Beiträge aus 2012

Status meiner Völker, teils sehr erfreuliche Entwicklungen Michel 28.07.2012 23:19

Hallo zusammen,

die Hummelsaison ist hier im Erzgebirge, entgegen vieler Meldungen aus anderen Regionen des Landes, bisher sehr erfreulich. Von allen regulären Arten gibt es reichlich Vorkommen, es brummt und summt an diversen Nahrungspfanzen. Auch wenn ich bisher weniger Naturnester gefunden habe wie im letzten Jahr, so kann man von einer guten Hummelsaison 2012 sprechen.

Ähnlich ist auch der Entwicklungsverlauf meiner eigenen Völker. 4 Erdhummelnester haben sich recht unterschiedlich entwickelt. Ein früh drohnenbrütiges Nest der Dunklen Erdhummel hat immerhin reichlich Drohnen (>350) hervorgebracht und ein verhältnismäßig großes Nest produziert - mittlerweile ist das Nest allerdings abgestorben. Ein 2. Nest der Art ist mit 100 Arbeiterinnen auch nicht besonders stark geworden, hat aber immerhin 61 Jungköniginnen und >250 Drohnen produziert. Mittlerweile ist auch dieses Nest so gut wie abgestorben. Das 3. Nest der Dunklen Erdhummel (Schweglerkasten) hat sich wunderbar entwickelt. Zwar war es mit ca. 170 Arbeiterinnen und einer Gesamtvolkstärke von ca. 230 Tieren auch nicht riesig, aber es produziert seit Wochen Jungköniginnen in großer Zahl. Gerade bei hohen Tagestemperaturen sitzen zahllose Jungköniginnen in großen Gruppen auf dem Nest. Die Altkönigin ist weiterhin aktiv und legt noch Eier! Ich rechne hier mit >200 Jungköniginnen.

Ein 4. Nest der Kryptarum-Erdhummel hat ebenfalls recht erfolgreich abgeschlossen, nachdem hier doch recht früh auch Wachsmotten einige Probleme bereiteten. Genaue Bilanz dieses Volkes wird aber noch folgen, da immer noch einige Arbeiterinnen aktiv sind.

Zudem habe ich noch ein Steinhummelnest. Nachdem sich das Nest mit bis zu 190 Arbeiterinnen doch sehr gut entwickelte, scheint nun die Altkönigin der unerlässlichen Konkurrenz durch die Arbeiterinnen zu erliegen - sie sieht sehr mitgenommen aus. Dennoch gibt es auch hier mitterweile Brut neuer Jungköniginnen.

Auffallend ist dieses Jahr ein extremes Vorkommen von Wachsmotten. So viele wie dieses Jahr habe ich noch nie gehabt. Teils werden die Nester regelrecht von den Faltern umlagert, fast alle Nester sind mittlerweile mehr oder weniger befallen, wobei ich durch BT-Behandlung oft schlimmeres verhindern konnte. In den zurückliegenden Jahren hatte ich mal ein Nest hier und da, was später befallen wurde, aber dieses Jahr ist es schon erheblich...

Dennoch zeichnet sich eine sehr erfreuliche Bilanz auch bei den eigenen Völkern ab. Vor allem das eine Nest der Dunklen Erdhummel ist auch meiner Sicht ein Grund zur Freude - bei der Masse neuer Jungköniginnen...

Komplett bebilderter Bericht wie immer hier im Tagebuch: TAGEBUCH 2012 (externer Link, nicht mehr verfügbar)

Viele Grüße
Michel

Status meiner Völker, teils sehr erfreuliche Entwicklungen LUC 29.07.2012 20:56
Hallo zusammen,

die Hummelsaison ist hier im Erzgebirge, entgegen vieler Meldungen aus anderen Regionen des Landes, bisher sehr erfreulich. Von allen regulären Arten gibt es reichlich Vorkommen, es brummt und summt an diversen Nahrungspfanzen. Auch wenn ich bisher weniger Naturnester gefunden habe wie im letzten Jahr, so kann man von einer guten Hummelsaison 2012 sprechen.

Ähnlich ist auch der Entwicklungsverlauf meiner eigenen Völker. 4 Erdhummelnester haben sich recht unterschiedlich entwickelt. Ein früh drohnenbrütiges Nest der Dunklen Erdhummel hat immerhin reichlich Drohnen (>350) hervorgebracht und ein verhältnismäßig großes Nest produziert - mittlerweile ist das Nest allerdings abgestorben. Ein 2. Nest der Art ist mit 100 Arbeiterinnen auch nicht besonders stark geworden, hat aber immerhin 61 Jungköniginnen und >250 Drohnen produziert. Mittlerweile ist auch dieses Nest so gut wie abgestorben. Das 3. Nest der Dunklen Erdhummel (Schweglerkasten) hat sich wunderbar entwickelt. Zwar war es mit ca. 170 Arbeiterinnen und einer Gesamtvolkstärke von ca. 230 Tieren auch nicht riesig, aber es produziert seit Wochen Jungköniginnen in großer Zahl. Gerade bei hohen Tagestemperaturen sitzen zahllose Jungköniginnen in großen Gruppen auf dem Nest. Die Altkönigin ist weiterhin aktiv und legt noch Eier! Ich rechne hier mit >200 Jungköniginnen.
Ein 4. Nest der Kryptarum-Erdhummel hat ebenfalls recht erfolgreich abgeschlossen, nachdem hier doch recht früh auch Wachsmotten einige Probleme bereiteten. Genaue Bilanz dieses Volkes wird aber noch folgen, da immer noch einige Arbeiterinnen aktiv sind.

Zudem habe ich noch ein Steinhummelnest. Nachdem sich das Nest mit bis zu 190 Arbeiterinnen doch sehr gut entwickelte, scheint nun die Altkönigin der unerlässlichen Konkurrenz durch die Arbeiterinnen zu erliegen - sie sieht sehr mitgenommen aus. Dennoch gibt es auch hier mitterweile Brut neuer Jungköniginnen.

Auffallend ist dieses Jahr ein extremes Vorkommen von Wachsmotten. So viele wie dieses Jahr habe ich noch nie gehabt. Teils werden die Nester regelrecht von den Faltern umlagert, fast alle Nester sind mittlerweile mehr oder weniger befallen, wobei ich durch BT-Behandlung oft schlimmeres verhindern konnte. In den zurückliegenden Jahren hatte ich mal ein Nest hier und da, was später befallen wurde, aber dieses Jahr ist es schon erheblich...

Dennoch zeichnet sich eine sehr erfreuliche Bilanz auch bei den eigenen Völkern ab. Vor allem das eine Nest der Dunklen Erdhummel ist auch meiner Sicht ein Grund zur Freude - bei der Masse neuer Jungköniginnen...

