Beiträge aus 2005

Wie lange leben eigentlich Hummeln? Nikki 13.05.2005 09:40

Was würde eigentlich passieren, wenn man Hummeln, auch wenn es 'ihre' Futterpflanzen im Spätsommer/Herbst nicht mehr gibt, mit Zuckerlösung/Nektar einfach 'weiterfüttern' würde?

Wie lange leben Hummeln & sterben die meisten an Hunger/Kälte? Oder hätten sie eine längere Lebensdauer als ein paar Monate?

--------

Habe ja eine Hummel gefunden, die nicht mehr fliegen kann, (vielleicht ist es auch eine Königin, künstliches Nest hat sie nun) - und versorge sie mit Zuckerwasser, wie lange wird sie (sie wirkt ansonsten sehr munter & 'lebensfroh' *g) überleben?

Was kann man bei einer ganz leichten Flügelverletzung machen? Gibt es im Netz irgendwo sehr gute Bilder vom Aufbau von Hummelflügen?

Schöne Grüße, Nikki

Re: Wie lange leben eigentlich Hummeln? Angelika L. 14.05.2005 13:55
Was würde eigentlich passieren, wenn man Hummeln, auch wenn es 'ihre' Futterpflanzen im Spätsommer/Herbst nicht mehr gibt, mit Zuckerlösung/Nektar einfach 'weiterfüttern' würde?

Wie lange leben Hummeln & sterben die meisten an Hunger/Kälte? Oder hätten sie eine längere Lebensdauer als ein paar Monate?

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Habe ja eine Hummel gefunden, die nicht mehr fliegen kann, (vielleicht ist es auch eine Königin, künstliches Nest hat sie nun) - und versorge sie mit Zuckerwasser, wie lange wird sie (sie wirkt ansonsten sehr munter & 'lebensfroh' *g) überleben?

Was kann man bei einer ganz leichten Flügelverletzung machen? Gibt es im Netz irgendwo sehr gute Bilder vom Aufbau von Hummelflügen?

Schöne Grüße, Nikki

Hallo Nikki,
schau`dir auf dieser Homepage die Seite "Hummeljahr" an und du wirst schon einige Fragen beantwortet sehen. Für die Gründung eines Nestes muß die Königin auch Pollen sammeln. Diese eiweißreiche Nahrung braucht sie zur Aufzucht der Larven. Sicher könntest du ihr das auch zur Verfügung stellen. Frag' doch mal bei einem Imker nach, mir fällt jetzt nicht ein wie diese Nahrung genau heißt. Aber ich befürchte, daß deine Königin so kein Nest gründen wird, es wäre ein Experiment.

Die Hummeln in diesen Breitengraden sind nicht winterfest, nur die Königinnen, die sich im Herbst vor dem nahenden Winter verkriechen. In warmen Gegegenden gibt es durchaus auch Arten, die länger leben. Ich kann dir das Buch von Hagen, daß auf dieser Homepage empfohlen wird ans Herz legen. Dort findest du sehr viele Informationen. Ansonsten schaue mal in Susannes Beitrag nach, sie empfiehlt noch weitere Hummelseiten. Grüße, Angelika L.

Re: Re: Wie lange leben eigentlich Hummeln? Nikki 14.05.2005 14:08

'Die Hummeln in diesen Breitengraden sind nicht winterfest'

Ja, danke, werde mich mal umsehen.

Das mit dem 'Nicht-winterfest' weiß ich ja schon, ich meinte ja, wenn man sie 'drinnen' halten würde- also Kälte & Nahrungsmangel ausschlösse, wie lange würde dann eine Hummel leben, weiß das jemand?

Viele Grüße, Nikki

Re: Re: Re: Wie lange leben eigentlich Hummeln? Johann Wiedl 14.05.2005 18:00
'Die Hummeln in diesen Breitengraden sind nicht winterfest'

Ja, danke, werde mich mal umsehen.

