Beiträge aus 2009

Erste Hummelsichtung 2009 Ingrid 28.02.2009 17:47

Hallo liebe Hummelfreunde,

ich bin gespannt, wo in diesem Jahr die erste Hummelkönigin gesichtet wird. Es gab hier schon mal eine Liste, aus der man entnehmen konnte, in welcher Region wann die erste Sichtung war. Gibt's das für 2009 auch?

Gruß
Ingrid

Re: Erste Hummelsichtung 2009 Karin Bohnert 01.03.2009 15:44

Liebe Hummelfreunde,
habe heute, am 1. März, eine Erdhummelkönigin auf dem Trottoir entkräftet gefunden und erst mal mitgenommen. Sie sitzt jetzt schlecht gelaunt in einem mit Löchern versehenen Pappkästchen in meinem Büro. Eine Zuckerlösung aus Zuckerwürfel und Wasser will sie nicht, Blumen gibt's hier in Wuppertal noch keine. Was tun mit ihr? Mit nach Hause nehmen und mit Honig repsektive Zuckerlösung füttern und morgen - komme erst gegen später nach Hause - wenn das Wetter weiter schön ist, fliegen lassen? Aber sie wird nichts zu essen finden. Einen Nistkasten habe ich leider nicht. Sie hat ein paar Milben. Schwächt sie das? Könnt ihr mir einen Rat geben? Gruß, Karin

Hallo liebe Hummelfreunde,

ich bin gespannt, wo in diesem Jahr die erste Hummelkönigin gesichtet wird. Es gab hier schon mal eine Liste, aus der man entnehmen konnte, in welcher Region wann die erste Sichtung war. Gibt's das für 2009 auch?

Gruß
Ingrid
Re: Re: Erste Hummelsichtung 2009 Ingrid 01.03.2009 18:19

Hallo Karin,

So ein Tier ist mit höchster Wahrscheinlichkeit ein Opfer der Selektion: Keine einzige Blüte weit und breit, wo sie "auftanken" könnte. Sie verbraucht nutzlos ihre Reserven; fraglich, ob sie rechtzeitig einen Nistplatz findet - bei uns blühen Krokusse und Schneeglöckchen. Ob das reicht - wer weiß?

"Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben": Im Falle der Hummeln sind das Tiere, die so spät aus der Winterruhe kommen, dass die besten Nistplätze bereits besetzt sind. Wer sich aber zu früh von etwas Wärme hervorlocken lässt, den bestraft das Leben ganz genauso: Ohne blühende Futterquellen werden solche Tiere verhungern.

Wenn Du zufüttern willst, dann schau hier nach der Zubereitung der richtigen Nahrung für die Hummelkönigin:

http://www.tierundnatur.de/wildbienen/hus-fuet.htm

Viele Grüße
Ingrid

Liebe Hummelfreunde,
habe heute, am 1. März, eine Erdhummelkönigin auf dem Trottoir entkräftet gefunden und erst mal mitgenommen. Sie sitzt jetzt schlecht gelaunt in einem mit Löchern versehenen Pappkästchen in meinem Büro. Eine Zuckerlösung aus Zuckerwürfel und Wasser will sie nicht, Blumen gibt's hier in Wuppertal noch keine. Was tun mit ihr? Mit nach Hause nehmen und mit Honig repsektive Zuckerlösung füttern und morgen - komme erst gegen später nach Hause - wenn das Wetter weiter schön ist, fliegen lassen? Aber sie wird nichts zu essen finden. Einen Nistkasten habe ich leider nicht. Sie hat ein paar Milben. Schwächt sie das? Könnt ihr mir einen Rat geben? Gruß, Karin


Hallo liebe Hummelfreunde,

ich bin gespannt, wo in diesem Jahr die erste Hummelkönigin gesichtet wird. Es gab hier schon mal eine Liste, aus der man entnehmen konnte, in welcher Region wann die erste Sichtung war. Gibt's das für 2009 auch?

Gruß
Ingrid
Re: Erste Hummelsichtung 2009 ( Karin) Hans777 01.03.2009 21:00

Karin,

Ingrid hat Dir schon das Zuckerlösungsrezept aufgezeigt. Die Milben sind lästig, aber ungefährlich. Halt' das Tier drinnen bis draußen die Sonne scheint und es 12 Grad warm wird. Mehr kannst Du nicht tun.

Gruß Hans

Fütterung Deiner Hummel Ingrid 05.03.2009 13:09

Hallo Karin,

was ist aus Deiner Hummel geworden? Hast Du sie gefüttert und lebt sie noch? Vielleicht solltest Du Dir überlegen, einen Nistkasten zu kaufen. Die Beobachtung eines Hummelvolkes ist echt eine Bereicherung, glaub mir!

Viele Grüße
Ingrid

Liebe Hummelfreunde,
habe heute, am 1. März, eine Erdhummelkönigin auf dem Trottoir entkräftet gefunden und erst mal mitgenommen. Sie sitzt jetzt schlecht gelaunt in einem mit Löchern versehenen Pappkästchen in meinem Büro. Eine Zuckerlösung aus Zuckerwürfel und Wasser will sie nicht, Blumen gibt's hier in Wuppertal noch keine. Was tun mit ihr? Mit nach Hause nehmen und mit Honig repsektive Zuckerlösung füttern und morgen - komme erst gegen später nach Hause - wenn das Wetter weiter schön ist, fliegen lassen? Aber sie wird nichts zu essen finden. Einen Nistkasten habe ich leider nicht. Sie hat ein paar Milben. Schwächt sie das? Könnt ihr mir einen Rat geben? Gruß, Karin


Hallo liebe Hummelfreunde,

ich bin gespannt, wo in diesem Jahr die erste Hummelkönigin gesichtet wird. Es gab hier schon mal eine Liste, aus der man entnehmen konnte, in welcher Region wann die erste Sichtung war. Gibt's das für 2009 auch?

Gruß
Ingrid
Re: Fütterung Deiner Hummel Karin B 06.03.2009 10:42

Hallo Ingrid,
sie lebt noch, aber sie ist schwach und sichtbar traurig, weil sie nicht tun kann, was sie sollte: draußen in der Sonne fliegen, Blumen besuchen und ein Nest bauen, stattdessen kratzt sie an meiner Fensterscheibe. Es ist eine sehr schöne dunkle Erdhummel. Die Hinterfüßchen schleppt sie etwas nach, kann aber bei Bedarf noch fliegen. Ich habe ihr Zuckerwasser und verschiedene Honigsorten angeboten. Nur Bio-Waldhonig nimmt sie, aber auch nur, wenn man ihn ihr aufdrängt, also, wenn ich ihn ihr im Legokästchen unter die Nase halte. Ich weiß nicht, wie lange sie noch durchhalten wird. Das Wetter hier ist schrecklich, keine Chance auf Blumen. Ich habe schon dran gedacht, einen Nistkasten zu besorgen. Wenn diese Hummel nicht einzieht, vielleicht eine andere. Ich hatte vor zwei Jahren ein Erdhummelnest unter der Terrassentreppe - es war sehr schön, zu beobachten, wie die Hummeln immer ein- und ausflogen. Sie haben übrigens etwas sehr eigentümliches gemacht: das Loch war recht groß und es gab zwei Bauhummeln, die mit kleinen Steinchen, die sie mühsam aus der Gegend heranrollten, das Loch verkleinerten. Sie haben sogar nachts gearbeitet, da kratzte und brummte es dann immer im Dunkeln. Sie haben ziemlich viele Steine gerollt und ich habe zuerst gar nicht gedacht, dass die Hummeln selbst so viel Material herbeirollen können, bis ich es schließlich beobachten konnte. Den Nistkasten würde ich dann in dieser Gegend auf die Terrasse stellen, ist vor Regen und Sonne geschützt. Schöne Grüße, Karin

Hallo Karin,

was ist aus Deiner Hummel geworden? Hast Du sie gefüttert und lebt sie noch? Vielleicht solltest Du Dir überlegen, einen Nistkasten zu kaufen. Die Beobachtung eines Hummelvolkes ist echt eine Bereicherung, glaub mir!