Komplett bebilderter Bericht wie immer hier im Tagebuch: TAGEBUCH 2012 (externer Link, nicht mehr verfügbar)

Viele Grüße
Michel

Hallo Michel,
weil bei Dir so viele Wachsmotten sind, folgende Frage:
Arbeitest Du auch mit Duftbarrieren im/am Hummelnest, oder nur mit Klappe und B.t.?

Mich frisst der Neid bei Deinem Massenvorkommen an Erdhummeln. Waren die Königinnen im Frühjahr noch zuhauf an den ersten Crocussen dran, sind seit mind. 2 Monaten keine mehr zu sehen.

mfg LUC
Innviertel OÖ

Status meiner Völker, teils sehr erfreuliche Entwicklungen Michel 29.07.2012 21:51

Hallo,

habe Kästen mit Klappe und welche ohne. Duftbarrieren habe ich früher getestet, Lavendel und Heilplfanzenöl, aber das hat die Wachmotte auch nicht gehindert, ins Nest einzudringen.

Wachsmotten waren aber bisher in all den Jahren nie ein Problem, da sie, wenn überhaupt, erst am Ende der Nestentwicklung eingedrungen sind. Meist haben die Wächterinnen die Sache ganz gut im Griff gehabt, allerdings sah man auch nur ab und an mal einen Falter an den Kästen sitzen.

Anders in diesem Jahr, bereits Anfang Juni wurden einige stärkere Nester regelrecht belagert - teils 10 und mehr Falter gleichzeitig am Kasten! Sowas habe ich vorher noch nicht beobachten können. Trotz Wächterinnen oder Klappen kam es letztlich zum Befall, der teils recht erheblich war. Durch frühzeitiges Behandeln befallener Nester (Behandlung erfolgte nur, insofern sie nicht ohnehin bereits im Absterben inbegriffen waren) konnten aber alle Kolonien ohne größere Schäden bisher gerettet werden und sich erfolgreich weiterentwickeln. Behandlung erfolgte durch BT und Entfernung befallener Wabenareale. Aber auch die Befallsdichte ist dieses Jahr enorm, in einem Kasten (Nest war bereits fast abgestorben) habe ich 9 Falter entdeckt! Im Nest ein Gewusel von Wachsmottenlarven. Aber da dort eh keine Brut mehr vorhanden war, ist die Schadwirkung nicht nennenswert gewesen.

Ich war bisher auch der Meinung, dass die Falter nur in direkter Nestnähe Eier plazieren. Aber nach dieser Saison sehe ich das etwas anders. Ich würde meinen, dass die Weibchen auch im Bereich des Vorbaus Eier ablegen. Auch wenn die Eier sich durch die kälteren Temperaturen außerhalb vom Nest langsamer entwickeln, irgendwann schlüpfen sie, und sei es bei heißen Temperaturen einzelner Warmphasen. Die Larven ernähren sich dann vom Kot und Resten im Vorbau, der ja bei Erdhummeln oder Steinhummeln oft sehr verschmutzt ist, bis sie dann auch über Vorbau und Laufröhre in den Brutraum vordringen. Bei einem Nest war beispielsweise Vorbau, Laufröhre und der Bereich des Nestes, welcher nahe an der Laufröhre anliegt, befallen - ein Indiz für meine obigen Überlegungen. In dem Falle schützt dann auch die Mottenklappe nicht mehr...

Naja, durch häufige Nestkontrollen konnten aber, wie gesagt, aller Nester gut gegen die Motte verteidigt werden. Ich kann nur regelmäßige Nestkontrollen jedem empfehlen - denn wenn man nur oberflächlich schaut ohne Nestöffnung, bemerkt man ev. Befall erst zu spät...

Vg,
Michel

Status meiner Völker, teils sehr erfreuliche Entwicklungen LUC 30.07.2012 17:28

Servus Michel,

besten Dank. Mit Hummeln bin ich erst seit kürzerem intus, deshalb sind solche Erfahrungswerte ungemein informativ für den Ungeübteren.
Ähnliche Pheromonfallen wie sie im Obstbau, aber auch beim Fichtenborkenkäfer ( wie ich sie im Fichtenforst verwende ),
gibt es leider für diese Wachsmotte scheinbar leider nicht. Wenn der Luftzug aus dem oberen Bereich der Hummelkastenentlüftungen thermisch entweicht, u. hier feinstes verbiss-sicheres Gaze ist, müsste die Motte ja in erster Linie hier ihr Gelege deponieren. Mit Raupenleim dekoriert, wird zumindest ein Teil davon vernichtet, glaub ich.
Auch meine beiden Steinhummelvölker sind ziemliche Scheisser, also fliegt die Motte diesen Duftmagnet an. Bin aber bis jetzt glaub ich Mottenfrei.
Vorbau habe ich keine, zu was diese wirklich gut sein sollen, weiss ich immer noch nicht. Bei mir gehts gleich hinter der Klappe über dem Schlauch zum Nistkarton.
Irgendwie schwebt mir das System der Borkenkäferfallen vor, in dem der Käfer durch das Pheromon angelockt, an die Prallwand anfliegt u. ins entspannte Wasser fällt. Überm Wasser ist jedoch ein grobes Gitter, durch das der Käfer fällt, aber nicht der ungeladene Zufallsbesucher. Auch Hummelköniginnen, kleine Eidechsen etc. sah ich ohne Gitter im Wasser.
Wenn die Motte bzw die junge Raupe die Klappe trotzdem passiert, die Hummel aber gehindert wird, in die Falle hinter der Klappe ( im Vorbau bspw. ) zu fallen oder festzukleben, wäre auch schon ein weiteres Hindernis geschaffen.
Da muss noch was zu erfinden sein. Die Hummelklappe ist ja auch noch relativ neu.

mfg LUC

Status meiner Völker, teils sehr erfreuliche Entwicklungen Helena 31.07.2012 15:56

Die Pheromonfallen locken ja nur die männlichen Tiere an, folgedessen können die Weibchen nicht befruchtet werden... Es sollte eigentlich schon möglich sein, das Pheromon der weiblichen Motte nachzubilden, aber das lohnt sich wohl nicht, zuwenig Bedarf. Die Imker werden der Motte ja offenbar auch mit BTI ausreichend Herr...
Der Vorbau kann u.a. dazu dienen, Zuckerwasser in Legobausteinen anzubieten. Zudem verfügen meine von Hummelfreund.com über eine zusätzliche, indirekte (weil gegenseitig verschobene und so kaum Licht einlassende) Belüftungsöffnung inkl. Mottenfalle zwischen den beiden Löchern (Kleber). Legt eine Motte wider Erwarten von aussern Eier, fallen sie innen gleich auf die Kleber.

