Beiträge aus 2007

Wie erkennt man Drohnen? Christoph 07.07.2007 20:54

Mein Erdhummelvolk hat sich gut entwickelt. Reger Flugbetrieb mit größeren und kleineren Arbeiterinnen! Wenn ich den Schweglerkasten öffne, kann ich durch eine Plexiglasscheibe auf das Nest schauen. Meist krabbeln nur einige wenige Hummeln drauf rum, nach einigen Sekunden aber kommen sie aus den Lüftungslöchern und jetzt: Wie kann ich denn bei dem Gewusel erkennen, ob schon Drohnen dabei sind? Manche von Euch können das wohl!!!
Danke und viele Grüße!

Re: Wie erkennt man Drohnen? Johanna 07.07.2007 23:01

Hallo Christoph,

Drohnen sind ein bisschen anders gefärbt.

Schau mal hier:

http://images.google.de/imgres?imgurl=http://www.rutkies.de/hummel/Bombus%2520lucorum%2520-%2520Hellgelbe%2520Erdhummel%2520Drohne%252002.jpg&imgrefurl=http://www.rutkies.de/hummel/Bombus%2520lucorum%2520-%2520Hellgelbe%2520Erdhummel%2520Drohne%252002.html&h=500&w=458&sz=39&hl=de&start=1&tbnid=Foac0UyFWKGdcM:&tbnh=130&tbnw=119&prev=/images%3Fq%3D%2522Erdhummel%2BDrohne%2522%26gbv%3D2%26svnum%3D10%26hl%3Dde%26sa%3DG

oder unter google "Erdhummel Drohne" eingeben bei Bildersuche.

Gruß Johanna

Re: Re: Wie erkennt man Drohnen? Christoph 08.07.2007 21:44

Hallo Johanna,
herzlichen Dank für die Links. Hab mir das mal angeschaut und heute promt eine Steinhummeldrohne am Lavendel erkannt! Seit heute sind bei mir auch einige Königinnen dabei, eine ist aus- und eingeflogen - mit tiefem Gebrumm!
Stimmt es, dass Drohnen nach Verlassen des Nestes nie mehr ins Nest zurückkehren?
Viele Grüße Christoph

Re: Re: Re: Wie erkennt man Drohnen? Johanna 09.07.2007 10:32
Hallo Christoph

so steht es zumindest in der Literatur. Ich habe noch keine große Erfahrung damit, bin auch im ersten Jahr. Aber bei mir habe ich noch keine wieder reinfliegen gesehen - Jungköniginnen dagegen schon. Allerdings nie mit Pollen.

Gruß Johanna

Re: Wie erkennt man Drohnen? Harry 08.07.2007 10:15

Hallo Christoph,
die Königinnen bzw. Jungköniginnen sind ja bekanntlich die größten Hummeln im Nest. Arbeiterinnen sind deutlich kleiner und die Drohnen liegen so in der Mitte. Die Drohnen haben größere Augen und ihre Fühler sind länger, wobei man allerdings schon sehr genau hinschauen muss. Der Hinterleib fällt da schon eher auf. Er ist stumpfer als der der Königinen oder der Arbeiterinnen. Die Behaarung ist ein weiteres Erkennungsmerkmal. Sie ist stärker ausgeprägt und Haarbüschel im Gesicht kann man sehr gut erkennen. Bei Steinhummeln ist das gelbe Haarbüschel besonders gut zu sehen.
Wenn sie das Nest verlassen, sind sie im fliegen nicht so geübt wie die Arbeiterinnen. Sie torkeln erstmal herum ehe sie "gekonnt" abheben.
Wie Johanna schon sagt, ist die Färbung des Haarkleides sehr unterschiedlich.
Hab da noch eine Frage zu Deiner Plexiglasscheibe. Bildet sich kein Kondenswasser an ihr und tropft ins Nest? Hatte das vor Jahren auch versucht und wieder verworfen, da durch Blendung und Verschmutzung eine nicht so gute Sicht auf das Nest möglich ist. Selbst öffne ich die Nester jetzt, indem ich das gesammte Oberteil abnehme, sich die Hummeln beruhigen lasse und keine weiteren Erschütterungen vornehme.
Wenn sich die Hummeln nicht weiter bedroht fühlen, kann man sie sehr schön beobachten und Bestimmungen durchführen. Eine Kontrolle ist so sehr einfach und der Zustand des Nestes ist gut zu erkennen.

