Beiträge aus 2003

aufgegrabenes Nest Alexander 23.06.2003 15:27

Hallo liebe Hummelfreunde!

Ich habe heute morgen in meinem Garten ein "aufgegrabenes ?" Hummelnest entdeckt.
Das Nest liegt in einer Erdböschung unter einem Bambus und ist mir bisher nicht aufgefallen.
Jetzt an dieser Stelle ist der Bewuchs mit Dreiblatt usw. weg und es ist ein Loch entstanden (20*20 cm).
Es liegen einige Wabenstücke umher und mann kann in dem Loch eine Röhre sehen, die noch tiefer unter den Bambus reicht. Hier gehen auch noch Hummeln ein und aus.

Wie kann ich das Nest/Loch wieder verschließen ohne den Tieren zu schaden?
Kann ich sie weiterhin schützen?

Ergänzung - aufgegrabenes Nest Alexander 23.06.2003 15:51

Mich würde auch noch interessieren, was für Tiere solche Nester aufgraben?

Hallo liebe Hummelfreunde!

Ich habe heute morgen in meinem Garten ein "aufgegrabenes ?" Hummelnest entdeckt.
Das Nest liegt in einer Erdböschung unter einem Bambus und ist mir bisher nicht aufgefallen.
Jetzt an dieser Stelle ist der Bewuchs mit Dreiblatt usw. weg und es ist ein Loch entstanden (20*20 cm).
Es liegen einige Wabenstücke umher und mann kann in dem Loch eine Röhre sehen, die noch tiefer unter den Bambus reicht. Hier gehen auch noch Hummeln ein und aus.

Wie kann ich das Nest/Loch wieder verschließen ohne den Tieren zu schaden?
Kann ich sie weiterhin schützen?
Re: aufgegrabenes Nest Andreas(München) 23.06.2003 19:59

Hallo Alexander,
es kann schon mal vorkommen, dass z.B. ein Igel oder ein Dachs ein gefundenes Hummelnest ausgräbt um die Larven zu verspeisen. Für das Graben ist aber wohl eher ein Dachs zuständig. Kommt aber natürlcih auch auf die Gegend an in der Du wohnst.
In seltenen Fällen käme auch ein Wespenbussard in Frage.
Als Schutz könntest Du versuchen einen Deckel mit seitlicher Öffnung über dem 'Nest' zu befestigen. Deiner Schilderung nach vermute ich aber dass der wesentliche Teil des Nestes zerstört ist und daher keine Rettung mehr möglich. Ein Versuch lohnt sich aber.
Andreas

Nest umsetzen Angelika 24.06.2003 16:48

Hallo, gibt es hier jemanden aus dem Berg.Land, der Hummeln umsetzen kann? Bin bei hymenoptera leider nicht fündig geworden. Ein Anruf bei einem "Umsetzer" in etwas weiterer, aber noch näherer Entfernung brachte leider nichts. Wie schon einige Male beschrieben, nisten bei uns Erdhummeln hinter der Wandisolierung (Schafwolle). Dieses Mal ist es auch ein recht großes Volk geworden. Die Hummeln fliegen fast im Sekundentakt ein und aus. Königinnen habe ich noch keine gesehen. Nachdem unser Haus lange nicht fertig wurde, kommen jetzt holterdiepolter unsere Handwerker und die Außenisolierung wird fertiggestellt, daß heißt, es kommt eine weitere Holzverkleidung drauf. Was nun?
Notfalls müßten wir diese Stelle bis Ende August aussparen. Lieber wäre mir aber, wenn wir jetzt fertigwürden. Selbst traue ich mich nicht ans Umsetzen. Einen Hummelkasten hätte ich, er wurde ja nicht belegt.
Übrigens, die Schafwolle ist mit Borsalz gegen Mottenbefall behandelt. Den Hummeln scheint es zu bekommen! Grüße und hoffe in der Nähe einen kompetenten Hummelfreund zu finden, Angelika

Re: Nest umsetzen Alex 27.06.2003 15:39

Hallo Angelika,

schade daß sich keiner meldet, der Dir helfen kann! Wenn's das Berchtesgadener Land wäre.... ;)

Hast Du schon mal bei diversen Naturschutzvereinen (Landesbund für Vogelschutz, BUND usw.) angerufen??

Könnte man die Verkleidung nicht so hinmachen, daß ein kleines Loch für die Hummeln zum ein- und ausfliegen bleibt? Notfalls könnte man evtl. mit einer Röhre die Hummeln umleiten, allerdings würde das einige Zeit dauern, bis sie das kapiert haben....

