Beiträge aus 2007

Wiesenhummeln Andreas B. 25.05.2007 21:43

Hallo,
nachdem bei meinem Nest der Wiesenhummeln keine Aktivitäten mehr festzustellen waren, habe ich heute einmal nachgeschaut. Leider musste ich feststellen, dass von den insgesamt 10 Arbeiterinnen bereits 5 gestorben waren. Die anderen 5 haben sich in der Polsterwolle verfangen und konnten sich nicht mehr bewegen. 2 der Arbeiterinen steckten im Eingang des mit Wachs umhüllten Nestes derart fest, dass sie den Einagng komplett versperrten. Die Königin war nicht mehr anzutreffen. Die sehr kleinen Arbeiterinnen waren nicht in der Lage, sich zu befreien. Leider konnte ich ihnen ebenfalls nicht mehr helfen. Nach 2 Stunden mit Schere, Schraubenzieher usw. musste ich leider aufgeben. Sie hatten sich zu sehr in die Wolle "eingewickelt". An der Wolle kann es nicht gelegen haben. Die benutze ich bei den anderen Kästen ebenfalls und es hat bisher keine größeren Probleme gegeben. Ich vermute, dass es an den sehr kleinen Hummeln lag, die nicht stark genug waren.
Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?

Grüße aus Schleswig-Holstein,
Andreas B.

Re: Wiesenhummeln Stefan Lennertz 26.05.2007 09:38

Wiesenhummeln sind immer klein, zumindest der erste Schlupf.
Meiner Erfahrung nach bleiben immer wieder mal Hummeln in der Polsterwolle hängen, gerade da wo sie etwas feucht oder verklebt war (eigene Sekremente). Manchmal gibt es auch bestimmte Fäden in der Polsterwolle an denen sich die Tiere verhedern.

So wie Du es schilderst ist irgentwas schief gelaufen, entweder schlechtes Material oder Du hast sie vor dem einlegen in das Nest nicht fein genug gezupft.

Ist die Königin auch tot?

Gruß, Stefan

Re: Re: Wiesenhummeln A. Bohm 26.05.2007 16:25

Hallo Stefan,

die Königin konnte ich nicht finden. Die Polsterwolle verwende ich schon lange und habe sie auch gut gezupft. Habe keine Erklärung für das Verheddern.

Gruß Andreas

Re: Re: Re: Wiesenhummeln Johanna 26.05.2007 16:52
Hallo

ich erinnere mich an so einen Vorfall im Forum 6./7.7.2006. Da waren mehrere Beiträge Polsterwolle führte zu Aufällen.

Es war wohl nur eine Partie Polsterwolle, mit der das Problem auftauchte.

Es könnte meines Erachtens auch daran liegen, dass die Hummeln auf irgendwas Klebrigem gelaufen waren (Zuckerwasser, Honig, speziellem Spritzmittel mit Anhaftzusatz ?????????) und dann mit der Polsterwolle verklebten.

Ich hatte am Anfang eine Königin, die sich in meiner Schafwolle verheddert hatte. ich habe sie mit der Nagelschere (und klopfendem Herzen) freigeschnitten und sie ist weiterhin gekommen und hatte ein Stück Faden noch am Bein hängen. Bis jetzt ist sie trotzdem erfolgreich.

Gruß Johanna

Re: Re: Re: Wiesenhummeln Stefan Lennertz 26.05.2007 22:52

Was soll man da sagen?

Kann sein das die Königin wieder unterwegs ist.

Wenn die ganzen Hummeln sich am Eingang verheddert haben, so würde ich versuchen ihn leicht zu öffnen, falls noch etwas schlüpft.