Gruß Harry
http://www.das-hummelhaus.de

Re: Re: Wie erkennt man Drohnen? Christoph 08.07.2007 21:52

Hallo Harry,
herzlichen Dank für die ausführliche Beschreibung. Eine Steinhummeldrohne hab ich heute am Lavendel entdeckt!
Zur Plexiglasscheibe: Glücklich bin ich damit auch nicht. Ich wechsle sie gegen eine zweite aus, wenn sie nass ist, und mach sie wieder sauber. Dann geht es mit dem Gucken. Ich hab alledings den Eindruck, dass die Hummeln trotz vorsichtigen Abhebens des Deckels sofort aus den Löchern kommen und losfliegen - mir ins Gesicht, wäre da nicht die Scheibe! - Vielleicht fehlt mir auch schlicht der Mut... oder sie merken die kleinste Erschütterung.
Seit heute sind Königinnen da, eine ist aus- und eingeflogen - am Gebrumm eindeutig zu erkennen. Schön!
Viele Grüße Christoph

plexiglasscheibe Wolfgang 09.07.2007 01:01

Hallo Harry,
auch ich benutze eine Bastelglasscheibe, habe aber in die eine Hälfte (gegenüber dem Eingang) ein Fenster eingesägt, das mit metallischer Fliegengaze die Hummeln am Entkommen hindert; zusätzlich existiert natürlich ein Holzdeckel. Ich habe keine Probleme mit Schwitzwasser.
Wolfgang

Re: plexiglasscheibe Alexander (Bombus-Admin) 09.07.2007 09:01

Hallo Wolfgang,

ich habe die Diskussion nicht ganz verfolgt - geht es darum daß man in das Hummelnest schauen kann, ohne gestochen zu werden?

Da kann Plexiglas schon anlaufen. Wie wäre es dann mit ganz einfachem Fliegengitter? Am besten schwarzes, weil man da gut durchschauen kann. Und Schwitzwasser bildet sich auch nicht...

Alex

Re: Re: plexiglasscheibe einstein 09.07.2007 17:04

Gebe Dir einen Tipp: nimm normales feines Aluminiumgitter kein Fliegengitter, denn dieses beißen sie durch.
das siehst auch gut durch.

Re: plexiglasscheibe Harry 09.07.2007 09:13

Hallo Wolfgang,
die Fliegengaze ist für die Lüftung ganz wichtig. Es darf nur keine Zugluft entstehen. In den meisten Nisthilfen ist nicht für ausreichende Belüftung gesorgt. Bei der Nestgründung sollte die Lüftung minimal sein, da sonst zu viel Wärme verloren geht. Die Verschmutzung der Scheibe ist ein anderes Problem. Im Juli werden die Hummelvölker friedlicher und beruhigen sich nach dem öffnen des Kastens schnell wieder. (Ausnahme Baumhummeln) Man muss ihnen nur etwas Zeit geben. Durch die Plexiglasscheibe kann man ja auch nur auf und nicht in das Nest schauen.....also nicht so besonders interessant.
Zu erkennen sind die verkoteten Ecken des Nestes und evtl. Hummeln die durch die Klimalöcher im Nestinneren verschwinden. Sinn so einer Kontolle ist ja, ob das Nest noch lebhaft ist, oder ob evtl. Wachsmotten auf dem Nest rumkrabbeln und ob schon Jungköniginnen geschlüpft sind. Jungköniginnen halten sich meist auf dem Nest auf, da es innen ziemlich eng zugeht. Königinnen kehren noch oft ins Nest zurück. Drohnen habe ich auch noch nicht zurückkehren sehen.

Gruß Harry

Besucherliste Stefan Lennertz 09.07.2007 07:04

Hallo Zusammen,

in meinem Garten haben sich dann doch noch einige Gäste getummelt mit denen ich nicht unbedingt gerechnet hatte, darunter waren Stein-,
Erd-, Acker- und Baumhummeln, aber auch Wollbienen, sowie hin und wieder auch noch eine Wiesenhummel.

Jeweils Königinnen als auch Arbeiterinnen.

Gut zu beobachten war auch das die Erdhummelköniginnen germe an den Sommerflieder gingen.

Gruß,
Stefan

Hummelnestkontrolle Johanna 09.07.2007 10:30

Hallo,

angeregt durch die Diskussion mit der Pexiglasscheibe will ich mal das neue Thema aufmachen.

Ich bastele auch ständig an einer Möglichkeit, schnell und ohne Störung für die Hummeln ins Nest zu schauen. Ich schaue morgens in den Kasten. Im Moment hebe ich einfach den Holzdeckel kurz hoch und schaue rein. Das genügt mir in der Regel, um festzustellen, dass alles normal läuft.

Natürlich habe ich in der Anfangsphase bis zum Schlüpfen der 2. Generation und für die Wachsmottenkontrolle und -Behandlung die Nestwolle auseinandergezupft und richtig ins Nest geschaut.

Jetzt aber, wo die Wolle hochaufgetürmt ist, ist sie oben ganz zart auseinandergezupft, untendrin aber stark mit Wachs zusammengeklebt. Das will ich einfach nicht so zerstören. Meine Steinhummeln sind unterschiedlich drauf. An manchen Tagen (wahrscheinlich den kühleren) sind sie ruhig und krabbeln nur auf der Polsterwolle rum, während lautes Brummen aus der Polsterwolle tönt. Manchmal sind sie jedoch richtig rabiat und fangen sofort an, sich alle auf den Rücken zu werfen und aufzufliegen.

Da schiebe ich für die Sichtkontrolle auch eine Glasscheibe drüber. Dann kann ich mal in Ruhe gucken, wer da drin rumläuft. So habe ich meine Königinnen und Drohnen auch anschauen können.

