also sowohl auf dem platten Land mit verblühten Monokulturen als auch in der Steinwüste der Stadt.

Grüße
Melanie

Hallo Melanie,

auch bei mir hier in Emmerich am Rhein wurden dieses Jahr drei von sechs Erdhummelvölker während der Lindenblütezeit vom Hummelsterben heimgesucht. Man kann sagen: Totalverlust! Ganz in der Nähe meines Hummelstands standen mehrere Linden in Blüte, diese Bäume wurden von Hummeln und Bienen "umschwärmt". In dieser Zeit wurden die sehr zahlreich in meinem Garten und in der näheren Umgebung blühenden Hummeltrachtpflanzen von Hummeln, außer der Ackerhummel, überhaupt nicht beachtet. Von einer Steinwüste kann keine Rede sein. Die betroffenen Völker habe ich in dieser Zeit mit Zuckerwasser versorgt. Es half nichts, sie sind am Ende. Auch zwei Baumhummelvölker waren betroffen. Bei den Steinhummeln hatte ich keinen Totenfall.Ich glaube nicht, dass "Verhungern" als alleinige Todesursache hier in Frage kommt.

Grüsse vom Niederrhein nach Berlin
Hans Wiedl

Re: Re: Re: Tote Hummeln unter Linden Manfred 08.07.2003 09:00

Hallo,

auch bei mir in der Umgebung gab es tote Hummeln unter den Linden. Besonders interessant finde ich, das dies auch für Linden am Rande eines Naturschutzgebietes gilt, wo es ausreichend blühende Trachtplanzen gibt. Bei den toten Hummeln dort handelt es sich fast ausschließlich um Erdhummeln, die durch was auch immer, von den Linden angelockt werden und die übrigen Trachtpflanzen links liegen lassen, ganz im Gegensatz zu den Acker-, Garten- und einer mir ohne Buch vor Ort nicht genau bestimmbaren Art von Hummeln.
Ganz nebenbei, im Buch von E. v. Hagen ist beschrieben, dass das Hummelsterben unter den Linden bereits in den 20er Jahren aufgetreten ist, also bevor die Landschaft ausgeräumt wurde.

Gruß
Manfred

Re: Re: Re: Tote Hummeln unter Linden Melanie 08.07.2003 09:05

Nun, es gibt eine sehr gute Forschungsarbeit darüber: Baal, T., Denke, B., Mühlen, W, Surholt, B., 1994. Die Ursachen des Massensterbens von Hummeln unter spätblühenden Linden. In: Natur und Landschaft, 69/9, S. 412 - 418.

Da wird eindeutig gezeigt, daß
- Lindennektar nicht giftig ist (man kann ihn bedenkenlos verfüttern und das über lange Zeit)

- die schwachen, unter den Bäumen liegenden Tiere mit Zuckerwasser oder gar Lindennektar aufgepäppelt werden können

Die Autoren stellen die Theorie auf, daß die Bäume derart attraktiv wirken, daß sie die Tiere in Massen anlocken; gleichzeitig aber unzureichend und unregelmäßig Nektar liefern - die Hummeln sammeln sich regelrecht zu Tode. zudem sei das Phänomen häufig in trachtenarmen Zeiten, bzw. Gebieten zu finden, wo es nur wenige Alternativen gäbe.

Die Gruppe um Werner Mühlen ist meines Erachtens die einzige, die das mal wissenschaftlich angegangen ist. Ich hatte mich mal mit ihm darüber unterhalten und er meinte auch, daß da bestimmt noch Forschungsbedarf ist; dieser aber nur schwer durchführbar ist (hoher Aufwand, Mangel an Personal und Mitteln). Zudem ist noch nicht geklärt, warum das nur periodisch und regional auftritt (habe das Phänomen z.B. hier in meiner Gegend nicht...).

Wer das mal endgültig klären wird, dem winkt Ruhm und Ehr, aber bis dahin sind diese Arbeiten für mich die überzeugendsten...

Grüße
Melanie

Re: Re: Re: Re: Tote Hummeln unter Linden Alex 08.07.2003 11:03

Hallo Melanie,

danke für den interessanten Beitrag!

Die Gruppe um Werner Mühlen ist meines
Erachtens die einzige, die das mal
wissenschaftlich angegangen ist. Ich hatte mich
mal mit ihm darüber unterhalten ....

Junge, Junge, wen Du alles kennst ... :)

Nun, es gibt eine sehr gute Forschungsarbeit
darüber: Baal, T., Denke, B., Mühlen, W,
Surholt, B., 1994. Die Ursachen des
Massensterbens von Hummeln unter spätblühenden
Linden. In: Natur und Landschaft, 69/9, S. 412 -
418.

Kann man diese Arbeit irgendwo beziehen?? Würde mich echt interessieren. Bisher konnte ich nämlich dieses Phänomen bei uns in der Gegend nirgendwo feststellen.

