Beiträge aus 2005

Lage in Hamburg Manfred 13.04.2005 07:50

Hallo,

mittlerweile gibt es auch hier die ersten NEstgründungen. Im Garten meines Nachbarn hat eine Erdhummel ihr Nest in einem verlaassenem Mäusebau angelegt (also ein echtes Original!) und die Steinhummelrückkehrerin fliegt jetzt auch regelmäßig ein und aus. Ein Kasten ist noch verwaist, doch da ich noch immer keine Gartenhummeln gesehen habe, ist ja noch etwas Zeit. DEn dritten KAsten werde ich wohl den Spitzmäusen überlassn, da mir so etwas von Hartnäckigkeit noch nicht unter gekommen ist.
Mit ersten Nachkommen rechne ich bei den Erdhummeln um den 22. April, bei den Steinhummeln um den Monatswechsel April/Mai. Beides ist etwa eine Woche später als letztes Jahr, was auch dem Rückstand der Vegetation entspricht.
Gestern gab es zudem ein eindrucksvolles Schauspiel unte einer GRuppe einfachblühender früher Zierkirschen: ca. 150-200 Hummelköniginnen sammelten eifrig Nektar und Pollen. Das Gesumm war so laut, als ob ein ganzer Bieneschwarm in den Bäumen war.

Gruß aus HH
Manfred

Für Horst, Melanie u. Alex Armin Krenz (Neuss) 13.04.2005 10:27

Hallo zusammen!

Mit meinem Forumbeitrag vom 19.3.05 (Nachbau der verbesserten Mottenklappe) habe ich durch “die Blume” versucht auch mitzuteilen, wo ich ein Problem habe.

Der Erfolg war, dass es neben Hymenoptera.de nun eine weitere Veröffentlichung bei Bombus.de gegeben hat, in der die Konstruktion der Mottenklappe durch Weglassen von Quellenangaben zu einer eigenständigen Entwicklung gemacht wurde.

Das ist Ideenklau und “stinkt” mir umso mehr, weil Melanie und Alex meine gesamte Entwicklungsarbeit (Mottensperre, Mottenvorhang, Mottenklappe) genauestens kennen und Horst kritiklos ein Forum gegeben haben.

Ich erwarte Nachbesserung.

Armin

Re: Für Horst, Melanie u. Alex Alex (Bombus-Admin) 13.04.2005 11:34

Lieber Armin,

das mit dem "durch die Blume sagen" ist immer so eine Sache. Wird die Kritik nicht verstanden ist der eine sauer und der andere weiß gar nicht warum. Darum ist es mir lieber wenn ganz konkret gesagt wird, wenn irgendetwas den Unmut von jemandem erregt.

Natürlich hast Du recht: der "geistige Vater" der Wachsmottensperre ist natürlich der Daniel Düsentrieb unter den Hummelfreunden, nämlich Du.

Ich habe daher jetzt Horsts Bericht (externer Link, nicht mehr verfügbar) mit einem entsprechendem Vermerk versehen und hoffe, daß alle Beteiligten jetzt damit einverstanden sind.

Mit unseren Internetseiten (Deine, Melanies, meine und viele andere) soll der Schutz der Hummeln gefördert und ein besseres Verständnis für diese Insekten geweckt werden. Ich möchte nicht, daß dieses hohe Ziel durch Streitereien und Konkurrenzdenken gefährdet wird. Wir haben alle das gleiche Ziel: den Schutz und die Förderung unserer kleinen brummenden Lieblinge.

Nichts desto trotz kann ich Dich gut verstehen Armin, daß Dir stinkt, wenn Deine Verdienste unter den Tisch fallen.

Ich gebe grundsätzlich jedem, der eine gute Idee zum Schutz der Hummeln hat, auf meiner Homepage ein Forum diese mitzuteilen. Nicht damit sich jemand besonders hervortun kann sondern einzig und allein um allen Hummelfreunden gute Ideen vorzustellen. Damit diese dann angewendet - und weiterentwickelt werden können. Eben ein MITEINANDER - für die Hummeln.

