Beiträge aus 2009

Warum Riesengebrumm im Nest? Karin B. 09.05.2009 16:04

Heute mittag hörte ich aus meinem Nistkasten ein Riesengebrumm, wohl von der Königin, sonst hatte ich noch nie was gehört. Ich habe dann reingeschaut - das erste Mal übrigens - , weil ich befürchtete, es fände ein Kampf statt, Königin gegen Eindringling (Kuckuckshummel oder so was), aber es war nix Spektakuläres zu sehen. Ich habe das Nest allerdings nicht ganz aufgedeckt, denn die Waben waren mit der Polsterwolle so verklebt, dass ich sonst wohl was kaputt gemacht hätte. Kleine Arbeiterinnen kamen mir entgegen, die waren aber friedlich, die Königin guckte mal raus, kroch dann aber wieder tiefer ins Nest zurück, wirkte nicht weiter aufgeregt. Ich habe alles wieder zugedeckt. Heute nachmittag war nix mehr zu hören. Was bedeutet das Gebrumme? Muss man sich Sorgen machen oder brummen Hummeln halt manchmal?

Re: Warum Riesengebrumm im Nest? Bago 09.05.2009 19:56
Heute mittag hörte ich aus meinem Nistkasten ein Riesengebrumm, wohl von der Königin, sonst hatte ich noch nie was gehört. Ich habe dann reingeschaut - das erste Mal übrigens - , weil ich befürchtete, es fände ein Kampf statt, Königin gegen Eindringling (Kuckuckshummel oder so was), aber es war nix Spektakuläres zu sehen. Ich habe das Nest allerdings nicht ganz aufgedeckt, denn die Waben waren mit der Polsterwolle so verklebt, dass ich sonst wohl was kaputt gemacht hätte. Kleine Arbeiterinnen kamen mir entgegen, die waren aber friedlich, die Königin guckte mal raus, kroch dann aber wieder tiefer ins Nest zurück, wirkte nicht weiter aufgeregt. Ich habe alles wieder zugedeckt. Heute nachmittag war nix mehr zu hören. Was bedeutet das Gebrumme? Muss man sich Sorgen machen oder brummen Hummeln halt manchmal?

Ich stand heute vor meinen Nistkästen ,ich hörte auch Gebrumm.
Wenn es zu warm wird wentilieren die Hummeln mit ihren Flügeln,
sie halten dadurch die Nesttemperatur auf ca.31 Grad.

Rote Liste der Schweiz Christian F. 10.05.2009 18:19

Hallo,
Wie ich gerade der roten Liste der Schweiz entnehme sind
inzwischen die Samthummel und die Deichhummel ausgestorben.

http://www.bafu.admin.ch/artenvielfalt/01010/01011/index.html?lang=de

unter: "Zusammenstellung der Wirbellosen der Roten Listen"

Grüße,
Christian

artenvielfalt raum dortmund Bago 10.05.2009 20:09

Im Raum Dortmund konnte ich dieses Jahr bis jetzt folgende Arten
entdecken:
Dunkle Erdhummel,Helle Erdhummel,Kryptarum Erdhummel,Große Erdhummel,Wiesenhummel,Steinhummel,Gartenhummel,Baumhummel,
Ackerhummel.
Bei den Kuckuckshummeln:
Keusche Kuckuckshummel, waldkuckuckshummel.

Weitere Berichte Folgen.

Alles schon zu früh André 11.05.2009 12:58

Hallo zusammen,

habt ihr auch das Problem das viele Trachtpflanzen schon früher blühen als in den letzten Jahren? Ich mache mir sorgen, da zum Beispiel der Flieder, Raps, Goldregen, Obstbäume etc. schon alle verblüht sind. Ich weiß nicht was die Hummeln und andere Insekten in den nächsten Wochen anfliegen sollen. Meinen Garten habe ich entsprechend mit Trachtpflanzen ausgrüstet (Himbeeren, Fingerhut, Sonnenhut, Rittersporn, Mohn etc.) aber ich werde wohl nicht allen damit helfen können. Ich vermute das dieses Jahr viele Insekten verhungern werden. Hinzu kommt auch noch das es in den letzten Wochen wenig geregnet hat (im ganzen April 10 ml Region Südbrandenburg).
Bei den Hummeln sind die ersten kleinen Arbeiter erst geschlüpft.

