Beiträge aus 2016

Zwischenstand Ende Mai Harald 30.05.2016 10:03

Hallo Zusammen,

möchte mal eine Zwischenstand durchgeben von meinen 5 verbliebenen Königinnen:

Baumhummelvolk gedeiht prächtig, 3 Generation Arbeiterinnen da - 4 Wächterinnen am Eingang!
Gartenhummelvolk wächst auch stetig, 2 Generation Arbeiterinnen da.
Steinhummelvolk ist etwas hinterher, sehr wenig Flugbetrieb aber bei Nestkontrolle(versuch) lautes Summgeräusch.
Waldhummel sehr wenig los, Nestkontrolle nur zwei Stockhummeln vorhanden und vielleicht höchstens 2 Sammlerinnen, eine tote Arbeiterin lag im Nest. Füttere mit Zuckerwasser zu das angenommen wird.
Ackerhummel hat auch einige Sammlerinnen, mehr Flugbetrieb wie Wald und Steinhummeln.

Wildes Steinhummelvolk gedeiht auch prächtig, bei wildem Wiesenhummelvolk sehe ich keinen Flugbetrieb mehr!

Sonst sehe ich in meinem Garten fast keine Hummelarbeiterinnen ab und zu noch eine Ackerhummelkönigin.

Mittlerweile blüht bei mir das Phacelia und hier konnte ich am Wochenende keine einzige Hummel entdecken, letztes Jahr waren hier viele Wiesen und Erdhummeln!

Ich hoffe sehr es bleiben nicht alle aus - am Sonntag hatten wir wieder viel viel Regen!

Mfg Harald

Hummeln in der Garage Ines 04.06.2016 00:51

Hallo zusammen,

vor ein paar Wochen habe ich die erste Hummel auf dem Boden meiner Garage vorgefunden und mich darüber gefreut, da ich dachte, dass sie dort vielleicht überwintert hat. Vor ein paar Tagen waren es dann drei, was ja auch noch okay gewesen wäre, denn normalerweise tun sie einem ja nichts. Heute waren es dann allerdings schon ca. sieben. Da ich ein Kind von einem Jahr habe, dass ich morgens in der Garage ins Auto setze, um es in die Kita zu fahren, mache ich mir nun schon meine Gedanken, da die Garage sehr eng ist und die Hummeln sich zumeist auf dem Boden aufhalten, wo ich auf sie treten könnte.
Könnt Ihr mir einen Ratschlag geben? Es scheint ja irgendwo ein Nest zu geben, wie viele Hummeln gibt es in einem Volk und wann würden sie weiterziehen? Kann man sie auch umsiedeln?

Vielen Dank!

Hummeln in der Garage Fienchen 04.06.2016 18:01

Hallo Ines,

kannst du die Hummeln beschreiben? Denn von der Art hängt vieles ab (zu erwartende Volksstärke, Friedlichkeit oder wann mit dem Absterben des Volkes zu rechnen sein könnte, vielleicht sinds auch gar keine Hummeln)
Für die Beschreibung: welche Farbe hat der "Po"? Haben die Hummis gelbe Streifen? Falls "Ja", wieviele?
Grundsätzlich würde ich sagen, dass ein weiteres Nutzen der Garage kein Problem darstellt. Solange du nicht direkt an das Nest kommst, bleiben eigentlich alle Hummelarten (ausser vielleicht der Baumhummel) total entspannt.

Gruß Bettina

Hummeln in der Garage Ines 04.06.2016 22:05

Hallo Bettina,

ich habe gerade nochmal nachgesehen. Der Po ist orange, der restliche Körper dunkel/schwarz. Von den Bildern im Internet her könnte es eine Steinhummel sein.

Viele Grüße

Hallo Ines,

kannst du die Hummeln beschreiben? Denn von der Art hängt vieles ab (zu erwartende Volksstärke, Friedlichkeit oder wann mit dem Absterben des Volkes zu rechnen sein könnte, vielleicht sinds auch gar keine Hummeln)
Für die Beschreibung: welche Farbe hat der "Po"? Haben die Hummis gelbe Streifen? Falls "Ja", wieviele?
Grundsätzlich würde ich sagen, dass ein weiteres Nutzen der Garage kein Problem darstellt. Solange du nicht direkt an das Nest kommst, bleiben eigentlich alle Hummelarten (ausser vielleicht der Baumhummel) total entspannt.

Gruß Bettina
Hummeln in der Garage Fienchen 05.06.2016 18:01

Hallo Ines,

Bias hat es schon gesagt, hört sich nach Steinhummel an. Also Entwarnung. Steinhummelvölker kenne ich nur friedlich! Könnte das Nest unter dem Fußboden sein? Das würde vielleicht erklären, weshalb sie dort manchmal sitzen.
Meine ganz persönliche Einstellung ist: ein Naturnest benötigt grunndsätzlich keine Eingriffe durch den Menschen! Du kannst also ganz entspannt das Ganze beobachten. Eine Umsiedlung ist nicht notwendig.
Steinhummelvölker sind derzeit noch im Aufwachsen was die Volksstärke angeht. Können also noch mehr werden > aber wie gesagt: alles friedlich.
Das Beste, was einem Hummelvolk passieren kann, ist, nach Entdeckung einfach in Ruhe gelassen zu werden. Du hast es richtig gemacht und Dich als erstes informiert!!!
Viele Leute fangen sicher aus Unkenntnis an, es dem Volk schwer zu machen, bzw. es zu vernichten.

Gruß Bettina

Hummeln in der Garage Bias 05.06.2016 10:05

Hallo Ines,
was genau meinst Du mit "am Boden ... vorgefunden"? Wirken sie entkräftet? Was genau machen sie da? Es kann auch durchaus sein, dass sie sich verflogen haben. Manche Räume scheinen eine magnetische Wirkung auf Hummeln zu haben. Im Schuppen bei uns befindet sich auf der Südseite eine Tür. Lässt man diese nachmittags offen, fliegen häufig Hummeln hinein und wählen beim Versuch wieder raus zu fliegen gelegentlich die falsche Lichtquelle. Sie sitzen dann neben der Tür am Glasbausteinfenster.