Servus,

Alex

Re: Re: Re: Re: Re: Tote Hummeln unter Linden Melanie 08.07.2003 13:34

Hallo, Alex,
hatte Werner Mühlen mal auf einem Hautflügler-Symposium kennengelernt...sehr nett und hilfsbereit.

In gut sortierten Büchereien oder an Fachbereichsbibliotheken von Universitäten kannst Du Erfolg haben - viele sind im Internet auch schon durchsuchbar. Ich habe die Arbeit bestimmt auch irgendwo; bin allerdings momentan etwas mangelhaft organisiert (hahaha) da meine Dr- Arbeit in den letzten Zügen liegt. Aber mail mich einfach mal im Winter an wenn Du sie bis dahin nicht schon selbst gefunden haben solltest.

Grüße
Melanie

Artikel über Linden Alex 10.07.2003 08:26

Hallo Melanie,

Ich habe die Arbeit bestimmt auch irgendwo; bin
allerdings momentan etwas mangelhaft organisiert
(hahaha) da meine Dr- Arbeit in den letzten
Zügen liegt. Aber mail mich einfach mal im
Winter an wenn Du sie bis dahin nicht schon
selbst gefunden haben solltest.

Danke für Dein Angebot! Ich habe gestern ein kostenloses Exemplar vom Verlag zugeschickt bekommen, ich war ganz überrascht über diese Großzügigkeit! Ich freue mich schon auf's Lesen :)

Viel Glück noch bei Deiner Doktorarbeit!!!
Wie lautet eigentlich das Thema?

Alles Gute,

Alex

Doktorarbeit Melanie 11.07.2003 13:20

Oh weh, ich wags kaum zu sagen:
Da mir eine Hummel- oder Hornissendoktorarbeit kaum finanziert worden wäre, bin ich tief in die MolBio abgestiegen und habe Grundlagenforschung zum Lipidstoffwechsel bei Pflanzen gemacht. Laborarbeit eben, Mutanten finden und untersuchen, Enzymtests mit radioaktiven Substraten...die ganze Molekularbio rauf und runter. Das ganze wird online bei meiner Uni zu lesen sein - wer viel Geduld und noch mehr Muße hat, kann dann mal reinschauen - kann ja den Link dann posten; dauert aber noch eine Weile da ich die Arbeit zuerst noch verteidigen muß...

Grüße
Melanie

P.S. Das ist natürlich ehcter Luxus, daß die das zusenden - klasse, hätte ich nicht gedacht !

Re: Doktorarbeit Alex 17.07.2003 12:22

Hallo Melanie,

tja, eine Hummel-Arbeit wäre nicht nur für Dich interessant gewesen, sie hätte natürlich auch uns Hummelfreunde interessiert :)

P.S. Das ist natürlich ehcter Luxus, daß die
das zusenden - klasse, hätte ich nicht gedacht !

Leider bin ich mal wieder nicht dazu gekommen es zu lesen :( Aber ein echt Super-Service, der hier geboten wird!!

Alles Gute,

Alex

Re: Re: Re: Re: Tote Hummeln unter Linden Hans Wiedl 08.07.2003 15:55

Hallo Melanie,

vielen Dank für die Hinweise. Fazit: Die Hummeln verhungern wegen Nektarmangel.
Was ist aber dann von den Versuchen von MADEL (1977) zu halten? MADEL hat ausdrücklich durch Versuche gezeigt, die er im Bonner Institut für angewandte Zoologie durchgeführt hat, dass völlig gesunde Hummeln nach Fütterung mit Nektar der Silberlinden wie betäubt waren, und elendlich eingingen. Auch hier handelte es sich hauptsächlich, wie bei mir in diesem jahr, um Arbeiterinnen, Jungköniginnen und Drohnen der Dunklen Erdhummel. Hier steht also Aussage gegen Aussage.
Wir sind uns also einig Es besteht noch erheblicher Forschungsbedarf.

Grüüsee
Hans Wiedl

Re: Re: Re: Re: Re: Tote Hummeln unter Linden Melanie 09.07.2003 16:45

Tja, muß man wohl selbst mal testen - wenn da etwas im Nektar giftig sein sollte, dann kann das nur unter bestimten Umständen (Wetter ?) gebildet werden. Sonst hätte man Jahr für Jahr unter jeder dieser Linden tote Hummeln. Fragen also wie: Tritt das Phänomen Jahr für Jahr unter der *selben* Linde auf ?
Tritt es zur *gleichen* Zeit auf ?
Gibt es bestimmte, konstante Parameter in einer Region, während das Phänomen an *verschiedenen Bäumen gleichzeitig* auftritt ?
wären zu klären.
Bei der Analyse des Nektars von Bäumen unter denen Hummeln starben, ist da jedenfalls nichts gefunden worden, das giftig wirkt (Surholt et al.)