Das mit dem 'Nicht-winterfest' weiß ich ja schon, ich meinte ja, wenn man sie 'drinnen' halten würde- also Kälte & Nahrungsmangel ausschlösse, wie lange würde dann eine Hummel leben, weiß das jemand?

Viele Grüße, Nikki

Hallo Nikki,

wieso diese Frage nach der Überlebensdauer einer einzelnen Hummel? Was soll das bringen? Wichtig allein ist das Volk, das Nachkommen fürs nächste Jahr hervorbringt.

Grüsse Hans

Re: Re: Re: Re: Wie lange leben eigentlich Hummeln? Nikki 15.05.2005 13:44
Hallo Nikki,

wieso diese Frage nach der Überlebensdauer einer einzelnen Hummel? Was soll das bringen? Wichtig allein ist das Volk, das Nachkommen fürs nächste Jahr hervorbringt.

Grüsse Hans

Hi Hans,

für dich ist die Frage vielleicht unerheblich, für diese einzige Hummel eben nicht ;-)

Und mich interessiert diese Frage eben auch generell.
(Bin aber selbst keine, übrigens)

Gruß

Re: Re: Re: Re: Re: Wie lange leben eigentlich Hummeln? Johann Wiedl 15.05.2005 14:16
>
> Hallo Nikki,
>
> wieso diese Frage nach der Überlebensdauer einer einzelnen Hummel? Was soll das bringen? Wichtig allein ist das Volk, das Nachkommen fürs nächste Jahr hervorbringt.
>
> Grüsse Hans

Hi Hans,

für dich ist die Frage vielleicht unerheblich, für diese einzige Hummel eben nicht ;-)

Und mich interessiert diese Frage eben auch generell.
(Bin aber selbst keine, übrigens)

Gruß

Hallo Nikki,
wie lange eine einzelne Hummel lebt, hängt von den Umständen ab. Einzeln, also allein vom Volk, hat die Hummeln nur einige Tage zu leben. Königinnen, die überwintern, leben ggf. bis zu einem Jahr.
Grüsse Hans

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Wie lange leben eigentlich Hummeln? Nikki 15.05.2005 16:27
Hallo Nikki,
wie lange eine einzelne Hummel lebt, hängt von den Umständen ab. Einzeln, also allein vom Volk, hat die Hummeln nur einige Tage zu leben. Königinnen, die überwintern, leben ggf. bis zu einem Jahr.
Grüsse Hans

Hallo Hans,

meinte das so: in der Natur stirbt eine Hummel (also eine ganz 'normale)', wenn ihre Futterpflanzen nicht mehr blühen (falls sie nicht vorher irgendwie massakriert wird oder so) aber was passiert, wenn man eine Hummel weiterfüttert? Lebt sie dann länger oder leben 'normale' Hummeln eh nur ein paar Wochen bzw. Monate?

...

Grüße, Nikki

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Wie lange leben eigentlich Hummeln? Johann Wiedl 15.05.2005 19:10
> Hallo Nikki,
> wie lange eine einzelne Hummel lebt, hängt von den Umständen ab. Einzeln, also allein vom Volk, hat die Hummeln nur einige Tage zu leben. Königinnen, die überwintern, leben ggf. bis zu einem Jahr.
> Grüsse Hans

Hallo Hans,

meinte das so: in der Natur stirbt eine Hummel (also eine ganz 'normale)', wenn ihre Futterpflanzen nicht mehr blühen (falls sie nicht vorher irgendwie massakriert wird oder so) aber was passiert, wenn man eine Hummel weiterfüttert? Lebt sie dann länger oder leben 'normale' Hummeln eh nur ein paar Wochen bzw. Monate?

...