Schade, würde Dir gerne helfen :(

Alles Gute, viel Glück mit den Hummeln und beim Umbau,

Alex

Re: Re: Nest umsetzen Angelika 28.06.2003 14:55

Hallo Alex, vielen Dank für Deine Antwort. Leider ist es nicht möglich, die Hummeln umzuleiten. Der Spalt es recht groß. Ein Stück weit kann man die Hummeln beim Hineinklettern beobachten. Die letzte Lösung wäre natürlich, irgendwie einfach eine Öffnung zu lassen. Aber dann hätten wir dort eine Lücke. Einer unserer Handwerker kennt einige Imker und will dort nachfragen. Die Hummeln haben sich schon sehr aufgeregt, als das Gerüst aufgebaut wurde. Habe mittlerweile auch Königinnen fliegen sehen. Außerdem scheint es - wie gesagt - ein ziemlich großes Volk zu sein. Ist es nicht so, daß Erdhummelvölker Ende Juli sterben? Die Arbeiten bei uns werden so vier Wochen dauern. Dann könnte man einfach alles so lassen und die Seite zum Schluß bearbeiten. Grüße, Angelika

Milben im Hummelnest Stephan 26.06.2003 09:51

Wie kann ich Milben in meinem Hummelnistkasten bekämpfen?
MfG Stephan

Re: Milben im Hummelnest Alex 26.06.2003 15:44
Wie kann ich Milben in meinem Hummelnistkasten bekämpfen?
MfG Stephan

Hallo Stephan,

kurze Antwort: gar nicht.

Milben sind in jedem Hummelvolk und es gibt sogar Thesen, wonach Milben für die Gesundheit des Hummelvolkes sogar wichtig sind.

Mir ist auch keine Methode bekannt, wie man die flinken Tierchen bekämpfen könnte.

Alles Gute,

Alex

anfängerglück susanne 26.06.2003 10:28

Hallo, ich habe dieses Jahr zum ersten Mal einen Hummelnistkasten von Schwegler aufgestellt, der auch sofort bezogen wurde. Inzwischen fliegen etliche Jungköniginnen und Drohnen. Neben "meinen" auch noch andere Arten, weil ich einen Staudengarten mit vielen Trachtpflanzen habe. Ich beobachte die Hummeln gerne im Garten und am Nistkasten, habe mich aber bis jetzt nicht getraut, den Kasten aufzumachen und reinzuschauen. Zum einen weil ich die Hummeln nicht beunruhigen wollte, zum andern weil ich nicht sicher war, ob ich ohne "Imkergardine" ungestochen bleibe. Etliche Kinder meiner Freunde möchten "soooo gerne mal reinschauen", ich hab sie aber bisher vertröstet. Wie macht ihr das genau??? Bei euren Beschreibungen hört es sich so selbstverständlich an.
Grüsse Susanne

Re: anfängerglück Michel 26.06.2003 11:35

Hallo Susanne,
zuerst wäre wichtig zu wissen, um welche Art es sich handelt. Daraus läßt sich nähmlich die Aggressivität schließen. So brauch man beispielesweise bei den sehr friedlichen Wiesenhummeln keinen Schutz, der jedoch bei den sehr reizbaren Baumhummeln unbedingt notwendig ist. Also versuche mal, die Art zu bestimmen.

Gruß,
Michel

Re: anfängerglück Alex 26.06.2003 15:48

Hallo Susanne,

wenn Du es vorsichtig und ruhig machst, das Nest dabei möglichst wenig erschütterst, kannst Du gar nichts falsch machen. Einfach Deckel runter und den Kasten aufmachen!

Wenn die Hummeln dann böse surren sollten ist es ratsam einige Schritte zurückzutreten bzw. das Vorhaben abzubrechen. Natürlich spielt auch die Hummelart eine Rolle, wie Michel schon sagte.

Aber ich öffne die Kästen stets ohne Imkeranzug; den brauche ich nur bei Umsiedelung oder wenn ich gegen Wachsmotten sprühe. Wobei ich letzteres mittlerweile auch ohne mache.

Am besten übst Du das Ganze erst mal ohne Zuschauer, damit Du schneller ausweichen kannst wenn mal ein Bewohner sauer werden sollte.

Ansonsten: keine Angst, mich hat in den letzten 10 Jahren, in denen ich Hummeln halte, nur ein einziges Mal eine Hummel gestochen. Und da war ich selbst Schuld ;)

Viel Glück und berichte mal wies gelaufen ist,

Alex

Re: Re: anfängerglück Susanne 29.06.2003 15:55
Viel Glück und berichte mal wies gelaufen ist,

Alex

Hallo Alex, danke für die ermunternde Antwort, hier der Bericht.
Abgesehen davon, dass der Deckel zu Anfang ziemlich klemmte, hat es prima geklappt. Die Hummeln haben mich zwar ein wenig umsurrt, aber nicht wirklich erkannt, dass ich die "Schuldige" an der plötzlichen Frischluft war. Außerdem sausten dann mehrere Jungköniginnen herum und die Drohnen haben so ein Theater gemacht, dass sich um mich sowieso niemand mehr kümmerte. Ich habe es wohl beim Nestbau zu gut mit der Polsterwolle gemeint, ich musste erstmal zwei Handvoll lose Wolle runternehmen bevor eine zähe Woll- Wachsschicht kam. Trotz Skrupeln (ich fänd das ja auch nicht Klasse wenn jemand bei mir das Dach hochhebt und reinschaut, wie nett er das auch meinen mag) habe ich mit einem Stöckchen vorsichtig die Abdeckung auseinander gezogen und da war es, ein echtes Tönnchennest mit einigen Arbeiterinnen und mehreren sehr dicken Königinnen. Die krabbelten ziemlich langsam auf den Tönnchen herum und ließen sich nicht beirren. Ich hab nicht das ganze Nest freigelegt, was ich gesehen habe, wirkte aber völlig mottenfrei und belebt. Genug Platz zum anbauen haben sie auch noch, trotz der Trennwand im Kasten. In der lose aufliegenden Polsterwolle, völlig abseits jeden Wachses, waren allerdings drei braune Puppen und eine krabbelnde, ganz weiße Made (ohne schwarzen Kopf) wie man sie eher von echten Motten kennt. Ich hab den Film Königin für einen Sommer gesehen und die Wachsmottenlarven da sahen ganz anders aus. Ich muss mir also wohl keine Sorgen machen, oder?