Leider forscht da kaum noch jemand dran soweit ich weiß...schade eigentlich...mir bezahlt da ja leider keiner; Projektmittel gibt es en masse aber wer finanziert schon eine Stelle für eine arbeitslose Biologin ?

Melanie

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Tote Hummeln unter Linden Monique 10.07.2003 11:07
Tja, muß man wohl selbst mal testen - wenn da etwas im Nektar giftig sein sollte, dann kann das nur unter bestimten Umständen (Wetter ?) gebildet werden. Sonst hätte man Jahr für Jahr unter jeder dieser Linden tote Hummeln. Fragen also wie: Tritt das Phänomen Jahr für Jahr unter der *selben* Linde auf ?
Tritt es zur *gleichen* Zeit auf ?
Gibt es bestimmte, konstante Parameter in einer Region, während das Phänomen an *verschiedenen Bäumen gleichzeitig* auftritt ?
wären zu klären.
Bei der Analyse des Nektars von Bäumen unter denen Hummeln starben, ist da jedenfalls nichts gefunden worden, das giftig wirkt (Surholt et al.)

Leider forscht da kaum noch jemand dran soweit ich weiß...schade eigentlich...mir bezahlt da ja leider keiner; Projektmittel gibt es en masse aber wer finanziert schon eine Stelle für eine arbeitslose Biologin ?

Melanie

Hallo,

Schon mehrere Jahre habe ich auch bei uns in der Strasse tote Hummeln unter einer sehr alten Linde bemerkt. Da ich mich aber noch nicht so sehr für Hummeln interessierte wie jetzt, ist es mir wohl aufgefallen, ich habe aber nicht nachgeschaut um welche Art es sich handeln könnte. Heute habe ich mehrere tote Erdhummeln bemerkt, unter einer anderen Linde etwa 1 km Luftlinie entfernt waren es auch Erdhummeln sowie eine Steinhummel.
Ich wohne in einer Stadt in Luxemburg mit 16.000 Einwohnern, für unsere Begriffe schon eine grössere Stadt. Im Stadtgebiet stehen die Linden entlang der Strasse, es gibt zwar viele Gärten, ich weiss aber nicht ob es dort genug Trachtpflanzen für die Hummeln gibt.
Auch ich habe noch letztes Jahr unseren Rasen gemäht ohne mir Gedanken darüber zu machen dass ich den Hummeln einen Teil ihrer Nahrung wegnehme wenn ich Klee etc. ummähe. Wir haben zwar schon jahrelang eine Blumenwiese für Schmetterling, Bienen & Co, aber diesen Sommer habe ich auch Trachtpflanzen speziell für Hummeln gesät. Viele Leute nehmen es als selbstverständlich hin ( dazu gehörte ich auch einmal ), dass es Hummeln, Bienen etc. gibt und machen sich keine grossen Gedanken wie und wo sie leben und überleben.
In unserer Stadt gibt es viele kleine Grundstücke, die der Gemeinde gehören, darauf wächst nur hohes Gras, das 2-3 Mal im Sommer umgemäht wird. Unsere Gemeinde ist eigentlich sehr umweltbewusst und tut auch viel in dieser Hinsicht, aber an Insekten wird dabei doch nicht so gedacht. Vielleicht lohnt es sich mal auf dem Umweltamt nachzufragen und einen Denkanstoss zu geben.
Vielleicht ist doch die "einseitige Ernährung" durch den Lindennektar Schuld am Hummelsterben, irgendetwas muss doch dran sein.
Ich werde weiter die interessanten Beiträge verfolgen. Macht so toll weiter wie bisher!

MfG
Monique

Re: Re: Re: Re: Re: Tote Hummeln unter Linden Gernot 03.07.2007 23:35
Hallo Melanie,

vielen Dank für die Hinweise. Fazit: Die Hummeln verhungern wegen Nektarmangel.
Was ist aber dann von den Versuchen von MADEL (1977) zu halten? MADEL hat ausdrücklich durch Versuche gezeigt, die er im Bonner Institut für angewandte Zoologie durchgeführt hat, dass völlig gesunde Hummeln nach Fütterung mit Nektar der Silberlinden wie betäubt waren, und elendlich eingingen. Auch hier handelte es sich hauptsächlich, wie bei mir in diesem jahr, um Arbeiterinnen, Jungköniginnen und Drohnen der Dunklen Erdhummel. Hier steht also Aussage gegen Aussage.
Wir sind uns also einig Es besteht noch erheblicher Forschungsbedarf.

Kleine Anmerkung von mir am Rande; das Hummelsterben konnt ich auch in meinem Garten feststellen und es sind weit und breit keine Linden aber ausreichend Blumen in allen möglichen Sorten. So ist es leider und daher ist die Ursache meiner Meinung nach eine Andere . Lg

Re: Re: Tote Hummeln unter Linden Anja 08.07.2003 19:56

Vielen Dank Euch Allen für die schnellen Antworten auf die Frage unserer Jungs zu den toten Hummeln. Ich finde Euer Forum klasse. Wir werden es in der Schule lobend erwähnen......