Ich bin bei Horsts Bericht davon ausgegangen, daß eigentlich jeder aktive Hummelfreund weiß, wessen ursprüngliche Idee die Mottensperre ist und habe daher Horsts Bericht ohne weitere Veränderung übernommen.

Man lernt nie aus und ich werde künftig bei solchen Dinge besser darauf achten, korrekte Quellenangaben zu machen.

Also bitte "nix für ungut" Armin, wie man hier in Bayern so schön sagt, ich hoffe die Nachbesserung des Artikels ist so in Deinem Sinne.

Und wenn Du mal wieder was Schönes gebastelt hast würde es mich freuen, wenn Du es nicht nur hier im Forum kund tun würdest sondern mir evtl. auch einen kurzen Bericht dazu zuschicken könntest? Gute Ideen muß man verbreiten...

Ich wünsche Dir alles Gute,

Alex

P.S.: übrigens Armin, mir fehlt immer noch Dein Text für die "Who-is-who" Seite. Wenn Du mal Zeit hättest...

Re: Re: Für Horst, Melanie u. Alex Armin Krenz (Neuss) 18.04.2005 20:17

Lieber Alex,

ich finde Deine Sichtweise sehr sympathisch und schließe mich ihr in allen Punkten an.

Inzwischen hat Horst mir geschrieben. Er will für “seine” Mottenklappen über seinen Anwalt Gebrauchsmusterschutz beantragen. Ich habe vor, zu diesen Vorgängen nicht mehr zu reagieren weil ich der Meinung bin: “Entweder man hat es oder man hat es nicht”. Es ist mir zu mühsam anderen Leuten gute Sitten zu erklären. Um mehr geht es ja nicht! Thema abgehakt. Stellen wir uns also auf eine Mottenklappen-Maut ein :-))

Gruß Armin

Re: Re: Re: Für Horst, Melanie u. Alex Alex (Bombus-Admin) 19.04.2005 13:25

Hallo Armin,

Horsts Mitteilung über "Gebrauchsmusterschutz" verstehe ich nicht anders als es wohl gedacht war: als Scherz.

Und damit gehen wir jetzt wieder alle bitte schön zum wesentlichen über: zu den Hummeln!

Alles Gute,

Alex

Re: Für Horst, Melanie u. Alex Horst 15.04.2005 19:40

Hallo Armin,
die Wachsmottensperranlage, die ich auf Grund Deiner Idee (dieses habe ich wiederholt auch schon mitgeteilt) wesentlich verbessert habe, kann man so sehen, wie bei der Entwicklung des Autos. Weder VW noch Opel oder Ford teilt dem Autokäufer mit, wer als erster das Auto entwickelt hat.

Gruß
Horst

Tag der Steinhummel Johann Wiedl 13.04.2005 15:11

Die Steinhummelköniginnen sind nach meinen Beobachtungen hier bei mir in Emmerich sehr gut über den Winter gekommen. Jetzt kann man sie sehr zahlreich auf Blüten und Nistplatzsuche sehen. Allein vier Steinhummelköniginnen konnte ich heute als neue Mieter gewinnen, zwei durch Selbstansiedlung.Bald habe ich ein Problem, die unbesetzten Nistkästen gehen zu Ende.

Hans Wiedl Emmerich am Niederrhein (NRW)

Re: Tag der Steinhummel Moni 22.04.2005 18:35

Hallo Johann,
mit den Hummelnistkästen würde ich einfach sagen, dass du die Hummeln weiter suchen lässt. Schließlich kannst du deinen gesamten Garten nicht mit Nistkästen "vollpflanzen". Bedenke: Wenn du immer mehr Nistkästen machst, kommen wahrscheinlich auch immer mehr Hummelköniginnen und damit Arbeiterinnen und das geht dann immer so weiter. So viel Platz hast du doch auch bestimmt nicht Millionen von Hummeln in deinem Garten unterzubrigen. Auch bei uns in Köln gibt es zahlreiche Hummeln in den verschiedensten Arten. Ich habe auch nur einen Kasten(ich hätte aber gern mehr). Natürlich gehen 3,4,6 aber du kannst doch bestimmt keine 50 bei dir hinstellen!!! Es werden immer mehr. Beobachten, wie sie einfach nur rumfliegen und nicht in einem deiner Nistkästen hausen ist auch interessant. Natürlich, es ist schön stolzer Besitzer einiger Hummelvölker zu sein. Aber reichen denn drei, vier nicht? Ach, frag besser einen anderen.

