Beiträge aus 2007

Welche Rassen fliegen noch einstein 12.07.2007 21:32

Hallo möchte Euch fragen, welche Rassen noch fliegen und eventuell noch im Aufbau sind, bei mir fliegen außer Baumhummeln noch alle aber die Ackerhummel wird noch stärker, würde mich interessieren wo ihr zu Hause seid um die Reduktion geographisch zuteilen zu können.
Danke für´s Mithelfen.
Gruß

Re: Welche Rassen fliegen noch Johanna 13.07.2007 07:45
Hallo

bei mir fliegen noch alle. Meine Steinhummeln dürften aber auf dem Höhepunkt des Nestes sein, es fliegen schon Königinnen und Drohnen im Nest 1 und bei Nest 2 habe ich eine Drohne entdeckt. Dafür scheinen die Arbeiterinnen weniger zu werden, kanns allerdings nicht genau sagen, kann auch sein, dass die alle zum nestwärmen gebraucht werden und nicht so sichtbar sichtbar sind.

Im Garten ist noch alles unterwegs, bei Gartenhummeln habe ich auch schon Könginnen gesehen.
Gruß

Re: Welche Rassen fliegen noch Alexandra 13.07.2007 07:47

Ich habe ein Volk von Steinhummeln und bin in Wien daheim.
Ein erfolgreiches Hummeljahr scheint sich dem Ende zu neigen. So manche Prizessin sehe ich noch, aber die Arbeiterinnen tragen keine Pollen mehr ein. Der Flugverkehr ist viel schwächer.

nächstes Jahr Thomas 13.07.2007 22:19

Hallo
Ich habe zwei Hummelkisten (Selbstbau),leider Wachsmottenbefall bei allen beiden.Ein Volk ist schon tot und beim zweiten habe ich gestern Maden gefunden.
Nun die Frage ,ich habe mir Zweiwegemottensperren gebaut,wann ist der richtige Zeitpunkt für den Einbau,bei Ausflug der ersten Arbeiterinnen,oder gleich beim einsetzen der Königin?
Grüße Thomas

Re: nächstes Jahr Wolfgang 14.07.2007 01:38

Hallo Thomas,

sieh einmal bei www.arminkrenz.de bei Hummeln-Entwicklung der Zweiweg-Mottenklappe nach. Du findest hier allerlei Wissenwertes.
Herr Krenz ist leider vor einem Monat gestorben; er hat allen Hummelfreunden auch in diesem Forum seine Erfahrungen mitgeteilt und eigene Entwicklungen und Verbesserungen vorgestellt.
Wolfgang

Re: nächstes Jahr Horst 14.07.2007 10:55

Hallo Thomas,
sobald die Königin mit Pollen einfliegt, kannst Du die Klappen schließen. Danach brauchst Du nur noch zu kontrollieren, ob die Klappen immer schließen. Bei der Einloch-/Zweiwegklappe kann man genau so verfahren, das habe ich dieses Jahr bei 3 Einloch-/Zweiwegklappen und mehreren Doppelklappen ausprobiert. Sowohl bei den Einloch-Zweiwegklappen als auch bei den Doppelklappen war Wachsmottenbefall, jedoch habe sich Königinnen entwickelt. Eine 100-prozentige Sicherheit gegen Wachsmotten mit Klappen gibt es auch nicht.
Da noch in 5 Hummelvölkern Arbeiterinnen und Jungköniginnen fliegen, werde ich zu gegebener Zeit das Ergebnis mitteilen.

