Beiträge aus 2013

Hummelnest zerstört brigitte 02.07.2013 08:15

Hallo ,wir hatten im Garten ,unter eine Plane,ein zerlegtes Gartenhäuschen gelagert.Dieses wurde jetzt(gestern abend) zum Sperrmüll getan und dabei haben wir Hummeln entdeckt (viele),es fliegen dort noch Hummeln.Kann man ihnen ein "Ausweichquartier" anbieten?Habe keine Ahnung von der Lebenweise.

Hummelnest zerstört Christian 02.07.2013 08:53

Hi,
zunächst muss man einiges klären:
Ist das Nest zerstört? Dann verfliegen sich die Hummeln.
Oder gibts nen Eingang in die Erde? Sobald die Hummeln die Veränderungen registriert haben, werden sie nicht mehr so auffällig herumfliegen. Zuvor ist Dir ja auch nichts aufgefallen. Hier stellt sich weiter die Frage: Kann das Nest bleiben? Oder benötigt ihr den Platz? Wenns bleiben kann is ja alles in Ordnung.

Wenn Nein, die Frage welche Art es ist. Bei manchen Arten ist Ende Juli Schluß, bei anderen jetzt schon. Vielleicht könnt ihr solange mit der neuen Platznutzung warten? Du müsstest uns bitte ne Beschreibung der Tiere zukommen lassen, oder ein Bild. Das wär ganz wichtig.
Bombus. de hat auch die Beschreibung einiger Arten. Vielleicht erkennst Du die Art der Hummel auf nem Bild.

Liegt das Nest offen da, müsstet ihr es, wenn ihrs erhalten wollt, etwas drüber stellen. Ne Kiste oder so, natürlich mit Einflugmöglichkeit. Ist das der Fall bitte schreibs uns, dann erläutern wirs genauer.

Erstmal soweit von mir. Bestimmt haben die anderen noch gute Anregungen.

Gruß
Christian

Hummelnest zerstört brigitte 02.07.2013 15:42
Hi,
zunächst muss man einiges klären:
Ist das Nest zerstört? Dann verfliegen sich die Hummeln.
Oder gibts nen Eingang in die Erde? Sobald die Hummeln die Veränderungen registriert haben, werden sie nicht mehr so auffällig herumfliegen. Zuvor ist Dir ja auch nichts aufgefallen. Hier stellt sich weiter die Frage: Kann das Nest bleiben? Oder benötigt ihr den Platz? Wenns bleiben kann is ja alles in Ordnung.

Wenn Nein, die Frage welche Art es ist. Bei manchen Arten ist Ende Juli Schluß, bei anderen jetzt schon. Vielleicht könnt ihr solange mit der neuen Platznutzung warten? Du müsstest uns bitte ne Beschreibung der Tiere zukommen lassen, oder ein Bild. Das wär ganz wichtig.
Bombus. de hat auch die Beschreibung einiger Arten. Vielleicht erkennst Du die Art der Hummel auf nem Bild.

Liegt das Nest offen da, müsstet ihr es, wenn ihrs erhalten wollt, etwas drüber stellen. Ne Kiste oder so, natürlich mit Einflugmöglichkeit. Ist das der Fall bitte schreibs uns, dann erläutern wirs genauer.

Erstmal soweit von mir. Bestimmt haben die anderen noch gute Anregungen.

Gruß
Christian

Hallo ,es würde nicht stören,aber ich weiss nicht ob der Eingang noch da ist.Es sieht so aus als ob die Hummeln was suchen.Sie krabbeln oben auf dem "Haufen"(sieht wie Sägespäne aus)herum... .

Suchende Hummeln Nicole 02.07.2013 14:26

Danke an Martin,

leider kann ich auf Deinen Beitrag nicht antworten, funktioniert irgendwie nicht, so muss ich dieses Thema nochmals eröffnen. Da mache ich irgend einen Fehler, werde es dann nochmals versuchen.
Zu den Hummeln...so habe ich es mir auch gedacht, leider. Könnte man diese Hummeln nicht auch einem bestehenden Ackerhummelnest zusetzen?

Liebe Grüsse Nicole

Zerstörtes Hummelnest Renate Segner-Kossack 03.07.2013 16:16

Ich war sehr traurig, als ich gestern morgen ein zerstörtes Erdhummelnest am
Wegesrand fand.Es sieht so aus, als hätte irgendetwas mit Krallen den Eingang zu dem Nest
aufgescharrt.
Heute sah ich, die Hummeln fliegen noch und haben mit viel
Mühe das große Loch über ihrem eigentlichen Eingang in die Erde etwas
verkleinert.
Wer kann diesen Frevel begangen haben? Gibt es etwa Waschbären, die an
Honig möchten?
Was kann ich tun? Sollte ich Zweige über das große Loch legen?

Zerstörtes Hummelnest kigazw 03.07.2013 19:31
Ich war sehr traurig, als ich gestern morgen ein zerstörtes Erdhummelnest am
Wegesrand fand.Es sieht so aus, als hätte irgendetwas mit Krallen den Eingang zu dem Nest
aufgescharrt.
Heute sah ich, die Hummeln fliegen noch und haben mit viel
Mühe das große Loch über ihrem eigentlichen Eingang in die Erde etwas
verkleinert.
Wer kann diesen Frevel begangen haben? Gibt es etwa Waschbären, die an
Honig möchten?
Was kann ich tun? Sollte ich Zweige über das große Loch legen?

Ja!

Da Dir der Wegesrand anscheinend nicht gehört und die normaler Weise in diesem Fall übergestülpte Obstkiste mit Einflugloch so nicht möglich ist (hebt jeder zweite hoch), ist das wohl die beste Idee. Zweige, etwas Heu vielleicht.

Von Igel bis Marder und von Waschbären bis Braunbären (je nach Region) ist alles möglich.

Grüße KiGaZw, mein Hummeltagebuch (externer Link, nicht mehr verfügbar)

Zerstörtes Hummelnest Luc 03.07.2013 21:32

In meiner Gegend sieht man in den Wäldern des Öfteren ausgegrabene Hummel/Wespennester. Hier ist auch der Wespenbussard beteiligt. Einem Mäusebussard recht ähnlich.

Wer kenn diese Pflanze? Fienchen 08.07.2013 11:51

[img:http://www.bildercache.de/minibild/20130708-113620-518.jpg]

[img:http://www.bildercache.de/minibild/20130708-114931-700.jpg]

Die ist momentan von Hummeln gern beflogen und sie blüht schon recht lange und oben entstehen noch immer Knospen. würde gern mehr davon anpflanzen. Aber dazu bräuchte ich einen Namen.

Vielleicht kennt einer hier diese Pflanze.

Danke Gruß Bettina

Wer kenn diese Pflanze? Christian 08.07.2013 15:17

Hi Bettina,
auf die Distant gesehen würde ich sagen. "Blutweiderich" Lythrum salicaria. Blütezeit stimmt und auch dass Hummeln ihn gerne anfliegen.
Wächst gerne an feuchten Orten, Flußufern und Ränder von Entwässerungsgräben.