Trotzdem viele Grüße,
Moni

Re: Re: Tag der Steinhummel Alex (Bombus-Admin) 22.04.2005 22:27

Liebe Moni,

Deine Antwort auf Johann's Beitrag hat mich recht amüsiert. Wenn ich mir die "Millionen" von Hummeln so vorstelle...

Aber Du hast recht: wir Hummelfreunde dürfen über die vielen Nistkästen, die Ansiedlung, die Wachsmotten usw. usw. nicht vergessen daß wir uns ganz einfach am Flug einer Hummel erfreuen.

Und für diesen Hinweis danke ich Dir ganz besonders...

Alex

Abenteuer Schmetterling Alex (Bombus-Admin) 14.04.2005 10:17

Hallo Leute,

ich möchte Euch auf eine Aktion von BUND, ZDF und dem UFZ aufmerksam machen:

Abenteuer Schmetterling (externer Link, nicht mehr verfügbar)

Hat zwar nicht direkt mit Hummeln zu tun - aber alles ist ja bekanntlich miteinander verbunden. Eine gute Gelegenheit für Hummelfreunde über ihren Tellerrand hinauszuschauen...

Servus,

Alex

Hummelnest unter der Terrasse Sandra 14.04.2005 20:05

Hallo, wir haben gestern ein Hummelnest unter unserer Terrasse entdeckt. Besteht hier die Gefahr, daß unter der Terasse etwas kaputt geht?

Re: Hummelnest unter der Terrasse Unbekannt 14.04.2005 20:36

Hallo,

du brauchst keine Angst zu haben, die Hummel wird sich einen Hohlraum gesucht haben der schon vorher da war und dort nistet sie.
Auch brauchst du keine Angst zu haben wenn du im Sommer auf der Terrasse sitzt, Hummeln interessieren sich nicht für süße Sachen wie Wespen und stechen so gut wie nie.

Gruß
Christian

Hallo, wir haben gestern ein Hummelnest unter unserer Terrasse entdeckt. Besteht hier die Gefahr, daß unter der Terasse etwas kaputt geht?
Re: Hummelnest unter der Terrasse Stefan Lennertz 15.04.2005 00:34

Nein, definitiv nicht. Sie nutzen lediglich die Nistgelegenheit. Das Nest, beziehungsweise das was nachher übrig bleibt, verursacht keinen Schaden. Die Hummeln selber natürlich auch nicht.

Gruß,
Stefan

Hummeln nisten im Balkontisch Rauni 15.04.2005 11:14

Hallo! Auch wen ich mir jetzt vielleicht hier ein paar Feinde mache: ich würde gerne ein paar Hummeln vertreiben. Unser Balkontisch hat unter der Tischplatte am Rand kleine Löcher (für Schrauben) und in diese Löcher haben sich 2 Hummeln eingenistet. Es liegt Blütenstaub und "Lehm" oder ähnliches unter dem Tisch. Die Hummeln fliegen ständig rein und wieder raus. Ein Volk passt da definitiv nicht rein. Das Loch ist mit einer Hummel schon voll. Also was tun? Es ist schon maximal ungeschickt 2 Hummeln unterm Tisch zu haben. Kann mir bitte jemand sagen, was wir tun können?? Unsere kleinen Kinder finden die Hummeln schon toll und versuchen sie zu fangen... Das kann nicht lange gut gehen...
Danke für die Hilfe!!!