Viele Grüße
Ingrid



Liebe Hummelfreunde,
habe heute, am 1. März, eine Erdhummelkönigin auf dem Trottoir entkräftet gefunden und erst mal mitgenommen. Sie sitzt jetzt schlecht gelaunt in einem mit Löchern versehenen Pappkästchen in meinem Büro. Eine Zuckerlösung aus Zuckerwürfel und Wasser will sie nicht, Blumen gibt's hier in Wuppertal noch keine. Was tun mit ihr? Mit nach Hause nehmen und mit Honig repsektive Zuckerlösung füttern und morgen - komme erst gegen später nach Hause - wenn das Wetter weiter schön ist, fliegen lassen? Aber sie wird nichts zu essen finden. Einen Nistkasten habe ich leider nicht. Sie hat ein paar Milben. Schwächt sie das? Könnt ihr mir einen Rat geben? Gruß, Karin


Hallo liebe Hummelfreunde,

ich bin gespannt, wo in diesem Jahr die erste Hummelkönigin gesichtet wird. Es gab hier schon mal eine Liste, aus der man entnehmen konnte, in welcher Region wann die erste Sichtung war. Gibt's das für 2009 auch?

Gruß
Ingrid
Re: Re: Fütterung Deiner Hummel Ingrid 06.03.2009 15:33

Hallo Karin,

hast Du die Mischung der Zuckerlösung wie im Link beschrieben zubereitet? Wenn ja, dann wird sie schon daran gehen, wenn sie Hunger hat. Eine gute Idee von Dir, einen Nistkasten zu kaufen. Ich habe es nie bereut und mittlerweile 4 Stück davon. Jedes Jahr kommt einer hinzu. Ich freue mich jedes Jahr, wenn die Zeit gekommen ist und die Hummeln einziehen. Mittlerweile ist es mein größtes Hobby - außer meinen beiden Katzen ;-)). Hummeln und Katzen vertragen sich prächtig: Die Katzen beobachten die Hummeln - und die Hummeln stören sich an gar nichts.

Ich wünsche Dir viel Glück mit Deiner Hummelkönigin - hoffentlich überlebt sie, bis das Wetter besser wird. Bei uns in Dortmund regnet es heute in Strömen!

Gruß
Ingrid

Hallo Ingrid,
sie lebt noch, aber sie ist schwach und sichtbar traurig, weil sie nicht tun kann, was sie sollte: draußen in der Sonne fliegen, Blumen besuchen und ein Nest bauen, stattdessen kratzt sie an meiner Fensterscheibe. Es ist eine sehr schöne dunkle Erdhummel. Die Hinterfüßchen schleppt sie etwas nach, kann aber bei Bedarf noch fliegen. Ich habe ihr Zuckerwasser und verschiedene Honigsorten angeboten. Nur Bio-Waldhonig nimmt sie, aber auch nur, wenn man ihn ihr aufdrängt, also, wenn ich ihn ihr im Legokästchen unter die Nase halte. Ich weiß nicht, wie lange sie noch durchhalten wird. Das Wetter hier ist schrecklich, keine Chance auf Blumen. Ich habe schon dran gedacht, einen Nistkasten zu besorgen. Wenn diese Hummel nicht einzieht, vielleicht eine andere. Ich hatte vor zwei Jahren ein Erdhummelnest unter der Terrassentreppe - es war sehr schön, zu beobachten, wie die Hummeln immer ein- und ausflogen. Sie haben übrigens etwas sehr eigentümliches gemacht: das Loch war recht groß und es gab zwei Bauhummeln, die mit kleinen Steinchen, die sie mühsam aus der Gegend heranrollten, das Loch verkleinerten. Sie haben sogar nachts gearbeitet, da kratzte und brummte es dann immer im Dunkeln. Sie haben ziemlich viele Steine gerollt und ich habe zuerst gar nicht gedacht, dass die Hummeln selbst so viel Material herbeirollen können, bis ich es schließlich beobachten konnte. Den Nistkasten würde ich dann in dieser Gegend auf die Terrasse stellen, ist vor Regen und Sonne geschützt. Schöne Grüße, Karin

>Hallo Karin,

was ist aus Deiner Hummel geworden? Hast Du sie gefüttert und lebt sie noch? Vielleicht solltest Du Dir überlegen, einen Nistkasten zu kaufen. Die Beobachtung eines Hummelvolkes ist echt eine Bereicherung, glaub mir!

Viele Grüße
Ingrid



Liebe Hummelfreunde,
habe heute, am 1. März, eine Erdhummelkönigin auf dem Trottoir entkräftet gefunden und erst mal mitgenommen. Sie sitzt jetzt schlecht gelaunt in einem mit Löchern versehenen Pappkästchen in meinem Büro. Eine Zuckerlösung aus Zuckerwürfel und Wasser will sie nicht, Blumen gibt's hier in Wuppertal noch keine. Was tun mit ihr? Mit nach Hause nehmen und mit Honig repsektive Zuckerlösung füttern und morgen - komme erst gegen später nach Hause - wenn das Wetter weiter schön ist, fliegen lassen? Aber sie wird nichts zu essen finden. Einen Nistkasten habe ich leider nicht. Sie hat ein paar Milben. Schwächt sie das? Könnt ihr mir einen Rat geben? Gruß, Karin


Hallo liebe Hummelfreunde,

ich bin gespannt, wo in diesem Jahr die erste Hummelkönigin gesichtet wird. Es gab hier schon mal eine Liste, aus der man entnehmen konnte, in welcher Region wann die erste Sichtung war. Gibt's das für 2009 auch?

Gruß
Ingrid
Re: Re: Re: Fütterung Deiner Hummel Karin Bohnert 08.03.2009 16:25

Hallo Ingrid,
leider ist die Hummel gestern gestorben. Neue Zuckerlösung hat sie dann zwar genommen, hat aber nichts mehr genützt - ich hatte sie das erste Mal, glaube ich nicht flüssig genug gemacht. Hat sich nur kurz erholt und ist dann langsam gestorben. Tut mir sehr leid, jetzt hatte sie den Winter überlebt und ich habe es dann doch nicht geschafft, sie zu versorgen. Armes Tierchen. Sie hat auch immer die Hinterbeine nachgeschleppt. Liegt das an der Schwäche oder kann sie noch ein anderes Problem gehabt haben? Bis auf weiteres hätte man sie auch nicht rauslassen können, Wetter hier genauso grauenvoll wie in Dortmund. Der Hummelkasten aber ist bestellt, vielleicht kommt eine andere Königin, die Saison geht ja erst los. Was für Hummelarten wohnen bei Dir? Erdhummeln oder auch andere?
Hummelgrüße nach Dortmund,
Karin

Hallo Karin,

hast Du die Mischung der Zuckerlösung wie im Link beschrieben zubereitet? Wenn ja, dann wird sie schon daran gehen, wenn sie Hunger hat. Eine gute Idee von Dir, einen Nistkasten zu kaufen. Ich habe es nie bereut und mittlerweile 4 Stück davon. Jedes Jahr kommt einer hinzu. Ich freue mich jedes Jahr, wenn die Zeit gekommen ist und die Hummeln einziehen. Mittlerweile ist es mein größtes Hobby - außer meinen beiden Katzen ;-)). Hummeln und Katzen vertragen sich prächtig: Die Katzen beobachten die Hummeln - und die Hummeln stören sich an gar nichts.

Ich wünsche Dir viel Glück mit Deiner Hummelkönigin - hoffentlich überlebt sie, bis das Wetter besser wird. Bei uns in Dortmund regnet es heute in Strömen!


Gruß
Ingrid



Hallo Ingrid,
sie lebt noch, aber sie ist schwach und sichtbar traurig, weil sie nicht tun kann, was sie sollte: draußen in der Sonne fliegen, Blumen besuchen und ein Nest bauen, stattdessen kratzt sie an meiner Fensterscheibe. Es ist eine sehr schöne dunkle Erdhummel. Die Hinterfüßchen schleppt sie etwas nach, kann aber bei Bedarf noch fliegen. Ich habe ihr Zuckerwasser und verschiedene Honigsorten angeboten. Nur Bio-Waldhonig nimmt sie, aber auch nur, wenn man ihn ihr aufdrängt, also, wenn ich ihn ihr im Legokästchen unter die Nase halte. Ich weiß nicht, wie lange sie noch durchhalten wird. Das Wetter hier ist schrecklich, keine Chance auf Blumen. Ich habe schon dran gedacht, einen Nistkasten zu besorgen. Wenn diese Hummel nicht einzieht, vielleicht eine andere. Ich hatte vor zwei Jahren ein Erdhummelnest unter der Terrassentreppe - es war sehr schön, zu beobachten, wie die Hummeln immer ein- und ausflogen. Sie haben übrigens etwas sehr eigentümliches gemacht: das Loch war recht groß und es gab zwei Bauhummeln, die mit kleinen Steinchen, die sie mühsam aus der Gegend heranrollten, das Loch verkleinerten. Sie haben sogar nachts gearbeitet, da kratzte und brummte es dann immer im Dunkeln. Sie haben ziemlich viele Steine gerollt und ich habe zuerst gar nicht gedacht, dass die Hummeln selbst so viel Material herbeirollen können, bis ich es schließlich beobachten konnte. Den Nistkasten würde ich dann in dieser Gegend auf die Terrasse stellen, ist vor Regen und Sonne geschützt. Schöne Grüße, Karin

>Hallo Karin,

was ist aus Deiner Hummel geworden? Hast Du sie gefüttert und lebt sie noch? Vielleicht solltest Du Dir überlegen, einen Nistkasten zu kaufen. Die Beobachtung eines Hummelvolkes ist echt eine Bereicherung, glaub mir!