Gruß
Christian

Wer kenn diese Pflanze? Luc 08.07.2013 20:53

Aus Distanz betrachtet würde ich auch so sagen. Allerdings krümmt sich die Spitze, was ich von dieser Species nicht kenne. Zudem ist mir das Bild zu klein.
Hummeln habe ich bei mir noch nie dran gesehn, nicht mal Honigbienen.
Aber ansonsten würde der Blütenstand durchaus auf Blutweiderich passen.
Zudem gibt es davon mehrere Zuchtsorten, die kleiner, aber auch eine hellere u. auch intensivere Farbe haben.

Luc

Wer kenn diese Pflanze? Fienchen 08.07.2013 22:23

Wusste ichs doch, dass mir hier geholfen wird.

"Blutweiderich" habe ich grade gegoogelt und mir Bilder angesehen. Das passt! Danke!
Jetzt kommt der Rododendron daneben raus und dann darf er sich gern etwas weiter aussamen.

Die krummen Spitzen könnten von Standort herrühren. Ich wusse nicht, dass er es feuchter mag. Deshalb wurde er gegossen wie alle Nachbarpflanzen auch. Werde ihn jetzt öfter mal wässern.

Gruß Fienchen

Wer kenn diese Pflanze? KatrinS 12.07.2013 15:06

Oh ja, bei uns sind auch jedes Jahr ein Haufen Hummeln dran, vor allem Ackerhummeln, auch viele Schwebfliegen.
Im ersten Jahr kommt er eher spärlich (also nicht wundern, ist ja bei Beetpflanzen generell so), ab dem zweiten Jahr wird er dann immer kräftiger.

Wir haben allerdings zwei Standorte. Einen sehr feuchten und einen etwas trockneren.
Auch am trockneren Standort krümmen sich die Spitzen aber nicht. Entweder es liegt an der Sorte oder aber er hat unten zu wenig Licht, dann schiessen die Blütenspitzen zu sehr hoch und sind eher dünner als kräftig und biegen sich vielleicht deshalb.

Gruss Katrin

Steinhummeln im Vogelkasten susann 09.07.2013 10:20

Im Vogelkasten direkt an meiner Terrassentür haben sich Steinhummeln niedergelassen. Es sind aber nur drei oder vier Hummeln zu sehen. Eine riesengroße Königin und zwei bis drei kleine Hummeln. Ein Volk soll aber 100 bis 300 Mitglieder haben. Sind sie durch den kalten Frühling noch nicht so weit? Und haben wir, drei Katzen und ich, dann Probleme wenn dreihundert Hummeln an unserer Terrassentür vorbeihummeln?

Steinhummeln im Vogelkasten Fienchen 10.07.2013 21:49

Hallo Susann,

also ich habe auch Steinhummeln. Beide Völker (eins letztes Jahr, eins dieses Jahr) sind extrem friedlich! Ich kann direkt vorm Kasteneingang stehen, gucken, arbeiten > es stört sie nicht!
Also wenn das bei Dir ein Vogelkasten ist, dürfte das kein Problem sein. Dann ist er sicher nicht so dicht an der Tür, denn sonst würden ja auch keine Vögel reingehen. Von wegen Erschütterungen beim Öffnen/Schließen der Tür.
Mein Vorschlag, alles so lassen und beobachten! Viel Spaß dabei.
300 Hummeln bekommst Du niemals zu sehen.
Mein Volk besteht momantan aus ca. 140 Tieren, ich sehe pro Minute 2-3 einfliegende Hummeln.
Es fliegen schon Jungköniginnen. Das dürfte dann bei Dir vielleicht auch schon so sein.
Die Katzen dürften dass spannend finden. So eine dicke Junghummel macht schon was her. Ich hoffe die Katzen kommen dort nicht ran; im Spiel- bzw. Jagdtrieb könnte das für die Hummeln übel enden!

Gruß Bettina

Steinhummeln im Vogelkasten Bulli 13.07.2013 00:31

Hallo susann, Glückwunsch zu den Steinhummeln.

Es sind aber nur drei oder vier Hummeln zu sehen.

Eine Ferndiagnose ist schwierig. Ein "au weia" wäre vielleicht angemessen, wenn die dicke Hummel die Altkönigin ist.

Du meinst drei bis vier Hummeln insgesamt oder fliegen nur so wenige während einer Beobachtungsdauer von 20 Minuten aus?

Es kann alles mögliche passiert sein, dass das Volk so klein ist.
Das fängt bei der Begattung der Königin im letzten Jahr schon an. Ein falscher Drohn (aus dem gleichen Volk wie die Jungkönigin) und das Volk im nächsten Jahr ist schwächer.
Vielleicht ist zu wenig Isolationsmaterial im Nest, so dass nicht genug der Wabe auf Temperatur gehalten werden konnte.
Ameisen können den in den Nektartöpfchen zwischengelagerten Nektar aus dem Nest klauen.
Vielleicht hat das Volk aber auch schon einen Befall mit Wachsmottenlarven auszuhalten, was bei Nistkästen an Hausfassaden häufig vorkommt.
Spinnen in oder um den Kasten herum können auch das Volk dezimieren. Eine Hummel ist eine schöne Mahlzeit. Selbst kleine Spinnen können eine Hummel erlegen. Schwierig scheinen sogenannte 'Hausspinnen' (z. B. Große Winkelspinne).
Dann kann es für die Hummeln zu wenig Nahrung geben (wieviele Honigbienenvölker sind in der Nähe?). Ein Honigbienenvolk sammelt 120 mal mehr Nektar alleine nur für den Honig, den das Volk für den Winter braucht. Dazu kommt noch die gleiche Menge Nektar für die Sommersaison und noch das "Flugbenzin" für die Sammelflüge. Zusammen würde ich mit ca 800 kg Nektar pro Honigbienenvolk oder alternativ ca. 360 mal so viel Nektar wie ein durchschnittliches Hummelvolk rechnen. Sind in deiner Nähe also viele Imker, bleibt wenig für Hummeln übrig.
Weil Steinhummeln sehr tief über dem Boden unterwegs sind, kann schon eine Hauptverkehrsstraße viele Arbeiterinnen ausfallen lassen. Auch viele Kohlmeisen rund ums Nest reduzieren die Hummelpopulation. Katzen 'spielen' auch mal mit Hummeln.

Steinhummeln scheinen hauptsächlich Blüten anzufliegen, die nicht vor Regen geschützt sind.
Die sind diesen Frühling sehr häufig voll mit Wasser gewesen, was tagelangen Hunger bedeutete. Auch bei den hiesigen Steinhummeln scheint die Königin länger mit ausgeflogen zu sein, als sonst. Aber inzwischen sehe ich keine Königin mehr.

Hier mögen Steinhummeln vor allem Blüten in der Höhe von 0 bis 30 cm über dem Boden. Höhere Blüten scheinen sie nicht freiwillig anzufliegen.
Darum wundert es mich, dass sie bei dir das Nest so hoch oben gewählt haben.

