Beiträge aus 2006

Gründen die Gartenhummeln Jungköniginnen noch heuer ein Nest Franz Schmidlechner 11.06.2006 12:02

Liebe Hummelfreunde

Jetzt am Vormittag habe ich Gartenhummelnköniginnen (Jungköngiginnen 2006) am Fingerhut mit Höschen, so etwa 5 Stück gesehen. Man sagt das Gartenhummeln ein 2 Schlupf hervorbringen. Im Jahr 2004 konnte ich auch Mitte Oktober Gartenhummeln in größere Anzahl am Springkraut in der Murau sehen. Zur Information die ersten Gartenhummeln haben bereits am 4 April mit der Nestgründung begonnen und zwei von meinen Nestern haben sich bereits aufgelöst.

Meine Fragen an die Hummel - Experten: Sind diese Pollen tragenden Jungköniginnen bereits in einer Nestgründungsphase? Könnte man auch Nestsuchende Jungköngiginnen die nach Nestern suchen sehen und diese wieder in Nistkästen ansiedeln versuchen? Gibt es da eventuell auch Rückkehrende Königinnen?

Mfg. Franz

Re: Gründen die Gartenhummeln Jungköniginnen noch heuer ein Nest Manfred 12.06.2006 08:04

Hallo Franz,

bei mit haben die Gartenhummeln ebenfalls erste Jungköniginnen (Nestgründung am 24. April), sie fliegen aber immer noch zum Nest zurück, da es noch keine Drohnen zur Begattung gibt.
Bist Du sicher, dass es sich um Jungköniginnen handelt und nicht um große Arbeiterinnen (die lassen sich bei den Gartenhummeln an Trachpflanzen praktisch nicht unterscheiden)?
Es stimmt, dass Gartenhummeln gelegentlich eine 2. Generation hervorbringen, doch dafür ist es jetzt eigentlich noch zu früh.

Gruß aus HH
Manfred

Re: Re: Gründen die Gartenhummeln Jungköniginnen noch heuer ein Nest Franz Schmidlechner 12.06.2006 12:06

Hallo Manfred,

Ja, ich bin mir 100% sicher das es um Königinnen handelt. Meine Spezielle Frage war, sind diese Pollen tragenden Jungköniginnen bereits in einer Nestgründungsphase? Sicher werde ich die Situation intensiv Weiterbeobachten! Ich werde auch auf deinen Hinweis, am Abend in den Nestern der Gartenhummeln nachschauen ob die noch heimkehren. Wäre es sinnvoll die Hummeln zu markieren?

Mfg. Franz

Re: Re: Re: Gründen die Gartenhummeln Jungköniginnen noch heuer ein Nest susanne 13.06.2006 14:22
Hallo Franz, es gibt manchmal auch Jungköniginnen, die sich an der Arbeit im alten Nest beteiligen. Auch die Drohnen helfen z.B. beim wärmen der Brut. Für die jungen Königinnen ist das allerdings riskant, denn sie verschleißen dadurch ihre Flügel mehr als sonst, fressen sich evtl. nicht genug Speck an und verringern damit ihre Chancen im nächsten Jahr selbst erfolgreich zu gründen.

Zum markieren kommt es auf Deine Wißbegier und Geschicklichkeit an. Ich würd mir das nicht zutrauen, aber die Imker unter uns machen sowas ja aus dem ff und ohne die Tiere zu schädigen. >

Grüße Susanne
Raupenfrei die 2. Andreas Bohm 11.06.2006 12:23

Hallo,
ich wollte gestern meine beiden Erdhummelvölker zur Vorbeugung mit Raupenfrei behandeln. Da aber jeweils die 3. Generation geschlüpft ist, waren dort viele, meist nicht erfreute Hummeln. Ich habe mich ehrlich gesagt nicht getraut, die Nester frei zu legen (ohne Schutzkleidung). Mir bleib nichts anderes übrig, als das Nistmaterial und heimkehrende Hummeln mit der Raupenfreibrühe zu bespritzen. Ist das ausreichend um das Nest zu schützen, oder hätte ich mir das sparen können? Gibt es vielleicht noch Tipps/Tricks für "Ängstliche" und/oder Anfänger.

Sommerliche Grüße aus Schleswig-Holstein,
Andreas

Re: Raupenfrei die 2. Franz Schmidlechner 11.06.2006 15:59
Hallo, Andreas

Sind die Ecken im Nest versponnen, wäre das ein Zeichen eines Befalles, ohne das man die Nestkugel öffnet.