Meine Steinhummeln haben sich bevorzugt im Vorbau drin versäubert; dann habe ich ihn mit Zeitungspapier ausgelegt und konnte so den Dreck auffangen. Eine Landeplattform für die Hummeln ist ja in jedem Fall zu empfehlen, ansonsten können sie ja die Klappe gar nicht anheben.

Status meiner Völker, teils sehr erfreuliche Entwicklungen LUC 31.07.2012 20:13
Die Pheromonfallen locken ja nur die männlichen Tiere an, folgedessen können die Weibchen nicht befruchtet werden... Es sollte eigentlich schon möglich sein, das Pheromon der weiblichen Motte nachzubilden, aber das lohnt sich wohl nicht, zuwenig Bedarf. Die Imker werden der Motte ja offenbar auch mit BTI ausreichend Herr...
Der Vorbau kann u.a. dazu dienen, Zuckerwasser in Legobausteinen anzubieten. Zudem verfügen meine von Hummelfreund.com über eine zusätzliche, indirekte (weil gegenseitig verschobene und so kaum Licht einlassende) Belüftungsöffnung inkl. Mottenfalle zwischen den beiden Löchern (Kleber). Legt eine Motte wider Erwarten von aussern Eier, fallen sie innen gleich auf die Kleber.

Meine Steinhummeln haben sich bevorzugt im Vorbau drin versäubert; dann habe ich ihn mit Zeitungspapier ausgelegt und konnte so den Dreck auffangen. Eine Landeplattform für die Hummeln ist ja in jedem Fall zu empfehlen, ansonsten können sie ja die Klappe gar nicht anheben.

Hallo Helena,
deinen erwähnten Eingangsbereich muss ich mir noch näher ansehen. Danke für den Hinweis.
Das mit dem Zufüttern vergleiche ich mit Vogelfüttern im Frühjahr/Sommer. Dass dadurch der Bruterfolg bei Hummeln besser ist, sieht man bei euren Rückmeldungen. Ein natürlicher Vorgang ist das aber nicht. Dass in den sterileren städtischen Bereichen weniger Trachtangebot ist als in noch intakteren Landgegenden wie bei mir ist, ist soweit klar.
Allzusehr eingreifen möchte ich auch wieder nicht. Eine bessere Behausung als der ungeschützte Holzhaufen sind gute Hummelkästen allemal. Und Safari vor der Haustür ist es auch. Soweit meine Ansichtsweise.

mfg Luc

Status meiner Völker, teils sehr erfreuliche Entwicklungen Helena 31.07.2012 22:45

Ich habe nur einmal dieses Jahr versucht, während Schneetreiben meine Gartenhummelkönigin mit Zuckerwasser vom Ausfliegen abzuhalten, aber sie hat es ignoriert (die Kirschbäume der Nachbarn haben es gedankt). Königinnen nehmen offenbar – wenn überhaupt – Futter nur an, wenn es direkt im Nestbereich angeboten wird. Bei knapp Null Grad würde ich die Nestkugel aber niemals öffnen. Ansonsten bin ich auch nicht unbedingt ein Fan von Futterstellen usw., auch wenn einige hier offenbar so viel grössere Völker und mehr Geschlechtstiere bekamen als ohne Zusatzfütterung... Natürlich soll man dennoch auch für ein reiches, durchgehendes Nahrungsangebot im Garten sorgen.

Pheromonfalle Martin 02.08.2012 23:01
Die Pheromonfallen locken ja nur die männlichen Tiere an, folgedessen können die Weibchen nicht befruchtet werden... Es sollte eigentlich schon möglich sein, das Pheromon der weiblichen Motte nachzubilden,

Tatsächlich wurden erst kürzlich die Bestandteile analysiert und veröffentlicht. Männchen haben im Laborversuch wohl auch auf die künstlich erstellten Pheromone reagiert.

Females of the Bumblebee Parasite, Aphomia sociella, Excite Males Using a Courtship Pheromone
Jirí Kindl, Pavel Jiroš, Blanka Kalinová, Petr Žácek and Irena Valterová
Journal of Chemical Ecology
Volume 38, Number 4 (2012), 400-407, DOI: 10.1007/s10886-012-0100-3
http://www.springerlink.com/content/e064k31nq0260467/ (externer Link, nicht mehr verfügbar)

Wachsmotten bei mir Christian 01.08.2012 09:19

Hi,
bei mir fliegen die Wachsmotten, im gegensatz zum Erzgebirge, bereits im Mai.
bin im Juli umgezogen und hab deshalb im mai meine Völker bei Verwandten aufgestellt. Bis aufs Baumhummelvolk. Bei den Baumhummeln lebte die Königin bis Ende Juli, es gab aber keine Eier mehr. Motten waren ca. 15 Stück im Kasten, Dank BT (einmal behandelt) und der regelmäßigen Kontrolle null Befall.
Die Helle Erdhummel hatte einen einzigen Falter im Kasten. Ein starkes Volk mit Wächter im Schweglerkasten. 14 Tage hatte ich nicht kontrolliert, dann war das Nest, trotz BT Behandlung kompletto aufgefressen! Wie seltsam, das Mittel hat nicht angeschlagen.
Die Steinhummeln hatten auch Falter im Kasten, da hat das Mittel angeschlagen. Null Befall.

Bei allen Maßnahmen gegen die Motte scheint eines unverzichtbar zu sein: regelmäßige Kontrollen. Heißt ab und Zu öffnen der Nistkugel, obwohl ich das gar nicht gerne mache.

Christian

Steinhummeln Christian 01.08.2012 09:25

Die Steinhummel hat sich in diesem Jahr besonders verhalten und entwickelt.

Zuerst, wie bei vielen von euch, kamen Ende April zahlreiche Jungköniginnen aus der Erde. Die waren sehr aggressiv: verdrängung anderer Arten und gegenseitiges Totstechen.
Dannach entwickelten sich meine beiden Völker sehr dürftig.
Bei einem verschwandt die Königin, das Volk ging Ende Juni zugrunde.
Das andere Volk wuchs zuerst stark an und dann war Schluß. Die Queen ist noch da, aber es gibt kaum Königinnenbrut. Recht groß waren meine Völker dieser Art in den letzten beiden Jahren nie. Aber sie waren erfolgreich.

Nebenbei ist bei der Ackerhummel alles beim alten. Wächst langsam und stetig.

Christian

Steinhummeln als Terrassenkehrer LUC 01.08.2012 20:04

Hallo zusammen!

