Beiträge aus 2010

Bilanz 2010 Bago 02.08.2010 15:41

Die Hummelsaison neigt sich bei mir dem Ende entgegen.

Hier die Bilanz:

Von den 4 übrig gebliebenen Königinnen von 14 Ansiedlungen haben es 2 geschafft Jungköniginnen hervor zubringen:

Erdhummel-1-: 150 Jungköniginnen ; maximale Volksstärke 420 Tiere; Volk in der Absterbephase
Erdhummel-2-: Aufzucht von etwa 15 Kuckuckshummeldrohnen der vestalis, keine vestalis J-k.; Volk abgestorben
Baumhummel : Aufzucht von etwa 100 Jungköniginnen ; maximale Volksstärke 300 Tiere; Volk in Absterbephase
Ackerhummel: Volk wird keine Geschlechttiere hervorbringen können , ständiges Sterben von Larven; nur noch die Königin und 1 Arbeiterin vorhanden.

Damit endet so langsam die sehr schlechte Hummelsaison, in der Natur sieht man nur noch Steinhummeln,Erdhummeln und Ackerhummeln, insgesamt viele Drohnen der ersten beiden Arten.

Gruß Bago

interessant... Michel 02.08.2010 19:04

Interessant, hätte bei den von dir angegebenen Volkstärken wesentlich mehr Jungköniginnen erwartet.

Hier mal paar Zählungen aus den vergangenen Jahren von meinen Kolonien:
2005: Steinhummel, etwa 150 Arbeiterinnen (max. Volkstärke), 178 Königinnen hervorgegangen

2008: Dunkle Erdhummel, 120 Arbeiterinnen, brachten 165 Jungköniginnen hervor

2009: Nest 1, Dunkle Erdhummel, ca. 170 Arbeiterinnen, 100 Jungköniginnen

2009: Nest 2, Dunkle Erdhummel, ca. 180 Arbeiterinnen, 200 Jungköniginnen

2009: Wiesenhummel, ca. 60 Arbeiterinnen, 185 ! Jungköniginnen, ungewöhnlich für Wiesenhummel

2010: Kryptarum-Erdhummel, etwa 110 Arbeiterinnen, bisher 60-70 Jungköniginnen, kommen aber noch paar nach, Königin weiter vital und aktiv

Also das Verhältnis von maximaler Volkstärke zu hervorgebrachte Jungköniginnen ist in meinen Beispielen ziemlich niedrig, trotz weniger Arbeiterinnen wurden oft viele Jungköniginnen aufgezogen. Gerade bei den Wiesenhummeln 2009 wurden 3 mal mehr Jungköniginnen aufgezogen als Arbeiterinnen maximal im Nest lebten. Oft ist aber gegen Ende der Entwicklung auch Nahrungseintrag durch die Jungköniginnen zu beobachten, weshalb auch trotz zurückgehender Anzahl an Arbeiterinnen weiterhin viel Brut zur Entwicklung kommt. Auffallend auch, dass bei den obigen Beispielen nicht selten die Altkönigin sehr lange überlebte, eben auch den Competition Point. Manchmal war sie eine der letzten Überlebenden im Nest nach Saisonende. Vielleicht ist das der Unterschied, je stärker ein Volk, umso mehr Konkurrenz hat die Königin. Vielleicht sind daher die größten Kolonien nicht unbedingt die erfolgreichsten bzw. erfolgreicher, was die Anzahl an Jungköniginnen angeht...

Vg,
Michel

Bilanz 2010 Raum München Andreas 02.08.2010 20:55

Hallo Bago,

hier eine kurze Schilderung der Situation im Raum München.

dunkle Erdhummel:

Volk1: ca. 100 - 150 Jungköniginnen
Volk2: ebenso
Volk3: etwa 70 Jungköniginnen
Die 3 Völker sind an verschiedenen Standorten.

Bei 2 Steinhummelvölkern sind jetzt rege Flugaktivitäten zu beobachten, aber noch keine Jungköniginnen. Die sollten jetzt dann aber kommen.
Ausgerechnet in ein Waldhummelvolk sind mir Wachsmotten reingekommen. Da habe ich die Klappe zu spät zugemacht. Es ist ein Volk noch mit Königin und ca. 30 Arbeiterinnen. Ich habs mit BT behandelt und füttere Zuckerlösung zu, in der Hoffnung, dass die es bis Ende September vielleicht doch noch schaffen, ein paar Königinnen hervorzubringen.
Bei der Ackerhummel nehmen die Flugaktivitäten zu. Das Volk wächst. Selbstbesiedelung in der 2-ten Maihälfte, also sehr spät.
4 Königinnen der Baumhummel (Selbstbesiedelungen) sind mir leider im Frühjahr bei schlechtem Wetter ums Leben gekommen.

Für die nächste Saison viel Erfolg!!
Andreas

Bilanz 2010 Raum München Bago 02.08.2010 21:11

Naja,
deine Bilanz ist ja auch nicht gerade gut, mein Baumhummelvolk ist jetzt auch von Wachsmotten befallen,
allerdings sind die Jungköniginnen schon seit mehreren Wochen abgeflogen.

Bei sind ja auch ne Menge Königinnen ausgefallen , mir sind 5 Steinhummeln, 2 Wiesenhummeln, 2 Gartenhummeln und eine Erdhummel ausgefallen, wirklich schrecklich dieses Jahr.

Gruß Bago

Frage zur Bilanzierung feneks 11.08.2010 00:58

Hallo,

wie zählt man eigentlich eine Volksstärke von 420? Ich meine, in so einem Fall ist das Nest ja schon sehr gross (welche Maße eigentlich?) und man wird da wohl nicht einfach alles freilegen?

liebe Grüsse
feneks

Frage zur Bilanzierung Bago 11.08.2010 09:24

Die Volksstärke kannst du mit dem Flugverkehr bestimmen:

Eine Arbeiterin ist etwa 20-30 min. unterwegs bis sie zurückkommt.Du zählst die einfliegenden Arbeiterinnen und nimmst die Zahl mal 3.

Die Größe des Nestes ist vielleicht die Größe eines Fußballs der Größe 3/4.

Wie viele Königinnen hervorgegangen sind , das kann man an Hand der Königinnenkokons abzählen (sind die größten).