Wenn nicht genügt die Anwendung schon, die Hummeln verteilen den Bazillus im Nest gleichmäßig. Bazillus thuringiensis ist ein Raubenfraßmittel und muss von den Rauben durch Nahrung aufgenommen werden, damit es wirkt. Wenn eine Röhre ins Nest führt, könntest du diese öfter mit den Mittel P.T. benetzen. Wenn kein Befall vorhanden ist - nur nicht übertreiben.

Mfg. Franz

Re: Raupenfrei die 2. susanne 12.06.2006 10:30
Hallo Andreas, da gibt es nur eins: kauf oder bastel dir einen Schleier, der Dein Gesicht und den Hals schützt, zieh helle glatte Klamotten an und mach das Nest auf. Du musst auf die Wachswaben sprühen, sonst fressen die Raupen den Kram nicht und das müssen sie, um zu krepieren.

Hummeln beim Einflug anzusprühen reicht wahrscheinlich nicht, außerdem weiß ich nicht, wie die Hummeln das finden, so klitschnass zu sein.
Ich hatte beim ersten Mal auch Angst und echten Respekt vor den kleinen Giftnudeln habe ich immer noch. Aber erstens ist so ein Stich nicht wirklich schlimm, wenns einen doch mal erwischt und zwietens kannst Du ihn ausschließen, wenn Du Dich ruhig und überlegt bewegst, alle Utensilien vorher perfekt bereit stellst, schnell arbeitest und Dich immer wieder ein bischen zurückziehst, wenn sie zu giftig werden. Achte darauf, dass möglichst alle wieder drin sind, wenn Du den Deckel wieder schließt. Die Innenarbeiterinnen kennen den Kasten von außen nicht und finden daher auch nicht mehr allein zurück.
Viel Erfolg
Susanne

Handschuhe nicht vergessen. susanne 12.06.2006 10:32
> Nachtrag. Handschuhe sind wichtig und auch dass die Bündchen gut abschließen, die finden diese kleinen Eingänge und weil sie dort natürlich gequetscht werden, stechen sie dann wirklich.
Fotos?? Michael 11.06.2006 18:53

Hallo,

Wie kann ich ein Foto anfügen, oder kann ich das gar nicht ?

mfg.

Hummelnest - ungebetene Gäste Thomy 12.06.2006 00:06

Habe aufmerksam eure Homepage gelesen und suche nach einer Lösung.
. Zwischen Hausmauer und meiner Terrasse ist ein Spalt – jetzt fliegen regelmäßig Hummeln ein und versuchen wohl ein Nest anzulegen. Die Einflugschneise
liegt genau unter meinem Tisch in den Kellerschacht, von das aus in den Spalt.
Wie bekomme ich die „Gaste“ dauerhaft wieder los?

Re: Hummelnest - ungebetene Gäste Angelika L. 12.06.2006 09:44
Hummeln sind unproblematisch und stehen unter Naturschutz, da vom Aussterben bedroht.

Wenn bei dir schon mehrere Hummeln fliegen, befindet sich das Nest schon länger dort und es fällt dir erst jetzt auf, da die Population gestiegen ist. Das zeigt dir auch, wie harmlos sie sind. Freu dich, dieses Stück Natur erleben zu dürfen, dieses Jahr ist ein besonders schlechtes Hummeljahr.
Ende Juni/Anfang Juli (je nach Art, auch erst im Herbst - Ackerhummeln - stirbt das Nest bereits ab.
Wenn du im nächsten Jahr keine Rückkehrerinnen haben möchtest, verschließe den Spalt nach Absterben des Nestes.
Auch wir hatten bis auf dieses Jahr jedes Jahr ein Nest in unserer Sitzecke. Die Flugbahn lag genau in Kopfhöhe. Es gab nie Probleme und es war spannend die Tierchen zu beobachten und zu erleben , wie die ersten Jungköniginnen in die Welt starteten.
Wie sehen deine Hummeln denn aus? Vielleicht können wir die Art bestimmen.
Freundl. Grüße und viel Spaß mit den Hummeln,
Angelika

Re: Hummelnest - ungebetene Gäste Stefan Lennertz 12.06.2006 10:37

Hallo,

erstmal zur Information:

- das Nest fügt der Bausubstanz keinen Schaden zu, jetzt nicht, und auch die Reste nicht nachdem das Nest abgestorben ist.

