Beiträge aus 2008

Re: Gefranster Enzian Timo 27.01.2008 14:52

Hallo Angelika,

ich habe mich bei Kraut und Rüben erkundigt, wurde hier aber auch nicht fündig. Immerhin sind mir jetzt 3 neue Pflanzenversände bekannt. Scheint als müsste ich noch eine Weile warten, bis der Fransenenzian endlich in Gärtnereien angeboten wird. Samen solls ja wohl schon geben, bloß wo??
Viele Grüße an alle Hummelfreunde
Timo

Re: Re: Gefranster Enzian Angelika L. 27.01.2008 19:37
Hallo Angelika,

ich habe mich bei Kraut und Rüben erkundigt, wurde hier aber auch nicht fündig. Immerhin sind mir jetzt 3 neue Pflanzenversände bekannt. Scheint als müsste ich noch eine Weile warten, bis der Fransenenzian endlich in Gärtnereien angeboten wird. Samen solls ja wohl schon geben, bloß wo??
Viele Grüße an alle Hummelfreunde
Timo

Hallo Timo, nun bin ich auch mit meinem Latein am Ende. Vielleicht noch beim Gartenforum Landlife.de? Grüße, Angelika

Re: Re: Gefranster Enzian Christian 27.02.2008 00:20

Hallo!
Ich habe mal in meinem Buch "Enziane und Glockenblumen" den Gefransten Enzian, botanischer Name: Gentianopsis ciliata (veraltet auch Gentianella ciliata), nachgeschlagen und zitiere: "Dieser häufig vorkommende Enzian ist normalerweise keine Gartenpflanze, da er in Kultur sehr schwierig ist, aber ein liebenswerter Gesellle, dem man auf herbstlichen Bergwanderungen begegnet." Aussaat an Ort und Stelle empfohlen. Es ist eine spätblühende Art: August - November. Zweijährig bis ausdauernd. Der blüht aber wenns schon fast keine Hummeln mehr hat...
Eine mögliche Bezugsquelle wäre die Alpinen-Spezialgärtnerei Eschmann in Emmen (Schweiz), sofern es die noch gibt.

Gruss Christian

S.O.S. Hummelfund am 26.01.2008 !!! gabriela 27.01.2008 23:59
hi ! brauche dringend hilfe !!

ich habe am samstag mittag in der stadt eine hummel gefunden(auf dem gehweg..
sie war unverletzt und krabbelte langsam vor sich hin.
(ich wäre fast auf sie getreten)
weit und breit war weder grün noch ähnliches zu sehen..

ich habe sie in einen pappkarton mit polsterwolle und lüftungslöchern sowie einem ausgang( ca,: 2 cm ) gesetzt und diese in unsere lagerhalle gelegt, da ich glaube, dass es draussen zu kalt und im haus zu warm wäre? ich hoffe, dass sie überlebt..
leider weiss ich auch nicht mehr und würde mir wünschen.,
dass auch mir (und der hummel !!!)
jemand helfen kann ?
lg gabriela

Hummelfund 2 gabriela 28.01.2008 02:52
hi ! brauche dringend hilfe !!

ich habe am samstag mittag in der stadt eine hummel gefunden(auf dem gehweg..
sie war unverletzt und krabbelte langsam vor sich hin.
(ich wäre fast auf sie getreten)
weit und breit war weder grün noch ähnliches zu sehen..

ich habe sie in einen pappkarton mit polsterwolle und lüftungslöchern sowie einem ausgang( ca,: 2 cm ) gesetzt und diese in unsere lagerhalle(riesengarage mit 2 ausgängen und fenster) gelegt, da ich glaube, dass es draussen zu kalt und im haus zu warm wäre? ich hoffe, dass sie überlebt..
leider weiss ich auch nicht mehr und würde mir wünschen.,
dass auch mir (und der hummel !!!)
jemand helfen kann ?

soll ich siden karton in den pferdestall(direkt am haus)
stellen? aber da habe ich angst, dass nager den karton anfressen...
help...

Re: Hummelfund 2 Wolfpeter 28.01.2008 09:25
hi ! brauche dringend hilfe !!
ich habe am samstag mittag in der stadt eine hummel gefunden(auf dem gehweg..
sie war unverletzt und krabbelte langsam vor sich hin.
(ich wäre fast auf sie getreten)
weit und breit war weder grün noch ähnliches zu sehen..

ich habe sie in einen pappkarton mit polsterwolle und lüftungslöchern sowie einem ausgang( ca,: 2 cm ) gesetzt und diese in unsere lagerhalle(riesengarage mit 2 ausgängen und fenster) gelegt, da ich glaube, dass es draussen zu kalt und im haus zu warm wäre? ich hoffe, dass sie überlebt..
leider weiss ich auch nicht mehr und würde mir wünschen.,
dass auch mir (und der hummel !!!)
jemand helfen kann ?

soll ich siden karton in den pferdestall(direkt am haus)
stellen? aber da habe ich angst, dass nager den karton anfressen...
help...
Hummel einschläfern

Am besten schnell runter kühlen ! Ein kleines Gefäß nehmen , auspolstern und mit Moos abdecken. Falls draußen zu warm im Kühlschrank runterkühlen und wie Jürgen vorgeschlagen hat verfahren. Hummeln überleben auch Minusgrade. Falls sie sehr aktiv ist am besten auch noch vor Runterkühlung etwas füttern
Gruß
Wolfpeter

Re: Re: Hummelfund 2 gabriela 28.01.2008 10:49
hi ! brauche dringend hilfe !!
ich habe am samstag mittag in der stadt eine hummel gefunden(auf dem gehweg..
sie war unverletzt und krabbelte langsam vor sich hin.
(ich wäre fast auf sie getreten)
weit und breit war weder grün noch ähnliches zu sehen..