Gruß Bago

Frage zur Bilanzierung feneks 12.08.2010 00:56
Die Volksstärke kannst du mit dem Flugverkehr bestimmen:

Eine Arbeiterin ist etwa 20-30 min. unterwegs bis sie zurückkommt.Du zählst die einfliegenden Arbeiterinnen und nimmst die Zahl mal 3.

Die Größe des Nestes ist vielleicht die Größe eines Fußballs der Größe 3/4.

Wie viele Königinnen hervorgegangen sind , das kann man an Hand der Königinnenkokons abzählen (sind die größten).


Gruß Bago

Danke für die Info

Frage zur Bilanzierung StefanDD 12.08.2010 13:42
Die Volksstärke kannst du mit dem Flugverkehr bestimmen:

Eine Arbeiterin ist etwa 20-30 min. unterwegs bis sie zurückkommt.Du zählst die einfliegenden Arbeiterinnen und nimmst die Zahl mal 3.

Die Größe des Nestes ist vielleicht die Größe eines Fußballs der Größe 3/4.

Wie viele Königinnen hervorgegangen sind , das kann man an Hand der Königinnenkokons abzählen (sind die größten).


Gruß Bago

Danke für die Info

Die Diskussion hatten wir schon mal hier drin!
Es ist eben so, dass die Dauer des Sammelfluges stark schwankt und von vielen Faktoren beeinflusst wird. Sicher kann man es mit dieser Methode grob abschätzen, aber eine genaue Volkstärke bekommt man damit nicht!

Frage zur Bilanzierung feneks 12.08.2010 19:01
Die Diskussion hatten wir schon mal hier drin!
Es ist eben so, dass die Dauer des Sammelfluges stark schwankt und von vielen Faktoren beeinflusst wird. Sicher kann man es mit dieser Methode grob abschätzen, aber eine genaue Volkstärke bekommt man damit nicht!

Auch dir Danke, aber das ist mir in Folge durchaus klar. Ich hatte mich einfach über die Zählmethode gewundert. Da scheinbar recht häufig in den Kästen nachgesehen wird hätte mich eine "Direktzählung" auch nicht mehr gewundert. - Wenngleich so etwas ein mords Stress für die armen Viecher wäre.

Frage zur Bilanzierung Helena 12.08.2010 20:24
Auch dir Danke, aber das ist mir in Folge durchaus klar. Ich hatte mich einfach über die Zählmethode gewundert. Da scheinbar recht häufig in den Kästen nachgesehen wird hätte mich eine "Direktzählung" auch nicht mehr gewundert. - Wenngleich so etwas ein mords Stress für die armen Viecher wäre.

Am genausten wäre, jede zurückkehrende Arbeiterin zu markieren und dann weiss man, ob man die schon gezählt hat oder nicht. Aber wer hat schon die Zeit für sowas?

Frage zur Bilanzierung Johann Neumayer 24.08.2010 16:45

Es gibt schon noch eine Methode, genauer zu zählen:

Bei kleinen Völkern das Nest spätabends öffnen und mit einer Taschenlampe mit roter Abdeckung das Nest ausleuchten und die Arbeiterinnen abzählen.

Bei großen Völkern habe ich öfters eine Brachialmethode angewandt, die aber nicht schadet. Das Nest eher ruckartig öffnen, alle Hunmmeln, die das wollen, ausfliegen lassen (Stechschutz). Zur Not, wenn man keinen Stechschutz hat, ein paar Schritte weglaufen. Wenn die ersten (20-100) weggeflogen sind, evtl kurz nochmals an den Nistklasten klopfen, sodass die zweite Gruppe abfliegt. Das so lang wiederholen, bis die meisten flugbereiten (und stechlustigen) Arbeiterinnen abgeflogen sind. Das dauert maximal 5 Minuten. Wichtig ist nur, den Nistkasten von seinem Standplatz mindetsens 10 oder 20m wegzutragen, denn die Arbeiterinnen sammeln sich alle beim gewohnten Nistkastenstandort.
Wenn der Nistkasten ziemlich leer ist, kann man die Puppen, großen und mittelgroßen Larven sowie die kleinen Larvenballen und Eiballen auszählen und auch ungefähr abschätzen, wie viele Arbeiterinnen noch im Nest sind. Wenn man jetzt den Nistkasten wieder am gewohnten Ort aufhängt/stellt stechen - o Wunder - selbst Baumhummeln nicht und man kann bequem die Anzahl der einfliegenden Arbveiterinnen zählen. Ca. 15 Minuten Fluglochkontrolle reichen, um den Großteil der Arbeiterinnen zu erfassen.
Das ganze sollte man frühmorgens (5h) oder noch besser am Abend machen, in der Zeit, wenn nicht mehr viele Hummeln auf Sammelflug sind aber es noch nicht so dunkel ist, dass sie nicht mehr heimkehren können. Der Vorteil an der Abendkontrolle ist, dass dann auch die auswärts befindlichen Arbeiterinnen (oft an den Pollenhöschen kenntlich) heimkommen und kaum mehr Arbeiterinnen zum Sammeln ausfliegen.Im Juni/Juli hat sich die Zeit zwischen 20 und 21 Uhr bewährt, jetzt geht schon 19h.
Natürlich hat man auch bei dieser Methode Fehler (Arbeiterinnen, die auswärts übernachten, Tiere, die bald wieder ausfliegen...), aber es ist die Methode, die m.E. die genauesten Schätzungen ohne den Aufwand individueller Markierung erlaubt.
Und auch wenn es brachial klingt: Meiner Erfahrung nach gehen Hummelnester aus anderen Gründen ein und nicht, weil ich alle 8-10 Tage einmal nachschaue und dabei das Nest 10 Minuten offen habe. Außerdem mache ich diese Brachialmethode nur bei wirklich starken Völkern, bei denen man mit der Taschenlampenmethode nichts mehr erreicht, weil die im nest befindlichen Arbeiterinnen die gesamte Brut verdecken. Im lebnen eines Baum- oder Erdhummelnestes ist das nur 3-4 Mal.

mfG Johann Neumayer

Auch dir Danke, aber das ist mir in Folge durchaus klar. Ich hatte mich einfach über die Zählmethode gewundert. Da scheinbar recht häufig in den Kästen nachgesehen wird hätte mich eine "Direktzählung" auch nicht mehr gewundert. - Wenngleich so etwas ein mords Stress für die armen Viecher wäre.

