Beiträge aus 2004

Hummeln - wann sind sie gefährlich? Silvia 04.04.2004 00:28

Ich kenne mich mit Hummeln gar nicht aus und hoffe Antwort auf meine Frage zu finden.
Gestern wollte ich einen Blumentopf der an der Wand meines (kleinen) Balkons hängt leeren. Das hab ich dann gelassen weil grade eine Hummel in die Erde krabbelte. Meine Fragen sind folgende:
Wie gefährlich sind Hummeln? Können sie agressiv sein,stechen sie? Gehen sie an Essen oder Getränke. Bisher habe ich lediglich zwei Hummeln gleichzeitig gesehen, auf wieviele muss ich mich einstellen?
Für Info bin ich dankbar!
Silvia

Re: Hummeln - wann sind sie gefährlich? Stefan Lennertz 04.04.2004 12:37

Eigentlich sind sie gar nicht gefährlich.
Ich z.B. hatte letztes Jahr ein Hummelnest in der Wohnung, da passierte absolut nichts. Selbst als ich das Nest entdeckt hatte, weil ich mal nachschauen wollte wieso ständig eine Hummel zwischen meinem Fenster und der Decke auf meinem Regal hin und her Flog, ist nichts passiert.
Alles was ich Beobachten konnte ist das die Hummeln sich zur Verteidigung auf den Rücken legen und tief Brummen, um den Angreifer
abzuwehren. Aber es gab nicht die geringste Agression von Seiten der Hummeln.
Man stellt sich ja schon mal vor das sie wie z.B. Wespen auf einen zufliegen könnten, mit der Absicht jemanden zu Stechen. Aber nichts dergleichen. Selbst meiner Katze gegenüber nicht, obwohl die immer wieder mal an einer am Boden herumlaufenden Hummel geschnuppert hat.

Ich war so sehr davon beeindruckt wie harmonisch dieses Nebeneinander abgelaufen ist, dass ich mich dazu entschlossen habe den Hummeln in diesem Jahr
zusätzliche Futterquellen und Nistplätze zur Verfügung zu stellen.

Re: Hummeln - wann sind sie gefährlich? susanne 05.04.2004 09:39
:
Wie gefährlich sind Hummeln? Können sie agressiv sein,stechen sie? Gehen sie an Essen oder Getränke. Bisher habe ich lediglich zwei Hummeln gleichzeitig gesehen, auf wieviele muss ich mich einstellen?

Hallo Silvia,
Wie sehen Deine Hummeln denn aus? Anhand der Streifen im "Fell" kann man die Art bestimmen und das gibt noch mal Rückschlüsse, ob es eine besonders friedliche Art ist oder nicht und auch wie groß das Volk werden kann.
Und auch, ob es tatsächlich eine Hummel ist oder vielleicht eine große Solitärbiene (weil ZWEI Hummeln in einem Blumentopf hören sich merkwürdig an).

Generell gilt:
Hummeln gehen gar nicht an Essen oder Getränke, selbst Pflaumenkuchen lässt sie völlig kalt. Sie interessieren sich einfach nicht dafür.

Sie können stechen, aber sie tun es nur, wenn man sie stubst, quetscht, fängt und dann auch noch so dumm ist, sie gegen den Boden oder eine anderes Hindernis zu drücken. Sie brauchen nämlich ein Widerlager hinter ihrem Rücken um den Stich wirklich platzieren zu können.
Man sollte also eine Hummel, die sich auf den Rücken legt und den Unterleib vorkrümmt nicht auch noch mit dem Finger in den Bauch pieksen, dann piekst sie zurück, aber das hat man dann ja auch verdient (finde ich).

Sie sind sehr friedlich, wesentlich friedlicher als Bienen oder gar Wespen. Wenn man ihr Nest stört, indem man dran rüttelt oder es öffnet, summen sie vielleicht ein bischen um einen herum, aber eigentlich kann selbst da nicht wirklich was passieren.
Man sollte sie dann nicht gerade einatmen.

