Beiträge aus 2008

Sphaerularia bombi Christian F. 06.11.2008 14:29

Hallo,
nachdem wir vor kurzem über Milben
http://www.bombus.de/hummelforum/HummelForumMessage.aspx?MessageID=7292
diskutiert haben, wollte ich jetzt einmal Sphaerularia bombi (Sphb)
vorstellen. Dabei handelt es sich um sogenannte Nematoden, das sind Fadenwürmer, die prinzipiell sehr häufig in allen möglichen Medien vorkommen. Sphb befällt überwinternde Hummelköniginnen in ihren Verstecken. In den Königinnen entwickeln sich die 1mm großen Fadenwürmer (d.h. man kann sie sehen!) zu 2,5cm langen Schläuchen.
In diesen Schläuchen werden bis zu 40.00 Eier produziert. Diese gelangen noch im Embryonalstadium in die Leibeshöhle der Hummel, wo sie sich zu Larven weiterentwickeln. Irgendwann bohren sie sich durch Darmwand und Darmlumen der Hummel. Es gibt dann zwei Möglichkeiten wie sie diese verlassen. Entweder über den Kot, oder selbständig über den After.
STEIN erwähnt, dass der Aktionsradius dieser Nematoden sehr eingeschränkt ist. SCHMID-HEMPEL errechnet eine durchschnittliche Ausbreitungsgeschwindkigkeit von 1km pro Jahr.
[Man kann sich damit leicht vorstellen, dass man durch Versetzen von Königinnen die man von weit her holt, wie der "ein oder andere" es schon beschrieben hat, seinen eigenen Garten und die unmittelbare Umgebung verseucht.]
STEIN zählte bei Infektionen gleich 4-6 Parasiten, aber auch 20-30 Schläuche/Parasiten in einer Königin.
Er meint, wenn in den infizierten Hummeln bereits Larven vorhanden sind
kann man so ein Tiere in ein Glas setzen. "Alsbald" sollen dann die Larven die Glaswand hochkriechen.
(im Embryonalstadium kann man dies auf diese Weise natürlich noch nicht feststellen)

Das Verhalten der Hummelköniginnen:
Befallene Königinnen fliegen bis in den Juni "unstet umher". Dabei fliegen sie nah am Boden und suchen nach Erdlöchern, Spalten und Laubhaufen. Sie gründen aber nie ein Nest, da ihre Ovarien beschädigt wurden. Dabei suchen sie offenbar nach Winterquartieren. An den jeweiligen Plätzen verlassen dann die Larven die Königin. Diese stirbt irgendwann und die Larven entwickeln sich in der Erde weiter. Da es sich bei diesen Orten um potentielle Winterquartiere der Hummeln handelt, haben die Nematoden eine gute Chance auf eine neue Hummelkönigin zu treffen.

STEIN bemerkte, dass man auch nach 2 Jahren im Trockenstadium die Nematoden durch Flüssigkeitszugabe wieder beleben kann. (Die Infektionsfähigkeit der Wiederbelebten lässt er aber offen)

SCHMID-HEMPEL erwähnt, dass nach seinen Untersuchungen 12% der überwinterten Hummelköniginnen infiziert sind. Dabei sind frühere Hummelköniginnen häufiger infiziert als spätere.
Er stellte auch fest, dass nach milden Wintern die Infektionsrate höher ist. [Womöglich sterben infizierte Königinnen in harten Wintern eher. So könnten harsche Minustemperaturen zu einer Reduzierung der Infektionsrate führen.]

Quellen:
Stein, G.: Beiträge zur Biologie der Hummel unter besonderer Berücksichtigung der Sphaerularia-Infektion, 1955.
Schmid-Hempel, P.: Parasites in Social Insects, Princeton, 1998.

