Beiträge aus 2011

Umsiedeln? Bambi 29.04.2011 11:27

Hallo, eine Hummel hat ihre Eier im Kaninchenstall abgelegt. Kann man die Hummel umsiedeln und wenn ja, wie?

Umsiedeln? Helena 29.04.2011 16:59
Hallo, eine Hummel hat ihre Eier im Kaninchenstall abgelegt. Kann man die Hummel umsiedeln und wenn ja, wie?

Gegenfrage: würden die Hummeln dort stören? Hummeln sind harmlos, wenn man sie in Ruhe lässt und einen normalen Abstand zum Nest einhält (nicht rumstochern etc.) Sie interessieren sich auch nicht für Süsses oder die Kaninchen.

Und Du sprichst von "Eier ablegen". Momentan könntest Du dort höchstens eine Königin regelmässig ein- und ausfliegen sehen, bei Hummeln sieht man das Nest nur, wenn man es mutwillig aufbricht und auch dann sind die Eier nicht offen sichtbar.

Erzhähl bitte genauer.

Und sollten es wirklich Hummeln sein: man kann sie schon umsiedeln, aber nur in Notfällen und das muss von einer kundigen Person gemacht werden. Hummeln sind geschützt und wenn möglich, sollte man das Nest belassen.

Umsiedeln? Bambi 29.04.2011 20:26
Hallo, eine Hummel hat ihre Eier im Kaninchenstall abgelegt. Kann man die Hummel umsiedeln und wenn ja, wie?

Gegenfrage: würden die Hummeln dort stören? Hummeln sind harmlos, wenn man sie in Ruhe lässt und einen normalen Abstand zum Nest einhält (nicht rumstochern etc.) Sie interessieren sich auch nicht für Süsses oder die Kaninchen.

Und Du sprichst von "Eier ablegen". Momentan könntest Du dort höchstens eine Königin regelmässig ein- und ausfliegen sehen, bei Hummeln sieht man das Nest nur, wenn man es mutwillig aufbricht und auch dann sind die Eier nicht offen sichtbar.

Erzhähl bitte genauer.

Und sollten es wirklich Hummeln sein: man kann sie schon umsiedeln, aber nur in Notfällen und das muss von einer kundigen Person gemacht werden. Hummeln sind geschützt und wenn möglich, sollte man das Nest belassen.

Vielen Dank für die Antwort Helena.
Beim Saubermachen vom Kaninchenstall hatte es im Heu laut gesummt und wir hatten Wespen vermutet. Beim genaueren Hinschauen sahen wir eine Hummel mit einem gelben Klumpen der wohl mehrere runde Gebilde beinhaltet. Dies haben wir dann für Eier gehalten. Die Hummel hat dann sofort begonnen, dieses Gebilde erneut zu vergraben. Wir haben auch alles so belassen und uns erst an Euch gewandt. Ob die Hummel stört, dazu müssten wir das Kaninchen befragen, aber der Stall sollte halt ausgemistet werden.

Umsiedeln? Bago 29.04.2011 20:34

Hallo,
das waren die Puppen (Zellen), kannst du uns sagen, um welche Art es sich handelt? Ich vermute mal eine Ackerhummel oder Wiesenhummel.
Link (externer Link, nicht mehr verfügbar)

Gruß Bago

Umsiedeln? Angelika L. 29.04.2011 20:52
Hallo, eine Hummel hat ihre Eier im Kaninchenstall abgelegt. Kann man die Hummel umsiedeln und wenn ja, wie?

Kaninchen und Hummelvolk in einem Stall geht nicht. Entweder siedelt das Kaninchen um oder Ihr müßt einen Umsiedler für die Hummeln finden. Dazu könnt Ihr bei Eurem Umweltamt anrufen.
Ich halte auch Kaninchen, allerdings miste ich einmal die Woche aus... fg Angelika

Umsiedeln? Martin 29.04.2011 20:59
Kaninchen und Hummelvolk in einem Stall geht nicht. Entweder siedelt das Kaninchen um oder Ihr müßt einen Umsiedler für die Hummeln finden.