Am genausten wäre, jede zurückkehrende Arbeiterin zu markieren und dann weiss man, ob man die schon gezählt hat oder nicht. Aber wer hat schon die Zeit für sowas?
Frage zur Bilanzierung StefanDD 24.08.2010 21:06

...das hat aber meiner Meinung nach nicht mehr viel mit Naturschutz zu tun!
Finde diese Methode eher ungeeignet für weniger Erfahrene, die hier einiges zum Hummelschutz lernen wollen. Diesen Quatsch sollte man besser keinem erzählen. Meinst Du nicht?

nana! Christian F. 25.08.2010 09:58
...das hat aber meiner Meinung nach nicht mehr viel mit Naturschutz zu tun!
Finde diese Methode eher ungeeignet für weniger Erfahrene, die hier einiges zum Hummelschutz lernen wollen. Diesen Quatsch sollte man besser keinem erzählen. Meinst Du nicht?

Stefan Du hast schon eine große Klappe hm? Schließlich zählst du sicher zu den "weniger Erfahrenen" hier.
Ich erinnere mich noch wie du über die Idee des Mooshaufens geschimpft hast um dann darauf umzuschwenken wie toll er ist.

Herr Dr. Neumayer ist Wissenschaftler und arbeitet, wenn ich recht gehört habe, an einem Schlüssel für Hummeln
(innerhalb der Serie von Scheuchl).

Dass das keine Methode für Anfänger ist, ist klar; aber wenn man wirklich zählen will/muss scheint das im Vergleich zum Markieren eine einfache Lösung.
Hier könnte man vielleicht auch mal verschiedene Zählmethoden vergleichen,
wie: "Einflüge in 30 Min zählen".

Ich fände es schade, wenn Du Herrn Neumayer mit deinen frechen und unqualifizierten Bemerkungen verprelltest!

Schöne Grüße,
Christian

nana! StefanDD 25.08.2010 11:29
...das hat aber meiner Meinung nach nicht mehr viel mit Naturschutz zu tun!
Finde diese Methode eher ungeeignet für weniger Erfahrene, die hier einiges zum Hummelschutz lernen wollen. Diesen Quatsch sollte man besser keinem erzählen. Meinst Du nicht?

Stefan Du hast schon eine große Klappe hm? Schließlich zählst du sicher zu den "weniger Erfahrenen" hier.
Ich erinnere mich noch wie du über die Idee des Mooshaufens geschimpft hast um dann darauf umzuschwenken wie toll er ist.

Herr Dr. Neumayer ist Wissenschaftler und arbeitet, wenn ich recht gehört habe, an einem Schlüssel für Hummeln
(innerhalb der Serie von Scheuchl).

Dass das keine Methode für Anfänger ist, ist klar; aber wenn man wirklich zählen will/muss scheint das im Vergleich zum Markieren eine einfache Lösung.
Hier könnte man vielleicht auch mal verschiedene Zählmethoden vergleichen,
wie: "Einflüge in 30 Min zählen".

Ich fände es schade, wenn Du Herrn Neumayer mit deinen frechen und unqualifizierten Bemerkungen verprelltest!

Schöne Grüße,
Christian

Hallo Christian,

Zähle mich nicht zu den weniger Erfahrenen hier. Betreibe erfolgreichen HummelSCHUTZ(!!!) schon seit Jahren. Die Idee mit dem Mooshaufen fand ich anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, das stimmt. (Mich würde interessieren, wie sich der Mooshaufen im Lauf des Jahres entwickelt hat. Man hört gar nichts mehr von dieser Idee!) Ich verschließe mich sicher nicht gegenüber neuen Erkenntnissen oder Techniken.
Aber was der Wissenschaftler, Dr. Neumayer, da unter der Prämisse Hummelschutz vorschlägt, erscheint mir erstens sehr wenig wissenschaftlich und zweitens nicht zum Nachahmen geeignet!

Letzter Punkt: Mir liegt es sehr fern, hier jemanden zu verprellen. Ich kenne andere Leute hier im Forum, die richtigen, effektiven Hummelschutz betreiben und diese Personen werde ich auch unterstützen. Trotzdem muss es erlaubt sein, jemanden zu kritisieren, sonst hat dieses ganze Forum seinen Zweck verfehlt!

P.S. Und wenn Du meine Argumente als frech und unqualifiziert empfindest, dann liegt es vielleicht auch an mangelnder Kritikfähigkeit deinerseits.
Denk mal darüber nach!

nana! Christian F. 25.08.2010 12:47
Trotzdem muss es erlaubt sein, jemanden zu kritisieren, sonst hat dieses ganze Forum seinen Zweck verfehlt!

Du kannst gerne kritisieren. Das sähe für mich so aus:
"Sehr geehrter Herr Neumayer, Ich denke diese Methode ist für den einfachen Hummelfreund etwas
"zu brachial"." Und dann war es das. Du schreibst:
"Diesen Quatsch sollte man besser keinem erzählen."

Das Problem ist halt, dass in einem Forum auch Leute, deren Klappe größer als ihr Verstand ist, Menschen mit Fachverstand dumm anmachen können. Das ist ein Grund warum nur wenige Experten bereit sind, in Foren ihr Wissen zu teilen. Das finde ich schade.
Es wäre sehr bedauerlich, wenn jemand, der in diesem Forum meines Wissens noch nie einen qualitativ hochwertigen Beitrag geleistet hat, kompetente Leute vergrätzte.
Ich habe aber leider keine Zeit Dir im Rahmen des Forums Manieren beizubringen.

Grüße,
Christian

Schlußpunkt Alex (bombus.de) 25.08.2010 13:22

Damit habt ihr Eure unterschiedlichen Meinungen genug ausgetauscht.
Den Rest bitte per eMail regeln.
Schlußpunkt.

Schlußpunkt StefanDD 25.08.2010 13:46

Alex, sorry. Das war der letzte Kritikbeitrag!

Gruß, Stefan

nana! StefanDD 25.08.2010 13:43
Trotzdem muss es erlaubt sein, jemanden zu kritisieren, sonst hat dieses ganze Forum seinen Zweck verfehlt!

Du kannst gerne kritisieren. Das sähe für mich so aus:
"Sehr geehrter Herr Neumayer, Ich denke diese Methode ist für den einfachen Hummelfreund etwas
"zu brachial"." Und dann war es das. Du schreibst:
"Diesen Quatsch sollte man besser keinem erzählen."