Was kann man machen, wenn das ganze Volk nur aus drei bis vier Tieren besteht?
Entweder gar nichts, wenig oder viel. Ob's was bringt ist dennoch fraglich.

Als ersten Schritt würde ich nach Ameisen suchen. Jede Ameise im Umkreis von zwei Metern um das Hummelnest könnte den Nektar im Nest gefunden haben. Einen Nistkasten kann man mit Abstandshaltern anschrauben. An den Abstandshaltern kann man dann rundherum Insektenleim, Leimring o. ä. auftragen. Ameisen finden den Weg auch über Blätter. Die sollten auch gestutzt werden, damit die Maßname greift.
Dann den Kasten öffnen, wenn das einfach geht. Anscheinend muss man bei dem Modell die ganze vordere Platte abnehmen. Das hat letztes Jahr schon einer auf YouTube nicht geschafft. Wichtig ist, das ein eventuelles Nest nicht erschüttert wird.
Im Nest oder im Nistmaterial nach Maden, Larven und weißen Gespinsten suchen. Das ist dann Wachsmottenbefall, den man mit einer BT-Behandlung eindämmen könnte. Wenn zuviel Befall, dann bringt das auch nichts mehr.
Eventuell enthaltene Spinnen töten und Spinnennetze entfernen.
Man kann, falls zu wenig Polstermaterial im Vogelhäuschen ist, täglich ein wenig trockenes Fasermaterial in das Vogelhäuschen geben. Die Fasern sollten nicht allzu dick, etwa 20 mm lang und auch nicht allzu gekräuselt sein. Es gibt Naturfasern aus dem eigenen Garten, die sich eignen, z. B. Fasern aus Distelblüten (letzte Saison) oder aus bereits verblühten Clematisblüten. Wenn die Fasern am nächsten Tag ins Nest verbaut sind, kann man die nächste Portion geben. Bei Erdhummeln wären auch große Mengen möglich, weil sie sich den Weg zum Nest auch durch Erdreich graben können. Bei Steinhummeln weiß ich nicht.

So kann man weiter machen bis hin zum Einlegen von Baumaterial direkt auf oder ins Hummelnest (ca. 1:1 Mischung von örtlich erzeugtem Pollen und örtlich erzeugtem Honig zu einer Kugel geformt) bzw mit örtlich erzeugtem Honig/Wasser-Gemisch (1:1)/täglich angemischtem Zuckerwasser (1 Haushaltszucker : 1 Fruchtzucker : 4 Wasser) innerhalb des Kastens zufüttern.

Wie gesagt, die kleine Volksstärke kann auch auf genetische Gründe zurückzuführen sein. So kann es auch sinnvoll sein nichts zu tun.

Viele Grüße

Bulli

Baumhummel haben Königinnen. derferdi 14.07.2013 23:35

Hallo,
gestern fand ich eine Baumhummelkönigin auf dem Rasen in der Nähe des Hummelkastens mit den Baumhummeln. Sie konnte nicht richtig fliegen und war mit vielen Milben besetzt. Ich denke mal der ist nicht zu helfen. Ich konnte es nicht lassen und schaute, mit voller Motorradausrüstung, in den Hummelkasten. Die Hummeln haben eine Kugel geschaffen von geschätzt 20cm Durchmesser. Und dann war ich schnell wieder weg. Baumhummeln verteidigen ihr Nest!
Mittlerweile sind beide Lüftungen im Kasten auf. Sie haben 50mm Durchmesser und sind mit Fliegengitter gesichert. Ich frag mich ob die Feuchtigkeit im Karton die Entwicklung der Milben begünstigt. Hat jemand mal einen Hydrometer eingesetzt und die Situation untersucht?
Dann habe ich noch drei Völker mit Erdhummeln. Das kleinste Volk, im kleinsten Karton hat bereits Königinnen erzeugt. Sonderbarerweise sind einige Königinnen mit Milben besetzt, andere völlig frei. Es sind noch viele geschlossene Waben und Arbeiter vorhanden.
Im dritten Kasten wird fleißig eingetragen, es finden auch viele Orientierungsflüge statt. Im vierten sieht man selten Arbeiter etwas eintragen, aus dem Nistmaterial kommt aber ein deutliches Brummen und einige kleine Arbeiter kommen daraus hervor, wenn man klopft.
Gruß
derferdi

Hummelunfall Barbara 16.07.2013 18:21

Hallo an alle,

ich habe folgendes Problem: Auf unserer Terasse wurde eine Hummel versehentlich in die Markise eingerollt. Das Tier muss dort an die 16 Stunden eingequetscht gewesen sein. Als ich die Markise am nächsten Tag (das war gestern) wieder aufrollte, kam sie zum Vorschein - sie hat das tatsächlich überlebt! Ich habe ihr gestern nur Wasser gegeben, damit sie nicht austrocknet. Heute dachte ich, sie wäre gestorben, aber sie wachte auf, als sie Sonnenschein abbekam. Ich reichte ihr daraufhin Zuckerwasser, was sie annahm. Jetzt sitzt sie auf unserem Gartentisch und wirkt reichlich desorientiert, ich fürchte, sie ist behindert. Sie kann kaum geradeaus laufen und fliegen schon gar nicht. Manchmal krabbelt sie etwas herum, dreht sich dabei viel im Kreis, jetzt hat sie sich ein Plätzchen im Schatten gesucht. Sie schläft viel und putzt sich hin und wieder. Der Rüssel hängt heraus und wirkt reichlich unkontrolliert.

Was soll ich mit dem Tierchen machen? Hat sie eine Chance oder quält sie sich nur unnötig? Wenn sie behindert bleibt, wie hält man eine behinderte Hummel?

Viele Grüße,
Barbara

Hummelunfall Ziggy 17.07.2013 10:49
Hallo an alle,

ich habe folgendes Problem: Auf unserer Terasse wurde eine Hummel versehentlich in die Markise eingerollt. Das Tier muss dort an die 16 Stunden eingequetscht gewesen sein. Als ich die Markise am nächsten Tag (das war gestern) wieder aufrollte, kam sie zum Vorschein - sie hat das tatsächlich überlebt! Ich habe ihr gestern nur Wasser gegeben, damit sie nicht austrocknet. Heute dachte ich, sie wäre gestorben, aber sie wachte auf, als sie Sonnenschein abbekam. Ich reichte ihr daraufhin Zuckerwasser, was sie annahm. Jetzt sitzt sie auf unserem Gartentisch und wirkt reichlich desorientiert, ich fürchte, sie ist behindert. Sie kann kaum geradeaus laufen und fliegen schon gar nicht. Manchmal krabbelt sie etwas herum, dreht sich dabei viel im Kreis, jetzt hat sie sich ein Plätzchen im Schatten gesucht. Sie schläft viel und putzt sich hin und wieder. Der Rüssel hängt heraus und wirkt reichlich unkontrolliert.