Viele Grüße Anja

Geräusche aus der Zimmerdecke?!?! Tim 07.07.2003 23:45

Hollahi ...

seit einer ganzen Weile habe ich so ein komisches Scharren im Dach. Im Winter war es garantiert irgendein Nagetier oder so (ich hab immer die Füsse trappeln gehört, und das Keifen, und gelegentlich ist ihm auch mal ne Nuss die Dachschräge runtergerollt).
Mittlerweile ist das Trappeln verschwunden und ich habe nur noch (besonders Nachts) ein knrischendes, kauendes Geräusch am Holz. Ab und An auch mal ein Geräusch das irgendwie auch der Flügelschalg von ner Hummel sein könnte.
Ich hatte zwar schon nen Käse-Schinkenköder mit Fotofalle ausgelegt um das Tierchen zu identifizieren (da ich noch von nem Nager ausging) aber hab mittlerweile schon ein-zwei kleinere Hummeln da reinfliegen gesehen.

Könnte das ein Hummel-Nest sein? Nagen Hummeln das Gebälk an? Was für Hummeln könnten das sein?

Liebe Grüsse,

Tim.

Re: Geräusche aus der Zimmerdecke?!?! Melanie 08.07.2003 09:09

Hummeln sind eigentlich sehr laut und auffällig wenn man sie in der Decke hat - so ein Brausen und Summen; viele können dabei nicht schlafen. Das sind dann in der Regel Baumhummeln, die jetzt aber wieder am Absterben sind - das Problem sollte sich also dann von selber geben. Möglich sind aber auch Wespen...oder gar ein Marder.
Also insgesamt schwer festzustellen; schau mal von außen, ob Du irgendwo Flugverkehr siehst und versuche, wenigstens die ungefähre Lage der Geräuschquelle zu finden. Während ein Hummel- oder Wespenvolk lokal bleibt, sind Marder sehr aktiv und toben quer durch das ganze Dach.

Melanie

Re: Re: Geräusche aus der Zimmerdecke?!?! Marcel 10.07.2003 15:49

Hätte da auch noch nen Tipp,
vielleicht leben bei dir auch Siebenschläfer im Dach, gerade der Nüße wegen. An Köder gehen diese nicht, zu mal sie pflanzliche Nahrung bevorzugen.
Leucht doch mal Abend mit einer Lampe hinauf.

Re: Re: Re: Geräusche aus der Zimmerdecke?!?! Tim 11.07.2003 13:33

Ja ich glaub Marder oder Siebenschläfer oder so wars im Winter ... da is das Tierchen quer durchs ganze Dach gewandert. Aber seit Ende Frühling hat das aufgehört, jetzt habe ich nur noch Geräusche aus einer Ecke die der Öffnung von Aussen recht nahe liegt. Oft ein krazendes Nagen am Holz, gelegentlich (alle ~10-20 min) eine art Brummen oder so. Aber ich habe keine durchgehenden Geräusche.

Seltsames Verhalten Manfred 08.07.2003 08:43

Hallo,

die Gartenhummeln werden für mich immer rätselhafter.
Nachdem es zunächst so aussah, dass das Nest reaktiviert worden ist, eigte sich gestern ein anderes Bild. Bis auf einen Haufen junge Larven waren alle übrigen Larven und Puppen nicht mehr vorhanden. Es gab neue Honigtöpfe, die gut gefüllt waren. Neben der Königin sind noch 4 Arbeiterinnen vorhanden, davon aber nur eine Sammlerin.Das Abdomen der Königin (jetzt bin ich mit sicher, dass es sich um eine Jungkönign handelt) hat sich im Vergleich zur letzten Woche vergrößert, offenbar sind die Ovarien gewachsen.
Wie ist dieses rätselhafte Verhalten zu deuten?

Gruß
Manfred

Hummelstich .... und WML (WachsMottenLarve) Sören 09.07.2003 14:29

Hi Alex!

Als Erstes möcht ich mal sagen : Können Hummel stechen? JA! Ist sogar sehr schmerzhaft.
Gestern als ich den Bau zur Kontrolle öffnete glozte mich doch glatt so´n scheiß Vieh von WML (Wachsmottenlarve) an.Vor Enttäuschung, und aus diesem Schock herraus überlegte ich gleich was ich dagegen unternehmen kann und werde.
Zu diesem Zeitpunkt hockte ich noch vorm geöffneten Kasten, als sich eine Jungkönigin auf meinem Knie zu schafffen machte und einfach hinein stach!!!
Man war das schmerzhaft... AUTSCH!!!
Nach etwas über 12 Stunden fing mein Knie erst richtig an zu schmerzen.Kann jetzt kaum gehen.So´n scheiß...
Ich hasse nur noch eines ---Diese Drecksviecher---
WML!!!!