Gruß
Horst

Re: nächstes Jahr Harry 14.07.2007 19:21

Hallo Thomas,
Hummeln in Nistkästen zu halten, ist sehr spannend und bietet vielerlei interessante Beobachtungsmöglichkeiten. Es geht hierbei ja hauptsächlich nicht um die Arterhaltung, sondern um eigene Beobachtungen wie sich ein Hummelvolk entwickelt.
Gleichzeitig haben wir als Nisthilfenanbieter, auch die Verpflichtung, sich um diese Nisthilfe zu kümmern.
Es ist nicht auszuschließen, daß wir mit der Haltung in Nistkästen die Wachsmotte (Aphomia sociella) sogar fördern. Hummelfreunde weisen auch darauf hin, das eine Ansiedlung von Baumhummeln (Bombus hypnorum) möglichst vermieden werden soll, denn diese Hummelart ist unverhältnismäßig oft von Wachsmotten befallen und trägt so zur starken Gefährdung anderer Hummelarten bei. Gerade große Völker, mit hohem Wachsanteil im Nest, weisen der geruchlich orientierenden Wachsmotte den Weg ins Nest. Um den Befall möglichst zu verhindern, sind die Nester ab Mitte Mai in regelmäßigen Abständen (1-2 mal pro Woche) zu kontrollieren. Manchmal sitzt bei der Kontrolle noch ein lebendes Wachsmottenweibchen auf dem Nistmaterial. Meist hat sie bereits ihre weißen Eier im Nistmaterial verteilt. Sie sind nur mit einem starken Vergrößerungsglas zu erkennen. In diesem Fall entfernen wir das Neststreu und das gesamte Nistmaterial. Falls bereits Larven der Wachsmotte in der Wabe herumkriechen, werden auch sie sorgfältigst entfernt. Der Nistkasten wird wie vor einer Erstbesiedlung hergerichtet, also mit frischem Einstreu und Polsterwolle ausgestattet. In die zu einer kleinen Mulde geformte Polsterwolle werden dann die von den Mottenlarven gereinigten Tönnchen gebettet. Nach einigen Tagen muß das Nest nochmals auf übersehene oder zwischenzeitlich geschlüpfte Mottenlarven hin kontrolliert werden.
Die andere Möglichkeit wäre die Behandlung mit BT (Bacillus thuringiensis)
Eine Wachsmottenklappe ist schon ganz gut, nur darf sie nicht zu spät eingesetzt werden. Auch mit einer Klappe, entfällt die Kontrolle des Nestes nicht automatisch. Bisher konnte ich noch keine Wachmotte dabei beobachten, wie sie die Klappe überwunden hat. Wichtig ist auch, das die Wachsmotte in der Klappenumgebung keine Versteckmöglichkeit hat. Es sollte kein Schutzdach über dem Eingang sein und wie schon gesagt....die Klappe muss funktionieren sonst ist die Motte drin :-)

Gruß Harry

Steinhummelvölker - unterschiedliche Körpergröße? Johanna 14.07.2007 12:12

Hallo,

mich verwundert es immer wieder, dass meine beiden Steinhummelvölker so unterschiedliche Körpergrößen haben.

Volk 1 hat deutlich größere Arbeiterinnen und riesige Königinnen -fast 3 cm lang- hervorgebracht. Das Nest ist groß und duftet nach Honig.

Volk 2 hat winzige Arbeiterinnen und die erste rumkrabbelnde Drohne sah erschreckend klein aus. Das Nest ist fast genauso groß wie 1 und riecht nicht gut.

Gibt es bei Hummeln auch unterschiedliche Größen der gleichen Art?

Gruß Johanna

Re: Steinhummelvölker - unterschiedliche Körpergröße? Manfred 14.07.2007 20:58

Hallo Johanna,

es gibt Größenunterschiede bei ein und derselben Art, aber die sind primär witterungsabhängig.
Wenn es bereits Drohnen aber noch keine Jungköniginnen gibt, ist dort etwas schief gelaufen, vielleicht gibt es weniger Arbeiterinnengenerationen. Hat das Volk mit den winzigen Arbeiteirnnen noch eine Königin, sind die Honigtöpfe gut gefüllt? Du solltest das Nest einmal gründlich inspizieren.

Gruß aus HH
Manfred

Re: Re: Steinhummelvölker - unterschiedliche Körpergröße? Johanna 15.07.2007 09:32
Hallo Manfred,

ja, ich glaub, ich schau mal rein.

Danke.

Johanna

Re: Re: Re : Bericht nach der Nestkontrolle Johanna 15.07.2007 15:33
Hallo

So, jetzt nach der Nestkontrolle: Nest (2) Schönes Nest, von einer Wachshülle unter der Polsterwolle umschlossen, innen mehrstöckig angelegt. Allerdings lauter leere Zellen/Honigtöpfe und nur noch wenige geschlossene helle Brutzellen ganz oben drauf. Im Nest kriechen phlegmatisch Drohnen und Arbeiterinnen herum zwischen toten Arbeiterinnen und der toten Königin.