Was soll ich mit dem Tierchen machen? Hat sie eine Chance oder quält sie sich nur unnötig? Wenn sie behindert bleibt, wie hält man eine behinderte Hummel?

Viele Grüße,
Barbara

Guten Morgen, für solche Fälle hab ich extra eine päppel-box mit offenen Deckel .manche werden erst nach Tagen fit.,versuchs mal. Gruss Ziggy.
Hummelunfall Barbara 17.07.2013 15:12
Hallo an alle,

ich habe folgendes Problem: Auf unserer Terasse wurde eine Hummel versehentlich in die Markise eingerollt. Das Tier muss dort an die 16 Stunden eingequetscht gewesen sein. Als ich die Markise am nächsten Tag (das war gestern) wieder aufrollte, kam sie zum Vorschein - sie hat das tatsächlich überlebt! Ich habe ihr gestern nur Wasser gegeben, damit sie nicht austrocknet. Heute dachte ich, sie wäre gestorben, aber sie wachte auf, als sie Sonnenschein abbekam. Ich reichte ihr daraufhin Zuckerwasser, was sie annahm. Jetzt sitzt sie auf unserem Gartentisch und wirkt reichlich desorientiert, ich fürchte, sie ist behindert. Sie kann kaum geradeaus laufen und fliegen schon gar nicht. Manchmal krabbelt sie etwas herum, dreht sich dabei viel im Kreis, jetzt hat sie sich ein Plätzchen im Schatten gesucht. Sie schläft viel und putzt sich hin und wieder. Der Rüssel hängt heraus und wirkt reichlich unkontrolliert.

Was soll ich mit dem Tierchen machen? Hat sie eine Chance oder quält sie sich nur unnötig? Wenn sie behindert bleibt, wie hält man eine behinderte Hummel?

Viele Grüße,
Barbara

Guten Morgen, für solche Fälle hab ich extra eine päppel-box mit offenen Deckel .manche werden erst nach Tagen fit.,versuchs mal. Gruss Ziggy.

Hallo Ziggy,

danke für den Tipp! Leider geht es meiner Hummel heute bedeutend schlechter als gestern. Sie hat das Zuckerwasser nicht bei sich behalten können und schon gestern wieder herausgewürgt. Heute bewegt sie sich kaum noch. Ich vermute, dass doch zu viele Organe geschädigt sind. Aber für die Zukunft merke ich mir das mit der Päppelbox. Es lohnt sich ja laut Deiner Erfahrung doch, es zu versuchen.

Gruß, Barbara

Zwischenbilanz Christian 21.07.2013 14:06

Hi, hier mal ein Zwischenstatus:

Ein Ackerhummelvolk fiel ja der Motte zum Opfer. Dem hab ich ne Wabe mit Puppen aus dem anderen Volk zugefügt. Mittlerweile sind zwei Larvenwiegen auf der Puppenwiege plaziert.
Das andere Ackerhummelvolk entwickelt sich prächtig.
Baumhummeln fliegen noch immer zahlreich, legen auch noch Larvenwiegen an. Allerdings fliegen schon Geschlechtstiere ab. Hab ihnen ne Honigwabe geklaut und der von Motten zerstörten
Gartenhummel gegeben. Die sind noch immer im Kasten. Allerdings werde ich die Kugel nicht öffnen solange noch Tiere da sind. Bevor die Motten zuschlugen flogen etliche Geschlechstiere ab. Schade isses trotzdem.

Meine Erdhummel hat sich als Kryptarum Erdhummel entpuppt. Hauptmerkmal der schwarze Streifen im Halsband und leider - der starke Fliegenbefall. Es sind noch unzählbar viele. Wie bei der Baumhummel sind die Honigtöpfe übervoll. Davon mussten sie einige abtreten.
Denn gestern hab ich ein geplündertes Erdhummelvolk entdeckt. Ein riesen Loch im Boden und die Erdhummel klüngelten in einer Kugel. Hab die Kryptarumwabe mit Moos in einen kleinen Karton und den ins Loch gestellt. Nach Sonnenuntergang hab ich diesen Karton (die Hummeln waren drinnen) in nen Schweglerkasten und diesen bei mir zuhause aufgestellt. Im Schweglervorraum Futter rein und verschlossen.
Heute morgen hab ich ihn geöffnet und etliche Hummeln flogen mit 1a Orientierungsflug ab.
Dann noch 7 Hummeln am alten Nestplatz eingesammelt und zwei Stiche.
Jetzt heißt es abwarten ob die Tiere noch Larvenwiegen bauen. Vielleicht gelingts. Ich wohne ca. 700m vom Ursprungsnest entfernt. Is verdammt nah. Aber zu verlieren gibts ja nix.

Im Garten fliegen verschiedene Hummelarten. Allerdings ist die Spiere ganz und Phaccelia fast verblüht. Der Natterkopf ist noch kräftig dabei. Meine nur, weils ja im Juli angeblich so nen Mangel an Nektar gibt. Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit der Entwicklung.

Christian

Zwischenbilanz / Königinnen rausgefallen Christoph 28.07.2013 18:47

Hallo Christian!

Spannend, was Du berichtest. Hoffentlich haben die Hummeln das alte Nest "vergessen" und haben das neue angenommen.

Ich bin trotz der Hitze jetzt und den späten Start dieses Jahr mit meinen beiden Völkern (Steinhummel und Erdhummel) sehr zufrieden: Es fliegen jetzt Königinnen, aber auch neue Arbeiterinnen. Ich denke, das geht noch einige Zeit weiter so.

Heute morgen saßen einige Erdhummel-Jungköniginnen ca. 20 cm direkt unterhalb des Eingangs des Nistkastens. Waren sehr lahm, manche versuchte, loszufliegen. Nistmaterial war auch unter dem Eingang. Meine Vermutung: Haben den Kasten wegen Hitze verlassen. Hab die Königinnen wieder ins Loch laufen lassen, damit sie sich beim Losfliegen einen falschen "Wohnort" einprägen. Sie krabbelten brav in den Kasten. Später flogen sie dann aus - mit gutem Orientierungsflug. - Später kamen einige zurück und landeten unterhalb des Eingangs. Das müssen welche gewesen sein, die vor meiner Rettungsaktion losgeflogen sind. Die hab ich dann auch noch in den Kasten laufen lassen.

Frage dazu: Hat jemand ähnliches beobachtet? Was könnte der Grund sein?

Gruß Christoph

Zwischenbilanz / Königinnen rausgefallen Luc 29.07.2013 16:48
Heute morgen saßen einige Erdhummel-Jungköniginnen ca. 20 cm direkt unterhalb des Eingangs des Nistkastens. Waren sehr lahm, manche versuchte, loszufliegen. Nistmaterial war auch unter dem Eingang. Meine Vermutung: Haben den Kasten wegen Hitze verlassen. Hab die Königinnen wieder ins Loch laufen lassen, damit sie sich beim Losfliegen einen falschen "Wohnort" einprägen. Sie krabbelten brav in den Kasten. Später flogen sie dann aus - mit gutem Orientierungsflug. - Später kamen einige zurück und landeten unterhalb des Eingangs. Das müssen welche gewesen sein, die vor meiner Rettungsaktion losgeflogen sind. Die hab ich dann auch noch in den Kasten laufen lassen.