Alsdann, die Gschicht ist so:
Seit ca.1 Tag sind 2 Arbeiterinnen scheinbar nur damit beschäftigt, Sägespäne u. trockenes Erdreich in Grabwespenmanier gezielt den Eingang vollzumüllen. Jedoch nicht vom Nest heraus, sondern sie kehren mit dem Rücken zur Haustür bis ca. 35cm davon entfernt das vor dem Kasten liegende Material zum Eingang hin. Dieser Kasten ist teilversenkt, die Hummelklappe leicht erhöht über Erdbodenebene. Eine kleine Stufe, etwa 1,5cm über Erdbodenniveau ist der Höhenunterschied. Bis jetzt haben es sie geschafft, etwa 2 Händevoll vor die Klappe zu scharren. Klappenunterkante bis Kehricht z.Zt. 0,5cm. Habe dann Nachmittags dieses Material entfernt, beide Hummeln scharrten unbeirrt weiter.
Volksstärke geschätzte 150 Ex. Sah vor wenigen Tagen erste Jungköniginnen passieren.

Könnt ihr mir dieses scheinbar völlig unnötige Verhalten erklären?!
Könnte es damit zusammenhängen, dass sie den zur Mottenabwehr über dem Brutraumgitter liegenden, stinkenden Maulwurfskugeln überdecken wollen? Sehe dieses Verhalten aber erst seit gestern.

mfg LUC

Steinhummeln als Terrassenkehrer Karin B. 03.08.2012 15:11

Hallo Luc,
ich habe sowas mal bei einem Erdhummelnest beobachtet. Die wohnten unter einer Treppe auf der Terrasse und begannen irgendwann kleine Steinchen vor den Eingang zu rollen. 2 Steinroll-Hummeln waren unentwegt im Einsatz, sogar im Dunkeln! Die Lücke hinter der Treppe war recht groß, ich habe mir gedacht, sie wollten in der Tat das Loch verkleinern, um den Eingang besser unter Kontrolle zu haben. Da saßen auch immer zwei Wächterinnen. Ich hatte mich auch sehr gewundert.
Viele Grüße, Karin

Hallo zusammen!

Alsdann, die Gschicht ist so:
Seit ca.1 Tag sind 2 Arbeiterinnen scheinbar nur damit beschäftigt, Sägespäne u. trockenes Erdreich in Grabwespenmanier gezielt den Eingang vollzumüllen. Jedoch nicht vom Nest heraus, sondern sie kehren mit dem Rücken zur Haustür bis ca. 35cm davon entfernt das vor dem Kasten liegende Material zum Eingang hin. Dieser Kasten ist teilversenkt, die Hummelklappe leicht erhöht über Erdbodenebene. Eine kleine Stufe, etwa 1,5cm über Erdbodenniveau ist der Höhenunterschied. Bis jetzt haben es sie geschafft, etwa 2 Händevoll vor die Klappe zu scharren. Klappenunterkante bis Kehricht z.Zt. 0,5cm. Habe dann Nachmittags dieses Material entfernt, beide Hummeln scharrten unbeirrt weiter.
Volksstärke geschätzte 150 Ex. Sah vor wenigen Tagen erste Jungköniginnen passieren.

Könnt ihr mir dieses scheinbar völlig unnötige Verhalten erklären?!
Könnte es damit zusammenhängen, dass sie den zur Mottenabwehr über dem Brutraumgitter liegenden, stinkenden Maulwurfskugeln überdecken wollen? Sehe dieses Verhalten aber erst seit gestern.

mfg LUC
Frage zur Zuckerlösung Bago 03.08.2012 15:31

Hallo,

normalerweise verwende ich 50g normalen, 50g Fruchtzucker auf 100ml Wasser. Die Mischung wird gern angenommen.

Was würde passieren, wenn man nur normalen Zucker mit Wasser vermischt. Ist das für die Hummeln schädlich? Ich frage mich nämlich, wofür der Fruchtzucker gut ist...

Gruß Alex aus Dortmund

Frage zur Zuckerlösung - Steinhummeln nehmen sie im Freiland nicht an Bulli 03.08.2012 20:59

Hallo zusammen,

gerne möchte ich mich an das Thema anhängen.

Das Problem ist, dass die Steinhummeln hier die Zuckerlösung nicht annehmen.
Ich füttere gerade 1:1:2 (Raffinadezucker:Fruchtzucker:Wasser) injiziert in Blüten.
Geht nicht anders, wegen der Honigbienen.
Keine der hier herumfligenden Steinhummeln nimmt die Lösung an.
Sie arbeiten z. B. die Sonnenblumenblüte durch, bis sie an die Stelle kommen, auf die ich die Lösung aufgespritzt habe, zucken zurück und fliegen weg.

Dagegen wird die Mischung von Erdhummeln, Ackerhummeln aber auch von Bienen, Schwebfliegen, Wespen und Faltern angenommen.

@Bago

normalerweise verwende ich 50g normalen, 50g Fruchtzucker
auf 100ml Wasser. Die Mischung wird gern angenommen.
Was würde passieren, wenn man nur normalen Zucker mit
Wasser vermischt. Ist das für die Hummeln schädlich? Ich
frage mich nämlich, wofür der Fruchtzucker gut ist...

Wenn ich mich recht entsinne ist der Fruchtzucker dabei, damit die Hummeln die Zuckerlösung schneller akzeptieren (bzw überhaupt akzeptieren) und damit die Zuckerlösung nicht so schnell wieder kristallisiert.
Fruchtzucker in Form von Körnern nimmt die Feuchtigkeit aus der Luft auf und verflüssigt sich somit automatisch. Darum ist Fruchtzucker in Plastikbeuteln abgepackt.

Mit reiner Raffinadezuckerlösung habe ich noch nicht gearbeitet.

Frage zur Zuckerlösung - Steinhummeln nehmen sie im Freiland nicht an Bulli 04.08.2012 08:11

Hallo,

ach, die 1:1:2 Zuckerlösung ist die alte Mischung. Seitdem es heißer ist, nutze ich die 1:1:3 Mischung. Beide wurden und werden durch Steinhummeln verschmäht.

Nach der Lektüre des Internets erscheint es sinnvoll eine Mischung zu wählen, die ähnlich ist wie der zur Zeit von den Sonnenblumen angebotene Nektar.

Der erste Versuch wird eine Mischung mit 13 % Traubenzucker, 13 % Fructose, 4 % Saccharose und 70 % Wasser.
Bei Erfolg wird der Wasseranteil reduziert.