Grüße, Nikki

Hallo Nikki,
die Lebenserwartung einer "normalen" Hummel, also einer Hummel, die im Volksverbund lebt, beträgt etwa zwei bis drei Wochen. Frühere Abgänge durch Hunger sind möglich. Eine einzelne Hummel, abgesondert vom Volk, kann, wenn sie gefüttert wird, bis zu einer Woche überleben. Macht aber keinen Sinn. Ich hatte kürzlich eine Hummelkönigin auf meiner Zufahrt zu meinem Garten flugunfähig auf dem Boden gefunden. Ich nahm sie zu mir und versorgte sie mit Zuckerwasser. Sie lebte noch fünf Tage ohne einen Versuch zum Wegfliegen zu unternehmen. Sie war offensichtlich krank.
Gruß Hans

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Wie lange leben eigentlich Hummeln? Nikki 16.05.2005 14:28

Hallo!
Danke für die Antworten!

Meine Königin lebt nun schon 9 Tage hier, hoffe ja immer irgendwie noch, dass sie entweder einen Staat gründet oder wenigstens wegfliegt.

Grüße Nikki

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Wie lange leben eigentlich Hummeln? Wilhelm 16.05.2005 19:50

Hallo Nikki
Deine Spezielle Frage: Wie lange leben Hummeln eigentlich, müsste man etwas konkretisieren. Hummelköniginnen vom Spätsommer des Schlupfs oder Geburtsjahres bis zum Spätsommer des nächsten Jahres. Die Arbeiterinnen je nach Abarbeitung ca. drei bis sechs Wochen. Ich hatte Ackerhummelarbeiterinnen, die schon in die Kältestarre gefallen waren in die Wohnung genommen bis die letzte kurz vor Silvester gestorben ist. Aber in Deinem Falle bezieht sich die Frage auf die flugunfähige Königin. Ich habe Unterlagen vorliegen von einem Prof. Ambros Eichhorn aus Salzburg, der Hummelhaltung in einer Voliere beschreibt aus dem Jahre 1975. Es wäre durchaus möglich Deine Königin zur Nestgründung zu bringen, aber dafür bedarf es einiges an Erfahrung, Wissen und der Genehmigung der Naturschutzbehörde! Dies ist nicht leicht und schnell zu bekommen, darum würde ich Dir raten, setze das Tier wieder raus in die Natur wo du es entnommen hast und laß der Natur ihren Lauf. Ich weiß, es ist schwer da dies den Tod für sie wäre.
Gruß Wilhelm

Hallo!
Danke für die Antworten!

Meine Königin lebt nun schon 9 Tage hier, hoffe ja immer irgendwie noch, dass sie entweder einen Staat gründet oder wenigstens wegfliegt.

Grüße Nikki
Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Wie lange leben eigentlich Hummeln? Stefan Lennertz 16.05.2005 00:46

Eine genaue Antwort kann da wohl keiner geben.

Häufig stirbt die "alte" Königin auch schon bevor
das Nest abstirbt, z.B. durch die eigenen Arbeiterinnen wenn die Phase beginnt in denen Drohnen gezeugt werden.

Es gibt allerdings auch einen Bericht über "Winterhummeln", unter dem Stichwort solltest Du mit Hilfe einer Suchmaschine einiges finden können.

Gruß,
Stefan

meinte das so: in der Natur stirbt eine Hummel (also eine ganz 'normale)', wenn ihre Futterpflanzen nicht mehr blühen (falls sie nicht vorher irgendwie massakriert wird oder so) aber was passiert, wenn man eine Hummel weiterfüttert? Lebt sie dann länger oder leben 'normale' Hummeln eh nur ein paar Wochen bzw. Monate?

...

