Beiträge aus 2006

Hummelnest Imke 26.06.2006 12:26

Hallo, wir haben in unserem Stadtgarten ein Hummelnest: zwischen zunächst ca.1,5m hoch gestapelten alten Ziegelsteinen (seit April nur noch eine Lage) ist ein Einflugloch in den Erdhügel hinein... An den zahlreichen 'hummelfreundlichen' Pflanzen sind mehrere Arten zu beobachten - das Nest wurde jedenfalls von Steinhummeln angeflogen, wobei die nun (oberhalb) am Nest arbeitenden Hummeln keine starke rotorange-Färbung am Hinterteil aufweisen. Jetzt meine Frage: Sollen wir rund ums Einflugloch besser eine zweite Lage Ziegel legen (es sieht so aus als würden die Hummeln versuchen nach oben hin 'auszubauen')oder gibt es eine andere nützliche Idee ihnen das Leben zu erleichtern? Vielen Dank für Eure/Ihre Hilfe!

Re: Hummelnest Stefan Lennertz 26.06.2006 12:32

Gratuliere, Steinhummeln sind sehr schöne Tiere.

Schwer zu sagen ob man da nachbessern sollte, dafür bräuchte man vielleicht mal ein Foto.

Gruß,
Stefan

Re: Hummelnest susanne 26.06.2006 15:56
Hallo Imke,

die Hummeln, die da "fummeln" sind vielleicht schon etwas älter, der Pelz bleicht mit der Zeit durch die Sonne etwas aus und ist dann nicht mehr so intensiv rot.
Zum "Anbau ans Eigenheim": Wenn Du denkst, den Hummeln nützt es, leg ruhig ein paar Ziegelsteine dazu. Das kannst Du vor Ort am Besten beurteilen. Lass genug Platz zwischen den Steinen, damit der Anbau auch gelingt. Das Volk dürfte sicher schon kurz vor oder an seinem Höhepunkt angekommen sein. Vielleicht siehst Du auch nur deswegen soviele Hummeln. Kannst Du Wachstönnchen erkennen oder sind die noch gut verdeckt? Das wäre wichtig, damit die Wachsmotten nicht zu leichtes Spiel haben.
Viel spaß noch mit den Plüschies
Grüße
Susanne

Re: Re: Hummelnest Imke 27.06.2006 12:13
> Kannst Du Wachstönnchen erkennen oder sind die noch gut verdeckt? Das wäre wichtig, damit die Wachsmotten nicht zu leichtes Spiel haben.

Hallo Susanne & Stefan, danke für Eure Nachrichten!
Wachstönnchen sind seit Sonntag zu erkennen, seither auch emsige Arbeiter oberhalb der Ziegel & als 'lebendige' Abdeckung auf dem Einflugloch... Ich versuche mal ein Foto ins Netz zu bringen. Wir werden noch Ziegel dazu & eine Steinplatte darauf legen. Außerdem hoffe ich auf das Fernbleiben von Wachsmotten - zumal ich doch eben erst Hummeln zu unterscheiden lerne...

LG Imke

Hummeln Helga Blomenkamp 26.06.2006 17:05

Hallo
Ich wohne in Schweden und habe jedes Jahr hinter der Haustür in den Luftschlitzen der dahinter liegenden Wand Hummeln wohnen. Dieses Jahr sind es sehr viel und wir müssen immer den Eingang benutzen, der in der Einflugschneise der Hummeln liegt und dort ist reger Verkehr (Tag und Nacht, da es ja noch nicht dunkel wird) Wenn sie im Gesicht oder Haaren landen, scheucht man unwillkürlich mit den Händen und wird gestochen. Meine Frage: Sterben die Hummeln danach? Wie können wir uns schützen?

Re: Hummeln susanne 28.06.2006 12:47
Hallo Helga,

Hummeln gründen einjährige Völker, die im Spätsommer / Herbst (hier in Deutschland meist so Ende August) absterben, d.h. alle Arbeiterinnen und die alte Königin sterben, die meisten im Freien, an Altersschwäche. Nur die befruchteten Jungköniginnen fürs nächste Jahr überleben und suchen sich irgendwo anders einen Platz in der Erde zum Überwintern. Nächstes Jahr gründen sie ganz alleine ein neues Nest und der Kreislauf beginnt von vorne.