Grüße,
Christian

Re: Sphaerularia bombi jufffda 06.11.2008 21:16

hallo christian,
...hoch interessant. ich habe mich da folgendes gefragt.
wäre es denn dann sinnvoll, die königinen kontrolliert überwintern zu lassen? ...oder einen gewissen teil?... und geht so etwas überhaupt? ...wenn ja, wie? (ich hab da mal was von einem alten herren gelesen, der königinen im kühlschrank überwintert hat...)
sind die werte (12% befall) denn auch aktuell? oder könnte es mittlerweile auch mehr sein, wegen nicht mehr so strengen winter?
ciao

Re: Re: Sphaerularia bombi Christian F. 07.11.2008 16:54
...hoch interessant. ich habe mich da folgendes gefragt.
wäre es denn dann sinnvoll, die königinen kontrolliert überwintern zu lassen? ...oder einen gewissen teil?... und geht so etwas überhaupt? ...wenn ja, wie? (ich hab da mal was von einem alten herren gelesen, der königinen im kühlschrank überwintert hat...)
sind die werte (12% befall) denn auch aktuell? oder könnte es mittlerweile auch mehr sein, wegen nicht mehr so strengen winter?

Hallo juffda,
das kommt darauf an, was du unter sinnvoll verstehst. Melanie von Orlow meinte, dass bei dieser Überwinterung viele Hummeln sterben (siehe: http://www.hymenoptera.de/html/node/790).

Mehr als in der Natur! Auch bei den Experimenten die ich im parallelen Beitrag schildere konnten die Hummeln auf der verseuchten Erde "mindestens" bis Dezember (bei niedrigen Temperaturen) am Leben erhalten werden. Das das deute ich als "nicht bis April".

Das eigentliche Problem, dass die Hummeln immer weniger werden (B. distinguendus http://www.wildbienen.de/b-distin.htm
ist in der Schweiz bereits ausgestorben) sind nicht die Nematoden...

Grüße,
Christian

Re: Re: Re: Sphaerularia bombi Christian F. 07.11.2008 22:08

Hallo nochmal,
Also Da muss ich mich korrigieren der Ordnung halber:
von "Mehr als in der Natur!" ist da nicht die Rede, aber sie erteilt eine klare Absage.

Und juffda, ob die pPozentzahlen aktuell sind weiß ich leider nicht.

Grüße,
Christian

Re: Sphaerularia bombi Christian F. 07.11.2008 16:43

Ergänzung:
Hallo,
Ich habe heute noch einen weiteren Artikel durchgesehen.

Danach sind B. terrestris und B. lapidarius mit einer besonders hohen Infektionsrate betroffen (ohne genau Prozentangabe), aber auch B. pratorum ähnlich stark.

Der Aktionsradius der Larven "in die Breite", wenn sie einmal in der Erde sind, ist nicht sehr hoch, und liegt bei ca. einem halben Meter.

Die infizierten Hummelköniginnen suchen in ihrem pathologischen Drang nach Winterquartieren Plätze in der Nähe, in der sie geboren wurden.
Das erklärt die langsame Ausbreitungsgeschwindigkeit die SCHMID-HEMPEL genannt hat.

Der Autor hat zu wissenschaftlichen Zwecken Infizierungsexperimente durchgeführt.
Die in 2 Jahren untersuchten Hummeln (45 Stück auf verseuchte Erde gelegt) waren zu 15% infiziert. Der Autor erwähnt aber, dass die Infektionsrate wohl höher war, da man die "kleinen Sphaerularia-Weibchen bei der Präparation der Hummeln übersehen" könnte.

Quelle:
Madel, G.: Beiträge zur Biologie von Sphaerularia bombi, Leon Dufour
1837, 1966.

die Infektionsrate von 15% scheint mir recht gering, selbst wenn die Rate in Wirklichkeit höher ausfallen sollte. Immerhin lagen alle Versuchstiere auf infizierter Erde. Aber das war eben auch nur unter Versuchsbedingungen. Dagegen scheint mir die Rate 12% von SCHMID-HEMPEL doch wieder recht hoch.
Es passt auch nicht ganz zusammen, dass die frühen Hummeln nach Schmid-Hempel eher betroffen sind, als die späten, nach Madel (der sich da selbst auch auf andere Autoren stützt) aber besonders (s.h. oben) frühere Hummeln infiziert sind. Möglicherweise gilt dies "früher" und "später" nur innerhalb einer Art!?! Also sind später auftrende Erdhummelköniginnen eher infiziert und nicht etwa Hummeln,
die halt einfach von der Art her später erscheinen!?! Lagen SCHMID-HEMPELs Untersuchungen in stark verseuchtem Gebiet?