Zur Art der Hummel muss ich wohl im Frühjahr Halluzinationen gehabt haben, als ich dachte, die seien gelb gestreift. Alle Hummeln im Bau sehen gleich aus mit einem rostbraunen Vorderkörper, dunklem Mittelteil und hellem Po und die Sammlerinnen haben Pollenkörbchen an den Beinen. Kuckuckshummeln können es dann ja nicht sein, oder?
Die Drohnen sind im Verhältnis zu den Jungköniginnen sehr klein, ca. halb so groß. Es sieht ziemlich witzig aus, wenn die Winzlinge sich an so ein großes, sehr tief brummelndes Weibchen anklammern und von ihr beim Abflug mitnehmen lassen. Eines hat sich sogar auf dem Weibchen wieder mit in den Stock schleppen lassen, gar nicht so einfach bei dem kleinen Loch im Schwegler-Vorbau. Die beiden quetschten sich regelrecht durch. Es scharwenzeln immer mindestens 3-5 Drohnen um den Nistkasten rum. Königinnen habe ich bisher bestimmt schon 10 gesehen, maximal 4-6 gleichzeitig. Da sie häufig aus und ein fliegen und ich nur sporadisch schaue, kann ich nicht sicher sagen, wieviele es bisher sind.

Wenn ich in den nächsten Tagen /Wochen wieder reinschaue: macht es denen tatsächlich nichts aus, wenn ich die Abdeckschicht aueinanderziehe? Ich hatte etwas Sorge, ich könnte was kaputt machen, besonders wenn ich das Loch noch größer mache, um wirklich das ganze Nest zu sehen.

Mir ist übrigens immer noch nicht klar, ob das nun Ackerhummeln oder Baumhummeln sind. Die Photos bei wildbiene.de sind für die Ackerhummel schön, aber die Baumhummel sieht man nur von vorne. Worauf muss ich achten, wenn ich die auseinander halten will?

Grüße von Susanne

Re: anfängerglück Karl-Heinz 29.06.2003 16:08

Hallo Susanne,
schön, daß Du auch einen Hummelkasten hast, denn diese kleinen Brummer haben es wirklich verdient,daß man ihnen hilft so viel wie möglich Nachkommen zu bekommen.
Natürlich kannst Du in Deinen Hummelkasten reinschauen (nicht bei Baumhummeln!), am besten natürlich, wenn es dunkel ist. Ich habe meine drei Hummelkästen mit einer Zwischenplatte aus Glas ausgerüstet. Da kann man immer reinschauen, ohne daß die Gefahr besteht, daß Hummeln oben aus dem Kasten rausfliegen und dann nicht mehr zurückfinden.
Vergiß bitte nicht nach Wachsmottenlarven zu schauen!!!!!!

Viel Spaß noch mit Deinen Hummeln!

Karl-Heinz

Re: Re: anfängerglück susanne 02.07.2003 11:32

Ich habe meine drei Hummelkästen mit einer Zwischenplatte aus Glas ausgerüstet. Da kann man immer reinschauen, ohne daß die Gefahr besteht, daß Hummeln oben aus dem Kasten rausfliegen und dann nicht mehr zurückfinden.

Hallo Karl-Heinz,
kannst Du mir erklären, wie das mit der Glasplatte funktioniert? Ich habe einen SchweglerKasten und will nächstes Jahr noch einen aufstellen. Dann kann ich das ja gleich einbauen. Wie machst Du das mit der Polsterwatte? Jetzt ist es mir immer etwas unangenehm, den Hummeln die Polsterwatte über dem Nest auseinander ziehen zu müssen, um reinschauen zu können. Sie sind zwar ganz friedlich, ich fühle mich jedoch trotzdem als ungebetener Eindringling, mir würde das jedenfalls nicht sonderlich gefallen, wenn ich Hummel wäre. So eine Glasplatte könnte da eine feine Alternative sein.

Zweite Frage: wenn Du im Dunkeln reinschaust, wie Du geschrieben hattest, irritiert es die Hummeln nicht, wenn Du reinleuchtest?