Viele Grüße
Ingrid



Liebe Hummelfreunde,
habe heute, am 1. März, eine Erdhummelkönigin auf dem Trottoir entkräftet gefunden und erst mal mitgenommen. Sie sitzt jetzt schlecht gelaunt in einem mit Löchern versehenen Pappkästchen in meinem Büro. Eine Zuckerlösung aus Zuckerwürfel und Wasser will sie nicht, Blumen gibt's hier in Wuppertal noch keine. Was tun mit ihr? Mit nach Hause nehmen und mit Honig repsektive Zuckerlösung füttern und morgen - komme erst gegen später nach Hause - wenn das Wetter weiter schön ist, fliegen lassen? Aber sie wird nichts zu essen finden. Einen Nistkasten habe ich leider nicht. Sie hat ein paar Milben. Schwächt sie das? Könnt ihr mir einen Rat geben? Gruß, Karin


Hallo liebe Hummelfreunde,

ich bin gespannt, wo in diesem Jahr die erste Hummelkönigin gesichtet wird. Es gab hier schon mal eine Liste, aus der man entnehmen konnte, in welcher Region wann die erste Sichtung war. Gibt's das für 2009 auch?

Gruß
Ingrid
Re: Re: Re: Re: Fütterung Deiner Hummel Ingrid 09.03.2009 16:39

Halo Karin,

es tut mir leid, dass Deine Hummel gestorben ist. Ich meine, es war einfach zu früh, nach diesem langen Winter aus dem Winterschlaf zu erwachen. Dadurch war sie sicher sehr schwach und konnte sich nicht erholen. Das Wetter ist auch immer noch viel zu kalt.

Ich habe überwiegend Erd- und Steinhummeln in meinem Garten, aber auch Garten- und Wiesenhummeln (seltener). Letztes Jahr habe ich sehr wenige Arbeiterinnen von anderen Hummelarten gesehen - ausser den Erdhummeln. Die Artenvielfalt hat mir echt gefehlt.
Ich hoffe, das es in diesem Jahr besser sein wird. Der Winter ist aber recht lang und hart gewesen und wer weiß, wieviele der Hummelköniginnen das überlebt haben.

Ich finde es toll, dass Du einen Hummelkasten bestellt hast. Du wirst sicher viel Freude an der Beobachtung der Hummeln haben.

Heute habe ich "meine" Hummel (Erstsichtung 01.03.) wiedergesehen. Sie flog schnurstracks volles Tempo quer durch meinen Garten, wieder so 2,50 m hoch. Sie machte einen ungeheuer agilen Eindruck. Sie war immer noch nicht auf der Suche nach einem Nistplatz und ich denke, sie hat schon sicher was entsprechendes gefunden.

Viele Grüße
Ingrid

Hallo Ingrid,
leider ist die Hummel gestern gestorben. Neue Zuckerlösung hat sie dann zwar genommen, hat aber nichts mehr genützt - ich hatte sie das erste Mal, glaube ich nicht flüssig genug gemacht. Hat sich nur kurz erholt und ist dann langsam gestorben. Tut mir sehr leid, jetzt hatte sie den Winter überlebt und ich habe es dann doch nicht geschafft, sie zu versorgen. Armes Tierchen. Sie hat auch immer die Hinterbeine nachgeschleppt. Liegt das an der Schwäche oder kann sie noch ein anderes Problem gehabt haben? Bis auf weiteres hätte man sie auch nicht rauslassen können, Wetter hier genauso grauenvoll wie in Dortmund. Der Hummelkasten aber ist bestellt, vielleicht kommt eine andere Königin, die Saison geht ja erst los. Was für Hummelarten wohnen bei Dir? Erdhummeln oder auch andere?
Hummelgrüße nach Dortmund,
Karin

Hallo Karin,

hast Du die Mischung der Zuckerlösung wie im Link beschrieben zubereitet? Wenn ja, dann wird sie schon daran gehen, wenn sie Hunger hat. Eine gute Idee von Dir, einen Nistkasten zu kaufen. Ich habe es nie bereut und mittlerweile 4 Stück davon. Jedes Jahr kommt einer hinzu. Ich freue mich jedes Jahr, wenn die Zeit gekommen ist und die Hummeln einziehen. Mittlerweile ist es mein größtes Hobby - außer meinen beiden Katzen ;-)). Hummeln und Katzen vertragen sich prächtig: Die Katzen beobachten die Hummeln - und die Hummeln stören sich an gar nichts.

Ich wünsche Dir viel Glück mit Deiner Hummelkönigin - hoffentlich überlebt sie, bis das Wetter besser wird. Bei uns in Dortmund regnet es heute in Strömen!


Gruß
Ingrid



Hallo Ingrid,
sie lebt noch, aber sie ist schwach und sichtbar traurig, weil sie nicht tun kann, was sie sollte: draußen in der Sonne fliegen, Blumen besuchen und ein Nest bauen, stattdessen kratzt sie an meiner Fensterscheibe. Es ist eine sehr schöne dunkle Erdhummel. Die Hinterfüßchen schleppt sie etwas nach, kann aber bei Bedarf noch fliegen. Ich habe ihr Zuckerwasser und verschiedene Honigsorten angeboten. Nur Bio-Waldhonig nimmt sie, aber auch nur, wenn man ihn ihr aufdrängt, also, wenn ich ihn ihr im Legokästchen unter die Nase halte. Ich weiß nicht, wie lange sie noch durchhalten wird. Das Wetter hier ist schrecklich, keine Chance auf Blumen. Ich habe schon dran gedacht, einen Nistkasten zu besorgen. Wenn diese Hummel nicht einzieht, vielleicht eine andere. Ich hatte vor zwei Jahren ein Erdhummelnest unter der Terrassentreppe - es war sehr schön, zu beobachten, wie die Hummeln immer ein- und ausflogen. Sie haben übrigens etwas sehr eigentümliches gemacht: das Loch war recht groß und es gab zwei Bauhummeln, die mit kleinen Steinchen, die sie mühsam aus der Gegend heranrollten, das Loch verkleinerten. Sie haben sogar nachts gearbeitet, da kratzte und brummte es dann immer im Dunkeln. Sie haben ziemlich viele Steine gerollt und ich habe zuerst gar nicht gedacht, dass die Hummeln selbst so viel Material herbeirollen können, bis ich es schließlich beobachten konnte. Den Nistkasten würde ich dann in dieser Gegend auf die Terrasse stellen, ist vor Regen und Sonne geschützt. Schöne Grüße, Karin

>Hallo Karin,

was ist aus Deiner Hummel geworden? Hast Du sie gefüttert und lebt sie noch? Vielleicht solltest Du Dir überlegen, einen Nistkasten zu kaufen. Die Beobachtung eines Hummelvolkes ist echt eine Bereicherung, glaub mir!

Viele Grüße
Ingrid



Liebe Hummelfreunde,
habe heute, am 1. März, eine Erdhummelkönigin auf dem Trottoir entkräftet gefunden und erst mal mitgenommen. Sie sitzt jetzt schlecht gelaunt in einem mit Löchern versehenen Pappkästchen in meinem Büro. Eine Zuckerlösung aus Zuckerwürfel und Wasser will sie nicht, Blumen gibt's hier in Wuppertal noch keine. Was tun mit ihr? Mit nach Hause nehmen und mit Honig repsektive Zuckerlösung füttern und morgen - komme erst gegen später nach Hause - wenn das Wetter weiter schön ist, fliegen lassen? Aber sie wird nichts zu essen finden. Einen Nistkasten habe ich leider nicht. Sie hat ein paar Milben. Schwächt sie das? Könnt ihr mir einen Rat geben? Gruß, Karin


Hallo liebe Hummelfreunde,

ich bin gespannt, wo in diesem Jahr die erste Hummelkönigin gesichtet wird. Es gab hier schon mal eine Liste, aus der man entnehmen konnte, in welcher Region wann die erste Sichtung war. Gibt's das für 2009 auch?

