Beiträge aus 2016

Wachsmottenklappe zwecklos - Erdhummelvolk schaufelt ständig Dreck vor's Einflugloch! Saro 30.06.2016 20:09

Liebe Hummelfreunde,

ich habe einen Hummelnistkasten von 'Das Hummelhaus', der von Erdhummeln bezogen wurde. (allerdings sind die echt klein im Vergleich). Das Volk scheint gut zu gedeihen, es wird fleißig ein- und ausgeflogen.

Nur leider ist es mir nicht möglich, das Volk vor Wachsmotten zu schützen, denn ich beobachte jeden Tag von neuem, dass einzelne Tiere (oder immer dasselbe?) kleine Zweige, Nadeln, Moos und alles mögliche andere, das im Bereich des Einflugloches am Boden zu finden ist, herangeschleppt und z.T. sogar in den Eingangsbereich hineingeschleppt wird! Dadurch liegt die Klappe natürlich nie plan auf der Öffnung auf und leider habe ich vorhin bei der Kontrolle tatsächlich eine Wachsmotte (ich nehme an, es war eine, obwohl sie nicht ganz typisch gefärbt war) im Nest gesehen. Als ich daraufhin die Polsterwolle öffnen wollte, reagierten einzelne Hummeln ziemlich aufgebracht; eine versuchte gezielt, gegen mich anzugehen und flog mir ins Gesicht.
Ich habs dann erstmal gelassen und den Kasten wieder geschlossen.
Später, als sich dann alle beruhigt hatten, bin ich nochmal hin und hab das Nest halt nur auf der Oberfläche mit Xentari reichlich eingesprüht, ebenso wie den Einflugbereich - in der Hoffnung, dass die Hummeln das Spritzmittel so ins Nest eintragen und das Volk nicht von den Larven zerstört wird.

So, nun zu meinen Fragen:
1. Habt Ihr eine Idee, weshalb der Eingangsbereich immer so präpariert wird? Durch dieses Heranschleppen von dem ganzen Zeug wird das eigentlich ein wenig über dem Bodenniveau liegende Einflugloch dann praktisch ebenerdig (nur liegt die Klappe dann mit ihrem unteren Ende eben leider darauf auf, statt frei auf dem Einflugloch).
2. Kann meine Methode mit der Xentari-Behandlung so funktionieren? Ich besitze keinen Stechschutz; gibt es etwas taugliches Marke Eigenbau?
3. Ist es üblich, dass die Hummeln ihr Nest so verteidigen? Ich habe in einem anderen Jahr schon mal ein von Wachsmotten befallenes Nest gehabt, da waren die Hummeln bei den Störungen sehr friedfertig.

Sorry, das war jetzt echt lang. Ich hoffe aber, dass mir jemand helfen kann.
Besten Dank, Saro

*Autsch!* Meine Hummeln sind ein wehrhaftes Völkchen... Saro 03.07.2016 14:44

Keiner eine Idee?
Schade.

Ich hab jetzt jeden Tag mal versucht, vorsichtig nachzuschauen, wie es mit dem Volk weitergeht, aber es ist schwierig, denn in Ruhe gelassen werde ich dabei nicht.
Heute sind mehrere große Tiere auf der Oberfläche der Polsterwolle umhergelaufen und davongeflogen, als ich den Kasten geöffnet habe. Das war dann allerdings auch meine letzte Tat, denn danach wurde ich gestochen und ich hab den Kasten schleunigst geschlossen und die Flucht ergriffen.
Ich Memme!

Wachsmottenklappe zwecklos - Erdhummelvolk schaufelt ständig Dreck vor's Einflugloch! Bulli 03.07.2016 22:08

Hallo saro,

vermutlich machst du nichts falsch.

Zur Frage eins, vermute ich, dass du keinen belüfteten Vorbau hast. Ich gehe davon aus, dass entweder der Kohlendioxid-Anteil im Nest zu hoch ist, oder dass die Hummeln jede Art von Lüftung brauchen, wegen zu hoher Luftfeuchte. Der Nektar dürfte bei dem vielen Regen im Augenblick bis zu 85% Wasser enthalten. Wenn es ein großes Volk ist, muss man mit bis zu 20 ml Wasser rechnen, die im Nest verdunsten müssen.

In einem anderen Fall vor zwei oder drei Jahren haben die Hummeln Baumaterial genommen, um die Klappe offen zu halten.

Hast du auf das Hummelhaus schon den Klimaaufsatz gesteckt?
Wenn ja, so glaube ich, gibt es zu wenig Luftaustausch durch das Gitter im Boden des Klimaaufsatzes.
Der muss vermutlich erhöht werden. Da wüsste ich nur eine Sache. Baue quer in den Klimaaufsatz eine Styroporplatte (macht die wenigsten Schäden). Von einer Ecke zur anderen, senkrecht. Mit nur wenig Spiel zu den Wänden und zur Wölbung des Deckels (ca. 0 - 8 mm). Dann vor eines der seitlichen Lufteinlässe einen Lüfter stellen, hängen oder was auch immer. Hauptsache so, dass sich wenig bis keine Vibrationen nicht auf das Hummelhaus übertragen. Bei 230 Volt alles regengeschützt/wassergeschützt verlegen oder (besser) nur 12 Volt Niederspannung mit Computerlüftern nutzen.
Der Luftstrom sollte auf diese Art durch die Lüftungsöffnung seitlich eindringen, vom zusätzlichen Styropor nach unten abgelenkt werden, dort durch das Bodengitter in den Nistraum, aus dem Nistraum durch das Bodengitter zur anderen Seite der Styroporplatte und durch das gegenüberliegende Fenster wieder raus.