Scheinbar ist die Königin gestorben bevor sie junge Königinnen aufziehen konnte und vielleicht sind die Drohnen aus Arbeiterinneneiern entstanden.

Sind solche von Arbeiterinnen gezeugte Drohnen kleiner als normale?

Was soll ich jetzt tun, die versorgen sich offenbar nicht mehr richtig. Soll ich weiter Futter innen anbieten, bis alle das Nest verlassen haben?

Im anderen Nest (1) sitzen wieder drei Riesenköniginnen obendrauf. Da habe ich letztens die sehr müde abgeflogene Altkönigin gesehen. Es werden immer noch Pollen eingetragen und ich hatte vom geschäftigen Arbeiten einer Jungkönigin fast den Eindruck, sie hätte die Regentschaft übernommen.

Da füttere ich bei dem guten Wetter aber nicht mehr, oder??

Danke für eure Antworten.

Johanna

Re: Steinhummelvölker - unterschiedliche Körpergröße? Michel 14.07.2007 22:21

Das mit Volk 1 klingt aber auch nach der Felsenkuckuckshummel, dort sind die Arbeiterinnen meist größer, aber eben weniger, weil weiterer Nachwuchs fehlt (konnten aber besser versorgt werden). Die riesigen Königinnen sprechen auch für eine Rupestris, denn die Weibchen, die seit einiger Zeit schlüpfen und abfliegen (auch bei mir) sind einfach gewaltig.

Viele Grüße
Michel

Re: Re: Steinhummelvölker - unterschiedliche Körpergröße? Johanna 15.07.2007 09:31

Hallo Michel,

also Felsenkuckuckshummel müßte aber doch anders gefärbt sein. Nicht nur die gelbe Querbinde, die ja auch fehlen könnte. Aber die hat am Abdomen eine schwarze Spitze.

Meine sind schon wie Steinhummeln gefärbt, d.h. Königinnen ganz schwarz mit dunkelorangem rotem Hinterteil und Drohnen mit schwefelgelbem Kopfbüschel und gelber Querbinde.

Leider haben meine Fotoversuche keine guten Ergebnisse, man sieht auf dem Foto noch weniger als in Natur :-(

Hummelsterben unter den Linden Manfred 14.07.2007 20:53

Hallo Hummelfreunde,

ich bin gerade aus dem Urlaub in Müritzgebiet zurück und habe dort eine interessante Beobachtung geamcht. Obwohl es blühende Wiesen im Überfluss gab, war auch dort ein Massensterben von Hummeln - zum weitaus größten Teil Erdhummeln - unter den Winter- und Silberlinden zu beobachten. Von den Silberlinden ist ja bekannt, dass sie die Nektarprodukton sehr kurzfristig einstellen. Ich vermute, dass die Hummeln, die vom ersten Ausflug an nur an Linden gesammelt haben nicht schnell genug in der Lage sind sich auf eine andere Tracht umzustellen und deshalb sterben. Und dies auch dann, wenn es andere Tracht im Überfluss gibt! Um diese These zu überprüfen, bräuchte man einen Standort an dem es nur Silber- aber keine Sommer bzw. Winterlinden gibt.

Gruß aus HH
Manfred

Re: Hummelsterben unter den Linden Wolfpeter 17.08.2007 23:24
Hallo Hummelfreunde,

ich bin gerade aus dem Urlaub in Müritzgebiet zurück und habe dort eine interessante Beobachtung geamcht. Obwohl es blühende Wiesen im Überfluss gab, war auch dort ein Massensterben von Hummeln - zum weitaus größten Teil Erdhummeln - unter den Winter- und Silberlinden zu beobachten. Von den Silberlinden ist ja bekannt, dass sie die Nektarprodukton sehr kurzfristig einstellen. Ich vermute, dass die Hummeln, die vom ersten Ausflug an nur an Linden gesammelt haben nicht schnell genug in der Lage sind sich auf eine andere Tracht umzustellen und deshalb sterben. Und dies auch dann, wenn es andere Tracht im Überfluss gibt! Um diese These zu überprüfen, bräuchte man einen Standort an dem es nur Silber- aber keine Sommer bzw. Winterlinden gibt.