Gruß
Ingrid
Hummelkönigin heute gegen 15:37 gesichtet Ingrid 01.03.2009 18:05

Liebe Hummelfreunde,

heute habe ich gegen 15:37 Uhr und nochmal gegen 16:23 Uhr eine Hummelkönigin gesichtet. Ich vermute, es war ein und dieselbe - und augenscheinlich eine Erdhummel. Sie flog in ca. 3 m Höhe quer durch meinen Garten. Sie war nicht auf Nistplatzsuche. Vermutlich werde ich sie in den nächsten Tagen auf der Suche nach einer Behausung nochmals zu Gesicht bekommen.

Das neue Hummeljahr beginnt - ich wünsche allen viel Glück bei der Ansiedlung.

Re: Hummelkönigin heute gegen 15:37 gesichtet Johanna 01.03.2009 18:56

Hallo Ingrid,

na, das lässt doch hoffen. Ich habe heute auch meine Kästen frisch gemacht. Bei uns blühen Krokusse, Schneeglöckchen u. Winterlinge. Weiden und Hasel blühen auch.

Schöne Grüße Johanna

Hummel wiedergesehen Ingrid 05.03.2009 13:14

H

Liebe Hummelfreunde,

hab am Mittwoch "meine" Hummel 3 x wiedergesehen. Sie labte sich an meinen Schneeglöcken, flog um mein Gartenhaus herum, später flog sie über meine Hecke. Sie war definitiv nicht auf der Suche. Vielleicht hat sie ja schon ein Plätzchen gefunden. Es wäre schade, wenn sie aufgrund der momentanen schlechten Witterung ihr Leben lassen müßte.

Wie lange kann sie ohne Behausung draußen überleben?

Viele Grüße
Ingrid

Re: Hummel wiedergesehen Angelika 05.03.2009 14:17

Keine Sorge, es dauert ca. acht Tage, bis die Ovarien reif werden, dann beginnt die Nistplatzsuche. Der Flug wird etwas schwerfälliger, der Hinterleib wird etwas breiter. Bis dahin futtert sich die Königin, um Energie zu erhalten. Sie übernachtet an geschützten Stellen, schaut vielleicht auch mal halbherzig in das eine oder andere Loch, bevor sie richtig mit der Suche beginnt. fg Angelika

Re: Re: Hummel wiedergesehen Ingrid 06.03.2009 15:25

Liebe Angelika,

danke für die Info. Vielleicht sehe ich sie dann in ein paar Tagen noch mal, wenn sie auf der Suche ist und das Wetter vielleicht mal besser ist wie heute.

Gruß
Ingrid

Keine Sorge, es dauert ca. acht Tage, bis die Ovarien reif werden, dann beginnt die Nistplatzsuche. Der Flug wird etwas schwerfälliger, der Hinterleib wird etwas breiter. Bis dahin futtert sich die Königin, um Energie zu erhalten. Sie übernachtet an geschützten Stellen, schaut vielleicht auch mal halbherzig in das eine oder andere Loch, bevor sie richtig mit der Suche beginnt. fg Angelika
Hummelnistkasten Karin 01.03.2009 19:11

Bei uns im Rhein-Main-Gebiet war es heute bis 15 Grad warm.Bei einem Spaziergang habe ich eine Hummel brummen gehört- aber leider nicht gesehen.Habe meinen Nistkasten aufgestellt.Bin mir aber nicht sicher ob er besser ebenerdig steht oder erhöht.Kann mir jemand einen Tip geben? Vielen Dank und hoffentlich ein erfolgreiches Hummeljahr. Karin

Re: Hummelnistkasten Harry 02.03.2009 09:51

Hallo Karin,
wenn Du die Möglichkeit hast das Eingangsloch ebenerdig anzubringen ist eine Selbstansiedlung mit Erd - Stein oder Gartenhummel wahrscheinlicher. Bei erhöhten Einfluglöchern ist die Besiedlung von Baumhummeln wahrscheinlicher. Eine feste Regel gibt es dabei nicht.
Die Erdhummeln die jetzt aus ihrem Winterschlaf erwachen suchen meist dicht über der Erde nach Mauselöchern.

Viele Grüße
Harry

Nistmaterial Andre 02.03.2009 13:10

Hallo zusammen,

is vielleicht eine blöde Frage, aber kann mir jemand noch mal sagen wie das Nistmaterial (Wolle) richtig im Hummelkasten verteilt wird? Als Nestkugel vorbereiten oder einfach im Kasten fein gezupft verstreuen?

Vielen Dank!
Andre

Re: Nistmaterial Angelika 02.03.2009 16:07
Hallo zusammen,

is vielleicht eine blöde Frage, aber kann mir jemand noch mal sagen wie das Nistmaterial (Wolle) richtig im Hummelkasten verteilt wird? Als Nestkugel vorbereiten oder einfach im Kasten fein gezupft verstreuen?

Vielen Dank!
Andre

Ganz fein zerzupfen und ein Iglu bauen. Die Laufröhre sollte im Iglu enden. fg Angelika

Re: Nistmaterial Torsten 03.03.2009 12:57

Hallo Andre,

Ich streue auch noch Tierhaare in den Kasten um den Geruch etwas natürlicher zu machen. Dabei verwende ich Pferdehaare, das funktioniert ganz Gut!!!

Schöne Grüße

Torsten

Erste Erdhummel Karin 04.03.2009 16:08

Habe heute in der Mittagszeit erste dunkle Erdhummelkönigin gesehen. Sie flog mit lautem Gebrumm im Freigelände eines Baumarktes in Frankfurt-Main zwischen Primeln und Krokussen herum.Bin mal gespannt, wann die ersten in unserem Garten auftauchen. Viele Grüsse an alle Hummelfreunde und hoffentlich wird es ein erfolgreiches Jahr. Karin

LBV Nabu und Denk Christian F. 07.03.2009 12:57

Hallo,
vor kurzem habe ich wieder das Mitgliedermagazin Vogelschutz des LBV erhalten.
Darin war ein Einlage für den LBV-shop, in der die Hummelburg von DENK beworben wird. Auf den LBV/Nabu-shop-seiten fand sich praktisch die gleiche Bewerbung:
"Hummeln sind [...] Die DENK-Hummel-Burg ist nach den Bedürfnissen der Hummel gearbeitet, [...] Der blau bemalte Eingang rund um das Flugloch lockt die Hummeln an. Im Herbst überwintert die Hummel in der Hummel-Burg, im Frühjahr baut sie ihr Nest darin. [...]"
so ein Unsinn... Hummeln überwintern nicht darin, wie wir hier ja auch schon mal kritisiert hatten.
Aber jetzt kommts:
"Die DENK-Hummel-Burg wird von Experten und dem NABU Berlin empfohlen. [...]"

Quelle: www.lbv-shop.de (Suche nach DENK)

Es ist wirklich peinlich wenn so ein Unsinn vom Nabu/dem LBV abgesegnet wird. Immerhin verkaufen sie das Produkt ja so!
Vom LBV kann ich mitlerweile sagen, dass er nachwievor ein fast reiner Vogelschutzverein ist, aber vom Nabu hätte ich mehr erwartet.

Zu denken gibt auch folgendes:
"Mit Ihrer Bestellung unterstützen Sie www.hymenoptera.de und helfen beim Artenschutz damit gleich zweifach - vielen Dank!"
Quelle: http://www.hymenoptera.de/html/denk

Dabei hat gerade Frau von Orlow einige male erwähnt, dass sie das Aufstellen von Hummelkästen nicht als Artenschutz betrachtet. Offenbar ändert sich das, wenn man ein bisschen Geld damit verdienen kann.
Es stellt sich auch die Frage, ob Frau von Orlow nicht auch hinter dem "Nabu Berlin" aus der Werbung steckt. (Auf der erwähnten Seite von hymenoptera.de werden auch andere "Naturschutz"produkte von DENK beworben, unter anderem ein meines Erachtens zu kleiner Hornisstenkasten.)

Dass die "Hummelburg" alles andere als optimal ist wurde hier ja schon öfter diskutiert (keine passende Nistgrundlage, zu klein, schlecht zu kontrollieren, kein Vorbau...).