Würde ich auch sagen. Kann man aber in diesem Stadium, wenn noch keine Arbeiterinnen unterwegs sind, nicht selbst eine Umsiedlung wagen? Solange die Königin im Nest ist, versteht sich.

Natürlich wäre zuerst zu klären, um welche Art es sich handelt.

Umsiedeln? Helena 29.04.2011 21:31

Solange es «nur» eine brütende Königin ist, wäre eine Umquartierung wohl noch am einfachsten, da sich dann nur eine Hummel einen neuen Standort einprägen müsste.

Umsiedeln? Bambi 30.04.2011 09:13
Hallo, eine Hummel hat ihre Eier im Kaninchenstall abgelegt. Kann man die Hummel umsiedeln und wenn ja, wie?

Kaninchen und Hummelvolk in einem Stall geht nicht. Entweder siedelt das Kaninchen um oder Ihr müßt einen Umsiedler für die Hummeln finden. Dazu könnt Ihr bei Eurem Umweltamt anrufen.
Ich halte auch Kaninchen, allerdings miste ich einmal die Woche aus... fg Angelika

Liebe Angelika, zu unserer Ehrenrettung muß ich noch ergänzen, der Stallteil mit Kot und Urin wird jede Woche ausgemistet, nur hat das Kaninchen ein extra Schlafzimmer und sich dort ein gemütliches Nest eingerichtet. Bei fehlenden Exkrementen haben wir dort auf das Misten verzichtet und genau dort sitzt jetzt die Hummel.

Umsiedeln? Angelika L. 02.05.2011 15:44
Liebe Angelika, zu unserer Ehrenrettung muß ich noch ergänzen, der Stallteil mit Kot und Urin wird jede Woche ausgemistet, nur hat das Kaninchen ein extra Schlafzimmer und sich dort ein gemütliches Nest eingerichtet. Bei fehlenden Exkrementen haben wir dort auf das Misten verzichtet und genau dort sitzt jetzt die Hummel.

Uui, und ich hatte mich schon gewundert :-). Aber könntet Ihr dann das extra Schlafzimmer nicht einfach eine Weile für das Kaninchen absperren? Das wäre dann ja eine Alternative.
Vielleicht könntest Du eine genaue Beschreibung oder gar ein Foto der Hummel liefern, dann wäre eine Artbestimmung möglich und wir könnten Dir sagen, wie lange das Volk voraussichtlich lebt.

Umsiedeln? Bambi 03.05.2011 11:07
Liebe Angelika, zu unserer Ehrenrettung muß ich noch ergänzen, der Stallteil mit Kot und Urin wird jede Woche ausgemistet, nur hat das Kaninchen ein extra Schlafzimmer und sich dort ein gemütliches Nest eingerichtet. Bei fehlenden Exkrementen haben wir dort auf das Misten verzichtet und genau dort sitzt jetzt die Hummel.

Uui, und ich hatte mich schon gewundert :-). Aber könntet Ihr dann das extra Schlafzimmer nicht einfach eine Weile für das Kaninchen absperren? Das wäre dann ja eine Alternative.
Vielleicht könntest Du eine genaue Beschreibung oder gar ein Foto der Hummel liefern, dann wäre eine Artbestimmung möglich und wir könnten Dir sagen, wie lange das Volk voraussichtlich lebt.

Das wäre Plan B und vielleicht das einfachste. Auch wenn das Kaninchen dann sehr lange und intensiv beleidigt sein wird.Die kann ganz böse schauen und klopfen :-)
Das mit dem Foto werde ich versuchen. Und vielen Dank für Euer Bemühen.