Selbst wenn sie bei Dir in der Garage nisten, musst Du um Dein Kind keine Gedanken machen! Höchstens wenn es sich auf eine Hummel setzt, besteht die Möglichkeit eines Stichs. Selbst wenn sich eine Hummel bedroht fühlt, erhöht sie die Eskalationsstufe nur langsam. Vom Heben der mittleren Beine über lauter werdendes Summen bis hin zum auf den Rücken Legen und mit dem Hinterteil wackeln vergeht viel Zeit. Dass mehrere Hummeln stechen, ist nahezu unmöglich. Hummel haben anders als Wespen&Co nicht die Kraft den Stachel durch so harte Materialien, wie die menschliche Haut zu stoßen. Daher legen sie sich, wenn die sich angegriffen werden, auch auf den Rücken sodass sich ein möglicher Gegner sich quasi selber gegen den Stachel drückt. Wie Bettina schon geschrieben hat, sind lediglich Baumhummeln für ein territoriales Verteidigungsverhalten bekannt. Auch die dunkle Erdhummel wird gelegentlich zu den "agressiveren" Arten gezählt. Bei meinen im Hummelhaus kann ich trotzdem stichfrei, das Nest öffnen und mir die Waben anschauen. Wir sprechen hier von Agressivitätsabstufungen auf einer Skala zwischen Siddhartha Gautama und Gandhi.^^ Sollten Allergien gegen das Gift von Bienen&Co in Deiner Familie stark verbreitet sein, musst Du natürlich vorsichtiger sein.

Gruß
Tobias

Hallo zusammen,

vor ein paar Wochen habe ich die erste Hummel auf dem Boden meiner Garage vorgefunden und mich darüber gefreut, da ich dachte, dass sie dort vielleicht überwintert hat. Vor ein paar Tagen waren es dann drei, was ja auch noch okay gewesen wäre, denn normalerweise tun sie einem ja nichts. Heute waren es dann allerdings schon ca. sieben. Da ich ein Kind von einem Jahr habe, dass ich morgens in der Garage ins Auto setze, um es in die Kita zu fahren, mache ich mir nun schon meine Gedanken, da die Garage sehr eng ist und die Hummeln sich zumeist auf dem Boden aufhalten, wo ich auf sie treten könnte.
Könnt Ihr mir einen Ratschlag geben? Es scheint ja irgendwo ein Nest zu geben, wie viele Hummeln gibt es in einem Volk und wann würden sie weiterziehen? Kann man sie auch umsiedeln?

Vielen Dank!
Eindringling Niko 05.06.2016 13:08

Hallo,
Ich bin ein regelmässiger Leser im Forum. Nach mehreren Jahren wurde mein Hummelkasten erstmals bezogen- und schon gibt's Fragen...
Bezogen wurde der Kasten durch eine Wiesenhummel, witterungsbedingt nimmt die Volksstärke nur langsam zu. Immerhin lassen sich an der Größe mindestens zwei Arbeiterinnen-Generationen unterscheiden. Seit einigen Tagen habe ich jetzt mehrfach beobachtet, dass eine Hummel, von der Färbung her eine schlank geratene Erhummel, in den Kasten krabbelt. Ob es sich jeweils um das gleiche Individuum handelt kann ich natürlich nicht sagen.
Um was handelt es sich - Kuckuk? Räuberei?? Derartiges habe ich bislang noch nicht gelesen.

Viele Grüße
Niko

Eindringling Bulli 05.06.2016 22:44

Hallo Niko,

es könnte sich um eine Erdhummel-Arbeiterin handeln. In dem Falle wird dem Volk vermutlich der Nektar gestohlen. Wenn sie beim Verlassen des Nistkastens schlanker aussieht als beim Einflug, kann das daran liegen, dass sich der Hinterleib von viel Nektar gedehnt hat.
Dann könnte es sich lohnen die Wiesenhummeln im Nest mit Zuckerwasser zu füttern, um den abgezweigten Nektar auszugleichen.
Ameisen mögen aber auch Zuckerwasser. Wenn Ameisen ein Problem werden können, dann die Füße des Nistkastens in ein Wasserbad stellen, damit Ameisen nicht ins Nest kommen können.

Als Kuckuck könnte Bombus sylvestris in Frage kommen, aber die Färbung ist nur ähnlich der der Erdhummel.

Viel Glück mit der Saison.

Bulli

Hallo,
Ich bin ein regelmässiger Leser im Forum. Nach mehreren Jahren wurde mein Hummelkasten erstmals bezogen- und schon gibt's Fragen...
Bezogen wurde der Kasten durch eine Wiesenhummel, witterungsbedingt nimmt die Volksstärke nur langsam zu. Immerhin lassen sich an der Größe mindestens zwei Arbeiterinnen-Generationen unterscheiden. Seit einigen Tagen habe ich jetzt mehrfach beobachtet, dass eine Hummel, von der Färbung her eine schlank geratene Erhummel, in den Kasten krabbelt. Ob es sich jeweils um das gleiche Individuum handelt kann ich natürlich nicht sagen.
Um was handelt es sich - Kuckuk? Räuberei?? Derartiges habe ich bislang noch nicht gelesen.

Viele Grüße
Niko
Eindringling Christian 06.06.2016 12:17

Hi Niko,
klingt für mich verdächtig nach dem Kuckuck: Waldkuckuckshummel. Ist recht groß, oder? Öffne mal vorsichtig die Nestkugel und schau drauf.
Dieser Kuckuck tötet die Wirtskönigin nicht ab. Es kommt durchaus noch zu Geschlechtstieren wnn Du ein großes Volk hast. Da Du aber wenig glück mit Ansiedlungen hattest ist für dich natürlich ein Rückkehrer für 2017 interessant. Also überleg mal ob Du den Kuckuck entfernen willst z.B. in 10 km Entfernung aussetzen. Wenn er allerdings schon länger im Nest ist, ist das zu spät.

Erste Jungkönigin der Baumhummel Harald 06.06.2016 08:02

Hallo Zusammen,

am verregneten Wochenende konnte ich schon die erste Jungkönigin bei den Baumhummeln beobachten wie sie
ihren ersten Jungfernflug absolvierte und beim Einfliegen sich tollpatschig an der Klappe anstellte.
Ist sehr früh dieses Jahr, die Ansiedlung begann am 11 April und vier Wochen später die ersten Arbeiterinnen und jetzt schon die ersten Königinnen.
Liegt es am Wetter?
Wie sieht es bei euch aus?
Meine anderen Völker entwickeln sich recht langsam.
Waldhummel recht wenig Flugverkehr, Zuckerwasser wird aber angenommen.
Steinhummeln etwas mehr Flugverkehr, Gartenhummeln entwickeln sich gut aber auch nicht viel Flugverkehr aber es sind schon sehr große Arbeiterinnen.
Ackerhummelvolk noch sehr klein aber gedeiht - nach Nestkontrolle viele verdeckelte Zellen.

Mfg Harald

Erste Jungkönigin der Baumhummel Christian 06.06.2016 12:18

Hi,
hab heuer nur Wiesenhummeln. Da gibts bereits Jungköniginnen was aber normal ist.

