Beiträge aus 2010

Was ist das für eine Hummel? Christoph 08.08.2010 15:56

Hallo zusammen! Habe vor ein paar Tagen diese Fotos von einer Hummel gemacht. Was köönte das sein, so kahl und mit weißem "Bart" am Po? Danke fürs Mitgucken!

http://www.abload.de/img/bild-1l4y8.jpg
http://www.abload.de/img/bild-2p03o.jpg

Was ist das für eine Hummel? Jetzt mit Direkt-Bildern Christoph 08.08.2010 16:17

Hallo zusammen! Habe vor ein paar Tagen diese Fotos von einer Hummel gemacht. Was köönte das sein, so kahl und mit weißem "Bart" am Po? Danke fürs Mitgucken!

[img:http://www.abload.de/img/bild-1l4y8.jpg]

[img:http://www.abload.de/img/bild-2p03o.jpg]

Was ist das für eine Hummel? Jetzt mit Direkt-Bildern Helena 08.08.2010 16:21
Hallo zusammen! Habe vor ein paar Tagen diese Fotos von einer Hummel gemacht. Was köönte das sein, so kahl und mit weißem "Bart" am Po? Danke fürs Mitgucken!

[img:http://www.abload.de/img/bild-1l4y8.jpg]

[img:http://www.abload.de/img/bild-2p03o.jpg]

Eine ziemlich abgearbeitete (dunkle) Erdhummel, schätze ich mal.
Ist ganz normal, dass mit zunehmendem Alter Haare verlieren. So extrem wie bei der hier hab ich es jetzt allerdings auch noch nicht gesehen...

Was ist das für eine Hummel? Jetzt mit Direkt-Bildern Bago 08.08.2010 16:51

Sieht nach einer B. terrestris aus.

Gruß Bago

Was ist das für eine Hummel? Jetzt mit Direkt-Bildern Christian 08.08.2010 18:10

Hi,
schließe mich den anderen an. Ist ne Dunkle Erdhummel. Hatte ich im letzten Jahr auch gesichtet, vermutlich isses so: Ne Stockhummel, die jetzt mit Nektar sammelt. Im Stock hat sie bessere Überlebenschancen, kann also alt und kahl werden.
Die sammelt jetzt weil die Sammlerinnen drastisch abnehmen. Von meinen vielen Hummeln von vor vier Wochen sind nur noch ganz wenige übrig. Der Regen hat doch seine Opfer gefordert und es geht für as Volk eh dem Ende zu.

Gruß
Christian

Punkt 12: Wespenvernichtung Bago 11.08.2010 12:56

Zur Zeit ist das Fernsehn überfüllt mit Sendungen über die Vernichtung von Wespennestern und oft werden die Tiere als ware Monster dargestellt.Es ist wirklich kaum zu glauben.
Wir selbst haben auch ein Wespennest unter einem Busch (Gemenine Wespe), ich selbst wurde schon einmal gestochen , aber deswegen vernichten?
Wenn man in Gartencentern vor nach Wespenspray fragen würde steht man vor leeren Regalen , die Leute gasen , was das Zeug hält.Leider gehen wohl auch Hummelnest dabei drauf, das passiert durch die Unwissenheit der Bevölkerung.

Gruß Bago

Punkt 12: Wespenvernichtung Helena 12.08.2010 20:36
Zur Zeit ist das Fernsehn überfüllt mit Sendungen über die Vernichtung von Wespennestern und oft werden die Tiere als ware Monster dargestellt.Es ist wirklich kaum zu glauben.
Wir selbst haben auch ein Wespennest unter einem Busch (Gemenine Wespe), ich selbst wurde schon einmal gestochen , aber deswegen vernichten?
Wenn man in Gartencentern vor nach Wespenspray fragen würde steht man vor leeren Regalen , die Leute gasen , was das Zeug hält.Leider gehen wohl auch Hummelnest dabei drauf, das passiert durch die Unwissenheit der Bevölkerung.