Umsiedeln? Helena 03.05.2011 12:02

Kann man die Nistkugel nicht mit einer Plastikbox o.ä. abdecken, evtl. Stein drauf? Ich denke da an so einen Transportkorb, der aus Querstreben besteht (schwer zu beschreiben, diese Plastikboxen halt fürs Auto etc.), da kann die Hummel immer noch zum Nest. Und Kaninchen sitzen doch auch gern erhöht, so könnte das Häschen oben drauf sitzen und innen drin ist das Hummelnest. Ist ja vermutlich eine Ackerhummel, das gibt kein grosses Volk und vom Wesen her sind die ganz friedlich - der Hase kann ja dann dort nicht mehr rumgraben.

Ich hoffe zudem, das Kaninchen wird nicht in Einzelhaltung gehalten. Zur artgerechten Haltung gehören immer mindestens 2 Tiere der gleichen Art.

Erscheinen der ersten Arbeiterinnen Christian 29.04.2011 14:57

Hi,
bisher dachte ich, etwas mehr wie drei Wochen bis zum erscheinen der ersten Arbeiterinnen, ist so die Faustregel. Das scheint nicht zu stimmen.

Gestern habe ich meinen Erdkasten mit DKL Erdhummel kontrolliert. Auf der Polsterwolle lag ne tote Königin. Bin erschrocken und hab das Nest geöffnet. Drin war eine Waabe mit 18 (!) Arbeiterinnenkokons. Aber noch Kokons nach vier Wochen. Die tote Königin entpuppte sich zuhause als Kuckuckshummel. Offensichtlich von der Erdhummel totgestochen. Jetzt hoffe ich, dass sie nur auf Nektarflug war und nicht auch nen Treffer abbekommen hat.
Zuhause hab ich ne flugunfähige Waldkuckuckshummel in der Wiese gefunden. Die hab ich zu meinem jüngsten Wiesenhummelnest gegeben. Bei der Kontrolle heute fand ich Arbeiterinnen in zwei verschiedenen Größen vor (schon zwei Generationen in weniger als drei Wochen?). Die Königin hatte ich am 8. April eingesetzt.
Meine Ackerhummeln haben alle winzigste Wiegen. Kann gar nicht sagen ob es Larven oder Puppen sind. Gründung am 4. und 7. April.

Bei der Steinhummel hab ich die Waabe nicht geöffnet, ebenso bei der Wiesenhummel (Gründung 3. April)

Das heißt doch es gibt beträchtliche Unterschiede von Art zu Art, wann die ersten Arbeiterinnen erscheinen, oder? Denn dann dürfte man nicht allgemein 21-24 Tage sagen, sondern müsste spezifische Angaben machen. Oder ists bei euch eher homogen?

Gruß
Christian

Erscheinen der ersten Arbeiterinnen Helena 29.04.2011 16:56

Was hast Du mit der Wiesenhummelkönigin gemacht, wo Du den flugunfähigen Kuckuck zugesetzt hast?
Ich bin ja noch Anfänger, aber wenn das Volk noch eine Königin hatte, kann es auch für viele Arbeiterinnen tödlich enden??!!! Mutwillig einen Kuckuck zusetzen? (Es ist natürlich anders, wenn das Volk die Königin verloren hat).