-Hummeln sind in der Regel harmlose Gesellen die keinerlei Interesse am Menschen haben, auch nicht an irgendwelchen Süßigkeiten, weshalb man nicht damit rechnen muß das man beim Essen gestört würde.

-Das Wort "Einflugschneise" ist richtig gewählt, genau so verhält es sich auch. Sollte beim An-oder Abflug etwas in dieser liegen, kann es sein das die Hummel kurz inne hält und nach einem Umweg sucht. Dieses Verhalten ähnelt dem einer Wespe, dann bitte nicht schlagen.

So wie Du die Situation beschreibst wäre es wohl nicht einfach an das Nest heranzukommen, ohne etwas abzumontieren. Daher würde ich hoffen das Du erstmal versuchst mit dem Nest zu Leben, denn was nicht schadet kann eigentlich nur nutzen. Ansonsten könntest Du ja mal einen Hummelfreund vor Ort anzusprechen, der sich die Situation mal anschaut, oder einen Imker.

Gruß,
Stefan

Gruß,
Stefan

Re: Hummelnest - ungebetene Gäste susanne 12.06.2006 10:42
Wie Angelika schon schrieb, das Nest ist schon länger da. Die Kleinen haben ganz schön geschuftet bis jetzt, also sei so nett und dulde sie noch ein wenig. Sie haben nur Völker für einen Sommer, dann sind sie weg.

Einfach umbringen willst Du sie ja wohl hoffentlich nicht (ist auch verboten). Durch den Sitz im Hausspalt kann man das Nest auch nicht umsiedeln, es sei denn, du willst die Wand aufstemmen. Und das wäre wirklich etwas übertrieben, bei so friedlichen Nachbarn.

Wie Du sicher schon bemerkt hast, interessieren sie sich überhaupt nicht für das, was AUF deinem Tisch ist. Sie werden nie so lästig wie Wespen, auch nicht, wenn es Pflaumenkuchen oder Fruchtsaft gibt, denn dafür haben sie viel zuviel mit Blütenabsammeln zu tun und unser essen mögen sie nicht.
Also keine Gefahr, auch nicht für Kinder mit süßem Schmiermund.

Wenn Du ihre Flugschneise unverstellt lässt wie bisher und sie nicht fängst, barfuß drauf trittst oder sie quetscht, tun sie nichts.

Es ist also bei Hummeln ganz leicht, "in Einklang mit der Natur" zu leben und zum Forscher im eigenen Garten zu werden.

Also, nimm es als Geschenk, nicht als Prüfung. ich wäre froh, ich hätte so ein Nest an meiner Terrasse.
Grüße
Susanne

Re: Hummelnest - ungebetene Gäste Thomy 12.06.2006 16:36

Erstmal großes Lob mit welcher Ernsthaftigkeit dieses Forum betrieben wird. Es war mit klar das "lasst die Hummeln leben" die Antwort werden wird. Ich fragte mich, das es zur Zeit eine vertretbare Menge ist (Sie werden sicher noch mehr), ob man nicht jetzt eingreifen sollte, bevor es richtig los geht.
Ich dachte eigentlich an eine ordentliche Überflutung der Spalte - die Hummeln werden das doch gut vertragen, jedoch werden Sie den Platz nicht mehr als Ideal einstufen.
Die Hummelart kann ich bisher noch nicht bestimmen - haben jedoch kräftige Farben.

Re: Re: Hummelnest - ungebetene Gäste Stefan Lennertz 12.06.2006 17:07
Erstmal großes Lob mit welcher Ernsthaftigkeit dieses Forum betrieben wird. Es war mit klar das "lasst die Hummeln leben" die Antwort werden wird. Ich fragte mich, das es zur Zeit eine vertretbare Menge ist (Sie werden sicher noch mehr), ob man nicht jetzt eingreifen sollte, bevor es richtig los geht.
Ich dachte eigentlich an eine ordentliche Überflutung der Spalte - die Hummeln werden das doch gut vertragen, jedoch werden Sie den Platz nicht mehr als Ideal einstufen.
Die Hummelart kann ich bisher noch nicht bestimmen - haben jedoch kräftige Farben.

Hallo Thomy,

erst mal Danke das Du dich mit dem Thema auseinandersetzt, machen ja auch nicht viele.

Bin mir nicht ganz sicher was Du unter "Überfluten" verstehst? Man kann das Hummelvolk nicht zum Umziehen bewegen, indem man ihnen das Nest versucht madig zu machen. Das scheitert schon allein daran das die Königin nicht mehr das Nest verlassen wird, und ohne Königin kein Nest, da sie die einzige ist die Eier legen kann.