Du merkst, wenn zu viel Luft in den Nistraum kommt, dass die Hummeln das Gitter zum Nest mit Baumaterial verkleben.
Der Noiseblocker eLoop 12B -1 ist einer der am wenigsten vibrierenden Lüfter. Den könnte man vielleicht auch direkt an die Lüftungsöffnung drücken.

Zur Frage zwei.
Besser als nichts. Gegen einen starken Befall käme man nur durch Herausnehmen und alles Einsprühen an. Ich würde noch ein paar mal etwas in das Einflugloch geben, wenn die Wächterinnen das zulassen. Erdhummeln müssten bald in 2, spätestens 3 Wochen fertig sein (NRW). Eigentlich müssten bei dir schon Königinnen abfliegen.

Zur Frage drei.
Ja, Erdhummeln verteidigen ihr Nest stark. Sie stubsen aber ihren "vermeindlichen Angreifer" erst an, so wie du es beschrieben hast mit dem Flug der Hummel ins Gesicht. Es ist als Warnung zu verstehen. Weitere Flüge würden mit ausgefahrenem Stachel ins Gesicht erfolgen.
Aber am aktivsten sind sie, wenn es gute Tracht gibt und wenn es warm ist (über 25 Grad). Aichhorn hat die Wachsmottenbehandlung immer nachts durchgeführt. Als Licht kann man das Autofokus-Hilfslicht einer Kamera nutzen.

Viele Grüße

Bulli

Liebe Hummelfreunde,

ich habe einen Hummelnistkasten von 'Das Hummelhaus', der von Erdhummeln bezogen wurde. (allerdings sind die echt klein im Vergleich). Das Volk scheint gut zu gedeihen, es wird fleißig ein- und ausgeflogen.

Nur leider ist es mir nicht möglich, das Volk vor Wachsmotten zu schützen, denn ich beobachte jeden Tag von neuem, dass einzelne Tiere (oder immer dasselbe?) kleine Zweige, Nadeln, Moos und alles mögliche andere, das im Bereich des Einflugloches am Boden zu finden ist, herangeschleppt und z.T. sogar in den Eingangsbereich hineingeschleppt wird! Dadurch liegt die Klappe natürlich nie plan auf der Öffnung auf und leider habe ich vorhin bei der Kontrolle tatsächlich eine Wachsmotte (ich nehme an, es war eine, obwohl sie nicht ganz typisch gefärbt war) im Nest gesehen. Als ich daraufhin die Polsterwolle öffnen wollte, reagierten einzelne Hummeln ziemlich aufgebracht; eine versuchte gezielt, gegen mich anzugehen und flog mir ins Gesicht.
Ich habs dann erstmal gelassen und den Kasten wieder geschlossen.
Später, als sich dann alle beruhigt hatten, bin ich nochmal hin und hab das Nest halt nur auf der Oberfläche mit Xentari reichlich eingesprüht, ebenso wie den Einflugbereich - in der Hoffnung, dass die Hummeln das Spritzmittel so ins Nest eintragen und das Volk nicht von den Larven zerstört wird.

So, nun zu meinen Fragen:
1. Habt Ihr eine Idee, weshalb der Eingangsbereich immer so präpariert wird? Durch dieses Heranschleppen von dem ganzen Zeug wird das eigentlich ein wenig über dem Bodenniveau liegende Einflugloch dann praktisch ebenerdig (nur liegt die Klappe dann mit ihrem unteren Ende eben leider darauf auf, statt frei auf dem Einflugloch).
2. Kann meine Methode mit der Xentari-Behandlung so funktionieren? Ich besitze keinen Stechschutz; gibt es etwas taugliches Marke Eigenbau?
3. Ist es üblich, dass die Hummeln ihr Nest so verteidigen? Ich habe in einem anderen Jahr schon mal ein von Wachsmotten befallenes Nest gehabt, da waren die Hummeln bei den Störungen sehr friedfertig.

Sorry, das war jetzt echt lang. Ich hoffe aber, dass mir jemand helfen kann.
Besten Dank, Saro
Wachsmottenklappe zwecklos - Erdhummelvolk schaufelt ständig Dreck vor's Einflugloch! Harry 13.07.2016 07:48

Grundsätzlich möchte ich hier etwas zur Wachmottenklappe schreiben.
Die Wachsmottenklappe ist ein mechanisches Bauteil, das den freien Einflug von Wachsmotten ins Hummelnest verhindern soll.
Diese Aufgabe kann sie aber nur übernehmen wenn sie korrekt auf der Schräge des Eingangsblocks aufliegt. Man muss also darauf achten, dass kein Schmutz oder Kot der Hummeln diese Auflage beeinträchtigt. Wachsmotten lassen sich vom Nestgeruch und von den Hummeln mit Pheromonen markierte Stellen leiten um ihre Eierpakete abzuladen. Der Nesteingang ist mit solchen Pheromonen/Duftspuren präpariert. Da Wachsmotten nachtaktiv sind, kann eine nicht schließende Klappe in einer Nacht zum Verhängnis für das Hummelvolk werden.
Der Klimaaufsatz sollte immer auf dem Hummelnest angebracht sein und nicht erst wenn das Nest besiedelt wurde. Hierdurch geschieht ein optimaler Luftaustausch der nicht durch Ventilatoren oder andere Hilfsmittel unterstützt werden muss. Hummeln bauen vom Nestkern bis zur Oberfläche des Nistmaterials Lüftungsschächte und können somit die Temperatur gut regulieren.
Nistkästen sollen immer im Schatten stehen.
[img:http://www.das-hummelhaus.de/wp-content/uploads/2015/05/Bombusbilder3.jpg]