Gruß aus HH
Manfred

Da etwa Anfang Juli Erdhummeln ihre größte Volkstärke erreichen und Sammlerinnen nur etwa 20 Tage leben ist das Sterben vielleicht eine ganz natürliche Sache. Sie sammeln sich an bestimmten Plätzen, um zu sterben. Diese These wäre wiederlegt, denke ich, wenn unter den toten Hummeln auch Jungmütter (Jungköniginnen) wären. Wer hat eine solche Untersuchung gemacht ?

Fazit 2007 Manfred 14.07.2007 21:11

Das Hummeljahr 2007 ist bei mir weitgehend abgeschlossen, zwei Völker sind bereits abgestorben, ein Erdhummelnest hat noch ein paar Jungköniginnen und ca. 40 Arbeiterinnen die Drohnen aufziehen.
Ergebnis:
Veränderliche Hummel im Eigenbau => Königin ca. 1 Woche nach Nestgründung verschollen
Gartenhummel im Schwegler => erfolgreiche Aufzucht von ca. 25 - 30 Jungköniginnen, keine Wachsmotten, mit nur 8 Wochen sehr kurze Entwicklungszeit, max. Nestgröße ca 60-70 Tiere
Erdhummel 1 in Hummelburg; Erfolgreiche Aufzucht von Keuchscher Kuckuckshummel trotz Durchfeuchtung der Polsterwolle, Zahl der Königinnen unbekannt, keine Wachsnotten, max. Nestgröße ca. 60 Tiere
Erdhummel 2 in Schwegler => erfolgreiche Aufzucht einer unbekannten aber großen Zahl von Königinnen, keine Wachsmotten, max. Nestgröße ca. 450 Tiere

Gruß aus HH
Manfred

Re: Fazit 2007 Horst 15.07.2007 08:47

Hallo Manfred,
wie ich Deinen Ausführungen entnehmen kann, waren Deine Hummelvölker dieses Jahr frei von Wachsmottenlarven. Bei mir war es leider nicht so. Trotz Einloch-/Zweiwegklappen und Doppelklappen waren bei beiden Systemen Wachsmotten in die Nisträume eingedrungen. Besonders bei den Baumhummelvölkern. Ich habe dieses Jahr wieder die Klappen getestet und keine Nester geöffnet. Das Ergebnis werde ich noch mitteilen. Zur Zeit ist jedoch noch ziemlich Betrieb bei den Erdhummelvölkern.
Übrigens der Wachsmottenbefall ist von Jahr zu Jahr sehr unterschiedlich. Manche Jahre hatte ich kaum bzw. keinen Wachsmottenbefall.

Gruß
Horst

Re: Re: Fazit 2007 Harry 15.07.2007 12:44

Hallo Horst,
da ich davon ausgehe das vorhergehende Beiträge nicht so gerne gelesen werden, kopiere ich den Beitrag hier nochmal rein:

Hummeln in Nistkästen zu halten, ist sehr spannend und bietet vielerlei interessante Beobachtungsmöglichkeiten. Es geht hierbei ja hauptsächlich nicht um die Arterhaltung, sondern um eigene Beobachtungen wie sich ein Hummelvolk entwickelt.
Gleichzeitig haben wir als Nisthilfenanbieter, auch die Verpflichtung, sich um diese Nisthilfe zu kümmern.
Es ist nicht auszuschließen, daß wir mit der Haltung in Nistkästen die Wachsmotte (Aphomia sociella) sogar fördern. Hummelfreunde weisen auch darauf hin, das eine Ansiedlung von Baumhummeln (Bombus hypnorum) möglichst vermieden werden soll, denn diese Hummelart ist unverhältnismäßig oft von Wachsmotten befallen und trägt so zur starken Gefährdung anderer Hummelarten bei. Gerade große Völker, mit hohem Wachsanteil im Nest, weisen der geruchlich orientierenden Wachsmotte den Weg ins Nest. Um den Befall möglichst zu verhindern, sind die Nester ab Mitte Mai in regelmäßigen Abständen (1-2 mal pro Woche) zu kontrollieren. Manchmal sitzt bei der Kontrolle noch ein lebendes Wachsmottenweibchen auf dem Nistmaterial. Meist hat sie bereits ihre weißen Eier im Nistmaterial verteilt. Sie sind nur mit einem starken Vergrößerungsglas zu erkennen. In diesem Fall entfernen wir das Neststreu und das gesamte Nistmaterial. Falls bereits Larven der Wachsmotte in der Wabe herumkriechen, werden auch sie sorgfältigst entfernt. Der Nistkasten wird wie vor einer Erstbesiedlung hergerichtet, also mit frischem Einstreu und Polsterwolle ausgestattet. In die zu einer kleinen Mulde geformte Polsterwolle werden dann die von den Mottenlarven gereinigten Tönnchen gebettet. Nach einigen Tagen muß das Nest nochmals auf übersehene oder zwischenzeitlich geschlüpfte Mottenlarven hin kontrolliert werden.
Die andere Möglichkeit wäre die Behandlung mit BT (Bacillus thuringiensis)
Eine Wachsmottenklappe ist schon ganz gut, nur darf sie nicht zu spät eingesetzt werden. Auch mit einer Klappe, entfällt die Kontrolle des Nestes nicht automatisch. Bisher konnte ich noch keine Wachmotte dabei beobachten, wie sie die Klappe überwunden hat. Wichtig ist auch, das die Wachsmotte in der Klappenumgebung keine Versteckmöglichkeit hat. Es sollte kein Schutzdach über dem Eingang sein und wie schon gesagt....die Klappe muss funktionieren sonst ist die Motte drin :-)

Gruß Harry

Re: Re: Re: Fazit 2007 Horst 15.07.2007 13:25

Hallo Harry,
Deinen Beitrag habe ich gelesen!
Auch ich habe noch nie gesehen, wie eine Wachsmotte die Klappen überwunden hat. Aber sicher ist, dass bei mir Wachsmotten im Nistraum waren (Einloch-/Zweiwegklappe), obwohl der Nistraum völlig abgedichtet war (zu Testzwecken in 10 Liter Kunststoffeimer mit dichtschließendem Deckel, jedoch mit gesicherter Belüftung. Der Kunststoffeimer war noch zusätzlich in einem Holzkasten untergebracht.). Es hatte sich in dem Kunststoffeimer ein großes Baumhummelvolk entwickelt, Königin hat sich selbst angesiedelt.

Gruß
Horst

Re: Re: Re: Re: Fazit 2007 Harry 15.07.2007 16:47

Hallo Horst,
so wie Du es schilderst, ist der Hummelbau von außen absolut dicht und eine Wachsmotte hat keine Chance auf einem anderen Weg als durch die Klappe reinzukommen. Armin Krenz mit dem ich viele Erfahrungen austauschte, favorisierte bei den Klappen ja immer einen kleinen Luftspalt, damit die Hummeln einen Ansatzpunkt zum Öffnen der Klappe finden. Wie hast Du Deine Klappen aufgebaut? Kannst Du nicht mal ein Foto davon ins Forum stellen? Ist es möglich, das der Wind sie aufdrückt und sie schon mal offen bleiben?
Gruß Harry

Re: Re: Re: Re: Re: Fazit 2007 Horst 17.07.2007 09:45

Hallo Harry,
meine Klappen sind sämtlich mit kleinen Scharnieren versehen und können nicht verkanten. Falls sie durch Winddruck einmal angehoben werden sollten, dann fallen sie aber sofort wieder in die Ausgangslage. Die Klappen liegen auf den schrägen, durchbohrten Holzklötzchen (65/70 Grad). Nach Saisonende werde ich noch berichten.

Gruß
Horst

Re: Fazit 2007 Johanna 15.07.2007 09:34
Hallo Manfred,

wie zählst du die Hummeln bzw. wie errechnest du die Volksgröße??

Gruß Johanna

Re: Re: Fazit 2007 Manfred 17.07.2007 08:59

Hallo Johanna,

ich zähle die max. Zahl im Feld befindlicher Sammlerinnen. Da ein Volk etwa 30-35% Sammlerinnen hat, von denen sich bei voll entwickelten Nestern je nach Arbeitsteilung etwa 2/3 bis 3/4 gleichzeitig außerhalb des Nestes befinden, lässt sich die Volksstärke so überschlägig berechnen.

