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Nestklima

Nestklima: Besonders die Nester bodenbrütender Arten weisen hohe relative Luftfeuchten auf. Durch Errichten einer Nestdecke und zusätzliche Klimatisierung vermögen alle Arten Luftfeuchte und Temperatur im Nest konstant zu halten, Sauerstoff- und Kohlenstoffgehalt zu beeinflussen. In unseren gemäßigten Breiten liegt die Nesttemperatur zwischen 29,0 °C. und 32,5 °C., in arktischen Gebieten (in Lemmingnestern) bei konstant 35 °C. (Hummeln kommen bis in 880 km Entfernung vom Nordpol vor.).

Der zentrale Wabenbau wird bei einer Bruttemperatur von etwa 31,5 °C. gehalten. Die Luftfeuchte darf weder zu niedrig (Austrocknungsgefahr) noch zu hoch (Schimmel- oder Tropfwasserbildung) liegen: mehr als 60 % relative Luftfeuchte sind richtig. Hummeln besitzen an den Antennen “eingebaute Klimameßgeräte”, mit denen sie Abweichungen der Ist-Nestklimawerte vom “Sollwert” feststellen. Erforderliches Heizen oder Lüften, Zubauen oder Öffnen und Rückbauen der aus Wachs gefertigten Nestdecke stellt die Nestklima-Sollwerte wieder her. Energielieferant für all diese Leistungen ist Blütennektar. Pollen wird hingegen im Wesentlichen als Aufzuchtfutter verwendet. Wichtigstes “Heizgerät” sind die Flugmuskeln der Hummeln: Sie können ohne Flügelbewegung (unsichtbar und unhörbar für den Beobachter) “wärmezittern” und dabei Veratmungswärme aus “chemisch gebundener Energie” des Nektars erzeugen. Legt man die Hand auf die Nestdecke eines jungen Volkes, dann spürt man deutlich die angenehme Wärme.

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Stefan

Über Stefan

Töging am Inn (Südostbayern), 398m