Übrigens riecht das Nest leckerst nach Bienen- nein nach Hummelwachs natürlich.

Wenn sie einmal abgeflogen sind, will ich dann in Ruhe das Nest zerlegen und mir alles anschauen.

Gruß Johanna

Re: Hummelnestkontrolle Harry 09.07.2007 12:31

Hallo Johanna,
die Glasscheibe bei Bedarf raufzuschieben finde ich eine gute Idee. Sie bleibt sauber und Du hast an den Tagen wo die Hummeln etwas rabiater sind eine gute Sichtmöglichkeit. Es genügt ja auch meist einen Blick reinzuwerfen um zu sehen ob alles normal läuft. Die Nesthülle öffne ich auch nur bei berechtigtem Verdacht, wenn etwas nicht stimmt. Da Wachsmottenraupen das Nest ja meist von unten angreifen, ist das öffenen der Nestkugel/Klimakugel der letzte Schritt. Der vorletzte Schritt ist das herausnehmen des ganzen Nestes mit dem dazugehörigen Pappkarton. Die Wände des Kartons klappe ich zur Seite ab und kann das Nest jetzt rundherum und von unten betrachten. Das ganze Nest ist ja in ziemlich kompakter Bauweise erstellt worden. Stelle ich keine Wachsmottenlarven fest, entferne ich gegebenenfalls die durchgenässten Kotecken und setze das Nest in einem neuen Karton wieder zurück. Ist die Entwicklung des Nestes überschritten, dh. es sind Jungköniginnen und Drohnen geschlüpft ist diese Prozedur unnötig und das Ziel erreicht.
Anfänger sollten solche Kontrollen wenigstens mit einem Kopfschleier und Handschuhen durchführen.

Gruß Harry

Re: Re: Hummelnestkontrolle Johanna 09.07.2007 14:55
Hallo Harry

ist immer gut, wenn jemand Erfahrenes einem die Handlungsweise bestätigt. Dann fühlt man sich doch sicherer.

Ich habe noch eine Frage wegen der "Inneneinrichtung". Da meine Holzkästen nicht so riesig sind (ca. 30x40 cm) habe ich auf den Innenkarton ganz verzichtet. Ich hatte unten eine Schicht trockene Erde/Laub und drauf die Wolle. Der Kasten iwar mit einer Zwischenwand am Anfang geteilt, die ich später bei entsprechender Nestgröße entfernt habe. Die Endreinigung werde ich wie bei meinen Vogelkästen mit kochendem Wasser und anschließendem Fönen mit der Heißluftpistole durchführen. Da rührt sich nix mehr.

Inzwischen überlege ich aber, ob es beim nächsten Mal die Erde durch einen anderen Stoff ersetze. Ich habe an eine Schicht Katzenstreu gedacht. Die infiziert sich nicht und nimmt überschüssige Feuchtigkeit auf. Hälst du das für sinnvoll?

Oder wäre ein Boden aus Gaze und darunter eine rausnehmbare Zarge mit Katzenstreu besser, die man dann austauschen kann.

Ich denke, Zeitung oder Karton saugt sich doch mit der Nässe voll und moddert vielleicht, oder???

Gruß Johanna

Re: Re: Re: Hummelnestkontrolle Harry 09.07.2007 15:09

Hallo Johanna,
Katzenstreu nutze ich auch, denn dadurch lässt sich der Karton leicht rausnehmen und verklebt nicht mit dem Umgehäuse.
30 x 40 ist für ein Hummelnest ja schon riesig, wenn man bedenkt das Mausenester in der Natur viel kleiner sind.
Wenn Du an statt der Erde, Katzenstreu nimmst, bist Du auf der sicheren Seite. So ganz hygienisch rein sind Mausenester ja auch nicht und die Völker gedeihen da auch ;-). Vielleicht versuchst Du es mal mit einem herausnehmbaren Innenkarton.

Gruß Harry

Re: Re: Re: Re: Hummelnestkontrolle Johanna 09.07.2007 15:30
Hallo Harry,

vielen Dank für die Antwort. Dann ist das ja geklärt.

Schönen Tag noch für dich und die Hummeln

Johanna

Re: Re: Re: Re: Re: Hummelnestkontrolle Harry 09.07.2007 16:25

Hallo Johanna,
Danke Dir und wünsche Dir auch einen schönen sonnigen Hummeltag.

Gruß Harry

Wie lernen Hummeln? Stefan P. 09.07.2007 16:13

Hallo Hummelfreunde,
habe in meinem Ackerhummelkasten folgende Beobachtung gemacht. Hummeln, die noch nie den Kasten verlassen haben bekommen meine schräge Doppelklappentür nicht allein aufgeschoben. Sie probieren es erst zwei, drei Mal und kehren wieder um. Dann noch ein Versuch und plötzlich kommt eine zweite (wahrscheinlich erfahrenere Arbeiterin) und öffnet die Klappe und beide fliegen durch. Dann macht die Neue ihren Orientierungsflug und fliegt dann ab.
Dieses Phänomen habe ich schon einige Male beobachtet. Kann das vielleicht jemand bestätigen oder ist das nur Zufall gewesen???
Wie lernen die neuen Arbeiterinnen überhaupt? Nur instinktiv oder ahmen sie die alten nach? Wäre mal interessant für mich zu erfahren. Schreibt mal was dazu! Danke.

