Beiträge aus 2006

Unsicherheit mit nur einer Schrägklappe Bernd 20.05.2006 19:59

Hallo Hummelfreunde,
Der Nachwuchs in meinen beiden besetzten Hummelkästen fliegt seit vorgestern aus. Bei den kleinen Ackerhummeln im Kasten mit Ein- und Ausgangsklappe gibt es keinerlei Probleme. Die geschlossenen, transparenten Klappen, gefertigt aus einer CD Hülle, werden ohne Schwierigkeiten passiert. Leider bin ich bei meinem Kasten mit nur einer Schrägklappe unsicher. Sobald ich nur einen Spalt von etwa 3mm belasse, gelingt den kleinen Erdhummeln zwar der Ausflug, aber bei der Rückkehr fliegen sie nach dem dritten Versuch, in den Kasten zu kommen, wieder davon. Sie erkennen nicht die nach unten überstehende Klappe, welche die Möglichkeit bietet sie nach oben auf zu drücken. Da ich kein größeres Risiko eingehen will, lasse ich die Klappe weiter offen und scheue mich auch am besetzten Kasten zu ändern.
Hat jemand einen Tipp für mich?
Viele Grüße Bernd

Re: Unsicherheit mit nur einer Schrägklappe Harry 21.05.2006 17:20

Hallo Bernd,
ein plötzliches schließen der Klappe ist für die Hummeln zu ungewohnt. Ein langsames schließen der Klappe würde ich Dir anraten. Es dauert ca. 3 bis 4 Tage ehe sich die Hummeln daran gewöhnt haben.
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Danach kannst Du das Streichholz zur Klappenregulierung getrost entfernen. Die Klappe von unten etwas schräg anfeilen, damit die Hummeln sie aufdrücken können.
Ackerhummeln können das ganausogut wie Erdhummeln.

Gruß Harry

Re: Re: Unsicherheit mit nur einer Schrägklappe Bernd 21.05.2006 19:51

Hallo Harry,
Vielen Dank für Deine schnelle Antwort. Deine Bilder zeigen mir den Nachteil meiner Klappe auf. Bei meiner Klappe ist das Maß zwischen Anflugbrett und Unterkante Klappe geringer. Bei Deiner Klappe müssen die Hummeln automatisch von unten die Klappe aufdrücken, wobei sie fast senkrecht stehen. Mein Anflugbrett, welches separat vor dem Vorbau angebracht ist, ist 10 mm dick. Wenn ich es auf 2 bis 3 mm ändere, hätte ich Deine Verhältnisse. Allerdings erkenne ich auf Deinen Bildern keine Schräge der Klappe, oder täuscht die Aufnahme? Meine Klappe liegt im Winkel von 60 Grad vor einem 18 mm Loch und ist durch ein Schatullenscharnier beweglich. Wenn Du schreibst, es dauert 3 bis 4 Tage, bis sie sich an die geschlossene Klappe gewöhnt haben, so muss ich fragen wie dieses zu verstehen ist. Als ich gemerkt habe, dass sie nicht in der Lage waren nur einen 3 mm Klappenspalt zu überwinden, habe ich sofort den alten Zustand wieder hergestellt.
Sollte man etwa hartnäckiger sein?
Herzlichen Gruß Bernd.

Re: Re: Re: Unsicherheit mit nur einer Schrägklappe Harry 21.05.2006 23:16

Hallo Bernd,
die Klappe hat einen Winkel von 75° und hängt an zwei Kupferstiften die fast keinen Reibungswiderstand erzeugen.
Das Streichholz ist, wie Du auf dem Bild siehst durch eine Bohrung in der Klappe gesteckt. Dieses Streichholz geht verhältnismäßig stramm durch das Loch, so das man damit den Öffnungszustand der Klappe einstellen kann.
Also von ganz auf bis zu. Du siehst ja wie die Hummeln damit klarkommen und kannst den Öffnungswinken Stück für Stück verkleinern, bis die Klappe ganz aufliegt. Nun sollte der Mottenschutz so sein das keine Motte mehr reinschlüpfen kann.