Gruß,
André

Re: Alles schon zu früh Bago 11.05.2009 14:59
Hallo zusammen,

habt ihr auch das Problem das viele Trachtpflanzen schon früher blühen als in den letzten Jahren? Ich mache mir sorgen, da zum Beispiel der Flieder, Raps, Goldregen, Obstbäume etc. schon alle verblüht sind. Ich weiß nicht was die Hummeln und andere Insekten in den nächsten Wochen anfliegen sollen. Meinen Garten habe ich entsprechend mit Trachtpflanzen ausgrüstet (Himbeeren, Fingerhut, Sonnenhut, Rittersporn, Mohn etc.) aber ich werde wohl nicht allen damit helfen können. Ich vermute das dieses Jahr viele Insekten verhungern werden. Hinzu kommt auch noch das es in den letzten Wochen wenig geregnet hat (im ganzen April 10 ml Region Südbrandenburg).
Bei den Hummeln sind die ersten kleinen Arbeiter erst geschlüpft.

Gruß,
André

Hier genau das gleiche Problem Lupinen,Flockenblumen,Kastanien,Himbeeren
verblühen in den nächsten Tagen.
Ich habe vorgesorgt und Wilbienenwiese,Büschelschön,Fingerhut,Marien-
glockenblume,Rittersporn,Borretsch und Mohn gepflanzt.
Doch diese Planzen blühen vielleit spätestens bis Anfang Juli,wenn überhaupt.Ich füttere die mit Zuckerwasser,so dass sie jetzt viel Pollen
eintragen,wenn nichts mehr blüht streue ich Pollen auf die Brutwarben.

Re: Re: Alles schon zu früh André 11.05.2009 15:42

Danke für die Antwort, dass mit dem Pollen ist eine gute Idee. Bekommt man so was bei der Apotheke oder im Reformhaus?

Hier genau das gleiche Problem Lupinen,Flockenblumen,Kastanien,Himbeeren
verblühen in den nächsten Tagen.
Ich habe vorgesorgt und Wilbienenwiese,Büschelschön,Fingerhut,Marien-
glockenblume,Rittersporn,Borretsch und Mohn gepflanzt.
Doch diese Planzen blühen vielleit spätestens bis Anfang Juli,wenn überhaupt.Ich füttere die mit Zuckerwasser,so dass sie jetzt viel Pollen
eintragen,wenn nichts mehr blüht streue ich Pollen auf die Brutwarben.
Re: Re: Re: Alles schon zu früh Bago 11.05.2009 18:49
Danke für die Antwort, dass mit dem Pollen ist eine gute Idee. Bekommt man so was bei der Apotheke oder im Reformhaus?


Hier genau das gleiche Problem Lupinen,Flockenblumen,Kastanien,Himbeeren
verblühen in den nächsten Tagen.
Ich habe vorgesorgt und Wilbienenwiese,Büschelschön,Fingerhut,Marien-
glockenblume,Rittersporn,Borretsch und Mohn gepflanzt.
Doch diese Planzen blühen vielleit spätestens bis Anfang Juli,wenn überhaupt.Ich füttere die mit Zuckerwasser,so dass sie jetzt viel Pollen
eintragen,wenn nichts mehr blüht streue ich Pollen auf die Brutwarben.

Pollen bekommt man im Reformhaus.200g kosten 10 Euro,500g 20 Euro

Re: Alles schon zu früh Michel 11.05.2009 19:22

In der Regel blühen auch andere Trachtpflanzen eher, beispielsweise der Weißklee und Rotklee, der eine Massentracht für Erdhummeln und Steinhummeln darstellt. Er müsste hier in etwa 2 Wochen anfangen. Momentan stehen die Rhododendronsträucher kurz vorder Blüte. So dramatisch sehe ich die Situation nicht. Zudem kann man ja sehen, ob bei Nestkontrollen alles gut gefüllt ist. Wenn es da Probleme gibt, kann man immer noch Nachhelfen...

Viele Grüße
Michel

Re: Alles schon zu früh Manfred 11.05.2009 19:34

Hallo,

hier in Hamburg ist die Vegetation derzeit auch etwa 10 Tage weiter als voriges Jahr, allerdings nimmt der Vorsprung aufgrund der kühlen Temperaturen ab. Für die Hummeln stellt das kein Problem dar, da sich bei günstiger Witterung ihre Staaten auch schneller entwickeln können. So benötigten bei mir Gartenhummeln unter optimalen Bedingungen lediglich 7 Wochen zur Aufzucht von Geschlechtstieren, unter widrigen Verhältnissen aber 11 Wochen.

Gruß aus HH
Manfred

Re: Alles schon zu früh Christian F. 14.05.2009 13:03

Hallo,
Also im März hieß es, wir lägen 14 Tage hinter dem letzten Jahr und
-im- 50 Jahresdurchschnitt.
Die (Nicht-Erd-)Hummelköniginnen kamen bemerkenswert nah hintereinander innerhalb von 2 Tagen.
Allerdings waren sie früher dran als die Vegetation, es gab kaum Blüten.
Die Weiße Taubnessel blühte relativ zum Auftreten ca 14 Tage später.
Insgesamt blühen jetzt (in Regensburg) Wiesensalbei und Bockshornklee satt.
Der Rotklee steht in den Startlöchern.