Re: Wie lernen Hummeln? Harry 09.07.2007 16:51

Hallo Stefan,
Deine Beobachtungen kann ich bestätigen. (siehe weiter vorne unter "lernfähige Hummeln") Oft tut es den Hummelfreunden leid das die Hummeln es nicht sofort schaffen die Klappe hochzudrücken(Schrägsitzklappe) und entfernen diese wieder. Manchmal gibt es sogar einen Stau weil keine Hummel so richtig weiß, wie die Klappe zu öffnen ist. Dann kommt von innen oder außen eine erfahrene Hummel und schwupps sind alle drin. Nach und nach lernt es jede Hummel, durch probieren und wieder verwerfen und erneut probieren. In der Natur müssen Hummeln auch Blätter oder ähnliches beiseite schaffen was durch Wind über den Eingang geweht wird. Selbst versehentlich zugeschüttete Eingangslöcher graben sich Hummeln wieder frei. Man braucht sich keine Sorgen machen, wenn Hummeln im Gang wieder umkehren, oder anfliegende Hummeln wieder wegfliegen. Der Wille ins Nest oder rauszukommen ist so stark, das sie es schaffen. Die Klappe verhindert den freien Zugang für Wachsmotten zum Nest. Sie ist zwar kein hundert prozentiger Schutz, aber sie erfüllt den Zweck einer mechanischen Sperre. Sehr leicht und gut schließend sollte sie trotzdem sein. Eine Klappe die sich verhaken und dadurch offen bleibt, ist weniger gut geeignet. Sie ist kontrollbedürftig, da sie nun mal mechanisch arbeitet. Wachsmotten zwengen sich durch die schmalsten Schlitze. Deshalb sollte für sie der Kasten rundherum absolut unzugänglich sein.

Gruß Harry

Bauanleitung für Wachsmottenklappe:

http://www.harry-abraham.homepage.t-online.de/Bauanleitung.html

Re: Re: Wie lernen Hummeln? Stefan (Mosel) 09.07.2007 22:13

Hallo,

[Klappe öffnen]
Der Wille ins Nest oder rauszukommen ist so stark, das sie es schaffen.

Bei mir fand ich am Samstag dazu folgendes vor.

[img:http://250kb.de/u/070709/j/3df1d530.jpg]

Die Hummel hat es nicht mehr geschafft und ist unter der Klappe stecken geblieben. Vermutlich war es die Altkönigin.

Stefan

Re: Re: Re: Wie lernen Hummeln? Harry 09.07.2007 23:19

Hallo Stefan,
tolles Foto, aber die Regel ist es nicht und ich gehe mal davon aus das Du dieses auch nicht zum Ausdruck bringen möchtest. Die Altkönig überleben die Palastrevolution mit oder ohne Klappe in keinem Fall :-)
Das sie es noch bis zum Ausgang geschafft hat, ist schon ein Wunder.
Wie ich sehe hast Du eine Klappe nach dem Muster von Armin Krenz im Einsatz. Wie sind denn sonst Deine Erfahrungen mit der Schrägsitzklappe? Leider ist Armin ja nicht mehr unter uns, aber er hatte mich bei einem Besuch dazu insperiert in dieser Richtung etwas weiter zu entwickeln.

Gruß Harry

Re: Re: Re: Re: Wie lernen Hummeln? Johanna 10.07.2007 07:37

Hallo Stefan und Harry,

aus der Tatsache, dass die Hummel in der Klappe steckt, muss nicht zwangsläufig geschlossen werden, dass sie durch die Klappe zu Tode gekommen ist.

Es ist doch auch möglich, dass sie drinnen gestorben und von den anderen "entsorgt" worden ist.

Das geht halt mit Klappe etwas schwieriger. Ich habe selbst zugeschaut, wie bei meinem Kasten relativ große Larven rausgebracht worden sind. Auch ein toter Ohrwurm steckte mal in der Klappe.

Ich finde die Klappenlösung eigentlich gut, in dem Nest mit Klappe war bei mir keine Motte zu finden. Außerdem bietet die Klappenlösung m.E. guten Schutz vor Kuckuckshummeln und Fremdbesetzung.

Gruß Johanna

Re: Re: Re: Re: Re: Wie lernen Hummeln? Harry 10.07.2007 09:05

Hallo Johanna,
bin auch der Meinung, das die Klappe, mehr Vorteile als Nachteile bringt. Wie schon beschrieben wurde, ist sie mechanisch und hat auch ihre Schwachpunkte. Wenn irgendwas dazwischen steckt ist sie unwirksam. Auf der anderen Seite gehe ich davon aus, das Hummelfreunde, die Nisthilfen anbieten, auch ab und zu nach den Kästen schaut. Da der Eingang bei meinen Kästen auf Erdniveau liegt und Ameisen es nicht schwer hätten dort einzudringen, ist die Klappenlösung auch in dieser Hinsicht sehr wirksam.
Gruß Harry

Hallo Stefan und Harry,

aus der Tatsache, dass die Hummel in der Klappe steckt, muss nicht zwangsläufig geschlossen werden, dass sie durch die Klappe zu Tode gekommen ist.