Viele Grüße

Bulli

Frage zur Zuckerlösung - Steinhummeln nehmen sie im Freiland nicht an Bulli 07.08.2012 00:42

Hallo zusammen,

leider konnte ich noch keine Steinhummel testen.
Am Samstag morgen war zwar eine länger an der Sonnenblume, aber weil ich eine neues Fläschchen genommen hatte, kannte ich mich noch nicht mit dem Strahl aus. Zuerst waren zwei Löcher drin (ein normales und ein seitliches), die den Strahl unkontrollierbar machten. Letztlich haben sie sich dann bei starkem Druck auf die Flasche geteilt ... und dabei wurde die Steinhummel vermutlich bespritzt. Jedenfalls war sie dann weg.

Inzwischen kommen Steinhummeln nur noch für maximal eine Sekunde an die Sonnenblumenblüten oder sie schwirrten nur kurz davor herum.

Viele Grüße

Bulli

Frage zur Zuckerlösung - Steinhummeln nehmen sie im Freiland nicht an Bulli 27.08.2012 21:47

Hallo zusammen!

In den letzten Woche versuchte ich heraus zu finden, warum die Steinhummeln lieber wegfliegen, als eine 1:1:3 Zuckerlösung in einer Blüte ihrer Wahl anzunehmen.
Die Testreihe muss mangels Testobjekten als Beendet erklärt werden.

Die Angaben zur Mischung sind in der Reihenfolge Raffinadezucker:Fruchtzucker:Traubenzucker:Wasser.

Die Lösung wurde jeweils mit einem feinen Strahl auf/in die Blüte gespritzt, auf der sich die Steinhummel bereits zur Nektarsuche niedergelassen hatte. Ausgewertet wurden nur die Tests, bei denen die Steinhummel nach dem aufspritzen noch auf der Blüte saß und noch mindestens drei Sekunden Nektarsuche in unpräparierten Blütenarealen verbrachte, um zum präparierten Bereich zu kommen.

Diese Mischungen wurden angenommen.

10.08.
Morgens labte sich eine Arbeiterin an einer Blüte, in die ich eine 1:5:0:15 Zuckerlösung gespritzt hatte.

11.08.
Steinhummel-Arbeiterin nimmt eine Zuckerlösung von 2:3:3:8 an. Sie zuckt aber noch zurück, fliegt aber nicht verschreckt davon.

12.08.
Steinhummel nimmt eine Zuckerlösung 1:3:3:5 in einer Sonnenblume an.

13.08.
Heute bekamen eine Arbeiterin eine Mischung 1:3:2:5 in die Sonnenblumenblüte gespritzt und nahmen sie an.

14.08.
Die Gegenprobe, ob Steinhummeln die 1:1:3 Mischung annehmen, ging bei einer Jungkönigin auf einem roten Sonnenhut gut. Es war eine Hummel, die an der vorherigen Verkostung diverser Mischungen nicht teilgenommen hatte. Eventuell war es sogar die Jungkönigin, die vor einigen Tagen bei der gleichen Mischung verschreckt von dannen flog.

Ich hätte die Versuchsreihe gerne weiter geführt, aber die einzigen Steinhummeln, die noch herum fliegen scheint ein Drohn zu sein, aber der interessiert sich hier nur für den Salbei, den man schlecht präparieren kann. Die Korbblütler mit ihren vielen hunderten Einzelblütenständen sind dafür besser geeignet.

Bleibt die Frage woran es gelegen haben könnte, dass die Steinhummeln vorher die 1:1:3 Mischung zum Anlass nahmen lieber wegzufliegen.

Ein Erklärungsansatz wäre, dass die Zuckerlösung an einer Stelle war, wo sie die Steinhummeln nicht erwarteten. Beim Einspritzen oder Aufspritzen werden die Blüten auch auf einer höheren Ebene benetzt, als sie üblicherweise Nektar bilden.

Soweit erstmal. :-)

Viele Grüße

Bulli

Frage zur Zuckerlösung Harry 03.08.2012 21:06

Die Mischung wird von den Hummeln besser vertragen.
Hummeln ernähren sich von Nektar und Pollen von Blütenpflanzen. Nektar ist eine Lösung von Rohrzucker oder Rübenzucker (Saccharose) also Haushaltszucker mit Konzentrationen zwischen 25 und 85 %.
Die Hummeln nehmen ihn mit ihrem Rüssel auf. In den Speicheldrüsen sind die Enzyme Amylase und Invertase enthalten. Amylase spaltet Stärke und Invertase Rohrzucker in Traubenzucker und Fruchtzucker.

Frage zur Zuckerlösung Bago 03.08.2012 22:26

Hallo,

danke für die Erklärung.

Die Mischung wird von den Hummeln besser vertragen.

Hast du das beobachten können. Ich werde es morgen gleich mal ausprobieren.

Hummeln ernähren sich von Nektar und Pollen von Blütenpflanzen. Nektar ist eine Lösung von Rohrzucker oder Rübenzucker (Saccharose) also Haushaltszucker mit Konzentrationen zwischen 25 und 85 %.
Die Hummeln nehmen ihn mit ihrem Rüssel auf. In den Speicheldrüsen sind die Enzyme Amylase und Invertase enthalten. Amylase spaltet Stärke und Invertase Rohrzucker in Traubenzucker und Fruchtzucker.
Hummelnester oberirdisch LUC 06.08.2012 21:15

Beim Heuen erinnerte ich mich wieder. Die heuer erstmals gemähten Grasstreifen ausserhalb des Zauns waren getrocknet. Einige Säcke für die nächstjährigen Hummelkasten-Nester gefüllt, u. das duftende Heu kam auf den Komposthaufen.
Da war doch im Frühjahr diese eine Grashummel, die permanent die noch stehenden Gras-u. Staudentuffs immer wieder durchsuchte. Auch später noch konnte man mind. 2 Königinnen dran sehen. Ich hatte dann an solcher Stelle einen halb vergrabenen Nistkasten deponiert (mit Klappe), und erst zögernd dann aber endgültig zog mir die Hummel ein. Aber auch erst, nachdem ich die Vorderseite bis auf das Loch völlig mit Gras u. Moos verblendet hatte. Leider kam sie dann, bei schon geschlossener Klappe u. mit einer Brutwabe, abhanden.
Nur 1m entfernt sah ich dann vor etwa 3 Wochen genauso ein leeres Nest im Grasfilz, wie sie lt. Literatur u.a. Grashummel bevorzugt. Auch Sand-u. Veränderliche Hummel glaub ich waren im Frühjahr im Garten.
Habt ihr schon mal versucht, einen trockenen Grasbündel, ev. mit grobem Gitter umrahmt u. mit simuliertem Mäusenest im Zentrum, eine Königin anzusiedeln? Kennt ihr ev. jemandem, der dies erfolgreich praktiziert?