Erste Jungkönigin der Baumhummel Fienchen 06.06.2016 15:12

Hallo,

Deine Auswahl an "Arten" ist ja wirklich beneidenswert!

Seit mehreren Tagen fliegen bei meiner Gartenhummel Jungköniginnen. Bei einer Nestkontrolle konnte ich sehen, dass noch mehrere unausgefärbte Exemplare durch Nest wuseln und Brut gibt´s auch noch. Also insgesamt scheinbar etwas längere Geschlechtstiersaison als im vorigen Jahr im gleichen Kasten.
Zudem konnte ich dieses Jahr bei den Gartenhummeln das 1. Mail beobachten, dass mehrere Jungköniginnen sich beim Sammeln beteiligen. Kannte ich zuvor nur aus der Theorie.

Mein Erhummelvol wächst und wächst prächtig. Gestern hab ich hier ersten Larvenauswurf beobachtet. Hier gehts also jetzt auch an die Geschlechtstierbrut.

Mein dritter kasten blieb leider verwaist dieses Jahr. Beim Wegräumen habe ich drinnen eine tote Wiesenhummelkönigin entdeckt. Schade, diese Art hatte ich noch nie.

Vor ein paar Tagen habe ich ein "wildes" Ackerhummelnest im Komposthaufen entdeckt. Dort gibts erst wenige Arbeiterinnen und bis vor 3 Tagen hab ich die Altkönigin noch mit ausfliegen sehen. Ich frage mich, wie die Hummeln es hier schaffen sich die Ameisen vom Leib zu halten auch von Asseln und anderem Getier wimmelt es hier ja nur so.

Viel Erfolg weiterhin!!

Erste Jungkönigin der Baumhummel Harald 06.06.2016 15:44

Hallo,

ja, bin auch froh dass ich trotz 5 Ausfälle immer noch fünf Arten in meinen Kästen habe. Leider vermisse
ich dieses Jahr die humilis, es lies sich keine Rückkehrerin sehen - vermutlich weil sich eine Gartenhummel in dem alten Kasten angesiedelt hat, die leider nach 4 Wochen ausfiel!
Hoffe auf einen erfolgreichen Sommer mit vielen Jungköniginnen vor allem bei der Waldhummel.
Habe noch über meiner Garage in einem alten Vogelkasten ein Wiesenhummelnest dies freut mich auch besonders, was mich hier aber wundert, es sind Feldwespen oben im Kasten und unten die Hummeln und die letzten Tage flog sogar eine Hornisse aus und ein! Bis jetzt friedliches zusammenleben,ob sich die Hornisse ein Hummel schnappt kann ich nicht sagen,...

Auch dir weiterhin viel Erfolg.

Freundliche Grüße aus Oberschwaben

Hallo,

Deine Auswahl an "Arten" ist ja wirklich beneidenswert!

Seit mehreren Tagen fliegen bei meiner Gartenhummel Jungköniginnen. Bei einer Nestkontrolle konnte ich sehen, dass noch mehrere unausgefärbte Exemplare durch Nest wuseln und Brut gibt´s auch noch. Also insgesamt scheinbar etwas längere Geschlechtstiersaison als im vorigen Jahr im gleichen Kasten.
Zudem konnte ich dieses Jahr bei den Gartenhummeln das 1. Mail beobachten, dass mehrere Jungköniginnen sich beim Sammeln beteiligen. Kannte ich zuvor nur aus der Theorie.

Mein Erhummelvol wächst und wächst prächtig. Gestern hab ich hier ersten Larvenauswurf beobachtet. Hier gehts also jetzt auch an die Geschlechtstierbrut.

Mein dritter kasten blieb leider verwaist dieses Jahr. Beim Wegräumen habe ich drinnen eine tote Wiesenhummelkönigin entdeckt. Schade, diese Art hatte ich noch nie.

Vor ein paar Tagen habe ich ein "wildes" Ackerhummelnest im Komposthaufen entdeckt. Dort gibts erst wenige Arbeiterinnen und bis vor 3 Tagen hab ich die Altkönigin noch mit ausfliegen sehen. Ich frage mich, wie die Hummeln es hier schaffen sich die Ameisen vom Leib zu halten auch von Asseln und anderem Getier wimmelt es hier ja nur so.

Viel Erfolg weiterhin!!
Ackerhummel entfernt Larve aus dem Nest Mr. Bumblebee 09.06.2016 20:47

Liebe Hummelfreunde,

gestern hab ich durch Zufall festgestellt, dass doch mein zweites Hummelhaus noch besiedelt wurde. Nachdem ich mich riesig über ein- und ausfliegende Ackerhummeln (?) gefreut habe, wollte ich heute schnell die Hummelklappe verschliessen. Dabei habe ich beobachtet, wie eine Hummelarbeiterin eine Larve aus dem Nest schleppt. Ich befürchte, dass es sich um eine Wachsmottenlarve handelt.
Was soll ich jetzt am besten tun?
Hier noch der Link: https://youtu.be/eznik0EiWXo

Ackerhummel entfernt Larve aus dem Nest Luca 09.06.2016 21:18
Liebe Hummelfreunde,

gestern hab ich durch Zufall festgestellt, dass doch mein zweites Hummelhaus noch besiedelt wurde. Nachdem ich mich riesig über ein- und ausfliegende Ackerhummeln (?) gefreut habe, wollte ich heute schnell die Hummelklappe verschliessen. Dabei habe ich beobachtet, wie eine Hummelarbeiterin eine Larve aus dem Nest schleppt. Ich befürchte, dass es sich um eine Wachsmottenlarve handelt.
Was soll ich jetzt am besten tun?
Hier noch der Link: https://youtu.be/eznik0EiWXo

Das ist gar kein Problem. Die Ackerhummel schleppt eine Hummellarve aus dem Kasten. Wenn das nicht zur Regel wird, dann besteht kein Grund zur Sorge. Larvenrausschmiss ist häufig nach schlechtem Wetter zu beobachten, und wenn später die Jungköniginnen heran gezogen werden.

Ackerhummel entfernt Larve aus dem Nest Mr. Bumblebee 09.06.2016 22:49
Das ist gar kein Problem. Die Ackerhummel schleppt eine Hummellarve aus dem Kasten. Wenn das nicht zur >Regel wird, dann besteht kein Grund zur Sorge. Larvenrausschmiss ist häufig nach schlechtem Wetter zu >beobachten, und wenn später die Jungköniginnen heran gezogen werden.

Danke für die schnelle Antwort. Das ist gut, dann muss ich mir keine Sorgen machen!