Es ist doch auch möglich, dass sie drinnen gestorben und von den anderen "entsorgt" worden ist.

Das geht halt mit Klappe etwas schwieriger. Ich habe selbst zugeschaut, wie bei meinem Kasten relativ große Larven rausgebracht worden sind. Auch ein toter Ohrwurm steckte mal in der Klappe.

Ich finde die Klappenlösung eigentlich gut, in dem Nest mit Klappe war bei mir keine Motte zu finden. Außerdem bietet die Klappenlösung m.E. guten Schutz vor Kuckuckshummeln und Fremdbesetzung.

Gruß Johanna
Re: Re: Re: Re: Wie lernen Hummeln? Stefan (Mosel) 10.07.2007 22:20

Hallo,

Wie ich sehe hast Du eine Klappe nach dem Muster von Armin Krenz im Einsatz. Wie sind denn sonst Deine Erfahrungen mit der Schrägsitzklappe?

Ich hab noch keine Anzeichen für Wachsmotten im Kasten gesehen. Allerdings hab ich auch noch keinmal das Nest geöffnet. Mit der Klappe kamen die Arbeiterinnen nach mehrtägiger Gewöhnungsphase gut zurecht. Die meisten Probleme haben die Hummeln beim Ausfliegen. Es sind immer wieder Hummeln dabei die mehrere Anläufe benötigen, bis sie die Klappe überwinden. Beim Einfliegen klappte es nur selten nicht beim ersten Mal.

Deinen Wachsmottenblock wollte ich eigentlich auch einsetzen. Leider sind die Königinnen in beiden damit ausgestatteten Kästen verschollen.

Stefan

Re: Re: Re: Re: Re: Wie lernen Hummeln? Stefan (Mosel) 10.07.2007 22:27

noch eine Ergänzung:
Nach anfänglichen Problemen beim Anfliegen hab ich die Klappe noch mit einer Kante versehen. In der Bauanleitung wird Klappe ohne diese Kante verwendet. Durch diese Änderungen können die Hummeln die Klappe deutlich besser anheben.

Stefan

Warum Hummeln in Massen sterben Alexander (Bombus-Admin) 10.07.2007 08:45

Hallo Leute,

einen interessanten Artikel fand ich bei der Frankfurter Neuen Presse Online zum Thema Hummelsterben unter Silberlinden.

Lest den Artikel hier... (externer Link, nicht mehr verfügbar)

Servus,

Alex

Re: Warum Hummeln in Massen sterben Johanna 10.07.2007 09:40
Hallo Alex,

das ist die erste Erklärung, die mir wirklich einleuchtet.

Bei mir in den Kästen ist jetzt auch ab und an eine tote Hummel innen trotz Zuckerwasser. Ich denke, die Lebenszeit der Hummelarbeiterinnen aus der ersten Generation läuft jetzt ab, so das sowieso viele jetzt sterben.

Gruß Johanna

Re: Warum Hummeln in Massen sterben Horst 10.07.2007 15:24

Hallo Alex,
zur Zeit liegen auch bei uns viele tote Hummeln unter einer Silberlinde.
In dem Buch "Hummeln brauchen blühendes Land" von G.R. Witte und J. Seger wird auf Seite 77 die Hypothese aufgestellt, dass der Lindenblütenduft die Hummeln anlockt, aber die Blüten liefern keinen Nektar mehr, weil den Bäumen Wasser fehlt. Die Hummeln sind dann zu geschwächt und verhungern.
Nektar weist keinen spezifischen Nektarduft auf. Blütendüfte haben ihren Ursprung vielmehr in besonderen Duftdrüsen der Blumen (auf Seite 127 wird ausführlich über die Nektarproduktion u.a bei Linden geschrieben).

Gruß
Horst

Re: Re: Warum Hummeln in Massen sterben Johanna 10.07.2007 15:36
Hallo Horst,

aber über Wassermangel können wir derzeit nicht klagen, oder ist das bei Euch anders? Außerdem müßte dann das Hummelsterben in den Jahren unterschiedlich stark sein.

Gruß Johanna

Re: Re: Re: Warum Hummeln in Massen sterben Horst 10.07.2007 15:47

Hallo Johanna,
zur Zeit ist es hier naß genug.
Ich habe aber festgestellt, dass in manchen Jahren das Hummelsterben unter Silberlinden sehr gering war; sowohl in der Stadt als auch bei uns auf dem Land. Dieses kann jedoch auch mit der Entwicklung der Hummelvölker zusammenhängen.