Gruß,
Stefan

nestkontrolle ralle 26.05.2007 10:42

hallo forengemeinde,
ich habe vor kurzem versehentlich ein hummelnest aufgebrochen.
nachdem ich den schaden wieder einigermassen in den urzustand gebracht habe, hoffe ich nun, das das hummelvolk meinen eingriff schadlos überstanden hat.
die hummeln haben es sich in einer alten teichfilterkiste gemütlich gemacht. die kiste ist von innen mit steinwolle ausgeschlagen.
nun frage ich mich wie ich kotrollieren kann ob es den hummeln wieder gut geht ! im garten sind weiterhin recht viele hummeln zu beobachten, ich bin aber nicht sicher ob die auch zu dem teichkistenvolk gehören.
villeicht hat jemand einen tipp für mich.
gruß, ralle

Re: nestkontrolle Manfred 26.05.2007 12:40

Hallo Ralle,

einfach beobachten, ob die ins Nest heimkehrenden Sammlerinnen auch Pollen mitbringen, wenn ja ist alles in Ordnung. Wichtig ist, dass das Nest vor Regen geschützt ist.

Gruß aus HH
Manfred

Wachsmotten-Spritzung Johanna 26.05.2007 13:58

Hallo,

heute habe ich die erste Wachsmotten-Spritzung durchgeführt. Ich habe den Kasten geöffnet, mit einem raschen Griff die Polsterwolle vom Nest zur Seite genommen (huh - da kamen sie aber gleich hervor) und dann ein Gitter auf den Kasten gelegt. Dann habe ich den Innenraum durch das Gitter mit einigen Sprühstößen der Lösung behandelt.

Außerdem habe ich den Deckelinnenraum besprüht und den Kasten von außen. Da meine Kästen im hasenstall hinter einer Gittertür stehen, können normale Schmetterlinge sich mit dem Mittel nicht infizieren.

Erst waren sie ziemlich aufgeregt, nach einer Weile sind sie aber in der Polsterwolle verschwunden. Nun lasse ich den Kasten noch einige Zeit mit dem aufgelegten Gitter trocknen bevor ich alles wieder in den Urzustand bringe.

Ich gehe davon aus, dass - wie Melanie 24.6.2000 schrieb - die Steinhummeln das Mittel auch an die Stellen bringen werden, die ich nicht direkt einsprühen konnte, nämlich das eigentliche Wabennest.

Wenn der Kasten trocken ist, mache ich dasselbe mit Kasten 2.

Hoffentlich bringt es den gewünschten Schutz.

Gruß Johanna

Re: Wachsmotten-Spritzung Andreas 28.05.2007 12:56

Hallo Johanna,

bei dem Mittel handelt es sich um ein Fraßgift, nicht um ein Kontaktgift.
D.h. Du braucht den Kasten nicht von außen und auch nicht den Deckel von innen zu besprühen.
Wichtig ist, dass das Mittel auf die Waben kommt. Sobald dann eine WM-Raupe an den Waben nascht krepiert sie.

Re: Re: Wachsmotten-Spritzung Johanna 28.05.2007 13:16
Hallo Andreas,

das stimmt wohl. Ich habe aber auch gelesen, dass die Gefahr besteht, dass die Hummeln das Mittel mitschleppen und durch Besuch von Blüten auf diesem Wege Schmetterlinge infizieren, die das Mittel dann bei der Eiablage wohl gleich an ihre Nachkommen weitergeben.

Melanie schrieb am 24.6.2000 im Forum:

Hallo, allerseits,

zu dem Thema kann ich was sagen:
Ich habe ein Steinhummelvolk vor etwa 6 Wochen prophylaktisch mit Neudorff behandelt (mache ich immer vor laengerer Abwesenheit). Seither finde ich taeglich (!) rund 3 bis 5 (!!) erwachsene Falter im Kasten aber noch nicht eine einzige Raupe nagt sich durchs Nest. Wenn das kein Beleg fuer Prophylaxis ist... Kein Problem also. Es muss auch nich das ganze Nest rundum eingenebelt werden. Einfach von oben freilegen, was freizulegen ist und spruehen. Gerade Steinhummeln mit ihrem exzellenten Wachsrecycling verschleppen B. thuringiensis ueberall hin. Kann natuerlich bei anderen Arten anders sein...
Es gruesst
Melanie<<<

Auch dass bedeutet doch, dass der Bacillus an den Tieren haftet und mitgeschleppt wird.

Wenn er nun an den Wachsmotten, die am Kasten außen oder am Kastendeckel den Eingang suchen haftet, müßten sie doch auch ihre Nachkommenschaft gleich mit infizieren, auch wenn sie selbst nicht dran eingehen. Das war mein Gedanke.