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Gruß Harry

Re: Re: Re: Re: Unsicherheit mit nur einer Schrägklappe Harry 22.05.2006 12:28

Übrigins ist am Eingang Ausweiskontrolle wie Du siehst :-)

Gruß Harry

Re: Re: Re: Re: Re: Unsicherheit mit nur einer Schrägklappe Bernd 27.05.2006 19:54

Hallo Harry,
nach Deinen Fotos habe ich sofort meine Verhältnisse am Klappeneingang geändert und heute Vormittag, als noch einigermaßen Wetter war, habe ich nun die Klappe ganz geschlossen. Natürlich habe ich mir die Zeit genommen und mich in Kastennähe gesetzt, um meine Hummeln zu beobachten. Kaum hatte ich das letzte Distanzhölzchen entfernt, verließen hintereinander drei Arbeiterinnen den Kasten. Man merkte schon, dass es für sie neu war, die Klappe nun völlig aufzustoßen. Nach fünfzehn Minuten landete die erste, die in den Kasten wollte. Sie hatte so große Pollenhöschen an, dass ich staunte, wie ein so kleines Insekt dieses bewältigt. Sie schaffte den Eingang und ich war beruhigt. Nach weiteren fünf Minuten kamen zwei völlig ohne Fracht. Was hat dieses zu bedeuten? Beim Warten am Kasten fielen mir noch weitere Fragen ein, auf die ich keine Antwort wusste. Wie viel Tage nach dem Ausfliegen der ersten Generation wird die zweite folgen? Wird die weitere Generation, die sofort auf die geschlossene Klappe trifft, zurecht kommen? Ich las, dass die erste Generation aus fünf bis fünfzehn Individuen besteht. An meinem Kasten kann ich aber nur vier zählen. Reicht diese Anzahl, um dass Volk zu vergrößern? Sind von der ersten Generation schon Zofen eingeteilt, die nicht ausfliegen? Fragen über Fragen, auf die ich in anderen Internetseiten noch keine Antwort finden konnte.
Vielleicht kann ein Hummelfreund mit Erfahrung mir helfen.
Viele Grüße Bernd.

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Unsicherheit mit nur einer Schrägklappe Angelika L. 29.05.2006 19:16
Hallo Bernd, ein bißchen kann ich dir helfen. Vier Arbeiterinnen sind normal. Hatte ich letztes Jahr auch. Leider ist ja nach der ersten Generation irgendein Untier eingedrungen und hat alle samt Königin geköpft. Nach dem Schlupf bleiben die Arbeiterinnen noch ca. 2 Tage in Nest, bis die Flügel durchblutet und sie getrocknet sind. Sie haben zunächst auch keine Farbe. Die Königin fliegt noch ca. 5 - 10 Tage mit aus und bei der Brutpflege und dem Sammeln packen alle mit an. >Ich vermute, der Schlupf der 2. Generation wird auch so um den Zeitpunkt liegen, weiß es aber nicht genau.

Ich erwarte auch diese Woche bei meinen Ackerhummeln den ersten Nachwuchs.
Grüße, Angelika

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Unsicherheit mit nur einer Schrägklappe susanne 30.05.2006 13:06
Hallo Bernd, die Sammlerinnen ohne Pollenhöschen haben wahrscheinlich nur Nektar gesammelt. Das fürs Nest nötige wird häufiger getrennt gesammelt, während für den Eigenbedarf an Nektar ständig genascht wird. Nektarsammlerinnen erkennt man bei der Rückkehr an dem "geblähten" Abdomen. Besonders bei Arten mit deutlichen Farbstreifen kann man dann manchmal die schwarzen Ringel des Chitinpanzers durchschimmern sehen, weil die einzelnen Chitinringe durch die volle Honigblase so auseinandergedrückt sind, dass man den Bereich ohne Fell sieht.

Grüße Susanne

hummeln im Rolladenkasten horst baeumer 21.05.2006 11:59

hallo,
wir haben in einem Rolladenkasten ein Hummelvolk.
Das ist weiter nicht schlimm.
Da der Rolladen aber regelmäßig betätigt wird, habe ich Sorge,daß die Tiere verletzt werden.Wie soll ich mich verhalten? Bitte um Tips.

Horst

Re: hummeln im Rolladenkasten Stefan Lennertz 21.05.2006 14:35

Die Hummeln dürften schon seit einigen Tagen oder Wochen da sein. Da ich davon ausgehe das ihr das Rollo auch in dieser Zeit regelmäßig benutzt habt
sollte es auch weiterhin kein Problem sein.

Art schon bestimmt? Versucht es mal.

Gruß, und viel Spaß bei den Hummeln,

Stefan

Re: Re: hummeln im Rolladenkasten susanne 22.05.2006 11:44
Hallo Stefan,

ich finde das schon problematisch, das Hummelnest wächst ja beständig und eine oder zwei Waben am Anfang machen natürlich kein Problem, wen sie weit genug weg vom Zugseil liegen. Ein großes Nest kann dagegen durchaus den Innenraum ausfüllen und dann auch beschädigt werden, wenn das Rolle rein oder rausschnappt. In der Folge hat der Besitzer dann u. U. 50 wütende Baum oder Erdhummeln um sich rumschwirren.