Beschreib die Tierchen mal, hier gibt es bestimmt Spezies, die Dir dann sagen können, was es nun genau ist.

Grüße von Susanne

Re: Re: Hummeln - wann sind sie gefährlich? Angelika, Berg.Land 05.04.2004 18:09
> :
> Wie gefährlich sind Hummeln? Können sie agressiv sein,stechen sie?

Die Ausnahme sind meines Wissens die Baumhummeln. Diese können recht wehrhaft sein, wenn sie ihr Nest in Gefahr wähnen. Baumhummeln stellen auch Wächter auf. Grüße, Angelika

Re: Re: Re: Hummeln - wann sind sie gefährlich? reszt 27.05.2004 16:21
> > :
> > Wie gefährlich sind Hummeln? Können sie agressiv sein,stechen sie?

Die Ausnahme sind meines Wissens die Baumhummeln. Diese können recht wehrhaft sein, wenn sie ihr Nest in Gefahr wähnen. Baumhummeln stellen auch Wächter auf. Grüße, Angelika
Re: Re: Re: Hummeln - wann sind sie gefährlich? reszt 27.05.2004 16:24
> > :
> > Wie gefährlich sind Hummeln? Können sie agressiv sein,stechen sie?

Die Ausnahme sind meines Wissens die Baumhummeln. Diese können recht wehrhaft sein, wenn sie ihr Nest in Gefahr wähnen. Baumhummeln stellen auch Wächter auf. Grüße, Angelika

hummeln können nur stechen wenn sie am rücken liegen.Sonst haben sie zu wenig muskeln um den stachel in die haut zu drücken

Re: Re: Hummeln - wann sind sie gefährlich? Silvia 06.04.2004 15:19

Vielen Dank an euch für die Info!

Von wegen ZWEI Hummeln gleichzeitig: Nicht dass ich sie beide in die Erde im Blumentopf krabbeln sah, da habe ich nur eine gesehen. Aber über dem Topf rumschwirrenderweise habe ich Sonntag bis zu drei gleichzeitig sehen können. Sie haben aber auch noch einen Spalt gefunden durch den sie unters Dach können.

Wie sie genau ausschauen? Da muss ich sie mal genauer beobachten. Aber beim momentanen Aprilwetter habe ich noch keine gesehen.

Ist es denn so, dass je nachdem was es genau für eine Art ist, die Anzahl der Aufzucht stark voneinander abweicht? Auch wenn ihr mir hier nur Beruhigendes zu Hummeln gesagt habt, kann ich mir nicht vorstellen völlig relaxt mit einem Schwarm Hummeln meinen Balkon zu teilen. Aber wahrscheinlich sind meine Vorstellungen unrealistisch und überdreht.

Viele Grüße

Silvia

Re: Re: Re: Hummeln - wann sind sie gefährlich? Michel 06.04.2004 16:09

Vielleicht handelt es sich auch um Solitärbienen, die mitunter Hummeln recht ähnlich sehen können.

Die sind aber völlig ungefährlich und legen nur einige Brutzellen an, die dann im nächsten Jahr schlüpfen und sofort wegfliegen. Also vielleicht auch kein Hummelschwarm, sondern nur harmlose Einsiedlerbienen.

Gruß,
Michel

Re: Re: Re: Hummeln - wann sind sie gefährlich? susanne 07.04.2004 10:06

Auch wenn ihr mir hier nur Beruhigendes zu Hummeln gesagt habt, kann ich mir nicht vorstellen völlig relaxt mit einem Schwarm Hummeln meinen Balkon zu teilen.

Hallo Silvia,
in Österreich hat sich eine Frau sogar ihr Balkon-Sofa mit einem Hummelvolk geteilt (sie selbst saß regelmäßig drauf, die Hummeln wohnten in der Lehne). Sie war anfangs auch eher unsicher, hat es dann aber als Bereicherung empfunden und es ist niemand zu Schaden gekommen. Den Bericht dazu kann man unter www.aktion-hummelschutz.de lesen.