Re: Hummeln nisten im Balkontisch Harry 15.04.2005 12:44

Ich finde es immer wieder traurig, das Hummeln nicht von Solitärbienen unterschieden werden können und wie wenig sich Menschen mit der Natur auseinandersetzen. Gerade dieses Forum bietet so viel Information, das man sich nur mal die Mühe machen muss ein bisschen zu lesen.
Schönes Wochenende
Gruß Harry

Re: Re: Hummeln nisten im Balkontisch Rauni 15.04.2005 13:37

Danke für den Hinweis. Er hätte zwar nicht so bissig sein müssen aber ich dachte mir ja, dass nicht jeder glücklich ist, wenn ich sie nicht an meinem Tisch haben möchte. Außderdem ist die Frage nach dem "Entfernen" auch noch nicht gelöst...

Re: Re: Hummeln nisten im Balkontisch Alex (Bombus-Admin) 15.04.2005 14:25

Gemach, gemach Harry!

Sind wir doch froh, daß er nicht gleich zu Fliegenklatsche gegriffen hat sondern erst mal hier nachfragt...

Es ist doch auch unser "Job", Aufklärungsarbeit zu machen - auch wenns manchmal mühsam ist. Also üben wir uns in Geduld und freuen uns über jeden, den wir zum Hummelfreund "bekehren"! :-))

Alles Gute,

Alex

Re: Hummeln nisten im Balkontisch Alex (Bombus-Admin) 15.04.2005 14:23

Hallu Rauni,

keine Angst, so schnell macht man sich keine Feinde, auch nicht im Hummel-Forum.

Und nochmal keine Angst: vor Deinen Besuchern brauchst Du Dich nicht zu ängstigen. Zum einen sind sie harmlos und zum anderen werden sie sehr bald wieder verschwunden sein.

Denn es sind gar keine Hummeln, sondern sogenannte Solitärbienen. Schau mal auf folgender Seite beim Thema Solitärbienen nach:

"Nicht-Hummel"> (externer Link, nicht mehr verfügbar)

Die Bienen legen in diese Löcher ihre Eier ab, geben Pollen als Futter dazu und wenn das Loch in wenigen Tagen voll ist werden sie sich wieder einen neuen Nistplatz suchen. Du bist also bald von den kleinen Bienen erlöst und es wäre schön, wenn Du sie die wenigen Tage einfach mal machen lassen würdest.

Zum einen ist es ein schönes Gefühl die Natur nicht zu beeinflussen, zum anderen ist es für Deine Kinder sicherlich auch interessant und lehrreich zu sehen, daß man auch MIT der Natur leben kann - und nicht immer gleich alles totschlagen oder totspritzen muß.

In diesem Sinne: nur Mut und viel Freude beim beobachten der Solitärbienen - und wenn Du weitere Fragen hast dann schreib einfach wieder hier ins Forum. In der Regel gehts hier recht freundlich zu :-))

Servus,

Alex
www.bombus.de

Re: Re: Hummeln nisten im Balkontisch Rauni 16.04.2005 15:45

Dankeschön!!! Jetzt lass ich die armen Tierchen mal ein bisschen in Ruhe und warte ab. Meine Kinder werden schon damit klarkommen. Danke nochmal für all die Info.

Rauni

Re: Hummeln nisten im Balkontisch Stefan Lennertz 15.04.2005 23:11

Hallo,

wie schon erwähnt werden die kleinen Bienen sehr schnell wieder verschwinden, Du solltest ihnen eine Chance geben ihr Werk zu vollenden. Ich weiß zwar nicht wie alt eure Kinder sind, aber als Gefahr solltet ihr die Bienen nicht betrachten.

Gruß,
Stefan

Re: Hummeln nisten im Balkontisch Peter 03.05.2005 10:00

............und wann schlüpfen die Baby-Bienen denn aus?

Habe ein Ikea-Regal auf der Terasse. Dort sind doch diese kleinen Löcher drin. Da bauen die Bienchen ihre "Nester" rein. Dieses Regal hat ei paar Hundert Löcher. Allerdings fliegen pro Minute ca. mindestens 10 Bienen an......und die Terasse ist klein - ebenso wie meine 2-jährige Tochter. Würde sehr gerne wissen, ob es sich wirklich um ungefährliche "Solitärbienen" handelt! Darf ich einem Experten mal ein Digitalfoto per mail senden?