Hummelige Grüße Susanne

hummelart susanne 27.06.2003 09:46

Danke für die Rückmeldungen, ich werde mich dieses Wochenende dann mal in aller Ruhe ans Öffnen wagen und später davon berichten.
Zur Artfrage habe ich ein mittelschweres Problem. Zu Anfang hatte ich ja kein Bestimmungsbuch, ich bin mir aber sicher, dass "meine" Hummeln Gartenhummeln oder Erdhummeln waren. Sie hatten einen weißen Po und gelbe Streifen auf schwarzem Grund, nicht so knallig gelb aber eindeutig gelb mit ein wenig Rotstich vielleicht. Jetzt sehen die aus- und einfliegenden Hummeln anders aus, eher wie eine Ackerhummel. Der bräunliche Pelz am ganzen Vorderkörper ist deutlich. Besonders bei den Drohnen, die beständig um das Nest "herumlungern" fiel mir das auf. Die jungen Königinnen, die aus dem Nest rauskommen, sind auch eher gelblich-bräunlich gestreift und nicht so knallgelb wie die Erdhummeln, die sonst noch im Garten rumfliegen. Drohnen und Jungköniginnen scheinen zusammen zu gehören, denn ich konnte letzte Woche mehrere Paarungen im Nestumfeld am Boden und wegfliegende "Doppler" beobachten. Seit die Geschlechtstiere ausgeflogen sind, ist es im Stock sehr ruhig geworden (vorher war das brummeln besonders abends weithin zu hören), es fliegen aber noch Hummeln ein und aus.
Sind das Kuckuckshummeln???? Wenn ja, was mache ich nächstes Jahr? Die kehren doch sicher auch zurück.
Ich will nächstes Jahr noch einen zweiten Kasten aufstellen und hoffe, dass vielleicht die reichlich vorhandenen Steinhummeln oder die Gartenhummeln einziehen.
Wie ihr seht, hat die Hummelsucht mich schon fest im Griff.
Grüße von Susanne

Re: hummelart Manfred 27.06.2003 13:12

Hallo Susanne,

ich habe dieses Jahr Gartenhummeln und Deine Beschreibung hört sich nicht nach dieser Hummelart an.
Die Jungköniginnen der Gartenhummeln sind sehr groß und erzeugen einen ganz tiefen Summton. Auch unterscheidet sich die Färbung der einzelnen Tiere kaum, lediglich die Drohnen sind etwas bunter. Der Körperbau ähnelt von den Proportionen mehr dem einer Biene als dem der anderen gängigen Hummelarten.
Aus dem Nest meiner Gartenhummeln dringt - außer sie müssen das Nest kühlen - kein Laut.
Wie viele Tiere sind es denn? Selbst zu besten Volkszeiten gab es bei mir nie mehr als 20 Flugbewegungen pro Stunde.

Gruß
Manfred

Re: hummelart Alex 30.06.2003 14:55

Artbestimmung aus der Ferne ohne Bild ist schwierig....

Sind das Kuckuckshummeln???? Wenn ja, was mache
ich nächstes Jahr? Die kehren doch sicher auch
zurück.

Ich glaube nicht, daß es Kuckuckshummeln sind. Oft sehen Drohnen anders aus als die übrigen Hummeln. Allerdings kann ich daraus auch nicht auf die Art schließen....

Auch Kuckuckshummeln gehören zur Natur. Wenn sich mal eine niederlassen sollte so hat sie das Gleiche Recht auf Leben wie andere Hummeln auch.
(Auch wenn es mich nicht recht erfreuen würde!)

Wie ihr seht, hat die Hummelsucht mich schon
fest im Griff.

Super! Dann hat diese Homepage sein Ziel erreicht ;))

Alles Gute, viel Glück,

Alex

hallo du aus harsewinkel A.aus Clarholz 27.06.2003 14:11

also ich wollt nochmal sagen das ich die Site total super finde besonders wennn man ein Bioreferat machen muss

Re: hallo du aus harsewinkel Alex 27.06.2003 15:35

Hallo A.
freut mich, wenn Dir meine Site beim Referat geholfen hat :)

Aber wer ist aus Harsewinkel ???

Alles Gute,

Alex
(aus'm Chiemgau)

Riesen-Erdhummeln gesehen Sören 27.06.2003 17:09

Ich habe gestern mal wieder in den Hummelkasten geschaut,und riesige Hummeln gesehen.Die waren mindestens 2 bis 2,5 mal so groß als eine Sammlerin.Können dies schon die neuen Königinnen sein?Wäre das nicht noch zu früh?Auch haben die Hummeln in einer Ecke des Nistkastens mehrere Larven einfach auf das Wachs abgelegt.Ist das denn noch normal?Hm...
Die Größe des Staates kann ich nicht genau schätzen aber ich denke es sind 250 bis 300 Individuen.
Ich hoffe keine Wachsmottenlarven im Kasten zu haben, wäre wirklich schade.
Kann auch Bilder schicken ... falls interesse.
Gruß Sören

Re: Riesen-Erdhummeln gesehen Karl-Heinz 29.06.2003 16:55

Hallo Sören,
ich könnte richtig neidisch werden, wenn Du von Deinem Erdhummelstaat schreibst. Mir ist es nur
einmal gelungen eine Erdhummel anzusiedeln, leider hat sie sich durch eine Steinhummel vertreiben lassen. Deren Nachkommen habe ich schon jahrelang,
natürlich sind diese auch sehr schön. Reichlich Erfahrungen habe auch mit Wiesen-,Acker-,und der sehr wehrhaften Baumhummel. Schreib doch mal,wie du
"Ihre Durchlaucht" davon überzeugen konntest ihren Staat bei Dir zu gründen.
Daß es sich bei Dir um Jungkönginen handelt gibt es keinen Zweifel. Erdhummeln fangen sehr zeitig im Frühjahr an.
Die abgelegten Larven könnten tot sein, und werden irgendwann, wenn mal Zeit ist, aus dem Kasten geworfen.
Ansonsten muß ich Dir dringend raten nach Wachsmottenlarven zuschauen. Wäre doch wirklich zu zu schade, wenn bei Dir diese entsetzlichen Viehcher die Oberhand gewinnen würden.

Viel Spaß noch!