Und vielleicht sind es ja wirklich Pelzbienen, die da nur ein paar Eier legen und wieder verschwinden, also gar kein Volk gründen.

Die Hummelvölker sind je nach Art wirklich unterschiedlich groß. Es gibt welche, die etwa 50 Individuen bilden und solche mit bis zu 300 Hummeln.

Baumhummeln sind tatsächlich etwas agressiver als die anderen Arten, aber ich hatte letztes Jahr welche und fand es nicht so schlimm.

Nur Mut und herzliche Grüße
Susanne

Re: Re: Re: Re: Hummeln - wann sind sie gefährlich? Angelika, Berg.Land 07.04.2004 10:33

www.aktion-hummelschutz.de

Unter obiger Adresse gibt es auch eine gute Tabelle zur Hummelbestimmung.
Wir hatten letztes Jahr auch ein Baumhummelnest direkt neben Tisch. Es gab kein Problem! Nur wenn jemand in der Einflugschneise saß, wurde unwillig gebrummt. Grüße, Angelika

auf ein neues Olk 04.04.2004 20:53

hi,

nach erfolglosen (nichtbezogenen nistkästen) hummeljahr 2003 wede ich heuer natürlich wieder mein glück versuchen.
werde aber eine verlockendere eiflugschneisse dazubauen, vielleich kann ich so eine untermieterin anlocken.

schöne grüsse

olk

Re: auf ein neues susanne 05.04.2004 09:41

Hallo Olk, wie sieht Deine Einflugschneise denn aus???
Gruß Susanne

Re: Re: auf ein neues Momo 11.04.2004 18:20

Das würde mich auch interessieren, Einflugschneise?

Schlechtes Wetter socky 06.04.2004 09:25

Wirklich kurz vor dem Wahnsinn hat sich doch noch eine Königin entschlossen bei mir einzuziehen. Sie ist recht klein und ich bilde mir ein, dass es eine Kryptarum Hummel ist. Das war letzten Freitag, nachdem ich den Nistkasten an einem anderen Ort plaziert habe.

Das Wetter ist hier inzwischen reichlich schlecht, daher habe ich ihr sicherheitshalber Zuckerwasser vor den Röhrenausgang gestellt. Bislang konnte ich jedoch nicht feststellen, dass sie das Futter annimmt. Gestern habe ich sie überhaupt nicht gesehen. Ich habe auch die Befürchtung, dass sie verschwindet, wenn ich den Deckel aufmache. Wie bringe ich ihr denn die Futteraufnahme bei?

Derzeit sind hier etwa 5 Grad C und es regnet meistens seit zwei Tagen. Wann wird es wohl kritisch für das Tier?

MfG

Socky

Re: Schlechtes Wetter Manfred 06.04.2004 10:36

Nur nicht nervös werden,
meine Hummeln haben sich gestern aufgrund des Dauerregens auch nicht blicken lassen und dort gibt es schon Larven, was bei Dir kaum der Fall sein dürfte.
Niedrige Temperaturen sind für die Hummeln weniger kritisch, wenn die Sonne scheint, fliegen die schon bei Werten knapp über 0°C. Wenn der Regen längere Zeit anhält kann das zu einem Problem werden. Deine Hummel wird das Zuckerwasser schon von selbst annehmen wenn ihr danch ist. Es gibt aber auch Exemplare, die das nie tun.
Den Deckel das KAstens würde ich in der Nestgründungsphase zu lassen. Ob die Hummel noch da ist, kannst Du auch mit einer Klopfprobe feststellen. Die Hummel antwortet darauf mit einem hohen Sirren.

Gruß
Manfred

trotz Sauwetter Ansiedlung geglückt... Michel 06.04.2004 19:03

Zwischen teils kräftigen Schauern gab es heute immer wieder sonnige Abschnitte, sodass die Temperatur zwischen 6 und 10 °C pendelte. Während eines sonnigen Abschnittes könnte ich eine Wiesenhummel auf Nestsuche beobachten. Sofort habe ich sie vorsichtig mit beiden Händen gefangen und schließlich in einen der Nistkästen bugsiert.