Grüße,
Christian

Bräuchte Pflanzenerfahrungen Christian F. 06.11.2008 14:47

Hallo,
Ich wollte fragen ob jemand bezüglich folgender Pflanzen
Erfahrung hat:

Rauher Alant
Weidenalant

Hundszunge

natürlich in Bezug auf Hummeln ;) .

Im allgemeinen würde ich auch Blumen suchen, die etwas horstiger wachsen wie Bergflockenblume. Wenn da jemand was weiß...

Grüße,
Christian

Re: Bräuchte Pflanzenerfahrungen Alexander (Bombus-Admin) 07.11.2008 08:58

Hallo Christian,

zu den von Dir genannten Pflanzen habe ich leider keine Infos. Aber Du kannst Dir mal folgende Seite anschauen:

http://www.bombus.de/trachtpflanzen.aspx (externer Link, nicht mehr verfügbar)

Die ist aber noch nicht offiziell verfügbar :-) Und es funktioniert noch nicht alles.

Ciao,

Alex

Re: Re: Bräuchte Pflanzenerfahrungen Christian F. 07.11.2008 16:58
zu den von Dir genannten Pflanzen habe ich leider keine Infos. Aber Du kannst Dir mal folgende Seite anschauen:

http://www.bombus.de/trachtpflanzen.aspx (externer Link, nicht mehr verfügbar)

Die ist aber noch nicht offiziell verfügbar :-) Und es funktioniert noch nicht alles.

Hey da hast du ja ganz schön gearbeitet.
Hast du Lust dein Konzept, wie du Dir das vorstellst darzulegen?

Grüße,
Christian

Re: Re: Re: Bräuchte Pflanzenerfahrungen Andreas 09.11.2008 07:42

Hallo Christian,

zum rauhen Alant kann ich Dir leider nichts sagen, da habe ich keine Erfahrung.
Der echte Alant (Inula helenium) ist aber sehr beliebt. Das ist aber eine sehr mächtige Pflanze, die kräftige Stöcke bildet und mehr als 2 m hoch werden kann.

Gruß Andreas

Re: Re: Re: Re: Bräuchte Pflanzenerfahrungen Christian F. 10.11.2008 22:01

Hallo Andreas,
das hört sich schonmal gut an. Dann lohnt es sich vielleicht mit den anderen beiden einen Versuch zu machen.

Grüße,
Christian

Re Ackerhummel Gottfried Dick 10.11.2008 19:20

Hier noch kurz zu Ackerhummeln. Von 4 besetzten Kästen mit Ackerh. waren 2 anfang bis mitte Oktober fertig, beim dem 3 Kasten flogen die letzten 1-3. November noch ein und aus. Sehe da nun keine mehr.In Kasten 4 habe ich heute 10 Nov. 14 Grad Plus noch einzelne aus u.einfliegen gesehen. Herbst war günstig, habe nicht zugefüttert.
Gruss Gottfried.

Re: Re Ackerhummel A. Giessler 12.11.2008 09:09
Hier noch kurz zu Ackerhummeln. Von 4 besetzten Kästen mit Ackerh. waren 2 anfang bis mitte Oktober fertig, beim dem 3 Kasten flogen die letzten 1-3. November noch ein und aus. Sehe da nun keine mehr.In Kasten 4 habe ich heute 10 Nov. 14 Grad Plus noch einzelne aus u.einfliegen gesehen. Herbst war günstig, habe nicht zugefüttert.
Gruss Gottfried.

In dem Ackerhummelnest sind jetzt noch 3 Hummeln.Es sieht so aus,als
ob sie seit Tagen keine Nahrung mehr aufnehmen,obwohl die Honigtöpfe
gefüllt sind.Oder werden die "Innendienstmitarbeiter" von den anderen
normalerweise gefüttert?