Soweit ist meine Sicht.

Grüße,
Christian

Baumhummeln mit Problemen Manfred 13.05.2009 19:55

Die Baumhummeln bei mir haben sich offenbar etwas übernommen. Nachdem die Flugfrequenz auf geschätzte 250 Sammelflüge pro Tag gestiegen war, sind nun bereits die ersten Arbeiterinnen nach nur 16 Tagen tot. Außerdem wurden etliche Larven aus dem Nest geworfen und trotz Frühtemperaturen nahe dem Gefrierpunkt ist die Wachsmottensaison eröffnet. Es lagen zwei tote Falter im Einflugloch, beide aber noch mit prallen Hinterleib, so dass sie wohl noch vor der Eiablage abgewehrt werden konnten.
Ich vermute, dass die morgendliche Kälte zusammen mit zu viel Brut der Grund für die Probleme ist. Da in den kommenden Tagen die Zahl der Arbeiterinnen deutlich steigen dürfte, müsste es dann wieder besser gehen.
Bei den Erd- und Wiesenhummeln gibt es keine Probleme, aber dort wurden offenbar aber auch nicht derartige Mengen Nahrung benötigt wie bei den Baumhummeln.

Gruß aus HH
Manfred

Re: Baumhummeln mit Problemen bernde 13.05.2009 21:48

Hallo Manfred,
ich habe in diesem Jahr zu ersten Mal ein Baumhummelvolk. Die Königin hatte sich den Kasten selbst ausgesucht. Ab 24. April fliegen die ersten Arbeiterinnen und ich muss einschätzen, dass ich ein so fleißiges Völkchen noch nie hatte. Die Flugfrequenz, 20 Tage nach dem ersten Ausfliegen, ist enorm hoch und die Pollenladungen die von den Arbeiterinnen eingetragen werden sind schon enorm für die kleinen Hummelchen. Auch die Schrägklappe, die schon eine Woche vor dem ersten Start der Arbeiterinnen geschlossen war, wird völlig ohne Probleme gemeistert. Hoffendlich geschieht nicht das Gleiche wie bei Dir. Dank Deiner Information werde ich das Geschehen noch intensiver beobachten.
Gruß Bernde - aus WE.

Re: Re: Baumhummeln mit Problemen Harry 14.05.2009 11:11

Hallo Manfred, hallo Bernde,
habe am vergangenen Dienstag ein Baumhummelvolk von einer Terasse umsiedeln müssen. Es war auch ein großes Volk und nichts deutete auf Wachsmotten hin. Als ich dann aber das Nest anhob waren ca. 20 Wachsmottenlarven in einer Größe von 20 mm Länge und 5 mm Durchmesser zu entdecken. Sie sind ja sehr schnell und versuchen sich zu verstecken, wenn man sie aufdeckt. Einerseits sind sie zur Temperaturanhebung im Nest ganz nützlich, aber ihr Fressverhalten zerstört es letztendlich doch. Es war schon die zweite Generation an Wachsmottenlarven. Die ersten waren fast ausgewachsen und die zweite Ablage oder Generation noch sehr klein. Das neue Nest haben sie ohne Probleme angenommen, allerdings musste ich sie mit http://www.harry-abraham.homepage.t-online.de/Bacillus%20thuringiensis.html (externer Link, nicht mehr verfügbar) Bacillus turingiensis behandeln, da die kleinen Wachsmottenlarven kaum zu greifen waren. An die neue Wachsmottenklappe hatten sich die Baumhummeln in den folgenden 2 Tagen gewöhnt.

Gruß Harry

Re: Re: Re: Baumhummeln mit Problemen Birgit 14.05.2009 13:12

Hallo Harry,

ich habe einige Fragen dazu. Stimmt es das Baumhummelnaturnester immer sehr stark wachsmottenverseucht sind? Ich hab sogar schon im WWW gelesen, man solle sie deshalb garnicht ansiedeln. Siehst Du das auch so?

Du bist ja als Berater tätig, wie viele Nester siedelst Du denn so in einer Saison um? Ich hoffe das ist nicht zu indiskret!

Gruß Birgit

Re: Re: Re: Re: Baumhummeln mit Problemen Bago 14.05.2009 15:34
Hallo Harry,

ich habe einige Fragen dazu. Stimmt es das Baumhummelnaturnester immer sehr stark wachsmottenverseucht sind? Ich hab sogar schon im WWW gelesen, man solle sie deshalb garnicht ansiedeln. Siehst Du das auch so?