Nach etwa 15 !!! Minuten kam sie wieder hervor und absolvierte einen herrlichen Orientierungsflug.

Damit ist die erste Ansiedlung und damit auch der erste Ansiedlungsversuch gleich erfolgreich gewesen.

Ich hoffe, dass sie die nächsten kalten Tage gut übersteht, bevor es dann am Wochenende wieder wärmer werden soll.

Viele Grüße
Michel

Re: trotz Sauwetter Ansiedlung geglückt... susanne 08.04.2004 10:20

Hallo Michel,
hier ist es auch lausig kalt und regnerisch und
tatatata
eine Erd- oder Gartenhummel ist erfolgreich angesiedelt.

Ich hab sie noch gar nicht gesehen, denn mein Liebster hat sie in den Kasten gesetzt nachdem das Tierchen sich in unser Wohnzimmer verflogen hatte und etwas unglücklich an der Scheibe klebte. Er hat einen schönen Orientierungsflug gesehen und danach schon ein paar Sammelflüge zur Blutpflaume nahebei.

Viel Glück mit Deiner Wiesenhummel

Susanne

Re: Re: trotz Sauwetter Ansiedlung geglückt... Michel 08.04.2004 14:01

Naja, nächste Woche soll es ja endlich wieder wärmer werden. Dann werden hoffentlich auch hier einige andere Hummelarten (neben der Erdhummel und der Wiesenhummel) zu sehen sein.

Viele Grüße und auch dir viel Glück mit deinen pelzigen Untermietern,
Michel

Nachwuchs Gottfried 09.04.2004 20:07

Bei 2 Erdh. u.1 Baumh. ist der erste Nachwuchs eingetroffen, abgesehen von der frühen Februarkön.(Erdh.),die hat schon seit einiger Zeit Nachwuchs. Hallo Kay, wie geht es Deiner Februarkön.? Bin gespannt wann hier die ersten Jungkön. auftauchen.Bei meinen Winterh.(siehe unter Sonstiges) gibt es immer noch ein kleines Völkchen von ca 10-15 Tieren und einigen Kokons.In den nächsten Tagen wirds wohl wieder mit der Nestsuche losgehen, es soll ja etwas wärmer werden. Habe zZt etwa 15 Kästen besetzt, überwiegend mit Erdh.u. Baumh.2 Wiesenh.1 Steinh.u 1 Ackerh..Habe in den kalten Tagen der letzten Zeit im Vorbau der Nistkästen Zuckerlösung zugefüttert. Wünsche gutes Gelingen beim Ansiedeln . Gruß Gottfried.

Raupenspritzmittel Manfred 09.04.2004 20:42

Hey Hummelfreunde !

Letztes Jahr konnte ich noch das Raupenspritzmittel von Neudorff "Raupenspritzmittel N" zur Imprägnierung des Nistmaterials nutzen. Mit Erfolg: Keine Wachsmotten in den Nestern !
Dieses Jahr gibt es dieses Präparat nicht mehr zu kaufen, stattdessen das Nachfolgemittel von Neudorff "Raupenfrei Xentari" mit einer veränderten Zusammensetzung; dieses ist aggressiver als der Vorgänger wie z.B. "reizend" oder "giftig für Fischnährtiere".

Gibt es von Hummelfreunden schon Erfahrungswerte, ob dieses Mittel wie der Vorgänger eingesetzt werden kann ?

Mit hummelfreundlichen Grüßen.............Euer Manfred

Re: Raupenspritzmittel Marcel 10.04.2004 19:52

Hi Manfred,

http://www.neudorff.de/produkte/index.php?section=7&subsection=4

Dieses Mittel ist auf dem Markt. Ich gebe dir aber noch mal später ein Feedback, werde mal mit dem ADM von Neudorff sprechen.