Insofern würde ich zunächst mal empfehlen, das Rollo nicht mehr zu benutzen und genau zu schauen, um welche Tiere es sich tatsächlich handelt. Vielleicht sind es gar keine Hummeln sondern Solitärbienen.
Sollten es Hummeln sein, sicherstellen, welche Art. Besonders bei Baumhummeln ist Vorsicht angesagt.

Grüße
Susanne

Re: Re: Re: hummeln im Rolladenkasten horst baeumer 25.05.2006 20:00

Hallo Susanne, hallo Stefan,

erstmal vielen Dank für Eure Rückmeldung.
Zu den Hummeln selber: es sind Baumhummeln.
ich habe mich auch dazu entschlossen, den Rolladen nicht mehr zu betätigen.
Nur ab welchem Zeitpunkt kann ich den kasten wieder reinigen und den Rolladen betätigen?

> Hallo Stefan,
ich finde das schon problematisch, das Hummelnest wächst ja beständig und eine oder zwei Waben am Anfang machen natürlich kein Problem, wen sie weit genug weg vom Zugseil liegen. Ein großes Nest kann dagegen durchaus den Innenraum ausfüllen und dann auch beschädigt werden, wenn das Rolle rein oder rausschnappt. In der Folge hat der Besitzer dann u. U. 50 wütende Baum oder Erdhummeln um sich rumschwirren.

Insofern würde ich zunächst mal empfehlen, das Rollo nicht mehr zu benutzen und genau zu schauen, um welche Tiere es sich tatsächlich handelt. Vielleicht sind es gar keine Hummeln sondern Solitärbienen.
Sollten es Hummeln sein, sicherstellen, welche Art. Besonders bei Baumhummeln ist Vorsicht angesagt.

Grüße
Susanne
Re: Re: Re: Re: hummeln im Rolladenkasten Angelika L. 26.05.2006 11:20
Baumhummeln gehören zu den früheren Arten. Das bedeutet, dass sie auch früher den Höhepunkt ihrer Population erreichen und das Nest in der Regel Ende Juli, Anfang August ausstirbt. Das ist zu erkennen, wenn die Flugtätigkeit rapide nachlässt. Vorher ist sehr schön der Ausflug der Jungköniginnen zu beobachten, die anfangs natürlich immer wieder in ihr Nest zurückkehren. Baumhummeln kommen gerne an ihren alten Standort zurück. Wenn man das nicht möchte, ist es ratsam, den Rolladenkasten entsprechend zu verschließen.

Ich wünsche viel Spaß bei der Beobachtung dieser liebenswerten Tiere. Wir selbst hatten noch nie Probleme mit dieser als wehrhaft beschriebenen Art. Wir haben regelmäßig Baumhummeln in unserer Hausverkleidung, oft neben unserem Sitzplatz, so dass wir auch schon oft in der Flugrichtung saßen.
Sie flogen dann einfach um uns herum. Das kann aber daran liegen, dass sie sich einfach von Anfang an, an uns gewöhnt haben.
Freundl. Grüße, Angelika

Re: Re: Re: Re: hummeln im Rolladenkasten Stefan Lennertz 26.05.2006 18:22

Hallo,

genau kann man das wohl nicht sagen, aber Du wirst es Beobachten können. Viel Spaß noch bei "eueren" Hummeln. Es wäre auch toll wenn Ihr euch nach der Saison noch mal kurz melden könntet, um euere Erfahrungen mitzuteilen.

Gruß,Stefan

ohne Titel dave 22.05.2006 21:28

hallo
schitt!
ich habe milben in meinem nistkasten!
wie kann ich sie wieder los werden?
kann ich irgend ein mittel oder so kauffen?
wenn ja wo?
oder gibt es auch ein biologisches mittel gegen milben?
danke für jede antwort
gruss an alle hummelfreunde und viel erfolg mit euren hummeln

Re: ohne Titel susanne 24.05.2006 09:38
Hallo dave,

Milben im Nest sind völlig normal und solange sie nicht überhand nehmen, kann man sie tolerieren. Dann ist die Bekämpfung nämlich schlimmer für die Hummeln als die paar Milben. Einige Milben schädigen die Hummeln etwas, wie Zecken einen Hund, andere fressen auch Müll im Nest auf. Wenn es wirklich zu viele sind, hilft absammeln mit einer Pinzette oder abbürsten mit einem kleinen Pinsel.
Hummelunschädliche chemische Milbenvernichtungsmittel sind mir nicht bekannt.