LG

Peter

Re: Re: Hummeln nisten im Balkontisch susanne 03.05.2005 10:18

Hallo Peter,
das sind bestimmt Solitärbienen und die schlüpfen voraussichtlich nächstes Jahr, wenn Du den Tisch draußen lässt, sie brauchen den kalten Winter. Holst Du den Tisch im Winter ins Warme, verkalkulieren sie sich und Du hast evtl. zu Unzeit Bienen im Wohnzimmer.
Du kannst Alex bestimmt irgendwie ein Foto schicken, aber hast Du schon mal die links zu www.wildbiene.de ausprobiert? da gibt es schöne Fotos von allen möglichen Solitärbienen, vielleicht erkennst Du Deine ja darauf.
Grüße
Susanne

Wespe im Hummelkasten Monique 15.04.2005 18:12

Hallo,
In einem meiner Hummelkästen flog einige Tage eine Erdhummelkönigin ein und aus. Dann war sie plötzlich verschwunden und eine Wespenkönigin flog aus und ein. Beim Öffnen des Kastens sah ich, daß sich am Deckel der Anfang eines Nestes befand. Es tat mir natürlich leid, daß die Hummel verschwunden war, ich würde auch die Wespen dulden. Das Problem ist jedoch, daß meine Tochter letztes Jahr nach einem Wespenstich in die Notaufnahme eingeliefert werden mußte. Wir hatten bis dahin nicht gewußt, daß sie allergisch reagiert da es ihr erster Wespenstich war.
Als die Wespe aus dem Kasten war,habe mich ich mich dann entschlossen das Einflugsloch zu verschliessen. Sie hat dann einige Male nach dem Eingang gesucht und blieb dann verschwunden.
Einige Tage später war dann wieder eine Hummel im Kasten, leider nur für 2 Tage. Heute habe ich wieder eine Wespe (oder dieselbe?)entdeckt. Das Nest mißt inzwischen etwa 2 cm. Es ist schon schlimm, wie die Wespe so eifrig gearbeitet hat und ich soll sie jetzt wieder ausquartieren. Ich bringe es einfach nicht nochmals fertig und töten möchte ich sie auf gar keinen Fall.
Jetzt hat ein Bekannter angeboten, ich könnte den Kasten auf seinem Grundstück abstellen. Dieses liegt jedoch 55 km von uns entfernt. Kann man der Wespe diese Reise zumuten, und wenn ja, wann ist dazu der beste Zeitpunkt?
Herzlichen Dank im Voraus für Eure Hilfe,
Monique

Re: Wespe im Hummelkasten Alex (Bombus-Admin) 15.04.2005 22:03

Hallo Monique,

es ist sehr löblich von Dir, daß Du auch ein Herz für Wespen hast!

Ich denke schon, daß man der Wespe diese Reise zumuten kann. Wenn man die Alternative vergleicht...

Am besten verschließt Du Nachts den Eingang, wenn sicher ist, daß die Wespe im Kasten ist. Du mußt aber gut verschließen, weil die bestimmt während der Fahrt am Verschluß knappern wird...

Alles Gute und nicht traurig sein, wenn es mit der Hummel nicht geklappt hat!

Alles Gute,

Alex

Re: Wespe im Hummelkasten Stefan Lennertz 15.04.2005 23:35

Hallo,
ich denke auch das Du der Wespe den Weg zutrauen solltest. Wen ich wüßte das es hilft, würde ich auch anbieten den Kasten bei mir aufzustellen. Wie auch immer, es ist bemerkenswert das Du sowohl die Reise als auch die Kosten hierfür in Kauf nimmst.