In einer Gratiszeitung hier war auch so ein Bericht darüber. Auf dem Titelbild gross ein Wespenkopf, darunter stand «Nichtsnutz»!! Innendrin ein reiner Hass-Artikel über Wespen.
Ich war allerdings nicht die einzige, die einen geharnischten Leserbrief geschrieben hat, am nächsten Tag zeigten sie Reue und brachten einen Info-Artikel über Wespen inkl. Interview einer Zoologin. Im ersten Bericht kam nur ein «Schädlings»-Vernichter von Rentokil zu Wort.
Habs (inkl. Bericht in der Zeitung) bei hymenoptera gepostet: Klick mich (externer Link, nicht mehr verfügbar)

Umsomehr freue ich mich über die Hornissen, welche sich bei meinen Eltern in aufgetürmten Rasengittersteinen mit Granitplatte obendrauf häuslich eingerichtet haben. Die Liebe zu Tieren habe ich von ihnen; mein Vater sitzt begeistert vorm Nest und fotografiert:
[img:http://www3.pic-upload.de/12.08.10/otskuerygfio.jpg]

Punkt 12: Wespenvernichtung Bago 12.08.2010 20:53

Ich sehe fast nur Hornissenköniginnen im Frühjahr (Ende April/Mai) an unserem Birnenbaum, sie sind sehr interessant zu beobachten schon allein wegen ihrer Größe.Auch an unseren Gebüschen sammeln die Hornissenköniginnen Schädlinge ab.Hatte auch vor 2 Jahren eine im Zimmer , die wohl auf Nistplatzsuche war, ich war erschrocken, doch
Fensterf geöffnet und weg war sie.Auch vor meinen Hummelkästen habe ich schon einmal eine suchen sehen , doch bis jetzt hat sich noch nie eine H.-k. in meinen Hummelkästen niedergelassen.Leider schafft es nach der Nestgründung nur jede 7. Königin.

Gruß Bago

Sicher terrestris? Christian 11.08.2010 13:09

Hi,
bei meinen volk gibt es (leider) immer wieder Königinnen, die sterben, weil sie nicht fliegen können: Fehlbildung der Flügel aber nicht nur. Heute hab ich zwei gefunden und beim näheren Betrachten bin ich mir nicht so sicher, ob ich wirklich ein Volk der Dunklen Erdhummel habe. Hab beide fotographiert, ging gut weil sie nicht mehr fliehen konnten.

[img:http://www.pictureupload.de/originals/59610/110810130423_sonstige_queensweb.jpg]

Die linke hat nen sehr breiten Thoraxstreifen, die rechte mein ich hat nen schwarzen Strich im Thoraxstreifen.

Kanns doch ne andere Erdhummel sein?

Christian

Sicher terrestris? Martin 11.08.2010 15:05

Hm. Kannst du nicht mal näher rangehen mit deiner Kamera (Symbol Blume für Makro Modus) und auch von oben fotografieren? Dann erkennt man den "schwarzen Strich" vielleicht besser.

Und wie sehen denn die Drohnen aus?

Nochmal Bilder Christian 11.08.2010 18:47

Hi,
die Drohnen sind wie viele Jungköniginnen auf und davon. Hier die Bilder, das alte nochmal heller:
[img:http://www.pictureupload.de/originals/59610/110810184312_sonstige_queensweb2.jpg]
[img:http://www.pictureupload.de/originals/59610/110810184312_sonstige_img_0031.jpg]
[img:http://www.pictureupload.de/originals/59610/110810184312_sonstige_img_0030.jpg]

so eins is leider etwas unscharf, ansonsten müsste es passen.