Es grüßt
Angelika

Re: Re: Re Ackerhummel Gottfried Dick 13.11.2008 19:16
Hier noch kurz zu Ackerhummeln. Von 4 besetzten Kästen mit Ackerh. waren 2 anfang bis mitte Oktober fertig, beim dem 3 Kasten flogen die letzten 1-3. November noch ein und aus. Sehe da nun keine mehr.In Kasten 4 habe ich heute 10 Nov. 14 Grad Plus noch einzelne aus u.einfliegen gesehen. Herbst war günstig, habe nicht zugefüttert.
Gruss Gottfried.



In dem Ackerhummelnest sind jetzt noch 3 Hummeln.Es sieht so aus,als
ob sie seit Tagen keine Nahrung mehr aufnehmen,obwohl die Honigtöpfe
gefüllt sind.Oder werden die "Innendienstmitarbeiter" von den anderen
normalerweise gefüttert?

Es grüßt
Angelika

Hallo Angelika, denke die Stockhummeln werden nicht gefüttert, dameist genug Futter in den Töpfchen. Da zuletzt nur noch wenige Hummeln übrig bleiben, schaffen sie es nicht mehr, bei den doch schon kühlen Nächten, die Temperatur im Nest hoch genug zu halten.Sie verklammen und nehmen keine Nahrung mehr auf. Sie versterben meißt nach einigen Tagen. Auf ein neues Hummeljahr, Gruss Gottfried.

Katastrophale Daten Christian F. 16.11.2008 11:28

Hallo, Ich habe neulich wieder mal auf
http://www.wildbienen.de/huarten.htm geschaut und musste
feststellen, dass die Alpenhummel in Deutschland mittlerweile ausgestorben ist!!!
(Ich weiß nicht wo Herr Martin die Daten her hat, aber wahrscheinlich aus der Liste von Westrich)

Bombus alpinus Kategorie 0
Bombus mesomelas Kategorie 0 (Berghummel)
Bombus gerstaeckeri Kategorie R (Eisenhuthummel, R heißt extrem selten)

Unglaublich, ich hätte nicht gedacht, dass es SO schlimm ist.
Immerhin wurde die Deichummel auf Kategorie 2 zurückgestuft.

Aufrichtig schockierte Grüße,
Christian

kann man denn da garnichts machen...

Re: Katastrophale Daten Ingrid 16.11.2008 12:41

Hallo Christian,

ich finde es auch traurig, dass es aus dem Tierreich so viele "schockiernde " Nachrichten gibt. Leider stehen viele Tiere auf der roten "Liste", und das ist sehr bedenklich.

Der Mensch muss umdenken! Wir müssen uns noch mehr für den Umweltschutz engagieren - und wenn wir erfolgreich sein wollen, dann müssen wir im "Kindergarten" anfangen. Kinder sehen die Welt noch unbedarft. Bei Kindern Umweltbewußtwsein zu wecken, ist in diesem Alter noch relativ einfach.

Ich gehe in Kindergärten, um den Kindern ein "Hummeljahr" vorzustellen. Im Sommer dürfen sie dann zu mir kommen und den Hummeln beim Ein-und Ausfliegen und an den Blüten zu beobachten - Erklärungen inclusive. Da kommen dann die begleitenden Erzieherinnen selbst noch ins Staunen, weil sie auch wenig von einem Hummelleben wissen. Ich freue mich jedenfalls, wenn ich wieder mal "Hummelfreunde" gewinnen konnte und dadurch die Hummeln nicht als "Stechobjekt" gesehen und "totgeschlagen" werden - wie gesagt, oft aus Unkenntnis heraus!

Gruß
Ingrid

Re: Re: Katastrophale Daten Christian F. 16.11.2008 14:08

Wao Ingrid,
ich finde deine Arbeit echt großartig! Wenn ich sowas lese denke ich, dass wir Hummelfreunde, wenn wir auch noch mehr wären/werden würden, wirklich was erreichen könnten.

Aber sobald ich mich umsehe kommt in mir der Kulturpessimist hoch und ich überlege, ob man nicht langfristiger die Natur vor dem Menschen schützen sollte. Die meisten interessiert doch Natur überhaupt nicht und ich bin mir nicht sicher, ob das nicht all zu menschlich ist.