Wenn ihr an dieser Stelle also keine Hummeln mehr wollt, könnt ihr die Schlitze im winter verschließen, wenn alle Hummeln weg sind.

Soforthilfe für jetzt:
Eigentlich sind Hummeln sehr friedlich und Ärger gibt es nur, wenn man wie ihr in die Einflugschneise gerät oder am Nest rüttelt. Vielleicht gibt es eine Möglichkeit, irgendetwas so an/in die Einflugschneise zu stellen, dass die Hummeln von euerm "Menscheneingang" seitlich oder nach oben weggelenkt werden, wenn sie aus dem Nest kommen. Ein paar große Pflanzentöpfe, ein Brett o.ä. wären da ganz gut. Das bitte erst ABENDS aufstellen, dann fliegen sich die Hummeln am nächsten Morgen neu ein und ihr habt keinen Ärger mehr.

Ich hoffe, es klappt

Susanne

Stachel Bucceroni 26.06.2006 17:31

Hallo hoffentlich kann mir einer weiter helfen.
Kürzlich in einer lustigen Runde kam die Frage auf ob Hummeln einen Stachel haben?Die Meinungen waren geteilt.Wer kann mir Bitte die Frage beantworten.
Vielen Dank im voraus

Re: Stachel Harald 26.06.2006 22:09

Hallo,
am besten und einfachsten den Artikel bei Wikipedia lesen unter "Verteidigungsverhalten". Dann muss ich jetzt nicht alles ins Forum schreiben.

Fazit: Ja, es gibt einen Stachel ... der wird nur selten gebraucht.

http://de.wikipedia.org/wiki/Hummeln

Grüsse
Harald

Hallo hoffentlich kann mir einer weiter helfen.
Kürzlich in einer lustigen Runde kam die Frage auf ob Hummeln einen Stachel haben?Die Meinungen waren geteilt.Wer kann mir Bitte die Frage beantworten.
Vielen Dank im voraus
Hummelkönigin finden Jack 26.06.2006 19:36

Hi

meine frage: Heite is der 26.6.06!
kann ich etzt noch irgendwie ne königin für meinen nistkasten finden?
oder wie kann ich ihn besiedeln?
ciao
Jack

Re: Hummelkönigin finden Marcel 26.06.2006 21:18

Hi Jack,

leider ist es jetzt dafür zu spät! Aber wie wärs mit Wildbienen? Einen Holzscheit in den du viele Löcher bohrst. Diese sollten ca 8 cm tief und in den Stärken 2-8 mm gebohrt werden. Echt tolle Alternative und wird garantiert angenommen. Südliche Ausrichtung und ein Trockenen Unterstand.

MfG Marcel

Hummelnest im Beet Roman 26.06.2006 21:14

Bei uns im Beet haben sich Gartenhummeln (wie ich sie anhand von Bildvergleichen eingeordnet habe) in einem Mauseloch eingenistet. Nach vielen Beobachtungen kann ich die Zahl der Tiere nicht wirklich einschätzen, habe das Nest vor ungefähr 2 Monaten entdeckt und kann nur geringfügig eine Erhöhung der An- und Abflüge am Nest bis jetzt feststellen. Kann es sein, dass in das Mauseloch nicht mehr Tiere reinpassen? Ich hab es mir am anfang so vorgestellt, dass da ein reger Flugverkehr irgendwann herrschen wird, aber es tut sich nur wenig muss ich sagen. Alle 2-5 Minuten kommt oder fliegt eine ab.
Meine zweite Frage wäre ob die Hummeln im nächsten Jahr wiederkommen zum Nest, oder ob ich im Herbst wenn das Nest unbewohnt ist, es mal unter die Lupe nehmen kann. Ist das erste Mal wo ich ein Hummelnest in unserem Garten bemerkt habe, würde mich deshalb mal interessieren wie es von Innen aussieht.