Die einzige Möglichkeit wäre es das Nest komplett umzusiedeln, aber dafür müßte man erst mal an das Nest herankommen.

Daher die Bitte der meisten in diesem Forum mit den Tieren zurechtzukommen, da die einzige andere Alternative wohl wäre den Eingang zu verschließen, und das Volk würde sterben.

Daher noch mal die bitte: Versucht es mal, Ihr wäret nicht die einzigen die Nacher begeistert von der Harmlosigkeit der Hummeln gewesen wären,

Gruß,
Stefan

Re: Re: Re: Hummelnest - ungebetene Gäste Angelika L. 13.06.2006 11:38
Und, ich kann mir den Hinweis nicht verkneifen, stehen Hummeln unter strengem Naturschutz. Sie sind vom A U S S T E R B E N bedroht. Überlege dir doch noch einmal, ob es nicht möglich ist, besonders in diesem schlechten Jahr, die wenigen Wochen noch die Hummeln zu tolerieren. Freundl. Grüße, Angelika
Re: Re: Hummelnest - ungebetene Gäste susanne 13.06.2006 13:50
Hallo Tommy,

es ist schon richtig losgegangen! Die wohnen da schon seit ca. 8 Wochen und sind in etwa in der Lage, die ein Häuslebauer hat, der all sein Geld ins Haus gesteckt hat und bei der Bank hoch verschuldet ist, sie können nicht mehr weg!
Für eine "vorbeugende" Maßnahme ist es also schon zu spät. Da hättest Du der Königin Ende April/Anfang Mai das Loch vor der Nase zustopfen müssen. Das kannst Du ja im Winter machen, damit nächstes Jahr keine wiederkommen.
Jetzt hat sich der Körperbau der Königin bereits verändert. Sie hat einen dickeren Hinterleib wegen der ganzen Eier und kann nur noch beschwerlich fliegen. Sie klammert an ihrem Nest und wird es nicht verlassen, auch wenn sie dafür ertrinken muss.
Wasser ist sowieso eine der denkbar schlechtesten Methoden, Hummeln zu vertreiben. Sie atmen über ein feines Röhrchensystem in ihrem Chitinpanzer. Wenn die Röhrchen alle voll Wasser laufen, krepieren sie ganz elend. Sie kommen damit also NICHT gut klar!

Du hast derzeit nur drei Möglichkeiten, aus denen Du wählen kannst. Was anderes geht nicht mehr!
1. lass sie in Ruhe und toleriere ihren kleinen Staat bis etwa Mitte August
2. lass sie umsiedeln (von einem Profi gegen Unkostenerstattung, Auskunft erteilt die Untere Naturschutzbehörde
3. bring sie um

Letzteres halte ich, wie Du sicher verstehen kannst, nicht wirklich für eine Alternative - zumal sie unter Naturschutz stehen.
Aber darauf wird jede Maßnahme abseits von 1 oder 2 hinauslaufen, die Du ergreifst!
Überleg Dir also bitte nochmal, ob sie wirklich so sehr stören, dass Du sie dafür umbringen willst. Oder ob Dein Bedürfnis nach tierchenfreier Terrasse nicht auch für ein paar Wochen zurückstehen könnte.

Zur Art:
Wenn es gelb-bunte "Borussia-Hummeln" sind, sind es Erdhummeln, bei rotem Po und sonst schwarz Steinhummeln und braun-schwarz-weiß sind Baumhummeln.

Also, machs Dir leicht, aber nicht einfach ...

Viel Spaß mit den Hummeln

Susanne

Endlich Angelika L. 12.06.2006 09:47

Am Samstag habe ich in den Nistkasten meiner Ackerhummel geschaut und siehe da, zwei kleine Miniarbeiterinnen wuselten herum, noch ganz blass.
Heute habe ich eine davon an den Lupinen gesehen. Sie sind extrem klein, vielleicht 6 mm. So kleine habe ich noch nie gesehen, aber fit, mit Riesenpollenhöschen. Grüße, Angelika

Re: Endlich susanne 12.06.2006 10:45
Hallo Angelika, ich freu mich für dich. das ist dochmal eine gute Nachricht! Immerhin haben die Kleinen jetzt ja ein Schlaraffenland ganz für sich, da wird das Nest wohl prima wachsen können.