Karl-Heinz

Re: Re: Riesen-Erdhummeln gesehen Sören 29.06.2003 18:39

Hallo Karl-Heinz !

Also die Königin hatte sich einfach so in den Hummelkasten eingenistet.Lange Zeit passierte nichts,die Königin sammelte und sammelte...dann plötzlich explodierte und expandierte der Staat.Ein reges treiben ohne Ende.Von Zeit zu Zeit schaute ich nach und habe auch einige Bilder machen können.Der Hummelkasten (von der Firma Schwegler) ist bis zur Decke ausgefüllt.Ich habe eine Plexiglasscheibe unter dem Deckel gelegt um die Tierchen besser beobachten zu können.
Außerdem habe ich 2 neue Kästen aus Holz angefertigt und stelle diese im nächsten Jahr auf.
Ich war und bin selber erstaund, daß sich eine Hummel in den Kasten verirrt hat...
Alle Gartennachtbarn wollen es mir jetzt gleich tun ... und haben mich gefragt ob ich ihnen auch einen Kasten bauen würde.
Ich würde mich sehr freuen an Deiner Erfahrung teil haben zu können.
Letztlich als ich den Rasenmäher anwarf (Benziner)
griffen mehrere (etwa 15)Hummeln das Gerät an.
Fazit ... mit dem Mähen wirds wohl nichts ...
Nun danke für die Hilfe!!!

Mal schauen und hoffen...

Viele Grüße aus Berlin

Sören ->Bilder unter www.sorenm.com

Re: Re: Re: Riesen-Erdhummeln gesehen Angelika 29.06.2003 22:43

Hallo Sören, habe mir Deine Bilder und Deinen Garten angesehen. Sehr schön! Und schön ist es, solche Oasen in einer Stadt zu sehen. Grüße von Angelika aus dem Berg.Land (sehr ländlich)

Re: Re: Re: Re: Riesen-Erdhummeln gesehen Sören 30.06.2003 14:15

Hi Angelika!!!
Es freut mich, wenn Dir die Bilder gefallen haben.Der Garten ist zwar nicht riesig aber bietet trotz alle dem genügend Platz.Die besten und liebsten Grüße an Dich
Liebe Angelika
von
Sören aus Berlin

Wachsmotten Michel 28.06.2003 14:56

Hallo zusammen,
nun haben es diese Plagegeister doch geschafft, sich in meinem Wiesenhummelnest niederzulassen. Ich konnte in den letzten Tagen bereits etwa 30 Wachsmottenlarven ablesen. Ich haben nicht vor, noch mit BTX oder Ähnlichem zu sprühen, da das Wiesenhummelvolk sowiso fast abgestorben ist. Wenn in den nächsten Tagen die letzten Jungköniginnen abgeflogen sind, werde ich alles Nistmaterial samt Mottenlarven vernichten. Insgesamt konnte ich etwa 60 Königinnen und gleichviele Drohnen zählen, obwohl die Anzahl der Arbeiterinnen zur höchsten Volkstärke nur 30-40 betrug. Wie sieht es denn mit euern Wiesenhummelnestern aus. Alex, du hast doch auch eins. Sind bei euch die Jung-Königinnen schon alle ausgeflogen und wieviel hattest ihr? Ist euch auch aufgefallen, dass die Jungköniginnen sehr fleißig im Nest mitarbeiteten, ja sogar Nektar und Pollen eintrugen? Interesant war, dass vor allem die letzte Jungköniginnengeneration fast auschließlich von Jungköniginnen bebrütet wurde und nach dem Schlupf von diesen Nektar herantrugen bekammen, wobei die Königinnen etwa erst 10-15 Tage nach dem ersten Ausflug das Nest entgültig verließen.

Gruß,
Michel

Re: Wachsmotten Karl-Heinz 29.06.2003 17:22

Hallo Michel,
da hast Du trotzdem noch Glück gehabt, daß die Wachsmotten so spät angegriffen haben. Bei meinen
Wiesenhummeln sah es vorige Woche wesentlich schlechter aus, und Jungköniginen waren auch noch nicht zu sehen. Klar, daß ich sofort gespritzt habe. Zur Unterstützung der sehr stark dezimierten Arbeiterinen habe ich einfach aus meinem sehr großen Steinhummelvolk ein paar Arbeiterinen mit hineingesetzt. Und wie ich beobachten konnte, tragen sie gemeinsam mit den Wiesenhummeln ganz fleißig Pollenstaub ein. Es sieht im übrigen sehr lustig aus, wenn zwei Hummelarten gemeinsam ein-und ausfliegen zumal der Nachbareingang der Stein- hummeln nur 20cm entfernt ist.
Ansonsten wuste ich garnicht, daß die Jungköniginnen bei der Brutpflege mithelfen. Ich dachte, daß sie sich nach ihrer Geburt nur noch amüsieren, bis dann im zweiten Jahr der Ernst des Lebens beginnt.

Viel Spaß noch!

Karl-Heinz

Re: Re: Wachsmotten Michel 30.06.2003 07:57

Hallo Karl Heinz,

Ansonsten wuste ich garnicht, daß die Jungköniginnen bei der Brutpflege mithelfen. Ich dachte, daß sie sich nach ihrer Geburt nur noch amüsieren, bis dann im zweiten Jahr der Ernst des Lebens beginnt.