Du bist ja als Berater tätig, wie viele Nester siedelst Du denn so in einer Saison um? Ich hoffe das ist nicht zu indiskret!

Gruß Birgit

Ich habe auch auf einer anderen Hummelseite gelesen,dass man Baumhummeln nicht ansiedeln soll. Nur wenn man keine Baumhummeln mehr ansiedeln soll, wo sollen sie dann ihre Nester anlegen,es gibt
ja nicht mehr so viele Nistmöglichkeiten wie früher.Leider konnte ich noch nie eine Baumhummel ansiedeln. Meine drei Erdhummel-Völker entwickeln sich gut, sie tragen sehr viel Pollen ein.

Re: Re: Re: Re: Re: Baumhummeln mit Problemen Manfred 15.05.2009 09:20

Halo Bago,

Baumhummeln finden in Siedlungsbereich sehr gut Nistmöglichkeiten. Ich bekomme jedes Jahr diverse Anrufe wo Leute Baumhummeln in Vogelkästen, Schuppen oder Dächern haben. Sie aktiv anzusiedeln ist deshalb schwierig, da sie nicht am Erdboden nach Nistmöglichkeiten suchen sondern erst ab ca. 2m Höhe und da kann man eine Königin halt nicht einfach einsammeln. Ein Nistkasten in entsprechender Höhe angebracht führt oftmals aber auch ohne Nachhilfe zum Erfolg.

Gruß auss HH
Manfred

Re: Re: Re: Re: Baumhummeln mit Problemen Harry 15.05.2009 13:05

Hallo Birgi,

es ist schon so das Baumhommeln zu 90% von Wachsmottenbefallen werden. Sie sind anderseits auch sehr aktive und interessante Hummeln und wenn es etwas umzusiedeln gibt, sind es meist Baumhummeln oder Hornissen. Die Anzahl der umgesiedelten Nester kann man so einfach nicht beziffern. Manche Jahre sind es viele manche Jahre nur 2 oder 3. Meistens kann man die Leute beraten und das Nest darf an Ort und Stelle bleiben. Aufklärungsarbeit sollte immer an erster Stelle stehen.
Zu Umsiedlingen braucht man eine Genehmigung der unteren Landschaftsbehörde. Die sind widerrum froh, wenn es jemand macht.
Wenn es keiner macht, geben sie bei Gefahr, auch schon mal einem Insektenvernichter so einen Auftrag. Gesetz ist in dem Fall leider nur Papier.
Über das Baumhummelvolk bin ich ganz froh, denn bei diesen kann man sehr gut die Funktion der Wachsmottenklappe testen. Ihre Verteidigungsbereitschaft wird eigentlich nur geweckt, wenn man am Nest rumwerkelt. Sie sind übrigens die fleißigsten Hummeln an meinen Himbeersträuchern und legen in ihrer Flugaktivität eine Hektik an den Tag, den andere Hummeln so nicht haben. Bei Erdhummeln geht es oft gemütlicher zu.
Ich hoffe Deine Frage soweit beantwortet zu haben.

Gruß Harry

Re: Re: Re: Re: Re: Baumhummeln mit Problemen Birgit 15.05.2009 22:24

Hallo Harry,

vielen Dank für deine ausführliche Antwort. Eine Frage hätte ich aber doch noch. Was für eine Ausbildung braucht man eigentlich, damit die untere Landschaftsbehörde einem die Genehmigungen erteilt Hummelnester umsiedeln zu dürfen?
Ich habe gehört das bei uns wohl sehr schnell Abtötungen genehmigt werden....

Gruß Birgit

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Baumhummeln mit Problemen Manfred 16.05.2009 09:05

Hallo Birgit,

bei uns in Hamburg wird für die Anerkennung als Umsiedler ein Sachkundenachweis verlangt. Hierfür gibt es ab und an Lehrgänge, notfalls tut es auch ein Imkerlehrgang mit anschließender praktischer Begleitung durch einen erfahrenen Umsiedler.
Neben den fachlichen Kenntnissen (Bestimmung der Arten, Entwicklungsablauf der Völker, Umsiedelungstechniken) werden auch rechtliche Kenntnisse sowie eine geeignete Ausrüstung verlangt.