Gruß Johanna

Re: Re: Re: Wachsmotten-Spritzung Andreas 28.05.2007 21:27

Hallo Johanna,

noch ein kurzer Nachtrag.
Bei dem Mittel handelt es sich nicht um Bakterien, die weiterverschleppt werden könnten, sondern um ein Toxin, welches durch b. thuringiensis erzeugt wird.

Es gelangen also keine Bakterien in die freie Wildbahn.

Gruß

Re: Re: Re: Re: Wachsmotten-Spritzung Johanna 28.05.2007 22:00
Hallo Andreas,

vielen Dank für deine Erläuterungen. Bei Wikipedia habe ich das auch bestätigt bekommen. Meine Weisheiten stammen u.a. von der Seite www.wildbienen.de/hsch-wm1.htm, wo es zu "Wachsmotten: Biologische Bekämpfung" u.a. heißt:

"Der Einsatz sollte an einem trockenen und möglichst warmen frühen Abend erfolgen, damit das geöffnete Nest trocknen kann und die Hummeln die Bakterien nicht mehr in größeren Mengen auf die Blüten der Umgebung verschleppen.
.....
Bei warmem Wetter lasse man das Nest etwa eine Viertelstunde, bei kühlen Temperaturen eine halbe Stunde offen trocknen, um es dann wieder mit der zuvor abgehobenen Polsterwolle abzudecken. Die Arbeiterinnen beginnen meist schon vor dem Abdecken des Nestes mit dessen Reparatur und verteilen dabei das Bakterium weiter im Nest.""

Wie lange hält nun die Spritzung nach deiner Erfahrung? Hätte ein zartes Einstäuben mit dem Puder auch genügt?

Gruß Johanna

Re: Re: Re: Re: Re: Wachsmotten-Spritzung Andreas 29.05.2007 20:12

Hallo Johanna,

wir sollten das Thema nicht allzu breit treten.
Zur Dauer der Wirksamkeit kann ich leider nicht viel sagen. Da fehlt mir die dokumentierte Erfahrung.
Ich mach halt einigermaßen regelmäßig Kontrolle.
Aber sowiet ich mich erinnere habe ich das Mittel pro Nest selten mehr als einmal eingesetzt.

Andreas

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Wachsmotten-Spritzung Johanna 29.05.2007 21:50

Danke Andreas

Johanna

Welche Schutzkleidung? Stefan (Mosel) 26.05.2007 23:16

Hallo,
ich habe festgestellt, dass ich meine Hummelkästen ohne Schutzausrüstung nicht genauer beobachten kann. Nach einem Erdhummelstich vom Mittwoch ins Handgelenk hab ich noch einen leicht geschwollenen Unterarm. Ich hatte nur kurz an der Polsterwolle gezupft um mal etwas vom Nestinnern zu sehen. Heute ist mir noch eine Baumhummel beim Blick in den Kasten hinterher geflogen. Was brauch ich denn mindestens? Reicht ein Hut mit Schleier und Handschuhe aus, wenn man zusätzlich eine normale Arbeitshose und Jacke (Blaumann) trägt? Hat jemand eine spezielle Empfehlung z.B. aus dem Angebot von Holtermann (externer Link, nicht mehr verfügbar)?

Stefan

Re: Welche Schutzkleidung? einstein 27.05.2007 07:29

Mach es einfach wie ich und ziehe dir den Imkerschutzanzug an, dann kannst immer nachsehen, jetzt wo die Motten fliegen ist es wichtig, auf www.hummelzucht.at findest was denke ich
Gruß

Re: Re: Welche Schutzkleidung? Stefan (Mosel) 27.05.2007 08:03
Mach es einfach wie ich und ziehe dir den Imkerschutzanzug an...

Ich bin kein Imker und hab auch keinen Imkeranzug.Eigentlich will ich auch keine ~100EUR für einen komplette Schutausrüstung ausgeben.