ich habe sie in einen pappkarton mit polsterwolle und lüftungslöchern sowie einem ausgang( ca,: 2 cm ) gesetzt und diese in unsere lagerhalle(riesengarage mit 2 ausgängen und fenster) gelegt, da ich glaube, dass es draussen zu kalt und im haus zu warm wäre? ich hoffe, dass sie überlebt..

vielen dank im voraus für jeden tip!!

leider weiss ich auch nicht mehr und würde mir wünschen.,
dass auch mir (und der hummel !!!)
jemand helfen kann ?

soll ich siden karton in den pferdestall(direkt am haus)
stellen? aber da habe ich angst, dass nager den karton anfressen...
help...
Hummel einschläfern
Am besten schnell runter kühlen ! Ein kleines Gefäß nehmen , auspolstern und mit Moos abdecken. Falls draußen zu warm im Kühlschrank runterkühlen und wie Jürgen vorgeschlagen hat verfahren. Hummeln überleben auch Minusgrade. Falls sie sehr aktiv ist am besten auch noch vor Runterkühlung etwas füttern
Gruß
Wolfpeter
Re: Volkstärke balthasar quehenberger 03.02.2008 20:36
Wichtige Frage: In der Literatur wird bei den verschiedenen Hummelarten jeweils eine übliche Volkstärke von -bis angegeben. Was ist damit gemeint: Die Zahl der monentan in einem Volk lebenden Hummeln (Höhepunkt der Lebendzahl zu Beginn des Königinnenschlupfes) oder die Gesamtzahl der geschlupften Kokons am Ende der Saison oder incl aller nicht geschlupften Kokons. Wer weiß das?
Re: Re: Volkstärke Manfred 04.02.2008 08:08

Hallo Balhasar,

mit der Angabe ist üblicherweise die maximale Zahl der Arbeiterinnen gemeint. Diese tritt übrigens nicht erst mit dem Schlupf der ersten Jungköniginnen, sondern etwa bereits bei deren Verpuppung auf.

Gruß aus HH
Manfred

Re: erste hummel 2008 Brian 08.02.2008 20:15
heute (am 08.02.2008 ) hab ich in der sonne dieses schönen nachmittags eine dunkele erdhummel an mir vorbeifliegen sehen!!!

was sagt mir das ?? ... ich muss mein hummel-nistkasten wieder bezugsbereit machen !!! :-)^^

naja das wars auch schon ^^
liebe grüße Brien

Re: Hummelsichtung Ingrid 09.02.2008 17:43

Gestern Mittag und auch heute gegen 14:00 Uhr erste Hummelsichtung dieses Jahr. Es handelte sich in beiden Fällen um eine dunkle Erdhummel.

Re: Hummelsichtung Stefan (Mosel) 09.02.2008 21:18
Gestern Mittag und auch heute gegen 14:00 Uhr erste Hummelsichtung dieses Jahr. Es handelte sich in beiden Fällen um eine dunkle Erdhummel.

Ich hab heute auch eine Erdhummel im Flug gesehen.

Re: Re: Hummelsichtung Juergen 10.02.2008 17:20

Hallo Hummelfreunde
Habe heute ebenfalle die erste, sehr große Erdhummel gesichtet.
Es war heute 15 Grad um die Mittagszeit.

Es grüsst Euch
Jürgen aus Dresden / Sachsen

Re: Re: Hummelsichtung Ingrid 19.02.2008 17:03
Gestern Mittag und auch heute gegen 14:00 Uhr erste Hummelsichtung dieses Jahr. Es handelte sich in beiden Fällen um eine dunkle Erdhummel.

Ich hab heute auch eine Erdhummel im Flug gesehen.

Hallo,
bis jetzt insgesamt 4 Hummeln gesehen, aber keine war auf Suche nach einer Nisthöhle. Sind also noch nicht in "Gründungslaune", allerdings ist es auch noch viel zu früh, oder?

Matura- / Abiprüfung über Hummeln Michael 11.02.2008 14:34
Hallo,

Ich schreib grad für meine Maturaprüfung in Biologie einen "Artikel" zum Thema Hummeln. Und bräucht einwenig Hilfe:

Und zwar wie viele Hummelarten gibt es in Europa bzw. Weltweit ? Die Zahlen gehen extrem auseinander, weltweit von 250 bis 800 Arten und in Europa von 53 bis 70 Arten.

Danke im Voraus
lg Michael

Re: Matura- / Abiprüfung über Hummeln Alexander Schlecht (Bombus.de-Admin) 11.02.2008 17:35

Hallo Michael,

ich nehme an Du hast das hier schon gelesen?

Hummel-Arten (externer Link, nicht mehr verfügbar)

Alexander

Re: Re: Matura- / Abiprüfung über Hummeln Michael 11.02.2008 20:08

hallo Alexander,

das hab ich total übersehn.
Danke für den tip ;-)

Trachtpflanzenangebot Timo 12.02.2008 16:09

Hallo allerseits,

meine Gartenplanung für dieses Jahr läuft gerade auf Hochtouren. Ich habe viele verschiedene Hummelpflanzen auf meiner Einkaufsliste, doch was ist nun besser für die Hummeln:
1.) wenige verschiedene Pflanzen, aber davon größere Mengen
oder
2.) viele verschiedene Pflanzen, dafür aber jeweils kleinere
Mengen davon

Ich bin mir nicht so sicher, weil man einerseits ein reichhaltiges Angebot von Trachtpflanzen für die Hummeln schaffen sollte, andererseits brauchen sie ja aber eine Weile, um die Technik für die jeweilige Pflanzenart zu erlernen!

Danke für euren Rat
Mit freundlichen Grüßen
Timo

Re: Trachtpflanzenangebot Andreas 12.02.2008 17:26

Hallo Timo,

wenn Dein Garten groß genug ist, tust Du den Hummeln einen größeren Gefallen wenige aber reichlich und langblühende Trachtpflanzen anzubauen.
In kleinen Gärten ist sowas natürlich schwierig.