Ich erinnere mich aber gerade daran, wie ich zu den Hummeln gekommen bin. Das war, kurz gesagt, weil mir in meiner Kindheit, eine ähnliche Aktion zu Teil wurde, wie du sie jetzt machst. :)

Aber die Alpenhummel ist jetzt wohl in D ausgestorben. In der Schweiz ist sie auch sehr selten, wie es in Österreich aussieht weiß ich nicht.

Grüße,
Christian

Re: Re: Re: Katastrophale Daten A. Giessler 17.11.2008 18:38
Wao Ingrid,
ich finde deine Arbeit echt großartig! Wenn ich sowas lese denke ich, dass wir Hummelfreunde, wenn wir auch noch mehr wären/werden würden, wirklich was erreichen könnten.

Aber sobald ich mich umsehe kommt in mir der Kulturpessimist hoch und ich überlege, ob man nicht langfristiger die Natur vor dem Menschen schützen sollte. Die meisten interessiert doch Natur überhaupt nicht und ich bin mir nicht sicher, ob das nicht all zu menschlich ist.

Ich erinnere mich aber gerade daran, wie ich zu den Hummeln gekommen bin. Das war, kurz gesagt, weil mir in meiner Kindheit, eine ähnliche Aktion zu Teil wurde, wie du sie jetzt machst. :)

Aber die Alpenhummel ist jetzt wohl in D ausgestorben. In der Schweiz ist sie auch sehr selten, wie es in Österreich aussieht weiß ich nicht.

Grüße,
Christian

Hallo,

in unserem Kindergarten ist ein extra Hobbyraum eingerichtet worden.
Eine Erzieherin hat einen Kurs belegt (über Insekten).Habe dort auch
im Sommer einen Nashornkäfer abgegeben.Mein leeres Ackerhummel-
nest werde ich ebenfalls hinbringen,die Honigtöpfe sind noch gefüllt.
Nun,die Acker-Stockhummeln sind recht klein und sehen für die Kinder
sicher nicht wie typische Hummeln aus,aber wir lernen ja auch immer
neu dazu.

Es grüßt
Angelika

Re: Re: Re: Re: Katastrophale Daten Ingrid 19.11.2008 17:16
in unserem Kindergarten ist ein extra Hobbyraum eingerichtet worden.
Eine Erzieherin hat einen Kurs belegt (über Insekten).Habe dort auch
im Sommer einen Nashornkäfer abgegeben.Mein leeres Ackerhummel-
nest werde ich ebenfalls hinbringen,die Honigtöpfe sind noch gefüllt.
Nun,die Acker-Stockhummeln sind recht klein und sehen für die Kinder
sicher nicht wie typische Hummeln aus,aber wir lernen ja auch immer
neu dazu.

Es grüßt
Angelika

Hallo Angelika,

auch die Erzieherinnen bilden sich in Insektenkunde fort. Wenn das kein Erfolg ist, was dann? Und die Naturkunde am "lebenden" Objekt (zumindest der Aufbau eines Nestes direkt zu sehen) - wenn da die Kinder nicht vor Neugierde platzen!

Das ist klasse, danke für diese gute Idee. Ich werde mir in dieser Richtung auch etwas überlegen.

Viele Grüße
Ingrid

Re: Re: Re: Katastrophale Daten Ingrid 19.11.2008 17:09

Hallo Christian,

wir sollten immer positiv denken - Beispiel: Ist ein Glas Wasser halb voll oder halb leer?

Dann stimmt ja meine These, denn auch Du hast "als Kind" die Hummeln erstmals richtig kennengelernt. Ist doch toll, wer weiß, ob Du ohne diese Erfahrung heute so über Umweltschutz denken würdest! Ich mußte erst 50 Jahre alt werden, um ein "Hummeljahr" kennenzulernen und zum Schutz dieser schönen Brummer beizutragen!! Um so mehr setze ich mich heute ein.

Es ist wirklich schade , dass Hummelarten aussterben. Sie sind unwiderbringlich verloren und das stimmt mich traurig.