Christian

Test von Mottensperren 2004-2010 Horst 14.08.2010 17:40

Hallo Hummelfreunde,
seit 2004 teste ich die Mottensperren/Mottenklappen (Doppelklappen und Zweiweg-/Einlochklappen).
Die meisten Jahre waren mehr als 10 Nistkästen mit Sperren versehen.
Dieses Jahr waren es 8 Kästen. Von den 8 Hummelnestern waren 4 Nester von Wachsmottenlarven (geringe Anzahl) befallen, die jedoch kaum Einfluß auf die Volkentwicklung genommen haben.
Lediglich das Baumhummelvolk hatte starken Wachsmottenlarvenbefall.
Die Kontrolle der Nester habe ich immer am Ende der Saison durchgeführt. d.h die Nester wurden nicht vorher geöffnet, solange noch Flugverkehr herrschte.
In den gesamten Testjahren waren immer wieder einige Völker von Wachsmottenlarven befallen.
Ergebnis: Sowohl die Doppelklappen als auch die Zweiweg-/Einlochklappen bieten keine 100-prozentige Sicherheit gegen Wachsmotten-/Wachsmottenlarvenbefall. Selbst Fliegenlarven wurden in den Nestern gefunden.

Grüße
Horst

Test von Mottensperren 2004-2010 Bago 14.08.2010 19:40

Hallo Horst,
bei mir hat sich trotz Klappen (Einweg, Selbstbau) nach dem die Neststärke nachließ Wachsmottenbefall gezeigt (Baumhummeln), dieses Nest und noch 2 weitere Erdhummelvölker habe ich bis zum Schlupf der Jungköniginnen mit Bt behandelt, was auch wirkte.Mein Ackerhummel Volk hat sich negativ entwickelt und ist abgestorben.

Gruß Bago

Test von Mottensperren 2004-2010 Horst 17.08.2010 13:53

Hallo Hummelfreunde,
seit Jahren habe ich Erfahrungen mit Doppelklappen und Zweiweg-/Einlochklappen gesammelt.
Doppelklappen sind genauso sicher/unsicher wie Zweiweg-/Einlochklappen zur Verhinderung von Wachsmottenbefall (meine jahrelange Erfahrung).
Bei Doppelklappen ist jedoch Voraussetzung, dass diese nicht fehlerhaft gefertigt werden, so wie sie auf einer Internetseite gezeigt werden. Dort versuchen die Hummeln durch den Ausgang in das Nest zu gelangen. Die Ein- und Ausgänge sind dort fehlerhaft viel zu hoch angebracht.
Vorteil der Zweiweg-/Einlochklappe ist die billige Herstellung.
Bei www Hummelfreund.com sind gute Beispiele für die Klappen vorhanden.

Grüße
Horst

Klappen helfen nicht bei Fliegen Michel 14.08.2010 22:46

Habe das auf Video mehrfach festgehalten, weil ich dieses Jahr massiv mit einer Fliege als Parasit zu kämpfen habe.

Die Fliegen schaffen die Klappen zu passieren, indem sie warten, bis eine Arbeiterin die öffnet. Dann schlüpft sie hinein.

Vg,
Michel

Klappen helfen nicht bei Fliegen StefanDD 16.08.2010 18:40

...habe heute seit längerem mal wieder bei den Steinhummeln Nestkontrolle gemacht.
Mir kam ein ganzer Fliegenschwarm aus dem Kasten entgegen. Die müssen in den letzten zwei Wochen da drin geschlüpft sein. Also haben auch bei mir welche die Klappe überwunden...

Bin gespannt, ob jemandem gegen dieses Problem was geniales einfällt

Grüße, Stefan

Klappen helfen nicht bei Fliegen Bago 16.08.2010 18:56

Ja, das wird schwer werden , solange die Fliegen zwar durch die Klappe kommen, müssen sie ja an einer Wächterin vorbei, was jedoch bei kleinen Völkern oft fehlt ,ist diese.
Gerade die ungeschickten Jungköniginnen öffnen den Fliegen die Klappen, allerdings habe ich auch viele tote Fliegen im Vorbau gefunden , wohl von den Wächterinnen getötet.

Das wird eine sehr schwere Aufgabe , mal schauen was sich da so machen läßt...