Gruß aus HH
Manfred

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Baumhummeln mit Problemen Harry 16.05.2009 12:50

Hallo Birgit,

eine spezielle Ausbildung braucht man dazu nicht. Über den Naturschutzbund NABU habe ich öfter Kontakt zu den maßgeblichen Leuten. Die erste Hornissenumsiedlung habe ich mit der zuständigen Dame der unteren Landschaftsbehörde gemacht. Das schonende Umsiedlungssystem hat sie überzeugt. Erfahrungen kann man sammeln in dem man die deutsche oder die gewöhnliche Wespe umsiedelt, denn die stehen nicht unter Naturschutz und man braucht keine Genehmigung.
http://www.nabuwillich.homepage.t-online.de/Wespenumsiedlung.html (externer Link, nicht mehr verfügbar) Wespenumsiedlung.

Gruß Harry

Re: Re: Re: Baumhummeln mit Problemen Angelika 14.05.2009 21:58

So ausführlich wie auf Deiner Seite habe ich das noch nie gelesen. Sehr gut! fg Angelika

Re: Re: Re: Baumhummeln mit Problemen Manfred 15.05.2009 09:16

Hallo Harry,

ich habe mich auch für die Behandlung mit Bacillus turingiensis entschieden, da der Kasten nicht wachsmottendicht ist. Wachsmottenlarven konnte ich keine finden, aber ein Missverhältnis von Arbeiterinnen (ca. 40) zu Larven (geschätzt über 100). Ich hoffe, dass die Störung die Arbeiterinnen jetzt nicht zu sehr von den Pflegeaufgaben abhält.
Zusätzlich habe ich noch alte Waben aus dem letzen Jahr behandelt und in den Kasten gelegt, vielleicht lassen sich die Falter dadurch ja täuschen.

Gruß aus HH
Manfred

Fliegen als Nestparasiten? Karin B 15.05.2009 10:14

Heute morgen habe ich beobachtet, wie eine ziemlich unsympathische Fliege am Nistkasteneingang - der leider bislang noch keine Mottenklappe hat, soll am kommenden Wochenende installiert und eingeübt werden - herumlungerte. Irgendwann verschwand sie im Eingang. Vorher war schon eine andere rausgekommen. Zuerst habe ich die Vorbauklappe geöffnet, dabei im Vorbau eine winzige weiße Made gefunden und entfernt. Sonst war nix besonderes, die Wächterhummel ist auch gleich aufgetaucht und brummte mich böse an. Das Nest funktioniert also momentan. Ich habe dann in den Nistkasten hineingesehen, was die dort wegen des ungünstigen Wetters zahlreich versammelten Hummeln nicht gut fanden - sie waren ziemlich wütend und schwirrten böse um mich rum. Da ich keinen Imkerschutz anhatte, war es schwierig, das Nest weiter freizulegen und ich bekam einen Stich in die Stirn ab. Muss mir einen Imkerhut basteln. Aber der Teil, den ich sehen konnte, schien in Ordnung, Honigtöpfchen und geschlossene Brutwaben. Das Volk ist bereits sehr zahlreich, es scheint sich alles gut zu entwickeln, die Königin zeigte sich allerdings nicht. Aber unten drunter können sich Schädlinge verstecken, ob die Fäden mit Honigfusseln am Rand des Nestes Relikte von Motten oder Polsterwolle sind, konnte ich nicht erkennen, weil die Hummeln mich erfolgreich daran hinderten, weiter vorzudringen.
Aber zurück zur Fliege: In einer Ecke, in der sich keine Polsterwolle befindet und die von den Hummeln anscheinend als Kack- und Müllabladeplatz genutzt wird, war wieder solch eine Fliege. Es handelt sich nicht um eine Dickkopffliege wie auf der Hummelfreund-Page abgebildet. Sie sieht einer normalen Fliege ähnlich, ist aber keine, irgendwie scheußlicher, etwas rot und grün. Hat jemand Erfahrung mit sonderbaren Fliegen im Nest? Sind sie gefährlich für die Hummeln oder fressen sie bloß deren Müll?
Und als ich den Kasten dann wieder geschlossen hatte, flogen noch so ca. 6 Hummeln herum. Finden die wieder in den Kasten zurück oder irren sie nun umher?
Wenn man den Kasten geöffnet hat, wie lange soll man mit dem Zumachen warten, bis alle wieder drin sind oder ist das egal? Wie weit muss ich das Nest freilegen, damit ich sicher beurteilen kann, ob Schädlinge dran sind oder nicht? Es ist ziemlich tief und gut in die Polsterwolle eingegraben und verklebt. Und in irgendeinem der letzten Beiträge stand ja, dass die Motten sich verstecken und von unten arbeiten.