Grüße,
Christian

Re: LBV Nabu und Denk Ingrid 07.03.2009 19:38

Hallo Christian,
wie hier in diesem Forum bereits von mir erwähnt, halte ich von der Denk-Hummelburg rein gar nichts. Für eine erfolgreiche Nestgründung ist dieses Behältnis auf keinen Fall geeignet. Vom Kauf ist dringend abzuraten.

Ich habe diese Hummelburg als "Dekoration" in meinem Garten stehen. Ich würde sie niemals als Nistplatz herrichten.

Ich gebe Dir daher in allen Punkten recht. Verstehen kann ich allerdings auch nicht, warum die Hummelburg derartig beworben wird.

Gruß
Ingrid

Hallo,

vor kurzem habe ich wieder das Mitgliedermagazin Vogelschutz des LBV erhalten.
Darin war ein Einlage für den LBV-shop, in der die Hummelburg von DENK beworben wird. Auf den LBV/Nabu-shop-seiten fand sich praktisch die gleiche Bewerbung:
"Hummeln sind [...] Die DENK-Hummel-Burg ist nach den Bedürfnissen der Hummel gearbeitet, [...] Der blau bemalte Eingang rund um das Flugloch lockt die Hummeln an. Im Herbst überwintert die Hummel in der Hummel-Burg, im Frühjahr baut sie ihr Nest darin. [...]"
so ein Unsinn... Hummeln überwintern nicht darin, wie wir hier ja auch schon mal kritisiert hatten.
Aber jetzt kommts:
"Die DENK-Hummel-Burg wird von Experten und dem NABU Berlin empfohlen. [...]"

Quelle: www.lbv-shop.de (Suche nach DENK)

Es ist wirklich peinlich wenn so ein Unsinn vom Nabu/dem LBV abgesegnet wird. Immerhin verkaufen sie das Produkt ja so!
Vom LBV kann ich mitlerweile sagen, dass er nachwievor ein fast reiner Vogelschutzverein ist, aber vom Nabu hätte ich mehr erwartet.

Zu denken gibt auch folgendes:
"Mit Ihrer Bestellung unterstützen Sie www.hymenoptera.de und helfen beim Artenschutz damit gleich zweifach - vielen Dank!"
Quelle: http://www.hymenoptera.de/html/denk

Dabei hat gerade Frau von Orlow einige male erwähnt, dass sie das Aufstellen von Hummelkästen nicht als Artenschutz betrachtet. Offenbar ändert sich das, wenn man ein bisschen Geld damit verdienen kann.
Es stellt sich auch die Frage, ob Frau von Orlow nicht auch hinter dem "Nabu Berlin" aus der Werbung steckt. (Auf der erwähnten Seite von hymenoptera.de werden auch andere "Naturschutz"produkte von DENK beworben, unter anderem ein meines Erachtens zu kleiner Hornisstenkasten.)

Dass die "Hummelburg" alles andere als optimal ist wurde hier ja schon öfter diskutiert (keine passende Nistgrundlage, zu klein, schlecht zu kontrollieren, kein Vorbau...).

Grüße,
Christian
Re: Re: LBV Nabu und Denk Christian F. 08.03.2009 12:48
Ich gebe Dir daher in allen Punkten recht. Verstehen kann ich allerdings auch nicht, warum die Hummelburg derartig beworben wird.

Ich denke es gibt eine hohe Marge für die Vermittler/Wiederverkäufer.
Es wäre interessant das genau herauszufinden.

Grüße,
Christian

Re: Re: Re: LBV Nabu und Denk ronsum 10.03.2009 11:06

Hallo Christian,
dieses ding von Denk kostet maximal 5 € in der herstellung. Aber ton scheint ein beliebtes material zu sein. Hast du dir diese seite schon mal angeschaut?
www.hymenoptera.de/html/gallery/v/Nisthilfen/tonnistkasten/

Dort töpfert eine frau mit viel einsatz hummelnistkästen.

gruss ronald

Re: LBV Nabu und Denk Alex (Bombus-Admin) 07.03.2009 21:15

Hallo Christian,

ich stimme Dir zu. Die Hummelburg steht bei mir im Garten, aber ich habe kein Nistmaterial reingetan. Mir gefällt die "Burg", weil sie so nach Hobbit-Höhle ausschaut :-)

Aber für Hummeln ist sie nicht geeignet.
Die Firma Denk kam auch mal aktiv auf mich zu und wollte über diese Homepage werben. Ich habe mich dagegen entschieden, weil ich meine Hostingkosten lieber aus eigener Tasche bezahle als über Werbung, die den Hummeln schadet...

Ich hatte mal vor einen kritischen Artikel hier zu schreiben - aber die Zeit.....

Alles gute,

alex

Re: LBV Nabu und Denk Dr. Melanie von Orlow 08.03.2009 21:04

Hallo, allerseits,
da mich das ja nun direkt betrifft, fühle ich mich doch mal zur Antwort herausgefordert.

Womöglich gibt es da unterschiedliche Auffassungen aber von den ganzen Konstruktionen die ich inzwischen gesehen habe (und die leider,leider auch der NABU teilweise verkauft hat - Vivara läßt grüßen; das Plastikteil war echt ein Gräuel...so manche NABU-Bauplanempfehlung ist ja auch schon in die Geschichte der "gräuslichsten Nisthilfen" eingegangen) finde ich die Hummelburg von Denk noch eines der gelungensten und auch ästhetischsten Lösungen in den letzten Jahren.

Daß das Gerät sicherlich nicht für den Hardcore-Wachsmotten-Gegner tauglich ist und sicherlich nur für Arten eignet, die kleine Völker bilden (z.B. Ackerhummeln), steht außer Frage. Grundsätzlich bleibe ich bei meiner Meinung, daß man keine Hummelart mit Nisthilfen dieser oder anderer Art vor dem Aussterben retten kann - allenfalls indirekt durch den Anschauungseffekt (der dann hoffentlich auch mal die Agrarindustrie oder die zugehörigen Politiker erreicht).

Letztlich erreicht man aber mit diesem sehr ästhetischen Gerät sicherlich noch mehr Leute als mit einem wesentlich teureren und eben eher rustikalen Schwegeler; auch wenn dieser sicherlich angemessener bemaßt ist.
Aber jeder, der sich überhaupt nur von einer Nisthilfe angesprochen fühlt, ist schon einer mehr der sich überhaupt mit dem Thema beschäftigt - nicht jeder mag eben umgekehrte Blumentöpfe oder Selbstgezimmertes im Garten und leider noch weniger schätzen den echt wilden Naturgarten...

Und was den Vorwurf des "Geldverdienens" betrifft: Ich halte es für legitim, auf Produkte, deren Vorteile meines Erachtens die Nachteile überwiegen, hinzuweisen. Und ich halte es ebenfalls für legitim, wenn diese Firmen, die dadurch profitieren, ihren Anteil an eine ansonsten vollkommen eigenfinanzierte Website abtreten. "Verdienen" tue ich daran nichts - ich habe nur etwas mehr übrig um es in andere Hummel- oder Hornissenprojekte zu versenken...Hornissennistkästen zum Beispiel von denen wir jetzt unter anderem dank solcher Unterstützung über 70 Stück im Berliner Norden zu hängen haben.

Aber das mag jeder anders sehen und auch das ist vollkommen legitim!

Grüße
Melanie

Re: Re: LBV Nabu und Denk Christian F. 09.03.2009 09:41

Hallo,
Es ging mir auch nicht darum (man möge meinen Beitrag nochmals lesen...) die Hummelburg komplett als schlecht hinzustellen. Das habe ich nicht getan.
Es ging vielmehr um die Desinformation (durch die Verbände), die ja nicht unbedingt Hand in Hand geht mit der Aufklärung im Naturschutz.

Daß das Gerät sicherlich nicht für den Hardcore-Wachsmotten-Gegner tauglich ist

Es gibt eben wesentlich mehr Kritik daran; bis zur Absaufmöglichkeit.

und sicherlich nur für Arten eignet, die kleine Völker bilden (z.B. Ackerhummeln), steht außer Frage.

Wieso steht das außer Frage? Im Prinzip können nur Ackerhummeln einziehen. Wo aber bitte steht das? Für den Laien steht das nicht außer Frage. Es wird ihm als Artenschutz verkauft obwohl es keiner ist. Aufklärung und Artenschutz setzen meines Erachtens Ehrlichkeit voraus.