MfG Marcel

Re: Re: Raupenspritzmittel Marcel 18.04.2004 10:20

Hallo Manfred,

Die Firma Neudorff bietet weiterhin das Produkt
"Raupenfrei" (540 g/kg Bacillus thuringiensis kurstaki) mit der Zul.-Nr.4426-60 an.
Xi (reizend)

Die Firma Bayer Garten bietet als neustes Produkt auf dem Pflanzenschutzmarkt "Xen Tari" (Bacillus thuringiensis subspec. aizawai 10,3%) an. Xi (reizend)

Es bietet sich an das erprobte Produkt von Neudorff weiter zu verwenden. Beide sind als Xi (reizend) eingestuft, jedoch ist das Produkt von Bayer "härter", nähere Angaben zur genauen Zusammensetzung gibt Bayer nicht.

MfG Marcel

Re: Re: Re: Raupenspritzmittel Angelika, Berg.Land 21.04.2004 21:21
Wo bekommt man diese Produkte? Grüße, Angelika
Re: Re: Re: Re: Raupenspritzmittel Marcel 25.04.2004 15:33
>Wo bekommt man diese Produkte? Grüße, Angelika

In jedem guten Gartenfachhandel und mitunter auch im Baumarkt mit angeschlossenen Gartencenter.

MfG Marcel

Re: Re: Raupenspritzmittel Marcel 18.04.2004 10:20

Hallo Manfred,

Die Firma Neudorff bietet weiterhin das Produkt
"Raupenfrei" (540 g/kg Bacillus thuringiensis kurstaki) mit der Zul.-Nr.4426-60 an.
Xi (reizend)

Die Firma Bayer Garten bietet als neustes Produkt auf dem Pflanzenschutzmarkt "Xen Tari" (Bacillus thuringiensis subspec. aizawai 10,3%) an. Xi (reizend)

Es bietet sich an das erprobte Produkt von Neudorff weiter zu verwenden. Beide sind als Xi (reizend) eingestuft, jedoch ist das Produkt von Bayer "härter", nähere Angaben zur genauen Zusammensetzung gibt Bayer nicht.

MfG Marcel

Re: Raupenspritzmittel Melanie 11.04.2004 22:05

Das ist interessant...achte auf die Inhaltsangabe: außer B. thuringiensie (welche var. auch immer) sollte da nichts drin sein. Diese ganzen Warnungen sind mir suspekt.

Ich arbeite seit Jahren mit ein und derselben Packung von Neudorff - in Pulverform halten die Sporen scheinbar ewig und da der Verbrauch ja sehr gering ist, musste ich noch nicht nachkaufen.

Bin gespannt,was Neudorff sagt...

Melanie
_____________________________
Dr. Melanie von Orlow
www.hymenoptera.de

Wachsmotten Dirk 11.04.2004 17:51

Hallo,

ich habe vor zwei Tagen zwei Erdhummeln in meinen beiden Schwegler-Kästen angesiedelt. Aber die Freude wurde gleich vom Gedanken an die alljährliche Wachsmottenplage überschattet. Ich habe die letzten Jahre Kernseife und Lavendelduftsäckchen in und unter den Vorbau gelegt aber alles war vergebens. Das blöde ist das die Völker schon sehr früh befallen werden und meist keine Jungköniginnen hervorbringen. Es wäre schön, wenn ihr mir ein Paar Tipps geben könntet, wie man etwas gegen diese Plagegeister machen könnte. Spritzen möchte ich nicht da ich mich an ein Erdhummelnest in vollem Entwicklungsstadium nicht herantraue und bei einem Ackerhummelnest wo ich gespritzt habe hat es auch nicht geholfen ( wahrscheinlich nicht jede Ecke erwischt. Ich habe an eine Hummeltür gedacht, bin mir aber nicht sicher ob sich die bei einem Schwegler-Kasten lohnt, da die Wachsmotten vielleicht auch beim Deckel durchkommen.