1. Jungköniginnen?! Bettina J. 15.05.2009 14:56

Meine Wiesenhummeln versetzen mich in erstaunen! Ich habe am Dienstag aus der Ferne eine Arbeiterin einfliegen gesehen und dachte noch, die ist aber groß. Gestern konnte ich eine große "Arbeiterin" beim Orientierungsflug beobachten und heute drei Stück beim Zurückkommen - sie hatten alle keinen Pollen dabei. Nun meine Frage an die Experten : Ist es möglich, daß es nach 5 1/2 Wochen schon Jungköniginnen geben kann? Die Altkönigin habe ich am 04. April eingesetzt und bis auf einen kompletten Regentag konnte das Volk jeden Tag ausfliegen.
Grüsse an alle

Re: 1. Jungköniginnen?! Bago 15.05.2009 15:36
Meine Wiesenhummeln versetzen mich in erstaunen! Ich habe am Dienstag aus der Ferne eine Arbeiterin einfliegen gesehen und dachte noch, die ist aber groß. Gestern konnte ich eine große "Arbeiterin" beim Orientierungsflug beobachten und heute drei Stück beim Zurückkommen - sie hatten alle keinen Pollen dabei. Nun meine Frage an die Experten : Ist es möglich, daß es nach 5 1/2 Wochen schon Jungköniginnen geben kann? Die Altkönigin habe ich am 04. April eingesetzt und bis auf einen kompletten Regentag konnte das Volk jeden Tag ausfliegen.
Grüsse an alle

Hallo Betina ,es wäre sehr hilfreich,wenn du sagen könntest wie groß
diese `riesen Arbeiterinnen` sind . Es ist eigentlich nicht normal ,das
die Wiesenhummeln nach 5 1/2 Wochen schon Jungköniginnen
haben,normalerweise tauchen die Jungköniginnen ca. 8-10 Wochen nach der Nestgründung bei den Wiesenhummeln auf.

Re: Re: 1. Jungköniginnen?! Bettina J 15.05.2009 16:30

Hallo Bago, natürlich wäre es viel zu früh für Jungköniginnen. Da ich selbst schon seit ca. 15 Jahren Hummeln halte, bin ich über den ernormen Größenunterschied zwischen zwei Hummelgenerationen so erstaunt. So etwas habe ich bisher noch nicht beobachtet. Nach meiner Schätzung sind die Riesenarbeiterinnen/Jungköniginnen gute 1,5 cm groß. Es kann natürlich auch sein, daß sie durch das gute Futterangebot "gemästest" wurden.

Re: 1. Jungköniginnen?! (Wiesenhummeldrohnen gesehen) Stefan (Mosel) 15.05.2009 16:32

Hallo,
ich hab zwar keine Antwort auf die Frage. Aber passend zum Thema ein Bild von einem Wiesenhummeldrohn den ich gestern gesehen hab. Zeitweise waren zwei Drohnen in der Himbeerhecke unterwegs. Weitere Daten zu dem Hummelnest hab ich keine. Es ist nämlich kein Wiesenhummelnest in einem der Hummelkästen.

[img:http://www.250kb.de/u/090515/j/bab159dd.jpg]

mfg
Stefan

Hummelnest in Aststapel? Hummelfreund 15.05.2009 17:13

Hallo,
habe seit letzten Herbst einen mittlerweile 2m hohen Stapel mit diversen Ästen und Zweigen, darunter Erdaushub in der Ecke des Gartens.
An den bin ich heute ran, hab etwa die Hälfte verarbeitet (gerupft, geschnitten, gehäckselt, alles schon auf dem Kompost:-)

Jetzt liegt in ca. 60cm Höhe eine Stelle frei, an der sich dünne Zweige, altes Laub und Nadeln zusammenfinden, alles ganz schwarz angemodert.
Zur Sache:
Davor fliegen 3-7 Insekten etwas nervös rum, so dass ich sie nicht richtig erkennen kann. Klingt wie das Geräusch von Hummeln, Größe ist aber nur etwa 2/3 von dem, was man so auf den Blüten sieht.
=> Können das Hummeln sein?
Dachte, die hätten ihre Nester in der Erde - oder ist diese Anlage quasi so wie 'in der Erde'?

Und: Den Stapel lasse ich jetzt wohl besser bis zum Herbst liegen. Kann ich Ende Oktober 'abräumen', ohne einen Schaden zu verursachen?

Re: Hummelnest in Aststapel? Manfred 15.05.2009 18:16

Hallo,

das hört sich sehr nach Hummeln an. Wichtig ist, dass nach der Aufräumaktion kein Wasser in das Nest laufen kann, ggf. also mit einem Brett o.ä. abdecken.
Nach Ende der Saison kann der Stapel problemlos abgebaut werden. Wie lange die Saison dauert, hängt von der Art ab, wie sehen die Tiere denn aus?