Hummelbestimmung Ziggy 03.07.2016 13:10

Guten Tag,
hab heute bei einen Rundgang durch den Botanischen Garten in Solingen eine Mooshummel?
gesichtet.
Hab sie bei Hummelfoto reingestellt.
Bitte um Bestimmung!!
mfg Ziggy

Hummelbestimmung Bulli 03.07.2016 20:34

Hallo Ziggy,

die Hummel würde ich als Ackerhummel mit dem seltenen "schwarzen Dreieck" auf dem Thorax bestimmen wollen. Wie die Fotos auf www.guntram.at.
Ein toller Fund.

Viele Grüße

Bulli

PS:
Woher kommt eigentlich die Vorlage für die Hummel unter deinem Hummelstand? Irgendwo habe ich die schon mal gesehen. Ich kann mich erinnern, weil sie die dynamischeren Fühler der Wespen hat. Ist zwar nicht korrekt, aber sieht besser aus.

Guten Tag,
hab heute bei einen Rundgang durch den Botanischen Garten in Solingen eine Mooshummel?
gesichtet.
Hab sie bei Hummelfoto reingestellt.
Bitte um Bestimmung!!
mfg Ziggy
Hummelbestimmung Ziggy 04.07.2016 09:11
Hallo Ziggy,

die Hummel würde ich als Ackerhummel mit dem seltenen "schwarzen Dreieck" auf dem Thorax bestimmen wollen. Wie die Fotos auf www.guntram.at.
Ein toller Fund.

Viele Grüße

Bulli

PS:
Woher kommt eigentlich die Vorlage für die Hummel unter deinem Hummelstand? Irgendwo habe ich die schon mal gesehen. Ich kann mich erinnern, weil sie die dynamischeren Fühler der Wespen hat. Ist zwar nicht korrekt, aber sieht besser aus.


Guten Tag,
hab heute bei einen Rundgang durch den Botanischen Garten in Solingen eine Mooshummel?
gesichtet.
Hab sie bei Hummelfoto reingestellt.
Bitte um Bestimmung!!
mfg Ziggy

Guten Morgen Bulli,
danke für die Bestimmung der Dreieck-Ackerhummel hätte sie nicht als Ackerh. erkannt da die Farbe etwas anders war.

Die Alien-Hummel an der Wand hat mir ein Solinger-Künstler gemalt,weiß nicht woher die Vorlage stammt.

Hab noch einige Motive von Wildbienen für meine Mauer,sie stammen von Briefmarken aus England.
Schau mal bei Hummelfoto.
mit freundlichen Gruß Ziggy

Hummelbestimmung Bulli 06.07.2016 00:30

Hallo Ziggy,

hätte sie nicht als Ackerh. erkannt da die Farbe etwas anders war.

Damit meinst du die gelblich-braunen Haare auf T2? Bei Ackerhummeln gibt's die manchmal.

Auf den Briefmarken sind wahre Seltenheiten zu sehen. Guter Photoshop. :-)

Viele Grüße

Bulli

Guten Morgen Bulli,
danke für die Bestimmung der Dreieck-Ackerhummel hätte sie nicht als Ackerh. erkannt da die Farbe etwas anders war.

Die Alien-Hummel an der Wand hat mir ein Solinger-Künstler gemalt,weiß nicht woher die Vorlage stammt.

Hab noch einige Motive von Wildbienen für meine Mauer,sie stammen von Briefmarken aus England.
Schau mal bei Hummelfoto.
mit freundlichen Gruß Ziggy
Erste Jungköniginnen bei Steinhummel Harald 05.07.2016 11:03

Hallo Zusammen,

gestern war ein echter Jungköniginnen Tag. Mehrere Ausflüge mit Orientierungsflug bei den Gartenhummel
und auch bei der Baumhummel und die erste Jungkönigin gesichtet bei den Steinhummel (sitzend auf der Polsterwolle).
Noch keine Königinnen bei der Waldhummel aber sehr viel Brutzellen vorhanden - entwickelt sich prächtig!
Auch das Ackerhummelvolk entwickelt sich gut, auch hier viele Brutzellen vorhanden!
Bis jetzt kann ich bei mir von einem guten Hummeljahr sprechen wobei ich trotzdem 5 Ausfälle hatte aber mit fünf verschiedenen Arten immer noch sehr erfreulich.
Was in meiner Region trotzdem erwähnt werden muss, auf den Wiesen und Feldern sind wirklich wenige Hummeln zu beobachten auch in meinem Garten sind gegenüber letztes Jahr wenige Hummeln zu sehen.
Vor allem fehlen die Wiesenhummel und auch Erdhummel (Humilis seit Frühjahr keine mehr gesehen) sind recht wenige an meinem Phacelia und Natternkopf zu verzeichnen.
Grüße aus Oberschwaben
Harald

Ackerhummel mit verkrüppeltem Flügel Mr. Bumblebee 11.07.2016 09:37

Habe jetzt zweimal eine Ackerhummel beobachtet, die aus der Hummelklappe heraus kam, auf dem Anflugbrett eine Runde drehte und dann wieder zurück ins Nest krabbelte. Die Hummel hat nur auf einer Seite funktionsfähige Flügel. Leider hab ich kein Foto gemacht.

Meine Fragen:
1) Was hat es damit auf sich? Welche Erklärungen gibt es?
2) Was tun?