Grüße, Nikki
Hummel vs Wespen Gerhard 14.05.2005 06:45

Hallo zusammen,
habe gestern beobachtet, wie sich eine Wespe im
selbstgebautem und bewohntem Hummelhaus wie zuhause fühlte und Ein- und Ausflog, hab sie dann äh vertrieben. Königin der
Erdhummel sah ich leider 2 Tage nicht mehr.
Kann das an der Witterung liegen (jetzt allerdings wieder warm) oder kann die Wespe sie
vertrieben haben ? Es ist noch kein Nachwuchs vorhanden. Hab auch schon mal aufgemacht und nachgesehen, wollt aber nicht zu tief in der Wolle rumgraben.
Vielen Dank für eure Erfahrungen.
Gerhard

Re: Hummel vs Wespen susanne 15.05.2005 11:46

Hallo Gerhard,
mach Dich nicht verrückt, vielleicht ist die Hummel ja noch da. Mach den Mehltest, dann kannst Du ihre Fußspuren kontrollieren.
Wespen siedeln wohl ganz gerne mal in den Hummelkästen. Ich persönlich bin bisher von dieser Erfahrung verschont geblieben, aber Melanie weis dazu einiges zu berichten. Schau mal unter www.hymenoptera, da beschreibt sie die Trennung von Baumhummeln und Hornissen, die sich bis vor kurzem einen Vogel(!)Nistkasten geteilt hatten.
Grüße
Susanne

Mäusenest im Kasten Christian 15.05.2005 13:00

Hallo,

ich habe dieses Jahr eine Gartenhummel im Kasten gehabt und den Schieber vom Schweglerkasten nicht sofort zu gemacht und jetzt habe ich das Problem. Als ich Gestern nachsehen wollte wo die Hummeln bleiben habe ich ein Mäusenest vorgefunden.
Es sind schon junge Mäuse im Nest und daher will ich sie nicht raussetzen oder töten, weiß jemand wie lange es dauert bis ich die Mäuse aus den Kasten setzen kann ohne das sie Schaden nehmen? Im nächsten Jahr sollen wieder Hummeln nisten und keine Mäuse.
Von der Hummel habe ich nichts gesehen die muß wohl das Nest aufgegeben haben oder sie ist ums Leben gekommen.

Gruß
Christian

Re: Mäusenest im Kasten Johann Wiedl 15.05.2005 14:24
Hallo,

ich habe dieses Jahr eine Gartenhummel im Kasten gehabt und den Schieber vom Schweglerkasten nicht sofort zu gemacht und jetzt habe ich das Problem. Als ich Gestern nachsehen wollte wo die Hummeln bleiben habe ich ein Mäusenest vorgefunden.
Es sind schon junge Mäuse im Nest und daher will ich sie nicht raussetzen oder töten, weiß jemand wie lange es dauert bis ich die Mäuse aus den Kasten setzen kann ohne das sie Schaden nehmen? Im nächsten Jahr sollen wieder Hummeln nisten und keine Mäuse.
Von der Hummel habe ich nichts gesehen die muß wohl das Nest aufgegeben haben oder sie ist ums Leben gekommen.

Gruß
Christian

Hallo Christian,
für die Ansiedlung von Hummeln ist es dieses Jahr je zu spät. So hast du recht, das Quartier den Mäusen zu überlassen. Sie werden in diesem Jahr hier noch mehrere Generation Nachwuchs hervorbringen. Im zeitigem Frühjahr dann den Kasten wieder als Hummelnistkasten umfunktionieren.
Gruß Hans

Re: Mäusenest im Kasten Manfred 16.05.2005 18:47

Hallo Christian,

hatte dasselbe Problem, sprich Spitzmäuse im Kasten. Im kommenden Frühjahr solltest Du einen flachen Stein diagonal in der Laufröhre verkeilen, das stört die Hummeln nicht, aber Mäuse passen da dann nicht mehr durch.

Gruß aus HH
Manfred

Re: Re: Mäusenest im Kasten susanne 17.05.2005 11:38
Hallo Manfred,

das ist eine gute, einfache Idee. Das mache ich zukünftig auch. Hat Deine Spitzmaus denn nun das Nagen aufgegeben? Spitzmäuse finde ich ja auch superinteressant, viel faszinierender als meine "grauen" Mäuse.
Grüße Susanne

Re: Re: Re: Mäusenest im Kasten Manfred 17.05.2005 14:05

Hallo Susanne,

ja sie hat das Nagen aufgegeben (auch wenn der Kasten dieser Jahr ohne Hummeln ist) und ist in ein anderes Versteck im Garten umgezogen.