Frage dazu: Hat jemand ähnliches beobachtet? Was könnte der Grund sein?

Gruß Christoph

Bei Bodennester kann so was nicht passieren.
Sah auch ich schon mehrmals, wie sie beim Verlassen des Eingangs der Klappe wegen, unkontrolliert herauspurzelten u. zu Boden fielen. Bei hochliegenden Hummelbeuten finden sie dann unmöglich zurück. Bei den Arbeiterinnen sieht man es noch öfters.
Besonders wenn sie kopfüber rauskommen, passieren diese Unfälle.

Klappen öffnen bei Hitze Pitt 23.07.2013 15:55

Bei uns sind inzwischen über 30 Grad und die Hummeln sind eifrig am "Kühlen". Habe die Wachsmottenklappe am Tage offen. Sollte die Klappe vom Vorbau ebenfalls geöffnet werden? Wer hat Erfahrung damit bei dieser Hitze?
Gruß
Pitt

Klappen öffnen bei Hitze Luc 23.07.2013 21:17

Wenn man genug Raum über dem Nest hat, u. an der Deckelseite grosszügige Belüftungslöcher an mind. 2 Seiten hat, kann man sich die offene Klappe sparen. Ein Fliegengitter-Rahmen über dem Brutraum lässt die überflüssige Hitze oben rausziehen. Durch den Eingang kann man ohnehin einen Kasten nicht belüften.

Klappen öffnen bei Hitze Harry 24.07.2013 08:08

Wie Luc schon beschreibt, sollte man schon bei der Konstruktion des Nistkastens an die heißen Tage denken. Durch das Eingangsloch kommt sowieso viel zu wenig Kühlung in das Nest. Es eignet sich nicht dazu Stauwärme abzuführen. Nistkästen werden leider oft zur Hitzefalle für die Hummeln.

Gruß Harry

Klappen öffnen bei Hitze fienchen 25.07.2013 08:40

Hallo,

also ich habe meine Klappen bereits ganz abgenommen, da meine Völker bereits weit über dem Höhepunkt sind.
Bei der 1. Hitzewelle im Frühjahr habe ich die Klappen tagsüber auch geöffnet, den Vorbau jedoch nicht.
Bettina

Klappen öffnen bei Hitze Helena 25.07.2013 11:49

Mein Vorbau hat ein extra Belüftungsloch, geschützt mit Gaze und einer klebrigen Mottenfalle.
Der Kasten steht ganztags im Schatten, an heissen Tagen – als das Volk noch gross war – habe ich den Deckel immer mal wieder mit kaltem Wasser übergossen.

In allen Nestern dürfte es jetzt warm werden, ausser sie liegen unterirdisch. Viele Völker sind ja längst in der Absterbephase; auch meins hat jetzt nach der offenbar 2. Generation immer mehr abgebaut, es fliegen nur noch sehr wenige Hummeln. Gerade eben hat eine grosse Arbeiterin oder Jungkönigin wieder das Nest verlassen; daneben fliegen noch wenige Mini-Arbeiterinnen. Ich muss mich also noch gedulden mit Abbauen des Hummelhauses...

Klappen öffnen bei Hitze KiGaZw 25.07.2013 13:42
Bei uns sind inzwischen über 30 Grad und die Hummeln sind eifrig am "Kühlen". Habe die Wachsmottenklappe am Tage offen. Sollte die Klappe vom Vorbau ebenfalls geöffnet werden? Wer hat Erfahrung damit bei dieser Hitze?
Gruß
Pitt

Also ich öffne da nichts. Die Hummeln machen das aber teilweise selber (Baum- und Erdhummeln).

Außerdem ist bei meinen Hummelhäusern mit integriertem Vorbau (externer Link, nicht mehr verfügbar) der Laufgang belüftet.

Grüße KiGaZw

Klappen öffnen bei Hitze Pitt 25.07.2013 14:23
Bei uns sind inzwischen über 30 Grad und die Hummeln sind eifrig am "Kühlen". Habe die Wachsmottenklappe am Tage offen. Sollte die Klappe vom Vorbau ebenfalls geöffnet werden? Wer hat Erfahrung damit bei dieser Hitze?
Gruß
Pitt

Also ich öffne da nichts. Die Hummeln machen das aber teilweise selber (Baum- und Erdhummeln).

Außerdem ist bei meinen Hummelhäusern mit integriertem Vorbau (externer Link, nicht mehr verfügbar) der Laufgang belüftet.

Grüße KiGaZw

Vielen Dank für die Infos. werde für nächstes Jahr irgendwelche Vorsorge zur Sonderbelüftung treffen
Gruß
Pitt

Wachsmotten derferdi 23.07.2013 22:26

Heute sah ich in meinem Hummelkasten Nr.4, der von dunklen Erdhummeln bewohnt ist, einige Wachsmotten auf dem Nistmaterial. Vier habe ich herraus nehmen können. Sie sind fast drei cm lang. Das Nestmaterial ist zusammengeklebt, es hängen auch Fäden in den Ecken. Die Hummeln haben ihr Nest nach oben abgedeckt, nur wenige Öffnungen sind frei die bewacht werden. Dieser Kasten brachte vor einigen Tagen etwa 30 Königinnen hervor, die sich schnell davon machten, teilweise mit Milben besetzt. Heute sah ich zwei Königinnen im Nest, frei von Milben. Ich vermute noch viele Königinnen die möglicherweise bald schlüpfen in Kokons. Die Hummeln sind sehr aktiv, reagieren auf Vibrationen heftig, springen heftig gegen die den Karton oben abdeckende Plexischeibe. Es macht den Eindruck, als ob sie sich im Nest bewegen können aber nach oben auszubauen wird wegen den Gespinst nicht gehen.
Kann ich was sinnvolles für die noch nicht geschlüpften Königinnen tun? Im Kasten rumwühlen möchte ich eigentlich nicht. Er ist fest eingebaut und ich hab auch vor den Hummeln Respekt.
Gruß
Ferdinand

Wachsmotten Helena 25.07.2013 11:53

Behandeln mit Bacillus thuringensis ist das einzig Sinnvolle. Profis würden das Nest wohl auch gleich in einen sauberen Kasten umbetten und dabei die sichtbaren Larven noch entfernen. Da werden sicher noch mehr Raupen drin sein.
Allerdings würde ich das nur mit Stechschutz machen, siehe auch das gute Video dazu von Harry Abraham (externer Link, nicht mehr verfügbar)

Hattest Du keine Mottenklappe?

Wachsmotten derferdi 27.07.2013 17:22

Hi Helena,
ich habe eine Mottenklappe. Nur als ich die starke Feuchtigkeit im Kasten bemerkte lies ich die beiden seitlichen Öffnungen ein paar Tage ohne Gitter offen. Ich war auch der Annahme, dass der Karton mit Deckplatte für die Motten ein nicht zu überwindendes Hindernis ist.
Nie werde ich einen Hummelkasten ohne Hummelklappe aufstellen. Die Wachsmotten sind einfach nur ekelig. Wie sicher ist die Hummelklappe gegen Wachsmotten und Fliegen?