Fürs nächste Jahr werde ich mir etwas einfallen lassen um diesen WML erst keine Chance zu bieten.
Ich habe da schon eine Idee, aber muß diese erst umsetzen und prüfen.

Bis die Tage ...

Sören aus Berlin

Re: Hummelstich .... und WML (WachsMottenLarve) Melanie 09.07.2003 16:33

Hi, Sören,
kenne ich gut, diese Stiche. Dieses Frühjahr stach mich eine in den Knöchel und ließ mich 2 Tage lang humpeln...trotz Eiskühlung.
Das ist manchmal echt gemein; mal merkt man kaum was und das andere mal ist es ein echter Hammer...na dann gute besserung.
Und wegen der Wachsmotten gibt es ja schon reichlich "Erfindungsgeist" - Armins Wachsomttensperre, -klappe und weiß-noch-was...na und natürlich Btx.
Bin gespannt auf Deine Lösung für diese alte Geißel !

Melanie

Re: Hummelstich .... und WML (WachsMottenLarve) Alex 10.07.2003 08:30

Hallo Sören,

auweia... Ja, auch Pazifisten können sich wehren ;)

Man war das schmerzhaft... AUTSCH!!!
Nach etwas über 12 Stunden fing mein Knie erst
richtig an zu schmerzen.Kann jetzt kaum
gehen.So´n scheiß...

Zum Glück hat mich die letzten 10 Jahre in denen ich mich mit Hummeln beschäftige nur einmal eine Hummel gestochen.

Was gut hilft: Apis in homöopathischer Form; auch Blätter von Weißkraut (am besten frisch aus dem Garten) zerdrücken bis es "Matsch" ist und dann auf die Stichstelle binden und einige Stunden/Tage drauflassen; evtl. mal wieder frisches Kraut drauftun.

Bei werden Stiche (seien es Bienen oder ganz einfach Mückenstiche) auch immer ziemliche Beulen :(

Ich fühle mit Dir ;)

Alex

Re: Hummelstich .... und WML (WachsMottenLarve) Sören :-) 15.07.2003 17:32

Hallo .... !

Nun nach vielen Tagen (endlich) hat der Schmerz sehr nachgelassen.Ich hatte vom 8.7.-11.7. wirklich starke Schmerzen(im Kinegelenk).Ich denke durch die ständige Beanspruchung des Gelenks konnte das Gift auch seine Wirkung gut verbreiten ... *fg
Am Wochenende war dann alles wie weggeblasen und ich natürlich auch wieder am Hummelnistkasten ;-)
Der Staat ist schon kleiner geworden.Die Erdhummeln wirken recht müde und kraftlos,reagieren aber noch heftig auf Erschütterungen.Ich schätze über 100 könnten es noch ungefähr sein.Und die Königinnen sind wahrhaftig groß!!!

Bis die Tage

Sören aus Berlin

Laie sucht Antworten: Grashummel und Wachmotten Eva 10.07.2003 20:26

Bei mir haben sich diesen Sommer direkt unter der Holzdecke Hummeln eingenistet. Da ich keinerlei Ahnung von Hummeln habe, habe ich im Internet erst mal nach Informationen gesucht.

Bin schließlich auch auf diese Seiten gestoßen und habe auch schon mehrmals etwas über Wachsmotten gelesen.

Zum einen würde mich interessieren um welche Hummelart es sich hier handelt. Die Tiere sind komplett schwarz und haben einen gelben Po.

Bis vor ca. 2 Wochen hat man jeden Abend das Summsen der Hummeln gehört. Dann auf einmal nicht mehr. Es hat sich zwar immermal was gerührt, sowas wie Knabbergeräusche, sonst aber nix. (Da hatte ich erst ein wenig Muffesausen, weil ich dachte die Hummeln fressen sich durch das Holz durch). Zuerst dachte ich, dass sie schon ausgeflogen sind und ihr Nest verlassen haben. Doch gestern hat mich fast der Schlag getroffen, als durch eine Ritze an der Holzdecke eine ekelhafte weiße ca. 3 bis 4 cm lange Larve herauskroch. Mein erster Verdacht fiel sofort auf die berüchtigte Wachmottenlarve. Mein Freund hat am nächsten Tag in das Einflugsloch an der Außenwand reingeguckt und konnte keine Spur von Hummeln sehen. Auch auf das Klopfen an die Wand reagierte nix mit Summsen.

Nun hätte ich gern von euch eine Bestätigung, ob das tätsächlich Wachsmotten sein könnten und ob die denn das ganze Hummelvolk ausgerottet haben!?

Wir haben, nachdem wir ausgeschlossen haben dass es noch Hummeln in diesem Nest gibt, und aus Zorn über diese Mistviecher erstmal mit einer ganze Dose Insektenspray von innen und außen "ausgeräuchert". Ob das was geholfen hat weiß ich nicht.