Gruß Dirk

Re: Wachsmotten Balthasar 11.04.2004 22:55

Alle Ölchen und Wässerchen gegen die Wachsmotte sind vergebens. Ich verwende seit einigen Jahren ausschließlich Thruricide R von der Firma Kwizda. Dieses Raupenspritzmittel bringe ich allerdings als feines Pulver bereits in die Niststreu ein und damit pasta. Keine Wachsmottenausfälle mehr.
Die Hummeln sind selbst die besten Verteiler im Nest.

Re: Re: Wachsmotten Alex 12.04.2004 10:52

Hallo Balthasar,

Du schreibst:

Ich verwende seit einigen Jahren ausschließlich
Thruricide R von der Firma Kwizda.

auf welcher Basis wirkt das Mittel? Auch auf dem Bacillus Thuringiensis?

Wo beziehst Du das Mittel?

Danke!

Alex

Re: Re: Re: Wachsmotten susanne 21.04.2004 13:32

Hallo Alex, hallo Balthasar,
ich fände es auch interssant zu erfahren, wie Balthasar an das Mittel kommt, ob es im Prinzip dasselbe ist wie das bereits allseits bekannte Spritzmittel etc.

Kann ich dann meine Bazillustütchen einfach trocken in die Niststreu dazugeben? Das wäre schon deutlich komfortabler als das Theater mit der Spritzbrühe.
Gruß Susanne

Detailfragen Momo 12.04.2004 17:23

Ich verstehe bei dem Nistkasten einiges nicht soio ganz, vielleicht kann mir das jemand erklären.
1. Führt die Papprolle mitten in die Polsterwolle oder reicht es, wenn die Polsterwolle drunter liegt?
2. Muss ich unbedingt einen Karton drüberstülpen?
3. Warum ist die Grundfläche 40 mal 40, wird aber bei den Abbildungen nur zur Hälfte genutzt?
4. Reicht nicht auch 20 mal 20?
5. Wenn ich eine Hummel ansiedeln will, wie bekomme ich sie denn dazu, dass sie in die Laufröhre krabbelt?
6. Ich habe jetzt dreimal eine Hummel mit Hilfe eines Keramikbechers eingefangen und diesen mit der Öffnung vor das Loch geschoben. Zwei sind auch reingekrabbelt, aber schon nach zwei bzw. drei Minuten wieder raus und schnurstracks davongeflogen. Was könnte ihnen missfallen haben?

Danke für Eure Antworten

Momo

Re: zu 5. und 6. Michel 12.04.2004 17:52

Um eine Hummel anzusiedeln, ist ein Keramikbecher wohl sehr ungeeignet. Am besten du fängst die Tiere vorsichtig mit beiden Händen und lässt sie dann durch die Einlaufröhre in den Nistkasten laufen. Das klappt dann meist immer und die Hummelkönigin bleibt dann auch ruhig. Eine aufgebrachte Hummelkönigin wird kaum noch ein Nest gründen (obwohl ich hier auch schon eines besseren belehrt wurden bin).

Gruß
Michel

Re: Re: zu 5. und 6. Momo 12.04.2004 18:19

Bleibt die Hummel ruhig in den Händen? Ich habe zwar schon darüber nachgedacht, aber doch ziemlichen Respekt vor den Brummern. Und irgendwie glaube ich nicht, dass sie sitzen bleiben, warum sollte sie in den Händen keine Angst haben?

Re: Re: Re: zu 5. und 6. Michel 12.04.2004 18:47

Ein Stich ist sehr unwahrscheinlich.

In den "warmen" Händen beruhigt sich das Tier wesentlich schneller wieder als in einem kargen Gefäß. Dann krabbelt die Königin in den Händen etwas umher und knappert mit ihren Kieferzangen etwas an der Haut rum, was aber nicht sonderlich schmerzhaft ist.