Ackerhummel mit verkrüppeltem Flügel schoepfer 11.07.2016 22:46
Habe jetzt zweimal eine Ackerhummel beobachtet, die aus der Hummelklappe heraus kam, auf dem Anflugbrett eine Runde drehte und dann wieder zurück ins Nest krabbelte. Die Hummel hat nur auf einer Seite funktionsfähige Flügel. Leider hab ich kein Foto gemacht.

Meine Fragen:
1) Was hat es damit auf sich? Welche Erklärungen gibt es?
2) Was tun?

Ich hatte das gleiche Problem und diese Antwort gekriegt:

"das scheinen die Auswirkungen vom Deformed Wing Virus (DWV) zu sein.

Im August 2004 wurden erstmalig Hummeln eines natürlichen Nestes (Ackerhummel-Arbeiterinnen, Bombus pascuorum) in der Nähe von mehreren Honibienenbeuten gefunden, die Flügeldeformationen vom DWV zeigten.
Wenige Monate vorher waren Königinnen in der eigentlich isoliert ablaufenden kommerziellen Hummelzucht mit verkrüppelten Flügeln gefunden worden. Hummelvermehrung funktioniert u. a. durch das Zusetzen von Honigbienen-Arbeiterinnen zu den Hummelköniginnen, damit diese animiert werden ein Nest zu gründen (einige wollen einfach kein Nest gründen oder übernehmen).

2006 wurde der Nachweis erbracht, dass es sich bei den Ackerhummeln wirklich um den DWV handelt (Genersch et al 2006).
Die Ackerhummeln sollen in Honigbienenbeuten eingedrungen sein, um Honig zu stibitzen und sich so den Virus eingefangen haben. Bei Honigbienen kennt man den Virus schon länger. Aber nur in Verbindung mit der Varoa-Milbe.

Das muss man nicht glauben, weil Hummeln regelmäßig von Honigbienen angesprungen werden, wenn sie es wagen in einer Blüte Nektar zu saugen, bzw gerade Erdhummeln die gleichen Blüten wie die Honigbienen besuchen.

Die Virulenz des DWV ist bei Hummeln höher als bei Honigbienen, weil DWV in Hummelnestern ohne die Varoa-Milbe auskommt.

Viele Grüße

Bulli"

gruss schoepfer

Ackerhummel mit verkrüppeltem Flügel Mr. Bumblebee 11.07.2016 23:54

okay - das hatte ich befürchtet. Aber was bedeutet das für mein Ackerhummelvolk? Gehen die jetzt alle ein? Soll ich die infizierte Hummel entfernen?

Ackerhummel mit verkrüppeltem Flügel Christian 12.07.2016 09:50

Ne das Volk geht nicht ein, aber machen kannst Du auch nix. Ich hatte diese Erkrankung im Lauf der Jahre bei Steinhummel/Wiesenhummel/Ackerhummel/Erdhummel und Baumhummel und es gibt mehrere Varianten wie die Völker mit umgehen:
die Individuen werden verstoßen
oder zum Stockdienst eingeteilt. Da müsste man denken: Ansteckungsgefahr. Es waren aber auch nur wenige und einzelne Hummeln betroffen. Zur Seuche wurde es nie.
sie gehen auf Honigsuche, allerdings zu Fuß.

Es sind stets wenige einzelne Individuen betroffen. Bei Jungköniginnen ists natürlich jedesmal dramatisch. Denn nach dem Verlassen des Nestes ist es der Tod der erkrankten Hummel.

Christian

Ackerhummel mit verkrüppeltem Flügel Mr. Bumblebee 12.07.2016 17:47

alles klar. Vielen Dank für die Antworten. Ich vermute mal, meine ist zum Innendienst verdonnert ;)

Erdhummeln - Aktivität lässt nach - Parallel Schimmelbildung Bias 14.07.2016 18:34

Hallo zusammen,
bei meinem Erdhummelvölkchen habe ich diese Woche einen starken Rückgang an Aktivität beobachtet. Von der vorgestern morgen gegebenen Zuckerlösung ist noch einiges übrig. Bei der letzten Fütterung vor etwas über einer Woche brauchten sie nicht mal 12h um die gleiche Menge zu vertilgen. Todesmutig (vollverschleiert) habe ich eben mal einen Blick hinein riskiert. Der Karton ist weich und schimmelt. An machen Stellen kommt bereits das Kapok zum Vorschein. Für nächstes Jahr weiß ich, dass ich die Belüftung am Vorbau des alten Kastens genauso einbaue , wie ich sie bei den neuen bereits umgesetzt habe, aber was kann ich jetzt im laufenden Betrieb machen? Ist den Hummeln irgendwie zu helfen?
Wachsmotten waren glücklicherweise keine zu sehen!

[img:http://lh5.googleusercontent.com/-n7TKeCFqSiY/V4e-XvMpLyI/AAAAAAAAAuI/KtLI1hT5p_UaYvqgB0dbySU_mYDWXCuMQCL0B/w1537-h865-no/WP_20160714_17_27_27_Pro.jpg]

Erdhummeln - Aktivität lässt nach - Parallel Schimmelbildung Fienchen 15.07.2016 10:34

Hallo,

der Karton ist ja zu?!?! Ich selbst arbeite seit einigen Jahren nicht mehr mit Innenkartons in der Form.
Aber ich hatte das immer so verstanden, dass der Karton zumindest oben soffen sein sollte sobald das Volk eine gewisse Stärke erreicht hat.
Wenn er zu bleibt, kann doch die Luft vom Nest gar nicht zirkulieren. Deshalb wohl auch der starke Schimmelbefall.
Mein Erdhummelvolk wird aber auch bereits ruhiger. Königinnen fliegen schon seit Wochen. Momentan aber wenige. Es sind aber noch einige Jungköniginnen im Nest. Meine Kontrollen sind auch immer recht kurz. Diese Saison sind die Damen echt wehrhaft.