Erdhummel Jungkönigin aufgetaucht Harald 10.06.2016 08:50

Hallo Zusammen,

gestern Abend war ich noch in meinem Garten aktiv und konnte eine erste Erdhummel Jungkönigin an meiner Phacelia entdecken. War definitiv eine Jungkönigin, da die Farben richtig leuchtend und satt waren. (Ein richtig dickes Ding)
Ist das nicht etwas früh?
Letztes Jahr waren viel mehr Erdhummel in meinem Garten als dieses Jahr - relativ wenige Erdhummelarbeiterinnen an meiner Phacelia - teilweise noch recht kleine, daher viel die Königin auf!
Meine Völker entwickeln sich gut, sehr viel verdeckelte Brut - noch keine Wachsmotten in Sicht.
Gruß Harald

tote Hummeln - HILFE benötigt happyfan 14.06.2016 21:49

Hallo, bin erst seit diesem Jahr eifrig dabei, Hummeln im Garten anzusiedeln. Habe in meinen Kästen im März 3 Hummelköniginnen eingesetzt.klappt wunderbar. Diese haben schon fleißig für Nachwuchs gesorgt. Nach mehrmaliger Kontrolle bzgl. Wachmotten (nicht eine in den Kästen) habe ich vor einiger Zeit einem Tripol-Kasten mit 3 Zuchtvölkern Asyl gegeben. Zum Thema Zuchtvölker kann man sicherlich geteilter Meinung sein, aber die Tiere taten mir einfach leid und den Vorbesitzer gibt es leider nicht mehr. Auch bei diesem Kasten habe ich regelmäßig mitkontrolliert. Auch kein Befall. An den Fluglöchern sitzen Tag und Nacht "Wachposten" - ulkig sieht das schon aus. Derzeit ist schlechtes Wetter. Wir wohnen glücklicherweise auf dem platten Land. Viele haben Gärten und große landwirtschaftliche Flächen (direkt nebenan) sind vorhanden, viele mit Trachtpflanzen bzw. auch Brachflächen. Blühende Büsche und Bäume runden das Futterangebot ab. Aufgrund der vielen Hummeln füttere ich auch Zuckerlösung aus 4 Spendern zu. Bei dem Tripolkasten habe ich festgestellt, dass seit kurzer Zeit auch einige Tier außerhalb des Nistkastens, jedoch noch im Karton leben. Und nun zu meinem Problem. Täglich finde ich im Gras vor den Kästen schwache Tiere, meiner Meinung nach Jungköniginnen, vor. Futter jedweder Art nehmen sie nicht an. Später liegen sie dann fast tot im Gras und verenden dann. Es zerreißt mir das Herz, das mitanzusehen Dass es junge Königinnen sein könnten, vermute ich nur anhand der Größe von 23-28 mm- so richtge schöne Tiere. Nun bin ich ratlos. Mir ist schon bekannt, dass ein Hummelvolk bis auf die jungen Königinnen den Winter nicht erlebt, aber dass gerade diese verenden macht mich ratlos. Übrigens: In den 3 normalen Hummelkästen ist je 1 Volk mit geschätzt 120-150 Hummeln. Im Tripol-Kasten sind 3 Völker mit je ca. 350 -400 Tieren. Drohen sind auch fleißig-konnte ich im Gras beobachten. Da ich ein "Hummel-Neuling" bin, brauche ich jetzt den Rat erfahrener Hummelfreaks.

tote Hummeln - HILFE benötigt Christian 15.06.2016 09:32

Ganz schwer zu sagen was da vorliegt.
2010 hatte ich ein sehr großes Erdhummelvolk, 1000 Individuen mit sehr vielen Jungköniginnen. Im Laufe des Juli fand ich immer wieder tote Jungköniginnen im Gras, oder unter Ästen. Kein FDV, die konnten einfach nicht fliegen. Hab ich ganz selten, Jungköniginnen die zu groß sind und nicht abheben können. Allerdings sind die sehr lebendig.
Eine Krankheit? Ein Virus? Vielleicht weil es Zuchthummeln sind. Aber da kann ich auch nur spekulieren.

tote Hummeln - HILFE benötigt happyfan 16.06.2016 13:10
Ganz schwer zu sagen was da vorliegt.
2010 hatte ich ein sehr großes Erdhummelvolk, 1000 Individuen mit sehr vielen Jungköniginnen. Im Laufe des Juli fand ich immer wieder tote Jungköniginnen im Gras, oder unter Ästen. Kein FDV, die konnten einfach nicht fliegen. Hab ich ganz selten, Jungköniginnen die zu groß sind und nicht abheben können. Allerdings sind die sehr lebendig.
Eine Krankheit? Ein Virus? Vielleicht weil es Zuchthummeln sind. Aber da kann ich auch nur spekulieren.

Hallo,ich bin auch wirklich ratlos. Meine eigene Spekulation wäre, dass einfach viel zu viele Königinnen geschlüpft sind und die Arbeiterinnen kriegen nicht alle satt. Ich habe mir eine kunterbunte Futterstation gebaut, weil ich an den Piatherm-Nistkästen nichts befestigen wollte und alle Tiere zur "Theke" kommen sollen. Ich bin der Meinung, dass es so leichter ist, die Ameisen unter Kontrolle zu halten. Jetzt habe ich daran seit 2 Tagen statt 2 nunmehr 4 Laborgläser vom "Hummelhaus" angeschraubt. Der Thresen ist immer dicht umlagert. Und gestern und auch heute habe ich noch keine Jungkönigin im Gras vorgefunden. Ich konnte noch nicht beobachten, zu welchem Volk die trinkenden Hummeln gehören, da sie sofort nach dem Abheben von der Tränke in die darüber hängenden Zweige unserer Schatten spendenden Koniferenhecke verschwinden. Ich nehme an, dass sie sich dort die Beine, Fühler o.ä. vom Zucker abputzen? Ich habe auch beobachtet, dass einige Hummeln, auch Jungköniginnen, nicht in das Einflugloch des Zuchtkastens klettern sondern sie verschwinden zwischen der Kartonwand und dem eigentlichen Tripol Nistkasten. Es waren schon viele Drohnen mit jungen Königinnen beschäftigt, so dass die Völker eigentlich ihre Aufgabe erfüllt haben. Aber das Sterben der Jungtiere gibt tatsächlich Rätsel auf. LG

tote Hummeln - HILFE benötigt Bulli 23.06.2016 21:12

Hallo happyfan,

deine Fotos von der Futterstation habe ich auf hummelfoto gefunden.

Zu deinen Fragen kann ich auch nicht so direkt antworten.

Hummelköniginnen verlassen anscheinend nicht kontinuierlich das Nest, sondern bevorzugen bestimmte Wetterlagen. Wenn zwei Tage keine Hummelkönigin vor den Nistkästen liegt, kann es daran liegen.
Manchmal werden die Königinnen von den Arbeiterinnen aus dem Nest hinaus "gebissen". Es könnte dabei auch mal was am Flugmechanismus bzw. etwas an den Flügeln kaputt gehen. Das habe ich irgendwo mal gelesen.