Gruß aus HH
Manfred

Re: Mäusenest im Kasten susanne 17.05.2005 11:07
Hallo Christian,

ja das Problem hatte ich auch schon, die Schweglerkästen haben einfach einen zu großen Durchmesser.
Du kannst aber den Kasten nach dem Auszug der Mäuse wunderbar nutzen. Diue Mäusestreu bloß nicht rausschmeisßen. Hummeln lieben den Geruch. Mein Kasten mit Mausvormieter wird immer am schnellsten gefunden und selbst besiedelt (schon zweimal).
Deine aktuelle Gartenhummel ist wahrscheinlich von der Maus gefressen worden, schade drum.
Grüße von Susanne

Hummelnest im Hochbeet Kitty 16.05.2005 13:25

Gestern habe ich bei Arbeiten am und im Hochbeet ein Erdhummelnest gefunden. Leider wusste ch nichts von dem Nest und habe es oberflächlich "angekratzt", als ich die tiefen Wurzeln von einer Butterblume entfernen wollte. Die Hummeln fühlten sich doch ziemlich gestört, zumal ich ein paar "Waben"(?) dabei freigelegt habe. Nach kurzer Zeit haben sie sich aber mit dem Nachwuchs in den tiefer gelegenen Teil verzogen.Die Königin selbst konnte ich bisher nicht entdecken. Ich habe das Nest wieder mit den von mir beim Wühlen nach der Wurzel entfernten Plastglasbruchstücken bedeckt. Das aufgeregte Durcheinander hat sich dann schnell gelegt und ich hoffe nun, dass die Tierchen nicht doch noch umziehen. Was kann ich denn noch tun, damit die Hummeln bleiben und sich wohlfühlen? Die Nutzung des Hochbeetes habe ich bereits aufgegeben für dieses Jahr.
Liebe Grüße von Kitty und den Hummeln.

Re: Hummelnest im Hochbeet Stefan Lennertz 16.05.2005 13:42

Das wichtigste wäre wohl getan, Du lässt das Volk sich entwickeln. Aufgrund der Tatsache das das Nest die letzten Unwetter überstanden hat kann man davon ausgehen das der Nistplatz geeignet zu sein scheint.

Jetzt benötigen sie nur noch blühende Landschaften.

schönen Gruß,
Stefan

Re: Hummelnest im Hochbeet Kitty 16.05.2005 14:05

Ganz lieben Dank für die schnelle Antwort. Es macht doch sicherlich Sinn, wenn ich in dem Hochbeet jetzt Wiesenblumen aussäe, damit das Nest durch den Bewuchs Schutz erhält und später gleich noch Hummel-Nahrung heranwächst? Wirtschaftlich nutzen will ich das Beet ja nun eh nicht.

Liebe Grüße von Kitty

Re: Re: Hummelnest im Hochbeet Stefan Lennertz 16.05.2005 14:30

Das wäre sicherlich sinnvoll, da man damit ja auch noch eine Menge anderer nützlicher Besucher anlockt, die dann die natürliche Schädlingsbekämpfung vornehmen.

Gruß,
Stefan

Ganz lieben Dank für die schnelle Antwort. Es macht doch sicherlich Sinn, wenn ich in dem Hochbeet jetzt Wiesenblumen aussäe, damit das Nest durch den Bewuchs Schutz erhält und später gleich noch Hummel-Nahrung heranwächst? Wirtschaftlich nutzen will ich das Beet ja nun eh nicht.

Liebe Grüße von Kitty
Re: Hummelnest im Hochbeet Alex (Bombus-Admin, Chiemgau, Bayern) 16.05.2005 14:14

Hallo Kitty,

danke daß Du den Hummeln das Hochbeet so bereitwillig überläßt!

Eigentlich hast Du schon alles getan, was getan werden mußte. Das Nest wird sich jetzt weiterentwickeln wenn es nicht weiter gestört wird. Ein Naturnest beläßt man am besten so wie es ist, es sei denn es wäre irgendwie in Gefahr.