Gruß aus HH
Manfred

Re: Re: Hummelnest in Aststapel? Hummelfreund 15.05.2009 20:21
Hallo,

das hört sich sehr nach Hummeln an. Wichtig ist, dass nach der Aufräumaktion kein Wasser in das Nest laufen kann, ggf. also mit einem Brett o.ä. abdecken.
Nach Ende der Saison kann der Stapel problemlos abgebaut werden. Wie lange die Saison dauert, hängt von der Art ab, wie sehen die Tiere denn aus?

Gruß aus HH
Manfred

Hallo Manfred,
danke für die Antwort (es wäre wahrscheinlich sehr flach, wenn ich vermute, dass in HH viele Hummelfreunde wohnen?).

Nachdem sie sich beruhigt hatten, kann auch ich sie als Hummeln erkennen. Fotografieren wollte nicht wirklich klappen, aber sie sehen ungefähr so aus (nicht lachen - mag Hummeln zwar, aber wusste bis heute nicht, dass es mehr als eine Art gibt):
Länge ca. 14mm, recht gekrümmt aber eher schmal. Vorne etwa 2mm gelber Streifen, hinten etwa 4mm. Der schwarze Streifen in der Mitte ist etwa 6mm und eher glänzend (wirkte also nicht so haarig samtig).
Hab grad mal im Google Bilder der verschiedensten Arten nachgesehen, kommt aber an keine so richtig ran, am ehesten vielleicht an die Grashummel.

Wäre super, wenn Du mir nen Tip geben könntest, jetzt bin ich richtig neugierig.

LG aus Nürnberg,
Carsten

Bestimmung einer Hummel erwünscht Volker 15.05.2009 17:13

Hallo

Ich habe gestern am 14.05. 2009 diese Hummel geknipst. Sie war recht groß und es waren 3 gelbe Binden, auch wenn es so scheint, als wären es nur zwei. Am Hinterleibsanfang befindet sich auch einen schmale gelbe Binde und es sieht aus, als wäre es eine, verbunden mit der Brustbinde.
Welche Art kann das sein?

Danke Volker

[img:http://imgservice.de/images/jdv1242400526h.jpg]

Re: Bestimmung einer Hummel erwünscht Manfred 15.05.2009 18:21

Hallo Volker,

es handelt sich um eine Gartenhummel, möglicherweise noch um eine Altkönigin.
Zum Saisonhöhepunkt haben von den gängigen Arten Gartenhummeln die größten Arbeiterinnen mit der längsten Zunge.

Gruß aus HH
Manfred

Re: Re: Bestimmung einer Hummel erwünscht Hans777 16.05.2009 01:07

Manfred,
bist Du sicher, daß es keine Kuckuckshummel ist? Ich kann keine ausgeprägte Sammelschiene erkennen.

Gruß Hans

Re: Re: Re: Bestimmung einer Hummel erwünscht Manfred 16.05.2009 08:49

Hallo Hans,

da bin ich mir sicher. Es gibt keine Kuckuckshummel mit einem gelben Farbübergang vom Thorax zum Abdomen.
Außerdem passt auch die Behaarung nicht zu einer Kuckuckshummel. Die Sammelschiene ist in der Tat nicht sehr ausgeprägt, aber die Beinhaare passen für die Bildung der Pollenhöschen.

Gruß aus HH
Manfred

Re: Re: Re: Re: Bestimmung einer Hummel erwünscht Christian F. 16.05.2009 11:16

Hallo,

"Ich habe gestern am 14.05. 2009 diese Hummel geknipst. Sie war recht groß und es waren 3 gelbe Binden, auch wenn es so scheint, als wären es nur zwei. Am Hinterleibsanfang befindet sich auch einen schmale gelbe Binde und es sieht aus, als wäre es eine, verbunden mit der Brustbinde."

Diese gute Beschreibung von Dir passt auf den Gartenhummelkomplex.

Es wäre wichtig zu wissen, wo du das Foto gemacht hast. Der Untergrund ist etwas komisch. Ist es in deinem Garten entstanden und du wohnst in der Stadt?

da bin ich mir sicher. Es gibt keine Kuckuckshummel mit einem gelben Farbübergang vom Thorax zum Abdomen.

Außer B./P. barbutellus. Da gibt es zwei Formen eine mit gelb auf dem ersten Tergiten und eine ohne.
http://www.nhm.ac.uk/research-curation/research/projects/bombus/_key_colour_british/ck_cuckoos.html#barbutellus

Ich weiß nicht, wie sehr dich das interessiert Volker, aber wenn du noch ein Foto von oben oder vorne hast, kannst du es gerne reinstellen.