Gruß

Ferdinand

Wachsmotten Christian 28.07.2013 09:19

Hi Ferdi,
wenn Du bereits Fäden siehst kannst du froh sein, dass überhaupt Königinnen ausgeflogen sind. Auch BT Behandlung ist zu spät. Die Raupen fressen ja noch bis sie krank werden. BT hilft nur, wenn Du bei erster Sicht der Falter sofort spritzt, sprich: Der erste Bissen der Raupen sollte sie infizieren.
Also Du kannstt es versuchen, aber eigentlich isses zu spät.
Christian

Wachsmotten derferdi 28.07.2013 22:04

Mir ist klar, dass es für eine Hilfe zu spät ist. Ich schau jetzt halt nach ob ich welche erwische und mache die Fäden weg, so das der Eingang frei bleibt. Vorhin habe ich fast 10 Stk. erwischt, es ist ekelig.
Ich glaube die Stelle gefunden zu haben an denen die Motte ursprünglich die Eier ablegte. Der Vorbau ist mit einem Brett abgedeckt, dieses läßt sich mittels einer Schraube gegen Dichtungen pressen. Anfangs dachte ich der Kasten wäre nicht belegt und zog die Schraube nur nachlässig an. Wenn dem so ist, haben die Maden fast 15 cm bis zum Hummelnest zurückgelegt und die Motte nutzt kleinste Ritzen.
Gruß
Ferdinand

prevent wax moths Gil bonnez 24.07.2013 19:20

Bacteria as a lethal weapon is the Bacillus thuringiensis, everyone now it but you can also prevent it by spraying it on you're nest material and let it dry. It wil work for 5 a 6 months thats a bumblebee life normal.

[URL] http://www.google.be/url?sa=t&rct=j&q=bestrijden%20van%20wasmotten&source=web&cd=4&cad=rja&ved=0CFUQFjAD&url=http%3A%2F%2Fedepot.wur.nl%2F49755&ei=8grwUdKfHMXXPOLlgIgG&usg=AFQjCNGo_wNOomKgD8SLHyFRkLZp_2nVzQ&bvm=bv.49641647,d.ZWU[URL]

Beobachtung ? rosemarie würfel 28.07.2013 13:29

wir haben sehr viele Hummeln im Garten ,ich habe beobachtet wie eine für meinen Begriff eine riesige Hummel von einer anderen normal großen Hummel ,die fast unter der großen Hummel war ,ich kann es nicht richtig in Worte fassen (mein Mann meint es war eine Begattung )bearbeitet wurde. Meine Frage kann das sein ?
Für eine Antwort wäre Ich sehr Dankbar .
Rosemarie Würfel

Hummeln im Lavendel Jutta 28.07.2013 17:48

Hallo,

bin auf der Suche nach Infos über Hummeln und auf dieses Forum gestossen.
Ich mag diese Tiere sehr gerne und genieße es, sie immer wieder zu beobachten.

Nun zu meiner Frage:
ich habe seit ein paar Jahren u.a. Lavendel (Hit Cote) an unserem pool (ebenerdig) gepflanzt.
Seit letztem Jahr habe ich zusätzlich auf der anderen Seite des pool unter einem Lorbeerstamm 3 Lavendel angustfolia gesetzt und seit diesem Jahr sind wahnsinnig viele Hummeln an diesen 3 Sträucher, die entsprechend groß geworden sind. Das tragische ist jetzt, dass die Hummeln immer wieder ins Wasser fallen und ich nicht alle
retten kann, was ich zwar versuche, aber man ist ja auch nicht immer zuhause.
Ich habe schon die Lavendelblüten abgeschnitten, die am nahesten zum Wasser stehen.
Warum habe ich dieses Jahr das Problem und die Jahre vorher bei den älteren Lavendelsträucher nicht?

Gibt es dieses Jahr mehr Hummeln?
Ich würde mich über eine Antwort sehr freuen.

Vielen Dank.
Mfg. Jutta

Hummeln im Lavendel Bulli 29.07.2013 00:22
Warum habe ich dieses Jahr das Problem und die Jahre vorher bei den älteren
Lavendelsträucher nicht?

Hallo Jutta.

Interessant. Dieses Jahr waren an den hiesigen Lavendeln auch mehr Hummeln als noch letztes Jahr. Vielleicht lag's am Wetter?

Der Pool ist also zwischen den Lavendelbüschen?
Die Hummeln werden zwischen den beiden Lavendelflächen hin- und her fliegen. Stimmt das?
Das hat was mit der Prägung auf Blüten zu tun - der Besuch von nur wenigen Blütensorten durch eine Hummel verbessert die Bestäubung von Pflanzen der gleichen Art, besonders wenn sie weiter voneinander entfernt sind. Das Verhalten der Hummel ist von den Pflanzen also erwünscht.
Wenn die Hummeln dann die Wasseroberfläche des Pools nicht "ernst" nehmen, kann ich mir vorstellen, dass sie ins Wasser plumpsen. Hummeln fliegen gerne unter den Wipfeln der umliegenden Pflanzen und Bebauung. Wenn sie also einen Meter unter der Kante des Pools fliegen wollen, plumpsen sie automatisch ins Wasser.
Was ich in den letzten Jahren bemerkt habe ist, dass Hummeln gerne gegen Fensterscheiben fliegen.
Eine Fensterscheibe ist ja auch nur eine spiegelnde Oberfläche wie die Wasseroberfläche im Pool.
Sollten die Hummeln auf dem Weg zum anderen Lavendel ins Pool fallen, wäre es vielleicht sinnig den neuen Lavendel umzupflanzen, damit der Weg zwischen den Lavendeln nicht mehr über den Pool verläuft.

Wie nahe sind die Lavendelbüsche am Pool?
Es könnte auch sein, dass Hummeln von den Blüten abrutschen. Versehentlich oder weil sie geschubst werden. Hummeln schubsen sich gegenseitig, wenn zu viele Hummeln an einer Pflanze sind. Auf diese Weise reguliert sich hier z. B. die Anzahl der Ackerhummeln am Digitalis ferruginea auf maximal drei Hummeln, obwohl zeitweise fünf drum herum schwirren. Honigbienen hingegen scheinen jeden auf ihrem Weg zu schubsen.
Bis die fallenden Hummeln genügend Auftrieb haben, liegen sie meist schon auf der Erde ... oder in deinem Falle ... im Pool. Ich würde die Höhe der Lavendelblüten bezogen auf die Poolkante messen. Dann von den dem Pool am nächsten liegenden Lavendelblüten waagerecht bis zur Poolkante messen. Sind diese Blüten näher an der Poolkante, als die höchsten Blüten hoch sind, gehe ich davon aus, dass einige wenige Hummeln in den Pool plumpsen können. Vielleicht kann man eine Liege als Zaun zwischen Poolkante und Lavendel aufstellen. Oder an der Stelle irgendeine Schwimmatratze, Tuch, niedriges Zaunelement o. ä. befestigen?
Der Lavendel dürfte vermutlich nicht mehr lange blühen.