Grüße
Susanne

Re: Re: ohne Titel dave 24.05.2006 16:44

Ach so
danke susanne
gruss dave

ohne Titel Nobel 23.05.2006 22:59

Hatte Nestbesiedelung (dunkle Erdhummel) am 06.April. Erste Arbeiterinnen ab dem 10.Mai. Habe heute am 23.Mai das erste Mal ins Nest geschaut und dabei 3 tote Arbeiterinnen entdeckt. Ist das normal oder wie lange leben Arbeiterinnen?

Re: ohne Titel Harry 23.05.2006 23:29

Hallo Nobel,
die Entwicklung der Hummeln läuft so wie auf dem nachfolgenden Bild beschrieben ab.
Hoffentlich kannst Du auf dem Bild alles erkennen.
🖼 Bild nicht mehr verfügbar
Der Tod der drei Hummeln kann die verschiedensten Gründe haben. Doch spekulieren würde Dir nichts bringen.
Hier im Forum findes Du viele interessante Beiträge über das Leben der Hummeln, die Dir vielleicht weiterhelfen.
Gruß Harry

Tote Arbeiterinnen Franz Schmidlechner 24.05.2006 07:29

Hallo Nobel

Um diese Zeit gibt es schon öfters in den Nistkästen oder im Vorbau eine tote Arbeiterin. Ich hatte vor Jahren beim meinen Gartenhummelvolk mit vergifteten eingetragenen Pollen ein Problem, welcher das Volk innerhalb weniger Tage dezimierte. Oder sind sie verhungert? - dann hilft etwas zufüttern. Da aber die Dunkle Erdhummelkönigin ein großes Volk bildet, ist dieser Verlust verkraftbar, aber hoffen wir dass sich dein Volk gut weiterentwickelt, wie Harry es in seinen Beitrag beschrieben hat.

Mit freundlichen Grüßen. Franz

Hummelnest gesucht sibylle 24.05.2006 10:31

Hallo!
Leider ist es mir dieses Jahr nicht gelungen eine Königin in unserem Hummelkasten (der von Schwegler) anzusiedeln. Wer hat ein Volk abzugeben, bzw muss es umsiedeln oder kann mir mit Adressen weiterhelfen?
Würde mich sehr über Hilfe freuen!

Sibylle

Re: Hummelnest gesucht Alexander (Bombus.de-Admin) 24.05.2006 15:41

Hallo Sibylle,

ich glaube nicht daß ein Hummelfreund sein Volk "freiwillig" hergibt :-))

Aber vielleicht hast Du Glück und jemand in Deiner Nähe muß ein Volk umsiedeln. Dazu wäre es natürlich interessant zu wissen, daß Du in Worms lebst - oder genauer gesagt hier. (externer Link, nicht mehr verfügbar)
(Zumindest laut Deiner Website...)

Viel Glück,

Alexander

Re: Re: Hummelnest gesucht sibylle 30.05.2006 18:03

Hallo Alexander,

jaja was google nicht alles kann...ein bisschen verrutscht ist die Angabe zwar, aber - ja ich wohne in Worms und bin auch bereit einige Kilometer zu fahren, um ein Hummelnest abzuholen! Es sieht allerdings wohl nicht so gut aus mit Hummeln dieses Jahr, wenn ich so die Beiträge lese...Bei mir im Garten kann ich hauptsächlich Steinhummeln beobachten.
Gruß
Sibylle

Hummeln im Blumenkorb Sabine 25.05.2006 20:38

Hallo und guten Abend,
habe seit Tagen bemerkt, dass mein Blumenkorb, den ich mit Winterheide etc. bepflanzt habe, immer wieder von einer Hummel angeflogen wird. Als ich diesen Blumenkorb jetzt entsorgen wollte, merkte ich, dass unter den vertrockneten Blumen mehrere Hummeln sind. Ein Volk? Wollte mich jetzt eigentlich nur schlau machen, wie lange diese Hummeln meinen Korb behausen. War ja ganz überrascht, dass es soviel Info und sogar ein Forum dazu gibt. Bin ich also ein Glückspilz? Habe selbstverständlich meinen Korb mit der Heide nicht entsorgt. Muss ich jetzt irgendetwas beachten?

Re: Hummeln im Blumenkorb Alexander (Bombus.de-Admin) 26.05.2006 08:48

Hallo Sabine,

schön, daß Du so viel Verständnis für die Hummeln hast und sie gewähren lassen willst. Beachten mußt Du eigentlich nichts, außer den Korb so zu lassen wie er ist.