Gruß aus HH
Manfred

Re: Re: Re: Fazit 2007 Wolfgang 17.07.2007 14:45

Hallo Johanna und Manfred,
vielen Dank für Frage und natürlich die Antwort zur überschlägigen Abschätzung der Volksstärke. Falls jemandem das Jonglieren mit Zahlen eher Ungemach bereitet, habe ich das kurz zusammengefaßt (in der Hoffnung, daß es stimmt).
'D' ist die Anzahl der gleichzeitig draußen Sammelnden; 'G' die Volksstärke: maximale Stärke Gmax = 5 x D, minimale Gmin = 3,8 x D.
Wolfgang

Re: Re: Re: Re: Fazit 2007 Johanna 17.07.2007 17:55

Hallo Wolfgang,

es haut mich fast um, dass man Hummeln auch mathematisch wahrnehmen kann. lach x 2 + staun x 3

Mein Problem ist, dass ich nicht so richtig weiß, wieviele draußen unterwegs sind. Und ich kann mich doch nicht den ganzen Vormittag dazustellen. Wie macht Ihr das?

Gruß Johanna

Re: Re: Re: Re: Re: Fazit 2007 Wolfgang 18.07.2007 01:33

Hallo Johanna,
ich bin inzwischen Rentner, habe Zeit und eine Funküberwachungskamera (ca. 80 EUR, aber schlechte Auflösung), deren Bilder ich auf einen PC speichere und dann heißt es Filme gucken und zählen.
Gruß Wolfgang

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Fazit 2007 Johanna 18.07.2007 07:42
Hallo Wolfgang,

das ist eine tolle Lösung. Das hätte ich auch gerne, dass man sich (evtl. mit Zeitraffer) komprimiert die Geschehnisse des Tages anschauen kann. Besonders im Frühling in der Ansiedelungsphase, wo sich nur in großen Abständen was tut.

Schöne Grüße

Johanna

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Fazit 2007 Wolfgang 18.07.2007 14:54

Hallo Johanna,
falls Du Ähnliches betreiben willst, hier weitere Einzelheiten: Funk habe ich nur, weil die Entfernung fürs Kabel zu groß ist. Am PC benötigst Du einen Videoeingang und eine Software 'go1984', die es in der Computerbild-CD (April 2006) kostenlos gab. Das sind ca. 8 MB.
Mit dieser Software kannst Du die Aufnahmezeit der einzelnen Clips beliebig einstellen. Mit der Maus bestimmst Du die Abspielgeschwindigkeit.
Zur Fütterung noch ein Vorschlag: Ich benutze diese Plastik-Kaugummigefäße von Wrigley's Extra. In den Rand des Gefäßes mußt Du eine Kerbe schneiden, die knapp unterhalb der Oberkante des aufgesetzten Deckel reicht (Ausprobieren mit Wasser). Zum Landen ist noch ein Pappbrettchen o.ä. aufzukleben. Ansonsten keine weiteren Löcher in das Gefäß schneiden, sonst läuft alles aus. Das evtl. Aufhängen also nur mit Klebeband bewerkstelligen.
Gruß Wolfgang

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Fazit 2007 Johanna 18.07.2007 18:07
Hallo Wolfgang,

danke für die Erläuterungen. Die Bauanleitung für die Überwachung werde ich mal meinem Sohn (mein Medienbeauftragter :-)) zeigen, der muss mir das nächstes Jahr installieren.

Und dann muss ich im Laden mal nach dem Kaugummi-Gefäß Ausschau halten - habe im Moment überhaupt keine Ahnung, wie das aussieht.
Ist das rund oder eckig??

Aber wenn ichs hab, probiere ich es mal.

Gruß Johanna

---

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Fazit 2007 Wolfgang 18.07.2007 23:35

Hallo Johanna,
das sind runde Kunststoffbehälter (meist im Kassenbereich) mit 50 mm
Durchmesser und einer Höhe von 80 mm.
Zahnpflegekaugummi ohne Zucker 46 Stück. Es gibt neuerdings auch größere Dosen mit schrägem farbigem Deckel, die sind ungeeignet.
Gruß Wolfgang

Wrigleys Hummeltränke mit Zucker Johanna 19.07.2007 16:15
Hallo Wolfgang,

kannst du von der Apparatur mal ein Foto einstellen????