Gruß,
Stefan

Re: Wespe im Hummelkasten Balthasar 17.04.2005 00:15

Ein Doppelbesatz von Hummel und Wespe (meist Vespa saxonica) ist durchaus üblich. Auf längere Sicht bleibt meist das Hummelnest übrig. Neben einer Aussiedelung des Kastens bleibt noch die Möglicheit den Wespenneubau einfach wöchentlich einmal zu entfernen. Die Wespenkönigin bleibt dann fort und sucht sich einen anderen Niststandort.
M.f.g. Balthasar

Doppelbesatz durch Rückkehrer = Problem Michel 15.04.2005 19:47

Nachdem nun meine Wiesenhummel seit 12 Tagen brütet, ist heute eine weitere Wiesenhummelkönigin, ebenfalls eine aus dem Vorjahrsnest, im Kasten eingeflogen und hat beim Abflug einen Orientierungsflug gemacht. Bis jetzt ist sie aber noch nicht wieder zurückgekommen, nur die rechtmäßige Besitzerin.
Bei Steinhummeln sind bei einem solchen Doppelbesatz Kämpfe vorprogrammiert. Die Wiesenhummel ist jedoch wesentlich friedfertiger! Wäre ein Doppelbesatz möglich, zumal es ja Geschwister aus dem Vorjahr sind? Hab irgendwo schonmal davon gehört, ich glaube das war in diesem Forum vor einigen Jahren.

Mittlerweile sind auch einige Ackerhummeln unterwegs, aber noch nicht auf Nestsuche. Mit den Steinhummeln sieht es derzeit noch recht mau aus. Und nächste Woche soll es ja schon wieder deutlich kälter werden. Das stört zwar die Wiesenhummel nicht, die ist meines Erachtens sehr resistent gegenüber Kälte, jedoch würde es den Erscheinungstermin der wärmeliebenden Steinhummeln noch weiter hinauszögern!

Viele Grüße
Michel

Re: Doppelbesatz durch Rückkehrer = Problem Manfred 18.04.2005 10:18

Hallo Michel,

dass es bei Steinhummeln zu Stechereien kommt, kann ich nicht bestätigen. Bei mir sind in diesem Jahr mehrere Königinnen zurück gekommen, aber nur eine hat den Kasten belegt. Die anderen kommen zwar gelegentlich vorbei, drehen aber kurz vor dem Flugloch ab. Ich denke, dass die Nestmutter den Bereich mit Pheromonen gekennzeichnet hat und die Geschwister aus dem Vorjahr nur prüfen, ob die Besitzerin verschollen ist. Ich denke, dass dieses Verhalten aufhört, sobald die anderen Königinnen eigene Nester gegründet haben.

Gruß aus HH
Manfred

Re: Re: Doppelbesatz durch Rückkehrer = Problem Michel 18.04.2005 16:29

Hallo Manfred,

das konnte ich mittlerweile auch häufiger beobachten. Kurz vor dem Flugloch kehren einige Königinnen, wahrscheinlich Rückkehrerinnen vom Vorjahr, wieder um. Zu einer wirklichen Doppelbesiedlung scheint es nicht gekommen zu sein.

Meine Steinhummeln lassen übrigens noch auf sich warten.

Viele Grüße
Michel

Arme Hummel Petra 15.04.2005 21:21

Hallo zusammen
Ich habe vor 5 Tagen eine Erdhummel in unserem Garten gesehen.Über das Gras kriechend.Anscheinend konnte sie nicht mehr fliegen.Wir sind dann jeden Tag vorsichtig in den Garten gegangen,um nachzusehen ob sie noch da ist.Und sie war immer noch da,jedesmal an einer anderen Stelle.Ich habe ihr etwas Zuckerlösung gegeben,die sie auch sofort annahm.Heute morgen habe ich sie regungslos im Garten liegen gesehen.und ein paar Stunden später krabbelte sie wieder durch das Gras.Vielleicht war es ja schon zu kalt draußen.Auf jeden Fall haben wir sie jetzt ins Haus geholt.Ist aber immer noch regungslos.Obwohl es drinnen wärmer ist.Wird sie wieder aufwachen oder ist sie tot.Habe leider keine Erfahrung mit Hummeln.Bin für jeden Rat dankbar.