Grüße Susanne

Re: Endlich Stefan Lennertz 12.06.2006 10:46

Toll, geht doch!

Deine Königin sitzt übrigens auf den Waben und brütet, scheint geklappt zu haben. Da ich auch sonst keine Tote Hummel hab finden können, gehe ich mal davon aus das es sich bei der toten Hummel auch um die Königin gehandelt hatte.

Gruß,
Stefan

Re: Re: Endlich susanne 12.06.2006 10:48
Hallo ihr beiden "Bergischen"? das versteht sonst keiner. was brüten sich eure Königiunnen da nun zusammen?

Neugierige Grüße von susanne

Re: Re: Re: Endlich Stefan Lennertz 12.06.2006 11:04

Ist auch nicht so leicht zu durchschauen ;-)

Vor einigen Tagen habe ich Angelika mal eingeladen meine Nester und meinen Garten zu besichtigen. Genau an dem Morgen habe ich im Ackerhummelnest eine große Ackerhummel tot aufgefunden, wobei es sich aufgrund der Nestphase eigentlich nur um die Königin hat handeln können.

Da ich auch trotz intensiver Suche keine größere Hummel hab finden können, sah ich mich da bestätigt.

Angelika hat an diesem Nachmittag Brennesseln beseitigt und offentsichtich dabei ein Nest zerstört. Die Königin, von der die Rede ist, hat zwei Tage lang ohne Erfolg das Nest gesucht, bis Angelika sie dann eingefangen hat.

Habe die besgte Königin eingesetzt, und es hat wohl geklappt.

Das wars,

Stefan

Re: Re: Re: Endlich Angelika L. 12.06.2006 14:39
>Hallo ihr beiden "Bergischen"? das versteht sonst keiner. was brüten sich eure Königiunnen da nun zusammen?
Neugierige Grüße von susanne

lach lach,
Ja das hört sich so an, als würden wir uns unsere Königinnen gegenseitig ausleihen.
Bei uns gibt es einige wilde Ecken und ein Stück mußten wir roden, weil da ein Hühnerhaus hinkommt. Ich hatte die Stelle schon vorher beobachtet, um auszuschließen, dass da vielleicht etwas ist. Offensichtlich nicht gründlich genug. Just nach Entfernen der Brennesseln kam eine Ackerhummelkönigin und suchte permanent die Stelle ab. Ich habe mich so über mich geärgert, habe zentimeterweise den Boden abgesucht, nichts gefunden. Nun wußte ich von Stefan´s Verlust, es war auch eine Ackerhummel. So haben wir es versucht und ich freue mich sehr, dass es geklappt hat.
(Habe gestern auf deinen Bericht gewartet, Stefan:-) ). So konnte der Brut geholfen werden und der Königin. lg Angelika

Re: Re: Re: Re: Endlich susanne 13.06.2006 13:29
> Glückwunsch und danke für die "Aufklärung". Finde ich ja spannend, dass das wirklich klappt mit so einer Notaktion.

Grüße an euch beide
Susanne

tote hummelpuppe torsten 12.06.2006 09:56

guten morgen!

gestern lag eine tote hummelpuppe vor dem eingang meines nistkasten (dunkle erdhummel). was ist da passiert? mein nest ist schon sehr groß und es ist auch viel flugverkehr so das ich nicht davon ausgehen kann das die puppe verhungert ist, da auch ein großes nahrungsangebot bei uns ist phacelia, wildrosen und sonstige gartenblumen.

danke für eure auskunft

Re: tote hummelpuppe susanne 12.06.2006 10:46
Hallo Torsten, vielleicht hat die Puppe zuviel Hitze abbekommen oder sonst einen Defekt, den wir nicht sehen können. Puppen und Larven mit Entwicklungsstörungen werden aussortiert. Solange es nur eine ist, würde ich mir keine Sorgen machen.

Grüße
Susanne

Re: Re: tote hummelpuppe torsten 14.06.2006 09:56
hallo susanne,

ich habe jetzt decken auf die nistkästen gelegt, um die sonne noch zusätzlich zu mindern, mein erdhummelnest ist bereits sehr groß, so das in der früh ein wirklich starker flugverkehr, so stark das sich die hummelbeim flugloch in die quere kommen, bei den ackerhummel ist es deutlich ruhiger aber das nest entwickelt sich ebenfalls prächtig. motten konnte ich bei meinen nesten bis jetzt nicht entdecken, probiere die abwehr mit kaffee, habe bereits im forum darüber geschrieben. nährer info werde ich im herbst bei der säuberung bekannt geben.