Kannst Du die Hummeln beschreiben oder gar fotografieren? Es wäre interessant zu wissen um welche Art es sich handelt.

Möglicherweise sind es jedoch auch keine Hummeln sondern Solitärbienen - ein ebenso nette wie harmlose Verwandtschaft der Hummel.

Viel Freude mit den Brummern,

Alexander

Nachwuchs bei den Baumhummeln Michel 26.05.2006 01:02

Bei meinen Baumhummeln hat sich erster Nachwuchs eingestellt. 5-6 Arbeiterinnen unterstützen nun die Königin. Dabei gibt es auch stets 1-2 Wächter am direkten Nesteingang. Leider ist aber meine Wiesenhummel nach 24 Tagen umgekommen, sie liegt tot neben den Brutwaben. Ameisen im Nest künden davon, dass das Nest nicht von einer anderen Hummel übernommen wurde. Schade, die ersten Arbeiterinnen stehen kurz vor dem Schlupf. Die andere Wiesenhummel ist ebenfalls ausgefallen. Nur die Ackerhummel fliegt immer noch fleißig ein und aus. Sie bewohnt ihr Nest nun seit 21 Tagen. Was mir auffällt ist, das es dieses Jahr fast keine Hummeln gibt. Sonst stark besuchte Rhododendronsträucher sind komplett leer, nicht eine Hummel zu sehen. Ich mache mir langsam ernstliche Sorgen...

Ich habe übrigens auch wieder ein Tagebuch auf www.insektenstaaten.de zur diesjährigen Saison angelegt.

Viele Grüße
Michel

Re: Nachwuchs bei den Baumhummeln Frank Hornig (www.hornissenschutz-bs.de) 26.05.2006 08:36

Hallo Michel,

Was mir auffällt ist, das es dieses Jahr fast >keine Hummeln gibt. Sonst stark besuchte >Rhododendronsträucher sind komplett leer, nicht >eine Hummel zu sehen. Ich mache mir langsam >ernstliche Sorgen...

Die leeren Sträucher zeigen natürlich einfach auch, dass die Hummelvölker in der Entwicklung stark hinterherhinken. Bei uns im Garten haben viele Königinnen nach Nistmöglichkeiten gesucht. Nur taten sie es viel später als sonst. Bei vielen Völkern gibt es noch keine Arbeiterinnen oder eben nur sehr wenige bisher.
Von meinen angesiedelten Völkern(2 x Stein, 2 x Acker) hat nur das erste Steinhummelvolk bereits Arbeiterinnen, das zweite Steinhummelvolk müsste demnächst soweit sein, und ein Ackerhummelvolk hat u.U. schon Arbeiterinnen, da muss ich jetzt am Wochenende mal genauer hinsehen. Bei zwei Erdhummelvölkern, die sich etwas eher schon in in unserer hausfassade und im Komposthaufen angesiedelt haben, gibt es auch erst wenige Arbeiterinnen, die sollten ja eigentlich auch schon viel weiter sein.
Fazit: in meiner Nähe gibt es schon einige Völker, aber sie haben so wenig Arbeiterinnen, dass man auf vielen Blüten kaum etwas bemerkt. Hoffe, dass es daran liegt und nicht insgesamt ein Rückgang zu verzeichnen ist. Bei uns sieht es eher nach einer Verzögerung aus. Hoffen wir das Beste ...

Werde mir mal dein Tagebuch ansehen :-)

Gruß
Frank.
PS: Wie sieht es bei Euch denn mit Hornissen aus? Da ist bei uns zur Zeit noch nicht viel los (siehe Forum Hornissenschutz, Beitrag "Schleppende Entwicklung").

Re: Re: Nachwuchs bei den Baumhummeln Alexander (Bombus.de-Admin) 26.05.2006 08:42

Hallo Frank,

wie alle Jahre sehe ich an unserer Cotonie (?) eine Hornisse nach Nektar suchen. Leider verschwindet diese Königin jedes Jahr wieder und von einem Volk ist nichts zu sehen.

Vor 1-2 Jahren hatte eine Hornisse versucht in einem Vogelhaus zu nisten. Ich habe mich sehr darüber gefreut - doch leider kehrte sie nach 2 Wochen nicht mehr zurück.