Letztlich erreicht man aber mit diesem sehr ästhetischen Gerät sicherlich noch mehr Leute als mit einem wesentlich teureren und eben eher rustikalen Schwegeler; auch wenn dieser sicherlich angemessener bemaßt ist.
Aber jeder, der sich überhaupt nur von einer Nisthilfe angesprochen fühlt, ist schon einer mehr der sich überhaupt mit dem Thema beschäftigt - nicht jeder mag eben umgekehrte Blumentöpfe oder Selbstgezimmertes im Garten und leider noch weniger schätzen den echt wilden Naturgarten...

Hier haben Sie sicher recht. Nur:

Und was den Vorwurf des "Geldverdienens" betrifft: Ich halte es für legitim, auf Produkte, deren Vorteile meines Erachtens die Nachteile überwiegen, hinzuweisen. Und ich halte es ebenfalls für legitim, wenn diese Firmen, die dadurch profitieren, ihren Anteil an eine ansonsten vollkommen eigenfinanzierte Website abtreten.

Ich halte es nicht für legitim, wenn man etwas dem Laien als art-gerecht- verkauft, es das aber nicht ist, wenn man es als Arten-schutz- verkauft, es das aber nicht ist und wenn man es scheinbar indirekt als "nabu berlin" unterstützt und dann daran direkt Geld verdient, auch wenn man sich nicht selbst bereichert!

Aber das mag jeder anders sehen und auch das ist vollkommen legitim!

Sie könnten ja erzählen wieviel Provision Sie bekommen, oder ist das geheim?

Grüße,
Christian

Re: Re: Re: LBV Nabu und Denk Dr. Melanie von Orlow 11.03.2009 13:44
Im Prinzip können nur Ackerhummeln einziehen. Wo aber bitte steht das? Für den Laien steht das nicht außer Frage. Es wird ihm als Artenschutz verkauft obwohl es keiner ist. Aufklärung und Artenschutz setzen meines Erachtens Ehrlichkeit voraus.

Hmmm, es werden auch Holznistkästen verkauft, in die nur Meisen einziehen können - ist es deswegen nicht statthaft, sie nur als "Vogelnistkasten" anzubieten? Keiner wird belogen wenn er einen Nistkasten kauft - es dient dem Nisten von Vögeln, Hummeln oder what-ever. Manchmal nisten - einfach unglaublich - sogar Hornissen in den viel zu kleinen Vogelnistkästen. Das jaucht vielleicht im Sommer - vollkommen ungeeignet? Wer kann das wohl besser bewerten als die Tiere selbst!

Wenn man unter "Ehrlichkeit" versteht, auf wirklich jedes Detail hinzuweisen, das diesen speziellen Nistkasten betrifft, dann wird man für das Anbringen dieser Dinger bald ein Studium benötigen...kürzlich wurde der bekannte "Stella-Award" an einen US-Amerikaner vergeben, der das Steuer sein Wohnmobil während der Fahrt verließ um sich hinten einen Kaffee zu kochen - der Wagen überschlug sich, Totalschaden und der Mann zog erfolgreich vor ein amerikanisches Gericht da es eben nicht in der Anleitung gestanden habe, man möge das Fahrzeugsteuer eben nicht dem Tempomaten überlassen.

Wollen Sie wirklich das jedem Nistkasten ein umfangreiches Handbuch anbei gelegt wird, das alle Facetten, Risiken und Themen rund um den Kasten abarbeitet...könnte mir vorstellen, daß viele dann das Aufstellen sein lassen...

Ich halte es nicht für legitim, wenn man etwas dem Laien als art-gerecht- verkauft, es das aber nicht ist, wenn man es als Arten-schutz- verkauft, es das aber nicht ist und wenn man es scheinbar indirekt als "nabu berlin" unterstützt und dann daran direkt Geld verdient, auch wenn man sich nicht selbst bereichert!

Was IST denn bitte artgerecht?
Halten Sie einen Schwegler-Nistkasten in einem ansonsten mit Pestiziden tot-gespritzten Garten in dem sich Jahr für Jahr die Wachsmotten tummeln für eine artgerechte Nisthilfe nur weil er eben groß genug ist? Ist es artgerecht, wenn man Hummeln von Züchtern kauft um sie im Garten aufzustellen? Sind Wachsmottenklappen und -luken, Styropor-Nistkästen oder Btx-Behandlungen "artgerecht" ? Ehrlich gesagt - keine Ahnung; es ist meines Erachtens ein sehr weites Feld was diesen Begriff angeht. Habe meinen Bienen auch in Segebergern was der Bio-Imker verpönt...finde es aber gerechtfertigt, wenn es dementsprechend unterschiedliche Standards gibt.
Ist aber schön wenn Sie es so sicher wissen was artgerecht ist und was nicht...wie wäre es mit einer eigenen "Christian F. empfiehlt"-Liste; das wäre doch eine legitime Antwort. Was IST denn der optimale und käuflich erwerbbare Hummelnistkasten für den Laien? Ich bin gespannt...

Ich bleibe dabei daß ich die Hummelburg für nicht so schlecht halte wie Sie das vielleicht sehen - und sorry wenn ich mich eben zusätzlich auch noch im NABU engagiere. Leider gibt es nicht mehr so viele Ehrenämtler die mehr machen können oder wollen als nur Beiträge zu zahlen...wenn Sie daraus eine Verknüpfung herstellen wollen, ist das Ihre Sache; ich schreibe jedenfalls auf hymenoptera.de nicht "der NABU empfiehlt"...wenn der NABU Bundesverband (der den NABU-shop betreibt) das tut, dann ist das seine Sache; ich würde mich aber nicht aktiv dagegen wehren denn ich finde die Hummelburg eben gut (im Gegensatz zu dem schon erwähnten OxfordBee-Kasten gegen dessen Vertrieb beim NABU ich mich auch aktiv ausgesprochen habe).

Und fragen Sie doch einfach mal bei Herrn Denk nach wenn Sie das Vertriebsmodell interessiert; er hilft Ihnen bestimmt gerne weiter!

Mit freundlichen Grüßen aus dem noch immer frühlingsarmen Berlin
M. von Orlow

Re: Re: Re: Re: LBV Nabu und Denk Christian F. 11.03.2009 14:37

Ohne das Thema überdiskutieren zu wollen:

Hmmm, es werden auch Holznistkästen verkauft, in die nur Meisen einziehen können - ist es deswegen nicht statthaft, sie nur als "Vogelnistkasten" anzubieten? Keiner wird belogen wenn er einen Nistkasten kauft - es dient dem Nisten von Vögeln, Hummeln

Gut dem kann ich mich so von mir aus anschließen.

sogar Hornissen in den viel zu kleinen Vogelnistkästen. Das jaucht vielleicht im Sommer - vollkommen ungeeignet? Wer kann das wohl besser bewerten als die Tiere selbst!

[Ist "jauchen" berlinerisch?]

(Sie bewerten es auch in der Hinsicht, dass sie dann kurz darauf eine Filiale bilden und eben ausziehen noch als artgerecht?!? Das wäre dann ein sehr "kurzer" Hornissenkasten, aber gut...)

Wenn man unter "Ehrlichkeit" versteht, auf wirklich jedes Detail hinzuweisen, das diesen speziellen Nistkasten betrifft, dann wird man für das Anbringen dieser Dinger bald ein Studium benötigen...kürzlich wurde der bekannte "Stella-Award" an einen US-Amerikaner vergeben, der das Steuer sein Wohnmobil während der Fahrt verließ um sich hinten einen Kaffee zu kochen - der Wagen überschlug sich, Totalschaden und der Mann zog erfolgreich vor ein amerikanisches Gericht da es eben nicht in der Anleitung gestanden habe, man möge das Fahrzeugsteuer eben nicht dem Tempomaten überlassen.

Wollen Sie wirklich das jedem Nistkasten ein umfangreiches Handbuch anbei gelegt wird, das alle Facetten, Risiken und Themen rund um den Kasten abarbeitet...könnte mir vorstellen, daß viele dann das Aufstellen sein lassen...

Eine amüsante Geschichte, aber das hat nichts mit uns zu tun.
Wenn man den Quatsch mit der Überwinterung in der Denkburg streicht bringt man Manfreds Verbesserungen locker noch auf einer einzigen
Din A 5 Seite unter. Da braucht es erstmal kein Handbuch (das kann man sich dann im Fauna-Verlag extra kaufen ;) )

Was IST denn bitte artgerecht?