Grüße,
Christian

Re: Re: Re: Re: Re: Bestimmung einer Hummel erwünscht Volker 16.05.2009 18:22

Hallo an alle Antworter

Erstmal vielen Dank für eure Mühe und Bestimmung. Ich habe diese Hummel in meinem Garten geknipst, allerdings auf einer Terassenplatte, daher der ungewöhnliche Untergrund. Ich fing sie mit einem "Snapy", einem Insektenfanggerät und setzte sie auf die Terasse, bis sie sich beruhigte und schoß das Bild. Das mache ich immer so und es dauert oft ne Weile bis die Tiere ruhig sitzen.
Also ich werde das Tierchen dann mal als Gartenhummel ablegen und bedanke mich nochmals bei euch.

Ciao Volker

Entwicklung der Hummelvölker Bago 15.05.2009 19:00

Dieses Jahr entwickeln sich meine Hummelvölker so schnell wie noch nie.

In meinem ersten Kasten wohnt seit dem 22.3.09 eine Helle Erdhummel,
die 4.Brut ist unterwegs, ca.90 Arbeiterinnen.
In meinem zweiten Kasten wohnt seit dem 7.4.09 eine Helle Erdhummel,
die 3. Brut ist unterwegs ,ca.45 Arbeiterinnen.
In meinem dritten Kasten wohnt seit dem 5.4.09 eine Dunkle Erdhummel,
die 3.(4.) Brut ist unterwegs, ca.70 Arbeiterinnen.

Zudem werden die Hummelvölker bei Nestkontrollen immer agressiever.

Grüße aus Dortmund

aktueller Status meiner Kolonien Michel 16.05.2009 03:12

6 Kolonien insgesamt:

/1/ Dunkle Erdhummel 1, 3. Generation fliegt, ca. 30-35 Arbeiterinnen

/2/ Dunkle Erdhummel 2, 3. Generation fliegt, ca. 30-35 Arbeiterinnen

/3/ Helle Erdhummel, nach Verlust der Königin endlich Okkupation erfolgreich, 2. Generation fliegt, nur ca. 10 Arbeiterinnen

/4/ Wiesenhummel 1, 4. Generation fliegt sich ein, ca. 40 Arbeiterinnen, erste Geschlechtstierbrut wird angelegt

/5/ Wiesenhummel 2, 2. Generation fliegt sich langsam ein, ca. 10 Arbeiterinnen

/6/ Ackerhummel, 1. Generation geschlüpft und fliegt, 7 Arbeiterinnen

Tagebuch mit vielen Bildern zu meinen Kolonien gibt es hier:
TAGEBUCH 2009 (externer Link, nicht mehr verfügbar)

Viele Grüße
Michel

Re: Entwicklung der Hummelvölker Manfred 16.05.2009 08:57

Aktueller Stand der vier Völker:

Baumhummel: Etwa 50 Arbeiterinnen, 3. Generation, sehr viel Brut, nach Behandlung mit BT Wächterinnen an beiden Fluglöchern. Mehrfach Hinauswurf von Larven
Erdhummel 1: Etwa 70 Arbeiterinnen, 4. Generation
Erdhummel 2: Etwa 50 Arbeiterinnen, 3. Generation
Wiesenhummel: Etwa 30 Arbeiterinnen, 3. Generation, wenig Flugbetrieb, möglicherweise Okkupation durch Waldkuckuckshummel, ab und an Hinauswurf von Larven.
Durch die eher widrige Witterung (Sturm) sind nur noch bei den Wiesenhummeln Sammlerinnen der ersten Generation vorhanden.

Gruß aus HH
Manfred

Wiesenhummel-Drohn Bago 16.05.2009 19:12

An meinen Flockenblumen konnte ich heute einen Wiesenhummel-Drohn
beobachten,ich dachte erst es wäre eine Wiesenhummel-Arbeiterinnen,
aber er hatte ein Pinselchen auf der Stirn und war mit sehr viel gelb gefärbt.

Re: Wiesenhummel-Drohn Norbert 18.05.2009 12:35

Habe südlich von Wien ebenfalls am 17.5 einen B. pratorum Drohn gesehen. Ungewöhnlich früh..?

schönen Gruß;

Norbert Wlaka.

Re: Re: Wiesenhummel-Drohn Karin B 19.05.2009 11:48
Habe südlich von Wien ebenfalls am 17.5 einen B. pratorum Drohn gesehen. Ungewöhnlich früh..?

schönen Gruß;

Norbert Wlaka.

Hier in Wuppertal war auch einer an einer Rhododendronblüte. Ein ganz winziger. Schönen Gruß, Karin

Re: Re: Re: Wiesenhummel-Drohn Martin 19.05.2009 16:19

Hier in Franken habe ich heute den ersten Wiesenhummel-Drohn gesehen.