Gruß Bago

Klappen helfen nicht bei Fliegen Michel 16.08.2010 19:05

Die Wächterinnen bieten keinen vollkommenen Schutz, da die Fliegen sehr flink sind und die Wächterinnen regelrecht überrennen, klar, einige werden auch erwischt.

Aber letztlich hat sich gezeigt, dass die die durchkommen auch genug Schaden anrichten...

VG,
Michel

Klappen helfen nicht bei Fliegen Bago 16.08.2010 19:18

Tja, wie könnte man das Problem lösen?,mir würde einfallen noch eine weitere Hummelklappe im Vorbau anzubringen , vielleicht würde das noch eine zusätzliche Absicherung sein.Allerdings weiß ich nicht , ob Hummeln im dunklen eine Hummelklappe bedienen können.

Gruß Bago

Klappen helfen nicht bei Fliegen Harry 16.08.2010 22:26

Wachsmottenklappen sind auch von mir ein beliebtes Thema und viele Hummelfreunde meinen, wenn eine Wachsmottenklappe vor dem Eingang ist, sind die Hummeln absolut sicher. Dieses ist leider nicht der Fall.
Die Grundidee von mir dazu war, sich die Arbeit von Eberhard von Hagen zu sparen und jeden Abend das Einflugloch zu verschließen und es morgens wieder zu öffnen.
Jedoch muss man hier einiges klarstellen.
1. „Doppelklappen“* wirken dem Schutz genau entgegen, denn die Wachsmotten verstecken sich im Eingangsloch, da es dort schön dunkel ist und schlüpfen mit den ersten Sammlerinnen die morgens zurückkehren in das Hummelnest.
2. Dächer über dem Einflugloch halten bei ungünstiger Aufstellung zwar den Regen ab, bieten aber ebenso eine Versteckmöglichkeit für Wachsmotten.
3. Hummelnistkästen den Hummeln anbieten und nicht zu kontrollieren, ob nicht doch mal eine Wachsmotte durchgeschlüpft ist halte ich für falsch.
Dieses setzt allerdings voraus, dass der Nistkasten leicht zu öffnen ist und man gerade in der „Drangzeit“ des Wachsmottenfluges den Kasten öfter kontrolliert.
Bei Befall muss jeder Hummelfreund selbst entscheiden ob er nun BT anwendet oder wegen evtl. Gefährdung von Schmetterlingen es nicht tut.
4. Hummelnistkästen werden leichter von Wachsmotten gefunden, als tief in der Erde liegende Naturnester.
Der Geruch lockt die Wachsmotten an und Nester ohne jeglichen Schutz werden sehr leicht befallen.
5. Fliegenlarven gefährden kein Hummelvolk. Fliegen sind meist erst gegen Ende der Saison in den Kästen, wenn schon Geschlechtstiere geschlüpft sind oder der Schlupf kurz bevor steht.
Jungköniginnen passieren oft so langsam die Klappe, dass Fliegen keine Schwierigkeiten haben, ebenfalls reinzuschlüpfen.
6. Die Klappe ist ein mechanisches Teil und sollte in regelmäßigen Abständen auf einwandfreie Funktion überprüft werden. Schmutz, Kot, oder Pollen am Eingang zwischen Klappe und Auflagefläche bilden einen Spalt, durch den Wachsmotten durchkommen können.
7. Die Klappe ist kein „Allheilmittel gegen Wachsmotten“ aber bei einwandfreier Funktion ist sie ein guter Schutz gegen die Motten.

* Doppelklappen haben jeweils einen Eingang mit innen liegender, nach innen öffnenden Klappe, und einen Ausgang mit nach außen öffnender Klappe.

Gruß Harry

Klappen helfen nicht bei Fliegen Michel 16.08.2010 22:42

Hallo Harry,

"5. Fliegenlarven gefährden kein Hummelvolk. Fliegen sind meist erst gegen Ende der Saison in den Kästen, wenn schon Geschlechtstiere geschlüpft sind oder der Schlupf kurz bevor steht."