Umziehen würden die Hummeln jedoch nicht mehr. Sollte das Nest zerstört werden könnte die Königin es wohl nicht mehr schaffen, ein neues NEst zu gründen - das Volk wäre verloren.

Darum ist es um so erfreulicher, daß Du Ihnen das Hochbeet überläßt!

Alles Gute,

Alex

Re: Hummelnest im Hochbeet Kitty 16.05.2005 17:08

Es ist ja Wahnsinn, was ich alles auf der "Suche" nach Hummeln im Internet finde. Zuerst einmal, die Hummeln haben sich total beruhigt und fliegen brav ein und aus, obwohl es bei uns recht feucht ist. Bin ich froh, dass mein brutaler Eingriff in das Nest gestern keine schlimmen Folgen hatte. Heute habe ich Lavendel und Wiesenblmen um das Nest herum gesät. Nebenan stehen Brennesseln, ein blühendes Apfelbäumchen und ganz in der Nähe blüht gerade eine riesige Kastanie, in diese Richtung fliegen die Hummeln derzeit bevorzugt. Auch sonst gibt es sehr viel blühendes Grün bei uns. Insofern sind die Hummel gut versorgt, zumal ich eine ziemlich faule "Unkrautvernichterin" bin. Gut, mein Mann mäht (leider) regelmäßig den Rasen, aber die blühenden Wiesenpflanzen haben ihre Wuchshöhe raffinierterweise auf die Schnitthöhe des Rasenmähers eingestellt und blühen in der Mehrzahl auch nach dem Mähen munter weiter Gänseblumen: Klee, Butterblumen und noch vieles mehr. Auch der Ginster blüht jetzt und in der Nähe haben wir ein riesiges gelbes Rapsfeld. Alles doch ideale Bedingungen für Insekten in unserem Garten. Ich werde in Zukunft auch noch mehr darauf achten, dass bei der Gartenarbeit nicht doch noch unnötig Lebensgrundlagen für die kleinen und großen Tiere zerstört werden. Bei derartigen Recherchen merke ich immer, wie wenig ich doch wirklich weiß, obwohl ich mir immer einbilde, bereits überdurchnittlich viel Wissen zu Garten und Natur zu haben, weil mich alles dazu interessiert und ich sehr viel dazu auch lese. Und dann kommen die lütten Hummeln und machen mir klar, wie wenig ich wirklich weiß und viel schlimmer noch, dass es unmöglich ist, ausreichend Wissen dazu zu speichern in meinem Hirn. Gut, dass es Foren gibt wie dieses hier.
Liebe Grüße sendet euch Kitty von der Nordseeküste

Re: Re: Hummelnest im Hochbeet susanne 17.05.2005 11:12
Hallo Kitty,

Du kannst den Gründünger Bienenfreund (Phacelia) auf dem Hochbeet säen, das ist Hochleistungsfutter für Hummeln und reichert zudem noch dein Hochbeet an.
Grüße Susanne

Natürliche Nisthilfen werden offensichtlich bevorzugt. Stefan Lennertz 16.05.2005 14:02

Hallo Hummelfreunde,

in diesem Jahr habe ich alle Möglichkeiten ausgeschöpft um Nistplätze zur Verfügung zu stellen.
Darunter sind ca. 10 "künstliche" Nisthilfen vom Schwegler Nistkasten bis hin zum einfachen Pappkarton in der Laube, ein Hang der nicht gemäht wird und einige dichte Sträucher unter die ich einfach Moos gestopft habe.

Bewohnt sind zur Zeit ein Blumentopf, (Wiesenhummel) im Modell "Armin Krenz", ein Strauch (Ackerhummel), und wie es aussieht eine Stelle am Hang an einem Hubbel. Was für eine Art es ist kann ich noch nich sagen, da ich nicht zu Nah heranwollte.