Auf www.hymenopterade sollte eine recht brauchbare Trachtpflanzenliste einsehbar sein.

Hallo allerseits,

meine Gartenplanung für dieses Jahr läuft gerade auf Hochtouren. Ich habe viele verschiedene Hummelpflanzen auf meiner Einkaufsliste, doch was ist nun besser für die Hummeln:
1.) wenige verschiedene Pflanzen, aber davon größere Mengen
oder
2.) viele verschiedene Pflanzen, dafür aber jeweils kleinere
Mengen davon

Ich bin mir nicht so sicher, weil man einerseits ein reichhaltiges Angebot von Trachtpflanzen für die Hummeln schaffen sollte, andererseits brauchen sie ja aber eine Weile, um die Technik für die jeweilige Pflanzenart zu erlernen!

Danke für euren Rat
Mit freundlichen Grüßen
Timo
Re: Trachtpflanzenangebot Manfred 13.02.2008 08:14

Hallo Timo,

weniger Arten und davon größere Betände ist im Regelfall besser. Wenn nicht so viel Platz vorhanden ist, dann am besten Pflanzen auswählen, die recht früh blühen (März/Anfang April) oder deren Blüte erst nach der Blüte der Rhododendren beginnt (bis dahin gibt es meist ein Überangebot an Nahrung). Gut ist es, wenn eine Art recht lange blüht, bzw. die Blütezeit durch die Anpflanzung verschiedener Sorten verlängert werden kann.

Gruß aus Hamburg
Manfred

Re: Trachtpflanzenangebot Angelika L. 18.02.2008 17:30

Welche Pflanzen stehen denn auf Deiner Einkaufsliste?
Hilfeich sind vor allem auch Pflanzen, die im Spätsommer bis in den Herbst hinein blühen. Daran mangelt es meist. Im Frühjahr, Frühsommer blüht oft überall was und dann kommt die trachtarme Zeit. Grüße, Angelika

Re: Re: Trachtpflanzenangebot Timo 28.02.2008 17:21
Welche Pflanzen stehen denn auf Deiner Einkaufsliste?
Hilfeich sind vor allem auch Pflanzen, die im Spätsommer bis in den Herbst hinein blühen. Daran mangelt es meist. Im Frühjahr, Frühsommer blüht oft überall was und dann kommt die trachtarme Zeit. Grüße, Angelika

Hallo Angelika, sorry, dass ich so lange nicht geschrieben habe.
Aber zu meiner Einkaufsliste kann ich sagen, dass ich bei der Pflanzenwahl bewusst auch auf die Blütezeit geachtet habe.
Frühblüher: z.B. Lungenkraut oder Hohler Lerchensporn
Spätblüher: z.B. Eisenhut oder Boretsch oder Kohldistel
Dazwischen Pflanzen wie:
Gelber Enzian, Diptam, etc.

Du siehst, ein ausgewogenes Programm!

Grüße aus Weltenschwann (Calw)
Timo

Hummelzucht einstein 14.02.2008 16:25

Möchte an die Runde weitergeben, daß es ab sofort das Forum
www.hummelzucht.at gibt und Gäste gerne gesehen (gelesen werden) wären um über die Ansiedlung und Bau von Hummelkästen zu alternativen Preisen zu diskutiieren.
Freue mich über Eure Anmeldung.
Gruß Albert

Wachsmottenbekämpfung mit BT einstein 16.02.2008 09:27

Die Saison wird bald beginnen und es ist noch Zeit, ein wenig Info zu vermitteln.
Das leidige Thema Wachsmotte kann nicht oft genug angesprochen werden und jede Maßnahme die hilft sie abzuwehren ist tauglich. Jede!!!
Auch Klappen, die einen helfen mehr die anderen weniger.
Es würde sich auch eine Kombination verschiedener Systeme lohnen, meine ich mal.
Bei BT (bacillus thuringiensis) wie der Name es schon sagt, handelt es sich um ein spezielles in der "biologisch wirtschaftenden Landwirtschaft (Öko-Betriebe dürfen es verwenden) einsetzbares biologisches Insektizid, welches nach der EU Verordnung 2092/91 zugelassen ist.
Meine Kenntnisse (habe damit beruflich zu tun) erstrecken sich über mehrere Jahre in der Abwehr der Bienenwachsmotte bei Bienenwaben und dieses darf auch in der Ökologischen Bienenhaltung eingesetzt werden.
Derartige Mittel haben nur dann Zulassung wenn sie unbedenklich, außer für ihren spezifischen Wirt, keine Gefahr für Mensch, Tier und Umwelt darstellen.
Dies stellt die höchste Priorität an Schutzmaßnahmen dar und kann der sachgemäße Einsatz nie zu Schäden führen.
Dies wollte ich mal erwähnt haben, denn es scheint immer noch Unklarheit zu herrschen.
Gruß an die Runde
Info www.hummelzucht.at

Re: Wachsmottenbekämpfung mit BT Christian Wiedekind 16.02.2008 17:40

Schönen Tag Herr Dr. Novotny,

Ich verfolge ihre Beiträge hier eine Weile und freue mich, dass Ihre Versuche mit BT die Wachsmotten bisher ferngehalten haben.
Ich möchte hier aber noch ergänzen:
Dass BT in der Öko-Imkerei und Öko-Landwirtschaft zugelassen ist rührt vor allem daher, dass es für Menschen völlig ungefährlich ist und RELATIV genau auf die Fraßschädlinge wirkt, die man zu bekämpfen gedenkt. Es schadet bzw. tötet aber SEHR WOHL Schmetterlinge (resp.ihre Raupen)!
Es ist dabei das eine, BT auf Feldern einzusetzen, die von Schmetterlingen kaum besucht werden. Wenn man das BT in den Kasten "bläst" und die Hummeln damit in Kontakt kommen tragen sie es auf zigtausend (!) Blüten, die sehr wohl auch für Schmetterlingen interessant sind. (Man denke nur an Flieder.)
BT kommt auch in der Natur auf Blüten vor, aber wenn ihn Hummeln verbreiten ist dies eine andere Kategorie.
Ich denke wer sich um Hummeln sorgt kann gegenüber Schmetterlingen nicht so gleichgültig sein.