Stefan

Re: Re: Re: Welche Schutzkleidung? Angelika L. 27.05.2007 15:47
Hallo Stefan, bei www.werner-seip.de gibt es eine Imkerbluse mit Haube für 34,95 Euro, Bestell-Nr.: 3180. Dazu lange Hose und Handschuhe anziehen und fertig bist Du. Die Hummeln fliegen bevorzugt den Kopf an. Behelfen kannst Du Dich auch ganz einfach mit einem breitkrempigen Hut und Fliegennetzen, die es für´s Fenster gibt. Da muß man halt ein bißchen nähen.

Grüße, Angelika

Re: Re: Re: Re: Welche Schutzkleidung? Johanna 27.05.2007 15:58
Hallo Stefan,

zu welcher Tageszeit hast du denn kontrolliert. Im Dunklen mit Taschenlampe sind sie etwas ruhiger.

Gruß Johanna

Re: Re: Re: Re: Re: Welche Schutzkleidung? Stefan (Mosel) 28.05.2007 16:07
zu welcher Tageszeit hast du denn kontrolliert. Im Dunklen mit Taschenlampe sind sie etwas ruhiger.

Das war am Nachmittag. Die Kästen stehen nicht in Hausnähe sondern 7km entfernt in einem Obstgarten in Waldnähe. Deshalb ist eine Kontrolle am späten Abend eigentlich nicht möglich.

Stefan

Hummelnest im Rollladenkasten Klaus Schwagerick 27.05.2007 10:00

Hallo,
seit 3 Tagen hören wir im Badezimmer Geräusche aus dem Rollladenkasten. Bei längerem Untersuchen, woher diese Geräusche kommen, konnten wir feststellen, dass Hummeln durch eine Öffnung in den Kasten fliegen.
Wer kann mir mitteilen, was ich in diesem Fall unternehmen könnte oder soll?

Klaus

Re: Hummelnest im Rollladenkasten Stefan Lennertz 27.05.2007 12:05

Hallo,

also das kommt darauf an welches Ziel Ihr verfolgt.

Grundsätzlich wäre es schön wenn Ihr die Hummeln einfach gewähren lasst, dann bräuchtet Ihr
gar nichts machen, lediglich ein paar Kleinigkeiten beachten. Hummeln fliegen nicht absichtlich ihn Wohnräume, fliegen nicht auf süßes und richten an Fassade oder Rolladen keinen schaden an.

Je nach Art stirb das Nest schon ab Juli ab, dann kann man saubermachen und gut ist.

Habt Ihr das Rollo in der letzten Zeit benutzt?

Könntet Ihr die Art bestimmen? Wäre wichtig. Schaut mal auf dieser Seite unter Hummelarten, oder auf der aktion-hummelschutz Seite unter Kinder/Hummeln bestimmen nach.

Natürlich könnt Ihr auch ein Foto machen, dann können wir im Forum helfen.

Gruß,
Stefan

Hummelnest greinert 27.05.2007 16:50

Wir haben auf unseren Balkon unterm Dach ein Hummelnest wir würden gerne wissen wie oder wer kann uns helfen das Nest zu beseitigen da wir auch ein 10 monate alten Sohn haben und wir ihn schützen wollen mit freundlichen Gruss Fam.Greinert

Re: Hummelnest Alex Schlecht (Bombus-Admin) 28.05.2007 17:00

Hallo Fam. Greinert,

zunächst einmal sollten Sie keinerlei Panik wegen des Hummelnestes haben. Hummeln können zwar stechen, tun dies aber nur im äußersten Notfall, d.h. wenn das Nest bedroht wird.

Zunächst einmal sollte geklärt werden, um welche Hummelart es sich handelt. Können Sie die Hummeln genauer beschreiben? Färbung, Größe etc.

Dann wäre natürlich wichtig zu wissen wo sie denn eigentlich wohnen, wenn sie das Nest wirklich umsiedeln wollen.

Ich möchte auch darauf hinweisen daß eine "Beseitigung" des Nestes, also eine Zerstörung, nicht möglich ist, da Hummeln unter Naturschutz stehen. Aber keine Angst, es gibt eine Lösung.