Weiß ja nicht ob die die Diskussion aufgefallen ist wegen der Fliegenart, die gezielt Larven mit einem Ei bestückt, die kurz vor der Verpuppung stehen. Auch gesunde, starke Nester werden befallen. Der Befall kam schlimmere Folgen haben als Wachsmottenbefall, so war es zumindest bei mir. Die Wachsmotten machen kaum Probleme, ernähren sich nur von den verlassenen Waben tief im Nest. Dem Gegenüber schädigt die Fliege gezielt die lebende Brut. Letzlich lag die Ausfallrate bei 95 %! Das ist mehr als erheblich. Ich habe von 232 möglichen Jungköniginnen 107 an die Fliege verloren!

Wachsmotten fallen bei mir oft gegen Saisonende ein, aber der Schaden ist da meist nie sehr groß. Im Gegensatz dazu aber greift die Fliege gezielt die Brut an, sodass gegen Ende der Saison der Schäden erheblicher ist als bei der Wachsmotte.

Vg,
Michel

Klappen helfen nicht bei Fliegen Bago 17.08.2010 08:44

Hallo Michel,
bei mir haben die Fliegen versucht kurz vor dme Höhepunkt ins Nest zugelangen etwa 7 Tage.
Doch geschafft habe sie es nicht.Und die jenigen , die es durch die Klappe geschafft haben wurden erstochen.

Jetzt am Ende (Baumhummelvolk abgestorben) stellte sich auch Wachsmottenbefall ein, der aber keinen Schaden mehr anrichtete.

Tja , vieleicht helfen gegen die Fliegen alte Hausmittel allerdings dürfen die nicht die Hummeln abhalten...

Gruß Bago

Klappen helfen nicht bei Fliegen Harry 17.08.2010 08:54

Hallo Michel,
Deine Erfahrungen kann ich in dem Ausmaß nicht nachvollziehen oder beobachten. Welche Fliegenart tritt bei Dir denn so häufig auf, dass sie ihre Eier gezielt an oder in den Larven der Hummeln ablegt? Dickkopffliegen parasitieren Hummeln ja außerhalb des Nestes. Deine genauen Zahlen über Jungköniginnen und die Verluste durch die Fliege verblüffen mich etwas. Arbeitest Du wissenschaftlich an einem Hummelprojekt?
Da ich bisher hauptsächlich etwas von parasierten Solitärbienen gelesen habe und beobachten konnte, die ihre Eier ablegen wenn die Biene auf Nahrungssuche ist wundert es mich, dass Du diese Beobachtung bei einem Hummelvolk gemacht hast. Die bisherigen Diskussionen hier im Forum kamen immer zu dem Ergebnis, dass Fliegen den Hummeln nicht besonders schaden. Hab ich da etwas verpasst?
Wachsmotten richten meines Wissens nach den größten Schaden in Hummelnestern an. Sie fressen alles....Waben, Larven, Vorräte...so ziemlich alles was ihnen vor die Kauwerkzeuge kommt. Deine Verharmlosung, dass Wachsmotten kaum Schaden anrichten, kann ich nicht nachvollziehen.

Gruß Harry

Klappen helfen nicht bei Fliegen Michel 17.08.2010 09:09

Ja, die Fliegenart scheint eine Fleischfliegenart zu sein, genaueres muss man abwarten, da ich derzeit einige Maden und Puppen der Fliege mir aufgehoben habe und auf deren Schlupf warte.

Die Fliege legt 1-3 Eier (zumindest habe ich 1-3 Maden pro Kokons festgestellt) an die großen Larven von speziell Jungköniginnen, aber auch Drohnenbrut. Wenn sich die Hummellarve verpuppt, schlüften die Fliegenmaden und fressen binnen weniger Tage die Hummellarve, die Kokons sind nach dem Befall komplett leer, nur unten gibts es ein kleines Loch im Kokon, durch welchen die Fliegenlarven entkommen.

Die sehr hohe Ausfallrate spricht doch sehr für einen spezialisierten Parasiten und nicht für zufälligen Befall, auch die Art der parasitären Lebensweise.