Re: Hummelnest im Beet Manfred 27.06.2006 08:23

Hallo Roman,

Die Nester von Gartenhummeln bleiben meist recht klein (im Regelfall weniger als 100 Tiere), zumal nach diesem für Hummeln recht schwierigen Frühjahr. Der Flugbetrieb wird in den kommenden Tagen/Wochen weiter abnehmen, da die Gartenhummeln jetzt bereits ihren Entwicklungshöhepunkt erreicht oder überschritten haben.
Das Nest kannst Du herausnehmen, sobald keine Hummeln mehr fliegen (im Herbst wird ein unterirdisches Nest bereits verschimmelt sein).
Da Gartenhummeln gute Rückkehrer sind, solltest Du den Hohlraum erhalten oder an der Stelle nächstes Jahr einen Nistkasten aufstellen (wenn der Platz nicht zu sehr in der Sonne liegt).

Gruß aus HH
Manfred

Re: Re: Hummelnest im Beet Roman 27.06.2006 13:47

Hallo Manfred, danke für deine Antwort!
Es blüht jetzt auch der Flieder und ich bin fleißig am Hummel-Beobachten.
Mir ist an Glockenblumen eine etwas kleinere Biene aufgefallen, die die ganze Zeit um die Blumen herumgekreist ist, und andere Bienen und so angegriffen hat, und sie so vertrieben hat. Hat diese Biene ihr eigenes Revier??
Dann hab ich am Rand unserer Terrasse ebenfalls eine Biene gesehen, die immer wieder mit kleinen Blätterstücken angeflogen kam und in der Ritze zwischen zwei Platten damit verschunden ist, es ist meinen Beobachtungen nach nur eine einzige Biene. Was macht diese mit den Blättern? Macht sie jetzt erst ein Nest?

Re: Re: Re: Hummelnest im Beet Hans J. Wolter 27.06.2006 16:25

Bei der zweiten Biene wird es sich um eine Blattschneiderbiene handeln. Bei http://www.wildbienen.de/ gibt es ausführliche Informationen zu vielen Bienenarten.

Gruß - Hans

Re: Re: Re: Re: Hummelnest im Beet Roman 27.06.2006 20:13

danke, ich hab mir die infos zur Blattschneidebiene durchgelesen, die Merkmale stimmen auch mit der von mir beobachteten Biene überein die anderen Bienen angegriffen hat. Sie hat ebenfalls den Hinterleib bei der Nektaraufnahme schräg nach oben gerichtet, und ihre vordersten beine sind auch so behaart gewesen. Aber von einem solchen "angriffslustigen" Verhalten haben die auch nichts geschrieben

Re: Re: Re: Re: Re: Hummelnest im Beet susanne 28.06.2006 12:50

Hallo Roman, es gibt ziemlich viele Wildbienenarten, die "angriffslustige" könnte vielleicht auch eine Wollbiene sein, die haben Reviere. Schau mal unter www.wildbienen.de nach.
Grüße Susanne

Wilbienenhotel zerstört! Stefan Lennertz 27.06.2006 11:51

Leider ist mein Wilbienenhaus zerstört worden.
Die Röhrchen mit den Larven habe ich wiedergefunden, weiss aber nicht ob die Larve durch den Aufprall verutscht ist oder ob noch Futter vorhanden ist. Womit kann man die Tiere Füttern?

Gruß,
Stefan

Re: Wilbienenhotel zerstört! Hans J. Wolter 27.06.2006 16:19

Ich nehme 'mal an, daß es sich um Pappröhrchen handelt. Ich würde die Röhrchen wieder in den eventuell zu reparierenden Holzrahmen einbauen, wobei die Röhrchen gegeneinander und die Seitenwände etwa mittig mit einem dicken Tropfen Weißleim gesichert werden könnten. Geöffnete Röhrchen muß man wohl als Verlust abbuchen. Füttern scheint mir nicht möglich. Wie ist es denn zu dem Vandalismus gekommen?