Über ein paar Informationen wäre ich sehr dankbar

Viele Grüße
Eva

Re: Laie sucht Antworten: Grashummel und Wachmotten Melanie 11.07.2003 13:40

Hallo, Eva,
Hmm, gelber Po - vielleicht rotorange ? Dann könnten es Steinhummeln gewesen sein. Baumhummeln und Wiesenhummeln, die auch mal ganz gerne am Gebäude nisten, haben weiße Hintern; sind aber noch zusätzlich gefärbt.
Letztere beiden Arten wären jetzt eh am Ende und da kann die Wachsmotte zwar mitwirken aber dann hat sie nicht mehr viel Schaden anrichten können - Steinhummeln sind jetzt aber noch aktiv.
Es ist also schwer, jetzt sicher zu sagen, daß die Wachsmotten die Hummeln auf dem Gewissen haben. Es kann sein; muß aber nicht - dazu muß man wirklich sicher wissen, welche Art es war und am besten das Nest selber sehen.

Insektizide sind meiner Meinung nach keine gute Lösung - vielleicht menschlich verständlich aber auch sehr bedenklich. Diese Mittel sind langlebig (womöglich haben sie jetzt diesen Nistplatz auch für zukünftige Hummelgenerationen verpestet ?) und zum Teil sehr umstritten - es gibt Berichte über Nervenschäden und andere Effekte, die auch den mitwohnenden Menschen betreffen. Zudem kannst Du erst sicher sein, wenn Du in die Nestkugel und auf die Waben geschaut hast, daß da keine Hummel mehr drin ist. Gerade kleine Völker oder Geschlechtstiere verhalten sich oft sehr defensiv, kommen nicht hervor und reagieren auch nicht mehr auf Erschütterungen - die kannst Du dann gut mit dem Zeug erwischen und das wäre schade.

Und außerdem: Das Nest ist wohl wirklich hinüber; die Wachsmotten räumen dann allenfalls auf - und schaffen so auch Platz für ein neues Nest. Die haben also - auch wenn sie vielleicht Ekel auslösen - einen Sinn.

Aber Kopf hoch - vielleicht kommen im nächsten Jahr Hummelköniginnen wieder und bauen erneut...ob da oder woanders am Haus.

Melanie

Hilflos Wolfgang Pusch 15.07.2003 15:01

In unserem Garten steht ein kleines Gerätehaus,1,5 X 2m.Seit einigen Wochen gefällt es anscheinend einer "Bande" von Hummeln dort ausnehmend gut.Es werden immer mehr und sie benehmen sich beim Türöffnen wie echte Abfangjäger.
Eine benahm sich beim Herausnehmen des -roten- Rasenmähers schon fast zwanghaft.
Meine Fragen:
Wo bauen sich Hummeln ein Nest,am Boden,irgendwo
drin,oder?
Was kann ich tun,das Gerätehaus muss benutzbar sein?

Wenn ich die Türen öffne geraten sie -etwa 15- in Panik,weil das bevorzugte Einstiegsloch unter der Tür durch so weit offen steht.

Ich bitte um Antwort.

Wolfgang

Re: Hilflos Sören :-) 15.07.2003 17:47

Hallo Wolfgang!

Kling mir sehr vertraut ...

Wenn ich die Türen öffne geraten sie -etwa 15- in Panik,weil das bevorzugte Einstiegsloch unter der Tür durch so weit offen steht.

Letztlich als ich den Rasenmäher anwarf (Benziner)
griffen mehrere (etwa 15)Hummeln das Gerät an.
Fazit ... mit dem Mähen wirds wohl nichts ...

War auch für mich eine neue Erfahrung.
Die Frage bei Dir - Wo ist das Nest?
Je näher Du kommst und so mehr Erschütterungen Du machst ,desto nervöser werden die Kleinen!
Am besten Du nimmst die wichtigsten Gerätschaften nach vorn.Den Mäher braucht man ja nicht täglich ...

Meine Großmutter hatte mal Hornissen im Schuppen und wir alle haben einen großen Bogen drum gemacht und ich hatte dann einige Dinge vom Schuppen in den Keller gebracht.

Welche Färbung haben Deine Hummeln überhaupt?
Würde mich interessieren.

Gruß Sören

Re: Hilflos Alex 17.07.2003 11:43

Hallo Wolfgang,

wie Sören schon geschrieben hat wäre es zunächst wichtig zu wissen um welche Hummelart es sich handelt. Daraus kann man dann ermitteln wie lange die "Belagerung" noch dauern wird.

Wo bauen sich Hummeln ein Nest,am Boden,irgendwo
drin,oder?

Auch das hängst von der Hummelart ab. Die meisten Hummeln bauen Nester am Boder bzw. unterirdisch; es gibt jedoch auch Arten die höhergelegene Nester bevorzugen, etwa die Baumhummel.

Was kann ich tun,das Gerätehaus muss benutzbar
sein?