Gruß Bettina

Erdhummeln - Aktivität lässt nach - Parallel Schimmelbildung Bulli 16.07.2016 12:44

Hallo Fienchen,

der Karton sollte in dem Konzept verschlossen sein, denn sonst könnten sich die Hummeln im Zwischenraum zwischen wachsmottendichtem Nistkasten und dem Karton verlaufen und zum Beispiel dem Licht folgend versuchen durch die vergitterten Lüftungsöffnungen das Nest zu verlassen, bis sie verhungert sind. Die Belüftung läuft über den belüfteten Vorbau und die Lochreihen seitlich oben im Karton. Die Wasserabfuhr passiert auch über den Feuchtigkeitstransport von innen durch die Pappe zur Außenseite und dem Abdampfen in den belüfteten Zwischenraum im Holzkasten.

Hallo Bias,

dort, wo das "Kapok zum Vorschein" kommt, glaube ich eher an das Gespinst eines Schimmelpilzes.

aber was kann ich jetzt im laufenden Betrieb machen? Ist den Hummeln irgendwie zu helfen?

Belüftung verbessern. Suche unter dem Stichwort "Klimaaufsatz", einer aufsteckbaren Zwischenzarge mit viel mehr Löchern.
Oder Wachsmottenklappe öffnen für besseren Luftzug, wenn die meisten Geschlechtstiere das Nest verlassen haben.

Der Schimmel könnte sich unter dem Klebeband oder unter den Steinen zuerst gebildet haben.
Die feuchte Pappe kann durch die physische Anwesenheit der Steine oder des Klebestreifens die Feuchtigkeit nicht auf der Außenseite verdampfen. Wenn Schimmel erst einmal entstanden ist, wächst er ab etwa 80% Luftfeuchte weiter.

Viele Grüße

Bulli

Hallo,

der Karton ist ja zu?!?! Ich selbst arbeite seit einigen Jahren nicht mehr mit Innenkartons in der Form.
Aber ich hatte das immer so verstanden, dass der Karton zumindest oben soffen sein sollte sobald das Volk eine gewisse Stärke erreicht hat.
Wenn er zu bleibt, kann doch die Luft vom Nest gar nicht zirkulieren. Deshalb wohl auch der starke Schimmelbefall.
Mein Erdhummelvolk wird aber auch bereits ruhiger. Königinnen fliegen schon seit Wochen. Momentan aber wenige. Es sind aber noch einige Jungköniginnen im Nest. Meine Kontrollen sind auch immer recht kurz. Diese Saison sind die Damen echt wehrhaft.

Gruß Bettina
Erdhummeln - Aktivität lässt nach - Parallel Schimmelbildung Bias 16.07.2016 18:24

Danke Ihr beiden,

ich versuche mir da mal was zu überlegen. Quasi einen eigenen Klimaufsatz. Zusätzlich könnte ich die oberen cverschimmelten Deckel Abschneiden und einen neuen aufdecken, den ich regelmäßig austauschen könnte.

Wenn Schimmel erst einmal entstanden ist, wächst er ab etwa 80% Luftfeuchte weiter.

Ups, den Punkt haben wir bereits vor seit langem überschritten. Hier mal die Messdaten der letzten zwei Monate. Gemessen im Zwischenraum auf dem Karton liegend:

[img:https://lh4.googleusercontent.com/-0l8IPd8ir7I/V4pdzyYnZ2I/AAAAAAAAAvM/YkOf9SOVUo4mk-xDYoAtMw5SaUjqKaKDQCL0B/w1598-h784-no/TempLogger_20160716JPG.JPG]

Ich habe leider immer nur auf die Höchsttemperatur geachtet und mir um die Feuchtigkeit keine Gedanken gemacht.
Beste Grüße
Tobias

Hallo Bias,

dort, wo das "Kapok zum Vorschein" kommt, glaube ich eher an das Gespinst eines Schimmelpilzes.

aber was kann ich jetzt im laufenden Betrieb machen? Ist den Hummeln irgendwie zu helfen?

Belüftung verbessern. Suche unter dem Stichwort "Klimaaufsatz", einer aufsteckbaren Zwischenzarge mit viel mehr Löchern.
Oder Wachsmottenklappe öffnen für besseren Luftzug, wenn die meisten Geschlechtstiere das Nest verlassen haben.

Der Schimmel könnte sich unter dem Klebeband oder unter den Steinen zuerst gebildet haben.
Die feuchte Pappe kann durch die physische Anwesenheit der Steine oder des Klebestreifens die Feuchtigkeit nicht auf der Außenseite verdampfen. Wenn Schimmel erst einmal entstanden ist, wächst er ab etwa 80% Luftfeuchte weiter.

Viele Grüße

Bulli
Erdhummeln - Aktivität lässt nach - Parallel Schimmelbildung Bulli 17.07.2016 00:59

Hallo Bias,

im Vergleich zu den Luftfeuchtekurven von wetter.de oder meteomedia.de, ist deine Luftfeuchtekurve schon sehr anders.