Alles waren Selbstansiedlungen. Ich bin überrascht wie einfach es ist den Tieren mit etwas unberührter Natur zu helfen.

Gruß,
Stefan

Re: Natürliche Nisthilfen werden offensichtlich bevorzugt. susanne 17.05.2005 11:16
Hallo Stefan,

haben die Nester die Starkregenereignisse der letzten Tage gut überstanden?
Gruß Susanne

Re: Re: Natürliche Nisthilfen werden offensichtlich bevorzugt. Stefan Lennertz 17.05.2005 12:13

Offensichtlich ja, was bei dem zum Teil sehr starken Regen- und Hagelschauern nicht selbsverständlich ist.

Ich war mir im Vorfeld auch unsicher welcher Platz den nun der geeignetere ist. Daher war ich auch bestrebt so viele Plätze wie eben möglich zur Verfügung zu stellen, und den Hummeln die richtige Wahl zu überlassen.

Ein ausbaufähiges Konzept glaube ich.

Gruß,
Stefan

> Hallo Stefan,
haben die Nester die Starkregenereignisse der letzten Tage gut überstanden?
Gruß Susanne
Re: Natürliche Nisthilfen werden offensichtlich bevorzugt. Manfred 17.05.2005 14:01

Hallo Stefan,

ich glaube, das die Geländetopografie und -struktur einen wesentlich größeren Einfluss auf die Nistplatzwahl hat als die angebotene Nistmöglichkeit selber. Mein Garten hat einen kleinen naturbelassenen Wall. Am Osthang dieses Walls suchen Königinnen immer am intensivsten nach einer Nistmöglichkeit. Der dort aufgestellte Nistkasten ist auch immer als erster belegt, unabhängig davon, was gerade als Nistmaterial drin ist.
Deine Beobachtungen werden damit bestätigt.

Gruß aus HH
Manfred

Re: Re: Natürliche Nisthilfen werden offensichtlich bevorzugt. susanne 17.05.2005 15:27
Hallo Manfred, Deine Beobachtung würde ja auch (hummel)Sinn machen. Am Hang säuft man nicht so schnell ab und Osten ist für Frühaufsteher immer eine gute himmelsrichtung.

Grüße Susanne

B.T. gesucht Maik 17.05.2005 11:21

hallo zusammen,
ich versuche verzweifelt BT zu bekommen. keiner hat dies hier. packungsgrössen bei bestellung 40 stck.
wer kann mir 3 päckchen besorgen oder weis eine quelle im internet?
gruß maik

Re: B.T. gesucht susanne 17.05.2005 11:35
Hallo Maik, wo ist "hier"? Haben Deine Hummeln schon die Motten?

Du bekommst in Deutschland bacillus th.
im Fachhandel für Gartenbau und auch in gut sortierten Gartenmärkten. Es hilft nämlich gegen Schmetterlinge, die Obst- und Gemüseschädling sind. Das Produkt wird von Bayer und auch von Neudorff (und wahrscheinlich auch noch anderen) vetrieben.
Hummelschutz kennen die Verkäufer nicht, aber Schutz vor Kohlweißling und Eulenfaltern kennen sie. Du musst nur aufpassen, dass Dir nicht irgendein Verkaufsmensch ein chemisches Hau-drauf verkaufen will.
Grüße Susanne

Re: Re: B.T. gesucht Maik 17.05.2005 12:52
> Hallo Maik, wo ist "hier"? Haben Deine Hummeln schon die Motten?

ich wollte dies vorsorglich tun.

Du bekommst in Deutschland bacillus th.
im Fachhandel für Gartenbau und auch in gut sortierten Gartenmärkten.

ich war in den von neudorff angegebenen vertriebsstellen. großes achselzucken! in raifeisen märkten dasselbe. leider habe ich nicht so viel zeit, um alles abzuklappern.
vieleicht könnte mir ja doch einer von euch helfen. natürlich per vorkasse!
grüsse maik

Es hilft nämlich gegen Schmetterlinge, die Obst- und Gemüseschädling sind. Das Produkt wird von Bayer und auch von Neudorff (und wahrscheinlich auch noch anderen) vetrieben.