Viele Grüße
Ingrid

Re: Katastrophale Daten Christian F. 14.12.2008 22:02

Hallo Ihr,
Also, da ich nur ungern etwas falsches stehenlasse:
B. alpinus und B. mesomelas sind schon länger in Deutschland ausgestorben. Ich weiß nicht worauf sich die alten Daten auf wildbienen.de bezogen haben. Die B. mesomelas ist bereits in den 50er Jahren ausgestorben...

Die herabgestuften Arten sind:
Bombus confusus - vom Aussterben bedroht
Bombus gerstaeckeri - extrem selten
Bombus humilis - gefährdet

Quelle:
http://www.eucera.de/downloads/eucera-1-2008-03_inhalt.pdf

Grüße,
Christian

TV-Tip: Soweit die Flügel tragen Alexander Schlecht (Bombus.de-Admin) 03.12.2008 20:32

Am 11.12. um 15:15 auf RBB

http://www.rbb-online.de/fernsehen/programm.jsp?key=ID125586398&noExport=true (externer Link, nicht mehr verfügbar)

Re: TV-Tip: Soweit die Flügel tragen Ingrid 04.12.2008 16:05

Vielen Dank für Deinen Hinweis!

Unglaubliches werden wir wieder einmal erfahren - man lernt nie aus! Freue mich auf den Beitrag!

Viele Grüße
Ingrid

Am 11.12. um 15:15 auf RBB

http://www.rbb-online.de/fernsehen/programm.jsp?key=ID125586398&noExport=true (externer Link, nicht mehr verfügbar)
Re: TV-Tip: Soweit die Flügel tragen Angelika 12.12.2008 19:15
Am 11.12. um 15:15 auf RBB

Habe ich mir auch angesehen. Das war ein prima Tipp. Danke. fg Angelika
Schönes Weihnachtsfest Juergen 22.12.2008 15:32

Ich wünsche allen Hummelfreunden ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Besonders wünsche ich uns allen, ein erfolgreiches Hummeljahr mit vielen Erlebnissen mit unseren Brummern!

Wer etwas Zeit hat, in der Weihnachtszeit, kann sich meine neue Homepage mal ansehen. www.hummelfreund.com

Es grüsst Euch
Jürgen aus Dresden / Sachsen

BBC - Wild about your garden Martin 27.12.2008 11:26

Auf der Insel gibt es eine nette neue Gartensendung, deren zweideutiger Name schon alles sagt. Es geht darum, Stadtgärten naturnah umzugestalten, um der heimischen Fauna einen Lebensraum anzubieten. Das Team installiert dann nach getaner Arbeit Überwachungskameras, um den Erfolg zu dokumentieren, mit oft beeindruckenden Resultaten.

In der fünften Folge ging es u.a. um Bienen und Wildbienen. Dabei kam einer dieser englischen Hummelnester zum Einsatz. In einen Tontopf wurde ein im Umfang etwa zwei Zentimeter kleineres Drahtgeflecht eingesetzt, damit das Wasser abfließen kann. Gefüllt wurde das Drahtgeflecht mit Moos, Kleintierstreu und Hundehaaren. Zwei solcher Töpfe wurden dann an den Rändern nebeneinandergelegt und mit Klebeband zusammengeklebt. Jeweils an den Abflusslöchern der Töpfe wurde ein Plastikrohr fixiert, womit das Nest dann zwei Eingänge hatte. So wurde es dann vergraben.

Anleitung auf englisch als PDF (externer Link, nicht mehr verfügbar)

Wer in England residiert kann sich die Folge auch online ansehen (externer Link, nicht mehr verfügbar).

Wenn nicht, kann man zumindest was nachlesen und ein kleines Video ansehen.
http://www.bbc.co.uk/wildaboutyourgarden/featured_gardens/miltonkeynes/ (externer Link, nicht mehr verfügbar)

Re: BBC - Wild about your garden Elke 26.01.2009 09:01
Wer in England residiert kann sich die Folge auch online ansehen (externer Link, nicht mehr verfügbar).

Und wer nicht muss sich nur einen passenden Proxy besorgen und in seinem Browser einstellen. Einfach mal googlen, geht ganz einfach.

Ich kann seitdem die kompletten Folgen auch von Deutschland aus gucken. :)