Alles Gute,

Alex

Welche Hummelart ist das (mit Bildern)? Chris 27.05.2007 19:14

Hallo,

vor einigen Wochen meldete ich mich schon, weil ich eine mir unbekannte Hummelart engesiedelt habe. Die Königin scheint sich gut entwickelt zu haben und heute habe ich ein paar Fotos vom Nest gemacht.

Die Königin ist so groß wie eine Wiesenhummelkönigin, vielleicht etwas kleiner. Die Farbe ist schwarz mit schmutziggelben Haaren zwischen den Tergiten und nicht wie ich erst dachte rötlich. Besonders auffällig ist der gelbe Schopf im Gesicht, den man hier gut erkennt:
[img:http://farm1.static.flickr.com/217/516332503_7aa80e7d02_o.jpg]
Auf dem Flügel der Königin krabbelt übrigens gerade eine Milbe herum.
Hier sieht man die Färbung des Abdomens:
[img:http://farm1.static.flickr.com/251/516304570_ae387c5c89_o.jpg]
[img:http://farm1.static.flickr.com/234/516327297_250d3c94f5_o.jpg]

Hat jemand schonmal so eine Hummel gesehen und kann mir bei der Bestimmung helfen? Danke schonmal, Chris

Nachtrag Chris 28.05.2007 11:23

Noch ein Foto einer Arbeiterin an Pfingstrose
[img:http://farm1.static.flickr.com/244/517558557_73eb2f7f2d_o.jpg]

Re: Nachtrag Marcel 28.05.2007 22:25

Schließe mich meinem Vorredner an, das ist die Veränderliche Hummel, Glückwunsch!!!
Wie ist eurer Standort, die Umgebung und das Trachtpflanzenangebot?

MfG Marcel

Frage zur Milbe Angelika L. 29.05.2007 13:12

Die Milbe sieht fast wie eine junge Varroamilbe aus. Ich habe gedacht, sie befallen nur Honigbienen. Da ich bald Honigbienen bekomme, interessiert mich das sehr. Weiß jemand, ob Varroamilben auch Hummeln befallen? Grüße, Angelika

Re: Frage zur Milbe Horst 29.05.2007 15:48

Hallo Angelika L.,
vor mehr als 12 Jahren habe ich in einer Imkerzeitung (nicht mehr bekannt) gelesen, dass bei einer Untersuchung auch Varoamilben in einem Hummelnest gefunden wurden. Angeblich kann sich die Varoamilbe jedoch in einem Hummelnest aufgrund der unterschiedlichen Entwicklung von Honigbienen und Hummeln nicht vermehren. Vermutlich wurden die Varoamilben durch Hummeln eingeschleppt.
Falls Du Dich näher mit Varoamilben beschäftigen willst, dann setze Dich mit einem Bieneninstitut in Verbindung.
Ich habe mit einem Bienenforscher heute gesprochen, diesem war nicht bekannt, dass sich Varoamilben in Hummelvölkern entwickeln können. Er meinte auch, wenn es der Fall wäre, dann hätte man es auch einem größeren Personenkreis publik gemacht.

Grüße
Horst

Re: Re: Frage zur Milbe Angelika L. 30.05.2007 10:14
Hallo Horst,

danke für die info. Ist es denn richtig, dass die Milbe auf dem vorliegenden Hummelbild eine Varroamilbe ist?
Grundsätzlich werde ich bei meinem nächsten Treffen im Imkerkurs die Fachfrau Dr. Aumeier befragen. Grüße, Angelika

Re: Re: Re: Frage zur Milbe Chris 01.06.2007 00:23

Hallo Angelika,

nachdem ich mir nun einige Bilder der Varroamilbe im Internet angesehen habe, kann ich mit großer Sicherheit sagen, dass es sich bei "meinen" Milben nicht um Varroa handelt. Während mir Varroa wesentlich breiter als lang erscheint, gleichen diese Milben eher Zecken. Das Foto täuscht eventuell, die Milbe bewegt sich dort soeben von links nach rechts über die Hummel und nicht in Längsrichtung. Übrigens ist diese Milbe auch im benachbarten Steinhummelkasten (Ansiedlung Anfang Mai, erster Schlupf fliegt seit einigen Tagen) wohnhaft. Sie krabbelt in Wabennähe in der Polsterwolle und auf den Hummeln herum, wobei sie ziemlich flink ist. Bisher habe ich nicht gesehen, dass sie an den adulten Hummeln saugen, sie krabbeln nur ständig auf ihnen herum.