Wachsmotten mögen im Vergleich zu den lieben Hummeln hässlich, abscheulich sein. Sie zerstören Nester und damit die Arbeit, die sich Leute aus guter Absicht machen.
Aber ihr fast symbiotisches Verhalten mit Baumhummeln zeigt, dass sie eben nicht einfach Schädlinge sind, sondern "unsere" Hummeln sich zum Teil angepasst haben, mit ihnen leben können, oder sogar davon profitieren. Nur weil ein Tier hässlich ist sollte es nicht sofort sterbenswürdig sein.
Mag eine Anwendung bei akuter Nestbedrohung nachvollziehbar sein, so
scheint sie präventiv diametral gegen den Gedanken des Naturschutzes zu stehen.

Jemanden der von "Hummelzucht" spricht kann man vielleicht mit solchen Einwänden nicht beeindrucken. Die anderen, die hier aber lesen und Hummeln nicht des Egos wegen, sondern aus Naturliebe und Interesse ein Zuhause geben wollen, werden besagtes nicht vergessen.
Sich über "Klappen, Türen und Lavendel" Gedanken zu machen ist ökologisch einwandfrei und man lernt die Hummeln und ihre Fähigkeiten dabei besser kennen, als durch Präventiveinsatz von "Schädlings"vernichtungsmitteln.

Beste Grüße,
Christian Wiedekind

Re: Re: Wachsmottenbekämpfung mit BT einstein 16.02.2008 19:12

das könnte ich schon unterschreiben, was sie sagen, aber bitte ich Sie zu bedenken, BT wirkt auf die Larven und die Falter haben mehr oder weniger kein Problem damit. Und wenn ein Falter erstmal ein Ei gelegt hat, kehrt er nicht wieder zum Gelege zurück, da er es nicht bebrütet.
Da BT aber nur auf die Hummeln im Nest und Larven des Falters kommt, kann man eine Gefahr für die "nützlichen also die schönen" ausschließen.
Ansonsten hätte ja das Präparat niemals Zulassung erhalten.
Ich meine jetzt nicht, daß alle BT spritzen müssen, überhaupt nicht, aber zum Schutz gegen Wachsmotten scheint es allemal besser zu sein, als Hummelbrut der Larve schutzlos preiszugeben.

Re: Re: Re: Wachsmottenbekämpfung mit BT Christian Wiedekind 18.02.2008 13:50
das könnte ich schon unterschreiben

das freut mich so weit.

Und wenn ein Falter erstmal ein Ei gelegt hat, kehrt er nicht wieder zum >Gelege zurück, da er es nicht bebrütet.

So einfach, fürchte ich, ist es nicht.
Zuerst kommen die Eier mindestens einmal in Kontakt mit den Schmetterlingen - beim Legen. Zweitens werden sie selbst an Pflanzenteilen befestigt und ernärhren sich später davon und drittens bedecken manche Schmetterlinge ihre Nester mit Afterhaaren.
Es gibt also vielfältige Kontaktmöglichkeiten mit dem verteilten Bacillus.

Da BT aber nur auf die Hummeln im Nest und Larven des Falters kommt, >kann man eine Gefahr für die "nützlichen also die schönen" >ausschließen.

Eben nicht. "Auf die Hummeln" bedeutet auch "auf die Blüten", auf die sie fliegen.

Ansonsten hätte ja das Präparat niemals Zulassung erhalten.

Das ist naiv. Es gibt genug Präparate, die als "bienenfreundlich" eingestuft sind, weil sie "nur" (weniger als) 50% der Bienen töten mit denen sie in Kontakt kommen. (Auch wenn BT nicht zu diesen aggressiven gehört so wird es doch "erfolgreich" zur Vernichtung von Schmetterlingen eingesetzt.)

aber zum Schutz gegen Wachsmotten scheint es allemal besser zu sein, >als Hummelbrut der Larve schutzlos preiszugeben.

aber das "alle mal" erlaube ich mir stark zu bezweifeln.

Grüße,
Christian Wiedekind

Re: Re: Re: Re: Wachsmottenbekämpfung mit BT einstein 22.02.2008 09:26

Es ist Dir aber schon bekannt, daß j e d e r Schmetterling selbst BT im Darm hat.
Das nehme ich doch an oder???

Re: Re: Re: Re: Re: Wachsmottenbekämpfung mit BT Christian Wiedekind 22.02.2008 18:50
Es ist Dir aber schon bekannt, daß j e d e r Schmetterling selbst BT im Darm hat.

Das ist eine sehr inhaltsarme Aussage.
Es gibt 50.000 BT Variationen. (Eine davon ist der Milzbranderreger.)
Nur weil ein Schmetterling BT im Darm hat heisst das nicht, dass das der ist, der seinen Raupen gefährlich wird (wie es B.t. sv. kurstaki tut). Und selbst wenn, der Mensch hat auch Cholerabakterien in seinem Darm; schadet das den Säuglingen?

Ich wollte nur darauf hinweisen, dass der Stein der Weisen, den sie gefunden zu haben glauben auf mich eher wie ein Pferdeapfel wirkt und erreichen, dass niemand ihn einfach leichtfertig übernimmt, sondern er sich sein eigenes Bild macht.
Die, die hier regelmäßig schreiben tun das so und so. Aber es gibt ja auch Leute die nur mal kurz mitlesen und da darf ihre Meinung nicht unkommentiert bleiben.