Würde es etwas bringen, wenn auf der Wasseroberfläche erklimmbare Plastikscheiben o. ä. schwimmen würden? Bei Wassertonnen mit steilen Wänden funktioniert sowas.
Mehr fällt mir nicht ein. Ich wünsche dir bessere Zeiten. Bulli

Hummeln im Lavendel Jutta 29.07.2013 10:52
Warum habe ich dieses Jahr das Problem und die Jahre vorher bei den älteren
Lavendelsträucher nicht?

Hallo Jutta.

Interessant. Dieses Jahr waren an den hiesigen Lavendeln auch mehr Hummeln als noch letztes Jahr. Vielleicht lag's am Wetter?

Der Pool ist also zwischen den Lavendelbüschen?
Die Hummeln werden zwischen den beiden Lavendelflächen hin- und her fliegen. Stimmt das?
Das hat was mit der Prägung auf Blüten zu tun - der Besuch von nur wenigen Blütensorten durch eine Hummel verbessert die Bestäubung von Pflanzen der gleichen Art, besonders wenn sie weiter voneinander entfernt sind. Das Verhalten der Hummel ist von den Pflanzen also erwünscht.
Wenn die Hummeln dann die Wasseroberfläche des Pools nicht "ernst" nehmen, kann ich mir vorstellen, dass sie ins Wasser plumpsen. Hummeln fliegen gerne unter den Wipfeln der umliegenden Pflanzen und Bebauung. Wenn sie also einen Meter unter der Kante des Pools fliegen wollen, plumpsen sie automatisch ins Wasser.
Was ich in den letzten Jahren bemerkt habe ist, dass Hummeln gerne gegen Fensterscheiben fliegen.
Eine Fensterscheibe ist ja auch nur eine spiegelnde Oberfläche wie die Wasseroberfläche im Pool.
Sollten die Hummeln auf dem Weg zum anderen Lavendel ins Pool fallen, wäre es vielleicht sinnig den neuen Lavendel umzupflanzen, damit der Weg zwischen den Lavendeln nicht mehr über den Pool verläuft.

Wie nahe sind die Lavendelbüsche am Pool?
Es könnte auch sein, dass Hummeln von den Blüten abrutschen. Versehentlich oder weil sie geschubst werden. Hummeln schubsen sich gegenseitig, wenn zu viele Hummeln an einer Pflanze sind. Auf diese Weise reguliert sich hier z. B. die Anzahl der Ackerhummeln am Digitalis ferruginea auf maximal drei Hummeln, obwohl zeitweise fünf drum herum schwirren. Honigbienen hingegen scheinen jeden auf ihrem Weg zu schubsen.
Bis die fallenden Hummeln genügend Auftrieb haben, liegen sie meist schon auf der Erde ... oder in deinem Falle ... im Pool. Ich würde die Höhe der Lavendelblüten bezogen auf die Poolkante messen. Dann von den dem Pool am nächsten liegenden Lavendelblüten waagerecht bis zur Poolkante messen. Sind diese Blüten näher an der Poolkante, als die höchsten Blüten hoch sind, gehe ich davon aus, dass einige wenige Hummeln in den Pool plumpsen können. Vielleicht kann man eine Liege als Zaun zwischen Poolkante und Lavendel aufstellen. Oder an der Stelle irgendeine Schwimmatratze, Tuch, niedriges Zaunelement o. ä. befestigen?
Der Lavendel dürfte vermutlich nicht mehr lange blühen.

Würde es etwas bringen, wenn auf der Wasseroberfläche erklimmbare Plastikscheiben o. ä. schwimmen würden? Bei Wassertonnen mit steilen Wänden funktioniert sowas.
Mehr fällt mir nicht ein. Ich wünsche dir bessere Zeiten. Bulli

Hallo Bulli,

ganz herzlichen Dank für Deine Antwort!

Ja, die Lavendelsträucher stehen natürlich direkt am Pool, da sind nur noch die Randsteine vom Pool dazwischen.
Deine Vermutung, dass die Hummeln die spiegelnde Wasseroberfläche "verwechseln" oder sie dadurch irritiert werden, ist sehr interessant. Habe das schon bemerkt und gemeint, dass sie das klare, "blaue" Wasser mit dem Himmel verwechseln, weil es so spiegelt?
Die Hummeln fallen nämlich nicht ins Wasser, wenn der Filter läuft und dadurch das
Wasser in Bewegung ist. Aber der Filter läuft halt auch nicht den ganzen Tag.

Ich habe auch schon daran gedacht, irgendwelche schwimmende Gegenstände ins Wasser zu tun, denn mit Zaun o.ä. geht nichts..

Dass Deiner Meinung nach auch die Ursache mit dem „gegenüber“ neu gepflanzten Lavendel sein kann, leuchtet mir auch ein, weil mein Problem im Grunde genommen erst seit diesem
Jahr besteht, wo der neue Lavendel das 1. Mal richtig blüht.
„Runterfallen“ von den Blüten oder durch Schubsen der Hummeln hab ich noch nicht
bemerkt, das ist denke ich, auch nicht der Fall.

Ich finde es auf jeden Fall total interessant und sehr schön, wie die Hummeln sich verhalten,
Selbst mein Mann geht richtig auf „Beobachtungsjagd“.

Mir kommt gerade der Gedanke, dass ich den neuen Lavendel einfach mal abdecke?

Du hast mir auf jeden Fall schon mal weitergeholfen.
Ich werde auf jeden Fall berichten.

Vielen Dank und viele hummelige Grüße

Jutta

Hummeln im Lavendel Bulli 30.07.2013 01:28
Deine Vermutung, dass die Hummeln die spiegelnde Wasseroberfläche "verwechseln" oder sie
dadurch irritiert werden, ist sehr interessant. Habe das schon bemerkt und gemeint, dass sie
das klare, "blaue" Wasser mit dem Himmel verwechseln, weil es so spiegelt?

Es spiegelt sich der weit entfernte Himmel. Das bringt auch den Autofokus von Kameras durcheinander. ;-)

Ich habe auch schon daran gedacht, irgendwelche schwimmende Gegenstände ins Wasser zu tun, > denn mit Zaun o.ä. geht nichts..

Hmm, eine Pumpe im Pool hat bestimmt auch einen Skimmer. Der würde an der Oberfläche schwimmende Gegenstände ansaugen.
Beobachte bitte nochmal ob sich die Hummeln nicht doch gegenseitig schubsen.
Schubsen hängt von der Anzahl der Hummeln ab. Die Anzahl kann sich im Verlaufe des Tages ändern.