Grüße, Chris!

Re: Frage zur Milbe Horst 29.05.2007 16:52

Nachtrag:

Hallo Angelika L.,
bei der Varroamilbe handelt es sich um Varroa Jacobsoni. Selbstverständlich mit zwei "r".

Gruß
Horst

Re: Welche Hummelart ist das (mit Bildern)? Heinrich 28.05.2007 19:50

Ich habe den dringenden Verdacht auch Hummeln der auf den Bildern gezeigten Art zu haben und will versuchen die zu fotografieren.
Auf jeden Fall sind sie wehrhaft. Als ich vor einigen Tagen das Nest kontrolieren wollte, taucht blitzschnell eine Arbeiterin auf, stach in meinen Finger und lag in Abwehrstellung auf dem Rücken auf der Nestwolle. Habe dann vo9r Respekt nicht weiter nachgeschaut. Nebenbei: der erste Stich einer Hummel in meinem Leben. War harmlos, fühlte sich so an, als ob ich eine Brennnessel berührt hätte. Nach ca 10 Minuten verschwand der Brennreiz ohne eine Spur zu hinterlassen. Falls mir ein Foto gelingt melde ich mich.
Gruß
Heinrich (IEL)

Hallo,

vor einigen Wochen meldete ich mich schon, weil ich eine mir unbekannte Hummelart engesiedelt habe. Die Königin scheint sich gut entwickelt zu haben und heute habe ich ein paar Fotos vom Nest gemacht.

Die Königin ist so groß wie eine Wiesenhummelkönigin, vielleicht etwas kleiner. Die Farbe ist schwarz mit schmutziggelben Haaren zwischen den Tergiten und nicht wie ich erst dachte rötlich. Besonders auffällig ist der gelbe Schopf im Gesicht, den man hier gut erkennt:
[img:http://farm1.static.flickr.com/217/516332503_7aa80e7d02_o.jpg]
Auf dem Flügel der Königin krabbelt übrigens gerade eine Milbe herum.
Hier sieht man die Färbung des Abdomens:
[img:http://farm1.static.flickr.com/251/516304570_ae387c5c89_o.jpg]
[img:http://farm1.static.flickr.com/234/516327297_250d3c94f5_o.jpg]

Hat jemand schonmal so eine Hummel gesehen und kann mir bei der Bestimmung helfen? Danke schonmal, Chris
Re: Welche Hummelart ist das (mit Bildern)? Wilhelm 28.05.2007 20:21

Hallo,Chris

ich vermute daß es sich um Veränderliche handelt. Ich habe in den letzten Jahren regelmäßig Nester dieser Art und auch ein paar Fotos ich werde versuchen diese anzuhängen. Aber ich weiß noch nicht genau wie das mit dem Anhängen geht. Sollte ich es nicht hinbringen schicke mir deine Email Adresse und ich werde sie dir direkt zusenden.
Gruß Wilhelm
W. Glass @gmx. de bitte adresse zusammen rücken

[img:http://www.pictureupload.de/Hummeln-gid9307.html]<
Re: Re: Welche Hummelart ist das (mit Bildern)? Wilhelm 28.05.2007 20:30
Hallo,Chris

ich vermute daß es sich um Veränderliche handelt. Ich habe in den letzten Jahren regelmäßig Nester dieser Art und auch ein paar Fotos ich werde versuchen diese anzuhängen. Aber ich weiß noch nicht genau wie das mit dem Anhängen geht. Sollte ich es nicht hinbringen schicke mir deine Email Adresse und ich werde sie dir direkt zusenden.
Gruß Wilhelm
W. Glass @gmx. de bitte adresse zusammen rücken

oder so http://www.pictureupload.de/Hummeln-gid9307.html

Re: Welche Hummelart ist das (mit Bildern)? Timo 29.05.2007 10:28

Hallo Chris,
ich tippe bei dieser Hummelart auch auf die Veränderliche Hummel, da der gelb-weiße Schopf am Kopf und der weiße Hinterleib genau zum Bild passen, das ich in meinem Buch von Eberhard von Hagen zur Veränderlichen Hummel auffinden konnte. Bei mir habe ich dieses Jahr nur eine Veränderliche Hummel beobachten können, die hat allerdings kein Nest gesucht.