Servus,

Alexander

Re: Re: Re: Nachwuchs bei den Baumhummeln Frank Hornig (www.hornissenschutz-bs.de) 26.05.2006 21:12

Hallo Alex,

meinst du mit "Cotonie" eine Cotoneaster-Art? Eine Art Busch mit kleinen Blättern und kleinen Blüten? Cotoneaster mit seinem leicht erreichbaren Nektar wird von den Hornissen-Königinnen gerne angeflogen. Cotoneaster acutifolius soll sogar ein "Hornissenmagnet" sein.

Gruß
Frank.

Re: Re: Re: Re: Nachwuchs bei den Baumhummeln Alexander (Bombus-Admin) 26.05.2006 21:29

Hallo Frank,

ja genau - danke für den richtigen Namen. Wußte noch nie so genau wie der Strauch genannt wird. Aber jedes Jahr um diese Zeit hängen massenhaft Hummeln, Bienen, Wespen und oft auch Hornissen dran.

Dieses Jahr dagegen....

Alles Gute,

Alexander

Re: Re: Re: Re: Re: Nachwuchs bei den Baumhummeln Alexander (Bombus-Admin) 26.05.2006 22:21

Hallo Frank,
nochmal als Nachtrag:

hier ein Foto einer Hummel mit besagtem Strauch im Hintergrund...

🖼 Bild nicht mehr verfügbar

Servus,

Alexander

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Nachwuchs bei den Baumhummeln Frank Hornig (www.hornissenschutz-bs.de) 27.05.2006 15:35

Hallo Alex,

ja, das ist eine Cotoneaster-Art!
Welche genau , weiß ich allerdings nicht.

Gruß
Frank.

Re: Re: Nachwuchs bei den Baumhummeln Michel 26.05.2006 15:45

Hallo Frank,

Die leeren Sträucher zeigen natürlich einfach auch, dass die Hummelvölker in der Entwicklung stark hinterherhinken. Bei uns im Garten haben viele Königinnen nach Nistmöglichkeiten gesucht. Nur taten sie es viel später als sonst. Bei vielen Völkern gibt es noch keine Arbeiterinnen oder eben nur sehr wenige bisher.
Von meinen angesiedelten Völkern(2 x Stein, 2 x Acker) hat nur das erste Steinhummelvolk bereits Arbeiterinnen, das zweite Steinhummelvolk müsste demnächst soweit sein, und ein Ackerhummelvolk hat u.U. schon Arbeiterinnen, da muss ich jetzt am Wochenende mal genauer hinsehen. Bei zwei Erdhummelvölkern, die sich etwas eher schon in in unserer hausfassade und im Komposthaufen angesiedelt haben, gibt es auch erst wenige Arbeiterinnen, die sollten ja eigentlich auch schon viel weiter sein.
Fazit: in meiner Nähe gibt es schon einige Völker, aber sie haben so wenig Arbeiterinnen, dass man auf vielen Blüten kaum etwas bemerkt. Hoffe, dass es daran liegt und nicht insgesamt ein Rückgang zu verzeichnen ist. Bei uns sieht es eher nach einer Verzögerung aus. Hoffen wir das Beste ...

Leider sieht bzw. sah man hier auch kaum Königinnen. Abgesehen von den Königinnen aus meinen beiden übrig gebliebenden Nestern habe ich bisher kaum andere Königinnen gesehen. Auch Steinhummeln habe ich nur 2 Exemplare dieses Jahr gesehen, und diese waren nicht auf Nestsuche, obwohl ich voriges Jahr gut 140 Jungköniginnen bei der Steinhummel hatte. Erdhummeln habe ich auch nur 3-4 Exemplare gesehen, Baumhummeln außer meinem angesiedelten Exemplar keine einzige. Hoffentlich setzen den wenigen Kolonien dieses Jahr nicht auch noch zahlreiche Parasiten und Schmarotzerhummeln zu.

PS: Wie sieht es bei Euch denn mit Hornissen aus? Da ist bei uns zur Zeit noch nicht viel los (siehe Forum Hornissenschutz, Beitrag "Schleppende Entwicklung").

Bisher gibt es 2 Anfangskolonien zu vermelden, allerdings sind auch wenig Wespen und Hornissen dieses Jahr unterwegs. Ist schon komisch...

Viele Grüße
Michel

Re: Nachwuchs bei den Baumhummeln Alexander (Bombus.de-Admin) 26.05.2006 08:39

Hallo Michel,

Glückwunsch zum Nachwuchs, Du Hummelvater :-))

An und für sich ungewöhnlich, wenn schon so früh Wächter aufgestellt werden. Aber Baumhummeln sind ja bekannt für ihre "Wachsamkeit".