lg
torsten

Alufolie gegen Hitze susanne 14.06.2006 14:03

Hallo Torsten,
Alufolie geht sehr gut gegen Hitze, mit der reflektierenden Seite nach außen auf dem Dach angebracht.
Schön, dass Deine Völker brummen.
Bei der Mottenkontrolle immer auch unter das Nest oder unten rein schauen. Die Biester fangen von unten an und rollen dann das Nest von dort aus systematisch auf. Außerdem fliehen sie bei Lichteinfall oder Gerüttele sofort nach unten. Wenn man sie bei einer normalen Kontrolle bereits oben sieht, kommt meist schon fast jede Hilfe zu spät.
Grüße Susanne

Re: Alufolie gegen Hitze Michael 14.06.2006 14:50

Hallo,

Bei der Mottenkontrolle immer auch unter das Nest oder unten rein schauen. >

Wie kann ich unter das Nest schauen... ????

mfg Michael

Re: Re: Alufolie gegen Hitze susanne 16.06.2006 10:04
Hallo Michael,

wenn das Nest klein und kompakt ist, kannst Du es mit behandschuhten Händen einfach vorsichtig hochheben, also den Wachsteil des Nestes. Der liegt meist nur auf der Polsterwatte darunter lose auf. Dabei vorsichtig vorgehen, damit nix aueinanderbricht und immer in der Waagerechten halten, damit aus den Honigtöpfchen nix rauslaufen kann. Du musst das auch nicht meterhoch halten, nur kurz ein paar Zentimeter anlupfen, drunterschauen, ob da was wurmiges wuselt und gleich wieder absetzen.
Geh davon aus, dass die Damen echt sauer werden, also trag einen gut schließenden Schleier. Die riechen an dem Co2 in deinem Atem, wo Dein Gesicht ist und fliegen es gezielt an.

Wenn Würmer da sind, alles zur Ruhe kommen lassen und Spritzbrühe ansetzen. Dann das Ganze nochmal mit Sprühflasche im Anschlag und Waben wie Würmer einnebeln. Sehr große Maden kann man auch vorher absammeln, am besten mit einer Pinzette.

Viel Erfolg und hoffentlich hat das Nest gar nix.
Grüße
Susanne

Hummelnest im Bad Stefan Wimmer 12.06.2006 14:55

Hallo ihr Hummelfreunde,
ich habe zwischen Holzdecke und Dach in meinem Bad ein Hummelnest. Durch die Informationen auf Wikipedia und auf eurer homepage habe ich mich entschlossen nichts gegen das Nest zu unternehmen. Jetzt zwei Fragen dazu:
- Wenn ich im Bad die Zwischenräume mit Randleisten zumache finden die Hummeln einen anderen Weg nach draußen? (Wir müßen jeden Tag ca. 5 nach draußen geleiten, bzw. aus unserer Wäsche und den Handtüchern befreien)
- Leider konnte ich die Hummelart nicht exakt bestimmen (vorne rot, Körper schwarz, hinten gelber Streifen), gibt es eine Möglichkeit, dass ich jemanden ein Foto per mail schicke, der Ahnung davon hat?

Vielen Dank
Stefan

Re: Hummelnest im Bad Stefan Lennertz 12.06.2006 15:14

Hallo,

ich hatte auch mal ein Hummelnest im Badezimmer, im Handtuchstapel. Bei mir sind sie immer durchs offene
Fenster geflogen. Stand das Fenster bei euch lange Zeit auf? Ansonsten müßte man doch eine Stelle am Haus finden an der Hummeln aus-und einfliegen.Bei der wohl schon großen Anzahl an Hummeln sollte das schnell rauszufinden sein. Sollte dem so sein, kann man die Lücken ruhig schließen, dann wäre es wahrscheinlich sogar besser für die Hummeln.

Die Hummelart läßt sich bestimmt leicht bestimmen. Versuchs mal unter "Hummelarten" auf deiser Hompage, oder Bild an obige Adresse senden.

Gruß,
Stefan

Re: Re: Hummelnest im Bad Stefan Wimmer 12.06.2006 15:21

Danke für die schnelle Antwort,
- andere Anflugschneise konnte ich keine finden, aber ich werde mich mal auf die Lauer legen.
- die Art konnte ich leider nicht feststellen, weder auf eurer homepage noch auf wildbienen.de, da es mich aber interessiert (jetzt hab ich schon so viel zum Thema Hummel recherchiert, da will ich das auch noch wissen), werde ich dir ein Foto schicken.

lg
ebenfalls Stefan

Re: Re: Re: Hummelnest im Bad Stefan Lennertz 12.06.2006 23:21

Noch kein Foto da. Auf der Homepage von www.aktion-hummelschutz.de gibt es auch eine sehr gute Bestimmungshilfe.

