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Sozialparasitismus

Sozialparasitismus gibt es temporär sowie permanent.

Temporärer Sozialparasitismus: Eine später geschlüpfte Königin überwindet in kämpferischer Auseinandersetzung eine Nestgründerin ihrer eigenen oder einer nahe verwandten Art und erobert deren Nest und Brut. (SLADEN fand bei Bombus terrestris 20 abgestochene Königinnen in einem Nest!). Temporärer Parasitismus wird relativ häufig von B. terrestris bei B. lucorum ausgeübt.

Permanenter Sozialparasitismus: Durch Kuckuckshummeln; ihnen fehlt die Arbeiterinnenkaste, daher besetzen sie – durch Nestgeruch geleitet – entwickelte Nester ihrer phänologischen früheren Wirte. Der stärker gepanzerte Körper und stärkere Stachel, ferner kräftigere Kiefer verleihen Kuckuckshummeln Vorteile im Kampf um die Übernahme des Nestes.

Sozialparasiten wie die Kuckuckshummeln bezeichnet man exakter als Inquiline denn als parasitische Gattung. Kuckuckshummeln und Hummelköniginnen leben oft nebeneinander im Nest (besonders bei “friedlichen” Arten). Die Inquiline vernichtet jedoch die Hummeleier und baut aus dem vorgefundenen Wabenmaterial stets selbst Zellen für ihre zahlreichen Eier (bis 23 Eier werden auf einmal abgelegt in nur 6 Minuten).

Die Entwicklungszeit eines Psithyrus-besetzten Hummelvolkes ist wesentlich kürzer als die eines nicht parasitierten, da ja weitere Arbeiterinnenbruten entfallen.

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Stefan

Über Stefan

Töging am Inn (Südostbayern), 398m