Re: Arme Hummel Angelika L. 15.04.2005 22:32

Hallo, schaut doch einmal nach, ob die Hummel mit Milben befallen ist. Sie sehen wie kleine helle Knübbelchen aus. Ihr könntet versuchen, diese vorsichtig abzustreifen. Wenn das nicht geht, wird die Hummel wohl nicht zu retten sein. Wenn sie nur erschöpft ist, kann man in einem Legostein eine Zuckerlösung aus 1 Teil Zucker, 2 Teile Fruchtzucker und 1- 1,5 Teile Wasser anbieten. Viel Glück! Grüße, Angelika

Re: Arme Hummel Stefan Lennertz 15.04.2005 23:26

Hallo,

der Hinweis auf die Parasiten wäre ein erster Ansatz. Es ist auf jeden Fall schon mal ein gutes Zeichen wenn Sie Zuckerlösung annimmt, dann kann sie nicht verhungern bzw. kann es dann noch nicht ganz so schlecht um sie bestellt sein.

Es ist durchaus möglich das es zum einen zu kalt für sie war, und sie zum anderen nicht genug Energie hatte. Ich habe es auch schon erlebt das Hummeln ab einbruch des Abends inaktiver werden. Generell solltet ihr Versuchen sie heute Abend und Morgen früh nach dem aufstehen noch einmal mit Zuckerlösung zu füttern. In der warmen Wohnung sollte Sie eigentlich bestrebt sein anschließend abzuheben. Bitte passt auf die richtige Mischung auf, wie von Angelika beschrieben. Ihr könnt anschließed noch mal schreiben wie sich die Situation darstellt.

Gruß,
Stefan

Interessante Nestadoption Michel 17.04.2005 00:08

Heute ist tragischerweise meine Wiesenhummelkönigin verschollen (war seit heute morgen nicht mehr im Kasten (Lichtschrankenüberwachung)). Ein Verwandter brachte mir zudem heute Abend eine Wiesenhummelkönigin von seinem 5 km entfernten Ort mit. Er hatte sie am späten Abend auf seinem Dachboden gefunden, welche ziehmlich matt vor einem Dachfenser saß und anscheinend nicht nach draußen fand. Da es bereits dunkel war, also zu spät, um sie freizulassen, habe ich ihr erstmal etwas Zuckerwasser gegeben, damit ich sie am nächsten morgen in die Freiheit entlassen konnte. Als heute um 10:00 Uhr die Wiesenhummelkönigin aus meinem Nistkasten immer noch nicht wieder zuhause war, obwohl sie schon seit 13 Tagen brütet (und sonst nur Ausflüge von 10-20 Minuten unternahm), habe ich beschlossen, das Nestchen aus dem Kasten herauszunehmen, um die bereits verpuppte Brut am Leben zu erhalten. Da ich ja noch die Königin hatte, die ich keine halbe Stunde früher von meinem Bruder bekam, habe ich das Nest und die Königin zusammen in einen Pappkarton getan. Es dauerte keine halbe Stunde und die zuvor gefundene Königin saß auf den Brutwaben, um diese zu bebrüten! Das tut sie mittlerweile ziehmlich aktiv seit etwa einer Stunde. Morgen werde ich Nest und Königin in einen Nistkasten setzen und sehen, was passiert.

Scheinbar hatte sie trotz ihrer ermatteten Situation das Nest angenommen. Scheinbar wirkt ein bereits vorhandenes Nest auch auf Königinnen, die gerade nicht in Suchstimmung sind.

Viele Grüße
Michel

Re: Interessante Nestadoption Angelika L. 17.04.2005 12:53
Hallo, das finde ich sehr spannend, bitte berichte weiter.

Meine Erdhummelkönigin ist auch recht fleißig. Ab und zu habe ich die Kontrolle mit Moos -Tipp von Axel - gemacht und heute morgen habe sie endlich selbst mal wieder abfliegen sehen. Ich rechne nächste Woche mit den ersten Arbeiterinnen. An den Johannisbeerbüschen habe ich die erste Baumhummelarbeiterin gesehen. Grüße, Angelika L.