Gruß Johanna

Re: Wrigleys Hummeltränke mit Zucker Wolfgang 19.07.2007 19:50

Hallo Johanna,
herzlich gern, aber ich weiß nicht wie ich das anstellen muß. Es gab 'mal einen Hinweis, aber ich habe ihn nicht wiedergefunden.
Gruß Wolfgang

Re: Re: Wrigleys Hummeltränke mit Zucker Johanna 19.07.2007 20:20
Hallo Wolfgang,

ich kanns auch nicht, habe aber folgenden Beitrag von Alex gefunden:

"Erst eckige Klammer, dann IMG: (Doppelpunkt!) und dann die URL und zum Abschluß eckige Klammer.

Und mit der Vorschau könntest Du vor dem posten schauen, obs paßt."

Nutzt dir das was?? Sonst Hilferuf an Alex absenden. Das interessiert bestimmt auch andere Hummelbesitzer.

Gruß Johanna

Re: Re: Re: Wrigleys Hummeltränke mit Zucker Wolfgang 20.07.2007 00:22

Hallo Johanna,
jetzt habe ich es hoffentlich geschafft! Meine beiden Bilder habe bei Magix eingestellt.
http://gogang.magix.net Dort befinden sich die Alben.
Unter 'Mein Hobby' findest Du die Bilder.
Zuerst habe allerdings auch bei Alex um Hilfe geschrieben.
Wenn Du bei www.web.de bei SUCHEN "Bilder upload" eingibst, siehst Du viele Möglichkeiten das zu tun.
Ich hoffe es klappt und Du weißt jetzt, wie es geht. Auf einem Foto ist deutlich die eingeschnittene Kerbe zu erkennen.
Gruß Wolfgang

Re: Re: Re: Re: Wrigleys Hummeltränke mit Zucker Johanna 20.07.2007 07:15
Hallo Manfred,

ist ja super!!!! Da merkt man doch, wer mit offenen Augen einkaufen geht. :-)

Da halte ich mal Ausschau und versuche das auch.

Ich muss aber noch mal witzeln. Ich nehme an, dass man jetzt nicht mehr gefahrlos im Umkreis von 1000 m der Hummelbauten diese Kaugummidosen in der Hand hält, ohne dass ganze Geschwader von deinen Hummeln dort ihre Zuckerwasserlösung suchen

Letzte Frage: In welchem Verhältnis machst du die Lösung?

Danke für die Fotos und schönen Tag noch

Johanna

Re: Re: Re: Re: Re: Wrigleys Hummeltränke mit Zucker Wolfgang 20.07.2007 16:58

Hallo Johanna,
die Futterlösung setze ich so an, wie hier mehrfach beschrieben:
1 Teil Fruchtzucker (Reformhaus) 1 Teil Haushaltszucker 1 Teil Wasser, bzw. ein Mehrfaches davon.
Liebe Grüße Wolfgang (nicht Manfred)

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Wrigleys Hummeltränke mit Zucker Johanna 20.07.2007 18:28
Hallo Wolfgang,

so gehts einem, wenn man in die Jahre kommt -schäm-!

Tut mir leid! ABer es war an dich, den Erfinder der genialen
Wrigleys-Tränke gerichtet, auch wenn ich dich umbenannt hatte.

Herzliche Grüße

Johanna

Bilder zur Wrigleys Hummeltränke mit Zucker von Wolfgang Alex Schlecht (Bombus-Admin) 20.07.2007 12:09

Hallo Wolfgang,

Ich binde Deine Bilder hier mal ein, dann kann man sie direkt ansehen.
Einfach im Formular zum schreiben neuer Beiträge auf "Hilfe!" klicken, dann bekommst Du eine Anleitung zum einbinden von Bildern.

Die Beiträge dann am besten mit VORSCHAU erst mal anschauen und wenns paßt absenden.