Das Problem ist halt, dass in einem Forum auch Leute, deren Klappe größer als ihr Verstand ist, Menschen mit Fachverstand dumm anmachen können. Das ist ein Grund warum nur wenige Experten bereit sind, in Foren ihr Wissen zu teilen. Das finde ich schade.
Es wäre sehr bedauerlich, wenn jemand, der in diesem Forum meines Wissens noch nie einen qualitativ hochwertigen Beitrag geleistet hat, kompetente Leute vergrätzte.
Ich habe aber leider keine Zeit Dir im Rahmen des Forums Manieren beizubringen.

Grüße,
Christian

Wieviele hochwertige Beiträge hast du denn schon geliefert? Und was weisst du von meinem Verstand? Daran merkt man ja schon, wie beschränkt dein Horizont ist!

Beibringen??? ...kannst du sicherlichen keinem was! Woher sollte es denn kommen?

Frage zur Bilanzierung Johann Neumayer 27.08.2010 12:51

Ja, mit Hummelschutz hat das nicht viel zu tun. Aber mir ist neu, dass in diesem Forum nur Hummelschutz Thema sein darf.
Ich denke, es darf ja wohl auch um Erkenntnisgewinn in diesem Forum gehen - solange das, was man tut. den Hummeln nicht schadet. Soweit zumindest meine Sicht der Dinge.
Zum Quatsch: ich habe unter Hummelschützern mit viel gutem Willen aber wenig Wissen auch schon einiges an Quatsch gehört. Ich finde es einfach spannend, herauszubekommen, welche Ökologischen Nischen einzelne Arten besetzen. Und dazu gehört auch die Frage, welche evolutionären Kräfte Arten bewegen, kleine (z.B. B. pratorum) oder große (z.B. B. hypnorum) Nester zu bilden.
Je größer ein Nest, desto mehr junge Königinnen und Männchen können erzeugt werden, andererseits ist während der dann langen Nestentwicklungszeit auch das Risiko größer. dass das Nest keine Geschlechtsstiere produziert (Wachsmotten, Wespenbussard, Kuckuckshummeln, Dachs, Mäuse, Überschwemmung, ...).
Soweit die Theorie. Wie groß Mortalitäts- und Fertilitätsraten wirklich sind, muss man aber erst in der Natur herausfinden. Und die Daten der Hummelhalter und - schützer könnten wertvolles Material sein.
Noch etwas zum thema "Hummelschutz": Menschen, die im Winter Vögel füttern, haben früher auch geglaubt, sie würden Wesentliches zum Vogelschutz beitragen. Inzwischen weiss man, dass die Begeisterung und die Ansteckung anderer Menschen mit dieser Begeisterung der einzige wesentliche Effekt der Futterhäuschen ist.
Wer 200m² Hummelgarten pflegt und 10 Nester in Nistkästen hat, sollte seinen Beitrag zum Hummelschutz auch nicht überschätzen. Nur die wenigsten werden muscorum, subterraneus, pomorum oder confusus im Garten haben. Für diese seltenen Arten braucht es eine andere Form der Landbewirtschaftung. Und dafür braucht es viel Überzeugungsarbeit...
Von daher können wir nichts Besseres tun, als die Menschen von der Wichtigkeit der Hummeln zu überzeugen und mit der Faszination an diesen Bienen anzustecken. Freundlichkeit hilft dabei erfahrungsgemäß.
lG Johann N.

Das hat aber meiner Meinung nach nicht mehr viel mit Naturschutz zu tun!

Finde diese Methode eher ungeeignet für weniger Erfahrene, die hier einiges zum Hummelschutz lernen wollen. Diesen Quatsch sollte man besser keinem erzählen. Meinst Du nicht?
Frage zur Bilanzierung StefanDD 27.08.2010 15:14
Ja, mit Hummelschutz hat das nicht viel zu tun. Aber mir ist neu, dass in diesem Forum nur >Hummelschutz Thema sein darf.
Ich denke, es darf ja wohl auch um Erkenntnisgewinn in diesem Forum gehen - solange das, was >man tut. den Hummeln nicht schadet. Soweit zumindest meine Sicht der Dinge.

Damit bin ich einverstanden! Aber die Methode mit dem brachialen Aufreißen des Nests und dem Ausfliegenlassen quasi des gesamten Hummelvolkes durch mehrmaliges an den Kasten stoßen??? Schadet das nicht dem Volk? Haben denn alle ausfliegenden Arbeiterinnen/Jungköniginnen bereits einen Orientierungsflug absolviert und finden sich problemlos in der Dunkelheit wieder in den Kasten?
Könnte mir schon vorstellen, dass da einige auf der Strecke bleiben. Und entstehen nicht auch Schäden am Nest selbst? Geht evtl. Brut dadurch verloren?

Zum Quatsch:

Ich möchte mich entschuldigen, wenn meine Antwort schroff und unqualifiziert rüberkam. War nicht so gemeint. Ich war für den Moment erstmal wie vor den Kopf gestoßen, vielleicht weil das für mich nicht in Frage käme oder es sehr brachial klang! Also nochmals SORRY! (Meine Bedenken habe ich ja oben schon dargelegt)

Wer 200m² Hummelgarten pflegt und 10 Nester in Nistkästen hat, sollte seinen Beitrag zum >Hummelschutz auch nicht überschätzen. Nur die wenigsten werden muscorum, subterraneus, >pomorum oder confusus im Garten haben. Für diese seltenen Arten braucht es eine andere Form >der Landbewirtschaftung.