Aufgrund der vielen Hummeln füttere ich auch Zuckerlösung aus 4 Spendern zu.

Jeder Spender fasst 70 ml. Ein Volk Erdhummeln von Koppert hat einen Tagesverbrauch unter Laborbedingungen (ohne Auflug ins Freiland) von 10ml bis 25ml Zuckerlösung mit durchschnittlich 30 % Zuckeranteil. Alles darüber führte zur Einlagerung des Zuckerwassers.
So wie du schriebst, sind es wohl eher Fremdnester, die sich das Zuckerwasser an der Tränke abholen. Manchmal krabbeln Hummeln auch hier in die Thuja-Hecke. Aber eher selten. Keine Ahnung, was die da suchen. Bei Dir scheint es aber eher so zu sein, dass sie sich kurz ausruhen müssen, weil sie zu viel Zuckerwasser gespeichert haben. Dadurch können sie nicht schnell genug aufsteigen. Meistens reiben sie sich ihr Abdomen ausgiebig und koten den letzten Rest aus dem Darm, damit sie leichter werden. Du müsstest noch ein bisschen ausführlicher beobachten, aber ich glaube die kommen alle aus Fremdnestern, die jenseits der Hecke zu finden sind.
Es gibt Hummelarten, die sammeln nicht in direkter Nähe zum Nest, weil sie keine Fressfeinde auf das Nest aufmerksam machen wollen. Dazu gehört meiner Erinnerung nach auch die Erdhummel. Somit würde es mich nicht wundern, wenn keine oder kaum eine Hummel aus dem Tripol-Kasten an der Tränke nascht.
Je nach Kultur bekommen die Tripol-Kästen unterschiedlich viel Zuckerwasser mit auf den Weg. So kann es sein, dass die Tanks in dem Kasten schon leer sind, müssen aber nicht. Bei Kiwi-Bestäubung bekommen sie die größte Menge mit.
Bei Fremdnestern könnte die Zuckerlösung je nach Zuckergehalt eine Massenansammlung von Ameisen im Hummelnest auslösen. Ameisen in Massen beißen alles, was in der Nähe der Nektartöpfchen ist. Somit könnten Massenansammlungen von Ameisen die Brutversorgung stören.
Bei zu viel eingelagertem Zuckerwasser denke ich, dass die Erdhummeln bis zum Ende der Saison (geschätzt 2-3 Wochen) es nicht mehr aufbrauchen werden. Dadurch wird es verschimmeln und ich weiß nicht, welche der Tiere, die Naturnester über den Winter zerlegen/verzehren, auch verschimmeltes Zuckerwasser risikofrei aufnehmen können. Im nächsten Jahr wird eine Hummelkönigin vielleicht das Naturnest neu besiedeln wollen.
Wenn du gezielt die Tripol-Kästen unterstützen willst, kannst du Gefäße direkt in den Kasten hinein stellen oder von außen ein kleines Anflugbrett dran machen. Im Prinzip brauchst du nur ein Stück Plastik ( ca. 3 x 9 cm) von einer Blister-Verpackung zu einem Haken zu biegen ( um 180 Grad, Seiten 2 cm und 7 cm). Kunststoffhaken mit der Biegestelle nach oben halten. An den kürzeren Teil zwei Legosteine (2 Stück je 4x2 Nippel) seitlich mit Tesafilm ankleben, mit der Öffnung nach oben. Dann befüllen und den längeren Teil des Plastikstreifens von außen unterhalb der Einfluglöcher zwischen Kunststoff/Pappe und Styropor/Plastikinnenkasten stecken. So bekommt der Kasten ein Anflugbrett und eine Möglichkeit der Zufütterung. Jetzt müssen die Hummeln nur noch kapieren nicht in die Legosteine zu koten. Wenn sie nur in einen Stein Koten, dann kann man den anderen nachfüllen.

Bei dem Tripolkasten habe ich festgestellt, dass seit kurzer Zeit auch
einige Tier außerhalb des Nistkastens, jedoch noch im Karton leben.

Das kann bedeuten, dass es im Nistkasten zu heiß ist oder dass die Hummeln ihr Lebensende erwarten.
Ersteres wäre leicht zu erklären. Selbst im Vollschatten kann durch Reflektion noch jede Menge Wärmeenergie ankommen die das Nest aufheizt (Temperaturschwelle: 29 Grad Celsius im Nest). Dann besteht noch keine Gefahr, aber die Hummeln sammeln weniger und versuchen zu kühlen.
Im Sommer sollte auf dem Nistkasten eine Styroporplatte liegen (Sonnenschutz und Wärmestrahlungsschutz von oben). An den Stellen, an denen die Schieber hoch stehen, ein Loch schneiden. Mit einem Stein beschweren. Außerdem kann hohes Gras ober Blumen drum herum stehen, um die seitliche Wärmestrahlung aufzufangen. Ziegelsteine oder Bretter mit ein wenig Abstand zum Kasten tun's auch. Wichtig ist auch, dass die Kiste nicht die Kälte des Bodens mit bekommt (Schwitzwasser, Schimmel). Solche Veränderungen aber immer erst in der Dunkelheit vornehmen. Und vielleicht nicht alles auf einmal ändern.

Vielleicht sind die Fragen zu ausführlich behandelt ... sacken lassen.

Viele Grüße

Bulli

Wachsmotten Achim Böhmer 18.06.2016 09:49

Ich habe ein Erdhummelvoik in meinen Hummelkasten. Hat jemand gesehen,dass von den Hummeln Wachsmotten
Larven,bzw Maden und Puppen aus dem Nest geworfen wurden? Vor dem Kasten sehe ich an einigen Tagen sehr
viele Puppen und Maden am Boden liegen.
Wer hat von anderen Hummel Freunden schon so etwas bemerkt?

Wachsmotten Christian 19.06.2016 09:17

Vermute, dass es Fleischfliegenlarven sind. Die verlassen durchaus den Kasten um sich zu verpuppen. Es sind Maden, richtig? Wachsmottenlarven haben Beine und verpuppen sich gemeinsam in einen Kokon an der Decke des Kastens.
Vermutlich hast du eine Kryptarum Erdhummel, die ist hier besonders anfällig. Versuche bitte, die Maden abzutöten. Nen anderen Schutz gibt es nicht. Allerdings scheint diese Hummelart trotz des oft massiven Befalls nicht im Bestand gefährdet zu sein.