Viele Grüße
Timo

Hallo,

vor einigen Wochen meldete ich mich schon, weil ich eine mir unbekannte Hummelart engesiedelt habe. Die Königin scheint sich gut entwickelt zu haben und heute habe ich ein paar Fotos vom Nest gemacht.

Die Königin ist so groß wie eine Wiesenhummelkönigin, vielleicht etwas kleiner. Die Farbe ist schwarz mit schmutziggelben Haaren zwischen den Tergiten und nicht wie ich erst dachte rötlich. Besonders auffällig ist der gelbe Schopf im Gesicht, den man hier gut erkennt:
[img:http://farm1.static.flickr.com/217/516332503_7aa80e7d02_o.jpg]
Auf dem Flügel der Königin krabbelt übrigens gerade eine Milbe herum.
Hier sieht man die Färbung des Abdomens:
[img:http://farm1.static.flickr.com/251/516304570_ae387c5c89_o.jpg]
[img:http://farm1.static.flickr.com/234/516327297_250d3c94f5_o.jpg]

Hat jemand schonmal so eine Hummel gesehen und kann mir bei der Bestimmung helfen? Danke schonmal, Chris
Bombus humilis - Veränderliche Hummel Chris 01.06.2007 00:15

Vielen Dank an alle, die sich die Mühe gemacht haben, mir bei der Bestimmung zu helfen! Ich kann mich nun also als glücklicher Gastgeber einer Veränderlichen Hummel schätzen :D

Der Standort des Tieres ist Landkreis Freising, nördlich von München. Das Gebiet ist ländlich mit intensiver Bewirtschaftung. Dennoch gibt es viele kleine naturbelassene Gebiete. Als Trachtquelle dürften unter anderem auch die zahlreichen Kleingärten mit ihren Obstbäumen etc. dienen. Vorherrschend sind hier deutlich Erdhummeln gefolgt von Steinhummeln. Weniger häufig aber regelmäßig anzutreffen sind Wiesenhummeln, (wahrscheinlich) Waldhummeln, Gartenhummeln, Baumhummeln, Ackerhummeln sowie Kuckuckshummeln der Erdhummeln und Felsenkuckuckshummeln. Veränderliche Hummeln in dieser Färbung habe ich noch keine einzige hier gesehen. Die Königin suchte in der dritten Aprilwoche auf einer Wiese nach Nistgelegenheiten, als die Hauptsuchzeit von Erd- und Steinhummeln bereits vorbei war. Sie war bei der Einsetzaktion merklich friedlicher als dies z.B. Steinhummeln waren. Den anschließenden Orientierungsflug unterbrach sie mehrmals kurz, um von nahegelegenen Fliedersträuchen und Apfelbäumen zu kosten, auf denen ich sie in den folgenden Tagen öfter sammeln sehen konnte. Nach drei Wochen und drei Tagen konnte ich zwei fliegende Arbeiterinnen entdecken, einen Tag später flogen sich drei weitere ein. Nach weiteren zwei Tagen wurde die Königin schon nicht mehr außerhalb des Kastens gesehen. Bei Nestkontrollen bleiben die Tiere sehr gelassen, solange keine Erschütterungen bei der Öffnung verursacht werden. Die winzigen Arbeiterinnen machen sich nur umgehend daran, das Nistmaterial wieder zurecht zu rücken. Interessant ist, dass das Nest direkt in den Kleintierstreu gebaut wurde, der als Grundschicht dient.

Wer kann eventuell etwas zum Rückkehrverhalten der Veränderlichen Hummel sagen?

Re: Bombus humilis - Veränderliche Hummel Stefan Lennertz 01.06.2007 10:43

v.Hagen hat eine Menge über die Veränderliche Hummel geschrieben.
Sehr gutes Buch, sollte man haben, kostet auch nicht viel.