Ich hatte diesbezgl. auch schon mal eine Frage hier im Forum gestellt (Verdrängung seltener Arten, 05.03.2010)
Wär schön wenn man diese Diskussion nochmal aufnehmen könnte. Finde das Thema interessant!
Eben weil ich hier bei mir nur die häufigen Arten sehe und ich gern was für seltenere Arten tun würde

Frage zur Bilanzierung Johann Neumayer 27.08.2010 15:43

Du stellst Dir das etwas zu brachial vor.
Die bei großen Völkern meist dichte Nestdecke muss ja jeder öffnen, der etwas beobachten will.
Man gibt dem Kasten ja auch nicht einen Tritt, dass alles fliegt, tippt ihn halt etwas fester an.
Man kann ja selbstverständlich auch mit Schutzkleidung arbeiten. Aber ohne Abfliegen der meisten Arbeiterinnen hat man in einem voll besetzten Nest nicht viel Chance, die Brut zu zählen.
Diese Vorgangsweise macht man ja nur bei wirklich großen Völkern. und dann auch nur alle 10-14 Tage.
Ich denke, dass alle schnell abfliegenden und aggressiven Arbeiterinnen schon einmal ausgeflogen sind.
Ein paar bleiben immer im Nest, zum einen die Nesthummeln und zum anderen junge. Ich habe zumindest keinerlei Beeinträchtigungen der großen Völker erlebt. Die bringt so schnell nichts mehr aus der Ruhe! Und das Ganze wie gesagt, nicht nachts sondern 1-1,5h vor Sonnenuntergang.
Es ist faszinierend, wenn 50, 70 oder 120 Arbeiterinnen am Platz, an dem der Nistkasten steht schon warten und dann quasi in der Reihe stehen, um durch das Flugloch hineinzukrabbeln.
Vorher natürlich die Nestbedeckung wieder darüber geben!
Außerdem sollte man die Größenordnungen nicht vergessen:
Die Mortalität der Sammlerinnen ist in der Natur relativ hoch, die natürliche wie die anthropogene. So habe ich heuer in Norwegen auf 200m Straßenbankett über 20 tote Hummelarbeiterinnen gesammelt, die gegen Autos gekracht sind, darunter 5 oder mehr der nicht häufigen B. consobrinus...
Ob bei der beschriebenen Vorgangsweise 2 Arbeiterinnen eventuell verstört das Weite suchen, ist bei großen Nestern irrelevant... .Jungköniginnen brummen manchmal aus dem Nest, wenn es geöffnet wird, aber die waren offensichtlich schon zum Abflug bereit. Die meisten verkriechen sich im Genist, das ich wohlweislich nicht durcheinanderbringe.
Und nicht vergessen: das mache ich bei pratorum, hortorum, pascuorum nie, bei terrestris, lucorum und hypnorum maximal 2 oder 3 Mal im ganzen Kolonieleben, wenn sie wirklich volksstark sind, was bei diesen Arten auch beileibe nicht jedes Volk wird.
mfG Johann Neumayer

Ja, mit Hummelschutz hat das nicht viel zu tun. Aber mir ist neu, dass in diesem Forum nur >Hummelschutz Thema sein darf.
Ich denke, es darf ja wohl auch um Erkenntnisgewinn in diesem Forum gehen - solange das, was >man tut. den Hummeln nicht schadet. Soweit zumindest meine Sicht der Dinge.

Damit bin ich einverstanden! Aber die Methode mit dem brachialen Aufreißen des Nests und dem Ausfliegenlassen quasi des gesamten Hummelvolkes durch mehrmaliges an den Kasten stoßen??? Schadet das nicht dem Volk? Haben denn alle ausfliegenden Arbeiterinnen/Jungköniginnen bereits einen Orientierungsflug absolviert und finden sich problemlos in der Dunkelheit wieder in den Kasten?
Könnte mir schon vorstellen, dass da einige auf der Strecke bleiben. Und entstehen nicht auch Schäden am Nest selbst? Geht evtl. Brut dadurch verloren?

Zum Quatsch:

Ich möchte mich entschuldigen, wenn meine Antwort schroff und unqualifiziert rüberkam. War nicht so gemeint. Ich war für den Moment erstmal wie vor den Kopf gestoßen, vielleicht weil das für mich nicht in Frage käme oder es sehr brachial klang! Also nochmals SORRY! (Meine Bedenken habe ich ja oben schon dargelegt)

Wer 200m² Hummelgarten pflegt und 10 Nester in Nistkästen hat, sollte seinen Beitrag zum >Hummelschutz auch nicht überschätzen. Nur die wenigsten werden muscorum, subterraneus, >pomorum oder confusus im Garten haben. Für diese seltenen Arten braucht es eine andere Form >der Landbewirtschaftung.

Ich hatte diesbezgl. auch schon mal eine Frage hier im Forum gestellt (Verdrängung seltener Arten, 05.03.2010)
Wär schön wenn man diese Diskussion nochmal aufnehmen könnte. Finde das Thema interessant!
Eben weil ich hier bei mir nur die häufigen Arten sehe und ich gern was für seltenere Arten tun würde
Frage an Herr Johann Neumayer Wilhelm 27.08.2010 20:24

Hallo Herr Neumayer

Ich hätte da mal eine Frage: " Wie verhält es sich eigentlich bei einer Hummelart oder auch bei solitären Wildbienen, wenn diese Art in einem kleinen Gebiet vorkommt und abgeschirmt von möglichen Zuwanderern. Entsteht dort nicht eine Form der Inzucht? Weitere Stichworte fallen mir dazu ein wie Blutauffrischung oder Genverarmung. Ich würde mich über eine Stellungnahme Ihrerseits freuen. Aber auch gerne Meinungen der anderen Forenteilnehmer.

Grüße Wilhelm

Frage an Herr Johann Neumayer Christian F. 28.08.2010 09:50
Aber auch gerne Meinungen der anderen Forenteilnehmer.

Herr Hans-Heinrich von Hagen hat berichtet, dass Männchen, die durch Inzucht hervorgegangen, unfruchtbar sind.
Desweiteren spielt bei den Hummeln auch das Immunsystem eine große Rolle und bei Inzucht ist dieses sicher negativ betroffen.

Näheres in diesem schrecken-erregenden Artikel:
FUCKABEE (externer Link, nicht mehr verfügbar)

Grüße,
Christian

Bombus terrestris ist nicht die häufigste Hummelart Bago 28.08.2010 11:22

Dieser Artikel ist wirklich schrecklich, ich stelle seit dem ich mich mit den Hummeln beschäftige (2007) fest , das terrestris nicht mehr so häufig ist , als 2007.Das war bei mir aber schon im letzten Jahr zu beobachten.
Bei mir ist die häufigste Art jedenfalls die Ackerhummel (Bombus pascuorum).Und auch bei der Suche auf seltenen Arten in Hessen habe ich fast ausschließlich die Ackerhummel gesehen.Die einzige seltene Art die ich gesehen habe ist die Waldhummel gewesen (1 Exemplar).Sonst waren auch noch Steinhummeln recht häufig.2 Wiesenhummeln sowie 2 Erdhummeln waren es dann auch noch.Wobei die Wiesenhummel noch Pollen sammelte , bei mir geb es zu diesem Zeitpunkt keine Wiesenhummeln mehr.