Unangenehmer Geruch im Kasten Bias 23.06.2016 08:17

Hallo zusammen,
lange nichts gepostet fällt mir auf. Mein Erdhummelvolk entwickelt sich gut! Bisher konnte ich zwar noch keine Drohnen oder Jungköniginnen entdecken, aber es ist ein ständiges Ein- und Ausgehen(obwohl irgendwie keine mehr mit gelben Hosen zurückkehrt?). Seit zwei Tagen schleppen sie Teile des Kleintierstreus in den Vorbau. Da hätte ich mir ja erstmal nichts bei gedacht, aber als ich heute morgen mal in den Vorbau guckte war ein ziemlich unangenehmer Geruch wahrzunehmen. Ziemlich sicher kein Verwesungsgeruch, aber deutlich wahrzunehmen und nicht gerade lecker. Was kann das sein? Letzten Freitag hatte ich den Kasten mal geöffnet habe mich jedoch nicht durch das Kapok nach unten vorgearbeitet – ich war schlichtweg erschlagen von der Anzahl der aufdrehenden Hummeln und habe alles wieder zu gemacht.

Wisst Ihr woher der Geruch kommen kann?

PS: Falls Ihr vorschlagt, den Kasten von innen genauer zu untersuchen, ziehe ich mir lieber die Imkerjacke an^^

Kotecke KiGaZw 23.06.2016 10:58

Hallo!

Das ist normal. Die Hummeln legen eine Kotecke an. Dort "entsorgen" sie auch gerne Feinde oder tote, ausgediente Kolleginnen. Bei einem großen Hummelvolk riecht das wirklich sehr streng, besonders jetzt wo es wärmer wird.

Grüße KiGaZw

Pollenhöschen.de (externer Link, nicht mehr verfügbar)
Hummelfoto.de (externer Link, nicht mehr verfügbar)

Unangenehmer Geruch im Kasten Harry 24.06.2016 18:30

Meistens ist es so, dass Hummelnistkästen nicht richtig belüftet werden und sich dadurch bei dem schwülen Wetter eine Kloake bildet. Oft entsorgen die Hummeln auch ihre eigenen Larven, die es in der Stauwärme eines Nistkasten nicht mehr schaffen. In einem Naturnest (Mausenest) in der Erde herrschen viel bessere klimatische Bedingungen. Beim Nistkastenbau sollte man wenigstens darauf achten, das die Feuchtigkeit durch 2 große Gitter 15 x 10 cm abziehen kann.

Unangenehmer Geruch im Kasten kigazw 24.06.2016 20:05

Hallo Harry!

Das ist natürlich bei sommerlichen Temperaturen ideal. Jedoch bei der Nestgründung (Eisheiligen, Frost) bei Holzkästen genau anders herum. Ich denke bei Deinen Kästen wirkt sich das nicht so aus, weil Dein Nistkastenmaterial ja sehr Wärme isolierend ist.

Ich habe es bei Holzkästen mit einer Laufgangbelüftung gelöst. Dadurch entsteht ein Kamineffekt, ähnlich wie bei Deinen, Jahre lang bewährten Klimaaufsätzen.

Grüße KiGaZw

Unangenehmer Geruch im Kasten Harry 25.06.2016 14:26

Hallo Stefan,

Bei der Nestgründung ist der Nestraum mit einer Matte auf dem Gitter gegen die Kälte (Eisheiligen, Frost) geschützt. Schicke Dir mal ein Bild mit.
[img:http://www.das-hummelhaus.de/wp-content/uploads/2016/06/Klimaturm1.jpg]

Hallo Harry!

Das ist natürlich bei sommerlichen Temperaturen ideal. Jedoch bei der Nestgründung (Eisheiligen, Frost) bei Holzkästen genau anders herum. Ich denke bei Deinen Kästen wirkt sich das nicht so aus, weil Dein Nistkastenmaterial ja sehr Wärme isolierend ist.

Ich habe es bei Holzkästen mit einer Laufgangbelüftung gelöst. Dadurch entsteht ein Kamineffekt, ähnlich wie bei Deinen, Jahre lang bewährten Klimaaufsätzen.

Grüße KiGaZw
Unangenehmer Geruch im Kasten Harry 25.06.2016 14:30

[img:http://www.das-hummelhaus.de/wp-content/uploads/2015/12/Hummelnistkasten-schwarz.jpg]

Ganz schön stabil Harry 25.06.2016 18:00

🖼 Bild nicht mehr verfügbar (ehemals: „[img:http://www.hummelfoto.de/privat/thumbs/HarryAbraham-elias-auf-hummelnistkasten.jpg“)]

Hummel ohne Flügel schoepfer 26.06.2016 20:59

Hallo Zusammen

Bei meinen 4 Kästen ist bei zwei Völkern schon ziemlich viel los. Die anderen beiden Völker sind sich am erholen vom vielen Regen. Heute habe ich bei einem der Kästen eine Hummel ohne Flügel entdeckt. Hattet ihr auch schon mal solche "Missbildungen".

Gruss schoepfer

Hummel ohne Flügel Bulli 26.06.2016 22:30

Hallo schoepfer,

das scheinen die Auswirkungen vom Deformed Wing Virus (DWV) zu sein.

Im August 2004 wurden erstmalig Hummeln eines natürlichen Nestes (Ackerhummel-Arbeiterinnen, Bombus pascuorum) in der Nähe von mehreren Honibienenbeuten gefunden, die Flügeldeformationen vom DWV zeigten.
Wenige Monate vorher waren Königinnen in der eigentlich isoliert ablaufenden kommerziellen Hummelzucht mit verkrüppelten Flügeln gefunden worden. Hummelvermehrung funktioniert u. a. durch das Zusetzen von Honigbienen-Arbeiterinnen zu den Hummelköniginnen, damit diese animiert werden ein Nest zu gründen (einige wollen einfach kein Nest gründen oder übernehmen).

2006 wurde der Nachweis erbracht, dass es sich bei den Ackerhummeln wirklich um den DWV handelt (Genersch et al 2006).
Die Ackerhummeln sollen in Honigbienenbeuten eingedrungen sein, um Honig zu stibitzen und sich so den Virus eingefangen haben. Bei Honigbienen kennt man den Virus schon länger. Aber nur in Verbindung mit der Varoa-Milbe.

Das muss man nicht glauben, weil Hummeln regelmäßig von Honigbienen angesprungen werden, wenn sie es wagen in einer Blüte Nektar zu saugen, bzw gerade Erdhummeln die gleichen Blüten wie die Honigbienen besuchen.

Die Virulenz des DWV ist bei Hummeln höher als bei Honigbienen, weil DWV in Hummelnestern ohne die Varoa-Milbe auskommt.