Grüße,
Christian Wiedekind

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Wachsmottenbekämpfung mit BT einstein 23.02.2008 16:45

Geb ich Dir schon recht, aber dürften wir dann überhaupt Hummeln halten - wollen, verändern wir nicht willkürlich die Grundvoraussetzungen für die "Hummeln"? Greifen wir da nicht gewollt ein - nur wo ist dann die Grenze wo man eingreift und wo nicht.
Wer sagt dann bis wohin ist es vertretbar und ab wo nicht mehr?
Nur, wer hat das Recht und die Unfehlbarkeit, die zu bestimmen.
Warum lassen wir die Hummeln nicht das tun, was sie wollen?
Ich habe für meine Völker feststellen können, daß durch die Art der Kästen, welche ich baue, der Kamineffekt ausreicht, um den Stockgeruch nach oben abzuleiten und diese Austrittsöffnungen habe ich mit einem feinen Gitter verschlossen und dieses ist ca. 20 cm vom Nest weg. Wachsmotten saßen immer oben an den Gittern und nahmen den Stockgeruch wahr, von dort oben habe ich sie dann entfernt, dies geht aber nicht, wenn man wie viele Halter, Klappen anbringt, welche die Zirkulation stören und den Durchzug behindern, ich denke dazu gibt es nicht nur von mir Ergebnisse (Eichhorn).
Gruß

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Wachsmottenbekämpfung mit BT Horst 24.02.2008 08:32

Hallo einstein,
leider reicht der Kamineffekt nicht aus. Ich habe mehrere Jahre die von Aichhorn beschriebene Vorrichtung mit dem Kamineffekt ausprobiert, leider waren die Ergebnisse nicht befriedigend. Wachsmottenbefall hat trotzdem stattgefunden. Auch die in der Tabelle von Aichhorn aufgeschlüsselten Hummelnester waren teils von Wachsmotten befallen.

Gruß
Horst

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Wachsmottenbekämpfung mit BT einstein 25.02.2008 08:13

Hallo Horst!
Finde es geht schon, nur mußt Du die Anzugsöffnung so wählen, daß der
"Gewichtsdruck der kälteren Luft" überwunden wird. Wenn es gelingt, diese "Inversionsschicht zu durchstoßen, kann diewärmere Luft aufsteigen, dazu muß aber die Hummelbeute eine gewisse Höhe haben, dann funktioniert es.
Gruß Albert

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Wachsmottenbekämpfung mit BT Christian Wiedekind 24.02.2008 14:13

">Geb ich Dir schon recht, aber dürften wir dann überhaupt Hummeln halten - wollen, verändern wir nicht willkürlich die Grundvoraussetzungen für die "Hummeln"? Greifen wir da nicht gewollt ein - nur wo ist dann die Grenze wo man eingreift und wo nicht."
Diese philosophische Frage ist nicht unangebracht, aber zeigt dass sie eben eine gewisse Imkermentalität haben. Für mich ist das Bereitstellen von Beuten für die Hummeln etwas um Nistplatzverlust in der Natur zu ERSETZEN, ist möglichst passiv und hat relativ wenig mit "eingreifen" zu tun.

">Wer sagt dann bis wohin ist es vertretbar und ab wo nicht mehr?"
Da hilft nur eine möglichst gesamtökologische Sicht. Etwas ist im Schutz für die eine Art solange erlaubt, wie es sicher einer anderen keinen Schaden zufügt. Klappen gehören sicher dazu; ein Bekämpfungsmittel (egal welches) bei dem wir die Wirkung nicht absehen können, bei dem wir dann dazu beitragen dass andere gefährdete Tiere sterben, oder wir nur den Verdacht haben, dass es so sein kann, MEINER Meinung nach nicht.

">Nur, wer hat das Recht und die Unfehlbarkeit, die zu bestimmen."
Es ist eine Pflicht sich darüber Gedanken zu machen.
Die Unfehlbarkeit braucht man nicht, aber die Gesinnung das Bestmögliche nach eigenen Fähigkeiten zu tun. Und "Bestmöglich" heisst aber eben nicht immer möglichst große Volker, möglichst viele Jungköniginnen, möglichst ...
Das ist Imkerlogik. Es geht darum die Natur zu imitieren, wo wir sie zerstört haben und ihr in unseren Kästen möglichst freien Lauf zu lassen. Wenn unsere Kästen zusätzliche Gefahr darstellen, muss man dem aber auch geeignet entgegentreten.

">Warum lassen wir die Hummeln nicht das tun, was sie wollen?"
Diese Frage irritiert mich. ICH lasse die Hummel(königinne)n das tun, was sie wollen!!! Ich würde sie zum Beispiel NIE von einer Blüte wegfangen. Denn sie WILL dann eben Nektar und Pollen und explizit NICHT nach einem Zuhause suchen.

">Ich habe für meine Völker feststellen können, daß durch die Art der Kästen, welche ich baue, der Kamineffekt ausreicht, um den Stockgeruch nach oben abzuleiten und diese Austrittsöffnungen habe ich mit einem feinen Gitter verschlossen und dieses ist ca. 20 cm vom Nest weg. Wachsmotten saßen immer oben an den Gittern und nahmen den Stockgeruch wahr,..."

Das ist auf jeden Fall ein interessanter Ansatz, den man weiter verfolgen muss! Ich werde mir auch auf ihren Hinweis darüber gedanken machen. Vielleicht hatte auch Herr Aichhorn einfach noch ein paar Fehler in seiner Konstruktion.
Es geht eben um die Frage, warum unsere Beuten öfter befallen werden als die Nester in der Natur und wie wir sie dann anpassen um das auszugleichen.