Gruß - Hans

Re: Re: Wilbienenhotel zerstört! Angelika L. 27.06.2006 20:48
Hallo Stefan, das ist sehr ärgerlich. Vielleicht solltest du dir einen Platz mehr im Garteninneren suchen. Direkt neben dem Gehweg scheint es ja zu riskant zu sein. Vielleicht könntest du eine kleine Infotafel machen? In deiner kinderreichen Umgebung würde Information sicher hilfreich sein. Ich kann mir nicht vorstellen, das dies ein Erwachsener tut.

Es ist enttäuschend, das zu erleben.
Grüße, Angelika

Re: Re: Wilbienenhotel zerstört! Stefan Lennertz 28.06.2006 10:07

Kann leider nicht sagen wie es dazu kommen konnte.

Angelika hat aber recht, das Häuschen hängt am Zaun und ist von außen erreichbar. Allerdings ist es auch der Platz an dem die meißten Bienen fliegen. Letztes Jahr hatte ich einen Platz weiter
im inneren des Gartens, der ist aber schattiger und wurde nicht besucht.

Danke für die Tipps.

Gruß,
Stefan

Re: Re: Re: Wilbienenhotel zerstört! Angelika L. 28.06.2006 11:10
Hallo Stefan,

zum Schattenplatz möchte ich dir noch mitteilen, dass auch mein Wildbienenangebot einen eher schattigen Platz hat. Meine Rückfrage bei hymen optera hatte ergeben, dass wichtig ist, einen einigermaßen trockenen Überstand zu haben und das die Wildbienen das Nistangebot erst "entdecken" müßten. Das sehe ich jetzt bestätigt. Seit ca. zwei bis drei Wochen werden bei mir die ersten Röhrchen verschlossen, an halbschattigem Standort (am Kaninchenschuppen). Grüße, Angelika
(Was machen die Ackerhummeln? Klappt´s mit der Königin? Fliegt sie noch aus oder ist sie nach dem Einsatz in dein Nest überhaupt ausgeflogen? Neugierig frag? Angelika

Re: Re: Re: Re: Wilbienenhotel zerstört! Stefan Lennertz 28.06.2006 11:25

Gut , dann habe ich wohl alles falsch gemacht, im einen Jahr dahin gehangen, im anderen dorthin gehangen. Werde es dann halt wieder im etwas schattigeren aber sichereren Bereich aufbauen.

Die Königin ist keinmal mehr ausgeflogen, ist aber weiterhin im Nest.

Gruß,
Stefan

hatte ich leider auch Michel 29.06.2006 23:10

in diesem Jahr, allerdings wurden dabei Hornissenkästen zerstört :-(

Ärgerlich, solche vandalen Ignoranten.

Viele Grüße
Michel

Re: hatte ich leider auch susanne 30.06.2006 12:54
Hallo Michel, bei Hornissenkästen kann man ja wenigstens noch die Hoffnung haben, dass die Vandalen richtig was abbekommen haben. Ich bin sonst eigentlich nicht so rachsüchtig, und eher für werbende Überzeugungsarbeit. Aber das Maß an freilaufenden Idioten lässt mich langsam etwas radikaler werden.

Grüße
Susanne

Re: Re: hatte ich leider auch Michel 01.07.2006 19:41

Die Kästen wurden im unbewohnten Zustand zerstört und im Wald verteilt, leider habe ich damit keine Hornissenkästen mehr :-(

Viele Grüße
Michel

Re: Re: Re: hatte ich leider auch Angelika L. 02.07.2006 21:59
Das ist wirklich mehr als sehr ärgerlich. Ich setze auch eher auf Überzeugungsarbeit, aber wie, wenn mann/frau nicht weiß, wer. Vielleicht hielt eine Veröffentlichung in der Presse über diesen Vandalismus in Kombipack mit Info`s und Verurteilung dieser Taten. Schade für deine Naturschutzarbeit, aber lasse dich nicht unterkriegen. Grüße, Angelika
Hummelnahrung Wilfried Paszkowski 27.06.2006 19:47

Was suchen Hummeln an der Unterseite von Birnbaumblättern? Seit Tagen fliegen Dutzende Hummeln, wohl Erdhummeln, unser Birnbaumspalier an. Da sie an der Unterseite sitzen, sind sie allerdings schwer zu beobachten oder gar zu bestimmen.
Pascha

Re: Hummelnahrung susanne 28.06.2006 12:53
Hallo Pascha,

das könnte ein Hochzeitsplatz sein, der von den Drohnen parfümiert wird. Die hängen dann dort rum und warten auf Jungköniginnen. Schau mal, ob Du "Doppeldecker-Hummeln" an den Blättern oder auf dem Boden sehen kannst.
Oder sie sammeln Honigtau von den Blattläusen ab, der ist so süß wie Nektar.