Gruß,
Stefan

Re: Re: Re: Re: Hummelnest im Bad Stefan Wimmer 13.06.2006 13:15

Ich hab ein kleines Problem ein brauchbares Foto zu machen. Allerdings ist da ein Unterschied: Die (zu rettenden) Hummeln in meinem Bad sind alle relativ klein, mit schwarzem Körper und einem dunkel-roten Hinterteil. Auf den Blumen vor meinem Bad sind allerdings andere versammelt mit einem gelben Streifen im vorderen Bereich und etwas größer.

Re: Re: Re: Re: Re: Hummelnest im Bad Stefan Lennertz 13.06.2006 13:47

Die Hummeln in Deinem Bad dürften dann andere sein als die an den Blumen, ich glaube Steinhummeln.

Es muß doch irgentwie rauszufinden sein wie und wo die Hummeln reinkommen. Hast Du mal versucht wie es aussieht wenn man das Fenster aufmacht?

Gruß,
Stefan

Re: Re: Re: Re: Re: Hummelnest im Bad susanne 13.06.2006 14:17
Hallo Stefan, die im Bad sind dann sicher Steinhummeln, die anderen haben dann nichts mit ihnen zu tun. Wenn sie noch so klein sind, aber schon 4-5 gleichzeitig, ist das wahrscheinlich die komplette erste Generation und es kann schon sein, dass sie gar keinen anderen Ausgang haben. Konntest Du feststellen, aus welcher Spalte sie im Bad kommen? Vielleicht kannst Du dann alles bis auf eine kleine Hummel-Lücke zu machen und von dieser Lücke aus einen Schlauch aus Fliegengaze oder Lochgitter zum gekippten Fenster leiten. Dann haben die ihren eigenen Tunnel, brauchen keine Hilfe mehr und landen auch nicht mehr im Handtuch.

Mach so einen Umbau aber nur abends, wenn alle zu Hause sind. Dann merken sie sich den neuen Weg sehr schnell am nächsten morgen.
Viel Erfolg
Susanne

Artbestimmung susanne 13.06.2006 14:31
Hallo Stefan, zur Art:

die häufigsten Arten in der Nähe von Häusern und Siedlungen sind helle und dunkle Erdhummeln, Steinhummeln, Wiesenhummeln, Baumhummeln, Ackerhummeln und Gartenhummeln, schau Dir also bei den Bestimmungsbildern erstmal diese Arten an, bevor Du Dich von der sonstigen Artenflut verwirren lässt.
Wichtig ist nicht nur die Farbe selbst, sondern auch, wo sie sich befindet also vorne, mitte, hinten.
Viel erfolg
Susanne

Re: Artbestimmung Stefan Wimmer 14.06.2006 13:23

Jaja, schön langsam entwickle ich mich zum Hummelprofi und -freund.

Also ich vermute, dass die Hummeln auch noch einen anderen Eingang haben und zwar übers Dach.

Nachdem mein erster Versuch mit den Randleisten gescheitert ist (auf einmal tauchten 3 verteidigende Hummeln auf, die weder durch das offene Fenster, noch durch die offene Tür raus wollten, sondern nur das Bad für sich in Beschlag nahmen) habe ich meine Randleisten im Keller verstaut und werde an Hand der lebenden Objekte meine Hummelforschung fortsetzten.

Nur so als Zusatzinfo: Mein Haus entwickelt sich zu einem Biotop: Neben dem Hummelnest habe ich unter dem Dach noch ein Schwalbennest und auf der anderen Seite des (sehr kleinen und alten) Häuschens ein Taubennest. Ich überlege mir noch eine Katze zuzulegen, und dann einen Streichelzoo zu eröffnen. Offen immer von 14:00 bis 18:00 Uhr (Die Toilette ist nur zu benutzen, wenn die Hummeln das Bad wieder freimachen!)