Erscheinen der ersten Arbeiterinnen Bago 29.04.2011 19:05

Hallo,
18 Arbeiterinne in der ersten Generation sollten doch eigentlich nicht möglisch sein, dachte ich auch, bis zu diesem Jahr! Eine Erdhummelkönigin muss mehr produziert, mehr als 10 Arbeiterinnen waren im Sammeldienst, und bei einer Kontrolle noch 2 auf dem Nest und mehrere im Nest. Zudem flogen bereits wenige Tage später die zweite Generation, die war auch schon größer. Bei einem anderen Erdhummelvolk fliegt nun nach weniger als 3 Wochen, nachdem ist die erste Generation ausgeflogen war, die vierte Generation. So langsam bezweifele ich einige Angaben aus der Vergangenheit. Auch weil es eine Wiesenhummelkönigin innerhalb von 20 Tagen bis zu den ersten Arbeiterinnen geschafft hat! Zudem sind die Arbeiterinnen sehr groß in diesem Jahr. Ich habe übrigens heute zwei Mal einen Schrecken bekommen: Ich kontrolliere den Kasten einer Steinhummel, weil sich durch klopfen nichts rührt, auf einmal ein Summen und eine Steinhummel will in den Kasten, alles schnell wieder zu gemacht und die Steinhummel flog ein. Bei der Ackerhummel genau das selbe, ich kontrolliere den Kasten, ich höre nichts, Ok, Ackerhummeln geben nie was von sich, ich komme auf die Nestkugel, keine Königin! Die Brutwaben von ihr sind winzig, die der Gartenhummel etwa 4 mal so groß, ich glaube aber, dass sich die Larven verpuppt haben. Dann verschließe ich den Kasten und wenig später fliegt sie ein. Sonst hatte ich heute noch 3 Nestkontrollen, bei 2 Baumhummelvölkern und eines der Erdhummel, die beiden Baumhummeln waren wie erwartet sehr aggressiv, die Erdhummeln aber auch, bei den Erdhummeln fliegt auch schon die dritte Generation und die vierte ist bereits im Nest. Beim ersten Baumhummelvolk dürften bereits 100 Tiere dem Volk angehören. Atbeiterinnen fliegen bereits seit dem 7.4.11!!!

Gruß Bago

Pauschale Zeitangaben Dennis 30.04.2011 11:35

Guten Morgen allesamt,

das mit den pauschalen Zeitangaben scheint mir auch nicht so 100%ig zu stimmen, es scheint mir auch von der Umgebungsumständen (Temperatur, Wetter, etc.) abzuhängen, wann die ersten Arbeiterinnen schlüpfen.

v. Hagen gibt in seinem Buch eine Zeitspanne von 21-29 Tagen ab Nestgründung (bzw. 19 - 25 Tage ab Eiablage) an (zusammengesetzt aus: 2-4 Tage Nestgründung, 3-5 Tage Eistadium, 8 Tage Larvenstadium, 7-10 Tage Puppenstadium, 1-2 Tage Flügel trocknen).
Goulson nennt in seinem Buch ("Bumblebees") pauschal 4 - 5 Wochen (28-35 Tage), möglich, dass bei ihm die Zeiten länger sein, da er ja in England forscht.

Ich selbst warte auch noch auf den ersten Schlupf meiner Erdhummelkönigin. Angesiedelt habe ich sie am 02.04.11, sprich einschl. heute seit 29 Tagen im Kasten. Gestern war noch kein Nachwuchs unterwegs (obwohl ich jeden Tag gespannter auf die ersten Miniarbeiterinnen warte), allerdings konnte ich gestern die Königin beim Einflug in den Kasten beobachten, sie ist also noch aktiv (entsprechend verzichtete ich auf eine Kastenkontrolle - was ich eh so selten wie möglich machen möchte). Vielleicht habe ich ja heute Glück - evtl. dauert bei mir die Entwicklung auch deshalb länger, weil es in SH stets windiger und kälter ist als im Rest von D.

Viele Grüße,
Dennis

Erster Nachwuchs auch bei mir Dennis 01.05.2011 17:23

Hallo,

auch bei mir haben sich am 30.04.11 die ersten Arbeiterinnen gezeigt, von der Erdhummel, welche ich am 02.04.11 ansiedeln konnte. Somit dauerte es von Nestgründung bis zum 1. Schlupf bei mir 29 Tage (was die obere Grenze aus v.Hagens Buch darstellt). Auch heute konnte ich die Arbeiterinnen wieder beim Ein- und Ausfliegen beobachten (die Königin sah ich das letzte mal am 29.04.11).

Somit rechne ich bei der anderen dkl. Erdhummelkönigin (angesiedelt 10.04.11) mit Nachwuchs am nächsten Wochenende, heute konnte ich sie 3x beim Einfliegen beobachten, sie scheint also kräftig zu sammeln.

Außerdem konnte ich heute auf einem Spaziergang zum ersten Mal eine Baumhummelarbeiterin entdecken.