Je nach Art wird es ohnehin nicht mehr allzulange dauern, bis das Volk sein natürliches Ende findet. Ansonsten versuche einfach die Hummeln so wenig wie möglich zu stören und den Nestbereich ein wenig zu meiden.

Mit Hummeln kann man idR. sehr gut nebeneinander leben, sofern man nur ein ganz kleines bischen Rücksicht nimmt.

Alles Gute,

Alex

Re: Re: Hilflos Wolfgang Pusch 18.07.2003 16:13

Hallo Sören,Hallo Alex,

eigentlich hatte ich schon gestern neue Nachrichten,aber irgendein Server usw.,usw.

Vorgestern habe ich meine lieben Hummeln wieder
besucht.Als ich die Türen öffnete war da gerade
noch eine,sehr lethargische Hummel.
Zuerst dachte ich,es könnte am Wetter liegen,hier
bei uns im Münchner Umland war es heiss.Ich ver-
mute in dem Schuppen über 50C.
Aber Alex,du schreibst es ginge eh vermutlich bald
zu Ende mit den Guten.Könntest Du mir das noch et-
was näher erläutern?

Meine Hummeln sind schwarz und am Hinterteil silbrig;es gab auch noch einige bunte Tupfer hinter dem Kopf.
Ich vermute das Nest unter den Dielen,die recht
breite Zwischeräume haben.

Nochmals Dank für die Hilfe
Wolfgang

Re: Re: Re: Hilflos Michel 28.07.2003 16:37

Hallo Wolfgang,

Scheinbar hast du Baumhummeln. Dazu würde die oberirdische Nistweise sowie das aggressive Verhalten passen. Auch die dunkle Färbung mit dem weißen Hinterleib passt auf diese Art. Baumhummeln sterben derzeit bereits ab. Spätestens Ende August dürften wohl alle Nester leer sein, vermutlich bereits eher (zumindest bei uns im Erzgebirge sind die Baumhummeln fast am Ende). Also einfach da belassen, wo es jetzt sind, denn bald wird das Nest sowieso aus natürlichen Gründen absterben.

Viele Grüße,
Michel

Tote Hummeln Angie 22.07.2003 20:26

In unserem Garten steht ein kleiner Schuppen, unter dem seit kurzem Erdhummeln leben. Nun liegen aber immer wieder tote Hummeln auf dem Rasen. Woran sterben sie?

Re: Tote Hummeln Andreas(München) 22.07.2003 22:31

Hallo Angie,

In so einem Hummelvolk werden junge Hummeln geboren und serben alte. Die Arbeiterinnen der Anfangsgeneration haben sicher schon ihre Lebenszeit aufgebraucht und dann sterben sie eben. Was aber zur Zeit vielleicht noch dazu kommt, ist die lange Trockenheit. Da bilden viele Blütenpflanzen zuwenig Nektar, so dass manche Hummelvölker in echte Not geraten. Bei Hummeln in Kästen kann man ziemlich leicht mit Zuckerlösung zufüttern, bei einem Hummelvolk in der Erde ist dies leider nicht so leicht möglich.
Vielleicht gibts ja aber bald wieder Regen, dann wirds für die Hummeln auch wieder leichter.
Andreas

Hummelhochzeit Rolf Brechtel 24.07.2003 11:49

Hallo!
Heute morgen habe ich vor meinem Hummelkasten eine Steinhummelkönigin bei der Paarung gesehen. Sie liefen eine Weile im Gras herum und dann flog die Königin mit ihrem Freier zurück in den Hummelkasten.
In 20 Meter Entfernung ist noch ein anderes Steinhummelvolk in einem Kasten, ich vermute aber, daß der Drohn aus dem Volk stammt, wo auch die Königin herkommt. Tun die Arbeiterinnen einer fremden Drohne etwas an, wenn diese huckepack mit der Königin ins Nest kommt?
Was ist, wenn es eine Drohne vom selben Volk ist? Gibt das Inzucht mit entsprechenden Folgen?
Viele Grüße Rolf Brechtel

Re: Hummelhochzeit Melanie 24.07.2003 18:37

Inzucht gibt es aber sie manifestieren sich erst nach einigen Generationen - es gibt dazu ein ganz interessantes Paper wo sie versuchten, die Diapause "wegzuzüchten"...naja, das scheiterte nicht zuletzt an diesen Inzuchtfolgen. Zudem paaren sich die Königinnen in freier Natur oft mit mehreren Drohnen; da gibt es also normalerweise einen entsprechenden Mix so daß solche Inzuchtprobleme eigentlich nicht zum Tragen kommen.