Besonders in diesem Jahr ist jeder Verlust einer angesiedelten Hummelkönigin besonders schlimm. Denn leider trügt es Dich nicht: so wenig Hummeln wie in diesem Jahr habe ich auch hier im Chiemgau noch nie erlebt.

Alles blüht - aber keine Hummel ist da. Da rennt man stundenlang mit dem Fotoapparat durch den Garten und kriegt nix vor die Linse.

Was mir noch auffällt: es sind ja auch kaum Bienen da! Früher waren zwar die Hummeln stets die Ersten, aber die Bienen kamen dann schnell und in Massen nach. Doch jetzt kann ich die Bienen schon fast abzählen. Geht es Euch auch so?

Ich hätte nich gedacht daß der Winter so schlimm für die Hummeln war. Im Gegenteil: die geschlossene Schneedecke machte mir Hoffnung daß die Hummeln gut geschützt im Winterschlaf liegen. Ein Irrtum - oder hat der Hummelmangel andere Ursachen?

Dein Tagebuch werde ich mir dann gleich mal anschauen. Hast Du nicht Lust auch einen RSS-Feed dazu anzulegen? Dann würde mir künftig kein Neueitnrag mehr entgehen. Du bist ja auch recht firm im Webdesign und wenn's ist: ich helfe Dir gerne.

Alles Gute,

Alexander
bombus.de

Re: Re: Nachwuchs bei den Baumhummeln Angelika L. 26.05.2006 11:26
Auch ich beobachte, dass es neben weniger Hummeln auch weniger Solitärbienen gibt. Wo es sonst an meinen Trachtpflanzen brummte, tut sich dieses Jahr kaum etwas. Auch mein Insektenhotel, dass nun das zweite Jahr steht, ist verwaist, wobei ich nicht sicher bin, ob das auch am schattigen Standort liegen könnte. Vielleicht sollte es doch mehr in die Sonne? Grüße, Angelika
Re: Re: Re: Nachwuchs bei den Baumhummeln Frank Hornig (www.hornissenschutz-bs.de) 26.05.2006 21:15

Hallo Angelika,

was die Solitärbienen angeht, waren zumindest die Osmia-Arten O. Rufa und O. bicornis ganz gut unterwegs. Zumindest in den Sonnenstunden.

Gruß
Frank.

Re: Re: Nachwuchs bei den Baumhummeln Michel 26.05.2006 14:04

Hallo Alex,

Glückwunsch zum Nachwuchs, Du Hummelvater :-))

Dir aber auch zu deinen Steinhummeln ;-)

An und für sich ungewöhnlich, wenn schon so früh Wächter aufgestellt werden. Aber Baumhummeln sind ja bekannt für ihre "Wachsamkeit".

Ja, das ist mir bisher auch nur bei den Baumhummeln so aufgefallen. Na mal sehen, wie "wachsam" die werden :-)

Besonders in diesem Jahr ist jeder Verlust einer angesiedelten Hummelkönigin besonders schlimm. Denn leider trügt es Dich nicht: so wenig Hummeln wie in diesem Jahr habe ich auch hier im Chiemgau noch nie erlebt.

Alles blüht - aber keine Hummel ist da. Da rennt man stundenlang mit dem Fotoapparat durch den Garten und kriegt nix vor die Linse.

Eben, sonst stark beflogene Nektarpflanzen und Trachten stehen leer, keine Hummel lässt sich blicken.

Was mir noch auffällt: es sind ja auch kaum Bienen da! Früher waren zwar die Hummeln stets die Ersten, aber die Bienen kamen dann schnell und in Massen nach. Doch jetzt kann ich die Bienen schon fast abzählen. Geht es Euch auch so?

Ich habe zuletzt vor einem Imkerverein in Limbach-Oberfrohna einen Vortrag über Hymenopteren gehalten, auch diese beklagen sich über starke Ausfälle bei ihren Bienen.

Ich hätte nich gedacht daß der Winter so schlimm für die Hummeln war. Im Gegenteil: die geschlossene Schneedecke machte mir Hoffnung daß die Hummeln gut geschützt im Winterschlaf liegen. Ein Irrtum - oder hat der Hummelmangel andere Ursachen?

Den Winter als Ursache würde ich auch fast ausschließen. Vielleicht ist es irgend eine Krankheit oder ein Parasit (Massenauftreten von Darmparasiten beispielsweise). Ober ist ein neues Spritzmittel auf dem Markt?