Der Karton wird wieder hart, wenn die Luftfeuchte runter geht. Durch abtrennen des oberen Bereichs verlieren die Seiten ihre Stabilität und können zur Seite wegsacken, was den Hummeln einen Weg in den Zwischenraum erlauben könnte. Das wäre nicht so schön.

Beim Klimaaufsatz wäre es gut, wenn auf allen vier Seiten Lufteinlässe sind. Damit können Luftbewegungen aus allen vier Richtungen zur Ventilation genutzt werden. Ein solcher Aufsatz braucht nicht besonders hoch zu sein, aber dafür sollte er viel Öffnungsfläche haben.

Ich drücke die Daumen.

Grüßlis

Bulli

Erdhummeln - Aktivität lässt nach - Parallel Schimmelbildung Doris 17.07.2016 16:01

Hallo, auch bei meinen Erdhummelvölkern lässt die Aktivität nach. Ich füttere schon einiger Zeit mittels 4 Laborgläsern täglich zu. Momentan ist das Wetter hier sehr unbeständig und die Tierchen sind morgens richtig klamm. In meinen Nistkästen nehme ich nun keinerlei Veränderungen mehr vor, fast alle Jungköniginnen sind schon irgendwo untergeschlüpft. Und nun habe ich schon neue Ideen für die nächste Hummelgeneration im Kopf. Gerne möchte ich diese hier mal beschreiben; vielleicht habt ihr noch Tipps oder Hinweise dazu für mich, über die ich mich freuen würde. Also Folgendes:
Jetzt bereite ich ein Experimemt mit Kästen "Marke Eigenbau" für 2017 vor.
Dabei versuche ich, auch viele eurer Erfahrungen hier aus dem Forum dabei zu berücksichtigen bzw. umzusetzen. Grundgerüst bildet ein hoher Euro-Behälter aus PP mit passgenauem Deckel. Die Griffmulden sind innen mit sehr engmaschigem Drahtgeflecht abgedeckt. In den Boden habe ich viele kleine 2mm-Löcher gebohrt. Den Nistkarton bildet ein Pappis vom bekannten nordischen Möbelhaus mit Klappdeckel. Dieser steht noch zusätzlich auf zwei etwa 3cm hohen, schmalen Polysterol-Streifen, so dass die Luft zirkulieren kann und der Pappkarton möglichst wenig Feuchtigkeit aufnimmt. Der Nistkarton selbst ist schön hoch, so dass ich direkt über die ebenfalls mit Drahtgewebe überklebten Griffmulden einen extra passgenauen Anzuchtdeckel auflegen kann. Diesen habe ich aus einem Holzrahmen (unbespannter Keilrahmen) gefertigt und mit Drahtgewebe bespannt. Auch der Deckel des Pappkartons ist großzügig ausgeschnitten worden und ebenfalls mit Drahtgewebe dicht verschlossen, so dass keine Hummel entweichen kann. Durch die vordere Außenwand ist mittig das 25mm-Loch gebohrt zur Befestigung der Wachsmottenklappe. Auf einen Vorbau will ich verzichten. Ein kurzes Stück Teichschlauch verläuft leicht abwärts bis hin zur Nestmulde in Kapok auf Kleintierstreu.
Zur Isolierung gegen Bodenfeuchtigkeit steht jeder Kasten noch auf einer 6 cm starken Styrodur-Platte, die fest an jeden Euro-Behälter angeschraubt ist. Das Dach bildet eine ca. 1,5 cm starke, großzügig überstehende und mit Gefälle nach hinten lose aufliegende Holzplatte mit umlaufendem Rand, so dass das Regenwasser besser ablaufen kann. Ich bin gespannt, ob diese Kästen angenommen werden.
Gerade die recht häufigen Berichte über feuchte oder sogar schimmlige Nester sind mit ausschlaggebend für mein Experiment als totaler "Hummelneuling".
LG Doris

Hallo Bias,
im Vergleich zu den Luftfeuchtekurven von wetter.de oder meteomedia.de, ist deine Luftfeuchtekurve schon sehr anders.

Der Karton wird wieder hart, wenn die Luftfeuchte runter geht. Durch abtrennen des oberen Bereichs verlieren die Seiten ihre Stabilität und können zur Seite wegsacken, was den Hummeln einen Weg in den Zwischenraum erlauben könnte. Das wäre nicht so schön.

Beim Klimaaufsatz wäre es gut, wenn auf allen vier Seiten Lufteinlässe sind. Damit können Luftbewegungen aus allen vier Richtungen zur Ventilation genutzt werden. Ein solcher Aufsatz braucht nicht besonders hoch zu sein, aber dafür sollte er viel Öffnungsfläche haben.

Ich drücke die Daumen.

Grüßlis

Bulli
"Hummelneuling" und Experiment Fienchen 17.07.2016 18:30

Hallo Doris,

also die Worte "Hummelneuling" und Experiment in Kombination lassen bei mir irgendwie alle Alarmglocken schrillen!!!
Über Hummelliebhaber die auch praktisch etwas tun wollen, freuen wir uns natürlich immer. Aber als Neuling ist es zum Erfahrungen sammeln tatsächlich besser auf Altbewehrtes zurückzugreifen.
Man kann so einiges falsch machen und dann verendet ein ganzes Volk.

Ich persönlich habe ein bisschen Schwierigkeiten mir Deine Konstrucktion im Detail vorzustellen. Kannst du vielleicht Fotos hier einstellen?