Schöne Grüße,
Christian Wiedekind

1.Erdhummel in Nistkasten ? Gottfried 22.02.2008 18:22

Habe gestern in nähe meines Hummelstandes 1. Hummel vorbeifliegen gesehen, nicht erkannt, ging zu schnell.Heute vormittag, (ca 11 Uhr) wieder durch brummen, in nähe von Nistkästen 1 dunkle Erdhummel gehört
und gesehen,auf suche nach Löchern in Bodennähe. Habe sie eingefangen und über Pappröhre in fertigen Nistkasten krabbeln lassen, blieb mindestens
über 1/2 std drinnen ,machte dann Orientierungsflug. im laufe des nachmittags hat sie den Nistkasten mehrmals wieder aufgesucht und ist rein und raus. Leider ist es noch sehr früh im Jahr. ( Zu wenig Futter ? )
Bin gespannt wie es weiter geht. Mit frdl. Gruss Gottfried. ( bei Bonn )

Re: 1.Erdhummel in Nistkasten ? Angelika L. 22.02.2008 18:40
Ui, hallo Gottfried, Du bist ja garnicht so weit von mir weg. Aber hier habe ich noch keine Hummel fliegen sehen, aber Anfang Februar eine Solitärbiene und in der zweiten Februarwoche eine Königin der Gemeinen Wespe. Ja, und die Honigbienen fliegen teilweise auch schon ganz schön.

Grüße nach Bonn aus dem Oberbergischen von Angelika

Re: Hummelhaltung und Wachsmotten Manfred M. 22.02.2008 19:01
Wenn man sich entschlossen hat Hummeln zu halten, dann übernimmt man ein große Verantwortung. Das schließt auch die Bekämpfung von Wachsmotten mit B.T. nicht aus. Leider gibt es keine 100%tige Sicherheit, dass Schmetterlingsarten in Mitleidenschaft gezogen werden. Kein Hummelhalter könnte mit B.T. irgendeine Schmetterlingsart ausrotten. Die Gefahr ist sehr gering.

Die Behauptung das Baumhummeln in eine Art von Symbiose mit Wachsmotten leben ist völlig falsch. Sie sind von allen Hummelnarten am stärksten von Wachsmotten betroffen, wegen ihrer Nestwahl. Das erklärt auch das aggresive Verteidigungsverhalten ihres Nestes. Mit großen erstaunen konnte ich beobachten wie eine Baumhummelarbeiterin beim entdecken einer Wachsmotte diese abstach und aus dem Nest zerrte. Diese Eigenschaft konnte ich bei keiner anderen Hummelart feststellen. Sie erkannten dieses nicht als Gefahr. Tatsache ist, dass unterirdische sowie oberirdische Nester (z.B. unter Grasbüschel) niemals von Wachsmotten befallen sind. Die Hummeln die ihre Nester in Mauern, Wänden Vogelhöuser unter Dächern etc. hatten, waren fast alle mit Wachsmottenraupen befallen. Durch jahrelanger Erfahrung und etlichen Umsiedlungen habe ich dies erkannt.
Fazit: Liebe Hummelfreunde, stellt bitte keine Hummelkästen ohne einen Wachsmottenschutz ( Mottenklappe, B.T. ) auf. Die Tatsache, dass namhafte Hersteller nach dem heutigen Wissenstand immer noch Hummelkästen ohne Wachsmottenschutz anbieten, ist eine Schande. Dies fordert nur die Verbreitung von Wachsemotten. Mit Naturschutz hat dies nichts zu tun.
Herzlich
Manfred M. aus HS

Re: Re: Hummelhaltung und Wachsmotten Michel 22.02.2008 22:35

Hallo Manfred,

<<>>

Leider habe ich da andere Erfahrungen gemacht. Auch unterirdische Nester werden regelmäßig von Wachsmotten befallen. So habe ich unter anderem bei einem unterirdisch angelegten Steinhummelnest (im Jahre 2004) mit gut 2 m Laufstrecke vom Einflugloch bis zur Nistkugel sogar Wachsmottenlarven entdecken können.

Auch sind starke Kolonien der kurzrüsseligen Arten in der Regel gut in der Lage, Wachsmotten bis zum Höhepunkt ihrer Kolonien aus dem Nest fernzuhalten. Besonders die Baumhummel, aber auch Stein- und Erdhummel sind hierbei recht erfolgreich. Erst gegen Ende der Entwicklung werden diese Nester - dann allerdings häufig - befallen (durch nachlassende Wachsamkeit, weniger Wächterinnen durch höheren Verbrauch von Nahrung aufgrund der Geschlechtiere im Nest). Dann ist mit dem Schlupf der Wachsmottenraupen aber der Großteil der Geschlechtstiere bereits abgeflogen. Ackerhummeln haben weniger Probleme mit Wachsmotten, trotz teils recht exponierter Nistweise, wahrscheinlich aufgrund des schwachen Nestgeruchs. Wiesenhummeln, so meine Beobachtungen, werden sehr häufig befallen, da sie nicht sehr wachsam sind. Allerdings erreichen diese Kolonien früh ihren Höhepunkt, sodass auch hier die meisten Geschlechtstiere rechtzeitig das Nest verlassen.

Ich selbst spritze nicht mit BT und versuche mich seit einiger Zeit mit der Wachsmottenklappe. Falls ein Nest doch frühzeitig befallen sein sollte, setze ich die intakten Waben einfach in eine "saubere" Umgebung um. Etwas mehr Stress für mich und die Hummeln, aber es schadet ihnen nicht und ich kann auf BT und eine eventuelle "Fehl-Wirkung" des Bacillus verzichten. Denn man sollte immer beachten, dass sich die Spezifität einer Bakterienart auch auf Dauer mal ändern kann...