Hummelschutz kennen die Verkäufer nicht, aber Schutz vor Kohlweißling und Eulenfaltern kennen sie. Du musst nur aufpassen, dass Dir nicht irgendein Verkaufsmensch ein chemisches Hau-drauf verkaufen will.
Grüße Susanne
Re: Re: Re: B.T. gesucht susanne 17.05.2005 13:24
Hallo Maik,

wohnst Du so richtig auf dem Land?? Wegen Raiffeisen?
Geh in das nächstgelegene Gartencenter von Meisert, Obi o.ä. und frag nach einem Mittel gegen Schadschmetterlinge. Natürlich im abgeschlossenen Schränkchen. Das müsste echt jeder haben. Sonst geh in eine gute Staudengärtnerei, die müssten das auch besorgen können.
Gruß Susanne

Re: Re: Re: Re: B.T. gesucht Manfred 17.05.2005 14:16

Hallo Susanne,

ich kann das Problem von Maik verstehen. Bestellen ist für die meisten Gärtnereien kein Problem, allerdings wollen einige (eigene Erfahrung), dass man eine Packung sprich 25 oder 40 Beutel abnimmt. Ich musste auch einige Zeit suchen bis eine Gärtnerei bereit war das Mittel zu bestellen und auch einzelne Beutel zu verkaufen (wobei ich mir nicht einmal sicher bin ob das überhaupt zulässig ist, da bei den einzelnen Beuteln kein Beipackzettel dabei ist).

Gruß aus HH
Manfred

Re: Re: Re: Re: Re: B.T. gesucht susanne 17.05.2005 15:31
Oh, da bin ich wohl verwöhnt vom hiesigen Angebot. Hier gibt es so kleine Schachteln mit ca. 5/6 kleinen Einzel-Beutelchen drin.

Neudorff hat aber doch auch einen Internetversand, oder? Muss man da auch soviele Packungen abnehmen?
Gruß Susanne

Onlineshop mit Neudorffprodukten Christian 17.05.2005 18:24

Hallo,

bei GrünTeam bekommt man alle Neudorff und auch Schweglerprodukte. www.gruenteam-versand.de
B.T gibt es dort einmal für 2,15€ (3g) und 9,75€(30g)

Gruß
Christian

Re: Onlineshop mit Neudorffprodukten Unbekannt 18.05.2005 12:15

hallo zusammen,
danke für den tip. jetzt kann ich bestellen.
lg maik

Hallo,

bei GrünTeam bekommt man alle Neudorff und auch Schweglerprodukte. www.gruenteam-versand.de
B.T gibt es dort einmal für 2,15€ (3g) und 9,75€(30g)

Gruß
Christian
Re: B.T. gesucht torsten 17.05.2005 11:37
hallo maik!

in österreich ist das mittel unter turicide bekannt.

lg

torsten

Re: B.T. gesucht Johann Wiedl 17.05.2005 19:18
hallo zusammen,
ich versuche verzweifelt BT zu bekommen. keiner hat dies hier. packungsgrössen bei bestellung 40 stck.
wer kann mir 3 päckchen besorgen oder weis eine quelle im internet?
gruß maik

Hallo Maik,
jeder Hummelfreund hat selbst zu entscheiden, ob und wann er BT anwendet. Ein Hinweis wegen seiner angeblichen Ungefährlichkeit sei mir aber erlaubt. Ich verweise auf einen Beitrag von Cornel van Bebber in seiner Homepage (www.aktion-hummelschutz.de) vom 11.5.2005, zu finden im Forum unter "Feinde, Parasiten" (Wachsmottenbekämpfung). In dem Beitrag wird darauf hingewiesen, dass bei der Anwendung dieses Mittels auch negative Auswirkungen auftreten können.-
Grüsse
Hans