Das wusste ich vorher auch nicht. Doch da derzeit hauptsächlich nur noch Jungköniginnen im Nest sind, weil Altkönigin und Arbeiterinnen tot sind, konnte ich beobachten, dass die letzten Königinnen und Drohnen, die frisch geschlüpft oder sogar noch in den Kokons liegen, von den etwas älteren Königinnen bebrütet und mit Nektar versorgt werden (welchen sie auch selbst eintragen (auch Pollen)). Wahrscheinlich verlassen die Jungköniginnen das Nest erst, nachdem sie vollgefressen auf dem Winter vorbereitet sind und versorgen bis dahin die Jungen noch gut. Wahrscheinlich gelingt es deshalb der Art trotz weniger Arbeiterinnen viele Königinnen hervorzubringen.

Gruß,
Michel

Re: Re: Re: Wachsmotten Manfred 30.06.2003 08:10

Hallo Michel,

wenn die Jungköniginnen in diesem Jahr bereits Sammelflüge unternehmen handeln sie sich aber für das nächste Frühjahr einen nicht zu unterschätzenden Nachteil ein. Die Trachtflüge führen zur Abnutzung der Flügel und vermindern damit langsam aber sicher die maximal mögliche Nutzlast pro Sammelflug.
Bei der Nestgründung im Frühjahr kann die Sammelleistung aber ausschlaggebend für Erfolg oder Mißerfolg sein.

Gruß
Manfred

Re: Re: Re: Re: Wachsmotten Michel 30.06.2003 08:37

Hallo Manfred,
die ersten Jungköniginnen haben noch nicht viel gesammelt und zu tun gehabt, da noch genügend Arbeiterinnen da waren. Diese sind mittlerweile abgeflogen. Die restlichen Königinnen sammeln recht häufig, nutzen diese Flüge aber gleich zum Anlegen eines Fettkörpers für den Winter, da sie auch länger sammeln als andere Arbeiterinnen (die wenigen, die noch vorhanden sind). Deshalb würde ich sagen, dass die Königinnen so und so ausfliegen und sich das deshalb wenig auf die Kraft der Hummelköniginnen auswirken wird. Oder liege ich da so daneben?

Gruß,
Michel

P.S: Wie geht es eigentlich deinem Gartenhummelvolk?

Re: Re: Re: Re: Re: Wachsmotten Balthasar 30.06.2003 23:32

jedes Jahr sehe ich Pollen eintragende Jungköniginnen bei Wiesenhummeln, Gartenhummeln und dunklen Erdhummeln. Allerdings bisher nicht bei Steinhummeln. ich glaube nicht, daß dies zu vorzeitiger Abnutzung der Individuen führen kann, vielleicht sogar ein Vorteil fürs nächste jahr.
Praxis ist eben wichtig im Leben. Außerdem möchte ich die Bedeutung der Sammelflüge von Jungköniginnen nicht überbewerten. Den Hauptanteil haben trotzdem die Arbeiterinnen.

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Wachsmotten Manfred 01.07.2003 07:42

Deine Beobachtung kann ich so nicht bestätigen. Bei meinen Gartenhummeln haben sich die Jungköniginnen zwar gelegentlich an der Brutpflege, nicht aber am Sammeln beteiligt.

Gruß
Manfred

Re: Wachsmotten Alex 30.06.2003 14:52

Hallo Michel,

schade, schade daß die Biester wieder zugeschlagen haben. Ich würde mir aber wirklich überlegen, nicht evtl. doch noch zu sprühen. Allein schon damit es weniger Wachsmotten-Nachkommen gibt. (Auch wenn ich sonst gegen jegliches sprühen bin, bei Wachsmotten gibts kein Pardon!)

Alex, du hast doch auch eins. Sind bei euch die
Jung-Königinnen schon alle ausgeflogen und
wieviel hattest ihr?

Ich habe schon lange keine Jungkönigin bzw. Drohne mehr gesehen, die scheinen alle schon weg zu sein. Allerdings sind immer noch einige Arbeiterinnen mit Sammeln beschäftigt.

Die maximale Anzahl von Königinnen/Drohnen die ich auf einmal gesehen habe waren 7 Stück. Ich vermute mal, daß es insgesamt um die 10 gewesen sein dürften. Also sicherlich nicht so viele wie bei Dir!

Ob die Jungprinzen und -prinzessinen so fleißig waren wie bei Dir kann ich leider nicht sagen. Ich hatte leider nicht die Zeit für längere Beobachtungen.

Viel Glück mit Deinen Hummeln und kein Pardon den Wachsmotten!

Alex

Hummelnest am Fenster Lars 29.06.2003 23:29

Hallo zusammen,

ich habe folgendes Problem: direkt über meinem Schlafzimmerfenster hat sich in einem Hohlraum zwischen Dachrinne und Dachboden ein Hummelvolk niedergelassen. Nach dem, was ich auf einer anderen Seite gelesen habe, wird es sich wohl um Baumhummeln handeln.

Nun ist es schon ein paar Mal vorgekommen, dass sich eine Hummel in das Zimmer "verirrt" hat. Ich muss das Fenster schon ständig zu lassen.