Grüße
Melanie

wenig Trachtpflanzen Angelika 24.07.2003 22:16

(leerer Beitrag)

Re: wenig Trachtpflanzen Angelika 24.07.2003 22:20

Da habe ich zu schnell Enter gedrückt. Entschuldigung. Den Hummeln hier im Bergischen Land scheint es im Moment nicht so gut zu gehen. Ich sehe wenig Trachtpflanzen, dafür aber Hummeln, die überall suchen. Heute lag eine Baumhummelkönigin ziemlich fertig vor unserer Tür. Angebotenes Zuckerwasser schlürfte sie gierig und nach ca. zwei Stunden zog sie weiter. Hilft es, wenn man einige Futterstellen im Garten verteilen würde? Oder freuen sich daran nur die Wespen? Grüße Angelika

Re: Re: wenig Trachtpflanzen Unbekannt 15.09.2003 00:01

Hallo,
Am besten du Pflanzt ein paar Bienenfutterpflanzen bei dir im Garten an z.B. Phacelia auch als Büschelschön oder Bienenfreund zu bezeichnen. Dan freuen sich nicht nur die Hummeln.
Gruß
Markus

Re: Re: wenig Trachtpflanzen Markus 15.09.2003 00:01

Hallo,
Am besten du Pflanzt ein paar Bienenfutterpflanzen bei dir im Garten an z.B. Phacelia auch als Büschelschön oder Bienenfreund zu bezeichnen. Dan freuen sich nicht nur die Hummeln.
Gruß
Markus

Was reizt Hummel etc. eigentlich an unserem Atem? Ivonne 25.07.2003 13:22

Nachdem ich nun ausgiebigst auf dieser wunderschönen und superinformativen Homepage geschmökert habe, sind bei mir doch zwei Fragen offen geblieben, von denen ich hoffe, dass die anwesenden Experten mir da weiterhelfen können.

1. Es wird immer wieder erwähnt, dass man Bienen, Wespen, Hummeln und Hornissen nicht anatmen bzw. anpusten soll. Was reizt die Tiere denn dabei? Wind pustet sie ja schließlich auch an.

2. Ist es dann nicht automatisch vorprogrammiert, dass man gestochen wird, wenn einem eines der Tiere im Gesicht rumkrabbelt? Schließlich kann man ja dann schlecht mit dem Atmen aufhören *g*. Das wäre ja fatal.

Vielen Dank schon mal für die Antworten.

Viele liebe Grüße

Ivonne

Re: Was reizt Hummel etc. eigentlich an unserem Atem? Andreas(München) 25.07.2003 19:46

Hallo Ivonne,

ich kann zwar nicht beschwören, dass es so ist wie ich sage, aber ich teile Dir mal meine Vermutung mit.
Neben Parasiten haben Hummeln auch Feinde, wie Igel oder Dachs, die Hummelnester ausgraben (der Igel natürlich nur die oberirdischen) und die Larven verzehren. Das Geschnaufe dieser Tiere klingt den Hummeln vermutlich sehr bedrohlich. Daher dann auch die Reaktion, wenn wir die Tiere so anschnaufen.
Ich wollte einmal eine Hummel, die ich nach einem heftigen Regenschauer auf die Hand genommen hatte mit meinem Atem wärmen und trocknen, nachdem sie aber das Anschnaufen einfach anders interpretierte wurde ich gestochen.
Normales nicht zielgerichtetes Atmen wird aber vermutlich nicht diesen Effekt haben.
Andreas

Re: Re: Was reizt Hummel etc. eigentlich an unserem Atem? Ivonne 25.07.2003 23:09

Danke für die Erklärung Andreas.

Schönes We wünsche ich allen.

Ivonne

Re: Re: Was reizt Hummel etc. eigentlich an unserem Atem? Alex 28.07.2003 09:46

Hallo Andreas,

ich hauche klamme Hummeln auch oft an, meist reagieren Sie darauf nur mit dem heben eines Beines. Gestochen wurde ich noch nie...

Es hängt bestimmt auch damit zusammen was mit dem Atem alles an Gerüchen mitkommt. Wenn man etwas Süßes getrunken hat und dann ein Wespe anhaucht muß man aufpassen, daß sie einem nicht in den Mund fliegt. Bei anderen Düften reagieren sie dagegen wieder anders.

Die Insekten können Düfte sicherlich viel feiner wahrnehmen wie wir und reagieren sicherlich auch darauf.

Alles Gute,

Alex

Re: Re: Re: Was reizt Hummel etc. eigentlich an unserem Atem? Marcel 03.08.2003 18:16

Durch unseren Atem wird viel Kohlendioxid freigesetzt. Ich habe bereits ähnliches darüber gelesen das die Rezeptoren des Insekts darauf reagieren und eine Bedrohung signalieseren. Sei es in Form eines Räubers oder Feuer.

Re: Was reizt Hummel etc. eigentlich an unserem Atem? Balthasar 09.08.2003 22:07

Es ist schlicht und einfach das CO2 in unserer Atemluft. Kohlendioxid wirkt lähmend bis narkotisch auf alle Bienen. Wer würde sich da nicht wehren??????
Gruß v. Balthasar