In diesem Sinne Danke für eure rege Hilfe

Stefan
(aus dem schönen Österreich, das ja leider bei der WM nur zusieht)

Re: Re: Artbestimmung susanne 14.06.2006 13:57
Hallo Stefan, schön, dass Du es so mit Humor nimmst! Immerhin scheint Dein Häuschen ein sehr gesundes Wohnklima zu haben, wenn sich da so viele wohl fühlen. Die Katze könnte übrigens auch zur Reduzierung des Gesamtbestandes beitragen, falls sie Tauben u.ä. zum fressen gern hat.

Herzliche Grüße aus der WM-Stadt Hannover
Susanne

Alle Nester entwickeln sich gut! Stefan Lennertz 12.06.2006 15:18

Alle drei Nester entwickeln sich überraschend gut, so sieht man z.Bsp. bei den Wiesenhummeln die Tiere fast im Minutentakt ein- und ausfliegen. Bei den Ackerhummeln läufts jetzt auch wieder rund, nachdem die erste Königin ausgefallen und ersetzt wurde, da sieht man jetzt auch schon mal zwei Hummeln gleichzeitig sammeln.
Die Erdhummeln sehe ich weniger, da Nistplatz und Futterstelle nicht direkt in Sichtweite sind,
aber bei einer kleinen Nestkontrolle hat es ordentlich gebrummt, es müssen schon viele Tiere sein. Außerdem muß sich im näheren Umfeld auch noch ein Baumhummelnest befinden, dass sich recht gut entwickelt.

Im Erdhummelnest befinden sich übrigens auch viele Kellerasseln, die scheinen aber nicht zu stören.
Ich frage mich nur was die da machen, schließlich suchen die doch eigenlich nur feuchte Plätze auf?

Gruß,
Stefan

Hummeltrompeter Stefanie 12.06.2006 16:52

Hallo,

ich habe mein Glück schon bei der aktion-hummelschutz und auf hymenoptera.de versucht - vielleicht weiß hier jemand etwas:

Nachdem wir vor zwei Monaten in unseren Neubau eingezogen sind, haben wir jede Nacht seltsame Geräusche aus der Dachdämmung gehört. Wir schlafen unmittelbar unter der Dachschräge. Wir hörten ein Geräusch, was man am Besten mit einem nasalen "wuk - wuuk", mal länger, mal kürzer, beschreibt, und welches wir einem Säugetier (Siebenschläfer) zugeordnet haben. Allerdings mischten sich nach einigen Wochen zunehmend laute Summtöne darunter, die uns eher an Insekten denken ließen. Auch Rascheln und Krabbeln ist vernehmbar.
Inzwischen haben wir entdeckt, dass von außen genau an der Stelle unter dem Dach Baumhummeln einfliegen, an der wir auch innen die Geräusche hören.
Nun habe ich versucht, unter dem Stichwort "Hummel" herauszufinden, welcher Herkunft die nasalen "wuk"-Töne sein könnten. Und da fand ich eine kurze Mitteilung über sogenannte "Hummeltrompeter", die - meist in den frühen Morgenstunden - "trompetende" Laute mit ihren Flügeln erzeugen sollen. Die aktuellste Deutung der Laute ist ein Warnton, der bei Lichteinfall in das Nest erzeugt wird. (Könnnte das möglicherweise mit unserem Lichteinschalten vor dem Schlafengehen zu tun haben?!)
Kann mir jemand etwas über dieses "Trompeten" sagen - passt die Beschreibung der von uns gehörten Laute überhaupt dazu, und was weiß man noch darüber?

Danke schonmal für die Hilfe!

Re: Hummeltrompeter Franz Schmidlechner 13.06.2006 20:57
Hallo Stefanie,

"Hummeltrompeter" der Begriff ist mir neu. Das die Hummel in Lehrlauf ihre Flügel reiben, um das Nest zu wärmen, bzw. Wärme aus den Nest abzuleiten, wodurch ein mehr oder weniger lautes surren hörbar wird, was wiederum auf die Größe des Volkes schließen läst, kennt jeder Hummelfreund. Wenn sie sich bedroht füllen, dann wüten sie richtig los. Oder zB.: Wir Hummelfreunde klopfen bei unseren Kontrollgängen ab und zu an den Nistkasten, dann melden sich diese durch lautes surren Diese surren könnte in deinen Fall eher durch den Wohnungslärm hervorgerufen werden, als durch das einschalten des Lichtes.
Die Hummeln verständigen sich durch ausscheiden von Gerüchen, was ich weis. Wenn es sich um Baumhummeln handelt, dann löst sich das Nest im Juli bis Ende August auf, dann herrscht wieder totale Ruhe im Dachboden.

Mfg. Franz