Grüße Susanne

meine Ackerhummeln Angelika L. 27.06.2006 20:51

Ich glaube,meine Königin hat es jetzt geschafft. Sie hatte nach dem Schlupf von drei Arbeiterinnen noch schwer zu kämpfen, es verblieb nur 1 Arbeiterin und die Königin flog weiterhin alleine aus. Aber letzte Woche ist die zweite Generation geschlüpft und die Ausflüge der Königin werden immer weniger.
Wenn ich nicht zugefüttert hätte, hätte sie es bestimmt nicht geschafft, einmal fand ich sie vollkommen durchnäßt und bewegungsunfähig am Eingang.
Was meint ihr, kann ich jetzt mit Füttern aufhören und der Natur ihren Lauf lassen? Grüße, Angelika

Re: meine Ackerhummeln Harry 27.06.2006 22:44

Hallo Angelika,
Du bist wirklich eine treu sorgende Hummelfreundin. An Deiner Stelle würde ich weiterfüttern, denn aus dem gröbsten sind sie ja noch nicht raus. Sie sollen es ja schaffen Jungköniginnen hervorzubringen. Bei meinen Steinhummeln hab ich auch auf Legosteinen im Nest Nahrung angeboten. Da finden es die Ameisen nicht, die sonst ja immer was von dem leckeren Zeug abhaben wollen. :-) Damit ich nicht dauernd nachschütten muss habe ich eine größere flache Legoplatte genommen und sie mit den 8 Noppen Legosteinen bestückt.Das reicht für eine Weile.

Mein Kaukasusgamander (wir sprachen mal drüber) wird dieses Jahr wohl nicht mehr zur Blüte gelangen, obwohl ich sie schon seit Februar vorgezogen habe.

Viel Glück mit Deinen Ackerhummeln
Gruß Harry

Re: Re: meine Ackerhummeln Angelika L. 28.06.2006 11:05
Hallo Harry,

dann werde ich mal weiterfüttern. :-)
Kaukasusgamander ist einer zweijährige Pflanze. Im ersten Jahr wird wie beim Fingerhut eine Art Rosette gebildet, im zweiten Jahr kommt es zur Blüte. Zweijährig ist eigentlich auch nicht richtig. Es soll ja eine Staude sein. Meine Pflanzen stehen jetzt kurz vor der Blüte.
Nach zwei Jahren Aufbauarbeit kann ich jetzt in unserem Garten ein lückenloses Trachtpflanzenangebot vom Frühjahr bis zum Herbst bieten. Darüber freue ich mich sehr. Ich hoffe, dass es mir gelingt das Hummelaufgebot in unserer Gegend zu stärken.
fr. Grüße, Angelika

Hummeln im Meisenkasten?! Trödeltante 28.06.2006 12:34

Hallo,

wir haben im Frühjahr einen Meisenkasten aufgebaut, in ca. 1,90m Höhe. Der Kasten wird gut von Mirabellenzweigen verdeckt.
Nun waren wir 10 Tage im Urlaub und gestern habe ich gesehen, das ganz viele Hummeln um diesen Kasten herumgeschwirrt sind.
Das Einflugsloch wurde bis auf 2 kleine runde Löcher verbaut?!
Es sind ganz kleine Tiere.

Was könnten das für Hummeln sein?
Wie soll ich mich weiter verhalten?
Wird das Nest mehr als 1x benutzt oder muß man es im Winter ausräumen?