mfg LUC

Hummelnester oberirdisch Bago 06.08.2012 21:21
Beim Heuen erinnerte ich mich wieder. Die heuer erstmals gemähten Grasstreifen ausserhalb des Zauns waren getrocknet. Einige Säcke für die nächstjährigen Hummelkasten-Nester gefüllt, u. das duftende Heu kam auf den Komposthaufen.
Da war doch im Frühjahr diese eine Grashummel, die permanent die noch stehenden Gras-u. Staudentuffs immer wieder durchsuchte. Auch später noch konnte man mind. 2 Königinnen dran sehen. Ich hatte dann an solcher Stelle einen halb vergrabenen Nistkasten deponiert (mit Klappe), und erst zögernd dann aber endgültig zog mir die Hummel ein. Aber auch erst, nachdem ich die Vorderseite bis auf das Loch völlig mit Gras u. Moos verblendet hatte. Leider kam sie dann, bei schon geschlossener Klappe u. mit einer Brutwabe, abhanden.
Nur 1m entfernt sah ich dann vor etwa 3 Wochen genauso ein leeres Nest im Grasfilz, wie sie lt. Literatur u.a. Grashummel bevorzugt. Auch Sand-u. Veränderliche Hummel glaub ich waren im Frühjahr im Garten.
Habt ihr schon mal versucht, einen trockenen Grasbündel, ev. mit grobem Gitter umrahmt u. mit simuliertem Mäusenest im Zentrum, eine Königin anzusiedeln? Kennt ihr ev. jemandem, der dies erfolgreich praktiziert?

mfg LUC

Hallo,

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Gruß Alex aus Dortmund

Hummelnester oberirdisch LUC 06.08.2012 21:58

Hallo Alex,
besten Dank für beide Linkangaben. Bin erst seit heuer dabei, u. habe auch nicht im Forumsarchiv nachgeschaut.
Die vorgenannte Grashummel hatte übrigens mehrfach auch eine halbe Kiste mit Holzwolle inspiziert, die ich noch nicht weggeräumt hatte. Das Reisighaufen Hummelmagneten sind, kann ich bestätigen. Ähnlich ist es mit halbverwachsenen Erdhaufen, da kann man mit Fanglöchern zuhauf Hummelköniginnen abfangen.
Ich erlebe es ja selbst bei mir, je unordentlicher die Umgebung, desto mehr Wildbienen.
Nach deinen Links ist die Lunte gerochen!

mfg LUC

Hummelnester oberirdisch LUC 06.08.2012 22:02
Hallo Alex,
besten Dank für beide Linkangaben. Bin erst seit heuer dabei, u. habe auch nicht im Forumsarchiv nachgeschaut.
Die vorgenannte Grashummel hatte übrigens mehrfach auch eine halbe Kiste mit Holzwolle inspiziert, die ich noch nicht weggeräumt hatte. Das Reisighaufen Hummelmagneten sind, kann ich bestätigen. Ähnlich ist es mit halbverwachsenen Erdhaufen, da kann man mit Fanglöchern zuhauf Hummelköniginnen abfangen.
Ich erlebe es ja selbst bei mir, je unordentlicher die Umgebung, desto mehr Wildbienen.
Nach deinen Links ist die Lunte gerochen!

mfg LUC

Nachtrag sooorry!!!
Hallo Bago hätte es heissen müssen, hatte vorhin einen Alex an der Angel.

mg LUC

Hummelnester oberirdisch Bago 07.08.2012 09:22

Hä?

Habe ich nicht Gruß Alex geschrieben? :D

Ich lasse den Forenname nur, weil ich den schon seit nun mehr 3 Jahren habe...

Außerdem heißt der Admin hier auch Alex. ;)

Gruß Alex aus Dortmund

Hummelnester oberirdisch Fienchen 08.08.2012 14:22
Einige Säcke für die nächstjährigen Hummelkasten-Nester gefüllt, u. das duftende Heu kam auf den Komposthaufen.

Hallo Luc,

wozu genau nutzt Du das Heu in den Käasten? Als Einstreuersatz unten oder als Wolleersatz in der oberen Schicht?

Gruß Fienchen

Hummelnester oberirdisch LUC 08.08.2012 19:36
Einige Säcke für die nächstjährigen Hummelkasten-Nester gefüllt, u. das duftende Heu kam auf den Komposthaufen.


Hallo Luc,

wozu genau nutzt Du das Heu in den Käasten? Als Einstreuersatz unten oder als Wolleersatz in der oberen Schicht?

Gruß Fienchen

Die erst ab August gemähte Blumenwiese enthält schon einen gewissen Anteil abgestorbener Stängel. Heisst, im getrocknetem Zustand ist es fast schon holzig. Dieses Heu zerschneide bzw. verhäcksle ich kleiner u. habe damit einen vollwertigen Ersatz für das sogenannte Kleintierstreu.
Eben dieses Heu ist die Unterlage, feineres unzerschnittenes kombiniere ich mit Moos als Nestaussenschicht, u. als als Innenausstattung nehme ich die Samenstände von Clematis thibetana ssp. vernay her. Dessen trockenen Haare ähneln dem Kapok.
Mische aber in geringeren Mengen Samenstände von Pulsatilla, Anemone sylvatica u. baldensis dazu.
Auch die Speiballen der Turmfalken sind mir willkommen. Diese enhalten ja einen hohen Anteil an Mäusehaaren.
Was passenendes im Garten anfällt, wird eben genommen.
Samen der genannten Clematis gibts bei mir. Dieses bis 4m hohe reichblütige Gewächs wird durchaus gerne von Bienen u. Hummeln aufgesucht. Pro ausgewachsener Clematis kann ich mind. 15 Hummelnestaustattungen machen.
Extra Polsterwolle/Kapok zukaufen gibt es bei mir nicht mehr.
Heu als reine Innenaustattung nehmen die Hummel i.d R. nicht an.

mfg LUC

alternative "Innenausstattung" Fienchen 10.08.2012 06:06

Hallo Luc,

Danke für die ausführliche Info.
Also Heu fällt bei mir genug an. Das werde ich dann fürs nächste Jahr mal ausprobieren.
Hatte heuer trockenes Moos mit Katzenhaaren unter die Polsterwolle gemischt. Hat gut funktioniert. Die besagten Pflanzen als Wolleersatz kenne/habe ich leider nicht. Also wirds auch nächstes Jahr wieder Polsterwolle geben :-)