Dein Tagebuch werde ich mir dann gleich mal anschauen. Hast Du nicht Lust auch einen RSS-Feed dazu anzulegen? Dann würde mir künftig kein Neueitnrag mehr entgehen. Du bist ja auch recht firm im Webdesign und wenn's ist: ich helfe Dir gerne.

Das ist an sich eine gute Idee, werde mich dann auch bei dir mal anmelden, damit auch mir bei deinem Tagebuch nichts mehr entgeht :-) Wenn ich neben dem Studium mal etwas mehr Zeit habe, werde ich daran bestimmt mal arbeiten, ist nämlich eine schöne Idee. Wenn ich Fragen dazu habe, würde ich dir dann nochmal bescheid sagen.

Viele Grüße
Michel

Re: Re: Re: Nachwuchs bei den Baumhummeln Alexander (Bombus.de-Admin) 26.05.2006 15:40

Hallo Michel,

eine Anmeldung ist bei RSS-Feed nicht nötig. Einfach "mitnehmen" sozusagen.

Eine (XML)-Datei listet die letzten Beiträge auf und kann jederzeit von jedermann abgerufen werden.
z.B.:
http://www.bombus.de/rss/tagebuchrss.aspx (externer Link, nicht mehr verfügbar)

Alles Gute,

Alexander

Nachwuchs aus verwaistem Wiesenhummelnest Michel 26.05.2006 16:36

Ah so, danke für den Hinweis. Ist echt eine nützliche und hilfreiche Sache!

Aus meinem gestern verwaisten Wiesenhummelnest sind heute erste Arbeiterinnen geschlüpft. Wirklich ärgerlich, das die Königin so kurz vor der Schlupf der Arbeiterinnen gestorben ist :-(

Ich werde die Wiesenhummeln nun wohl den Baumhummeln zusetzen...

Viele Grüße
Michel

Hummel-Bilder auf bombus.de Alexander (Bombus-Admin) 26.05.2006 21:27

Hallo Hummelfreunde,

wer gerne Bilder von Hummel anschauen mag, der sollte das hier (externer Link, nicht mehr verfügbar) mal lesen...

Servus,

Alexander

interessantes Experiment Michel 26.05.2006 21:52

Wie ich bereits berichtet habe, ist meine Wiesenhummelkönigin verstorben. Dennoch schlüpfen anscheinend alle Arbeiterinnen. Heute entdeckte ich trotz Regen noch eine Gartenhummel auf Nestsuche. Anscheinend hat sie wohl ihr eigenes Nest verloren und sucht nach einem bereits existierenden, okkupierbaren Nest. Zwar gehören Wiesenhummeln und Gartenhummeln nicht zum gleichen Brutpflegetyp (Wiesenhummel = Pollenstorer, Gartenhummel = Pocketmaker), aber dennoch hab ich mir gedacht, es doch einmal zu probieren, die suchende Königin und das verwaiste Nest zu vereinen. Bei den gleichen Brutflegetypen können Individuen einer Art bzw. auch verschiedener Arten mit etwas Vorsicht und Feingefühl durchaus zu anderen nestern zugesetzt werden. Allerdings ist das bei unterschiedlichen Brütern anders. Dennoch habe ich Arbeiterinnen von Pollenstorern, welche die Larven "Mund" zu "Mund" füttern und eine Pocketmaker-Königin zugesetzt. So herum müsste das eigentlich funktionieren, da die Larven der Pocketmaker gezwungenermaßen auf pollenstorerart gefüttert werden können. Anders herum ist es schwieriger, da die Pollenstorerlarven eigentlich mundgereicht gefüttert werden wollen, die Pocketmaker-Arbeiterinnen aber auf die "Taschenmethode" setzen. Hier könnten die Larven also verhungern.

Da ich aber erstere Variante im Moment ausprobiere, könnte der Versuch vielleicht funktionieren.

Teil2 Michel 26.05.2006 21:54

Die Gartenhummelkönigin hat das Nest angenommen und bebrütet gemeinsam mit den Wiesenhummelarbeiterinnen die Waben. Ich werde weiter berichten...

Viele Grüße
Michel

Re: Teil2 Frank Hornig (www.hornissenschutz-bs.de) 27.05.2006 10:23

Viel Erfolg, Michel. Hört sich interessant an.

Gruß
Frank.

Re: Teil2 Franz Schmidlechner 27.05.2006 14:54

Ja wenn die Gartenhummelkönigin das Nest angenommen hat, dann wird das schon funktionieren. Ich bin gespannt wann die ersten Gartenhummelarbeiterinnen schlüpfen. Wünsche dir viel erfolg mit deiner Ersatzmutter.

Grüße Franz