Konnte Ähnliches schon mehrfach bei Erdhummelnestern beobachten, dieses Jahr wohl wegen der wenigen zur Entwicklung gekommenen Nester sehr starker Befall. Auch andere hier im Forum haben von derartigen, massiven Ausfällen und leergefressenen Kokons berichtet, ebenso von den Auftreten der Fliegenmaden in diesen Nestern. Nicht selten sind auch massive Ausfälle damit verbunden gewesen.

Hier zur Diskussion in diesem Forum:
Diskussion Fliege (obs die Fliege auf dem Bild da ist, bleibt abzuwarten, spricht zumindest für Fleischfliegen)

Wachsmotten richten meines Wissens nach den größten Schaden in Hummelnestern an. Sie fressen alles....Waben, Larven, Vorräte...so ziemlich alles was ihnen vor die Kauwerkzeuge kommt. Deine Verharmlosung, dass Wachsmotten kaum Schaden anrichten, kann ich nicht nachvollziehen.<<

Aber das ist der Unterschied, sie fressen alles, auch Waben und Vorräte, nicht gezielt die Hummelbrut, und man kann was gegen diesen Parasiten machen. Bei mir haben Wachsmotten noch nie ein starkes Nest zertört, nur schwache Kolonien fallen ihr zum Opfer. Im Gegensatz dazu ist aber die Fliegenart genau auf die Brut spezialisiert und wie heuer zu sehen, kann der Befall derart massiv sein, das so gut wie keine Nachkommen mehr schlüpfen. Letztlich also egal, ob von Wachmotten oder Larven der Fliege gefressen, das Volk wird erheblich geschädigt.

Vg,
Michel

Klappen helfen nicht bei Fliegen Harry 17.08.2010 11:21

Hallo Michel,
hab mich nochmal in die Diskussion eingelesen. Bin trotzdem der Meinung, das die Schädigung eines Hummelnestes durch Fliegen, nach meinen Beobachtungen, nicht von großer Bedeutung ist. Vielleicht kommt es auch auf die Gegend an, wo der Nistkasten steht.
Was mir aufgefallen ist, ist dass auf einem Deiner Bilder mit Fliege, Du die Doppelklappe benutzt. Meine Meinung darüber habe ich in einem vorigen Beitrag ja schon beschrieben. Sie begünstigt das Reinschlüpfen ins Nest.
Gruß Harry

Klappen helfen nicht bei Fliegen Bago 17.08.2010 15:45

Ich persönlich denke , dass beide Parasiten sehr vernichtend sind.Allerdings kann man ja gegen die Wachsmotte noch zusätzlich mit Bt behandeln, gegen die Fliegen gibt es ja kein Mittel.

Ich bin auch der Meinung , dass man kein Dach über die Klappe machen sollte , wo sich Fliege oder Wachsmotte verstecken können.

Gruß Bago

Klappen helfen nicht bei Fliegen Michel 17.08.2010 17:49

Also ich persönlich sehe mehr Schadpotenzial von der Fliege ausgehen, zumindest sind das meine Erfahrungen. Wachsmotten waren nie ein großen Problem bei starken Nestern, und notfalls kann man behandeln, was bei der Fliege unmöglich ist. Man steht machtlos daneben und kann eben nix machen.

Die sind, hab das auch auf Video, bei der Doppelklappe durch beide Eingänge durchgekommen, sowohl Ein- als auch Ausgang, eben wenn eine Arbeiterin ihnen beim Ausflug die Tür öffnete. Daher kann die Fliege auch Einloch-Klappen überwinden.