Re: Re: Interessante Nestadoption Michel 17.04.2005 13:06

Hallo Angelika,
auch bei mir dürften in einer Woche die ersten Arbeiterinnen schlüpfen. Der Wiesenhummelkasten ist jedoch der einzige besiedelte Nistkasten derzeit. Jedoch finden sich derzeit kaum andere Königinnen in Suchstimmung, da die Nahrungssituation sehr ungünstig ist. Naja, in den nächsten Tagen müsste sich das dann bessern, wenn die ersten Zierkirschsträucher zu blühen beginnen.

Viel Erfolg mit deiner Erdhummelkönigin, auf das sie ein schönes Volkchen aufbaut.

Viele Grüße
Michel

Interessante Nestadoption --> Erfolg Michel 17.04.2005 13:02

Heute morgen habe ich Königin samt Nest in einen Nistkasten verfrachtet. Die Königin bleib dabei die ganze Zeit recht ruhig und versorgte die Brut. Etwa 10 Minuten später flog sie dann zum ersten Mal aus und vollführte einen herrlichen Orientierungsflug. Keine 20 Minuten später kehrte sie bereits zurück und war schwer mit Pollen beladen. Anfangs hatte sie einige Orientierungsschwierigkeiten am Kasten (kommt ja auch aus einer völlig anderem Umgebung 5 km von hier), mittlerweile fliegt sie fleißig ein und aus. Damit hat sie Nestübernahme geklappt, und das sogar mit einer Königin, die keinesfalls in Suchstimmung war. Damit bietet sich also eine gute Möglichkeit, gefallene Nestmütter zu ersetzen.

Zudem boten sich heute Nacht unter rotem Licht (das von den Hummeln ja nicht wahrgenommen wird) interessante Beobachtungen bei der Brutversorgung. Der Pollen, der beispielsweise verstreut im Nest lag, wurde ständig an die hungrige Brut (die hatte ja seit 24 h nichts zu fressen) gefüttert. Man ist ja bekanntlich selten während der Gründungsphase so nah dabei.

Viele Grüße
Michel

Re: Interessante Nestadoption --> Erfolg Manfred 18.04.2005 08:16

Hallo Michel,

das Problem bei verschollenen Nestmüttern besteht im REgelfall darin es rechtzeitig zu bemerken, d.h. bevor die Brut tot ist. Die Überwachung per lichtschranke ist da sicher eine sehr gute Idee.

Gruß
Manfred

Re: Re: Interessante Nestadoption --> Erfolg Michel 18.04.2005 16:48

1-2 Tage dürfte die Brut schon ohne Nahrung aushalten, aber die Temperatur ist ein wichiger Faktor, vor allen in den Nächten. Sollte diese unter 15 °C fallen, gibt es die ersten Verluste.

Derzeit ist die Wiesenhummelkönigin wieder fleißig am sammeln. So etwa nächste Woche dürften die ersten Arbeiterinnen schlüpfen.

Gruß
Michel

Endlos lange Ausflüge Manfred 18.04.2005 08:21

Hallo,

meine Steinummelkönigin unternimmt endlos lange Ausflüge von mehreren Stunden. Mir kommt das sehr lange vor, da der Kasten von ihr als Rückkehrerin aus dem Vorjahr bereits am 4. April in Beschlag genommen wurde. Sie hat zwar aufgrund von Spiegelungen im Fenster nachmittags Probleme das Flugloch zu finden und macht deshalb immer mal wieder Orientierungsflüge, aber langsam müsste sie ja zur Nestgründung geschritten sein. Da das Nistmaterial Flachs ist, kann ich nicht kontrollieren, ob es bereits eine Brutwabe gibt.

Gruß aus HH
Manfred

Re: Endlos lange Ausflüge Michel 18.04.2005 16:51

Das ist mir bei Steinhummeln auch schon aufgefallen. Die beginnen manchmal erst viele Tage nach der Annahme des Nistplatzes mit dem Nestbau. Während dieser Zeit sind sie dann oft mehrere Stunden unterwegs. Ganz anders sind da Garten oder Wiesenhummel. Da wird gleich mit dem Bau des Nestes angefangen, meist noch am selben Tag. Damit verringern sich hier auch die Flugzeiten mit der Nestgründung erheblich.

Viele Grüße
Michel