Viele Grüße
Dennis

Reaktion Christian 30.04.2011 14:35

Hi,
is ja interessant, dass es bei einigen von euch ähnlich ist. Und im Vergleich mit letztem Jahr: Da war die Witterung so schlecht, dass wir die verzögerte Entwicklung der Völker auf das Wetter zurückführten. Sicher zurecht. doch bei der Erdhummel kann es auch bei schönem Wetter zu Verzögerungen kommen. muss aber nicht.
Andere Königinnen schaffen es, mehrere Larvenwiegen zu versorgen (denke dass viele Larven auch Wärme produzieren um sich gegenseitig bei Temperatur zu halten.
Die Ackerhummel lässt sich Zeit. Vielleicht sind auch deshalb die Völker so klein, trotz der langen existenz der Völker. Frag mich nur, was die mit all dem Nektar machen, der eingeflogen wird.

Die Kuckuckshummel: Mein Prinzip ist immer: Artenvielfalt. Wenn ich mehrere Wiesenhummeln habe, dann bin ich bereit, eines der Kuckuckshummel zur Verfügung zu stellen. Klar kommt ich mit diesem Prinzip bei der Wachsmotte an meine Grenzen. Aber da sind wir ja auch unterschiedlicher Meinung.
Denke die Wiesenhummelkönigin ist mit im Nest. Der Kuckuck wird erstmal den Nestgeruch annehmen, bevor er aktiv wird. Tote Hummeln hab ich keine gefunden, allerdings weiß ich nicht, ob der Kuckuck noch da ist. Hätte das Nest ganz zerpflücken müssen um Gewissheit zu erhalten und so sehr stören wollte ich doch nicht.

Christian

Nur noch 2 Tage zur Rettung von pflanzlichen Arnzeimitteln Andreas 30.04.2011 17:50

Hallo,
dazu würde ich vorschlagen, mal dies zu lesen: http://hoax-info.tubit.tu-berlin.de/hoax/thmpd.shtml (externer Link, nicht mehr verfügbar)

Viele Grüße
Andreas

Nur noch 2 Tage zur Rettung von pflanzlichen Arnzeimitteln Alex (Bombus.de) 30.04.2011 19:23

Hallo Andreas,

das stimmt schon - damals haben die Verbände auch darauf verwiesen.
Aber nun scheint doch was dran zu sein, denn jetzt schimpfen die gleichen Verbände der Heilpraktiker plötzlich, daß nun DOCH pflanzliche Mittel nicht mehr erlaubt sein sollen.

Der Hoax ist sozusagen ein Hoax - man könnte fast meinen das wäre Taktik gewesen...

Alex

Nahrungssuche auf dem Waldboden? Michael 02.05.2011 15:06

In einem Wäldchen, in dem ich öfter bin (Nadelwald, vor allem Fichten, mit einer dicken Schicht abgefallener Nadel am Boden) stelle ich im Moment fest, dass Hummeln permanent zwischen den Nadeln suchen, z.T sich für einige Sekunden in die Nadelschicht einwühlen und dann weiterfliegen und es erneut so machen. Ist das Nahrungssuche (heruntergefallene Fichtenpollen oder anderes) oder der Versuch, eine Stelle für ein neues Nest zu finden?

Gruß Michael

Nahrungssuche auf dem Waldboden? Angelika L. 02.05.2011 15:46
In einem Wäldchen, in dem ich öfter bin (Nadelwald, vor allem Fichten, mit einer dicken Schicht abgefallener Nadel am Boden) stelle ich im Moment fest, dass Hummeln permanent zwischen den Nadeln suchen, z.T sich für einige Sekunden in die Nadelschicht einwühlen und dann weiterfliegen und es erneut so machen. Ist das Nahrungssuche (heruntergefallene Fichtenpollen oder anderes) oder der Versuch, eine Stelle für ein neues Nest zu finden?