Ich würde mich über Antworten freuen,
Dank,
Tt

Re: Hummeln im Meisenkasten?! susanne 28.06.2006 12:59
Hallo Trödeltante,

am besten, ihr lasst das Nest in Ruhe. In Vogelnistkästen sitzen meistens Baumhummeln und die mögen keine Einmischung in ihre "inneren Angelegenheiten". Wenn soviele da rumschwirren sind es vielleicht Drohnen, die auf ausfliegende Jungköniginnen lauern, eine Spezialität bei Baumhummeln. Andere Hummelarten suchen sich eher andere Plätzchen für den Hochzeitstanz.

Das Volk ist einjährig, es storbt also zum Herbst hin vollständig ab. danach sollte es entsorgt und der Kasten gereinigt werden. Vielleicht kommt nächstes Jahr eine Jungkönigin zurück und siedelt neu. Bis dahin hält sie irgendwo im Boden Winterschlaf.
Viel Spaß beim beobachten, schau mal nach den Farben Deiner Hummeln, Baumhummeln sind braun-schwarz-weiß (von vorne), bei anderen Farben ist es eine andere Art.

Grüße
Susanne

Re: Re: Hummeln im Meisenkasten?! Trödeltante 28.06.2006 13:08
> Hallo Trödeltante,
am besten, ihr lasst das Nest in Ruhe. In Vogelnistkästen sitzen meistens Baumhummeln und die mögen keine Einmischung in ihre "inneren Angelegenheiten". Wenn soviele da rumschwirren sind es vielleicht Drohnen, die auf ausfliegende Jungköniginnen lauern, eine Spezialität bei Baumhummeln. Andere Hummelarten suchen sich eher andere Plätzchen für den Hochzeitstanz.

Das Volk ist einjährig, es storbt also zum Herbst hin vollständig ab. danach sollte es entsorgt und der Kasten gereinigt werden. Vielleicht kommt nächstes Jahr eine Jungkönigin zurück und siedelt neu. Bis dahin hält sie irgendwo im Boden Winterschlaf.
Viel Spaß beim beobachten, schau mal nach den Farben Deiner Hummeln, Baumhummeln sind braun-schwarz-weiß (von vorne), bei anderen Farben ist es eine andere Art.

Grüße
Susanne

Hallo Susanne,

klasse, vielen Dank für Deine schnelle Antwort. Ich freue mich sehr über dieses Nest.

Viele Grüsse,
Tt

schwedische Hummeln Helga Blomenkamp 28.06.2006 17:04

Wer gibt mir Rat? Bitte antwortet jemand auf meinen Beitrag v. 26.06.

Re: schwedische Hummeln Alexander (Bombus-Admin) 28.06.2006 20:45

Susanne hat Dir schon eine sehr gute Antwort auf Deine Frage gegeben.

Feinde der Hummeln FreeNature 28.06.2006 21:40

Hallo,
wie kann man Hummelnester effektiv vor Plünderung durch Marder, Dachs und Fuchs schützen, glaube jedenfalls, daß diese Tiere Hummelnester ausrauben.
Für nützliche Tipps wäre ich sehr dankbar.

MfG
FreeNature

Antwort an Susanne Helga Blomenkamp 29.06.2006 07:27

Liebe Susanne,
Ich danke Dir für Deinen Rat und werde ihn befolgen. Es sind auch viel kleinere Hummeln als in Deutschland. Sie sind jedes Jahr in der Wand und dies Jahr extrem viel. Sie fliegen Tag und Nacht, nur morgens gegen 4 Uhr wirds weniger, wahrscheinlich wegen der Feuchtigkeit vom See.
Verlieren die Hummeln nach dem Stechen den Stachel? Bin jetzt schon mehrmals gestochen worden und es ist nur kurze Zeit schmerzhaft, es brennt. Kurze Zeit später ist alles 0K, es wird weden rot, noch schwillt es an.
Tack sa mycke
Helga

an Helga zu schwedischen Hummeln susanne 29.06.2006 14:00
Hallo Helga,

Hummeln können ihren Stachel, im Gegensatz zur Honigbiene, wieder aus dem Opfer rausziehen und bei Gelegenheit nochmal verwenden, da sie kaum Widerhaken am Stachel haben. Deshalb kommt auch weniger Gift in die Stichwunde rein, bei der Biene pump die Giftblase ja auch noch, wenn die Biene (ohne ihren Stachel) schon wieder weg ist.