Viele Grüße

Bulli

Hallo Zusammen

Bei meinen 4 Kästen ist bei zwei Völkern schon ziemlich viel los. Die anderen beiden Völker sind sich am erholen vom vielen Regen. Heute habe ich bei einem der Kästen eine Hummel ohne Flügel entdeckt. Hattet ihr auch schon mal solche "Missbildungen".

Gruss schoepfer
Zwischenstand Ende Juni Harald 27.06.2016 10:37

Hallo Zusammen,

ein kleiner Zwischenbericht:

Baumhummelvolk ist schon über dem Zenit - Jungköniginnen vorhanden, viele Drohnen schwirren um den Kasten.
Gartenhummelvolk womöglich auch auf dem Höhepunkt, da ich auch schon dicke Queens auf dem Kapok sitzen sah.
Steinhummelvolk entwickelt sich prächtig - sehr viel Flugbetrieb, erste Drohne im Kasten entdeckt aber noch keine Jungköniginnen.
Waldhummelvolk entwickelt sich auch sehr gut, letzte Tage immer wieder neue Orientierungsflüge zu beobachten und sehr viel große Brutzellen vorhanden, auch viele Arbeiterinnen im Nest - sehr friedliche Hummeln (wie Ackerhummeln) bei Nestkontrolle, sogar Königin bleibt auf Brutwaben sitzen, schön zu beobachten!
Das Ackerhummelvolk ist noch in der Aufbauphase, auch immer mal wieder Orientierungsflüge zu beobachten aber noch nicht so viel Flugbetrieb. Was schön zu beobachten ist, dass Ackerhummeln Haustürsammler sind, sie fliegen vom Kasten direkt 2m zu meinen Himbeersträucher oder Weigele was jetzt leider am verblühen ist!

Zweites Steinhummelvolk in meiner Garage ist am absterben, sehr wenig Flugbetrieb - aber schon einige Jungköniginnen ausgeflogen!
Womöglich hat dem Nest die heissen Tage nicht so gut getan - meine anderen Völker habe ich mit Kühlakkus und Zuckerlösung (da alle Wiesen abgemäht wurden) geholfen.

Mfg Harald

Zwischenstand Ende Juni Fienchen 01.07.2016 02:52

Hallo,

na das hört sich doch erfolgreich an.

Meine Gartenhummeln sind erfolgreich durch. 5-7 Arbeiterinnen wuseln im Nest noch ein wenig rum.

Bei den Erdhummeln habe ich heute die ersten beiden Jungköniginnen ausfliegen sehen. Das Volk ist auf dem Höhepunkt.

Das Ackerhummelnest im Komposthaufen fiel den Wachsmotten zum Opfer. Da habe ich mit der BT-Behandlung wohl zu lange gezögert.

m.f.G. Bettina

Zwischenstand Ende Juni Christian 02.07.2016 11:16

Hi,
bei mir wars heuer fast nix. es gab kaum Königinnen im Frühjahr.
Zwei Wiesenhummelvölker sind durch. Leider sind etliche volle Kokons im Nest verblieben.
Die Gartenhummelkönigin wurde von ner Baumhummel abgestochen. Die Okkupantin ist noch mit zwei Gartenhummeln im Nest, aber es kam nie zu Baumhummelnachwuchs. So stirbt das Volk ohne Geschlechtstiere zu erzeugen.
Im Garten gabs aber soviele Hummeln wie nie zuvor. Klar, jetzt fliegt alles zu den Linden. Aber insgesamt ist es doch ein gutes Hummeljahr, auch wenn bei mir in den Kästen nicht viel los war.

Wachsmotten gabs auch so gut wie keine. Und null Fleischfliegen, alles sehr erfreulich.

Christian

Zwischenstand Ende Juni schoepfer 03.07.2016 17:44
Hi,
bei mir wars heuer fast nix. es gab kaum Königinnen im Frühjahr.
Zwei Wiesenhummelvölker sind durch. Leider sind etliche volle Kokons im Nest verblieben.
Die Gartenhummelkönigin wurde von ner Baumhummel abgestochen. Die Okkupantin ist noch mit zwei Gartenhummeln im Nest, aber es kam nie zu Baumhummelnachwuchs. So stirbt das Volk ohne Geschlechtstiere zu erzeugen.
Im Garten gabs aber soviele Hummeln wie nie zuvor. Klar, jetzt fliegt alles zu den Linden. Aber insgesamt ist es doch ein gutes Hummeljahr, auch wenn bei mir in den Kästen nicht viel los war.

Wachsmotten gabs auch so gut wie keine. Und null Fleischfliegen, alles sehr erfreulich.

Christian

Bei mir ist ein Steinhummelvolk eingegangen. Habe heute mal reingeschaut und nur noch die tote
Königin vorgefunden. Die anderen drei Völker entwickeln sich prächtig.

Gruss schoepfer

Honigbienen im Hummelnest - Fotobeweis nach über 200 Jahren Bulli 29.06.2016 01:56

Hallo Harry,

Danke für dein Foto von dem Erdhummelnest, das von Honigbienen heimgesucht wird.
Darf ich das Foto hier im Thema einbinden?
Welche Umgebung / Welchen Umständen ist das Hummelnest ausgesetzt, die zu der Invasion der Honigbienen geführt haben könnten?

Hallo alle,

tatsächlich freut mich der fotografische Nachweis, weil seit über 200 Jahren niemand mehr von einer Honigbienen-Invasion in einem Hummelnest geschrieben hat. Wenn ich mich irre, bitte korrigiert mich.
Anscheinend gab es bei der kommerziellen Bestäubung schon einen solchen Fall, denn es wird empfohlen Zuchthummeln in 100 m Entfernung von Honigbienenbeuten aufzustellen. Zusätzlich soll ein Sichtschutz da sein, damit die Hummelkästen von den Honigbienenbeuten aus nicht gesehen werden können. Aber Fotos existieren nicht.

Über 200 Jahre sind's her, als Huber (aktiv von 1801 bis 1804) davon berichtete. Später übernahm Brehms Thierleben (Brehm 1884, spätere Ausgaben bis 1927) diese Geschichte als interessante Anekdote zur Friedlichkeit der Hummeln gegenüber den Honigbienen. Huber hatte eine Kiste mit Hummeln unter eine Honigbienenbeute gestellt. Huber erwähnt dabei, dass es in der Zeit zu wenig Nahrung gab (Zu feucht? Zu kühl?Zu wenig Tracht?).
Link 1 (externer Link, nicht mehr verfügbar),
Link 2 (externer Link, nicht mehr verfügbar).