Gruß,
Stefan

Drohnenfestival und Jungköniginnen Manfred 28.05.2007 13:37

Hallo,
ich staunte nicht schlecht, als heute aus der Hummelburg innerhalb einer Stunde 11 Drohnen der dunklen Erdhummel abflogen, alle größer als die Arbeiterinnen. Irgendwie muss da mit der Nestentwicklung etwas schief gelaufen sein (es war das Nest wo die Königin nach einer Woche mit Arbeiterinnen nochmals ausgeflogen ist).
Bei den Gartenhummeln hat sich dagegen der erste königlich Nachwuchs eingestellt. Die Arbeiteirnnen tragen noch fleißig Pollen ein, haben aber einige Larven aus dem Nest geworfen, ich vermute, dass es sich dabei um die letzen Arbeiterinnen handelt. Bei dieser Art hatte ich es vor ein paar Jahren schon einmal beobachtet, dass bei Mischlingslarvenwiegen nach Abkapselung der einzelnen Larven die Arbeiterinnenlarven beseitigt und nur die Königinnenlarven aufgezogen wurden.

Gruß aus HH
Manfred

Re: Drohnenfestival und Jungköniginnen Manfred 30.05.2007 18:36

Nachtrag:
Nachdem heute aus der Hummelburg Jungköniginnen ohne Orientierungsflug abgeflogen sind, habe ich ein Tier eingefangen und näher untersucht. Ergebnis: Es handelt sich nicht um dunkle Erdhummeln sondern um Keusche Kuckuckshummeln. Die Drohnen werden wohl von der selben Art gewesen sein (das erklärt vielleicht auch ihre Größe).
Pech gehabt, aber dafür entwickelt sich das zweite Erdummelnest prächtig.

Gruß aus HH
Manfred

Re: Re: Drohnenfestival und Jungköniginnen Marcel 31.05.2007 10:13

Na ich hätte auch nicht schlecht geguckt! Weil für Erdhummeln ist es wahrlich zu früh.

Re: Re: Re: Drohnenfestival und Jungköniginnen Angelika L. 31.05.2007 11:33

Hallo Manfred, wie hast Du denn Dein Dochtproblem gelöst? Grüße, Angelika

Re: Re: Re: Re: Drohnenfestival und Jungköniginnen Manfred 31.05.2007 21:25
Hallo Manfred, wie hast Du denn Dein Dochtproblem gelöst? Grüße, Angelika

Ich habe eine Plexiglasscheibe als Überdachung auf die Hummelburg gelegt.
Die Feuchtigkeit scheint auch nicht wirklich ein Problem zu sein, der Kasten mit den Gartenhummeln ist nach den tagelangen Dauerregen mittlerweile innen auch feucht (nicht durch Regen sondern eher durch Feuchtigkeit, welche die Hummeln eingeschleppt haben) und auch dort haben die Hummeln das Nest mit einer dichten Wachsschicht umhüllt.
Die Kotecken sind mittlerweile eine schimmelnde Schlammschicht, durchsetzt mit Fliegenlarven und Kellerasseln.

Gruß aus HH
Manfred

Re: Re: Re: Re: Re: Drohnenfestival und Jungköniginnen Angelika L. 01.06.2007 11:18
Ich habe letztes Jahr zweimal die Kotecken gesäubert und frische Einstreu verwendet und damit gute Erfahrungen gemacht.

Grüße, Angelika

Hummelkot auf Zwischendeckel Manfred 28.05.2007 18:32

Bei einem meienr Schweglerkästen ist Hummelkot auf dem Zwischendeckel. Dies bedeutet, dass Hummeln von innen dort hin gelangen können und dann kommen auch Wachsmottenfalter von außen über den Innendeckel an das Nest. Ein Weg, gegen den die beste Wachsmottensperre nichts nützt.
Nebenbei: an die Stelle, wo der Spalt am größten aussieht, haben die Erdhummeln aus verklebter Einsteu einen Kamin bis an den Innendeckel gebaut.

Gruß aus HH
Manfred