Was kann man da machen?
Ich könnte ja ein Fliegengitter anbringen, aber dann fliegen in dieser Zeit bestimmt etliche aggressive Hummeln um mich rum und fliegen in das Zimmer...! Gibt es eine Zeit, in der die Hummeln nicht aktiv sind und man das am besten machen könnte? (nachts?) Können sich die Hummeln nicht durch das Gitter durchfressen?

Außerdem wollte ich mal fragen, ob Hummeln Holzbalken anfressen können?

Ich habe ehrlich gesagt schon überlegt, ob wir das Nest wegmachen lassen ... allerdings hab ich NOCH die Hoffnung, dass ich mich mit den Hummeln arrangieren kann. ;-)

Ich würde mich freuen, wenn ihr mir bei meinem Problem hilft! Danke!

Gruß aus Einbeck,

Lars

Re: Hummelnest am Fenster Manfred 30.06.2003 08:00

Hallo Lars,

Deine Idee mit dem Fliegengitter wird das Problem lösen. Nachts fliegen die Hummeln nicht aus (es sei den es kommt zu Erschütterungen am Nest), so dass Du dann ungestört das Gitter anbringen kannst.
Um die Balken oder das Fliegengitter brauchst Du Dir keine Sorgen zu machen; Hummeln nagen nicht am Holz und werden auch nicht versuchen das Fliegengitter durchzubeißen.
In 2-3 Wochen werden die Hummeln ohnehin verschwunden sein, da bei Baumhummeln Ende Juni der Entwicklungshöhepunkt erreicht ist.
Da diese Hummelart ein guter Rückkehrer ist, kannst Du es allerdings haben, dass nächstes Frühjahr eine überwinterte Jungkönigin von diesem Nest an gleicher Stelle ihr Nest bauen wird.

Gruß
Manfred

freudige Nachricht - Nestumsetzung an Alex Angelika 30.06.2003 16:39

Hallo, wir haben einen Imker gefunden, der unser Erdhummelnest umsetzt. Leider nicht in meinen Kasten, denn er muß das Nest wegen der Rückkehrer mitnehmen. Schade. Außerdem scheint er mir um ein erhebliches kompetenter zu sein, als der prof. Umsetzer aus der Liste von hymenoptera. Er kommt spätabends, wenn es dunkel wird. Der andere wollte tagsüber kommen und hatte mich doch tatsächlich gefragt, ob das wirklich Hummeln wären, so kleine schwarze mit weißem Hintern. Hörte sich nicht sehr gut an. Er wollte außerdem 50,-- Euro. Der Imker jetzt macht es ehrenamtlich aus Liebe zu Tier. Ich werde erzählen wie es geklappt hat.
Nochmal meine Frage, wann stirbt das Erdhummelvolk? Auch Ende Juli? Grüße Angelika

Re: freudige Nachricht - Nestumsetzung an Alex Alex 01.07.2003 07:56

Hallo Angelika,

das freut mich zu hören!! Zum Glück gibt es auch unter Imkern Hummelfreunde :)

Die "Umsetzer" aus der Datenbank sind oft auch - wie ich - interessierte Laien; da gibts sicherlich "Qualitätsunterschiede".

Meinen letzten Umzug begann ich auch tagsüber, setzte das Nest in den neuen Kasten und ließ diesen offen am alten Standort stehen, damit die Tierchen wieder zurückkehren konnten. Erst nachts habe ich den Kasten verschlossen und mitgenommen. Hat ganz gut geklappt!

Aber das wird bei Dir nicht gehen, weil man den Kasten dann ja an den gleichen Standort stellen muß.

Was Dir evtl. blühen könnte: am nächsten Tag werden noch einzelne Hummeln herumsurren, die die Nacht draußen verbrachten oder beim umziehen verscheucht wurden. Ich habe diese "Waisen" bei meinem Umzug die nächsten 3-4 Tage mit verschließbaren Gläsern eingefangen und zum Nest gebracht.

Ich werde erzählen wie es geklappt hat.

Auja, bitte :)

Nochmal meine Frage, wann stirbt das
Erdhummelvolk? Auch Ende Juli? Grüße Angelika

Je nach Art:

Dunkle Erdhummel: Mitte Oktober
Helle Erdhummel: Ende August
Jungköniginnen fliegen sogar noch länger herum.
Ein Umzug lohnt sich also sicherlich.

Ich wünsche Dir und Deinen Hummeln einen guten, problemlosen Umzug! Wenn Du Bilder davon machen willst: uns würds interessieren :)

Servus,

Alex

Re: Re: freudige Nachricht - Nestumsetzung an Alex Angelika 01.07.2003 09:25
Danke für die Info. Ich werde versuchen, Bilder zu machen und auf "Waisen" achten. Die Umsetzung soll morgen abend erfolgen. Grüße, Angelika
Umsetzer Melanie 03.07.2003 09:40

Hallo, Angelika,
freut mich, wenn Du einen guten Umsiedler gefunden hast - mail mir doch bitte mal seine Telefonnummer (einfach webmaster at hymenoptera.de) oder gib ihm meine (ich stehe auch in der Datenbank...unter Berlin). Ich würde ihn gerne kontaktieren; vielleicht kann ich ihn für die Datenbank gewinnen. Denn in diese kommt jeder - nicht nur "professionelle" (von denen es übrigens kaum welche gibt) und wenn jemand das besonders engagiert macht, dann umso lieber.