Vg,
Michel

Klappen helfen nicht bei Fliegen Harry 17.08.2010 21:58

Hallo Michel
Interessant ist dass wir verschiedene Beobachtungen machen. Im Mai und Juni passieren die Arbeiterinnen die Klappe sehr schnell und legen bei ihren Sammelflügen und der Rückkehr ins Nest eine gewisse Hektik an den Tag, was es den Fliegen nicht möglich macht ins Nest zu kommen. Die Klappe fällt so schnell hinter ihnen zu, dass sie keine Chance haben. Da Du ein anderes Klappensystem benutzt, ist Dein Video für mich von besonderem Interesse. Kannst Du es bei Youtube einstellen?
Gruß Harry

Klappen helfen nicht bei Fliegen Michel 17.08.2010 22:07

Hallo Harry,

ich schneide dir am WE mal was zusammen und schick dir den Link.

Vg,
Michel

Klappen helfen nicht bei Fliegen Harry 26.08.2010 07:23
Hallo Harry,

ich schneide dir am WE mal was zusammen und schick dir den Link.

Vg,
Michel

Hallo Michel,
welches Wochenende meinst Du :-)))))))

total vergessen, sorry, hier der Link Michel 26.08.2010 19:57

Allerdings nur 3 Szenen drin, die ich gerade gefunden habe, Rest muss ich mal suchen, sind ja viele Stunden Material.

Fliege beim rauskrabbeln und Abflug (wohl nach Eiablage), weitere Fliege in Szene 2 wartet auf ihre Chance, Szene 3 zeigt Fliege im Nest, die unbehelligt sich im Nest bewegen kann und zu schnell für effektive Attacken seitens der Hummeln ist...

Hier zum Video: VIDEO (externer Link, nicht mehr verfügbar)

Viele Grüße
Michel

Bilanz 2009 Christian 19.08.2010 15:41

Hi,
wie geschrieben hatte ich im letzten Jahr Fliegenbefall bei der erdhummel. Hab mir da die Mühe gemacht und Kokons gezählt und unterschieden, ob die Kokons zu waren, oder ein Schlupf erfolgte:
Arbeiterinnenkokona: 333 offen, 178 geschlossen
Queenkokons: 52 offen, 27 geschlossen.

Also, ich denke: Wären die 178 Arbeiterinnen geschlüpft, das hätte bestimmt positive Auswirkung auf die Größe des Volkes gehabt. Der Schaden war schon groß, wenn auch nicht vernichtend. Vermutlich ists bei Fliegen so, wie bei den wachsmotten: Entscheidend ist, wann der Befall erfolgt. Meine Ackerhummeln haben den Mottenbefall dank BT überlebt, aber Geschlechtstiere werden wohl nicht hervorgehen.

Christian

Ackerhummelnest in der Wiese Martin 20.08.2010 21:08

Bin auf der Wiese (fast) über ein Ackerhummelnest gestolpert.
Es hat einen Durchmesser von 14cm und ist etwa 9cm hoch.

Ist das gut oder schlecht für Ackerhummeln um diese Zeit?

Bei leichter Berührung wurde nur wütend gesurrt, heraus kam keine Hummel.

[img:http://www.bildercache.de/bild/20100820-210207-470.jpg]
[img:http://www.bildercache.de/bild/20100820-210306-321.jpg]

Ackerhummelnest in der Wiese (die häufigste Hummelart Deutschlands) Bago 20.08.2010 21:21

Schon recht ordentlich , bald wird es bestimmt Jungköniginnen geben.
Wundert mich schon , dass die Ackerhummeln dieses Jahr ein sehr gutes Jahr haben, im Vergleich mit den Erdhummeln.Nun scheint es auch im bezug auf den Nistplatz für die Ackerhummel besser laufen , da sie fast jeden Bereich im Garten für sich nutzen kann , da die Erdhummeln verlassene Mäusenester bevorzugen , ist die Ackerhummel nicht so wählerisch und mittlerweile haben die Bestände die Erdhummel (terrestris) überhohlt.
Die Ackerhummel scheint somit die häufigste Hummelart Deutschland zu sein.
Ich kann mich noch gut erinnern , als ich 2007 mit dem Hobby anfing und nicht so viele Ackerhummeln sah, erst in den letzten 2 Jahren ist noch häufiger (hier) geworden.Dafür ist die Erdhummel leider etwas rückläufig, folgt allerdings bei mir nach der Ackerhummel.