Ich kann nur sagen, dass sich die Anzahl erfolgreicher Ansiedlungen deutlich erhöht hat, seit ich nicht mehr mit einen Gefäß, sondern mit der Hand fange.

Gruß
Michel

Re: Re: Re: Re: zu 5. und 6. Momo 12.04.2004 19:10

Danke für die Antwort, vielleicht trau ich mir das ja noch, mal sehen...

Re: Re: Re: Re: Re: zu 5. und 6. susanne 13.04.2004 13:31
Danke für die Antwort, vielleicht trau ich mir das ja noch, mal sehen...

Hallo Momo, ich traue mich auch nur ab und zu, je nach Tagesform (meiner), die Hummeln bleiben aber wirklich ruhig, wenn man sie nicht quetscht. Beide Hände als Halbrund um die Hummel legen, als wäre da eine Teetasse inmitten und die Hummel in die Hand klettern lassen. Vorsichtig verkleinern, schließen und zum Nistkasten gehen. Blöd ist immer das umgreifen um die Hummel in den Kasten zu bekommen. Mit kleinen Händen hat man (oder eher meist frau) es dabei etwas schwerer.
Die ebenfalls von anderen bereits empfohlene Pappröhrenmethode funktioniert auch gut, vor allem, wenn man ein Loch im Rasen hat, dass Hummeln für einen Nesteingang halten könnten. Daraus krabbeln sie dann freiwillig in die aufgesetzte Röhre ohne überhaupt richtig zu merken, dass sie "verschleppt" werden.

Das Problem generell: wenn sie nicht sitzen sondern üner den Boden schwirren hat man keine Chance.

Zu der Gestaltung der Nistkästen im Inneren:
Ich habe Schweglerkästen, weil ich nicht so ein geschickter Handwerker bin. Daher kann ich über Innenkästen nichts sagen. Ich denke aber, sie dienen der Wärmeregulierung/dämmung.

Zur Polsterwolle gilt: Erst eine Kuhle in die Kleintierstreu. Darein die etwas verzupfte Polster(!)wolle, also nicht so Riesenbatzen Wolle, Die Humel soll sie ja bewegen können. Und es reicht nicht, sie einfach nur reinzulegen, ich forme immer eine nette, lockere, kuppelartige Anlage indem ich über einen soliden Polsterboden locker von allen Seiten einen Wolldeckel lege. Zum Schluß mit dem Finger genau gegenüber dem Pappröhreneingang ein Loch bohren, damit es recht einladend und kuschelig wirkt.

Viel Erfolg
Susanne

Re: Re: Re: Re: Re: Re: zu 5. und 6. Det 25.04.2004 22:57

Habe vor Jahren mal Erdhummeln in einem Kasten gehabt -- dann die Motten. Gefangen mit den Händen, die Hummelkönigin dann in eine hohle Faust genommen - vorsichtig. Dann aus der Faust über ein ca 15 cm Stück eines alten (ein Zoll) Waschmaschinenschlauch in die Röhre krabbeln lassen. Dadurch gibt es unmittelbar vor dem Loch des Kastens nicht solch ein Gefummel ..
Das was bei Euch (meistens?) eine Papp - oder Papierröhre als Mäusegangimitat ist, war bei mir auch so ein Stück Schlauch, grauer .. 1 Zoll.

> Danke für die Antwort, vielleicht trau ich mir das ja noch, mal sehen...

Hallo Momo, ich traue mich auch nur ab und zu, je nach Tagesform (meiner), die Hummeln bleiben aber wirklich ruhig, wenn man sie nicht quetscht. Beide Hände als Halbrund um die Hummel legen, als wäre da eine Teetasse inmitten und die Hummel in die Hand klettern lassen. Vorsichtig verkleinern, schließen und zum Nistkasten gehen. Blöd ist immer das umgreifen um die Hummel in den Kasten zu bekommen. Mit kleinen Händen hat man (oder eher meist frau) es dabei etwas schwerer.
Die ebenfalls von anderen bereits empfohlene Pappröhrenmethode funktioniert auch gut, vor allem, wenn man ein Loch im Rasen hat, dass Hummeln für einen Nesteingang halten könnten. Daraus krabbeln sie dann freiwillig in die aufgesetzte Röhre ohne überhaupt richtig zu merken, dass sie "verschleppt" werden.