Naja. Friedlichkeit hin oder her. Die Honigbienen plünderten erst die Nektartönnchen, fingen dann die Hummel-Sammlerinnen auf dem Weg ins Nest ab und bedrängten sie, bis die Sammlerinnen den Naktar hochwürgten, der sofort von den Honigbienen im Rüssel-zu-Rüssel-Kontakt aufgesaugt wurde.
Dadurch bekamen die Stockarbeiterinnen und die Königin zu wenig Nektar, mussten wohl selber ausfliegen um sich welchen zu besorgen. Zusätzlich kamen dann noch Wespen dazu, die auch Nektar erbettelten, und nach drei Wochen hatten alle Hummeln das Nest aufgegeben.

Sehr interessant, dass schon am Anfang des 19. Jahrhunderts Entomologen Hummeln in anscheinend gut zu beobachtenden Kisten hielten. Vielleicht waren die Kisten schon mit einer Glasscheibe zur Beobachtung ausgestattet.

Viele Grüße

Bulli

Honigbienen im Hummelnest - Fotobeweis nach über 200 Jahren Mr. Bumblebee 29.06.2016 13:20
Darf ich das Foto hier im Thema einbinden?

Das würde ich auch gerne sehen!

Honigbienen im Hummelnest - Fotobeweis nach über 200 Jahren Mr. Bumblebee 29.06.2016 13:20
Darf ich das Foto hier im Thema einbinden?

Das würde ich auch gerne sehen!

Honigbienen im Hummelnest - Fotobeweis nach über 200 Jahren Bulli 30.06.2016 21:34
Über 200 Jahre sind's her, als Huber (aktiv von 1801 bis 1804) davon berichtete.

Leider hatte ich die Quelle beim falschen Huber vermutet. Die Quelle ist nicht im Aufsatz über Hummeln zu finden, sondern im Standardwerk zu Bienen von Francois Huber. Dieser ist dafür bekannt mit gläsernen Bienenbeuten, die man zusätzlich noch öffnen konnte, die Beobachtungen durchgeführt zu haben.

Damit ist ein Schaunistkasten für das Hummelnest mit Glasscheibe sehr wahrscheinlich.

Francois Huber: "Nouvelles observations sur les abeilles.", in: 2. Band, 2. überarbeitete, korrigierte und stark verbesserte Auflage, J. J. Paschoud, Paris 1814 und Chez le Mème, Genf 1814, Seiten: 373 - 374.
Link zum kompletten Werk (externer Link, nicht mehr verfügbar)

Für eine gute Übersetzung der Textstelle habe ich gerade nicht die Zeit und Google-Translator ... naja ... ich weiß nicht, ob ich es wagen soll oder ob er wieder mal was noch Unverständliches produziert als das französische Original.

Viele Grüße

Bulli

Honigbienen im Hummelnest - Fotobeweis nach über 200 Jahren Harry 13.07.2016 17:57

Ups....sehe gerade welche Aktivitäten das Foto mit den diebischen Honigbienen im Hummelnest ausgelöst hat.
Natürlich kannst du das Foto benutzen. Ich musste das Nest öffnen, da sich eine Wachsmotte glücklich schätzen durfte ein paar Eier abzulegen. Konnte die daraus schlüpfenden Larven mechanisch entfernen und habe das Nest dann mit BT behandelt. In der Zeit des "Ablüften" kamen die Honigbienen um die Hummeln zu bestehlen :-) Schicke noch ein Foto mit Eier legender Wachsmotte mit.
[img:http://www.das-hummelhaus.de/wp-content/uploads/2016/07/Schmetterlinge_15.jpg]

Honigbienen im Hummelnest - Fotobeweis nach über 200 Jahren Bulli 14.07.2016 19:47

Hallo Harry,

tolles Foto von der Legeröhre. Irgendwie ... sehen die Eier wie eine ... Würstchenkette aus.
;-)

Danke, dass du es erlaubst.
🖼 Bild nicht mehr verfügbar (ehemals: „[img:http://www.hummelfoto.de/privat/thumbs/HarryAbraham--mg-2934.jpg“)]

Die Honigbienen kamen in der halben Stunde des Auslüftens einfach vorbei und waren sofort in der Menge im Nest?
Das ging schnell.
Die müssen ja dann durch die Wachsmottenklappe raus sein.

Wie ist die augenblickliche Situation?
Lungern noch Honigbienen um den Nistkasten ... oder schaffen es welche in den Nistkasten?

Ohne Wachsmottenklappe sähe es inzwischen für das Nest bestimmt schlecht aus.

Viele Grüße

Bulli

habe das Nest dann mit BT behandelt.
In der Zeit des "Ablüften" kamen die Honigbienen um die Hummeln zu bestehlen :-)
Honigbienen im Hummelnest - Fotobeweis nach über 200 Jahren Harry 17.07.2016 19:48
Die Honigbienen kamen in der halben Stunde des Auslüftens einfach vorbei und waren sofort in der Menge im Nest?
Das ging schnell.
Die müssen ja dann durch die Wachsmottenklappe raus sein.

Das "Ablüften" habe ich außerhalb des Nistkastens gemacht. D.h. Bei meinem System nimmt man das ganze Nest, incl.
Pappkarton aus dem Kasten, damit man es auch von unten untersuchen kann. Man legt das gesamte Nest auf einen Tisch, damit man vernünftig daran arbeiten kann. Dann hat eine Biene wohl das Nest entdeckt und den anderen bescheid gesagt :-)

Honigbienen im Hummelnest - Fotobeweis nach über 200 Jahren Angelika Leistikow 25.02.2017 17:36
Das "Ablüften" habe ich außerhalb des Nistkastens gemacht. D.h. Bei meinem System nimmt man das ganze Nest, incl.
Pappkarton aus dem Kasten, damit man es auch von unten untersuchen kann. Man legt das gesamte Nest auf einen Tisch, damit man vernünftig daran arbeiten kann. Dann hat eine Biene wohl das Nest entdeckt und den anderen bescheid gesagt :-)

Der Duft des "Hummelhonigs" im freigelegten Nest hat die Bienen angelockt. Im Nistkasten wären diese eher nicht aufgetaucht. Dazu kam, dass es im letzten Jahr wegen der schlechten Witterung regional unterschiedlich kaum eine Trachtmöglichkeit für die Bienen gab. Teilweise mußten diese bereits Anfang Juli notgefüttert werden.
Durch frei abgestellte Honig- oder Brutwaben kann man als ImkerIn in Windeseile eine sogenannte Räuberei auslösen, blitzschnell sind die Bienen da. Im Laufe des Sommers steigt die Räubereigefahr, am höchsten ist sie im Spätsommer.

Auch ich freue mich, dass das Forum wieder funktioniert. Ich schaue noch regelmäßig vorbei. FG Angelika