Viele Grüße
Michel

Re: Re: Re: Hummelhaltung und Wachsmotten Wolfpeter 23.02.2008 18:24
Hallo Manfred,

<<<Sie erkannten dieses nicht als Gefahr. Tatsache ist, dass unterirdische sowie oberirdische Nester (z.B. unter Grasbüschel) niemals von Wachsmotten befallen sind. Die Hummeln die ihre Nester in Mauern, Wänden Vogelhöuser unter Dächern etc. hatten, waren fast alle mit Wachsmottenraupen befallen. >>>

Leider habe ich da andere Erfahrungen gemacht. Auch unterirdische Nester werden regelmäßig von Wachsmotten befallen. So habe ich unter anderem bei einem unterirdisch angelegten Steinhummelnest (im Jahre 2004) mit gut 2 m Laufstrecke vom Einflugloch bis zur Nistkugel sogar Wachsmottenlarven entdecken können.

Auch sind starke Kolonien der kurzrüsseligen Arten in der Regel gut in der Lage, Wachsmotten bis zum Höhepunkt ihrer Kolonien aus dem Nest fernzuhalten. Besonders die Baumhummel, aber auch Stein- und Erdhummel sind hierbei recht erfolgreich. Erst gegen Ende der Entwicklung werden diese Nester - dann allerdings häufig - befallen (durch nachlassende Wachsamkeit, weniger Wächterinnen durch höheren Verbrauch von Nahrung aufgrund der Geschlechtiere im Nest). Dann ist mit dem Schlupf der Wachsmottenraupen aber der Großteil der Geschlechtstiere bereits abgeflogen. Ackerhummeln haben weniger Probleme mit Wachsmotten, trotz teils recht exponierter Nistweise, wahrscheinlich aufgrund des schwachen Nestgeruchs. Wiesenhummeln, so meine Beobachtungen, werden sehr häufig befallen, da sie nicht sehr wachsam sind. Allerdings erreichen diese Kolonien früh ihren Höhepunkt, sodass auch hier die meisten Geschlechtstiere rechtzeitig das Nest verlassen.

Ich selbst spritze nicht mit BT und versuche mich seit einiger Zeit mit der Wachsmottenklappe. Falls ein Nest doch frühzeitig befallen sein sollte, setze ich die intakten Waben einfach in eine "saubere" Umgebung um. Etwas mehr Stress für mich und die Hummeln, aber es schadet ihnen nicht und ich kann auf BT und eine eventuelle "Fehl-Wirkung" des Bacillus verzichten. Denn man sollte immer beachten, dass sich die Spezifität einer Bakterienart auch auf Dauer mal ändern kann...

Viele Grüße
Michel

Hiermit bestätige ich die Beobachtung von Michel,dass auch unterirdische Nester von Wachsmotten befallen werden. Mein Nest befand sich ca. 60 cm unter der Erdoberfläche mit einem Laufgang von über 1 m. Es waren schon viele Geschlechtstiere abgeflogen. Ferner scheint es doch sehr fragwürdig durch besondere Maßnahmen die Wachsmotten zu bekämpfen. Auch sie haben ihre Berechtigung im Kreislauf der Natur. Wir Menschen zerstören weitgehend die Nistmöglichkeiten der Hummeln. Da sollten wir ihnen helfen, aber gegen Wacgsmotten ?
Viele Grüße
Wolfpeter

Re: Re: Hummelhaltung und Wachsmotten Horst 24.02.2008 11:05

Hallo Manfred, M.,
leider sind Deine Ausführungen zum Wachsmottenbefall in Hummelnestern nicht ganz richtig. Hummelnester werden von Wachsmotten befallen, egal wo diese Nester sind. Seit mehr als 20 Jahren überprüfe ich Hummelnester auf Wachsmottenbefall. Sowohl unterirdisch, unter Grasbulten oder sonstigen Nistmöglichkeiten habe ich Wachsmottenbefall festgestellt.
Manche Jahre gab es wenig Wachsmottenbefall, dann wieder sehr starken Befall.
Bei mir auf dem Grundstück siedel ich seit Jahren Hummeln an. Der Wachsmottenbefall ist von Jahr zu Jahr sehr unterschiedlich gewesen.

Gruß
Horst

Re: Wachsmotte Juergen 24.02.2008 11:51

Hallo Hummelfreunde

Die Wachsmotte wird durch den Duft der aus den Hummelkästen strömt angelockt. Da sind wir uns bestimmt alle einig!

Ich bin der Meinung, dass die Wachsmotte den Weg findet in die Hummelkästen, hat verschiedene Ursache:

1.Es stehen sehr viele Hummelkästen sehr dicht beieinander und dadurch vermehrten ausströmenden Duft.
2.Das Einlaufloch ist nicht gesichert mit einer gut verschließenden Hummelklappe. Oder das Einlaufloch in der Hummelklappe geht nach oben, oder nur gerade. Die Hummeln schleppen Nistmaterial und Kot heraus und verkleben die Hummelklappe, damit kann die Hummelklappe nicht immer exakt schließen. Das Loch muss immer schräg nach unten gehen! Durch die damit hervorgerufene Öffnung kann die Wachsmotte eindringen. Wie eine Hummelklappe aussehen könnte, ist anzusehen unter www.hummelzucht.at
3.Weiterhin bin ich der Meinung, dass die Hummeln selbst einen Teil dazu Beitrag, das im Hummelnest die gefräßigen Wachsmottenlarven sich befinden. Die Wachsmotte legt in der Nähe vom Eingang Ihre Eier ab, angelockt durch den ausströmenden Duft. Die Hummel schleppen die Eier, oder die schon geschlüpften Larven, beim vorbeikommen einfach durch abstreifen, (hervorgerufen durch Ihre Behaarung) mit in Ihr Nest!! Sollten die Eier oder die Larven auch nur wenige mm geschafft haben in den Eingang zum Hummelkasten zu kommen, ist der Weg frei für die Wachsmotte. Nicht nur die Wachsmotte, sondern auch die Larven der Wachsmotte sind Duftgelenkt. Die Larven können schon Meter zurücklegen, um an Ihr Ziel zu gelangen! Wer es nicht glaubt, kann sich ja mal mit Züchtern die speziell die Wachsmotte züchten unterhalten, oder im Internet nachschauen.