Gruß
Horst

Re: Re: Re: Re: Warum Hummeln in Massen sterben Johanna 10.07.2007 19:18
Hallo Horst,

ich kann da nur theoretisch mitreden. Ich habe in der ganzen Umgebung trotz genauen Hinsehens noch keine Silberlinde gesehen.

Gruß Johanna

Hummelnest gabi neuhofer 10.07.2007 10:25

Wir haben ein Hummelnest (ich glaube es sind Steinhummeln) auf dem Spitzboden. Da wir dort oben auch einiges lagern, müssen wir ab und zu hinauf. Die Hummeln haben uns bisher nicht beachtet. Aber sie nisten unter einem beschädigten Holzboden. Den wollten wir eigentlich auch reparieren. Nun meine Frage: Schlafen die Prinzessinen im Winter dort? Warten wir also besser bis zum Frühjahr mit der Reparatur?

Re: Hummelnest Stefan Lennertz 10.07.2007 12:01

Nein, Königinnen überwintern im Boden/Erdreich bzw. Kompost. Ihr könnt sobald das Nest verlassen ist ruhig ausbessern.

Viel Spaß noch mit eueren Hummeln ;-)

Gruß,
Stefan

Re: Re: Hummelnest Gabi 14.07.2007 12:57

Danke für die schnelle Antwort. Hoffe wir haben nicht so viel Spaß. Ich gehe nicht mehr dort hoch bis die Kerlchen weg sind. An mir probieren nämlich sich nämlich alle Tiere mit Stachel aus. Auch Hummeln. Selbst wenn ich nicht mal mit der Wimper zucke. Mein Sohn ist da nicht so begehrt. Der schaut dem rein und raus gerne zu.
LG Gabi

Nein, Königinnen überwintern im Boden/Erdreich bzw. Kompost. Ihr könnt sobald das Nest verlassen ist ruhig ausbessern.

Viel Spaß noch mit eueren Hummeln ;-)

Gruß,
Stefan
Hummelbilder Klaus Kauffmann 10.07.2007 12:20

Lieber Alex,
ich habe schon selbst versucht, Hummeln zu fotographieren und weiß wie schwer das ist.

Sei so gut und überprüfe doch mal Dein Bild der Sandhummel. Ich glaube, dass es sich dabei um eine helle Erdhummel handelt.

Re: Hummelbilder Alex Schlecht (Bombus-Admin) 10.07.2007 21:23

Hallo Klaus,

Sei so gut und überprüfe doch mal Dein Bild der Sandhummel. Ich glaube,
dass es sich dabei um eine helle Erdhummel handelt.

danke für Deinen Hinweis.
Das Bild wurde von Andreas aus München gemacht. Ich vertraue seiner Einschätzung, daß es sich dabei um eine Sandhummel handelt, voll und ganz, da er sich wirklich gut mit den Brummern auskennt und seit Jahren aktiver Hummelfan ist.

Die Hummelbestimmung anhand eines Fotos ist immer schwer. Andreas hat die Brummer "live" gesehen.

Alles Gute,

Alex

Re: Hummelbilder Andreas 11.07.2007 20:40

Hallo Klaus,

mir ist bewußt, dass das Bild nur von mäßiger Qualität ist und eigentlich die typischen Merkmale einer Sandhummel nicht gut rauskommen.
Das Bild entstand zu einer Zeit als an Digitalkameras noch nicht zu denken war.
Ich habe dem Alex aber im Frühjahr in einer Mail versichert, dass ich mich bemühen würde ihm dieses jahr ein besseres Bild zu liefern, dass man das alte endlich mal austauschen kann.
Ich hoffe, dass es mir im Laufe des Sommers noch gelingt, ansonsten sicher im nächsten Frühjahr.
Das Bild entstand im Landkreis Fürstenfeldbruck. Übrigens ca. 100m entfernt von der Stelle, wo ich das Bild der Waldhummel machte (mit bessere zu erkennden Charakteristika).

Andreas

Lindenbäume im Stadtgebiet Karsten Grotstück 11.07.2007 18:52

Hallo Hummelfreunde,

ich glaube, ich muß Euch was über die Linden berichten.

Die Linden stehen meistens an Straßenalleen und haben einen eng begrenzten Grünstreifen zur Verfügung, um Wasser um ihren Wasserverbrauch zu decken. Eine Linde verbraucht an einem heißen Sommertag ca. 300 Liter Wasser. Ihr Blätterdach ist sehr dicht und wenn es mal regnet, tropft der meiste Regen auf den Asphalt und der Baum hat nichts davon, er leidet unter chronischer Trockenheit. So ist es nicht verwunderlich, daß wenn die Linde blüht, tausende toter Hummeln unter diesen Bäumen liegen, da diese Bäume keinen Nektar produzieren. Die Stadtplaner vom Gartenamt haben falsche Standorte für die Linde ausgesucht. Die Linde ist von Haus aus ein Baum der Au-Wälder, sie möchte gern einen nassen Fuß, wie die Weide und nur dort produziert sie nur reichlich Pollen und Nektar für die Insekten.