Gruß Michael

Das sind Hummelköniginnen, die von Innenparasiten befallen sind. Leider ist ihnen nicht zu helfen.

Nahrungssuche auf dem Waldboden? Helena 02.05.2011 21:33
Das sind Hummelköniginnen, die von Innenparasiten befallen sind. Leider ist ihnen nicht zu helfen.

Woher weisst Du das jetzt? Warum sollten die nicht auch nur einfach ein Nest suchen?

Nahrungssuche auf dem Waldboden? Bago 02.05.2011 21:58

Hallo,
das Eingraben in den Boden ist ein deutlich zeichen für einen Parasitenbefall.

Gruß Bago

Nahrungssuche auf dem Waldboden? Dennis 02.05.2011 22:27
Hallo,
das Eingraben in den Boden ist ein deutlich zeichen für einen Parasitenbefall.

Gruß Bago

Hallo Angelika, hallo Bago,

an so was hätte ich auch nicht gedacht.
Gibts dafür eine (bekannte) Begründung, warum parasitierte Hummelköniginnen genau dieses Verhalten an den Tag legen, dieses "grundloses" (?) Eingraben?

Viele Grüße,
Dennis

Genauer: Christian F. 03.05.2011 11:10

Es geht genauer:
http://www.bombus.de/Hummelforum/HummelForumMessage.aspx?MessageID=7318

Grüße,
Christian

Gehts genauer? Christian 03.05.2011 10:24

Hi,
das is für mich auch was Neues. Habt ihr genauere INFOs? Welcher Parasit, warum reagieren die so?

Christian

Gehts genauer? Martin 03.05.2011 11:14
Hi,
das is für mich auch was Neues. Habt ihr genauere INFOs? Welcher Parasit, warum reagieren die so?

Christian

Verantwortlich ist wahrscheinlich Sphaerularia bombi. Bei von der Nematode infizierten Königinnen entwickeln sich die Ovarien nicht, weswegen sie im Frühjahr im Normalfall auch kein Nest gründet.

Alford (1975, Seite 154) schreibt zum Befall:

"Stattdessen fliegen sie noch lange nachdem gesunde Individuen bereits Nester gegründet haben. Man findet sie, oft in größerer Stückzahl, in der Nähe von Überwinterungsplätzen. Dort fliegen sie tief über dem Boden, wobei sie oft schwach und tollpatschig wirken, und landen regelmäßig um kleine Löcher in die Erde zu graben. [...] Zu Beginn des Frühjahrs sind die parasitierten Königinnen relativ aktiv und auf den ersten Blick kaum von gesunden Individuen zu unterscheiden. Sie sammeln natürlich keinen Pollen, da sie keine Nester etablieren; eine Königin mit Pollenhöschen ist daher mit großer Wahrscheinlichkeit gesund." (Meine Übersetzung)

Da Sphaerularia bombi die Königinnen während der Überwinterung infiziert, ist dieses Verhalten natürlich ganz im Sinne des Parasiten. Die kranke Königin verteilt durch ihre Exkremente den Parasiten im Boden typischer Überwinterungsplätze. Und der Kreislauf beginnt erneut..

Baumhummel Christian 03.05.2011 12:57

Hi,
habe vor 15 min ne Hummel mit Lähmungserscheinungen in der Einfahrt gefunden. Ist das ne Baumhummel? Zum ersten Mal hab ich so ein Tier erst heuer im Frühjahr gesehen, beim Blütenbesuch von Narzissen.
[img:http://www.pictureupload.de/originals/59610/030511124933_sonstige_bh1web.jpg]
und
[img:http://www.pictureupload.de/originals/59610/030511124933_sonstige_bh2web.jpg]

Sorry die Qualität. Aber das Licht ist z:Zt mies und das Tier lässt sich schwer in Position bringen. Mit den Mundwerkzeugen liegt es in nem Tropfen Bienenfutter. Fürchte jedoch, es hat keine Chance. Vermutlich wurde es durch Regen und Kälte heute Nacht überrascht.