Hier sieht es auch mit den Wiesenhummeln schrecklich aus , die Art ist wirklich stark rückläufig, so sah ich 2009 nur 2 Königinnen und einen Drohn.

Heute morgen ist jedenfalls nur ein Ackerhummeldrohn im Garten unterwegs.

Gruß Bago aus Dortmund

Verallgemeinerungen Martin 28.08.2010 12:24

Ja, über die Aussage zur Häufigkeit hat sich Christian sicher am meisten aufgeregt. :-)

Deine ständigen Verallgemeinerungen nerven. Nur weil DU bei DIR irgendetwas feststellst, hat das nicht _automatisch_ Allgemeingültigkeit.

Bei mir ist z.B. die Wiesenhummel sehr häufig, dafür aber die Steinhummel selten. Konkret habe ich so viele Waldhummelarbeiterinnen wie Steinhummelarbeiterinnen gesehen. Stelle ich mich jetzt hin und setze die Steinhummel auf die Rote Liste? Nein. Es gibt und gab schon immer regionale Unterschiede. Wäre schön, wenn du das auch mal einsehen könntest.

Dieser Artikel ist wirklich schrecklich, ich stelle seit dem ich mich mit den Hummeln beschäftige (2007) fest , das terrestris nicht mehr so häufig ist , als 2007.Das war bei mir aber schon im letzten Jahr zu beobachten.
Bei mir ist die häufigste Art jedenfalls die Ackerhummel (Bombus pascuorum).Und auch bei der Suche auf seltenen Arten in Hessen habe ich fast ausschließlich die Ackerhummel gesehen.Die einzige seltene Art die ich gesehen habe ist die Waldhummel gewesen (1 Exemplar).Sonst waren auch noch Steinhummeln recht häufig.2 Wiesenhummeln sowie 2 Erdhummeln waren es dann auch noch.Wobei die Wiesenhummel noch Pollen sammelte , bei mir geb es zu diesem Zeitpunkt keine Wiesenhummeln mehr.

Hier sieht es auch mit den Wiesenhummeln schrecklich aus , die Art ist wirklich stark rückläufig, so sah ich 2009 nur 2 Königinnen und einen Drohn.
Bilanz 2010 Manfred 14.08.2010 16:24

Bei mir lässt sich noch keine Bilanz ziehen, da die beiden verbliebenen Nester noch keine Geschlechtstiere haben. Das Erdhummelnest muss aber nach nunmehr viermonatiger Entwicklung eine erhebliche Größe erreicht haben, da die Zahl der Trachtflüge in der Spitze jetzt auf über 200 pro Stunde gestiegen ist. Das Ackerhummelnest ist eher klein geblieben, hier hat der zwischenzeitliche Verlust fast aller Sammlerinnen aufgrund Insektizidvergiftung deutliche Spuren hinterlassen.
Im Umweltzentrum waren die Baumhummeln sehr erfolgreich gewesen, das Mischnest aus Baum- und Wiesenhummeln hat offenbar keine Geschlechtstiere hervorgebracht.

Gruß aus HH
Manfred

Bilanz 2010 Bago 14.08.2010 19:43

Tja, meine Ackerhummeln sind auch abgestorben , ich vermute eine Krankheit und vielleicht auch noch eine zusätzliche Inektizidvergiftung.Allgemein haben die meisten Nester es dieses Jahr nicht geschafft Geschlechtstiere groß zu ziehen.Alle Völker sind bei mir abgestorben.So eine schlechte Entwicklung auf lange Sicht habe ich noch nie mit erlebt.

Gruß Bago aus Dortmund

meine Bilanz 2010 Michel 14.08.2010 21:38

Aufgrund von Wachsmotten und dem seltsamen Fliegenbefall habe ich die verbliebenen Waben und Hummeln (Altkönigin noch am Leben, auch einige Jungköniginnen noch da, 30-40 Arbeiterinnen) heute nochmal in eine Nestumgebung umgebettet. Die Kokons von letzter Woche sind nahezu vollständig der Fliege zum Opfer gefallen! Das alte Nest habe ich genau durchgesehen und die Kokons gezählt.

Insgesamt sind 467 kleine Kokons erfolgreich geschlüpft (Arbeiterinnen, Drohnen) und 125 Königinnen erfolgreich aus ihren Kokons hervorgegangen.

Der Fliegenmadenbefall hat aber gegen Ende fast die gesamt Brut geschädigt (nur Puppen). Daher gab es auch erhebliche Ausfälle. 64 kleine Kokons (wohl hauptsächlich Drohnen) und 107 Königinnenkokons sind nicht geschlüpft und die Puppen durch die Fliegenlarven gefressen worden. Demnach hätten 232 Königinnen schlüpfen können, was für die gute Fitness der Altkönigin spricht. Leider sind aber eben viele ausgefallen. Aber 125 Jungköniginnen, darunter keine Krüppel oder schwache Tiere (alle kräftig und gesund) sind dennoch eine ansehnliche Bilanz und die Nachkommenschaft sollte gesichert sein.

Dennoch muss ich sagen, dass diese Fliegenart wesentlich schädigender war als die Wachsmotten im Nest. Trotz Klappe gab es einige Larven der großen und viele der kleinen Wachsmotte, die aber kaum Schaden anrichteten. Sie lebten von den verlassenen Waben weit unten im Nest und schädigten nicht die bewohnten Bereiche. Im Gegensatz dazu war die Fliege total zerstörerisch, da sie gezielt die Puppen parasitiert. Letztlich muss ich sagen, gehört dieser bisher kaum beachtete Parasit zu einem der gefährlichsten Hummelparasiten überhaupt, eben auch, da man das Volk nicht schützen kann (im Gegensatz zu Wachsmotten).