Gruß Fienchen

alternative "Innenausstattung" LUC 10.08.2012 16:25
Hallo Luc,

Danke für die ausführliche Info.
Also Heu fällt bei mir genug an. Das werde ich dann fürs nächste Jahr mal ausprobieren.
Hatte heuer trockenes Moos mit Katzenhaaren unter die Polsterwolle gemischt. Hat gut funktioniert. Die besagten Pflanzen als Wolleersatz kenne/habe ich leider nicht. Also wirds auch nächstes Jahr wieder Polsterwolle geben :-)

Gruß Fienchen

Hallo Fienchen,

es müsste im Prinzip jede stärker wachsende Clematis ausreichend Samenstände produzieren. Wer Platz in die Höhe hat kann es ja versuchen, aber bitte nicht die grässlich grossen Züchtungen. Wildreben beim Pflanzenmarkt gibt es immer, zumindest in der Baumschule. Diese werden auch als Trachtpflanze von Hummeln besucht. Zum Beispiel die Tibetwaldrebe. Ausreissen kann man sie immer noch. Nachfragen kostet nichts.

mfg LUC

alternative "Innenausstattung" Fienchen 29.12.2012 15:24

Hallo Luc,

[img:http://www.bildercache.de/minibild/20121229-151732-531.jpg]

meinst Du diese Samenstände von clematis (Sorte weiss ich nicht genau)? Sind nicht allzu groß aber ich sollte genügend zusammen bekommen. Feuchtigkeitsresistent sind die jedenfalls.

Gruß Fienchen

alternative "Innenausstattung" Luc 01.01.2013 17:02
Hallo Luc,

[img:http://www.bildercache.de/minibild/20121229-151732-531.jpg]

meinst Du diese Samenstände von clematis (Sorte weiss ich nicht genau)? Sind nicht allzu groß aber ich sollte genügend zusammen bekommen. Feuchtigkeitsresistent sind die jedenfalls.

Gruß Fienchen

Hallo Fienchen,

ja genau die. Die Art selbst wird egal sein. Meine Tibetwaldrebe blühte ohne Ende, die Fruchtstände sind jetzt noch zuhauf dran. Zur Zeit 18 Kästen für nächstes Jahr vorbereitet, alle mit dem Aufbau Holzspäne o. Heu als Teppich, dann Moos, u. Innen eben Clematis-Samenstände.
Schneide alljährlich diese Rebe ziemlich zusammen, geht aber trotzdem wieder 4/5 Meter hinauf.
Versuche für nächste Saison die Lianenreste vermischt mit Moos, Heu u. Gestrüpp als freien Nisthaufen den Hummeln anzubieten. Zumindest die Grashummel - Königin sucht im Frühjahr diese Haufen gerne auf.

Gruss Luc

alternative "Innenausstattung" Fienchen 02.01.2013 11:12

Hallo Luc,

Ok, alles klar. Heute regnets leider. Aber dann mach ich mich soblads bissl trockener wird ans Werk und werde Clematis-Samenstände pflücken. Spart ein wenig Geld und natürlicher gehts nicht.

Für 18!!! Nistkästen musst Du ja enorme Mengen davon sammlen!? Ob pro Kasten so 2 Hände voll genügen?

ich bekomme auch noch Katzenhaare dazu. Wenn meine Mutter ihren Katzen das Winterfell ausbürstet gibt das auch reichlich Flaum. Hört sich vielleicht komisch an, hat im letzten Jahr jedoch gut geklappt.

Gruß Fienchen

alternative "Innenausstattung" Luc 02.01.2013 18:09

Hallo Fienchen,

Je nach Brutraumgrösse darf man schon mind. 1 Liter unverdichteter Samenstände hernehmen.
Stell dir mal gegen Sommerende eine 4m hohe Blütenwand vor. Mein Exemplar beginnt Frühsommers u. verdichtet sich bis zum ersten Frost permanent. Sprich, sie remontiert ohne Ende.
Das reicht dann durchaus für sicher 30 Nester. Von einer Pflanze.
Und samt im Garten zudem fast zu gut aus, deren Sämlinge sind besonders an trockenen Stellen überall zu finden (Tiefwurzler).

Gruss Luc

alternative "Innenausstattung" Tom 29.01.2013 09:55

Hallo,

also ich informiere mich meisten auf der Seite von Jürgen Börner, www.hummelfreund.com.
Sehr tolle Seite mit allen Infos um die Hummel mit Bauanleitungen und Tipps.

Hallo Fienchen,

Je nach Brutraumgrösse darf man schon mind. 1 Liter unverdichteter Samenstände hernehmen.
Stell dir mal gegen Sommerende eine 4m hohe Blütenwand vor. Mein Exemplar beginnt Frühsommers u. verdichtet sich bis zum ersten Frost permanent. Sprich, sie remontiert ohne Ende.
Das reicht dann durchaus für sicher 30 Nester. Von einer Pflanze.
Und samt im Garten zudem fast zu gut aus, deren Sämlinge sind besonders an trockenen Stellen überall zu finden (Tiefwurzler).

Gruss Luc
alternative "Innenausstattung" Ronald 29.01.2013 14:45
Hallo,

also ich informiere mich meisten auf der Seite von Jürgen Börner, www.hummelfreund.com.
Sehr tolle Seite mit allen Infos um die Hummel mit Bauanleitungen und Tipps.

www.hummelfreund.com.

Die Webseite kann nicht angezeigt werden.

alternative "Innenausstattung" Dennis 01.02.2013 19:27
www.hummelfreund.com.

Die Webseite kann nicht angezeigt werden.

Seltsam, bei mir funktionierts einwandfrei.

Blasenkopffliegen (Conopidae) Martin 10.08.2012 20:51

Ende Juli konnte ich eine Blasenkopffliege - vermutlich eine Gemeine Breitstirnblasenkopffliege (Sicus ferrugineus) -beim "Angriff" auf eine Steinhummel-Arbeiterin beobachten. Sie lauerte ihr am Hornklee auf und visierte sie aus etwa 10 Zentimeter Abstand an, bevor sie sich plötzlich blitzschnell gegen den Hinterleib der Hummel rammte. Der Kontakt war nur ein Bruchteil einer Sekunde. Man kann es sich ungefähr so vorstellen, wie eine Attacke eines Wollbienen-Männchens auf eine Hummel. Dies passierte insgesamt zweimal, bevor die Steinhummel das Weite suchte.

Ich nehme an, da habe ich einen mißglückten Versuch beobachtet, oder? Ich kann mir kaum vorstellen, dass die Fliege den "Panzer" der Hummel durchbohren kann, sondern stattdessen gezielt zwischen die Hinterleibssegmente stechen muss. Wer hat das schon mal gesehen?