Oder habt ihr blitzschnell ne Idee wie ich helfen könnte? Die andere Frage wär da ne Nestgründung. Ich müsste ja meinen Ackerhummeln ne Waabe stipitzen. Aber ertsmal muss sie überleben.

Christian

Waldhummel Martin 03.05.2011 13:00

Das ist eine Waldhummel. Ist es bei euch auch so kalt? Vielleicht macht ihr nur die Kälte zu schaffen..

Ich habe eine ähnlich entkräftet wirkende Ackerhummel mal in der Scheune gefunden. Nachdem ich sie auf eine Mahonie gesetzt hatte und sie dort fleißig Nektar schlürfte, wurde sie von Minute zu Minute lebendiger und ist nach 10 Minuten davongeflogen, als hätte ihr nie was gefehlt.

Waldhummel Christian 03.05.2011 14:09

Hab sie mir soeben angesehen und gemerkt, dass ich mich verschrieben habe. Peinlich. Klar, es ist keine Baumhummel. Gestern hatten wir nen "Kälteeinbruch" mit Regen.
Ich hab ihre Zunge ausgeklappt (die lag am Körper an) und in nen Tropfen vom Bienenfutter rein. Das wird aber nix mehr. Sieht aus wie bei einer Hummel, die wir im Sommer unter den Linden finden.

Christian

Waldhummel StefanDD 03.05.2011 14:13

Hallo,

hol sie doch mal ins Warme rein. Bei uns sind 4°C, da kann man schon mal kältestarr werden!

Gruß Stefan

Bitte um Tips Christian 03.05.2011 16:08

Hi,
selbstverständlich liegt die Hummel bei mir auf der Fensterbank. Hab gerade meine arbeit unterbrochen und kontrolliert. Es bewegen sich plötzlich mehr Körperteile, sogar die Zunge. Was nun wenn sie sich doch erholt? Meine Überlegung ist ja, wie ich die Vermehrung fördern kann, weils ja eine eher seltene Art ist.
Natürlich will ich nicht imkermäßig die Queen ersetzen. Also: Ackerhummelkönigin entfernen und die Waldhummel hinzu.
Könnt ja sein, dass die Waldhummel irgendwo ein Nest hat. Oder ist dies auszuschließen, weil sie des Nachts im Freien war? Meinen leeren Kasten wird sie kaum akzeptieren, weil sie keinen Orientierungsflug gemacht hat.

Bleibt mir nur, sie fliegen zu lassen, oder? Ich weiß, einige von euch sind der Meinung der Natur die Dinge zu überlassen. Aber unsere Natur ist ja mittlerweile so beeinflusst, oder besser gesagt leergeräumt, dass die Hummel da schlechte Karten hat.

Könnt ihr mal meine Überlegungen reflektieren? Oder hat jemand ne Idee auf die ich nicht komme.

Christian

Bitte um Tips Helena 03.05.2011 16:20

Ich bin ganz klar dagegen, einem gesunden Volk eine gesunde Königin zu entfernen und ihr diese momentan noch halb klamme Königin einer anderen Art unterzujubeln.
Manche mögen das hier ja ok finden (mutwilliges Einsetzen eines Kuckucks z.B.), aber ich finde das ginge zu weit. Da steht das Überleben eines bislang vitalen Volkes auf dem Spiel.

Bitte um Tips StefanDD 03.05.2011 16:31

Vielleicht hast du ja ein paar leere Wabenteile. Wenn sie wieder richtig vital wird, würde ich sie auf die Waben in einem leeren Kasten setzen und noch so lange mit zuckerlösung füttern bis es wieder etwas wärmer ist. Vielleicht nimmt sie den Kasten an?!
Würde die Ackerhummel auch auf gar keinen Fall stören. Die Chance, dass es die Waldhummel schafft ist eh gering!