Wenn sich die Tiere in der Nisthilfe so verhalten und entfalten können wie in der Natur. Nachahmung bleibt aber natürlich Nachahmung.

Halten Sie einen Schwegler-Nistkasten in einem ansonsten mit Pestiziden tot-gespritzten Garten in dem sich Jahr für Jahr die Wachsmotten tummeln für eine artgerechte Nisthilfe nur weil er eben groß genug ist?

Ja, der Kasten kann nichts für den Garten... Sie sprechen hier ein Problem an das unabhängig von den Nisthilfen besteht.

Ist es artgerecht, wenn man Hummeln von Züchtern kauft um sie im Garten aufzustellen?

Keineswegs.

Sind Wachsmottenklappen und -luken, Styropor-Nistkästen oder Btx-Behandlungen "artgerecht" ?

Bedingt, aber Sie haben recht hier kann man philosophieren. Nur zu sagen "Leben in Nationalparks ist schon nicht pure Natur und daher nicht artgerecht, dann können wir unseren Tiger gleich auf 10m^2 halten" ist doch auch blöd. Wir müssen halt Kompromisse eingehen.

Ist aber schön wenn Sie es so sicher wissen was artgerecht ist und was nicht...wie wäre es mit einer eigenen "Christian F. empfiehlt"-Liste;

das wäre doch eine legitime Antwort. Was IST denn der optimale und käuflich erwerbbare Hummelnistkasten für den Laien? Ich bin gespannt...

Der optimale Kasten? Nun das hängt eben ab, für wen er ist.
Von einem Laien kann man nicht so viel erwarten, also sollte der Kasten weitgehend Laien-sicher sein. Die Denkburg ist das aber nicht. Man braucht offenbar Erfahrung, um sie gut aufzustellen (mit Untersetzer, dann Nistmaterial austauschen...; das könnte Denk ja auch einfach verwirklichen!). Würde man Manfreds Kritik in die Realität umsetzen "sähe die Welt schon anders aus".

Ich bleibe dabei daß ich die Hummelburg für nicht so schlecht halte wie Sie das vielleicht sehen

Ich habe auch stets versucht die "Dramatik" herauszunehmen :).

und sorry wenn ich mich eben zusätzlich auch noch im NABU engagiere. Leider gibt es nicht mehr so viele Ehrenämtler die mehr machen können oder wollen als nur Beiträge zu zahlen...wenn Sie daraus eine Verknüpfung herstellen wollen, ist das Ihre Sache; ich schreibe jedenfalls auf hymenoptera.de nicht "der NABU empfiehlt"...wenn der NABU Bundesverband (der den NABU-shop betreibt) das tut, dann ist das seine Sache; ich würde mich aber nicht aktiv dagegen wehren denn ich finde die Hummelburg eben gut (im Gegensatz zu dem schon erwähnten OxfordBee-Kasten gegen dessen Vertrieb beim NABU ich mich auch aktiv ausgesprochen habe).

Ihr bemerkenswertes Engagement bestreitet hier auch niemand, nur
Ihre Geisteshaltung die aktuellen Fehler durch die der Vergangenheit, oder der Umgebung zu entschuldigen, kann ich nicht nachvollziehen.
"Der Garten ist schuld, dass der Schweglerkasten nicht artgerecht ist und der Oxfordbeekasten macht den Denkkasten besser und bei den Nabu-Spechtkästen muss man schon froh sein wenn sich ein Spatzenpärchen erbarmt..."

Schöne Grüße aus dem wie immer besserwisserischen, aber genauso frühlingsarmen Bayern ;),

Christian

Re: Re: Re: Re: Re: LBV Nabu und Denk Dr. Melanie von Orlow 11.03.2009 21:24

Tjamm; Berlin ist natürlich weit weg und so mögen uns eben unterschiedliche Auffassungen trennen - nur wenn "artgerecht" bedeutet, "Wenn sich die Tiere in der Nisthilfe so verhalten und entfalten können wie in der Natur." dann frage ich mich was verdammt noch mal die ganzen Hornissenköniginnen in gänzlich unnatürlichen Rollladenkästen zu suchen haben. Und was treibt die Baumhummeln immer wieder in diese echt üble Mineralfaserdämmungen?

Im übrigen sehe ich die Migration der Hornisse sehr wohl als artgerecht an - von Vespa velutina ist das gleiche Verhalten bekannt und auch hier macht es Sinn: Die Königin alleine benötigt einen kleinen, überschaubaren und gut klimatisierbaren Nistraum. Viele Königinnen gründen extrem ungern in den großen Kästen sondern ziehen in der Nähe hängende Fledermaus- oder Vogelnistkästen eindeutig vor...oder gut gedämmte Rollladenkästen...leider...

Hier in Berlin sieht man sicherlich kaum noch "natürliche" Hummel- und Hornissenansiedlungen, sondern man sieht eben sehr schön, wie "natürlich" es ist, selbst die kuriosesten und nach menschlichem Ermessen gänzlich ungesündesten Nistorte einzunehmen - ich denke, man kann es sehr wohl den Tieren und damit der Natur selber überlassen, die "Artgerechtigkeit" eines Standortes zu bewerten. Das auch in der "artgerechten" Natur enorm viele Nester den Widrigkeiten von Klima, Parasiten und Fraßfeinden anheim fallen, macht es umso deutlicher, daß selbst unperfekte Nisthilfen nur eine "Facette" im Nisthilfenportfolios der Natur darstellen.

Mein Tipp: Schreiben Sie Ihre Kritik doch einfach mal an Herrn Denk. Ich bin sicher, er wird es mit Freuden in dem schon recht umfangreichen "Beipackzettel" aufnehmen - ich denke, er ist der bessere Adressat als dieses Forum.

Ich für meinen Teil habe aber schon reagiert und zumindest im Bestellformular den Hinweis aufgenommen, daß diese Nisthilfen eben keinen naturnahen Garten ersetzen können und sollen.

Na dann auf eine schöne Hummelsaison

Melanie

Re: Re: Re: Re: Re: Re: LBV Nabu und Denk Christian F. 12.03.2009 12:42

Herrje das geht aber jetzt um Hornissen!!! wir reden über Hummeln.
Ich verstehe nicht warum Sie sich hier so schwer von Begriff zeigen. Ihre Aussage ist nur eine:
Hornissen ziehen manchmal zwei getrennte Nistmöglichkeiten vor. Erst eine kleine, die eine Königin wärmen kann und dann eine große, die sie schnell zusammen -als Volk- bauen können.
Damit bräuchte man zwei verschiedene Nisthilfen um "eine" artgerechte Unterkunft für diese Tiere anbieten zu können. Und ein kleiner wäre für den Anfang auch richtig gut! Man darf aber auch nicht vergessen, dass diese Tiere teilweise aus blanker Not in soetwas einziehen. Gibt es in der Stadt Berlin denn viele Biotopbäume? Wenn aus purer Not, weil sich nichts besseres findet, eine Hummel in einen Blumentopf einzieht und dann absäuft war das artgerecht, weil sie hat es ja selbst gewählt???

Auch wenn mich die Vorstellung fasziniert, dass sie offenbar 70 Rolladenkästen im Norden Berlins an Bäume genagelt haben, macht auch dies den Denk-Kasten für Anfänger nicht leichter aufstellbar! Und Manfred, ER ist ja der Experte, hat bereits an Denk seine Kritik geschrieben. Bisher wurde sie ignoriert. Wenn sie schon die Kritik des Denk-Experten, den Denk selbst zitiert, ignorieren...
Im übrigen, wie man im aktion-hummelschutz Forum und in einem Naturgarten-forum nachlesen kann sind die Leute alle unzufrieden mit ihren Hummelburgen. Ich konnte noch keinen einzigen Artikel lesen, in dem jemand den Kauf nicht bereut hätte (abgesehen von der Verwendung als dekorative (was sie zweifellos ist) Hobbithöhle).
Den Menschen leuchtet selbst ein, dass diese Burg zu klein ist! Ich bezweifle aber nicht, dass diese Leute ohne diese Burg zum Teil garnicht erst zum Hummelschutz gekommen wären!
Das ist ein großer Vorteil! Und, dass Ihre Seite unterstützt wird ist sicher auch einer. Aber wie mit den Begriffen "artgerecht" "Artenschutz" umgegangen wird ist meines Erachtens unehrliche und desinformativ.