Blasenkopffliegen (Conopidae) Michel 12.08.2012 21:13

Ich habe mein Steinhummelnest quasi an diese Fliegenart verloren. Nachdem binnen 3 Wochen alle Arbeiterinnen gestorben oder verschwunden waren, habe ich alle gefundenen, toten Arbeiterinnen genauer untersucht. Im Abdomen aller Tiere war eine große Larve bzw. ein Kokon der Blasenkopfliege zu finden. 2008 habe ich Steinhummeln bereits durch diese Fliegenart verloren, allerdings sind damals wenigsten gut 40 Jungköniginnen abgeflogen. Dieses Jahr hat mein anfangs starkes Volk gerade mal 15 Jungköniginnen hervorgebracht, bevor es aufgrund dieses Parasiten regelrecht vernichtet wurde.

Allerdings scheint es nur die Steinhummel zu treffen, schon 2008 war keine andere Hummelart (hatte da noch Ackerhummel, Erdhummel, Wiesenhummel in den Kästen) betroffen. Ebenso dieses Jahr, bei meinen Erdhummeln ist keinerlei Befall erkennbar, einige alterbedingt gestorbene Arbeiterinnen habe ich hier auch untersucht, nirgends war Befall erkennbar...

Vg,
Michel

Blasenkopffliegen (Conopidae) Martin 13.08.2012 18:26
Ich habe mein Steinhummelnest quasi an diese Fliegenart verloren. Nachdem binnen 3 Wochen alle Arbeiterinnen gestorben oder verschwunden waren, habe ich alle gefundenen, toten Arbeiterinnen genauer untersucht. Im Abdomen aller Tiere war eine große Larve bzw. ein Kokon der Blasenkopfliege zu finden. 2008 habe ich Steinhummeln bereits durch diese Fliegenart verloren, allerdings sind damals wenigsten gut 40 Jungköniginnen abgeflogen. Dieses Jahr hat mein anfangs starkes Volk gerade mal 15 Jungköniginnen hervorgebracht, bevor es aufgrund dieses Parasiten regelrecht vernichtet wurde.

Allerdings scheint es nur die Steinhummel zu treffen, schon 2008 war keine andere Hummelart (hatte da noch Ackerhummel, Erdhummel, Wiesenhummel in den Kästen) betroffen. Ebenso dieses Jahr, bei meinen Erdhummeln ist keinerlei Befall erkennbar, einige alterbedingt gestorbene Arbeiterinnen habe ich hier auch untersucht, nirgends war Befall erkennbar...

Vg,
Michel

Ärgerlich, aber sehr interessant! Wo befanden sich die befallenen Arbeiterinnen denn genau? In der Literatur heißt es nämlich, die Hummeln würden sich oft im "Endstadium" vom Nest entfernen und sogar eingraben.

Hast du vorher auch Blasenkopffliegen herumfliegen sehen oder sind dir in deiner Umgebung keine aufgefallen?

Gruß,
Martin

Blasenkopffliegen (Conopidae) Michel 13.08.2012 19:03

Hallo Martin,

die adulten Fliegen habe ich nicht entdecken können. Direkt im Garten bzw. unmittelbaren Nestumfeld scheint die Eiablage durch den Parasiten nicht stattgefunden zu haben, wohl eher irgendwo in der Nähe der Trachtquellen.

Der Großteil der Arbeiterinnen war vom Nest abgeflogen und nicht dort verendet. Dennoch gab es tote Arbeiterinnen, welche im Nest gestorben sind. Diese hatten alle je eine Fliegenlarve bzw. bereits eine Puppe im Abdomen.

Vg,
Michel

Blasenkopffliegen (Conopidae) Johann Neumayer 24.08.2012 14:36

Es zahlt sich aus, die im Nest befindlichen toten Arbeiterinnen aufzuheben und trocken aufzubewahrwen (z.B. in einem Briefkuvert). Wenn es dann nächsten frrühling oder in der warmen Wohnung schon im Winter zu rascheln anfängt... ist eine Conopide geschlüpft. das ist mir schon ein paar Mal so ergangen.
mfG Johann Neumayer

Hallo Martin,

die adulten Fliegen habe ich nicht entdecken können. Direkt im Garten bzw. unmittelbaren Nestumfeld scheint die Eiablage durch den Parasiten nicht stattgefunden zu haben, wohl eher irgendwo in der Nähe der Trachtquellen.

Der Großteil der Arbeiterinnen war vom Nest abgeflogen und nicht dort verendet. Dennoch gab es tote Arbeiterinnen, welche im Nest gestorben sind. Diese hatten alle je eine Fliegenlarve bzw. bereits eine Puppe im Abdomen.

Vg,
Michel
habe einige Puppen aufgehoben Michel 24.08.2012 17:49

Hallo,

habe auch einige herauspräparierte Puppen aufgehoben, mal sehen ob und wann sie schlüpfen.

Vg,
Michel

Hummelvolk ohne Königin Roland 11.08.2012 13:50

Hallo!

Können in einem Hummelnest ohne Königin auch andere Hummeln Eier legen, aus denen dann Arbeiterinnen schlüpfen (nicht nur Drohnen)? Mir ist nämlich bei einem Nest aufgefallen, daß keine Königin vorhanden ist, aber trotzdem wächst das Nest so langsam weiter.

Grüße
Roland

Hummelvolk ohne Königin Helena 12.08.2012 00:51

Entweder ist Deine Königin nach wie vor am Leben – nur gut im Verstecken – oder die Arbeiterinnen legen Drohneneier. Drohnen lassen sich aber gut von ihren weiblichen Artgenossen unterscheiden (Färbung, längere Fühler).

Was ist es denn für eine Hummelart? Es soll ja auch vorkommen, dass bei gewissen Arten befruchtete Jungköniginnen das alte Nest übernehmen bzw. am alten Standort ein neues gründen und eine 2. Generation hervorbringt – kommt aber glaub ich nur bei Garten- und Wiesenhummel vor (?) und deren Saison ist vorbei.

Hummelvolk ohne Königin Roland 12.08.2012 11:32
Was ist es denn für eine Hummelart?

Es sind Ackerhummeln, ich bin mir ziemlich sicher, daß keine Königin im Nest war, als ich es gefunden habe und alles gründlich durchsucht habe. Drohnen habe ich keine gesehen, aber neue Arbeiterinnen, das Nest wächst aber nur sehr langsam...

Hummelvolk ohne Königin gil bonnez 13.08.2012 19:03

sometimes the queens of these bomblebee specie lay eggs,a new queen will take here job and will lay eggs.It happens.Don't mis with drones or old brood of the queen.Normal the queens hide verry deep in the nest you will never find here then.