[img:http://www.magix-photos.com/mediapool07/C2/0D/35/30/36/3E/11/DC/95/0E/23/11/58/4A/6D/C6/oma/10/0E2FD730364211DC89BE98D8584A6DC6.jpg]

[img:http://www.magix-photos.com/mediapool07/C2/0D/35/30/36/3E/11/DC/95/0E/23/11/58/4A/6D/C6/oma/10/0E910A00364211DC882978CA584A6DC6.jpg]

Übrigens eine super Idee! Da werde ich doch mal Kaugummi kaufen!?

Alles Gute,

Alex

Re: Re: Re: Re: Re: Fazit 2007 Manfred 18.07.2007 07:43

Hallo Jahanna,

ohne Kamera ist das in der Tat sehr schwierig. Du musst tatsächlich mit dem Ausflug der ersten Arbeiterin beginnen. Wann das ist, hängt von der Art und der Witterung ab. Während z.B. Steinhummeln meist Langschläfer sind und erst nach Sonnenaufgang anfangen zu sammeln, fangen Acker- und Gartenhummeln bereits mit der Morgendämmerung ihre Sammelaktivitäten an.

Gruß aus HH
Manfred

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Fazit 2007 Johanna 18.07.2007 08:14
Hallo Manfred,

du bestätigst damit meine Beobachtungen. Ich bin immer ganz besorgt, dass meine Steinhummelis morgens so lange ruhig sind. Aber dann ist das ja normal.

Im Moment entwickelt sich die Population sowieso zurück. Da tut sich nicht mehr so viel.

Schöne Grüße

Johanna

Gewähren Hummeln Asyl? A. Bohm 14.07.2007 23:13

Hallo,
mein Baumhummelvolk hat bereits viele große Jungköniginnen hervorgebracht und es hat mich deshalb nicht weiter gestört, dass der Flugverkehr unnormal schnell abnahm. Bei der heutigen Kontrolle habe ich den Grund dafür gefunden: Wachsmottenbefall. In dem Nest waren keine pelztragenden Bewohner anzutreffen und deshalb wurde der Kasten weggenommen und gründlich gesäubert. Als ich heute Abend meine beiden anderen Völker (Stein- und Erdhummeln) beobachtete, ist mir eine Baumhummelarbeiterin aufgefallen, die zunächst den alten Neststandort anflog. Sofort darauf flog sie direkt zum Eingang der Erdhummeln und verschwand in dem Kasten. Ich bin dann neugierig geworden und habe das Nest der Erdhummeln näher betrachtet. Zu meiner Verwunderung waren mindestens 3 Baumhummeln auf der Polsterwolle (eine hatte sogar Pollen an den Beinen) oder im Nest selbst. Sie verhielten sich so, als würden sie "dazugehören". Seitens der Erdhummeln wurden sie nicht attackiert. Kann es sein, dass Hummelvölker verwaisten Hummeln Asyl gewähren?

Viele Grüße aus Schleswig-Holstein,
A. Bohm

Re: Gewähren Hummeln Asyl? Michel 15.07.2007 00:58

Ja, sowas habe ich schon öfters beobachten können. Dieses Jahr hatte ich eine kleine Erdhummelkolonie, wo die Königin ausgefallen ist. Einige Tage später konnte ich Erdhummelarbeiterinnen aus dieser Kolonie bei einem benachbarten Steinhummelvolk beobachten, wobei sich die Erdhummeln als Sammlerinnen betätigten und im Nest toleriert wurden.

Viele Grüße
Michel

Re: Re: Gewähren Hummeln Asyl? einstein 17.07.2007 22:20

Habe das schon mal früher geschrieben, die Hummeln sind eigentlich Bienen und die haben die Eigenschaft, daß sie sich im Bedarfsfalle in andere Völker einbetteln, entweder mit voller Honigblase oder Pollen an den Füßen, da werden sie auch eingelassen und nur so.
Dies kann man bei Honigbienen oft beobachten, daher auch bei Hummeln
Gruß

Re: Gewähren Hummeln Asyl? Stefan Lennertz 16.07.2007 15:21

Hatte ich dieses Jahr auch beobachtet, und zwar hatte ich zwei Wiesen-
hummelnester zusammengeführt.

Gruß,
Stefan