Bitte um Tips Martin 03.05.2011 16:33

Kannst du vielleicht einem deiner vitalen Völker ein Tröpfchen Nektar aus dem Honigtopf klauen, den du ihr jetzt erstmal anbietest? (Echter Nektar/Honig ist sicher "gesünder" als irgendein Ersatz.)

Blöd ist natürlich, dass heute Nacht für unsere Gegend Frost gemeldet wurde. Und wenn sie sich jetzt erst langsam erholt? Vielleicht rüstest du schnell deinen leeren Kasten nach den Empfehlungen von Wilhelm auf (viel Moos) und setzt sie später dort hinein, nebst einem Legostein mit Zuckerlösung oder deinem "Bienenfutter" da. Vielleicht übernachtet sie zumindest drin.

Danke Christian 03.05.2011 17:10

Erstmal danke fürs schnelle reagieren, muss jetzt wieder weg und ich versuch das, was ihr sagt. Wir sind da einer Meinung, ne gesunde Queen wird nicht entfernt, klar.
Hab noch ein Honigtöpfchen von ner Wiesenhummel. Hab doch von ner Doppelbelegung berichtet, da ging die Ackerhummel als Sieger hervor: die Wiesenhummel hat aufgegeben. In der Streu war lediglich ein riesiges Honigtöpfchen.
Das richte ich schnell noch her und dan hoffen wir das Beste.

Gruß
Christian

Danke Bago 03.05.2011 18:52

Hallo,
im von Hagen wird doch davon berichtet, dass Waldhummeln gelegentlich Wiesenhummelnester okkupieren. Hast du vielleicht auch noch ihre Brutwabe??? Die Brut ist zwar abgestorben, aber das könnte die Königin zu einer Nestgründung bewegen.

Gruß Bago

Baumhummel Wilhelm 03.05.2011 17:42

Hallo Christian
hier handelt es sich um eine Waldhummel die du gefunden hast. Deine Beschreibung nach mit der Lähmung dürfte es sich um Vergiftung handeln. Pflanzenshutzmittel werden zurzeit ausgebracht gegen Läuse und Raupen. Ich sehe wenig Hoffnung für das arme Tier.
Gruß Wilhelm

Baumhummel Helena 03.05.2011 20:56

Dabei wären die effktivsten Gegner bei Blattläusen und Raupen gratis: Vögel! Wir haben zurzeit 2 brütende Meisen (Blau- und Kohlmeisen), was die täglich an Raupen etc. eintragen, ist sagenhaft. Und ich beobachtete sogar Haussperlinge, welche an unseren Rosen die Blattläuse wegzupften! Der Rosentrieb drohte zwar immer fast abzubrechen ;-), aber sie haben deutlich die Blattläuse weggezupft.
Und wenn man die Läuse belässt, stellen sich in Kürze Marienkäfer und Flohrfliegenlarven ein!

Nix wars Christian 04.05.2011 09:02

Hatte das Tier in den Nistkasten gegeben und in den Keller gestellt. Die Hummel konnte sogar noch ein paar Zentimeter krabbeln. Aber heute morgen war sie dann doch tod.
Das mit dem Gift liegt nahe. Unsere Gärten sind zwar voller Blütenpflanzen, aber die Pracht kommt leider auch durch viel Chemie zustande.
Schade. Ausgerechnet eine Waldhummel.

Nix wars Martin 04.05.2011 18:00
Hatte das Tier in den Nistkasten gegeben und in den Keller gestellt. Die Hummel konnte sogar noch ein paar Zentimeter krabbeln. Aber heute morgen war sie dann doch tod.
Das mit dem Gift liegt nahe. Unsere Gärten sind zwar voller Blütenpflanzen, aber die Pracht kommt leider auch durch viel Chemie zustande.
Schade. Ausgerechnet eine Waldhummel.

Traurig. Aber immerhin gibt's die Art bei dir noch. Vielleicht also nächstes Jahr.

Da wir's doch gerade von Parasiten hatten. Es ist nicht auszuschließen, dass die Hummel von irgendetwas befallen war. Das Nistmaterial würde ich vorsorglich vernichten.