Gruß Bettina

"Hummelneuling" und Experiment Harry 17.07.2016 20:05

Da muss ich Bettina recht geben. Es wurde schon so viel versucht und rumexperimentiert, so dass man dass den Hummeln eigentlich ersparen sollte. Was ich gut finde ist, dass auf einen Vorbau verzichtet wird, denn einen Sinn hat er nicht. Nicht gut finde ich einen Schlauch der direkt mit leichtem Gefälle in die Nestmulde führt, denn Wasser ist nicht dumm und fließt immer bergab :-) Ein Foto von der Konstruktion wäre bestimmt sehr aufschlussreich.

"Hummelneuling" und Experiment Doris 18.07.2016 14:47

Hallo, ich werde hier mit den Fotos aus Hummelbilder.de mein Glück versuchen und die Bilder hier einstellen.
🖼 Bild nicht mehr verfügbar (ehemals: „[img:http://www.hummelfoto.de/privat/thumbs/Doris-img-0722.jpg“)]
🖼 Bild nicht mehr verfügbar (ehemals: „[img:http://www.hummelfoto.de/privat/thumbs/Doris-img-0721.jpg“)]
🖼 Bild nicht mehr verfügbar (ehemals: „[img:http://www.hummelfoto.de/privat/thumbs/Doris-img-0719.jpg“)]
🖼 Bild nicht mehr verfügbar (ehemals: „[img:http://www.hummelfoto.de/privat/thumbs/Doris-img-0717.jpg“)]
🖼 Bild nicht mehr verfügbar (ehemals: „[img:http://www.hummelfoto.de/privat/thumbs/Doris-img-0716.jpg“)]
🖼 Bild nicht mehr verfügbar (ehemals: „[img:http://www.hummelfoto.de/privat/thumbs/Doris-img-0718.jpg“)]
🖼 Bild nicht mehr verfügbar (ehemals: „[img:http://www.hummelfoto.de/privat/thumbs/Doris-img-0715.jpg“)]
Ich hoffe, dass die Bilder selbsterklärend sind.
LG Doris

Da muss ich Bettina recht geben. Es wurde schon so viel versucht und rumexperimentiert, so dass man dass den Hummeln eigentlich ersparen sollte. Was ich gut finde ist, dass auf einen Vorbau verzichtet wird, denn einen Sinn hat er nicht. Nicht gut finde ich einen Schlauch der direkt mit leichtem Gefälle in die Nestmulde führt, denn Wasser ist nicht dumm und fließt immer bergab :-) Ein Foto von der Konstruktion wäre bestimmt sehr aufschlussreich.
"Hummelneuling" und Experiment Christian 18.07.2016 15:50

Ja das ist schon besser. Seh schon, Du bist ne Bastelkönigin, ich brings nur zu gezimmerten Holzkästen, die ich unter Dach stellen muss.
Hab heut morgen nen größeren post geschrieben, das hat aber nicht funktioniert.

Nur wegen Schimmel: Wenn kleiner Hummelvölker einziehen, dann dürfte es kein Problem geben.
Einmal hatte ich bei nem großen Erdhummelvolk regelrechte Pilzfäden an der Schweglerwand. Da wurde hier im Forum beruhigt: "Denk Dir nichts, die Hummeln kommen damit zurecht." So wars dann auch. Einmal hab ich da die Streu erneuert ansonsten kein Problem.

Allerdings koten Erdhummeln oft extrem stark ein. Wirds beim Schwegler zuviel läuft das vorne heraus. Glaub dem hast Du vorgebeugt, dass Du unten Löcher reingebohrt hast, oder?

Viel Erfolg im nächsten Jahr.

"Hummelneuling" und Experiment Harry 19.07.2016 07:47

Die aufwendige Konstruktion sieht auf den ersten Blick recht gut aus. Ich hoffe es bleibt alles formstabil und die Lüftung erfüllt die gewünschte Funktion. Befindet sich der Eingang am endgültigen Standort auf Erdniveau, oder wird der Nistkasten so hingestellt?

"Hummelneuling" und Experiment Roland 19.07.2016 09:17
Die aufwendige Konstruktion sieht auf den ersten Blick recht gut aus. Ich hoffe es bleibt alles formstabil und die Lüftung erfüllt die gewünschte Funktion. Befindet sich der Eingang am endgültigen Standort auf Erdniveau, oder wird der Nistkasten so hingestellt?

Hallo,
ich finde, daß die Landefläche bei der Hummelklappe auf jeden Fall zu klein ausfällt.

Grüße

"Hummelneuling" und Experiment Doris 19.07.2016 15:45

Hallo, meine Idee ist, nach diesem Muster 4 Kästen zu bauen, die so auf dem Erdboden stehen sollten. Der Einlauf befindet sich im unteren Drittel des Kastens. Unter die Hummelklappe wird noch ein kleiner "Landeplatz" aus Borke befestigt. Basteln ist mein Hobby, daher die aufwänige Arbeit. Habe Zuhause eine kleine Werkstatt mit den entspr. Arbeitsgeräten.
Viele Grüße

ck recht gut aus. Ich hoffe es bleibt alles formstabil und die Lüftung erfüllt die gewünschte Funktion. Befindet sich der Eingang am endgültigen Standort auf Erdniveau, oder wird der Nistkasten so hingestellt?

"Hummelneuling" und Experiment - Aw Teil 1 Bulli 20.07.2016 00:46

Hallo Doris,

Dein Nistkasten erinnert mich an den Nistkasten von Gerald Gebsattel.