Aber zur Ehrenrettung der vielen Umsiedler: Ich siedele fast in allen Fällen nur tagsüber um - das geht und ist ein Kompromiß zwischen Tierliebe und Privatleben. Es ist gar kein Problem; man muß nur entsprechend Zeit mitbringen und die anfliegenden Tiere abwarten. Da Hummeln im Sommer durch die langen Tage erst sehr spät den Flugverkehr einstellen, wäre ich sonst erst um Mitternacht fertig.

Und die Nachfrage ob es wirklich Hummeln seien, zeugt von erheblicher Professionalität des angewählten Umsetzers - daß er mit Dir eine Fachfrau am Ende hat, kann er doch nicht ahnen. Du glaubst nicht, was mir in meiner langjährigen Beratungszeit alles als Hummeln verkauft wurden ! Und wenn man dann mit Hummelumsiedlungsausrüstung über eine Stunde nach Köpenick rausfährt um dann ein verlassenes (!) Wespennest (!!) vorzufinden, der wird das nächste Mal sicherheitshalber bei Adam und Eva anfangen.

Und das Thema "Geld nehmen fürs Umsiedeln" ist auch kein Widerspruch zur Tierliebe - im Gegenteil: Ohne Aufwandsentschädigung macht man es den vielen Leuten, die das Nest oft nur erstmal loswerden wollen (was bei Dir natürlich nicht der Fall ist), einfach *zu* einfach - leider werden viele Mitbürger erst dann tierlieb wenn es an ihren Geldbeutel geht. Nach der so finanziell erzwungenen Duldung sind viele dann überrascht, wie unproblematisch das ganze war und daß sich viele Sorgen als unbegründet herausstellten.
Natürlich ist das aber grundsätzlich eine Einzelfallentscheidung und in vielen Fällen hänge ich noch viel Zeit und Aufwand hintendran um das Nest zu Insektenfans zu bringen oder in Schaukästen zu installieren...und die Zeit bezahlt niemand, sondern ist reines Investment in die gute Sache.

Dies nur um für etwas Verständnis zu werben - so toll ich die (leider eben nur wenigen) Leute finde, die wirklich rein ehrenamtlich und ohne jede Bezahlung einen Tag lang ein Nest umsetzen... viele andere, die eben die Zeit für Beratung und Umsetzung mühsam von einem Berufsalltag abzwacken, können das einfach nicht leisten. Aber ohne sie wären viele Nester schon Opfer von Paral und Co. geworden !

Herzlichst
Melanie

Re: Umsetzer Angelika 04.07.2003 09:39
Hallo Melanie, sicherlich hast du recht. Ich habe mich über den schnöseligen Ton des Umsetzers geärgert und das herauszuhören war, daß frau wohl kaum Ahnung habe.

Der Imker, den unser Handwerker fand, hätte die Umsetzung eines Hummelvolks das erste Mal gemacht.
Wir haben von der Umsetzung abgesehen. (siehe oben).
Wenn du gleichwohl Interesse an der Anschrift hast, werde ich mich kundig machen. Grüße, Angelika

2 Hummeln... Norfried 30.06.2003 16:41

... sind an einem abgeasteten,noch stehenden Kiefernstamm dabei eine "Wohnung" zu raspeln.Sie sind seit einiger Zeit(ca. 2 Wochen)zugange und ich muß gestehen, diese Art habe ich nicht noch nie gesehen! Die Größe beträgt gut 4 cm, die eine Hummel ist schwarz, die ander Hummel ebenfalls, hat jedoch einen "goldenen Kragen". Die beiden sind absolut friedlich und brummen und raspeln vor sich hin.
Vielleicht kann mir jemand sagen, was es für eine Art ist!

Vielen Dank im voraus!
Gruß
Norfried

Re: 2 Hummeln... Johann Wiedl 30.06.2003 18:04

Hallo Norfried,

nach meiner Einschätzung handelt es sich hier um Hornissen, die die Rinde zum Nestbau abschaben und heimtransportieren.

Grüsse
Hans Wiedl, Emmerich am Rhein

Re: Re: 2 Hummeln... Norfried 01.07.2003 08:12

Hallo Hans,

diese,ich nenne sie immer noch Hummeln, höhlen den Stamm aus und schaben nichts ab.Ihr Aussehen entspricht nicht dem der Hornissen, da die typische Körperform und Färbung für Hornissen nicht zutrifft.
Die Körperform entspricht einer etwas zu lang geratenen Hummel und wirkt dadurch auch relativ "schlank" im Gegensatz zur "typischen" Hummel, die ja eher kompakt ist. Ansonsten ist sie wie eine Hummel eben sein sollte bepelzt.
Vielleicht kann ich im Laufe der Woche noch Bilder nachreichen.

Gruß Norfried

Re: Re: Re: 2 Hummeln... Melanie 03.07.2003 09:42

Könnte es eine Holzbiene sein ? Schau mal in den Galerien unter www.hymenoptera.de "Interaktiv" nach...glaube unter Insekten-Makros...

Melanie

Re: 2 Hummeln... Alex 01.07.2003 07:58

Hallo Norfried,

vermutlich sind es keine Hummeln, denn die raspeln kein Holz ab. Hast Du vielleicht ein Foto von den Kerlchen? Vielleicht kannst Du mal eines machen, dann könnten wir bestimmen, welchen Gast Du im Garten hast.

Viel Glück,

Alex