Das Problem generell: wenn sie nicht sitzen sondern üner den Boden schwirren hat man keine Chance.

Zu der Gestaltung der Nistkästen im Inneren:
Ich habe Schweglerkästen, weil ich nicht so ein geschickter Handwerker bin. Daher kann ich über Innenkästen nichts sagen. Ich denke aber, sie dienen der Wärmeregulierung/dämmung.

Zur Polsterwolle gilt: Erst eine Kuhle in die Kleintierstreu. Darein die etwas verzupfte Polster(!)wolle, also nicht so Riesenbatzen Wolle, Die Humel soll sie ja bewegen können. Und es reicht nicht, sie einfach nur reinzulegen, ich forme immer eine nette, lockere, kuppelartige Anlage indem ich über einen soliden Polsterboden locker von allen Seiten einen Wolldeckel lege. Zum Schluß mit dem Finger genau gegenüber dem Pappröhreneingang ein Loch bohren, damit es recht einladend und kuschelig wirkt.

Viel Erfolg
Susanne
Re: Detailfragen Dirk 12.04.2004 20:03
6. Ich habe jetzt dreimal eine Hummel mit Hilfe eines Keramikbechers eingefangen und diesen mit der Öffnung vor das Loch geschoben. Zwei sind auch reingekrabbelt, aber schon nach zwei bzw. drei Minuten wieder raus und schnurstracks davongeflogen. Was könnte ihnen missfallen haben?

Hallo Momo

ich benutze zum Fangen der Hummeln eine Pappröhre die innen aufgeraut ist und brauche nur 1-3 Versuche um eine Hummel anzusiedeln. Wichtig ist die Hummeln so schonend wie möglich zu fangen und völlig abgedunkelt zum Kasten zu transportieren da sie sonst unruhig werden. Belasse die Hummel ruhig 2 Minuten im geschlossenen Kasten um ihn dann erst zu öffnen, so kannst du sicher sein das die Hummel die Nistwolle auch findet.

mfg Dirk

Re: Detailfragen Melanie 12.04.2004 21:56

Herrjeh, wenn ich das geahnt hätte - meinen Quark zu Deinem Eintrag habe ich grad ins Forum von www.hymenoptera.de geschrieben...doppelt gemoppelt sozusagen..

Melanie

Re: Detailfragen Det 25.04.2004 23:01

1. bei mir: so ziemlich mitten hinein
2.+3.+4. Ja, denn Mega(mause)höhlen werden wohl nicht besiedelt, später, wenn das Volk (viel) mehr Platz braucht, entfernt man den kleinen Innenkarton und schon kann so ein Volk auch sehr groß werden ..

Ich verstehe bei dem Nistkasten einiges nicht soio ganz, vielleicht kann mir das jemand erklären.
1. Führt die Papprolle mitten in die Polsterwolle oder reicht es, wenn die Polsterwolle drunter liegt?
2. Muss ich unbedingt einen Karton drüberstülpen?
3. Warum ist die Grundfläche 40 mal 40, wird aber bei den Abbildungen nur zur Hälfte genutzt?
4. Reicht nicht auch 20 mal 20?
5. Wenn ich eine Hummel ansiedeln will, wie bekomme ich sie denn dazu, dass sie in die Laufröhre krabbelt?
6. Ich habe jetzt dreimal eine Hummel mit Hilfe eines Keramikbechers eingefangen und diesen mit der Öffnung vor das Loch geschoben. Zwei sind auch reingekrabbelt, aber schon nach zwei bzw. drei Minuten wieder raus und schnurstracks davongeflogen. Was könnte ihnen missfallen haben?

Danke für Eure Antworten

Momo