Zum Thema Feuchtigkeit und Schwitzwasser gibt es gute Ausarbeitungen für Übersee-Container.
Dein Kunststoffkasten ist mit einem Container gut vergleichbar. Es sind beides Materialien, die Wärme und Kälte schnell leiten. Gebsattel hatte damals mit Isolierschaumplatten versucht die Wärmemengendurchlässigkeit zu reduzieren, damit Kondensation langsamer abläuft, wenn es dazu kommt, was der Lüftung die Möglichkeit gibt diesen Zustand durch Luftaustausch zu entschärfen.

Leider kann man beim Hummelnistkasten die Lüftung nicht kontrollieren. Mal fließt viel Luft, mal wenig Luft und dies tritt nicht zeitgleich mit Kondensationsereignissen auf.
Darum haben Börner und die von Hangen Brüder und viele andere auf Holz gesetzt. Holz hat die Fähigkeit Luftfeuchte zu reduzieren, indem es bei steigender Luftfeuchte der Umgebung Feuchtigkeit entzieht, wodurch das Material selber feuchter wird. Ebenso funktioniert das bei Porenbetonsteinen oder Holzbeton. Dabei wird durch einen Außenanstrich verhindert, dass die Feuchtigkeit der Außenluft aufgenommen wird. Zum Innenraum muss das Material aufnahmefähig sein.
Wichtig dabei ist aber, dass die Luftfeuchte nicht zu schnell ansteigt und dass die Lüftung so gut ist, dass der Feuchtigkteitsspeicher die Feuchte wieder abgeben kann. Also bei Windstille (überwiegend Nachts) speichern und bei Wind (überwiegend tagsüber) abgeben. Da passt es, dass in der Nacht außerhalb des Nistkastens durchschnittlich hohe Luftfeuchten erreicht werden und tagsüber durchschnittlich weniger Luftfeuchte herrscht.

Deine Plastikwanne wird schnell abkühlen und wieder wärmer werden. Nachts wird Wasser kondensieren. Durch die Abzugslöcher im Boden wird sie einen Teil der Feuchtigkeit schnell los, wenn sie in Mengen auftritt. Aber schon eine Staubschicht führt dazu, dass sich die Feuchtigkeit auf dem Boden verteilt, anstatt durch die Drainagelöcher abzufließen. Ich rechne mit 3 mm dicker Wasserschicht, bevor es durch die Drainage tropft. Darum würde ich den Boden ein wenig mit einer Heißluftpistole nach oben wölben und die Abzugslöcher in den dadurch entstehenden umlaufenden "Graben" bohren. Am besten in jede Ecke eines. Dann sammelt sich nicht so viel Wasser, bevor es raus läuft.
Ein Tipp zu den Löchern. Man kann sie von außen mit Metallgitter verschließen. Am besten das Metallgitter in das Plastik einschmelzen. Also zurechtschneiden, silikoniertes Backpapier (maximal 220 Grad) auflegen und mit einem Bügeleisen so lange erhitzen, bis das Gitter in das Plastik einsinkt. Nach dem abkühlen kann man Backpapier abnehmen. Wenn du das machst, können die Löcher auch ruhig 4 mm Durchmesser o. ä. haben.
Wenn in den Kisten Drainagelöcher sind, sollte man sie nicht mehr als teilversenkten Nistkasten nehmen. Die Abzugslöcher verhindern, dass man den Kasten in die Erde eingraben kann, denn bei Starkregen kann von unten Wasser in den Kasten drücken.

"Hummelneuling" und Experiment - Aw Teil 2 Bulli 20.07.2016 00:48

Teil 2

Mir macht der Pappkarton ein wenig Sorgen, weil er sich an den großen Flächen (vorn und hinten) wölben könnte und dann ist kein Luftaustausch an den Seiten. Das heißt, die Pappkartonwand hat dann die gleiche Temperatur wie die Außenwand. Und das darf nicht sein. Kondensation sollte nur an der Außenwand stattfinden.
In deinem Falle ist die Luftzirkulation um den Karton schon etwas niedrig, darum würde ich auf jeder Seite 3 Reihen mit je vier Isolierschaumpunkten (4x4 cm oder rund, wenn geht 10 mm oder dicker) an den Wänden befestigen. Ankleben ist bei PE oder PP immer ein wenig problematisch, darum die Klebestellen am Kasten kräftig aufrauen. 60er Schmirgelpapier könnte fast schon zu fein sein. Die Verklebung muss an der Rauheit haften. Die Isolierschaumpunkte an den Kanten zum Pappkarton hin anschrägen, damit der Pappkarton beim hineinstellen und herausnehmen nicht hängen bleibt und sie abreißt. Guter Kleber ist dafür "Baumontagekleber", wenn er auch für außen (hohe Luftfeuchte) geeignet ist. Niedrigtemperatur-Heißkleber (7mm Durchmesser, schmelzen ab ca. 94 Grad Celsius, Arbeitstemperatur ca. 110 Grad C.) müsste auch funktionieren.

"Hummelneuling" und Experiment - Aw Teil 2 Harry 20.07.2016 08:44

Das war sehr ausführlich. Feuchtigkeit im Nest kann der Tod eines Hummelvolkes sein. Der Pappkarton wird viel Feuchtigkeit aufnehmen und dadurch nicht mehr formstabil sein. Ritzen bzw. Öffnungen werden entstehen und den Wachsmotten das Eindringen erleichtern.

Serverfehler " 'PRIMARY' filegroup is full " Bulli 20.07.2016 01:01

Nach der Fehlermeldung, die nach "Beitrag absenden" erscheint, müssen Dateien vom Server gelöscht werden.
Vielleicht auch Beiträge des Forums.
Hoffe, dass es auch in Zukunft hier eine Anlaufstelle gibt.