Insgesamt war die Saison sehr hummelfeindlich, das sehr kalte Frühjahr lies die Population hier regelrecht zusammenbrechen. So habe ich hier nach dem Ausfall meiner Steinhummelköniginnen (wegen des Wetters) keine einzige Steinhummelarbeiterin dieses Jahr gesehen! Auch von den anderen Arten gab es nur wenige Nester. Vielleicht ist auch deswegen der Fliegenbeflug so massiv, da es kaum starke, große und für Parasiten ansprechende Nester gibt und gab. Nur Ackerhummeln haben hier eine recht gute Saison. Auch die Hitzewelle Anfang Juli hat sicherlich bei oberirischen Nestern (Vogelkästen und so) für Ausfälle gesorgt.

Zumindest meine Kryptarum-Erdhummeln haben trotz Parasitenbefall eine sehr gute Entwicklung gezeigt, was nicht zuletzt an der starken, ausdauernden Altkönigin liegt...

Viele Grüße
Michel

meine Bilanz 2010 Christian F. 15.08.2010 11:26
Zumindest meine Kryptarum-Erdhummeln haben trotz Parasitenbefall eine sehr gute Entwicklung gezeigt, was nicht zuletzt an der starken, ausdauernden Altkönigin liegt...

Hi Michl,
super, dass Dein Nest erfolgreich war. Hast Du mal überlegt die Larven großzuziehen und dann bestimmen zu lassen?
Ich glaube nicht, dass man einfach die Fliege an der Klappe als die "Schuldige" hernehmen kann.
Es wär doch recht interessant.

Grüße,
Christian

meine Bilanz 2010 Michel 15.08.2010 12:18

Habe die Larven aus den Kokons (von der Fliege) eingesammelt, einige bereits verpuppt. Bin gespannt was daraus schlüpft.

Vg,
Michel

meine Bilanz 2010 Christian 20.08.2010 09:18

Verpuupen die sich im Kokon? Ne, oder? Die fressen sich nach unten durch und versuchen das Nest zu verlassen.

Christian

meine Bilanz 2010 Michel 21.08.2010 00:30

Genau, fressen sich unten durch und verlassen das Nest. Habe welche direkt aus den Hummelkokons heraus entnommen, 4-5 Tagen nach dem vollständigen Auffressen der Hummellarve und dem Verlassen des leeren Kokons verpuppen sich die Fliegenmaden meist weitab vom Nest. Pro Kokon konnte ich 1-3 Larven finden. Gerade in den Kokons mit 3 Larven waren die Fliegenmaden eher klein. Nicht ausgeschlossen, dass die auch an benachbarte Kokons dann gehen, eben wenn sie noch nicht ihre Zielgröße erreicht haben. Allerdings konnte ich das bisher nicht genau klären.

Bin gespannt was aus den Kokons schlüpft, vermutlich das gleiche wie bei dir. Deine sahen ja auch den Fliegen ähnlich, die ich beim durchschauen der Videos immer wieder gesehen habe.

Naja, immerhin sind ja für den Fortbestand der Art wirklich ausreichend kräftige Jungköniginnen geschlüpft (aktuell 127-130). Dennoch schade um die 107 nicht geschlüpften Jungköniginnen. Heute war bei der Nestkontrolle auch die Altkönigin nicht mehr am Leben gewesen, lag tot neben dem Nest. Dennoch wirklich beachtlich, was die alles durchgemacht hat dieses Jahr und wie erfolgreich trotz aller Widrigkeiten und Parasiten die Kolonie abgeschlossen hat. War wohl eine richtige Kämpferin, gerade im kalten und nahrungsarmen Frühjahr, wo unzählige Königinnen nicht durchgehalten haben und ausfielen.

Viele Grüße
Michel

Ansiedlung Wiesenhummel im August ! Juergen 02.08.2010 17:18

Hallo Hummelfreunde,
habe vor zwei Wochen meine Hummelpension in den ich Wiesenhummeln hatte weggeräumt, gesäubert und eingelagert.
Heute beim Mittagessen auf meiner Terrasse, sah ich eine Wiesenhummelkönigin, die an der Stelle suchte, wo zuvor die Hummelpension stand; ich hatte aber umgeräumt und an der Stelle einen eckigen Blumentopf aufgestellt. Die Königin untersuchte den Blumentopf und umflog ihn mehrmals. Dann setzte sie sich auf ein Kiwiblatt und ruhte sich aus. Dies konnte nur eine Rückkehrerin sein.
Ich schnell wieder die Hummelpension vom Boden geholt, Späne in den Innenkasten getan, Kapok (Polstermaterial) darauf und den Nistkasten wieder an gleicher Stelle aufgestellt.
Mich wieder auf die Terrasse gesetzt mit Blick auf die Königin; dies putzte sich und nach 15 Minuten flog sie weck. Doch plötzlich kam sie zurück und flog direkt die Hummelpension an; landete auf dem Anflugbrett; probierte die Hummelklappe zu öffnen; dies gelang ihr auch und nach wenigen Sekunden war sie im Hummelpensionsvorbau verschwunden. Nach ungefähr 30 Minuten kam sie heraus, flog weck und ich glaube es war nicht einmal eine Minute war sie schon wieder da; Klappe auf und rein nach drei Minuten kam sie schon wieder heraus umflog den Nistkasten; landete und dann wieder zur Klappe rein. Dies wiederholte sich mehrmals ich glaube sie war sehr glücklich ihren Geburtsnistkasten wiedergefunden zu haben; zumal er ja für sie erst verschwunden war und wie durch „Zauberei“ wieder da!

Wer von euch Hummelfreunden hat ähnliches schon mal erlebt?

Es grüsst Euch
Jürgen

http://www.hummelfreund.com/ (externer Link, nicht mehr verfügbar)

Ansiedlung Wiesenhummel im August ! Bago 02.08.2010 18:03

Hallo Juergen,
mir ist es nur von Gartenhummeln bekannt, dass dies eine 2. Generation im Jahr hervor bringen,
von Wiesenhummeln ist das absolut neu.Hoffe für dich , dass es deine Wiesenhummel schafft.
Wäre auch interessant zu wissen , ob sie gar noch einmal Jungköniginnen hervorbringt.

Beobachte mal weiter.

Gruß Bago aus Dortmund

Ansiedlung Wiesenhummel im August ! Juergen 03.08.2010 14:39

Hallo Bago,
ja, ich hoffe auch dass es die Königin schafft; zumal es erschwerte Bedingungen gibt zurzeit in meinen Garten, da junge Amseln rumhüpfen und Ausschau halten nach allem möglichen was fressbar ist. Ich kann nur hoffen, dass nicht die Königin daran glauben muss!