Es grüsst Euch
Jürgen aus Dresden / Sachsen

Re: Re: Wachsmotte Harry 24.02.2008 20:13

Hallo Jürgen,
das die Wachsmotte durch den Nestgeruch angelockt wird, ist richtig und da wird auch kaum einer dran zweifeln.
Meine Kästen stehen auch sehr dicht beieinander und im Juni/Juli nimmt der Nestgeruch bei starken Völkern zu. Der Nestgeruch entweicht durch zwei Lüftungsgitter 15 x 8 cm welche eine Maschenweite von 0,2 mm haben. Diese Gitter sind mit einem Regendach versehen wo sich Wachsmotten gerne aufhalten. Versuchsweise hatte ich vergangenes Jahr an die Innenseite um das Gitter Aurum Insektenleim von Neudorf gestrichen, um festzustellen ob Wachsmottenlarven durch diese Maschenweite hindurch kommen. Auf dem Insektenleim konnte ich nach sehr genauer Untersuchung keine Larven feststellen. Eine Irreführung über den Geruchssinn halte ich für keine schlechte Anwendung, sollte jedoch nicht unmittelbar am Nesteingang umgesetzt werden.
Du schreibst das Eingangsloch sollte nicht nach oben oder gerade in den Innenraum führen. Nach meinen Erfahrungen ist es besser wenn der Gang am Anfang etwas noch oben verläuft, weil die Gefahr das Wasser ins Nest läuft damit ausgeschlossen ist. Der Eingang sollte außerdem keine Versteckmöglichkeit für Wachsmotten bieten.
Die Klappe muss man natürlich auf gute Funktion überprüfen, es ist die Voraussetzung, das die Klappe ihre Funktion erfüllt.
Der Eingang zum Nest ist bei meinen Kästen einem Mausegang nachempfunden und ca. 40 cm lang. Nestmaterial wird bei dieser Ausführung nicht bis zur Klappe geschleppt. Verkotungen kommen schon vor jedoch nicht so starke wie bei kurzen Laufgängen. Diese Verunreinigung sollte man auch entfernen.
Das Hummeln Larven oder Eier mit ihrer Behaarung ins Nest tragen ist theoretisch möglich, nur gibt es meines Wissens keine wissenschaftlichen Untersuchungen die das belegen.
Bist Du mal so nett und schreibst mir den Link, wo Züchter von Wachsmotten ihre Erfahrungen mit Wachsmotten beschreiben.
Vielen Dank im voraus
Grüße Harry

Re: Re: Re: Wachsmotte Juergen 26.02.2008 18:23

Hallo Harry

Deine Lüftungsgitter mit angegebener Maschenweite ist Spitze! Die Fläche ist auf jeden Fall ausreichend, damit ist eine breitflächige Duftverteilung gewährleistet. Deine Idee mit dem Insektenleim finde ich gut. Ich habe fast das gleiche ausprobiert nur mit Doppelseitigen Klebeband. Ich habe ebenfalls keine Eier oder Raupen finden können. Ich glaube auch, das hängt mit dem Kleberduft zusammen oder bei mir sind keine Wachsmotten in der Nähe der Hummelkästen aufgetaucht.
Nun zur Hummelklappe: Wenn die Hummelklappe exakt schließt kommt kein Wasser rein. Ich habe meine Hummelklappe mit Vorbau nicht übern Boden, sondern fast in der Mitte angebracht, da wird selbst das Laufbrett nicht einmal nass. Das Dach vom Hummelkasten hat speziell an dieser Seite einen weiten Dachüberstand.
Nun zu den Eiern und Wachsmottenlarven, wie die ins Nest kommen.
Besuche mal die Seite:
http://de.wikipedia.org/wiki/Hummelnestmotte#Flug-_und_Raupenzeiten
Unter Lebensweise, wo die Vermutung geäußert wird wie die Motte am Nesteingang Ihre Eier ablegt und die Wespen selbst die Eier eintragen ins Nest, ist auch, so meine ich, auf die Hummeln zu übertragen. Die Hummeln sind ja noch wesentlich besser behaart und wirken wie ein mini Besen, der alles Mögliche in sich aufnehmen kann, also auch Eier von der Wachsmotte, oder auch Wachsmottenraupen.
Danach schaust Du Dir die Seite an.
http://ameisenforum.de/ameisenforum-2001-2005-archiv/20440-wachsmottenzucht-so-moeglich.html
Suchst den Beitrag von Michael Schorn (Erfahrener Züchter) vom 21.05.2003,
heraus und liest über sein Erlebnis, wozu Mottenlarven in der Lage sind!!
Vor allem wo er die verpupten Raupen gefunden hat!
Danach wirst Du bestimmt zu der gleichen Überzeugung kommen wie ich.

Es grüsst Dich
Jürgen aus Dresden / Sachsen

Re: Re: Re: Re: Wachsmotte Harry 26.02.2008 20:13

Hallo Jürgen,
vielen Dank für die Mühe und Übersendung der Links. Werde sie mir alle mal in Ruhe durchlesen.
Ein geschützter Standort für einen Kasten bzw. den Eingang, ist immer von Vorteil.
Viele Grüße nach Dresden
Harry

Hummelkasten fertig Otell 25.02.2008 12:21

Hallo im neuen Jahr,
gestern sind die ersten zwei Kästen an den Start gegangen.
Hier in Hessen ist es noch ruhig, aber ich denke,das es früher losgehen wird als in den letzten Jahren.
Pollen gibts ja schon in Hülle und Fülle.
Melde mich , wenns losgeht

Otell