Grüße,
Christian

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: LBV Nabu und Denk Manfred 12.03.2009 14:14

Hallo Christian,

was soll die Diskussion in dieser Form? Aus Anregungen für die Firma Denk wird Kritik, woher willst du wissen wie viel Erfahrungen Melanie bzw. ich zum Thema Hummeln haben?
Dass die Hummelburg zu klein ist, ebenso eine Pauschalaussage die so falsch ist! Neben den schon erwähnten Ackerhummeln reicht der Platz für Wiesen- und Gartenhummeln ebenfalls problemlos aus. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass auch Erdhummeln erfolgreich sien können. Ein altes Erdhummelnest, das ca. 350 Tiere zählte, passte jedenfalls noch rein ohne das akute Platznot herrschte.
Ganz nebenbei: Hast du die Hummelburg, d.h. sprichst du aus eigener Erfahrung? Ich habe jedenfalls nicht den Eindruck. Denn sonst wüsstest du, dass z.B. eindringende Feuchtigkeit zwar ein Problem darstellt, die Hummeln aber sehr wohl damit umgehen können, ohne dass gleich das Volk eingeht. Mir ist jedenfalls bisher kein Fall bekannt, wo ein Volk in einer Hummelburg aufgrund der Konstruktion umgekommen wäre.

Gruß aus HH
Manfred

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: LBV Nabu und Denk Dr. Melanie von Orlow 12.03.2009 14:36

Hallo, Manfred,
dem kann ich auch zustimmen - nach meinem Erfahrungsschatz ist die Hummelburg eben nicht so schlecht und ich neige nun mal dazu, selbst gemachten Erfahrungen etwas mehr Gewicht zu schenken als den Erfahrungen anderer (die womöglich eben unter ganz anderen Bedingungen gemacht wurden und dort eben Bestand haben aber nun mal nicht in meinem Garten und unter meinen Bedingungen). Man müßte mal eine Studie dazu machen....hmmmm.....

Aber womöglich hat Christian F. eben recht und ich bin halt nur ein bisserl "schwer von Begriff"...bevor der Gute noch an meiner Hirnschwerfälligkeit verzweifelt und im Ausraster den Monitor aus dem Fenster wirft, werde ich mal besser diesen Thread beenden...ist ja auch eh alles geschrieben; möge sich jeder einfach selber rauspicken welcher Seite der Macht er sich anschließen möge ;-)))

Live long and prosper!

Melanie

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: LBV Nabu und Denk Christian F. 12.03.2009 15:55
aber womöglich hat Christian F. eben recht und ich bin halt nur ein bisserl "schwer von Begriff"...bevor der Gute noch an meiner Hirnschwerfälligkeit verzweifelt und im Ausraster den Monitor aus dem Fenster wirft, werde ich mal besser diesen Thread beenden...

Oh aller liebste Frau Orlow, Entschuldigung!, Frau Doktor Melanie von Orlow. Ich kann hier Ihr schlechtes Gewissen beruhigen. Ihre von selektivem Bewusstsein geprägten Antworten waren in keinstem Maße zorneserweckend. Ich muss sagen ich habe mich stets gut mit ihren Anworten unterhalten!
Ganz bemerkenswert wie Sie nicht gesehen haben (oder nicht sehen wollten), dass es -eben nicht- darum ging die Hummelburg selbst als grundsätzlich schlecht hinzustellen, sondern den Bereicherungsdrang anderer, der offenbar den Naturschutzgedanken aus simpler Profitgier dahinter, überstrahlt und auch vor falschen Informationen nicht zurückschreckt.

woher willst du wissen wie viel Erfahrungen Melanie bzw. ich zum Thema Hummeln haben

Nun ich schätze sie wesentlich höher ein als meine! Ja sie ist es!
Das ändert nichts, an der Kritik an den Verbänden und den anderen, die mit falschen Informationen und Versprechen Geld machen.
(Der LBV fordert ja auch geradezu dazu auf Vögel im Winter zu füttern, mit dem im LBV-shop verkauften Samen natürlich. Im Kleingedruckenten, aber IMMERHIN da, findet man dann die Information, dass es sich bei diesem Füttern keineswegs um Artenschutz handelt. Der Laie, ist hier oft anderer Ansicht.)

werde ich mal besser diesen Thread beenden...

Also wenn SIE hier diesen Thread beenden, werde ich das natürlich auch tun, meine Gnädigste.

Sonnenbescherende Frühlingsgrüße aus dem regnerischen Bayern,
Christian

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: LBV Nabu und Denk Wotan 13.03.2009 13:17

http://forum.aktion-hummelschutz.de/index.php
schaut mal da rein (unter Denk Hummelburg)
Da gibt es noch einiges darüber zu lesen.

Gruß Wotan

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: LBV Nabu und Denk Angelika 15.03.2009 07:26

:-) Angelika

Re: LBV Nabu und Denk Manfred 09.03.2009 08:06

Hallo,

da mich das Thema auch direkt betrifft, möchte ich erst einmal vorwegstellen, dass ich von der Firma Denk keine Provisionen o.ä. bekomme. Ich werde lediglich ab und an nach meiner Meinung zum Produkt gefragt. Ich halte die Hummelburg für keineswegs so ungeeignet, wie sie hier z.T. dargestellt wird. In den letzen drei Jahren ist sie bei mir immer von selbst besiedelt worden, mit unterschiedlichen Resultaten (eine erfolgreiche Ackerhummelaufzucht, einmal Aufzucht von Keuscher Kuckuckshummel, einmal erfolglos aufgrund einer offenbar kranken Königin). Es sind zugegebener Maßen geringe Modifikationen sinnvoll, die aber auch eine Laie nachträglich durchführen kann (Blumenuntersetzer, Kleintiersteu oder Kokosmatte sowie ein kurzer Einlauftunnel nach innen). Ich hoffe, dass die Firma Denk diese Änderungen irgendwann selbst implementiert, da sich die Hummelburg dadurch lediglich um etwa 1-2 Euro verteuern dürfte. Aus Gesprächen weiß ich, dass viele Gartenbesitzer nicht bereit sind den Preis des Schweglers zu bezahlen, keine Kasten selber bauen möchten und Wert auf Ästhetik legen. An genau diese Zielgruppe wendet sich Denk mit der Hummelburg. Und letztendlich kann jede Hummelkönigin selbst entscheiden, ob sie ein Nest in der Hummelburg bauen will oder nicht.
Und wenn wirklich einmal ein Hummelnest durch Wachsmotten verlorengeht, was ist da bitte schlimm dran?
Wie viele Hummelnester gehen wohl durch vermeintlich gut gemeinte "Zwangsbesiedlung" von Eigenbauten verloren, in die sich nie ein Tier aus freien Stücken verirren würde?

Gruß aus HH
Manfred

Re: Re: LBV Nabu und Denk Horst 09.03.2009 08:52

Hallo Melanie und Manfred,
die "Hummelburg" ist jetzt wohl ausreichend beschrieben worden. Die "Hummelburg" ist jedenfalls besser als ein eingegrabener Blumentopf.
Jeder darf seine Meinung dazu äußern.
Übrigens ist es den Hummeln egal, in welchem Behältnis sie das Volk aufziehen.
Die häufig überteuerten und komplizierten Hummelnisthilfen schrecken den Laien oft ab, sich mit Hummeln zu beschäftigen.
Auch wird das Problem mit den Wachsmotten häufig übertrieben!
Wachsmotten sind ein Bestandteil der Natur.
Grüße
Horst

Re: LBV Nabu und Denk Torsten 09.03.2009 09:27

Hallo,

Ich denke auch, das man mit einem Kostengünstigen und dekorativen Teil mehr Menschen für das Thema Hummeln begeistern kann und in weiterer folge dafür interessieren.
Denn, wenn das Interesse einmal gewegt ist, werden sich einige Menschen sicher weitere Kästen aufstellen, und diese werden dann besser ausgerüstet sein.

Ausserdem sollten man nicht vergessen, dass sich die Hummelkönigien Ihren Nistplatz selber unter gewissen Kriterien aussucht. Und wenn Sie diesen Platz für Gut befunden hat ist es für mich O.K. !

Bei mir nisten seit zwei Jahren Ackerhummel im Schwegeler Igel Haus und das hat auch nicht die optimalen Hummelkriterien auf.

Allerdings sollten man nicht unter falschenTatsachen ein Produkt bewerben, bzw. darauf hinweisen das es ein " Einstiegsmodel" ist.

Zumindesten die Empfehler diese Produktes sollten es tun.

Schöne Grüße

Torsten