Es grüsst Jürgen aus Dresden

[img:http://www.bildercache.de/minibild/20100803-140802-697.jpg]

Ansiedlung Wiesenhummel im August ! Christian 05.08.2010 16:53

Hi,
was ich erlebe, dass junge Königinnen der Dunklen Erdhummel sich am Nektar und Pollensammeln beteiligen. Nicht viel, zwei oder drei, die unterstützen aber den alten Staat. Während andere auf nimmerwiedersehen verschwinden. Diese Jungköniginnen haben mich beim Kontrollieren auch heftig attackiert.

Gruß
Christian

Alternative Nahrung für Hummeln Claus Christian 04.08.2010 10:08

Hallo! Ich habe einen Bericht gesehen in dem gezeigt wurde das dieses Jahr viele Hummeln verhungern, ich wollte daher wissen ob es die Möglichkeit gibt den Hummeln alternativ etwas zu fressen anzubieten?

Mit freundlichen Grüßen Claus

Alternative Nahrung für Hummeln Bago 04.08.2010 10:25

Du könntest hummelfreundliche Pflanzen in deinem Garten oder auf dem Balkon anpflanzen.

Viele Leute wollen heute gefüllte Blüten , die bieten aber keine Nahrung.
Man sollte immer auf ungefüllte Blüten achten.

Hier habe ich mal eine Liste:

Krokus
Lungenkraut
Schlüsselblume
Kaukasischer Beinwell
Echter Beinwell
Lupinen
Rittersporn
Fingerhut
Königskerze
Glockenblumen
Mohn
Kleearten (Rot-,Weiß-,Horn-,Stein-,Inkarnat-,Perser- und Alexandrinerklee)
Phacelia
Herzgespann
Natternkopf
Borretsch
Oregano
Salbei
Ysop
Silberdisteln (algemein Disteln)
Sonnenblumen
Fetthenne
Tageten
Lavendel

Das sind nur ein paar wichtige Pflanzen, wenn du mal eine entkräftete Hummel findest, kannst du sie mit Zuckerlösung (z.B. 500g Zucker,500g Fruchtzucker auf 1l Wasser auflösen) füttern.

Gruß Bago aus Dortmund

Alternative Nahrung für Hummeln Helena 04.08.2010 11:37

Gewürzkräuter allgemein sind immer gut und die meisten Menschen brauchen die sowieso für die Küche. Also auch für den Balkon sehr gut geeignet:

Rosmarin, Lavendel, Thymian, Salbei

An denen sehe ich immer sehr viele Hummeln.

Am meisten hilft man den Hummeln wirklich mit einem blütenreichen, abwechslungsreichen Garten.

Genauere INFOs Christian 05.08.2010 16:47

Hi,
könntest Du mal bitte genauer erklären warum diese Hummeln im Bericht verhungert sind?
Zuwenig Tracht: dann kann ich auch nur empfehlen, entsprechend Blütenpflanzen anzupflanzen. Zufüttern geht bei mir nur direkt an der Nestkugel.
Oder die Witterung in diesem Jahr?
Oder unter Silberlinden?
Oder noch ein Grund?

Es gibt halt mehrere Gründe, mal kann man was machen, wann anders nicht.

Gruß

Christian

Fernsehtipp heute: Schmetterlinge und Hornissen Andreas 05.08.2010 08:50

Hallo Hummel- und Naturfreunde,

heute im Bayerischen Fernsehen um 21:15 in der Sendung Freizeit gibts Informationen zum Thema Schmetterlinge, aber auch zum Thema Hornissen.
Gezeigt wird die Umsiedelung eines Hornissenvolkes am 8-ten Juli. Das Volk soll sich inzwischen prächtig entwickelt haben.

Viel Spaß
Andreas

Ackerhummelnest verlassen Bago 07.08.2010 19:38

Die Königin ist nun auch aus dem Kasten gekrabbelt (als einzige Überlebende) und ich habe sie dann später im Gras gefunden und auf den Lavendel gesetzt, damit leben nur noch einzelne Tiere im Baum- und Erdhummelvolk.

Jedenfalls haben dann von meinen 4 Nestern es wieder nur 2 geschafft Königinnen groß zu ziehen (von 14 A.)
Scheint mir als hätten es dieses Jahr weniger als 15% Jungköniginnen groß zu ziehen,
so schlecht war kein Jahr in den letzten 4 Jahren verlaufen!!!

Hoffe , dass viele Königinnen den Winter überleben, sonst könnte es nächstes Jahr hummelarm werden.

Gruß Bago

Ackerhummelnest verlassen Christian 08.08.2010 10:20

Hi,
bist Du noch dahinter gekommen, warum die Hummeln die Maden ausgeworfen haben? Im Forum wurde ja der Verdacht von Blasenkopffliegen genannt. Vernichtest Du dann die Hummelleichen, oder sind die Arbeiterinnen einfach ausgeblieben?

Christian

Ackerhummelnest verlassen Bago 08.08.2010 11:16

Ich vermute ehr , dass es eine Krankheit war als das Fliegen das Volk geschädigt haben , der ganze Wabenbau sieht aus wie geschmolzen , so was habe ich noch nie gesehen.Auch nahm die Zahl der Arbeiterinnen oft nach kurzer Zeit
ab.Werde mal in den nächsten Tagen Bilder reinstellen.

Die Larven wurden alle nach kurzer Zeit schwarz und wurden aus dem Nest geworfen , bis heute habe ich keine Erklärung dafür gefunden.Und bei so wenig Flugverkehr ist es sehr schwer , dass eine Fliege die Klappe überwindet.
Es muss anscheinend irgendeine Krankheit sein, allerdings ist mir keine bekannt die für Hummeln zutrifft?

Was mir noch aufgefallen ist , dass sehr viele Milben im Nest waren, leider ist nicht genau bekannt ob Milben die Hummellarven wirklich so schädigen.Zwar gibt es eine Vermutung dafür , die jedoch nicht bewiesen werden konnte.

Gruß Bago aus Dortmund

Ackerhummelnest verlassen Christian 08.08.2010 18:19

Ach so, die wurden nicht lebendig ausgeworfen. Ja, klingt nach Infektion. Meine Steinhummeln werfen auch helle Maden aus und schwarze. Das komische dran ist, dass die hellen oft großen Maden vertrocknen, ohne dunkel zu werden.