Es gibt schwimmfähige Netze oder löchrige Gewebe, die mit PVC Weichschaumbeschichtung versehen sind.
Sie werden als Anti-Rutschmatten für Haushalt (🖼 Bild nicht mehr verfügbar (ehemals: „Link zum Beispielbild“)) bzw Auto (http://www.voelkner.de/products/266874/Antirutschmatte-Kofferraum-Netz-Universal-L-x-B-120-cm-x-100-cm-Grau.html Link zum Beispiel) oder als preisgünstiges Gepäcknetz für Dachgepäckträger (selten zu finden) verkauft.
Diese Netze schwimmen an der Oberfläche, weil im geschlossenporigen PVC-Weichschaum Luftblasen sind. Normale Plastik- bzw Nylon-Netze würden versinken.
Wenn diese "Rettungsflöße" an den Stellen im Wasser liegen, wo die Lavendelbüsche nahe am Pool stehen, könnte das was bringen. Man muss nur verhindern, dass sie weggetrieben werden.
Falls auch Kinder im Pool sind, würde ich die einzelnen Stücke klein halten, dafür aber mehrere nebeneinander schwimmen lassen und mit Saugnäpfen oder drauf liegenden Holzklötzchen am 'Ufer' einzeln befestigen.

Nur so ein paar Überlegungen am Abend.

Hummeln beobachten ist irgendwie interessant ... fast schon Zen. ;-)

Viele Grüße Bulli

Hummeln im Lavendel Christian 30.07.2013 11:26

Hi Jutta,
bei mir im Garten gibts auch zahlreiche Hummeln. Hab aber auch jede Menge Trachtpflanzen, dachte es liegt daran. Umso interessanter ist Deine Beobachtung, könnte ja sein dass dieses Jahr - trotz des dürftigen Starts - ein gutes Hummeljahr war!
Noch zu Deinem Anliegen. Wenn du Hummeln im Pool findest die kein Lebenszeichen mehr geben. Dann leg sie doch vor Ameisen etc geschützt in den Schatten. So manche Hummel kann da wieder "hochfahren". direkte sonne ist dagegen schlecht. Evtl müsstest du mit Zuckerwasser/Honig nachfüttern oder die Tiere wieder auf ne Blüte setzen.Wär gut, denn z.T. handelt es sich bestimmt um Geschlechtstiere. Da isses schade um jede Jungkönigin.

Zum Lavendel: Einfach verpflanzen geht da nicht, oder?
Habt ihr schon dran gedacht fürs nächste Jahr nen Kasten/Nisthilfe aufzustellen?
Gruß und noch viel Freude mit den Hummeln

Christian

Hummeln im Lavendel Jutta 16.08.2013 13:23

Hallo Christian/Bulli,

mittlerweile bin ich "Hummelretterin"..:-))
Als erstes werde ich den Lavendel nächstes Jahr weit wegsetzen.
Ich habe beobachtet, dass die Hummeln über den Pool zum anderen Lavendelstrauch fliegen und daher denke ich dass sie durch das kristallklare "blaue" Wasser irriitiert werden.
Zweitens, meine Hummeln schubsen nicht, sie kommen sich absolut überhaupt nicht ins Gehege (da bin ich ganz stolz drauf, weil meine Hummeln haben ein gutes Benehmen..:-))
Als drittens, haben wir extra die Solarfolie tagsüber, wenn wir nicht zu hause waren, auf dem Wasser gelassen, so konnte das Wasser unseren Haustieren nicht gefährlich werden...
Und viertens, so langsam verwelkt der Lavendel und ich werde ihn nächste Woche schneiden, dann gibts keine Nahrung mehr (es sind jetzt schon viel weniger Hummeln am Strauch als die Wochen vorher)

Du hast Recht, Christian, die Hummeln brauchen oft länger, um wieder "aufzukommen", wenn sie zu lang im Wasser waren, aber ich lege sie immer direkt auf eine Blüte ab, wenn sie es schaffen, ansonsten kommen sie direkt neben eine Blüte in den Schatten. Das macht Freude, wenn ich sie so wieder aufpäppeln konnte. Mit Zuckerwasser werde ich s jetzt auch noch probieren.

Ich habe mir schon überlegt einen Nistkasten zu kaufen, weiß aber noch nicht recht, wo der beste Platz ist. Wir haben nämlich nur 300 qm Grundstück, da steht ein Haus, eine Garage, ein Kräuter-und Blumenbeet und ein 6,50 x 3 m Pool drauf. Mmh, da ist der Platzt etwas begrenzt und die Hummeln sollen sich ja auch wohlfühlen.

Ich werde aber am Ball bleiben

Viele Grüße
Jutta

Hi Jutta,
bei mir im Garten gibts auch zahlreiche Hummeln. Hab aber auch jede Menge Trachtpflanzen, dachte es liegt daran. Umso interessanter ist Deine Beobachtung, könnte ja sein dass dieses Jahr - trotz des dürftigen Starts - ein gutes Hummeljahr war!
Noch zu Deinem Anliegen. Wenn du Hummeln im Pool findest die kein Lebenszeichen mehr geben. Dann leg sie doch vor Ameisen etc geschützt in den Schatten. So manche Hummel kann da wieder "hochfahren". direkte sonne ist dagegen schlecht. Evtl müsstest du mit Zuckerwasser/Honig nachfüttern oder die Tiere wieder auf ne Blüte setzen.Wär gut, denn z.T. handelt es sich bestimmt um Geschlechtstiere. Da isses schade um jede Jungkönigin.

Zum Lavendel: Einfach verpflanzen geht da nicht, oder?
Habt ihr schon dran gedacht fürs nächste Jahr nen Kasten/Nisthilfe aufzustellen?
Gruß und noch viel Freude mit den Hummeln

Christian
Großer Nestumbau - Warum? Christoph 31.07.2013 10:23

Hallo zusammen!

[img:http://abload.de/img/l1100169-019qj54.jpg]

Hab mal wieder eine Frage: Seit ein paar Tagen (keine Hitze mehr!) transportieren meine Erdhummeln viel Nistmaterial ins Freie. Einige Königinnen "wohnen" nun auch draußen vor dem Eingang. Im Kasten ist genug Platz. Im Kasten sitzen abends ca 30 - 40 Jungköniginnen auf dem Nest. Flugbetrieb etc. alles normal.

Soll ich das so lassen oder das Nistmaterial vor dem Eingang entfernen? Warum tun Erdhummeln sowas? Meine Steinhummeln sind diesbezüglich ganz brav.

Gruß Christoph

Großer Nestumbau - Warum? KiGaZw 31.07.2013 11:11

Hi!

Das machen meine Erd- und Baumhummeln auch. Jedes Jahr.

Meine Baumhummeln haben inzwischen überhaupt kein Nistmaterial mehr.

Grüße

KiGaZw
Mein Hummeltagebuch (externer Link, nicht mehr verfügbar)

Großer Nestumbau - Warum? Luc 31.07.2013 18:26

Steinhummeln machen das auch.
Wohl wenn die Individuen-starken Völker mehr Platz brauchen, räumen sie aus.
In übergrossen Bruträumen werden sie es eher nicht nötig haben.