Wenn Deine Hummeln so klein sind, frag ich mich natürlich gleich neugierig, was das für welche sind bzw. ob es überhaupt Hummeln oder vielleicht andere Wildbienenarten sind. Kannst Du ein Foto machen? Oder mal genau gucken, was für Farbstreifen die haben?

Grüße Susanne

Re: an Susanne schwed. Hummeln Helga Blomenkamp 01.07.2006 05:05
> Hallo Helga,
Hummeln können ihren Stachel, im Gegensatz zur Honigbiene, wieder aus dem Opfer rausziehen und bei Gelegenheit nochmal verwenden, da sie kaum Widerhaken am Stachel haben. Deshalb kommt auch weniger Gift in die Stichwunde rein, bei der Biene pump die Giftblase ja auch noch, wenn die Biene (ohne ihren Stachel) schon wieder weg ist.

Wenn Deine Hummeln so klein sind, frag ich mich natürlich gleich neugierig, was das für welche sind bzw. ob es überhaupt Hummeln oder vielleicht andere Wildbienenarten sind. Kannst Du ein Foto machen? Oder mal genau gucken, was für Farbstreifen die haben?

Grüße Susanne
Re: an Helga zu schwedischen Hummeln Helga Blomenkamp 01.07.2006 05:15
> Hallo Helga,
Hummeln können ihren Stachel, im Gegensatz zur Honigbiene, wieder aus dem Opfer rausziehen und bei Gelegenheit nochmal verwenden, da sie kaum Widerhaken am Stachel haben. Deshalb kommt auch weniger Gift in die Stichwunde rein, bei der Biene pump die Giftblase ja auch noch, wenn die Biene (ohne ihren Stachel) schon wieder weg ist.

Wenn Deine Hummeln so klein sind, frag ich mich natürlich gleich neugierig, was das für welche sind bzw. ob es überhaupt Hummeln oder vielleicht andere Wildbienenarten sind. Kannst Du ein Foto machen? Oder mal genau gucken, was für Farbstreifen die haben?

Grüße Susanne
Liebe Susanne,

Entschuldige, da ist etwas schief gelaufen. Leider kann ich auch kein Foto machen, aber ich werde sie Dir so gut wie möglich beschreiben:
Sie sind halb so klein wie in Deutschld. schwarzes Gesicht, Vorderteil rostbraun mit einem schwarzen Punkt oben drauf, dann wieder schwarz und das letzte Endchen ist hell, fast weiß.
Grüß Dich
Helga

Helgas schwedische BAUM-Hummeln? susanne 10.07.2006 13:44
> >Hallo Helga,

hat etwas gedauert, da ich in Urlaub war.

Nach der Färbung könnten das Baumhummeln sein, es sei denn, in Schweden gibt es eine besondere Art, die ähnlich aussieht.
Inzwischen habe ich mir überlegt, dass die Größe Deiner Hummeln wahrscheinlich nur damit zu tun hat, dass Du die dicken, auffälligen Königinnen aus Deutschland in Erinnerung hast und nun am Nest lauter Arbeiterinnen siehst. Und die sind von Natur aus viel kleiner als die dicken Königinnen. Besonders die ersten Generationen der Hummeln sind oft erstaunlich klein, weil sie als Larven so wenig zu futtern bekommen haben. Denn da sorgt die Königin noch alleine für die Brut. Wenn dann noch schlechtes Wetter ist, sieht der Nachwuchs mickrig aus.
Später, wenn mehr helfende Flügel da sind, werden die Geschwister besser versorgt und größer. Gegen Ende des Sommers gibt es dann wieder richtig große Hummeln, die neuen Königinnen fürs nächste Jahr. Vielleicht kannst Du das ja mal beobachten.
Ich hoffe, ihr werdet inzwischen nicht mehr gestochen. Wenn es Baumhummeln sind, erklärt das auch ihre Verteidigungsbereitschaft. Sie gehören unter den friedlichen Hummeln zu den am ehesten mal "zickigen" Exemplaren. Auch mit ihnen kann man sich aber gut arrangieren.
Liebe Grüße nach schweden
Susanne