Gruß Bago

Ackerhummelnest in der Wiese (die häufigste Hummelart Deutschlands) Martin 20.08.2010 21:49

Die Ackerhummel ist mit der Wiesenhummel auch hier die häufigste Art. Das jetzt auf Allgemeingültigkeit hochzurechnen ist etwas vermessen. Wie auch immer. Mich wundert das auch, denn in der Krautschicht nistende Arten müssten doch eigentlich am gefährdetsten sein. Für Waldhummel und Veränderliche Hummel trifft das ja auch zu -sehr selten- aber die Ackerhummel scheint gut damit fertig zu werden. Verluste durch Mahd müssen hier auf dem Land doch ziemlich hoch sein. Viele der anderen Streuobstwiesen werden rigoros und auch ziemlich tief gemäht. Wer weiß was dann von den Nestern übrigbleibt und ob die dann nicht sowieso aufgegeben werden.

Ackerhummelnest in der Wiese (Wiesenhummel bei mir selten) Bago 21.08.2010 07:33

Die Waldhummel nistet aber auch unterirdisch.

Ich denke es liegt daran , dass die Ackerhummel mit fast jeder Pflanze etwas anfangen kann , die Waldhummel scheint mehr auf Rotklee und weitere spezielle Futterpflanzen zu stehen, auch wenn sie die gleiche Strategie wie die Ackerhummeln verfolgen : von der einen Blüte zur anderen.So ist es bei mir , dass an allen Pflanzen Ackerhummeln zu beobachten sind.

Zu der Wiesenhummel: Die ist bei mir absolut selten , letztes Jahr habe ich nur 2 Könignnen dieser Art gesehen und später ein paar Drohnen.Dieses Jahr viele suchende Wiesenhummeln, kaum erfolgreiche Nestgründungen , fast nur Drohnen gesehen , sowie 2 Arbeiterinnnen und eine Jungkönigin auf der Suche nach einem Überwinterungsquatier.

Gruß Bago

Ackerhummelnest in der Wiese Martin 23.11.2010 14:23

Nachdem Ende Oktober noch Betrieb war, habe ich mich erst letzte Woche an das Nest gewagt. Leider schon zu spät, der Großteil der Waben ist bereits dem Schimmel(?) zum Opfer gefallen.

Die Nistkugel war kleiner als ich erwartet hatte, im Durchmesser < 8 cm.

Der Eingang des Nestes befand sich ebenerdig auf der Ostseite.

[img:http://www.bildercache.de/bild/20101123-141906-41.jpg]

[img:http://www.bildercache.de/bild/20101123-141958-384.jpg]

[img:http://www.bildercache.de/bild/20101123-142012-148.jpg]

[img:http://www.bildercache.de/bild/20101123-142049-680.jpg]

[img:http://www.bildercache.de/bild/20101123-142059-536.jpg]

[img:http://www.bildercache.de/bildercache_80x15.gif]

Ackerhummelnest in der Wiese Christian 25.11.2010 12:23

Ein kleines Nest. Schimmel is normal, wenn nicht mehr gepflegt wird. Hast Du die Zellen zählen können? Oder zumindest die großen Zellen der Jungköniginnen?

Finde das cool: Jetzt ist es November und wir haben noch Bilder von Hummeln.

Christian

Ackerhummelnest in der Wiese Martin 25.11.2010 18:50
Ein kleines Nest. Schimmel is normal, wenn nicht mehr gepflegt wird. Hast Du die Zellen zählen können? Oder zumindest die großen Zellen der Jungköniginnen?

Zählen konnte ich da nicht mehr viel.

Es war aber für mich auch so schon interessant genug, da ich zum ersten mal so ein Hummelnest von "innen" gesehen habe.

Finde das cool: Jetzt ist es November und wir haben noch Bilder von Hummeln.

Jürgen macht ja auch unermüdlich Updates. Man wird gut bespaßt diesen Winter als Hummelfan äh Hummelfreund. ;-)