Ich hoffe, daß es jeden einleuchtet, warum in den Stadten und Dorfplätzen so viel tote Hummeln unter den Linden liegen, es ist der falsche Standort.

Liebe Hummelfreunde, versucht an Bachläufen und Flüssen Linden zu setzen, da sie nur hier reichlich Nahrung für die Hummeln liefern.

Gruß Karsten

Re: Lindenbäume im Stadtgebiet Johanna 11.07.2007 20:34
Hallo Karsten,

auch deine Erklärung hört sich einleuchtend an.

Aber dann müssten ja unter allen Lindensorten das Hummelsterben in der Blütezeit sein. Soll aber doch nur unter der Winterline/Silberline stattfinden. Oder kann es sein, dass die Silberlinde besonders trockenheitsempfindlich ist?

Gruß Johanna

Re: Re: Lindenbäume im Stadtgebiet Karsten Grotstück 12.07.2007 15:14

Hallo Johanna,

Deine Frage zur Silberlinde, ob sie trockenheitsempflich ist kann ich verneinen, daher wird sie oft im Stadtgebiet angepflanzt. Das Hummelsterben finden unter allen Lindenbäumen statt, z. B. Sommer-, Winter- u. Silberlinden. Ich habe festgestellt, gerade an Auwäldern und Flußläufen, wo die Bäume genügend Grundwasservorräte haben, ist das Hummelsterben nicht so ausgeprägt. Ich verfolge das Phänomen seit 1981, ich bin Gärtner von Beruf.

Gruß Karsten

Re: Re: Lindenbäume im Stadtgebiet Karsten Grotstück 12.07.2007 15:17

Hallo Johanna,

Deine Frage zur Silberlinde, ob sie trockenheitsempfindlich ist, kann ich verneinen, daher wird sie oft im Stadtgebiet angepflanzt. Das Hummelsterben finden unter allen Lindenbäumen statt, z. B. Sommer-, Winter- u. Silberlinden. Ich habe festgestellt, gerade an Auwäldern und Flußläufen, wo die Bäume genügend Grundwasservorräte haben, ist das Hummelsterben nicht so ausgeprägt. Ich verfolge das Phänomen seit 1981, ich bin Gärtner von Beruf.

Gruß Karsten

Re: Lindenbäume im Stadtgebiet Harry 12.07.2007 10:52

Hallo Karsten,
eine interessante These die Du da aufstellst. Nun müsste ich nur zwei Linden der gleichen Art finden, die unterschiedliche Bodenbeschaffenheit haben, um das mal gegen zu prüfen. Ist Deine Feststellung denn schon mal wissenschaftlich untersucht worden? Irgendwann ist doch auch mal die Nektarproduktion einer Silberlinde mit viel Wasser zu Ende und es gibt einfach nichts mehr. Sie ist im Grunde ja ein ergiebiger Nektarspender, den die Hummeln gerne besuchen. Vielleicht könnte man die Spendenbereitschaft mit Wasser etwas verlängern, aber dann ist doch auch irgendwann Schluss und der Hungertod tritt leider ebenfalls ein.
Gruß Harry

Hallo Hummelfreunde,

ich glaube, ich muß Euch was über die Linden berichten.

Die Linden stehen meistens an Straßenalleen und haben einen eng begrenzten Grünstreifen zur Verfügung, um Wasser um ihren Wasserverbrauch zu decken. Eine Linde verbraucht an einem heißen Sommertag ca. 300 Liter Wasser. Ihr Blätterdach ist sehr dicht und wenn es mal regnet, tropft der meiste Regen auf den Asphalt und der Baum hat nichts davon, er leidet unter chronischer Trockenheit. So ist es nicht verwunderlich, daß wenn die Linde blüht, tausende toter Hummeln unter diesen Bäumen liegen, da diese Bäume keinen Nektar produzieren. Die Stadtplaner vom Gartenamt haben falsche Standorte für die Linde ausgesucht. Die Linde ist von Haus aus ein Baum der Au-Wälder, sie möchte gern einen nassen Fuß, wie die Weide und nur dort produziert sie nur reichlich Pollen und Nektar für die Insekten.

Ich hoffe, daß es jeden einleuchtet, warum in den Stadten und Dorfplätzen so viel tote Hummeln unter den Linden liegen, es ist der falsche Standort.

Liebe Hummelfreunde, versucht an Bachläufen und Flüssen Linden zu setzen, da sie nur hier reichlich Nahrung für die Hummeln liefern.

Gruß Karsten
Re: Re: Lindenbäume im Stadtgebiet Elke 16.07.2007 11:52

Das sehe ich so wie Harry. Bei uns im Park haben wir Linden direkt am Ufer der Stauteich stehen, und trotzdem sind darunter massenhaft tote Hummeln zu finden.

Hallo Karsten,
eine interessante These die Du da aufstellst. Nun müsste ich nur zwei Linden der gleichen Art finden, die unterschiedliche Bodenbeschaffenheit haben, um das mal gegen zu prüfen. Ist Deine Feststellung denn schon mal wissenschaftlich untersucht worden? Irgendwann ist doch auch mal die Nektarproduktion einer Silberlinde mit viel Wasser zu Ende und es gibt einfach nichts mehr. Sie ist im Grunde ja ein ergiebiger Nektarspender, den die Hummeln gerne besuchen. Vielleicht könnte man die Spendenbereitschaft mit Wasser etwas verlängern, aber dann ist doch auch irgendwann Schluss und der Hungertod tritt leider ebenfalls ein.
Gruß Harry




Hallo Hummelfreunde,

ich glaube, ich muß Euch was über die Linden berichten.

Die Linden stehen meistens an Straßenalleen und haben einen eng begrenzten Grünstreifen zur Verfügung, um Wasser um ihren Wasserverbrauch zu decken. Eine Linde verbraucht an einem heißen Sommertag ca. 300 Liter Wasser. Ihr Blätterdach ist sehr dicht und wenn es mal regnet, tropft der meiste Regen auf den Asphalt und der Baum hat nichts davon, er leidet unter chronischer Trockenheit. So ist es nicht verwunderlich, daß wenn die Linde blüht, tausende toter Hummeln unter diesen Bäumen liegen, da diese Bäume keinen Nektar produzieren. Die Stadtplaner vom Gartenamt haben falsche Standorte für die Linde ausgesucht. Die Linde ist von Haus aus ein Baum der Au-Wälder, sie möchte gern einen nassen Fuß, wie die Weide und nur dort produziert sie nur reichlich Pollen und Nektar für die Insekten.

Ich hoffe, daß es jeden einleuchtet, warum in den Stadten und Dorfplätzen so viel tote Hummeln unter den Linden liegen, es ist der falsche Standort.

Liebe Hummelfreunde, versucht an Bachläufen und Flüssen Linden zu setzen, da sie nur hier reichlich Nahrung für die Hummeln liefern.

Gruß Karsten
Re: Lindenbäume im Stadtgebiet Petra 16.07.2007 17:36
Hallo Hummelfreunde,

ich glaube, ich muß Euch was über die Linden berichten.

Die Linden stehen meistens an Straßenalleen und haben einen eng begrenzten Grünstreifen zur Verfügung, um Wasser um ihren Wasserverbrauch zu decken. Eine Linde verbraucht an einem heißen Sommertag ca. 300 Liter Wasser. Ihr Blätterdach ist sehr dicht und wenn es mal regnet, tropft der meiste Regen auf den Asphalt und der Baum hat nichts davon, er leidet unter chronischer Trockenheit. So ist es nicht verwunderlich, daß wenn die Linde blüht, tausende toter Hummeln unter diesen Bäumen liegen, da diese Bäume keinen Nektar produzieren. Die Stadtplaner vom Gartenamt haben falsche Standorte für die Linde ausgesucht. Die Linde ist von Haus aus ein Baum der Au-Wälder, sie möchte gern einen nassen Fuß, wie die Weide und nur dort produziert sie nur reichlich Pollen und Nektar für die Insekten.

Ich hoffe, daß es jeden einleuchtet, warum in den Stadten und Dorfplätzen so viel tote Hummeln unter den Linden liegen, es ist der falsche Standort.

Liebe Hummelfreunde, versucht an Bachläufen und Flüssen Linden zu setzen, da sie nur hier reichlich Nahrung für die Hummeln liefern.

Gruß Karsten

Hallo,
als absoluter Hummel-Laie (bin gerade dabei das zu ändern) frage ich mich warum die Hummeln nicht einfach eine andere Baumsorte oder Blühpflanze anfliegen? Sie müßten doch merken, daß da "nichts zu holen" ist. Kann mir das einer erklären?

Liebe Grüße
Petra

Re: Re: Lindenbäume im Stadtgebiet Johanna 16.07.2007 19:34
Hallo Petra,

das ist eine lange Diskussion und man ist sich nicht einig, wie du an den diversen Beiträge siehst. So gänzlich geklärt hat das noch keiner.

Erst hieß es, der Nektar wäre giftig, dann fehlte angeblich ein wichtiger Stoff. Das wurde widerlegt.

Am wahrscheinlichsten erscheint mir bisher die Erklärung, dass die Hummeln die Silberlinden aus großer Entfernung anfliegen, weil sie -wie Bienen auch- große Mengen gleicher Blüten attraktiver finden, als vereinzelte. Klar müssen sie dann weniger rumfliegen, um einzusammeln. Wir bevorzugen ja auch Ernte auf einem Haufen statt überall rumzusammeln. Und die Silberlinde ist der letzte blühende Baum hier.

Und wenn sie dann erschöpft dort ankommen, können sie den Nektar nicht mehr verdauen.

Ich stelle mir das ähnlich vor, wie wenn ein halbverhungerter Mensch sich den Magen vollschlägt. Der bekommt dann auch einen Kreislaufkollaps.

Deshalb können sie auch nicht mehr zu einem anderen Baum hinfliegen.

Ich habe es in natura noch nicht gesehen, hier gibt es wohl weit und breit keine Silberlinden.

Gruß Johanna